Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

          
     
EV Moosburg
(BLL)  Mit Verteidiger Florian Mayer kommt ein weiterer Neuzugang vom Bayernligisten ESC Dorfen zum EVM. Der 29-Jährige kehrt somit nach 5 Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zudem hat Allrounder Jakob Killermann seinen Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert
  
Dinslakener EC
(RLW)  Nach der Neuverpflichtung von Tristan Pfeifer aus dem krefelder Nachwuchs, stehen nun die beiden nächsten Verlängerungen fest. In der Verteidigung wird Moritz Hofschen in seine sechste Saison bei den Kobras gehen. Ausserdem bleibt auch Eigengewächs Dominick Spazier, der wieder die Offensive verstärken wird
  
TSV Erding
(BYL)  Mit Daniel Krzizok bleibt den Gladtiators ein wichtiger Leistungsträger erhalten. Der 33-jährige Stürmer, der noch nie für einen anderen Verein spielte, konnte in der abgebrochenen letzten Saison in 8 Partien ebachtliche 11 Tore erzielen. Mit Martin Dürr gibt es allerdings auch einen weiteren Abgang zu vermelden. Der Stürmer schliesst sich den Dachau Woodpeckers an
  
TEV Miesbach
(BYL)  Derzeit trainieren Florian Heiß, der zuletzt in Rosenheim auch im erweiterten Oberliga-Kader stand, sowie Nachwuchsstürmer Benedikt Andrä mit der ersten Mannschaft des TEV. Ausserdem wird wohl die zweite noch offene Kontingentstelle zeitnah besetzt werden, denn die Verantwortlichen stehen vor der Verpflichtung eines Spielers aus der Oberliga Nord
  
Red Bull München
(DEL)  Der Kanadier Andrew MacWilliam hat sich beim Trainingsauftakt eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird die gesamte Vorbereitungsphase verpassen und bis Anfang September ausfallen
  
Stuttgarter EC
(RLSW)  Der Kader der Rebels für die neue Regionalligasaison steht. Neben den bereits bekannten Neuzugängen wird der tschechische Stürmer Miroslav Hudak ins Team zurückkehren. Aus der Mannschaft der letzten Saison bleiben die Torhüter Maurice Keller und Andreas Räth, die Verteidiger Ben Daubner, Alexander Funk, Janis Groß, Andreas Hilse, Wolfgang Richter, Adrian Sanwald und Lukas Willer, sowie die Stürmer Bryan Allen, Patrick Daucik, Moritz Eisele, Fabio Laule, Lauri Laule, Eric Strieska und Mathias Vostarek
  
EHC Berlin
(RLO)  Stürmer Christopher Hidde wird nach einer kurzen Eishockey-Pause in der neuen Spielzeit wieder für die Blues auflaufen. Der 31-Jährige gehörte in den letzten Jahren zu den besten Scorern im Team
  
Dresdner Eislöwen
(DEL2)  Der finnische Torhüter Riku Helenius, der bereits als Abgang feststand, wird seine aktive Laufbahn beenden und wird in seiner Heimat ins Trainergeschäft einsteigen
 
EC Lauterbach
(HL)  Stürmer Julian Grund kehrt zu seinem Heimatverein zurück. Der 32-jährige spielte in den letzten vier Jahren für die EG Diez-Limburg. Nach 9 Oberligaspielen in der letzten Saison hat er dann die Rockets verlassen.
  
EC Eppelheim
(RLSW)  Felix de Bortoli verstärkt das Torhüter-Gespann der Eisbären. Der 20-jährige Italiener spielte im Nachwuchsbereich des HC Gröden und HC Pustertal und kommt nun vom Junioren-Team der SG Cortina zum ECE
  
Icefighters Leipzig
(OLN)  Mit der Verpflichtung von Ian Farrell wollten die EXA Icefighters ihre Kaderplanungen eigentlich abschliessen. Doch obwohl es bereits als sicher galt, hat sich die Rückkehr 28-jährigen Deutsch-Kanadiers nun kurzfristig zerschlagen. Die Verantwortlichen sind bereits auf der Suche nach einem neuen Stürmer als Ersatz
  
1.EC Senden
(BBZL)  Stürmer Eduard Hinkel wird auch in der nächsten Bezirksligasaison wieder das Trikot der Crocodiles tragen
 
Düsseldorfer EG
(DEL)  Dem Vernehmen nach steht StürmerJerry D´Amigo vor dem Wechsel zur DEG. Der 30-jährige US-Amerikaner spielte zuletzt in der ECHL und davor zwei Jahre lang für den ERC Ingolstadt
  
EV Fürstenfeldbruck
(BLL)  Stürmer Andreas Killian kehrt zu den Crusaders zurück. Der 30-Jährige pausierte in den letzten zwei Jahren aus beruflichen Gründen. Ausserdem wechselt der junge Verteidiger Andrej Nothdurft aus dem Peitinger Nachwuchs zum EVF
  
EHC Bad Aibling
(BLL)  Die Aibdogs haben mit Verteidiger Matthias Nowak verlängert. Der 22-Jährige, der aus dem Rosenheimer Nachwuchs stammt, wechselte letztes Jahr vom TEV Miesbach aus der Bayernliga nach Bad Aibling
  
EG Diez-Limburg
(OLN)  Der 22-jährige David Lademann wird auch in der nächsten Saison wieder für die Rockets aufs Eis gehen. Der Allrounder kam vor zwei Jahren aus dem Frankfurter Nachwuchs und hat sich mittlerweile etabliert. In der letzten Saison konnte er in 42 Partien 7 Tore erzielen und weitere 9 Treffer vorbereiten
  
Hamburger SV
(RLN)  Die beiden Eigengewächse Nick Lewis und Lasse Haffke werden auch in der neuen Spielzeit wieder das HSV-Trikot tragen und die Angriffsreihen verstärken
  
Krefelder EV
(OLN)  Der nächste Neuzugang beim U23-Oberliga-Team des KEV steht fest. Aus der DEL2 von den Bayreuth Tigers wechselt Stürmer Manuel Nix nach Krefeld. Der 20-Jährige konnte für die Franken in 16 Partien einen Assist beisteuern. Zuvor spielte Nix für die Höchstadt Alligators und die Memminger Indians in der Oberliga Süd
 
     
   

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selberwoelfeVER Selb
Nordamerika-Fraktion wächst weiter an - Deutschkanadier Steven Deeg wird Wölfe-Offensive verstärken

(OLS)  „Wir wollen künftig mit vier Reihen spielen“ – so Wölfe-Coach Herbert Hohenberger mit der klar definierten Zielvorgabe. Diesem Vorhaben lassen die Wölfe-Verantwortlichen auch Taten folgen und präsentieren Stürmer Nummer 11 für die neue Saison 2020/2021. Steven Deeg, im letzten Winter noch für den Mitkonkurrenten Memmingen Indians auf Torejagd, wird ab sofort das Trikot der Selber Wölfe überstreifen. Der Vollblutstürmer, der im Besitz eines deutschen Passes nicht unter das Ausländerkontingent fällt, unterschrieb einen Einjahresvertrag im Wolfsbau bis Ende der Saison 2020/2021.

Der Name Steven Deeg ist in der deutschen Eishockeyszene vielen ein Begriff, auch wenn für den 27-Jährigen die Selber Wölfe nach Memmingen und Duisburg erst seine dritte Deutschlandstation darstellen. Die meiste Zeit verbrachte der Wölfe-Neuzugang in seinem Heimatland Kanada in Ligen wie CCHL, OJHL oder USports. Vor zwei Jahren dann (s)eine richtungsweisende Entscheidung: der Wechsel nach Europa, genauer gesagt zum EV Duisburg in die Oberliga Nord. Steven erinnert sich noch gut: „Ja, 2018/2019 war mein erstes Jahr als Profi in Deutschland. Ich habe im Frühjahr 2018 meinen Universitätsabschluss erfolgreich abgelegt und entschloss mich im Herbst 2018, Eishockey professionell zu betreiben. In Duisburg fand ich dafür die besten Voraussetzungen.“ Rückblickend eine sehr gute Entscheidung, der Einstand von Deeg bei den Füchsen in Duisburg verlief überaus gut: Neben 16 Toren und 24 Vorlagen in 38 Pflichtspielen punktete der sympathische Sunnyboy aus dem Mutterland des Eishockeys auch bei den Fans auf voller Linie. Ähnlich bei den Memmingen Indians, auch hier konnte der Rechtsschütze in 19 Saisonspielen (10 Tore, 6 Vorlagen) ebenfalls überzeugen.

Als gebürtiger Kanadier hat man gewissermaßen das Eishockey-Gen im Blut. Das ist bei Steven nicht anders. Mit drei Jahren brachte ihn sein Vater Harry zum Eishockey, sehr früh wurde das Talent von Steven deutlich: „Eishockey ist mein Leben. Ich bin enorm glücklich, dass ich mein Hobby zum Beruf machen durfte“, so Deeg rückblickend auf seine bisherige Eishockeykarriere. Vor seinem Deutschland-Debüt in Duisburg war dem sympathischen jungen Deeg nur eine deutsche Stadt vom Namen bekannt: Auerbach, ein Ortsteil der Gemeinde Karlsbad im Landkreis Karlsruhe. „Mein Vater ist Deutscher, in Auerbach haben wir Verwandtschaft, zu der wir noch guten Kontakt pflegen und die wir auch immer mal besuchen“, so Steven, der im Jahr 2017 im letzten Studienjahr seinen deutschen Pass erhielt.

Der heute 84 Kilogramm schwere Flügelstürmer erblickte in der kanadischen Stadt Ajax, etwa 37 Kilometer nordöstlich von Toronto das Licht der Welt. In der knapp 110.000 Einwohner großen Stadt am Ontariosee in der Provinz Ontario wuchs er zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Brenden wohl behütet auf. Einer, der ebenfalls aus Ajax stammt, mit dem er im letzten Jahr in Memmingen spielte und der auch bei den Wölfen wieder sein Teamkollege sein wird, ist Brad Snetsinger. Deeg: „Wir kannten uns vorher nicht, lernten uns erst in Memmingen kennen und sind seitdem gute Freunde. Toll, dass wir nun auch in Selb gemeinsam in einem Team stehen dürfen.“ War Brad Snetsinger der ausschlaggebende Faktor für seinen Wechsel nach Selb? Deeg mit leichtem Grinsen. „Ich sage mal so: Als ich hörte, dass Brad nach Selb geht und Coach Hohenberger auch Interesse an mir bekundete, musste ich nicht lange überlegen.“ Der spielintelligente Wölfe-Neuzugang weiter: „Selb ist aber mehr als „nur“ Snetsinger. Selb ist seit Jahren ein Topclub der Oberliga und mit dem neuen Team haben wir gute Möglichkeiten, etwas Großartiges zu erreichen.“

Deeg selbst wirkt bescheiden, wenn er über seine Qualitäten und Vorzüge sprechen soll. Einer, der den Deutschkanadier kennt, von ihm absolut überzeugt ist und ihn selbst aus seiner Zeit in Duisburg kennt, ist Wölfe-Trainer Herbert Hohenberger: “Steven ist ein auffälliger, guter Spieler. Er genoss eine gute Ausbildung in Kanada und wird unser Team bereichern.“ Hohenberger verhehlt nicht, dass ein Trumpf im Ärmel natürlich Snetsinger war, denn „Steven hatte auch noch andere Angebote, aber er entschied sich zum Glück für uns – einen flexibel einsetzbaren Flügelstürmer kann jedes Team brauchen und ich bin froh, dass er für uns auflaufen wird“, so der Österreicher.

Seit dem 14. März 2020 – einem Tag nach dem offiziellen Lockdown in Deutschland – ist Steven in Kanada, verbringt wie die Jahre zuvor den Sommer in seiner Heimatstadt Ajax. Irgendwie wie immer, aber doch ist aufgrund der Corona-Pandemie auch alles anders. „Das Sommertraining läuft gut an, dennoch gibt es aufgrund von Corona zahlreiche Einschränkungen. Weder Fitnessstudios noch Eishallen sind geöffnet“, so Steven weiter. Not macht erfinderisch. Er richtete sich in seinem Keller ein Heim-Fitnessstudio ein, um nichts dem Zufall zu überlassen. Aus gutem Grund: „Ich bin ein Fitnessfanatiker, halte mich und meinen Körper in Topform. Ich bin fit und bestens vorbereitet, um demnächst den Flug nach Deutschland anzutreten.“ Wann „demnächst“ konkret sein wird, ist ungewiss. Deeg: „Momentan ist geplant, Anfang September nach Deutschland zurückzukehren. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass ich früher nach Deutschland komme, um auf´s Eis gehen zu können.“

Steven Deeg ist gerne in Deutschland, angesprochen auf Duisburg oder Memmingen hat er nur gute Worte übrig. Beide Stationen sind aber Vergangenheit, sein Blick richtet sich vielmehr in die Zukunft, er sprüht förmlich vor Vorfreude für seine neue Aufgabe bei den Selber Wölfen. „Ich hasse es, zu verlieren, möchte immer das Beste für das Team geben und ich denke, wir haben diese Saison eine durchaus gute Mannschaft, mit der einiges möglich ist. Ich will mit meiner Erfahrung einen Teil zum Ganzen beitragen“, so der 27-Jährige, der hofft, in diesem Jahr vollkommen verletzungsfrei zu bleiben.

Das Ticket für seinen Flug nach Deutschland hat Steven Deeg noch nicht gebucht, aber eines ist jetzt schon klar: Der Stürmer wird alleine nach Deutschland kommen. Seine Familie, Vater Harry, Mutter Susan und Bruder Brenden leben in Kanada und drücken ihn von dort aus die Daumen. Wehmütig? Steven: „Natürlich ist es nicht schön, die Familie zurückzulassen, aber es ist nur ein Abschied auf Zeit. Im Laufe des Jahres kommt meine Familie nach Deutschland zu Besuch und dann besuchen sie auch Spiele der Wölfe in der NETZSCHArena.“ Ihre Augen werden sich dann sicherlich vor allem auf einen Spieler konzentrieren – auf den Wölfe-Stürmer mit der Rückennummer 91, Steven Deeg.


 Freitag 17.Juli 2020 www.icehockeypage.de 
 Thema:
 Bericht:
VER Selb
VERS/ud
    -  Oberliga Süd
    -  Steven Deeg
  
 

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