Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

                 
Oberliga
(OL)  Nach der Einstufung der drittklassigen Oberliga als Profi-Liga und der Aufnahme der Oberliga in die Coronahilfe Profisport wird derzeit von den Vereinen davon ausgegangen, dass die Liga planmässig ab dem 6.November den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer aufnimmt. Eine offizielle Stellungnahme des DEB, der die Liga organisiert, wird zeitnah erwartet
  
Regionalliga West
(RLW)  Die für Sonntag angesetzte Partien in der Gruppe A der Regionalliga West zwischen den Eisadlern Dortmund und den Wiehl Penguins wurde abgesagt. Es wäre der Saisonauftakt zur neuen Saison gewesen, worauf aber nun verzichtet wird, da womöglich ein neuer Modus gefunden werden muss, nachdem alle Spiele im November ersatzlos gestrichen wurden
  
Landesliga Bayern
(LLB)  Nach einem Coronafall im erweiterten Umfeld des EV Pegnitz müssen die beiden Partien in der Gruppe 1 am kommenden Wochenende gegen den EV Dingolfing und den TSV Trostberg abgesagt werden. Zuvor wurden schon in der Gruppe 2 die Partien des ESV Burgau gegen den ERC Lechbruck und den EHC Bad Aibling Coronabedingt abgesagt
  
EC Bad Nauheim
(DEL2)  Verteidiger Huba Sekesi hat sich eine Handverletzung zugezogen und muss operiert werden und daher für vier vis sechs Wochen pausieren müssen
  
ESV Würzburg
(BBZL)  Drei weitere neue Spieler haben sich den Eisbären angeschlossen. In der Defensive kommt mit dem jungen Tschechen Nicholas Kanak ein großes Talent aus dem Nachwuchs des ERC Ingolstadt und zuletzt bei den Kickelhan Rangers Ilmenau in der Landesliga Thüringen spielten die beiden Stürmer Henri Lehtonen und Kevin Pohl
  
Regionalliga Südwest
(RLSW)  Spielabsage in der Regionalliga Südwest: Nach einem Coronafall im Team des EV Ravensburg wurde die Partie gegen die Amateure des SC Bietigheim-Bissingen am kommenden Samstag abgesagt
  
Rostocker EC
(OLN)  Torhüter Nils Velm versucht sich für einen Vertrag bei den Lausitzer Füchsen zu empfehlen und war zudem beim Kooperationspartner Rostock Piranhas beim letzten Testspiel als Gastspieler im Einsatz
  
ECDC Memmingen
(OLS)  Die beiden geplanten Testspiele am nächsten Wochenend gegen den SC Riessersee und gegen den EHC Freiburg wurden abgesagt, nachdem sich die Mannschaft der Indians nach den positiven Coronatests in Quarantäne befindet
  
EHC Mitterteich
(BBZL)  Schock-Nachricht für die Stiftland Dragons: Die Stadt Mitterteich hat beschlossen wegen der aktuellen Corona-Lage die Eishalle für die gesamte Saison nicht zu öffnen. Der EHC hat sich in den letzten Wochen neu aufgestellt und hat bereits auswärts Vorbereitungsspiele ausgetragen und trainiert, umso bitterer nun diese Nachricht. Inzwischen wurde die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet
     
   

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selberwoelfeVER Selb
Kompromissloses Körperspiel für Wölfe-Defensive - Maximilian Otte wechselt vom Höchstadter EC in das Selber Vorwerk

(OLS)  Das Wölfe-Spiel in der kommenden Saison 2020/2021 soll körperbetonter werden: „Wir wollen und müssen aggressiver agieren, der Gegner muss mehr Respekt vor uns haben,“ fordert Wölfe-Coach Herbert Hohenberger ein. Einer, der bei der Umsetzung dieses Vorhabens mithelfen soll und dafür die kämpferischen Attribute mitbringt, ist Verteidiger Maximilian Otte.

Der 21-Jährige wechselt nach zuletzt zwei Spielzeiten beim Höchstadter EC in den Wolfsbau. Der Defensivmann wird künftig das Wölfe-Trikot mit der Rückennummer 6 tragen und unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Selber Wölfen.

In Franken lässt es sich gut leben. Zu dieser Erkenntnis scheint Maximilian offenbar gekommen zu sein. Franken hat es ihm angetan. Nach zwei Spielzeiten – zuletzt in Höchstadt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt – zieht es den gebürtigen Iserlohner nun nach Oberfranken zu den Selber Wölfen. Iserlohn ist und bleibt aber der Lebensmittelpunkt des sympathischen Sauerländers. In der rund 93.000 Einwohner umfassenden Stadt Iserlohn ist Max, wie er von allen nur genannt wird, geboren und aufgewachsen. In Iserlohn wohnt seine Familie und dort stand er auch erstmals auf Kufen. Mit knapp drei Jahren drehte er noch etwas unsicher, aber durchaus sicherer als andere Gleichaltrige, die ersten Runden im Eisstadion am Seilersee. Dass es ihn letztendlich zum Eishockey zog, war keine große Überraschung. „Mein Vater Michael war Trainer in der Laufschule bei den Knaben und da man gerne seinen Vater nacheifern möchte, blieb ich natürlich beim Eishockey“, erinnert sich Max.

Max, gefördert und gefordert vom eigenem Vater, zeigte früh Talent und auch den nötigen Willen, sich durchbeißen zu wollen. Er durchlief im ehrwürdigen Eisstadion am Seilersee alle Nachwuchsmannschaften, reifte dank Einsätzen in verschiedensten Altersgruppen wie Schüler und Jugend-Bundesliga und später mit DNL2-Einsätzen. Zum ersten Mal Oberliga-Luft „schnuppern“ durfte der 187 cm groß gewachsene und 95 Kilogramm schwere Athlet in der Saison 2014/2015 – dank einer Förderlizenz beim Herner EV. Auch in der darauffolgenden Saison stand er dort einige Male auf dem Spielberichtsbogen.

Nach zuletzt 76 Pflichtspieleinsätzen für die Höchstadt Alligators mutiert Max künftig in der Tiersprache bleibend zum Wolf. Auf die Frage nach seinem Beweggrund nennt der 21-jährige Iserlohner – wie auch schon viele anderer Neuzugänge – einen Namen: Herbert Hohenberger. Auch bei seinem Wechsel hatte der 51-jährige Österreicher und Wölfe-Headcoach sprichwörtlich seine Finger im Spiel. „Herbert Hohenberger bekundete frühzeitig Interesse an meiner Person und ließ nicht locker. Er musste mich aber nicht groß überreden. Das ´Rundum-Paket´ bei den Wölfen hat mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass der Wechsel nach Selb der einzig richtige Schritt für mich ist“, so Otte.

Die Selber Wölfe sind Otte natürlich bestens bekannt: „Gerne erinnere ich mich an die Gastspiele mit Höchstadt in der NETZSCH-Arena. Hier war immer gute Stimmung und ich freue mich natürlich, vor diesen Fans, die auch sehr reiselustig sind, spielen zu dürfen“, so der Wölfe-Neuzugang. Einen weiteren Neuen des Wolfsrudels 2020/2021 kennt Max sogar noch etwas besser: Michel Weidekamp. „Mit Michel habe ich im Nachwuchs und später in Herne zusammengespielt. Ich freue mich riesig, wieder mit ihm in einer Mannschaft zu stehen“, so Max Otte, der sich aktuell in Iserlohn aufhält und sich dort trotz der Corona-bedingten Einschränkungen auf den kommenden Eishockeywinter vorbereitet. „Man muss das Beste daraus machen, es gibt keine Ausreden – jetzt müssen die Hausaufgaben gemacht werden, für einen hoffentlich sehr langen Eishockeywinter“, so Otte grinsend.

Auf was für einen Spielertyp dürfen sich die Wölfe-Fans freuen? Max selbst zögert, wenn er sich beschreiben muss, fügt aber auf Nachfrage an, dass er durchaus das härtere und körperbetontere Spiel bevorzugt. Soll nicht heißen, dass der Wölfe-Neuzugang unfair agiert, aber mit Gardemaßen für einen Verteidiger, bringt er eben gewisse nötige Härte mit, die dem Wölfe-Rudel zuletzt oftmals abging. Wölfe-Coach Herbert Hohenberger über Otte: „Wir hatten letztes Jahr schon Interesse an ihm bekundet, aber dies scheiterte bei ihm wegen der Schule. Max passt gut in das ganze Gefüge unserer neuen Verteidigung – wir wollen größer und härter werden und er bringt dies alles mit. Max ist ein junger und williger Spieler, der bei uns die Eiszeit bekommen und sich weiterentwickeln wird.“

Wenn es nach Max Otte gehen würde, könnte es sofort wieder losgehen. „Ich bin bereit, freue mich auf die neue Herausforderung, auf die neuen Mitspieler, das Trainerteam, die Fans – einfach auf alles.“ Noch muss sich der Sauerländer gedulden. Wann genau sein Umzug vom ca. 500 Kilometer entfernten Iserlohn in die Porzellanstadt Selb ansteht, ist noch unklar. Max nur so viel: „Ich bin pünktlich zur Saisonvorbereitung in Selb – alles Weitere müssen wir noch abstimmen.“

Der bekennende American Football-Fan (Lieblingsteam Seattle Seahawks), der gerne auch mal selbst Hand anlegt und den einen oder anderen Ball wirft, will nach Höchstadt sportlich den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. „Ich persönlich möchte mich weiterentwickeln, finde hier in Selb die besten Voraussetzungen vor und kann an der Seite von erfahrenen Cracks wie Ondruschka, Slavetinsky (um nur einige zu nennen) viel lernen. Sportlich gesehen ist mein Ziel die Playoff-Teilnahme und dafür möchte ich in jedem Training und Spiel mein Bestes geben“, so der 21-jährige Kufencrack. Nachgefragt nach seinem sportlichen Vorbild muss Otte nicht lange überlegen: Verteidiger Roman Josi von den Nashville Predators in der NHL. Der 30-jährige Schweizer und Kapitän der Predators imponiert Otte als Gesamtpaket, defensiv stark mit einem guten Offensivdrang. Während Josi die Rückennummer 59 trägt, soll es bei Max Otte die Nummer 6 sein. Warum? „Ich habe diese schon immer und für mich gibt es keinen Grund zu wechseln“, so der „Neuselber“. Dass diese Nummer in Selb mit Kyle Piwowarczyk durchaus eine schwere Bürde mit sich bringt, ist Otte bewusst.


 Mittwoch 5.August 2020 www.icehockeypage.de 
 Thema:
 Bericht:
VER Selb
VERS/ud
    -  Oberliga Süd
    -  Maximilian Otte
  
 

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