IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 14.Oktober 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga West und Regionalliga Ost.
Eisbären Berlin (DEL)
Eisbären All Stars am 22.10. mit Benefizspiel für den Eisbären Nachwuchs
Die Eisbären All Stars werden am 22. Oktober um 12 Uhr in der Mercedes-Benz Arena Berlin
ein Benefizspiel zugunsten der Eisbären Juniors gegen das russische Team von Gazprom
export Hockey bestreiten. Dieses Match wird am übernächsten Sonntag das Vorspiel zur
DEL-Paarung der Eisbären gegen Meister München sein (Spielbeginn 17 Uhr).
„Wir freuen uns darauf, eine neue Chance zu bekommen, das russische Team endlich einmal
zu besiegen“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Wir stellen gerade unser Team
zusammen und unsere Fans können sich auf ein Wiedersehen mit einigen sehr bekannten
ehemaligen Eisbären- und DEL-Akteuren freuen.“
Alle Dauerkarteninhaber der Eisbären Berlin sind zu diesem Match eingeladen und können
ganz normal mit ihrer Dauerkarte in die Arena kommen. Zudem kann sich jeder Eisbären-Fan
im Fanshop in der Mercedes-Benz Arena Berlin zwei kostenfreie Tickets für dieses Spiel
abholen.
Gazprom unterstützt die Eisbären Juniors Berlin aufgrund dieses Spiels mit einer mindestens
vierstelligen Summe. Für jeden Zuschauer, der zur Partie erscheint, geht ein Euro an den
Nachwuchsverein der Eisbären.
Düsseldorfer EG (DEL)
Gute DEG verliert unglücklich nach Verlängerung in Köln
Die Düsseldorfer EG hat das erste Rheinische Derby der Saison mit 2:3 (0:2; 2:0; 0:0; 0:1) nach Verlängerung verloren. Die 216. Auflage des Duells gegen die Kölner Haie bestach von Beginn an mit hohem Tempo, Chancen auf beiden Seiten und sah am Ende vor 16.189 Zuschauern einen Verlierer, der die Eisfläche nach toller Leistung erhobenen Hauptes verlassen konnte.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls im Champions-League-Achtelfinale gegen Bern
Der EHC Red Bull München trifft im Achtelfinale der Champions League auf den SC Bern. Das ergab die Auslosung am Freitagmittag in Helsinki. Bereits im August trafen beide Teams beim Red Bulls Salute aufeinander, die Münchner gingen als Sieger vom Eis.
„Gegen Bern haben wir ja bereits in der Vorbereitung gespielt, konnten unseren Gegner also schon etwas kennenlernen. Wir haben gegen sie sehr gut gespielt – aber auch gesehen, wie stark sie sind“, so Kapitän Michael Wolf zum erneuten Duell zwischen dem Deutschen und dem Schweizer Meister. Wolf erwartet die Berner stärker als vor der Saison: „Es wird in der Champions League sicher ein anderes Spiel werden. Sie mischen nicht umsonst in der starken schweizerischen Liga ganz oben mit und haben auch in der Gruppenphase der Champions League starke Leistungen gezeigt.“ Der 36-Jährige blickt aber optimistisch auf die Partie: „Wir freuen uns auf das Duell gegen eines der Top-Teams aus der Schweiz.“ Dem pflichtet auch Verteidiger Konrad Abeltshauser bei: „Das ist sicher kein leichtes Los, aber ich freue mich riesig auf die zwei Begegnungen. Bern ist bekannt für eine super Stimmung in der Halle.“ Abeltshauser erwartet ein ganz enges Duell: „Wir sind beide Champions in unserer Liga. Das wird ein richtiger Fight mit ordentlich Feuer drin.“
Das Hinspiel findet entweder am 31. Oktober oder am 1. November in Bern statt. Eine Woche später, am 7. November, steigt dann das Rückspiel im Olympia-Eisstadion. Die endgültige Terminierung soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden. Der Sieger trifft im Viertelfinale auf den Gewinner des Duells Red Bull Salzburg gegen Växjö Lakers.
Red Bulls holen Derbysieg in Straubing
Der EHC Red Bull München gewinnt das bayerische Derby bei den Straubing Tigers mit 5:2 (2:1|1:0|2:1). Die Torschützen für die Red Bulls in Niederbayern waren Markus Lauridsen, Jason Jaffray, Brooks Macek, Ryan Button und Yannic Seidenberg.
Die Partie am Straubinger Pulverturm begann für München mit einem Rückschlag: Austin Madaisky brachte das Heimteam aus zentraler Position in Führung (5.). Doch sieben Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts hatten die Isarstädter das Spiel gedreht. Erst fälschte Markus Lauridsen (15.) einen Schuss ab, dann stand Jason Jaffray im Slot richtig und erzielte die Führung (20.).
Nach der ersten Pause machten die Red Bulls genau da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten: Das Team von Don Jackson schnürte die Tigers in ihrem Drittel ein und kam zum verdienten 3:1: Brooks Macek verwandelte dabei ein Zuspiel von Steve Pinizzotto (26.). Jon Matsumoto (32.) und Frank Mauer (35.) hätten erhöhen können, doch Tigers-Goalie Drew MacIntyre parierte zwei Mal grandios mit der Fanghand.
Alles klar machte Ryan Button, der vor der Saison aus Iserlohn kam, mit seinem ersten Treffer für die Red Bulls, als er MacIntyre auf der Stockhandseite überwinden konnte (52.). In Überzahl konnte Yannic Seidenberg von der blauen Linie zum 5:1 erhöhen (55.), bevor Thomas Brandl noch einmal verkürzte (59.).
Ryan Button:
„Wir sind gut rausgekommen und haben vor dem Tor stark abgeschlossen. Straubing ist ein aggressives Team, bei dem sich die Mannschaft in den letzten Jahren immer schwer getan hat. Umso besser ist es, dass wir fünf Tore geschossen haben. Den guten Lauf wollen wir jetzt auch in das Spiel gegen Bremerhaven mitnehmen.“
Tölzer Löwen (DEL2)
Kathan sichert ersten Auswärtssieg der Tölzer Löwen - 4:3 nach Verlängerung in Heilbronn
Er war ein hartes Stück Arbeit, dieser 4:3-Sieg der Tölzer Löwen in Heilbronn. Erst ein später Doppelpack von Klaus Kathan sicherte den Buam die Punkte.
„Der Gegner hat überragend begonnen. Offensiv sehr stark. Wir haben damit Probleme gehabt im ersten Drittel“, analysiere Löwen-Coach Rick Boehm. Die angesprochene Falken-Offensivpower spiegelte sich in zwei schnellen Treffern wieder. Bei Gegentreffer Nummer eins wurde Manuel Edfelder unglücklich von einem Schiedsrichter behindert, so dass sein Gegenspieler Kevin Lavalleé alleine auf Mechel zulaufen konnte und zur Führung einschob. Nur 26 Sekunden später jubelte der Großteil der 1218 Zuschauer erneut. Mark Heatley traf unbedrängt erst den linken und dann den rechten Innenpfosten. Der Puck sprang raus aus dem Tor, doch die Scheibe schien die Linie schon überquert zu haben – das wurde im Videobeweis klargestellt. Die Löwen fingen sich in der Folge etwas und waren gleichwertig. Allerdings mussten sie einen Schockmoment hinnehmen: Ein finnischer Mitspieler krümmte sich wegen einer Verletzung am Knie – nichts Neues für die Löwen. Es traf Joonas Vihko, der einen Check gegen das Knie bekam. Eine genaue Diagnose wird erst die Kernspintomographie am Samstag geben. Gegenspieler Kyle Helms musste vorzeitig in die Kabine und die Löwen nutzten die Spieldauer-Strafe zum Anschlusstreffer. Manuel Edfelder hielt die Kelle in einen strammen Pass von Thomas Schenkel und markierte den Anschluss.
„Das Spiel war für mich als Trainer sehr anstrengend. Ich fande es etwas chaotisch“, zeigte sich Rick Boehm nicht vollends zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Denn auch im Mitteldrittel waren es die Falken, die erstmals trafen. Nachdem der stark aufspielende Brandon Alderson noch den Pfosten traf, versenkte Matt MacKay den Puck im Nachschuss zum 3:1. Die Löwen mussten erneut einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen, taten dies aber umgehend. Das Verteidigungs-Duo André Lakos und Andreas Schwarz spielte einen sehenswerten Doppelpass, den Letzterer ins Tor vollendete. Auch Heilbronn hätte im zweiten Drittel noch weitere Treffer machen können, doch „wir hatten auch einen starken Torwart heute. Andi Mechel hat uns im Spiel gehalten“, honorierte Boehm die Leistung seines Goalies. Mechel rettete zweimal spektakulär gegen die Falken und ermöglichte den Löwen damit überhaupt erst die Chance noch den Ausgleich zu erzielen. Klaus Kathan nahm das Angebot Mechels an und traf in der 42.Spielminute zum Ausgleich – ein humorloser Direktschuss des Routiniers. Da in der restlichen Spielzeit keine Tore mehr fielen, ging es in eine Verlängerung. Dass die Löwen die Overtime mögen, zeigten sie schon in der Vorbereitung – und es sollte so weitergehen. Philipp Schlager holte ein Powerplay heraus, das Teamkollege Kathan zum 3:4-Endstand nutzte. Der Schuss des 40-jährigen schlug genau im Winkel ein – das fünfte Saisontor Kathans, der wohl einfach nicht alt werden möchte.
Die Löwen zeigten nicht ihre Bestleistung, dennoch konnten sie die ersten Auswärtspunkte der Saison einpacken. „Wir sind natürlich glücklich darüber“, so Boehm. Die Buam mussten diese Saison schon oft schmerzlich erfahren, dass am Ende nur die Punkte zählen – und das sind nach dem Freitagsspiel nun wieder zwei mehr. Am Sonntag sind die Lausitzer Füchse in Bad Tölz zu Gast. Los geht’s um 19:00 Uhr.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Tigers mit kämpferischer Leistung aber ohne Punkte
Trotz einiger Stammkräfte, auf die man beim Tabellenführer verzichten musste, war die Favoritenrolle klar – vor der Partie.
Trotzdem, und gerade wegen des dezimierten Kaders der Steelers, rechnete man sich im Lager der Tigers Chancen auf den einen oder anderen Punkt aus. Und bis wenige Minuten vor Schluss nährte der Spielstand – bis Dato fielen keine Tore - diese Hoffnung. 56 Minuten lang hielt man gegen einen technisch und mit etwas mehr Spielanteilen gesegneten Gastgeber ein 0:0, bevor eine nicht unumstrittene Strafzeit gegen die Tigers das Blatt wendete. Sergej Stas musste wegen eines „Stockschlages“ für zwei Minuten in die Kühlbox und nach drei, ohne zählbares Ergebnis, zuvor gespielten Powerplays trafen die Gastgeber nun zum 1:0. Die Hoffnung auf den Ausgleich nur kurze Zeit später wurde durch die erste und einzige Strafe an diesem Abend gegen die Steelers genährt. Als Kelly wegen Beinstellens auf die Strafbank wanderte und die Uhr noch eine Restzeit von 2:06 anzeigte, nahm Trainer Waßmiller für den Rest der noch verbleibenden Zeit den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Alles Anrennen sollte aber nichts mehr bringen und wie so oft in solchen Situationen, kamen die Gastgeber wenige Sekunden vor Schluss an die Scheibe und erzielten per Empty-Net den Endstand zum 2:0.
Im ersten Spielabschnitt konnten die Tigers den Gegner meistens auf Abstand halten. Auch wenn die Steelers insgesamt ein leichtes Übergewicht an Spielanteilen verzeichnen konnten, so war die gefährlichste Phase das zweite Überzahlspiel, als Neher seinem Team für zwei Minuten fehlte. Ein regelrechtes Scheibenschießen war für die nächsten 120 Sekunden zu verzeichnen. Tomas Vosvrda hatte, wie schon so oft, einen starken Tag und lies sich regelrecht warm schießen.
Der Mittelabschnitt begann ruhig – beide Teams brauchten etwas um wieder auf Temperatur zu kommen. In dieser Phase verzeichneten die Tigers die erste große Chance als Sebastian Busch den an diesem Abend auffälligen Gläser bediente – der aber im letzten Moment erfolgreich am Einschuss gehindert werden konnte. Kurz darauf war es wieder Vosvrda, der sein ganzes Können gegen den allein auf ihn zulaufenden Kelly aufbieten musste, um sein Team im Spiel zu halten. Fast im Gegenzug erneut die Chance für die Tigers und wieder war es Gläser, der in einer 3 auf 1 Situation in Szene gesetzt werden sollte. Ab Mitte des Spielabschnitts besannen sich die Hausherren dann wieder auf ihre Stärken und konnten sich ihrerseits mehrere Chancen, die oft mit etwas zu viel Lässigkeit vergeben wurden, erspielen.
Bis zur Hälfte des Schlussdrittels konnten sich die Steelers wieder ein leichtes optisches Übergewicht erkämpfen – bei Fünf gegen Fünf aber ohne Erfolg. Für die Tigers, die zwei gute Gelegenheiten hatten, war es an diesem Abend schon fast typisch, Gläser, der in Minute 49 aus halbrechter Position
eine gute Einschussmöglichkeit verzeichnete. Nur wenige Augenblicke später hätte Stas wohl die Option ziehen sollen, den alleinstehenden Sebastian Busch anzuspielen. Sein Schuss war sichere Beute von Goalie Martinovic. Als man sich gedanklich bereits auf eine anstehende Verlängerung eingerichtet hatte, nahm das Schicksal aus Bayreuther Sicht mit der eingangs beschriebenen Strafe seinen Lauf….
Sergej Waßmiller konstatierte seinem Team in der Pressekonferenz eine gute und kämpferische Leistung und war mit dem Gezeigten durchaus zufrieden. Es war – gerade auch wegen der ansprechenden Leistung, nach Worten Waßmillers, eine bittere Niederlage.
Am kommenden Sonntag steht der nächste Auftritt der Tigers-Truppe auf dem Programm. Um 18.30 Uhr ist Bully im heimischen Tigerkäfig. Gegner werden die Dresdner Eislöwen sein, die am heutigen Abend auf eigenem Eis eine Niederlage gegen die Towerstars aus Ravensburg einstecken mussten.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
1:6! Eispiraten am Freitag den 13. glücklos - Westsachsen mit bitterer Niederlage in Bad Nauheim
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr drittes Spiel der laufenden Spielzeit verloren. Beim EC Bad Nauheim setzte es für die Mannschaft von Trainer Kim Collins eine 6:1-Niederlage. Die Westsachsen waren dennoch bemüht und machten über weite Strecken der Partie keine schlechte Figur, weshalb das Endergebnis nicht ganz den Spielverlauf wiederspiegelt. Robbie Czarnik erzielte den einzigen Treffer für die Crimmitschauer.
Die Eispiraten erwischten sogar den besseren Start ins Spiel und strahlte schon früh in der Begegnung viel Torgefahr aus. So reagierte erst Torhüter Bick klasse gegen Ossi Saarinen, wenig später traf Robbie Czarnik dann nur das Aluminium. Dennoch gingen die Gastgeber in Führung. Im Powerplay traf Radek Krestan zum 1:0 für Bad Nauheim (12.). Doch die Crimmitschauer hatten eine schnelle Antwort parat. Nach toller Vorarbeit von Jordan Knackstedt, war es sein Sturmkollege und Goldhelm Robbie Czarnik, der auf 1:1 stellte (15.)! Wieder Saarinen und Patrick Pohl vergaben kurze Zeit später dann ihre Chancen auf das 2:1.
Danach erhöhten die Kurstädter den Druck. Gerade Krestan sorgte immer wieder für Unruhe. Der Stürmer der Hessen war es auch der den Führungstreffer zum 2:1 (28.) besorgte. Der Druck der Nauheimer setzte sich fort, die Mannschaft von Kim Collins wusste im Mitteldrittel dagegen kaum Akzente in der Offensive zu setzen. So waren es erneut die Roten Teufel, welche vier Minuten vor der zweiten Pause wieder jubeln durften. Nach starker Vorarbeit war es Ratmann, der Olivier Roy im Piraten-Tor keine Abwehrchance ließ.
Es war also eine deutliche Steigerung notwendig, um das Spiel wieder zu drehen. Doch die Mannschaft von Petri Kujala wusste ihre Führung vor den 2.154 Fans im Colonel-Knight-Stadion (knapp 100 aus Crimmitschau) clever zu verteidigen und fuhr zudem immer wieder gefährliche Angriffe auf das Piraten-Tor. Innerhalb weniger Augenblicke stellten Sylvester (44.) und Bettahar (45.) auf 5:1 und Roy verließ wütend sein Gehäuse. Neu in der Partie war somit Clemens Ritschel, welcher seine ersten Einsatzminuten in der DEL2 bekam. Trotz mehrerer guter Saves blieb der Backup-Goalie der Westsachsen aber nicht ohne Gegentreffer. Erneut Sylvester traf in Minute 56 zum 6:1 und stellte somit auch den Endstand her.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen unterliegen Ravensburg
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit 2:5 (0:0; 2:4; 0:1) verloren. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Daniel Pfaffengut den Gast vor 2305 Zuschauern in Führung (23.), ehe Adam Lapsansky den zweiten Treffer für die Towerstars markierte (26.). Tim Walther erzielte den Dresdner Anschlusstreffer (27.), doch Arturs Kruminsch legte an alter Wirkungsstätte für Ravensburg nach (33.). Im Powerplay war Eislöwen-Kapitän René Kramer erfolgreich (38.), doch abermals trafen die Gäste kurz vor der Pausensirene durch Robin Just (40.). Im Schlussdrittel machte Jakub Svoboda (54.) in Unterzahl mit dem 2:5 den Sack aus Sicht der Ravensburger zu.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben im ersten Drittel verpasst die Tore zu machen und Gegentore aufgrund von individuellen Fehlern kassiert. Insgesamt war unser Stellungsspiel schlecht. Natürlich ist es schwierig mit fünf Verteidigern zu spielen. Kurz nach Spielbeginn mussten wir durch den Ausfall von Matt Siddall auch die Reihen umstellen und das Überzahl-Spiel anpassen. Gescheitert sind wir heute aber an unserer schlechten Chancenverwertung.“
Jiri Ehrenberger: „Wir wollten unbedingt die Punkte holen. Das ist uns gelungen, auch wenn wir im ersten Drittel nicht so überzeugend aufgetreten sind und Dresden viel Druck gemacht hat. Jonas Langmann hat uns im Spiel gehalten. Im zweiten Drittel haben wir dann besser agiert. Wichtig war, dass wir nach dem Anschlusstreffer wieder den alten Abstand herstellen konnten. Das hat uns Sicherheit gegeben.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 15. Oktober um 18.30 Uhr bei den Bayreuth Tigers.
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies schlagen Freiburg klar
Verstärkt mit dem Ex-NHLer James Wisniewski empfingen die Kassel Huskies am heutigen
Freitag die Wölfe Freiburg. Beide Teams waren zuletzt insbesondere durch Inkonstanz aufgefallen
und hofften mit einem weiteren „Dreier“ in der Saison anzukommen. Beim Aufeinandertreffen mit
den Breisgauern musste Coach Rossi auf den am Knie verletzten Klinge sowie die in Mannheim
weilenden Maginot, Hungerecker und Koziol verzichten.
Abwartend starteten beide Mannschaften vor 3.086 Zuschauern in der Kasseler Eissporthalle in
die Partie, so dass es acht Minuten dauerte bis die Torsteher erstmals eingreifen mussten. Doch
sowohl Wölfl auf Seiten der Freiburger als auch sein Kasseler Gegenüber Pantkowski hatten mit
den Schüssen von Toni Ritter (8.) als auch Jannik Woidtke (9.) keinerlei Probleme. Auch das
weitere Drittel war geprägt von Kampf im Mitteldrittel der Eisfläche. Lediglich bei einem Schuss
des Freiburger Tobi Kunz aus Nahdistanz musste Mirko Pantkowski sein ganzes Können zeigen
und bewahrte sein Team vor einem Rückstand.
Zum zweiten Drittel kamen die Huskies wie verwandelt aus der Kabine. Beflügelt von Leichtigkeit
im Spielaufbau dauerte es nur 23 Sekunden ehe Braden Pimm in Überzahl den oft zitierten
„Dosenöffner“ fand und im Powerplay auf 1:0 stellte (21.). Der Führungstreffer beflügelte aber auch
die Gäste. Pantkowski rettete in der Folge gleich mehrfach sehenswert gegen Billich (21.) und
Saccomani (24.). Erst Mitte des zweiten Drittels kam der Schlitten der Huskies so richtig ins
Rollen. Mit einem Doppelschlag binnen 12 Sekunden brachten Michi Christ (32.) und erneut Pimm
(32.) die Huskies mit 3:0 in Front. Mike Little im Powerplay (34.) und Evan McGrath (40.) sorgten
mit den Treffern vier und fünf für weitere Ausrufezeichen.
Im Schlussdrittel besannen die Huskies dann auf solide Defensivarbeit. Auch der Freiburger
Ehrentreffer von Enrico Saccomani kurz nach Drittelbeginn sollte schließlich kein Startschss für ein
Comeback der Wölfe mehr werden (42.). Sieben Minuten vor dem Ende sorgte Patrick Klöpper mit
einem Lupfer über den bereits am Boden liegenden Wölfl für den 6:1 Endstand, der die Huskies-
Fans nach der Schlusssirene mit strahlenden Gesichtern ins Wochenende entließ.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
ESVK liefert dem Meister einen tollen Kampf / Joker holen nach starkem Auswärtsspiel beim DEL2 Meister einen Punkt - turbulente Schlussphase
Eine tolle Auswärtspartie vor 3640 Zuschauern absolvierte der ESVK am heutigen Freitagabend beim DEL2 Meister in Frankfurt. In dieser sich vor allem in der Schlussphase und in der Verlängerung die Ereignisse schier überschlugen. Am Ende setzten sich die Löwen mit 5:4 in der Verlängerung durch. Aber der Reihe nach:
Die Joker hatten nach knapp drei Minuten die erste top Chance der Partie durch Philipp de Paly. Das ESVK Eigengewächs scheiterte jedoch knapp an Löwen Keeper Florian Proske. Im direkten Gegenzug ging das Heimteam dann in Führung. Wade MacLeod nutze einen Abspielfehler der Joker Hintermannschaft und überwand den chancenlosen Stefan Vajs mit einem trockenen Schuss direkt in den Winkel. Die nächsten beiden hundertprozentigen Chance vergab dann wieder ein Kaufbeurer. Joey Lewis tauchte zwei Mal völlig alleine vor Florian Proske auf. Zuerst scheiterte er mit einem Handgelenkschuss am Pfosten, wenige Minuten später am stark haltenden Florian Proske. In Überzahl trafen die Allgäuer dann zum verdienten Ausgleichstreffer. Daniel Oppolzer umkurvte nach einen schönen Zuspiel von Max Schmidle Löwen Torhüter Proske und schob die Scheibe zum 1:1 Ausgleichstreffer über die Linie. In einem zwei auf eins Konter hatten der ESVK dann noch die Möglichkeit in Führung zu gehen. Florian Proske konnte aber den ersten Schuss von Max Schäffler, wie auch den Nachschuss von Christoph Kiefersauer parieren. Die Frankfurter übten dann vor allem zum Ende des 1. Drittels viel Druck auf die Joker Defensive aus und ESVK Torhüter Stefan Vajs musste mehrmals sein ganzen Können aufbieten.
Die Allgäuer hatten gleich zu Beginn, noch in Überzahl agierend, gute Torabschlüsse zu verzeichnen, die aber alle nicht zu einem weiteren Torerfolg führten. In der 24. Spielminute brachte Jere Laaksonen seine Farben dann aber in Führung. Schön von Max Schmidle in Szene gesetzt, versenkte der finnische Sturmtank den Puck frei aus dem Slot heraus zum 1:2 in die Maschen des Löwen Gehäuses. Die Hausherren antworteten auf den Treffer der Joker mit wütenden Angriffen. Das nächste Tor gelang aber zuerst wieder den Rotgelben. Christoph Kiefersauer brachte das Spielgerät nach einem sehr guten Forecheck seiner Reihe im Nachsetzen zum 1:3 im Tor von Florian Proste unter (28. Spielminute). Der Meister schien nach dem dritten Gegentreffer wohl an der Ehre gepackt. Mit zunehmender Spielzeit schnürten die Löwen die Allgäuer immer wieder in der eigenen Verteidigungszone ein und kamen so auch immer wieder zu gefährlichen Torabschlüssen. Eine davon nutze Matthew Pistilli nach 30 Minuten zum 2:3 Anschlusstreffer. Gegen den Schuss aus kurzer Distanz der direkt unter der Latte einschlug, war ESVK Torhüter Stefan Vajs machtlos.
Im Schlussabschnitt überschlugen sich dann die Ereignisse. Der ESVK hatte genügend Chancen auf das 4:2, darunter u.a. auch eine Pfostenschuss von Sami Blomqvist. Die Frankfurter hatten teilweise große Probleme mit dem guten und intensiven Forechecking der Joker. Nach einem individuellen Fehler gelang den Löwen dann aber fast wie aus dem Nichts der Ausgleichstreffer. Stephan Seeger konnte einen Passversuch abfangen und überwand Stefan Vajs mit einem gezielten Schuss in den Winkel zum 3:3. Der Ausgleichstreffer schien die Wertachstädter ein wenig aus dem Konzept zu bringen. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich, tauchte C.J. Stretch nach einem Steilpass frei vor dem Kaufbeurer Gehäuse auf. Mit einem tollen Move lies der Kanadier im Dress der Hessen Stefan Vajs keine Abwehrmöglichkeit. Nach dem Rückstand kam der ESVK dann wieder besser in die Partie und setzte den Meister dabei teilweise gehörig unter Druck. Lohn für den großen Kampf der Joker war dann der Ausgleichstreffer durch Sebastian Osterloh, der Florian Proske mit einem Schuss von der blauen Linie, die Joker agierten dabei schon mit einem Feldspieler mehr, 57 Sekunden vor dem Ende. Es sollte aber noch spannender werden. Sieben Sekunden vor dem Ende bekam Matthew Pistilli einen Penaltyschuss zugesprochen. Diesen konnte ESVK Torhüter Stefan Vajs dann aber mit einem bravurösen Save mit der linken Beinschiene gerade noch so entschärfen und sicherte seinem Team einen mehr als verdienten Punktgewinn beim DEL2 Meister. In der Verlängerung hatte der ESVK dann in Überzahl die große Chance auf den Siegtreffer. Es sollte aber leider anders kommen. Joona Karevaara vertändelte an der eigene blauen Linie die Scheibe und Patrick Jarrett lies sich dabei nicht zwei mal bitten und schoss die Scheibe zielgenau in den linken Torwinkel. Damit sicherte der Kanadier seinem Team den Zusatzpunkt.Trotz alle dem lieferten die Joker dem Ligakösus einen wirklich tollen Kampf, spielten gut auf und sicherten sich einen mehr als verdienten Punkt in der Mainmetropole.
ESVK Trainer Andreas Brockmann sah eine sehr gute Partie von seiner Mannschaft:"Wir hatten vorallem im Schlussdrittel viele Chancen das Spiel für uns zu entscheiden. Indivduelle Fehler, die wir leider heut zu viele gemacht haben, nutzt eine klasse Mannschaft, wie die der Frankfurter einfach auch eiskalt aus. Irgendwie hat man bei uns schon gemerkt, dass heute Freitag der 13. ist."
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders verpflichten weiteren Torhüter
Die EV Lindau Islanders ergänzen ihr Torwartgespann. Vom polnischen Erstligisten Jastrzebie wechselt David Zabolotny an den Bodensee.
Geboren wurde der 23jährige in Frankfurt, machte seine ersten Schritte auf dem Eis in Bad Nauheim. Nach dem Umzug seiner Familie nach Polen entwickelte sich Zabolotny anschließend zu einem der größten Torwarttalente des Landes und wurde, da er auch die polnische Staatsbürgerschaft besitzt, in die U18 und U20 Nationalmannschaft berufen.
Dennoch suchte Zabolotny seit einiger Zeit, die Möglichkeit, in Deutschland zu spielen, hatte auch in diesem Sommer Kontakt zu Klubs aus der DEL2. „Von seinem Verein gab es damals allerdings keine Freigabe", sagt EVL- Teammanager Sebastian Schwarzbart. „Die Situation in der dortigen Liga hat sich durch den Konkurs eines anderen Klubs aber geändert, so dass David nun verfügbar wurde."
Da die Islanders ebenfalls auf der Suche nach einer Ergänzung ihres Torwartgespanns waren, nutzten sie nun diese sich kurzfristig ergebende Chance. „Wir haben den Markt in Deutschland gründlich sondiert und hatten auch Kontakt zu mehreren Torhütern", sagt Vorsitzender Bernd Wucher. „Allerdings war keiner bereit, zu unseren Konditionen zu wechseln, teilweise waren die Vorstellungen einfach nicht realistisch und nicht erfüllbar."
Zabolotny, der mit der Nummer #72 bei den Islanders auflaufen wird, wird nun zusammen mit Henning Schroth und Nils Velm das Torwartgespann der Islanders bilden. „Das Rennen um die Nummer Eins ist offen", sagt Trainer Dustin Whitecotton.
Am Status des jungen Nils Velm wird sich nichts ändern. Der Förderlizenztorwart aus Schwenningen wird weiterhin behutsam aufgebaut werden. „Er wird seine Einsätze bekommen, muss aber auch weiter hart an sich arbeiten", sagt Bernd Wucher. Man werde die Entwicklung des 18jährigen weiter positiv begleiten und ihn keinesfalls verheizen.
EC Peiting (OLS)
Zuhause weiter nur Siege!
Auch das Rückspiel gegen den TEVM geht mit 6:2 an unsere Jungs.
„Wir erlauben uns zu viele einfach Fehler, müssen zu hart für eigene Chancen arbeiten und haben heute den ersten Abschnitt völlig verschlafen!“, so das PK – Statement nach dem Spiel seitens TEV – Coach Markus Wieland. „Aber wir sind heilfroh, dass wir in der OLS spielen und schließen unseren Lernprozess nach dem Aufstieg hoffentlich bald ab!“
Damit meinte er vor allem zwei Dinge: einerseits die riesigen Räume, die unsere Gäste uns eröffneten und andererseits die vielen Strafen, die unser Team unglaublich gut zu nutzen wusste. 5 der 6 Treffer markierte der ECP in numerischer Überlegenheit, führte zudem die Vorentscheidung (unter den Augen von DTDS – Gewinner Jens Steinbach und dessen Frau) schon im ersten Drittel herbei: in Minute 6, 9, 15 und 18 schlugen Martin Andrä, Dominic Krabbat und zweimal Brad Miller eiskalt zu. Athanasios Fissekis konnte Marc – Michael Henne einmal überwinden, der am Freitag erneut zwischen unseren Pfosten stand (Buchwieser: „Ich wollte ihm nach dem Rosenheimspiel direkt wieder eine Chance geben, auch zuhause zu zeigen, dass er 60 Minuten gut und fehlerlos spielen kann und das hat er getan!“). „Wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Treffer mehr machen können.“, hielt Coach Buchwieser anschließend fest.
Dann aber steigerte sich der Aufsteiger, fand und hielt seine Ordnung besser und konnte das zweite Drittel kämpferisch und ausgeglichen gestalten. Auch weil unsere Jungs ein klein wenig das Tempo herausnahmen. In der 29. Minute traf erst Ty Morris (Maier, Miller), bevor Athanasios Fissekis seinen Doppelpack in der 34. Minute komplettierte.
Im letzten Abschnitt zog der ECP dann wieder etwas an, war deutlich überlegen und kreierte eine große Menge an Chancen. TEV – Goalie Timon Ewert (der bereits im ersten Drittel für Anian Geratsdorfer übernommen hatte) ließ sich dennoch nur noch einmal überwinden: unser EC Peiting zog sein Powerplay überlegt auf, Anton Saal und Simon Maier kombinierten sich wunderbar durch das Angriffsdrittel und am Ende drosch Fabian Dietz die Scheibe humorlos ins Netz (47. Minute). Endstand: 6 zu 2. Insgesamt spielten Toni Saal und co. gut und überlegt, einzig Milan Kostourek und Martin Andrä bauten leichten Frust auf, weil sie mehrfach hart an der Grenze zum erlaubten angegangen wurden, der sonst so ruhige Tscheche wollte nach seinem zweiten einkassierten Bandencheck gar Fissekis (der 2+10 Strafminuten dafür bekam) an den Kragen, konnte ab beruhigt werden. Ähnlich Martin Andrä, der in einen leichten Faustkampf mit Martin Lidl geriet, nachdem dieser ihm einen Stockcheck ins Gesicht verpasst hatte. Also: alles drin, was ein Eishockeyspiel haben muss!
Memmingen Indians (OLS)
Nächster Derbysieg: Indians gewinnen am Bodensee
Der ECDC Memmingen hat sein Auswärtsspiel beim EV Lindau mit 7:5 gewonnen. Am Bodensee übernahmen die Indians ab dem zweiten Drittel das Kommando und sicherten sich die drei Zähler. Bereits am Sonntag stehen sich beide Teams wieder gegenüber. Dann findet das Rückspiel am Memminger Hühnerberg statt (18:45 Uhr).
Ohne Martin Jainz und Sven Schirrmacher angereist erwischten die Indians einen katastrophalen Start. Sofort in Unterzahl bekamen sie durch Quaile und Lüsch postwenden zwei Gegentreffer in numerischer Unterlegenheit und konnten bereits nach rund 150 Sekunden einem Rückstand hinterherlaufen. Das erste Lebenszeichen der Maustädter folgte dann in der siebten Minute, als Petr Haluza den Anschluss markieren konnte. Lindau ließ sich davon aber nicht beeindrucken und erhöhte kurze Zeit später durch Rückkehrer Smith erneut im Powerplay. Wichtig für die Indians dann das 2:3 wenige Minuten vor der ersten Pause durch den wiedergenesenen Beck.
Dieser stand auch im zweiten Drittel im Fokus, nach einem Foul musste er mit der Trage vom Eis gebracht werden, die Indians fortan fünf Minuten in Überzahl. Diese wurde, kurz vor Ablauf, dann genutzt, als Jan Kouba zum Ausgleich einschoss. Und dann ging es nur noch in eine Richtung: Rory Rawly und Förderlizenzspieler Koziol brachten die Memminger in Führung, Petr Haluza setzte in der 31. Minute sogar noch einen drauf und die Indianer waren plötzlich mit 6:3 in Front. Als dann Smith erneut verkürzen konnte, setzte Daniel Huhn einen Treffer drauf und erzielte den 7:4 Pausenstand nach einem aufregenden zweiten Drittel.
Im letzten Abschnitt brachten die Memminger die Führung dann souverän über die Zeit, lediglich Michal Mlynek war mit einem sehenswerten Alleingang noch für die Lindauer erfolgreich. Doch Grund zum Jubeln hatten nur noch die weit über 300 Fans der Indians, die sich bereits lautstark auf das nächste Derby am Sonntag vor eigener Kulisse einstimmten.
Die Indians kletterten durch diesen Erfolg weiter in der Tabelle nach oben. Am Sonntag folgt nun das erneute Match gegen die „Islanders“, ehe es in der nächsten Woche gegen die direkten Konkurrenten aus Sonthofen und Weiden geht.
Eisbären Regensburg (OLS)
Landshut entführt die Punkte aus Regensburg
Am gestrigen Freitagabend mussten sich die Eisbären Regensburg im Ostbayernderby gegen den EV Landshut knapp mit 3:4 geschlagen geben.
Dabei konnte Peppi Heiß bis auf Jakub Felsoci, der an die Bayreuth Tigers abgestellt war, auf seinen kompletten Kader bauen. Auf Seiten der Gäste waren keine Ausfälle zu beklagen.
Der erste Abschnitt begann mit viel Tempo und einem kleinen optischen Übergewicht für die Gäste aus Niederbayern. Doch beide Goalies zeigten sich gut aufgelegt und hielten für ihr Team die Null. In der 9. Spielminute leisteten sich die Mannen von Axel Kammerer einen Wechselfehler, welchen die Eisbären gnadenlos für sich nutzen konnten. Im zweiten Anlauf war Nikola Gajovsky mit einem platzierten Schuss über die Stockhand von Max Englbrecht erfolgreich. Im weiteren Verlauf suchte Landshut eine Antwort, aber die Eisbären standen defensiv gut und kompakt.
Das zweite Drittel begann äußerst unglücklich für die Domstädter. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt als Peter Abstreiter nach einem gut gespielten Konter das Spiel wieder ausgleichen konnte. Fortan hatten die Eisbären Probleme mit den schnell vorgeführten Angriffen des EVL. Doch in der 26. Minute besorgte Arnoldas Bosas die erneute Führung auf Zuspiel von Nikola Gajovsky und Kevin Schmitt. Leider sollte die Führung nur 26 Sekunden Bestand haben. Maximilian Forster überwand Schlussmann Peter Holmgren im dritten Versuch zum 2:2. Arnoldas Bosas hatte kurz darauf schon wieder die Führung auf dem Schläger, allerdings war sein Schuss, nach einem schnellen Konter mit Lukas Heger, zu unplatziert und Max Englbrecht hatte mit dem Schuss keine Probleme. In der 30. Minute gingen dann die Gäste das erste Mal am Abend in Führung. Markus Gröger schoss von der blauen Linie Sebastian Alt vor dem Kasten an und dieser fälschte die Scheibe dabei so unglücklich ab, dass Jonas Franz nur noch einschieben musste.
Der Schlussabschnitt begann ebenso unglücklich für die Mannen von Peppi Heiß. Bei bestehender Unterzahl, handelte sich Peter Holmgren eine sehr fragwürdige Strafe wegen Spielverzögerung ein, als er das Gehäuse zum wiederholten Male aus der Verankerung schob. Doch das Tor musste aufgrund eines Defekts gewechselt werden und so ist es fraglich ob hier Peter Holmgren die Schuld trifft. Die Eisbären mussten also mit zwei Mann weniger agieren und es dauerte nur wenige Sekunden bis Billy Trew auf 2:4 stellen konnte. In der Folge taten sich die Gastgeber enorm schwer für weitere Akzente zu sorgen. Erst in den beiden Schlussminuten ging es nochmal heiß her. Nach einer Rangelei zwischen Yannik Baier und Christopher Schadewaldt und jeweils vier Spielern auf dem Eis, konnte erneut Nikola Gajovsky auf 3:4 verkürzen. Danach nahm Peppi Heiß Peter Holmgren für einen weiteren Feldspieler vom Eis und es brannte mehrmals lichterloh vor dem Kasten von Max Englbrecht. Dabei packte der Gästekeeper gegen Nikola Gajovsky nochmals einen starken Save aus und hielt so die komplette Punktzahl für sein Team fest.
Die Eisbären verlieren somit am Ende knapp mit 3:4 und müssen sich die Frage stellen lassen ob man nicht zu spät aufgewacht ist.
Nichtsdestotrotz geht es schon morgen beim Schlusslicht in Miesbach weiter. Dort sind die Punkte nach der Freitagsniederlage fast schon Pflicht um den Anschluss an die Spitzengruppe wahren zu können.
Starbulls Rosenheim (OLS)
4:1 gegen Waldkraiburg: Verteidiger ebnen den Weg zum Sieg
Die Starbulls Rosenheim haben auch das fünfte Saisonspiel in der Eishockey-Oberliga Süd siegreich gestaltet. Die Grün-Weißen behielten gegen den EHC Waldkraiburg, den sie bereits vor zwei Wochen zum Auftakt auswärts mit 6:0 besiegten, am Freitagabend mit 4:1 die Oberhand. Vor 2.545 Zuschauern im emilo-Stadion schossen drei etatmäßige Verteidiger eine beruhigende 3:0-Führung für die Hausherren heraus. Den Treffer zum verdienten 4:1-Endstand erzielte Michael Fröhlich. Die Starbulls sind nun mit der maximalen Anzahl von 15 Punkten alleiniger Tabellenführer der Liga.
Während die Gäste aus Waldkraiburg mit Ken Neil (Leistenzerrung) auf einen ihrer beiden kanadischen Stürmer verzichten mussten, konnten die Starbulls erstmals mit vier Sturmreihen agieren. Der neu verpflichtete Verteidiger Manuel Neumann feierte sein Debut im Rosenheimer Trikot, so dass Simon Heidenreich wieder in den Sturm rückte. Allerdings kamen die Starbulls etwas langsamer ins Spiel als zuletzt. „Der Rhythmus war am Anfang nicht so da wie in den ersten Spielen mit drei Sturmreihen“, erkannte Rosenheims Trainer Manuel Kofler, der sein Team aber Ende des erstens Drittels immer stärker werden und im zweiten Spielabschnitt schließlich auf dem Niveau der ersten Saisonauftritte angekommen sah: „Da haben wir dann richtig dominiert. Ich muss aber der Waldkraiburger Mannschaft ein Kompliment machen. Die haben gekämpft bis zum Umfallen und es uns richtig schwer gemacht.“
Die Gäste hätten sogar früh in Führung gehen können, als Brent Norris in Unterzahl Nico Vogl bediente, der aus der Nahdistanz am glänzend reagierenden Rosenheimer Torwart Lukas Steinhauer scheiterte (3.). Auch bei einem Waldkraiburger Powerplay in der Schlussphase des ersten Drittels konnte sich Steinhauer mehrfach auszeichnen. Ein Zusammenprall in dieser Phase sorgte aber dafür, dass ab dem zweiten Spielabschnitt Luca Endres das Rosenheimer Tor hütete. „Lukas Steinhauer war in der ersten Pause etwas schwindlig“, berichtete Kofler nach dem Spiel. „Wir müssen abwarten, ob er am Sonntag wieder spielen kann.“
Tore fielen im ersten Abschnitt aber auch – und zwar deren zwei für die Starbulls. Verteidiger Tobias Draxinger war nach Zuspiel von Michael Baindl mit einem satten Direktschuss von der blauen Linie erfolgreich (10.). Vorbereiter Baindl und Dominik Daxlberger kreuzten dabei vor Gästetorwart Korbinian Sertl, so dass dieser keine Sicht und damit auch keine Abwehrchance hatte. Ebenfalls chancenlos war der Gästekeeper zwei Minuten später. Christoph Echtler passte von der blauen Linie scharf auf den neben dem Pfosten lauernden Florian Krumpe und der Verteidiger lenkte die Scheibe in bester Vollstrecker-Manier über die Linie (12.). Die 2:0-Führung der Hausherren zur ersten Pause war auf alle Fälle verdient, Fabian Zick und Daxlberger hätten sogar noch erhöhen können, scheiterten aber an Korbinian Sertl.
Im zweiten Drittel kam auf den Waldkraiburger Torwart dann noch mehr Arbeit zu. Gegen Daniel Bucheli und Echtler noch sensationell parierend, war Sertl in der 23. Minute zum dritten Male machtlos. Und zum dritten Male traf ein gelernter Verteidiger für die Starbulls, diesmal Andreas Nowak abgezockt ins linke obere Eck nach toller schneller Kombination über Zick und Bucheli. Wer aber jetzt mit einem Rosenheimer Schützenfest rechnete, sah sich getäuscht. Waldkraiburg brach nicht ein, sondern setzte dem Rosenheimer Angriffsspiel leidenschaftlichen Kampf entgegen. In der 30. Minute konnte Stürmer Brent Norris auf 3:1 verkürzen. Nachdem die Scheibe bei einem Rosenheimer Angriff an der Waldkraiburger blauen Linie hängen blieb, kam es zum Gegenangriff, bei dem der kanadische Stürmer im gelb-blauen Trikot verzögerte, dann aber nicht den erwarteten Querpass spielte, sondern die Scheibe ansatzlos hoch im kurzen Eck versenkte.
Rosenheim antwortete mit nachhaltiger Offensive. Zick, Michael Fröhlich, Petri Lammassaari und Jussi Nättinen scheiterten am stark haltenden Torwart Sertl und Bucheli am Pfosten (35.). Danach musste aber Rosenheims Torwart Endres gegen Bastian Rosenkranz den Waldkraiburger Anschlusstreffer zum 3:2 verhindern (36.). Doch es sollte für längere Zeit die letzte klare Torchance der Gäste sein. Im letzten Drittel ließen die Starbulls lange Zeit kaum noch Waldkraiburger Abschlüsse zu. In der 45. Minute hatten dafür die Fans der Starbulls den Torschrei auf den Lippen, doch Fabian Zick aus einem Meter und Sekunden später Manuel Neumann von der blauen Linie scheiterten an Torwart Sertl, der reflexartig den Schoner noch an die Scheibe brachte.
Für den 4:1-Endstand sorgte schließlich Michael Fröhlich. Ein Rosenheimer Überzahlspiel lief gerade ab, als Matthias Bergmann von der blauen Linie bewusst neben das Tor zielte, die Scheibe prallte von der Bande zurück und Fröhlich schob sie ins offene kurze Eck (55.). Danach konnte sich Starbulls-Torwart Endres noch einige Male auszeichnen und verhinderte mit guten Paraden einen zweiten Waldkraiburger Treffer.
Gästetrainer Sergej Hatkevitch war trotz der Niederlage mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat toll gekämpft. Rosenheim ist einfach nicht unsere Kragenweite. Aber mit dieser Leistung können wir selbstbewusst in das Heimspiel am Sonntag gegen Peiting gehen.“
Für die Starbulls geht es am Sonntag zum Derby nach Landshut. Spielbeginn ist um 18 Uhr. Manuel Kofler und sein Team gehen diese schwere Aufgabe gegen den am Freitag in Regensburg siegreichen EVL hochmotiviert an und wollen auch an der Isar ihre Siegesserie fortsetzen. Wer keine Möglichkeit hat, live im Stadion dabei zu sein, kann die Übertragung dieser hochinteressanten Partie im Internet verfolgen. Der entsprechende Livestream ist zum Preis von 5 Euro auf www.sprade.tv buch- und abrufbar.
Selber Wölfe (OLS)
Ein kleines Ausrufezeichen
Unsere Wölfe fahren gegen den bisher noch ungeschlagenen Deggendorfer SC einen ungefährdeten Heimsieg ein. Unsere Jungs lassen einem der Favoriten dieser Oberliga-Saison keine Chance auf heimischen Eis. Am Ende gelingt Niklas Deske beim 4:0 sogar der Shutout.
Von Anfang an hatte die Partie gehalten, was sie versprach – hohes Tempo, harte Zweikämpfe und Chancen auf beiden Seiten. Deggendorf, noch ohne Niederlage in dieser Saison, hatte jedoch merklich Probleme mit offensiven Wölfen. Nach knapp fünf Minuten gelang Dominik Müller das erste Tor des Abends. Die Gäste waren keinesfalls ungefährlich, doch die Nadelstiche setzten unsere Jungs. In Minute 18 war es Herbert Geisberger, der zur 2:0 Führung zur ersten Drittelpause einnetze.
Auch im zweiten Drittel konnten die Gäste den starken Deske im Tor nicht überwinden. Stattdessen machte Lanny Gare bereits in der 24. Minute vermeintlich den Deckel drauf. Mudryk, Geisberger oder auch Moosberger hätten gut und gerne erhöhen können. Jedoch hatten auch die Deggendorfer gute Chancen liegen lassen. So ging es mit einer komfortablen und auch verdienten 3:0-Führung in die zweite Pause.
Der Deckel war dann endgültig in der 48. Minute drauf, als Ondruschka in Überzahl von der blauen Linie traf und die NETZSCH-Arena endgültig in Feierlaune versetze. Auch zahlreiche, teils umstrittene Strafzeiten in den Schlussminuten, reichten nicht für einen Treffer der Gäste. Niklas Dekse im Tor unserer Wölfe hielt seinen Kasten sauber und feierte seinen ersten Shutout der Saison.
Auch auf der Pressekonferenz waren sich beide Trainer einig, dass der Sieg verdient an unsere Wölfe ging. Gästecoach John Sicinski sprach von einer Selber Mannschaft, die es einfach mehr gewollt habe. Ähnlich sah es unser Trainer, Henry Thom, der neben der Einzelleistung von Goalie Niklas Deske die gesamte Teamleistung in den Vordergrund stellte.
„Defensiv waren wir heute einfach richtig stark. Jetzt gilt es, am Sonntag in Deggendorf zu beweisen, wo wir wirklich stehen.“
Löwen Waldkraiburg (OLS)
EHC in Rosenheim: Gut verkauft doch nix zu holen
Der EHC Waldkraiburg musste auch im zweiten Vergleich mit Zweitligaabsteiger Rosenheim das Eis als Verlierer verlassen. Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Sergej Hatkevitch bei den Starbulls mit 1:4, im Vergleich zum ersten Duell 14 Tage zuvor präsentierten sich die Löwen aber deutlich verbessert. Gegen ein Klasse-Team wie das des Oberliga-Tabellenführers muss für einen Sieg aber viel zusammenkommen, so die Einsicht. Dem EHC fehlten zusätzlich auch einige Spieler, den einzigen Waldkraiburger Treffer erzielte der Kanadier Brent Norris.
Brent Norris war der einzige Kontingentspieler, den der EHC Waldkraiburg am Freitag vor gut 2500 Zuschauern- gut 250 davon aus der Industriestadt- im Gepäck hatte, denn sein kanadischer Landsmann Ken Neil musste wegen muskulärer Probleme passen, genauso wie Thomas Rott. Dafür gab es das Pflichtspiel-Debüt für Neuzugang Ludwig Synowiec, der sich während des ersten Vorbereitungsspiels im September verletzt hatte und sich seither in der Reha befunden hatte. Der Verteidiger machte auch prompt ein Klassespiel, ordnete mit viel Übersicht die Defensive der Löwen und deutete an, dass er noch wichtig werden kann im weiteren Verlauf der Saison. Zudem taten sich im Aufbauspiel aus der eigenen Verteidigung heraus, bisher wenige andere Akteure auf.
Im Tor setzte EHC-Coach Hatkevitch auf Korbinian Sertl, der bislang eine richtig gute Saison spielt und der Schlussmann sollte besonders im zweiten Drittel die Rosenheimer Angreifer zur Verzweiflung treiben. „Das war von der ganzen Mannschaft und besonders von unserem Torwart eine gute Leistung“ erklärte Hatkevitch trotz der Niederlage nach dem Spiel. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, weil sie haben gekämpft und bis zum Schluss versucht das zweite Tor zu schießen, besonders als es noch 3:1 stand“ so der 51-Jährige weiter. Auf die Leistung gegen die Starbulls, die seiner Aussage nach einfach eine Nummer zu groß für den EHC sind, könne man jetzt aber aufbauen und Selbstvertrauen mitnehmen. Die ersten Minuten standen die Löwen gut und bereiteten den sehr dominanten Rosenheimern Probleme. Und wenn die Spieler von Starbulls-Coach Manuel Kofler durchkamen, war Sertl auf dem Posten. Bei Tobias Draxingers Schlagschuss von der blauen Linie war Sertl dann aber machtlos, da er die Scheibe und den Schuss wegen Verkehr vor dem Tor nicht sah (09:03). Keine drei Minuten später klingelte es erneut im Löwen-Tor und diesmal durfte sich Florian Krumpe feiern lassen: Völlig allein gelassen konnte er einen Querpass zum 2:0 für die Hausherren verwerten (11:38). Nach einer guten Viertelstunde hatten die Löwen dann aber plötzlich zwei Mann mehr auf dem Eis und die Chancen für den EHC häuften sich: Nahezu im Sekundentakt kamen Max Kaltenhauser, Brent Norris und Nico Vogl zu Abschlüssen, doch Lukas Steinhauer hielt seinen Kasten sauber.
Zum zweiten Drittel wechselten die Starbulls im Tor und brachten Luca Endres, allerdings kein Problem, denn das dritte Tor des Spiels fiel auf der anderen Seite durch Andreas Nowk (22:16). Dann jedoch wieder ein Lebenszeichen der Löwen: Tobias Thalhammer setzte Brent Norris in Szene und dieser zog zunächst vors Tor. Während jetzt alle- inklusive der Gegenspieler- einen Pass zu den heranstürmenden Vogl oder Kaltenhauser erwarteten, zog der Kanadier aber selbst ab und hämmerte die Scheibe unter die Latte (29:43). In der Folge drückte Rosenheim aber wieder und Sertl musste gegen Daniel Bucheli (32.Minute), Michael Fröhlich (35.) und besonders Thomas Reichel (38.) als er im Spagat parierte an seine Grenzen gehen.
Den Schlussabschnitt starteten die Löwen in Überzahl, allerdings blieb man hier erneut zu harmlos. So war es an den Gastgebern für den Schlusspunkt zu sorgen und genau diesen setzte Michael Fröhlich mit dem 4:1 (54:18) unmittelbar nachdem die Löwen eine Unterzahl schadlos überstanden hatten. Gegen Ende hatten Norris, Christian Ettwein und Michael Trox zwar noch Gelegenheiten abermals zu verkürzen, doch ließ sich Endres nicht mehr bezwingen und mehr als die berühmte Ergebniskosmetik wäre es wohl auch nicht mehr gewesen- zu stark, abgeklärt und besonders technisch versiert präsentierten sich dafür die Starbulls. Eben ein anderes Kaliber. Doch Waldkraiburgs Auftritt war im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen deutlich besser und so dürften sich gegen Gegner, die sich mehr auf der Augenhöhe des EHC bewegen, auch bald wieder Erfolgserlebnisse einstellen. Besonders mit diesem fantastischen Anhang im Rücken, der auch in Rosenheim für mächtig Stimmung von den Rängen sorgte.
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Hart erkämpfter Penaltysieg in Braunlage
Eigentlich war es für die Wohnbau Moskitos Zeit für den ersten Dreier der Saison. Selbstvertrauen auffüllen und endlich in die Saison kommen, das war das Ziel der Truppe von Frank Gentges. Nach aktuellem Tabellenstand war es das Kellerduell der Liga und entsprechend nervös kamen die Moskitos im ersten Drittel an.
Den eigentlichen Plan machte Erik Pipp nach knapp fünf Minuten zunichte, er erzielte das 1:0 für die Falken und wieder mussten die Moskitos hinterherlaufen. Christoph Ziolkowski brachte die Gäste aus Essen in der 11. Spielminute wieder zurück ins Spiel. Insgesamt hatten die Wohnbau Moskitos im ersten Abschnitt mehr Chancen, doch mit dem Unentschieden ging es in die erste Pause.
Abschnitt Zwei sollte turbulent werden. Kostryrev Führung Braunlage, 1:20 später Bires mit dem Ausgleich. Dann Herklotz in der 26. Spielminute mit der erneuten Harzer Führung. Dieses Mal hatte Julien Pelletier 69 Sekunden später die Antwort zum 3:3. Und weiter ging es, 28. Spielminute Schmid wieder mit der Falken Führung, Dennis Thielsch ließ die Führung nur drei Minuten bestehen.
Mit 4:4 ging es in den letzten Abschnitt und es sollte aus Essener Sicht ein Herzschlagfinale geben. Zwei Minuten und 12 Sekunden vor dem Ende wieder Schmid mit der Führung der Harzer Falken. Doch dieses Mal hatte Trainerfuchs Frank Gentges Glück, er nahm Sebastian Staudt vom Eis und Julien Pelletier machte mit seinem Treffer 16 Sekunden vor dem Ende Eishockey-Essen glücklich.
In der anschließenden Verlängerung gab es keine Tore, so dass beide Teams ins Penaltyschiessen mussten. Zunächst mussten die Moskitos wieder einem Rückstand hinterherlaufen, doch Julien Pelletier glich aus und besorgte auch noch den Siegtreffer zum ersten Moskitos Sieg der Saison.
Herner EV (OLN)
Herner EV – Rostock Piranhas 4 : 3 (0:1,3:2,0:0;1:0) Overtime
Es war (wie schon gegen die Essener Moskitos) einmal wieder Brad Snetsinger, der nach 29 gespielten Sekunden in der Overtime zum Matchwinner wurde und dem Herner EV den Sieg brachte. Aber dieser 4:3-Erfolg musste am Freitagabend am Gysenberg gegen äußerst bissige Rostocker Piranhas hart erkämpft werden. „Wenn wir nach unserer 2:1-Führung im 2. Drittel noch einen Treffer hätten nachlegen können, dann wäre es vielleicht leichter geworden. So aber mussten wir bis in die Overtime“ meinte Frank Petrozza nach dem Spiel. Ken Latta, der Rostocker Trainer meinte: „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden nach 60 Minuten mehr als glücklich gewesen. So bin ich zwar immer noch mit dem einen Punkt zufrieden, aber mit etwas Glück wäre vielleicht auch mehr möglich gewesen.“
Von Anfang an entwickelte sich eine schnelle und spannende Partie, in der der HEV zwar ein Plus an Spielanteilen und Chancen hatte, die Piranhas aber gut in der Defensive standen und mit ihren Kontern immer wieder für Gefahr sorgten. Nachdem mehrere gute Herner Möglichkeiten ausgelassen wurden, waren es dann die Rostocker, die in der 14. Minute überraschend durch Arthur Lemmer in Führung gehen konnten. Auch danach hatten die Gysenberger weitere gute Chancen, aber sie mussten bis zum zweiten Abschnitt warten, bevor der Torjubel angestimmt werden konnte. Und das dann sogar zweifach, denn innerhalb von 81 Sekunden drehte der HEV das Ergebnis. Zuerst war es Marcus Marsall, der nach seiner Verletzung wieder mitwirken konnte und in der 25. Minute von halblinks den 1:1-Ausgleich markierte. Den 2:1-Führungstreffer erzielte dann Aaron McLeod, der vor dem gegnerischen Tor stehend einen Schuss von Michel Ackers abfälschen konnte. Weitere Herner Chancen folgten, u.a. durch Markus Marsall in der 27. Minute oder Brad Snetsinger sieben Minuten später, aber mit einer guten Einzelaktion schaffte Sebastian Brockelt für sein Rostocker Team in der 36. Minute wieder den Ausgleich. Und als Michal Bezouska mit einem Unterzahl-Break das 2:3 erzielte, da lagen die Piranhas wieder vorne. Allerdings nur fünf Sekunden lang, denn direkt nach dem Mittel-Bully konnte der HEV einen schnellen Angriff fahren und durch Lois Spitzner zum 3:3-Ausgleich kommen.
Im letzten Abschnitt kämpften beide Teams verbissen. Chancen gab es auf beiden Seiten, aber beide Keeper, Michel Weidekamp im HEV-Dress und Andreas Magg auf Seiten der Piranhas, hielten ihren Kasten sauber. So musste die Overtime die Entscheidung bringen und hier zeigte sich beim Spiel 3 gegen 3 die Klasse von Michel Ackers, Aaron McLeod und Brad Snetsinger. Bereits nach 16 Sekunden hatten Brad Snetsinger und Aaron Mcleod die Entscheidung auf dem Schläger, die wurde dann aber weitere 13 Sekunden später nachgeholt.
Buchloe Pirates (BYL)
Pirates bieten dem Favoriten lange Paroli - ESV Buchloe hält Spiel gegen Spitzenteam aus Höchstadt lange offen, verliert letztlich aber doch 0:2
Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Wochenende hat es für die Buchloer Piraten am Freitagabend im Duell gegen den Topfavoriten aus Höchstadt auch im zweiten Heimspiel der Saison nicht zu Zählbarem gereicht. Zwar konnten die Piraten die Partie sehr lange ausgeglichen und offen gestalten, doch schlussendlich stand dennoch eine 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) Heimniederlage auf der Anzeigentafel. „Wir haben uns im Vergleich zu den letzten beiden Spielen gesteigert, aber wenn man keine Tore schießt, wird es schwer etwas zu holen“, brachte es ESV-Trainer Topias Dollhofer passend auf den Punkt.
Trotzdem wirkten die Buchloer im Gegensatz zu den beiden Partien vom Ligastart letzte Woche gegen den großen Favoriten Höchstadt vor allem defensiv deutlich konzentrierter und somit auch kompakter. Umso bitterer, dass die Gäste mit ihrem ersten Torschuss nach dreieinhalb Minuten direkt in Front gingen. Nach feinem Zuspiel von Daniel Jun markierte Ales Kreuzer am langen Eck das frühe 0:1. Zuvor hatten eigentlich die Buchloer die ersten Annährungsversuche auf das von Carsten Metz gehütete Höchstadter Tor gemacht. Doch die cleveren und eingespielten Alligators nutzen ihre Chance eiskalt, während die Buchloer im Anschluss auch zwei Überzahlsituationen nicht zielstrebig genug ausspielen konnten. Folglich musste man mit einem knappen Rückstand erstmalig in die Kabinen gehen.
Auch im zweiten Abschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, weil die Buchloer gegen den technisch starken Oberligaabsteiger weiter mit hoher Laufbereitschaft und aufopferungsvollem Kampf dagegenhielten. Beide Abwehrreihen um die wachsamen Torhüter Daniel Blankenburg und Carsten Metz ließen aber kaum etwas zu. Und während richtig gefährliche Aktionen somit eher Seltenheitswert hatten, nahm die Intensität und Härte zur Mitte der Spielzeit nochmals zu. Dies bekam nach 29. Minuten auch Dustin Vycichlo zu spüren, der nach einem Check von Hinten in die Bande benommen mit einer blutenden Gesichtsverletzung ins Krankenhaus musste. Der Übeltäter Thilo Grau kam zum Unverständnis des Buchloer Publikums statt mit einer Spieldauerstrafe nur mit einer 2+10 Minuten Strafe davon, während für Vycichlo die Partie verletzungsbedingt vorzeitig beendet war. Auch in der Folge sorgten eher einige Fouls und Auseinandersetzungen der Spieler - wie bei einer Rauferei von ESV-Stürmer Timo Rauskolb und Höchstadts Markus Babinsky - für Aufsehen. Denn weitere Treffer sollten bis zur zweiten Pause auf beiden Seiten nicht mehr fallen, sodass es auch im letzten Drittel eng und spannend blieb.
Dort hatten die Buchloer durchaus die ein oder andere gute Möglichkeit auf den Ausgleich, doch das Gästetor blieb weiterhin wie vernagelt. Während das Spiel im Übrigen nur noch von zwei Schiedsrichtern geleitet wurde, da einer der beiden Linesman einen Puck ins Gesicht bekam und ebenfalls verletzt raus musste, rannte den Hausherren nun zusehends die Zeit davon. Und so war das 0:2 von Neuzugang und Ex-DEL Profi Vitalij Aab rund sechseinhalb Minuten vor dem Ende schon die Vorentscheidung. Denn auch danach schafften es die Buchloer einfach nicht, die stets routiniert wirkenden Gäste nochmals ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dementsprechend wurde die durchaus couragierte Leistung der Piraten schlussendlich nicht belohnt, da die Alligators in den entscheidenden Momenten einfach effektiver waren.
Dennoch fand Trainer Topias Dollhofer trotz der zweiten Heimniederlage nach der Partie für die Steigerung seiner Schützlinge lobende Worte und hofft nun, dass man diese Leistung jetzt auch am Sonntag beim nächsten Heimauftritt des ESV an diesem Wochenende ab 17 Uhr gegen Pegnitz aufs Eis bringen kann.
EV Moosburg (BYL)
EVM holt ausgerechnet in Peißenberg den ersten Dreier
Freude und Erleichterung bei Moosburgs Kufencracks: Am dritten Spieltag gab es endlich die ersten Punkte. Ausgerechnet beim TSV Peißenberg, wo man seit der Bayernliga-Rückkehr vor sechs Jahren noch nie etwas geholt hatte, siegte der EVM am Freitag in einer dramatischen Begegnung mit 6:5 (3:3, 1:1, 2:1).
Dabei verlief der Start alles andere als vielversprechend. Die Gastgeber ließen den Grün-Gelben in den ersten zehn Minuten kaum Luft zum Atmen. Sechsmal scheiterte der TSV in aussichtsreicher Position an Keeper Thomas Hingel, bis dann in der 6. Minute das überfällige 1:0 fiel. Warum die Peißenberger im Anschluss daran mehr als nur einen Gang zurückschalteten, war auch „Eishackler“-Coach Sepp Staltmayr ein Rätsel: „Vielleicht haben einige nach der Führung gedacht, das geht so einfach. Aber man darf nicht so nachlässig sein.“ Nur 13 Sekunden nach dem eher zufällig zustande gekommen zweiten TSV-Tor verkürzte Geburtstagskind Daniel Schander auf 1:2 (12.). Ein wichtiges Lebenszeichen! In Überzahl gelang dem fleißigen David Michel der 2:2-Ausgleich (19.). Und jetzt wackelten die Hausherren gewaltig: Marc Lenczyk nutzte die Unsicherheit mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie zur mehr als überraschenden Gäste-Führung, die Peißenberg nach einer Moosburger Unkonzentriertheit aber noch vor der ersten Pause wieder egalisieren konnte.
Im Mitteldrittel standen die Startschew-Schützlinge kurz davor, das Match endgültig zu kippen: Nach Mathias Jeskes Tor zum 3:4 (26.) hatten die Moosburger in einem 5:3-Powerplay beste Chancen, die Führung auszubauen. Nachdem die Hausherren per Abpraller zum abermaligen Ausgleich gekommen waren, bot sich auch ihnen die Möglichkeit, mit zwei Mann mehr auf dem Eis zum Erfolg zu kommen. Aber auch hier blieb es beim Versuch.
Bereits vor dem letzten Drittel hatte EVM-Trainer Dimitri Startschew, der aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Stürmer Jakob Killermann Philipp Ujcik zum neunten Angreifer gemacht hatte, reagieren müssen: Nachdem Daniel Möhle drei (!) Schüsse abgekriegt hatte und vorzeitig in die Kabine musste, stellte er auf zwei Blöcke um: „Wir brauchen jetzt die Stabilität bis zum Schluss. Auch wenn das Kraft kosten wird.“
Aber der Plan ging auf: Trotz der erneuten Peißenberger Führung nach 43 Minuten blieb der EVM vor den rund 500 Zuschauern cool. In Überzahl gelang Routinier Patrice Dlugos das 5:5, sechs Minuten vor der Schlusssirene wurde David Michel zum Moosburger Matchwinner. Mit viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft retteten die Dreirosenstädter den knappen Vorsprung ins Ziel.
Passau Black Hawks (BYL)
Black Hawks werden zum Schongauer Albtraum! 6:1 Sieg vor 638 Zuschauern in der Passauer EisArena
Der Freitag der 13. bescherte den Passau Black Hawks in der Passauer EisArena drei Punkte beim Heimspiel gegen die Schongau Mammuts. Die Schongauer dagegen erlebten in den letzten zwanzig Minuten einen wahren Albtraum. 638 Zuschauer verfolgten den überzeugenden 6:1 Heimsieg in der Passauer EisArena und unterstützten die Mannschaft über sechzig Minuten lautstark.
Die Passau Black Hawks waren von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft. Das 0:0 am Ende des ersten Drittels, hatten die Schongau Mammuts ihren starken Torhüter Niklas Marschall zu verdanken. Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Überlegene Habichte – gegen überforderte Mammuts. Einen individuellen Fehler der Passau Black Hawks nutzten die Schongauer zur überraschenden 0:1 Führung. Die Freude der Gäste währte allerdings nicht lange. Dominik König glich in Überzahl zum 1:1 aus. Im letzten Drittel starteten die Habichte ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Waldemar Detterer netzte nach vier Minuten im Schlussabschnitt zur 2:1 Führung ein. Kurz danach erhitzte eine Szene die Gemüter in der Passauer EisArena. Anton Pertl fuhr einen Check gegen einen Schongauer Spieler zu Ende. Der Spieler blieb am Boden liegen und musste vom Arzt behandelt werden. Der Schiedsrichter schickte Anton Pertl daraufhin mit einer fünf plus Spieldauer Strafe zum Duschen. Kaum hatte Anton Pertl die Eisfläche verlassen, sprang der am Boden liegende Schongauer Spieler auf, als wäre nichts gewesen, setzte sich auf die Bank und spielte das Spiel zu Ende. Genau diese Situation brach den Gästen am Ende wohl das „Genick“. Die Passau Black Hawks spielten die fünf Minuten Unterzahl souverän herunter und starteten mit viel Wut im Bauch die Schongauer Demontage! Stefan Groß, Roman Nemecek, Petr Sulcik und Philipp Müller schossen die Passau Black Hawks zum mehr als verdienten 6:1 Heimsieg.
„Wir haben gut gespielt. Die ersten zwei Drittel ging die Taktik der Schongauer gut auf. Der Führungstreffer hat uns dann auf die Siegerstraße gebracht. Die Strafzeit gegen Anton Pertl hat uns nicht aus der Bahn geworfen. Ich möchte dazu nicht viel sagen, jeder im Stadion hat gesehen was da los war.“ fasste Christian Zessack das Spiel auf der Pressekonferenz zusammen. „Am Sonntag reisen wir dann nach Höchstadt, da versuchen wir den Favoriten kräftig zu ärgern. Jedes Eishockeyspiel beginnt bei null. Wir wollen auch am Sonntag die Punkte einfahren.“ so der Ausblick für das zweite Spiel des Wochenendes.
Das nächste Heimspiel steht bereits am Sonntag den 22. Oktober um 18.30 Uhr auf dem Programm. Die Passau Black Hawks treffen dann auf den EV Pegnitz. Vorher spielen die Passau Black Hawks am Freitag bei den Erding Gladiators. „Wir fahren fürs Leben“ lautet bei der Auswärtsfahrt das Motto. Der 1. Eishockey Fanclub wird die Einnahmen der Auswärtsfahrt der Kinderklinik Passau spenden. Die Aktion wird von den Passau Black Hawks und dem Gasthaus Öller unterstützt. „Das ist wieder eine ganz tolle Sache für einen guten Zweck. Ihr unterstützt die Mannschaft und könnt gleichzeitig viel gutes tun. Wir hoffen auf viele Anmeldungen und eine tolle Auswärtsfahrt.“ so Sebastian Höhn vom 1. Eishockey Fanclub. Anmeldungen für die Auswärtsfahrt sind bei Sebastian Höhn und Marcus Fischer vom 1. EFC Passau möglich. -czo
Schongau Mammuts (BYL)
..am Ende war alles umsonst – EA Schongau bricht im Schlussdrittel ein
Sicher waren die Voraussetzungen von Beginn an nicht optimal für das Team von Trainer Roman Mucha. Keine Reihe seiner Formationen konnte komplett auflaufen. Zwar wurden u. a. mit den Wechselspielern aus dem B-Team 3 komplette Blöcke erreicht – jedoch in völlig neuer Zusammensetzung.
Dennoch hielt die EAS die ersten 45 Minuten gut dagegen – ging durch Marius Klein in der 25. Minute sogar in Front. Knackpunkt waren u. a. erneut zu viele Strafzeiten auf Seiten der EAS – 4 Gegentore in Unterzahl - und das eigene zu schwache Powerplay.
Nach einem torlosen Auftaktdrittel in dem die EAS schon zwei Unterzahlen Überstehen musste, war im Mittelabschnitt etwas mehr Feuer. In der 25. Minute war es Marius Klein der die EA Schongau in Führung brachte, doch kurz vor Ablauf der nächsten Strafzeit gegen die Mammuts der Ausgleich des EHF – 1 : 1 (29. Minute).
Auch der Führungstreffer der Black Hawks in der 45. Minute fiel in Überzahl – 2 : 1. Als sich Passaus Anton Pertl wenige Sekunden später eine Spieldauerstrafe einhandelte, hatte die EAS die Chance zum Ausgleich. Doch das Überzahlspiel der Mammuts war – nicht zuletzt wegen den fehlenden Stammkräften wie etwa Martin Schweiger – einfach zu harmlos.
Als sich dann Johannes Schierghofer wegen eines „Hohen Stocks“ in der 49. Minute ebenfalls eine Spieldauer zu zog , brachen die Dämme – der EHF traf zum 3 : 1 und nur eine Minute später in erneuter Überzahl zum 4 : 1. In der 56. Minute konnte Passau auch die nächste Überzahl nutzen - 5 : 1 und wenige Sekunden vor Spielende sogar noch das 6 : 1.
Forst Nature Boyz (BLL)
Saisonpremiere gründlich verhagelt - Nature Boyz gehen in Grafing unter
Wer sich die Ergebnisse des Vorbereitungsprogrammes des EHC Klostersee mit dem der Nature Boyz verglich, konnte mußte vorgewarnt sein. Leider trafen die schlimmsten Befürchtungen ein, die Mannen um Trainer Josef Bachmeier unterlagen am Freitag Abend vor 439 Zuschauern, darunter auch der Fanblub Forster Freunde, mit 18:2 (9:0, 3:0, 6:2).
Die Gastgeber legten wie die Feuerwehr los, bis sich die Nature Boyz richtig sortieren, lagen sie bereits mit 3:0 nach nicht mal gespielten 2 Minuten zurück. Trainer Bachmeier nahm sofort eine Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln, doch ohne entsprechende Wirkung. Nach gespielten 9 Minuten wurde der bemittleidenswerte Mathias Zink gegen Christoper Sievers im Tor der Forster abgelöst. Dieser mußte dann im ersten Drittel lediglich dreimal hinter sich greifen. Mit 9:0 ging es in die Drittelpause.
Kaum waren knapp 4 Minuten im 2. Abschnitt gespielt, schon stand die 10 auf der Anzeigentafel. Die Grafinger schalteten mindestens einen Gang zurück, sodaß sich die Nature Boyz gelegentlich vom Angriffsdruck befreien konnten. Das torärmste Spieldrittel endete mit 3:0 für die Gastgeber, mit 12:0 wurden zum letzten mal die Seiten gewechselt.
Das muntere Toreschießen ging im letzten Abschnitt weiter, Nachdem die Gäste nochmal sechs Treffer nachlegten, konnten die Gäste mit zwei Torerfolgen aufwarten. Markus Schneider bezwang die fast beschäftigungslose Lisa Hemmerle mit einem Gewaltschuß von der Blauen, ehe Thomas Ptok in Überzahl den zweiten Treffer für Forst markieren konnte.
In diesem Spiel war für jeden erkennbar, dass in dieser Partie mindestens ein Klassenunterschied zu Tage kam. Die beiden vielbeschäftigsten Akteure auf Forster Seite waren die Torhüter. Beide zeigten teilweise hervorragende Reflexe, doch sie konnten die hohe Niederlage nicht verhindern, zu übermächtig war der Gegner.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Eishockeykrimi gegen Dingolfing
Die ersten Punkte der Saison fuhr der EHC Königsbrunn am Freitagabend gegen die „Isar Rats“ des EV Dingolfing ein. Nach einem heißen Tanz auf dem Eis hatten die Brunnenstädter mit dem 4:3 in der ersten Heimpartie das bessere Ende für sich.
Dabei hatte der EHC vor Spielbeginn einige herbe Nackenschläge zu verdauen, denn die Liste der Ausfälle war lang. Neben den erkrankten Top-Scorern Henning Schütz und Lukas Fettinger fehlten auch noch sechs weitere Leistungsträger. Mit Müh und Not konnte EHC-Coach Alexander Wedl 12 Feldspieler aufbieten, darunter einen angeschlagenen Patrick Zimmermann, der momentan die interne Scorerliste anführt. Doch Königsbrunn startete gut in die Partie und hatte schon in den ersten Spielminuten hochkarätige Gelegenheiten, aber der hervorragende Gästekeeper hielt seinen Kasten sauber. Dingolfing zeigte sich insgesamt zu harmlos vor dem gegnerischen Tor, denn auch die Gäste hatten mit Ausfällen zu kämpfen. Der EHC agierte aber konsequenter und ging in der neunten Spielminute durch Dominik Zimmermann mit 1:0 in Führung. Beide Teams präsentierten sich in dieser überwiegend fairen Partie kämpferisch stark, zeigten aber noch zu viele individuelle Fehler. Kurz vor der Pause schlugen die Isar Rats zurück und glichen aus, doch nur eine Minute später stibitzte sich Pascal Rentel den Puck und tankte sich im gegnerischen Drittel zum 2:1 durch. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die erste Pause. Nach Wiederanpfiff starteten die Gäste besser in die Partie und kamen einige Male gefährlich vor das Tor von EHC-Goalie Markus Kring. Doch dieser ließ sich von Direktschüssen nicht beeindrucken und bewies wieder seinen Wert für die Mannschaft. Erst ab der 25. Spielminute war Königsbrunn wieder im Spiel angekommen und erarbeitete sich erneut Chancen. In der 29. Spielminute setzte dann Dominik Zimmermann Hayden Trupp in Szene und legte zum sehenswerten 3:1 auf. Kurz darauf hatte der EHC noch die Möglichkeit, in Überzahl einen weiteren Treffer zu erzielen. Doch Königsbrunn fing sich einen Konter ein, die Gäste verkürzten auf 3:2. Die nächste Überzahlsituation kurz vor der Pause wussten die Brunnenstädter aber für sich zu nutzen. Diesmal legte Maxi Merkle Hayden Trupp auf, der mit einem satten Schuss für das 4:2 sorgte. Danach wurde es aber unübersichtlich, der Königsbrunner Danny Grünauer musste wegen eines Bandenchecks vom Eis, ein Dingolfinger Spieler ging ebenfalls vorzeitig zum Duschen. Die Stimmung in der Halle kochte bis Drittelende kurz hoch, Treffer fielen aber keine. Im letzten Abschnitt starteten die Gäste wieder besser und erwischten Königsbrunn auf dem falschen Fuß. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff verkürzte Dingolfing auf 4:3. Die Partie drohte zu kippen, in der 46. Spielminute gab es sogar einen Penalty für die Gäste. Doch Keeper Kring zeigte Nerven aus Stahl und verhinderte den Ausgleich. Die Gäste drückten jetzt mit Mann und Maus und nahmen kurz vor Schluss ihren Tormann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch der EHC ließ bis zum Abpfiff nichts mehr zu und gewann am Ende verdient mit 4:3.
EHC-Coach Alexander Wedl fand viel Lob für sein Team: „Heute haben wir mit einem stark dezimierten Kader gespielt, doch die Jungs haben sich durchgebissen. Es war nicht mehr drin, die Mannschaft hat aber eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Das waren jetzt Big Points die uns in dieser Situation sehr gut tun. Am Sonntag wird es trotzdem sehr schwer werden.“
Diez-Limburg Rockets (RLW)
Rockets feiern souveränen Heimsieg gegen Soest
Zuhause weiter ungeschlagen, zudem auch in der Leistungsentwicklung den nächsten Schritt gemacht: Die EG Diez-Limburg schlägt im Heimspiel die Bördeindianer aus Soest mit 8:3 (2:1, 4:2, 2:0). Defensiv präsentierten sich die Rockets stabiler als zuletzt, offensiv waren sie spielfreudig und gefährlich wie eh und je. Und auch in Sachen Stimmung in der Halle ist eine positive Entwicklung unüberhörbar. Die Rockets-Familie nimmt spürbar Fahrt auf.
„Wir haben es zum ersten Mal geschafft, drei Drittel einer Partie zu gewinnen“, freute sich EGDL-Trainer Arno Lörsch, dessen Team wie schon in Ratingen einen sehr guten Start erwischte. Bereits nach acht Minuten lagen die Gastgeber durch zwei Treffer von Joey Davies komfortabel mit 2:0 in Führung (4., 8.). „In den ersten zehn Minuten der Partie hatten wir gegen einen erwartet eckigen und schwer zu spielenden Gegner unsere beste Phase“, sagte Lörsch, der vor allem in der Abwehr eine deutliche Steigerung erkannte. „Wir haben nur noch wenige Lücken zugelassen und manche 1-gegen1-Situation nicht optimal gelöst. Manchmal stimmte auch die Abstimmung nicht. Aber wir sind auf einem guten Weg.“ Soest wusste die wenigen sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen. Simon Tambosi traf nach 12 Minuten zum 1:2.
An diesem Bild sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht viel ändern. Offensiv waren die Rockets kaum zu bändigen: Matt Fischer (21.), Tim Ansink (24.), erneut Fischer (27.) und Joey Davies (39.) erhöhten das eigene Torkonto auf sechs. „Das war teilweise großartig mit anzusehen und ein echter Augenschmaus, wie wir offensiv agiert haben“, schwärmte der Trainer. „Und trotzdem haben wir immer noch auch in der Chancenauswertung noch Potenzial.“
Doch die Bördeindianer blieben giftig und aufmerksam, konnten eine doppelte Unterzahlsituation gegen stark verteidigende Gastgeber zwar nicht nutzen, trafen dafür aber in einfacher Unterzahl durch Oberliga-Neuzugang Fabian Pyszynski (25.) und bei 5-gegen-5 durch Simon Tambosi (39.) zum zwischenzeitlichen 3:6. „Wir machen das 6:2 und alle denken, die Messe ist eigentlich gelesen. Und dann lassen wir vom Bully weg nur Sekunden später das dritte Gegentor zu. Sowas darf uns natürlich nicht passieren, da waren die Jungs mit den Köpfen noch beim Jubeln.“
Die Marschroute für das letzte Drittel war daher auch eindeutig: „Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, dass wir uns offensiv genug beweihräuchert haben und das wir jetzt bitte mal ein Drittel lang hinten zu null spielen“, verriet Lörsch. Seine Mannschaft nahm die Aufgabe und die Zweikämpfe an, ließ kein weiteres Tor mehr zu und erhöhte dennoch durch Matt Fischer (50.) und Julian Grund (60.) auf 8:3. „Ich denke, der Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient“, sagte Lörsch.
Aus einem starken Kollektiv stachen an diesem Abend die beiden Kanadier hervor: Joey Davies und Matt Fischer trafen dreifach, sind mit jeweils acht Toren derzeit die beiden besten Torschützen der Liga. Und auch in der Scorerwertung liegen Davies (19 Punkte insgesamt) und Fischer (15 Punkte) auf den ersten beiden Plätzen der Wertung. Ein starkes Debüt feierte zudem Neuzugang Florian Böhm an der Seite von Pierre Wex und Julian Grund. „Nach nur einer gemeinsamen Trainingseinheit hat diese Reihe bereits angedeutet, was sie leisten kann. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, solche Jungs im Team zu haben.“
Weiterhin verzichten musste Lörsch gegen Soest auf den verletzten Verteidiger Roman Löwing und auf Stürmer Konstantin Firsanov, der die Partie in zivil von der Spielerbank aus verfolgte und andeutete, dass er „hoffentlich bald“ in den Kader zurückkehren kann. Ebenfalls nicht spielen konnte gegen die Bördeindianer Daniel Niestroj. Mit Janik Langer kam hingegen erneut ein starker Förderlizenzspieler vom Kooperationspartner aus Bad Nauheim zum Einsatz.
„Glückwunsch an Diez-Limburg zum Sieg“, sagte Gästetrainer Heinz-Dieter Brüggemann auf der Pressekonferenz. „Heute hat man unter anderem gesehen, welchen Unterschied zwei starke Importspieler ausmachen können. Wir sind nach erst acht Trainingseinheiten auf dem Eis sicherlich noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir brauchen noch Zeit, um mit den besten Teams der Liga mithalten zu können. Und Diez-Limburg gehört sicherlich zu den vier besten Teams der Regionalliga West.“
Dinslaken Kobras (RLW)
Der Dosenöffner blieb aus
Auch beim amtierenden Meister Hammer Eisbären blieb den Kobras der erste Saisonpunkt verwehrt. Im Gegenteil: Sogar ohne einen Torerfolg musste man nach dem 0:3 (0:0, 0:2; 0:1) die Heimreise nach Dinslaken antreten.
Zwar musste Coach Sikorski auf eine große Anzahl von Spielern aus diversen Gründen verzichten und der ein oder andere Verbliebene trat die Begegnung noch leicht verletzt oder mit einem grippalen Infekt gebeutelt an, doch dies tat dem kämpferischen Element der Kobras keinen Abbruch. Gestützt auf einen starken Marvin Haedelt baute man ein Defensiv – Bollwerk auf, welches lange Zeit dem Druck des Meisters standhielt. Allein die Offensiv-Bemühungen der Giftschlangen waren oft zu durchsichtig und mit wenig Durchschlagskraft ausgestattet. Einer der besten Offensivkräfte des Abends, Kevin Wilson, hätte sogar Ende des ersten Drittels für die Überraschungsführung der Gäste sorgen können, doch er vermochte seine gute Einzelaktion nicht mit einem Treffer zu veredeln. Dennoch blieb den Kobras zumindest das Unentschieden aus dem ersten Spielabschnitt.
Das Bild änderte sich im Mitteldrittel zunächst nicht. Spielbestimmende Gastgeber sorgten für reichlich Abwehrarbeit bei den Gästen, die ihrerseits, bei ihren spärlichen Angriffsbemühungen einfach zu harmlos blieben. Doch in der 26. Spielminute waren auch die Verteidigungsbemühungen umsonst. Als die Mannschaft aufgrund einer Strafzeit in Unterzahl agieren musste, wurde der Druck der Eisbären zu groß. Aus dem Gewühl heraus stocherte Ibrahim Weißleder die schwarze Hartgummischeibe über die Torlinie und brachte seine Farben somit erstmalig auf die Anzeigetafel.
Dies beflügelte den Meister noch mehr und er startete einen Sturmlauf auf das Kobra-Gehäuse. Mit Erfolg, denn nur anderthalb Minuten später sorgte Marvin Cohut beim 2:0 für die Vorentscheidung.
Zwar bemühten sich im weiteren Verlauf Michal Plichta & Co. um den Anschlusstreffer, doch die herausgespielten Chancen waren einfach nicht zwingend genug, um die Hausherren in Verlegenheit bringen zu können.
Marius Dräger verbrachte im Verlaufe des Abends im Tor der Eisbären gegenüber seinem Kollegen Haedelt einen vergleichsweise ruhigen Abend. Die Kobras schafften es einfach nicht, sich durch ein selbst erzieltes Tor einen weiteren Motivationsschub – den Dosenöffner – zu verschaffen, um das Spiel noch in ihrem Sinne verändern zu können. Beim dritten Eisbären-Treffer durch Oliver Kraft, 75 Sekunden vor Spielende, glaubte schon niemand der mitgereisten Kobra-Fans an eine mögliche Spielwende. Und wahrscheinlich einige Dinslakener Akteure auch nicht mehr.
In der anschließenden Pressekonferenz gab Coach Sikorski die bis dato spielerisch beste Saisonleistung seines Teams zu Protokoll, haderte aber auch mit dem ständig wechselnden Personal bei Training und Spiel. Dennoch glaubt er, dass seine Mannschaft trotz der fehlenden Vorbereitung wieder an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann, bat dafür aber um Geduld.
Sein Pendant Ralf Hoja zeigte erleichtert ob des Sieges seines Teams, denn trotz aller Warnungen seinerseits vor dem Gegner hatten wohl einige seiner Spieler nur auf die Tabelle geschaut und somit einen Selbstläufer erwartet. Erst als er in der Drittelpause dieses Thema nochmals aufgriff, lief es auf Seiten des Meisters besser und man erarbeitete sich diesen verdienten Sieg.
Auf die Kobras kommen schwere Zeiten zu, Mannschaft und Fans benötigen unbedingt einen Befreiungsschlag. Je eher, desto besser. Im besten Fall sogar schon morgen, beim Heimspiel gegen einen weiteren Titelaspiranten, die Rockets aus Diez-Limburg. Spielbeginn in der Schlangengrube ist um 19:00 Uhr.
Ratinger Ice Aliens (RLW)
Klare Verhältnisse in Neuss
Die Aliens starteten vehement in die Partie und schon nach einer Minute hatte Dennis Fischbuch die Scheibe in das Neusser Tor bugsiert. Neuss atmete durch und startete die ersten Gegenangriffe. Goalie Oster hatte kurz hintereinander Gelegenheit, seine Fähigkeit bei zwei Großchancen zu zeigen. Zur Beruhigung der Aliens erzielte Tobias Brazda in der 9. den zweiten Treffer, dem Dennis Fischbuch vier Minuten später mit einem sauber abgeschlossenen Alleingang das dritte Tor folgen ließ. Danach luden die Aliens die Gastgeber zu einigen Gelegenheiten ein, die diese aber nicht verwerten konnten. In der 17. Spielminute nutzte Tim Brazda eine kuriose Situation vor dem Neusser Tor kaltschnäuzig aus, als die Scheibe mehrfach durch den Torraum „flipperte“ und er den dritten Nachschuss versenkte.
Das zweite Drittel bleibt sicherlich als sehr merkwürdig in Erinnerung (wenn überhaupt). Beide Mannschaften schienen komplett den Faden verloren zu haben. Auf beiden Seiten luden die Abwehrreihen die Stürmer zu Torschüssen förmlich ein – beide Torhüter hatten ausreichend Gelegenheit sich auszuzeichnen. Lediglich Pascal Rüwald gelang es einmal, den Puck im Ratinger Tor unterzubringen. Nach 30 Minuten gab es die erste Strafe – nicht wegen eines Fouls, sondern wegen eines sechsten Spielers auf dem Eis. Hektische Spielszenen auf beiden Seiten, Spielaufbau – Fehlanzeige, Abspielfehler und Torchancen - massenweise. Neuss angetrieben von der lautstarken Pausenansprache ihres Trainers Fuchs wirkte in den letzten Minuten etwas zielstrebiger – die Aliens trafen bei der größten Chance des Drittels bei einem Unterzahl-Konter nur die Latte des Neusser Tores. Die Zuschauer hofften auf ein besseres letztes Drittel.
Es wurde nicht besser – jedenfalls zunächst nicht. Die Aliens wachten erst wieder auf als Thomas Dreischer sich für fortlaufendes Reklamieren eine Spieldauerstrafe einfing. Einen Konter von Fischbuch konnten die Neusser nur mit einem Foul stoppen – den fälligen Penalty verwandelte der Ratinger Kapitän persönlich zur Vorentscheidung. Eine Minute später erzielte Simon Migas den nächsten Treffer, ehe Tobias Brazda den eigentlich zu hohen Endstand herstellte. Einige Zuschauer werden bei der Schluss-Sirene erleichtert aufgeatmet haben.
Am Samstagabend beim vorgezogenen Spiel gegen Neuwied werden die Aliens sicherlich eine stärkere Leistung benötigen, um weiterhin ungeschlagen zu bleiben.
ESC Berlin (RLO)
Erstes Derby geht an Blues
Das erste Regionalligaderby der Saison ging an den Favoriten. Der EHC Berlin Blues gewann beim ESC 07 Berlin mit 6:3 (2:0/3:2/1:1).
Weiterhin mit Personalsorgen ging der Club in dieses erste Stadtduell der Saison. Trotzdem versuchte man mitzuspielen und kam auch zu ein paar Torchancen. Da aber waren die Gäste nicht nur im Vorteil, sie nutzten ihre auch besser. Geordie Wudrick (12.) und in Überzahl Marcus Maaßen (19.) brachten den Favoriten im ersten Abschnitt in Führung.
Und nach 26 Minuten nutzten die Blues ein weiteres Powerplay durch Janis Glöden zum 0:3. Doch der Club gab nicht auf und nutzte ein doppeltes Überzahlspiel aus. Jan Krautmann verkürzte nach schöner Kombination auf 1:3 (29.). Max Franke verhinderte dann wieder weitere Treffer, konnte aber nicht alles halten, was auf sein Tor kam. Gegen einen Schuss von Ilya Demidov war er machtlos (32.). Doch der Club gab weiter alles und Christopher Hidde konnte drei Minuten später auf 2:4 verkürzen. Sekunden vor der Drittelpause stellte Dustin Hesse jedoch den Drei-Tore-Abstand wieder her und erhöhte für die Blues auf 2:5 (40.).
Aber der Club gab sich dennoch nicht geschlagen. 69 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, da landete ein Schuss von Eric Gwost im Tor der Blues und es stand nur noch 3:5. Der erste Treffer des US-Boys in Club-Trikot sorgte für neuen Schwung beim Gastgeber. Nun bekam Patrick Hoffmann im Tor der Blues mehr zu tun. Die Gäste wankten nun, konnten aber weitere Gegentreffer verhindern. Und zwei Minuten vor dem Ende sorgte Geordie Wudrick mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung in diesem Spiel.
Einsatz und Wille stimmten auch in diesen Spiel, der Club verkaufte sich wieder gut. Der Sieg der Blues war aber klar verdient. Sonntag geht es zum nächsten Derby, um 13:30 Uhr geht es im Erika-Hess-Eisstadion zu FASS Berlin.
(Norbert Stramm)
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