Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

       
Krefelder EV
(OLN)  Allrounder Tim Dreschmann, dessen Vertrag bei den Moskitos Essen kürzlich erst aufgelöst wurde, wird künftig für den KEV in der Oberliga aufs Eis gehen
 
EHC Red Bull München
(DEL)  Nationaltorhüter Danny Birken muss sich nach einer Beinverletzung einer Operation unterziehen und wird in den kommenden fünf bis sechs Wochen nicht für die Red Bulls auflaufen können
  
Löwen Frankfurt
(DEL2)  Die Löwen müssen für sechs Wochen auf ihren Mannschaftskapitän Adam Mitchell verzichten, der nach einer Oberkörperverletzung zu einer Pause gezwungen ist
  
Deggendorfer SC
(OLS)  DSC-Star Thomas Greilinger hat sich eine Oberkörperverletzung zugezogen und wird vorraussichtlich sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Eine Ersatzverpflichtung ist nicht vorgesehen. Zudem wird auch Verteidiger Andreas Gawlik bis auf Weiteres ausfallen
  
EA Schongau
(BYL)  Die Mammuts verlieren mit Matthias Müller einen ihrer wichtigsten Leistungsträger in der Offensive, da dieser aus persönlichen Gründen Schongau verlassen wird. Eine Neuverpflichtung als Ersatz ist zunächst nicht vorgesehen
  
Kölner Haie
(DEL)  Die Kölner Haie wollen Nationalspieler Felix Schütz, der zuletzt in Schweden aufs Eis ging, zurückholen. Allerdings buhlen auch die Straubing Tigers um die Dienste des erfahrenen Stürmers, der aber wohl auch einen Wechsel nach Tschechien nicht ausschliesst
  
Düsseldorfer EG
(DEL)  Verletzungspech bei der DEG: Verteidiger Marco Nowak hat sich eine schwere Oberschenkelverletzung zugezogen und fällt bis zu zwei Monate aus, zudem hat Victor Svensson einen Muskelfaserriss erlitten und muss etwa zwei Wochen pausieren
  
Starbulls Rosenheim
(OLS)  Stürmertalent Kevin Slezak hat sich eine Handverletzung zugezogen und wird vorraussichtlich sechs Wochen pausieren müssen
  
CE Timmendorfer Strand
(VLN)  Torhüter Jordi Buchholz, der in der letzten Saison verletzungsbedingt pausieren musste und dann beruflich in Nordamerka war, kehrt nach Timmendorfer Strand zurück, wo er auch schon in der Oberliga auf dem Eis stand
  
EC Lauterbach
(HL)  Ab sofort wird der junge US-Amerikaner Christian Schurmann-Colicchio, der zuletzt in einer College-Liga aufs Eis ging, für die Luchse auf Torejagd gehen
  
Eisadler Dortmund
(LLW)  Nach drei Jahren Unterbrechung trägt ab sofort Verteidiger Nikolas Bitter wieder das Trikot der Eisadler
  
TSV Erding
(BYL)  Nach eineinhalb Jahren Eishockeypause hat Verteidiger Konstantin Mühlbauer sein Comeback im Trikot der Gladiators gegeben und hat wegen verletzungsbedingter Ausfälle im Team ausgeholfen
  
Höchstadter EC
(OLS)  Verteidiger Leopold Trautmann, der im Sommer aus dem Nürnberger Nachwuchs in den Aischgrund kam, wird nach 14 Saisonspielen, in denen er sich nicht in die Scorerliste eintragen konnte, die Alligators nun wieder verlassen und wechselt in die Landesliga zum EV Pegnitz
  
EHC Erfurt
(OLN)  Die TecArt Black Dragons haben den bisher befristeten Vertrag mit dem finnischen Stürmer Joonas Toivanen, der in 9 Partien 8 Scorerpunkte beisteuern konnte, bis zum Saisonende verlängert
     
   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Sonntag 27.Oktober 2019

(IHP)  Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte von Freitag Abend, Samstag und Sonntag mit insgesamt 29 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga West und Regionalliga Ost.

 
   
Deutsche Eishockey Liga / Deutsche Eishockey Liga 2
   
Düsseldorfer EG
6:0 in Fischtown - DEG lässt Bremerhaven keine Chance!
(DEL)  Die Düsseldorfer EG hat das Spiel gegen die Fischtown Pinguins mit 6:0 (2:0, 2:0, 2:0) gewonnen. Männer des Spiels waren der Rückkehrer Luke Adam und Kenny Olimb, die jeweils an vier Treffern beteiligt waren.
  
    
EHC Red Bull München
Heimsieg gegen die Kölner Haie
(DEL)  Der EHC Red Bull München hat am 14. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie mit 3:1 (0:0|3:0|0:1) gewonnen. Es war der 13. Ligasieg in dieser Saison und gleichzeitig der elfte Erfolg in Serie gegen die Rheinländer. Vor 4.790 Zuschauern im Olympia-Eisstadion schossen Mark Voakes, Andrew Bodnarchuk und Yasin Ehliz die Tore für den Spitzenreiter, der die Tabelle nun mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Zweiten Straubing Tigers anführt.
München stand in der Anfangsphase gut, konnte sich gegen die ebenfalls stark verteidigenden Kölner aber keine Chancen erspielen. Ab der sechsten Minute ging es dann auf und ab. Die erste gute Möglichkeit der Partie hatte Kölns Sebastian Uvira, er scheiterte aber an Münchens Torhüter Kevin Reich (6. Minute). Auf der Gegenseite prüften Justin Schütz und John Jason Peterka Haie-Schlussmann Hannibal Weitzmann (jeweils 7.). Dann war wieder Reich gefordert: Der Münchner Torhüter hielt im Liegen den Schuss von Colby Genoway (8.) und eine Minute später auch den Alleingang von Uvira. In der Folge wurde es ruhiger vor den beiden Toren, die Intensität blieb aber hoch.
Im Mittelabschnitt schoss Voakes die Red Bulls in der 25. Minute in Führung. Der Münchner Topscorer hatte Glück, dass sein Pass vor das Tor abgefälscht und vom Rücken Weitzmanns über die Torlinie sprang. Auch beim 2:0 durch Bodnarchuk war ein Kölner zuletzt an der Scheibe (31.): Der Verteidiger profitierte bei seinem ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison davon, dass der Puck von einer Kölner Kufe ins eigene Netz abgelenkt wurde. 30 Sekunden später konnten die Kölner die Scheibe vor dem eigenen Tor nicht klären. Ehliz schaltete am schnellsten und stocherte den Puck zum 3:0 über die Linie (32.). Benjamin Hanowski (37.) und Jonathan Matsumoto kurz vor der zweiten Pause hatten große Chancen auf den Anschlusstreffer, Reich reagierte aber zweimal stark mit dem Schoner.
Die Red Bulls verteidigten zu Beginn des Schlussdrittels gut, sodass die Haie bis auf einen Schuss von Kevin Gagné über das Tor keine gefährlichen Abschlüsse hatten (46.). Danach wurden die Gäste offensiver. Sie verkürzten durch Fabio Pfohl, der von rechts vor das Münchner Tor zog und den Puck zum 3:1 unter die Latte lupfte (47.). München ging in den letzten Minuten im Spiel nach vorne kein Risiko ein. Einer der wenigen gefährlichen Abschlüsse war Patrick Hagers Nachschuss, den Weitzmann parierte (52.). In der Schlussphase warf Köln alles nach vorne, Reich hielt aber jeden der Schüsse auf sein Tor und sicherte den Red Bulls den 3:1-Erfolg.
  
    
Bayreuth Tigers
Tigers starten punktlos ins Wochenende
(DEL2)  Ohne die verletzten und angeschlagenen Spieler Mannes, Heider und Rukajärvi – sowie Tim Zimmermann, der in Selb im Einsatz war, gingen die Tigers das Rückspiel im Isarwinkel an.
Gut aus der Kabine gekommen, spielten beide Teams zunächst frisch auf. Der Treffer und die damit verbundene Führung für die Tigers resultierte aus einem Schuss von Gron aus halblinker Position, der eigentlich ungefährlich erschien, trotzdem an Martinovic vorbei flog und die Tigers in Vorteil zu bringen schien. Nach dem Ausgleich durch den auffälligen Pfleger im Powerplay, der in der 12. Spielminute fiel, spielten in diesem Abschnitt praktisch nur noch die Gastgeber. Herden im Tor der Tigers musste mehrfach Schüsse parieren, die den Tölzer oft zu leicht präsentiert wurden. Regelrecht abgezeichnet hatte sich die Führung für Tölz, die kurz vor der Pause, zum für die Tigers ungünstigen Zeitpunkt, durch Bendnar, der sich frei im Slot eingefunden hatte, fiel.
Sehr viel stabiler präsentierten sich die Bayreuther im Mitteldrittel und dokumentierten das zunächst mit dem Ausgleich, den Kolb nach einem klugen Pass von Kunz nach 23 Spielminuten auf die Anzeigentafel schreiben lies. Die Führung durch Gron im Powerplay war in dieser Phase folgerichtig und dem Spiel zu diesem Zeitpunkt entsprechend. Die individuelle Klasse eines Marco Pflegers, der in einem Überzahlspiel mehr oder minder die Scheibe so ins Drittel trug, dass sie ihm automatisiert aufgelegt werden musste, war für den erneuten Ausgleich verantwortlich. Die dann folgende Führung, die MacKenzie zugesprochen wurde, war bei angezeigter Strafe ziemlich glücklich, weil die Scheibe von einem Bayreuther Schlittschuh aus mehreren Metern Entfernung ins eigene Tor gelenkt wurde.
Den nächsten Treffer durch Dibelka ließen die Tigers durch eigene Nachlässigkeit zu, als der Stürmer der Oberbayern völlig unbedrängt zum Schuss kam. Trotzdem gaben sich die Wagner-Städter nicht auf und rannten unermüdlich an. Auch wenn Kujala bereits mehr als drei Minuten vor Schluss den Torwart vom Eis nahm – mehr als der Anschlusstreffer durch Gron, der sich drei Mal an diesem Abend auf die Anzeigentafel schreiben ließ, war nicht mehr drin.
„Im ersten Drittel haben wir zu sehr darauf geachtet, was die Tölzer machen und haben unser eigenes Spiel vergessen. Das wurde dann ein bisschen besser aber insgesamt hatten wir heute ein Problem in der defensiven Zone und haben die Scheibe auch zu oft zurückgetragen“, erklärte Petri Kujala seine Ansicht nach dem Spiel.
  
    
Eispiraten Crimmitschau
2:4! Eispiraten unterliegen Heilbronn - Westsachsen belohnen sich für starken Auftritt nicht
(DEL2)  Die Eispiraten Crimmitschau konnten im heutigen Heimspiel, trotz einer über weite Strecken starken Vorstellung, keine Zähler einfahren. Die Westsachsen unterlagen dem Tabellenzweiten Heilbronn mit 2:4. Die Tore für die Eispiraten erzielten Patrick Pohl und Dominic Walsh.
Personal: Nicht dabei waren im heutigen Heimspiel Alex Wideman, der sich eine leichte Unterkörperverletzung im Training zuzog, Julian Talbot, der aufgrund von Rückenproblemen nicht mitwirken konnte, und David Kuchejda, der unter der Woche allerdings schon wieder mit dem Team trainieren konnte. Ebenfalls nicht mit an Bord war Ben Kosianski. Im Tor startete Michael Bitzer.
Die Zuschauer im Sahnpark sahen im ersten Durchgang weitestgehend ein Spiel, in welchem sich zwei Teams auf Augenhöhe präsentierten. Auf Seiten der Eispiraten vergaben Christoph Körner, Patrick Pohl und Dominic Walsh die besten Chancen auf eine Führung, auf der Gegenseite haderten die Falken immer wieder mit dem fehlenden Scheibenglück, dem stark parierenden Michael Bitzer oder der kompakt stehenden Eispiraten-Hintermannschaft. Somit ging es torlos in die Katakomben.
Die Eispiraten kamen dann besser und druckvoller aus der Kabine. So gehörte gleich die erste Chance den Hausherren, doch Patrick Pohls Schlagschuss konnte Falken-Goalie Matthias Nemec entschärfen. Pohl machte es nur wenige Augenblicke später aber besser. Der 29-Jährige hämmerte den Puck in der 24. Minute in den Winkel des Heilbronner Gehäuses und sorgte für die verdiente 1:0-Führung. Es dauerte jedoch nur eine Minute, ehe auch die Gäste jubeln durften. Stefan Della Rovere hatte nach einem Save von Bitzer nur wenig Mühe, den Puck über die Linie zu bugsieren – 1:1 (25.). Es entwickelte sich in der Folge ein zerfahrenes Spiel, geprägt von vielen Zweikämpfen im Mitteldrittel. Nachdem Vantuch und Derek Damon nach einem Scharmützel an der Bande für je zwei Minuten in die Kühlbox mussten, schlug dann die Stunde von Dominic Walsh. Nach einem Stockfehler von Dylan Wruck war es der bisherige Überflieger der Saison, welcher Nemec umkurvte und überlegt zum 2:1 einschoss (37.).
Die Heilbronner Falken wurden im letzten Durchgang dann besser und setzten die Eispiraten immer wieder früh unter Druck. Louis Brune traf nach 47 Minuten zum 2:2-Ausgleich und leitete somit die Wende in diesem Spiel ein. Denn die Eispiraten spielten nicht mehr so konzentriert, wie noch in den ersten beiden Dritteln. Zwar hatte Vantuch mit seinem Lattenschuss eine große Chance für die Eispiraten ausgelassen, doch fast im direkten gegenzug traf Samuel Soramies zum 2:3 (55.). Letztlich hatten die Gäste, in Person von Ian Brady, drei Sekunden vor dem Ende nur wenig Mühe, den Puck zum 2:4-Endstand ins verwaiste Eispiraten-Tor zu befördern.
  
    
Dresdner Eislöwen
Eislöwen holen wichtigen Auswärtssieg in Landshut
(DEL2)  Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel beim EV Landshut mit 7:4 (1:2; 3:0; 3:2) gewonnen. Nicht mit nach Landshut reiste Nick Huard (Unterkörperverletzung).
Vor 2981 Zuschauern brachte Elvijs Biezais die Dresdner Eislöwen nach nur einer Spielminute in Führung. Doch Erik Gollenbeck (5.) nutzte eine Powerplaysituation und erzielte den Ausgleich für die Landshuter. Kurz vor Ende des ersten Drittels netzte Maximilian Forster (19./PP2) zur Führung der Gastgeber.
Im zweiten Drittel markierte Timo Walther (32.) zum Dresdner Ausgleich und Dale Mitchell (32. + 40.) legte mit zwei weiteren Treffern nach.
Im Schlussdrittel war erneut Erik Gollenbeck (47.) im Powerplay für die Landshuter erfolgreich. Mario Lamoureux (48.) netzte zum 5:3-Spielstand, doch auch Marc Schmidpeter (55.) traf für den Gastgeber. Eine Minute vor Spielende machten Mario Lamoureux und Jordan Knackstedt den Sieg der Dresdner Eislöwen mit ihren Empty Net Goals perfekt.
Axel Kammerer, Cheftrainer EV Landshut: „Der Start war für uns sehr unglücklich, in der ersten Minute waren wir direkt im Rückstand. Dann haben wir ein sehr wichtiges Powerplay-Tor erzielt und gehen sogar in Führung. Im zweiten Drittel bekommen wir zum wiederholten Mal zwei Tore in einer Minute. Das darf uns einfach nicht passieren. Am Ende haben wir es Dresden zu leicht gemacht Tore zu schießen.“
Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Endlich wurde meine Mannschaft für die Arbeit, die sie unter der Woche geleistet haben, belohnt. Die Jungs waren mit viel Laune und Lust bei der Sache. Es ist mental sehr schwer, wenn du viel arbeitest und nicht belohnt wirst. Der Sieg heute war wichtig für das Team.  Wir müssen unser Unterzahlspiel verbessern. Nichtsdestotrotz haben wir unser Spiel konstant über 60 Minuten gebracht.“
  
    
EC Kassel Huskies
Kassel Huskies unterliegen Frankfurt im Derby mit 3:6
(DEL2)  Was für ein packendes Derby zwischen den Kassel Huskies und den Löwen Frankfurt am Freitagabend in der Eishalle in Frankfurt! Nach 60 intensiven Minuten unterliegen die Huskies vor 6257 Zuschauern den Löwen mit 3:6. Für Kassel hatten Tramm, Humphries und Carroll getroffen.
Das erste Derby zu Saisonbeginn hatten die Huskies im September mit 3:2 gewonnen und damit den Grundstein für einen berauschenden Saisonstart gelegt.
Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde für Kassel: Bereits nach vier Minuten jubelten die Frankfurter Fans und auch die Spieler auf dem Eis. Eduard Lewandowski hatte die Scheibe vermeintlich an Jerry Kuhn im Kasseler Tor über die Linie gebracht. Doch die Videoüberprüfung ergab: Kein Tor. Die 6257 Zuschauer sahen in der Folge ein hochintensives, abwechslungsreiches Duell zweier Top-Teams. In dem der Tabellenführer aus Kassel mächtig Druck machte: Michi Christs tolles Zusammenspiel mit Corey Trivino (8.) war der Auftakt zahlreicher guter Möglichkeiten für die Schlittenhunde. Drei Minuten später rettete nach Carroll-Schuss die Latte für Frankfurts Goalie Jimmy Hertel. Doch abermals zwei Minuten später jubelten die mitgereisten Fans aus Nordhessen: Gerade war Löwe Luis Schinko von der Strafbank zurückgekehrt, da fasste sich Verteidiger Stephan Tramm ein Herz und netzte zur Führung für die Huskies ein - sein erstes Saisontor und sein erster DEL2-Treffer überhaupt.
Doch: Verunsichert waren die Hausherren nicht. Nun stürmten die Löwen und da in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs im Minutentakt Huskies auf die Strafbank geschickt wurden, hatte Frankfurt viel Platz zu kombinieren. Doch: Jerry Kuhn war auf seinem Posten. Er hielt alles, was auf ihn geschossen wurde und zeigte - gerade bei doppelter Unterzahl - seine ganze Klasse. Mit der 1:0-Führung der Huskies ging es in die erste Pause.
Die zweiten 20 Minuten begannen für Kassel in Unterzahl. Austin Carroll musste noch 1:17 Minuten aus dem ersten Drittel absitzen, 30 Sekunden bevor diese Strafe abgelaufen war, gesellte sich Spencer Humphries dazu. Erneut doppelte Unterzahl und erneut machte Frankfurt mächtig Druck. Doch erneut war Kuhn in überragender Form und parierte in Weltklasseform. Und wie das so oft ist: Wer vorne nicht trifft, bekommt vor dem eigenen Tor Schwierigkeiten: Gerade hatten die Huskies die Scheibe erobert und schickten den von der Strafbank kommenden Humphries steil. Der stürmte auf Hertel zu, passte sich die Scheibe mit dem mitgelaufenen Ben Duffy zu und traf schließlich zum 2:0 für Kassel (22.). Und es sollte noch besser kommen: In der 26. Minute nutzte Austin Carroll den Platz auf dem Eis als Dominik Meisinger auf der Strafbank der Löwen saß und erhöhte auf 3:0.
Dieser Doppelschlag zu Beginn des Mittelabschnitts sollte doch Sicherheit geben. Doch: Unbeeindruckt stürmten die Hausherren weiter und belohnten sich zügig für ihr engagiertes Spiel. Ausgerechnet Ex-Husky Carter Proft verkürzte nach exakt der Hälfte des Spiels, Kapitän Adam Mitchell traf zwei Minuten später zum 2:3 (32.). Kuhn hatte dabei Kopf und Kragen gegen den enteilten Mitchell riskiert, doch der Ober-Löwe traf eiskalt. Alles wieder offen in diesem packenden Derby.
Das finale Drittel hielt eine kalte Dusche für Kassel parat. Keine zwei Minuten waren gespielt, da bediente Leon Hüttl Roope Ranta und der erfahrene Löwe egalisierte. Nur zwei Minuten später lief es andersherum: Ranta über Martin Buchwieser auf Hüttl - 4:3. Erstmals führten die Hausherren in diesem Duell, das beste Werbung für den Sport war. Die Huskies kämpften nun, doch Frankfurts Defensive stand wie eine Wand. Jeden Versuch der Schlittenhunde wehrten die Südhessen ab. Und schließlich entschied Frankfurt das Spiel für sich. Das 5:3 zwei Minuten vor Ende erneut durch Mitchell führte dazu, dass Huskies-Trainer Tim Kehler umgehend Kuhn zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm, doch das leere Tor traf Suvanto zum 6:3. Das war auch der Endstand.
Marco Müller hatte in diesem Spiel sein 300. Spiel für die Huskies gemacht.
Weiter geht es bereits am Sonntag um 18.30 Uhr. Dann empfangen die Huskies den EHC Freiburg zum Heimspiel (18.30 Uhr). Das Spiel steht unter dem Motto "Danke, Fluthelfer": Zahlreiche ehrenamtliche Rettungskräfte von Feuerwehr und THW werden an diesem Abend in der Halle sein und ihnen wird sowohl von Seiten der Kassel Huskies als auch vom städtischen Dezernenten für Sicherheit und Ordnung, Dirk Stochla, für ihren Einsatz während der Starkregen-Überschwemmungen in Kassel und im Umland im Mai 2019 gedankt.
  
    
ESV Kaufbeuren
Joker unterliegen Ravensburg mit 2:4 - Fragwürdige Schiedsrichter Entscheidungen entscheiden Derby vor knapp 3.000 Zuschauern
(DEL29  Geschrieben von Jan Koenigs. Am Freitagabend hieß es wieder Heimspiel in der erdgas schwaben arena. Zu Gast war kein Geringerer als der amtierende DEL2 Meister, die Ravensburg Towerstars. 2.970 Zuschauer auf den damit gut gefüllten Rängen wollten die Begegnung live erleben und die Joker Fans hofften natürlich auf ein Lebenszeichen ihrer Mannschaft, gegen den Rivalen vom Bodensee.
Zuvor gab es für den ESV noch zwei weitere Hiobsbotschaften zu verkraften, Branden Gracel hatte sich unter der Woche an der Hand verletzt und wird vier bis sechs Wochen pausieren müssen und Joey Lewis zog sich kurz vor der Partie ebenfalls eine Verletzung zu. Neben Jere Laaksonen, Philipp de Paly und Jonas Wolter fehlten also weitere wichtige Stützen für das Team von Andreas Brockmann.
Der ESVK sieht sich gleich zu Beginn einer vierminütigen Unterzahl ausgesetzt, weil Florin Ketterer eine doppelte Strafe wegen hohen Stocks absitzen muss. Die Joker verteidigen aber stark und kommen sogar selbst zur Großchance durch Max Schmidle, der bei einem Alleingang an Olafr Schmidt im Tor der Towerstars scheitert. Das Spiel ist schnell und unterhaltsam, mit Torszenen auf beiden Seiten. Nach neun gespielten Minuten haben die Joker Pech, als Kapitän Julian Eichinger bei einer schönen Einzelaktion nur den Innenpfosten trifft. Direkt im Anschluss hat Ravensburg zweimal die Gelegenheit in Führung zu gehen, aber Stefan Vajs hält stark. In der zwölften Minute klingelt es dann im Kasten von Olafr Schmidt. Valentin Gschmeißner zieht von der Bande einfach mal in Richtung Tor ab und der Puck schlägt oben rechts zur Führung der Joker ein. Im Anschluss geht es weiter hin und her, wobei der ESVK dank einer starken kämpferischen Leistung leichte Vorteile erspielt. Sami Blomqvist zieht nach einem Wechselfehler der Towerstars knapp am Tor vorbei und scheitert wenig später nochmals an Olafr Schmidt. Mit einer 1:0 Führung für die Hausherren geht es in die Kabinen.
Auch im zweiten Drittel gibt es ein schnelles, unterhaltsames Eishockeyspiel zu sehen. Die Joker kommen zwar dynamisch aus der Kabine, aber die Towerstars erarbeiten sich ein leichtes Chancenplus. Immer wieder ist es der herausragende Stefan Vajs, der die Führung festhält. Bei einem Ravensburger Powerplay in der 25. Minute ist der Kaufbeurer Keeper dann das erste Mal geschlagen, aber Denis Pfaffengut blockt den Schuss auf der Torlinie ab. Robin Just und Tero Koskiranta im Trikot der Towerstars haben beste Chancen auf den Anschluss, aber die Joker werfen alles dazwischen und arbeiten immer wieder sehr gut nach hinten. Fünf Minuten vor Drittelende lässt Sami Blomqvist die gesamte Ravensburg Abwehr aussteigen, aber beim ebenfalls gut haltenden Olafr Schmidt ist Endstation. Auch eine schöne Kombination zwischen Schmidle, Latta und Thiel führt nicht zum zweiten Treffer der Joker und so geht ein spannendes Spiel, unverändert mit der knappen Führung des ESVK in die Pause.
Zu Beginn des letzten Drittels bricht Tero Koskiranta dann den Bann gegen Stefan Vajs und netzt frei im Slot stehend zum Ausgleich für die Towerstars ein. Man merkt den Jokern nun an, dass die Beine schwerer werden. Die Ravensburger hingegen haben nach dem Ausgleich das bessere Momentum und gehen in der 46. Minute, durch einen Schuss von David Zucker zum ersten Mal in Führung. Florin Ketterer fälscht dabei die Scheibe noch unhaltbar ab. Der ESV stemmt noch alles dagegen und kommt mit einen Fast Break über Daniel Oppolzer, durch Florian Thomas zum 2:2 Ausgleich. Es kommt nochmals Hoffnung auf das man mit Punkten aus dieser Partie geht, aber wie so oft in dieser Saison ist das Glück nicht auf der Seite der Joker. Erst wird hinter dem Ravensburger Tor eine strafwürdige Aktion gegen einen Kaufbeurer Spieler nicht geahndet und direkt im Gegenzug trifft Jakub Svoboda glücklich mit der Rückhand zur erneuten Führung für die Towerstars. Der ESV kann im Anschluss fast noch erneut ausgleichen, aber Ossi Saarinen zieht knapp am Tor vorbei. Endgültig entschieden wird das Spiel dann leider durch eine weitere fragwürdige Schiedsrichter Entscheidung. Dieser wertet einen Check von Louis Latta in der 55. Minuten als Unerlaubten Körperangriff und gibt eine fünfminütige Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Ravensburg nutzt das anschließende Powerplay schnell in Person von Robin Just, der den Puck trocken unter die Latte setzt. Für die Joker, die fast die gesamte Schlussphase in Unterzahl bestreiten müssen, ist nichts mehr zu holen und so muss man erneut trotz starkem Kampf ohne Punkte vom Eis.
  
    
Tölzer Löwen
Harte Arbeit führt zu drei Punkten
(DEL2)  Durchatmen. Für Spiele, wie das der Tölzer Löwen gegen die Bayreuth Tigers, wurde der Begriff "Kampfspiel" erfunden. Immer wieder wechselte die Führung, auch nach der Zwei-Tore-Führung der Buam im Schlussdrittel wurde es nochmal spannend. Schlussendlich reichte es auch dank den starken Marco Pfleger und Lubor Dibelka zu einem 5:4 (2:1, 2:2, 1:1)-Sieg. "Danke für die 100 grauen Haare mehr", scherzte Kevin Gaudet im Anschluss an die Pressekonferenz mit dem Tigers-Coach Petri Kujala. In einem Spiel, das die Löwen über weite Strecken augenscheinlich dominierten, stand am Ende ein weiterer knapper Erfolg. "Es ist unser 14.Spiel, zwölf davon haben wir mit einem Tor Unterschied gespielt. Das zeigt, wie schwer und hart die Liga ist", so Gaudet. Schlussendlich waren es "nur" acht Partien mit einem solch knappen Ergebnis, dennoch ist die Aussage des Löwencoaches nicht von der Hand zu weisen. Auch die Bayreuth Tigers machten es den Buam wieder schwer. "Heute haben wir sehr gut angefangen, dann schießt Bayreuth mit der ersten Chance ein Tor. Da verlierst du das Momentum", so Gaudet. Der letztjährige Löwe Tyler Gron erwischte einen Sahnetag, traf insgesamt dreimal. Sein Schlenzer zur 1:0-Führung fand in Minute sechs den Weg an Sinisa Martinovic, der erneut das Vertrauen bekam, vorbei ins Tor. Mit dem Start in die zweite Hälfte des ersten Drittels fanden die Buam aber immer besser rein. Marco Pfleger traf in Überzahl zum Ausgleich, Luca Tosto traf den Außenpfosten und Jan Bednar drehte die Partie. Der junge Verteidiger traf - wunderbar von Dibelka vorbereitet – zum ersten Profitor seiner Karriere. "Keine Ahnung warum es so lange gedauert hat. Die Torhüter waren einfach zu gut - oder die Schläger zu schlecht", scherzte der Halb-Tscheche nach dem Spiel. Doch die Problemstelle "Gegentore" wurde in der Partie gegen die Tigers nicht komplett beseitigt. "Wir geben zu viele Tore im Moment her. Diese einfachen Fehler, die wir machen, Großchancen herzugeben sind nicht in Ordnung", ärgerte sich Gaudet. So drehten die Tigers ihrerseits die Partie durch Tore von Nico Kolb und Gron. Es war der individuellen Klasse von Pfleger - im Doppelpass mit Markus Eberhardt - zu verdanken, dass die Löwen erneut zum Ausgleich kamen. Der neuerliche Führungstreffer durch Matt MacKenzie ist dabei eher in die Rubrik "Glückliche Umstände" einzuordnen. Der Kanadier wollte eigentlich querpassen, doch die Scheibe sprang von zwei Tigers-Schlittschuhen abgefälscht ins Tor. "Wir haben gekämpft heute, großes Lob an die Mannschaft. Sie haben sich zurückgekämpft", so Gaudet. Mit Lubor Dibelkas schönem Treffer zum 5:3 in Minute 50 schien die Partie klar auf die Seite der Löwen zu kippen. Doch erneut brachten sich die Buam mit zwei Strafen selbst aus dem Konzept. Tyler Gron nutzte eine Überzahl zum 4:5. In der Schlussminute vielleicht die Szene des Spiels: Bayreuth kam mit Mann und Maus vor das Löwengehäuse, nahm auch den Goalie raus. Doch die Löwen ließen keinen Schuss auf Martinovic mehr zu. MacKenzie warf sich in einen Schlagschuss, Weller blockte einen Versuch aufopferungsvoll mit dem Ohr - und wanderte danach direkt in die Kabine. Nach dem Spiel gab es eine erste vorsichtige Entwarnung beim US-Boy. Es zeigt, wie sehr die Löwen die drei Punkte am Ende wollten. "Ich bin froh dass Dibelka und Pfleger hervorragend gespielt haben. Alle haben super gekämpft, aber die beiden waren besonders stark. Am Ende ist es einfach ein großer Mannschaftssieg. Die drei Punkte sind sehr wichtig", freute sich Gaudet. Da sind die einen oder anderen grauen Haare für den - seit letzten Dienstag - 56-jährigen sicher verschmerzbar.
 
    
Oberliga Süd / Oberliga Nord
    
Deggendorfer SC
DSC bleibt erstmals ohne Punkte: Erste Saisonniederlage in Füssen
(OLS)  Mit 2:4 aus Deggendorfer Sicht musste der DSC am Freitag die Heimreise aus dem Allgäu antreten. Damit bleibt das Team erstmals in dieser Saison ohne Punkte.
Die Anzeichen waren schon vor Spielbeginn ungünstig: Mit Curtis Leinweber und Christoph Gawlik konnten zwei Leistungsträger die Reise zum Aufsteiger verletzungs-, bzw. krankheitsbedingt nicht antreten. Zu allem Überfluss musste das Team von Dave Allison im Schlussdrittel auch auf Kyle Osterberg verzichten, der mit einer Spieldauerstrafe auf Grund eines angeblichen Kniechecks vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.
Für die Deggendorfer Tore sorgten Osterberg zum 1:2 und Thomas Greilinger zum 2:3-Anschluss.
Am Ende kassierte der Deggendorfer SC zu viele Strafzeiten, um gegen die kampfstarken Füssener an diesem Abend ein besseres Ergebnis erzielen zu können.
  
    
EV Füssen
EVF begeistert auch gegen Tabellenführer Deggendorf
(OLS)  Dem EV Füssen ist die Sensation gelungen. 4:2 (2:0, 1:2, 1:0) heißt es am Ende gegen den Tabellenführer aus Deggendorf, der damit zum ersten Mal in dieser Spielzeit komplett leer ausgeht. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und Laufbereitschaft bot der EVF gegen das Spitzenteam eine begeisternde Leistung und konnte sogar völlig verdient alle drei Zähler am Kobelhang behalten.
Die Anfangsphase sah zunächst Vorteile der Gäste. Andrew Schembri hatte die erste gute Torchance, im Powerplay traf Kyle Osterberg in der zehnten Minute nur den Pfosten, danach vergab Rene Röthke aussichtsreich. Nach und nach fand der EVF aber besser ins Spiel. Zuerst zielte Marc Hofmann nur knapp vorbei, auch bei einem Schuss von Marius Klein fehlte nicht viel. Nach langem Pass von Lubos Velebny enteilte dann Martin Guth der gegnerischen Verteidigung und verlud David Zabolotny im Gästetor gekonnt zum 1:0. Deggendorf danach sichtlich beeindruckt und mit zwei Strafzeiten zum Ende des Abschnitts. Da sich diese leicht überschnitten, gab es für das Heimteam eine sieben Sekunden lange doppelte Überzahlsituation, welche von Lubos Velebny perfekt zum 2:0 genutzt wurde.
Das Mitteldrittel begann Füssen immer noch in Überzahl und mit einer Riesenchance für Marco Deubler. Als Deggendorf ins Powerplay kam, hatte Tobias Meier sogar eine große Möglichkeit bei einem Break. Im Gegenangriff nutzte der Zweitligaabsteiger seine Chance durch Osterberg aber zum Anschlusstreffer. Die Schwarz-Gelben blieben trotzdem am Drücker und antworteten vehement. Die Gäste wurden stark unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Samuel Payeur stellte nach einer eroberten Scheibe bereits in der 24. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Tobias Meier traf danach den Innenpfosten, Florian Simon die Latte. Vom Tabellenführer war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Bis zur 30. Minute. Dann hatte Stürmerstar Thomas Greilinger zu viel Platz und verwandelte prompt und sehenswert zum 3:2-Anschluss. Es folgte die beste Phase der Gäste, die jetzt stellenweise nur noch mit zwei Blöcken antraten. Trainer Allison wollte nun unbedingt den Ausgleich erzwingen und erhöhte die Schlagzahl. Doch Benedikt Hötzinger im Füssener Tor war weder von Schembri noch von Seidl oder Janzen zu überwinden. Minutenlang drückte der DSC, doch Füssen hielt mit Kampf und Geschick dagegen. Bei einem Konter zielte der freigespielte Schulz daneben, danach sorgte eine Strafe gegen die Gäste für eine Verschnaufpause. Mit der Drittelsirene erwischte Kyle Osterberg den Füssener Marius Klein am Knie, der US-Amerikaner wurde mit einer Spieldauerstrafe belegt.
Fast fünf Minuten Überzahl für die Füssener also zunächst im letzten Abschnitt, Zählbares wollte aber nicht gelingen. Dann zwei Minuten gegen Füssen, aber auch die Niederbayern vermochten das Powerplay nicht zu nutzen. Füssen kämpfte um jeden Zentimeter, und als dann kurz hintereinander zwei Deggendorfer auf die Strafbank mussten, war die Chance zur Vorentscheidung da. Zunächst hatte Marc Besl mit seinem Schuss Pech, dann traf Manfred Eichberger den Pfosten. Gerade als der vierte Feldspieler zurück kam, bediente der Routinier aber Maximilian Dropmann, der die Scheibe zum umjubelten 4:2 in den Winkel setzte. Der Aufstiegsfavorit wankte, bei einer weiteren Strafe verpasste Sam Payeur den fünften Treffer nur knapp. Als zweieinhalb Minuten vor Ende Eichberger auf die Sünderbank musste, zog Deggendorf bereits den Torhüter und versuchte es mit doppelter Überzahl. Doch der EVF verteidigte das Tor mit großem Kampf und überstand die brenzlige Situation bis zum Ende. Danach war der Jubel auf den Rängen riesengroß, der Tabellenführer war tatsächlich geschlagen.
Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Wir hatten uns heute natürlich viel vorgenommen. Wir wollten nicht ängstlich antreten, wie sonst auch mit viel Druck und Forechecking spielen. Ich muss sagen, das hat die Mannschaft bis auf eine Phase im zweiten Drittel überragend gemacht. Wir haben gekämpft, gebissen, waren heute aber auch spielerisch sehr gut, das freut mich besonders. Jetzt sind wir natürlich superstolz, die drei Punkte tun uns richtig gut.“ (MiL)
  
    
Starbulls Rosenheim
Starbulls springen dank 2:1-Arbeitssieg auf Tabellenplatz zwei!
(OLS)  Die Starbulls Rosenheim haben am Freitagabend dank eines 2:1-Heimerfolgs gegen den ERC Sonthofen Bulls den zweiten Tabellenplatz in der Eishockey-Oberliga Süd erklommen. Der Gegner aus dem Allgäu erwies sich wie erwartet als harter Brocken für die Grün-Weißen, die dank Toren von Michael Baindl und Tobias Draxinger die Partie nach einem frühen Rückstand noch drehen konnten.
Vor 1.720 Zuschauern im ROFA-Stadion lieferten die Gäste zahlreiche Argumente, warum sie so erfolgreich in die Saison gestartet sind und vor der Partie nur einen Zähler weniger als die gastgebenden Starbulls auf dem Konto hatten. Selbstbewusst und druckvoll stellten die Gelb- Schwarzen aus dem Allgäu den Grün-Weißen von der Mangfall vom ersten Bully an anspruchsvolle Defensivaufgaben. Folgerichtig gelang Jörg Noack, der dank etwas Scheibenglück in der Vorlagenentstehung im Slot frei zum Abschluss kam und eiskalt vollstreckte, mit Anbruch der 6. Spielminute der frühe Führungstreffer.
Im Fore- wie im Backchecking perfekt sortiert und überaus diszipliniert agierend, unterbanden die Gäste, bei denen der jüngst verpflichtete Verteidiger Daniel Maly stark debütierte, zunächst jegliche Angriffsversuche der Starbulls effektiv. Erst in der 13. Spielminute musste ERC-Keeper Christian Schneider erstmals ernsthaft eingreifen und rettet gegen Enrico Henriquez Morales binnen Sekunden gleich zweimal stark. Auf der anderen Seite verhinderte der fehlerfreie Rosenheimer Torwart Luca Endres gegen Lukas Slavetinsky (14.) und Marc Sill (15.) das mögliche 0:2. Den Starbulls gelang dennoch noch vor der ersten Pause der Ausgleich, weil Kapitän Michael Baindl nach schöner Einzelleistung und idealem Zuspiel von Alexander Höller trotz harter Bedrängnis der Sonthofener Defensive vor dem Tor cool blieb und den Gästekeeper aus kurzer Distanz zum 1:1 überwand (18.). „Dieses Tor hat uns geholfen, danach ging es besser. Aber trotzdem hat man gesehen, dass es bei uns im Moment viele Baustellen gibt“, sagte Starbulls-Trainer John Sicinski nach dem Spiel.
Den zweiten und dritten Spielabschnitt konnten die Grün-Weißen dann tatsächlich ausgeglichen gestalten, und mit zunehmender Spieldauer waren es auch die Starbulls, die ein kleines Übergewicht an Tormöglichkeiten verzeichneten. Längere Druckphasen zu kreieren und die Gäste in der eigenen Zone einzuschnüren sollte den Starbulls aber in diesem Spiel nicht gelingen. Auch spielerisch blieb Vieles Stückwerk. „Momentan sieht es so aus, als könnten wir auswärts befreiter aufspielen, als im eigenen Stadion“, gab Siciniski zu, ohne eine Erklärung für dieses Phänomen zu haben.
Dass es letztlich zu drei Punkten auch auf eigenem Eis reichte, war Verteidiger Tobias Draxinger zu verdanken. Nach einer Rosenheimer Scheibeneroberung an der eigenen blauen Linie nahm er sein Herz in die Hand und traf nach energischem Antritt noch fast von der blauen Linie ins rechte Eck (31.). Gästekeeper Schneider, der freie Sicht hatte, griff mit der Fanghand vorbei. Sein Trainer Martin Ekrt wollte ihm aber keinen Vorwurf machen: „Solche Tore bekommen auch NHL-Torhüter“. Gegen Höller zuvor (29.) und Kevin Slezak danach (39.) zeigte Schneider jedenfalls seine Reaktionsstärke. Doch auch sein Gegenüber Endres musste im zweiten Spielabschnitt einige Male eingreifen. Gegen Filip Stopinski verhinderte er bravourös den erneuten Rückstand (27.) bzw. den 2:2-Ausgleich (40.).
Im letzten Drittel hätten die Starbulls ihre Führung bei Chancen von Höller (41.), Mitchell (42./50.), Slezak (53.) und Henriquez ausbauen können. Aber selbst jetzt waren die Gäste nach wie vor ebenbürtig. Nur zu nennenswerten Torchancen kamen die Gelb-Schwarzen nun kaum noch. Erst in der Schlussphase geriet der Rosenheimer Arbeitssieg noch zweimal in Gefahr: Slavetinsky verzog aus bester Position (55.) und Endres rettet gegen Jayden Schubert (60.).
Am Sonntag treten die Starbulls Rosenheim um 18 Uhr zum Auswärtsspiel bei den Memmingen Indians an, das live im Internet übertragen wird. Die Liveübertragung ist zum Preis von 5,50 Euro auf www.sprade.tv buchbar. Das nächste Heimspiel bestreiten die Grün-Weißen am 3. November.
  
    
VER Selb
Wölfe holen wichtigen Auswärts-Dreier in einem kuriosen Spiel
(OLS)  Vorsicht war geboten: Auch wenn die Gastgeber Lindau Islanders auf dem vorletzten Tabellenplatz standen, durfte man die Truppe vom Bodensee keinesfalls unterschätzen. Unsere Wölfe starteten gut ins Spiel, führten früh und hatten den Gegner über weite Strecken der Partie gut im Griff. Kurios: Schiedsrichter Singaitis entschied kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts nach einem Hammer von Müller zunächst auf Tor, nahm seine Entscheidung dann aber wieder zurück. Wegen eines Lichtausfalls ging es beim Spielstand von 0:2 verfrüht in die zweite Pause, ehe nach mehr als 40 Minuten die Partie fortgesetzt werden konnte. Diese Unterbrechung schienen die Gastgeber zunächst besser verkraftet zu haben, doch außer dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer gelang den Gastgebern nichts Zählbares. Zufrieden gab sich Henry Thom nach Spielende in der Euroherz Eiszeit: „Gerade hier zu Hause ist es sehr schwer gegen Lindau zu bestehen, die schmeißen sich in jeden Schuss. Deswegen bin ich wirklich glücklich, diese drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“
Einen Auftakt nach Maß erwischten unsere Wölfe, als Gare nach nur drei gespielten Minuten das erste Tor des Abends, nach gutem Zuspiel von Ondruschka und McDonald, für die Wölfe markierte. Im weiteren Verlauf hatten Graaskamp, Kabitzky und auch McDonald Chancen, den Spielstand sogar auf 2:0 aus Sicht unserer Wölfe zu stellen. Wölfe-Goalie Deske wurde erst nach zehn Minuten wirklich geprüft, als Chaumont sich durch die Wölfe-Defensive tankte und auf das Gästetor zielte. Die Islanders nun mit etwas mehr Spielanteilen, eine dicke Torchance sollte es allerdings wieder auf Seiten der Wölfe geben, als Gelke einen zu diesem Zeitpunkt oft im Mittelpunkt stehenden Di Berado im Tor der Islanders nicht überwinden konnte. Erneut Chaumont war es, der am Ende mit einer dicken Ausgleichschance vor Deske auftauchte, welche der Wölfe-Schlussmann erneut zunichtemachte. Im direkten Gegenangriff sorgte ein Pfostenschuss von Müller für Diskussionen, denn Schiedsrichter Singaitis entschied zuerst auf einen weiteren Treffer für die Wölfe, versagte nach kurzer Unterredung mit seinen Assistenten dem vermeintlichen Tor dann doch die Anerkennung.
Dank eines Überzahlspiels konnte in der 23. Minute Schmidt den zweiten Treffer für unsere Farben markieren. Nach Bullygewinn zog Kapitän Ondruschka einfach mal ab und Schmidt konnte die schwarze Hartgummischeibe rechts am Schoner von Di Berado vorbeilenken. Grasskamp und Gelke hätten danach sogar noch erhöhen können. Unsere Defensive war heute hellwach, die Islanders konnten sich kaum nennenswerte Chancen erspielen. Selbst drei Unterzahlspiele überstanden wir schadlos. Aufregung knapp vier Minuten vor Ende des Drittels: Gelke mit einer Chance in Unterzahl, McDonald musste eine Strafe absitzen, auf 3:0 zu stellen, doch dieses Mal stand Di Berado goldrichtig. Probleme mit der Lichtanlage sorgten in der 37. Minute für eine vorgezogene Drittelpause, die die Verantwortlichen nutzten, um die Störung zu beheben.
Die überlange Pause besser verkraftet hatten wohl die Gastgeber, Hammerbauer konnte den Anschlusstreffer für seine Farben in der 39. Minute erzielen. Der anschließende Seitenwechsel läutete das dritte Drittel ein. Die Gastgeber nun mit deutlich mehr Druck. Dennoch kamen Turner und Kabitzky zu ihren Chancen, scheiterten aber am gut stehenden Islanders-Schlussmann. In der 46. Minute nutzten die Wölfe in Person von Gelke ein ihnen zugesprochenes Überzahlspiel, Kabitzky wurde böse zu Fall gebracht, um den alten Abstand wieder herzustellen. Beide Mannschaften schenkten sich nun nichts mehr. Chancen waren auf beiden Seiten vorhanden. Die beste auf Seiten der Wölfe in Person von Hirschberger sechs Minuten vor Ende der Partie, als er frei vor Di Berado zum Schuss kam. Den Schlusspunkt setzte McDonald, der drei Minuten vor Ende der Partie nach ausgezeichnetem Zuspiel von Schiener mit dem vierten Wölfe-Treffer den Sack zu machte.
  
    
ERC Sonthofen
Der ERC Sonthofen scheitert knapp trotz starker Leistung an den Starbulls Rosenheim
(OLS)  Nach starkem Beginn und früher Führung mussten sich die Bulls am Freitag in Rosenheim mit 2:1 geschlagen geben.
Bei den Bulls debütierte Neuzugang Daniel Maly neben Vladimir Kames, während der verletzt fehlende Tim Marek im dritten Block von Jogi Noack vertreten wurde. Jogi Noack war es auch, der in der sechsten Spielminute das erste Tor erzielen konnte. Von Tim May, frei vor dem Tor stehend angespielt, ließ er Luca Endres im Tor der Starbulls keine Chance. Wenngleich die Entstehung des Tores etwas glücklich war, so war Sie auf Grund des stürmischen Beginns der Bulls nicht unverdient. Wie zuletzt üblich standen die Allgäuer hinten kompakt, währen sie ihre Angriffe konzentriert vortrugen. Christian Schneider im Tor der Bulls musste selten nennenswert eingreifen und Lukas Slavetinsky und Marc Sill konnten weitere gute Möglichkeiten im ersten Drittel leider nicht nutzen. In der 18. Spielminute war es dann Michael Baindl, der auf Zuspiel von Alexander Höller eiskalt den Ausgleich besorgte. Somit ging es mit 1:1 in die erste Pause.
Der Ausgleich gab den Gastgebern etwas Rückenwind und so begann das zweite Drittel sehr ausgeglichen. Nach einer guten Möglichkeit von Filip Stopinski in der 27. Spielminute vergab auch Alexander Höller in der 29. Minute auf der anderen Seite die Möglichkeit zur Führung. Lang sollte es jedoch nicht dauern, denn nur zwei Minuten später erzielte Tobias Draxinger nach schöner Einzelleistung das 2:1. Eine Überzahlsituation in der 33. Spielminute konnten die Bulls leider genauso wenig zum erneuten Ausgleich nutzen wie Filip Stopinski seine gute Möglichkeit in der letzten Spielminute des Drittels. Mit einem Spannung versprechenden 2:1 ging es somit in die zweite Pause.
Im letzten Spielabschnitt begannen die Hausherren druckvoll und kamen zu guten Chancen durch Josh Mitchell und Kevin Slezak. Christian Schneider im Tor der Bulls, war jedoch immer zur Stelle und entschärfte alle Angriffe. Die Bulls kamen kaum noch zu guten Chancen, wenngleich sie den Starbulls nach wie vor auf Augenhöhe begegneten. Es dauerte bis zur 55. Minute bis Lukas Slavetinsky eine gute Chance bekam, jedoch am gut aufgelegten Luca Endres scheiterte. Anschließen mussten die Bulls noch eine Unterzahlsituation, verursacht von Manuel Malzer überstehen und kamen dann in der Schlussminute in Person von Jayden Schubert dem Ausgleich nochmal sehr nah. Mit einem Punkt sollte es an diesem Abend im ROFA-Stadion vor gut 1700 Zuschauern jedoch nichts werden. Trotz der Niederlage haben sich die Bulls erneut teuer verkauft und hoffen nun auf Punkte im Heimspiel am Sonntag, gegen die Blue Devils Weiden.
  
    
Crocodiles Hamburg
Crocodiles gewinnen das dritte Heimspiel in Folge
(OLN)  Die Crocodiles Hamburg haben das Heimspiel gegen die TecArt Black Dragons Erfurt mit 5:1 (3:1/1:0/1:0) gewonnen. Dabei ging das Spiel recht kurios los: Nach nur 17 Sekunden schickte Schiedsrichter Ali Soguksu Hamburgs Dennis Reimer nach einem hohen Stock auf die Strafbank, vier Sekunden später wurde auch noch Erfurts Joonas Toivanen mit einer Strafe belegt. Im Anschluss blieb der Arm des Unparteiischen allerdings weitestgehend unten, sodass die Mannschaften ihr Spiel aufziehen konnten. Das gelang den Crocodiles besser, die in der 4. Minute auch schon den ersten Treffer durch Patrick Saggau verzeichnen konnten. Die Gastgeber blieben vor 1228 Zuschauern überlegen und bauten den Vorsprung durch Tore von Leon Fern (16.) und Thomas Zuravlev (18.) weiter aus. Maurice Keil gelang zwar noch vor der Pause der Anschlusstreffer (19.), doch die Crocodiles konnten trotzdem mit einer beruhigenden Führung in die Kabine gehen.
Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Hausherren einen Gang zurück. Komplizierte Spielzüge ersetzten den direkten Zug zum Tor, sodass sich die Zuschauer bis zur 35. Minute gedulden mussten, ehe es wieder einen Grund zum Jubeln gab: Chad Staley stellte auf 4:1.
Im letzten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Hinten ließen die Hanseaten wenig zu, vorne wurden wenige zwingende Chancen kreiert. Dennoch gelang es Jordan Draper, die Scheibe noch einmal über die Linie zu schieben und damit den Schlusspunkt zu setzen (51.).
„Wir haben zwar verdient gewonnen, das Spiel gestaltet und den Heimsieg nie in Gefahr gebracht, aber so richtig zufrieden sind wir trotzdem nicht. Wir können es besser und wollen die Zuschauer mit starkem Eishockey mitreißen. Da war heute noch Luft nach oben“, so Verteidiger Dominic Steck.
  
    
Herner EV
Verdienter Heimsieg gegen Rostock!
(OLN)  Der Herner EV hat das Heimspiel gegen die Rostock Piranhas verdient mit 6:3 (3:2/3:1(0:0) gewonnen und damit auch die Tabellenführung der Oberliga Nord verteidigt. „Vor allem die 15 Minuten im zweiten Drittel waren sehr stark“, war HEV-Coach Danny Albrecht nach der Partie nicht komplett zufrieden.
Denn für seine Mannschaft begann die Partie alles andere als gut. Bereits nach 46 Sekunden brachte Piranhas-Kapitän Marvin Krüger die Gäste in Führung. Doch wenig später nutzte der wiedergenese Anthony Calabrese einen schlechten Wechsel der Gäste und fand Dennis Thielsch alleine an der blauen Linie. Dieser blieb vor Jakub Urbisch ganz ruhig, spielte den Keeper aus und schob locker ein. Doch Rostock blieb gefährlich und ging durch Tomas Kurka erneut in Führung. Dann schlug die Zeit von Patrick Asselin. Der Stürmer zog zweimal mit hohem Tempo vor das Tor der Gäste und verwandelte jeweils eiskalt zur 3:2-Pausenführung. „Das erste Drittel war relativ ausgeglichen“, waren sich Danny Albrecht und Rostock-Coach Christian Behncke einig.
In den zweiten 20 Minuten spielte dann nur der HEV. Dennis Fominych erhöhte mit einem schönen Handgelenksschuss auf 4:2, nur zwei Minuten später schoss Anthony Calabrese klar drüber, doch der Puck prallte von der Bande zurück, ging unglücklich an die Schoner von Jakub Urbisch und von dort zum 5:2 ins Tor.
Als Dennis Palka dann in der 35. Minute, nach schöner Kombination in Überzahl, auf 6:2 erhöhte war das Spiel entschieden. „In den letzten fünf Minuten des zweiten Drittels hat dann jeder gemacht, was er wollte. Das geht gar nicht“, ärgerte sich Danny Albrecht trotz der klaren Überlegenheit.
Im letzten Drittel brachte der HEV das Spiel dann souverän nach Hause. Dennis Thielsch traf noch mal den Pfosten, der starke Björn Linda im HEV-Tor musste nur noch einmal ernsthaft eingreifen. „Am Ende ist der Sieg für Herne verdient“, bilanzierte Piranhas-Coach Christian Behncke anschließend.
  
    
Rostocker EC
Piranhas verlieren beim Herner EV mit 3:6 / Klare Niederlage beim Herner EV – dabei ging es für die Gäste aus Rostock mit der Führung nach 46 Sekunden so gut los...
(OLN)  Mit 3:6 (2:3, 1:3, 0:0) verloren die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs am späten Freitagabend in der Oberliga Nord beim Herner EV.
Am Sonntag um 19 Uhr geht es in der heimischen Eishalle Schillingallee gegen die Icefighters Leipzig weiter.
In der Gysenberghalle gelang den Gästen am Freitag mit dem 1:0 schon nach 46 Sekunden ein Traumstart. Die Ruhrgebietler glichen rasch aus (3.), der REC holte sich die Führung zurück, aber in einem beiderseits guten Drittel steigerten sich die Gastgeber und nutzten ihre Überzahlchancen.
„Wir haben stark begonnen“, so Mannschaftsleiter Dirk Weiemann, „doch Herne steigerte sich, und es war dann eine One-Man-Show von Patrick Asselin. Noch ist aber alles drin für uns“, glaubte er nach dem ersten Drittel, musste dann aber in der zweiten Pause angesichts eines 3:6-, zwischenzeitlich sogar 2:6-Rückstandes feststellen: „Leider haben wir den Faden verloren. Die Herner kontern im eigenen Stadion, und das machen sie gut und effizient. Unser drittes Tor hat uns etwas Mut gegeben, aber es wird natürlich jetzt sehr schwer für uns.“
In der Tat war die Begegnung so gut wie verloren, in den letzten 20 Minuten würde kaum noch etwas zu holen sein. So war es auch, es blieb beim 3:6.
Weiemann: „Wir haben das Spiel im Mitteldrittel verloren. Im letzten Durchgang hatten wir noch unsere Chancen, auch in Überzahl, konnten jedoch leider keine nutzen.“ 
  
    
Bayernliga / Landesliga Bayern
    
EHC Klostersee
EA Schongau Mammuts – EHC Klostersee 4:3 (1:1, 3:0, 0:2)
(BYL)  Zum zweiten Mal nacheinander stand für den EHC Klostersee am Ende die Null. Fünf Tage nach dem verlorenen Derby gegen die Eispiraten Dorfen unterlagen die Grafinger am Freitagabend bei den Schongau Mammuts mit 3:4. Ohne die beiden Langzeitverletzten Bernd Rische und Matthias Baumhackl fand die Mannschaft von Dominik Quinlan erneut nicht die richtige Balance zwischen Abwehr und Angriff, um am Ende Zählbares einzufahren. Im Nachhinein konnte man sich darüber streiten, ob aus Sicht der Rot-Weißen eher eine stabilere Defensivvorstellung im jeweiligen Fünfer-Verbund entscheidend für den Spielausgang war oder die Tatsache, dass in der Offensive aus den herausgespielten Möglichkeiten einfach zu wenig Kapital geschlagen wird.
Entscheidend war unter dem Strich der Drei-Tore-Rückstand aus dem zweiten Abschnitt, dem der EHC in dieser Phase zu wenig entgegenzusetzen hatte. Zwar bewies man erneut eine tolle Moral, doch war die Aufholjagd im letzten Drittel nach zwei Toren und dem direkten Anschluss vorbei. Die Gastgeber brachten das knappe Resultat über die letzten Minuten.
  
    
TEV Miesbach
TEV startet mit Sieg in Wochenende
(BYL)  Einen verdienten 6:2 (2:1,2:1,2:0) Sieg feierte der TEV Miesbach am gestrigen Freitag gegen den HC Landsberg. Trainer Peter Kathan konnte in der Abwehr wieder auf Josef Frank und Sebastian Deml zurückgreifen, wodurch diese sich sofort wieder stabiler zeigte. Dadurch konnte Maxi Meineke und Bobby Slavicek wieder in den Sturm rücken, wo sich insbesondere Slavicek sichtlich wohler fühlt und ihm abermals ein Hattrick gelang. Kurzfristig abgemeldet hat sich noch Tom Amann, den eine Handverletzung plagt. Sehr schwungvoll starteten beide Teams auf läuferisch hohem Niveau in die Partie. Dabei kreierte der TEV etliche Chancen und ging nach 7. Minuten mit 1:0 „ Marke Traumtor“ in Front. Nach Kombination Michael Grabmaier, Nico Fissekis und Dusan Frosch, war es Grabmaier, der nur noch in leere Tor einschieben musste. Bereits 3. Minuten später gelang Bobby Slavicek sein erster Treffer des Abends auf Zuspiel von Sebastian Deml und Max Hüsken. Landsberg tat sich in dieser Phase schwer sich zu befreien aber der TEV versäumte die Führung auszubauen. So nutzte Landsberg in der 19. Minute eine Unachtsamkeit in der TEV-Defensive und verkürzte auf 1:2 durch Reuter; zugleich der Pausenstand. Als Landsberg nach 1. Minute im 2. Drittel in Überzahl durch Charvat zum Ausgleich traf, war ein Spiel wieder offen, das vom Chancenplus schon hätte entschieden sein können. Der TEV tat sich anschließend schwer, ehe in einem Wechsel Verteidiger Stefan Mechel zweimal gefoult wurde und eine 5:3 Überzahl entstand. Hier ging der TEV durch Dusan Frosch (Assists Filip Kokoska, Josef Frank-Minute 28.) in Führung, dessen Querpass vor das Tor ein Landsberger Verteidiger ins Tor abfälschte. Auch mit einem Mann mehr brannte es vor dem Gehäuse der Gäste und Christian Czaika erzielte nur 1 Minute später den Treffer zum 4:2 (Assists Nico Fissekis, Sebastian Deml). Auch danach blieb der TEV spielbestimmend und hatte bei einem Alleingang von Nico Fissekis nochmal eine Großchance die Führung auszubauen. Mit der 2-Tore-Führung ging es die die Drittelpause. Ins letzte Drittel startete der TEV auch überlegen. So scheiterte Filip Kokoska zwar noch am Pfosten ehe Bobby Slavicek bei 4 gegen 4 einen Konter zum 5:2 abschließen konnte (Assists Filip Kokoska-Minute 52.). Und zwei Minuten später war es abermals Bobby Slavicek der auf Zuspiel von Filip Kokoska und Sebastian Deml zum Endstand traf. „ Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Timon Ewert hat heute sehr gut gehalten und offensiv haben wir immer unsere Chancen. Landsberg ist nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn die beiden fehlenden Spieler zurückkommen, rechne ich im weiteren Saisonverlauf noch mit denen,“ berichtet Kathan nach dem Spiel.  
Am Sonntag, den 27.10. geht es für unserer Cracks nach Schweinfurt. Das Team von Neu-Trainer Michael Dippold kam gestern beim Primus Waldkraiburg mit 9:4 unter die Räder und belegt derzeit den 9. Tabellenplatz mit drei Siegen aus 7 Spielen. Nach durchwachsener Saison möchten die Mighty Dogs diese Saison die vorderen Tabellenplätze angreifen und haben sich deshalb auch hinter der Bande neu aufgestellt: Christopher  Schadewaldt ist von der Verteidigung in die sportl. Leitung gewechselt und zieht nun die Fäden in Schweinfurt. Ihm gelang es vom Nachbarn Höchstadt mit Schnierstein, Babinsky, Seibel und Fröhlich vier Oberligaspieler nach Schweinfurt zu locken. Neu ist auch das Kontingentspielerduo: der Litauische Nationalverteidiger Domantas Cypas und der kanadischen Stürmer Jeff Murray. Cypas ist die Bayernliga bereits aus Kissinger Zeiten bekannt, während Murray in Übersee in der NCAA sowie in der EHL tätig war. „Am Sonntag haben wir ein Heimspiel und auch wenn der Gegner sich bis jetzt sehr offensiv zeigt, möchten wir natürlich auch im Icedome versuchen, unsere Serie von zuletzt drei Siegen in drei Heimspielen weiter auszubauen. Mit unseren Fans im Rücken sind wir für jede Überraschung gut.“, blickt Headcoach Dippold optimistisch auf die Partie. TEV-Trainer Peter Kathan wird auf die gleiche Aufstellung wie am Freitag vertrauen und berichtet mit einem Augenzwinckern: „ Das wäre Premiere wenn wir zweimal mit der gleichen Aufstellung antreten können. Das gelang Team uns zuletzt nicht mal im Training.“ Kathan musste immer wieder umstellen, da neben Verletzungen auch die Grippe im Team umgeht. Dennoch sieht der Coach sein Team gut vorbereitet und möchte sich mit einem Auswärtserfolg im Frankenland in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen.
  
    
EHF Passau Black Hawks
10:0 – Black Hawks demontieren Dorfen / Schwere Aufgabe in Grafing
(BYL)  900 Zuschauer konnten am Freitag einen deutlichen und absolut verdienten 10:0 Erfolg der Passau Black Hawks gegen den ESC Dorfen in der EisArena verfolgen. Dabei sah es zwei Stunden vor Spielbeginn gar nicht gut. Nebel hatte sich in der EisArena bis zu den Zuschauerrängen ausgebreitet. Das Training der Eiskunstläufer das zu dieser Zeit gerade absolviert werden sollte, wurde zur Farce. Kopfschütteln und Ungläubigkeit herrscht so ziemlich bei jedem über die Untätigkeit und wenigen Fortschritte in Sachen Arena Modernisierung. Die Verantwortlichen des ESC Dorfen waren fassungslos und hätten im Falle einer erneuten Spielabsage die Kosten in Rechnung gestellt. Zum Glück sollte es soweit aber gar nicht kommen. Die Eismeister leisteten ganze Arbeit, sodass die Partie zwischen Passau und Dorfen pünktlich angepfiffen werden konnte.
Die Passau Black Hawks starteten wie die Feuerwehr in die Partie und drängten die Gäste sofort in die Defensive. Passau in jeder Hinsicht überlegen führte bereits nach nicht mal 10 Minuten mit 4:0. Florian Fischer erzielte davon überragende drei Treffer. Selbst ein Wechsel des Torhüters brachte auf Seiten der Gäste nicht den gewünschten Erfolg. Die Habichte machten weiter Druck und legten im zweiten Drittel noch mal nach. So ging es mit einem Spielstand von 7:0 in den Schlussabschnitt. Doch auch hier begnügten sich die Black Hawks nicht damit das Ergebnis zu verwalten. Die Feilmeier Truppe spielte weiter Eishockey vom Feinsten und begeisterte die lautstarken Zuschauer mit weiteren drei Toren. Das Ergebnis von 10:0 ging auch in der Höhe voll und ganz in Ordnung. Clemens Ritschel hielt sein Tor sauber und durfte sich über seinen ersten Shutout der Saison freuen. Die Zuschauer feierten derweil die Mannschaft und sich selbst. Ein Eishockey Abend der noch definitiv noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Das war heute das beste Spiel was wir in diesem Jahr gemacht haben. Wir haben heute konzentriert gespielt und nie nachgelassen. Ich muss der Mannschaft heute wirklich ein Kompliment machen.“ so Trainer Heinz Feilmeier. Großartig Zeit zum feiern bleibt den Passau Black Hawks nicht. Den bereits am Sonntag wartet die nächste Herausforderung. Es geht nach Grafing zum EHC Klostersee. Und da gilt es wie am Freitag wieder 100% Leistung abzurufen. „Sonst wird das nichts in dieser starken Liga!“ mahnt Heinz Feilmeier.
Die Mannschaft von Coach Dominik Quinlan ist im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert geblieben. Dies ist insbesondere im Spielaufbau ein großer Vorteil für die Grafinger. Der 45jährige Bob Wren ist im Team des EHC der Dreh- und Angelpunkt. Den EHC Klostersee aber rein auf Bob Wren zu reduzieren wäre falsch. Der Kader ist breit aufgestellt und qualitativ hochkarätig besetzt. So dürfte es für Klostersee auch nur ein Ziel geben: Einen Platz unter den ersten sechs Mannschaften zu holen und damit in die „Obere Verzahnungsrunde“ einziehen. Ebenso wie Dorfen liegen die Grafinger nach sieben Spieltagen in der Tabelle hinter den Passau Black Hawks. Die Habichte haben somit die Gelegenheit am Sonntag beide Teams noch weiter zu distanzieren.
  
    
TSV Peißenberg
Souveräne Vorstellung gegen den EC Pfaffenhofen
(BYL)  Unsere „Eishackler“ lassen einen weiteren Sieg folgen. Gegen harmlose Pfaffenhofener konnte die Mannschaft ein weiteres Ausrufezeichen setzen und mit einem 3:0 Sieg vom Eis gehen.
Brandon Morley hielt zu beginn der zweiten Minute den Schläger rein und konnte den Schuss von Martin Andrä entscheidend zum frühen 1:0 Führungstreffer abfälschen. Marco Mooslechner traf den linken Außenpfosten, damit blieb ihm der Torjubel leider verwehrt. Besonderes Lob hat sich die 3. Reihe verdient. Marco Mooslechner, Moritz Birkner und Michael Glattenbacher was diese drei Herrschaften, den Gegner im eigenen Drittel festmachen und somit viel Substanz kosten ist schon wirklich überragend anzuschauen. Im weiteren Verlauf waren es immer wieder die „Eishackler“ die ihre Angriffe in Richtung Gästetorwart Patrick Weiner fuhren. Leider blieben die Tore im ersten Abschnitt Mangelware und es blieb beim 1:0.
Das zweite Drittel begann man in Unterzahl für den TSV. Wenn bei den „Ice Hogs“ etwas ging dann nur in Überzahl. Aber da stand auch noch der sichere Rückhalt Korbinian Sertl im Tor der Peißenberger. Überwiegend war das Mitteldrittel über weite Strecken nicht schön anzuschauen. Die „Eishackler“ waren zumal auch hier die bessere Mannschaft (zwei Pfostentreffer) aber ein Treffer wollte keinem der beiden Mannschaften gelingen.
Im letzten Teil der Begegnung waren es auch wieder die „Eishackler“ die von Beginn an Druck machten und in der 46. Minute sogar in Unterzahl dafür belohnt wurden. Pfaffenhofen wollte eigentlich den Angriff aufbauen aber Lukas Novacek konnte erfolgreich dazwischenfunken und den Pass hinter dem Tor von Patrick Weiner abfangen, in der Mitte sah er den in Position gebrachten Florian Höfler der zum 2:0 treffen konnte.
Nur drei Minuten später war es wieder Novacek der an der Mittellinie die Scheibe bekam und sich durch die Abwehr der „Ice Hogs“ durchsetzen konnte, er umkurvte das Tor und legte wieder in die Mitte auf Florian Höfler der dem Torwart keine Chance mehr ließ und das 3:0 erzielte. Ab diesem Tor spielten es die „Eishackler“ konzentriert runter und holen sich damit drei verdiente Punkte gegen den Neu-Bayernligisten.
Lobend zu erwähnen sind besonders die 3. Reihe die ihre Arbeit auf dem Eis hervorragend umsetzen und die kompakte Defensivleistung die immer mehr Vertrauen in ihre Aktionen bekommt, der Re-aktivierte Fan-Block, der wieder für eine sehr ordentliche Stimmung sorgte. Zu kritisieren ist weiterhin das Überzahl-Spiel. „Da wenn du Fünf Hamster aufstellst, die san wahrscheinlich gefährlicher.“ Äußerte sich Trainer Rainer Höfler verärgert über die möglichen Chancen, auf der anschließenden Pressekonferenz. Aber er fand auch viel lobende Worte für seine Mannschaft „Defensiv werden wir immer besser die letzten 120 Minuten haben wir nur ein Tor bekommen, bei 5 gegen 5 kann ich auch nichts Negatives erkennen und läuferisch sind wir sowieso sehr gut drauf.“
Am Sonntag geht es nach Königsbrunn dort versuchen die „Eishackler“ die nächsten drei Punkte einzukassieren. Die Mannschaft hofft auch hier um zahlreiche Unterstützung der Fans aus Peißenberg.
  
    
EHC Waldkraiburg Löwen
Das Siegen nimmt kein Ende – Hradek mit Hattrick gegen Schweinfurt
(BYL)  Die Vorzeichen standen nicht allzu schlecht für den EHC Waldkraiburg im Freitagsspiel der Bayernliga Hauptrunde. Selbst stand man auf dem ersten Platz der Tabelle und lediglich die Black Hawks aus Passau waren nah genug an den Löwen, um diese vom Tabellenthron zu stoßen. Mit den Mighty Dogs aus Schweinfurt kam der Tabellen-Neunte in die Industriestadt, auf dem Blatt also eine machbare Aufgabe.
Der erste Durchgang begann schwungvoll für die Löwen. Von Minute eins an war ihnen anzusehen, dass sie die Hausherren waren und das durch Tore unter Beweis stellen wollten. Dennoch war es erneut die gegnerische Mannschaft, in diesem Fall Schweinfurt, die das Tore schießen eröffneten. Benjamin Rakonic nutzte eine Unaufmerksamkeit der Löwen-Abwehr aus, um das Spielgerät irgendwie über die Linie zu mogeln. Etwas mehr als drei Minuten ließ die Antwort der Industriestädter auf sich warten. Philipp Seifert war es, der in einer der Druckphasen der Löwen im gegnerischen Drittel nutzte und freistehend von der blauen Linie abzog, um den Puck ins Tor von Kevin Kessler zu befördern. Nur zweieinhalb Minuten später, Waldkraiburg drückte nach wie vor, war es Lukas Wagner der sein Punktekonto aufpolierte. Vorlagengeber waren Straka und Trox. Dann die zwanzigste Minute. Die Fans waren physisch wie psychisch teilweise schon in der Pause, da ist es Mathias Jeske der in Waldkraiburger Überzahl nach gewonnenem Bully aus der Distanz mit einem Handgelenkschuss, der seines Gleichen sucht, den Weg ins Tor findet. So endete das erste Drittel mehr als verdient mit 3:1 für den EHC.
Sieht man sich die Feldüberlegenheit an, so begann das zweite Drittel als Kopie des ersten. Mit der Führung im Rücken spielten die jungen Löwen, die auch heute auf Tomas Rousek verzichten mussten, frei auf und hielten das Tempo hoch. Dennoch waren es erneut die Mighty Dogs, die das erste Tor schießen konnten. Jan Kouba war es, der in der 24. Spielminute, nach einem schönen Spielzug der Nordbayern zum 3:2 Anschlusstreffer einschieben konnte. Die Löwen 2019 jedoch lassen sich von solchen Dingen nicht aus der Bahn werfen. Konzentriert spielte man weiter und ließ den Druck nicht abebben. So war es die logische Konsequenz, dass, nach etlichen verunglückten Situationen vor dem Tor, Christof Hradek auf 4:2 erhöhen konnte. Und erneut war es Christof Hradek der, rund 5 Minuten nach seinem ersten Treffer, auf Zuspiel von Nico Vogl und Leon Decker, auf 5:2 erhöhen konnte. Damit war das zweite Drittel aber noch nicht gegessen. Den Schlusspunkt nämlich setzte der junge Leon Decker, der mit seinem zweiten Saisontreffer auf 6:2 erhöhen konnte. Bis auf wenige Schüsse, die allesamt von Kevin Yeingst pariert werden konnten, passierte auf Schweinfurter Seite nicht sehr viel in diesem Drittel. Einen Alleingang gab es noch, dieser kam erneut durch die etwas schläfrige Abwehrreihe der Löwen zustande. Die Waldkraiburger Nummer 27 jedoch war zur Stelle und entschärfte auch diese Situation.
Den dritten Durchgang begannen die Mighty Dogs mit deutlich mehr Elan als die beiden davor. Der EHC Waldkraiburg hatte in der zweiten Drittelpause den Torhüter gewechselt, nun stand Christoph Lode im Tor für die Löwen und wurde aus Schweinfurter Sicht gebührend begrüßt. Wenige Sekunden nach der abgelaufenen Strafe die sich die Löwen noch im Drittel zuvor eingefangen hatten, wagte der Kanadier Jeffrey Murray einen Alleingang ins Waldkraiburger Drittel, tanzte einen Verteidiger aus und bugsiert die Scheibe rechts neben Lode, diesem ist dabei kein Vorwurf zu machen. Aber auch in dieser Situation können die Löwen das weitere Gegentor erfolgreich ausbügeln. Nach einer Strafzeit gegen die Mighty Dogs gewinnt Waldkraiburg das anschließende Bully und nachdem der erste Gewaltschuss von Michael Trox noch schmerzhaft geblockt wird, kann gegen den von Mathias Jeske nichts mehr unternommen werden. Dieser markiert damit sein zweites Tor und setzt sich an die Spitze der Liste der punktstärksten Verteidiger der Liga. Dann, etwa fünf Minuten im Anschluss an diesen Treffer eine eher ungewöhnliche Aktion der Schweinfurter Bank. Nachdem Waldkraiburg eine Strafzeit durch Felix Lode erhielt, nimmt der Trainer der Dogs, Michael Dippold, bei 11,5 verbleibenden Spielminuten den Torwart, zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Man wollte dieses Risiko eingehen um nichts unversucht zu lassen ließ der Schweinfurter Trainer in der Pressekonferenz verlauten. Der Schuss ging nach hinten los, die Löwen konnten sich nach rund 20 Sekunden aus der 6-zu-4-Überzahl befreien und nach schöner Vorlage von Straka, markierte Michael Trox das Empty-Net-Goal. Im Dritten Durchgang ließen die Trainer Alex und Sergej Piskunov auf Waldkraiburger Seite vermehrt auch die vierte Reihe auf das Eis. Zum einen natürlich, weil man auch diesen Spielern die nötige Praxis liefern möchte, vielleicht aber auch um die erste und zweite Reihe für das kommende Auswärtsspiel in Pfaffenhofen zu schonen. Zwei Tore fielen im Verlauf der Partie noch. Das eine setzt den Schlusspunkt für Schweinfurt, erzielt wurde es von Marcel Grüner, der nach einem Schuss im Powerplay den Rebound vor Christoph Lodes Tor verwandeln kann. Das andere Tor beendet den Spieltag für den EHC Waldkraiburg. Erzielt wurde es von Christof Hradek auf Vorlage von Nico Vogl. Christof Hradek erzielt damit nicht nur einen Hattrick, sondern wird auch gleich noch Man of the Match auf Waldkraiburger Seite, eine Ehrung die mit einem Fässchen Bier, von Sponsor Bitburger belohnt wird.
  
    
ESC Kempten
Sharks präsentieren sich souverän - ESC Kempten gewinnt 5:0 beim TSV Farchant
(BLL)  Jammern auf hohen Niveau sagte Trainer Carsten Gosdeck nach dem Spiel, als er die nicht genutzten Chancen seiner Mannschaft ansprach. Bei 60 Torschüssen hätte das Ergebnis deutlich höher ausfallen können. Doch die drei Punkte kommen mit ins Allgäu und das ist es was zählt.
Die Hausherren starteten mit viel Tempo während Kempten 3 – 4 Minuten brauchte um ins Spiel zu finden. Danach ging es aber fast nur noch in Richtung des Tores von Dennis Schlickenrieder. In der 6 Minute eine Riesenchance für Ron Newhook, der aber am Keeper scheiterte. In der Folge erhöhten die Allgäuer ihren Druck immer mehr, den Hausherren blieben nur einzelne Entlastungsangriffe. In der 7. Minute dann die verdiente Führung durch Adrian Kastel-Dahl, der eine sehenswerte Kombination über Michel Maaßen und Nikolas Oppenberger abschloss. Die Sharks blieben weiter am Drücker und in der 13. Minute scheiterte Markus Vaitl am Pfosten. Nur wenige Sekunden später klingelte es aber erneut, Ron Newhook erhöhte auf 0:2. Zwei Überzahlspiele brachten danach noch weitere Chancen jedoch keine weiteren Treffer so das es bei diesem Stand in die Kabine ging.
Im zweiten Drittel das gleiche Bild, überlegene Sharks und das Spiel fand hauptsächlich vor dem Kasten von Schlickenrieder statt, der mit seinen Paraden die Allgäuer ein ums andere Mal verzweifeln ließ. In der 30. Minute eine Doppelchance für Fabian Magg, zuerst verzog er ganz knapp, danach klingelte der Puck am Pfosten. In der 37.min aber konnten die zahlreich mitgereisten Fans dann enlich jubeln und das gleich doppelt. Magg netzte endlich ein und unmittelbar darauf stellte Ron Newhook mit seinem zweiten Treffer auf 0:4. Unglückliche Szene kurz vor Drittelende, nach einem Kniecheck musste Nikolas Oppenberger verletzt ins Krankenhaus. Er konnte aber die Heimfahrt schon wieder mit seinem Team antreten
Auch im letzten Spielabschnitt ein unverändertes Bild, Kempten spielbestimmend das einzige Manko war die Chancenverwertung. Eugen Scheffer war es vorbehalten den letzten Treffer zum 0:5 zu erzielen. Für die Werdenfelser letztendlich ein schmeichelhaftes Ergebnis, zu deutlich war an diesem Abend die Überlegenheit der Gäste aus dem Allgäu. Positiv auch der bereits zweite Shutout von Danny Schubert, der die wenigen Chancen der Farchanter souverän meisterte.
So steht nach vier Spielen der zweite Tabellenplatz zu Buche, punktgleich mit Ulm, die ein etwas besseres Torverhältnis haben. Mit nur vier Gegentreffern hat man aktuell die beste Defensive der Liga und dies war ja auch eine Forderung des Trainers. Alles im Soll also bei den Sharks die nun am Sonntag die Crusaders aus Fürstenfeldbruck zum Heimspiel am Kinder und Familientag erwarten.
  
    
Landesliga Baden-Württemberg
   
Schwenninger ERC
Kantersieg an der Waldau - Schwenninger Fire Wings siegen in Stuttgart mit 0:11
(LLBW)  Mit einem 0:11 Kantersieg gegen Stuttgart erledigten die Schwenninger Fire Wings ihre Pflichtaufgabe standesgemäß und eindeutig. Dabei schien es nach dem ersten Drittel als würden sich die Neckarstädter an der Stuttgarter Defensive die Zähne ausbeißen.
Das erste Drittel lief absolut noch nicht nach dem Geschmack von Schwenningens Trainer Matthias Kloiber. Zu viele individuelle Fehler im Speilaufbau eine mangelnde Chancenauswertung und Schwächen im Zweikampfverhalten sprachen nach den ersten 20 Minuten Bände. Doch die Drittelansprache schien bei den Spieler angekommen zu sein. Innerhalb knapp zwei Minuten schraubten Andreas Erlenbusch mit zwei und Mike Soccio mit einem Treffer das Ergebnis auf 0:3 aus Sicht der Gäste aus Schwenningen. Wer nun glaubte, der muntere Torreigen würde sich so fortsetzen, sah sich getäuscht und so ging es mit dieser drei Tore Führung ins letzte Drittel.
Doch auch in diesem kamen die Fire Wings aus der Kabine wie die Feuerwehr. Erneut Mike Soccio mit seinen Treffern Nummer zwei und drei an diesem Abend, sowie Phil Wissink, erhöhten zwischen der 42. und 45. Spielminute auf 0:6. Der Knoten des Schwenninger Angriffs schien nun geplatzt und so schossen wiederum Mike Soccio mit zwei weiteren Treffern, Christopher Kohn, Marcel Thome, sowie Kapitän Dennis Böhm die Schwenninger zu einem deutlichen 0:11 Auswärtssieg.
„Ich war mit der Leistung gegen Stuttgart nicht ganz zufrieden. Im ersten Drittel haben wir nicht das abgerufen was wir trainiert und uns vorgenommen hatten. Auch wenn es am Ende ein deutlicher Sieg war müssen wir uns nächste Woche beim Auswärtsspiel in Esslingen erheblich steigern.“, so Schwenningens Trainer Matthias Kloiber.
  
   
Regionalliga West
    
EG Diez-Limburg
EGDL erarbeitet sich Sieg in Neuss
(RLW)  Wenn am Ende der Saison die Medaillen vergeben werden für die spektakulärsten Spiele der Saison, dann wird diese Partie ganz sicher nicht ausgezeichnet werden: Neusser EV gegen EG Diez-Limburg - das war am Freitagabend durchaus schmale Kost, die den Zuschauern geboten wurde. Nicht überraschend für Rockets-Trainer Frank Petrozza, der vor diesem Gegner gewarnt hatte. Für die EGDL war es ein Spiel, dass du eigentlich nur verlieren kannst, selbst wenn du es gewinnst. Am Ende stand ein 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)-Erfolg der Raketen auf der Anzeigentafel. Der siebte Saisonsieg im siebten Spiel.
So mancher Eishockeyfan wird am Freitagabend vor dem Liveticker gesessen und immer wieder auf aktualisieren geklickt haben. Da muss doch mehr passieren als das, was da angezeigt wird? Tatsächlich aber stand es bis zur 33. Minute „nur“ 1:0 für die Rockets, die den Gegner beim ersten Aufeinandertreffen in Diez noch zweistellig geschlagen hatten. Den Führungstreffer hatte RJ Reed besorgt (12.), davor und danach passierte nicht so wahnsinnig viel am Neusser Südpark.
Und das, was in der 33. Minute passierte, war auch nicht nach dem Geschmack von Frank Petrozza, denn da glich Lukas Siebenmorgen für vorbildlich kämpfende Gastgeber zum 1:1 aus. „Es war von Beginn an das erwartet harte Stück Arbeit“, gab der EGDL-Coach später zu Protokoll. „Wir haben tatsächlich nur das gemacht, was nötig war. Oft hat uns der richtige Biss gefehlt. Aber ich möchte das nicht zu kritisch bewerten. Wir haben uns gegen einen tief stehenden Gegner schwer getan.“
Neuss hatte sich taktisch ideal auf das Spiel der Gäste eingestellt, den Gegner in der neutralen Zone mit kompakter Manpower in Empfang genommen und die Räume eng gemacht. „Und wenn dann nicht gleich von Beginn an alles klappt, dann kommt schnell Frust auf“, sagte Petrozza. „Wir haben viel versucht, aber irgendwie wollte nichts klappen. Und dann bist du natürlich irgendwann genervt. So haben wir dann auch gespielt.“
Der Sieg stand unterdessen auch nach dem Ausgleich nie wirklich zur Disposition. Tobias Schwab (35.) besorgte die knappe 2:1-Führung nach dem zweiten Drittel. Und im Schlussabschnitt trafen RJ Reed (46.) sowie Kevin Lavallee im Doppelpack (58., 60.). Neuss konnte durch Maximilian Bleyer zwischenzeitlich verkürzen (60.), ging am Ende aber mit einer 2:5-Niederlage vom Eis.
„Wir sind gekommen, um die drei Punkte zu holen. Und wir fahren mit den drei Punkten im Gepäck wieder nach Hause“, brachte es Petrozza auf den Punkt. „Auch aus solchen Spielen müssen wir lernen. Wir dürfen uns nicht dem Gegner anpassen und von unserem Plan abweichen.“ Das wird schon am Sonntag extrem wichtig, wenn Vizemeister Hamm zum großen Pinktober-Heimspiel an den Diezer Heckenweg kommt (19.30 Uhr). Die Eisbären schlugen am Freitagabend den EHC Neuwied in eigener Halle und feierten damit den dritten Sieg in Serie. Diese Partie hat dann schon eher das Potenzial für eine Medaille in der Kategorie „spektakulärste Spiele“.
  
    
Dinslakener EC Kobras
Die Talsohle ist noch nicht durchschritten
(RLW)  Man kann ihnen ihre Bemühungen nicht absprechen, doch am Ende des Tages war dies bei der 3:8 – Niederlage beim Meister Herford einfach zu wenig. Sicherlich haben sich die Westfalen seit dem Punktverlust beim 5:6 in der Schlangengrube deutlich verbessert, das Gegenteil ist aber bei den Dinslakenern passiert.
Dies zeigte sich auch bei der gestrigen 3:8 – Niederlage im Rückspiel beim amtierenden Meister. Nur in den Anfangsminuten waren die Kobras ein ebenbürtiger Gegner, spätestens nach dem 2. Treffer durch Florian Böhm zum 2:0 in der 10. Spielminute kippte die Partie zugunsten der Mannschaft von Dragons – Trainer Jeff Job.
Darauf einzugehen, wie die einzelnen Treffer der Begegnung entstanden sind, ist müßig. Im Großen und Ganzen wurden die Kobras zur Hälfte ausgekontert, die andere Hälfte entstand ein Tor nach einer Druckphase der Gastgeber. Die Treffer der Dinslakener, zumindest zwei davon, entstanden erst, als die Dragons bereits 2 Gänge zurückgeschaltet hatten.
Auf der Tribüne fragten sich die Dinslakener Fans natürlich, woran dieser Leistungsabfall liegen könnte. Würde man es auf das Fehlen der Langzeitverletzten Kelsch, Behlau und wahrscheinlich auch Schiefner, sowie der verletzten, gesperrten oder erkrankten Eckardt, Kohl, Appelhans und Hofschen schieben, machte man sich die Sache sicherlich zu einfach. Dennoch wird es auch zu der derzeitigen Situation beitragen. Es waren am gestrigen Abend aber auch die anderen Akteure der Giftschlangen nicht in der Lage, vom Spielverständnis, der Geschwindigkeit und der Passgenauigkeit auch nur annähernd mit dem Meister mitzuhalten, so dass das Ergebnis auch in der Höhe völlig in Ordnung geht. Dass die Niederlagen gegen die Großen der Liga zwar bislang und mit Ausnahme der gestrigen Begegnung allesamt knapp verloren wurden, nagt ganz bestimmt ebenfalls am Nervenkostüm und ist kaum geeignet, Stabilität in die Leistung einer Mannschaft zu bekommen. Es ist wohl die Summe aller Faktoren, die zur derzeitigen Situation bei den Kobras führt. Bleibt zu hoffen, dass bald etwas passiert, was diesen Teufelskreis durchbricht.
Somit kommt in der nächsten Zeit viel Arbeit auf den sportlichen Leiter Thomas Esser, insbesondere aber auch auf Coach Milan Vanek zu, denn zumindest ein Teil der Probleme scheint doch eine reine Kopfsache zu sein.
  
    
Herforder EV
Starker Auftritt des HEV
(RLW)  Der Herforder Eishockey Verein zeigte den 540 Zuschauern im Eisstadion „Im Kleinen Felde“ beim Regionalliga West-Duell gegen die Dinslaken Kobras eine gute Leistung und gewann mit 8:3 (4:0/3:2/1:1).
HEV-Coach Jeff Job schien sein Team bestens eingestellt zu haben und begann sehr offensiv, wobei das schnelle Offensivspiel die Gäste vor große Probleme stellte. Florian Böhm eröffnete in der 7. Minute den Torreigen und ließ nur kurze Zeit später deinen zweiten Treffer folgen. Als Jörn Weikamp in der 11. Minute auf 3:0 für die Ostwestfalen erhöhte, nahm Gästetrainer Milan Vanek eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu sortieren. Doch der Gastgeber ließ sich nicht stoppen und so traf auch Weikamp in der 12. Minute zum zweiten Mal.
Zwar verkürzte Dinslaken zu Beginn des zweiten Spielabschnitts durch Martin Benes, Killian Hutt stellte jedoch den alten Abstand beim Tor zum 5:1 wieder her (24.). Als Jan-Niklas Linnenbrügger kurz nach der Hälfte des Spiels auf 6:1 erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen. Nach dem 7:1 durch Gleb Berezovskij, nahmen die Herforder Ice Dragons ein wenig Fahrt aus dem Spiel, wodurch die Dinslaken Kobras die Partie ab sofort offener gestalteten. Mehr als das 2:7 durch Benedikt Hüsken, ließ die Herforder Abwehrreihe um Goali Kieren Vogel jedoch vor der Drittelpause nicht mehr zu.
Im dritten Durchgang schienen sich beide Mannschaften schon mit ihren Sonntagsbegegnungen zu beschäftigen. Herford ließ nichts mehr anbrennen, erhöhte nochmals auf 8:2 durch Fabian Staudt (48.), bevor Henrik Müller kurz vor Ende den Schlusspunkt setzte.
Trainer Jeff Job lobte auf der anschließenden Pressekonferenz sein Team: „Wir haben heute schnell kombiniert und sehr gute Laufwege gehabt. Uns ist heute vieles gelungen.“ Im Sonntagsspiel reist der HEV zu den Ratinger Aliens 97 und möchte sich gerne für die 4:5-Niederlage Ende September ab 18.00 Uhr revanchieren.  
  
    
EHC Neuwied Bären
Wilsons Tor kommt zu spät
(RLW)  Die Imports der Hammer Eisbären haben am Freitagabend den Unterschied gemacht und für die erste Auswärtsniederlage des EHC „Die Bären" 2016 in der Regionalliga-Saison 2019/20 gesorgt. Beim Vizemeister mussten sich die Neuwieder Eishockeyspieler knapp mit 2:3 geschlagen geben. Wie schon beim 7:2-Erfolg der Bären im Icehouse begegneten sich beide Teams erneut auf Augenhöhe - diesmal hatten die Westfalen jedoch das bessere Ende auf ihrer Seite. 
Seinen Auswärtsplan, zunächst einmal aus einer sicheren Abwehr heraus spielend, möglichst lange die Null zu halten, musste der EHC bereits nach 16 Sekunden kippen. Einen Fehlpass nutzte Milan Svars zur Blitzführung für Hamm. Der Angreifer, der in jungen Jahren für die tschechische U18-Nationalmannschaft auf dem Eis stand, war an allen Toren der Gastgeber beteiligt und somit ihr Matchwinner. Hatte Jeff Smith in Neuwied viermal getroffen, so ging das Kontingentspielerduell im zweiten Vergleich an Svarc und Michal Spacek. Der beste Offensivverteidiger der Regionalliga West erzielte später das 2:1 (36.), beide Tschechen bereiteten das vorentscheidende 3:1 von Kevin Thau (50.) vor. „Hamm hatte in Sachen Körperspiel und Laufarbeit heute ein paar Vorteile. Insgesamt war es eine gutklassige Begegnung, in der wir sogar mehr Chancen besaßen. Allerdings haben wir zu viele Möglichkeiten versemmelt. Das hat den möglichen Sieg gekostet", sagte Andreas Halfmann, der gemeinsam mit Alexander Rodens das Coaching übernahm, weil Carsten Billigmann krankheitsbedingt passen musste.
In einer von beiden Seiten intensiv und temporeich geführten Begegnung bahnte sich der Ausgleich nach dem Neuwieder Kaltstart regelrecht an, auch wenn die Eisbären ebenso brandgefährliche Angriffe abspulten. Jeff Smith, Stephan Fröhlich und Co. scheiterten an Torhüter Sebastian May, Maximilian Wasser am Pfosten. Da hatte Kevin Wilson in der zwölften Minute die deutlich schlechtere Position, und trotzdem egalisierte er den Spielstand. Aus ganz spitzem Winkel suchte Wilson sein Glück, schoss May an und bejubelte sein erstes Saisontor.
Die Hausherren hatten im Mittelabschnitt Vorteile und verdienten sich somit das Tor zum 2:1. Michal Spacek traf unhaltbar für Justins Schrörs (36.). Auch Sebastian May hätte wenig später wohl auch das Nachsehen gehabt, als die Torlatte dem Ausgleich durch Jeff Smith im Weg stand. Nach einem hohen Stock von Marvin Cohut, den Schiedsrichter Sebastian Licau mit einer doppelten Zwei-Minuten-Strafe sanktionierte, drängte der EHC auf den Ausgleich, konnte das Powerplay aber nicht nutzen. Stattdessen fiel bei fünf gegen fünf die Vorentscheidung. Kevin Thau schloss einen Konter erfolgreich ab (50.). Neuwied verlor die Punkte aus dem Blick und durch Cohuts Foul Stephan Fröhlich für diesen Abend. Der Kapitän zog sich eine Platzwunde an der Lippe zu, die im Krankenhaus genäht werden musste.
In der Endphase ließen beide Seiten den Emotionen freien Lauf. Einige Keilereien bewirkten volle Strafbänke. Weil nach dem gegenseitigen Wegkürzen der Strafen 2+2 Minuten gegen Maximilian Wasser übrig blieben und kurze Zeit später auch noch Christian Neumann raus musste, hatten Halfmann und Rodens keine Chance, Keeper Schrörs früher vom Eis zu nehmen. Diese Gelegenheit ergab sich erst in der letzten Minute. Als zudem noch Spacek zwei Minuten kassierte, verkürzte Wilson im Powerplay - zu spät für den EHC.
  
    
Regionalliga Ost
    
FASS Berlin
Klarer Erfolg gegen ESC Dresden
(RLO)  Pflichtaufgabe erfüllt! FASS Berlin ging als eindeutiger Favorit in das Spiel gegen den ESC Dresden und erledigte den Job souverän mit 9:1 (2:1, 3:0, 4:0). Damit stabilisiert das Team von Headcoach Oliver Miethke den zweiten Tabellenplatz.
FASS konnte abgesehen von Max Böwe und Joe Timm seinen kompletten Kader aufbieten. Im Tor stand diesmal Danny Bohn. Die Gäste traten mit 13+2 Akteuren an. Knapp 100 Zuschauer sahen ein äußerst faires Spiel. Die einzige Strafe resultierte aus einem Zeitspiel, als ein Gästespieler die Scheibe im eigenen Drittel über die Plexiglasumrandung bugsierte.
Besonders torhungrig war diesmal die Angriffsformation mit Nico Jentzsch (3 Treffer), Patrick Czajka (2) und Tom Fiedler (1), die immer wieder gelungene Kombinationen zeigte. Die weiteren Treffer erzielten Julian van Lijden (2) und Luis Noack (1). Für die Sachsen hatte Heise zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen.
Die Weddinger setzten wieder vier Angriffsreihen ein und sparten so Kräfte für das Sonntagsspiel bei den Berlin Blues. Spielbeginn in der Eissporthalle Charlottenburg ist um 16:00 Uhr.
  
    
Schönheider Wölfe
Schönheider Wölfe verlieren Derby in Chemnitz
(RLO)  Es hat nicht sollen sein, mit dem 10. Derbysieg in Folge für die Schönheider Wölfe. Stattdessen gewinnen die Chemnitz Crashers die umkämpfte Partie vor knapp 900 Zuschauern im Küchwalder Eisstadion, darunter gut 300 mitgereiste Wölfefans, verdient mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1), weil die Gastgeber den Sieg am Ende einfach ein bisschen zwingender wollten. Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung auflaufen, wenngleich Christian Laszig und André Lenk auf Schönheider Seite verletzungsbedingt passen mussten. Die Wölfe kamen eigentlich ganz gut in die Partie und verbuchten die größeren Spielanteile, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Die Crashers, mit einem starken Goalie Kevin Kopp zwischen den Pfosten, standen defensiv gut, setzten über Konter immer mal wieder Nadelstiche und nutzten in der sechsten Minute gleich das erste Powerplay im Spiel zur 1:0-Führung durch Charly Rudolph. In der Folge drückten die Wölfe zwar auf den Ausgleich, doch irgendwie kam kein richtiger Spielfluss zustande oder der letzte Pass nicht an. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen Führung für die Hausherren. Ähnlicher Spielverlauf auch im Mittelabschnitt. Die Wölfe hatten zwar gefühlt 75 Prozent Scheibenbesitz, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. Die Crashers spulten weiter ihr Defensivprogramm mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung runter und konnten sich in kritischen Szenen auf ihren Goalie verlassen. Bei den Wölfen blieb hingegen vieles nur Stückwerk und anstatt eines geordneten Spielaufbaus, verstrickten sie sich immer mehr in Einzelaktionen, welche für Chemnitz leicht zu verteidigen waren. Analog zum ersten Drittel brauchten die Hausherren dann wieder nur ein Überzahlspiel, um durch den Treffer von Jiri Charousek mit einer 2:0-Führung in die zweite Pause zu gehen. Im Schlussdrittel kam dann so etwas wie Derbystimmung auf den Rängen und auf dem Eis auf, da die Zweikämpfe jetzt doch intensiver geführt wurden. Schönheide hatte weiter die Zügel in der Hand, doch es dauerte noch bis zur 54. Minute, ehe es die Wölfe in Person von Christoph Rogenz endlich geschafft hatten, Chemnitz Goalie Kevin Kopp mit dem 2:1 zu überwinden. Bis zur Schlusssirene versuchten die Wölfe noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzielen. Doch auch ein Powerplay und die Herausnahme von Keeper Niko Stark für einen zusätzlichen Feldspieler brachten in den Schlussminuten nicht den erhofften Erfolg, wonach die Erzgebirger, nach zuletzt neun Derbysiegen in Folge, dieses Mal den Crashers den Vorzug lassen mussten. Wölfe-Coach Sven Schröder analysierte das Derby wie folgt: „Am Ende geht der Sieg für Chemnitz völlig in Ordnung, weil wir es nicht geschafft haben, aus unserer optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Kämpferisch kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen, da sie bis zum Schluss alles versucht haben, doch im Vergleich zur letzten Saison fehlt uns hier aktuell einfach die Leichtigkeit und auch die Durchsetzungskraft, als Team solche Spiele für uns zu entscheiden.“
  


 Sonntag 27.Oktober 2019 www.icehockeypage.de 
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