Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

              
EV Dingolfing
(BLL)  Der 44-jährige Stürmerroutiner Markus Simbeck wird auch in der neuen Spielzeit wieder die Schlittschuhe für die Isar Rats schnüren
  
SC Forst
(BLL)  Bei den Nature Boyz haben vier weitere Spieler ihre Zusagen für die kommende Saison gegeben: Demnach bleiben die Stürmer Johannes Ambos, Daniel Schmidt und Benedikt Zeitler, sowie Verteidiger Ron Zinner
  
ESC Hügelsheim
(RLSW)  Stürmer Jonathan Koch, der einst aus dem Freiburger Nachwuchs hervorging, wird in seine fünfte Spielzeit im Trikot der Baden Rhinos gehen
  
Nürnberg Ice Tigers
(DEL)  Der kanadische Stürmer Brandon Buck hat nach zwei Jahren seinen Abschied aus Nürnberg bekannt gegeben
  
EV Landshut
(DEL2)  Der kanadische Verteidiger Josh McFadden hat mit dem rumänischen Erstligisten ASC Corona Brasov einen neuen Verein gefunden
  
EHC Klostersee
(BYL)  Der Bayernligist EHC Klostersee hat seine zweite Kontingentstelle mit Verteidiger Jesper Pallesen besetzt. Der 25-jährige Däne verfügt über Erfahrung aus der höchsten Liga seines Heimatlandes, pausierte allerdings in den letzten Jahren wegen einer Knieverletzung. Nun möchte er in Grafing einen Neuanfang machen
  
ESC Berlin 1b
(LLB)  Die gesamte 1b-Mannschaft der ECC Preussen Berlin um Trainer Andreas Engelberg wird zum ESC wechseln und als neue 1b in der Landesliga Berlin antreten
  
EC Senden
(BBZL)  Nach einem Jahr Pause werden die Crocodiles wieder eine Mannschaft zum Spielbetrieb der Bezirksliga Bayern melden
  
ESV Gebensbach
(BBZL)  Verteidiger Jonas Huber, der in der letzten Saison für den ESC Dorfen in der Bayernliga, sowie für die 1b in der Bezirksliga aufs Eis ging, wechselt zur neuen Saison zum ESV
  
Aachener EC
(BZLW)  Stürmer Jannik Jentzen, der trotz seines jungen Alters zu den wichtigsten Leitungsträgern in der Offensive gehört, hat seine Zusage für eine weitere Saison bei den  Grizzlies gegeben
  
Münchener EK
(BBZL)  Mit Routinier Christopher Langer bleibt den Luchsen ein erfahrener Stürmer auch in der kommenden Bezirksligasaison weiterhin treu
  
EV Moosburg
(BLL)  Trainersohn Maximilian Englbrecht, der viele Jahre in der Oberliga bei seinem Heimatverein EV Landshut im Tor stand und zuletzt pausierte, ist der erste Neuzugang beim EVM für die neue Spielzeit
    
Bietigheim Steelers
(DEL2)  Stürmer Lukas Laub, der erst letztes Jahr aus der DEL von der Düsseldorfer EG ins Ellental kam, wird die Steelers nach nur einer Saison wieder verlassen
  
Harzer Falken
(RLN)  Die EC Harzer Falken haben mehrere Abgänge bekannt gebeben. Die beiden Torhüter Donatas Zukovas und Frederik Schwieger werden Braunlage genauso verlassen wie die Verteidiger Nils Bergk, Tjorben Skibba und die Stürmer Mario Strobel, der sich gegen das Angebot der Falken entschieden hat, und Ernst Reschetnikow, der sich auf seine Tätigkeit als Nachwuchstrainer in Kassel konzentrieren wird
  
Hamburger SV
(RLN)  Verteidiger Mario Behrens und Stürmertalent Ole Hoffmann rücken vom Verbandsliga-Team des HSV in den Kader der 1.Mannschaft in die Regionalliga auf
  
Eisbären Berlin
(DEL)  Der US-Amerikaner Austin Ortega stimmte dem Gehaltsverzicht nicht zu und hat das vorgelegte Vertragsangebot nicht angenommen. Damit verlässt der Stürmer die Eisbären nach zwei Spielzeiten wieder
  
EV Pegnitz
(BLL)  Mit Nico Stachowski kommt ein gebürtiger Pegnitzer zu den Ice Dogs zurück. Zuletzt spielte der 18-jährige Verteidiger im Nachwuchs des 1.EV Weiden
  
Hamburg Sailors
(LLN)  Mit Stürmer Kevin Kuhr bleibt den Hamburg Sailors einer ihrer wichtigsten Leistungsträger in der Offensive auch in der kommenden Landesligasaison weiter treu
  
Heilbronner EC
(RLSW)  Mite den beiden Allroundern Moritz Hauß und Gregor Sprenger bleiben den Eisbären zwei echte HEC-Eigengewächse auch in der nächsten Saison weiter erhalten
  
ESC Haßfurt
(BLL)  Die Hawks haben mit dem tschechischen Allrounder Dominik Tobola, der von den Trostberg Chiefs nach Haßfurt wechselt, einen weiteren Kontingentspieler verpflichtet. Zudem kommt Verteidigertalent Paul Hartmann von den Höchstadt Alligators, wo er auch erste Oberliga-Erfahrungen sammeln konnte, zum ESC zurück, wo er bereits in der Vergangenheit im Nachwuchsbereich aktiv war
     
   

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selberwoelfeVER Selb
Ein Vorzeigeathlet mit Schlüsselfunktion - Routinier Lukas Slavetinsky bringt Erfahrung pur in die neue Wölfe-Defensive

(OLS)  Körperlich topfit, ein Blueliner mit starkem Schuss, aber auch ein Spielmacher mit Offensivqualitäten, der seine Mitspieler gerne in Szene setzt – die Stärken eines Lukas Slavetinsky dürften den Wölfe-Fans in den Vergleichen in den letzten beiden Jahren gegen die ERC Bulls Sonthofen nicht verborgen geblieben sein. In den Aufeinandertreffen gegen die Allgäuer gehörte jener Slavetinsky immer zu den auffälligsten Gästeakteuren.

Der gebürtige Tscheche, der in seiner langjährigen Eishockeykarriere neben 88 DEL-Einsätzen in knapp 800 DEL2 und 2. Liga-Partien beachtliche 477 Punkte als Verteidiger vorweisen kann, unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Selber Wölfen und wird in der Saison 2020/2021 eine zentrale Schlüsselposition in deren Defensive einnehmen.

Neben Ravensburg, wo er in insgesamt neun Spielzeiten seine erfolgreichste und schönste Zeit verbrachte und dort auch seine heutige Ehefrau kennenlernte, bildete auch Sonthofen eine wichtige Station in der Vita des Wölfe-Neuzugangs. Zusammen mit seinen Eltern kam er mit fünf Jahren nach Sonthofen, wo einst sein Onkel Friedrich Ondrich Eishockey spielte und Lukas schnell von dieser Sportart zu begeistern versuchte. Mit Erfolg. Bis zum Knabenalter spielte Lukas in Sonthofen, ehe es den späteren Juniorennationalspieler nach Kaufbeuren zog. „Meine Eltern haben mich täglich 70 Kilometer zum Training und wieder zurückgefahren – das war keineswegs selbstverständlich“, erinnert sich Lukas noch heute. Sonthofen war somit der Start seiner Eishockeylaufbahn, Sonthofen hieß auch sein Arbeitgeber in den letzten zwei Jahren. Viel Anlass zur Freude und Feiern gab es speziell im letzten Winter für Slavetinsky in seiner Doppelfunktion als Spieler und Sportlicher Leiter nicht. Finanzielle Schwierigkeiten von Beginn an, eine nervenaufreibende Hängepartie bis zur Lizenzerteilung und eine Saison, die zum Schluss mit dem Abstieg traurig besiegelt wurde. „Es war eine harte Zeit, ich nehme aber auch viel Positives mit, hatte in meiner Zweitfunktion neben dem Eis einen guten Einstieg, um mal hinter die Kulissen zu blicken. Im Kopf frei war keiner von uns richtig und es war enorm belastend, wenn Du über Monate kein Geld siehst.“
Aber das Kapitel ERC Bulls Sonthofen ist für den glücklichen Familienvater zweier Kinder (Tochter Elli-Lou und Sohn Leo) vorbei. Seine neue Herausforderung heißt Selber Wölfe.

Während sich andere Spieler in seinem Alter allmählich mit dem Karriereende beschäftigen, verschwendet der im Juni 39 Jahre alt werdende Vorzeigeathlet damit keinerlei Gedanken. Warum auch. „Ich bin topfit, habe immer noch wahnsinnig viel Spaß am Eishockey und wenn ich weiterhin vor größeren Verletzungen verschont bleibe, muss es nicht mein letztes Jahr sein“, so der 86 Kilogramm schwere Defender leicht grinsend.
Zudem stand sehr früh für Lukas fest, dass er seine überaus vorzeigbare aktive Eishockeykarriere nicht mit einer derart turbulenten und miesen Spielzeit wie zuletzt in Sonthofen beenden werde. „Nein, so wollte ich sportlich nicht abtreten und dann kam das Angebot aus Selb.“ Der Wölfe-Neuzugang erinnert sich noch sehr gut, wie die ersten „Annäherungsversuche“ abliefen. „Gleich das erste Gespräch mit Trainer Herbert Hohenberger war super, seine Art, wie er Eishockey spielen lassen möchte, und das Gesamtkonstrukt Selber Wölfe hat mich überzeugt.“

Und ob es nach dieser Saison noch eine weitere geben wird, lässt Slava, wie er in Spielerkreisen nur genannt wird, natürlich offen. Nur so viel. “Man sollte nie nie sagen, wenn ich gesund bleibe und weiter Spaß habe - warum nicht.“ Aber auch für die Zeit nach der aktiven Laufbahn auf dem Eis hat der der Wölfe-Neuzugang mit der Nummer 50 bereits frühzeitig vorgesorgt. Mit seinem erfolgreich abgeschlossenen Fernstudium zum Sportmanager im Jahr 2012, seinem Sportfachwirt und einem abgeschlossenen Studium der Sportökonomie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften FH Schmalkalden mit Abschluss als Diplom-Sportökonom, stehen ihm viele Türen abseits des Eishockeysportes offen.

477 Punkte in knapp 800 DEL-2 und 2. Liga-Pflichtspielen, 30 Tore und 79 Vorlagen in den letzten 95 Oberliga-Partien für Sonthofen sprechen eine deutliche Sprache und für die Qualitäten von Lukas Slavetinsky.
Punkte, Titel – für Lukas sind diese sekundär, für ihn im Vordergrund steht der Teamerfolg, zudem „will ich spielen und Spaß dabei haben, Eishockey ist meine große Leidenschaft von Kindesbeinen an und jetzt möchte ich meine Erfahrung an die Jungen weitergeben.“ Die jungen talentierten Cracks sollen jene Unterstützung erfahren, die er erfuhr, als er 1998/1999 in Kaufbeuren in der viertklassigen Liga Süd debütierte. Schon früh prophezeiten seine Trainer dem damals schon sehr kräftig wirkenden Youngster Lukas Slavetinsky eine vielversprechende Laufbahn. Sie sollten Recht behalten. Erding, Dresden, Tölz, Freiburg, Hamburg, Weißwasser, Ingolstadt und Schwenningen hießen seine Stationen, ehe er 2008/2009 nach Ravensburg kam, wo er insgesamt – mit Ausnahme von einer Zwischenstation und eineinhalb Jahren Dresden neun Spielzeiten blieb. In Ravensburg lernte er auch seine Ehefrau Daniela kennen, wurde sesshaft und baute sich ein Eigenheim.

Dass Slavetinsky über die Jahre zu einem der stärksten deutschen Defender in der DEL2 reifte, war einerseits der Verdienst seines unbändigen Willens („mir wurde nie etwas geschenkt, musste mir alles erarbeiten und Rückschläge machten mich noch stärker“) und seiner zahlreichen Trainer, die ihn begleiteten und formten.
Lukas braucht nicht lange überlegen. „Natürlich waren da einige sehr gute und prägende Trainerpersönlichkeiten dabei, wie z.B. Peter Draisaitl in Ravensburg oder später in Dresden Thomas Popiesch.“ Mit Peter Draisaitl - Vater von NHL-Superstar Leon Draisaitl – ein guter Freund und einstiger Teamkollege von Herbert Hohenberger aus Kölner Zeiten, schloss sich auch der Wölfe-Coach kurz. Hohenberger: „Peter hat nur positiv über Lukas gesprochen. Er sagte, wenn du so einen Typen in der Mannschaft haben kannst, musst Du einfach zuschlagen - und das haben wir getan.“

Coach Herbert Hohenberger, selbst früher Verteidiger, gerät sichtlich ins Schwärmen, wenn er über seinen jüngsten Transfer Lukas Slavetinsky. „Slava bringt mit, was ein Verteidiger haben muss. Trotz seines Alters ist er körperlich topfit und wird uns vor allem in Powerplay mit seiner Erfahrung und Spielübersicht weiterhelfen. Er wird ein Schlüsselspieler in unser Defensive, er soll unsere jungen Cracks führen. Kurzum: Er ist ein positiv Eishockeyverrückter.“
Letzteres zeigt sich darin, dass er bereits seinen Kraftplan umstellen wird, Info zu den Trainingsplänen einfordert und am liebsten gleich morgen loslegen will – ein Vorzeigeathlet, der ähnlich wie Ondruschka und Gare all die jungen Akteure mitziehen wird.

Das Abenteuer „Selber Wölfe“ wird Lukas Slavetinsky alleine angehen, seine Familie wird weiterhin in Ravensburg bleiben, wo seine beiden Kinder auch zur Schule gehen. Mit seiner Frau Daniela ist alles abgestimmt, sie gab letztendlich ihr okay und hält ihrem Lukas den Rücken frei.
Trotz der Trennung zur Familie freut sich der Wölfe-Neuzugang riesig auf seine neue Aufgabe und die VEROrganisation. Und auch mit bald 39 Jahren hat Lukas natürlich klare Ziele vor Augen. „Ich will dem neuen Team helfen, es besser machen und mit meinem Offensivdrang Akzente setzen. Und natürlich ist eines klar. Ich habe zwei Jahre keine Playoffs mehr gespielt, diese müssen auf alle Fälle drin sein.“


 Freitag 26.Juni 2020 www.icehockeypage.de 
 Thema:
 Bericht:
VER Selb
VERS/ud
    -  Oberliga Süd
    -  Lukas Slavetinsky
  
 

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