IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte vom Montag 14.März 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernlga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, 1.Liga West, Regionalliga West, Regionalliga Ost und Landesliga Berlin.
ERC Ingolstadt: Saisonabschlussfest am Sonntag(DEL) Der ERC Ingolstadt lädt für kommenden Sonntag zum Saisonabschlussfest in die Saturn Arena ein. Die Hallenöffnung erfolgt um 12 Uhr über den Dauerkarteneingang unterhalb von Eingang Süd. Um circa 13.30 Uhr wird die Mannschaft in der Halle erwartet. Im Anschluss an das Bühnenprogramm steht noch eine ausführliche Autogrammstunde mit allen Spielern an.
Für ein Rahmenprogramm und das leibliche Wohl ist am Sonntag gesorgt.
Kölner Haie vs. Eisbären im Viertelfinale! Spiel 1 steigt am Dienstag in Berlin! Erstes Heimspiel am Freitag!(DEL) Die Kölner Haie treffen im Viertelfinale der DEL-Playoffs 2016 auf die Eisbären Berlin. Der Vorverkauf für die beiden feststehenden Heimspiele läuft.
Der KEC ist voll im Playoff-Modus: "Gefühlt ist seit Ende Januar jedes Spiel ein Playoff-Spiel für uns", erklärte Haie-Stürmer Andreas Falk nach dem entscheidenden Sieg gegen Mannheim an dem er mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil hatte. Ab Dienstag geht es für die Haie nun im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin. Spiel 1 steigt in der Hauptstadt (19:30 Uhr, live auf ServusTV). Spiel 2 findet am Freitag, 18.03.2016, in der LANXESS arena statt (19:30 Uhr). Auch Spiel 4 (Dienstag, 22.03.2016, 19:30 Uhr) wird auf jeden Fall in der Domstadt ausgetragen. Tickets für die beiden Heimspiele sind über alle Kanäle (u.a. auf www.haie.de) erhältlich.
Mit Berlin und Köln duellieren sich die beiden stärksten Zuschauermagneten der DEL im Viertelfinale. Selbst in ganz Europa hat nur der SC Bern einen höheren Zuschauerschnitt. In der DEL-Hauptrunde strömten zu den Heimspielen der Eisbären (338.571) und der Haie (312.966) insgesamt 651.537 Fans in die Mercedes-Benz Arena und die LANXESS arena. Damit generierten die beiden Clubs rund 27 Prozent der gesamten DEL-Zuschauer in der Hauptrunde 2015/2016.
Seit Gründung der DEL 1994 traten Haie und Eisbären bisher drei Mal in Playoff-Runden gegeneinander an. Bislang wartet der KEC noch auf einen Triumph in einer DEL-Endrundenserie gegen die Berliner. 2008 und 2013 siegten die Eisbären in einer „Best-of-five“-Serie jeweils mit 3:1, 2012 setzten sich die Hauptstädter im Viertelfinale („Best-of-seven“) mit 4:0 durch.
Die Hauptrunden-Ergebnisse der aktuellen Saison sind jedoch sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften gewannen jeweils ihre beiden Heimspiele. Die Haie siegten vor eigenem Publikum mit 6:1 und 4:3, Berlin gewann in der heimischen Halle mit 5:2 und 3:1.
In den vier Duellen fielen im Schnitt über sechs Tore pro Spiel. Da verwundert es wenig, dass sich zahlreiche Spieler beider Mannschaften in die Scorerlisten eintragen konnten. Bei den vier Spielen zwischen Köln und Berlin punkteten auf Haie-Seite 16 Spieler, auf Berliner Seite gar 18.
Auffälligste Kölner Spieler bei den Paarungen gegen den DEL-Rekordmeister waren Dragan Umicevic mit sechs Scorerpunkten (zwei Tore, vier Vorlagen) sowie Patrick Hager mit fünf Punkten (ein Tor, vier Vorlagen). Berlins effektivste Spieler gegen Köln waren Marcel Noebels (drei Tore, eine Vorlage), Petr Pohl (ein Tor, drei Vorlagen) und Constantin Braun (vier Vorlagen) mit je vier Scorerpunkten.
Berlins Topscorer nach der Hauptrunde war Darin Olver mit 46 Punkten in 49 Spielen (14 Tore, 26 Vorlagen). Kölns bester Punktesammler in den 52 Hauptrunden-Spielen war Philip Gogulla mit ebenfalls 46 Punkten (20 Tore, 26 Vorlagen).
Krefeld Pinguine: Euro Hockey Challenge - Kristian Peters-Lach mit DJ Stefan Volland Stadionsprecher beim letzten Test der Nationalmannschaft vor der WM(DEL) Die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kehrt nach Oberhausen zurück: Im Rahmen der Euro Hockey Challenge und als Vorbereitung auf die 2016 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland (6.-22. Mai 2016) wird das Team von Bundestrainer Marco Sturm in der König-Pilsener-ARENA erneut zwei Vorbereitungsspiele austragen. Gegner der deutschen Auswahl ist diesmal WM-Gruppengegner Weißrussland (29./30. April 2016).
Schon jetzt steht fest, dass Pinguine-Stadionsprecher Kristian Peters-Lach mit seinem DJ-Partner Stefan Volland beide Partien begleiten wird. Peters-Lach: „Ich habe mich sehr über diese Anfrage gefreut und direkt zugesagt. Für die Nationalmannschaft zu moderieren ist eine besondere Ehre für Stefan und mich.“ Auch DJ Volland ist begeistert: „Ich hoffe, dass wir einige Zuschauer auch aus Krefeld haben werden. Mein Musikplan steht auch schon grob.“
Das Duo ist seit mehr als zehn Jahren zusammen bei allen Heimspielen der Krefeld Pinguine im KönigPALAST zu hören. Peters-Lach moderiert außerdem regelmäßig weitere Pinguine-Veranstaltungen wie zuletzt das Fan-Hearing, Saisoneröffnungs- oder –abschlussfeiern.
Die Termine:
Fr. 29. April 2016, 20 Uhr: Deutschland vs. Weißrussland
Sa, 30. April 2016, 19:30 Uhr: Deutschland vs. Weißrussland
Tickets ab sofort unter www.deb-online.de, www.koenig-pilsener-arena.de sowie telefonisch unter 0208 82000!
Adler Mannheim verlieren Spiel 3 in Köln(DEL) Mit einer 2:4-Niederlage bei den Kölner Haien sind die Adler in der 1. Playoff-Runde ausgeschieden. Marcel Goc und Jon Rheault trafen für Mannheim, das einen kompakt stehenden Gegner nicht knacken konnte. Jean-Francois Boucher, Patrick Hager und Andreas Falk mit einem Doppelpack waren für die Haie erfolgreich.
Im entscheidenden dritten Spiel gingen beide Mannschaften sehr körperbetont zu Werke. Die erste Chance hatten die Gastgeber. Niki Goc konnte den Schuss von Dragan Umicevic aber gerade noch abblocken (2. Spielminute). Die beste Mannheimer Gelegenheit im ersten Durchgang hatte Sinan Akdag, nachdem er in Unterzahl von Alexander Sulzer zu Fall gebracht wurde (9.). Der zum Verteidiger des Jahres in der DEL gewählte Nationalspieler scheiterte jedoch per Penalty an Gustaf Wesslau. Während Ziffzer seine Vorderleute gegen Nick Latta noch im Spiel hielt (12.), konnte ihn Jean-Francois Boucher etwas später überwinden (18.). Kurz vor dem ersten Seitenwechsel hätten Brandon Yip und Marcel Goc ausgleichen können (beide 19.), fanden aber in Wesslau ihren Meister.
Im Mittelabschnitt legten die Haie nach, Patrick Hager erhöhte (26.). Marcel Goc hielt seinen Schläger in einen Schuss von Jochen Hecht – knapp drüber (30.). Andreas Falk zielte genauer und markierte das 3:0 (37.). Mannheim verabschiedete sich trotzdem noch mit einem Erfolgserlebnis in die Drittelpause: Marcel Goc stocherte die Scheibe im Getümmel über die Linie (39.).
In den letzten 20 Minuten fand das Spiel über weite Strecken im Drittel der Kölner statt. Mannheim drückte, konnte diese Überlegenheit aber nicht in Torchancen ummünzen. Stattdessen konterten die Haie weiterhin brandgefährlich. Youri Ziffzer musste gegen Johannes Salmonsson seine ganze Klasse aufbieten (48. und 51.), beim zweiten Treffer von Falk war der Keeper aber machtlos (54.). Der erneute Anschlusstreffer von Jon Rheault kam zu spät (56.).
Red Bulls München treffen im Viertelfinale auf Straubing - Trainer Don Jackson: "Werden die richtige Menge an Emotion, Energie und Respekt in die Serie nehmen"(DEL) Die Entscheidung ist gefallen. Im Playoff-Viertelfinale (Modus „best-of-seven“) trifft der EHC Red Bull München auf den bayerischen Rivalen aus Straubing. Nachdem die Kölner Haie am Sonntagnachmittag den Deutschen Meister Adler Mannheim in der 1. Playoff-Runde eliminieren konnten, stand automatisch das Team aus Niederbayern als Gegner der Münchener für das Viertelfinale fest. Die Tigers setzten sich in der 1. Playoff-Runde überraschend gegen den letztjährigen Vizemeister ERC Ingolstadt durch. Nach einem 4:3-Erfolg in Ingolstadt ließen die Tigers bereits vergangenen Freitagabend einen 2:1-Sieg in der „best-of-three“-Serie folgen. Das erste Spiel steigt bereits am Dienstag, 15. März, um 19.30 Uhr im heimischen Olympia-Eisstadion.
Pikant an der Konstellation: Der EHC hat als XTIP-Hauptrundensieger alle bisherigen vier Saisonduelle gegen Straubing verloren. Zu Hause unterlag die Jackson-Truppe 2:3 und 0:1, auswärts mussten sich das Team um Kapitän Michael Wolf 2:5 und 1:2 geschlagen geben. Wiedergutmachung ist also angesagt.
Don Jackson erwartet "ein sehr hohes Tempo" in den Partien gegen die Straubing Tigers. "Ich gehe davon aus, sie gehen nach den vier Siegen gegen uns mit viel Selbstvertrauen in die Serie. Wir müssen natürlich besser verteidigen als in der Hauptrunde, aber vor allem müssen wir unsere Torchancen besser nutzen. Das wird die große Herausforderung für uns werden", so der Cheftrainer der Red Bulls weiter. Wie das ganze Team blickt auch Jackson mit Vorfreude auf das anstehende Viertelfinale: "Wir werden die richtige Menge an Emotion, Energie und Respekt in die Serie nehmen."
Nach einem Auf und Ab in der Hauptrunde und einem starken Schlussspurt mit drei Siegen aus den letzten vier Partien der regulären Saison qualifizierten sich die Tigers letztlichh mit Platz neun doch noch für die 1. Playoff-Runde. Los ging die Siegesserie ausgerechnet bei den Red Bulls (1:0), anschließend entführten die Tigers die volle Punktzahl aus Augsburg (2:1) und Mannheim (4:1). Der Erfolg in gegen Vizemeister Ingolstadt in den so genannten Pre-Playoffs gibt vermutlich zusätzlich Selbstvertrauen.
Das Spiel der Tigers steht und fällt mit Schlussmann Matt Climie. Mit zunehmender Saisondauer wurde der Kanadier immer konstanter und zeigte seit dem Jahreswechsel zum Teil überragende Leistungen. In der Verteidigung überzeugen sowohl Maury Edwards in seinem ersten DEL-Jahr sowie auch Dylan Yeo defensiv und offensiv mit neun Toren und 20 Vorlagen bzw. acht Toren und 21 Vorlagen. Damit zählen die beiden Kanadier zu den Top-Verteidigern der Liga. Im Sturm d ragen besonders Steven Zalewski, Michael Connolly und Mike Hedden heraus. Das Trio verzeichnete eine Reihe von Toren, insgesamt sind die Tigers allerdings recht ausgeglichen besetzt. Im Fokus stehen zudem die ehemaligen Münchner Martin Hinterstocker und Sean O’Connor. Besonders O´Connor ist aufgrund seiner Spielweise wie gemacht für die Playoffs.
Rote Teufel Bad Nauheim: 0:4-Heimniederlage im zweiten Playoffspiel gegen Ravensburg - "Kein gutes Spiel heute von uns"(DEL2) Mit 0:4 (0:1, 0:3, 0:0) verlieren die Roten Teufel das zweite Playoff-Viertelfinalspiel und liegen nun in der Serie mit 0:2 hinten. "Es war heute kein gutes Spiel meines Teams. Ravensburg hat defensiv gut gestanden und mit den drei schnellen Gegentoren den Weg früh zum Sieg geebnet. Wenn wir bei 5 gegen 3 das 1:1 schießen, geht vielleicht noch was, aber so fahren wir nun gut vorbereitet am Dienstag nach Ravensburg", so EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.
Bei den Hausherren waren die zuletzt fehlenden Henri Laurila sowie Andreas Pauli wieder mit von der Partie, so dass Joel Johansson als überzähliger Ausländer ebenso zuschauen musste wie Tim May als fünfzehnter Ü23-Spieler. Das Match begann wie das erste Spiel am Freitag: beide Seiten machten Dampf und kamen zu frühen Chancen. Carciola scheiterte in der 2. Minute im Slot, im Gegenzug verfehlte Pauli aus Nahdistanz das Tor von Nemec, so dass beide Goalies frühzeitig voll auf der Höhe waren. Anders als noch in Spiel eins wollten sich die Roten Teufel diesmal aber nicht frühzeitig abkochen lassen und hielten gut gegen das Forechecking der Towerstars. Dennoch gingen die Gäste in Führung, wenn auch in höchst umstrittener doppelter Überzahl, denn mindestens eine Strafe gegen Joel Keussen erhitzte die Gemüter auf den Rängen, so dass die Oberschwaben mehr als 90 Sekunden lang zwei Mann mehr auf dem Eis hatten, nachdem dort bereits Dusan Frosch zwei Minuten absaß. Es war schließlich Carciola, der in der 9. Minute diesen Vorteil ausnutzte, zuvor hielt Rämö bereits sensationell gegen Kapzan. Die Roten Teufel benötigten einige Zeit, um sich von diesem Gegentreffer zu erholen, kamen dann aber um die 15. Minute herum noch einmal stark auf. Nemec hielt jedoch alles, was auf seinen Kasten kam, zumal es keine absolut zwingenden Torchancen waren. Die beste Szene hatte noch Eugen Alanov kurz vor dem Pausenpfiff aus dem Slot heraus, als Nemec schnell die Beinschoner ausfuhr.
Mit Beginn des Mittelabschnitts bekamen die Hausherren ihrerseits die große Chance, in doppelter Überzahl zurück zu schlagen. Man hatte aber den Eindruck, dass die Roten Teufel es zu perfekt machen wollten, so dass die Szene erfolglos verpuffte und somit am Ende der Knackpunkt in dieser Partie war. Denn gerade wieder komplett erkämpfte sich Ravensburgs Smith an der Bande im Bad Nauheimer Drittel das Hartgummi, passte blind in die Mitte, wo Roloff bereit stand und Rämö zum 0:2 überwand. Die Gastgeber schienen wie gelähmt, denn exakt 33 Sekunden später zappelte die Scheibe nach einem Move von Tousignant erneut im Netz: 0:3. Die Roten Teufel waren bemüht, es gab aber so gut wie kein Durchkommen durch die Ravensburger Abwehrreihen. Die Towerstars benötigten nur eine weitere gute Szene nach einem überfallartigen Angriff, als erneut Tousignant zum vorentscheidenden 0:4 traf (29.). Die Gäste verlagerten sich nun auf die Defensive und ließen die Hausherren immer wieder erfolglos anrennen, was physische wie auc h mentale Kraft kostete, denn man erspielte sich so gut wie keine erfolgsversprechenden Torszenen.
Im letzten Abschnitt verwalteten die Oberschwaben das Resultat souverän, auch wenn den Hessen das Bemühen nicht abzusprechen war. Wie auch in den ersten beiden Dritteln zuvor entwickelten die Roten Teufel aber keine Durchschlagskraft, so dass es am Ende beim 0:4 blieb. "Wir haben ein gutes Auswärtsspiel absolviert und sind durch ein Powerplay mit 1:0 in Front gegangen. Danach hatten wir den Blick aber nicht nach hinten, so dass Bad Nauheim mit den lauten Fans im Rücken dran war am Ausgleich. Noch ist nichts gelaufen, wir brauchen vier Siege zum Weiterkommen", so Towerstars-Coach Danny Naud nach dem Schlusspfiff.
Bereits am kommenden Dienstag, den 15.03.2016 um 20.00 Uhr geht es in Ravensburg mit Spiel vier weiter, das nächste Heimspiel bestreiten die Roten Teufel am kommenden Freitag, den 18.03.2016 um 19.30 Uhr gegen die Towerstars.
Playoff-Viertelfinale: Dresdner Eislöwen gewinnen mit 5:3(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das zweite Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 5:3 (0:1; 1:0; 4:2) gewonnen.
3022 Zuschauer erlebten in der Dresdner EnergieVerbund Arena eine abwechslungsreiche Partie, die mit einem strammen Schuss von Marius Garten begann. Doch Bremerhavens Goalie Gerald Kuhn war - wie wenig später auch beim Versuch von Sebastian Zauner - zur Stelle. In Unterzahl wählte Steven Rupprich gleich zwei Mal einen zu spitzen Winkel, um Kuhn zu überwinden. Dresden unterstrich die Offensiv-Bemühungen mit einer weiteren Großchance von Teemu Rinkinen, der vor dem Tor den Puck nicht richtig traf und auch Harrison Reed zielte nur an die Latte. Feodor Boiarchinov hingegen lenkte den Puck an den Pfosten. Auf der Gegenseite verzog Tim Miller vor dem leeren Tor (8.) aus bester Position. Eislöwen-Verteidiger Kai Wissmann musste nach neun Minuten vorzeitig vom Eis, als der Referee nach einer Situation gegen Thomas Zuravlev auf Check von hinten und Matchstrafe entschied. Michael Endraß saß die Fünf-Minuten-Strafe ab. Als wäre das nicht bitter genug, mussten auch noch Pat Baum und Jeffrey Szwez für jeweils zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Doch Gabe Guentzel und Marian Dejdar konnten Dresdens Goalie Brett Jaeger zunächst nicht überwinden. 15 Sekunden vor dem Ablauf der ersten Strafe brachte Pawel Dronia den Puck jedoch im Tor von Jaeger unter, der durch verdeckte Sicht keine Chance hatte (13.). Die Eislöwen benötigten zunächst einen Moment, um wieder ins Spiel zu finden, kamen aber durch Marius Garten und Mark Cullen zu guten Gelegenheiten. Auch Reeds Schuss konnte von Kuhn nur mit der Matte abgewehrt werden.
Das zweite Drittel startete mit einem Versuch von Dronia. Auf der Gegenseite war Goalie Kuhn bei einem Schuss von Pat Baum von der blauen Linie gefragt. Die Partie wogte hin und her: Marian Dejdar konnte seine Gelegenheit ebenso wie Jeffrey Szwez in Überzahl nicht nutzen. Ein Eigentor der Gäste, offiziell Petr Macholda angerechnet, der in Überzahl von der blauen Linie die Vorlage gab, führte zum verdienten Ausgleich in der 29. Minute. Infolge kochte die Stimmung immer mehr hoch, ehe das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden musste, da Hauptschiedsrichter Simon Aicher von einem Bremerhavener Schlagschuss getroffen und vom Eis getragen werden musste (35.). Gute Besserung an dieser Stelle! Nach Fortsetzung der Partie verzeichnete Vladislav Filin die Chance zur erstmaligen Führung, doch Gerald Kuhn bekam den Fuß noch an den Puck.
Die Eislöwen machten zum Beginn des Schlussdrittels deutlich, dass sie sich den Sieg sichern wollen. Das Team von Cheftrainer Bill Stewart war stärker am Drücker, als Bremerhaven zu einer hochkarätigen Möglichkeit kam, diese durch Bombis aber nicht nutzen konnte. Nach Vorlage von Dominik Grafenthin war es Steven Rupprich, der die Gastgeber in Führung bringen konnte (43.). Andrej Teljukin aus der Distanz sowie Gabe Guentzel im Powerplay vergaben ihre Chancen für Bremerhaven noch, doch Cody Lampl (49.) hämmerte den Puck zum Ausgleich unter die Latte. David Stieler legte nach und drehte die Partie zugunsten der Bremerhavener (50.). Doch damit noch nicht genug: Ein mustergültiger Spielzug von Dresdens erster Reihe führte über David Rodman zum 3:3-Ausgleich durch Filin, der zentral vor dem Tor lauerte (52.). Während Grafenthin das Tor im Powerplay wenig später verfehlte, markierte Marius Garten das 4:3 (58.). Per Empty Net-Treffer machte Filin in der Schlussminute den 5:3-Erfolg der Eislöwen perfekt.
„Wir haben heute über weite Strecken nicht gut gestanden. Unser Ziel war es, Dresdens Offensive nicht zum Zug kommen zu lassen und körperlich präsenter zu agieren. Nach unserer Führung im letzten Drittel haben wir aber den Zugriff auf das Spiel verloren. Dresden hat diese Situation eiskalt ausgenutzt, verdient gewonnen und in der Serie den Ausgleich erzielt. Wir müssen das Spiel heute schnell aus den Köpfen bekommen und uns auf Dienstag konzentrieren“, sagt Bremerhavens Coach Thomas Popiesch.
„Beide Teams haben heute sehr hart agiert, sich nichts geschenkt. Entscheidend war am heutigen Tag unsere Schnelligkeit und unser Umgang mit dem Puck. Im ersten Drittel waren wir nicht diszipliniert genug. Wir haben zu viel Zeit auf der Strafbank verbracht. Jetzt müssen wir dranbleiben und nachlegen. Am Dienstag geht es wieder von vorn los. Wir müssen fokussiert bleiben. Nur darum geht es in den Playoffs“, sagt Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart.
Das dritte Spiel der „Best-of-seven“-Serie bestreiten die Dresdner Eislöwen am Dienstag, 15. März um 20 Uhr bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Das Spiel wird von SpradeTV live übertragen und in der Freiberger Auszeit gezeigt. Die Sportsbar öffnet am Dienstag ab 17 Uhr.
Spiel 3 am Dienstag in Bremerhaven / Wissmann gesperrt
Fortsetzung des Playoff-Marathons: Schon am Dienstagabend (20 Uhr) sind die Dresdner Eislöwen im Playoff-Viertelfinale erneut in Bremerhaven gefragt. Bereits am Montagnachmittag trat die Mannschaft von Cheftrainer Bill Stewart die Reise an die Küste an. Verzichten müssen die Blau-Weißen auf den Einsatz von Verteidiger Kai Wissmann, der am Sonntag mit einer Matchstrafe belegt wurde und ein Spiel aussetzen muss.
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: „Es ist die schönste Zeit im Jahr. Da wollen wir über Strapazen und kurze Regenerationszeiten gar nicht reden. Wir haben die Möglichkeit, schon am Montag anzureisen und uns so ideal vorzubereiten. In der Serie steht es unentschieden, aber uns ist mit dem Sieg am Sonntag besonders aus mentaler Sicht ein wichtiger Erfolg gelungen, von dem wir am Dienstag profitieren wollen.“
René Kramer: „Das Spiel am Sonntag war sehr hart und der Start schwer. Wir haben gleich am Anfang viele Strafen bekommen, aber in Unterzahl gut gespielt. Dass wir diese Situationen überstanden haben, war wichtig für den Spielverlauf. Auch im letzten Drittel haben wir zurückgelegen, sind aber erneut zurückgekommen und haben am Ende gewonnen. Das zeigt den Charakter unserer Mannschaft. Wir haben jetzt einen psychologischen Vorteil und gehen mit einem sehr guten Gefühl in das dritte Spiel.“
Dominik Grafenthin: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben uns dann aber selbst in Schwierigkeiten gebracht, weil wir viele Strafen genommen haben. Ich denke, im 5-gegen-5 waren wir besser, weil wir aggressiver und härter agiert haben. Der Erfolg hat uns gut getan und uns bestätigt, denn wir hätten auch die Partie in Bremerhaven schon für uns entscheiden können.“
Mirko Sacher: „Wir nehmen aus dem zweiten Spiel vor allem viel Selbstvertrauen mit. Gerade in Unterzahl haben wir bewiesen, dass wir in allen Situationen gegenhalten können. Auch im ersten Spiel hatten wir schon gezeigt, dass wir Bremerhaven an die Grenze bringen können. Wenn wir so weiter spielen, ist alles möglich.“
Das dritte Spiel des Playoff-Viertelfinales gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven findet am Dienstag, 15. März um 20 Uhr in der Eisarena Bremerhaven statt. Geleitet wird die Partie von Sirko Hunnius und Göran Noeller. Die Freiberger Auszeit zeigt das von SpradeTV übertragene Spiel live und öffnet ab 17 Uhr ihre Türen.
Spiel 2 geht an den EHC Freiburg - ESV Kaufbeuren verliert sein erstes Playdown-Auswärtsspiel in Freiburg mit 3:0(DEL2) Auch das zweite Spiel der Playdown-Serie zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem EHC Freiburg konnte das Heimteam für sich entscheiden, die Breisgauer siegten am Sonntagabend 3:0 gegen die Joker. Trainer Krinner konnte dabei auf denselben Kader wie am Freitag zurückgreifen, im Vergleich zum Heimspiel rückte Heider in den Sturm, sodass mit vier Reihen agiert werden konnte.
Beide Teams kamen zunächst gleichermaßen gut in die Begegnung, Herm auf Seiten der Hausherren hatte in der 3. Minute die erste große Chance, scheiterte jedoch an Vajs. Nach elf Minuten tauchten die Kaufbeurer erstmals richtig gefährlich vor Boutin auf, Burnell traf aber nur den Pfosten. In der 14. Minute jubelten die Freiburger zum ersten Mal, nach einem gewonnenen Bully schaltete Haluza am schnellsten und überwand Vajs im langen Eck. Quasi im Gegenzug hatten Schmidpeter und Pfaffengut mit einer 2 auf 1 Situation die richtige Antwort parat, ersterer traf aber aus kurzer Distanz nur den Schoner des starken Boutin im Tor der Wölfe.
Der Mittelabschnitt begann denkbar schlecht für den ESVK, denn in der 22. Minute erhöhte erneut Haluza auf 2:0 und auch in der Folge hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und die klareren Chancen, wobei unter anderem eine 3 auf 1 Situation vergeben wurde. In der 29. Minute hatten erst Thomas, kurz darauf Bergmann den Anschlusstreffer auf dem Schläger, doch auch hier blieb Boutin der Sieger. Sechs Minuten später - Kaufbeuren agierte in Überzahl - wurde Oppolzer im Slot freigespielt, doch auch dieser fand mit einem Schlenzer seinen Meister in Boutin. Gegen Ende des zweiten Drittels hatten dann die Freiburger wieder mehr vom Spiel, fanden in dieser Phase allerdings keinen Weg vorbei am ebenfalls starken Vajs.
Die erste gute Gelegenheit im Schlussabschnitt hatte Schütz, der drei Verteidiger stehen ließ und im Abschluss die Querlatte traf. In der Folge konnten die Joker keinen rechten Druck entwickeln und so kamen die Freiburger zu einigen Gelegenheiten, den Sack zuzumachen, doch spätestens bei Vajs war Endstation. Sechs Minuten vor dem Ende musste ein Freiburger auf die Strafbank, was der ESV zum Anlass nahm, die Schlussoffensive einzuläuten. Die beste Möglichkeit auf den Anschlusstreffer hatte Bergmann, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, doch wieder brachte Boutin seinen Schoner an die Scheibe. Als die Kaufbeurer in der Schlussminute die letzte Option zogen und Vajs vom Eis nahmen, traf Bräuner ins leere Tor zum 3:0-Endstand.
In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich ESVK-Coach Krinner trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Man habe ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert, sich genug Chancen erarbeitet und ein gutes Unterzahlspiel gezeigt. Auch die Einstellung und der Kampfgeist der Mannschaft haben Krinner gefallen.
Das dritte Spiel der Serie steigt am kommenden Dienstag um 19:30 Uhr in der SparkassenArena. Tickets für dieses Spiel können bereits am morgigen Montag zu folgenden Zeiten in der Geschäftsstelle des ESVK erworben werden: 9:00 - 12:00 Uhr, 15:00 - 17:00 Uhr und 19:00 - 21:00 Uhr.
(OLS) Was für eine Antwort: Nach der 1:3-Niederlage im Auftaktspiel der Play-offs am Freitag fegten die Tölzer Löwen am Sonntagabend vor über 2000 Zuschauern den EC Peiting mit 8:2 (2:0, 2:1, 4:1) vom Eis.
Von Anfang an war klar, dass es hier um viel geht. Die Teams schenkten sich nichts, jeder Check wurde zu Ende gefahren und das ein oder andere Mal die Fäuste ausgefahren. Die Tölzer Löwen machten klar, dass sie die Serie unbedingt ausgleichen wollten. In der achten Minute, als Tom Kimmel auf der Strafbank saß, blockte Florian Strobl einen Peitinger Schuss und fuhr einen Konter. Eiskalt verwandelte er zur Führung. „Eine starke Aktion“, kommentierte Löwen-Coach Axel Kammerer. In doppelter Überzahl stocherte Johannes Sedlmayr den Puck zum 2:0 (15.) über die Linie.
Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts kam Peiting heran. Ebenfalls mit zwei Mann mehr auf dem Eis markierte Brad Miller den Anschlusstreffer (23.). „Wir hatten Chancen auf den Ausgleich“, sagte Peitings Coach John Sicinski nach der Partie. Stattdessen aber fiel das nächste Tor für die Löwen: Strobl kam von der Strafbank, passte auf Maxi Kammerer, der wiederum Sedlmayr bediente: 3:1 (25.). „Das war das entscheidende Tor“, sagte Axel Kammerer. Sicinski sah den Knackpunkt in der Matchstrafe gegen Andreas Feuerecker wegen Stockstichs (33.). „Da hatten wir noch Glück, dass wir nur ein Gegentor kassiert haben.“ Thomas Schenkel war der Torschütze (36.).
Im Schlussabschnitt schraubten die Löwen den Spielstand bei nur noch einem Gegentreffer in die Höhe: Klaus Kathan nach schönem Zusammenspiel mit Sedlmayr und Kammerer (49.), Kammerer (51.), Schenkel (53.) und Christoph Fischhaber (54.) spielten den höchsten Saisonsieg der Tölzer Löwen heraus.
Axel Kammerer wollte das Ergebnis allerdings nicht zu hoch bewerten. „Es steht erst 1:1 in der Serie. Das sind enge, harte Spiele. Am Dienstag geht es in Peiting weiter. Ich freu’ mich drauf.“ Spielbeginn in Peiting ist um 20 Uhr.
Am Freitag, 18. März, findet Spiel vier der Play-off-Serie in der Hacker-Pschorr Arena statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Bayreuth Tigers nahe am perfekten Auswärtsspiel(OLS) Mit einem Blitzstart zog der Vizemeister den Hausherren schon früh nochmals einen Zahn der Gegenwehr, die sie sich nach der klaren Auftaktniederlage vom Freitag sicher vorgenommen hatten. Geigenmüller traf schon nach nicht einmal 90 Sekunden per Nachschuss aus spitzem Winkel und als kurz später Thielsch den Schläger erfolgreich in einen Kasten-Schuss zum 0-2 hielt, sah sich DSC-Trainer Zessack genötigt seine Auszeit extrem früh zu nehmen. Der Versuch sein Team aufzurütteln misslang aber, denn das frühe, tiefe forechecking der Tigers schmeckte ihnen sichtlich überhaupt nicht. Die Gelb-schwarzen gönnten den Niederbayern kaum Luft zum atmen, störten effektiv ihren Spielaufbau schon im Ansatz und erhöhten durch einen unhaltbaren Busch Treffer, sowie dem unwiderstehlichen Solo vom glänzend aufgelegten Kolupaylo bis zum völlig verdienten 0-4 Pausenstand.
Mit dem 0-5 durch Reiter, der eine Einzelaktion übers ganze Spielfeld gegen den eingewechselten Filimonow verwertete, war die Partie dann früh im zweiten Abschnitt vorentschieden. Sogar der verwandelte Penalty von Hubacek, nachdem Sevo einen Schläger unerlaubt gegen den Puck gekickt hatte, brachte nur ein kurzes Strohfeuer der Deggendorfer. Spätestens mit den Treffern vom klasse frei gespielten Kolozvary und einen Alleingang von Kolupaylo, der Filimonow frech auszockte, war die „glimmende Glut“ endgültig erloschen
Im Schlussdrittel nahm man verständlicherweise einen Gang heraus, behielt aber alles jederzeit unter Kontrolle. Coach Waßmiller verteilte die Eiszeiten quer durch den ganzen Kader und ließ auch Back-up Hartung Play-off-Luft schnuppern. Zwar gelang Koma mit einem Fernschuss eine Ergebniskosmetik, aber den Schlusspunkt setzten nochmals die haushoch überlegenen Tigers. Der pfeilschnelle Kolupaylo zog noch einen rasanten Sprint an und verwandelte sein Break trocken zum Endstand.
Phasenweise war das eine Eishockeydemonstration des EHC gegen müde aber auch völlig chancenlose Niederbayern. Läuferisch wieder ein Klassenunterschied, aber auch fokussiert erfüllte jeder seine Aufgaben für diese tolle Mannschaftsleistung, die die Tür zur die nächste Play-off für die Wagnerstädter nun weit aufgestoßen hat. Von den gut 150 mitgereisten, stimmungsvoll mitgehenden Tigersfans wurde das Team verdientermaßen gefeiert und kann nun Dienstag im heimischen Tigerkäfig schon alles klar machen,
Deggendorfer SC mit Heimdebakel gegen Bayreuth(OLS) Der Deggendorfer SC erlebte im zweiten Playoffspiel
gegen die Bayreuth Tigers ein wahres Debakel. Mit 2:8 mussten sich die
Zessack-Schützlinge vor gut 1000 Fans in der Deggendorfer
Eissporthalle geschlagen geben und dem DSC-Team droht damit ein frühes
Ausscheiden aus den Playoffs.
Von Anfang an wirkte das Deggendorfer Team saft- und kraftlos. Die
Bayreuther Angreifer spielten mit der Deggendorfer Verteidigung
teilweise Katz und Maus und konnten sich im ersten Abschnitt bereits
eine komfortable 0:4 Führung herausspielen. Zum zweiten Drittel durfte
dann Daniel Filimonow im Kasten der Hausherren ran. Dennoch lief es
nicht besser, sodass es nach zwei Dritteln bereits 1:7 aus Sicht des
DSC stand. Radek Hubacek verkürzte mit einem Penaltytreffer zum
zwischenzeitlichen 1:5. Im Schlussabschnitt trafen dann beide Teams
noch einmal, woraus sich ein Endstand von 2:8 Endstand ergibt.
Nach dem Spiel gab DSC-Coach Christian Zessack zu, dass man nun den
vielen Verletzungen und dem damit verbundenen kleinen Kader über die
komplette Saison hinweg, Tribut zollen musste und man einfach keine
Kraft mehr hat.
Somit liegt der DSC in der Playoffserie mit 0:2 zurück und die Tigers
können am kommenden Dienstag bereits den Sack zumachen, denn dann
findet um 20 Uhr das dritte Spiel der Serie statt.
EV Regensburg kassiert in Weiden den Serienausgleich(OLS) Defensiv kompakt stehende Weidener schaffen den Ausgleich gegen den EV Regensburg und schicken die Domstädter mit einem 3:0 nach Hause. Vor 2.560 Zuschauern taten sich die Gäste erneut schwer.
Auf dem Personalsektor änderte sich bei beiden Mannschaften je eine Personalie. Beim EVR fehlte zusätzlich zum verletzten Tomas Gulda noch Lukas Heger, der krank das Bett hüten müsste. Bei den Hausherren war diesmal Lubomir Vaskovic der zweite Kontingentakteur neben Tomas Divisek, da Jacob Laliberte mit einem Magen-Darm-Infekt zu geschwächt war.
Die mitgereisten Regensburger Fans wollten dafür sorgen, dass ihr Team den zweiten Sieg in der Serie einfährt. Dass dieses Unterfangen aber alles andere als leicht wird, sollte nach dem gestrigen Abend nun endgültig klar sein. Die Gäste aus der Domstadt zeigten sich im Vergleich zum Donnerstagabend leicht verbessert und fanden wieder zurück zu ihrem Kombinationsspiel. Auch die Laufwege funktionierten besser, jedoch fehlte vor dem Tor die letzte Konsequenz. Der EV Weiden brachte immer wieder einen Schläger oder irgendein Körperteil in die Regensburger Schüsse, sodass Fabian Hönkhaus meist dankbare Scheiben auf seinen Kasten bekam. Sinnbildlich war dann auch, dass in der 11. Spielminute die erste richtige EVW-Torchance sofort den Weg in die Maschen fand. Philipp Siller brachte die Scheibe hinter das von Cody Brenner gehütete Tor und von der Bande prallte diese scharf in den Slot, in dem Lubomir Vaskovic mit einem Gewaltschuss zum 1:0 bereit stand. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause.
Doug Irwin versuchte sein Team wach zu rütteln und zum Ausgleich zu coachen, doch es war wie verhext. Weiterhin hatte der EVR viel Scheibenbesitz, aber Weiden war immer wieder durch schnelle Angriffe brandgefährlich und gab vor ausverkauftem Haus alles, was möglich war. Es fehlte bei Regensburg einfach die zündende Idee und wenn die Gäste dann doch mal durch waren, konnte der diesmal glänzend aufgelegte Fabian Hönkhaus die Schüsse entschärfen. Somit neutralisierten sich die beiden Kontrahenten weitestgehend, auch wenn einige Strafen von Hauptschiedsrichter Jens Steinecke aufgrund der zunehmenden Intensität ausgesprochen wurden.
In den letzten zwanzig Minuten versuchte Regensburg nochmal alles und suchte sein Heil in der Offensive. Weiden kam nur noch zu Entlastungsangriffen, die allerdings weiterhin sehr gefährlich waren, vor Regensburgs Keeper Brenner. Die größte Gelegenheit vergab Nikola Gajovsky in der 47. Spielminute, als er mit seinem Solo an EVW-Torhüter Hönkhaus hängen blieb. Als dann eine vermeidbare Strafe in der 50. Spielminute gegen die Gäste ausgesprochen wurde, machte Weiden den Deckel auf die Partie. Stefan Ortolf traf präzise und gekonnt zum 2:0 in Überzahl in den Winkel (51.). Zwar wollten sich die EVR-Akteure nicht aufgeben und versuchten weiterhin die Scheibe ins Tor zu bringen, doch am Sonntagabend war es wie verhext. In Minute 59 reagierte Doug Irwin final und zog seine Auszeit. Cody Brenner verließ außerdem sein Gehäuse zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Diese Maßnahme fruchtete aber nicht mehr, denn Jakub Wiecki besorgte in der 60. Spielminute mit seinem Treffer ins leere Gästetor den 3:0-Endstand.
Somit wurde aus einer best of five-Serie nun eine best of three-Serie, die am Mittwoch ihre Fortsetzung findet. Vor heimischer Kulisse benötigen die Regensburger Kufencracks zahlreiche Unterstützung, um zurück zu ihrem gewohnt starken Eishockey zu finden. Es wurde eindrucksvoll bewiesen, dass in den Playoffs eine Platzierung nach der Hauptrunde meist nur für das Heimrecht aussagekräftig ist, für den Rest aber nicht. Karten gibt es online unter www.reservix.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Anpfiff ist um 20:00 Uhr.
Selber Wölfe belohnen sich für erneut starken Auftritt gegen den EVL nicht(OLS) Der EV Landshut geht in der Playoff-Serie mit 2:0 in Führung. Die Wölfe machen es den Gästen aber nicht leicht und hätten den Sieg in der heimischen Netzsch-Arena mehr als verdient gehabt. Die knapp 2.300 Zuschauer sehen ein spannendes, hartes und auf hohem spielerischen Niveau geführtes Playoff-Spiel, welches bis zur Schlussminute auf Messers Schneide stand. Mit einer ähnlichen Leistung sind die Wölfe am Dienstag in Landshut keinesfalls chancenlos und könnten sich mit einem Auswärtssieg mindestens ein weiteres Heimspiel erkämpfen.
Landshut nutzt wenige Chancen eiskalt aus
Gleich zu Spielbeginn übte die nominell dritte Selber Reihe Druck auf die Landshuter aus und zeigte den Niederbayern, dass die Wölfe heute unbedingt die Serie ausgleichen wollten. Landshut ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und hatte in der zweiten Spielminute die erste große Torchance des Spiels, als man sich bei aggressivem Forechecking die Scheibe erobern konnte. Suvelo war aber auf dem Posten. Die erste Strafzeit im Spiel zog Landshut, nachdem wiederum die Reihe um Hördler, Pauker und Moosberger für Gefahr vor dem Landshuter Tor gesorgt hatte. Das fällige Überzahlspiel brachte leider nichts Zählbares für den VER. In der achten Minute hämmerte Hördler den Puck ans Lattenkreuz. Hier wäre der wiederum sehr gut aufgelegte Kristian im Landshuter Tor machtlos gewesen. Im Gegenangriff machten es die Niederbayern besser. Jarret fälschte einen Draxinger-Schuss unhaltbar für Suvelo ab. Sicherlich kein Tor für die Galerie, aber effektiv. Als Abstreiter auf Landshuter Seite für einen Check gegen den Kopf die Strafbank drückte, fanden die Gastgeber endlich richtig gut ins Überzahlspiel – aber die Abschlüsse, unter anderem von Piwowarczyk, Geisberger und Pauker, fanden den Weg nicht ins Tor. In der 16. Minute zeigte Cody Thornton dann seine Klasse: In einer Kontersituation konnte er alleine auf das Selber Tor zulaufen und ließ sich nicht zweimal bitten. So stand es 0:2, weil die Niederbayern ihre wenigen Chancen einfach konsequent ausnutzten.
Selb dreht auf und Hördler bricht den Bann
Wütend kamen die Wölfe nach der ersten Drittelpause aus der Kabine und kauften den Gästen in einigen Szenen tatsächlich den Schneid ab. Selb jetzt klar die tonangebende Mannschaft, man konnte sich immer wieder im Angriffsdrittel festsetzen, wartete aber immer noch auf den Anschlusstreffer. Wenn sich Landshut Entlastung schaffte, waren diese Angriffe immer wieder brandgefährlich, doch auch die Selber Abwehr um Torhüter Suvelo hielt in dieser Phase stand. In der 27. Spielminute konnte der nimmermüde rackernde Hördler endlich den Bann brechen und den Anschluss vorbei an Kristian erzielen. Die Netzsch-Arena stand spätestens jetzt Kopf und die Zuschauer peitschten die Heimmannschaft frenetisch nach vorne. Die Gäste wurden zusehends nervöser, ließen in diesem Spielabschnitt aber keinen weiteren Treffer mehr zu.
Selb drückt und kämpft
Auch im Schlussdrittel kämpften die Wölfe von Beginn an um den Ausgleich. Die Selber waren absolut auf Augenhöhe mit dem favorisierten Gast. Hördler, Meier und Maaßen hatten allesamt den Ausgleich auf dem Schläger, zogen aber entweder knapp vorbei oder fanden in Kristian ihren Meister. In der 47. Minute wurden Maaßen – ungeahndet vom Schiedsrichtergespann – die Füße weggezogen. Die daraus resultierende Kontergelegenheit entschärfte Suvelo jedoch mit stoischer Ruhe. Mitte des letzten Drittels kochte die Netzsch-Arena förmlich. Angesteckt von einer couragierten Leistung ihrer Mannschaft machten die „Wölfe-Anhänger“ Stimmung ohne Ende. Die Chancen der Gastgeber häuften sich nun, doch niemandem gelang der ersehnte Ausgleichstreffer. Nun rannte den Selbern langsam die Zeit davon. Landshut verteidigte geschickt, auch wenn Selb den spritzigeren Eindruck machte. Große Aufregung dann nochmal in der Schlussminute: Selb hatte bereits den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen, da wurde einer der Selber Angreifer durch einen klaren Crosscheck niedergestreckt. Der Schiedsrichter wollte aber scheinbar nicht mehr ins Spiel eingreifen und verwehrte den Selbern den fälligen Strafzeitpfiff. In der letzten Spielsekunde gelang den Landshutern dann noch der Treffer ins verwaiste VER-Tor.
Spiel 3 der Serie Landshut gegen Selb steigt am kommenden Dienstag in Landshut.
(Spielbeginn: 19:30 Uhr)
(OLN) Am Sonntagabend sicherte sich der HEV durch eine starke Leistung vor heimischem Publikum mit einem 5:2 Sieg gegen die Saale Bulls Halle ein zweites Heimspiel am Gysenberg. Vor 1647 Fans und einer atemberaubenden Kulisse waren es dieses Mal die Special Teams, die den Unterschied ausgemacht und so das Spiel entschieden haben. Trotz der starken Leistung und des souveränen Sieges bleibt ein kleiner Wehrmutstropfen zurück, da Verteidiger Michel Ackers im letzten Drittel nach einem Ellbogencheck ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Das Spiel begann nach einer großartigen Choreographie der HEV-Fans ohne langes Abtasten beider Teams direkt mit viel Geschwindigkeit und hoher Intensität. Nach einigen Chancen auf beiden Seiten, die jedoch nichts einbrachten, war es Stephan Kreuzmann, der nach 12 Minuten die richtige Antwort auf die Niederlage von vergangenem Freitag geben konnte. Der Kapitän nutzte eine Überzahl seines Teams, indem er drei Gegner stehen ließ und den Puck im Tor von Sebastian Albrecht zum 1:0 unterbringen konnte. Noch bevor der Jubel auf den Rängen verstummen konnte, erhöhte Sören Hauptig keine 30 Sekunden später zum 2:0 und zeigte so, dass das Team von Trainer Frank Petrozza in den anstehenden Playoff-Spielen noch einiges vorhat. Für eine vermeintliche Vorentscheidung sorgte kurz vor Ende des ersten Drittels dann ein überragender Hugo Turcotte, der den Vorsprung des Herner EV vor der Pause durch eine schöne Einzelleistung auf drei Treffer erhöhen konnte. Doch wer dachte, dass damit das Spiel bereits entschieden sei, unterschätzte die Qualität der Saale Bulls.
Im zweiten Drittel brauchten die Hallense nur fünf Minuten, um die Abwehr von in die Defensive gedrängten Hernern zu überwinden und so erzielte Danny Albrecht in der 25. Minute das 3:1 nach einem sehenswerten Solo. Nur drei Minuten später war der deutliche Vorsprung aus dem ersten Drittel dahin, als Matt Abercrombie den 3:2 Anschlusstreffer für die Gäste erzielen konnte. Viele Anhänger des HEV befürchteten daraufhin das Schlimmste, als Referee Eugen Schmidt in der 28. Minute sowohl Aaron McLeod, als auch den zur Verstärkung spielenden Förderlizenzspieler Denis Shevyrin für zwei Minuten auf die Strafbank schickte. Es folgte eine doppelte Unterzahl, die HEV-Coach Frank Petrozza im Anschluss an das Spiel als Knackpunkt bezeichnen sollte. Denn mit drei verbleibenden Spielern auf dem Eis und einem ganz starken Michel Weidekamp im Rücken, den der Trainer als besten Unterzahlspieler auszeichnete, überstanden die Herner durch eine aufopferungsvolle Leistung die gefährliche Situation. Mehr noch, war es doch wieder Hugo Turcotte, der in der 38. Minute den Vorsprung wieder auf zwei Tore ausbauen konnte und so ging es für die Jungs vom Gysenberg mit 4:2 in die letzte Pause.
Das letzte Drittel war anfangs geprägt von vielen hart geführten Zweikämpfen, die in der 47. Minute in einem Ellbogencheck des Hallensers Marco Habermann gegen den Verteidiger des HEV, Michel Ackers gipfelten. Ein sichtlich benommener Ackers musste daraufhin vom Eis begleitet werden und sorgte dann auf der Bank für einen Schockmoment, als er kurzzeitig das Bewusstsein verlor und von Notärzten mit einem Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus abtransportiert werden musste. Der Einsatz von Michel Ackers für die kommende Partie ist trotz seiner bereits erfolgten Entlassung jedoch mehr als fraglich. Die daraufhin entstehende Überzahlsituation wusste dann abermals Hugo Turcotte zu nutzen und netzte den Puck unter großem Applaus zum 5:2 Endstand in das Tor der Saale Bulls ein. Eine Sekunde vor Ende der Partie kam es dann nochmal zu heller Aufregung, als Stürmer Tim Raspers sich durch Stockschlag eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einhandelte und somit im nächsten Match fehlen wird.
So geht es dann also für den Herner EV bereits morgen Abend um 19 Uhr in das dritte Playoff-Spiel im Sparkassen Eisdome in Halle mit einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils einem Sieg. Am Freitag könnte dann am Gysenberg um 20 Uhr die Entscheidung um das Weiterkommen des HEV vor heimischem Publikum fallen.
(OLN) Stille. Dort, wo zwei Stunden zuvor noch ohrenbetäubender Lärm war. Enttäuschung. Und auch ein wenig Ratlosigkeit. Was war passiert? So wirklich glauben konnten das eigentlich weder Fans noch Spieler, was sie da gerade erlebt hatten: Mit dem ersten Wechsel, noch keine Minute war gespielt, hatte Brian Gibbons seinen EHC Neuwied im zweiten Play-off-Spiel gegen die Hannover Indians in Führung gebracht. Die Halle tobte. Doch in den Play-offs geht es darum, zur rechten Zeit das Momentum zu nutzen. Und dieses kam wohl zu früh. Am Ende verloren die Bären zwar mit 2:4 das Spiel, aber noch nicht die Serie. „Der dritte Sieg ist immer der schwerste“, sagte EHC-Trainer Craig Streu. An einem Abend, der so laut begann, und so still endete.
Josh Myers, Dennis Schlicht und Tobias Paus gesperrt, Max Spöttel und Dominik Lascheit für Bad Nauheim im Einsatz, Dima Butasch und Maurice Keil in Mannheim gebunden – die Bären mussten, nach dem Spiel am Freitag in Hannover (durchaus auch selbst verschuldet) beim ersten Play-off-Heimspiel der Serie personell improvisieren. Dass Myers seiner Sturmreihe fehlte, war unübersehbar – zu Beginn jedoch noch kein Faktor, weil Kapitän Gibbons ein Solo sehenswert an Boris Ackers vorbei zur frühen Führung nutze (1.). Und auch in der Folge machte der Indians-Keeper nicht den sichersten Eindruck: Kaum eine Scheibe konnte Ackers festhalten, ließ viel abprallen – doch dort, wo die Scheibe hinfiel, stand nie ein Neuwieder. Und so kann auch ein Keeper zum Matchwinner werden, der zwar nicht den stabilsten Eindruck machte, aber bei dem der Zweck die Mittel heiligte: Denn, das ist nun einmal Fakt: Man muss Scheiben nicht festhalten, um Gegentore zu verhindern.
Auf der Gegenseite schlugen die Indians mit der Powerplay-Keule gnadenlos zu. Bis dahin kaum im Spiel nutzte Hannover die erste von nur vier Überzahlsituationen im gesamten Spiel zum 1:1 durch Andre Gerartz (13.). Danach wurde es gleich doppelt bitter: Zunächst setzte Gibbons einen satten Schuss erst an den rechten, dann an den linken Innenpfosten – und von dort eben nicht hinter die Linie. Und dann machte Hannover wie schon in Hannover einen glücklichen Treffer zum 2:1. Aus fünf, sechs Metern zog Lukas Valasek ab und schickte EHC-Keeper Björn Linda damit in den Scheiben-Abwehr-Modus. Doch der Puck wurde von einem Schlittschuh so unglücklich abgefälscht, dass er als Bogenlampe über den Neuwieder Keeper in die Maschen flog. Der versuchte zwar noch, mit der Fanghand an die Scheibe zu kommen – jedoch ohne Erfolg. Wer solche Tore schießt, der gewinnt am Ende Play-off-Spiele.
Dass die Indians in Neuwied tatsächlich den zweiten Sieg im zweiten Spiel einfuhren, hatten sie aber vor allem auch der gnadenlosen Effektivität im Überzahlspiel zu verdanken. Schiedsrichter Benjamin Hoppe leitete die Partie wunderbar unaufgeregt und griff nur dann ein, wenn es wirklich notwendig war – auf beiden Seiten verteilte er überschaubare 12 Strafminuten. Das machte unterm Strich vier Powerplay-Situationen für beide Teams. Hannover machte daraus drei Tore, Neuwied keins. Ein bei Fünf-gegen-Fünf ausgeglichenes Spiel wurde in den Special Teams entschieden.
„Hannover ist es gelungen, in Unterzahl immer wieder die Schüsse zu blocken. Im eigenen Powerplay haben die Indians hingegen die Scheibe viel zum Tor gebracht und daraus Kapital geschlagen“, sagte Streu. Kapital, dass sich in Fakten so liest: 37. Minute, 1:3, Bradley McGowan. 52. Minute, 1:4, Oliver Duris. Die Partie war entschieden. Zwar nahm Streu zwei Minuten vor dem Ende Keeper Björn Linda vom Eis, Neuwied kam mit sechs Feldspielern jedoch nur noch zum 2:4 durch Artur Tegkaev (59.).
„Wir wussten, dass uns hier ein sehr schweres Spiel erwarten würde“, sagte Indians-Coach Fred Carroll. „Das 0:1 hat uns aufgeweckt. Unser Powerplay hat super funktioniert. Ich bin heilfroh, dass wir mit einer 2:0-Führung wieder zurück nach Hannover fahren.“ Craig Streu hatte beobachtet, dass „bei uns nach der Führung irgendwie die Beine schwer wurden und das Tempo fehlte. Dazu kommt dann natürlich auch ein solch unglückliches Gegentor wie beim 1:2. Sowas siehst du ja eigentlich nie, und schon gar nicht bei uns hier in der Bärenhöhle. Die Niederlage tut weh, jetzt sind wir richtig unter Druck. Aber noch ist in dieser Serie nichts verloren.“
Dass Fans und Spieler nach dieser Partie enttäuscht waren, ist verständlich. Irgendwie hatten sich alle mehr versprochen von diesem Play-off-Abend. Doch für das Wort Sommerpause ist es noch mindestens ein Spiel zu früh. Neuwied wird am Dienstagabend dafür kämpfen, die Serie noch einmal zurück in die Bärenhöhle zu holen. Die verzeichnete am Sonntagabend übrigens die höchste Zuschauerzahl der vier Play-off-Spiele im Norden: In Langenhagen, Leipzig und Herne waren nicht so viele Zuschauer in der Halle wie in Neuwied.
Wanderers feiern Klassenerhalt in Passau - 40.000-Einwohner-Stadt Germering bleibt in der Bayernliga (BYL) Durch die bittere 2:3 Niederlage am vergangenen Freitag im heimischen Polariom vor fast 1.000 Zuschauern gelang es den „Black Hawks“ aus Niederbayern, Spiel drei der Serie zu erzwingen und die Entscheidung in der Relegation um rund 48 Stunden zu vertagen. Psychologisch gesehen hatte Passau durch den Last-Second-Treffer sicherlich Vorteile, hatte die Rechnung aber ohne die Wanderers aus Germering gemacht.
Denn Kapitän Matthias Dosch und sein Team reisten am frühen Sonntagnachmittag erneut mit Unterstützung von zahlreichen schwarz-gelben Fahrgemeinschaften sowie Oberbürgermeister Andreas Haas in das rund 200 Kilometer entfernte Passau und war fest entschlossen, ein weiteres Mal in der Universitätsstadt zu gewinnen.
Wie schon in den beiden vorherigen Aufeinandertreffen kristallisierte sich auch dieses Mal wieder ein enger Schlagabtausch heraus. Der erste Spielabschnitt verlief torlos, obwohl beide Mannschaften immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchten. In den darauffolgenden 20 Minuten sollten aber schließlich Tore fallen. Zum Leid der rund 70 mitgereisten Wanderers-Fans waren es die Gastgeber, die das erste Tor an diesem Abend erzielten. Die Freude bei den schwarz-roten Fans währte jedoch nicht lange. Denn keine Minute später durften auch die Auswärtsfans Freudenschreie ausstoßen. Martin Pfohmann drückte die Hartgummischeibe zum umjubelten Ausgleich (18. Min.) hinter die Torlinie. Wenige Minuten später gelang es Christian Czaika sogar die erstmalige Führung für seine Farben herzustellen und verwandelte ein Zuspiel seiner Teamkollegen Moritz Lieb und Markus Koch. Ärgerlicherweise konnte die Führung nicht in das Schlussdrittel übernommen werden. Kurz nach Ablauf einer Strafzeit bewies EHF-Angreifer Patrick Geiger wie schon zwei Tage zuvor seine Torjäger-Qualitäten und ließ die Partie noch vor dem zweiten Pausentee von neuem beginnen. Dementsprechend angespannt waren die Nerven in beiden Fan- und Mannschaftslagern. Die kühleren Köpfe bewahrten jedoch die Oberbayern und legten einen beeindruckten Endspurt hin! Kurz nach Wiederbeginn legte Martin Pfohmann mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den ersten Grundstein für den Klassenerhalt. Als US-Boy J.C. Cangelosi wenige Minuten später die Führung (47. Min.) auf einen Zwei-Tore-Abstand ausbauen konnte, rechnete der ein oder andere Germeringer Fan wohl bereits mit einem Auswärtserfolg seiner Mannschaft. Doch die anschließenden Minuten sollten noch einmal mächtig Spannung hervorbringen. Sechs Minuten vor Ende agierte Kapitän Matthias Dosch und sein Team nämlich in doppelter Unterzahl und hatten alle Hände voll zu tun, die Black Hawks so kurz vor Schluss nicht noch einmal herankommen zu lassen. Erlöst wurden die mitgereisten Wanderers-Fans schließlich vier Minuten vor Schluss. J.C. Cangelosi bekam das Spielgerät von Martin Pfohmann blitzsauber aufgelegt und ließ Christian Hamberger im Tor der Hausherren keine Chance. Nach Spielende war für die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl kein Halten mehr und so feierte man gemeinsam mit seinen Fans noch lange auf dem Eis und trat eine feuchtfröhliche Heimreise an.
Für die Wanderers geht damit eine Saison mit Höhen und Tiefen versöhnlich zu Ende und die 40.000-Einwohner-Stadt Germering kann sich auf ein weiteres Jahr in der höchsten bayerischen Spielklasse freuen. Bedanken möchten sich die Verantwortlichen bei allen Anhängern, die ihre Mannschaft trotz der ein oder anderen schwierigen Phase bedingungslos unterstützt haben. Obwohl die Gegebenheiten in der höchsten bayerischen Eishockeyliga Jahr für Jahr schwieriger zu stemmen sind, kann auf steigende Zuschauerzahlen geblickt werden. Vor allem das letzte Heimspiel der Saison hat gezeigt, dass die große Kreisstadt Germering das Zeug zur Eishockeystadt besitzt. Selbstverständlich wird auch in der warmen Jahreszeit hinter den Kulissen hart gearbeitet. Über alle Entwicklungen wird sowohl auf der vereinsoffiziellen Internetseite (www.wanderers-germering.de) als auch in den regionalen Medien zu lesen sein. Die Wanderers Germering wünschen all ihren Fans eine erholsame Sommerpause und freuen sich auf ein Wiedersehen in der Saison 2016/17.
Alles auf Anfang - EV Lindau Islanders verlieren Spiel Zwei(BYL) Alles wieder offen im Bayernliga Halbfinale zwischen den EV Lindau Islanders und dem EHC Waldkraiburg. Nach dem Auftaktsieg am Freitag konnten die Lindauer zuhause nicht nachlegen und unterlagen nach Penaltyschießen mit 2:3 (1:0, 1:0, 0:2).
Hochklassig und dramatisch ging es zu in der mit 1149 Zuschauern prall gefüllten Eissportarena. Der EHC Waldkraiburg zeigte von Anfang an, dass er gewillt war, sich den am Freitag aus den Händen gegebenen Heimvorteil zurück holen zu wollen. Gleichzeitig wollten die Islanders einen großen Schritt in Richtung Finale machen, begannen wie schon am Freitag konzentriert und aufmerksam in der Defensive.
So begegneten sich beide Teams erwartungsgemäß auf Augenhöhe und spielten Chancen heraus. Etwas zwingender waren dabei aber die Gastgeber, die Pech hatten, als Zdenek Cech nach elf Minuten in Überzahl nur den Pfosten traf. Allerdings war Cech auch maßgeblich an der Führung des EVL beteiligt. Eine tolle Kombination über ihn und Michal Mlynek schloss Martin Sekera zur Pausenführung ab (16.).
Im zweiten Drittel kamen die Gäste aktiver aus der Kabine, konnten aber aus einer ersten Druckphase kein Kapital schlagen. Danach hatten eher die Lindauer ein Tor auf dem Schläger. So scheiterte Cech nach 28 Minuten nach schönem Querpass von Sekera an EHC- Goalie Patrick Vetter, der sicherer agierte als noch im ersten Spiel. In dieser heiß umkämpften Phase erspielten sich die Löwen mehr Spielanteile, bessere Möglichkeiten hatte aber weiterhin der EVL. So verfehlte Marko Babic bei seinem Solo knapp (32.), ebenso wie Sascha Paul drei Minuten vor der Pause vorbeizielte. Was zuvor nicht funktionierte, klappte dann nach 39 Minuten in Überzahl. Nach einem Abpraller war Steffen Kirsch zur Stelle und schoss aus halblinker Position zum 2:0 ein.
Ein sicherer Vorsprung war das allerdings an diesem Tag nicht. Denn zu Beginn des zweiten Drittel fanden sich die Gastgeber fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl wieder. Hier hatte Waldkraiburg seine Chancen, fand aber keine Lücke im aufopferungsvoll kämpfenden Lindauer Defensiv- Verbund. Umso bitterer, dass der EHC unmittelbar nachdem die Islanders wieder komplett waren, doch zum 2:1 traf. Andreas Paderhubers verdeckter Schuss von der blauen Linie war für Beppi Mayer nicht zu halten. Dummerweise kassierte der EVL mit dem Tor gleich noch eine Strafe, die den Löwen weitere Energie und neuen Schwung gab.
In diese Druckphase hinein startete Steffen Kirsch nach 47 Minuten ein Break, das nur durch ein Foul gebremst werden konnte. Regelgerecht gab es danach Penalty für die Lindauer, den Kirsch aber nicht an Vetter vorbeibrachte. Die „Strafe“ dafür folgte zwei Minuten später. Im eigenen Drittel gerieten die Islanders zunehmend unter Druck, was Lukas Wagner mit einem erneut verdeckten Schuss zum Ausgleich nutzte.
In den letzten zehn Minuten wogte das Geschehen dann hin und her, da beide Teams die Entscheidung in der regulären Spielzeit suchten. Kirsch hätte zehn Minuten vor Schluss seinen Doppelpack schnüren können, sein Abfälscher ging aber knapp vorbei. In der 53. Minute hatte Martin Sekera seine große Möglichkeit, aber feuerte die Scheibe freistehend am Tor vorbei. Im Gegenzug musste dann Beppi Mayer in höchster Not bei einem EHC Konter retten.
Die Dramaturgie dieses Halbfinals war damit noch nicht erschöpft. Vier Minuten vor Schluss wurde eine lächerliche Strafe gegen EVL- Kapitän Tobias Fuchs ausgesprochen, als ein Zusammenprall sogar als Check von Hinten gewertet wurde. Glücklicherweise konnten die Lindauer diese heikle Phase überstehen. Allerdings fehlte Fuchs dann auch in der Verlängerung, als die Islanders noch einmal in Überzahl ran durften. Allerdings wollte der Siegtreffer dabei nicht gelingen.
Die schafften dann die Gäste im Penaltyschießen. Als einziger Schütze traf EHC- Kapitän Max Kaltenhauser und stellte die Serie damit auf 1:1. „Waldkraiburg hat große Comeback Qualitäten gezeigt. Aber es hat ja auch niemand bei uns erwartet, dass wir durch dieses Halbfinale durchspazieren“, sagte EVL Präsident Marc Hindelang. „Jetzt ist es halt eine Best of Three Serie. Darin haben wir ja letztes Jahr nicht ganz so schlecht ausgesehen.“
Um weiterzukommen müssen die Islanders allerdings noch einmal in Waldkraiburg gewinnen. Die nächste Chance dazu bietet sich am kommenden Freitag, ehe am Sonntag darauf das vierte Spiel der Serie wieder im Eichwald steigen wird.
(BYL) Die Eishackler verlieren ihr zweites Halbfinalspiel unglücklich und knapp mit 4:3 gegen Höchstadt und stehen damit im Heimspiel am Freitag den 18.03.2016 unter Zugzwang.
Eines vorweg. Beide Mannschaften boten an Sonntagabend sehr hochklassiges, schnelles und sehenswertes Playoff-Eishockey. Beide Mannschaften hätten den Sieg verdient gehabt und wenn das Siegtor in der Overtime aus einer normalen Spielsituation, durch einen Schuß aus der Distanz oder im Penaltyschießen gefallen wäre, dann wäre dies, egal welche Mannschaft es geschossen hätte, letztlich ein verdienter Sieg gewesen. Leider mischte sich der total überforderte Hauptschiedsrichter Gut mit einer eklatanten Fehlentscheidung in der Overtime ein. Eine Minute und 30 Sekunden waren noch zu spielen als ein Spieler der Höchstadter sich eindeutig mehr oder weniger auf Jakob Goll liegend im Torraum befand und Markus Babinsky mit einem Heber das entscheidende 4:3 für die Höchstadter schoss. Jakob Goll wurde hier durch das Torraumabseits des Höchstadter Spielers behindert und der Hauptschiedsrichter Gut stand soweit vom Geschehen (fast an der Blauen) das er die Situation nicht richtig einschätzte und das Tor trotz Peißenberger Protesten gab.
Zuvor bewegten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Eishackler legten durch ein sehr schön herausgespieltes Tor von Manfred Eichberger kurz vor Ende des ersten Drittels vor. Die Alligatoren glichen zu Anfang des zweiten Spielabschnitts wieder aus. Mit 1:1 ging es in das letzte Drittel. Hier machte wiederum Manfred Eichberger die 2:1 Führung der Eishackler perfekt. Diese hielt aber nur knapp 30 Sekunden und die Höchstadter glichen durch Jun wieder aus. Wieder nur ca. 30 Sekunden später konnten die Franken dann durch einen abgefälschten Schuss von Lenk sogar mit 3:2 in Führung gehen. Tyler Wiseman war es dann, der nur 3 Minuten später mit einem Handgelenkschuß wieder den Ausgleich herstellte. Das Spiel ging sehr schnell hin und her und die beiden Mannschaften schenkten sich nichts. Auch Dennis Neal der noch durch eine schöne Einzelaktion allein vor Schnierstein auftauchte konnte diesen nicht überwinden. So ging es mit 3:3 in die Overtime und das war dann ein offener Schlagabtausch bei vier gegen vier. Unglückliches Ende war dann das 4:3 kurz vor Ende der Overtime.
Dieses tolle Eishockeyspiel hätte auf jeden Fall ein Ende mit einem regulären Tor oder im Penaltyschießen verdient gehabt. Dass dieses Spiel letztlich vom Unparteiischen entschieden wurde, hat es nicht verdient. Es ist immer wieder unbegreiflich wie man in der Playoff-Phase einer Saison, in der sich alle Mannschaften auf höchstem Niveau bewegen, Schiedsrichter aus der 3.Reihe einsetzt die diesem Niveau absolut nicht gewachsen sind und solche knappen Spiele mit Fehlentscheidungen entscheiden. Eigentlich sollten das doch die beiden Mannschaften tun. In Höchstadt war dies nicht der Fall.
(BYL) Der EHC Waldkraiburg hat sich den Heimvorteil im Playoff-Halbfinale zurückgeholt und mit einem 3:2-Erfolg beim EV Lindau die „Best-of-5“-Serie ausgeglichen. Doch war es ein schweres Stück Arbeit für das Team von Coach Rainer Zerwesz, das erst einen 0:2-Rückstand aufzuholen und die Verlängerung zu überstehen hatte, ehe Kapitän Max Kaltenhauser mit seinem verwandelten Penalty den Sieg sicherte. Den Titel des „Matchwinners“ muss sich Kaltenhauser aber mit Keeper Patrick Vetter teilen.
Es macht den Anschein, als würde sich da gerade eine Halbfinal-Serie entwickeln, von der man sowohl in Lindau, als auch in Waldkraiburg noch länger sprechen wird. Zunächst die klare 2:5-Auftaktpleite am Freitag, bei der die Löwen nie ins Spiel fanden und sich dem Meister auf eigenem Eis fast chancenlos beugen mussten. Jetzt der Bodensee-Krimi, bei dem man erst zurücklag, dann ausglich und im Penaltyschießen triumphierte. „Das war kein Vergleich zum Spiel von Freitag. Wir waren 65 Minuten die aktivere und läuferisch stärkere Mannschaft gegen einen sehr, sehr guten Gegner aus Lindau“ analysierte EHC-Coach Zerwesz das Geschehen von Sonntag am Tag danach. „Am Freitag haben wir null den Sieg verdient, Sonntag dagegen voll. Ich hätte mich aber auch gewundert, wenn wir zweimal hintereinander so schlecht spielen wie am Freitag“ so der 47-Jährige weiter.
Das Drehbuch des Sonntagskrimis glich, was die Tore angeht, aber zunächst dem vom Auftaktmatch dieses Halbfinals. Lindau ging nach einer guten Viertelstunde erstmals in Führung durch Martin Sekera (15:06), kurz vor der zweiten Drittelpause erhöhte Steffen Kirsch gar auf 2:0 für die Hausherren (38:38). „Wir hatten zwar unsere Gelegenheiten, aber Lindau hat insgesamt nicht viel zugelassen. Das ist ein richtig gutes Team und sie spielen sehr robust“ weiß auch EHC-Coach Zerwesz. Dennoch gilt es aufzupassen, denn nicht immer wird eine Aufholjagd wie am Sonntag gelingen und vielleicht geht man beim nächsten Mal ja auch einmal selbst in Führung. Ob aber wirklich alle Spieler bis zum Ende der Serie mitmachen „dürfen“, wird sich noch herausstellen, denn auch am Sonntag merkte man, dass man in den Playoffs ist: Die Spieler werden härter und intensiver, die Strafzeiten häufen sich. So kassierte Daniel Hilpert im ersten Drittel bereits eine 10-Minuten-Strafe, im zweiten erwischte es Johann Katjuschenko mit einem „Zehner“.
Zu Beginn des dritten Abschnitts wurde schließlich auch Zdenek Cech verwarnt, der nach Andreas Paderhubers Anschlusstreffer (43:26) einen Cross-Check gegen Lukas Wagner in Halshöhe auspackte. Eben jener Wagner ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und schlug sportlich zurück: Auf Zuspiel von Max Kaltenhauser und Paderhuber traf er zum von rund 100 Löwen-Fans umjubelten Ausgleich (49:08), das 31.Saisontor im 40.Spiel für den 24-Jährigen. Da in der fünfminütigen Verlängerung keine Tore fielen, ging es ins Penaltyschießen und hier zeichneten sich mit Max Kaltenhauser und Keeper Patrick Vetter zwei Löwen aus: Der Kapitän traf auf sensationelle Weise, Vetter parierte jeden Versuch der Lindauer und sicherte damit den Ausgleich in der Serie. „Im Penaltyschießen war Patrick wirklich überragend, davor hat er gehalten, was er halten muss“ lobte Rainer Zerwesz. „Am Freitag kommt es jetzt zum ersten Showdown, das dritte Spiel in so einer Serie ist immer ein vorentscheidendes“ weiß der dreimalige deutsche Meister. Nicht nur deshalb, sondern auch, weil diese Serie alles bereithält, was sich der Sportfan wünscht, darf man sich diese Begegnung nicht entgehen lassen. Der Vorverkauf startet daher wieder wie gewohnt in den Playoffs am Donnerstag von 14:00 – 16:30 Uhr bei den Waldkraiburger Nachrichten in der Berliner Straße. Außerdem gibt es die Tickets fürs Freitagsspiel am Donnerstag von 18:00 – 21:00 Uhr in der Stadionwirtschaft, sowie einen Tag später zwischen 8:00 und 12:00 Uhr wieder in der Redaktion der Waldkraiburger Nachrichten. Wer sich zudem schon jetzt seinen Platz im Fanbus am Sonntag nach Lindau sichern möchte, kann dies entweder per Email an WBW2010onTour @web.de oder per Nachricht an die Facebook-Seite des EHC Waldkraiburg tun.
Passau Black Hawks bleibt die Krönung verwehrt(BLL) Die Passau Black Hawks haben ihr letztes Spiel der laufenden Saison gegen die Wanderers Germering mit 2:5 verloren. Die Niederlage im entscheidenden Relegationsspiel tut richtig weh, da die Passauer nun zunächst für eine weitere Saison in der Eishockey Landesliga planen müssen. Über 1.000 Zuschauer bekamen am Sonntag ein spannendes und eng geführtes Spiel zu sehen. Die Euphorie in der EisArena war nach dem furiosen Sieg vom Freitag in Germering riesengroß.
Passau erwischte einen guten Start in die Partie und spielte von Beginn an munter nach vorne. Wie schon zuletzt wurden beste Chancen sträflich liegen gelassen. Die Gäste aus Germering zeigten sich nach der knappen Niederlage am Freitag wenig geschockt und versuchten immer wieder einen ihrer schnellen Konter fahren zu können. Beide Torhüter hatten die Gelegenheit sich mehrmals auszuzeichnen, konnten aber alle Torschüsse entschärfen.
Mit einem 0:0 ging es somit auch in das zweite Drittel. Die von den Zuschauern nach vorne gepeitschten Black Hawks machten nun richtig Druck und konnten in der 27. Spielminute durch Patrick Nutz in Führung gehen. Ein strammer Schuss des Verteidigers fand den Weg über die Stockhand von Keeper Ewert ins Germeringer Tor. Nur eine Minute später folgte dann der Ausgleich der Germering Wanderers. Die Münchner Vorstädter nutzten wie im ersten Spiel einen individuellen Patzer der Black Hawks Verteidigung eiskalt aus. Martin Pfohmann war auf und davon und konnte im Alleingang Torhüter Christian Hamberger zum 1:1 Ausgleich überwinden. Ein Treffer der Wirkung zeigte! In der 30. Spielminute dann in Überzahl die Führung für die Gäste. Christian Czaika netzte aus kurzer Entfernung zum 1:2 ein. Passau kämpfte weiter und wurde für ihren unbändigen Willen und Einsatz belohnt. Patrick Geiger knallte die Scheibe in der 36. Spielminute zum 2:2 Ausgleich in die Maschen.
Im letzten Drittel folgte der Nackenschlag für die Black Hawks in der 43. Minute. Patrick Geiger, gerade von der Strafbank zurück, konnte den Puck nicht aus dem eigenen Drittel schießen und so war es erneut Martin Pfohmann der für die Wanderers zur 2:3 Führung traf. Die Passau Black Hawks spielten weiter nach vorne und drängten auf dem Ausgleich. So war es dann auch nicht verwunderlich das gerade als der Ausgleich in der Luft lag ein schneller Konter die Aufstiegsträume der Passauer zunichte machte. John Cangelosi schloss einen schnellen Konter mit dem Tor zum 2:4 ab. Den Schlusspunkt in der Partie setzte in der 56. Spielminute erneut US Boy John Cangelosi.
Trotz der Niederlage wurden die Passau Black Hawks nach Ende der Partie von den Fans gefeiert. Am Ende bleibt natürlich die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg in die Bayernliga zurück. Schaut man allerdings auf die komplette Saison zurück, so haben die Passau Black Hawks ihre Zuschauer mit tollen Spielen und vielen Emotionen begeistern können. Die Fans haben zu der grandiosen Saison einen großen Beitrag geleistet. Egal ob in der Passauer EisArena oder auch Auswärts. Die Mannschaft wurde immer lautstark unterstützt und angefeuert. Der siebte Mann hat die Passau Black Hawks nicht nur begleitet, sondern in engen Spielen auch den Ausschlag gegeben. „Ich möchte mich für die Unterstützung bei Euch bedanken. Eine ganze Saison, jede Spiel habt ihr uns bedingungslos unterstützt. Es gibt keine besseren Fans. Danke auch an alle die mitgeholfen haben, vor allem auch unseren Sponsoren, denn ohne sie ist das alles hier nicht möglich! Bitte bleibt uns treu und unterstützt uns auch in der kommenden Saison wieder.“ so Black Hawks Coach Ivan Horak nach dem Spiel.
Trainer Ivan Horak wird auch in der kommenden Saison hinter der Bande der Passau Black Hawks stehen. Für ihn und den Vorstand beginnt nun bereits die Planung für die Saison 2016/17. Diese ist allerdings nicht so ganz leicht, denn schon als Finalist wären die Hawks bei einer möglichen Aufstockung der Eishockey Bayernliga auf den Zug Bayernliga aufgesprungen. Da hier allerdings vor Ablauf der Spielrunden in den Ligen von Verbandseite sicher nichts Offizielles zu erfahren sein wird, gehen die Hawks zunächst als Eishockey-Landesligist in die Sommerpause.
Die Passau Black Hawks möchten sich auf diesem Weg bei allen Sponsoren, Unterstützern, Medienvertretern, Freunden und ehrenamtlichen Helfern recht herzlich bedanken. Wir hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung und freuen uns bereits auf die Kommende Eishockey Saison in Passau. – czo
EHC Heilbronn: Die Termine für’s Finale stehen fest(RLSW) Hier sind die Termine für die Finalserie der Eisbären Heilbronn gegen die Zweibrücken Hornets, die nun auch offiziell vom Verband bestätigt wurden. Los geht es am kommenden Sonntag mit einem Nachmittags-Heimspiel zur besten Eishockeyzeit um 16 Uhr:
Spiel 1:
Sonntag, 20.03.2016, 16.00 Uhr
Eisbären Heilbronn – Zweibrücken Hornets
Spiel 2:
Sonntag, 27.03.2016, 19.00 Uhr (Ostersonntag)
Zweibrücken Hornets – Eisbären Heilbronn
Spiel 3 (falls benötigt):
Freitag, 01.04.2016, 20.00 Uhr
Eisbären Heilbronn – Zweibrücken Hornets
Erstes Finale in Ratingen – was für ein sehenswertes Spiel!(1LW) Wer als Zuschauer bei der Begegnung der Ratinger Ice Aliens gegen die Hammer Eisbären nicht auf seine Kosten gekommen ist, den stellt einfach nichts zufrieden. Ein rasantes Wechselspiel von Angriff und Verteidigung, Dramatik pur auf dem Eis, insgesamt zehn Tore und zwei sehr lautstarke Fanblocks, die sich ebenfalls ein hartes, stimmliches Duell lieferten, sorgten für ein tolles, erstes Finale am Sandbach. Einem Anfangsabschnitt, der nach Toren von den Gästen gewonnen wurde, folgten zwei Drittel, in welchen die schnellen, agilen Aliens-Sturmspitzen mehr und mehr Druck auf das Hammer Gehäuse aufbauten. Das Ergebnis dieser Sturmläufe war nach sechzig Minuten ein 6:4-Sieg (1:2; 1:0; 4:2) der RIA97-Eishockeycracks im erste Finalspiel der Serie „best of three“.
Das Startdrittel war sehr intensiv, da sich beide Teams zunächst „abtasteten“, die Verteidiger hart „gegen den Mann“ arbeiteten und zusammen mit den Torleuten entsprechend wenig zuließen. Lippe-Hockey-Hamm machte dann aber in der 15. Minute den Anfang mit einem Schuss fast von der Grundlinie, der trotz dieses „unmöglichen“ Winkels eine Lücke fand und vorbei an Dennis Kohl zum 0:1 im Netz landete; unglücklicher bzw. abgezockter geht es kaum. Robert Licau (Jan Philipp Priebsch) beantwortet die Führung der Ruhrgebieter jedoch innerhalb von 60 Sekunden mit dem 1:1-Ausgleich in der 16. Minute. In der 18. Minute, in Unterzahl geraten, mussten die Aliens aber erneut die Führung der Gäste hinnehmen. Mit diesem kurz vor der Pause zu verkraftenden, für die Motivation eher „unglücklichen“ 1:2 ging es in die Kabinen.
Der zweite Spielabschnitt war allerdings noch keine zwei Minuten alt, da boten sich sowohl Štěpán Kuchynka als auch Kevin Wilson gleich mehrere Einschussmöglichkeiten, ein Tor wollte aber nicht fallen. In der 23. Minute schnappte sich dann erneut Kevin Wilson (Pascal Behlau/Marvin Moch) die schwarze Scheibe und sein Schuss aus halblinker Angriffsposition „hüpfte“ aus der Fanghand des Eisbären-Goalies zum 2:2 über die rote Linie. Mit dem Ausgleichstreffer begann jetzt eine sehr starke Phase der Ratinger Offensive. Den Abschlussmöglichkeiten durch jeweils Benjamin Musga, Štěpán Kuchynka, Marvin Moch, Kevin Wilson konnten die Eisbären längere Zeit nur ab und an Attacken entgegensetzen. In der 27. Minute rauschte ein Schlagschuss nach dem anderen von Simon Migas auf das gegnerische Viereck, aber irgendein Eishockeyschläger oder Hindernis war immer im Weg. Lippe-Hockey-Hamm bemühte sich zwar, den Schwung aus den Ratinger Angriffen zu nehmen, wurde aber – insbesondere aufgrund von verhängten Zwei-Minuten-Strafen – bis zum Drittelende weiterhin in die Defensive gedrängt.
In Überzahl ins Schlussdrittel gestartet, nutzten die Ratinger nach 29 Sekunden konsequent ihr Powerplay: Štěpán Kuchynka (Milan Vanek/Dominik Scharfenort) versenkte den Puck mit einem harten Schuss in der 41. Minute zum 3:2. Eine nur geringfügig zu lasche Verteidigungsarbeit der Aliens-Defensive hatte allerdings in der 43. Minute sofort wieder den 3:3-Ausgleichstreffer der Eisbären zur Folge. Ein blitzschneller Konter der Hausherren in der 44. Minute brachte durch Milan Vanek (Dennis Fischbuch/Jan Philipp Priebsch) die erneute 4:3-Führung, die das Team aus dem Ruhrpott in der 45. Minute im Powerplay mit einem vernichtenden Flachschuss von der blauen Linie wieder egalisierte – 4:4! Dennis Fischbuch (Milan Vanek/Štěpán Kuchynka) brachte Ratingen dann in der 46. Minute wieder mit 5:4 in Front. Nach einer unbeschadet überstandenen Strafzeit gingen die Aliens-Angriffe mit unvermindertem Schwung weiter und die „Gangart“ der Gäste wurde ruppiger. 5:42 Minuten standen noch auf der Uhr, als ein Hammer Verteidiger eine Spieldauerstrafe erhielt und erneut Štěpán Kuchynka (Milan Vanek/Dennis Fischbuch) in der 55. Minute das Powerplay zu einem weiteren Treffer zum 6:4 für die Außerirdischen nutzte. Obwohl die Hammer Eisbären zwei Minuten vor Ende der Partie, während einer Strafzeit gegen Ratingen, noch ihren Keeper vom Eis nahmen und so eine Überzahl von fünf auf vier Feldspieler schafften, verteidigte Ratingen den Vorsprung mit „Mann und Maus“ sowie Goalie Dennis Kohl bis zum Spielende.
Gäste-Trainer Daniel Galonska konstatierte nach dem Match, dass seine Mannschaft ab dem zweiten Drittel anscheinend nicht mehr bereit gewesen sei, dahin zu gehen, „wo es dem Gegner weh tut“ und daher diese Begegnung auch verloren habe.
Aliens-Coach Alexander Jacobs sprach seinen Spieler hohe Anerkennung für ihre Leistungen aus und sagte: „Es war wichtig für das Selbstvertrauen, dieses erste Final-Spiel zu gewinnen!“
In einer Woche findet das zweite Finale am Hammer Maximilianpark statt – und das wird kein leichter Gang für die Ice Aliens!
(RLW) Phrasen gehören zum Sport dazu wie Siege und Niederlagen. Dass an so mancher Floskel durchaus etwas Wahres dran ist, das mussten die Spieler des EHC Troisdorf am vergangenen Wochenende am eigenen Leib erfahren. „Auf der Strafbank gewinnst du nun mal keine Spiele“, brachte es André Koslowski auf den berühmten Punkt und analysierte den Auftritt seiner Mannschaft mit einer Erkenntnis, die gefühlt mindestens so alt ist wie der Eishockeysport selbst. Zu diesem Zeitpunkt hatte Koslowskis Team gerade 3:7 (2:1, 1:3, 0:3) bei den Amateuren der Kölner Haie verloren und fast die Hälfte des 60 Minuten dauernden Eishockeyspiels in der ungeliebten Kühlbox verbracht. Insgesamt 14 Mal nahm ein EHC-Spieler auf der Strafbank Platz, was am Ende summa summarum insgesamt 28 Strafminuten ergab. Zu viel, um gegen ein Team wie Köln bestehen zu können, stellte der Troisdorfer Bandenchef mit Bedauern fest. Zwar präsentierten sich auch die Amateur-Haie auf dem Eis nicht gerade wie zierliche Goldfische und kamen am Ende ebenfalls auf 28 Strafminuten (plus 20 Minuten Disziplinarstrafe); dafür aber wussten die Domstädter besser mit ihren Möglichkeiten umzugehen und entschieden das Spiel letztendlich mit den Special-Teams.
Dabei begann die Partie für die Gäste durchaus vielversprechend. In doppelter Überzahl hatte Dominik Klein den EHC bereits nach vier gespielten Minuten in Führung gebracht. Auch in der Folgezeit hatte Troisdorf die klareren Chancen, schaffte es aber nicht, weiteres Kapital daraus zu schlagen. „Wir hätten im ersten Drittel locker zwei bis vier Tore mehr schießen können, wenn nicht sogar müssen“, haderte Koslowski mit der wieder einmal durchwachsenen Chancenauswertung seiner Mannschaft in der diesjährigen Pokalrunde der 1. Liga West. Die Hausherren machten es besser und kamen Mitte des ersten Spielabschnitts in Überzahl zum Ausgleich. Als alles schon danach aussah, als würde es mit einem 1:1 in die Pause gehen, traf EHC-Kapitän Lucas Hubert 29 Sekunden vor Drittelende zum 2:1 für Troisdorf.
Nun also wieder in Front, hatte man auch mit Beginn des Mitteldrittels erneut einige gute Möglichkeiten, die den Weg ins Kölner Tor aber nicht fanden. Wie man mehr aus seinen Chancen macht, demonstrierten die Hausherren dem EHC dann zwischen der 24. und 29. Minute eindrucksvoll: Zunächst traf Köln bei gleicher Spieleranzahl zum Ausgleich. Wenig später nutzte Köln dann den Vorteil, mit gleich zwei Spielern mehr auf dem Eis zu sein, und ging erstmals an diesem Abend in Führung. Zwar war Troisdorf nun zumindest wieder zu Viert, kassierte aber dennoch einen weiteren Treffer in Unterzahl und lag nun plötzlich mit 2:4 hinten. Immerhin gaben die Dynamites nicht auf, kämpften sich zurück ins Spiel und konnten noch vor der zweiten Pause durch Patrick Stellmaszyk auf 3:4 verkürzen.
Die Hoffnung, das Spiel noch mal drehen zu können, schwand bereits kurz nach Anpfiff des letzten Drittels. Gerade einmal zehn Sekunden waren gespielt, da überraschte Köln die unkonzentriert scheinende Troisdorfer Hintermannschaft und stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die endgültige Vorentscheidung fiel Mitte des Drittels, als die Haie erneut eine doppelte Überzahl nutzten und auf 6:3 davon zogen. Die Messe war nun sprichwörtlich gelesen, wenngleich das Drittel aufgrund der Spielanteile durchaus ausgeglichen erschien. Jedoch fanden die Gäste insbesondere in der Offensive einfach keine passende Antwort. Stattdessen bewiesen die Hausherren, dass an diesem Abend die scharfen Zähne eines Haies einfach gefährlicher sind als die Explosionskraft der Dynamites, und markierten in der Schlussphase noch den Treffer zum 7:3-Endstand.
„Köln war heute einfach abgeklärter, vor allem im Überzahlspiel. Der Sieg geht durchaus in Ordnung, fiel für meinen Geschmack am Ende aber etwas zu hoch aus“, kommentierte André Koslowski im Anschluss an die Partie.
Nach der Niederlage bleibt der EHC Troisdorf weiterhin Letzter in der Pokalrunde der 1. Liga West. Jetzt ruhen die Hoffnung an der Sieg auf dem kommenden Freitag, 18. März. Dann steht das letzte Spiel der Saison 2015/16 auf dem Programm. Um 20 Uhr empfangen die Troisdorfer Kufencracks die Soester EG im heimischen Icedome. Dabei besteht noch die Möglichkeit, die rote Laterne nach Soest weiterzureichen: Aktuell stehen die Bördeindianer mit 5 Punkten nur einen Zähler vor dem EHC, der auf 4 Punkte kommt. Allerdings hat Soest ein Spiel weniger auf dem Konto. Doch all die Rechnerei – ob nun Letzter oder Vorletzter - ist eigentlich hinfällig: „Wir wollen zum Abschluss noch mal ein gutes Spiel abliefern und uns von unseren Fans natürlich am liebsten mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden“, gibt Koslowski die Marschrichtung vor. Wenn dies gelingen soll, ist der Coach gut beraten, die Strafbank am besten abzuschließen und den Schlüssel vor seinen Spielern zu verstecken...
ELV Niesky: Neuigkeiten in Sachen Meisterschaft(RLO) Nun hat sich auch der EHC Berlin Blues aus dem Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Ost abgemeldet. Der Titelkampf wird nun in der Playoff-Serie „Best off five“ zwischen den Nieskyer Tornados und dem ESC Dresden 1b ausgetragen. Nachfolgend die ersten Spieltermine:
Freitag, 18.03.2016 um 20:00 Uhr in der Eisarena Weißwasser
Sonntag, 20.03.2016 um 16:30 Uhr in der EnergieVerbund Arena Dresden
Der ELV Niesky weist darauf hin, dass die Saisondauerkarten ihre Gültigkeit verloren haben. Saisonfreikarten bzw. VIP-Karten können weiter genutzt werden.
Der Kartenvorverkauf erfolgt wie gewohnt. Die Kartenpreise bleiben ebenfalls unverändert.
Tornados – Zweite der Sportlerumfrage 2015
Im Rahmen des diesjährigen Sportlerballs am Sonnabend, den 12.03.2016 wurden die Sieger der Sportlerumfrage 2015, die von der Sächsischen Zeitung und dem Oberlausitzer Kreissportbund bereits zum 22. Mal durchgeführt wurde, geehrt.
In der Kategorie „Populärste Mannschaft“ belegten die Tornados diesmal Platz 2, nach dem sie in den letzten 6 Jahren in Folge Sieger in dieser Kategorie waren. Die 1. Männermannschaft des ELV bekamen 512 Stimmen Platz 2, gefolgt von den Radpolo-Team RVS Frischauf Jänkendorf mit 323 Stimmen. Sieger bei den Mannschaften wurden in diesem Jahr die W18/20 Leichtathletinnen des LSV Niesky (546 Stimmen).
(LLB) Gut 100 Zuschauer lockten die beiden Halbfinalspiele der Landesliga Berlin am Sonntag ins Erika-Hess-Eisstadion im Berliner Ortsteil Wedding. Und die werden ihr Kommen nicht bereut haben, denn beide Spiele waren spannend und boten mit insgesamt 18 Toren auch genug Möglichkeiten zum Jubeln. Auch der BEV trug mit der im Vorfeld angekündigten Schiedsrichteransetzung eines 4-Mann-Systems (2 HSR/2 LSR) zu der Wertigkeit dieser beiden Spiele bei, wobei die Ereignisse im letztjährigen Finale sicherlich auch eine Rolle gespielt haben. Und es war gut so, denn acht Augen sehen bekanntlich mehr als vier oder sechs.
Bereits um 09:30 Uhr trafen der ECC und der ERSC Berliner Bären aufeinander, also der Vorjahresmeister und Vorrundenerster gegen die Bären, die ihren vierten Platz erst am Vorabend durch ein 6:3 über den OSC gesichert hatten.
Die ersten Minuten gehörten dem ERSC, aber schon ab der 5. Minute änderten sich die Spielanteile, was auch an mehreren Strafen lag, die sich beide Teams abholten. Das sollte sich nachteilig für den ERSC auswirken, denn von insgesamt 41 Strafminuten im ersten Abschnitt kassierten die Bären alleine 33, wobei die Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Stockstichs gegen Julien Teichert in der 7. Minute schon alleine mit 5 plus 20 auf dem Spielbericht verbucht wurde. Aber auf der Strafbank gewinnt man bekanntlich keine Spiele und so war es kein Wunder, dass der ECC durch Treffer von Nils Jacob (6./PP1), Marco Rentzsch (10./PP2), Steve Roubicek (12.) und nochmals Nils Jacob (20./UZ1) bei einem zwischenzeitlichen Gegentreffer von Jan Schertz (16.) mit einem 4:1 nach 20 Minuten schon wie der sichere Sieger aussah.
Eishockeyspiele gehen aber bekanntermaßen über 60 (und zum Teil mehr) Minuten und so gelang es dem ERSC durch zwei Treffer von Maksim Cepik (22./26., PP1), das Ergebnis freundlicher und mit dem 3:4 aus Bären-Sicht auch wieder offen zu gestalten. Der ECC war auch im Mittelabschnitt das spielbestimmende Team auf dem Weddinger Eis, aber der allzu fahrlässige Umgang mit den zahlreichen eigenen Möglichkeiten und ein starker Martin Hummel im ERSC-Gehäuse ließen dieses Ergebnis auch nach 40 Minuten Bestand haben.
Im letzten Drittel machte der ECC aber doch den berühmten „Sack zu“ und schoss durch Mark Scheuerlein (47./PP1), Marcel Heinze (49./PP1) und wiederum Steve Roubicek einen deutlichen 7:3-Erfolg heraus, auch wenn er zwischenzeitlich nicht ganz ungefährdet war. Aber insgesamt betrachtet geht der Finaleinzug des ECC in Ordnung, weil der ERSC durch eine Vielzahl von Einzelaktionen seiner „Hauptdarsteller“ doch zu harmlos war. Die Strafzeiten taten dann ihr Übriges.
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