IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Donnerstag 6.April 2017. Heute mit Informationen von den DEB-Teams, aus der Deutschen Eishockey Liga und Deutschen Eishockey Liga 2, sowie aus der Oberliga Süd, Oberliga Nord und Landesliga Nord.
(DEB) Größter bisheriger Erfolg für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft: Im 500. Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft bezwang das Team von Benjamin Hinterstocker bei der 2017 IIHF Frauen Eishockey-Weltmeisterschaft in Plymouth (USA) Russland mit 2:1 (1:0/0:1/0:1) und zieht damit erstmalig ins Halbfinale ein. Dort trifft die DEB-Auswahl am Donnerstag auf Gastgeber USA.
Bei der 2017 IIHF Frauen Eishockey-Weltmeisterschaft in Plymouth, USA traf die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) im zweiten Viertelfinale am Dienstagabend auf Russland. Zuvor hatte am Nachmittag Finnland den Nachbarn Schweden mit 4:0 bezwungen und war damit ins Halbfinale eingezogen.
Deutschlands Gegner Russland hatte in der Vorrunde der stärkeren Gruppe A mit drei Punkten und 2:16 Toren den vierten Platz belegt. Deutschland stand schon seit dem zweiten Vorrundenspiel als Erster der Gruppe B fest. Für die deutsche Fraueneishockey-Nationalmannschaft war es das 500. Länderspiel seit dem ersten Auftritt am 3.12.1988.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker konnte, nachdem auch Verteidigerin Tanja Eisenschmid nach einer auskurierten Erkältung von der medizinischen Abteilung grünes Licht bekommen hatte, erstmals bei dieser Weltmeisterschaft auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Der Auftakt verlief gar nicht nach den Vorstellungen der DEB-Auswahl. Noch nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da nutzen die Russinnen eine 2-1 Situation aus und überwanden Jennifer Harß im deutschen Tor. Trotz einem leichten optischen Übergewicht Russlands erspielten sich die deutschen Frauen auch selber Chancen. 6:9 lautete die Torschussstatistik nach den ersten zwanzig Minuten und mit dem knappen 0:1 für die Osteuropäerinnen ging es in die erste Pause.
Im zweiten Drittel verpasste zunächst Tanja Eisenschmid, die sich aus der eigenen Zone bis vor das Tor der Russinnen arbeitete, nur wenige Zentimeter vor der Linie knapp. Wenig später war es dann soweit: In doppelter Überzahl legte Mannschaftskapitänin Julia Zorn ihrer Außenstürmerin Kerstin Spielberger auf, die der russischen Torfrau Alexandrova Nadezhda keine Chance lies und zum verdienten 1:1-Ausgleich traf (35.). Weiter in Überzahl spielend verpassten Andrea Lanzl und Laura Kluge nur äußerst knapp den deutschen Führungstreffer und es ging mit dem Unentschieden letztmals in die Kabinen.
Bange Minuten galt es zu überstehen, als eine deutsche Spielerin zu Beginn des letzten Drittels auf die Strafbank musste, aber Jenny Harß zeigte all ihr Können und bewahrte ihr Team vor einem Rückstand. Dann kam die 50. Spielminute: Rebecca Graeves harten Schuss von der von der blauen Linie lenkte Marie Delarbre unhaltbar ins russische Tor zur 2:1-Führung ab. Die letzten Minuten waren dann an Spannung nicht zu überbieten, Russland drängte auf den Ausgleich, doch die deutschen Frauen verstanden es, den Puck aus der Gefahrenzone zu halten. Riesenglück hatte die DEB-Auswahl als 59 Sekunden vor der Schlusssirene der Pfosten zum besten Freund der deutschen Mannschaft wurde. Doch auch die Herausnahme der Torfrau brachte den Russinnen nichts mehr ein und der nachfolgende Jubel der deutschen Spielerinnen war groß.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Unsere Mannschaft hat über sechzig Minuten sehr diszipliniert gespielt, was auch das Ergebnis gegen eine starke russische Mannschaft wiederspiegelt. Wir haben uns von Spiel zu Spiel weiterentwickelt und ich hoffe, dass wir diesen Erfolg fortsetzen können“
Marie Delarbre, Torschütze des Siegtreffers: „Ich freue mich wahnsinnig für die Mannschaft. Das Spiel am Donnerstag gegen die USA wird Schwerstarbeit, aber wir werden wie in jedem bisherigen Spiel Alles geben“
Andrea Lanzl: „Unser Ziel war natürlich, das Halbfinale zu erreichen und wir hatten den unbedingten Willen, das Spiel heute zu gewinnen. Unsere Tore sind zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Jetzt bin ich unheimlich glücklich und stolz auf das Team.“
Manuela Anwander: „Wir sind von Anfang an positiv in die Partie gegangen, Jeder hat für Jeden gekämpft. Das ist ein Riesenerfolg nicht nur für die Nationalmannschaft sondern für das ganze deutsche Fraueneishockey. Wir freuen uns jetzt auf das Spiel gegen Gastgeber USA am Donnerstag.“
U18-WM Division I in Bled/Slowenien
Die U18-Nationalmannschaft tritt vom 07. bis zum 13. April 2017 bei der 2017 IIHF U18 Eishockey-Weltmeisterschaft Division I – Gruppe A in Slowenien an. Die Mannschaft von Trainer Steffen Ziesche trifft im Rahmen des Turniers auf Dänemark, Frankreich, Kasachstan, Norwegen und Ungarn. Im Spielmodus „Round Robin“ spielen alle Nationen einmal gegeneinander. Der Tabellenerste qualifiziert sich für die kommende 2018 IIHF U18 Eishockey-Weltmeisterschaft in der obersten Spielklasse. Der Tabellenletzte steigt in die Division I – Gruppe B ab.
Im Bundesleistungszentrum in Füssen bereitete sich die deutsche U18-Nationalmannschaft vom 29. März bis 03. April 2017 für die Weltmeisterschaft vor. Dabei testete das Team gegen die späteren WM-Kontrahenten Dänemark und Frankreich. Seit dem 04. April befindet sich die U18-Auswahl in Bled und trainiert dort für die Auftaktpartie. Diese findet am 07. April ab 13:00 Uhr gegen die französische Auswahl statt.
Trainer Steffen Ziesche: „Unsere Mannschaft konnte sich in Füssen optimal auf das Turnier vorbereiten. Ein guter Start ist bei dem Turniermodus sehr wichtig. Daher arbeiten wir seit Dienstag in Bled am Feinschliff für das erste Spiel gegen Frankreich. Wir haben eine fitte und motivierte Mannschaft, bei der Tim Brunnhuber leider verletzt fehlt. Dafür rückt mit Jannik Valenti ein junger und talentierter Spieler in den Kader.“
U16 gewinnt Auftaktspiel gegen Italien
Die U16-Nationalmannschaft hat das Auftaktspiel beim 6-Nationen-Turnier in Dänemark gewonnen. In Frederikshavn konnte sich das Team von Trainer Uli Liebsch gegen die italienische Auswahl verdient mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1) durchsetzen. Die DEB-Auswahl startete gut in die Partie und konnte nach acht Minuten durch Manuel Alberg auf Vorlage von Elias Lindner und Niklas Heyer in Führung gehen. Im mittleren Spielabschnitt konnte das deutsche Team seine Überlegenheit nicht ausnutzen und auch zwei Überzahlsituationen blieben ungenutzt. Gleich zu Beginn des dritten Drittels kassierte man den Ausgleich bevor Simon Gnyp und Filip Reisnecker nach Vorlage von Dustin Reich den Endstand herstellen konnten. Somit konnte die deutsche Auswahl mit einem Sieg in das Turnier starten. Morgen am 6.April wartet der Gastgeber Dänemark.
Adler Mannheim: Game Worn Trikots 2016/17 auf ebay(DEL) Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Game Worn Trikots der Adler bei ebay versteigert. Die Auktionen der Trikots der Saison 2016/17 beginnen am kommenden Donnerstag, den 06. April, um 20.00 Uhr und laufen zehn Tage.
Das blaue Heimtrikot von Andrew Joudrey, das schwarze Alternativtrikot von Chad Kolarik, das Warm-Up-Trikot von Luke Adam oder das Jubeltrikot von David Wolf – zahlreiche Highlights warten auf Euch. Jeder Spieler ist mit mindestens einem Trikot vertreten, insgesamt sind es über 110 Game Worner. Eine Übersicht aller angebotenen Trikots findet Ihr am Donnerstag ab 20.00 Uhr unter http://www.ebay.de/sch/adler-mannheim-trikot-store/m.html?_nkw=&_armrs=1&_ipg=&_from
Die Heim-, Alternativ- und nur sehr wenige Auswärtstrikots werden ab einem Startgebot von 100 Euro versteigert. Warm-Up- und Jubeltrikots beginnen jeweils bei 50 Euro.
Wichtiger Hinweis:
Es besteht in diesem Jahr keine Möglichkeit, die Trikots nach der Auktion abzuholen. Weder im Fanshop in der SAP Arena noch im WHISTLE. Sämtliche Trikots werden nach der Auktion auf dem Postweg verschickt. Daher ist auch eine Barzahlung ist in diesem Jahr nicht möglich.
Straubing Tigers: Game-Worn-Trikots bei eBay(DEL) Die Straubing Tigers haben ab sofort ihre schwarzen Game-Worn-Alternative Jerseys aus der DEL-Hauptrunde 2016/2017 bei eBay zur Versteigerung gegeben. Darüber hinaus warten auch andere Besonderheiten, wie zum Beispiel Spielstutzen auf euch!
Trikotversteigerung zu Gunsten der Kinder-Palliativ-Hilfe Niederbayern e.V.
Das Team der Straubing Tigers 2016/2017 versteigert das „Spieler des Tages“-Trikot „da
bua mit´m huad war heid guad“ sowie den dazugehörigen „Huad“ zu Gunsten der Kinder-
Palliativ-Hilfe Niederbayern e.V.. Um eine möglichst hohe Spendensumme zu erzielen,
gibt Stadionsprecher „The VOICE“ Peter Schnettler sein originales Game-Worn Trikot inkl.
aller Unterschriften des Teams sowie ein Trikot des Spielers Josh Nicholls aus der Saison
bei den Saskatoon Blades inkl. Spielerunterschrift der Auktion bei. Auch Tigers-Maskottchen
Tigo beteiligt sich mit seinem Playoff-Trikot 2017 an der Versteigerung. Der Erlös
geht zu 100% an die Kinder-Palliativ-Hilfe Niederbayern e.V. (www.kinderpalliativ-niederbayern.
de)
Hier geht´s zur Versteigerung: http://ebay.eu/2n9CeWZ
Viel Spaß beim Bieten!
(DEL) Die Grizzlys Wolfsburg haben einen neuen Aufsichtsrat. Dem soeben in die Playoff-Finalserie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eingezogenen Eishockeyteam wurden damit die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.
Den Vorsitz des fünfköpfigen Gremiums übernimmt Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Außerdem wurden vom Volkswagen Konzern, der gemäß Satzung der EHC Wolfsburg Grizzly Adams GmbH als Hauptsponsor das Recht zur Bestellung der Aufsichtsräte hat, folgende vier Personen neu berufen: Hiltrud Werner, Vorstand für das Ressort „Integrität und Recht", Dr. Berend Holst, Leiter des Steuer- und Zollwesens, Gunnar Kilian, Generalsekretär des Konzernbetriebsrats, sowie Dr. Thomas Steg, Leiter Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit.
„Ich freue mich sehr, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Alle Verantwortlichen der Grizzlys leisten seit Jahren sehr konstante und erfolgreiche Arbeit“, sagt Klaus Mohrs und führt aus: „Dass die Grizzlys in dieser Saison zum fünften Mal in Folge das Halbfinale der Playoffs erreicht haben und jetzt zum dritten Mal sogar das Finale, zeugt von dieser Konstanz. Außerdem ist Wolfsburg eine von nur sechs Städten, die sowohl einen Fußball- als auch einen Eishockeyerstligisten stellen. Diese sportliche Vielfalt soll auch in Zukunft langfristig erhalten bleiben. Ich bin mir sicher, dass wir alle – Verein, Stadt und Partner – diese Erfolgsgeschichte nun gemeinsam weiterschreiben werden.“
Klaus Mohrs richtete auch ein Wort an die scheidenden Aufsichtsräte Detlef Wittig, Prof. Rolf Schnellecke, Roland Stöckigt und Axel Diedrich. „Während ihrer Amtszeit sind die Grizzlys in die nationale Eishockeyspitze aufgestiegen und zu einer festen Größe in der DEL geworden. Das wäre ohne das persönliche Engagement der Aufsichtsräte nicht möglich gewesen. Vor allem Detlef Wittig als ehemaligem Vorsitzenden gilt hierbei mein besonderer Dank“, so der Oberbürgermeister.
Überdies hat der Volkswagen Konzern bekanntgegeben, dass das Unternehmen auch weiterhin mit dem runden Logo der Marke Volkswagen Pkw auf der Trikotbrust der Grizzlys werben wird.
(DEL2) Rüdiger Storch, Stadionsprecher des DEL2-Clubs Löwen Frankfurt, wurde mit einem Tätigkeitsverbot für fünf Meisterschaftsheimspiele der Hessen belegt. Davon sind allerdings vier Partien zur Bewährung bis Ende 2017 ausgesetzt. Zudem wurde gegen die Löwen selbst eine Geldstrafe verhängt.
Nach Ansicht der Ligagesellschaft handelte Storch eigenmächtig, provozierend, unsportlich und respektlos, als er beim Playoff-Halbfinale zwischen Frankfurt und den Kassel Huskies (4. April) den Gäste-Torhüter bei der Mannschaftsvorstellung bewusst in Zusammenhang mit einem privat gedrehten Video brachte.
Gemäß der Richtlinie der DEL2 ist der Stadionsprecher Neutralität und Sachlichkeit verpflichtet. Dem wurde er im Rahmen der Vorstellung der Start-Aufstellung nicht gerecht. Da die Löwen Frankfurt für das Handeln ihres Stadionsprechers verantwortlich sind, wurde gegen sie zusätzlich eine Geldstrafe verhängt.
Zugleich wurde der Trainer der Huskies, Rico Rossi, mit einer Geldstrafe belegt, weil er Storch als Mitglied des offiziellen Kampfgerichtes in der ersten Drittelpause verbal angegriffen hatte.
4:5! Eispiraten verlieren Spiel 3 in dritter Overtime - Crimmitschau gibt 4:1-Führung aus der Hand - Rosenheim führt nun mit 2:1(DEL2) Was für ein Drama! Die Eispiraten Crimmitschau mussten sich im dritten Spiel der zweiten Playdown-Runde mit 4:5 (4:1, 0:0, 0:3, 0:0, 0:0, 0:1) bei den Starbulls Rosenheim geschlagen geben. Vor 2.259 Zuschauern im emilo-Stadion, darunter zahlreiche Crimmitschauer Fans, gab die Mannschaft von Cheftrainer John Tripp eine zwischenzeitliche sichergeglaubte 4:1-Führung aus der Hand. Die Entscheidung fiel schlussendlich erst in der dritten Verlängerung: Nach 107 Spielminuten (!) traf Tyler Scofield zum 5:4 für Rosenheim. In der Best-of-Seven-Serie führen die Oberbayern nun mit 2:1. Am Freitag folgt Spiel 4 im Kunsteisstadion Crimmitschau (07.04.2017 - 20:00 Uhr).
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gastgebern, welche nach nicht einmal fünf Minuten den ersten Stich setzten. Zunächst scheiterte Yannick Wenzel an Ryan Nie, Andreas Nowak war mit seinem Nachschuss allerdings erfolgreich und traf zur frühen 1:0-Führung für Rosenheim (5.). Nur wenige Augenblicke später fiel dann jedoch der Ausgleich: Patrick Pohl setzte sich bärenstark gegen zwei Gegenspieler durch und bediente Bernhard Keil, der die Scheibe letztlich unter starker Bedrängnis zum 1:1 ins gegnerische Tor bugsierte (8.). Lediglich 17 Sekunden dauerte es, bis die Eispiraten erneut jubeln konnten. Timo Herdens Fehlpass von hinter dem Tor wurde von Ivan Ciernik abgefangen, der die Hartgummischeibe ohne zu zögern ins verwaiste Rosenheimer Gehäuse schoss - 2:1 (9.)! Die Mannschaft von Cheftrainer John Tripp bestimmte fortan das Spielgeschehen und agierte nach einem überharten Einsatz von Ex-Eispirat Christian Neuert gegen Philipp Halbauer in numerischer Überzahl. Und gleich der erste Torschuss saß! Nach einer guten Kombination feuerte Goldhelm Patrick Pohl die Scheibe zum 3:1 ins Tor von Timo Herden, welcher in der Folge von Backup Lukas Steinhauer ersetzt wurde (11.). Doch auch Steinhauer musste bereits nach sechs Minuten hinter sich greifen. Christoph Kabitzky zog mit einer Finte erst an zwei Verteidiger vorbei und traf dann sehenswert zum 4:1 (17.).
Auch während des zweiten Abschnitts hatten die Eispiraten um ihren neuen Mannschaftskapitän Mark Lee mehr vom Spiel. Der Kanadier hatte nur wenige Augenblicke nach dem Wiederbeginn die erste große Chance, welche von Lukas Steinhauer stark abgewehrt wurde. Im Gegensatz zu den ersten 20 Minuten gelang es Rosenheim jedoch immer wieder für Entlastung zu sorgen. Zu hochkarätigen Möglichkeiten kam das Team von Trainer Thomas Schädler aber nicht, sodass Ryan Nie kaum eingreifen musste. Martin Bartek, Patrick Pohl und erneut Mark Lee verpassten es dagegen, die Führung ihrer Mannschaft weiter auszubauen. Somit ging es mit dem Spielstand von 4:1 auch in den dritten Durchgang.
Früh im dritten Drittel hätten die Eispiraten das Spiel womöglich schon entscheiden können - Doch es kam alles anders! Zunächst verkürzte Christian Neuert auf 4:2 (45.), Joonas Valkonen sorgte wenig später sogar für den 4:3-Anschlusstreffer (50.). Danach hatte Crimmitschau kaum noch etwas zu bieten, immer wieder waren die Starbulls am Drücker und setzten sich im Drittel der Westsachsen fest. Und es sollte dramatisch weitergehen: In der 58. Minute drosch Rosenheim-Verteidiger Michael Rohner den Puck unhaltbar für Ryan Nie unter die Latte des Eispiraten-Tores - 4:4! Und das war nicht unverdient.
Die Partie ging also in die Overtime. Die Entscheidung fiel erst in der dritten Verlängerung! Zunächst rückten aber die Torhüter ins Rampenlicht. Sowohl Rosenheims Lukas Steinhauer als auch Crimmitschaus Ryan Nie hielten ihre Farben mit teils glänzenden Paraden immer wieder im Spiel. Zahlreiche Überzahlspiele auf beiden Seiten blieben außerdem ungenutzt. Während Vincent Schlenker, Danny Pyka, Martin Bartek und André Schietzold die besten Möglichkeiten auf Seiten der Crimmitschauer liegen ließen, sorgte Rosenheims Tyler Scofield in der 107. Minute für den entscheidenden Treffer zum 5:4, durch welchen die Starbulls nun mit 2:1 in der Serie führen.
Kasel Huskies: Stellungnahme zum dritten Halbfinal-Spiel(DEL2) Mit größter Schärfe verurteilen die Kassel Huskies die Aussage von Rüdiger Storch, Stadionsprecher der Löwen Frankfurt, am gestrigen Dienstag. Dort hatte Storch den Torhüter der Kassel Huskies, Markus Keller, in den Starting Six mit den Worten „Der Torwart der Kassel Huskies – präsentiert von unserem Partner Orion – Markus Keller“ vorgestellt. Aus Sicht der Kassel Huskies hat Rüdiger Storch mit dieser unprofessionellen Aussage die Grenzen des guten Geschmacks und des Fair Plays im Sport deutlich überschritten und eine Privatsache bewusst und mit voller Absicht zur öffentlichen Angelegenheit gemacht. Die Aussage von Rüdiger Storch ist eine Provokation, die in ihrer medialen Ausbreitung ein schlechtes Licht auf die Kassel Huskies, viel mehr aber noch auf die DEL2 wirft und an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist.
Da dies nicht der erste Zwischenfall mit dem Stadionsprecher der Löwen Frankfurt ist – bereits in der vergangenen Saison reichten die Huskies eine Zusatzmeldung ein, als Storch die Huskies-Spieler mit weiblichen Vornamen vorstellte – erwarten die Huskies eine dementsprechende Reaktion der Löwen Frankfurt sowie der Liga. Neben einem bis auf Weiteres gültigem Stadionverbot gegen Rüdiger Storch lassen die Kassel Huskies sowie Markus Keller rechtliche Schritte gegen den Frankfurter Stadionsprecher prüfen.
Steelers gewinnen in der Overtime mit 2:1 - Großer Kampf des ESV Kaufbeuren im dritten Halbfinalspiel wird nicht belohnt(DEL2) Schlechte Nachrichten gab es vor Spiel dem dritten Halbfinalspiel am heutigen Dienstagabend von den Ärzten des ESVK im Bezug auf Mittelstürmer Jere Laaksonen. Der finnische Sturmtank spielte seit Spiel sechs der Viertelfinalserie gegen die Dresdner Eislöwen mit einer Unterkörperverletzung und stellte sich seitdem zu den Spielen unter starken Schmerzen in den Dienst der Mannschaft. Eine Verschlimmerung der aktuellen Verletzung steht nun aber einen weiteren Einsatz in dieser Saison im Wege. Weiter fehlten Joker Trainer Andreas Brockmann bekanntermaßen die Verteidiger Sebastian Osterloh und Matthias Bergmann.
Beide Mannschaften begannen das Spiel sehr verhalten und spielten aus einer sicheren Defensive. Die Hausherren hatten aber die größeren Spielanteile, scheiterten mit ihren Angriffen aber an der gut sortierten Kaufbeurer Verteidigung oder am herausragenden ESVK Torhüter Stefan Vajs, der auch im weiteren Spielverlauf die Steelers immer wieder zur Verzweiflung brachte und eindrucksvoll unter Beweis stellte, warum er zum MVP der DEL2 gewählt worden ist. Im zweiten Drittel konnten die Joker im Powerplay die 0:1 Führung erzielen. Florin Ketterer konnte in aussichtsreicher Position auf das Tor von Sinisa Martinovic schießen, welcher mit der Beinschiene abwehren konnte, von dort prallte die Scheibe dann aber von einem Verteidiger der Steelers in das eigene Gehäuse. Die Bietigheimer drückten fortan noch vehementer auf den Ausgleichstreffer, scheiterten dabei jedoch zwei Mal am Pfosten sowie schon im ersten Drittel an der hart arbeitenden ESVK Defenisve und Torhüter Stefan Vajs. Im Schlussabschnitt gelang den Ellentalern dann in Überzahl doch der Ausgleich. Shawn Weller brachte die Scheibe direkt im Slot aus der Luft zum 1:1 im Kasten der Joker unter. In der Schlussphase hatten beide Teams noch die Möglichkeit das Spiel für sich zu entscheiden, da aber beide Torhüter keinen Treffer mehr zu ließen, ging das Spiel in die Verlängerung. In dieser hatten die Allgäuer dann zu erst die besseren Chancen das Spiel zu entscheiden. Max Schmdile und Sami Blomqvist scheiterten jedoch mit ihren Versuchen in aussichtsreicher Position an Steelers Torhüter Sinisa Martinovic. Die größte Möglichkeit auf den Siegtreffer für den ESVK hatte dann Michael Fröhlich, der einer Fehler von Sinisa Martinovic nicht ausnutzen konnte. Auf der Gegenseite nutzten die Bietigheimer einen Konter zum Siegtreffer. Liga-Topscorer Matt McKnight ließ ESVK Torhüter Stefan Vajs mit einem Schuss ins rechte Kreuzeck keine Abwehrchance und beendete somit Spiel drei in der 14. Minute der ersten Verlängerung zu Gunsten seiner Mannschaft.
(OLS) Mit 4:1 besiegen die Tölzer Löwen die Hannover Indians am Dienstagabend und stehen damit im Halbfinale. Gegen wen sie ab Dienstag, 11. April, antreten werden, steht allerdings noch nicht fest.
Am Ende einer fairen Serie standen gegenseitige Dankesworte: Indians-Coach Tobias Stolikowski freute sich über die Gastfreundschaft, die ihm und seiner Mannschaft in Bad Tölz entgegen gebracht worden sei. Es habe an nichts gefehlt. Auf der anderen Seite schwärmte Löwen-Trainer Axel Kammerer vom zweitägigen Ausflug nach Niedersachsen am vergangenen Wochenende. „Das war ein Erlebnis. Die grandiose Stimmung am Pferdeturm, wie die Zuschauer ununterbrochen gesungen haben.“ Aber, so ergänzte er, „auch Kompliment an die Tölzer Zuschauer“. Nicht nur, dass sie zuletzt in großer Zahl zu den Heimspielen kamen und die Löwen nach vorne peitschten. „Kompliment von der Mannschaft an die, die nach Hannover gereist sind.“
Spiel drei hatte sich davor als nicht ganz so intensiv präsentiert, wie die vorangegangenen beiden Begegnungen. Tölz ging im ersten Drittel durch Stefan Reiter und Jordan Baker mit 2:0 in Führung – einen solchen Vorsprung hatte es in der ganzen Serie noch nicht gegeben. Die Löwen waren die spielbestimmende Mannschaft, wollten vor 2237 Zuschauern den Einzug ins Halbfinale klar machen. Hannover bäumte sich aber noch einmal auf. Ausgerechnet in Tölzer Überzahl kassierten die Hausherren nach einem Konter den Anschlusstreffer durch Brian Gibbons. Danach drängten die Niedersachsen auf den Ausgleich – aber Markus Janka war stets auf dem Posten. 40 Sekunden vor Ende des Drittels sorgte Stefan Reiter mit seinem zweiten Tor für die Vorentscheidung.
„Ich habe zu meiner Mannschaft gesagt: Wir haben in dieser Saison so viele gute Drittel gespielt – das zweite Drittel vergessen wir jetzt einfach mal“, sagte Axel Kammerer. Im Schlussabschnitt spielten die Löwen souverän zu Ende, Johannes Sedlmayr gelang nach einem Abpraller sogar noch das 4:1 (59.).
„Zwei gute Mannschaften haben tolles Eishockey gezeigt“, sagte Stolikowski in der Pressekonferenz. „Vor fünf bis sechs Wochen hätte uns das keiner zugetraut.“ Axel Kammerer freute sich über den zweiten Sweep in den Play-offs: „Das ist nicht alltäglich, zwei Serien mit 3:0 zu gewinnen.“ Nach dem intensiven Viertelfinale „tut uns die Pause jetzt gut“.
Diesmal ist es allerdings keine ganz so lange Pause wie zuletzt. Schon am nächsten Dienstag, 11. April, geht es mit einem Heimspiel weiter. Wer der Gegner im Halbfinale wird, steht noch nicht fest.
EV Lindau: Letzter Akt im Finale um die Bayrische Meisterschaft im Play-Off(OLS) Es ist das, was Eishockey letztendlich ausmacht. Dieses Endgültige, das es nur in den Play-Offs gibt, wenn sich zwei Mannschaften gegenüberstehen, die um jeden Zentimeter Eis kämpfen, alles für den Erfolg geben und nun vor dem großen Ziel stehen. Spiel Fünf – die Entscheidung um den Titel in einem finalen Gipfel. Das allerhöchste Spannungsmoment, das die EV Lindau Islanders nun am Freitag beim EHC Waldkraiburg erleben dürfen.
Bevor die Lindauer um 19:45 Uhr in ihr 55. (!) Pflichtspiel der Saison starten (Waldkraiburg kommt auf ebenso stolze 54 Partien), wird der Pokal für den Meister der BEV- Playoffs präsentiert werden. Das Objekt der Begierde war bei den letzten beiden Finalspielen schon im Stadion im Hintergrund anwesend, da eine Entscheidung für eines der beiden Teams schon möglich war. Da die Lindauer diese nicht herbeiführen konnten, blieb der Pokal verpackt. Jetzt wird er deutlich sichtbar sein – denn am Freitag wird ihn einer der Kapitäne, Waldkraiburgs Max Kaltenhauser oder Lindaus Tobias Fuchs in Empfang nehmen.
Erfahrung mit der Handhabung haben beide, schließlich treffen die Bayernliga- Meister der Jahre 2015 und 2016 aufeinander. Nun ist der Pokal ein anderer, der für das beste Play-Off Team – also die Mannschaft mit den Cracks, die die größte Motivation in der Jahreszeit im Eishockey mitbringen, in der die Siege am Schwierigsten zu erringen sind. „Postseason“ nennt man dies in Nordamerika, wo die Play- Offs erfunden wurden. Nachsaison – was fast ein wenig zu friedlich für das klingt, was auf dem Eis passiert. Vor allem im Vergleich zur regulären Saison. Hier werden auch bereits Meister geehrt – zurecht, denn sie gewannen die Punkterunde. Eine neue Jahreszeit ist danach aber die K.O.- Runde. Hier wurde zunächst die Ligenzugehörigkeit festgestellt und nun sind es die größten Nehmerqualitäten und besten Charaktereigenschaften, kurz: die Hingabe zum Eishockey. Ein Bayrischer Meister der besonderen Art.
Dabei geht in Bayern bereits zum dritten Mal in Folge eine Finalserie in ein alles entscheidendes fünftes Spiel. Beide Teams haben damit gute Erfahrungen gemacht: Waldkraiburg gewann letztes Jahr zuhause gegen Höchstadt und holte sich den Titel. Ein Jahr zuvor mussten die Lindauer wie auch jetzt auswärts antreten und holten sich den Titel auf fremdem Eis in Höchstadt. Dabei war die Situation vergleichbar: Zuhause vermochten die Lindauer es nicht, den dritten Sieg zu erringen, kamen in Spiel Fünf aber umso stärker zurück und gewannen dieses mit ihrem unbeugsamen Siegeswillen nach dreimaligem Rückstand.
Das letzte Erlebnis eines fünften Spiels ist für die Inselstädter sogar noch frischer, gewannen sie doch das entscheidende Viertelfinale gegen Schönheide mit 5:1 und sicherten sich dadurch den Klassenerhalt in der Oberliga Süd. Was Anspannung und Nervenstärke betrifft, hat das Team von Dustin Whitecotton also bereits bewiesen, was es draufhat.
Das berühmte Momentum spricht allerdings neben dem Heimvorteil für Waldkraiburg, keine Frage. Der EHC lag in der Serie schon 0:2 zurück und zeigte zweimal mit dem Rücken zur Wand sein bestes Eishockey. Nun benötigen die Islanders Antworten, um diesen Lauf zu stoppen. Dazu kommt bei den Löwen ein Schuss Extra- Motivation, denn nicht nur einige langjährige Spieler werden ihre Karriere mit diesem Spiel beenden, auch Trainer Rainer Zerwesz. Logisch, dass man sich hier vor vollem Haus mit dem Meisterpokal des BEV verabschieden möchte.
Es wird also viel Gegenwind auf den EVL zukommen, der wieder die Balance in den Zweikämpfen finden muss, denn alleine vier Gegentore fielen am Sonntag bei gegnerischer Überzahl oder kurz danach. Dies wird neben der Chancenverwertung ein Schlüssel zum endgültigen Erfolg sein, wobei die Saison schon jetzt ein erneuter Meilenstein für die Lindauer ist: Klassenerhalt geschafft, Weitere tolle Play-Off Spiele gezeigt und in der Mehrzahl dieser insgesamt 55 Saisonspiele den Zuschauern starkes Eishockey geboten.
Das ist Grund genug, am Samstag ab 19 Uhr in der Eissportarena eine große Saisonabschlussparty mit Freibier und Highlights wie Trikotversteigerung zu feiern. Wenn dann der Meisterpokal als Ehrengast mit dabei ist, wäre das umso schöner. Er steht bereit, um erobert zu werden.
(OLS) Das fünfte und entscheidende Playoff-Endspiel zwischen dem EHC Waldkraiburg und den EV Lindau Islanders wirft seinen Schatten voraus, und zwar mit Recht: Zum definitiv letzten Saisonspiel planen die Löwen eine große Party für und mit den Fans- samt Trikotversteigerung und DJ in der Löwen-Bar. Für EHC-Erfolgscoach Rainer Zerwesz wird es am Freitag um 19:45 Uhr gleichzeitig der letzte Auftritt an der Bande der Industriestädter sein.
An sich wäre allein durch die Paarung Waldkraiburg gegen Lindau und die Tatsache, dass es sich um das letzte und entscheidende Spiel der „Best-of-5“-Serie des Playoff-Finales handelt, schon genug Gesprächsstoff geboten. Nicht zuletzt auch wegen des geplanten Fan-Festes im Anschluss, das unabhängig vom Ergebnis stattfinden wird. Die Oberliga-Trikots werden versteigert, außerdem wird in der Löwen-Bar ein DJ der Feier-Meute einheizen. Neben all diesen positiven Neuigkeiten gibt es jedoch auch nicht so schöne Infos: Denn Spiel 5 wird das letzte sein, bei dem Erfolgscoach Rainer Zerwesz an der Bande der Löwen steht. „Das fällt mir natürlich sehr schwer, denn Eishockey ist ein Teil meines Lebens“ begründete Zerwesz seine Entscheidung. „Aber in der Oberliga ist der Trainer-Job so nebenbei nicht machbar. Ein Jahr geht das vielleicht, aber auf Dauer ist der Zeitaufwand zu hoch. Im Endeffekt ist es ein Beruf, mit dem man sich mehr beschäftigen muss, doch ich habe bereits einen verantwortungsvollen Beruf. Außerdem merke ich auch körperlich erste Abnutzungserscheinungen nach diesen drei intensiven Jahren. Aber es war eine tolle Zeit und wirklich außergewöhnlich“ so der 48-Jährige weiter. „Mein größter Wunsch ist jetzt natürlich, dass wir am Freitag gewinnen, auch wenn mit der Meisterschaft letztes Jahr schon ein sehr großer Wunsch in Erfüllung gegangen ist“ berichtete Zerwesz weiter. „Aber natürlich wäre das ein krönender Abschluss für alle, die in den letzten drei Jahren so tolle Arbeit geleistet haben. Die Zusammenarbeit mit dem Team hat mir die größte Freude bereitet und dass man eine Entwicklung bei den vielen jungen, auch Waldkraiburger Spielern gesehen hat. Außerdem freue ich mich, dass wir auch in der Oberliga nicht den Kopf verloren haben und der Verein auf richtig soliden Beinen steht. Wir können alle stolz auf das sein, was hier aufgebaut wurde.“
Rainer Zerwesz hatte den EHC Waldkraiburg zur Saison 2014/ 2015 übernommen und in seinem ersten Jahr mit begeisterndem und mitreißendem Eishockey gleich das Playoff-Halbfinale erreicht, welches knapp gegen den späteren Meister Lindau verloren ging. Letztes Jahr holte sein Team dann den Titel im Freistaat, stieg in die Oberliga auf und schaffte beim „Abenteuer Oberliga“ in dieser Saison sensationell den Klassenerhalt. Nun wird das letzte Endspiel gegen Lindau sein letzter Einsatz an der Bande der Löwen sein und irgendwie schließt sich damit auch der Kreis beim Rückblick auf seine erste Trainer-Saison. „Jetzt kann wieder alles passieren. Die Serie ist richtig offen- wir haben 10 Mal in dieser Saison gegen Lindau gespielt und fünfmal gewonnen und fünfmal verloren“ weiß Zerwesz.
Ein Erfolg im elften Aufeinandertreffen wäre aber dennoch etwas für die Geschichtsbücher: Nach 1988, 2008 und 2016 könnten die Löwen nämlich zum vierten Mal den Titel holen, wären damit Rekordmeister in der höchsten Liga des Bayerischen Eissport-Verbandes. Außerdem wäre man die erste Mannschaft, die den Titel verteidigen könnte- für besondere Motivation dürfte gesorgt sein, auch wenn Lindau natürlich im Duell der Meister von 2016 und 2015 alles in die Waagschale werfen wird. Für Lindau ist es das 55., für den EHC das 54.Saisonspiel- das zeigt den besonderen Charakter beider Teams und auch dafür hat die Partie einen würdigen Rahmen verdient!
Karten für den Showdown um den bayerischen Titel und die anschließende Fan-Feier gibt es bis 24 Stunden vor Spielbeginn online unter ehcwaldkraiburg.com, sowie auf der Geschäftsstelle am Mittwoch (10:00 Uhr – 12:00 Uhr) und Donnerstag (18:00 Uhr – 20:00 Uhr). Außerdem öffnen die Abendkassen wie gewohnt um 17:45 Uhr, also zwei Stunden vor Spielbeginn.
Peiting hat erneut nichts zu bestellen- Die Wohnbau Moskitos Essen schicken Peiting in die Sommerpause und sind unter den letzten vier Mannschaften der Oberliga Play Offs(OLN) In drei engen Begegnungen, aber letztlich ganz glatt in drei Spielen schicken die Wohnbau Moskitos den EC Peiting in die Sommerpause. Nach den beiden 5:3 Siegen vom letzten Freitag und dem Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag setzten sich die Essener mit 7:3 (1:0, 2:3, 4:0) in einer engen, aber am Ende doch deutlichen Begegnung durch. Die Moskitos begannen druckvoll und setzten dem von Florian Hechenrieder gehüteten Tor sofort zu. Bereits nach gut einer Minute musste Ty Morris den Puck von der Linie des leeren Tores kratzen. Und die Gäste halfen der anfänglichen Überlegenheit der Moskitos kräftig nach, bereits nach 49 Sekunden war Milan Kostourek auf die Strafbank gewandert. Der Torjäger der Gäste war gerade wieder auf dem Eis, da mussten zeitgleich Tim Rohrbach und Brad Miller auf die Bank. Das nutzten die Moskitos, schöner Pass von Christoph Ziolkowski auf Nardo Nagtzaam und der Holländer nagelt den Puck trocken ins lange Eck. Das war es aber auch im ersten Abschnitt schon mit Toren, zwar hatten die Stechmücken noch ein paar Topchancen, aber es blieb beim dünnen 1:0.
Das sollte sich im zweiten Abschnitt dann auch zunächst rächen, gut eine Minute gespielt, da bekommt die Moskitos Defensive den Puck nicht unter Kontrolle, dieser sprang ein paar Meter vor Staudt auf den Schläger von Tim Rohrbach und der knallte den Puck unter die Latte. Zu allem Überfluss leistete sich Nardo Nagtzaam noch einen Bandencheck gegen Martin Andrä, für den ihm der Hauptschiedsrichter fünf plus Spieldauerstrafe aufbrummte. Doch nicht die Gäste nutzten den Vorteil des einen Feldspielers mehr. Der starke Marcel Pfänder schnappte sich auf der rechten Seite die Scheibe, über Oliver Granz kommt der Puck zum links mitgelaufenen Niklas Hildebrand und die Moskitos gingen in Unterzahl wieder in Führung. Einen vergleichsweise harmlosen Schubser von Sebastian Eickmann ahndet Naust mit zwei Minuten, die die Gäste erneut zum Ausgleich nutzten. Torjäger Milan Kostourek brachte die Scheibe erneut an Staudt vorbei im Essener Tor unter. Und in der 36. Spielminute kam es für die Essener gar noch schlimmer, Simon Maier kann Peiting erstmals die Führung bescheren. Doch die Moskitos dieser Saison lassen sich von sowas rein gar nicht beeindrucken, im Powerplay läuft die Scheibe ganz flüssig und plötzlich steht Robin Slanina ganz alleine vor Hechenrieder. Mit dem Rücken zum Tor nimmt er den Puck an, drehte sich und schlenzte am Peitinger Keeper vorbei zum Ausgleich, Traumtor!
Im letzten Drittel jubelten zwar zunächst die Moskitos, der Treffer fand aber keine Anerkennung, wegen hohen Stocks. Bis zur 53. Minute blieb das Spiel auf des Messers Schneide, dann ist Peiting wieder einmal in doppelter Unterzahl und Marcel Pfänder hämmerte die Scheibe mit einem satten Schuss ins Tor. Gut drei Minuten später, wieder doppelte Überzahl für die Moskitos und Michal Velecky, der den kranke Andrej Bires ersetzte wurschtelte den Puck irgendwie ins Tor. Und es sollte noch besser kommen, einen starken Konter von Marcel Pfänder schloss der mitgelaufene Niklas Hildebrand ab, verlud gekonnt Hechenrieder. Sebastian Buchwieser nahm seine Goalie noch vom Eis, probierte in den letzten zwei Minuten alles, doch dieses Mal ist dann Jan Barta für das Empty Net Goal und damit den Endstand zuständig.
Frank Gentges, der Essener Chefcoach und Sportmanager sagte in der Pressekonferenz: „Es war wie gegen Leipzig eine enge und intensive Serie. Das ist klar, die Luft wird dünner, die Mannschaften werden besser, die Qualität der einzelnen Spieler wird besser. Ich habe gelesen, dass Peiting sich gut über uns informiert hat, das haben wir auch getan und wir haben alles das, was wir aufs Eis bringen konnten, aufs Eis gebracht. Unsere Physis ist sensationell, immer im letzten Drittel zahlt sich unsere harte Arbeit aus. Und 25 Stunden im Bus sitzen, das wollte von uns keiner mehr, nichts gegen Peiting, schöne Ecke, aber da wollte nach 25 oder 26 Stunden am Sonntag keiner mehr hin. Ich denke wir haben die Serie verdient gewonnen, obwohl Peiting ein sehr guter Gegner war.“
ECW Sande: Hurbanek: "Eine geniale Saison mit dem Aufstieg krönen!"(LLN) Nach dem 5:1-Hinspielerfolg empfangen die Jadehaie am Samstag die Wedemark Scorpions 1b in der Eishalle Sande. Erstes Bully zum finalen Rückspiel ist um 19.30 Uhr.
„Natürlich klingt ein 5:1-Sieg erst einmal komfortabel, aber im Eishockey ist schon viel passiert und die junge Scorpions-Truppe wird wieder ohne Ende rennen“, blickt Nick Hurbanek auf die Partie.
In Wedemark konnte der ungeschlagene ECW Sande bis auf ein paar Undiszipliniertheiten über weite Strecken überzeugen.
„Im ersten Drittel haben wir sehr gut gespielt, daran müssen wir anknüpfen und besonders die vielen Strafzeiten aus dem Hinspiel gilt es zu vermeiden. Auf der Strafbank gewinnst Du so ein Finale garantiert nicht“, erklärt der Kapitän.
Sollte das Punkt- und Torverhältnis der beiden Teams nach dem Hin- und Rückspiel gleich sein, gibt es eine Verlängerung von fünf Minuten (Sudden Death). Endet die Verlängerung ohne Tor, erfolgt sofort das Penaltyschießen. Den Rechenschieber möchte das Yashin-Team jedoch gar nicht erst rausholen.
Hurbanek weiter: „Jeder Spieler ist fokussiert und bis in die Haarspitzen motiviert. Meine Eltern reisen für das Spiel sogar aus Berlin an. Wir möchten eine geniale Saison jetzt mit dem Aufstieg krönen."
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