(HL) Bereits vor einigen Monaten gelang es den Verantwortlichen der Eifel-Mosel Bären, erfolgreichen Kontakt zum 38 jährigen Sean Broderick aufzubauen. Schon damals sagte der ehemalige Profi-Torhüter und zuletzt Eishockeytrainer in den Vereinigten Staaten zu, die Bären im Trainingsbetrieb zu unterstützen.
Broderick kam im Sommer 2016 nach Deutschland, nachdem seine Frau an der Air Base in Spangdahlem stationiert wurde. Zuletzt coachte Broderick ein US High School Team und wollte seine Erfahrung besonders den Torhütern der Eifel-Mosel Bären zu Gute kommen lassen. Regelmäßig bereicherte der US-Amerikaner das Training der Bären auch selbst in voller Goalie-Montur, so dass über den Jahreswechsel die Entscheidung fiel Broderick als neuen Bären-Goalie neben Engels und Petri zu lizensieren.
Sean Broderick spielte unter anderem, wie ehemaliger Bären-Goalie Ian Harper, bei der Air Force Academy in der NCAA, ging jedoch anders als Harper noch einen Schritt weiter und spielte anschließend in der dritthöchsten Amerikanischen Profi-Eishockey Liga (ECHL) bei den Dayton Bombers. Die Bombers pflegten zu jener Zeit Kooperationen zu den NHL-Teams aus Columbus, Dallas und San Jose.
Neben Spielertrainer Michal Janega (CZE) lizensieren sich die Bären somit die maximal erlaubte Ausländerzahl in der Hessenliga (2). Eine sogenannte Transferkarte ist meist mit hohen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Gebühren verbunden, so dass man Broderick gleich bis zur Saison 2018/2019 mit der Option auf ein weiteres Jahr verpflichtet. Zusammen mit der Unterstützung von der Firma Petronik aus Bitburg, bemüht man sich zurzeit Broderick mit einer „Faxlizensierung“ durch DEB und IIHF bereits für den 7. Januar 2017 beim Auswärtsspiel gegen die Eintracht Frankfurt zu lizensieren.
Wie beim vergangenen Spiel gegen Darmstadt, bei dem Clara Petri siegreich debütierte, wird nämlich Torhüter Danny Engels den Bären am 7. Januar nicht zur Verfügung stehen. Ebenso wird man höchstwahrscheinlich auf Frank Lempges verzichten müssen. Auch hinter Marcel Hirsch, Marc Höffler und weiteren Bären steht im ersten Spiel des neuen Jahres noch ein großes Fragezeichen. Dabei steht fest, dass die Bären beim Tabellenletzten aus Frankfurt keine Punkte liegen lassen dürfen, wenn man weiterhin von der Tabellenspitze träumt.
Zum Jahreswechsel haben alle Mannschaften der Hessenliga sechs von zwölf Partien absolviert. Zurzeit führen die Löwen aus Frankfurt mit lediglich einen Punkt vor den Eifel-Mosel Bären, die wiederrum nur einen Punkt Vorsprung vor den Kassel Huskies pflegen. Die Dukes aus Darmstadt folgen mit drei Zählern Rückstand auf die Bären, während die Eintracht Frankfurt noch punktlos auf dem Abstiegsplatz steht. Dabei verloren die Eisadler des Fussball-Bundesligsten stets nur sehr knapp und sind jederzeit brandgefährlich.
| www.icehockeypage.de | Informationen zum Thema | ||
|
- Hessenliga - Sean Broderick - |













