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September 26
                         
September
               
   
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Black Dragons Erfurt
(OLN)  Stürmer Alex Berger konnte im Tryout überzeugen und hat bei den TecArt Black Dragons einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Der 23-Jährige spielte in den letzten drei Jahren für den Rivalen Saale Bulls Halle. In zuletzt 46 Partien blieb er punktlos
  
Eisbären Eppelheim
(BWL)  Zur neuen Saison wurden mehrere Spieler nicht mehr berücksichtigt, oder stehen aus privaten Gründen nicht weter zur Verfügung. Demnach werden Elias Becker, Philippe Beisel, Kevin Herbel, Konstantin Ivanov, Luc Jann, Patrick Luo, Marius Metzner und Max Weber den ECE verlassen
  
EV Füssen
(OLS)  Stürmer Julian Straub hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und miss für mindestens sechs Wochen pausieren
  
Falken Inzell
(BBZL)  Vom Nachbarrivalen EV Berchtesgaden wechselt der 41-jährige Torhüter Steve Förster zum DEC. Ausserdem kehren Maximilian Balthasar und Andreas Graf ins Aufgebot zurück
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Die Weserstars haben Stürmer Brandon Kakei verpflichtet. Der 23-jährige Kanadier pausierte zuletzt und spielte davor in der nordamerkianischen Nachwuchsliga OJHL für die Georgetown Raiders
  
ERSC Ottobrunn
(BLL)  Filippo Crivellari verstärkt künftig die Defensive. Der 21-jährige Italiener kommt vom HCMV Varese zum ERSC. Ausserdem wechselt der junge ukrainische Stürmer Arsen Korol aus dem Münchner Nachwuchs nach Ottobrunn
  
Lindau Islanders
(OLS)  Stürmer Valentin Busch hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird längerfrstig und aus unbestimmte Zeit ausfallen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Torhüter Lucas Di Berardo kehrt zu den Hanseaten zurück. Der 31-Jährige spielte bereits in der Saison 2017/18 für die Crocodiles in der Oberliga. In den vergangenen zwei Jahren ging er für den ERSC Amberg in der Bayernliga aufs Eis
  
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Mit den Verlängerungen von Stürmer Philipp Bergmann und Torhüter Thomas Schubert haben die Tigers ihre Kaderplanungen für die neue Saison abgeschlossen
  
TSVE Bielefeld
(LLW)  Mit Aleksandr Galimov kommt ein neuer Goalie zum TSVE. Der 33-jährige Russe wechselt von den EC Celler Oilers nach Bielefeld. Ausserdem kommt mit Alexander Penner ein neuer Verteidiger vom Ligakonkurrenten ESC Kristall Lippstadt
  
Troisdorf Dynamite
(LLW)  Verteidiger Patrik Morys wird seine aktive Laufbahn aus beruflichen Gründen beenden. Fünf Jahre lang spielte der Routinier für den EHC
  
Eispiraten Crimmitschau
(DEL2)  Die Fischtown Pinguins haben die beiden jungen Stürmer Lenny Boos und Florian Reinwald mit Förderlizenzen für die Westsachsen ausgestattet
  
EHC Klostersee
(BYL)  Die Grafinger haben nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und haben Stürmer Marvin drothen verpflichtet. Der 24-Jährige verfügt über DEL2-Erfahrung aus seiner Zeit in Ravensburg und spielte in den letzten Jahren in der Oberliga für Memmingen, Bayreuth, Bietigheim und Heilbronn 
  
Selber Wölfe
(OLS)  Um die Ausfälle zu kompensieren erhalten die Wölfe Unterstützung durch Förderlizenzspieler. Die Blue Devils Weiden haben Georg Thal mit einer Spielberechtigung ausgestattet und der ERSC Amberg hilft mit Lukas Krieger aus. Ausserdem hat Stürmer Matej Giesl einen Probevertrag erhalten. Der junge Stürmer wechselt fest von den Wild Lions nach Selb
  
Erding Gladiators
(OLS)  Die drei Landshuter DNL-Cracks Ferdinand Schlepp, Nikita Kolomejtsev und Julian Lier sind mit Förderlizenzen für die Gladiators ausgestattet worden
  
EHC Mitterteich
(BLL)  Die Stiftland Dragons haben ihre Torhüterstelle neu besetzt. Ondrej Pesek steht künftig im Gehäuse des EHC. Der 23-jährige Tscheche spielte in den letzten Jahren in der vierthöchsten Liga seines Heimatlandes und ging dort für den HC Certi Ostrov aufs Eis
  
EC Pfaffenhofen
(BBZL)  Mit Ondrej Vaculik kommt ein neuer Stürmer zum ECP. Der 26-jährige Tscheche ging bereits in der Saison 23/24 in der Bayernliga für die Pfaffenhofener aufs Eis. Zuletzt spielte er für den ESV Burgau
  
Wanderers Germering
(BLL)  Ferdinand Inselkammer, der letztes Jahr aus Bad Tölz kam, verteidigt weiter für die Wanderers. In der letzte Saison kam der 21-Jährige allerdings nur zu zwei Spieleinsätzen. Zudem wird Verteidiger Tim Sager in sein drittes Jahr in Germering gehen
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 7.Oktober 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest und Regionalliga West.


Düsseldorfer EG  (DEL)
DEG gibt Spiel in Schwenningen aus der Hand
Die Düsseldorfer EG hat am Freitagabend eine bittere 1:5 (1:0; 0:3; 0:2)-Niederlage bei den Schwenninger Wild Wings kassiert. Dabei gab nach früher Führung vor allen Dingen das zweite Drittel den Ausschlag zugunsten der Gastgeber.


Red Bull München  (DEL)
Red Bulls erkämpfen Punkt in Nürnberg
München, 06. Oktober 2017. Der EHC Red Bull München hat sich in einem hochklassigen Spiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers einen Punkt gesichert. Der amtierende Deutsche Meister unterlag dem Tabellenführer vor 6.196 Zuschauern in Nürnberg mit 1:2 nach Verlängerung (0:0|1:1|0:0|0:1). Für die Red Bulls traf Jason Jaffray zum zwischenzeitlichen Ausgleich.    
Hohes Tempo und harte Zweikämpfe prägten das bayerische Derby zwischen den Red Bulls und den Thomas Sabo Ice Tigers. Da beide Teams defensiv sicher standen, gab es zunächst keine gefährlichen Torabschlüsse. Das änderte sich in der Schlussphase, als München durch Brooks Macek (17.) und Daryl Boyle (20.) zwei Großchancen auf die Führung hatte.  
Auch im Mittelabschnitt war die Partie ausgeglichen. Die besseren Möglichkeiten hatte Nürnberg und ging in der 28. Minute durch Petr Pohl in Führung. Auf der Gegenseite parierte der ehemalige Münchner Niklas Treutle stark gegen Yannic Seidenberg. 38 Sekunden vor der Sirene war Nürnbergs Schlussmann machtlos, weil Jason Jaffray einen Joslin-Schuss im Powerplay perfekt abfälschte. 
Im letzten Drittel konzentrierten sich beide Teams darauf, keine Fehler zu machen. Große Chancen gab es erst in der Schlussphase der Partie. Da rettete Niklas Treutle die Ice Tigers mit starken Paraden gegen Dominik Kahun (56.) und Jason Jaffray (59.) in die Verlängerung.  
In der Overtime spielten die Red Bulls fast drei Minuten in Unterzahl. Das nutzte Philippe Dupuis 44 Sekunden vor dem Ende mit dem Siegtreffer für die Ice Tigers aus.


Bayreuth Tigers  (DEL2)
Wechselbad mit Happyend - Oberfranken polieren mit verdientem Sieg ihre schon zuvor gute Heimbilanz weiter auf
Trotz des Fehlens von Alanov und Valentin Busch, die beide in Nürnberg im Einsatz waren, starteten die Oberfranken wie die Feuerwehr. Nach einem spektakulären, schnellen Zusammenspiel bediente Geigenmüller Bartosch aus der Drehung, der sich mit guter Bewegung in Schussposition brachte. Diesen Versuch nach 31 Sekunden konnte EVR Goalie Hertel zwar noch abwehren, gegen Kolozvarys Nachschuss war er aber machtlos. Als dann nur 26 Sekunden später Drews erneut einen Nachschuss von Gläser versenkte, war der Raketenstart perfekt und der Arbeitstag von Hertel früh beendet. Langmann übernahm für ihn aber die anfänglichen Abstimmungsprobleme der Gäste blieben, was die Wagnerstädter oft nur lasch zu nutzen wussten. Ravensburg hatte zwar einige gute Möglichkeiten doch Vosvrda war immer zur Stelle, z.B. parierte er Lapsanskys Unterzahlbreak stark oder es fehlte ihnen in anderen Szenen die letzte Genauigkeit. Besser machten es die Hausherren, denn in Überzahl erhöhte Pesut nach dem Knaller des wieder genesenen Heider von der blauen Linie nochmals per Abstauber bis zur ersten Pause.
Da schien Gästetrainer Ehrenberger die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Oberschwaben kamen nun viel besser aus der Kabine und drehten den Spielverlauf förmlich um. Befeuert durch den frühen Anschlusstreffer von Pfaffengut hatten sie nun mehr vom Spiel. Pech hatten sie auch bei einem Pfostenschuss (30.) und das nur Kapitän V.Mayer den phasenweisen Belagerungszustand vor dem Bayreuther Tor zur Resultatsverbesserung nutzen konnte. Die Bayreuther hatten da den Spielfaden nämlich ziemlich verloren, konnten den knappen Vorsprung aber noch halten.
Tigerscoach Waßmiller reagierte für den letzten Abschnitt auf die teilweise lethargische Vorstellung seines Teams mit einer ungewohnten Wechselorgie. Ständige Umbesetzungen einzelner Spieler in den Formationen sollten seine Jungs „wach und fokussiert“ halten, erklärte er seine Beweggründe dazu in der späteren Pressekonferenz. Positiver Effekt davon war das schnelle 4-2 durch den sehr präsenten Kolozvary nach einem platziert abgeschlossenen 2 gegen 1 Konter. Als in Minute 48 ein kapitaler „Bock“ im eigenen Drittel den Gästen nochmals den Anschluss bei 5-4 Powerplay „schenkte“, stand die Partie ein weiteres Mal auf der Kippe. Doch auch hier geschah Überraschendes. Wo manches Team nach so einem Fauxpas zu zerbrechen droht, setzten die Tigers nur 26 Sekunden später zum nun entscheidenden Gegenschlag an. Pavlu drückte nach feinem Querpass von Barta die Scheibe über die Linie. Als dann Müller mit einem fulminanten Direktschuss, nach einer von Langmann klasse parierten Großchance (Pesut) weitere nur 20 Sekunden später auch noch zum 6-3 einnetzte, war die „Messe endgültig gelesen“. Nach einer Auszeit und einem Pfostentreffer von Just (55.) fand sich Ravensburg dann langsam mit der Niederlage ab, während die Bayreuther den Vorsprung schlussendlich relativ sicher verwalteten. Lohn dafür ist ein weiteres Heimspiel mit dicker Aufbesserung des Punktekontos (10 P, aktuell Viertbestes Heimteam der Liga) und ein zwischenzeitlicher Sprung auf Tabellenplatz 7 mit mindestens einem Spiel weniger als alle vor ihnen positionierten Clubs.


Dresdner Eislöwen  (DEL2)
Eislöwen schlagen Bad Nauheim mit 6:1
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 6:1 (1:0; 3:1; 2:0) gewonnen. Vor 2107 Zuschauern brachte Nick Huard den Gastgeber in der siebten Minute in Führung. Dominik Grafenthin (25.) und Matt Siddall (29.) legten im zweiten Drittel nach, ehe Mike McNamee in doppelter Überzahl für Bad Nauheim den Anschlusstreffer erzielen konnte (33.). Doch Alexander Höller stellte im Powerplay noch vor der Pause den alten Abstand wieder her (39.). Im Schlussdrittel sorgten Marius Garten in Überzahl (54.) sowie wenige Sekunden später Steven Rupprich für den 6:1-Endstand.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir freuen uns über den Sieg als starke Mannschaftsleistung. Vom ersten Bully weg haben wir heute mit Selbstvertrauen agiert und sind als Team mit der Aufgabe gewachsen. Wir haben einfaches Hockey gespielt, aber über 60. Minuten ein hohes Tempo an den Tag gelegt und defensiv gut gearbeitet. Auch die Leistung unseres Goalies Marco Eisenhut war wieder überzeugend.“
Bad Nauheims Coach Petri Kujala: “Glückwunsch zum deutlichen und verdienten Sieg. Wir sind heute nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren zu langsam und meist einen Schritt zu spät. Das Spiel müssen wir schnell abhaken.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 8. Oktober um 17 Uhr bei den  Eispiraten Crimmitschau. 


Kassel Huskies  (DEL2)
Huskies zeigen Trotzreaktion gegen Kaufbeuren
Da Huskies-Stürmer Stefan Della Rovere unter der Woche die deutsche Staatsbürgerschaft
verliehen wurde, feierte David Kuchejda im Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren sein Debüt im
Trikot der Kassel Huskies. An diesem siebten DEL2-Spieltag gingen die Schlittenhunde ansonsten
unverändert in die Partie.
2.622 Zuschauer sahen, wie die Huskies von Beginn an auf Schadensbegrenzung für die 5:9-
Klatsche vom vergangenen Dienstag aus waren. Allerdings hatten sie Glück, dass die Gäste in
ihrer ersten Überzahlphase am Innenpfosten scheiterten. Nach zwei gefährlichen, aber erfolglosen
Unterzahlkontern sorgte Thomas Merl bei gleicher Spieleranzahl für den ersten Torerfolg, als er
einen Rebound nach Reiss‘-Schlenzer zum 1:0 über die Linie beförderte.
Im weiteren Verlauf des Abschnitts erarbeiteten sich die Gäste aus Kaufbeuren zwar optische
Vorteile, Huskies-Torhüter Markus Keller durfte sich jedoch über zahlreiche geblockte Schüsse
seiner Vorderleute freuen. Die dickeren Torchancen verbuchten die Schlittenhunde aber auf ihrer
Seite, allerdings verpassten Carciola und Klöpper frei vor ESVK-Torhüter Vajs das mögliche 2:0.
Auch im Mittelabschnitt hatten die Huskies alle Hände voll zu tun, den Kasten sauber zu halten.
Weiterhin waren es die Allgäuer, die den Takt vorgaben. Markus Keller verhinderte unter anderem
gegen Lewis und Sarrault den sicheren Ausgleich mit spektakulären Paraden. Die Schlittenhunde
zeigten sich über Konter gefährlich, Stefan Vajs parierte nach McGrath-Querpass sensationell
gegen den einschussbereiten Klinge. Kurz darauf wurden innerhalb weniger Sekunden Alex
Lambacher und Michael Christ auf die Strafbank geschickt, Kassel verteidigte den Nachteil mit
zwei Mann weniger aber aufopferungsvoll und wurde wenig später dafür belohnt. Noch bei eigener
Unterzahl eroberte Braden Pimm hinter dem Kaufbeurer Tor den Puck und sah, wie sein Zuspiel
von Klinge zwar nicht verwertet wurde, im Nachsetzen besorgte Pimm selbst aber das 2:0. Die
Huskies bestraften so die Gäste dafür, dass diese ihre Feldüberlegenheit nicht auf die Anzeigetafel
brachten.
Trotz eines Unterzahlspiels zu Beginn des Schlussdrittels kamen die Kaufbeurer erneut besser ins Spiel. Mitten in die bayerische Drangphase sorgte Husky Mike Little aber für eine kalte Dusche aus Gäste-Sicht. Mit einem satten Schlagschuss überwand er Vajs sehenswert im kurzen Eck und stellte auf 3:0 (46.). Trotz des Gegentors steckten die Mannen von ESVK-Coach Brockmann jedoch nicht auf. In der 50. Spielminute gelang dem Deutsch-Waliser Joseph Lewis der ersehnte Anschlusstreffer, als er Markus Keller bei 6-gegen-4-Überzahl aus dem Gewühl heraus überwand. Doch die aufflammende Hoffnung der bayrischen Gäste auf eine Aufholjagd währte nur kurz. In der 57. Minute markierte Braden Pimm in Kasseler Überzahl das vorentscheidende 4:1. Der Kanadier war über den linken Flügel durchgebrochen und hatte Vajs aus vollem Lauf per Schlagschuss überwunden (57.).
So blieb es am Ende beim verdienten 4:1-Sieg für die Schlittenhunde, die nach einer Woche mit Höhen und Tiefen ihre Fans mit einem „Dreier“ ins Wochenende verabschiedeten.


Kaufbeuren Buron Joker  (DEL2)
ESVK unterliegt in Kassel mit 4:1 - Mangelnde Chancenverwertung bringt Joker um Auswärtspunkte
Im Gegensatz zum Spiel am Dienstagabend in Bietigheim hatten die Kaufbeurer einen guten Start in die Partie. Huskies Torhüter Markus Keller musste gleich nach wenigen Sekunden zwei Schüsse parieren und nach gut zwei Minuten, die Joker agierten im Powerplay, scheiterte Max Schmidle am Innenpfosten des Kasseler Tores. Stefan Vajs musste kurz darauf das erste Mal eingreifen. David Kuchejda prüfte den ESVK Schlussmann mit einem gewaltigen Direktschuss, der diesen jedoch mit seiner Fanghand entschärfen konnte. In der 6. Spielminute war Stefan Vajs dann aber erstmals geschlagen. Thomas Merl konnte einen Abpraller nach einen abgefälschten Schuss von Adriano Carciola über die Linie schieben. Die Joker zeigten sich druch den Gegentreffer etwas schockiert und hatten in einer gut fünfminütigen Phase große Probleme im Aufbauspiel. Gleich zwei Mal konnte dadurch ein Huskies Stürmer alleine auf Stefan Vajs zu fahren. Adriano Cariola zielte dabei aber zu genau und verfehlte das Joker Gehäuse hauchdünn. Patrick Klöpper scheiterte mit seinem Schussversuch dann an einer tollen Reaktion von Stefan Vajs, der sein Team somit vor einem weiteren Gegentor bewahrte. Die besten Chancen der Allgäuer vergaben Florian Thomas bei einer zwei auf eins Situation sowie Christoph Kiefersauer und Joona Karevaara.
Auch in das zweite Drittel starteten die Kaufbeurer wiederum sehr gut. Mussten dann allerdings nach wenigen Minuten einen bitteren Ausfall verkraften. Nach einem, wohl aber eher unglücklichen, Ellenbogencheck in das Gesicht von Steven Billich, musste dieser leider das Spiel verletzt beenden und zu genauen Untersuchungen in das Kassler Krankenhaus gebracht werden. Seine Mannschaftskollegen hatten dann im Minutentakt durch Max Schmidle, Jere Laaksonen, Joey Lewis unterbrochen durch eine Konterchance von McGrath und durch Sebastian Osterloh sowie Christoph Kiefersauer top Chancen auf den Ausgleichstreffer. Als die Allgäuer dann auch noch knapp zwei Minuten mit 5:3 agieren konnten sollte sich das Blatt wenden. Die Joker spielten nicht clever und konzentriert genug und kassierten bei einer weiteren anschließenden einfachen Überzahl sogar noch einen Gegentreffer. Dabei vertändelten die Joker im Spielaufbau die Scheibe und Braden Pimm hatte keinerlei Mühe die Huskies mit 2:0 in Führung zu bringen. Zu allem Überfluss kassierte Joes Lewis dann auch noch eine zwei Minuten Strafe, so dass die Wertachstädter in Unterzahl in das dritte Drittel starten mussten.
Diese überstanden die Joker dann aber schadlos. Nach einem Chancenarmen Beginn nutzte das Heimteam dann aber einen weiteren Fehler der Kaufbeurer Defensive zum alles entscheidenden dritten Treffer durch Mike Little. Nach dem in der 49. Spielminute die Kaufbeurer eine weitere Überzahlsituation zum Anschlusstreffer. ESVK Trainer Andreas Brockmann griff dabei tief in Trickkiste. Er nahm schon zu diesem frühen Zeitpunkt Stefan Vajs zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und hatte damit auch Erfolg. Seine Mannschaft agierte im Powerplay sehr konzentriert und kam durch Joey Lewis zum 3:1 Anschlusstreffer. In der Folge zogen die Allgäuer dann auch nochmals etwas das Tempo an und hatten durchaus Chancen auf einem weiteren Treffer. Die Angriffsbemühungen der Joker wurden dann aber durchs Braden Pimms Powerplaytreffer zum 4:1, gut vier Minuten vor dem Ende, unterbrochen. Kurz vor dem Ende musste zum zweiten Mal an diesem Abend noch der Videobeweis zu Rate gezogen werden. Wie schon beim Innenpfostentreffer von Max Schmidle zu Beginn des Spiels, war die Scheibe wohl auch bei Sebastian Osterlohs Schussversuch, bei einer sehr undurchsichtigen Situation im Kassler Torraum, wohl auch hier nicht komplett hinter der Torlinie. So musste sich die Mannschaft von Andreas Brockmann schlussendlich auch mit 4:1 geschlagen geben.


SC Riessersee  (DEL2)
Riessersee siegt in Freiburg - Dritter Sieg in Folge für den SCR / Sonntag kommt Frankfurt
Ein bärenstarker Auftritt der Weiß-Blauen im Breisgau ebnet den Weg zum dritten Sieg in Folge. Mit einem 3:1 Auswärtssieg im Gepäck können die Garmisch-Partenkirchner die Heimreise antreten und sind gut gerüstet für das Heimspiel am Sonntag um 18:30Uhr gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Frankfurt.
Das Anfangsdrittel dominierte der SC Riessersee und ließ kaum Chancen des Gegners zu. Jakob Mayenschein sorgte für die verdiente Führung nach dem ersten Abschnitt. Das zweite Drittel begann für die Weiß-Blauen wie das Erste endete. Dominant ging es weiter, lediglich Freiburgs Torhüter Miroslav Hanuljak verhinderte eine höhere Führung des SCR. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Wölfe besser ins Spiel und prüften ein ums andere Mal Kevin Reich im Tor der Werdenfelser. Im Schlussabschnitt wollten es die Gastgeber nun wissen, sie drückten auf den Ausgleich, aber die Defensivabteilung des SC Riessersee funktionierte. In der 52. Spielminute stand Richie Mueller goldrichtig und verwertete eine zurückprallende Scheibe zur 2:0 Führung. Freiburg gab sich nicht auf und kam nur 80 Sekunden später zum Anschlusstreffer durch Radek Duda. In der Schlußphase holte Freiburgs Trainer Leos Sulak seinen Torhüter vom Eis, der Druck erhöhte sich, aber die Weiß-Blauen blieben konzentriert und Jakob Mayenschein netzte ins leere Tor zum 3:1 Endstand ein.
Tim Regan: "Wieder eine ganz starke Leistung unserer Minitruppe, läuferisch war es sehr intensiv und Freiburg was sehr Defensiv eingestellt. Es war heute ein hartes Stück Arbeit und in Freiburg ist es immer schwer zu spielen. Wir sind froh über die drei Punkte und freuen uns jetzt auf das Heimspiel am Sonntag gegen Frankfurt"


Lindau Islanders  (OLS)
Top Team aus Selb zu Gast bei den EV Lindau Islanders
Gleich im zweiten Heimspiel müssen die EV Lindau Islanders gegen einen der Topfavoriten der Oberliga Süd ran. Am Sonntag (18 Uhr) kommen die Selber Wölfe an den Bodensee.
Genau wie Freitagsgegner Deggendorf sind die Oberfranken mit zwei Siegen aus den Startlöchern gekommen. In Memmingen hatten die Wölfe zwar Anlaufschwierigkeiten und lagen beim euphorischen Aufsteiger nach dem ersten Drittel zurück. Dann drehten sie aber auch dank dreier Powerplaytore das Spiel und siegten mit 5:1. Anschließend gab es gegen Sonthofen einen knappen 3:2- Sieg. Auch hier traf Selb zweimal in Überzahl, kam am Startwochenende auf eine Herausragende Powerplay- Quote von 37%. „Es ist ganz klar ein Spiel, in dem wir von der Strafbank wegbleiben müssen“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton. „Selb hat Routine und individuelle Klasse.“
Schon der Blick auf die bisherigen Torschützen unterstreicht das: Kyle Piwowarczyk (34), Herbert Geisberger (32), Jared Mudryk (34) erzielten alleine fünf der acht Tore. Auf die Top- Reihe, die schon sieben Jahre zusammenspielt, ist also weiterhin Verlass. Dahinter lauern mit US- Boy Michael Dorr, Lanny Gare und Achim Moosberger weitere Hochkaräter, die jeder für 20 bis 30 Saisontore gut sind. Logisch, dass mit solchem Personal die Ansprüche wieder gegeben sind, ganz oben mitzuspielen. Zumal man auch in der Defensive um Ex- DEL- Crack Florian Ondruschka gut aufgestellt ist – nur drei Gegentore in zwei Spielen unterstreichen dies.
Auf der anderen Seite musste man in Oberfranken aber auch ein paar Abstriche machen. Im Sommer wurde ein dickes Minus im sechsstelligen Bereich aus dem Geschäftsjahr 2016 bekannt gegeben, weshalb man den Mannschaftsetat etwas reduziert hat und einerseits mit einem kleineren Kader in die Saison geht, andererseits vermehrt jüngere Spieler einbauen will. Die Hauptlast der Verantwortung tragen im Team von Henry Thom aber – siehe oben – die Routiniers.
Ob die jungen Wilden Islanders hier einen Ansatz finden, den Favoriten zu ärgern? Offensiv sah das nämlich in den ersten beiden Spielen nicht schlecht aus. Im Gegenteil: Die Lindauer Zuschauer waren mehr als angetan über die herzerfrischende Herangehensweise der verjüngten Islanders. „Wir wollen mutig spielen und unseren Zuschauern etwas bieten. Das wird hoffentlich belohnt und weiterhin honoriert“, sagt EVL- Sportchef Bernd Wucher. Der Trainingsbetrieb habe sich in der letzten Woche normalisiert, die Bedingungen seien jetzt besser. Wobei Dustin Whitecotton zwei Tage lang auf Tim Brunnhuber verzichten musste – aus erfreulichem Grund: Der 18jährige war mit der U20 Nationalmannschaft bei einem Test in Salzburg mit von der Partie und dürfte hier einen weiteren Motivationsschub bekommen haben. Aber daran hat es den Islanders bisher in dieser Saison ohnehin nicht gemangelt – etwas mehr Glück und Entschlossenheit im Abschluss – gerade in Überzahl – und noch mehr Konsequenz in der eigenen Zone, dann könnte eine Überraschung gegen die Wölfe möglich sein.


Starbulls Rosenheim  (OLS)
Starbulls gewinnen 4:1 in Regensburg!
Mit einem 4:1-Auswärtssieg beim Mitfavoriten Eisbären Regensburg haben die Starbulls Rosenheim im dritten Spiel der Eishockey-Oberliga-Saison 2017/18 den dritten dreifachen Punktgewinn klar gemacht. Vor 2.602 Zuschauern in der Regensburger Donau-Arena überzeugte die Mannschaft von Trainer Manuel Kofler gegen starke Gastgeber erneut mit tempo- und einfallsreichem Offensivspiel, einer abgebrühten Defensivleistung und einem souveränen Torwart Lukas Steinhauer. Am Sonntag empfangen die Starbulls nun den ebenfalls optimal gestarteten EC Peiting zum Spitzenspiel.
Es war von der ersten bis zur letzten Spielminute ein Eishockeyspiel auf höchstem Liga-Niveau. Die Starbulls Rosenheim legten vom ersten Wechsel an ein hohes Tempo vor, das die gastgebenden Eisbären mitgingen. Allerdings legte Regensburgs Trainer „Beppi“ Heiß sein Konzept, mit vier Sturmreihen zu agieren, schon in der Anfangsphase der Partie zu den Akten. Zu intensiv war das Rosenheimer Forechecking, zu konsequent die Abwehrarbeit der Grün-Weißen. Doch trotz der Regensburger Fokussierung auf drei Sturmreihen blieben die Starbulls das spielerisch bessere Team mit den zielstrebigeren Aktionen, das in der 13. Minute verdient in Führung ging. Im Powerplay hatte Michael Fröhlich von der blauen Linie abgezogen und Daniel Bucheli fälschte sie unhaltbar für Torwart Peter Holmgren ab. Danach hatten die Starbulls Glück, dass Regensburgs Importstürmer Arnoldas Bosas nur den Pfosten traf (14.). Kurz vor der Pausensirene hatte der frei vor dem stark parierenden Lukas Steinhauer auftauchende Nikola Gajovski ebenfalls die Chance zum 1:1, Jussi Nättinen hätte aber nach perfektem Zuspiel von Thomas Reichel auch auf 0:2 stellen können.
Im zweiten Spielabschnitt legten die Grün-Weißen dann noch einen Gang zu und ließen die Hausherren zunächst minutenlang überhaupt nicht ins Spiel kommen. Petri Lammassaari, Michael Baindl und Matthias Bergmann konnten aber beste Möglichkeiten zu weiteren Treffern nicht nutzen. Und das rächte sich in der 28. Spielminute. Christoph Gottwald reagierte im Slot erstens zu spät und zweiten zu nachlässig, so dass Peter Flache einen Querpass von Benjamin Kronawitter ungehindert ins Tor lenken konnte – 1:1 (28.).
Jetzt ging es hin und her. Michael Baindl traf eine Minute nach dem überraschenden Ausgleich die Latte, dann entfachtem die Gastgeber mehrere Minuten lang viel Druck in Überzahl. In dieser Phase hätte ein Regensburger Treffer die Partie durchaus zum Kippen bringen können. Doch es waren die Starbulls, die eiskalt zuschlugen. Sekunden nachdem die Grün-Weißen wieder komplett auf dem Eis standen, schnappte sich Michael Baindl die Scheibe an der Bande, nahm sofort Tempo auf, fuhr von der Seite in den Slot und schob im Fallen zum erneuten Führungstreffer ein – 1:2 (35.). Fast hätte der ebenfalls frei auf Torwart Holmgren zufahrende Jussi Nättinen noch vor der zweiten Sirene auf 1:3 erhöht (38.).
Im letzten Spielabschnitt musste die nach wie vor engagiert arbeitende Defensive der Starbulls zunächst einige Abschlüsse der ersten und zweiten Regensburger Sturmreihe mit ihren starken Einzelspielern zulassen. Doch Torwart Lukas Steinhauer überzeugte mit stoischer Ruhe und leistete sich nicht einen einzigen Abpraller. Auf der anderen Seite konnte Peter Holmgren einen Abschluss von Petri Lammassaari nicht festhalten und der Finne im Starbulls-Trikot reagierte schneller als zwei Gegenspieler und schaufelte die Hartgummischeibe mit der Rückhand hoch ins Netz zum 1:3 (48.). Danach ließen die Grün-Weißen kaum noch nennenswerte Torchancen zu, störten gegen die anrennenden Gastgeber früh und geschickt, blieben spritzig auf den Kufen und bis zur Schlusssirene hochkonzentriert. Lammassaari gelang 18 Sekunden vor dem Ende schließlich nach tollem Defensiveinsatz von Nättinen noch der Treffer zum 1:4 ins leere Regensburger Tor.
Damit kommt es am Sonntag um 17 Uhr im emilo-Stadion zum absoluten Topspiel. Zu Gast an der Mangfall ist mit dem EC Peiting ein weiteres Team mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten aus den ersten drei Partien. Während die Starbulls in Regensburg gewannen, besiegte der EC Peiting den EV Landshut mit 6:2. Karten für dieses hochinteressante Starbulls-Heimspiel sind jederzeit online zum Selbstausdruck im Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich. Die Tageskasse am Spieltag öffnet um 15 Uhr.


Selber Wölfe  (OLS)
Wölfe im Derby nur zweiter Sieger / Selber Wölfe vs. Blue Devils Weiden 3:4 (1:2; 1:2; 1:0)
Gleich im dritten Saisonspiel treffen unsere Selber Wölfe im ewig jungen Derby auf die Blue Devils aus Weiden. Nach der offiziellen Verabschiedung von Tim Schneider, der 423 Spiele für die Selber Wölfe gemacht hat, entwickelt sich vor einer stattlichen und stimmungsvollen Kulisse in der Netzsch-Arena ein rassiges Spiel.
Die Gäste aus der Oberpfalz zeigen mehr Willen und erkämpfen sich dadurch den Auswärtssieg. Unser Team steckt zwar nie auf, letztendlich will das Ausgleichstor in der regulären Spielzeit aber nicht mehr fallen.
Beide Mannschaften spielen vom ersten Bully an sofort mit offenem Visier. Dies hat Chancen zuhauf auf beiden Seiten zur Folge. Hördler trifft nach feiner Einzelleistung zum zwischenzeitlichen 1:1, doch nach einem Wechselfehler unserer Wölfe nutzen die Blue Devils den dadurch entstandenen freien Raum zur abermaligen Führung.
Nach dem ersten Pausentee kommen die Gäste aggressiv und entschlossen aus der Kabine. Zum Entsetzen unserer Anhänger hat Waldowsky einen Sahne-Tag erwischt und stellt mit einem Doppelschlag auf 1:4.
Unsere Mannschaft fängt sich nun aber wieder und kreiert weiter fleißig Torchancen. Förderlizenzspieler Nägele bittet Schusser nach einem Gerangel vor dem Tor zum Faustkampf. Dies scheint seine Mitspieler endgültig aufgeweckt zu haben. Angepeitscht vom eigenen Publikum gelingt Piwowarczyk kurz vor der Pausensirene noch der wichtige Anschlusstreffer zum 2:4 in Überzahl.
Nun nehmen unsere Wölfe das Heft in die Hand. Weiden kämpft aufopferungsvoll und verteidigt mit Mann und Maus. In der 50. Minute kurvt Mudryk unnachahmlich um das Weidener Tor und sieht den gut postierten Geisberger, der wiederum unhaltbar zum 3:4 einnetzt. Unser Team ist nun drückend überlegen, doch leider ist am starken Wiedemann im Tor der Blue Devils an diesem Tag kein Vorbeikommen mehr.


Sonthofen Bulls  (OLS)
ERC Sonthofen will gegen Deggendorf Heimsieg-Serie starten - Bulls hoffen auf viele Zuschauer am Sonntagabend
Im zweiten Heimspiel der noch jungen Eishockey-Oberligasaison kommt der Deggendorfer SC am
Sonntag (18 Uhr) in die Eissporthalle nach Sonthofen. Die Bulls freuen sich bereits auf der Partie und
wollen mit einem weiteren Sieg eine Serie zu Hause starten. Das Maß aller Dinge ist der schon
vorhandene Zusammenhalt in der Mannschaft, sowie eine möglichst niedrige Zahl an Strafzeiten.
Schon beim letzten Heimspiel gegen Lindau gab es für die Sonthofer Fans viele Tore auf der richtigen
Seite zu sehen.
Ganz so einfach wird es gegen Deggendorf am Sonntagabend dann wohl nicht, aber Heiko Vogler hat
seine Truppe wieder auf einen harten Kampf auf dem Eis eingeschworen. „Du kriegst in dieser
Oberliga nichts geschenkt“, meint der Trainer und sportliche Leiter. Und weiter: „Wir müssen weiter
konsequent an uns arbeiten, kleinere Fehler noch abstellen, um unseren Fans zu Hause ein tolles
Erlebnis im Stadion zu bieten“.
Besonders schön: Der Kader ist prall gefüllt. Phillip Messing ist nach seiner Verletzung zurück auf dem
Eis, Förderlizenzspieler Leon Müller konnte schon in Memmingen erstmals für die Bulls aufs Eis
gehen und dann ist da noch Tyler Wood - Ein Tryout-Verteidiger, der ebenfalls bei den Indians am
Freitagabend erstmals zum Einsatz kam. Er spielte zuletzt in der dritten französischen Liga und
könnte bei entsprechender Leistung schon bald fest zum Kader des ERC Sonthofen gehören.
Gegen Deggendorf gilt es vor allem die bisher erfolgreichsten Torschützen der Gäste Kyle Gibbons
und Curtis Leinweber im Griff zu behalten, aber auch Sergej Janzen ist als Vorbereiter nicht
ungefährlich. Die Bulls setzen individuelle Klasse dagegen: Im Prinzip ist jeder in der Lage den
anderen perfekt in Position zu spielen und auch Tore zu erzielen. Egal ob Martin Guth, Marco
Sternheimer oder auch Kapitän Fabio Carciola – Der ERC will auch weiter mit dieser
Unberechenbarkeit auf Torejagd gehen.
Warteschlangen soll es beim Spiel gegen Deggendorf nicht geben. Das vergangenen Freitag
vorhandene Problem im Ticket-Center ist behoben.
Bittere Derbyniederlage für Bulls in Memmingen - ERC Sonthofen will gegen Deggendorf Kehrtwende einläuten
Der ERC Sonthofen hat das prestigeträchtige Allgäu-Derby in der Eishockey-Oberliga verloren. Eine
2:4-Niederlage mussten die Bulls am Memminger Hühnerberg einstecken. „Völlig zurecht“, meinte
Trainer Heiko Vogler in der anschließenden Pressekonferenz und kündigte für den Samstag eine
intensive Auseinandersetzung mit dem Geschehenen an. Die Mannschaft will am Sonntagabend im
Heimspiel gegen Deggendorf Wiedergutmachung betreiben. Über 2.700 Zuschauer hatten das Spiel
in Memmingen im Stadion verfolgt.
Es war eine beeindruckende Kulisse vor der die beiden Mannschaften nach drei Jahren Abstinenz
wieder antreten durften. Der Druck auf den Teams war hoch, keiner wollte sich blamieren. Die
Sonthofer Fans mit tollen Gesangseinlagen, Memmingen zurückhaltend, nachdem ein junger Fan vor
wenigen Tagen verstorben war - Nur allzu verständlich.
Nach Spielbeginn die Indians zunächst am Drücker. Dass die Heimmannschaft druckvoll aufspielen
würde, hatten die Oberallgäuer erwartet. Nach einigen Minuten hatten die Bulls das Spiel im Griff
und konnten mit guten Ansätzen glänzen. In der zehnten Spielminute Marc Sill nach Doppelpass mit
Martin Guth, Sill schließt ab und trifft zum 1:0 für den ERC. Zwei Minuten später, die Indians hatten
sich noch nicht gefasst, war es Maximilian Hadraschek, der nach tollem Zuspiel über eine größere
Entfernung durch Chris Stanley zum 2:0 getroffen hatte. Dann plötzlich die Wende im Spiel.
Sonthofen mit unnötigen Strafzeiten, Memmingen mit Oberwasser. Folgerichtig machte Miettinen
kurz vor Drittelende noch den 1:2 Anschlusstreffer. Bevor die Pausensirene ertönte hatten die Bulls
noch Glück: Pfostenschuss durch Jan Kouba. Sonthofen aber weiter in Führung.
Chancen auf beiden Seiten gab es in der ersten Hälfte des Mitteldrittels. Zwingende Aktionen waren
aber nicht dabei. In der 35. Minute Memmingens Timo Schirrmacher mit Pech, der Puck springt von
der Latte vor die Linie - Kein Tor entscheidet das Schiedsrichtergespann. Der ERC auch durch diese
Situation nicht wachgerüttelt und schließlich folgt, was kommen musste: Memmingen gleicht drei
Minuten später aus - Der absolut verdiente Ausgleich. Heiko Vogler mit einer Auszeit und einer
lautstarken Ansage. Bis zu Pause sollte aber nichts mehr passieren. 2:2 nach vierzig gespielten
Minuten.
Im letzten Spielabschnitt hatte Sonthofen den Memmingern nur wenig entgegenzusetzen. Strafzeit
über Strafzeit kassierten die Oberallgäuer und schwächten sich dadurch selbst. In der 45. Minute
liegt der Puck im Tor hinter Patrick Glatzel, doch der Treffer zählt nicht. Der Schiedsrichter will zuvor
abgepfiffen haben. Im Anschluss Schuss von der blauen Linie durch Timo Schirrmacher, TryOut-
Verteidiger Tyler Wood berührt noch leicht mit der Hand und lenkt so unglücklich das Hartgummi ins
Tor. Patrick Glatzel chancenlos. Sonthofen liegt zurück, Memmingen führt das erste Mal im
Spielverlauf. Die Bulls versuchen zwar mehr Gas zu geben, doch die Strafzeiten werden immer mehr
und dadurch auch die Kontermöglichkeiten. In der 59. Minute in sechs zu vier Überzahl schließlich die
Entscheidung: Kubail zum 4:2 Endstand.
Im Anschluss an die Partie: Gratuliation seitens des ERC Sonthofen an Memmingen und ein
Versprechen an die Fans: Beim Heimspiel am Sonntag (18 Uhr) wird wieder eine andere Mannschaft
auf dem Eis stehen. Die Bulls haben bei ihren Fans etwas gutzumachen.


Füchse Duisburg  (OLN)
Eissporthalle Duisburg wird zur KENSTON ARENA
die Eissporthalle Duisburg, als ein wesentliches Aushängeschild des Sportparks Duisburg, trägt seit Beginn der aktuellen Saison den Namen KENSTON ARENA. Die KENSTON Arena GmbH, als Verbundgesellschaft der KENSTON Unternehmensgruppe, agiert weiterhin als Betreibergesellschaft der Eissporthalle.
Unter dem Dach der KENSTON Unternehmensgruppe agieren miteinander kooperierende bzw. verbundene Unternehmen, die als unabhängige Lösungspartner für sämtliche Themenbereiche der betrieblichen Altersversorgung und von Arbeitszeitkonten- bzw. Zeitwertkontensystemen fungieren. Darüber hinaus gehören zum Dienstleistungsspektrum der KENSTON Unternehmensgruppe alle relevanten Beratungs- und Abwicklungsdienstleistungen, die die betriebliche Vergütung (HR) eines Unternehmens ergänzend zur betrieblichen Altersversorgung und zu Zeitwertkontenlösungen tangieren. Des Weiteren betreibt und vermarktet die KENSTON Unternehmensgruppe sowohl die Eissporthalle Duisburg, als auch den hiesigen Eishockey-Oberligisten Füchse Duisburg.
Die Geschäftsleitung der KENSTON Unternehmensgruppe zur Umbenennung der Eissporthalle in KENSTON ARENA:
„Mit der Umbenennung der Eissporthalle Duisburg in KENSTON ARENA unterstreichen wir nochmals die Ernsthaftigkeit unseres Projektes in Duisburg und bekennen uns bewusst zu diesem Standort. In unserer langfristigen Ausrichtung ist die Eissporthalle ein wesentlicher Bestandteil, um sowohl den Eishockeystandort Duisburg im Senioren- und Jugendbereich weiter zu professionalisieren, als auch dem Eiskunstlauf, Schulklassen und allen sportinteressierten Duisburgern eine Anlaufstelle und sportliche Heimat zu bieten. Den eingeschlagenen Weg werden wir weiterhin mit vollem Elan und höchstmöglichem Engagement verfolgen.“


Herner EV  (OLN)
Hannover Scorpions - Herner EV 2 : 3 (0:0,1:1,1:2)
Das war eine Punktlandung, die der Herner EV am Freitagabend in der Wedemark bei den Hannover Scorpions hingelegt hat. Es waren noch 4,9 Sekunden zu spielen, da gelang Aaron McLeod der entscheidende Treffer zum 3:2-Auswärtssieg der Gysenberger. Dabei lag die zum letzten Mal von Interimstrainer Guido Drongowski betreute Mannschaft zweimal zurück und konnte den 2:2-Ausgleichstreffer auch erst zwei Minute vor Spielschluss erzielen.
Die Zuschauer mussten bis zur 28. Spielminute warten, bevor der erste Treffer fiel. Es waren die Hannover Scorpions, die eine 3:5-Unterzahlsituation des HEV durch Patrick Schmid ausnutzen konnten. Ausgleichende Gerechtigkeit, auch der Ausgleich zum 1:1 durch Stephan Kreuzmann in der 39. Minute fiel in doppelter Überzahl. Insgesamt war es eine recht ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften sich meistens egalisierten und in der sich beide Torhüter, Björn Linda auf Seiten der Scorpions und Michel Weidekamp im Herner Dress, mehrfach auszeichnen konnten. Ab dem zweiten Abschnitt nahm das Spiel immer mehr an Fahrt auf, um dann durch den engen Spielverlauf im letzten Abschnitt immer spannender zu werden. Die Scorpions erhöhten zunehmend den Druck, Michel Weidekamp musste z.B. in der 49. Minute mit einem Big Save retten, aber dann war er in der 51. Minute machtlos als Andrej Strakhov das 2:1 erzielte. Wieder war es ein Überzahltreffer. Nun drängte der HEV auf den Ausgleich, musste aber bis zur 58. Minute warten, bevor Danny Albrecht mit dem 4. Überzahltreffer des Abends das 2:2 markierte. Der Rest wurde schon eingangs beschrieben, der Siegtreffer kurz vor Toresschluss. Aaron McLeod zog von links ab und traf rechts ins Tor. Unglücklich für die Scorpions, glücklich für die Gysenberger und ein schöner und verdienter Abschluss für Guido Drongowski.
Am Sonntag folgt das zweite Heimspiel der noch jungen Saison. Dann gastieren die Hamburg Crocodiles ab 18:30 Uhr am Herner Gysenberg. Das Team aus der Hansestadt schaffte im Parallelspiel nach 1:4-Rückstand noch einen 5:4-Heimsieg in der Overtime. Man kann also erneut am Sonntagnachmittag von einer spannenden Partie ausgehen.


Buchloe Pirates  (BYL)
Bitterer Abend zum Auftakt für den ESV - Buchloe verliert zum Bayernligastart zu Hause gegen Germering
Das hatte man sich beim ESV Buchloe zum Start in die neue Bayernligasaison sicher ganz anders vorgestellt. Nicht nur, dass man das Auftaktspiel zu Hause am Freitagabend gegen die Wanderers Germering mit 3:6 (1:3, 2:1, 0:2) verlor, sondern auch, dass sich Torwart Alexander Reichelmeir schon vor Spielbeginn verletzte. Der Keeper, der an diesem Abend eigentlich das Tor der Piraten hüten sollte, brach sich bereits beim Aufwärmen den Finger. Man kann also getrost von einem gebrauchten Abend für die Freibeuter sprechen, die vor allem die Paradereihe der runderneuerten Gäste einfach nicht in den Griff bekamen. Alle sechs Treffer der Münchner Vorstädter gingen nämlich auf das Konto der Sturmreihe um Trainersohn Tobias Feilmeier, Ex-DEL Profi Rainer Suchan, Florian Fischer und den tschechischen Kontingentspieler Jaroslav Sarsok.
Abgesehen von der bitteren Nachricht von der Verletzung Reichelmeirs beim Aufwärmen begann die Partie für die Gennachstädter eigentlich gar nicht so schlecht. Denn Alexander Krafczyk hatte seine Farben nach Vorlage von Martin Zahora mit einem wuchtigen Schuss früh mit 1:0 in Führung gebracht (4.). Doch die Gäste kamen nur rund sechs Minuten später zurück. Während Martin Zahora kurz zuvor bei einem Zwei auf Eins Konter noch gleich zweimal an Wanderers-Schlussmann Martin Hauser gescheitert war und so das 2:0 vergab (9.), glich Tobias Feilmeier zum 1:1 aus (10.). Und es sollte noch schlimmer kommen, da die Gäste das Spiel im ersten Powerplay drehten. Florian Fischer hatte ESV-Keeper Daniel Blankenburg am kurzen Eck zum 1:2 überwunden (12.). Noch vor der Pause gelang den Wanderers dann sogar der dritte Treffer durch Rainer Suchan, der die Nachlässigkeiten in der ESV-Hintermannschaft dankenswerterweise zum 1:3 Pausenstand ausnutzte (14.).
Nachdem beide Teams zu Beginn des Mittelabschnitts zwei gute Konterchancen vergaben, kamen die Buchloer endlich etwas besser ins Spiel und waren nun deutlich präsenter und druckvoller. Demzufolge gelang auch der 2:3 Anschluss durch Martin Zahora, der einen Abpraller von Alexander Krafczyk im Tor unterbrachte (27.). Und die Piraten ließen auch weiter nicht locker. David Vycichlo vergab aber den bereits sicher geglaubten Ausgleich, als er die Scheibe am eigentlich schon leeren Tor vorbeilegte (29.). Als die Hausherren schließlich mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren konnten, gelang der mittlerweile durchaus verdiente Ausgleich. Torschütze zum 3:3 war Simon Beslic (31.). Die aufkeimende Hoffnung beim ESV-Anhang währte im Anschluss allerdings gerade einmal 33 Sekunden, ehe die Germeringer durch Jaroslav Sarsok eine erneute Unachtsamkeit in der Buchloer Verteidigung zur postwendenden Antwort bestraften. Der neuerliche Rückstand nahm den Piraten zudem auch wieder deutlich den Wind aus den Segeln, weil man danach längst nicht mehr so druckvoll und zielstrebig agierte wie in den Minuten zuvor.
Stattdessen fiel man wieder ins alte Muster zurück und musste im Schlussdrittel direkt nach Wiederbeginn den nächsten Rückschlag verkraften. Mit einem sehenswerten Angriff erhöhte wiederum Fischer nach tollem Zuspiel von Rainer Suchan auf 3:5 (42.). Eine kalte Dusche zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, wie auch beide Trainer nach der Partie analysierten. Denn im weiteren Verlauf des Spieles sollten die Pirates diesen Rückstand nicht mehr aufholen können. So scheiterten Alexander Krafczyk aus kurzer Distanz ebenso, wie der durchgebrochene David Vycichlo, der alleine vor Hauser den Anschluss vergab (43./50.). Und während die Buchloer in der Offensive zusehends verkrampften, markierte Tobias Feilmeier mit einem Alleingang aus abseitsverdächtiger Position die endgültige Entscheidung zum 3:6 Endstand (53.).
Für die Piraten gilt es diese Niederlage zu Auftakt schnell zu vergessen. Immerhin wartet am Sonntag bereits das nächste Duell, wenn es ab 17 Uhr zum ersten Auswärtsspiel nach Schongau geht.


Forst Nature Boyz  (BLL) 
Letzter Test am Sonntag für SC Forst - EA Schongau 1b zum Rückspiel zu Gast
Die Vorbereitungszeit neigt sich dem Ende entgegen, denn am Sonntag beginnt um 17:00 Uhr das letzte Spiel, bei dem die EA Schongau 1b zum Rückspiel im Peißenberger Eisstadion antritt.
Am letzten Wochenende konnten sich die Gastgeber gegen die 1b der Mammuts in Schongau knapp mit 2:3 durchsetzen. Das Spiel gegen den Bezirksligisten und auch schon in den vorangeganenen Partien kam zu Tage, in welchen Mannschaftsteilen noch Schwächen auszumerzen sind. Trainer Josef Bachmeier hat in der laufenden Woche die spezielle Übungseinheiten absovieren lassen, z. B. die Verwertung von Torchancen und auch die Schüsse auf das gegnerische Tor.
Sicher werden die Gäste versuchen, ihre Gastgeber zu ärgern und das Spielergebnis knapp zu halten. Hoffen wir auf eine in einigen Teilen stark verbesserte Heimmannschaft, die es gelernt hat, die Chancen besser zu nutzen.


Eisbären Heilbronn  (RLSW)
6:3-Arbeitssieg in Stuttgart / Neuzugang Sören Breiter
Mit einem 6:3 (3:1, 2:1, 1:1)-Sieg bei den Stuttgart Rebels haben die Eisbären Heilbronn ihre weiße Weste gewahrt und ihre Tabellenführung weiter ausgebaut.
Schon vor dem Spiel hatten die Eisbären ihre Fans überrascht, als plötzlich ein neuer Spieler im Trikot mit der Nummer 42 und dem Namen BREITER auf dem Rücken auflief. Noch vor ein paar Tagen hatte man auf der Homepage einen weiteren Oberligaspieler angekündigt, der berufsbedingt erst Ende Oktober für die Eisbären auflaufen kann. Voilà - da war er auch schon: Sören Breiter, Bruder von Eisbären-Vorstand und -Stürmer Sven Breiter! Der 26-Jährige war in der vergangenen Saison inaktiv und hatte davor zuerst 42 Spiele für die Bietigheim Steelers in der DEL2 und dann über 200 Oberliga-Spiele für die Icefighters Leipzig absolviert.
Marc Oppenländer brachte die Eisbären in seinem ersten Saisonspiel nach knapp fünf Minuten in Führung, ehe Patrick Daucik etwas mehr als eine Minute später das 1:1 erzielte. Doch obwohl die Rebels den Eisbären das Leben schwer machten, schossen Stefano Rupp (13.) und Stefan Schrimpf (19.) bis zur ersten Pause einen beruhigenden 3:1-Vorsprung heraus.
Als Robin Platz im an Höhepunkten lange armen zweiten Drittel das 1:4 erzielte (27.), schien dies schon eine Art Vorentscheidung zu sein. Doch in der 29. Minute stellte Eric Strieska mit einem schnell vorgetragenen Konter den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Die beiden Teams schenkten sich gegenseitig nichts und kämpften um jeden Zentimeter Eis, wodurch Torszenen in der Folge Mangelware blieben. Eine der wenigen Chancen nutzte dann Patrick Luschenz in der 35. Minute zum 2:5.
Auch das Schlussdrittel hatte nicht viel Nennenswertes zu bieten - bis dann Patrick Eisele, Heilbronner in Stuttgarter Diensten, in der 49. Minute auf 3:5 verkürzte. Dieser Treffer beflügelte die Gastgeber, die nun ihre Chance nochmal in der Offensive suchten. Die Eisbären und ihr Keeper Patrick Seeger jedoch verteidigten sicher. Drei Minuten vor dem Ende nahm Rebels-Trainer Pavol Jancovic seinen Keeper Andreas Räht zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis um in Überzahl noch den Ausgleich zu erzwingen. Dies wussten die Eisbären jedoch zu verhindern: Benjamin Brozicek machte nach 57:34 Minuten mit seinem Treffer zum 3:6 ins leere Tor den ersten Auswärtssieg der Saison perfekt.
"Es war ein verdienter Sieg, jedoch war Stuttgart der erwartet schwere Gegner, der alles in die Waagschale geworfen und uns aufgezeigt hat, woran wir in den kommenden Wochen noch arbeiten müssen", gab Eisbären-Trainer Sascha Bernhardt nach dem Spiel zu Protokoll.
Am kommenden Wochenende müssen die Eisbären gleich zweimal ran: Am Freitag (20 Uhr) geht es zuerst nach Ravensburg, ehe am Sonntag (18 Uhr) erneut die Bietigheim Steelers in der Kolbenschmidt Arena gastieren.


Bären Neuwied  (RLW)
Alle Neune: Bären bleiben verlustpunktfrei
Die Eissporthalle im Neusser Stadtteil Reuschenberg ist nicht das, was man als Hexenkessel bezeichnet. Gut für die Trainer, weil ihre Spieler auf dem Eis die Anweisungen gut wahrnehmen können, den Akteuren selbst geht hingegen der von der Tribüne überspringende Funke ab, der ein paar Prozent mehr herauskitzelt. Da besteht schnell einmal die Gefahr, sich einlullen zu lassen und von der eigenen Linie abzuweichen. „Am Anfang hat vielleicht auch deshalb die Emotion etwas gefehlt, wir waren nicht richtig präsent“, analysierte Coach Jens Hergt. „Aber insgesamt haben wir unser Spiel ordentlich durchgezogen.“ Das führte zu einem ungefährdeten 6:2-Auswärtssieg der Neuwieder beim Vorjahres-Halbfinalisten, durch den sie nach drei Spieltagen in der Eishockey-Regionalliga West mit den maximal erreichbaren neun Punkten das Tableau anführen.
Neuss und Neuwied hatten sich in der vergangenen Spielzeit so manches Spektakel geboten. Anders diesmal. Der ganz große Elan fehlte dieser Begegnung vor 194 Zuschauern – darunter gut 50 Neuwieder. Den Einheimischen merkte man das Fehlen von Kapitän Holger Schrills und den Abgang des Ungarn Balazs Szabolcs Peter an, die ihr Spiel im zurückliegenden Jahr im Wesentlichen mitgeprägt hatten. Die neue, junge NEV-Mannschaft ließ den Bären viel Platz und verlor die Scheibe häufig schon im Spielaufbau in der neutralen Zone, was ab dem zweiten Drittel zum gefundenen Fressen von Stephan Fröhlich, Martin Brabec und Co. wurde.
Der erste Spielabschnitt glich noch einem beiderseitigen Abtasten, in dem klare Möglichkeiten Mangelware blieben. Michael Jamieson und Moritz Schug scheiterten mit den ersten EHC-Chancen am Neusser Schlussmann Ken Passmann, dann gab Jamieson dem Ex-Ratinger und -Krefelder aus der Nahdistanz das Nachsehen (14.). Mit dem knappen Vorsprung gingen Bären in den zweiten Abschnitt, und auf den können sich die Deichstädter in diesen Wochen verlassen. Nach drei Partien steht das Neuwieder Mitteldrittel-Torverhältnis nun bei 10:2. Stephan Fröhlich brauchte nach dem Bully nur 63 Sekunden, um mit dem 0:2 die Richtung vorzugeben, sein Sturmpartner Martin Brabec – an vier von sechs Bären-Toren beteiligt – erhöhte im Powerplay auf 0:3. Geduldig hatte sich die Hergt-Truppe in dieser Situation die Gastgeber zurechtgelegt, bevor Willi Hamann in den Slot passte und Brabec wie man ihn kennt vollendete. Zur Vorsicht alarmiert wurden die Bären rund nach der Hälfte der Spielzeit. In Überzahl verkürzte Pascal Rüwald zum 1:3 (29.), und als kurze Zeit später Alexander Zaslavski auf der Strafbank saß, kam die EHC-Abwehr in der Rückwärtsbewegung einen Schritt zu spät. Maximilian Stein sprintete im Alleingang auf Felix Köllejan zu, der mit der Fanghand herauszuckte und eine ganz wichtige Parade auspackte. Anstatt das 2:3 das kassieren, erhöhte der Tabellenführer wenig später erneut durch Stephan Fröhlich auf 1:4 – auch diese Kaltschnäuzigkeit in den entscheiden Momenten machte am Freitagabend den Unterschied aus.
Drittel Nummer drei begann ähnlich wie das zweite. Neuss hielt sich im Zweikampf dezent zurück, Neuwied setzte sich dadurch schnell vor Passmann fest, und Moritz Schug durfte sich in der 42. Minute bei seinem Schuss zum 1:5 die Ecke aussuchen. Jamiesons Alleingang zum 1:6 machte das halbe Dutzend voll in einer Partie, die sich längst zu einer einseitigen Angelegenheit für die Neuwieder entwickelt hatte. Einen Erfolgsmoment gewährten sie den Nordrhein-Westfalen in der Endphase dann aber doch noch. Dominick Thum traf im Nachschuss zum 2:6-Endstand (56.). Ein Schuss ins Netz, ein dezenter Jubel – die Eissporthalle in Neuss-Reuschenberg ist eben kein Hexenkessel. An diesem Abend hatten aber auch die Bären dafür gesorgt, dass sich die positiven Emotionen bei den Rot-Schwarzen im überschaubaren Rahmen hielten. „Es war ein ungefährdeter Sieg“, fasste Trainer Hergt die 60 Minuten zusammen.


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Samstag 7.Oktober 2017
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