Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

   
EC Oberstdorf
(BBZL)  Verteidiger Lukas Linnartz wechselt vom ESV Würzburg zu den Eisbären und hat bereits am Sonntag beim Spiel gegen den HC Maustadt die Defensive erstmals verstärkt
 
Hamburger SV
(RLN)  Der HSV hat sich vorzeitig den Gewinn des Norddeutschen Eishockey-Pokals gesichert. Die weiteren Teilnehmer Adendorf, Timmendorf und Nordhorn können die Hanseaten in der Tabelle nicht mehr überholen.

Stuttgarter EC
(RLSW)  Verstärkung für die Angreiffsreihen der Rebels: Aus der Schweizer Division 2 vom EHC Schaffhausen wechselt Stürmer Fabio Laule, der aus dem Schwenninger Nachwuchs hervorging, zum SEC

Adler Mannheim
(DEL)  Der finnische Angreifer Tommi Huhtala hat sich eine Muskelverletzung zugezogen und muss in den kommenden vier Wochen aussetzen

ESV Chemnitz
(RLO)  Die Verantwortlichen waren erfolgreich auf der Suche nach Ersatz für den in die Heimat abgewanderten Nicholas Lang: Mit Jiri Charousek, der letzte Saison noch in Polens höchster Liga aktiv war, kommt ein neuer tschechischer Mittelstürmer aus der Regionalliga West vom EC Lauterbach zu den Crashers

FASS Berlin
(RLO)  Die Akademiker haben sich vom holländischen Stürmer Julian van Lijden wegen disziplinarischer Gründe getrennt und setzen künftig wieder auf den jungen Italiener David Trivellato, der sein Comeback im Team geben wird

ESC Kempten
(BLL)  Die Sharks haben mit dem tschechischen Stürmer Martin Zahora, der vom Bayernligisten TEV Miesbach zurückkehrt, einen dritten Kontingentspieler unter Vertrag genommen, werden sich aber freiwillig daran halten, bei den Spielen weiterhin lediglich zwei ausländische Akteure einzusetzen
  
1.CfR Pforzheim
(LLBW)  Die Bisons haben mit Nico Nellissen, Julien Manheim und Maurice Pietzka gleich drei neue Spieler mit Regionalliga-Erfahrung verpflichtet

EC Bad Kissinger Wölfe
(BYL)  Die Wölfe haben den befristeten Vertrag mit dem tschechischen Verteidiger Ondrej Stava nicht verlängert. Als Ersatz wird der Litauer Domantas Cypas, der mit dem Team letzte Saison noch den Aufstieg realisierte, an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren
     
   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Sonntag 25.November 2018

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen
Deutsche Eishockey Liga, Deutsche Eishockey Liga 2, Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen



    
EHC Red Bull München
Red Bulls unterliegen Bremerhaven nach Verlängerung
(DEL)  Der EHC Red Bull München hat gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven in einer umkämpften Partie mit 2:3 nach Verlängerung (1:0|1:1|0:1|0:1) verloren. Vor 4.260 Zuschauern im Olympia-Eisstadion trugen sich Yannic Seidenberg und Matt Stajan in die Torschützenliste der Red Bulls ein.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der die Defensivformationen beider Teams wenig zuließen, hatte Münchens Comebacker Trevor Parkes bei einem Konter in Unterzahl den ersten gefährlichen Abschluss der Partie (9.). In der elften Minute mussten zwei Pinguins innerhalb von 35 Sekunden auf die Strafbank, 15 Sekunden später traf Yannic Seidenberg per Schlagschuss zum 1:0 für die Red Bulls. In den Schlussminuten des ersten Drittels schnürte München die Gäste in deren Zone ein, Pinguins-Torhüter Jaroslav Hübl ließ aber keinen weiteren Treffer zu. 
Zu Beginn des zweiten Drittels hatte Yasin Ehliz in Münchner Überzahl die Chance auf das 2:0, doch Bremerhavens Torhüter Hübl war erneut zur Stelle. Die Gäste von der Nordseeküste traten offensiv kaum in Erscheinung, wenn sie vor Münchens Torhüter Kevin Reich auftauchten, waren sie aber gefährlich. Nach exakt 26 Minuten nutzte Alexander Friesen eine der Pinguins-Chancen zum Ausgleich. München blieb aber auch nach dem 1:1 das spielbestimmende Team und hatte in der 39. Minute durch Justin Shugg in Überzahl eine sehr gute Chance, eine Minute später staubte Matt Stajan zum 2:1 ab.
Der erste Höhepunkt im Schlussabschnitt war eine Parade von Kevin Reich: Kevin Lavallee hatte Münchens Torhüter schon umkurvt, der fuhr aber im letzten Moment den Schoner aus und lenkte den Puck über das Tor (42.). Reich rückte nun in den Fokus und verhinderte mehrfach den erneuten Ausgleich, beim Schlagschuss von Jan Urbas in Überzahl war er aber machtlos (53.). In der 58. Minute hatten die Red Bulls Glück, dass Nicholas Jensen in Pinguins-Überzahl nur den Pfosten traf.
In der Verlängerung machte es Jensen besser: 100 Sekunden waren gespielt, als er die Pinguins zum Sieg schoss
 
    
Deutsche Eishockey Liga 2
Martin Kokes für acht Spiele gesperrt - Straffolge von Ilkka Pikkarainen aufgehoben
(DEL2)  Der Spieler von den Ravensburg Towerstars, Ilkka Pikkarainen, erhielt im Spiel am 23. November 2018 gegen die Heilbronner Falken eine Matchstrafe. Nach Würdigung der Beweismittel hat der Disziplinarausschuss der DEL diese Strafe und die mit ihr in Verbindung stehenden wegen Identitätsirrtum wieder aufgehoben.
Parallel dazu wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler Martin Kokes von den Ravensburg Towerstars eingeleitet. Nach Würdigung der Beweismittel hierzu und den Aussagen aller Beteiligten, sieht der Disziplinarausschuss einen Verstoß gegen Regel 168 VI vorliegen. Gemäß der Disziplinarordnung der DEL2 ist eine Sperre im Strafrahmen von 8 bis 32 Spielen vorgesehen. Demnach wird der Spieler Kokes aufgrund einer bisherigen tadellosen Historie und der Mithilfe zur Klärung der Ereignisse gemäß der untersten Grenze des Strafrahmens für acht Spiele gesperrt. Zusätzlich erhält Kokes eine Geldstrafe.  
  
     
EV Füssen
EVF gewinnt in Pegnitz, lässt beim Sieg in der Verlängerung aber einen Punkt liegen
(BYL)  Mit einem 4:3 nach Verlängerung in Pegnitz konnte der EVF den fünften Sieg in Folge einfahren, allerdings ließ man nach einer komfortablen 3:0-Führung nach dem ersten Abschnitt beim Schlusslicht der Tabelle auch einen Punkt liegen. Nun kommt es am Sonntag zum absoluten Spitzenspiel beim EHC Königsbrunn, welcher zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vorgerückt ist. Der EVF hat allerdings sechs Zähler Vorsprung und ist somit auch bei einer Niederlage nicht vom ersten Rang zu verdrängen. Um diese zu vermeiden wird sich die Mannschaft anders als in Pegnitz über drei Drittel an die ausgegebene Marschroute halten müssen.
Man war vom Vorjahr von Füssener Seite aus gewarnt vor dem Auswärtsspiel in Pegnitz, hatte man doch hier eine empfindliche 1:4-Niederlage einstecken müssen. Sehr konzentriert agierend waren die Schwarz-Gelben im ersten Abschnitt die klar überlegene Mannschaft, die sich durch Tore von Ron Newhook, Florian Simon und Samuel Payeur eine augenscheinlich sichere 3:0-Führung heraus spielte. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre sogar ein höheres Ergebnis möglich gewesen.
Der Start ins zweite Dritte brachte wieder einmal ein schnelles Gegentor nach nur 57 Sekunden zum 1:3 durch Pierre Kracht. Füssen blieb danach überlegen, allerdings ohne weiter groß Druck aufbauen zu können. „Wir hatten 85 oder 90 Prozent Scheibenbesitz, aber die Geradlinigkeit war weg. Zu viele Schnörkel, zu komplizierte Anspiele. Wir haben die Effizienz vermissen lassen“, bemängelte Trainer Andi Becherer nach dem Spiel.
Das setzte sich auch im letzten Drittel fort. Hier gelang den nie aufsteckenden Gastgebern recht schnell der Anschlusstreffer durch Ralf Skarupa. Sie witterten nun Morgenluft, während die Füssener ihre läuferische und technische Überlegenheit nicht in ein weiteres Tor ummünzen konnten. Als es dann in der 58. Minute eine Strafe gegen den EVF gab, sah Pegnitz seine Chance gekommen und erzielte tatsächlich noch den Ausgleich durch Johannes Seidinger. Bitter dabei, dass vor dem Treffer das Spiel nicht unterbrochen wurde, obwohl mit Vincent Wiedemann ein Füssener Spieler verletzt auf dem Eis lag. Er hatte sich durch einen Schläger eine blutende Wunde zugezogen, und musste nach der Partie auch im Krankenhaus behandelt werden. An dieser Stelle gute Besserung an Vincent. Pegnitz nutzte jedenfalls die Überzahlsituation rigoros aus und kam somit zum ersten Punktgewinn auf heimischem Eis in dieser Spielzeit. In der Verlängerung war es dann Marius Klein, der für den EVF zumindest den Zusatzpunkt und den Sieg sicherte, fünf Sekunden vor dem Ende traf er zum 3:4.
Füssens Trainer Andreas Becherer zum Spiel: „Wir haben ein gutes erstes Drittel abgeliefert, viel Tempo gemacht und die Scheibe oft zum Tor gebracht. Danach kam Pegnitz besser ins Spiel, aber wir müssen uns das Resultat selbst ankreiden, weil wir von unserer Linie weg gekommen sind, und im zweiten und letzten Drittel nicht mehr zielstrebig genug waren.“ (MiL)
  
    
TEV Miesbach
TEV Miesbach unterliegt mit 1:2 in Grafing
(BYL)  Vor 337 Zuschauern muss sich der TEV beim EHC Klostersee mit 1:2 (1:0,0:1,0:0,0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Nachdem sich Stefan Mechel kurzfristig fit gemeldet hat und auch Matthias Stumböck wieder zur Verfügung steht, begann der TEV mit 4 Sturmreihen und sah sich druckvoll aufspielenden Gastgebern gegenüber. Allerdings zeigte Timon Ewert im Tor abermals eine bemerkenswerte Partie und blieb im 1. Drittel ohne Gegentor. Die Führung in der 18. Minute durch Bohumil Slavicek (Assists Martin Zahora) war dann auch etwas schmeichelhaft. Im zweiten Drittel gab es regelmäßig Strafzeiten auf beiden Seiten ( Statistik: TEV 13x 2 Min, EHCK 10x 2 Min) und Kaefer nutzte ein Überzahlspiel zum verdienten Ausgleich. Steiner stellte auch bald auf 3 Reihen um, da fast nur noch in Unter- bzw Überzahl gespielt wurde. Gestützt auf eine konzentrierte Defensivleistung aber ohne Effizienz im Sturm war das Unentschieden nach 60 Minuten ein gerechtes Ergebnis. Leider stimmte in der vierten Minute der Verlängerung die Zuordnung im eigenen Drittel nicht, was Hördt zum Siegtreffer nutzte. „ Den Punkt nehmen wir gerne mit, wird aber an diesem Wochenende im Kampf um Platz 8 zu wenig sein, sodass wir morgen in Geretsried unbedingt nachlegen müssen“, blickt Steiner auf die Partie am Sonntag beim alten Rivale aus dem Nachbarlandkreis voraus. Die Hausherren liegen mit 19 Zählern auf dem 10. Platz, 2 Zähler hinter dem TEV und werden nichts unversucht lassen, den TEV mit einem Sieg in der Tabelle zu überholen. Bedenkt man die Schwierigkeiten, mit denen Trainer Ludwig Andrä traditionell zu Saisonbeginn zu kämpfen hat, muss man den Hut ziehen, wie stark sich das Team um Kapitän Martin Köhler auch heuer bereits wieder präsentiert. Mit einer guten Mischung aus Talenten, Kampfkraft und Erfahrung sind wächst das Team insbesondere im heimischen Stadion regelmäßig über sich hinaus. Dies und die Tücken des offenen Stadions lassen TEV-Trainer Simon Steiner auf den Wettergott hoffen: „ Mit Regen oder zu warmem Wetter kommen wir nicht zu Recht, da wir es auch nicht gewohnt sind und die letzten drei Spiele die ich in Geretsried gecoacht haben, hat es geregnet !“ Steiner wird mit 3 Verteidigungsreihen und 4 Sturmreihen anreisen und möchte an die zuletzt insbesondere Auswärts gezeigten Leistungen anknüpfen. „ Wir arbeiten in jedem Training an der Effizienz und hoffe wir können das in den Spielen auch bald umsetzen; solange müssen wir defensiv diszipliniert spielen, um Punkten zu können“, berichtet Steiner. Spielbeginn in Geretsried ist um 18 Uhr.
  
    
ERV Schweinfurt
Black Friday
(BYL)  Lauffreude, körperliche Präsenz, Zielstrebigkeit und gutes Defensivverhalten – alles Eigenschaften, die man eher beim Gegner der Mighty Dogs dem ESC Geretsried finden könnte.
Gleich im ersten Spielabschnitt hatte Ferdinand Dürr im Tor der Mighty Dogs viel zu tun und wurde wahrlich von den Riverrats warmgeschossen. In der vierten Minute rettete noch der Torpfosten die Schweinfurter, die dann aber in der elften Spielminute gleich einen Doppelschlag einstecken mussten. Zuerst konnte sich Maximilian Hüsken ungehindert durch die Schweinfurter Defensive spielen, bevor Benedikt May 13 Sekunden später das 2:0 nachlegte.
Im zweiten Drittel hagelte es fast noch einen Doppelschlag. Christian Heller erzielte in der 27. Minute das 3:0, doch diesmal scheiterte Nico Wischnewsky an Ferdinand Dürr. Der Schweinfurter Goalie überließ dann aber in der 33. Minute dem mitgereisten Lukas Haack die Verteidigung des Tores, nachdem erneut Maximilian Hüsken punkten konnte (4:0). In der darauffolgenden Minute waren dann auch die Mighty Dogs erfolgreich und verkürzten auf 4:1 durch Martin Oertel. Vor der zweiten Drittelpause konnte dann aber noch Benedikt May eine doppelte Überzahl zum 5:1 (36. Minute) nutzen.
Im letzten Spielabschnitt änderte Trainer Zdenek Vanc die Reihenkonstellation. Der wieder genesene Jan Kouba, rückte in die erste Reihe vor und traf in der 47. Minute zum 5:2. Allerdings legten der ESC Geretsried eine Minute später durch Stephan Engelbrecht das 6:2 nach. Jan Kouba, der am Spielende zum besten Schweinfurter Spieler gewählt wurde letzte in der letzten Spielminute noch Josef Straka das 6:3 auf.
In der anschließend Pressekonferenz konnte Zdenek Vanc dem ESC Geretsried nur zum verdienten Sieg gratulieren: „Der ESC war die bessere Mannschaft. Wir spielen nicht einfach und machen viele individuelle Fehler. Uns fehlt das Selbstbewusstsein. Wir kassieren einfache Tore und arbeiten schwer um Tore zu schießen.“
  
    
SE Freising
Moosburg lässt Freising beim 5:1 absolut keine Chance - Enttäuschende Leistung der Black Bears
(BLL)  „Die Nummer Eins im Kreis sind wir!“ skandierten die zwei Handvoll Moosburger Eishockey-Fans zu Recht. Ihr Team hatte die Freisinger Gastgeber in der Weihenstephan Arena von der ersten Minute an derartig dominiert, dass das 5:1 nur einem starken Bears-Goalie Manuel Hanisch zu verdanken war.
Das Sportpublikum im Landkreis wurde seinem Ruf wieder mal voll gerecht. Kommen nach Amberg, Haßfurt oder Vilshofen bei Derbies 800 bis 1000 Zuschauer, so waren es in Freising gerade mal 266. Die sahen dann auch ein sehr einseitiges Spiel und waren – sofern Fans der Gastgeber – enttäuscht. Zwar hielten sie das Versprechen von Trainer Markus Knallinger und machten keine großen Fehler vor dem eigenen Tor, die in den vergangenen Spielen die Siege gekostet hatten. Dafür agierte das Team in der Vorwärtsbewegung wie paralysiert, Offensive fand praktisch 60 Minuten lang nicht statt. Nur Torwart Hanisch, der abfischte was irgendwie möglich war, und Stürmer Martin Dürr, der es immer wieder mal alleine versuchte, wenigstens in die Nähe des Moosburger Kastens zu gelangen, erreichten Normalform. Der EVM spielte so, als sei er ständig in Überzahl, obwohl es bei dem fairen Spiel nur drei Strafzeiten auf jeder Seite gab. Das gesamte Match fand eigentlich nur im Freisinger Drittel statt.
Das 0:1 bereits nach 62 Sekunden, der überragende Spieler auf dem Eis, der Kanadier Nolan Regan, verwertete die Vorlage von Daniel Möhle. Danach ein einziger Moosburger Sturmlauf, als neutraler Zuschauer konnte man sich nur verwundert die Augen reiben, wie dominant die Drei-Rosen-Städter spielten. Das 0:2 dann in der fünften Minute durch Jakob Killermann. Auch bei nomineller Überzahl – Moosburg hatte falsch gewechselt und sechs Mann auf dem Eis, was eine Zwei-Minuten-Strafe nach sich zog – gelang es den Hausherren nicht, eine echte Torchance herauszuspielen. Mit viel Kampf und Engagement in der Verteidigung sowie Dank des bärenstarken Hanisch im Kasten blieb es wenigstens beim 0:2 bis zur ersten Pause.
Das zweite Drittel begann wie das erste: zwei, drei platzierte Schüsse der Moosburger und schon nach 25 Sekunden klingelte es wieder. Armin Rotzinger zog ab, Hanisch parierte ein Mal, zwei Mal, dann schob Tobias Gilg die Scheibe zum 0:3 ein. Überraschend gaben nun kurz die Hausherren Gas, abschießen lassen wollte sie sich dann doch nicht. Zunächst eine schöne Kombination über Dennis Berndt und Anton Münzhuber, der zog von der blauen Linie ab, Marcus Mooseder stand vor dem Gehäuse von Carlo Schwarz und hielt seine Kelle in den Schuss, nur noch 1:3. Alle Bears-Fans hofften jetzt auf das Aufbäumen ihres Teams, das fand auch tatsächlich statt, aber nur für fünf, sechs Minuten lang. Die Freisinger hatten tatsächlich ein paar gute Möglichkeiten, leider ohne zählbaren Erfolg. Ab der 30. Minute übernahmen dann wieder die Moosburger Gäste das Zepter und gaben es bis zum Schluss nicht mehr ab. Folgerichtig das 1:4 in der 33. Minute, Kevin Steiger traf mit einem Gewaltschuss.
Im letzten Durchgang ging es für Freising nur noch darum, ein Debakel zu verhindern, Moosburg blieb drückend überlegen, ohne sich zu verausgaben. Das 1:5 in der 49. Minute war dann für Eishockey- Liebhaber zum Zunge schnalzen: Nolan Regan setzte an der Mittellinie an und überspielte die gesamte Freisinger Hintermannschaft samt Keeper Hanisch. Wer so einen Ausnahmespieler in der Landesliga in seinen Reihen hat, der kann sich freuen.
Obwohl drei Spiele weniger absolviert, hat Moosburg mit dem Sieg Freising nun in der Tabelle überholt. Für die Bears stehen sieben harte Spiele bevor, um den angepeilten fünften Tabellenplatz zu halten und nicht in die Abstiegsrunde zu müssen. Nächster Gegner ist am kommenden Freitag der ESC Vilshofen.
  
    
EV Moosburg
5:1 - EVM gelingt in Freising die Derby-Revanche
(BLL)  Eine überraschend klare Angelegenheit war das Rück-Derby am Freitag in der Freisinger Weihenstephan-Arena. Nachdem die Domstädter das Hinspiel in Moosburg noch knapp mit 2:1 gewonnen hatten, fuhr der EVM einen ungefährdeten 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)-Auswärtssieg ein.
Die Zeit der Schützenfeste (mit Ergebnissen wie 8:5 oder 6:9), wie man sie von den Moosburger Eishacklern in der Bayernliga gewohnt war, scheint vorbei zu sein. Die Defensive entwickelt sich immer mehr zum Aushängeschild: Gerade mal 1,7 Gegentore musste der EVM durchschnittlich in den vergangenen drei Partien hinnehmen.
Den Black Bears fiel am Freitag außer dem 1:3-Anschlusstreffer zu Beginn des zweiten Drittels so gut wie gar nichts ein, um die Hintermannschaft der Dreirosenstädter in Bedrängnis zu bringen. Der EVM hatte 60 Minuten lang das Geschehen im Griff. Und weil Nolan Regan – bereits nach 62 Sekunden – und Jakob Killermann (5.) mit ihren Treffern frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt hatten, wollte auch keine richtige Spannung aufkommen. „Man hatte die ganze Zeit den Eindruck, die Moosburger spielen mit einem Mann mehr“, stellte ein Freisinger Funktionär fest.
Besagtes 1:3 – eine gute Minute zuvor hatte Tobias Gilg für das dritte Gäste-Tor gesorgt – war vielleicht schon die letzte Chance für die Hausherren, sich noch einmal ins Derby zurückzukämpfen. Doch dafür taten sie offensiv zu wenig. Die Ex-Moosburger Angreifer Christian Birk und Martin Dürr lagen zwar immer wieder auf der Lauer, die Abwehr um den weitgehend beschäftigungslosen Goalie Carlo Schwarz leistete sich aber keine größeren Aussetzer. Als Kevin Steiger in der 33. Minute auf 4:1 erhöhte, war das schon so etwas wie die Vorentscheidung.
Im Schlussdrittel plätscherte das äußerst faire Lokalduell – auf beiden Seiten nur sechs Strafminuten – vor den 266 Zuschauern ohne die großen Highlights dahin. Moosburg tat nur noch das, was nötig war, Freising wirkte weiterhin rat- und planlos. Für den Schlusspunkt sorgte in Minute 49 der abermals stark aufspielende Nolan Regan. Für den jungen Kanadier war das Tor zum 5:1 der 13. Punkt in den vergangenen sechs Spielen.
  
    
ERC Lechbruck
Flößer schlagen den Tabellenführer
(BBZL)  Der bisher ungeschlagene HC Maustadt musste am Freitagabend seine erste Niederlage im Lechbrucker Lechparkstadion einstecken. Klar mit 5:2 (2:1; 3:0; 0:1) besiegten die Flößer des ERC Lechbruck den momentanen Tabellenführer. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, konnten allerdings auch einige Überzahlsituationen zum besseren Abschneiden nutzen.
Die Einstellung war richtig, wie sich die Flößer auf ihren Gegner auf dem Favoritenplatz einstellten. Und das hat gewirkt: mit Fleiß und Kampfgeist gaben sie den Gästen nur wenig Möglichkeit, auf dem Lecher Eis zu viel zu bewegen. So dauerte es gar bis in die 16. Minute, bis dem Gastgeber ein Penalty zugestanden wurde, den Patrick Völk zur 1:0 Führung nutzte. In der 19. Minute erhöhte Christoph Hack auf 2:0, doch kurze Zeit später, genauer gesagt 11 Sekunden, vor der ersten Pause nutzte Florian Schwarz in Überzahl eine Unachtsamkeit der Flößer und verkürzte auf 2:1. Der zweite Spielabschnitt verlief ziemlich unorthodox: mehrfach befand sich der ERC in 3 gegen 5 Unterzahl, die Gäste konnten die Situationen jedoch nicht ausnutzen, um die Führung zu übernehmen. In dieser Phase nutzte der ERC die wenigen Gelegenheiten bei numerischer Gleichheit eiskalt aus und konnte gleich dreimal einen Treffer zu landen. Zweimal war der Torschütze Matthias Erhard (24. u. 40.), in der 39. Minute erzielte Christoph Hack seinen zweiten Treffer des Abends. Beim Stand von 5:1 aus Sicht der Gastgeber ging es in das Schlussdrittel. Hier passierte recht wenig, der ERC konzentrierte sich auf seinen Vorsprung und wollte das Ergebnis bis zum Ende halten. Lediglich in der 45. Minute gelang den Maustädtern noch ein Treffer durch Andre Aschenbrenner, der den Stand zum 5:2 lediglich kosmetisch verbesserte.
Das nächste Spiel für den ERC ist am kommenden Sonntag, 02.12.18 um 18.00 Uhr bei der SG Oberstdorf/Sonthofen, das nächste Heimspiel findet am 14. Dezember gegen die SG Lindenberg/Lindau statt. 
  
    
ESC Hügelsheim
Rhinos erkämpfen sich drei Punkte in Bietigheim
(RLSW)  Zwei starke Drittel, ein hervorragender Torwart und der berühmte Wille zum Sieg. All das sahen die mitgereisten Fans gestern Abend im Ellental, als die Baden Rhinos nach kuriosem Auftakt ihren Kopf selbst wieder aus der Schlinge zogen und letztenends einen nicht unverdienten 5:2 Sieg gegen die Bietigheim-Bissingen Steelers einfuhren. Doch der Reihe nach:
Beide Mannschaften standen schon länger auf dem Eis bereit, ehe das vierköpfige Schiedsrichtergespann die Fläche betrat. Gedanklich waren die Referees wohl auch noch in der Kabine, denn nachdem Dennis Walther das Eröffnungsbully zu seinem Verteidiger gewann, vertendelte dieser das Spielgerät an Timo Heintz, der damit auf Max Häberle zufuhr, schoss und ein lautes "bing" ertönte, als der Puck den Pfosten traf und von da wieder auf die Spielfläche zurückprallte. Danach ertönte ein Pfiff und zur Verwunderung von allen wollten die Schiedsrichter, oder zumindest einer davon, der allerdings die Schuld später auf seinen Linesman schob, den Puck hinter der Linie gesehen haben. So stand es also nach vier Sekunden 1:0 für die Gastgeber, die die Gunst der Stunde nutzten und keine drei Minuten später gar das 2:0 durch Tim Heffner nachlegten, während die Rhinos noch immer mit den Spielleitern in schwarz-weiß haderten. Als sich kurze Zeit später Bietigheim noch in zwei Powerplay's versuchen durfte, drohte sich das Spiel schon früh für eine Richtung zu entscheiden. Doch Max Häberle, Bietigheimer Inkonsequenz vor dem Tor und Glück bewahrten die Nashörner vor einem noch größeren Rückstand zur ersten Pause.
In dieser schienen die richtigen Worte gefunden worden zu sein, denn zum Mittelabschnitt stand eine verwandelte Mannschaft auf dem Eis. Wieder gewann Dennis Walther das Bully, Graham Brulotte drang in das Drittel ein und fand Math Fleury, der aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielte. Die Rhinos waren nun mittendrin statt nur dabei und erarbeiteten sich Chance um Chance. Selbstredend hatte auch Bietigheim gute Möglichkeiten, doch merkte man dem Geschehen auf dem Eis an, dass um die Halbzeit die Rhinos den größeren Biss hatten. Folgerichtig traf Andy Mauderer in der 33. Minute zum verdienten Ausgleich, als er von Maxim Engel die Scheibe übernahm, von rechts in die Mitte zog und rechts oben einschoss. Drei Minuten später entluden sich die ersten Emotionen, als Sebastian Ott erst Mike Weigandt in die Schranken wies und im Anschluss auch noch eine weitere Einladung annahm. Die folgende Überzahl brachte außer guten Chancen keine Tore ein und mit dem Remis beruhigten sich beide Teams in der zweiten Drittelpause.
Der Schlussabschnitt stand ganz im Zeichen der Chancenverwertung. Denn während die Steelers immer wieder an Max Häberle oder aber am Pfosten scheiterten, waren die Rhinos einfach abgezockter. In der 49. Minute konterten die Rhinos mustergültig zwei-gegen-eins und nachdem Andy Mauderer und Maxim Engel den Verteidiger sowie Lavueve im Tor mit einem doppelten Doppelpass alt aussehen ließen, hatte Engel keine Mühe ins leere Tor zur ersten Führung zu treffen. Bietigheims Antwort ließ nicht lange auf sich warten, doch wieder ertönte nur ein "bing", welches aber fortan nicht mehr als Tor zählen sollte. Auf der anderen Seite waren die Rhinos wieder effektiver. Graham Brulotte zog ab, Laveuve parierte, doch Math Fleury stand mit der Erfahrung von 41 Jahren wieder goldrichtig und staubte zum 4:2 ab (56.). Noch waren aber fast fünf Minuten zu spielen und die Rhinos taten alles, um nicht dem gleichen Schicksal wie Freiburg eine Woche zuvor zu erliegen. Hinten sicher und vorne mit dem nötigen Glück ausgestattet, hatte Math Fleury zwei Minuten vor der Sirene das Auge für Maxim Engel, der freistehend flach ins lange Eck die Entscheidung herbeiführte. Bietigheim wollte sich hingegen noch nicht geschlagen geben und versuchte in der letzten Überzahl 106 Sekunden vor dem Ende mit sechs Feldspielern das schier Unmögliche zu schaffen. Die Rhinos aber demonstrierten Entschlossenheit und warfen sich in die Schüsse, so dass Häberle & Co. nach 60 Minuten den 5:2 Erfolg im Ellental festnageln konnten.
Trainer Richard Drewniak: "In der ersten Drittelpause haben wir den Unmut in eine jetzt-erst-recht-Mentalität umgewandelt und mit einer großartigen Teamleistung das Spiel gedreht. Bietigheim hatte wie erwartet etwas mehr Spielanteile, aber Max Häberle hat uns mit unglaublichen Saves im Spiel gehalten und wir in den entscheidenden Momenten die Nadelstiche gesetzt."
Da auch die Eisbären Eppelheim in Ravensburg gewonnen haben, rückte die Tabelle wieder enger zusammen. Am Samstag, 01.12.2018 kommt es am Baden Airpark zum vielleicht einzigen Heimspiel der Saison gegen die Eisbären Heilbronn. Der Kartenvorverkauf für den "El Clasico" läuft gut. Sichert euch Eure Karte(n) für den einzig wahren Regionalliga-Klassiker !
  
    
Dinslakener EC Kobras
Kobras stoppen Neuss und Negativserie
(RLW)  Nach vier Niederlagen in Folge haben die Dinslakener wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden.
In einer spannenden Begegnung besiegten die Giftschlangen den Neusser EV mit 4:3 (2:2; 1:1; 0:0; 1:0) n.V. und behielten damit zwei der drei Punkte in der Schlangengrube. Das Hinspiel in Neuss hatten sie noch souverän mit 8:3 gewonnen. Doch damals fehlten der Mannschaft vom Südpark einige wichtige Akteure. Diesmal waren die Vorzeichen genau andersherum. Denn neben Torhüter Marvin Frenzel, Verteidiger Robin Dambacher und Stürmer Dominick Spazier mussten gestern Abend auch Petr Macaj und Benedikt Hüsken aus verschiedenen Gründen passen. Dafür rückte Alex Zaslavski nach seiner Sperre aus dem Spiel gegen Hamm zurück in die Mannschaft.
Die Kobras machten kämpferisch da weiter, wo sie zuletzt aufgehört hatten, nur mit mehr Erfolg. In der Woche vor diesem Spiel wurde im Training nochmal die Strafzeitenproblematik sowie die Tatsache, dass einfach trotz zahlreicher Gelegenheiten zu wenig auf des Gegners Tor geschossen wurde, ausführlich diskutiert und diese Maßnahme zeigte gestern dann auch Wirkung. Nur 8 Strafminuten standen am Ende für die Heimmannschaft auf dem Spielberichtsbogen und 62 Mal wurde auf des Gegners Kasten geschossen. Dass dabei nur 4 Treffer heraussprangen, lag in erster Linie an Gäste-Goalie Ken Passmann, der einmal mehr unter Beweis stellte, dass er in der Regionalliga zu den Top – Akteuren seiner Zunft gehört.
Wo für Trainer Vanek sicher noch Handlungsbedarf besteht, ist das Überzahlverhalten seiner Schützlinge. Einmal mehr musste seine Mannschaft einen Treffer bei eigener Überzahl hinnehmen. Da geht man mit dem Defensivverhalten einfach noch zu sorglos um. Aber man darf versichert sein, dass auch dieses Problem mit zunehmender Saisondauer gelöst werden wird.
Die Kobras wollten die Partie schwungvoll beginnen, doch bereits nach 10 Sekunden musste dieses Vorhaben erst einmal nach hinten verschoben werden, denn der kanadische Kobra - Neuzugang Andrew Harrison hatte die Begegnung nach dem Geschmack des Hauptschiedsrichters wohl zu schwungvoll begonnen und durfte sich erst einmal für 2 Minuten auf dem Sünderbänkchen abkühlen. Die Hausherren überstanden diese schwierige Situation zunächst schadlos, brachten damit allerdings die Mannschaft von Trainer Boris Ackermann so richtig in Tritt. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft und es hätte sich niemand beschweren dürfen, wenn bei der Überlegenheit der Gäste noch mehr als der eine Treffer durch Jaime Lindt in der fünften Spielminute herausgesprungen wäre. Allein zweimal hat der Puck in der Folge am Tor von Dennis Kohl angeklingelt, doch der Dinslakener Schnapper hatte in diesen Momenten das Glück des Tüchtigen. Die Gäste vom Südpark hatten sich ein klares optisches Übergewicht erarbeitet. Somit fiel das 1:1 durch Philipp Heffler in der siebten Spielminute, der eine schöne Kombination mit Jesse Parker und Andrew Harrison erfolgreich abschließen konnte, schon etwas überraschend.
Aber die Vanek-Truppe nutzte den dadurch entstandenen Rückenwind und hatte die Partie bereits 38 Sekunden später durch das erste Tor von Leon Taraschewski an diesem Abend gedreht.
Als der Referee dann in der 14. Spielminute eine 2-Minuten-Strafe gegen die Gäste ausgesprochen hatte, bot sich den Kobras eine gute Gelegenheit, den Vorsprung per Powerplay auszubauen. Doch die eingangs erwähnte geringe Sorgfaltspflicht der Giftschlangen erlaubte den Gästen ein Break, welches Pascal Rüwald erfolgreich für seine Farben nutzen konnte.
Und die Kobras blieben weiter vom Pech verfolgt. Kurze Zeit später machte Dennis Kohl bei einem Neusser Angriff ohne Fremdeinwirkung des Gegners eine Bewegung, bei der er einen schmerzhaften Schlag in seiner Wade verspürte. Nach einer kurzen Behandlung ging es zwar für den 41-Jährigen weiter, doch das Drittelende bedeutete für ihn gleichzeitig das Spielende.
Für ihn stand ab Spielabschnitt 2 Julian Klein aus der zweiten Mannschaft zwischen den Pfosten. Und um es gleich vorwegzunehmen: Julian machte an diesem Abend einen sehr guten Job und hatte keinen unerheblichen Anteil an den beiden Punkten für die Giftschlangen. Aber es lag nicht nur an der guten Leistung des Backup – Goalies, auch der Rest der Mannschaft legte mit Beginn des zweiten Drittels noch einen Giftzahn zu und beherrschte im weiteren Verlauf Puck und Gegner mehr und mehr. So war es nicht verwunderlich, dass Leon Taraschewski in der 26. Spielminute die erneute Führung der Giftschlangen auf die Anzeigetafel brachte. 10 Minuten später war diese dann aber auch schon wieder dahin. Ein individueller Fehler im Spielaufbau bescherte Schahab Aminikia freie Bahn aufs Kobra-Tor und der Neusser Goalgetter ließ sich natürlich nicht zweimal bitten.
Im letzten Abschnitt haben manche Zuschauer bestimmt Nackenschmerzen bekommen, denn das Spiel entwickelte sich nur noch in eine Richtung: Auf das Tor von Ken Passmann. Der hatte aber einen Sahnetag erwischt und brachte die Offensive der Hausherren immer wieder zur Verzweiflung. Zweimal hatten Pascal Behlau und Co. den Torschrei schon ausgestoßen. Doch in beiden Fällen versagte der Unparteiische dem Treffer die Gültigkeit. Somit musste eine Verlängerung oder ein Penaltyschießen die Entscheidung bringen. 61 Sekunden vor Ende der Verlängerung war es dann passiert. Philipp Heffler, der an diesem Abend für den abwesenden Benedikt Hüsken das „C“ auf der Brust trug, avancierte mit seinem Schuss in den linken oberen Winkel zum Matchwinner und brachte Allen, die es mit den Kobras hielten, fast vergessene Glücksgefühle zurück. Dass dem Team von Coach Vanek ein ganzes Gebirge vom Herzen gefallen war, konnte man dem ausgiebigen Jubel festmachen. Doch auch die Zuschauer feierten ihre Lieblinge frenetisch. Und am Ende gab’s dann auch mal wieder eine zünftige Humba.
In der anschließenden Pressekonferenz zeigten sich alle Beteiligten weitestgehend zufrieden. Udo Tursas, der Co-Trainer der Gäste, weil sein Team trotz drückender Überlegenheit der Kobras im Schlussabschnitt noch einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte und Milan Vanek natürlich, weil seine Jungs die Begegnung gewonnen hatten. Es gab von ihm dann noch ein Extra-Lob für Ersatzkeeper Julian Klein, aber auch dem restlichen Team bescheinigte der Eishockeylehrer eine starke Leistung. Und weil er sich dann auch noch für die tolle Unterstützung bei den Fans bedankte, war es irgendwie für alle, die dabei waren, ein rundum gelungener Abend.
Eine Besonderheit gab’s übrigens in der zweiten Drittelpause: Beim allseits beliebten Puckwerfen war diesmal eine Übernachtung für 2 Personen im Hotel Rheinpark in Rees ausgelobt. Hoteldirektor und Kobra-Partner Dirk Salzsieder überreichte dem strahlenden Gewinner Ulrich Rohde den Gutschein höchstpersönlich.
Schon morgen reisen die Giftschlangen zum Tabellenfünften Soest, mit denen sie bei einem Sieg punktemäßig gleichziehen können. Für Fans, die das Team unterstützen und begleiten möchten, sind im Mannschaftsbus noch ein paar Plätze frei. Los geht’s um 15:00 Uhr ab Schlangengrube, der Fahrpreis beträgt pro Person 20 Euro.
  
    
EG Diez-Limburg
Rockets verlieren gegen Neuwied
(RLW)  Spielfreudig, laufstark, präsent in den Zweikämpfen, mit Zug zum Tor - es gab viele Tugenden, die man sich von der EG Diez-Limburg gewünscht hätte. Doch die Rockets bekamen das, was für einen Sieg nötig gewesen wäre, nicht auf's Eis - ganz im Gegensatz zu den Neuwieder Bären. Die gewannen auch den zweiten Vergleich in der laufenden Saison, diesmal erschreckend deutlich und fraglos hochverdient mit 8:2 (3:0, 4:1, 1:1).
Zwei Mal bringen die Gäste in der Anfangsphase eine Scheibe auf das Rockets-Gehäuse - beide Male zappelt das Hartgummi im Netz: Michael Jamieson (2. ) und Frederic Hellmann (3.) sind die Namen hinter dem Traumstart. Kann man schöner nicht malen. Die Bären machen es einfach: Defensiv gut stehen, die eigene blaue Linie halten, schnelles Umschaltspiel, Scheibe konsequent zum Tor. Die Führung fühlt sich ziemlich einfach herausgespielt an, ist aber der Lohn für Konsequenz im eigenen Spiel.
Zwar kommen die Raketen in der Folge besser ins Spiel, aber sie machen es zu kompliziert. Zu selten findet die Scheibe den Weg zum Tor. Zu selten schafft man Überzahlsituationen vor dem gegnerischen Kasten. Und weil dann auch kein Puck einfach mal so reinfallen möchte, lässt sich jene ausgeglichene Phase nicht auch in Zählbares ummünzen. Effektiver sind da die Gäste: Max Wasser macht nach 16 Minuten das 3:0 für die Bären.
Pause. Gott sei Dank, mag man denken. Durchschnaufen. Neu justieren. Zu sich selbst finden. Und es einfach besser machen. Klingt so einfach, doch die Realität schmeckt so bitter wie ein Schnapsglas 86er-Hustensaft: Deion Müller (21.), Stephan Fröhlich (26.), Martin Brabec (26.) - und mit jeder Bude sieht es leichter, flüssiger und schöner aus. Neuwied führt die Rockets vor, deren Trainer Jens Hergt nimmt eine Auszeit.
„Wir haben alle Tugenden vermissen lassen, die es in einem solchen Spiel braucht“, gibt Hergt später zu Protokoll. In dieser Auszeit fallen Worte wie Ehre und Leidenschaft. Als es weitergeht fällt das nächste Tor - für Neuwied (Michael Jamieson, 28.). Es braucht einen Förderlizenzspieler aus Bad Nauheim, um ein erstes Mal jubeln zu dürfen: Pablo Gimenez taucht frei vor Neuwieds Keeper Felix Köllejahn auf und lässt ihn sehenswert ins Leere greifen. 1:7 steht es nach 40 Minuten. Ein Schnapsglas wäre jetzt keine schlechte Lösung.
Im letzten Drittel verwalten beide Teams in einem äußerst fairen und respektvollen Vergleich das Ergebnis. Tobias Schwab trifft hüben (56.), Max Wasser trifft drüben (56.). 8:2 siegt Neuwied am Ende in Diez - das geht auch in der Höhe in Ordnung.
„Das war hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor den Bug“, sagt EGDL-Trainer Jens Hergt. „Wenn man wie wir seit Wochen dienstags mit 10 Mann und donnerstags mit 12 Mann trainiert, weil so viele Spieler angeschlagen sind, dann muss man einfaches Eishockey spielen. Aber wir machen es zu kompliziert. Die Mannschaft muss sich um 100 Grad drehen, sonst gibt es gegen Hamm am Sonntag das nächste böse Erwachen. Ich bin enttäuscht von dem, was die Spieler gezeigt haben. Es ist an der Zeit, dass sie auch mal etwas den Fans und dem Verein zurückgeben.“
  
    
Herforder EV
Ice Dragons stürmen mit 10:1 über Frankfurt auf Platz 3!
(RLW)  20 Minuten benötigten die Ice Dragons am Freitagabend, um den 8. Sieg in Folge einzufahren. 20 Minuten, nach denen sie bereits mit 6:0 gegen den chancenlosen Tabellenletzten vorne lagen. Anschließend nahm das Team von Jeff Job zwar ein wenig Fahrt raus, am Ende wurde es aber dennoch ein deutlicher 10:1 Sieg für die HEV Cracks. Da gleichzeitig die Rockets der EG Diez-Limburg ihr Heimspiel gegen die Bären aus Neuwied verloren, gelang den Ice Dragons so der Sprung auf Platz 3!
Die Zuschauer in der Eishalle „Im kleinen Felde“ fühlten sich schon ein wenig an den vergangenen Freitag erinnert. Zwar hatten die Gäste aus Frankfurt mehr als 2 volle Reihen dabei, chancenlos waren sie dennoch. Nach nicht einmal 2 Minuten lagen die Ice Dragons bereits 2:0 vorne, innerhalb von nur 46 Sekunden hatten Killian Hutt und Aric Schinke ihr Team in Front gebracht. Das 3:0 durch Ben Skinner in der 5. Minute verdeutlichte die Überlegenheit des Teams von Jeff Job noch weiter. Anschließend gönnten sich die Ice Dragons zwar eine kurze, schöpferische Pause, in die Gefahr, ein Gegentor zu kassieren, kamen sie dabei jedoch nicht. Im Gegenteil, Killian Hutt, Leon Nasebandt und Gleb Berezovskij machten noch im ersten Drittel das halbe Dutzend Tore voll, Janis Wagner im Tor der Frankfurter U25 hatte alle Hände voll zu tun, um nicht noch mehr Gegentore zuzulassen.
Auch im zweiten Drittel war die spielerische Überlegenheit der Ice Dragons deutlich. Jeder Versuch der Gäste, das von Tim Stenger gehütete Tor unter Druck zu setzen, wurde bereits im Keim erstickt. Immer wieder stand Janis Wagner im Blickpunkt. Das 7:0 von Ben Skinner, der in der 27. Minute mit einem tollen Zuspiel von Gleb Berezovskij freigespielt wurde, im Fallen abzog und so Janis Wagner überwand, war jedoch für lange Zeit der letzte Treffer der Ice Dragons. Denn das Team von Jeff Job gefiel nun zwar durch tolle Spielzüge und traumhaft herausgespielte Torchancen, die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte jedoch. So konnten die Gäste, auch dank einiger toller Paraden ihres Goalies, weitere Gegentore verhindern. Auf der Gegenseite war Tim Stenger fast vollkommen beschäftigungslos, musste dann jedoch 5 Sekunden vor der Pause plötzlich hinter sich greifen. Denn Max Frank nutzte einen der seltenen Frankfurter Angriffe, um im Nachschuss zum 7:1 zu vollenden.
Im letzten Drittel tat sich lange Zeit nicht viel. Die Ice Dragons spielten ihren Stiefel sicher herunter, die U25 der Frankfurter Löwen bekam nicht wirklich eine Chance, das Ergebnis zu verbessern. Fünf Minuten vor Schluss schienen sich die Ice Dragons dann daran zu erinnern, dass Sie ihren Fans noch ein paar Torjubel schenken könnten und legten noch einmal ein wenig nach: Thommy Kuntu-Blankson nutzte eine Überzahl in der 55. Minute, um auf 8:1 zu erhöhen, Kevin Rempel und Killian Hutt sorgten mit einem Doppelschlag in der 57. Minute für den 10:1 Endstand.
  
    
Grefrather EG
Punkteteilung mit dem Spitzenreiter - Grefrath Phoenix unterliegt Wiehl Penguins erst im Penaltyschießen
(LLW)  Es war das erhoffte spannende Spitzenspiel zwischen der Grefrather EG und den bislang verlustpunktfreien Wiehl Penguins. Am Ende gewannen die Oberbergischen die umkämpfte, aber stets faire Begegnung mit 4:3 nach Penaltyschießen, ließen aber den ersten Punkt der Saison an der Niers.
Die GEG trat nahezu mit vier kompletten Reihen an und musste lediglich auf Verteidiger Christian Robens, Stürmer Sascha Schmetz sowie Goalie Rene Dömges verzichten. Im Tor stand diesmal wieder Oliver Nilges, welcher die letzten beiden Begegnungen pausiert hatte. 
Schnell entwickelte sich eine muntere Eishockey-Partie, in welcher sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe begegneten und beiderseits zu zahlreichen Torchancen kamen. Ab Mitte des ersten Drittels erspielten sich dann die favorisierten Gäste ein leichtes Übergewicht, so dass das 0:1 in der 14. Minute nur verhindert werden konnte, indem GEG-Verteidiger Fabian Czastrau hinter dem bereits geschlagenen Oliver Nilges im Tor sitzend, den Puck unter sich begrub. Das Schiedsrichtergespann entschied auf Penalty, welchen Wiehls Torjäger Dominik Cerovsky schließlich doch noch zur Gästeführung einnetzen konnte.
Auch in der Folgezeit blieben die Oberbergischen am Drücker, scheiterten aber immer wieder am souveränen Oliver Nilges im Grefrather Tor. Glück hatte der Grefrather Schlussmann in der 18. Minute, als die Penguins bei einem schnell vorgetragenen Angriff lediglich das Torgestänge trafen. 
Nur eine Minute später (19.) durfte auch die GEG erstmals jubeln. Roby Haazen hatte Lukas Bisel auf den Weg geschickt. Dieser startete durch und ließ mit einem platzierten Schuss in den Winkel Tobias Müller im Gästetor keine Chance. Die Freude über den Ausgleich währte ganze 40 Sekunden. Erneut hatten die Penguins Druck gemacht und GEG-Verteidiger Kai Weber so unglücklich angeschossen, dass der Puck von ihm ab und ins eigene Tor prallte. So ging es mit einem knappen 1:2 in die erste Drittelpause.
Der zweite Spielabschnitt gehörte dem Tabellenführer aus Wiehl, welcher die Grefrather nun zunehmend in die Defensive drängte. Die Blau-Gelben wehrten sich, indem sie mit Kampf und Leidenschaft dagegen hielten, konnten sich jedoch nur noch selten aus der eigenen Zone befreien und kaum eigene Möglichkeiten erspielen. Torhüter Oliver Nilges bekam jetzt ordentlich zu tun. Zum Glück hatte er einen starken Tag erwischt und machte so den Gästestürmern das Leben schwer. Ein deutlicher Vorsprung der Penguins wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen.
"Das Glück ist mit den Tüchtigen" sagt ein Sprichwort, welches sich noch vor der Pause für die tapfer dagegen haltenden Grefrather bewahrheiten sollte. So war es Kai Weber, der in der 37. Minute auf Zuspiel von Roby Haazen und Lukas Bisel den etwas schmeichelhaften 2:2-Ausgleich für die GEG erzielen konnte.
Der Schlussabschnitt verhieß noch einmal Spannung pur, zumal eine Überraschung gegen den Tabellenführer durchaus möglich schien. Grefrath kehrte mit Entschlossenheit aufs Eis zurück und machte deutlich, im letzten Spielabschnitt mitmischen zu wollen. Keine zwei Minuten waren gespielt, als sich Roby Haazen im eigenen Drittel die Scheibe schnappte, mehrere Gegenspieler stehen ließ und schließlich auch noch Wiehls Schlussmann zur erstmaligen Grefrather Führung überwand. Wie im ersten Drittel folgte die Antwort der cleveren Gäste prompt. Ganze 13 Sekunden genügten zum direkten Ausgleich in der 43. Minute.
Im Sinne eines Spitzenspiels und zur Freude der etwa 180 Zuschauer im Grefrather EisSport & EventPark lieferten sich beide Teams nun einen spannenden Schlagabtausch. Dank zweier glänzend aufgelegter Torhüter sollte es bis zur Schlusssirene jedoch beim 3:3 bleiben, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Während alle Grefrather Schützen am Wiehler Schlussmann scheiterten, sicherte erneut Dominik Cerovsky mit seinem zweiten Penalty-Treffer des Abends dem Tabellenführer den Zusatzpunkt.
"Wir haben die Penguins zumindest ein wenig ärgern können und ihnen den ersten Punktverlust überhaupt beigefügt" meinte ein nicht unzufriedener Karel Lang nach dem Spiel. "Sicherlich hätten wir in eigener Halle auch gerne gewonnen, betrachtet man jedoch den kompletten Spielverlauf, so geht die Punkteteilung schon in Ordnung". 
Während sich die Feuervögel also mit einem Zähler begnügen müssen, bleiben die Wiehler auch nach nunmehr sieben Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Grefrath liegt als Viertplatzierter weiter gut im Rennen um die Aufstiegsrundenplätze.
Bereits am kommenden Samstag, 01.12. kommt es um 17.00 Uhr in Wiehl zum Rückspiel. Auch dann wollen Karel Lang und sein Team versuchen, dem Favoriten das Leben schwer zu machen.
  


    
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Sonntag 25.November 2018
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