IHP NachrichtenSonntag 9.April 2023
(IHP) Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte des gestrigen Abends und heutigen Tages mit insgesamt 7 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2 und Oberliga Süd, sowie von der Frauen-Weltmeisterschaft.
| Deutschland DEB - Nationalmannschaft - Deutsche Eishockey Liga - Deutsche Eishockey Liga 2 - Oberliga Süd - Oberliga Nord |
|
Red Bull MünchenMatchpuck in der Overtime gesichert: Red Bulls gewinnen Spiel 5 gegen Wolfsburg (DEL) Red Bull München hat Spiel 5 des Playoff-Halbfinales gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 3:2 nach Verlängerung (2:1|0:0|0:1|1:0) gewonnen. In der Best-of-Seven-Serie steht es damit 3:2. Bedeutet: Matchpuck für München. Den entscheidenden Treffer erzielte Patrick Hager in der 64. Spielminute. Chris DeSousa und Austin Ortega waren vor 5.728 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eisstadion in der regulären Spielzeit erfolgreich. Das nächste Spiel steigt am Montag (15:15 Uhr) in Wolfsburg. Die Red Bulls legten einen Traumstart hin: DeSousa knallte den Puck nach 54 Sekunden ansatzlos in den Winkel, Ortega erhöhte nur wenig später auf 2:0 (5.). Die Grizzlys bis dahin mit wenigen Aktionen in der Offensive, dafür aber der nötigen Effizienz. Laurin Braun fälschte nach sechs Minuten unhaltbar für Mathias Niederberger ab. Das klar überlegene Team waren aber die spielfreudigen Münchner. Trotz Topchancen blieb es beim knappen 2:1 zur ersten Pause. Wolfsburg hatte den ersten Hochkaräter im Mittelabschnitt, die Latte war dem Ausgleich durch Darren Archibald im Weg. Auf der anderen Seite rettete Strahlmeier gegen DeSousa (26.). Die Partie danach ausgeglichen – beide Teams hatten gute Gelegenheiten, die starken Keeper sorgten allerdings für ein torloses Drittel. Im Schlussabschnitt beide Mannschaften zunächst auf Sicherheit bedacht. Eine Überzahlsituation spielte dann den Gästen in die Karten: Spencer Machacek lauerte im Slot und stellte auf 2:2 (50.). Mit offenem Visier ging es weiter, in der regulären Spielzeit sollte aber keine Entscheidung fallen. In der Overtime die Grizzlys früh mit einem weiteren Powerplay, doch die Red Bulls verteidigten aggressiv und schlugen wenig später zu: Kapitän Hager tauchte frei vor Strahlmeier auf, behielt die Nerven und sicherte München den Sieg in Spiel 5 (64.). Patrick Hager: „Die ganze Serie ist hart umkämpft. Und wenn du in den Playoffs dann das entscheidende Tor in der Overtime machst – emotionaler geht es nicht.“ (EHCM/rbmm) |
|
Bayreuth TigersSieg und Matchpunkt für die Tigers - Heilbronner Falken vs. Bayreuth Tigers 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) (DEL2) Nachdem Kirsch den ersten Schuss nahm, der Schmidt an der Maske traf ging es auf der anderen Seite gefährlich zu. Andryukhov bei einem „Ausflug“ hinter dem Tor, kam gerade noch zurück um einen Schuss von Järveläinen abzuwehren, hatte jedoch gegen den Nachschuss, den Blomqvist direkt vor dem Tor bekam, keine Abwehrmöglichkeit, sodass früh, nach gut zwei gespielten Minuten, die Führung für die Gäste auf dem Scoreboard stand. Diese Führung auszubauen wäre durchaus möglich gewesen, als Gnyp aus der Ferne Maß nahm, Bindels mit freier Schussbahn vor dem Falken-Goalie auftauchte oder Ewanyk aus der Drehung den Torsteher der Falken unter Beschuss nahm. Eine erste Strafe gegen die Tigers, die Mieszkowski gezogen hatte, blieb ohne Folgen. Gut verteidigten die Wagnerstädter ihre Zone und ließen, bis auf einen Weitschuss durch Fischer, nichts zu. Dies sah – nachdem Kretschmann und Roach noch zwei Möglichkeiten ausgelassen hatten – beim zweiten Powerplay der Falken ganz anders aus. Zur Überraschung der Tigers schickten die Unparteiischen wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff Järveläinen raus. Nur 14 Sekunden benötigten die Falken hier, um auf die Anzeigentafel zu kommen. Fischer nahm Maß, Cabana hielt die Kelle rein und schon ging man mit einem Unentschieden in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt verpasste man die Chance, bei einem Powerplay, sofort über volle zwei Minuten ein Zeichen zu setzen, was die Gastgeber mehr und mehr zu Offensivaktionen beflügelte. Mit Einsatz, Glück bei einem Pfostentreffer, und einem stark aufspielenden Schmidt verteidigte man das Unentschieden. Als Stephan für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde, war es Williams, der sich aus der Ferne versuchte – den Abpraller verwertete Cabana zur Führung für die Falken. Dies „korrigierte“ Raab noch in der gleichen Spielminute mit einem Schuss aus dem Halbfeld, der den Weg ins Ziel fand. In der Folge verpasste Cornet, der an Andryukhov nicht vorbeikam sowie Gnyp, der die Latte anvisiert hatte. Im Schlussdrittel, das vermehrt von Kampf geprägt war, hatten Gracel sowie Ewanyk gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch verpufften. Es dauerte bis in die 55. Spielminute, bis Blomqvist einen Nachschuss verwerten konnte und damit zur Führung traf. Ähnlich wie beim Spiel am Donnerstag in Bayreuth, setzten die Falken alles auf eine Karte, nahmen den Goalie vom Eis und übten Druck auf das Tor der Wagnerstädter aus, die mit allem, was zu Verfügung stand, ihre Zone verteidigten. Mit dem Schlusspfiff kam Cornet am Ende noch zum Empty-Net-Treffer, der damit den 2:4 Endstand auf die Anzeigentafel schrieb. „Es war ein enges Spiel. Wir hatten den besseren Start im ersten Drittel im Vergleich zu den ersten beiden Spielen in Heilbronn. 1:1 war besser, als hinten zu liegen. Im zweiten Drittel hatte Heilbronn viele Chancen, waren gut in der offensiven Zone. Im letzten Drittel haben beide Mannschaften Druck ausgeübt. Schmidt hat hier seinen Job gemacht. Wir haben für das nächste oder für die nächsten beiden Spiele nun die Chance. Vielleicht müssen wir noch ein bisschen besser spielen, von der Strafbank wegbleiben, aber wir haben heute gut gekämpft. Bei 5 gegen fünf war das absolut okay. Ich bin heute stolz auf die Jungs“, so Rich Chernomaz im Anschluss an die Partie. Partie 6, die ggf. schon die Entscheidung bringen kann, steigt am Ostermontag im Bayreuther Tigerkäfig. Bully ist um 17:00 Uhr. (BT/av) |
|
Kassel HuskiesMatchpuck abgewehrt – Huskies verlängern die Serie (DEL2) Mit einem hart umkämpften 2:1 (1:0/1:0/0:1)-Heimsieg haben die Kassel Huskies den ersten Nauheimer Matchpuck im Halbfinale der DEL2-Playoffs abgewehrt. Die Schlittenhunde dominierten die Partie über die vollen 60 Minuten, unterließen es aber erneut, die zahlreichen Torchancen früher in ein deutliches Ergebnis umzuwandeln. Tristan Keck und Jamie Arniel waren schließlich die goldenen Torschützen für die Huskies. Huskies Coach Bo Subr hatte die Mannschaft im Vergleich zum letzten Spiel gleich auf mehreren Positionen umgestellt. Die zuletzt verletzt fehlenden Seigo und Detsch gaben ihr Debüt in der Playoffserie, McGauley wich auf die Tribüne und Tristan Keck nahm dessen Platz im Sturm um Weidner und Lowry ein. Und die Mannschaft schien den Ernst der Lage verstanden zu haben. Dominant von der ersten Minute, aber endlich auch mit dem Quäntchen Glück im Bunde, gingen die Huskies in die Partie. Als Tim Coffman bereits früh zum Strafschuss antreten durfte, schwante den 5.186 Fans in der Eissporthalle böses. Doch Kielly verhinderte den Rückstand und auf der Gegenseite war es eben jener Tristan Keck, der nur kurz danach das umjubelte 1:0 besorgte. Seigo hatte die Scheibe scharf vors Tor gespielt, wo der Ex-Nauheimer unhaltbar für Bick abfälschte. Arniel (16.) und Mieszkowski (20.) hätten dem Nervenkostüm weitere Linderung verschaffen können, doch es blieb beim 1:0. Und auch im zweiten Drittel behielten die Nordhessen den Fuß auf dem Gaspedal. So war es absolut folgerichtig, dass Arniel nach feinem Rückpass von Kapitän Shevyrin am kurzen Pfosten auf 2:0 erhöhte (26.). Beinahe hätte Rückkehrer Hans Detsch frei vor dem Tor das 3:0 markiert, doch Bick hielt seine Mannen zu diesem Zeitpunkt bravourös im Spiel (28.). Dann kamen die Gäste besser in die Partie. In Überzahl war es Jordan Hickmott, der Jake Kielly zu einer tollen Parade zwang (31.). Und auch der obligatorische Kracher ans Gestänge sollte nicht fehlen. Lowry zielte kurz vor Drittelende zu genau und jagte die Hartgummischeibe an die Latte von Bicks Kasten (38.). So blieb die Begegnung trotz der optischen Vorteile für die Nordhessen denkbar knapp. Im Schlussdrittel hätte Tomas Sykora bereits früh den Sack vermeintlich zu machen können, doch der Slowake scheiterte im Alleingang an Bick (42.). Also kam es wie es kommen musste: Jordan Hickmott schlenzte die Scheibe humorlos in Richtung Kielly und unter dem Blocker des Zerberus trudelte die Scheibe zum 2:1-Anschlusstreffer über die Linie (50.) Wie würden die Huskies reagieren? Nach kurzer Verunsicherung suchten die Schlittenhunde ihr Heil in der Offensive, doch erneut war es die Latte, die die Vorentscheidung in persona Lois Spitzner vertagte (55.). So gab es tatsächlich noch die gefürchtete Nauheimer Schlussoffensive. Mit dem zusätzlichen Feldspieler warfen die Mittelhessen nochmal alles nach vorne, doch Jake Kielly im Verbund mit seinen Vorderleuten hielten den Sieg fest. Mit dem zweiten Sieg der Serie verkürzten die Huskies auf 2:3, müssen sich jedoch bereits am kommenden Ostermontag um 18:30 Uhr im Nauheimer Colonel-Knight-Stadion dem nächsten Matchball erwehren. (ECK/mk) |
|
Krefeld PinguineRavensburg Towerstars - Krefeld Pinguine 5-4 (DEL2) Die Krefeld Pinguine sind aus den DEL2-Playoffs ausgeschieden. Die 4:5-Niederlage bei den Ravensburg Towerstars bedeutet das vierte verlorene Spiel im Halbfinale und das damit verbundene Serien-Aus. Die Pinguine fanden im ersten Drittel gut ins Spiel und gingen in der 14. Minute durch Davis Koch mit 1:0 in Führung. Pascal Zerressen schoss die Scheibe von der blauen Linie in Richtung Jonas Langmann, Koch fälschte geschickt ab und ließ dem Schlussmann der Towerstars keine Chance. Etwas über eine Minute später folgte der zweite Treffer der Pinguine. Zach Magwood eroberte sich die Scheibe als alleiniger Forechecker in der Offensivzone und lief von der rechten Seite frei auf Langmann zu. Mit einem Trickschuss zwischen seinen eigenen Beinen gegen die Laufrichtung sorgte der Kanadier für einen sehenswerten Treffer und die 2:0-Führung. Ravensburg fand durch RVT-Topscorer Robbie Czarnik jedoch noch vor der ersten Pause eine Antwort und halbierte in der 18. Minute den Vorsprung. Beflügelt durch das erste Tor, konnten die Towerstars einen Zwischensprint einlegen und das Spiel in eine für die Hausherren erfolgreiche Richtung steuern. Maximilian Hadraschek in der 24., Louis Latta in der 28., Sam Herr in der 35. und Josh MacDonald in der 39. Minute brachten Ravensburg mit 5:2 in Führung und sorgten für ein schier aussichtsloses Unterfangen, im letzten Drittel das Spiel noch zu drehen. Doch der KEV zeigte sich kämpferisch und konnte die Lücke zum RVT in der Tat nochmal verkleinern. Zuerst nahmen die Pinguine ein Geschenk der Towerstars an, als Tim Sezemsky und Jonas Langmann den Puck nicht unter Kontrolle bekamen und sich den Puck in das eigene Tor legten. Alexander Weiß bekam den Treffer in der 46. Minute zugesprochen. Mike Fischer läutete in der 55. Minute mit seinem 4:5-Anschlusstreffer eine dramatische Schlussphase ein. Mit dem sechsten Feldspieler auf dem Eis drängten die Pinguine auf den Ausgleich, fanden aber keinen Weg mehr vorbei an Jonas Langmann. (KEV/mt) |
|
Ravensburg TowerstarsFINALE! 5:4 HEIMSIEG ENTSCHEIDET HALBFINAL SERIE GEGEN KREFELD (DEL2) Was für eine Spannung, was für ein Erfolg! Die Ravensburg Towerstars haben am Samstagabend den vierten Sieg über die Krefeld Pinguine eingefahren und stehen damit im Finale der DEL2 Saison 2023/24. Beide Teams zogen im fünften Duell der Serie allerdings noch einmal alle Register der Dramatik. Mit drei Matchpucks und einer restlos ausverkauften CHG Arena im Rücken, erwarteten die Towerstars einen hart kämpfenden Gegner aus Krefeld. Das Vorchecking der Pinguine war noch aggressiver als in den Spielen zuvor und bei Rückeroberung rollten die Angriffe sofort und pfeilschnell in Richtung Ravensburger Tor. Die Verhinderung eines frühen Gegentores stand auch nach zwei Minuten im Fokus, als Luigi Calce im Zweikampf den Stock zu hoch hatte und zwei Minuten Strafzeit aufgebrummt bekam. Die Unterzahl überstanden die Oberschwaben schadlos, dafür setzte es den ersten Dämpfer in der 7. Minute. Davis Koch fälschte einen Schuss von Pascal Zerressen ab und die Scheibe schlug zum 0:1 ein. Und der nächste Rückschlag für die Oberschwaben folgte auf dem Fuß. Nur eineinhalb Minuten später erhöhte Zach Magwood gar auf 0:2. Der Pinguine Stürmer erkämpfte sich an der rechten Bande den Puck, zog vor das Ravensburger Tor und vernaschte Jonas Langmann mit einem Schuss, mit dem es bei der Wahl zum „Tor des Jahres“ wohl kaum ein Vorbei gibt. Da schnalzten selbst die Ravensburger Zuschauer mit der Zunge, zwei Minuten später war die nächste Reaktion allerdings euphorischer Torjubel. Robbie Czarnik positionierte sich im Slot und in unnachahmlicher Art setzte er seinen Schuss zum enorm wichtigen 1:2 Anschlusstreffer in die Maschen – nur noch 14 Sekunden standen im ersten Spielabschnitt auf der Uhr. Das zweite Spieldrittel war wieder einmal ein Beweis für die Moral und Wandlungsfähigkeit der Ravensburger Cracks in diesen Playoffs 2023. An den wichtigsten taktischen Stellschrauben wurde erfolgreich gedreht und es dauerte gerade einmal drei Minuten, ehe Max Hadraschek entschlossen nachsetzte und den Spielstand mit dem 2:2 egalisierte. Mit der lautstarken Kulisse im Rücken spielten die Oberschwaben auch weiterhin entschlossen nach vorne – das wurde vier Minuten später mit dem 3:2 Führungstreffer belohnt. Pawel Dronia zog von der blauen Linie ab, Louis Latta hielt den Schläger rein – Tor. Auch in den Folgeminuten hatten die Oberschwaben überdeutlich mehr vom Spiel, allerdings tauchten auch die Gäste aus der Seidenstadt immer wieder brandgefährlich vor dem Gehäuse von Jonas Langmann auf. Das Spiel wurde verbissener, es setzte auch verstärkt Strafzeiten. Den vierten Treffer erzielten die Oberschwaben allerdings beim Spiel 5 gegen 5. Kapitän Sam Herr wurde auf rechter Position in Szene gesetzt, Pinguins Torhüter Hendrik Hane war zum vierten Mal geschlagen. Noch perfekter machte Josh MacDonald dieses zweite Spieldrittel. Bei doppelter Überzahl brachte er das Spielgerät mit einem platzierten Schuss zum 5:2 im Netz der Gäste unter. Was nach einer vermeintlichen Vorentscheidung aussah, entpuppte sich im Schlussdrittel zu einer Dramatik, für die der Eishockeysport auch so geliebt wird. Auf höchst unglückliche Weise brachten die Towerstars die Krefeld Pinguine quasi selbst ins Spiel zurück. Eine Hereingabe von Alexander Weiß wurde zunächst von Florin Ketterer abgefälscht, der nächste Klärungsversuch von Tim Sezemsky direkt vor dem Torraum landete dann zum 5:3 im eigenen Tor. Noch waren knapp 15 Minuten zu absolvieren, die Towerstars wirken trotz des Gegentreffers aber mental gefestigt und erspielten sich einige Torchancen, die Führung wieder auszubauen. Vor allem während einer Überzahl in der 49. Minute. Dann unterlief den Towerstars knapp sieben Minuten vor Ende allerdings ein Wechselfehler und dafür gab es postwendend zwei Strafminuten. In allen vier Spielen zuvor konnten die Towerstars das Krefelder Powerplay erfolgreich abwehren, doch diesmal schlug ein abgefälschter Schlagschuss ein. Die Führung war auf nur einen Treffer zusammengeschmolzen und damit war eine dramatische Schlussphase garantiert. Die Towerstars wehrten sich sprichwörtlich mit „Mann und Maus“ gegen die Angriffe der Gäste, die durch die Herausnahme des Torhüters knapp zwei Minuten vor Ende noch druckvoller wurden. Immer wieder stockte den Zuschauern in der CHG Arena der Atem, als der Puck mehrfach gefährlich im Torraum der Towerstars frei lag – oder ein Schuss aus dem eigenen Drittel in Richtung leerem Gäste-Tor an den rechten Pfosten knallte. Die letzten 10 Sekunden zählten die Fans dann herunter und dann war es geschafft. Mit einer 4:1 Serie gegen den PENNY DEL Absteiger und Meisteraspiranten Krefeld zogen die Towerstars wie schon im Vorjahr ins Finale der DEL2 ein und kämpfen ab 16. April um den Meistertitel. Der Gegner dort steht noch nicht fest, da die Kassel Huskies beim 2:1 Heimsieg den Serienrückstand auf 2:3 verkürzen konnten und die Entscheidung mindestens bis Ostermontag vertagt wurde. „Ich bin so unfassbar stolz auf die Jungs. Mit dem Teamgeist in der Kabine, dem Charakter und der Moral auf dem Eis haben sie sich dieses Finale gemeinsam mit den Zuschauern absolut verdient, sagte Coach Peter Russell nach dem Spiel. Jetzt dürfen sich die Towerstars über die Osterfeiertage zurücklehnen, ehe die Vorbereitung auf das absolute Highlight der Saison ansteht. Jetzt dürfen sich die Towerstars über die Osterfeiertage zurücklehnen, ehe die Vorbereitung auf das absolute Highlight der Saison ansteht. (EVR/fe) |
|
Starbulls RosenheimDisziplinierte Starbulls holen sich den ersten Halbfinalsieg (OLS) Die Starbulls Rosenheim haben das erste Spiel der Halbfinalserie der Playoffs zum Aufstieg in die DEL 2 gegen die Hannover Scorpions für sich entschieden. Am Abend des Karsamstags gewannen die Grün-Weißen in der Mellendorfer ARS-Arena gegen den Meister der Eishockey-Oberliga Nord mit 3:1. Vor 2.010 Zuschauern überzeugten die Starbulls mit einer cleveren und disziplinierten Defensivleistung, sodass die Tormaschine der hochdotierten Hausherren nicht ins Laufen kam. Großen Anteil am Rosenheimer Auswärtserfolg hatte aber auch Keeper Christopher Kolarz, der eine herausragende Leistung bot. Manuel Strodel und Norman Hauner brachten die Starbulls mit 2:0 in Führung, Lukas Laub fixierte mit einem Empty-Net-Goal den Endstand. Weil neben dem starken Verteidiger Klemen Pretnar kurzfristig auch noch Stürmer Tyler McNeely ausfiel, musste Starbulls-Headcoach Jari Pasanen umbauen. Den ersten Sturm bildeten diesmal Travis Oleksuk, Manuel Strodel und Norman Hauner und da nur elf Stürmer zur Verfügung standen, war statt einer kompletten vierten Offensiv-Linie Rotieren angesagt. Die Gastgeber hatten alle Leistungsträger an Bord und nahmen vom ersten Bully an das Heft sofort in die Hand. Die Starbulls gerieten sofort unter Druck, ließen aber dank ihrer disziplinierten defensiven Spielweise nur wenige Abschlüsse aus gefährlichen Positionen zu oder blockten diese effektiv. In der neutralen Zone gelang es dem von Pasanen perfekt eingestellten Taam sehr gut, Geschwindigkeit aus dem Spiel der Hausherren zu nehmen. Vor allem die brandgefährliche rein kanadische Paradereihe mit den drei Topscorern Pascal Aquin, Brandon Alderson und Allan McPherson rieb sich an den kampfstarken Starbulls regelrecht auf. Und alles, was auf das Rosenheimer Tor kam, wurde zur Beute vom prächtig aufgelegten Torwart Christopher Kolarz, der Ruhe und Sicherheit ausstrahlte und mit starken Reflexen und perfekter Antizipation glänzte. Die Starbulls setzten ihrerseits immer wieder gefährliche Akzente in der Offensive – und gingen noch vor der ersten Pause in Führung. Travis Oleksuk steckte clever durch auf Manuel Strodel, der den Puck raffiniert ins kurze Eck unter die Latte zwirbelte und damit einen verdutzten Scorpions-Torwart Brett Jaeger zurückließ (16.). In der verbleibenden Zeit bis zur ersten Pause und in den Anfangsminuten des zweiten Drittels – unterstützt von einer Überzahlsituation – bauten die Gastgeber großen Druck auf und drängten auf das 1:1, die Ordnung im Rosenheimer Defensivspiel ging aber auch in diesen kritischen Phasen nicht verloren. Die zweite Hälfte des Mitteldrittels gehörte jedoch den Grün-Weißen. Beim zweiten Rosenheimer Powerplay wartete Norman Hauner geschickt den idealen Abschlussmoment ab, um einen Handgelenkschuss aus der Halbdistanz unhaltbar halbhoch im linken Eck zu versenken (34.). Die Starbulls führten mit 2.0 und hätten jetzt den dritten Treffer nachlegen können. Dominik Daxlberger traf nach einer schönen Einzelleistung den Innenpfosten, von wo aus die Scheibe wieder ins Feld zurücksprang (37.) und Stefan Reiter scheiterte bei einem Gegenstoß am Scorpions-Keeper (38.). Mit einem Überzahlspiel zu Beginn des dritten Drittels konnten die Grün-Weißen wenig anfangen – und danach ging das Spiel fast nur noch in Richtung Christopher Kolarz. Zwar verteidigten seine Vorderleute weiterhin geschickt und diszipliniert, konnten nun aber auch einige hochkarätige Torchancen für die Gastgeber nicht mehr abwenden. Gegen den alleine vor ihm abschließenden Christoph Kabitzky rettet Rosenheims Schlussmann noch spektakulär, bei einem noch leicht abgelenkten Flachschuss von Allan McPherson hatte Kolarz aber keinerlei Sicht und daher keine Abwehrchance (49.). Nach dem 1:2-Anschlusstreffer stand die Partie auf des Messers Schneide. Die Hausherren drückten, die Starbulls fighteten. Mit einem starken Reflex gegen Pascal Aquin (57.) verhinderte Christopher Kolarz den 2:2-Ausgleichstreffer ebenso wie mit Paraden bei Schüssen von Brandon Alderson, als Scorpions-Cheftrainer Kevin Gaudet seinen Torwart Brett Jaeger für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis genommen hatte. 25 Sekunden vor der Schlusssirene versenkte Lukas Laub eine an der gegnerischen blauen Linie abgefangene Scheibe ins leere Tor zum 3:1-Endstand. „Wir sind mit großem Respekt zu den Scorpions gefahren und wussten ganz genau, was uns erwartet. Jamie Bartman und ich haben die Mannschaft von Kevin Gaudet studiert und waren beeindruckt. Sie machen das ganze Spiel über großen Druck, man muss hellwach sein und braucht eine gute Torwartleistung, um sie zu schlagen. Wir können uns glücklich schätzen, dass uns das heute gelungen ist“, sagte Starbulls-Headcoach Jari Pasanen nach der Partie. Um ins Playoff-Finale einzuziehen, muss seine Mannschaft gegen den starken Meister der Oberliga Nord noch zwei Spiele gewinnen. Weiter geht es in der Playoff-Halbfinalserie der Starbulls Rosenheim gegen die Hannover Scorpions am Ostermontag. Spiel zwei vor 5.022 Zuschauern im bereits ausverkauften ROFA-Stadion beginnt um 17 Uhr, EInlass ist um 15:30 Uhr. Die Liveübertragung der Partie ist buchbar auf www.sprade.tv. (SBR/ah) |
|
| Frauen Nationalmannschaft - Bundesliga - Landesverbände |
|
| Tag 4: Abschluss 2. Spieltag und Start in den 3. Spieltag Zwei Spiele wurden am 4. Tag der WM in Brampton/Kanada ausgetragen. Kanada gewann dabei auch sein 3. Spiel in der Gruppe A und Schweden holte mit einem Sieg im Spiel der Gruppe B wichtige Punkte im Kampf um das Viertelfinale. Gruppe A: Kanada siegt mit Shutout Japan – Kanada 0:5 (0:2/0:2/0:1) Japan war auch in diesem Spiel klarer Außenseiter, ein Sieg von Kanada wurde erwartet. Und Kanada setzte den Außenseiter auch schwer unter Druck. Die Japanerinnen kämpften aber gut und auch das frühe 0:1 nach vier Minuten warf sie nicht aus der Bahn. Nach schöner Vorarbeit von Marie-Philip Poulin brauchte Brianne Jenner nur noch einzuschießen. Fünf Minuten später konnte Sarah Fillier mit einem Nachschuss auf 0:2 erhöhen. Weitere Gegentore konnte Japan im 1. Drittel verhindern. Offensivaktionen gab es allerdings nur wenige, einen Torschuss konnte Japan im 1. Drittel abgeben. Die erste Strafe gegen Japan nutzte Kanada zum 0:4. Sarah Nurse fälschte einen Schuss von Erin Ambrose unhaltbar ins Tor ab und es stand nach 24 Minuten 0:3. Zur Hälfte des Spiels wechselte Japan die Torhüterin, für Miyuu Masuhara kam Riko Kawaguchi. Sie musste 85 Sekunden vor der Pause das 0:4 hinnehmen, Nathalie Spooner lenkte einen Pass ins Tor ab. Nach einigen nicht genutzten Powerplays beider Teams kam Kanada drei Minuten vor dem Ende zum 5. Treffer. Sarah Fillier erzielte ihr zweites Tor in diesem Spiel und so gewann Kanada am Ende mit 0:5. Elf Schüsse konnte Japan abgeben, alle wurden von Emerance Maschmeyer abgewehrt und so ist sie Torhüterin Nr. 3, der ein Shutout gelingt. Gruppe B: Schweden meldet sich zurück Schweden – Ungarn 6:2 (4:2/1:0/1:0) Schweden stand nach der Auftaktniederlage gegen Deutschland schon unter Druck, ein Sieg musste her, um noch Chancen auf das Viertelfinale zu haben. Ungarn würde mit einem weiteren Sieg einen ganz großen Schritt im Kampf um einen der ersten drei Plätze in dieser Gruppe machen. Nach zunächst ausgeglichenem Beginn mit wenig Torabschlüssen konnte Schweden nach genau 180 Sekunden in Führung gehen. Hilda Svensson erlief sich an der Bande den Puck und ihren Querpass verwandelte Lina Ljungblom zum 1:0. Ungarn wankte nun ein wenig und das nutzte Schweden aus. Wieder konnte Lina Ljungblom einen Querpass verwerten und Ungarns Torhüterin Aniko Nemeth war nach sieben Minuten erneut geschlagen. Doch diesmal konnte Ungarn schnell antworten, 74 Sekunden später führte ein Konter zum Anschlusstreffer. Fanni Gasparics scheiterte noch mit einen Schuss, gegen den Nachschuss von Mira Seregely war Schwedens Torhüterin Sara Grahn aber machtlos. 24 Sekunden nach dem Treffer kassierte Schweden die erste Strafe des Spiels und das Powerplay nutzte Ungarn, um durch Reka Dabasi den Ausgleich zu erzielen (9.), sie fälschte einen Schuss von Alexandra Huszak unhaltbar ins Tor ab. Doch auch die Schwedinnen können Powerplay und das bewiesen sie nach 14 Minuten. Linda Ljungblom zog ab und durch ihren dritten Treffer in diesem Spiel führte Schweden wieder. Es war nicht der letzte Treffer in diesem Anfangsdrittel, denn ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Linnea Andersson, landete eine Minute später zum 4:2 im Tor von Ungarn. Es gab noch ein weiteres Powerplay von Ungarn, nach unterhaltbaren 20 Minuten blieb es aber bei sechs Toren. Es ging im 2. Drittel abwechslungsreich weiter. Beide Teams griffen weiter an und es gab einige gute Torchancen. Ungarn konnte in der Anfangsphase eine Strafe gegen Schweden nicht nutzen, dafür schlug Lina Ljungblom zum 4. Mal zu. Sie ging alleine durch und ihr Schuss landete nach 25 Minuten im Tor von Ungarn. Aniko Nemeth ging nun vom Eis und für sie kam Zsuzsa Revesz. Weitere Strafen gegen Schweden brachten Ungarn Vorteile, es gab aber im Vergleich zum 1. Drittel weniger Torschüsse. Es blieb auch bei einem Treffer in diesem Drittel, Schweden führte mit 5:2 und war nah dran am ersten WM-Sieg. Ungarn musste kommen, sollte hier noch wenigstens ein Punkt geholt werden. Schweden spielte aber weiter mit, nur Torchancen gab es zunächst kaum. Ganze sechs Torschüsse konnten die Teams in den ersten 12 Minuten des Drittels abgeben, in den ersten 40 Minuten waren es zusammen 42. Schuss Nr. 7 brachte Schweden das 6:2. In Überzahl zog Hilda Svensson ab und nach drei Vorlagen in diesem Spiel erzielte sie Turniertreffer Nr. 3. Weitere der wenigen Chancen konnten nicht genutzt werden und so gewann Schweden am Ende verdient mit 6:2. Schweden zeigte sich deutlich verbessert, Ungarn spielte aber wieder gut mit. So dürften beide ein Wörtchen um die Plätze im Viertelfinale mitreden. (NIS/ns) |
| Sonntag 9.April 2023 | www.icehockeypage.de | ||
|
- Kaderlisten - Ergebnisse und Tabellen |









Red Bull München
Bayreuth Tigers
Kassel Huskies
Krefeld Pinguine
Ravensburg Towerstars
Starbulls Rosenheim


