WM: Niederlage für die deutsche Mannschaft gegen Kanada
(DEB) Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der 2019 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft im fünften Spiel die erste Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm unterlag Kanada in der Steel Arena mit 1:8 (0:2, 1:2, 0:4).
Im Duell gegen den Weltranglistenersten musste Bundestrainer Toni Söderholm auf Torhüter Philipp Grubauer und Verteidiger Moritz Seider verzichten, für die ein Einsatz noch zu früh gekommen wäre. In der Verteidigung kehrte Dennis Reul zurück ins Aufgebot, Stürmer Stefan Loibl blieb als überzähliger Spieler draußen.
Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Kanada eine Strafzeit gegen die DEB-Auswahl nutzte, um durch Thomas Chabot in Führung zu gehen. Doch die deutsche Mannschaft ließ sich vom frühen Rückstand nicht schocken und kam durch einige schöne Kombinationen gefährlich vor das Tor der Kanadier. Gerade in dieser guten Phase der DEB-Auswahl erzielten die Kanadier das 2:0 durch Mark Stone, der einen abgefälschten Schuss gedankenschnell ins Tor bugsierte. Auch dabei blieb Niklas Treutle im Tor der Deutschen keine Abwehrchance.
Auch im zweiten Abschnitt war es ein Überzahl-Treffer durch Mark Stone (27.), der die deutsche Mannschaft ins Hintertreffen brachte. Auch in der Folge hatten die Kanadier weitere gute Einschuss-Gelegenheiten, die Niklas Treutle zu vereiteln wusste. Die deutsche Bank jubelte erstmals in der 39. Spielminute, als Yasin Ehliz den Anschlusstreffer erzielte und damit den Rückstand verkürzte. 48 Sekunden später trafen jedoch wieder die Kanadier – erneut durch Mark Stone mit seinem dritten Treffer des Abends.
Anthony Mantha mit einem Doppelpack (44. und 45.) sowie Sam Reinhart erhöhten binnen drei Minuten im Schlussabschnitt auf 7:1. Die deutsche Mannschaft war bemüht um weitere Treffer, konnte jedoch kein weiteres Tor erzielen. Anders die Kanadier, die durch Anthony Cirelli (54.) in eigener Unterzahl den Schlusspunkt setzten.
Für die DEB-Auswahl geht es bereits am Sonntag Nachmittag weiter. Dann trifft die deutsche Mannschaft auf die USA. Spielebeginn ist um 16.15 Uhr. Die Partie wird live auf SPORT1 übertragen.
Toni Söderholm, Bundestrainer: „Heute waren wir bei den Kleinigkeiten nicht gut genug. Wir hatten beispielsweise nach unserem Tor ein kleines mentales Loch in unserem Wechsel, welches eiskalt von den Kanadiern zum Gegentreffer genutzt wurde. Solche Dinge gilt es aufzuarbeiten, um in den kommenden Begegnungen wieder erfolgreich zu sein. Wir müssen nach vorne schauen und uns mental auf die kommenden Gegner vorbereiten. Das Gute ist, dass wir schon morgen weiterspielen und unsere bessere Seite zeigen können.“
Statements von DEB-Präsident Franz Reindl und DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel zur vorzeitigen Olympia-Qualifikation:
Franz Reindl, DEB-Präsident: "Wir sind überglücklich und stolz, dass die Mannschaft die Olympia-Qualifikation für Peking 2022 erreicht hat. Herzlichen Glückwunsch an das ganze Team für diese tolle Leistung. Das ist ein weiterer riesiger Meilenstein für unseren Sport im Sportkonzept POWERPLAY 26, bringt Planungssicherheit für den DEB und die DEL und bedeutet große Motivation für Spieler, Trainer und Clubs."
Stefan Schaidnagel, DEB-Sportdirektor: "Die Olympia-Qualifikation bedeutet für uns in vielerlei Hinsicht positive Effekte. Gerade jetzt im abgelaufenen Vier-Jahres-Zyklus haben wir gesehen, was eine Teilnahme an den Olympischen Spielen bewirken kann. Deshalb ist die erneute Qualifikation für das Turnier in Peking 2022 immens wichtig. Wir haben somit auf allen Ebenen Planungssicherheit und können im sportfachlichen Bereich die Systeme weiter positiv unterstützen. Wir können mit unseren Partnern, dem Bundesinnenministerium und dem DOSB, die Konzepte weiter optimieren und adaptieren. Weiterhin hat die Teilnahme aber auch einen großen Effekt auf all unsere Programme in den Nationalmannschaften, Ligen-Systemen und Nachwuchs-Konzeptionen. Daher ist die frühzeitig erreichte Olympia-Qualifikation gar nicht hoch genug einzuschätzen. Wir müssen uns trotzdem im Rahmen unseres Gesamtkonzepts POWERPLAY26 weiter verbessern. Wir haben nach wie vor viele strukturelle und organisatorische Dinge in Angriff zu nehmen, aber unser erstes Ziel für diese WM haben wir mit der direkten Olympia-Qualifikation erfolgreich gestaltet."
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