Deutsche Eishockey LigaDEL-Saison 2018/19 - Alle Infos im Überblick
(DEL) Die DEL ist jüngst in ihre 25. Auflage gestartet. Zur neuen Saison gab es nicht nur runderneuerte Kader zu bestaunen, sondern auch ein überarbeitetes Regelwerk. Hier erfährst du alles, was man zur neuen Spielzeit wissen muss.
Spielmodus
Der Spielmodus hat sich im Vergleich zur Vorsaison nicht verändert. Nach wie vor spielen 14 Teams eine Doppelrunde aus Hin- und Rückspiel. Somit gibt es also 52 Spieltage. Gewinnt ein Team innerhalb der regulären Spielzeit, erhält es drei Punkte. Konnte innerhalb der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden, geht die Partie in die Verlängerung. Hier zählt die Sudden-Death-Regel - wer als erstes ein Tor erzielt hat gewonnen. Fällt auch in der Verlängerung kein Treffer, kommt es zur Entscheidung im Penaltyschießen. Der Sieger in der Overtime oder eben im Shootout erhält zwei Punkte, der Verlierer einen Punkt. Wer sich in der Hauptrunde unter den ersten sechs Teams der Tabelle wiederfindet, qualifiziert sich für die Playoffs. Die Klubs auf den Rängen sieben bis zehn ermitteln unter sich zwei weitere Playoff-Teilnehmer. Einen Absteiger gibt es nicht. Das aber ändert sich zur Saison 2020/21. Dann wird es wieder einen Auf- und Abstieg zwischen den beiden höchsten deutschen Spielklassen geben.
Die Saison startete am Freitag den 14. September 2018. Zum Auftakt erwartete die Fans gleich ein absolutes Highlight. In einer Neuauflage des Endspiels der vergangenen Saison empfing der Vizemeister Berlin den amtierenden Champion aus München. Dabei feierte der amtierende Meister einen Auftaktsieg gegen die Eisbären. Vom 5. bis 13. November geht die DEL aufgrund des Deutschland-Cups in Krefeld in eine kurze Pause. Selbiges passiert vom 4. bis 13. Februar aufgrund der WM-Vorbereitung. Die Hauptrunde geht am 3. März zu Ende. Nur drei Tage später beginnen bereits die Playoffs. Der Meister wird bis spätesten 30. April ermittelt.
Titel-Aspiranten
Mit drei Meisterschaften in Folge dominiert aktuell der EHC München die DEL. Geht es nach den meisten Trainern, dann endet die Serie der Bayern in dieser Saison. In den Wetten hat der EHC aber noch immer die besten Eishockey Bundesliga-Quoten. Auch wenn bei einer Umfrage nur sechs der teilnehmenden Trainer oder Sportchefs die Münchner als Titelfavoriten nannten. Als der wohl hartnäckigste Konkurrent des EHC um den Titel gelten die Adler Mannheim. Doch auch Vizemeister Eisbären Berlin und die Kölner Haie dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen. Was vorab aber gegen einen erneuten Titelerfolg der Münchner spricht, ist die Statistik. Denn noch nie seit Gründung der DEL 1994 war es einem Klub gelungen, vier Titel in Folge einzufahren.
Trainerwechsel
Das Trainerkarussell hat sich in der Sommerpause mächtig gedreht. Bei den Eisbären Berlin ist Clement Jodoin neu im Amt, bei den Grizzlys Wolfsburg hat Pekka Tirkkonen jetzt das Sagen und auch die Düsseldorfer EG (Harold Kreis), die Krefeld Pinguine (Brandon Reid), die Nürnberg Ice Tigers (Kevin Gaudet) und die Adler Mannheim (Pavel Gross) haben neue Trainer.
Regeländerungen
Auch zur neuen Spielzeit hat die DEL wieder zahlreiche Regeländerungen eingeführt. Fortan wird der Torraum anders gekennzeichnet sein. Der gewohnte Halbkreis vor dem Tor wird rechts und links abgeschnitten. Damit wird der geschützte Goalie-Bereich von 3,60 Meter auf 2,44 Meter verkürzt. Dafür aber reicht der Torraum um drei Zentimeter weiter ins Spielfeld. Auch die Ausführung von Penaltys und beim Ablauf des Shootouts gibt es Abweichungen. Nach einem Foul in einer Breakaway-Situation steht es dem Trainer frei, einen beliebigen Feldspieler zu wählen. Bislang musste stets der Gefoulte zum Eins-gegen-Eins antreten. Beim Shootout stellt nun immer das Heimteam den ersten Schützen. Einen Münzwurf gibt es nicht mehr. Und auch der Strafenkatalog hat sich etwas geändert.
Kaderneuerungen
Fast schon traditionell gab es auch diesmal ein wildes Wechselspiel bei den DEL-Klubs. Die Straubing Tigers liegen dabei mit 13 Neuzugängen und 16 Abgängen vorne. Was das Spielermaterial anbelangt, so schnappten sich die Trainer vorwiegend Spieler aus den USA und Kanada sowie aus Skandinavien. Daneben wechselten auch einige routinierte DEL-Cracks den Verein. Der EHC München schnappte sich unteranderem Matt Stajan von den Calgary Flames, Mark Voakes aus Wolfsburg und John Mitchell aus Nürnberg. Wolfsburg bediente sich beim Meister und sicherte sich Torwart David Leggio. Selbiges tat auch Köln mit der Verpflichtung von Steve Pinizzotto, zudem kam auch Colby Genoway aus Bratislava. Düsseldorf holte mit Ken-Andre Olimb von Linköping HK und Calle Ridderwall von Djurgardens IF zwei Publikumslieblinge zurück und verstärkte sich zudem mit Philip Gogulla aus Köln, Jerome Flaake vom EHC und Patrick Köppchen aus Nürnberg. Die Ingolstädter schnappten sich Patrick Cannone (Iowa) und Jerry D`Amigo (Kalevan Pallo). Die Adler aus Mannheim wissen sich mit Ben Smith von den Toronto Maple Leafs verstärkt.
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