IHP Nachrichten (IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 25.September 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Hessenliga und Regionalliga Ost.
Düsseldorfer EG (DEL)
DEG kassiert bittere Niederlage im Derby
Die Düsseldorfer EG hat am Sonntagnachmittag mit 2:4 (1:0; 1:1; 0:3) bei den Krefeld Pinguinen verloren. Gegen den Rivalen aus der Seidenstadt verpassten die Rot-Gelben eine frühe Entscheidung zu ihren Gunsten und mussten sich am Ende doch noch den Hausherren geschlagen geben.
Red Bull München (DEL)
Erstes Sechs-Punkte-Wochenende für die Red Bulls
Der EHC Red Bull München hat sein erstes Sechs-Punkte-Wochenende der DEL-Saison 2017/2018 eingefahren. Nach dem 6:3-Sieg in Iserlohn schlug die Mannschaft von Trainer Don Jackson die Eisbären Berlin vor 3.750 Zuschauern mit 4:2 (2:1|2:0|0:1) durch Tore von Frank Mauer, Michael Wolf, Jason Jaffray und Mads Christensen.
Schon in der sechsten Spielminute stellten die Red Bulls, die in neu designten Wiesn-Trikots aufliefen, die Weichen auf Sieg: Frank Mauer schloss aus dem Slot zum 1:0 ab. Nur 102 Sekunden nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Jens Baxmann (11.) brachte Michael Wolf die Isarstädter in Überzahl wieder in Führung (12.).
Im zweiten Abschnitt nutzte München erneut ein Überzahlspiel, um den Vorsprung auszubauen. Jason Jaffray verwertete einen Rebound vor dem Tor zum 3:1 (25.). In der 32. Spielminute fälschte Mads Christensen einen Schuss von Florian Kettemer in der Luft zum 4:1 ab.
Auch im dritten Drittel bestimmten die bayrischen Landeshauptstädter die Partie, Berlin kam aber immer wieder gefährlich vor das Tor von David Leggio. Allerdings erwischte nur Blake Parlett die Münchner Defensive auf dem falschen Fuß: Der Abschluss des Eisbären rutschte von Konrad Abeltshausers Schlittschuh unglücklich über die Linie (55.) zum 4:2-Endstand.
Tölzer Löwen (DEL2)
Trotz guter Leistung: Löwen unterliegen Bad Nauheim
Ein 2:4 (1:0, 0:1, 1:3) stand am Ende des Tages auf dem brandneuen Videowürfel in der weeArena. Die Gäste hatten sich die drei Punkte geschnappt – wie das zu Stande kam, konnte im Stadion aber kaum einer glauben.
Die Tölzer Löwen waren von Anfang an die druckvolle und bessere Mannschaft. Gästetrainer Petri Kujala fand deutliche Worte für den Auftritt seines Teams: „Wir waren im ersten Drittel, bis auf Felix Bick, alle noch im Bus.“ So dauerte es gerade einmal 29 Sekunden, bis das erste Tor zugunsten der Löwen fiel. Johannes Sedlmayr schoss von der blauen Linie, Andreas Schwarz fälschte ab und Felix Bick im Nauheimer Tor war geschlagen. Es war der Start, den sich die Löwen gewünscht hatten. Sie machten auch im restlichen Anfangsdrittel ein gutes Spiel, verpassten es aber den Vorsprung zu vergrößern.
Der Start ins Mitteldrittel gelang den Gästen etwas besser. Die erste Großchance vergab Marvin Ratmann freistehend vor Andreas Mechel mit einem freistehenden Schuss über das Tor. Kurze Zeit später aber dann doch der Ausgleich für Bad Nauheim. Mike McNamee kam mit Tempo ins Löwendrittel, umrundete das Tor und traf per „Bauerntrick“ zum 1:1. Dahin war die harte Arbeit der Löwen in den ersten zwanzig Minuten. Die Buam fanden nach dem Ausgleich ihre Spielfreude aber recht schnell wieder und bestimmten die restlichen Minuten im Mitteldrittel. Gleich zweimal liefen zwei Löwenstürmer gegen einen Gäste-Verteidiger, doch entweder kam der Schuss oder der Pass zu ungenau.
Die Löwen ließen sich nicht unterkriegen und spielten auch im Schlussdrittel weiter munter nach vorne. Auch dank einiger Strafzeiten gegen Bad Nauheim gerieten diese immer mehr unter Druck. Die Löwen feuerten Schuss nach Schuss in Richtung Felix Bick ab – bis endlich einer den Weg ins Tor fand. Tom Horschel, freigespielt von Christian Kolacny setzte seinen Schlagschuss genau an den Innenpfosten: Jubel in der weeArena. Die Löwen zu diesem Zeitpunkt klar überlegen und mit einigen Chancen auf das 3:1. „Wir waren eindeutig in der Lage das Spiel für uns zu entscheiden. Es fehlt das notwendige Tor zum richtigen Zeitpunkt“, ärgerte sich Rick Boehm. Doch Andreas Schwarz, Johannes Sedlmayr und André Lakos scheiterten alle mit ihren Versuchen. So zeigte sich, wie abgezockt die etablierten DEL2-Vereine sind. Im Gegenzug an eine der Löwen-Großchancen traf Dusan Frosch zum Ausgleich. Als Daniel Ketter wenige Sekunden später das Spiel drehte, trauten die Löwenfans ihren Augen kaum. Wie war ihre Mannschaft nach dieser drückenden Überlegenheit in Rückstand geraten? „So ist der Sport. Natürlich sind wir enttäuscht über den Ausgang, aber ich bemühe mich trotzdem positiv zu bleiben. Am Kampfgeist hat es sicherlich nicht gelegen. Wir haben ein sehr vernünftiges Spiel gespielt“, resümierte Boehm. Die Löwen kämpften auch nach dem Rückstand weiter, doch irgendwie war die Luft raus. Andreas Pauli markierte nach einem Konter das 2:4 und das Spiel war entschieden.
Der Eishockeysport kann grausam sein. Am Sonntagabend war er das für die Tölzer Löwen. Trotz einer super Leistung stehen sie am Ende erneut ohne Punkte da. Gäste-Trainer Kujala fand dennoch lobende Worte für den Neuling: „Es war ein hartes Stück Arbeit. Es ist selten ein Aufsteiger zum Anfang der Saison von Sieg zu Sieg geeilt. Ich finde Bad Tölz ist auf jeden Fall DEL2-tauglich.“
Bayreuth Tigers (DEL2)
Bayreuth arbeitet weiter erfolgreich an der Heimfestung Tigerkäfig - Tigers sichern sich trotz spätem Ausgleich 2 Punkte gegen nie aufgebenden Huskies
Das über weite Strecken gleich verteilte Spiel brauchte diesmal schon einige Zeit bis, sich auch bessere Torchancen einstellten. Der gegenseitige Respekt war deutlich erkennbar und man neutralisierte sich weitestgehend. Alanov wurde in Nürnberg gebraucht und Heider fehlte verletzt, doch spürbarer war der fehlende Rhythmus ohne das Freitagsspiel. Stas und Linden rückten ins Line-up auf, aber es gelangen noch kaum Kombinationen. Defensiv lies man wenig zu und auch Kassel tat sich schwer zu klaren Aktionen zu kommen. Die wenigen Chancen wurden sichere Beute der beiden Goalies. Beste Gelegenheit für die Hausherren war noch eine fast zweiminütige doppelte Überzahl. Mehr als ein paar Fernschüsse kamen dabei aber auch nicht heraus und so blieb es bis zur ersten Pause beim torlosen Remis.
Der zweite Abschnitt hatte sofort deutlich mehr Tempo, die neutrale Zone wurde nun schneller überbrückt und das ganze Spiel wurde flüssiger. Logische Folge: mehr Attraktivität und klarere Chancen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, aber den Oberfranken gelang es sich in Front zu schießen. Gerstung bediente mit einem gezielten Anspiel Sebastian Busch im Slot und sein überlegter „Tipp-in“ fand den Weg in die Maschen. Dieses 1-0 wollten die Nordhessen natürlich nicht auf sich sitzen lassen und forcierten ihre Bemühungen noch etwas. Der Druck wurde zeitweise so groß, dass die Wagnerstädter öfters per Icing klärten, und auch der Tigerscoach dabei seine Auszeit einsetzen, musste um den Druck nicht unkontrollierbar werden zu lassen. Glück hatte man bei einem Pfostenschuss von Heinrich kurz vor der Pause aber man rettete zusammen mit einem starken Vosvrda die knappe Führung in die 2. Pause.
Im Schlussdrittel setzten sich die Schlittenhunde länger im Angriff fest, aber auch einige brandgefährliche Konter (V.Busch, Geigenmüller) musste Pantkowski im Tor der Blau-Weißen spektakulär entschärfen. Kurz vor Ende – schon ohne Torwart – kamen die Gäste durch einen Direktschuss von Klinge doch noch zum Ausgleich. Einerseits ärgerlich durch den späten Zeitpunkt aber durch den Dauerdruck für Kassel auch nicht gänzlich unverdient.
So ging es also in die Overtime und wie bei 3 gegen 3 fast üblich ging es in schneller Folge hin und her. Das bessere Ende hatten dabei diesmal die Tigers für sich. Nach guten, ungenutzten Chancen (z.B. Pantkowski mit „mega-save“ gegen Kolozvary) auf beide Seiten kam der vorher schon sehr engagierte Pesut mit Schwung in der neutralen Zone an die Scheibe. Voll im Lauf legte er sich den Puck auf die Rückhand und überwand oben den starken Gästetorwart zum umjubelten Siegtreffer der wieder einmal aufopferungsvoll kämpfenden Bayreuthern gegen die favorisierten Nordhessen.
Das nächste Heimspiel der Bayreuther findet wieder am Sonntag 01.10 um 18.30 Uhr im Tigerkäfig gegen die Löwen Frankfurt statt.
Neues Ehrenmitglied im EHC Bayreuth
Er betreut seit weit über 30 Jahren die Eishockeymannschaften in Bayreuth. Ohne ihn kann man sich das Stadion gar nicht vorstellen. Peter Callegari, die gute Seele in der Kabine und drum herum.
Der 77jährige ging mit dem Bayreuther Eishockey durch Dick und Dünn und kennt so manchen Spieler von klein an. Als Betreuer der DEL2-Mannschaft ist er heute fester Bestandteil eines eingespielten Teams und man trifft ihn nahezu täglich im Stadion.
Er schaut auch gerne bei Spielen des Nachwuchs zu. Besonders wenn die U12 gegen Regensburg spielt, wie heute beim Gedikom-Cup, denn da schlagen zwei Herzen in seiner Brust. Bayreuther Eishockey ist seine Leidenschaft, und der Opa Callegari fiebert mit seinem Enkel, der im Regensburger Kader ist.
Heute wurde er von den Vorständen des EHC geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.
„Ihr seids verrückt“, so sein Kommentar, als er den Geschenkkorb überreicht bekommt, mit einem breiten Grinsen und sichtlich gerührt.
Seine Verdienste um das Bayreuther Eishockey sind aller Ehren wert und so reiht sich Peter Callegari völlig zu Recht in die Riege der Ehrenmitglieder des EHC ein.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen schlagen den SCR mit 3:1
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den SC Riessersee mit 3:1 (1:1; 1:0; 1:0) gewonnen. Vor 1854 Zuschauern brachte Marius Garten den Gastgeber in Führung (10.). Noch vor der Pause gelang Richard Mueller für die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen der Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt war Mike Glemser erneut für Dresden erfolgreich (38.). Im Schlussdrittel markierte Matt Siddall den 3:1-Endstand (60.).
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir freuen uns über die drei Punkte, denn sie sind am Ende des Tages das, was wirklich zählt. Im ersten Drittel sind wir nicht gut ins Spiel gekommen, haben zu viele Fehlpässe produziert und Turnovers zugelassen. Unser Schlüssel zum Erfolg war heute erneut die Leistung von Marco Eisenhut im Tor und unser Verhalten bei der 5:3-Situation auf dem Eis. Über die geblockten Schüsse und das kämpferische Element haben wir uns den Sieg heute erarbeitet, auch wenn vom spielerischen Aspekt noch viel Potenzial besteht. Die Punkte sind wichtig, am Weg müssen wir definitiv noch arbeiten.“
SCR-Cheftrainer Toni Söderholm: „Wir haben heute keine optimale Leistung geboten. Es soll keine Ausrede sein, aber vielleicht haben uns nach dem Derbysieg gegen Bad Tölz in der Vorbereitung ein paar Prozente gefehlt. Das erste Drittel war in Ordnung. Das zweite Drittel glich einer Art Ping-Pong-Spiel. Im letzten Drittel haben wir dann etwas mehr Druck gemacht, aber das war letztlich nicht genug.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 29. September um 19.30 Uhr in der EnergieVerbund Arena gegen die Heilbronner Falken.
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies verlieren in Bayreuth nach Verlängerung
Am vierten DEL2-Spieltag waren die Kassel Huskies beim EHC Bayreuth zu Gast. Bereits in der
letzten Spielzeit trafen beide Teams vier Mal aufeinander, zwei Mal gelang es den von Sergej
Waßmiller trainierten Franken, den Huskies ein Bein zu stellen. Das sollte aus Kasseler Sicht am
heutigen Abend natürlich nicht passieren. Im Huskies-Tor kam Mirko Pantkowski zum Einsatz,
außerdem traten die Sturmreihen neuformiert auf - lediglich das Trio Pimm/Koziol/Klinge blieb
zusammen.
Die anwesenden Zuschauer sahen ein an Torszenen armes erstes Drittel. Den heimischen Tigers
gelang es, die Zone vor dem eigenen Tor sauber zu halten und ließen zunächst lediglich
Torschüsse aus ungünstigen Winkeln zu. Gefährlich wurde es für Bayreuths Schlussmann
Vosvrda in den Minuten neun, 15 und 20. Adriano Carciola wurder aus zentraler Position in
Überzahl im letzten Moment beim Torschuss geblockt, Mike Littles Versuch aus ähnlicher Position
kam zu unplatziert aufs Tor und erneut Carciola fälschte einen Maginot-Schlagschuss gefährlich
ab. Auf der Gegenseite war Pantkowski gegen Geigenmüller und Barta zur Stelle, auch während
einer 1:57 Minuten andauerenden 3:5-Unterzahlphase entschärfte „Pante“ Potacs und
Gegenmüllers Schlagschüsse.
Im Mittelabschnitt gab es auf beiden Seiten mehr Tormöglichkeiten zu bestaunen. Ledlin scheiterte
doppelt am rechten Pfosten an Vosvrda, Klöppers Schlagschuss ging knapp am Tor vorbei. Auf
der Gegenseite parierte Pantkowski zunächst gegen Bartosch und Kolozvary, war in der 27.
Spielminute aber erstmals machtlos. Sebastian Busch lenkte einen scharfen Gerstung-Pass zum
1:0 ins Tor.
Die Huskies benötigten einen Moment, um den Nackenschlag zu verkraften, läuteten anschließend
aber ihre bis dato offensivstärkste Phase ein. Nach 29 Minuten zog Jens Meilleur vom linken
Flügel nach Innen, ließ einen Gegenspieler stehen, blieb mit seinem Versuch aber an Vosvrda
hängen. Eine starke Druckphase der Reihe der Lambacher-Reihe brachte jedoch ebenso wenig
einen Torerfolg wie die Abschlüsse von Mike Little, der freistehend in der 37. Spielminute zwei
hundertprozentige Möglichkeiten liegen ließ. Als Alexander Heinrich dreißig Sekunden vor der zweiten Sirene zu allem Überfluss am Innenpfosten scheiterte, haderten die Schlittenhunde endgültig mit fehlendem Schussglück.
Auch im letzten Drittel setzten sich die Huskies immer wieder vor dem Tor der Gastgeber fest, erspielten sich auch einige Tormöglichkeiten, die der starke Tomas Vosvrda jedoch stets zu vereiteln wusste. 1:45 Minuten schien die Vorentscheidung zu Ungunsten der Schlittenhunde gefallen zu sein. Das Hauptschiedsrichter-Gespann zeigte zunächst eine Strafe gegen Stefan della Rovere an, was bedeutet hätte, dass die Huskies bei Rückstand die restliche Spielzeit in Unterzahl hätten agieren müssen. Kurz nach der folgenden Spielunterbrechung ließ sich Sebastian Busch jedoch zu einer Stoß gegen einen Kasseler hinreißen und wanderte dafür ebenfalls auf die Strafbank, so dass es mit vier gegen vier Spieler weiterging. Den Platz auf dem Eis nutzten die Schlittenhunde, indem sie Mirko Pantkowski zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahmen und quasi in Überzahl spielten. Eine Minute vor Schluss fiel so doch noch der verdiente Ausgleich: Manuel Klinge setzte einen Direktschuss aus dem rechten Bullykreis in die Maschen und sorgte so für das 1:1. In der Schlussminute hatten beide Teams noch den Dreier auf der Kelle, Kolozvary und Pimm verwerteten ihre guten Einschussmöglichkeiten jedoch nicht. In der Verlängerung verhinderte Mirko Pantkowski nach einer Minute noch die Niederlage, als er gegen Kolozvary mit einem sensationellen Save den Gegentreffer vermied. Eineinhalb Minuten vor Ablauf der Extrazeit war Pantkowski mit den Huskies aber dann doch geschlagen. Zigar Pesut enteilte allen Gegenspielern und krönte seinen Alleingang zum Siegtreffer für Bayreuth.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
ESVK gewinnt mit 5:3 in Heilbronn - Specialteams entscheiden kampfbetonte Partie zu Gunsten der Joker
Der ESVK hatte schon nach wenigen Sekunden bei einem zwei auf eins Konter die erste sehr gute Chance der Partie. Allerdings verpasste Sami Blomqvist nur um Haaresbreite den frühen Führungstreffer für die Joker, als er die Scheibe nach einem Abpraller von Falken Torhüter Andrew Hare nicht verwerten konnte. Die Falken erspielten sich im Laufe des Drittels immer mehr Spielanteile und kamen somit auch zu ersten Abschlüssen. Nach einem Scheibenverlust eines Kaufbeurer Verteidigers gelang den Heilbronner durch Neuzugang Matt MacKay dann auch die 1:0 Führung. ESVK Torhüter Stefan Vajs war gegen den platzierten Schuss des Falken Stürmers aus freier Position machtlos. Die Wertachstädter agierten in der Folge etwas zu kopflos und hatten dazu eine zweiminütige Unterzahlsituation zu überstehen. Was dank einer starken Abwehrarbeit und Torhüter Stefan Vajs auch gelang.
Die Falken starteten besser in den Mittelabschnitt und der ESVK brauchte einige Minuten um in das Spiel zu finden. Kaum war dies geschehen, streife ein Handgelenkschuss von Steven Billich das Lattenkreuz. Nur wenige Sekunden später, genauer gesagt in der 24. Spielminute, kam der wuselige Außenstürmer nach einem schönen Pass von Jere Laaksonen aber erneut zum Abschluss und dies Mal konnte er Andrew Hare im Kasten der Falken mit einem trockenen Schuss in den Winkel zum 1:1 Ausgleichstreffer überwinden. Die Heilbronner hatten dann durch Kevin Lavallée, der im Slot völlig frei vor Stefan Vajs auftauchte die beste Chance zur erneutet Führung für die Kätchenstädter. Er scheiterte mit seinem Abschluss aber an Stefan Vajs, der in dieser Situation lange keine Reaktion zeigte und den Schützen somit zum Schuss zwang und die Scheibe sichern konnte. Die Heilbronner waren nun wieder das agilere Team und der ESVK hatte in der Defensive einige Mühe. Einen der wenigen Konterangriffe der Joker nutze dann aber Florin Ketterer nach einem Pass von Sami Blomqvist zum 1:2 Führungstreffer für die Rotgelben. Erneut war Andrew Hare auf der Fanghandseite geschlagen. Bis zum Ausgleichstreffer sollte es aber nicht lange dauern. Die Falken nutzen ein Powerplay durch Justin Meylan zum 2:2. Gegen den satten und wohl noch leicht abgefälschten Handgelenkschuss des Kanadiers war Stefan Vajs erneut machtlos.
Die Joker hatten zu Beginn des Schlussdrittels zu erst eine weitere Unterzahlsituation zu überstehen. Nach diesem waren die Wertachstädter das etwas forschere Team und hatte gute Möglichkeiten auf einen weiteren Treffer. Es sollte aber zu erst anders kommen. Mitten in der Druckphase des ESVK rutschte Simon Schütz als Scheibenführender weg und Branden Alderson nutze dies zum 3:2 Führungstreffer für die Falken.
Dann sollten die Joker aber in den Genuss einer doppelten Überzahl kommen. Nach dem der Reihe nach zwei Falken auf die Strafbank wanderten, nutzte Max Schmidle einen Pass von Jere Laaksonen am langen Pfosten zum 3:3 Ausgleichstreffer. Weiter in Überzahl agierenden, hämmerte Joona Karevaara einen Abpraller nach einem Schuss von Simon Schütz humorlos in den Winkel zum 3:4 Führungstreffer für seine Farben. Nach einem Check musste ESVK Verteidger Florin Ketterer das Spiel mit verdacht auf eine Gehirnerschütterung leider vorzeig beenden. Die Falken antworteten auf die Führung der Joker mit wütenden Angriffen und hatten dabei vor allem im Powerplay mehre Möglichkeiten auf den Ausgleich. Die Rotgelben aber blockten viele der gefährlichen Falken Schüsse oder der heute sehr stark agierende ESVK Torhüter Stefan Vajs war zur Stelle und verhinderte einen weiteren Treffer der Heilbronner. Sekunden vor dem Ende konnte Joona Karevaara mit einem Schuss in das leere Falken Gehäuse, die mittlerweile mit 6 Feldspielern agierten, zum 3:5 Endstand aus.
Deggendorfer SC (OLS)
Nach Sieg gegen Regensburg - DSC bereit für Ligastart!
Nur ein Testspiel gab es für die Mannschaft von Trainer John Sicinski
an diesem Wochenende zu bestreiten. Dieses hatte es jedoch in sich, da
mit den Eisbären Regensburg einer der Favoriten der neuen
Oberligasaison in Deggendorf gastierte. Doch diesen Prüfstein
meisterten die Deggendorfer mit Bravour und zwangen die Eisbären auf
heimischem Eis mit 3:1 in die Knie.
Das Spiel begann zunächst zäh. Beide Teams tasteten sich ab und
konnten zunächst wenige Torchancen kreieren. Dies änderte sich gegen
Ende des ersten Drittels als Regensburgs Arnoldas Bosas allein auf
Cody Brenner zufuhr, vom Verteidiger gefällt wurde und samt Puck ins
Deggendorfer Tor rutschte. Dies war gleichermaßen auch der Stand nach
20 gespielten Minuten. Im zweiten Abschnitt kamen die Hausherren dann
etwas besser in die Partie. Die DSC-Cracks gingen in der Defensive nun
konsequenter zu Werke und konnten sich auch vor dem Tor von
Eisbären-Goalie Peter Holmgren einige Chancen erspielen. Eine dieser
Chancen nutzte der DSC dann in der 31. Spielminute auch aus. Ales
Jirik verwandelte die Scheibe nach einem tollen Konter über Andrew
Schembri und Dimitrij Litesov zum verdienten 1:1. Daraufhin boten sich
den Hausherren noch weitere Torchancen, ein weiteres Tor wollte aber
bis zum Ende des zweiten Abschnitts nicht mehr fallen. Das
Schlussdrittel begann dann gleich mit einem Paukenschlag. Kyle Gibbons
verwertete ein schönes Zuspiel von Curtis Leinweber zur erstmaligen
Deggendorfer Führung. Doch damit nicht genug. Nur knapp zwei Minuten
später klingelte es erneut im Eisbären-Gehäuse. Dieses Mal war es
Curtis Leinweber, der im Powerplay einen schönen Pass von Kyle Gibbons
bekam und Peter Holmgren keine Chance ließ. Trotz weiterer
Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es auch bis zur Schlusssirene
beim 3:1. Damit kann der DSC eine gelungene Generalprobe feiern,
bevor es kommenden Freitag zum Ligaauftakt nach Weiden geht.
TEV Miesbach (OLS)
Miesbach gewinnt in Waldkraiburg
Einem 3:2 Sieg beim Ligakonkurrenten errang der TEV am Freitagabend. Dabei mussten beide Teams auf eine Reihe angeschlagener Spieler verzichten. Bei den Löwen waren dies Wagner, Synowiec, Ullmann und Rosenkranz, beim TEV ua Ewert, Lidl, Frank, Kimmel.
Das erste Drittel gestaltete sich ausgeglichen, auch weil die Heimmannschaft 3 Überzahl-spiele nicht nutzen konnte. Zu Beginn des 2. Drittels ging der TEV mit zwei Spielern mehr auf dem Eis durch Verteidiger Stefan Mechel in Führung, die aber nach einer halben Stunde vom kanadischen Neuzugang Brent Norris egalisiert wurde. Weitere 4. Minuten später erzielte der wiedergenesene Michael Trox die Führung für die Hausherren. Den Ausgleich markierte Stephan Stiebinger per Nachschuss in Überzahl, nach nur 22 Sekunden. Im Schlussabschnitt drängten die Gastgeber abermals auf die Führung, doch es war der TEV, der durch Stefan Mechel mit seinem zweiten Tor des Spiels für den Endstand sorgte. Die 400 Zuschauer sahen ein gutes Vorbereitungsspiel und TEV Trainer Markus Wieland zeigte sich zufrieden: „ Die Einstellung hat gepasst, jeder hat gekämpft. Mich freut dass meine Jungs für ihre Leistung belohnt wurden und nun wissen, wie wir in der Oberliga bestehen können.“
Geklärt wurde von den Verantwortlichen unter der Woche die Personalie Josef Reiter. „Josef wechselt fest zum TEV und steht ab sofort bei uns Kader,“ berichtet der Sportl. Leiter Stefan Moser. Nachdem die Tölzer Löwen Ende August entschieden haben, dass Reiter keine Förderlizenz beim DEL2-Club bekommen wird, hat er beim TEV vorgespielt und wusste zu überzeugen.
Eisbären Regensburg (OLS)
Eisbären unterliegen in Deggendorf
Am Samstagabend unterlagen die Eisbären in einer zerfahrenen Testpartie mit 1:3 gegen den Deggendorfer SC. Schlüsselpunkt waren die zahlreichen Strafminuten, vor allem im zweiten und dritten Drittel.
Coach Peppi Heiß konnte auf alle Mann zurückgreifen, im Tor vertraute er auf die Dienste von Peter Holmgren. Bei den Gastgebern stand Cody Brenner im Gehäuse. Ex-Regensburger Benedikt Böhm agierte in der ersten Sturmreihe der Niederbayern.
Die Domstädter waren gut in die Partie gestartet und bestimmten in den Anfangsminuten deutlich das Spielgeschehen, verpassten es aber früh in Führung zu gehen. In der 10. Spielminute hatte Benjamin Kronawitter mit einem Alleingang die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber an Goalie Cody Brenner. In der 15. Minute waren die Eisbären zum ersten Mal in Überzahl, mussten aber Kyle Gibbons mit einem Break ziehen lassen, der aber über das Tor zielte. In der 17. Spielminute drehte sich dieses Szenario, die Eisbären waren dieses Mal in Unterzahl und hier enteilte Arnoldas Bosas und der konnte Cody Brenner zum 0:1-Führungstreffer überwinden.
Im zweiten Abschnitt gab es deutlich mehr hochkarätige Chancen auf beiden Seiten zu sehen. Zweimal überstanden die Eisbären eine Unterzahlsituation zwar schadlos, brachten aber die Niederbayern damit wieder besser ins Spiel. Nach gut der Hälfte des Spiels trafen die Gastgeber dann zum Ausgleich. Ales Jirik ließ Peter Holmgren keine Chance und stellte auf 1:1. Kurz darauf stand Yannik Baier völlig allein im Slot, zielte aber über das Tor. In der Folge überstanden die Regensburger noch zwei Unterzahlsituationen und somit gingen beide Teams mit dem 1:1-Unentschieden in die Kabinen.
Der letzte Abschnitt war geprägt von zahlreichen Strafzeiten gegen die Eisbären aufgrund einer sehr kleinlichen Regelauslegung von Schiedsrichter Oberdörfer. Nach einer überstandenen Strafzeit aus dem zweiten Drittel von Arnoldas Bosas waren die Domstädter gerade wieder komplett, als Kyle Gibbons seine Farben doch in Führung schießen konnte. Doch die nächste Strafe gegen die Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Xaver Tippmann saß auf der Strafbank als Curtis Leinweber zu viel Zeit und Platz bekam und sich die Ecke zum 3:1 aussuchen konnte. Wiederrum nur kurze Zeit später sahen sich die Gäste einer drei gegen fünf Unterzahlsituation ausgesetzt. Mit Glück und Geschick konnten die knapp zwei Minuten mit zwei Mann weniger aber überstanden werden. Kaum waren die Eisbären komplett, schickte Schiedsrichter Oberdörfer Jason Pinizzotto wegen Reklamierens für zehn Minuten auf die Sünderbank. Das Spiel flachte jetzt merklich ab, zudem waren viele Stockfehler fortan auf dem Eis zu sehen. Zweimal durften die Eisbären noch im Powerplay agieren, konnten aber keine Akzente mehr setzen. Die letzten zwei Spielminuten mussten die Mannen von Peppi Heiß erneut mit zwei Spielern weniger bestreiten. Letztlich konnten die Gäste diese Situation aber nochmals überstehen.
Am Ende steht eine verschmerzliche 1:3-Niederlage in Deggendorf, bei der die Eisbären knapp ein ganzes Drittel mit einem Mann weniger bestreiten mussten.
Sonthofen Bulls (OLS)
Beste Stimmung bei Showtraining des ERC Sonthofen - Teaminterner Wettkampf in der Eissporthalle Sonthofen
Der ERC Sonthofen hat am Freitagabend eine echte Premiere gefeiert. Statt der herkömmlichen
Mannschaftspräsentation bei einem Sponsor erlebten die Fans ein actionreiches Showtraining. Rund
250 Zuschauer waren dazu in die Eissporthalle nach Sonthofen gekommen.
Zunächst hatte Stadionmoderator Thomas Häuslinger die Spieler einzeln aufs Eis geholt und zu ihren
Eindrücken rund um den Kader und die bevorstehende Saison befragt. Einhellige Meinung: Wenn
alles nach Plan läuft, kann es für die Bulls weit gehen. Wichtig dafür ist ein gelungener Saisonstart,
anschließend konstante Leistungen und möglichst wenig Verletzte. Auch private Einblicke gab es: So
erzählte Neuzugang Christian Wittmann, dass er und sein Bruder einen Waschbären zu Hause halten,
der ganz zahm sei. In Braunlage, wo sie zuvor gespielt hatten, gab es eine entsprechende Plage. Sie
hatten den Waschbär aber von klein auf und haben ihn groß gezogen. „Ich glaube er denkt, er ist ein
Mensch“, meinte Wittmann.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Wer ist der schnellste Skater der Bulls? Wer hat den härtesten
Schlagschuss? Wer schießt am Platziertesten? Und: Wer verwandelt den Penalty am Schönsten? –
Zwei Teams waren dazu gebildet worden, die sich duellierten. Der schnellste Skater der Bulls ist
Förderlizenzspieler Marco Sternheimer von den Augsburger Panthern. Sonthofens Publikumsliebling
Marc Sill musste sich nur knapp geschlagen geben. Ausschlaggebend war vielleicht auch, das Sill
unmittelbar zuvor schon eine Laufrunde absolviert hatte. Den härtesten Schuss hatte an diesem
Abend Chris Stanley. 149 Kilometer pro Stunde schnell versenkte der Deutsch-Kanadier den Puck im
Netz - In dem ausnahmsweise kein Torhüter, sondern nur die Messanlage stand, bzw. angebracht
war. Beim platziertesten Schuss freuten sich alle auf das Duell Jennifer Harß gegen Patrick Glatzel –
Für beide ungewohnt, da sie normal eher Tore verhindern, statt erzielen. 2:1 siegte die
Nationaltorfrau gegenüber „Der Krake“, wie Glatzel inzwischen aufgrund seiner außergewöhnlichen
Fangkünste genannt wird. Den schönsten Penalty, bewertet durch eine dreiköpfige Fan-Jury, erzielte
wiederum Marco Sternheimer.
Im prall gefüllten Overtime saßen Fans und Spieler beieinander und fachsimpelten über die zu Ende
gegangene Vorbereitung, Spielzüge, den Kader und natürlich den bevorstehenden Saisonstart. Fest
steht: Trainer, Team und auch die Anhänger des ERC Sonthofen sind heiß auf das erste Spiel in der
Oberligasaison 2017/2018 am kommenden Freitag um 20 Uhr in der Eissporthalle in Sonthofen.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Die Crocodiles Hamburg beenden die Vorbereitung mit einem Sieg
Auch das letzte Testspiel konnten die Crocodiles Hamburg am Sonntagnachmittag für sich entscheiden. Mit 5:1 (3:0/2:0/0:1) besiegte die Mannschaft von Trainer Herbert Hohenberger die Harzer Falken. „Wer hätte gedacht, dass wir so gut in die Saison starten? Ich hoffe, es geht so weiter. Gott sei Dank, geht es am Freitag endlich los. Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir offensiv stark sind und wenig Gegentore zulassen. Das spricht für die Defensive und unsere Torhüter“, so der Trainer.
Am Freitag starten die Crocodiles mit einem Auswärtsspiel gegen die Füchse Duisburg in die Saison. „Ich bin froh, dass die Vorbereitung jetzt vorbei ist. Gegen Duisburg werden wir sehen, wo wir wirklich stehen“, sagt Hohenberger.
Herner EV (OLN)
Ratinger Ice Aliens – Herner EV 4:9 (2:3,1:3,1:3)
Das letzte Vorbereitungsspiel konnte der Herner EV am Sonntagabend am Ratinger Sandbach mit 9:4 bei den Ice Aliens für sich entscheiden. In dieser torreichen Begegnung stand die Offensive auf beiden Seiten deutlich im Vordergrund. So konnten sich die Zuschauer über insgesamt 13 Treffer freuen, die beiden Trainer waren von der Defensivarbeit ihrer Teams wahrscheinlich nicht ganz so begeistert. Am treffsichersten bei den Gysenbergern erwies sich Youngster Philipp Kuhnekath, der gleich dreimal traf.
Beim 6:0-Hinspielerfolg des HEV zwei Tage zuvor waren die Ice Aliens noch torlos geblieben, dieses Mal wollten sie es aber besser machen. Und bereits nach drei Minuten hatten sie Erfolg mit ihren Angriffsbemühungen und konnten etwas überraschend mit 1:0 in Führung gehen. Die Gysenberger schlugen gut eine Minute später zurück, aber der Ausgleich durch Philipp Kuhnekath hatte nicht lange Bestand. In der 7. Spielminute gingen die Gastgeber nämlich erneut in Führung. Zwei Überzahltreffer von Danny Albrecht und Brad Snetsinger (14. und 16. Minute) brachten den HEV aber noch vor der ersten Pause zum ersten Mal in Führung.
Zumindest mit dem Überzahlspiel war Hernes Trainer Frank Petrozza nach der Partie sehr zufrieden, denn sein Team setzte auch im zweiten Abschnitt die erfolgreiche Powerplay-Serie fort. Aaron McLeod nutzte gleich zweifach eine Überzahlsituation aus, zuerst in der 24. Minute, dann vier Minuten später. Das Zwischenergebnis von 2:5 war standesgemäß, konnte aber den Angriffselan der Ice Aliens nicht stoppen. Die verkürzten nämlich in der 35. Minute auf 3:5. Christian Nieberle stellte dann in der 38. Minute mit dem 3:6 den alten Drei-Tore-Abstand wieder her.
Im Schlussdrittel waren es dann Philipp Kuhnekath mit zwei Treffern und Brad Snetsinger mit einem gekonnten Tip-in, die das Ergebnis innerhalb von acht Minuten auf 3:9 hochschrauben konnten. Den Schlusspunkt setzten dann die Ratinger Ice Aliens in der 56. Minute zum Endstand von 4:9. Ein verdienter Sieg des klassenhöheren Oberligisten gegen das Team aus der Regionalliga, das sich dennoch über vier Treffer freuen konnte.
Am kommenden Wochenende beginnt die Meisterschaftssaison 2017/18 in der Oberliga Nord. Dabei startet der Herner EV am Freitagabend um 20 Uhr am heimischen Gysenberg sofort mit einem Knaller, denn es kommt sofort zum Ruhrpott-Derby gegen die Essener Moskitos. Das erste Auswärtsspiel bestreitet der HEV dann am Sonntag ab 17 Uhr bei den Icefighters Leipzig.
Rostock Piranhas (OLN)
Piranhas siegen über Vikings
Im fünften Testspiel der Rostocker wurde es international in der Rostocker Eishalle. Aus Schweden waren die Trelleborg Vikings angereist. Schnell und flüssig war das Spielgeschehen zu Beginn des ersten Drittels. Den Piranhas gelangen einige gezielte Schüsse auf das gegnerische Tor und sie waren insgesamt auch spielbestimmender. Nach einigen Anläufen traf Alexander Spister ( Zuspiel Constantin Koopmann, Sebastian Brockelt ) zum 1:0 in der 11. Minute. Nun zogen die Gäste das Tempo ihrerseits an und brachten die Scheibe öfter vor das Rostocker Tor, kamen aber nicht zum Abschluss. In der 17. Minute schafften sie nach einigen Tests der Fangqualitäten von Niko Stark den Ausgleichstreffer. Einen Vorstoß der ersten Rostocker Reihe stoppte dann der Pausenpfiff.
Zufriedene Gesichter machten beide Trainer in der Pause nicht. Offensichtlich gab es auch im Team strategische Absprachen, denn schon nach 20 Sekunden des 2. Drittels gab es die erste Torchance für die Piranhas. Der Keeper der Gäste leistete sehr gute Arbeit. Den Schuss von Tomas Kurka ( Zuspiel Dennis Dörner, Michal Bezouska ) hielt er dann aber nicht und die Rostocker gingen erneut in Führung. Die Schiedsrichter bekamen jetzt auch etwas zu tun. In der 13. Minute wurde Constantin Koopmann für zwei Minuten auf die Bank geschickt. Sekunden später folgte ihm der gegnerische Spieler Sebastian Böös . Beide Teams testeten nun fleißig die Fertigkeiten des jeweils anderen Keepers. Die Piranhas agierten dabei überlegener. Eine Sekunde vor Abpfiff musste dann Arthur Lemmer auf die Bank.
Trotz Unterzahl erarbeiteten die Rostocker zu Beginn des letzten Drittels einige gute Torchancen. In der 46. Minute konnte sich Kevin Piehler nach Zuspiel von Valerij Guts und Ricco Ratajczyk gut aus der gegnerischen Umklammerung befreien und brachte den Puck erfolgreich im gegnerischen Tor unter. Allerdings konnten die Gäste erfolgreich nur eine Minute später einen Konter abschliessen. Generell hatte das Spiel wieder an Schnelligkeit gewonnen. Jeder Zuspielfehler der Piranhas wurde mit einem Konter der Schweden bestraft, welche vor allem gekonnt lange Pässe aus dem mittleren Abschnitt vor das Tor der Rostocker spielten. In der 56. Minute stellte die erste Reihe dann doch einmal ihr Können unter Beweis: Pass von Tomas Kurka auf Michal Bezouska, Schuss auf das Tor…Goalie hält. Der zweite Versuch nach dem gewonnenen Bully sitzt dann. Tomas Kurka ( Zuspiel Gino Blank, Arthur Lemmer) erhöht auf 4:2. Leider läßt man den Vikings in der Schlussphase zuviel Raum und nur 28 Sekunden vor Spielende trifft Rubensson ( Zuspiel Persson, Böös) zum 4:3
Ist der Gegner unterklassig, sollte man sich nicht dessen Spielweise anpassen. Dies war aber leider am Sonntag Abend der Fall. Ziemlich rasant begann das erste Drittel gegen das Team des HSV Eishockey, welches nur mit zwölf Feldspielern angereist war. Schon nach drei Minuten war es noch einer weniger. Vom Schlittschuh eines Mannschaftskameraden an der Nase getroffen, hieß es für den Spieler ab ins Krankenhaus ( die Wunde wurde genäht und zum letzten Drittel war er wieder in der Halle). Nachdem sich die Hamburger eine Strafzeit eingehandelt hatten, nutzten die Piranhas ihr Powerplay in der 6. Minute zum Führungstreffer. Torschütze des 1:0 war Gino Blank ( Zuspiel Michal Bezouska, Tomas Kurka). Alexander Spister ( Zuspiel Simon Fetschele) erhöhte in der 8. Minute auf 2:0 . Ein Powerplay ab der 13. Minute konnten die Hamburger nicht zu ihrem Vorteil nutzen.
Mit Stand 2:0 ging es in den mittleren Abschnitt. Trotzdem die Piranhas spielbestimmender wirkten und einige Abschlüsse erkämpften, kam nichts Zählbares mangels Treffsicherheit dabei heraus. Zwar bekamen die Piranhas nach Puckverlust diesen schnell wieder unter Kontrolle, der HSV hielt aber gut dagegen und konnte in der 13. Minute den Anschlusstreffer erzielen. Die zweite Hälfte des Drittels verlief unspektakulär, ohne entscheidende Szenen.
Gleich mehrere Minuten mussten die Rostocker im letzten Drittel in Unterzahl agieren. Dies nutzten die Gäste für den Ausgleichstreffer. Ab der 50. Minute besannen sich die Piranhas wieder ihrer Stärken und erhöhten den Druck auf das Hamburger Tor. Gleich vier Bullies gewann man vor dem gegnerischen Tor, alle Schüsse scheiterten am gegnerischen Goalie, der einen „ Sahnetag“ erwischt hatte. In der 50. Minute musste Alexander Spister verletzt vom Spielfeld, der Verursacher mit einer Spieldauerstrafe zum Duschen. Nach drei vergeblichen Anläufen der ersten Reihe brachte Arthur Lemmer auf Zuspiel von Tomas Kurka in der 53. Minute den Puck im Tor unter. Ricco Ratajczyk ( Zuspiel Michal Bezouska, Alexander Seifert ) schraubte in der 58. Minute das Ergebnis noch auf den Endstand von 4:2.
Mit diesem Spiel beendeten die Piranhas ihre Testspielphase. Einige Trainingseinheiten bleiben der Mannschaft noch, bevor am nächsten Wochenende die Punktspiele starten.
Buchloe Pirates (BYL)
Landsberger vermiesen Buchloer Heimauftakt - ESV Buchloe unterliegt im ersten Testspiel vor heimischer Kulisse mit 2:6
Buchloe (chs) Eine klare 2:6 (0:3, 2:1, 0:2) Niederlage mussten die Buchloer Piraten am Sonntag beim ersten Spiel in eigner Halle hinnehmen. Zu stark waren die favorisierten Gäste aus Landsberg und zu schwer wogen die Ausfälle vor allem in der Defensive. Denn mit Max Dropmann, Max Hofer und Lucas Ruf konnte ESV-Trainer Topias Dollhofer auf gerade einmal drei gelernte Verteidiger zurückgreifen.
Knapp 350 Zuschauer wollten nach mehreren Monaten Abstinenz den ersten Auftritt der Freibeuter in der Sparkassenarena sehen. Doch anfangs wurden die Buchloer kalt erwischt. Nachdem man am Freitag beim 5:3 Sieg über den EHC Klostersee noch ein furioses Startdrittel bot, lagen die Buchloer gegen die Mannen vom Lech früh mit zwei Toren zurück. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, als Stefan Kerber (2.) und Andreas Geisberger (4.) in Überzahl den HCL mit 0:2 in Front brachten. Die Buchloer fanden nicht nur durch den schnellen Rückstand schwer ins Spiel. Landsberg tauchte dagegen immer wieder zielstrebig vor dem Tor von Tormann Daniel Blankenburg auf und beschäftigte die Hausherren somit immer wieder in der eigenen Zone. Fast schon folgerichtig fiel nach 17 Minuten daher auch das dritte Tor für die Riverkings. Wieder waren die Piraten in Unterzahl, als Andreas Schmelcher zum 0:3 einnetzte. Und da Alexander Krafczyk die erste echte Buchloer Möglichkeit nach einer guten Kombination vergab, blieb es beim 0:3 Zwischenstand nach 20 Minuten.
Etwas mehr Mut dürfte dann der Mittelabschnitt gemacht haben, in dem die Gastgeber deutlich besser zurechtkamen. Denn nach 24 Minuten verkürzte Max Dropmann auf 1:3. Alexander Krafczyk hatte die Scheibe hinter dem Tor von Christoph Schedlbauer gut behauptet und mit einem perfekten Pass den 24-Jährigen Defender bedient, der den Puck wuchtig in die Maschen setzte. Und als David Vycichlo in doppelter Überzahl vier Minuten später sogar zum 2:3 traf, schien die Partie wieder völlig offen. Schließlich waren die Rot-Weißen im Gegensatz zum Startdrittel jetzt auch in der Offensive deutlich präsenter. Dustin Vycichlo scheiterte aber gleich zweifach an Schedlbauer, der somit den möglichen Ausgleich verhinderte. Stattdessen nahm der tschechische Last-Minute-Neuzugang Bohumil Slavicek mit seinem Treffer zum 2:4 den Piraten wieder etwas den Wind aus den Segeln (33.). Christoph Heckelsmüller hatte aus zentraler Position zwar nochmals die Chance, den ESV wieder auf ein Tor heran zu bringen, doch sein Schuss ging hauchdünn vorbei (35.).
Und so fanden die Lechstädter im letzten Abschnitt wieder zu alter Stärke zurück, während bei den Pirates etwas die Kräfte zu schwinden schienen, da man nun auch immer wieder auf die Strafbank wanderte. Das 2:5 durch Andreas Geisberger im Powerplay war somit schon die Vorentscheidung (44.), die Dennis Sturm mit dem 2:6 vier Minuten später dann endgültig besiegelte. Die Gennachstädter hatten nur noch eine nennenswerte Gelegenheit, als Christopher Götz von der Strafbank kommend alleine auf Schedlbauer zulief, aber scheiterte (52.). Bis zur Schlusssirene passierte bis auf die Spieldauerstrafe von Marco Göttle wegen eines Kniechecks nichts mehr, da die Piraten sich in der fünfminütigen Unterzahl aufopferungsvoll gegen einen weiteren Gegentreffer wehrten. Jungstürmer Göttle wird den Freibeutern zum Ligaauftakt am 6. Oktober gegen Germering allerdings dadurch gesperrt fehlen.
Zuvor bestreiten die ESV´ler am nächsten Wochenende aber noch die beiden abschließenden Vorbereitungsspiele. Am Freitag geht es dabei zunächst zum Rückspiel nach Landsberg (20 Uhr), ehe am Sonntag ab 18 Uhr dann der EV Bad Wörishofen in der Sparkassenarena aufläuft.
Forst Nature Boyz (BLL)
Spielverlauf wie am Freitag - Nature Boyz unterliegen Fürstenfeldbruck
Am Sonntag kassierten die Nature Boyz mit 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) eine weitere Niederlage in der Vorbereitung. Im Peißenberger Eisstadion konnten sie die "Crusaders" nicht bezwingen, die Gründe dafür sind die gleichen, wie schon zwei Tage zuvor gegen Trostberg.
Gleich nach dem ersten Bully wollten die Gastgeber zeigen, wer Herr im Haus ist. Die Gäste reisten mit 14 Feldspieler an, während die Gastgeber deren 20 aufboten. Das Spiel entwickelte sich meist Richtung gegnerischem Tor, jedoch wirkten die Aktionen nervös und teilweise krampfhaft. Bei einigen Angriffen der Hausherren lief die Scheibe sehr flüssig durch die Reihen, leider wurden einige Chancen klar vergeben. Torhüter Mohr stellte sich gekonnt gegen die Schüsse und auch deren zwei Alleingänge, bei denen er jeweils parieren konnte. Wie es besser geht, zeigten die Gäste bei ihrem zweiten Überzahlspiel, denn in der 18. Spielminute gingen sie durch Sven Mönch mit 0:1 in Führung.
Im zweiten Spielabschnitt wie gehabt der gleiche Ablauf - die Nature Boyz drängten auf den Ausgleich, doch wiederum konnte eine klare Chance nicht verwertet werden. Michael Krönauer wurde schön freigespielt, sein Alleingang und dessen Schuß war eine sichere Beute des Gästetorhüters. Die Crusaders antworteten mit dem 0:2 durch Doppeltorschütze Ehemann in der 28. Spielminute. Kurze Zeit später scheiterte Bastian Grundner am Gästetorhüter, ehe in der 35. Minute der 1:2 Anschlußtreffer durch Markus Schneider in Überzahl fiel. Er staubte den zu kurz abgewehrten Schuß von Ron Zinner ab. In der 37. Minute hatte Matthias Reil den Ausgleich auf dem Schläger, doch er fand wiederum seinen Meister in Valentin Mohr.
Der letzte Spielabschnitt begann sehr offensiv, denn bereits in der 43. Minute erhöhte Ehemann auf 1:3, da die Verteidung die Scheibe nicht vom Tor wegbefördern konnte. Hoffnung dann knapp zwei Minuten später, denn in Überzahl erzielte in der 45. Spielminute Manuel Weninger den 2:3-Zwischenstand. Er staubte wiederum einen Abpraller des Gästetorhüters ab, der Schuß kam diesmal von Bastian Grundner. Die Entscheidung jedoch bereits 110 Sekunden später, denn Paul Stadler zog freistehend vom Bullypunkt ab und ließ Mathias Zink zum 2:4 keine Chance. Manuel Weninger wurde in der 55. Minute durch ein Foul regelwidrig bei seinem Alleingang gestoppt. Den fälligen Penalty konnte er nicht verwandeln, so blieb es beim Endstand von 2:4 für die Gäste.
Es gibt für die Spieler und Trainer Sepp Bachmeier noch einiges zu üben, um am kommenden Wochenende ein besseres Ergebnis erzielen zu können. Am Freitag gibt die SG Schliersee / Miesbach 1b ihre Visitenkarte im Peißenberger Stadion ab, ehe es am Sonntag zum Nachbarn EA Schongau 1b geht.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Verdienter Sieg gegen den Bayernligisten
Am Sonntag gewann der EHC Königsbrunn die Heimpartie gegen favorisierte „Mammuts“ der EA Schongau. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start und hielten die Begegnung lange offen.
Gästecoach Roman Mucha musste in der Partie auf die beiden wichtigen Neuzugänge Martin Schweiger und den lettische Kontingentspieler Vitalijs Hvorostinins verzichten. Bei Königsbrunn konnte Trainer Alexander Wedl wieder auf Alexander Strehler und Maxi Merkle zurückgreifen, allerdings musste Verteidiger Michael Folk noch pausieren und durfte nur von der Bank aus dem Treiben auf dem Eis zusehen. Dafür durfte Angreifer Max Arnawa seine erste Partie für den EHC bestreiten. Es dauerte jedoch eine ganze Weile, bis das Spiel der beiden Mannschaften Fahrt aufnahm. Erst ab der sechsten Spielminute erarbeitete sich Königsbrunn die ersten Torchancen, der EHC hatte bis dahin mehr von der Partie. Auch das erste Unterzahlspiel überstanden die Brunnenstädter schadlos, doch beim zweiten ermöglichte ein Zuspiel zum Gegner den ersten Treffer für die Gäste. Der EHC erarbeitete sich aber weiterhin Chancen und war die bessere Mannschaft, allerdings ohne Torerfolg. Beide Goalies lieferten eine tadellose Leistung ab und waren mit direkten Schüssen nicht zu bezwingen. So endete das erste Drittel mit der knappen Führung für die Gäste. Nach der Pause hatte der EHC wohl seine beste Phase und kam immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 26. Spielminute legte Hayden Trupp dann los wie die Feuerwehr und fuhr durch die Schongauer Reihen wie ein heißes Messer durch Butter, Lohn dafür war der Ausgleich. Nur eine Minute später tankte sich Defensiv-Chef Marc Streicher an den Verteidigern der Mammuts vorbei und legte Lukas Fettinger auf. Dieser zog ganz trocken zur 2:1 Führung für den EHC ab. Als Königsbrunn dann in der 29. Spielminute in Überzahl spielen konnte war plötzlich die Luft heraus und der Puck landete immer wieder beim Gegner. Jetzt waren die Mammuts am Drücker, EHC-Coach Wedl nahm nun eine Auszeit und versuchte seine Spieler wieder in die Spur zu bringen. Doch die Gäste erarbeiteten weiterhin Chancen und trafen verdient zum 2:2. Mit dem Ausgleich ging es dann zum letzten Pausentee. Im letzten Spielabschnitt legte Schongau zwar dynamisch los, fing sich aber einen Konter ein, den dann Lukas Fettinger eiskalt zum 3:2 abschloss. Nur drei Minuten später fuhr der EHC seinen nächsten Gegenangriff bis vor das Gästetor, ließ die Gelegenheit aber sträflich liegen. Dafür fingen sich die Brunnenstädter das 3:3 ein. Doch die Mannschaft steckte nicht auf und belohnte sich in der 54. Spielminute mit dem schön herausgespielten 4:3. Torschütze war dieses Mal Dominik Zimmermann, der von Moritz Lieb in Szene gesetzt wurde. Kurz vor Schluss setzte Gästetrainer Mucha alles auf eine Karte und nahm den Tormann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. 18 Sekunden vor Spielende hatte Schongau dann sogar doppelte Überzahl, doch der EHC zitterte sich bis zum Abpfiff und gewann am Ende verdient mit 4:3 gegen die höherklassigen Gäste aus Schongau.
EHC-Coach Alexander Wedl zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Spiel: „Klar, mit dem Ergebnis bin ich glücklich, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns. Im zweiten Drittel haben wir schlagartig und ohne Not mit dem Spielen aufgehört. Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht und sind nicht so aufgetreten wie wir es trainiert hatten. Wir haben aber eine gute Mannschaft und werden diese Woche in weiteren Übungseinheiten an unseren Defiziten arbeiten.“
Eisbären Heilbronn (RLSW)
Oberligist Lindau für dezimierte Eisbären eine Nummer zu groß
Was passiert, wenn ein dezimierter Regionalligist mit nur zwölf Feldspielern und einem Goalie bei einem top vorbereiteten Oberligisten antritt, der mit vollen vier Reihen spielt? Richtig, das klassenhöhere Team nutzt seine ganze Überlegenheit um einen klaren zweistelligen Sieg einzufahren. Oder anders ausgedrückt: Der in voller Stärke angetretene Oberligist Lindau Islanders hat am Sonntagabend deutlich mit 12:0 (5:0, 5:0, 2:0) gegen chancenlose Eisbären Heilbronn gewonnen.
Dennoch lobte Trainer Sascha Bernhardt sein Team: "Trotz des Ergebnisses bin ich stolz auf das Team, denn die paar Jungs haben über 60 Minuten gekämpft ohne sich hängen zu lassen. Ich weiß, dass diese Spieler Charakter haben, dass ich mich immer auf sie verlassen kann. Vielen Dank an jeden Einzelnen, dass er sich den Hintern für das Team aufgerissen hat, auch wenn der Gegner überlegen war."
Er werde, so der Coach mit einem Seitenhieb auf die zuhause gebliebenen Spieler weiter, bei der Aufstellung am Freitag (20 Uhr, Kolbenschmidt Arena) beim Punkstpielauftakt gegen Schwenningen nicht vergessen haben, wer die Reise nach Lindau mitgemacht hat und wer nicht.
Diez-Limburg Rockets (RLW)
Rockets beenden Vorbereitung mit Kantersieg
Sechs Testspiele, sechs Siege: Die EG Diez-Limburg geht mit einer weißen Weste in die neue Saison in der Regionalliga West. Das letzte Vorbereitungsspiel bei den Haßfurt Hawks dominierten die Rockets beim 11:3 (3:2, 3:1, 5:0) nach Belieben. Damit schoss die EGDL 48 Tore in 6 Spielen (8 Tore im Schnitt, nie weniger als 5 pro Spiel) und kassierte dabei 13 Gegentore (2,2 im Schnitt, nie mehr als 3 pro Spiel). „Wir dürfen damit absolut zufrieden sein, zumal man bedenken muss, dass dieses Team quasi komplett neu zusammengestellt wurde“, sagt EGDL-Trainer Arno Lörsch. Was diese Vorbereitung wert ist wird sich jedoch erst zeigen, wenn auch in der Liga (und im Pokal) die ersten Partien gespielt sind.
Ein Unterzahltreffer von Julian Grund (2.), ein Tor von Pierre Wex (5.) - die Rockets brauchten nur wenige Minuten, um in Haßfurt schnell in Führung zu gehen. Ebenso schnell war man aber auch in der Lage, das Spiel wieder spannend zu gestalten: Jakub Sramek (9.) und Neu-Import Michal Babkovic (11. in Überzahl) glichen für die Hawks aus. „Wir haben sehr gut angefangen“, sagte der Trainer. „Genau so wollten wir das Spiel angehen. Aber das ging wohl zu einfach. Und so haben zwei Fehler dann zum Ausgleich geführt.“ Zwar schoss Dustin Bauscher seine Mannen noch vor dem ersten Pausentee wieder in Führung (19.), doch so richtig glücklich war der Trainer mit dem Spiel seiner Mannschaft noch nicht.
Weil man zudem im zweiten Drittel auf Nils Krämer verzichten musste (leicht angeschlagen), und die beiden Verteidiger Marc Hemmerich und Roman Löwing ohnehin fehlten, musste Lörsch auf fünf Verteidiger umstellen. „Das hat dazu geführt, dass wir manchmal nicht ganz in der Zuordnung waren“, monierte der Trainer. Zwar erhöhten Konstantin Firsanov (27.) und Julian Grund (30.) zunächst auf 5:2, wenig später ließ man aber auch das 3:5 der Hawks durch Babkovic zu (31.). „Da haben wir bei eigenem Offensivdrang den gegnerischen Stürmer hinter uns einfach vergessen.“ Steve Themm hatte vorher schon zwei Alleingänge stark pariert, beim dritten war er chancenlos. „Steve hat auch heute klasse gehalten“, freute sich Lörsch. „An den drei Gegentoren konnte er nichts machen.“ Weitere Strafzeiten gegen die Rockets, die bei der Gelegenheit fleißig Unterzahl-Situationen übten, blieben ohne Folgen. Stattdessen erhöhte Marijus Maier gar auf 6:3 (33.).
„Vor dem dritten Drittel haben wir dann noch einmal ein bisschen umgestellt, was auch wirklich gut funktioniert hat“, sagte Lörsch. Seine Mannen legten noch einmal beeindruckende 20 Minuten hin und gewannen das letzte Drittel der Vorbereitung mit 5:0. Die Tore: Matt Fischer (42., 51.), Joey Davies (54.), Julian Grund (56.) und Dominik Kail (60.). „Im letzten Drittel haben die Jungs gezeigt, was sie spielerisch drauf haben. Das waren schöne Kombinationen und tolle Tore. Alle Reihen waren beteiligt, was mich besonders freut. Julian Grund macht drei Tore und schießt sich langsam ein. Aber auch die anderen entwickeln sich klasse. Joey Davies wird von Woche zu Woche stärker und ist sich auch für die Defensive nicht zu schade. Dominik Kail macht sein erstes Tor. Mit diesen vielen positiven Erlebnissen gehen wir nun sehr gerne in die neue Saison. Natürlich bleibt auch noch Arbeit, etwa das Umschalten von Offensive auf Defensive. Daran werden wir im Training in der nächsten Woche konzentriert arbeiten.“
Ice Dragons Herford (RLW)
Ice Dragons schlagen Bremen deutlich
Im letzten Vorbereitungsheimspiel gegen die Weserstars Bremen sind die Ice Dragons ihrer Favoritenrolle klar gerecht geworden. In der oft ruppig geführten Partie dauerte es zwar etwas, bis sie den starken Bremer Goalie Maxim Jar „mürbe“ geschossen hatten, am Ende jedoch behielten sie mit 10:4 klar die Oberhand.
Die erste Hiobsbotschaft des Abends bekam Coach Jeff Job schon beim Aufwärmen, der gerade erst von einer schweren Erkältung genesene Kevin Rempel zog sich eine Zerrung zu und musste sich das Spiel von außen anschauen. Doch auch ohne den jungen Verteidiger nahmen die Cracks des HEV gleich das Heft in die Hand, berannten stetig das von Maxim Jar hervorragend gehütete Tor der Gäste. Dessen Vorderleute versuchten vor allem, hinten dicht zu machen um dann mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen, diese Konterchancen waren jedoch sehr selten und dann immer sichere Beute von Kieren Vogel im Herforder Tor. Der Druck der Ice Dragons wuchs stetig, doch es dauerte bis zur 15. Spielminute, ehe die Herforder Fans endlich ein Tor bejubeln konnten. Nach einem schnellen Angriff von Jan-Niklas Linnenbrügger kam die Scheibe zu Fabian Staudt, der den Puck aus kurzer Distanz an Jar vorbei zum 1:0 in die Maschen wuchtete. Keine Minute später lief dann plötzlich Killian Hutt alleine aufs Gästetor zu, wurde in letzter Sekunde irregulär gestoppt und bekam einen Penalty zugesprochen. Hutt lief an, versuchte Jar zu verladen, scheiterte jedoch. Besser machte es Hutt dann in der 19. Minute. Die Ice Dragons waren in Überzahl, RJ Reed ließ an der rechten Bande gleich mehrere Gegner aussteigen, legte gezielt rüber vors Tor wo Hutt kurzen Prozess machte und auf 2:0 erhöhte. Doch der Jubel der Ice Dragons war noch nicht ganz verklungen, da hatten die Gäste den Abstand auch schon halbiert. 30 Sekunden vor der Sirene war es Lubomir Sivak, der Kieren Vogel erstmals überwinden konnte.
Das zweite Drittel startete gemächlich, wurde dann aber immer turbulenter. Bis zur 27. Minute gab es zwar Torchancen, aber keine wirklich zwingenden. Dann jedoch brach Gleb Berezovskij den Bann! Von RJ Reed auf die Reise geschickt, lief er alleine auf Jar zu und lies dem Bremer Schlussmann keine Chance. Gut 2 Minuten später war es dann Reed selbst, der eine Vorarbeit von Nejc Korpar und Killian Hutt zum 4:1 nutzte. Die Ice Dragons wurden nun zu offensiv, boten den Gästen mehr Räume und die Weserstars ließen sich nicht lange bitten, verkürzten durch Marc Meinhardt in der 33. Minute auf 4:2. Die Antwort der Ice Dragons? Ein Unterzahlkonter von Killian Hutt, der mit Ablauf der 39. Minute den alten Abstand wieder herstellte und verrückte 50 Sekunden einläutete. Denn nur 36 Sekunden später war wieder Marc Meinhardt zur Stelle, um auf 5:3 zu verkürzen. Doch während sich die Gäste noch über den Anschlusstreffer freuten, durfte Jar schon wieder die Scheibe aus dem Netz holen, Kai Domula hatte im direkten Gegenzug den 6:3 Pausenstand hergestellt.
Das letzte Drittel begannen die Ice Dragons dann wieder stürmisch. Keine 2 Minuten waren gespielt, da jubelte Nejc Korpar über seinen ersten Treffer im Trikot des HEV, Killian Hutt und RJ Reed hatten ihn ihm hohen Slot freigespielt, von wo aus Nejc die Scheibe unhaltbar in den Winkel zimmerte. Und nur 4 Minuten später erhöhte Nejc sein privates Torekonto aus ähnlicher Position auf 2, dieses Mal jedoch in numerischer Überlegenheit. Doch die Weserstars schlugen noch einmal zurück, in Überzahl traf Marc Meinhardt zum dritten Mal an diesem Abend, verkürzte auf 8:4 in der 49. Minute. Die Schlusspunkte unter die Partie setzten dann jedoch wieder die Ice Dragons. Mit einem sehenswerten Schlagschuss von der blauen Linie erhöhte Lukas Derksen in der 55. Minute auf 9:4, ehe Jan-Niklas Linnenbrügger nach einem schnellen Angriff in Überzahl in der 57. Minute den 10:4 Endstand herstellte.
Bären Neuwied (RLW)
Bären verteilen neun Tore auf acht Spieler
Ausgeglichener besetzt sein, Torgefahr auf mehr Schultern verteilen, der Mannschaft mehr Tiefe verleihen – darauf legten Manager Carsten Billigmann und Trainer Jens Hergt in der Sommerpause großen Wert bei der Kaderzusammenstellung des EHC „Die Bären“ 2016. Das Testspiel gegen die Eisbären aus Eppelheim lässt darauf schließen, dass dies gut gelungen ist. Beim 9:4-Heimsieg im Icehouse verteilten sich die Tore auf nicht weniger als acht Spieler. Trainer Hergt hatte die Zügel in der vergangenen Woche noch einmal angezogen. Die Bären standen den achten Tag in Folge auf dem Eis und befinden sich eine Woche dem Saisonauftakt in Hamm auf einem guten Weg. „Wir sind absolut im Zeitplan und gut dabei“, sagte der Trainer zum Formaufbau seines Teams.
Es erinnerten am Freitagabend mehrere Sachen an den Test gegen die Lüttich Bulldogs. Wieder begannen die Bären druckvoll und schossen durch Moritz Schug (4.) sowie Stephan Fröhlich (9.) flott eine 2:0-Führung heraus. Genauso wie gegen die Belgier marschierten die Neuwieder dann aber zu häufig auf die Strafbank (Hergt: „Wir müssen noch mehr Disziplin an den Tag legen“) und trugen somit dazu bei, dass Eppelheim besser ins Spiel und zum Anschlusstreffer kam. Im Mitteldrittel knüpfte die Hergt-Sieben an den guten Beginn an und nahm das Gästetor unter Beschuss. Willi Hamann (28.), Michael Jamieson (35.), Frederic Hellmann mit seinem ersten Treffer für die Bären (36.) und Dennis Schlicht (39.) bauten die Führung auf 6:1 aus. „Dass danach die Konzentration etwas verloren ging, mag daran liegen, dass eine harte Trainingswoche hinter der Mannschaft liegt. Wir haben zwischen der 40. und 55. Minute nicht mehr gut gespielt“, musste Hergt beobachten, dass Eppelheim den Neuwieder Schlussmann Lukas Schaffrath drei weitere Male überlistete, während Sven Asbach (43.), Robin Schütz (58.) und Michael Jamieson (60.), der einzige EHC-Doppeltorschütze des Abends, den Abstand gleich hielten.
Dass sich auch in der Vorbereitung nichts geschenkt wird, sahen die 362 Zuschauer in der 56. Minute. Philipp Dieser und Max Khim lieferten sich einen rassigen Fight.
Bären gewinnen die Generalprobe
Die meisten Neuwieder Spieler hatten bereits geduscht, die Mannschaftskabine war fast schon leer, da saß Punktrichter Marc Geißler noch immer am Laptop, hämmerte in die Tasten und trug Strafzeiten in den Spielberichtsbogen ein. Die finale Hochrechnung am Wahlsonntag brachte bemerkenswerte Zahlen zum Vorschein: 165 Strafminuten sammelten der EHC „Die Bären“ 2016 und die Eindhoven Kemphanen im letzten Vorbereitungsspiel der Neuwieder eine Woche vor dem Saisonbeginn in der Eishockey-Regionalliga West bei den Hammer Eisbären. „Spiele gegen niederländische Mannschaften sind gerne einmal etwas härter“, wusste EHC-Trainer Jens Hergt bereits aus der Vergangenheit, und auch an diesem Abend fraßen die Oranjes reichlich Minuten – alleine 70 in großen Strafen. „Die vielen Hinausstellungen gingen aufs Konto des Spielrhythmus. Deshalb war es nicht einfach, die Ordnung zu bewahren. Aber wenigstens konnten wir viel Über- und Unterzahl trainieren“, kommentierte Hergt. Nach Toren waren die Bären mit 7:4 obenauf und entschieden nach den beiden Siegen über Eppelheim den dritten Test für sich.
Sven Schlicht (8.) und Martin Brabec (14.) erzielten die Neuwieder Tore im ersten Abschnitt, Nick Verschuren glich dazwischen in Überzahl zum 1:1 aus (10.). Es war das einzige genutzte Powerplay der Kemphanen. „Wir hätten den Vorsprung danach ausbauen müssen, hatten den Gegner eigentlich im Griff, machten aus unseren Möglichkeiten aber nicht genug“, sagte Hergt zum Mittelabschnitt, das sich ab der 32. Minute zum Torspektakel entwickelte. Zunächst trafen Eindhovens Jorn van Soest, sowie die Bären Deion Müller und erneut Brabec (alle 32.) innerhalb von 27 Sekunden zum 2:2, 3:2 und 4:2. Die Einschüsse Nummer zwei und drei des Abends von Nick Verschuren (35., 39.) brachten den Halbfinalisten der abgelaufenen Saison der BeNeLeague zurück ins Spiel. Das letzte Wort im abwechslungsreichen Mittelabschnitt hatte Sven Schlicht, der die Führung zurück auf die Seite des EHC holte (40.).
Im Schlussdrittel blieben die Bären am Drücker und schraubten das Ergebnis in die Höhe. Gut fürs Selbstvertrauen, gut für die ohnehin schon prima Stimmung in der Kabine. Ein Testspiel ohne Tor von Neuzugang Michael Jamieson gibt es bei den Neuwiedern weiterhin nicht. Der US-Amerikaner schnürte in den Minuten einen Doppelpack (47., 50.) und führte den 7:4-Endstand herbei.
Eifel-Mosel Bären (HL)
fortuna Sportgeräte neuer Hauptsponsor der Eifel-Mosel Bären
Der Sportgerätehersteller und Sporthallenausstatter aus dem Westerwald – fortuna Sportgeräte – und die Eishockeymannschaft der Region Eifel-Mosel starten ab sofort eine langfristige und gemeinsame Partnerschaft. Herzstück des Sponsorings soll die komplette Erneuerung der Umkleideeinrichtung in der Eissporthalle Bitburg sein, inklusive des Bereichs, welcher auch vom öffentlichen Publikum benutzt wird.
Für die Bären ist es ein wahrer Glückgriff: Im Sommer gewann die Eishockey-Mannschaft mit Spielstätte in Bitburg die Auszeichnung zum Verein des Monats von vereinsleben.de – inklusive eines 15.000€ Preispakets, unter anderem gesponsort durch fortuna Sportgeräte. Jener erste Kontakt bei der Preisübergabe und im späteren Verlauf bewahrheitete sich als äußerst harmonisch, auch geschuldet dadurch, dass fortuna Geschäftsführer Mark-Oliver Liedtke selbst in seiner Jugend die Schlittschuhe beim Schwenninger ERC schnürte und den markanten Eishockeyduft noch immer vermisse.
Als Teenager im Eishockey kämpfte Liedtke lange Zeit mit seiner Körpergröße. Als kleiner flinker Außenstürmer bekam er vereinzelnd, trotz Talents, Gegenwind, von großgewachsenen Verteidigern oder gar von seinem eigenen, polnischen Eishockeytrainers. Gerade aus dieser Zeit resultiert seine Einstellung einen Traum nie aufgeben zu dürfen und seinen Weg dennoch zu gehen. Der verhältnismäßig kleine Eissportverein aus Bitburg, mit Begeisterungspotential in der gesamten Region, lebt exakt diese Philosophie.
Mit fortuna Sportgeräte erhalten die Eifel-Mosel Bären, inklusive Nachwuchs, Unterstützung von einem der größten, deutschen Sportgerätehersteller mit 60 Jahren Tradition. Neben jedlicher Art von Ausstattung in Sporthallen, produziert das Unternehmen aus dem Westerwald mit modernen Ideen auch elegante Möbelstücke oder bedient im eigenen Onlineshop alles was ein Sportverein für sein Engagement benötigt.
Das sportliche Engagement der Eifel-Mosel Bären gewann insbesondere durch den letztjährigen Wechsel in die Eishockey Hessenliga wieder an Wert. Spannende Spiele und große Begeisterung, gepaart mit der Leidenschaft der Spieler, bugsierte die Mannschaft in die Herzen der Eishockey-Fans. Weiter verdeutlicht der Eissportverein aus Bitburg ihren solidarischen Charakter regelmäßig durch gemeinnützige Aktionen, wie zuletzt beim „Pizzatag“ gemeinsam mit dem Haus der Jugend in Bitburg. Auch das Vorhaben einen bemerkenswerten Teil des vorher erwähnten Preispakets an Schulen in der Region zu spenden, soll noch während der kommenden Spielzeit umgesetzt werden.
Diese außerordentlich sportlich und gemeinnützige Ausrichtung liegt dem neuen Sponsoring ebenso zu Grunde. Während man natürlich den Eissport in der Region und den Nachwuchs damit stärken möchte, bot Mark-Oliver Liedtke an, nicht nur die Eifel-Mosel Bären zu unterstützen, sondern über dieses Sponsoring auch der Eissporthalle Bitburg mögliche neue Ausstattung von fortuna Sportgeräte zu überlassen. „Die Gespräche diesbezüglich, mit der Eissporthalle und der Stadt verlaufen bislang sehr positiv. All unsere Vorhaben sind noch nicht endgültig genehmigt und daher halten wir uns mit konkreten Details noch zurück. Uns würde es jedoch freuen die gute Zusammenarbeit mit der Eissporthalle Bitburg hiermit noch weiter stärken zu können.“ kommentierte Danny Engels, in Funktion des Bären-Pressesprechers, zum aktuellen Stand.
Auf Grund des neuen Sponsorings, treten die Eifel-Mosel Bären in der bald startenden Saison in einem neuen Dress an. Erstes Heimspiel, in der Eissporthalle Bitburg, findet am Sonntag, 15. Oktober 2017 um 19:00 Uhr gegen die Löwen Frankfurt statt. Gemeinsam mit fortuna Sportgeräte möchte man ab kommender Woche in der gesamten Region hunderte Freikarten ausgeben, um das erste Heimspiel mit einem wahrlichen Fest beginnen zu können.
Diesbezüglich und weitere Informationen zu den Eifel-Mosel Bären findet man stets aktuell auf der „Eifel-Mosel Bären“ Facebook Seite oder auf www.eishockey-bitburg.de
Berlin Blues (RLO)
Blues gewinnen erstes Spitzenspiel der Regionalliga Ost
Mit den Berlin Blues und den Chemnitz Crashers trafen erstmals in dieser noch sehr jungen Saison zwei Teams aufeinander, die zum Favoritenkreis zählen. Nach spannendem Spielverlauf gewannen die Blues dieses Spiel knapp mit 4:3 (1:1/1:0/2:2).
Die Crashers reisten mit einigen Personalsorgen in die Hauptstadt, lediglich neun Feldspieler standen zur Verfügung. Bei den Blues gab es zwar auch Ausfälle, es konnten aber trotzdem 16 Feldspieler aufgeboten werden.
Erwartungsgemäß hatten die Blues dann auch mehr Spielanteile, mussten aber immer auf die Konter der Gäste aufpassen. Ein Fehlpass der Blues leitete den ersten Treffer der Partie ein. Torsten Hofmann ging dazwischen und versenkte den Puck 111 Sekunden vor der Pause zum 0:1. Doch auch die Blues konnten einen Fehler des Gegners ausnutzen und Jan Schmidt noch vor der Pause in Unterzahl aus. Fast wäre den Crashers mit der Pausensirene die erneute Führung gelungen, die Blues hatten aber Glück und es blieb beim 1:1.
Am Spielverlauf änderte sich im 2. Drittel nichts. Due Blues griffen weiter an, konnten aber ihre teils hochkarätigen Chancen einfach nicht nutzen. Spätestens bei Pierre Ulbricht im Tor der Gäste war Feierabend. Aber auch Blues-Goalie Patrick Hoffmann musste zwischendurch gute Chancen der Gäste entschärfen. Zur Hälfte des Spiels wechselten die Gäste den Torwart und Nils Langer wurde kalt erwischt. Jan Schmidt überlistete ihn eine Minute nach seiner Einwechslung zum 2:1.
Mit jeweils einer Chance auf beiden Seiten begann der letzte Abschnitt. Erst rettete Patrick Hoffman mit einer Glanztat für die Blues, dann die Latte des Chemnitzer Tores. Chemnitz spielte nun offensiver und so gab es Chancen auf beiden Seiten. Und als Marcel Hermle nach 45 Minuten das 3:1 erzielte, sah es nach einer Vorentscheidung aus. Aber die Crashers kämpften weiter. Nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Rick Giermann nutzten die Crashers das Powerplay, um durch Kenneth Hirsch neun Minuten vor dem Ende zu verkürzen. Und zwei Minuten später gelang Jan Nekvinda sogar der Ausgleich. Aber die Blues hatten heute eine Sturmreihe, die den Unterschied ausmachte. Denn wieder war es Jan Schmidt, der mit seinem dritten Treffer in dieser Partie vier Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte. Beteiligt war außerdem Geordie Wudrick, der zu allen Toren eine Vorlage beisteuerte. Die letzten Versuche der Gäste, wieder auszugleichen, blieben erfolglos und so holten sich die Blues ihre ersten Saisonpunkte.
(Norbert Stramm)
ESC Berlin (RLO)
Club unterliegt Eislöwen
Aller Einsatz in diesem Spiel hat nichts genutzt, ein ersatzgeschwächter ESC 07 Berlin unterliegt einem stark aufspielenden Team von ESC Dresden Eislöwen Juniors mit 2:10 (1:2/0:4/1:4).
Die Voraussetzungen für dieses erste Saisonspiel waren alles andere als gut, nach Ausfällen standen nur 12 Feldspieler zur Verfügung, darunter drei Spieler der Zweeten. Auch Trainer Martin Ohme fehlte, dafür coachte Patrick Kienscherf das Team. Unterstützt wurde er vom verletzten Gregor Wemken. Die Eislöwen reisten mit 16 Feldspielern an.
Die ersten Chancen hatte der Club, dann aber spielten die Gäste mit. Und ihnen gelangen die ersten Treffer der Partie. In Unterzahl erzielte Franz Bertholdt das 0:1 (9.) und 18 Sekunden später traf David Frömter zum 0:2. Beide Treffer fielen nach Konter und bei beiden Treffern war Max Franke machtlos. Dresden nun mit Oberwasser, kassierte aber dann den Anschlusstreffer. Jan Krautmann verkürzte nach 15 Minuten auf 1:2.
Dresden kam besser aus der Kabine und kam gleich zu einigen Torchancen. Zwei davon nutzten Die Eislöwen und zwar nach 25 Minuten. Jannik Eberth und David Frömter erhöhten innerhalb von 28 Sekunden auf 1:4. Und drei Minuten später sorgte Franz Bertholdt per Nachschuss für eine Vorentscheidung. Der Club kämpfte zwar weiter, aber nun lief es natürlich bei den Gästen. Und nach einem weiteren Break traf David Frömter zum 1:6 (35.).
So ganz wollte der Club nicht aufgeben und griff weiter an. Eine der daraus entstandenen Chancen nutzte Philipp d‘Heureuse nach 45 Minuten zum 2:6. Doch in Unterzahl sorgte David Frömter drei Minuten später wieder für fünf Tore Abstand. Franz Bertholdt in Überzahl (53.), David Frömter (55.) und mit der Schlusssirene erneut Franz Bertholdt sorgten schließlich für den 2:10–Endstand.
Die Saison beginnt also wieder mit einer Vielzahl von verletzten und kranken Spieler. Bleibt zu hoffen, dass diese angesichts des eh‘ schon kleinen Kaders die Spieler schnell wieder einsatzbereit sind. Denn es wird auch schon so eine extrem schwere Saison. Kommendes Wochenende geht es nach Chemnitz und diese Aufgabe wird auch nicht leichter.
(Norbert Stramm)
Chemnitz Crashers (RLO)
Keine Punkte in der Hauptstadt
Stark dezimierte Crashers verlieren nach hartem Kampf 3:4 (1:1, 0:1 und 2:2) bei den Berlin Blues. Torsten Hofmann, Kenneth Hirsch und Jan Nekvinda waren die Chemnitzer Torschützen.
Sehr bitter ist, dass die Crashers bis zur 53. Spielminute mit nur neun Feldspielern einen 1:3-Rückstand aufopferungsvoll ausgleichen konnten, jedoch in der 56. Spielminute das Siegtor der Blues hinnehmen mussten. „Wir haben bis zum Abpfiff gekämpft wie die Löwen, um zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können“ fasst Co-Trainer Karsten Stiegler das Geschehen zusammen.
Torsten Buschmann, Sportlicher Leiter: „Ich muss dem Team um Spielertrainer Tobias Rentzsch größten Respekt zollen. Es zeigt wahre Stärke. Unser Ziel sind die Play-Offs Anfang März. Also müssen wir zumindest den vierten Platz in der Hauptrunde erreichen. Die Blues gehören definitiv zu den vier Play-Off-Anwärtern. Umso wichtiger wäre es zwar gewesen, zumindest einen Punkt aus Berlin zu entführen. Aber es hat eben nicht sollen sein. Die Saison ist noch lang. Die Situation um das Team entspannt sich in den nächsten Wochen. Und wir sind noch im Soll. Der Fokus liegt jetzt zuerst auf der Regeneration und anschließend auf der Vorbereitung für unser Heimspiel kommenden Samstag “
Nächstes Heimspiel: Samstag, 30.09.2017, erwarten wieder gestärkte Crashers den ESC 2007 Berlin. Spielstart im Eissportzentrum Chemnitz ist 18:00 Uhr.
Schönheider Wölfe (RLO)
Trotz Niederlage zeigen Wölfe in Höchstadt Moral
Trotz erneutem Minikader von zwölf Feldspielern und zwei Torhütern (Florian Richter, Björn Schenkel und Petr Kukla fehlten) und dadurch auch mit nur einem Kontingentspieler angereist, haben sich die Schönheider Wölfe bei der 3:4 (0:2, 0:2, 3:0)-Niederlage am Samstag in Höchstadt mit Kampf und Moral gut aus der Affäre gezogen.
In den ersten Spielminuten kamen die Wölfe gut in die Partie und erarbeiteten sich ein paar gute Möglichkeiten. Doch in der 5. Minute nutzten die Alligatoren zwei Unkonzentriertheiten in der Wölfeabwehr zur schnellen 2:0-Führung. Im weiteren Verlauf des Anfangsdrittels agierten die Wölfe weitestgehend in Unterzahl, blieben aber erfolgreich in ihrer Abwehrarbeit.
Das zweite Drittel ähnelte vom Spielgeschehen dem ersten Abschnitt. Höchstadt hatte mehr Puckbesitz, die Wölfe konterten. Während die Schönheider mehrere gute Kontermöglichkeiten nicht nutzen konnten, verwerteten die Alligatoren zwei Abpraller zur 4:0-Führung nach vierzig Minuten.
Im Schlussdrittel startete das Team von Sven Schröder dann mit einer 5 gegen 3-Überzahl, welche dann auch erfolgreich durch Verteidiger Jan Gruß per abgefälschtem Schuss genutzt werden konnte. Durch zwei Kontersituationen, die man im zweiten Drittel noch liegen ließ, kamen die Wölfe durch zwei Treffer von Lukas Novacek noch auf 3:4 heran.
Fazit… Es war ein Spiel mit gutem Niveau, in welchem die Wölfe viel Defensivarbeit in Unterzahl bekamen. Dazu stimmten Kampf und Moral in der Mannschaft. In der Verteidigung muss bei 5 gegen 5 noch konsequenter und körperlicher, in der Offensive mit mehr Zielstrebigkeit in allen Blöcken agiert werden. Dennoch kommt die Mannschaft langsam in Schwung. Nun gilt es, die regelmäßigen Trainingseinheiten im eigenen Wolfsbau zu intensiv zu nutzen, um mehr Stabilität, Konstanz und Zielstrebig an den Tag zu legen. Nach zuletzt drei Auswärtsspielen in Folge, steht für die Schönheider Wölfe ein Doppel-Heimspiel-Wochenende auf dem Plan. Zunächst geht es am Freitag, dem 29.09.17, um 20:00 Uhr im Wolfsbau gegen die 1b der Selber Wölfe, ehe zwei Tage später, am Sonntag, dem 01.10.17, um 17:00 Uhr die Höchstadt Alligators zum Rückspiel in Schönheide antreten.
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