IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 23.Januar 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Landesliga Baden-Württemberg und Regionalliga West.
Adler Mannheim: Ryan MacMurchy trifft drei Mal beim 4:3 n.P. gegen die Eisbären(DEL) Mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen bleiben die Adler Mannheim auch im siebten Heimspiel in Folge unbesiegt. Ryan MacMurchy glich mit zwei Toren im zweiten Drittel die 2:0-Führung der Berliner (Tore: Jamie MacQueen, Laurin Braun) aus. Christoph Ullmanns Tor zur 3:2-Führung reichte jedoch noch nicht zum Sieg, Mickey Dupont schickte das Match mit seinem Treffer kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Overtime, in der aber keine Entscheidung fiel. Im Penaltyschießen war Ryan MacMurchy als einziger Spieler erfolgreich und sicherte den Adlern den 4:3-Erfolg.
Zwei Tage nach dem engen Spiel in Berlin zeigten Adler und Eisbären ein von Beginn an schnelles und mit hohem Einsatz geführtes, packendes Match. Die Gäste aus der Hauptstadt traten nach dem Ende ihrer Niederlagenserie von Beginn an selbstbewusst auf, die Hausherren wollten die Niederlage vom Freitag in der zum zweiten Mal in der dieser Saison ausverkauften SAP Arena schnell wieder vergessen machen. David Wolf hätte fast die erste große Chance des Spiels gehabt, konnte aber in Bedrängnis am Torraum die Scheibe nicht kontrolliert abfälschen (2. Minute). Die Szene war der Auftakt zu druckvollen Minuten der in blau gekleideten Mannheimer Mannschaft, doch bei Fünf gegen Fünf kamen nur wenige Scheiben auf den Kasten von Berlins Keeper Petri Vehanen durch.
Hinten wurden die Adler in der achten Minute von einem schnellen Konter der Eisbären eiskalt erwischt. Den Schlagschuss von Spencer Machacek konnte Dennis Endras nur mit dem Schoner abwehren, Jamie MacQueen nutzte den Abpraller und traf zum 1:0. Zwei Minuten später erhöhte Laurin Braun in Überzahl auf 2:0. Auf der anderen Seite zeigte die Heimmannschaft nach zwei Strafen gegen die Gäste ein starkes Powerplay, Matthias Plachta (14. Minute, Vehanen) und David Wolf (16., Pfosten) hatten den Anschlusstreffer auf dem Schläger - leider noch ohne Erfolg.
Carlo Colaiacovo scheiterte im zweiten Drittel im Alleingang am finnischen Keeper im Berliner Tor, doch kurz darauf lag die Scheibe endlich im Netz. Chad Kolarik hatte die Übersicht und passte zum besser postierten Ryan MacMurchy, der seitlich zum Tor stehend per Direktabnahme den ersten Mannheimer Treffer erzielte (alles 27.). Und fünf Minuten später überlisteten Luke Adam und MacMurchy die Berliner Hintermannschaft, als sie nach einem gewonnen Bully im Offensivdrittel blitzschnell an den letzten Verteidigern vorbei waren. MacMurchys fünfter Saisontreffer im neunten Spiel brachte den hochverdienten Ausgleich (32.)
Im dritten Abschnitt scheiterte Christoph Ullmann aus guter Position an Vehanen (47.). Beim Überzahlspiel direkt im Anschluss fand der 33-Jährige Mannheimer aber die Lücke zwischen Torhüter und Pfosten und spitzelte die Scheibe zur 3:2-Führung über die Torlinie (48.). Die Adler beschränkten sich anschließend allerdings zu sehr auf die Defensive, druckvolle Offensivszenen blieben aus, die Gäste aus der Hauptstadt übernahmen die Initiative. In der 50. Minute verhinderte noch der Torpfosten den Ausgleich, doch dreieinhalb Minuten vor Ende des Drittels fand Mickey Duponts Schuss irgendwie den Weg zum 3:3 ins Tor.
Nachdem in der Verlängerung keines der beiden Teams gefährlich vor das Tor kam, mussten die Adler zum zweiten Mal in der laufenden Saisons ins Penaltyschießen. Dort war Ryan MacMurchy einziger erfolgreicher Schütze und sicherte den Adlern den zweiten Punkt.
Klarer Sieg der Red Bulls München in Schwenningen / SWW – RBM 2:6 | Michael Wolf: „Haben von Beginn an Druck entwickelt.“(DEL) Der EHC Red Bull München hat nach der 1:3-Heimniederlage gegen Bremerhaven die richtige Antwort gefunden und bei den Schwenninger Wild Wings verdient mit 6:2 gewonnen. Nach dem Führungstreffer von Dominik Kahun waren vor 3.512 Zuschauern noch Michael Wolf, Brooks Macek (2), Mads Christensen und Derek Joslin für den Deutschen Meister erfolgreich.
In Schwenningen zeigte das Team von Don Jackson ein nahezu perfektes erstes Drittel. Innerhalb von fünf Minuten erspielten sich die Gäste einen Drei-Tore-Vorsprung. Besonders im Powerplay zeigten sich die Isarstädter effektiv. Erst traf Dominik Kahun per Rebound zum 1:0 (12.), wenig später legte Michael Wolf ebenfalls in Überzahl nach (15.). Den dritten Treffer verbuchte dann Brooks Macek, der wieder einen Rebound von Wild-Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier verwertete (17.). In der 19. Minute gelang den Schwenningern durch Daniel Schmölz noch der Anschlusstreffer.
Am effektiven Münchner Auftreten sollte sich auch nach der ersten Pause nichts ändern. Schon nach 43 Sekunden im zweiten Drittel erzielte Mads Christensen das 4:1 für die Landeshauptstädter. Der Däne fälschte einen Schuss von Florian Kettemer unhaltbar ab (21.). Danach kontrollierten die Gäste weiter die Partie und waren wieder in Überzahl brandgefährlich. Michael Wolf hatte gleich zwei Mal die Chance auf das fünfte Münchner Tor (33.).
Auch in den letzten 20 Minuten waren die Red Bulls die spielbestimmende Mannschaft. In der 46. Minute belohnten sich die Gäste auch für ihren Aufwand. Derek Joslin traf per Schlagschuss von der blauen Linie zum verdienten 5:1. Der Wille der Gastgeber war damit endgültig gebrochen, Schwenninger Abschlüsse waren in der Folge Mangelware. Dennoch sollte den Wild Wings noch ein Treffer gelingen. In der 58. Minute schloss Istvan Bartalis einen Konter zum 2:5 ab. Das letzte Tor gebührte aber den Roten Bullen. Brooks Macek markierte 29 Sekunden vor dem Ende den sechsten Münchner Treffer.
2:1-Auswärtssieg in Weißwasser bringt die Roten Teufel Bad Nauheim wieder näher an Platz zehn heran - "Starker Teamerfolg"(DEL2) Einen mehr als wichtigen 2:1- (2:1, 0:0, 0:0)-Auswärtssieg fuhren heute Abend die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim beim Tabellensechsten Lausitzer Füchse ein. Nach einer Führung nach dem ersten Abschnitt ließen die Hessen nichts mehr anbrennen und kommen durch diese drei Zähler näher an die Konkurrenz um Platz zehn heran. "Das war ein starker Teamerfolg meiner Mannschaft. Dominic Roßberg zeigte eine starke Leistung, vielen Dank auch an Essen, dass sie ihn für uns abstellen, wenn wir ihn brauchen. Großes Lob auch an Dominik Lascheit, der als zehnter Stürmer heute einen Wechsel bekam und in diesem den Siegtreffer schoss", so EC-Coach Petri Kujala.
Bei den Gästen musste kurzfristig Förderlizenz-Goalie Benedict Roßberg einspringen, nachdem sich Jan Guryca bereits am Samstag mit einer Verletzung und auf der Fahrt nach Weißwasser auch noch Mikko Rämö mit Fieber abmeldeten, so dass Roßberg zu seinem ersten DEL2-Einsatz in dieser Saison kam. Die Hessen gingen dennoch (und vielleicht gerade deswegen) hoch konzentriert in dieses wichtige Match und ließen die Füchse kaum zur Entfaltung kommen - Forechecking war angesagt, was den Lausitzern sichtlich nicht schmeckte. Lohn war die Bad Nauheimer Führung durch Johansson, der sich mit einem tollen Move durch die ESW-Abwehr tankte und mit einem platzierten Schuss aus dem Halbfeld Weißwassers Goalie Franzreb zum 0:1 überwand. Die Sachsen wollten antworten, was den Kurstädtern allerdings Kontermöglichkeiten brachte, Harry Lange scheiterte nach einem solchen nur wenige Szenen nach dem Bad Nauheimer Führungstreffer. ESW-Topscorer Hayes hatte erst in der 9. Minute die bis dahin beste Chance für die Füchse, aber Roßberg war ruhig und souverän zur Stelle. Im Gegenzug prüften erneut Johansson sowie der Ex-Fuchs Jonas Gerstung den Torhüter, der mit Glück und Geschick den Gegentreffer verhinderte. Auch Nick Dineen kam am Schlussmann nicht vorbei, als der US-Amerikaner nach einem erneuten Konter zu weit abgedrängt wurde und der Winkel dadurch zu ungünstig wurde (12.). Der Ausgleich fiel somit ein wenig wie aus dem Nichts: Swinnen hielt aus der Distanz einfach mal drauf, Roßberg schien die Sicht verdeckt gewesen zu sein, so dass es zum 1:1 einschlug. Es war nun ein offenes Hin und Her zweier Teams, die sich nichts schenkten. Hayer sowie Sarault hatten die Chance, auf beiden Seiten zu treffen und auch Meisingers Schuss rollte parallel zur Torlinie, ohne diese zu passieren. Dennoch konnten die Roten Teufel noch einmal jubeln: Nick Dineen erkämpfte sich hinter dem Füchse-Tor das Hartgummi, Dusan Frosch passte auf Dominik Lascheit, der frei vor Franzreb die verdiente 2:1-Pausenführung für die Hessen markierte.
Ähnliches Bild im zweiten Abschnitt: Bad Nauheim ließ die Sachsen so gut wie nicht zur Entfaltung kommen, während man selber immer wieder Vorstöße nach vorne unternahm. Meisinger scheiterte an Franzreb (24.), Sarault traf eine Minute später nur das Außennetz. Die Gäste waren weiterhin gut im Spiel, beide Seiten nahmen sich nach dem hohen Tempo bis dahin aber erstmal eine spielerische Auszeit. Auch wenn Weißwasser bemüht war, Roßberg unter Druck zu setzen, so gelang ihnen in dieser rund 10-minütigen Phase nicht allzu viel. Gegen Ende des Drittels übernahmen dann die Roten Teufel wieder das Geschehen: fast zwei Minuten lang schienen die Hessen mit starkem Zweikampfverhalten bei fünf gegen fünf mit einem Mann mehr zu agieren, immer wieder kamen die Wetterauer an die Scheibe und zu starken Torschüssen durch Mannes, Meisinger und Johansson (35. und 36. Minute). Es war auch der Schwede, der die große Gelegenheit auf das 3:1 hatte, doch sein Schuss traf in der 40. Minute nur die Latte, so dass sich die Füchse im Grunde genommen dafür bedanken konnten, dass sie nur mit einem Treffer nach diesen ersten beiden Dritteln hinten lagen.
Die Hessen waren auch im letzten Drittel das bestimmende Team und ließen so gut wie keine Zweifel darüber aufkommen, wer den Sieg für sich behalten wollte. Weißwasser erlaubte sich zudem zuviele Strafzeiten, was Dineen in der 48. Minute fast zur Vorentscheidung hätte nutzen können. Die Sachsen bissen sich immer wieder in der gut gestaffelten Bad Nauheimer Abwehr fest, die das Hartgummi mit einfachem Spiel vom eigenen Tor fern hielt, so dass die Füchse förmlich zermürbt wurden. Die Zeit lief zugunsten der Wetterauer, die das Resultat mit dieser couragierten und engagierten Leistung schließlich über die Zeit brachten und nach diesem "sächsischen Wochenende" sechs Punkte bejubeln können. Aufgrund der Niederlagen der direkten Konkurrenten um Platz zehn sind die Roten Teufel nun wieder auf drei Zähler dran - allerdings hat man zwei Spiele mehr absolviert, wobei man ja noch direkt aufeinander trifft - wie z.B. am kommenden Freitag, den 27.01.2017 zuhause gegen Bayreuth (Spielbeginn 19.30 Uhr).
"Das war ein hartes Spiel für uns. Bad Nauheim war defensiv sehr stark und wir haben die Lücken heute einfach nicht gefunden. Wir haben das jüngste Team der Liga, wir werden aber wieder punkten und in die Erfolgsspur zurückfinden", sagte Füchse-Coach Hannu Järvenpää nach dem Schlusspfiff.
Der Tabellenführer blieb souverän - Bayreuth Tigers schlagen sich achtbar(DEL2) Mit 6-2 (2-0,2-1;2-1) in der mit über 3500 Zuschauern gut besuchten Ege-Trans-Arena unterliegen die Bayreuth Tigers klar beim stark aufspielenden Spitzenreiter Bietigheim. Auch ohne Geigenmüller und Valentin Busch wehrte man sich nach Kräften, doch Treffer von Kolozvary, Kuchejda reichten nicht gegen den Dauerdruck der Steelers, obwohl es auch Phasen gab wo das Spiel hätte kippen können.
Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag 29.01 um 18.30 Uhr gegen die Falken aus Heilbronn statt.
Eispiraten Crimmitschau schlagen die Wölfe aus Freiburg - Westsachsen belohnen sich für starke Teamleistung(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg mit 4:2 für sich entschieden. Trotz eines frühen Rückstandes ließen sich die Schützlinge von Trainer John Tripp nicht aus dem Konzept bringen und sicherten sich nach einer starken Vorstellung vor 926 Zuschauern verdiente drei Punkte. Neben Assistenzkapitän Bernhard Keil, der zwei Treffer erzielen konnte, konnten sich auch Ole Olleff und Ivan Ciernik in die Torschützenliste einreihen. Einen großen Anteil an dem Heimsieg hat auch Henning Schroth, welcher sich mit starken Paraden immer wieder auszeichnen konnte.
Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gäste aus dem Breisgau. Gerade einmal 29 Sekunden waren gespielt, als Petr Haluza einen Querpass völlig unbedrängt zum 0:1 über die Torlinie schob. Eine kalte Dusche für die Eispiraten, welche sich allerdings gleich wieder aufrappelten. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem Ole Olleff in der siebten Spielminute das 1:1 erzielte. Aus halbrechter Position versenkte der Verteidiger die Hartgummischeibe in den Winkel des Freiburger Gehäuses. Nachdem Niclas Lucenius und Jason Pinizzotto ihre hochkarätigen Chancen vergaben, musste sich Henning Schroth zwei Mal beweisen, parierte aber stark. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs nutzten die Westsachsen eine Überzahlsituation dann eiskalt aus und gingen mit 2:1 in Front. Nach einem Schlittschuhpass von Pinizzotto drückte Bernhard Keil den Puck über die Torlinie und drehte somit das Spiel.
Im zweiten Drittel machten die Eispiraten weiter viel Druck auf das Tor der Wölfe. Nachdem Patrick Pohls Schuss noch nicht den Weg ins Netz fand, sorgte Ivan Ciernik in der 22. Minute für das 3:1, als er vor das Tor zog und Freiburgs Torhüter Lukas Mensator tunnelte. Nach einem gefährlichen Schuss von Ole Olleff hatten die Eispiraten dann zunächst mächtig Glück. Ein Flachschuss der Breisgauer landete aber nur am Pfosten. Die Pleißestädter ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Bernhard Keil behielt im Gemenge vor dem gegnerischen Tor die Übersicht vollendete zum 4:1.
Marco Wölfl ersetzte im letzten Durchgang dann den Stammgoalie Lukas Mensator im Tor der Freiburger und hatte gleich viel zu tun. Die Eispiraten erarbeiteten sich in mehreren Überzahlsituationen gute Möglichkeiten, welche jedoch keinen Ertrag brachten. Zwei weitere gute Einschusschancen von Ivan Ciernik parierte Wölfl ebenfalls stark. Die Freiburger setzten eine Minute vor dem Ende dann den Schlusspunkt der Partie. Nach einem Konter traf Jannik Herm in Unterzahl kaltschnäuzig zum 4:2.
Dresdner Eislöwen unterliegen dem SCR (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel beim SC Riessersee mit 2:4 (1:0; 1:2; 0:2) verloren. Co-Trainer Jochen Molling agierte in Bayern kurzfristig als Eislöwen-Cheftrainer, da Bill Stewart weiterhin mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen hat. Der Coach verfolgte das Spiel via SpradeTV.
Vor 1380 Zuschauern im Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen nutzte Brendan Cook bereits nach vier Spielminuten einen Fauxpas von SCR-Torwart Matthias Nemec zur Dresdner Führung. Im zweiten Spielabschnitt brachten Andreas Driendl (24.) und Alexis Loiseau (30.) den Gastgeber in Führung, doch Cook konnte noch vor der zweiten Pause ausgleichen (37.). Drei Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als Louke Oakley die Bayern erneut in Führung brachte. Die Eislöwen verzeichneten, etwa durch Arturs Kruminsch und Marius Garten, zahlreiche Möglichkeiten. Martin Davidek erzielte den Ausgleich, doch der Schiedsrichter wertete den Treffer nach Sichtung des Videobeweises nicht, da vor dem Tor eine Strafe gegen den SCR angezeigt wurde und abgepfiffen wurde. In der Schlussminute nutzte Florian Vollmer eine Gelegenheit der Gastgeber und traf ins leere Dresdner Tor.
Eislöwen-Co-Trainer Jochen Molling: "Es war ein absolut enges Spiel. Wir sind gut in die Partie gekommen, machen früh das Tor. Dann war der SCR am Drücker. Im Schlussdrittel hatten wir ausreichend Chancen, um am Spielstand noch etwas zu machen. Wir nutzen die Gelegenheiten leider nicht. Es wäre mehr möglich gewesen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen bereits am Dienstag, 24. Januar um 19.30 Uhr. Zu Gast in der EnergieVerbund Arena sind die Bietigheim Steelers.
Löwen Frankfurt zu stark für den ESVK - Weiter dezimierte Kaufbeurer halten bei 3:6-Niederlage mit, nutzen ihre Chancen aber nicht(DEL2) Als zu stark für den ESV Kaufbeuren erwiesen sich die Löwen Frankfurt am Sonntagabend. Vor 1.657 Zuschauern waren die Gäste aus der Mainmetropole gegen weiterhin dezimierte Kaufbeurer in fast allen Belangen überlegen und siegten verdient mit 3:6. Im Vergleich zum Freitag konnte ESVK-Trainer Brockmann wieder auf Szwez zurückgreifen, Pfaffengut, Pozivil, Bergmann und die Ingolstädter Förderlizenzspieler standen weiterhin nicht zur Verfügung.
Beide Mannschaften kamen gut in die Begegnung hinein und so entwickelte sich von der ersten Minute an ein intensives Spiel. Bereits in der dritten Minuten ging der ESV Kaufbeuren in Führung, nachdem Fröhlich den Puck mit der Rückhand vors Tor gebracht hatte, verwertete Laaksonen im Fallen den Nachschuss zum 1:0. In der neunten Spielminute zog Osterloh von der blauen Linie ab, vor dem Tor wurde der Puck abgefälscht und landete - wie der Videobeweis später bestätigte - an der Querlatte. In der Folge waren die Gäste die aktivere Mannschaft, die großen Chancen blieben aber noch aus. In der Schlussminute des ersten Drittels wurden die Frankfurter für ihre Mühen belohnt und erzielten den Ausgleich. Topscorer Pistilli wurde schön freigespielt und versenkte den Puck aus spitzem Winkel im Tor.
Zu Beginn des zweiten Drittels drückten die Löwen mächtig aufs Tempo, versäumten es aber zunächst, selbst aus besten Positionen das Tor genau genug anzuvisieren. Die Kaufbeurer lösten sich allerdings gut aus dieser Umklammerung und kamen im Anschluss selbst zu guten Chancen. Nach einer - und nicht der einzigen, von den letzten Zweifeln befreiten - Strafzeit gegen Vajs in der 26. Minute nutzen die Frankfurter das Powerplay und erzielten den Führungstreffer. Im direkten Gegenzug hatten kurz nacheinander Szwez und Blomqvist den Ausgleich auf dem Schläger, vergaben aber beide. In der 32. Minute spielten die Joker in Überzahl, wobei beim Backcheck Mueller und Jarrett stark nachsetzten und ersterer auf 1:3 erhöhte; drei Minuten später erhöhte erneut Mueller gar auf 1:4. Der ESVK zeigte sich keineswegs geschockt von dem erneuten Rückschlag, nur wenige Sekunden nach dem 1:4 schloss Osterloh eine 2 auf 1 Situation selbst ab und verkürzte auf 2:4. Blomqvist hätte in der 38. Minute sogar noch den Anschlusstreffer erzielen können, doch Frankfurts Torwart Jaeger parierte gleich zweimal stark.
Das erste Ausrufezeichen des Schlussabschnitts setzten wiederum die Frankfurter, Stephan konnte allein auf Vajs zu laufen und traf zum 2:5. Die Kaufbeurer hatten anschließend zwar immer wieder Chancen, scheiterten aber spätestens an Jaeger, die Gäste beschränkten sich weitestgehend auf das Verwalten der Führung. Die beste Möglichkeit auf das 3:5 hatte Laaksonen in der 52. Minute, traf jedoch nur das Torgestänge. Zwei Minuten später machte Schmidle es besser und und stocherte im Powerplay den Puck über die Linie. Jegliche Form von Momentum zerstörten die Löwen nur Sekunden später, als Laub beim Konter nur regelwidrig aufgehalten werden konnte und machte mit dem fälligen Penalty den Deckel auf das Spiel.
In der anschließenden Pressekonferenz sprach Frankfurts Trainer Gardner von einer guten Mannschaftsleistung und zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung seines Torhüters. Der Penalty in der 55. Minute sei ein sehr wichtiges Tor gewesen. ESVK Coach Brockmann sah das ähnlich, die bessere Mannschaft habe gewonnen. Man habe nie das Momentum auf die Seite des ESV ziehen können, dennoch nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft.
Ravensburg Towerstars können Kassel nicht Paroli bieten(DEL2) Im Kampf um die Play-off Qualifikation haben die Towerstars weitere Punkte verloren. Gegen den Titelverteidiger Kassel setzte es eine so enttäuschende wie verdiente 3:6 Heimniederlage, gegen direkte Konkurrenten gab es damit ein Wochenende ohne jegliche Punkte.
Dass sich die Towerstars für dieses Spiel gegen den amtierenden Meister viel vorgenommen hatten, zeigte sich durchaus in den Startminuten. Das Team von Trainer Toni Krinner, das kurzfristig auch auf den angeschlagenen Stephan Vogt verzichten musste, drückte schon mit den ersten Wechseln vehement aufs Tempo und schoss aus allen Lagen. Mathieu Tousignant und Adam Lapsansky hatten da schon nach einer halben Minute eine gute Einschussmöglichkeit und Sekunden danach zogen die Gäste aus Hessen auch schon die erste Strafzeit. Dass Kassel quasi mit der zweiten herausgespielten Präsenz im gegnerischen Drittel zum Führungstreffer kam, war einer zu späten Abstimmung geschuldet. So konnte Heinrich nach neun Minuten die Gäste in Führung bringen, ein nicht gerade vielversprechender Start in diese so wichtige Partie. Und das merkte man den Towerstars auch prompt an, denn sie wirkten verkrampft und verunsichert und nach 14 Minuten lag man bereits mit 0:2 zurück. Jonas Schlenker hatte zwei Strafminuten wegen Stockschlags kassiert und seine Mannschaft in Unterzahl gebracht.
In der Pause dürfte Towerstars Coach Toni Krinner sein Team neu auf mehr Tempo und Druck eingeschworen haben, denn zusehends liefen die Angriffe selbstbewusster nach vorne und in der 28. Minute brach Norman Hauner durch. Dieser 1:2 Anschlusstreffer zeigte Wirkung, denn nur 13 Sekunden nach dem Anspielbully hatte Sören Sturm völlig freistehend aus drei Metern den Ausgleich auf dem Schläger. Der Puck ging aber leider über das Tor. Towerstars Coach Toni Krinner sah aber das Potential in dieser Phase des Spiels und zeigte eine Emotion, die ein Ravensburger Trainer in der 13-jährigen Geschichte der Eissporthalle noch nie gezeigt hatte. Er drehte sich auf der Bank zum Publikum um und forderte eindringlich mehr akustische und solidarische Unterstützung von den Rängen. Mit der jetzt eingesetzten Stimmung und Atmosphäre – bis dahin hatte man ausschließlich die rund 20 Fans aus Kassel in der Halle registriert – lief es beim Ravensburger Team prompt besser und der Ausgleich lag bei Großchancen in der Luft. Doch Kassel stand gut vor dem eigenen Tor, hatte mit Markus Keller einen gewohnt starken Torhüter zwischen den Pfosten und überstand die beste Druckphase der Gastgeber schadlos.
In der 34. Minute dann der nächste Treffer auf der Gegenseite und dürfte das Spiel wohl am nachhaltigsten beeinfluss haben. Alexander Dück weilte auf der Strafbank, der als Pass angedachte Puck von Huskies Neuzugang Derek DeBlois prallte äußerst unglücklich an den Schlittschuh von Kilian Keller und dann durch die Schoner von Jonas Langmann -1:3, das tat wahrlich weh. Dass nicht einmal zwei Minuten später Jack Downing eine zugegebener Maßen blitzsaubere Kombination zum 1:4 nutzte, zeigte die Zielstrebigkeit des Gegners an diesem Abend.
Es war klar, dass die Oberschwaben im Schlussabschnitt einen frühen Gegentreffer brauchen würden und der kam. Wieder war es Norman Hauner, der mit viel Geschwindigkeit aus der neutralen Zone kam und nach starkem Antritt Huskies Keeper Markus Keller mit einem Schlenzer ins lange Eck vernaschte. Es war also nochmals Hoffnung aufgekeimt, doch die Strafzeiten blieben ein Problem. Adam Lapsansky musste auf die Strafbank, exakt in der Sekunde, als der Ravensburger Stürmer zurückeilte, traf Thomas Merl zum 2:5. Die 52. Minute war zu diesem Zeitpunkt angebrochen und hatte damit schon so etwas wie eine Vorentscheidung geliefert. Als Merl eineinhalb Minuten später mit einem eiskalt abgeschlossenen Konter ausgerechnet bei Ravensburger Überzahl auf 2:6 erhöhte, war die Partie vollends entschieden. Das 3:6 durch Alexander Dück dank eines verdeckten Schlenzers war fünf Minuten vor Schluss nur noch wertlose Ergebniskosmetik.
„Wir haben die Gegentreffer viel zu einfach hergeben, mit dieser defensiven Leistung konnte man gegen einen solchen Gegner wie Kassel nicht gewinnen“, fasste Towerstars Toni Krinner dieses enttäuschende Spiel prägend zusammen.
(OLS) In einem engen Spiel unterlagen die Tölzer Löwen am Sonntagabend dem ERC Sonthofen mit 3:4 nach Penaltyschießen.
Dabei hatte es ganz gut angefangen. Die Löwen erspielten sich Chancen und gingen durch Dominik Walleitner in Führung (15.). Dabei halfen allerdings die Sonthofener Hinterleute kräftig mit: Verteidiger und Torwart glaubten jeweils, der andere hätte den Puck sicher. Zeitlich günstig fiel auch der zweite Treffer: Drei Sekunden vor der Drittelpause schloss Florian Strobl trocken zum 2:0 unter die Latte ab (20.).
„Dann haben wir einen Gang hochgeschaltet“, sagte Sonthofens Trainer Heiko Vogler. Einen Abpraller von Markus Janka verwertete Fabian Voit zum Anschluss (27.). Die Löwen hatten in drei anschließenden Überzahlsituationen die Gelegenheit, den alten Abstand wieder herzustellen. Allein der Puck wollte nicht an Patrick Glatzel vorbei. „Wir haben zur Zeit Probleme mit dem Tore schießen“, sagte Löwen-Coach Axel Kammerer. „Wir sind nicht geschickt, nicht clever genug.“ Zudem fehlte der gesperrte Torjäger Jordan Baker nach seiner Spieldauerstrafe vom Freitag. Dann eine Kopie des ersten Drittels, nur auf der anderen Seite: Zwei Sekunden vor der Sirene glich Fabian Voit mit seinem zweiten Treffer aus.
Die Löwen kamen gut aus der Kabine zum Schlussabschnitt. Nur 52 Sekunden waren gespielt, da erzielte Stefan Reiter nach schönem Pass von Klaus Kathan das 3:2 – durch die Schoner von Glatzel (41.). Bei diesem knappen Vorsprung blieb es zunächst. Auch eine fünfminütige Überzahlsituation, als Philipp Messing mit Spieldauerstrafe zum Duschen musste, blieb ungenutzt. Dafür droht den Löwen der nächste Ausfall: Franz Mangold blieb mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine. 49 Sekunden vor dem Ende nahm Heiko Vogler eine Auszeit und ließ Glatzel zugunsten eines sechsten Feldspielers auf der Bank. Und das hatte Erfolg: Nur sieben Sekunden später nutzte George Kink den Vorteil zum Ausgleich.
Da die Verlängerung torlos blieb, musste das Penaltyschießen entscheiden. Klaus Kathan, Johannes Sedlmayr und Michael Endraß kamen allesamt nicht an Patrick Glatzel vorbei. Den einzigen Penalty verwandelte George Kink und sicherte seinem Team den Extrapunkt.
„Vom Einsatz her mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf“, sagte Axel Kammerer. „Es war ein intensives Spiel, beide Teams haben alles gegeben.“ Sein Gegenüber Heiko Vogler freute sich über den Sieg. „Wir hatten am Ende auch das Glück auf unserer Seite.“ Kammerer wollte die Niederlage nicht zu hoch bewerten und versprach: „Wir kommen wieder.“
Die Gelegenheit gibt es bereits am kommenden Freitag, 27. Januar. Um 19.30 Uhr gastiert der Deggendorfer SC in der Hacker-Pschorr Arena.
EHV Schönheide 09 holt einen Punkt in Peißenberg(OLS) Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel am gestrigen Sonntag im über 400
Kilometer entfernten oberbayrischen Peißenberg, welches der EHV Schönheide 09
knapp mit 5:6 (2:1, 1:2, 2:2, 0:1) nach Verlängerung gegen die heimstarken
Eishackler verloren hat. Etwas ärgerlich dabei, dass die Wölfe in der
abwechslungsreichen Partie durch Tore von Vitalijs Hvorostinins (2), Petr Kukla und
Adam Schusser (2) immer in Führung lagen und am Ende leider nur mit einem Punkt
belohnt wurden.
Nach der langen Anreise fanden die Wölfe erstaunlich gut in die Partie und gingen in
der 8. Minute durch Neuzugang Vitalijs Hvorostinins mit 1:0 in Führung. Doch schon
früh im Spiel sollte sich eine sehr abwechslungsreiche Begegnung abzeichnen, denn
die Eishackler spielten munter mit und erzielten durch Dejan Vogl keine drei Minuten
später das 1:1 (11.). Gut drei Minuten vor der ersten Drittelpause holte sich der EHV
09 aber die Führung zurück, als Vitalijs Hvorostinins einen zugesprochenen Penalty
zum 2:1 für die Wölfe verwandelte.
Fünf Minuten waren im Mittelabschnitt gespielt, da bauten die Wölfe ihre Führung
durch Petr Kukla gar auf 3:1 aus. Doch anstatt nun mehr Sicherheit ins eigene Spiel
zu bekommen, kassierte der EHV 09 nur 46 Sekunden später erst das 3:2 durch einen
verwandelten Penalty von Valentin Hörndl und zweieinhalb Minuten vor der zweiten
Pause durch Dejan Vogl den 3:3-Ausgleich. Dass es wenigstens noch mit dem
Unentschieden ins Schlussdrittel ging, hatten die Wölfe dann ihrem Keeper Florian
Neumann zu verdanken, welcher 39 Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnittes
den bereits dritten verhängten Penalty im Spiel von Peißenbergs Tyler Wiseman
parierte.
Auch im Schlussdrittel ging es ebenso munter hin und her. Die zweimalige Wölfe-
Führung zum 4:3 (43.) und 5:4 (47.) durch Adam Schusser, glichen die Eishackler erst
durch Tyler Wiseman zum 4:4 (45.) und in Überzahl durch Manfred Eichberger (49.)
zum 5:5 aus. Somit musste die Verlängerung gespielt werden, in welcher die
Hausherren das bessere Ende hatten und sich durch den Treffer von Josef Staltmayr
den Zusatzpunkt sicherten.
VER Selb: Herber Rückschlag am Landshuter Gutenbergweg(OLS) Kein Weltuntergang, aber ein gewaltiger Dämpfer für unsere Wölfe am zweiten Spieltag der Meisterrunde. Nach 10 Siegen in Folge müssen unsere Cracks wieder einmal als zweiter Sieger vom Eis gehen. Spielentscheidend für die 3:7 Niederlage am Gutenbergweg zu Landshut war der Mittelabschnitt, wo unsere Wölfe innerhalb von knapp vier Minuten drei Gegentore – zwei davon binnen von nur 35 Sekunden – kassieren. Der Sieg des EVL, wenn auch um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen, ist schlussendlich absolut verdient. „Jedem Gegentor ging heute ein verlorener Zweikampf voraus, wir waren irgendwie nicht bereit“, so ein sichtlich angesäuerter Wölfe-Coach Henry Thom nach dem Spiel in der EISZEIT bei Radio Euroherz.
Beide Teams beginnen sehr verhalten. Unsere Wölfe mit klaren Feldvorteilen und einem Chancenübergewicht, aber die Hausherren stellen mit dem 1:0 Führungstreffer nach 5 Minuten den Spielverlauf auf den Kopf. Stefaniszin ohne Abwehrchance, der den abgefälschten Schuss zu spät sieht. Unsere Wölfe bleiben trotz Rückstand aber tiefenentspannt und ziehen weitere Spielanteile an sich, Dorr hat den Ausgleich auf den Schläger, aber unser US-Boy scheitert freistehend am EVL-Goalie. Die Begegnung nimmt immer mehr an Fahrt auf und wird hochklassiger. In Überzahl ist es Hendrikson vorbehalten, mit einem strammen Schuss den längst überfälligen Ausgleich zu markieren. Wenig später zeigt Stefaniszin mit zwei sensationellen Paraden – im Liegen – seine Klasse, beim erneuten Führungstreffer der Einheimischen ist er aber wieder machtlos. Ein Treffer mit reichlich Diskussionsstoff, denn dem Tor geht ein klares Foul an Ondruschka voraus, dem obendrein sein Schläger aus der Hand geschlagen wird. Dass es mit 2:2 in die erste Pause geht, ist Resultat eines sehenswerten vorgetragenen Spielzuges unserer zweiten Formation. Dorr, von seinen Nebenleuten mustergültig in Szene gesetzt, trifft zum Ausgleich.
Unsere Wölfe können den Schwung aus Abschnitt nicht mitnehmen. Ungewohnt viele Unaufmerksamkeiten prägen unser Spiel, es fehlt die Präzision, Fehlpässe im Spielaufbau nach vorne. Die Hausherren nutzen diese Schwächen des Spitzenreiters gnadenlos aus. Binnen knapp 4 Minuten erhöht der EVL mit drei Toren auf 5:2. Treffer 4 gelingt dabei in Überzahl, Tor Nummer fünf entstammt aus einem Bauerntrickversuch, bei dem Stefaniszin alles andere als gut aussieht. Zwei bittere Gegentore …und das auch noch innerhalb von nur 35 Sekunden. Bei den Niederbayern klappt irgendwie alles, unsere Wölfe völlig aus dem Tritt, für Stefansizin kommt Kümpel in den Kasten. Nach kurzer Verschnaufpause beider Teams, wo relativ wenig bis gar nichts passiert, fangen sich unsere Jungs wieder und haben ihrerseits gute Möglichkeiten, das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten. Aber fehlendes Scheibenglück oder ein gut aufgelegter EVL-Goalie stehen im Wege.
Können unsere Wölfe wie am Freitag ein verloren geglaubtes Spiel nochmals umbiegen? Ein schweres Unterfangen gegen einen sehr gefestigt und verdient führenden Gastgeber. Ein schnelles Tor für unsere Wölfe muss her, aber dieses will nicht fallen. Unsere Wölfe wieder hellwach und mit guten Chancen, Mudryk und Piwowarczyk und wenig später Dorr mit einem verdeckten Handgelenkschuss. Die Gastgeber, mit der beruhigenden Führung im Rücken, lassen defensiv gut stehend den Gegner kommen und anrennen. Als Abstreiter der sechste Treffer gelingt, ist die Messe endgültig gelesen. Der dritte Selber Treffer kommt zu spät, abermals ist es Abstreiter, der 26 Sekunden später den Endstand von 7:3 besiegelt.
Preussen kann Tore – wichtige drei Punkte eingefahren. ECC Preussen Berlin - EHC Timmendorfer Strand 06 6:2 (2:0, 3:2, 1:0)(OLN) Vom ersten Bully weg waren die Peussen hellwach und schnürten die Gäste von der Ostsee regelrecht im eigenen Abwehrdrittel ein. Die wenigen Entlastungsangriffe der Beach Boys entschärfte Torwart Olafr Schmidt gewohnt sicher und abgeklärt. Flüssige Kombinationen und immer den Abschluss suchen waren das Rezept, welches Trainer Lenny Soccio seinen Jungs mit auf den Weg gegeben hatte. Was in vielen Begegnungen vorher nicht gelingen wollte, gelang diesmal wie geschmiert. Erste Überzahl, clever runtergespielt und zum Ende eingenetzt. Vier Sekunden vor der ersten Pause fällt das 2:0, so zieht man dem Gegner den Zahn.
Noch keine zwei Minuten im Mittelabschnitt absolviert, das 3:0 in Unterzahl. Nun ließen die Charlottenburger die Zügel etwas schleifen und die Timmendorfer verkürzten durch einen Doppelschlag auf 3:2. Jetzt mussten die Gastgeber mehrere brenzlige Situationen überstehen um nicht noch den Ausgleich zu kassieren. Ein weiteres Überzahltor zum 4:2 rückte die Verhältnisse auf dem Eis wieder zurecht und in der 36. Spielminute schlug Neuzugang Marvin Tepper eiskalt und abgezockt zu. Kommt an der blauen Linie in Scheibenbesitz, schüttelt die gegnerischen Spieler ab und hämmert das Spielgerät in den linken Dreiangel. Ein Tor der Extraklasse. Extraklasse war zur besten Kaffeezeit auch Josh Rabbani. Drei Treffer und ein Assist gelangen ihm in dieser Saison noch nicht. Völlig zu Recht wurde er zum Spieler des Tages gekürt und durfte einen schönen Pokal nach Hause tragen. Auch Jakub Rumpel, der Überraschungstransfer am Glockenturm, wusste zu gefallen. Gutes Auge, mannschaftsdienlich und meistens mit der richtigen Entscheidung zei8gte er, dass er für das Team noch sehr wertvoll werden kann. Gerade gegen Mannschaften auf Augenhöhe, wo Preussen das Spiel machen muss, kann er den Unterschied ausmachen.
Im Schlussabschnitt legten die Berliner den Gästen noch ein Ei ins Netz und die fans freuten sich über lange nicht gesehene sechs Treffer ihrer Lieblinge.
Ein auch in dieser Höhe absolut verdienter und wichtiger Sieg für die Preussen.
Nächsten Freitag gastiert der Qualiüberflieger am Glockenturm. Mal sehen ob es dann wieder so schön teppert in der Rumpelkiste. Da Indianer oft nur leicht bekleidet sind, gilt es ihnen mächtig einzuheizen!
Harzer Falken können die Hannover Indians erneut nicht besiegen(OLN) Im Auswärtsspiel mit 6:2 (3:0; 2:0; 1:2) und zu Hause knapp mit 1:2 (0:1; 1:1; 0:0) müssen sich die Harzer Falken mit zwei recht unterschiedlichen Leistungen erneut den Hannover Indians geschlagen geben.
Und das die Indians alles andere als zufrieden sind und die Qualifikationsrunde eher als Durchgangsstation zu den Pre-Play-Offs ansehen, sollten die Falken im Auswärtsspiel am Pferdeturm gleich von Beginn an zu spüren bekommen. Druckvoll und mit ganz viel Tempo ließen die Indians keine Zweifel bezüglich ihrer Ambitionen für dieses Spiel aufkommen. Doch insgesamt machten es ihnen die Falken auch gerade im Spiel in der neutralen Zone etwas zu leicht. Der Gegner wurde nicht intensiv genug attackiert und so konnten die Hannoveraner relativ mühelos ihr Aufbauspiel aufziehen und bis zur 13. Minute fast schon vorentscheidend auf 3:0 davon ziehen. Nun war es nicht so, dass die Harzer so gar keine Chance haben sollten. Doch Ryan McGrath, Christian Schock, Marcel Deich, Dylan Quaile und Pierre Dumont scheiterten mit guten Schüssen auf das von dem zumindest in den ersten beiden Dritteln sicher von Niklas Deske gehütete Indianertor. Und auch das zweite Drittel sollte die rund 70 mitgereisten Harzer Fans nicht wirklich optimistischer stimmen. Die Indians machten weiter Druck und da die Falken nicht so richtig das Mittel fanden, um noch in dieses Spiel hereinzufinden, stand es auch relativ flott 5:0 für die Hausherren. Ein Ergebnis, an dem Fritz Hessel, trotz einiger gewohnt starken Szenen, doch einen gewissen Anteil haben sollte. Nach längerer Verletzungspause sah man ihm vor allem im Spiel mit den Mitspieler an, dass er noch einiges an Spielpraxis benötigt, um der sichere Sicherhalt zu sein, den man gewohnt ist. Doch den Spielstand an Hessel festzumachen, wäre deutlich zu kurz gedacht. Denn im Schlussdrittel zeigten die Falken endlich so etwas wie Kampfgeist und boten eine zumindest versöhnliche Leistung, die in den Toren von Ryan McGrath und Dylan Quaile ihren Höhepunkt fanden.
Eine Leistung, an die man vor allem im Heimspiel gleich anknüpfte. Nun zeigten die Harzer ein ganz anderes Gesicht und ließen den Gegner durch aggressives und körperbetontes Spiel nie so richtig in Fahrt kommen. Und so entwickelte sich ein ausgeglichenes erstes Drittel, in dem auf beiden Seiten gefährliche Chancen zu verzeichnen waren. Doch auf der einen Seite fehlte den Falken erneut das nötig Schussglück und auf der anderen Seite bot Jannis Ersel eine ganz starke Leistung im Harzer Kasten. Bezeichnend dann eigentlich auch schon der Führungstreffer der Indians. Im Gewühl vorm Harzer Tor fällt der Puck irgendwie in den Slot und Robby Hein muss eigentlich nur noch draufhauen. Nun war das Tor nicht unverdient, doch hätte es durchaus bei Großchancen von Ryan McGrath, Christian Wittmann, Lukas Brückner oder Christian Schock auch im Tor der Indians rappeln können bzw. vielleicht sogar müssen.
Doch vor allem die Fans, die bereits das Freitagsspiel in Hannover verfolgt hatten, sahen hier eine ganz andere Mannschaft. Und immer wieder durch Glanztaten von Jannis Ersel im Spiel gehalten, war das 1:1 in der 23. Minute mehr als verdient. Nachdem Dylan Quaile sich in gewohnter Manier durch das gegnerische Drittel gepumpt hatte, aber im Abschluss nur den Pfosten traf, war Ryan McGrath zur Stelle und versenkte den Nachschuss sicher. Was folgte war wohl eine Phase, wie man sie in der gesamten Saison kaum besser gesehen hatte. Nachdem Ersel nochmal einen 2 gegen 1-Konter der Indians entschärft hatte, spielten die Harzer bestes Eishockey und zwischen der 29. und 37. Minute kamen die Indians zeitweise kaum noch aus ihrem Drittel heraus. Im Powerplay mit guten Chancen, in Unterzahl mit der schon oft gezeigten guten Moral und hinten mit einem ganz starken Jannis Ersel. Was fehlte waren allerdings die Tore, die in dieser Phase unbedingt hätten fallen müssen. Denn man merkte den Indians an, dass sie nur noch wenig Mittel fanden, dem Harzer Druck entgegen zu halten. Und so kam es, wie es schon viel zu oft kommen musste. Eine kleine Unachtsamkeit im eigenen Drittel lud den Gegner ein und auf Zuspiel von Yannik Baier vollendete Branislav Pohanka zur erneuten 1:2-Führung der Indians. Doch was wäre so ein Spiel ohne einen weiteren Hauptprotagonisten. Nach einem üblen Check mit der Schulter gegen den Kopf von Ryan McGrath sah sich Schiedsrichter Apel, der direkt daneben stand, nicht genötigt, diese Szene entsprechend zu bewerten. Ganz anders Robert Wittmann, der es so sah, wie es war und die Aktion gegen seinen Mitspieler gleich mit einer entsprechenden körperlichen Diskussion beantwortete. Folglich wurde es auf der Strafbank zum Ende des Drittels ein wenig kuschelig. Doch das die Indians auch aus der ihnen gebotenen Überzahl nicht einmal ein Powerplay im Harzer Drittel aufbauen konnten, vielmehr die Falken zu diversen Chancen in Unterzahl kamen, sprach für das dünne Nervenkostüm der Gäste.
Doch ein wenig musste man dem sehr körperbetonten und schnellen Spiel dann doch Tribut zollen. Denn auch wenn die Falken immer wieder zum Beispiel durch Fabian Pyszynski oder Alexander Engel zu guten Tormöglichkeiten kamen, merkte man ihnen an, dass aufgrund des hohen Einsatzes im Mitteldrittel in einigen Aktionen dann doch ein wenig die Körner fehlten, diesen Spiel noch umzureißen. Und dass die Indians nicht noch weiter davon zogen dafür stand an diesem Abend ein Name: Jannis Ersel. In der 50.Minute parierte er den Alleingang von Pohanka und in der 58. Minute scheiterte der abtrünnige Tobias Schwab kläglich bei seinem Alleingang an seinen ehemaligen Torwart.
Überhaupt die Personalie Tobias Schwab hatte bereits vor dem Spiel für einigen Diskussionsstoff gesorgt, als klar wurde, dass er im Wurmbergstadion auflaufen würde. Nachdem in seinem Auflösungsvertrag schriftlich vereinbart und mündlich von ihm zugesagt wurde, dass er nicht in Braunlage gegen die Harzer Falken auflaufen würde, fand man in Hannover einen Dreh in den DEB-Statuten, die besagen, dass alle (auch schriftlichen) Vereinbarungen mit der Freigabe des Passes nichtig sind. Ob man sich in Hannover bei einem 21 Mann starken Kader einen Gefallen getan hat, Tobias Schwab unbedingt in den Kader hieven zu müssen, soll in der Landeshauptstadt hinterfragt werden. Die Harzer Fans honorierten die Aktionen Schwabs mit Pfiffen und Schmähgesängen. Und Schwab selber spielte wie in der gesamten Saison eher unauffällig, immer auch abhängig von den Aktionen seiner Mitspieler. Da war es dann fast schon bezeichnend, dass seine Sidekicks ihm kurz vor Schluss noch den Puck zum „Empty-Net-Goal“ auf die Kelle legen wollten, was er allerdings auch nicht zu verwerten im Stande war.
Doch der unrühmliche Schlusspunkt sollte nach dem Spiel folgen. Ist Robert Wittmann aufgrund der Tatsache, dass er ein Gitter trägt sowieso gerne Ziel seiner Gegenspieler, sah sich der Hannoveraner Robby Hein bei der Verabschiedung anscheinend gezwungen, Wittmann noch einige Worte verbunden mit körperlichen Angriffen auf den Weg zu geben. Dass Schiedsrichter Micha Apel die Abwehrversuche von Robert Wittmann erneut falsch deutete und nur diesen mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe ahndete, passte in seine Leistung in diesem Spiel. Doch auch wenn die Aktion per Video belegt ist, müssen die Falken wohl damit klarkommen, am Freitag in Timmendorf ohne Robert Wittmann auskommen zu müssen.(Hei)
Wohnbau Moskitos Essen entzaubern auch den Meister(OLN) Eindrucksvoll, was das junge Team von Chefcoach Frank Gentges derzeit zu leisten im Stande ist. Wenn man Heimsiege in einer Meisterrunde gegen Mannschaften wie Halle oder Leipzig noch als Pflicht empfinden mag, so setzten Velcky und Co. im Eissportzentrum Stappegoor in Tilburg ein echtes Ausrufezeichen. Mit 1:5 (1:0, 0:3, 0:2) entzauberten die Wohnbau Moskitos die Trappers auf deren eigenem Eis, und das völlig verdient. Mit dem vierten Sieg im vierten Meisterrundenspiel darf man fast schon davon träumen, sogar die Pre-Playoffs vermeiden zu können.
Druckvoll und diszipliniert begann der erste Abschnitt, die Mannschaft von Bo Subr wollte auf heimischem Eis das Heft in der Hand behalten. Das Team von Frank Gentges rechnete sich nach drei Siegen in Folge in der Meisterrunde auch beim Meister Chancen aus. Pascal Grosse stand wieder für die Wohnbau Moskitos auf dem Eis und Sebastian Eickmann war Kapitän, für den immer noch verletzten Philipp Gejerhos. Die Wohnbau Moskitos spielten in den ersten Minuten intensiv mit, beide Seiten hatten Chancen, doch Tore waren zunächst Mangelware. Bis knapp drei Minuten vor der ersten Pause, in einer Phase, in der die Trappers sehr viel Druck auf das von Sebastian Staudt gehütete Tor ausübten, konnte Levi Houkes dann die Führung für die Niederländer erzielen, mit der es auch in die erste Pause ging.
Ähnlich intensiv ging es in die zweiten 20 Minuten, Tilburg immer gefährlich, doch die Moskitos setzten immer wieder brandgefährliche Stiche. Zunächst fuhren zwei Moskitos auf Ian Meierdres, doch der niederländische Keeper entschärfte den Angriff mit einem Top-Save. Dann schnappte sich Dennis Thielsch im eigenen Drittel den Puck, ließ Freund und Feind stehen und schob die Scheibe vorbei am Tilburger Keeper. Und die Wohnbau Moskitos ließen nicht nach, setzten immer wieder nach und machten den optisch besseren Eindruck. Michal Velecky, der wieder den Vorzug vor Nardo Nagtzaam bekommen hatte, brachte die Wohnbau Moskitos dann in Führung, wartete ganz lange bis Meierdres lag um den Puck dann hoch ins Tor zu schlenzen, ein Traumtor. Und damit nicht genug, bei den Trappers machte sich wohl etwas Frust breit, Jordy Verkiel saß gerade auf der Strafbank, da traf Andrej Bires im Powerplay mit einem ebenso schönen Tor gar zur 3:1 Führung der Wohnbau Moskitos.
Mit einer 5-3 Überzahl konnten die Wohnbau Moskitos in die letzten 20 Minuten starten, und sie starteten furios. Robin Slanina durfte gar den vierten Essener Treffer erzielen, Veit Holzmann hatte sehr schön aufgelegt. In den letzten Spielen in Stappegoor hatten die Moskitos oft kein Mittel gegen die starken Niederländer gefunden, ganz anders in diesem Spiel. Die Wohnbau Moskitos hatten den Kampf angenommen und spielten einen guten Spielzug nach dem anderen. Und sie hielten dagegen, Punktsieger bei einem Faustkampf zwischen Werner Hartmann und Nick de Ruijter war eindeutig der Essener Verteidiger. Beide wanderten für 2 + 2 + 10 Minuten zum Abkühlen auf die Strafbank. Die letzte Strafzeit gegen die Trappers wussten die Wohnbau Moskitos wieder zu nutzen, Hagen Kaisler mit einem satten Schuss von der blauen Linie und auf der Anzeigetafel stand ein 1:5. Tilburg bemühte sich noch um Ergebniskosmetik, doch alles was die Mannschaft von Bo Subr zustande brachte landete beim gut aufgelegten Sebastian Staudt. In der aktuellen Tabelle klettern die Wohnbau Moskitos auf Platz Drei und verdrängen die Trappers von einem der ersten drei Plätze.
Statement von Cheftrainer Frank Gentges nach dem Sieg der Wohnbau Moskitos in Tilburg - "Vier Siege in Serie ist eine hervorragende Momentaufnahme“
"Vier Siege in Serie in der Meisterrunde, gegen vier Top Mannschaften ist eine hervorragende Momentaufnahme. Für Tilburg war es die erste Heimniederlage. Die Jungs sollen das genießen aber 100 Prozent fokussiert bleiben. 18 Punkte vor den Pre-Play-Offs ist ein gutes Polster, aber noch keine Gewissheit. Sollte es uns gelingen, die Pre-Play-Offs zu vermeiden, wäre es für uns eine Riesen Sache. Die beiden DNL Spieler Pascal Grosse und GeretPruden haben unsere beiden erkrankten Verteidiger Philipp Gejerhos und Nico Ehmann gut vertreten. Gratulation auch an unseren jungen Torwart Benedict Roßberg, der beim 2:1 von Bad Nauheim die kompletten 90 Minuten im Tor stand. So stelle ich mir Kooperation vor, alle jungen deutschen Spieler profitieren davon und auch die Vereine."
Crocodiles Hamburg machen das 6-Punkte-Wochenende perfek ! 7–5 Sieg gegen Wedemark Scorpions(OLN) 3 Tore legten die Crocodiles im heutigen Auswärtsspiel bei den Wedemark Scorpions im ersten Drittel vor. ( McGowan/Gerartz/McGowan ), ehe dem Gastgeber das 1-3 gelang.
Das zweite Drittel brachte fünf Tore im Mellendorfer Ice House: 3 für Wedemark, Kracht und Gerartz trafen für Hamburg. Mit 5 – 4 für die Crocodiles ging es in das letzte Drittel,
das beide Mannschaften defensiver angingen, um nicht in Konter zu laufen. Wedemark gelang allerdings in der 51. Minute der Ausgleich. Lehmann, Bombis und Budd machten jetzt von Seiten der Wedemarker viel Druck,
den Hamburgs Torwart Kai Kristian aber mit tollen Paraden abwehren konnte. Auf beiden Seiten entwickelten sich jetzt spannende Szenen. 63 Sekunden vor dem Ende konnte Crocodiles Legende Tobi Bruns den
Siegtreffer setzen ! Ein empty net goal von Brad McGowan machte den Abend dann noch ganz perfekt. Sportdirektor Sven Gösch: „ich bin sehr zufrieden, mit einem 6-Punkte-Wochenende kann ich nur zufrieden sein!“
(OLN) "Es war ein harter Kampf" meinte Frank Petrozza, Trainer des Herner EV, nach dem 4:3-Auswärtserfolg seiner Mannschaft am Sonntagabend bei den Icefighters Leipzig in der Eisarena Taucha. "Ein bisschen Glück gehört auch dazu um so ein enges Spiel gegen einen guten Gegner zu gewinnen." Einmal mehr zeigten die Gysenberger aber auch, warum sie mit komfortablem Vorsprung an der Tabellenspitze stehen: Bedingungsloser Siegeswille vor allem in engen Begegnungen, großer Teamgeist und kaum Schwächephasen haben bereits 10 Spiele vor Ende der Meisterrunde dafür gesorgt dass die direkte Qualifikation für die Playoffs gesichert ist. Da nimmt man dann gerne schmunzelnd in Kauf, dass der Moderator der Pressekonferenz in Taucha ein phasenweise "konzeptionsloses" Herner Spiel gesehen haben wollte.
Beide Mannschaften hatten ihre Phasen, in denen sie den Gegner unter Druck setzen konnten. Den besseren Start hatte der HEV, der bereits in der 3. Spielminute nach guter Vorarbeit von Damian Schneider durch Christian Nieberle mit 1:0 in Führung gehen konnte. Die Icefighters kamen aber dann auch gut ins Spiel und konnten zwei Minuten später durch Jacob Weber im Nachschuss ausgleichen. Es folgten Chancen auf beiden Seiten, wobei die Gysenberger im Laufe des ersten Abschnitts mehr vom Spiel hatten. So war dann auch das 1:2 durch Brad Snetsinger in der 19. Minute verdient. Hier hatte Thomas Richter die Vorarbeit geleistet, indem er den Puck mit der Hand abfing und anschließend den Herner Topscorer bediente.
Im zweiten Drittel drehte sich das Blatt dann zugunsten der Gastgeber, die in der 23. Minute bei angezeigter Strafe gegen den HEV durch Nico Kolb erneut ausgleichen konnten. Gut zwei Minuten später hätten die Gysenberger wieder in Führung gehen können und der Puck schien auch unter dem guten Leipziger Keeper Patrik Cerveny liegend hinter der Linie zu sein, aber Hauptschiedsrichter Christian Rüdiger versagte die Anerkennung. Die Icefighters machten weiter Druck und konnten in der 35. Minute durch Nicholas Lazorko zum ersten Mal in Führung gehen. Aber wie so oft fand der HEV sofort die passende Antwort. Nur eine Minute später egalisierte nämlich Thomas Dreischer mit einem trockenen Handgelenksschuss zum 3:3. Es folgte in diesem Abschnitt noch ein folgenschwerer Aufreger, denn Michel Ackers bekam in der 37. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe und wurde in der „Kühlbox“ von den dahinter stehenden Fans der Icefighters wenig gastfreundlich begrüßt und mit Gegenständen beworfen. Die Gegenreaktionen des HEV Verteidigers führten zu einer wenig nachvollziehbaren Spieldauerdisziplinarstrafe. Der Herner EV hat einen entsprechenden Zusatzbericht verfasst.
Im Schlussabschnitt beruhigte sich die etwas aufgeheizte Stimmung auf den Rängen wieder und so konnte Sam Verelst in der 46. Minute im Nachschuss das 3:4 markieren. Es sollte bereits der Endstand sein. Die Icefighters drückten zwar nun auf den erneuten Ausgleich, aber auch der HEV hatte seine Chancen, z.B. zweimal in der 48. Minute durch Thomas Richter und Damian Schneider. Drei Minuten vor Spielende musste Michel Weidekamp im HEV Gehäuse noch einmal beherzt zugreifen, danach nahmen die Gastgeber noch eine Auszeit und ersetzten ihren Keeper durch einen sechsten Feldspieler. Aber die Gysenberger waren in der Schlussphase dem fünften Treffer näher als die Icefighters dem Ausgleich.
Am kommenden Wochenende kommt es am Freitagabend (20 Uhr) zuhause erneut zum spannenden Derby gegen die Moskitos aus Essen. Vor knapp drei Wochen zum Ende der Hauptrunde kamen knapp 3300 Zuschauer an den Gysenberg und die HEV Verantwortlichen hoffen erneut auf einen der Bedeutung dieser Meisterrundenpartie entsprechenden großen Rahmen. Zwei Tage später geht die Reise dann erneut Richtung Osten zur Begegnung bei den Saale Bulls in Halle an der Saale.
ESC Wedemark mit drei sehr starken Spielen - Freitag 27. Januar kommt Tilburg(OLN) Welchen Schritt vorwärts das Oberliga-Team des ESC Wedemark auch in dieser Saison wieder gemacht hat, war in den letzten drei Spielen zu erkennen. Mit äußerst starken Spielen gegen Duisburg (4:5), am Freitag beim Tabellenführer in Herne (2:4) und gestern gegen die Crocodiles (5:7) zeigte der ESC Wedemark Scorpions drei außerordentlich starke Leistungen. Gerade gestern gegen die Hamburger holten Wedemärker einen 4:1 Rückstand auf. In einer streckenweise begeisternden Partie stand es dann bis eine Minute vor Schluss 5:5. Nach dem 6:5 Treffer der Hamburger in der 59. Minute nahm Trainer Dieter Reiss den Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Tor was zu einem „Empty-Net-Goal“ wenige Sekunden vor der Schlusssirene führte.
Am Freitag den 27. Januar um 20 Uhr kommt der 15-fache holländische Meister ins Ice-House. Auch hier wollen die Wedemärker die Serie negativer Ergebnisse beenden und an die guten Leistungen in der bisherigen Meisterrunde anknüpfen.
Bedauerlich nur, dass sich Sebastian Pigache beim Spiel gegen die Hamburger eine Knieverletzung zugezogen hat und in der Begegnung gegen Tilburg nicht zur Verfügung steht. Mit wieder dabei ist aber Björn Bombis, der bereits gegen Hamburg nach einer mehrwöchigen Verletzungspause mit einer starken Leistung zurückkam.
Pirates gehen am Wochenende leer aus - ESV Buchloe unterliegt zu Hause Oberligisten Lindau mit 1:5(BYL) Nichts Zählbares zu holen gab es für den ESV Buchloe am Auftaktwochenende in der Verzahnungsrunde der Eishockey Bayernliga. Nachdem die Freibeuter am Freitag in Erding mit 2:6 verloren, zog man auch am Sonntag beim ersten Heimauftritt gegen den EV Lindau mit 1:5 (0:0, 1:3, 0:2) den Kürzeren. Während die Rot-Weißen im Startabschnitt noch recht gut gegen den klassenhöheren Kontrahenten dagegenhalten konnten, setzte sich über die komplette Spielzeit doch die Qualität des Oberligisten durch.
Dabei hielten die Hausherren trotz einiger schmerzhafter Ausfälle in den ersten 20 Minuten noch richtig gut mit. "Wir sind etwas schwierig ins Spiel gekommen", bestätigte auch Lindaus Coach Dustin Whitecotton. So waren die Islanders zwar vom Startbully weg die spielbestimmende Mannschaft, doch anfangs standen die Buchloer hinten kompakt und ließen somit nicht all zu viel zu. Das lag einerseits daran, dass die Gäste in manchen Situationen schlichtweg zu verspielt wirkten und andererseits an der aufmerksamen Defensive um den wachsamen Tormann Alexander Reichelmeir. Dieser rettete bei einigen Versuchen und hielt so bis zur ersten Pause die Null und das obwohl die Piraten zwischenzeitlich sogar eine doppelte Unterzahl zu überstehen hatten. Und auch wenn die Mannen vom Bodensee in der Offensive die aktivere Mannschaft waren, hatten die Buchloer die beste Gelegenheit des Auftaktdrittels. Ein verdeckter Schuss von Max Hofer landete aber nur am Pfosten (18.), sodass es folglich torlos in die Kabinen ging.
Im Mittelabschnitt wurden die Islanders dann zielstrebiger vor dem Tor. Sekunden nach Wiederbeginn scheiterte Jeffrey Smith zwar noch, als er die Scheibe gefährlich vors Tor brachte. Doch nur drei Minuten später ging der Favorit dann in Front. Petr Heider hatte Reichelmeir mit einem ansatzlosen Schuss zum 0:1 überwunden (24.). Und der Oberligist legte umgehend mit zwei Powerplaytoren nach: Erneut Heider mit einem abgefälschten Schuss (26.) und Jeffrey Smith (29.) ließen den Vorsprung des EVL auf komfortable drei Tore anwachsen. Die Piraten mühten sich zwar gegen die individuelle Klasse der Gäste anzukommen, doch offensiv blieb man oftmals nur im Ansatz gefährlich. Dies lag sicherlich auch dran, dass ESV-Trainer Topias Dollhofer mit Oliver Braun, Christopher Götz, David Vycichlo, Alexander Schönberger und dem kurzfristig ausgefallenen Topscorer Alexander Krafczyk auf gleich fünf Angreifer verzichten musste. Kurz vor der zweiten Pause konnten die Freibeuter dann aber doch noch verkürzen. In Überzahl netzte Rückkehrer Max Dropmann zum 1:3 ein und brachte somit zumindest wieder etwas Hoffnung für den Schlussabschnitt zurück (37.).
Allem Bemühen zum Trotz trafen dort allerdings nur noch die Gäste, wohingegen die Hausherren immer wieder am guten Lindauer Schlussmann Josef Mayer scheiterten. So war das 1:4 im Powerplay durch Michal Mlynek nach 47 Minuten fast schon eine kleine Vorentscheidung. Zumal die Buchloer nun auch des Öfteren mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung haderten. Denn auch beim 1:5 durch Mlynek war zuvor wieder einmal ein Buchloer Akteur auf die Strafbank gewandert (51.). Zu allem Überfluss handelte sich Verteidiger David Strodel kurz darauf nach zwei Zehn-Minuten-Strafen auch noch die automatische Spieldauer ein, nachdem er sich bei einer Entscheidung der Unparteiischen zu sehr beschwert hatte. Spielerisch hatte die Partie in der Folge nur noch einen Höhepunkt zu bieten, als Torwart Mayer mit einem klasse Fanghandsave gegen Lukas Hruzik eine weitere Ergebniskosmetik des ESV verhinderte (59.). Letztlich blieb es also beim 1:5, weshalb die Buchloer auch das zweite Spiel des Wochenendes trotz ordentlicher kämpferischer Leistung verloren.
Am kommenden Wochenende erwarten die Piraten am Freitag dann ab 20 Uhr den Nachbarn Landsberg zum Derby in der Buchloer Sparkassenarena, bevor es am Sonntag nach Miesbach geht (18 Uhr).
3:2 – Erding Gladiators mit Glück und Kampf zum Auswärtssieg / Mit etwas Glück zum zweiten Sieg in Folge(BYL) Der TEV Miesbach und die Erding Gladiators haben sich gestern Abend 60 Minuten lang eine packende Partie geliefert. Am Ende setzten sich die Schützlinge von Trainer Thomas Vogl glücklich mit 3:2 Toren (2:0, 0:2, 1:0) durch.
Von der Stammbesetzung der Gladiators fehlte nur der gesperrte Timo Borrmann, dafür war Alex Gantschnig zurück, der am Freitag beruflich verhindert war. Daniel Krzizok war mit dabei, obwohl er angeschlagen war.
Beide Mannschaften zelebrierten Playoff-Eishockey auf Oberliga-Niveau. Sie schlugen ein unglaublich hohes Tempo an und gingen hart zur Sache. Den besseren Start erwischte Erding. Gantschnig gewann ein Bully, passte direkt zu Philipp Spindler, und der überwand Timon Ewert zum 1:0. Es ging hin und her, beide Torhüter brauchten sich über mangelnde Beschäftigung nicht zu beklagen. Die große Chance zum 2:0 hatte Christian Poetzel, als er allein auf Ewert zulief, ihn aber nicht überwinden konnte (12.).
Athanasios Fissekis scheiterte auf der Gegenseite beim Bauerntrick-Versuch an Louis Albrecht (14.), ehe es etwas ruppiger wurde. Florian Zimmermann kassierte hinter dem Rücken von Hauptschiedsrichter Jürgen Sperl einen Ellbogencheck und musste kurz behandelt werden. Wenig später musste dann doch ein Miesbacher auf die Strafbank, und in Überzahl drückte Konstantin Mühlbauer den Puck zum 2:0 über die Linie (18.). Die größe Möglichkeit für Miesbach hatte wenige Sekunden vor Drittelschluss Stefan Mechel, als er alleine auf Albrecht zulief, aber an ihm scheiterte.
Im zweiten Abschnitt drückten die Miesbacher noch mehr aufs Tempo und schnürten die Gladiators phasenweise in ihrem Drittel ein. So war das 1:2 durch Benjamin Frank die logische Konsequenz (26.). Gantschnig hatte nach toller Vorarbeit von Deubler das 3:1 auf dem Schläger (30.), doch dann waren wieder die Gastgeber am Zug. In Überzahl – nach einer äußerst umstrittenen Strafe gegen Ferdinand Zink – traf Fissekis zum 2:2 in den Winkel (34.).
Das Schlussdrittel gehörte klar den Miesbachern, doch die Erdinger hielten voll dagegen. Zudem brachte Keeper Albrecht die TEV-Stürmer zur Verzweiflung. Die Führung der Gastgeber schien nur eine Frage der Zeit. Doch dann bekamen die Gladiators fünf Minuten vor Schluss eine Überzahl, und Lars Bernhardt wuchtete den Puck zum 3:2 in den Winkel. Die letzten Minuten waren ein verzweifeltes Anrennen der Gastgeber, doch die Erdinger Abwehr hielt bis zur Schlusssirene stand.
Memmingen Indians siegen in Pegnitz: Knapper Erfolg unter freiem Himmel(BYL) Der ECDC Memmingen hat das Auswärtsspiel in Pegnitz knapp mit 2:1 gewonnen und bleibt damit weiterhin ungeschlagen in der Verzahnungsrunde. Durch Tore von Benda und Miettinen siegten die Rot-Weißen auch bei klirrender Kälte und müssen nun am nächsten Wochenende nach Peißenberg reisen, ehe mit Schönheide der erste Oberligist am Hühnerberg gastiert.
Eine äußerst umkämpfte Partie stand den Indians in Pegnitz am Sonntagabend bevor. Unter freiem Himmel warteten motivierte Gastgeber und Minusgrade auf die Memminger, die aber einen starken Start erwischten. Die Hausherren wurden zu Beginn regelrecht eingeschnürt, Torhüter Braun stand förmlich unter Dauerbeschuss. Mehr als das 1:0 durch Jan Benda sprang allerdings vorerst nicht heraus, noch bitterer aus Memminger Sicht: Noch vor der ersten Pause konnten die „Ice Dogs“ die Partie durch Verteidiger Bogner ausgleichen, somit ging es mit einem Unentschieden in die warmen Kabinen.
Die rund 80 mitgereisten Fans mussten auch im Mitteldrittel weiter zittern, und dies nicht nur aufgrund der Temperaturen. Die Indians, die mittlerweile ohne Kapitän Jan Benda auskommen mussten, ließen die Hausherren etwas besser in die Partie kommen. Gerade im richtigen Moment aus Sicht der Rot-Weißen schlug dann Topscorer Miettinen zu und erzielte die abermalige Führung für die Maustädter, die sich in der Folge auf ihren sicheren Rückhalt im Tor, Joey Vollmer, verlassen konnten, der einige Pegnitzer Angriffe parieren konnte und für die Pausenführung sorgte.
Im Schlussabschnitt kamen beide Mannschaften zu Möglichkeiten, doch ließen sich beide Torhüter nicht mehr überwinden. Vollmer und Braun, die jeweils zu den Spielern der Partie ihrer jeweiligen Teams gewählt wurden, hielten sich tadellos und auch die Indians-Defensive, die zu diesem Zeitpunkt auch noch auf Sven Schirrmacher verzichten musste, hielt die Gastgeber bestmöglichst vom Memminger Gehäuse fern. Selbst das Herausnehmen des Pegnitzer Schlussmannes zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte in den letzten Minuten keinen Erfolg mehr. Um ein Haar hätten die Indians sogar noch das 3:1 erzielt, doch Antti Miettinen wurde kurz vor dem Abschluss durch eine fehlerhafte Icing-Entscheidung gestoppt. So endete die Partie mit dem knappen Spielstand von 2:1, der aufgrund der größeren Spielanteile sicherlich in Ordnung geht.
Die Indians halten sich damit, zusammen mit Oberligist Höchstadt, ungeschlagen an der Spitze der Verzahnungsrunden-Gruppe A. Weitere Möglichkeiten den Vorsprung auf Rang drei und damit auch den Heimvorteil zu verteidigen, folgen bereits am nächsten Wochenende. Am Freitag reisen die Maustädter nach Peißenberg, ehe am Sonntag mit Oberligist Schönheide ein gänzlich neues Gesicht am Hühnerberg erwartet wird. Der Vorverkauf für diese Partie hat bereits begonnen, Karten können an den bekannten Stellen erworben werden.
TEV Miesbach: Knappe Niederlage gegen den TSV Erding(BYL) Ein hochklassiges und vor allem schnelles Spiel bekamen die gut 400 Zuschauer im Miesbacher Eisstadion im ersten Heimspiel der Zwischenrunde des TEV Miesbach gegen die Erding Gladiators zu sehen. Obwohl der TEV mehr vom Spiel hatte, waren die Gäste unter dem Strich die effektivere Mannschaft und siegten mit 2:3. Die Kreisstädter rutschen damit in der Gruppe B auf den fünften Tabellenplatz ab.
Der TEV Miesbach präsentierte sich im ersten Drittel mit absolutem Vollgaseishockey nach vorne und einer Reihe von guten Chancen, die allesamt nicht genutzt wurden. Erding hingegen zu Beginn mit defensiver Ausrichtung, war hinten abgeklärt und vorne eiskalt. Schon in der ersten Spielminute hatten die TEVler zwei guten Gelegenheiten. Zunächst hatte Tom- Patric Kimmel von halblinks, danach Sebastian Deml mit einem abgefälschten Schuss von der Mitte und nur zwei Minuten später Jan Trojan mit einem weiteren abgefälschten Schuss die Möglichkeit die Hausherren in Führung zu bringen. Im Gegenzug fand Erding in Timon Ewert im Tor der Kreisstädter seinen Meister. Kurz darauf allerdings das 0:1 für die Gladiators, die nach Bullygewinn die Scheibe einfach vors Tor brachten und in Person von Philipp Spindler eiskalt verwandelten (6.). Der TEV ließ sich davon aber nicht beirren und agierte weiterhin druckvoll und mit viel Engagement nach vorne. Die nächste Großchance für den TEV hatte Nico Fissekis auf Zuspiel von Florian Feuerreiter von halblinks. Erding blieb aber weiterhin durch schnelle Gegenzüge gefährlich. So tauchte Christian Poetzel zur Mitte des Drittels allein vor Ewert auf, scheiterte aber an diesem. Danach war wieder der TEV am Drücker. Fissekis versuchte es mit einem Bauerntrick, der Abschluss war allerdings zu harmlos. Benjamin Frank und Christian Heller prüften danach noch einmal Louis-Vincent Albrecht im Tor der Gäste. Dieser hielt aber seinen Kasten sauber. Die nächste Großchance für Erding knapp drei Minuten vor Drittelende. Die Schiedsrichter zeigten eine Strafe gegen den TEV an und dieser stellte das Spielen ein, sodass ein Angreifer der Gäste allein auf Ewert zulaufen konnte, diese Chance aber vergab. In Überzahl dann das 0:2. Konstantin Mühlbauer hatte einen Querpass von Sebastian Lachner vor das Miesbacher Tor flach ins vom Schützen aus gesehene linke Toreck geschlenzt (18.). Die beste Chance auf den Anschlusstreffer hatte kurz vor der Pause noch Stefan Mechel. Von der Strafbank kommend fuhr er allein auf das Erdinger Tor zu. Sein Schuss ging jedoch deutlich über das Torgestänge der Gäste.
Im Mitteldrittel wurde der TEV schließlich für seinen hohen läuferischen Aufwand belohnt. Zunächst hatten aber die Gäste die erste Gelegenheit das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, scheiterten aber am gut postierten Ewert. Nur wenige Sekunden später ließ Erdings Marco Deubler eine sogenannte Hundertprozentige liegen, als er einen Querpass am fast leeren Miesbacher Tor vorbeischob. Danach ein Sturmlauf des TEV. Nachdem sich zunächst Deml, Markus Kankaanranta und Stefan Kirschbauer mit Schlagschüssen versucht hatten, überwand Benjamin Frank zur Freude der Miesbacher Zuschauer, aus halbrechter Position mit einem Handgelenkschuss den Erdinger Keeper zum 1:2 (26.). In der Folgezeit weiter druckvolles Spiel der Hausherren, die sich in Person von Thomas Amann und Jan Trojan, versuchten, aber scheiterten. Pech für den TEV dann als ein Schuss von Fissekis nur Millimeter am Erdinger Gehäuse verbeistrich. Glück dann nur wenig später, als ein Miesbacher Abwehrspieler die Scheibe vor dem eigenen Tor verlor, Erding dieses Geschenk aber nicht annahm. In Überzahl schließlich der Ausgleich. Fissekis mit einem Traumtor unter die Latte, der nach einem Traumpass von Kankaanranta eiskalt verwandelte (34.). Der agile Finne, der bis dahin zu überzeugen wusste und das Spiel der Hausherren deutlich belebte, musste danach mit einer Sprunggelenksverletzung vom Eis. Wie schwer die Verletzung ist, muss erst noch die ärztliche Diagnose zeigen. Nach einer Drei-gegen-Zwei-Situation für den TEV, die dieser nicht nutzen konnte, hätten es die Gäste beinahe besser gemacht. Sie kombinierten zwar gut vor das Miesbacher Tor, fanden im TEV-Goalie, der mit einem starken Reflex parierte, jedoch ihren Meister.
Im Schlussabschnitt war zunächst der TSV Erding in Überzahl am Drücker. Der TEV hielt aber gut dagegen, hatte wenig später allerdings Glück, dass die Gladiators einen Fehlpass im Aufbauspiel der Hausherren nicht nutzen konnten. Danach prüfte Miesbachs Heller aus aussichtsreicher Position Erdings Goalie, der erneut mit gutem Reflex parierte. Im Minutentakt nahmen die TEVler nun das Gästegehäuse unter Beschuss. Fissekis Schuss landete auf dem Bauch von Albrecht, Andreas Baumer zielte über das Tor und Stefan Kirschbauers Schuss parierte erneut der Gästegoalie. Beide Mannschaften mussten nun mehr und mehr dem hohen Tempo der ersten beiden Drittel Tribut zollen. Bei den Gästen schien das schnelle Spiel aber mehr Kraft gekostet zu haben. Die TEVler konnten diesen scheinbaren Vorteil jedoch nicht nutzen. Vielmehr erzielten die Gäste in Überzahl mit einem wunderschönen Handgelenkschuss von Lars Bernhardt in den Winkel das 2:3. Der TEV versuchte zwar noch einmal alles, letztendlich war die Defensive der Gäste aber nicht mehr zu überwinden.
In der anschließenden Pressekonferenz attestierte der Gästecoach, Thomas Vogl, seiner Mannschaft Charakterstärke, weil sie das Spiel, in dem die Heimmannschaft mehr Spielanteile hatte, dennoch für sich entscheiden konnte. TEV-Coach Simon Steiner war sichtlich geknickt angesichts der Niederlage. Bei Fünf gegen Fünf sah er seine Mannschaft besser als die der Gäste. Letztendlich hatte seiner Meinung nach das effektivere Überzahlspiel der Gladiators den Ausschlag gegeben. Bitter und eine deutliche Schwächung für seine Mannschaft war das Ausscheiden von Kankaanranta. Beim TEV hofft man nun inständig, dass der finnische Wirbelwind baldmöglichst wieder zurückkommt.
EV Füssen: Wichtiger 5:3 Heimsieg im Spitzenspiel(BLL) Einen kuriosen Spielverlauf sahen die knapp 700 Zuschauer beim dritten Aufeinandertreffen des EV Füssen und des EV Bad Wörishofen. Am Ende gewannen die gastgebenden Füssener verdient mit 5:3 (3:3, 0:0, 2:0), doch die Wölfe zeigten auch am Kobelhang ihre gute Form und waren in einigen Spielphasen voll auf Augenhöhe. Am Ende der Partie hatten sie dann aber nichts mehr zuzusetzen.
Der EVF hatte bereits in der ersten Minute eine gute Chance, ehe sich in der vierten Minute Verteidiger Andre Bühler durch die Gästeverteidigung tankte und sein Solo mit dem 1:0 abschloss. Füssen wurde immer stärker und der an diesem Abend überragende Nikolas Oppenberger besorgte nur eineinhalb Minuten später das 2:0. Die erste Strafzeit gegen den EVW nutzte Florian Simon nach feinem Zuspiel ebenfalls nur kurz darauf zum dritten Treffer. Abgelaufen waren erst 6.36 Minuten, und Gästetrainer Robert Linke war bereits gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Danach waren die Wölfe besser im Spiel, und überraschten EVF-Goalie Florian Glaswinkler zum 3:1. Im Gegenzug glänzte Oppenberger mit einem tollen Solo, und scheiterte nur knapp. Ein Tor markierten dagegen die Kneippstädter bei ihrem ersten Überzahlspiel. Und als sie in der 20. Minute gar den Ausgleich zum 3:3 erzielen konnten, lag das Momentum gegen nun verunsicherte Füssener voll auf ihrer Seite.
Im zweiten Drittel machte der EVF zunächst das Spiel, gegen clever verteidigende Wörishofener blieben große Chancen aber Mangelware. Bei Kontern musste man dagegen ständig auf der Hut sein, und zweimal Döring sowie Vychichlo scheiterten an Glaswinkler, während die Schwarz-Gelben bei einem Powerplay durch Maxi Schorer die einzige hochkarätige Möglichkeit in einem ansonsten höhepunktarmen Abschnitt hatten.
Die letzten zwanzig Minuten musste also eine Entscheidung fallen,und hier spielten nun fast nur noch die Füssener auf das Tor von Gästekeeper Andreas Nick. Im Powerplay traf Nikolas Oppenberger zum 4:3. Es folgten Chancen für den EVF im Minutentakt, in ihrem Angriffswirbel versuchten es die Schwarz-Gelben sogar mit sechs Feldspielern. Da hier verständlicherweise die Unparteiischen etwas dagegen hatten, kam es zu einem Unterzahlspiel und einer eigentlich brenzligen Situation. Doch Bad Wörishofen tat es den Füssenern nach, und beim anschließenden Spielen vier gegen vier schlug Oppenberger mit seinem dritten Treffer zum 5:3 zu. Da in der Folge die heimischen Stürmer nochmals mehrfach aussichtsreich am starken Nick scheiterten, blieb es am Ende bei diesem Ergebnis.
Trainer Robert Linke (Bad Wörishofen): „Es war ein schwerer Start für uns, Füssen hat sofort Druck aufgebaut und unsere schwache Phase ausgenutzt. Wir wollten eine gute Vorstellung zeigen und es dem Gegner schwer machen, unsere Taktik durchziehen, das ist gelungen. Am Ende hat die bessere Mannschaft gewonnen, aber wir haben die Partie lange spannend gehalten.“
Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Neben Marc Besl mussten wir heute auch kurzfristig auf Vincent Wiedemann verzichten, und im Tor hat sich Fabian Schütze krank abgemeldet. Wir hatten einen tollen Start, nach der Auszeit sind wir aber aus dem Rhythmus gekommen. Bad Wörishofen hat eine funktionierende Mannschaft, da muss man in jeder Situation dagegen halten. Wir haben gezeigt, dass wir auch bei so einem Spielverlauf nochmals zulegen können, diese Erfahrung ist wichtig.“
ERC Lechbruck: Zittersieg gegen Augsburg, Niederlage in Königsbrunn(BBZL) Eine spannende Begegnung lieferten sich der ERC Lechbruck und die EG Woodstocks Augsburg am Freitagabend im Lechparkstadion. Bis fünf Minuten vor Abpfiff stand es noch 5:5 unentschieden, eine Minute später gelang Marcus Köpf ein Treffer für die Flößer, der für den knappen 6:5-Heimsieg der Lecher reichte und drei weitere Punkte für die Flößer bedeutete.
Im November konnte der ERC Lechbruck die Partie in der Fuggerstadt noch klar mit 9:2 für sich entscheiden. Am Freitagabend stand allerdings eine ganz andere EG Woodstocks auf dem Eis, die sich klar um einen Sieg gegen den Zweitplatzierten bemühte. So übernahmen die Augsburger auch schon in der 15. Minute die 1:0 Führung, die allerdings kurz vor der Pause durch Marius Hack ausgeglichen wurde. Zu Beginn des zweiten Drittels traf Magnus Lang, der ERC konnte nun die 2:1 Führung für sich beanspruchen. Nach dem nächsten Ausgleich durch einen EGW Treffer gelang es Maximilian Ott in der 26. Minute zwar den alten Abstand wieder herzustellen, doch in der 27. und 30. Minute trafen waren die Gäste erfolgreich und gingen erneut mit einer 4:3-Führung in die Pause vor dem Schlussdrittel. Jetzt war der ERC wieder gefragt und bereit zur Aufholjagd. Fabian Bacz wartete nicht lange und setzte in der 43. Minute den Ausgleichstreffer, Patrick Völk brachte zwei Minuten später sein Team wiederum nach vorne. Es war die 55. Minute, in der Augsburg den Treffer zum 5:5 setzte und es wurde einmal mehr höchstspannend im Lechparkstadion. Noch waren etwas mehr als vier Minuten zu spielen, da übernahm der ERC die Führung durch einen Treffer von Marcus Köpf. Die Flößer setzten nun alles daran, diese Führung bis zum Abpfiff zu behalten und waren dabei auch erfolgreich. Es war ein hart umkämpfter und knapper 6:5 Sieg den sich die Flößer hart umkämpften. Das Trainer-Duo Michael Köpf und Sebastian Ego war sichtlich erleichtert nach der erlösenden Schlusssirene.
Pforzheim Bisons deklassieren Schwenningen(LLBW) Die Pforzheim Bisons gewinnen gegen den FSV Schwenningen vor 250 Zuschauern in der St.-Maur-Halle mit 7:1 (2:0/2:0/3:1).
Die erste Chance im Spiel gehörte den Gästen, denn bereits nach 16 Sekunden testeten sie den Goalie der Bisons. Doch Tobias Nuffer hatte keine Mühe, den Schuss zu parieren. Beide Mannschaften entwickelten zunächst wenig Torgefahr, da beide Defensivreihen sehr sicher standen. In der siebten Minute mussten die beiden Unparteiischen die erste Strafe aussprechen und die Bisons durften zum ersten Mal in Überzahl ran. Nur 22 Sekunden später traf Steffen Bischoff zur 1:0-Führung für die Bisons. Zwei Minuten später konnte Felix Falb zunächst einen Schuss der Bisons parieren, doch beim Nachschuss von Benjamin Frick hatte der Schwenninger Goalie keine Chance mehr und so stand es 2:0 (9.). Eine anschließende Unterzahlsituation überstanden die Bisons ohne große Probleme. Reiser und Wittmann hatten kurz vor Ende des Drittels noch die Möglichkeit einen weiteren Treffer auf die Anzeigetafel zu bringen, doch sie scheiterten am Goalie. Das zweite Drittel begann mit einem Powerplay für die Pforzheimer. Die Bisons spielten sehr geduldig und erhöhten durch Jan Knaub auf 3:0 (22.). Achim Reiser, Winterneuzugang von den Eisbären Balingen, lief alleine auf den Schwenninger Schlussmann zu und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Den Schiedsrichtern blieb keine andere Wahl und gaben einen Penalty. Diesen verwandelte Achim Reiser sicher und erhöhte für seine Farben auf 4:0 (25.). Schwenningen versuchte nun mehr Druck nach Vorne zu entfachen, doch immer wieder blockten die Bisons die Schüsse der Schwarzwälder. Bei einem Schuss traf der Schwenninger den Bison Falk Kratz so unglücklich im Gesicht, dass er wegen eines Nasenbeinbruchs in die Klinik eingeliefert werden musste. Nach der Hälfte der absolvierten Partie überstanden die Cracks aus Schwenningen eine weitere Unterzahl und hatten sogar mit Ablauf der Strafe bei einem 1 auf 0 die große Chance auf einen Treffer, doch Tobias Nuffer verhinderte mit einer Glanzparade den Einschlag. Fünf Minuten vor der zweiten Pause konnte Benjamin Frick bei einen Konter in Unterzahl den Puck nicht im Gehäuse unterbringen. Vier Minuten später hatte zunächst Schwenningen zwei Riesenmöglichkeiten, um zum Torerfolg zu kommen, scheiterten aber wieder am Goalie der Bisons. So ging es mit einer klaren 4:0-Führung in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt passierte zunächst nicht viel, doch nach einer Strafe gegen die Bisons erzielte der FSV durch Philipp Richter das 1:4 aus Sicht der Gäste (43.). Anschließend wurde es etwas ruppiger und die Pforzheimer bekamen die Chance in doppelter Überzahl zu erhöhen. Da ließen sich die Cracks um Coach Ken Filbey nicht lange bitten und Steffen Bischoff erhöhte auf 5:1 (49.). Sieben Minuten vor dem Ende durften die Bisons erneut mit zwei Mann mehr auf dem Eis ran und nach einem Schuss von Steffen Bischoff kullerte die schwarze Hartgummischeibe durch die Beine des Schwenninger Goalies und Sergej Wittmann reagierte am schnellsten und traf so zum 6:1 (55.). Kurz danach trafen die Schwarzwälder nur den Pfosten, daraufhin gab es zwischen Jan Knaub und Manuel Stutz (Schwenningen) eine kleine Meinungsverschiedenheit und so durften sich beide auf der Strafbank zwei Minuten abkühlen, dem Schwenninger wurden wegen unsportlichem Verhaltens zusätzlich eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt. Zwei Minuten vor Schluss musste erneut ein Bison auf die Strafbank. Schwenningen versuchte einen weiteren Treffer zu erzielen, doch ein Scheibenverlust an der blauen Linie, brachte einen Konter für die Bisons, den Marius Lorenz mustergültig zum 7:1-Endstand in die Maschen setzte.
Am kommenden Wochenende haben die Bisons spielfrei. Dann geht es am Samstag, 04.02.2017 zum schweren Auswärtsspiel nach Balingen ehe am Sonntag 12.02.2017 das nächste Heimspiel ansteht. Dann erwarten die Bisons um 18:30 Uhr in der St.-Maur-Halle die zweite Mannschaft des EHC Zweibrücken.
EG Diez-Limburg ist auch in Hamm ohne Chance(RLW) Auch wenn es das Ergebnis kaum vermuten lässt: Die EG Diez-Limburg hat sich am Sonntagabend bei der 5:14 (2:5, 0:4, 3:5)-Niederlage bei den Eisbären Hamm deutlich besser verkauft als noch bei der Schlappe am Freitagabend in Ratingen. In Sachen Einstellung und Willen müssen sich die verbliebenen tapferen Rockets-Akteure keinerlei Vorwürfe machen. Die Hiobsbotschaften rund um dieses Spiel lassen jedoch vermuten, dass es er Eishockeygott gerade nicht so hat mit der EGDL.
Gerade einmal 67 Sekunden sind in Hamm gespielt, da bringt Marco Herbel
seine Mannschaft in Führung. Ein wohltuender Moment dieser Tage, in
denen sich Wohltuendes derzeit eher nicht auf dem Eis abspielt für den
Regionalliga-Aufsteiger. Auch als nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich
durch Kamil Vavra (9.) der Tscheche Martin Brabec die Rockets erneut in
Führung bringt (13.) wird schnell deutlich: Die Jungs wollen sich nicht
kampflos ihrem Schicksal ergeben. Dass Michel Maaßen wenig später zum 2:2
trifft - geschenkt. Dass es wenig später für Diez-Limburg kleine Strafen regnet
wie Gegentore in Ratingen - ärgerlich. Es sind jene Minuten, in denen die
Partie dann doch in Richtung zweistellige Niederlage abdriftet. Was auch
daran liegt, dass die Leistung von Schiedsrichter Zsolt Heffler sich an diesem
Abend ebenfalls anfühlt wie eine zweistellige Pleite. Er ist nicht der Grund für
die Niederlage, keine Frage. Aber er lenkt die Partie früh in deutliche Bahnen.
Für alle Details und Kniffligkeiten reicht die Tinte nicht aus und es braucht
auch keine endlose Diskussion. Jeder hat mal einen guten Tag, Heffler hatte
ihn in Hamm nicht.
Zwei Beispiele bleiben dann aber doch hängen, weil sie auch den weiteren
Verlauf der Meisterrunde für die Rockets beeinflussen könnten. Als Patrick
Morys nach einem grenzwertigen Check mit einer Rückenverletzung vom Eis
muss, gibt es keine Strafe. Nils Krämer war da bereits aus dem Spiel wegen
einer Knieverletzung, die ohne gegnerische Einwirkung erneut aufgebrochen
war. Ab dem zweiten Drittel hatte die EGDL nur noch zwei Verteidiger auf
dem Eis. Warum dann auch noch Daniel Krieger beim Stand von 13:5 (!!!)
zwei Minuten vor Spielende (!!!) derart gefoult werden muss, dass er sich
beim Sturz eine Rippe bricht, wird das Geheimnis der Eisbären bleiben. Eine
Strafe? Nein, die gab es nicht.
Doch die Rockets hatten auch schon eine Baustelle im Bus mit nach Hamm
gebracht - oder eben auch nicht, je nach Sichtweise. „Egal, wieviel man im
Eishockey bereits erlebt hat. Man erlebt leider immer noch Dinge, die man
schlichtweg nicht glauben kann“, sagte EGDL-Vorstandsmitglied Willi Lotz
auf der Tribüne in Hamm. „Mit Andrej Teljukin fehlte nach wie vor eine
wichtige Stütze in der Defensive, dennoch nahm sich Verteidiger Andreas
Wichterich in Hamm eine selbst gewählte Auszeit. „Er hat damit sein Team
einfach im Stich gelassen“, ärgerte sich Lotz. „Eine kurze Nachricht in der
Teamgruppe, mehr nicht. Selbst versuche von Vorstandsseite, ihn zum
mitfahren zu bewegen, fruchteten nicht. Das ist absolut inakzeptabel. Ein Nils
Krämer fährt trotz angeschlagenem Knie mit und versucht sich in den Dienst
der Mannschaft zu stellen. Ein Andrej Teljukin hängt den ganzen Tag am
Telefon, um herauszufinden, ob unser Einspruch wegen seiner Sperre
bearbeitet wurde. Und dann nimmt sich ein Andreas Wichterich einfach so
eine Auszeit und fährt nicht mit? Natürlich wird ein solches Verhalten
Konsequenzen haben“, sagte Lotz. Welche ließ das Vorstandsmitglied noch
offen. Darüber werde man in der kommenden Woche in aller Ruhe beraten.
Auf dem Eis tat sich das, was sich dann zwangsläufig tun musste: Hamm
wusste angeschlagene Rockets auch in der Höhe verdient zu schlagen. Im
Gegenzug machte die EGDL immerhin noch fünf Buden, auch Daniel Krieger
(42.), erneut Herbel (44.) und Matt Fischer (53.) netzten ein und
unterstrichen damit, dass man sich bis zum Schluss mit Willen gegen das
Unheil stemmte. Für den Blick nach vorne hatte nach diesem Spiel zunächst
niemand die Muße, auch wenn nun ein von der Konstellation her packendes
Duell ansteht: Am Freitag kommen die Neuwieder Bären in die Diezer
Eissporthalle (20.30 Uhr). Die sind stark in die Meisterrunde gestartet - ganz
im Gegensatz zur EGDL. Doch das Derby, da sind sich die angeschlagenen
Raketen sicher, wird zusätzliche Kräfte freisetzen.
| www.icehockeypage.de | Informationen zum Thema | ||
|
- Kaderlisten - Ergebnisse und Tabellen - IHP facebook |












