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August 26
                     
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  KURZNACHRICHTEN  

           
      
Rostock Piranhas
(OLN)  Der REC hat den Vertrag mit Stürmer Jesper Öhrvall verlängert. Der 31-jährige Schwede, der vor zwei Jahren aus Österreich an die Ostsee kam, war in zuletzt 45 Spielen mit 21 Toren und 51 Assists teaminterner Topscorer der Piranhas
  
Adendorfer EC
(RLNO)  Luky Nyman verstärkt künftig die Defensive der Heidschnucken. Der 24-jährige Finne, der in deutschland bereits aus seiner Zeit in der Oberliga beim EV Lindau bekannt ist, wechselt aus der zweithöchsten Liga seines Heimatlandes von KeuPa HT zum AEC
  
Eispiraten Dorfen
(BYL)  Der ESC hat mit Verteidiger Tobias Cramer verlängert. Der 22-Jährige wechselte letztes Jahr aus Erding zu den Eispiraten und konnte in 31 Partien 6 Tore und 13 Assists erzielen
  
Haßfurt Hawks
(BLL)  Verteidiger Artem Kuraksin bleibt beim ESC. Der 18-jährige Ukrainer hat zuletzt seine erste Saison im Seniorenbereich bestritten
  
Landsberg Riverkings
(BYL)  Der HCL hat seine dritte Kontingentstelle besetzt. Die Riverkings haben den Vertrag mit Stürmer Victor Östling verlängert. Der 30-jährige Schwede hat in der letzten Saison in 29 Spielen 20 Tore erzielt und weitere 23 Treffer vorbereitet
  
Neusser EV
(RLW)  Der NEV setzt auch in der neuen Saison weiter auf Torhüter Leroy Reichel. Ausserdem wird auch Goalie Florian Burk weiterhin zur Verfügung stehen
  
Dinslakener Kobras
(RLW)  Verteidiger Mike Reichl wird, nachdem er in der letzten Saison aus familiären Gründen kürzer getreten war, nun wieder vollumfänglich zur Verfügung stehen
  
Türkheim Celtics
(BLL)  Nachwuchsstürmer Pius Bader wird auch in der Landesliga seine Chance in der 1.Mannschaft erhalten. In der letzten Saison hat er bereits 8 bezirksligaspiele bestritten und konnte dabei 4 Scorerpunkte für sich verbuchen
  
Bären Neuwied
(OLN)  Felix Köllejan wird erneut das Goalie-Duo zusammen mit Jonas Gähr bilden. Der 30-Jährige kehrte erst während der letzten Saison aus der Regionalliga vom ESV Bergisch Gladbach zum EHC zurück
  
Eisbären Heilbronn
(BWL)  Stürmer Johann Kaschtanow kehrt nach Heilbronn zurück, wo er einst seine ersten Schritte auf dem Eis machte. Der 21-Jährige spielte später im Mannheimer Nachwuchs, sammelte Erfahrungen in der Schweiz, dann im Bietigheimer Nachwuchs und ging zuletzt im Nachwuchs der Vienna Capitals in Österreich aufs Eis
  
TSV Farchant
(BBZL)  Der TSV wird mit einem fast unveränderten Kader in die kommende Saison gehen. Neben den bereits bekannten Ab- und Zugängen bleiben die Torhüter Elias Fischbacher und Christian Grigull, die Verteidiger Robert Altenhofen, Timothy Coutu, Benedikt Erhardt, Johannes Feichtinger, Matej Kurzweil, Lorenz Mittermaier, Max Reindl und Andreas Tanzer, sowie die Angreifer Lukas Artus, Max Heckel, Florian Imminger, Sebastian Kastner, Andreas Maurer, Jan Müller, Sebastian Reindl, Lukas Rotter, Dennis Spanke, Felix Watz, Kristian Weber und Sebastian Wolters
  
Black Bears Freising
(BBZL)  Verteidiger Cristian Castlunger wird den Black Bears genauso erhalten bleiben wie die Stürmer Felix Kammermeier, Severin Sippl und Marc Völkel, die alle ihre weiteren Zusagen gegeben haben
  
Zweibrücken Hornets
(BWL)  Die Verteidiger Matthew Genest-Schön, Dominik Gutjahr und Valentin Kopp, sowie die beiden Stürmer Calvin Engel und Silas Jäger werden auch in der kommenden Spielzeit wieder im Trikot der Hornets auflaufen. Ausserdem kommt Danil Bihn fest zum EHC. Der 19-Jährige spielte bereits in der letzten Saison mittels Förderlizenz des Mannheimer ERC für die Hornets
  
Hammer Eisbären
(OLN)  Die Hammer Eisbären haben sich mit den EC Harzer Falken auf eine Kooperation verständigt. Verteidiger Luis Läckle und Stürmer Reko Pohjamo werden mit Förderlizenzen ausgestattet und können somit Eiszeit in der Oberliga erhalten. beide wurde von Braunlage erst neu verpflichtet und spielten zuvor bereits in der Oberliga für den SC Riessersee bzw. die Tigers Bayreuth
  

   

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„Ich bin kein Ja-Sager und kein Nein-Sager, sondern ein Warum-Frager“ - Interview mit „Goldhelm“ Tor Immo

(DEL2)  Er kam, sah und lieferte: Mit der Verpflichtung von Tor Immo gingen im Sommer beim EVL beträchtliche Erwartungen einher – nun, nach einem Drittel der Hauptrunde, kann man feststellen: Der Schwede, der letzte Saison bei Dukla Trencin in der Slowakei und davor beim EHC Freiburg schon mal ein Jahr in der DEL2 spielte, ist genau der Leistungsträger und Führungsspieler, als der er unter Vertrag genommen wurde. Mit 22 Punkten (7 Tore/15 Assists) ist er Top-Scorer im Team von Heiko Vogler und steht in der Plus-Minus-Statistik mit +17 ligaweit auf Platz 2. Der Coach sieht ihn als „Denker und Lenker“ des EVL-Spiels – Zeit für ein ausführliches Interview mit dem 30-jährigen Goldhelm.


ihp-interview-kleinHerr Immo, nach 18 Spielen liegt der EVL in der Tabelle auf Platz 6 (bzw. nach dem Punkteschnitt auf Rang 5) – sind Sie mit dem Abschneiden des Teams soweit zufrieden?

Tor Immo: Nachdem wir die ersten drei Spiele verloren hatten, sind wir, denke ich, ganz gut in die Saison reingekommen – vor allem wenn man bedenkt, dass wir ja einige Verletzungen hatten. Was mir besonders auffällt, ist die mentale Stärke des Teams. Wir können auch an einem nicht perfekten Abend einen Weg finden, um zu gewinnen, weil wir Vertrauen in unser System haben. Das ist entscheidend, wenn du ein Top-Team sein willst. Natürlich kann man immer mehr Punkte holen, aber insgesamt war es ein anständiger Start. Highlights waren die Derby-Heimsiege vor vollem Haus.

Ihre persönliche Zwischenbilanz liest sich statistisch stark, Trainer Heiko Vogler hat Sie als „Brain“ geadelt, und auch bei den Fans stehen Sie in hohem Ansehen. Wie fällt Ihre eigene Einschätzung aus, wie bewerten Sie selbst Ihre Startphase in Landshut?

Tor Immo: Ich bin sicher selbst mein größter Kritiker und muss sagen, dass ich in den ersten Spielen nicht so viele Tore geschossen wie ich hätte schießen sollen. Da habe ich eine Menge Chancen nicht genutzt und war ziemlich angepisst, weil wir sonst vielleicht mehr Spiele gewonnen hätten. Dann ist es besser geworden, wobei ich immer noch finde, dass wir angesichts der Chancen, die wir kreieren, mehr Tore schießen müssten. Das gilt auch für mich. Normalerweise zählt das Powerplay zu meinen Stärken, hier kann ich beim Gegner den größten Schaden anrichten. Und da muss ich und müssen wir als Team etwas effizienter werden.

Ihr bisher herausragender Auftritt war beim 9:3 gegen Regensburg, als Sie in 28 Minuten – vermeintlich – sieben Scorerpunkte gemacht haben. Auch wenn zwei Assists nachträglich gestrichen wurden: War das so ein Abend, an dem alles funktioniert hat?

Tor Immo: Ja, das war eines dieser Spiele, in denen alles klappt. David Stieler und ich waren, glaube ich, bei acht der neun Tore auf dem Eis. Wir beide denken und spielen Eishockey auf die gleiche Weise. Vielleicht sind wir nicht die schnellsten Jungs in der Liga, aber wir sind stark am Puck. Ich habe ja nicht mit Eishockey angefangen, um dem Puck hinterherzujagen, sondern um ihn zu haben und damit etwas Gutes zu machen. Das ist und bleibt meine Devise.

Der Coach spricht mit Blick auf das Teamgefüge und die Bedeutung von Führungsspielern davon, dass es einerseits „übertragene Verantwortung“ gebe und auf der anderen Seite „gewollte Verantwortung“; als Beispiel für gewollte Verantwortung nennt er explizit Sie. Wie füllen Sie diese Rolle praktisch aus?

Tor Immo: Mittlerweile bin ich 30 Jahre alt, aber ich wollte schon immer ein Anführer meines Teams sein. Dazu muss ich nicht Kapitän sein, aber ich rede viel, auf dem Eis, in der Kabine, auch mit den Trainern. Heiko und Schubi involvieren die Spieler in die Systeme, in kleinere Anpassungen, die für die Optimierung entscheidend sein können – in der Vorbereitung, aber auch während der Spiele. Und ich bin neugierig, frage nach bei den Trainern, weil ich die Dinge genau wissen und verstehen will. Ich bin kein Ja-Sager und kein Nein-Sager, sondern ein Warum-Frager. Und wenn wir dann in der Kabine darüber reden, können vielleicht auch andere Spieler davon profitieren, die nicht selbst fragen. Der Effekt ist: Jeder versteht alles, du hast keine Fragen im Kopf, du gehst einfach raus und spielst, das macht es auf dem Eis viel einfacher. So möchte ich mithelfen, die Mannschaft weiterzuentwickeln.

Sie machen auf dem Eis bei aller Härte, Geschwindigkeit und Intensität des Spiels meist einen, sagen wir, relativ unangestrengten, jedenfalls souveränen Eindruck. Sie lassen schwierige Dinge leicht aussehen, was ja bekanntlich weit über das Eishockey hinaus eine ganz besondere Fähigkeit ist. Ist das eine Frage der Erfahrung, der Coolness – oder wovon?

Tor Immo: Das ist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren und hat viel mit dem Team zu tun. Generell ist es wichtig, dass man genau weiß, wie der Mitspieler tickt, was er in bestimmten Situationen macht – so wie David Stieler und ich. Welchen Pass spielt man? Ist er zu riskant? Oder lohnt es sich, dieses Risiko einzugehen, weil die Chance in diesem Moment größer ist? Vielleicht sieht es manchmal leicht aus, sogar wenn ich unter Druck bin, aber das hat damit zu tun, dass du wissen musst, was du mit dem Puck machst, bevor du ihn bekommst. Denn wenn du ihn bekommst, ist es zu spät. Also habe ich mehrere Optionen im Kopf, je nachdem wie sich der Gegenspieler verhält.

Neben allen offensiven Qualitäten fallen Sie auch durch Ihre Präsenz in Unterzahl auf, was nicht zur zwingenden Jobbeschreibung eines Top-Scorers gehört. Interpretieren Sie das als Teil Ihrer Verantwortung fürs Team und/oder macht es Ihnen sogar Spaß?

Tor Immo: Ich mag es wirklich! Der Punkt ist: Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie die Powerplayspieler des Gegners ticken, was in ihren Köpfen vorgeht, was sie gerade planen. Das macht richtig Spaß, wenn du den Rhythmus des Gegners brechen und das Momentum auf die eigene Seite holen kannst. Wir ziehen als Mannschaft viel Stolz aus unserem Penalty Killing, wir haben da einige sehr gute Jungs, blocken Schüsse mit Leidenschaft – und Heiko legt generell viel Wert auf dieses Element des Spiels.

Der EVL hat vor dieser Saison erstmals den formalen Antrag für eine DEL-Lizenz gestellt und die entsprechende Bürgschaft hinterlegt. Wie sehr hat das im Sommer Ihre Entscheidung, nach Landshut zu wechseln, beeinflusst?

Tor Immo: Um ehrlich zu sein: Das war einer der Gründe, warum ich hier unterschrieben habe! Ich wollte in der DEL2 nur zu einem Club gehen, der die DEL- Lizenz beantragt hat, alles andere war ein No-Go. Die Botschaft des Vereins ist klar: Wir wollen nicht nur mitspielen, wir wollen gewinnen. Mein Ziel passt dazu: Ich will auch gewinnen, ich will aufsteigen, ich will in der DEL spielen, am besten mit den Jungs hier.

Anfang des Monats sind Sie 30 geworden. Mit einem Augenzwinkern gefragt: Fühlen Sie sich jetzt älter oder reifer?

Tor Immo: Das ist doch eigentlich nur eine Zahl, der messe ich nicht soviel Bedeutung bei. Ich höre in meinen Körper hinein, da fühle ich mich wie 23. Es geht mir gut! Ich habe den besten Job der Welt, nichts würde ich lieber tun als Eishockey spielen. Nicht im Büro sitzen von 9 bis 17 Uhr und auch nicht in der Autoindustrie arbeiten, wie ich das zu Beginn meiner Karriere zeitweise gemacht habe. Dorthin will ich nicht zurück. Jetzt ist mein Hobby zugleich mein Job – und ich liebe es.

Haben Sie schon eine Vorstellung davon, was Sie nach der aktiven Karriere machen werden?

Tor Immo: Da habe ich mir noch keine genauen Gedanken gemacht. Im Moment würde ich sagen, ich bleibe dem Eishockey verbunden, als Coach, Scout oder Agent. Vielleicht werde ich die Frage in ein paar Jahren anders beantworten, aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass ich diesen Sport eines Tages komplett verlasse.

Zumal Sie ja auch familiär ganz gut eingebettet sind ins Thema Eishockey...

Tor Immo: Stimmt, meine Frau Eveline ist selbst in einer Eishockey-Familie aufgewachsen, ihr Vater ist aktuell Co-Trainer beim SC Bern. Zu Hause schauen wir jeden Abend zusammen Spiele an, aus Schweden, aus der Schweiz und so weiter. Ja, es gibt schon viel Eishockey bei uns (schmunzelt). Aber nicht zu viel.

Seit kurzem sind Sie selbst stolzer Vater, Tochter Freya ist vor fünf Wochen in Landshut auf die Welt gekommen. Wie geht ́s der jungen Familie?

Tor Immo: Phantastisch. Okay, in Sachen Schlaf ist es ein bisschen anders als zuvor, aber nachts kümmert sich vorwiegend meine Frau um die Kleine. Ich versuche sie insgesamt so gut wie möglich zu unterstützen. Natürlich schreit Freya auch mal, aber wenn sie sich dann beruhigt und in meinen Armen einschläft, ist es einfach phantastisch.

Was sind Ihre Hobbys und Interessen jenseits von Eishockey, was machen Sie im Sommer?

Tor Immo: Mein Nr. 1-Hobby ist ganz klar Golf. Zu Hause in Schweden ist es im Sommer 22 Stunden hell, da gehe ich um 19.30 oder 20 Uhr mit meinen Freunden auf eine 18- Loch-Anlage und spiele bis in den späten Abend hinein. Außerdem bin ich absoluter American-Football-Fan, wie auch Jack Doremus. Und ich spiele gerne Padel Tennis, das in Schweden sehr populär ist. Angeln habe ich auch vier-, fünfmal probiert, das ist nicht so meines, da muss man geduldig sein (schmunzelt).

  Donnerstag 21.November 2024
11:03 Uhr
       
Kaderlisten:
Spieler: 
     
  Deutsche Eishockey Liga 2
  Tor Immo
  
Bericht:
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Bild:
  EVL
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