IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen vonm Sonntag 3.Dezember 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls feiern Derbysieg gegen Augsburg
Der EHC Red Bull München hat ein spannendes Derby gegen die Augsburger Panther mit 4:3 (2:1|1:1|1:1) gewonnen. Vor 4.640 Zuschauern sicherte sich das Team von Trainer Don Jackson auch im dritten Duell gegen die Fuggerstädter die volle Punktzahl. Konrad Abeltshauser, Frank Mauer, Steve Pinizzotto und Patrick Hager erzielten die vier Tore für die Münchner.
Das Derby begann spektakulär. Konrad Abeltshauser schoss die Red Bulls in der zweiten Minute in Führung. Nur 35 Sekunden später glichen die Panther durch Derek Dinger aus. Danach waren es die Hausherren, die für die spielerischen Höhepunkte sorgten. Frank Mauer belohnte sein Team mit dem Treffer zum 2:1 (11.). Noch vor der ersten Pause hatte Jon Matsumoto das 3:1 auf dem Schläger, er scheiterte aber nach einem Solo an AEV-Torhüter Olivier Roy (18.).
Auch im zweiten Abschnitt erwischten die Red Bulls einen Traumstart. Zwei Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Steve Pinizzotto einen Querpass von Keith Aucoin per Direktabnahme unter die Querlatte schoss. Obwohl München in der Folge die Partie kontrollierte, sorgten die Panther durch den Anschlusstreffer von Andrew LeBlanc für Spannung (35.).
Im Schlussabschnitt legten die Red Bulls erneut vor: Patrick Hager traf nach dem dritten Assist von Keith Aucoin per Beinschuss zum 4:2 (47.). Die Vorentscheidung war das nicht, denn Trevor Parkes schloss nur eine Minute später einen Alleingang erfolgreich ab. Augsburg riskierte danach viel, München ließ aber bis auf einen Schuss von Michael Davies keine Großchancen zu (58.) und sicherte sich den Sieg nach zuletzt drei Niederlagen.
Ravensburg Towerstars (DEL2)
Entscheidung bereits nach zwei Dritteln gefallen
Die Ravensburg Towerstars haben das dritte Aufeinandertreffen mit den Eislöwen aus Dresden mit 5:2 gewonnen. Damit ist das Team von Trainer Jiri Ehrenberger seit vier Spielen ungeschlagen.
Bereits beim gegenseitigen Abtasten zeigten sich die beiden Hauptschiedsrichter äußerst streng in der Regelauslegung und nach acht Minuten hatte jedes der beiden Teams jeweils eine numerische Überzahl gespielt. Treffer resultierten hieraus allerdings nicht. Dresdens Torhüter Marco Eisenhut blieb auch nach sieben Minuten Sieger, als David Zucker von Robin Just mit einem starken Pass freigespielt wurde und vor das Dresdner Tor ziehen konnte. Diese Chance leitete eine richtig gute Phase der Towerstars ein, die ihre Angriffe schnörkellos aufbauten und die Pässe in der gegnerischen Zone dann schnell und präzise laufen ließen. So hatten Mathieu Pompei (10.), Marc Schmidpeter (14.) sowie Brian Roloff (15.) sehr gute Chancen auf die Führung. Diese kam dann verdientermaßen in der 18. Spielminute, zu diesem Zeitpunkt weilte mit Marius Garten ein Eislöwen-Spieler auf der Strafbank. Sören Sturm war an der blauen Linie die einzige Anspielstation und er hämmerte den Puck zum 1:0 in die Maschen.
Dresden hatte im ersten Spielabschnitt sicherlich gute Szenen und zeigte gute Kombinationen, die Qualität der Schüsse sollte Towerstars Torhüter Jonas Langmann zunächst aber nicht in Bedrängnis bringen.
Im zweiten Spielabschnitt ergriffen die Gastgeber vor 2687 Zuschauern schnell die Initiative. Zwar galt es erst einmal die Unterzahl aufgrund der Strafzeit gegen Mathieu Pompei zu überstehen, dann aber folgte alsbald das 2:0. Adam Lapsansky eroberte sich an der Mittellinie die Scheibe und spielte sofort weiter auf den rechts startenden Jakub Svoboda. Letztlich fand der entschlossene Schlagschuss den Weg über den linken Innenpfosten ins Dresdner Tor. Für Eislöwen-Torhüter Marco Eisenhut gab es da selbst aus spitzem Winkel wenig zu halten. Nur eineinhalb Minuten später verkürzte Dresden allerdings sofort auf 2:1. Nach einem verlorenen Anspielbully ging es ganz schnell und Kumeliauskas traf mit einem platzierten Handgelenkschuss.
Die Towerstars hatten in der klar kontrollierten Phase sozusagen einen Warnschuss erhalten und erhöhten sofort wieder das Tempo. Nach zwei Großchancen durch Brian Roloff und Robin Just besorgte Lukas Slavetinsky in der 31. Spielminute auch schon das 3:1. Im Fallen machte er vor dem Torraum noch den Schläger lang.
Es folgte eine weitere Phase, in der die Unparteiischen in den Zweikämpfen sehr genau hinschauten und die Towerstars in der 33. Minute zu einer 4-3 Überzahl kamen. Die Schlinge zog sich vor dem Dresdner Tor immer enger und den präzisen Diagonalpass donnerte Jakub Svoboda entschlossen zum 4:1 ins Netz.
Doch wieder reichte ein kleiner Fehler in der Abstimmung, um Dresden den 4:2 Anschlusstreffer (34.) zu ermöglichen. Erneut steckten die Gastgeber den Gegentreffer überraschend souverän weg und Dresden erfuhr nicht allzu viel Aufwind für einen potentielle Wende. In der 39. Minute waren gleich zwei Ravensburger Akteure mehr auf dem Eis und als Marco Eisenhut einen von Sören Sturm abgefeuerten Puck nur nach vorne abprallen ließ, staubte David Zucker zum 5:2 ab.
Der Schlussabschnitt wurde dann quasi nur für die Statistik gespielt. Das Spiel war aufgrund vieler Strafzeiten äußerst zerfahren, die Towerstars ließen sich das Spiel auch nicht mehr aus der Hand nehmen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss stellte ein Foul-Penalty für Jakub Svoboda noch eines der Highlights dar, doch Eisenhut parierte. Die Towerstars und die fast 2700 Fans konnten diese vergebene Möglichkeit verschmerzen, denn der vierte Sieg in Folge und ein weiteres Herantasten an die direkte Viertelfinalzone bis auf einen einzigen Punkt war da schon längst in trockenen Tüchern.
Deggendorfer SC (OLS)
Deutlicher Heimsieg: DSC lässt auch Memmingen keine Chance
Nächster Heimsieg souverän eingefahren und Tabellenführung verteidigt
- so lautet die Bilanz des Deggendorfer SC nach dem 6:2 Erfolg über
die Indians aus Memmingen am gestrigen Freitag.
Trotz des deutlichen Endergebnisses machten es die Gäste dem DSC zu
Beginn sehr schwer. Eine sehr gute Organisation in der eigenen
Defensive sorgte dafür, dass sich die Deggendorfer zu Beginn nur
wenige klare Torchancen erspielen konnten. Es dauerte bis zum 15.
Minute, bis dann doch das erste Mal gejubelt werden durfte. Alexander
Janzen erkämpfte sich in eigener Unterzahl die Scheibe an der blauen
Linie, lief allen Memmingern davon und erzielte das 1:0. Doch die
Freude bei den rund 1050 Zuschauern im Deggendorfer Eisstadion währte
nicht lange. Nur knapp zwei Minuten später glich der Aufsteiger aus.
Timo Schirrmacher überwand von der blauen Linie Daniel Filimonow, der
an diesem Tag den Vorzug vor Cody Brenner erhielt. Dies war
gleichermaßen auch der Spielstand nach den ersten 20 gespielten
Minuten. Im zweiten Abschnitt nahmen die Hausherren das Spielgeschehen
nun immer mehr in die Hand und konnten sich deutlich mehr hochkarätige
Chancen herausspielen, sodass die erneute Führung nur eine Frage der
Zeit war. In der 28. Minute war es dann so weit. Im Powerplay konnte
Curtis Leinweber freistehend zur Mitte ziehen und der quirlige
Kanadier stellte auf 2:1. Damit nicht genug. Knapp zehn Minuten später
- erneut im Powerplay - schepperte es erneut. Dieses Mal war es Andrew
Schembri, der mit einem satten Schlagschuss dem Memminger Keeper keine
Chance ließ. Im Schlussdrittel dann suchten die Deggendorfer nach der
schnellen Vorentscheidung, jedoch ließ sich Neumann zunächst nicht
überwinden. Es sollte bis zur 52. Spielminute dauern, ehe der
heimische Anhang wieder jubeln durfte. Dieses Mal war es Robert
Peleikis, der sich vors Tor schlich und einen mustergültigen Pass von
Alexander Janzen zum 4:1 verwertete. Als dann Tim Tenschert knapp eine
Minute später den Anschlusstreffer besorgte, keimte nochmal Hoffnung
bei den Gästen auf. Jedoch verpuffte diese dann sichtlich, als Sergej
Janzen in der 57. Minute in Überzahl auf 5:2 stellte. Die Indians
wirkten nun platt aufgrund des hohen Tempos und dies spielte den
Hausherren so richtig in die Karten. Die 57. Spielminute war noch
nicht ganz abgelaufen, als der DSC zum Doppelschlag ausholte. Dieses
Mal war es Benedikt Böhm, der den Abpraller eines Gibbons-Versuchs im
leeren Tor unterbrachte. Damit siegte der DSC am Ende verdient mit 6:2
und kann somit die Tabellenführung verteidigen. Am morgigen Sonntag
kommt es dann zum ersten Niderbayernderby der neuen Saison. Um 18 Uhr
treten die Deggendorfer in Landshut an und wollen die nächsten drei
Punkte mit nach Hause nehmen.
Lindau Islanders (OLS)
Mini Serie der EV Lindau Islanders ist gerissen
Nach vier Siegen in Folge blieben die EV Lindau Islanders erstmals wieder erfolglos. Beim 3:6 (0:2, 1:1, 2:3) erwies sich der Tabellendritte Selber Wölfe als zu stark für die Lindauer.
Es war eine verdiente Niederlage, weil wir kein gutes Spiel abgeliefert haben“, sagte EVL- Teammanager Sebastian Schwarzbart über den Auftritt der Islanders, denen es nicht gelang, die Leistungen der letzten Spiele abzurufen. So war es kein Wunder, dass der meistbeschäftigte Lindauer Spieler im Tor stand: Der 19jährige Nils Velm bekam von Trainer Dustin Whitecotton seine Chance und zeigte eine überaus solide Leistung und deutete damit an, dass er seinen Durchhänger der letzten Wochen wohl überwunden haben könnte.
Für seine Vorderleute war es ungleich schwieriger, zu glänzen. Die Oberfranken waren gut eingestellt auf das Lindauer Spiel und machten nicht den Fehler, den EVL zu unterschätzen. Zwar kamen die Lindauer in der von Selb überlegenen geführten Anfangsphase durch Michal Mlynek (9.) und Kai Laux (11.) zu Konterchancen. Mehr vom Spiel hatten aber die Hausherren, die gerade bei ihrem ersten Powerplay mächtig Druck machten.
Bei den Islanders tauchte in diesem Spiel dann wieder ein überwunden geglaubtes Problem auf: Schnell aufeinander folgende Gegentore. So lagen zwischen dem 1:0 von Selbs Neuzugang Ian McDonald und dem zweiten Treffer von Lanny Gare nur 65 Sekunden.
Ein zwei Tore Rückstand war in den letzten Wochen kein Problem für die Islanders, wie Dustin Whitecotton aber schon früher sagte: „Man kann so einen Rückstand nicht immer wettmachen.“ Zumal der auch noch größer wurde. Gerade hatten die Islanders erfolglos versucht, in Überzahl den Anschluss herzustellen (Florian Lüsch traf nur den Pfosten), als die Gastgeber einen Konter fuhren, den Kyle Piwowarczyk zum 3:0 abschloss (31.).
Wenn man es positiv sehen will, gestalteten die Lindauer dann die zweite Hälfte des Spiels unentschieden. Zwar nutzen sie die doppelte Überzahl ab der 38. Minute nicht, dafür traf Andreas Farny, Sekunden nachdem die Gastgeber wieder komplett waren, doch noch zum 3:1. Er fälschte einen Schuss von Dylan Quaile unhaltbar ab.
Die leise Hoffnung auf ein Comeback währte aber nicht lange. Die Wölfe blieben unbeeindruckt und nutzten eine weitere geistige und sportliche Auszeit des EVL, um die Partie endgültig zu entscheiden. Diesmal schlug es gleich dreimal innerhalb von drei Minuten hinter dem chancenlosen Nils Velm ein. Piwowarczyk in Überzahl (45.) sowie Achim Moosberger und Herbert Geisberger innerhalb von nur 12 Sekunden (47.) erhöhten auf 6:1.
Dass es dann nicht peinlich für die Islanders wurde, sondern sie stabil blieben und seriös weiterspielten, dürfte man dann auch unter „Plus“ abhaken. „Wir haben uns nach Kräften gewehrt und nicht aufgegeben. Das wäre zu einem früheren Zeitpunkt der Saison womöglich anders gewesen“, sagte Schwarzbart. So sorgten Kai Laux
und Simon Klingler mit Powerplaytoren in der 53. und 57. Minute für ein freundlicheres Resultat. Am Leistungsgefälle auf dem Eis änderte das allerdings nichts. Es scheint so, als müssten die Lindauer gerade auswärts ihre Punkte eben gegen andere Teams holen.
Memmingen Indians (OLS)
Keine Chance beim Tabellenführer: Indians unterliegen Deggendorf
Der ECDC Memmingen hat das Spiel beim Spitzenreiter in Deggendorf mit 6:2 verloren. Die Indians hielten die Partie für einige Zeit spannend, am Ende waren die Gastgeber aber zu stark. Nun treffen die Memminger am Sonntag im großen Allgäu-Derby auf den ERC Sonthofen.
Die Indians mussten erneut ohne zahlreiche Stammspieler die Partie beginnen. Joey Vollmer, Jan Benda, Dominik Piskor, Jan Kouba und der langzeitverletzte Petr Haluza standen nicht zur Verfügung. Die Memminger starteten aber nicht schlecht in die Begegnung, das erste Tor erzielten aber die Hausherren, und das sogar in eigener Unterzahl. Alexander Janzen entwischte der Indians-Defensive und verlud Florian Neumann zum 1:0. Doch die Indians kämpften sich zurück, Timo Schirrmacher erzielte in der 18. Minute den 1:1 Pausenstand.
Im zweiten Drittel brachte Curtis Leinweber Deggendorf wieder in Führung. Die Memminger hatten zwar einige Chancen, konnten diese aber nicht nutzen. Da machte es der Spitzenreiter besser: Andrew Schembri erzielte kurz vor der zweiten Pause das 3:1 in Überzahl und sorgte für eine Vorentscheidung.
Im letzten Abschnitt konnten die Indians dann keinen ausreichenden Druck mehr entwickeln. Deggendorf erhöhte durch Peleikis, Janzen und Böhm und verteidigte souverän die Tabellenführung. Den Treffer für die Memminger erzielte Tim Tenschert in Überzahl.
Weiter geht es für die Indians bereits am Sonntag mit dem großen Allgäu-Derby gegen den ERC Sonthofen (17:30 Uhr). Das nächste Heimspiel folgt dann am Freitag, wenn der EC Peiting am Hühnerberg gastiert.
TEV Miesbach (OLS)
TEV unterliegt Landshut deutlich
Mit 2:8 (1:3, 1:2,0:3) unterliegt der TEV beim Heimspiel am gestrigen Freitag dem Altmeister EV Landshut. Um mit 3 Verteidigungsreihen antreten zu können, beorderte sich Trainer Markus Wieland Rückkehrer Stephan Stiebinger in die Abwehr, der nach 4-wöchiger Pause eine gute Leistung auf ungewohnter Position zeigte. Insgesamt stand die Abwehr um Torhüter Anian Geratsdorfer die komplette Spielzeit unter Druck. Landshut wurde seiner Favoritenrolle gerecht und nutze seine stocktechnische und läuferische Überlegenheit im ersten Drittel zu einer 3:0 Führung. Torschützen waren Schadewaldt, Wrigley und Forster. Nico Fissekis verkürzte mit einer der wenigen gefährlichen Angriffsaktionen des TEVs in der 19. Minute zum Pausenstand von 1:3. Im zweiten Drittel startete der TEV mit einer verbesserten Zuordnung und kam in der 28. Minute ebenfalls durch Nico Fissekis zum 2:3, als Landshut nach einem Unterzahl gerade eben wieder vollzählig war. In dieser Phase des Spiels agierte der TEV nahezu gleichwertig, jedoch konnte Chris Stemke bei einer 2auf1 die große Chance auf den Ausgleich nicht nutzen. Praktisch im Gegenzug setzte sich Landshut im Angriffsdrittel fest und erhöhte mit einen harmlosen Schlenzer von Wrigley, der vom Schienbeinschoner des Miesbacher Verteidigers unhaltbar abgefälscht wurde und ins Tor trudelte auf 4:2 (35.). Als nur 2 Minuten später Wrigley einen Aufbaupass abgefangen hat und mustergültig Trew bediente, der beim Alleingang Geratsdorfer keine Chance ließ, stand es 2:5. Die Entscheidung im Spiel. So kam Landshut im letzten Drittel durch Wrigley, Forster und Sedlar noch zu 3 weiteren Treffern. Vor 411 Zuschauern musste der TEV die starke Leistung der Gäste anerkennen, die mit einen verdienten Auswärtserfolg feierten. Der TEV verlor nicht nur 3 Punkte sondern musste ab Mitte des 2. Drittel noch auf Förderlizenzspieler Timo Gams verzichten, der beim Versuch den gegnerischen Torwart zu umspielen von diesem gefoult wurde und in die Bande rutschte. Die anschließende Untersuchung im Krankenhaus gab noch keine abschließende Erkenntnis, es ist jedoch mit einer längeren Ausfallzeit zu rechnen.
Löwen Waldkraiburg (OLS)
BITTERSTE NIEDERLAGE DER SAISON
Mit 3:4 mussten sich die personell auf dem Zahnfleisch daher kommenden Löwen vom EHC Waldkraiburg am Freitagabend auswärts beim EV Regensburg geschlagen geben. Erst 66 Sekunden vor dem Ende kassierten die Industriestädter dabei den entscheidenden vierten Gegentreffer, nachdem zuvor Waldkraiburgs Kanadier Brent Norris den EHC mit drei Toren im Spiel gehalten und sogar in Unterzahl getroffen hatte. Dann schlug jedoch der beste Torjäger der gesamten Oberliga, Arnoldas Bosas, zu und beendete die Hoffnungen auf die Sensation.
Zugegeben, der EHC Waldkraiburg hat in der aktuellen Oberliga-Spielzeit schon einige bittere Pleite zu verdauen gehabt. Sogar zweistellige Niederlagen- darunter ein bei vielen sicher schon aus dem Gedächtnis verbanntes 0:10 in Regensburg- waren dabei. Die Bitterste aber war definitiv die am Freitagabend in der Regensburger Donau-Arena, denn lange lag die Sensation in der Luft. Und nach den Ausfällen der Verletzten Christian Ettwein, Tobias Thalhammer, Tomas Vrba und Michael Trox, fehlten auch Alexander Kanzelsberger und Lukas Wagner erkrankt- und somit insgesamt sechs Spieler, die nicht nur auf der Auswechselbank sitzen, weil die dann besser und gefüllter aussieht, sondern solche, die auch auf dem Eis zu sehen sind. So wäre die Bezeichnung Sensation auch ausnahmsweise keine Übertreibung gewesen, doch der Konjunktiv ist und bleibt die Sprache der Verlierer und das waren die Löwen nach dem Knockout durch den Litauer Bosas, der mit seinem 25.Saisontor den EHC aus seinen Träumen riss.
Nach knapp zehn Minuten war Regensburg durch Jason Pinizzotto in Führung gegangen, bedingt durch einen Waldkraiburger Fehler im Spielaufbau (09:49), bis dahin hatte sich Löwen-Keeper Korbinian Sertl aber auch schon mehrfach auszeichnen können. Die Löwen, bei denen mit Patrick Zimmermann und Dennis Ladigan zwei Spieler aus der Bezirksligamannschaft des EHC zum Einsatz kamen, konnten sich in den ersten 20 Minuten zwar einige Chancen erspielen und die beste hatte der auffällige Brent Norris- doch die Eisbären ließen wenig anbrennen.
Im zweiten Abschnitt ging es prächtig los für die Gäste: Norris, der nach der Verletzung von Vrba der einzige Kontingentspieler im Kader war, verbuchte die nächste Chance, Regensburg rettete aber die Latte (21.Minute). Im Gegenzug musste Sertl in den unerlaubten Bereich gehen und die Löwen gerieten in Unterzahl. 12 Sekunden brauchte Regensburg, Peter Flache (23:31) schlug zu und es hieß 2:0. Nach guten einer halben Stunden hatten aber die Waldkraiburger dann zwei Mann mehr auf dem Eis und Norris war erfolgreich (31:16). Der EHC wurde mutiger durch den Anschlusstreffer doch erneut schlich sich ein Fehler im Aufbauspiel ein und Arnoldas Bosas sorgte mit seinem ersten Tor des Spiels für das 3:1 (34:40). Beim letzten Aufeinandertreffen führte Regensburg nach 40 Minuten mit 5:0, in Anbetracht der Personalsituation war der 1:3-Rückstand am Freitag nach zwei Dritteln eine extreme Verbesserung.
Und es wurde sogar besser, denn obwohl der EHC in Unterzahl in den Schlussabschnitt ging, blieb man gefährlich. Florian Ullmann fing einen Regensburger Pass ab und schickte Norris. Der Kanadier behielt die Nerven und vollendete den Short-Hander zum 2:3 aus Sicht der Gäste (40:49). Kurz drauf hatte Max Kaltenhauser das 3:3 auf dem Schläger, in der 50. Minute fand auch Norris ausnahmsweise seinen Meister in EVR-Keeper Jakub Urbisch. Eine diskutable Strafe für Christof Hradek brachte die Löwen in der 54. erneut in die Bredouille, doch man hielt sich wacker und elf Sekunden nach dem Ablauf der Unterzahl schlug wieder Brent Norris zu und glich mit seinem dritten Tor des Spiels zum 3:3 aus (55:25). Nun schnupperten die Löwen an der Sensation und auch der Mannschaft merkte man an, dass sie nun alles für die drei Punkte oder zumindest den einen Zähler und die Overtime tun wollten. Doch erneut kassierte man eine Strafzeit 90 Sekunden vor dem Ende und 24 Sekunden später sorgte Bosas für die Entscheidung (58:54). So stand man am Ende zwar ohne Punkte da, doch die Leistung macht Mut und auch der Gegner zollte dem EHC viel Respekt. Rainer Zerwesz‘ mentale Aufbauarbeit scheint bislang also zu fruchten und auch die Personalsituation wird sich in der kommenden Woche wieder entspannen- so können auch die Fans der Löwen wieder mit Zuversicht nach vorne blicken, denn spätestens am Freitag wurde klar, dass Waldkraiburg wieder eine echte Mannschaft auf dem Eis hat, die bis zum Schluss kämpft und alles gibt.
Saale Bulls Halle (OLN)
Jetzt gilt es – jeder Punkt ist wichtig! 19. Punktspiel der Saison 2017/18: Saale Bulls vs. EC C Preussen Berlin
Die heiße Phase hat begonnen, in den letzten Spielen der Hauptrunde entscheidet sich, wer ab dem 30.12.2017 in der Meisterrunde (Platz 1-7) weiterspielen darf und wer sich in der sog. Qualifikationsrunde (Platz 8-14) den letzten Platz für die Playoffs sichern muss.
Die Saale Bulls gehören dabei zu den Teams, die tatsächlich jeden Punkt brauchen, um im oberen Tabellenteil zu verbleiben. Nachdem man gestern in Erfurt zwei Punkte liegen ließ, sind somit die morgen zu vergebenden drei Punkte mehr als wichtig. Doch auch wenn man aufgrund der Papierlage selbiges vermuten könnte, ein Selbstläufer wird dieses Spiel auf keinen Fall.
Nach einigen Veränderungen im Kader der Hauptstädter ist ein klarer Aufwärtstrend bei ihnen zu verzeichnen – Höhepunkt war zweifellos der Sieg gegen die EXA IceFighters Leipzig (aktuell Tabellenerster) am Freitag. Und mit diesem Erfolg im Rücken wird einiger Gegenwind von diesem Team zu erwarten sein.
Leicht wird es für die Hausherren auch deshalb nicht, weil man – wie schon im gesamten bisherigen Saisonverlauf – weiter mit Ausfällen in den eigenen Reihen kämpft. Auch am Sonntag werden wieder zwei Protagonisten fehlen, Nathan Burns (Aduktorenzerrung) sowie Kapitän Kai Schmitz (Patellaentzündung in beiden Knien) können nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Adäquater Ersatz – auch für den endgültig ausgefallenen Georg Albrecht (er erklärte in dieser Woche seinen Rücktritt vom Profisport) – ist leider noch nicht gefunden. So müssen die Jungs von Dave Rich auch morgen wieder ihre Stärken ausspielen und vor allem über den bekannten Kampfgeist ihr Spiel gestalten.
Entscheidend für einen Erfolg wird dabei sein, vorne unbedingt die Tore zu schießen und Strafzeiten nach Möglichkeit zu vermeiden. Das zumindest war bisher das beste Rezept, um zu gewinnen.
Man darf also gespannt sein, wie sich beide Mannschaften zum Ende der Hauptrunde präsentieren und wer sich am Ende des Abends die Punkte sichert – Spannung garantiert!
Buchloe Pirates (BYL)
Piraten verkaufen sich teuer beim Spitzenreiter - ESV Buchloe verliert in Höchstadt mit 3:5 und kehrt mit zwei weiteren verletzten Spielern heim
Einen couragierten Auftritt legte der ESV Buchloe am Freitag im Auswärtsspiel beim Tabellenführer in Höchstadt hin. ESV-Coach Topias Dollhofer hatte seine Mannschaft, in der mit Ladislav Marek auch erstmals ein neuer Spieler auflief, gut auf das Spiel gegen den Spitzenreiter eingestellt. Am Ende wurde der Aufwand der Piraten aber nicht belohnt. Bedingt durch den Ausfall von Marco Göttle und Markus Vaitl im zweiten Drittel reichten die Kräfte schließlich nicht, weshalb man sich mit 3:5 (1:1, 2:4, 0:0) geschlagen geben musste.
Die Pirates wollten den HEC erst gar nicht ins Spiel kommen lassen und störten bereits den Spielaufbau der Alligatoren. Diese Taktik zeigte von Beginn an Wirkung und so musste Carsten Metz im Tor des HEC bereits nach drei Minuten gegen Martin Zahora, Markus Vaitl und Marc Weigant sein Können unter Beweis stellen. Erst als der ESV Buchloe die erste Strafzeit hinnehmen musste prüfte der HEC-Topscorer Michal Petrak Alexander Reichelmeir im Tor der Pirates und auch Daniel Jun konnte ihn mit einem verdeckten Schuss nicht überwinden (6.). Kaum war die erste Strafe schadlos überstanden mussten die Pirates ins nächste Unterzahlspiel und hier schaltete Maximilian Raß schnell, als er nach einem gewonnenen Zweikampf den Puck in die Tiefe zu Alexander Krafczyk spielte und der Carsten Metz keine Chance ließ und damit für die 1:0 Führung des ESV Buchloe sorgte (9.). Danach konnten die Buchloer zwei aufeinanderfolgende Strafen der Hausherren trotz doppelter Überzahl nicht zu zählbaren Erfolg nutzen (14.). Stattdessen zeigte in der letzten Spielminute des ersten Drittels dann Michal Petrak seine Klasse, als er Unterzahl Maximilian Raß auf dem falschen Fuß erwischte und frei vor dem Tor zum 1:1 Pausenstand traf.
Zum zweiten Drittel konnte dann Markus Vaitl verletzungsbedingt nicht mehr dabei sein und für die Pirates kam es noch schlimmer als nach 24 Minuten auch noch Marco Göttle an der Bande liegen blieb und das Spiel nicht mehr fortsetzen konnte. Topias Dollhofer war gezwungen die Reihen umzustellen und fortan spielte Verteidiger Lucas Ruf im Sturm. Dies brachte die Alligatoren etwas besser ins Spiel und Alexander Reichelmeir parierte glänzend gegen Daniel Tratz (25.). Ausgerechnet ein erneutes Unterzahlspiel der Buchloer brachte dann die abermalige Führung für die Pirates. Nachdem Martin Zahora noch freistehend and Carsten Metz scheiterte, war Ladislav Marek zum 2:1 erfolgreich (28.). Die Freude über die erneute Führung dauerte aber nur genau 9 Sekunden, ehe Tomas Urban Alexander Reichelmeir zum erneuten Ausgleich überraschte (28.). Der HEC erhöhte nun den Druck und angespielt von Andre Lenk drosch Michal Petrak aus verdeckter Position die Spielscheibe zur Führung des HEC in die Maschen (29.). Eine Zeigerumdrehung später kam es noch schlimmer für den ESV, da Jiri Mikesz gar auf 2:4 erhöhte. Topias Dollhofer wechselte danach den Torhüter und Daniel Blankenburg hatte die Aufgabe wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen. Das schien zu wirken. Auf der linken Seite machte sich David Vycichlo auf und davon und konnte mit einem Gewaltschuss wieder auf 3:4 verkürzen (33.). Nach einem verlorenen Bully stellte Ales Kreuzer jedoch den alten Abstand zum 3:5 wieder her, womit es auch in die zweite Pause ging.
Im letzten Drittel ließen dann die Kräfte beim ESV Buchloe nach und der HEC bestimmte das Spiel, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Dies lag vor allem an der disziplinierten Abwehrarbeit der Freibeuter, die es vermieden, dass die Alligatoren zu gefährlichen Nachschüssen kamen. Mit großer Laufbereitschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit versuchte man mit gelegentlichen Vorstößen die Abwehrspieler zu entlasten. Als Daniel Jun nur unfair gestoppt werden konnte, bekam er einen Penalty zugesprochen, doch Daniel Blankenburg behielt die Nerven und ging aus diesem Duell als Sieger hervor. Auch als die Freibeuter nochmals eine Unterzahl überstehen mussten, behielt Daniel Blankenburg gegen Andre Lenk und Michal Petrak in der letzten Spielminute die Oberhand. So stand nach einem torlosen Schlussabschnitt aber letztlich doch eine 3:5 Niederlage auf der Anzeigentafel, bei der sich die Piraten aber dennoch teuer verkauft hatten.
Verfasser: Marcel Peter
River Rats Geretsried (BYL)
Wieder ein Sieg nach Verlängerung – harter Kampf gegen Pfaffenhofen endet 4:3 n.V.
Bei knackigen -3 Grad waren die Icehogs aus Pfaffenhofen zu Gast, laut Rats-Coach Ludwig Andrä ein sogenannter Muss-Sieg. Dass die Aufgabe alles andere als leicht wird zeigen allerdings die letzten Ergebnisse der Icehogs, die u.a. beim Tabellenzweiten Dorfen gewannen.
Die Gäste begannen mutig und setzten David Albanese früh unter Druck. Der ESC hingegen verpennte die ersten Minuten etwas und brauchte einige Zeit um ins Spiel zu finden, hatte aber bei einem Pfostenschuss durch Martin Köhler in Unterzahl Pech. Den Führungstreffer erzielten dann die Gäste, aber was war das denn bitte für ein krummes Ding? Aus ganz spitzem Winkel flippt Birk die Scheibe auf das ESC-Tor und irgendwie rutschte Albanese der Puck unter dem Arm über den Rücken und schließlich vom Schlittschuh ins Gehäuse (16.). Der Gegentreffer sorgte offensichtlich für Verwirrung, denn nur einen Einsatz später lief man den Gästen im eigenen Drittel hinterher und kann sich beim Pfosten bedanken, dass es weiterhin nur 0:1 stand. Die Rats wirkten weiter indisponiert, in Unterzahl scheitere Camello aber mit seinem Alleingang am ESC-Schlussmann.
Alles auf Null war die Devise für das zweite Drittel, denn bis dahin war das eine ziemlich durchwachsene Vorstellung. Die guten Vorsätze hielten ganze zwei Minuten, dann zappelte der Puck erneut im Netz. Neubauer fälschte in Überzahl ab und erhöhte auf 2:0 (23.). Diesmal kam die Antwort postwendend, Luis Rizzo verwertete die gute Vorarbeit von Klaus Berger mit einem schönen Schuss unter die Latte (24.). Den Ausgleich hätte im Anschluss Ondrej Horvath besorgen müssen, aber er schoss dem schon geschlagenen Gästetorwart Hähl auf die Schoner. Dann flachte die Partie enorm ab, beide Teams taten sich schwer zu Chancen zu kommen. Am meisten Wirbel veranstaltete noch die vierte Sturmreihe, ansonsten war das durch die Bank, vor allem offensiv, eine ausbaufähige Leistung. ECP-Torwart Hähl verlebte bis zu diesem Zeitpunkt einen eher ruhigen Abend.
Der Schlussabschnitt sollte es also für die Rats richten. Die dickste Möglichkeit hatte zunächst Michi Hölzl, aber er verfehlte bei seinem Alleingang das Tor. Auch das in letzter Zeit so starke Powerplay funktionierte an diesem Abend überhaupt nicht, zu harmlos waren die Versuche. Als Lucky Punch kann durchaus der Ausgleich von Mäx Hüsken gesehen werden. Der nicht unhaltbare Handgelenkschuss rutschte durch die Hosenträger des ansonsten sicheren Hähl (55.). Das 2:2 hielt dann auch bis zum Ende und so gingen beide Teams in die Verlängerung.
Wie schon in Peissenberg, hatten die Rats auch hier das bessere Ende für sich. Dominik Fuchs wurde auf der rechten Seite schön angespielt, bei seinem platzierten Handgelenkschuss auf die Stockhandseite hatte Hähl keine Chance (61.).
Fazit: Das war alles andere als eine Glanzleistung, aber Pfaffenhofen hielt über 60 Minuten auch sehr gut mit. Positiv ist sicherlich, dass man letztlich doch zwei Punkte mitnehmen konnte und im Kampf um Platz 8 weiter mittendrin ist.
EV Moosburg (BYL)
EVM verschießt sein Pulver beim 1:6 gegen Peißenberg früh
Der Wunsch von EVM-Coach Dimitri Startschew, das Wochenende mit sechs Punkten abzuschließen, hatte sich bereits am Freitagabend erledigt: Beim 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) gegen den TSV Peißenberg konnten die Moosburger lediglich im ersten Drittel überzeugen.
Das erste Spiel von Neuzugang Max Retzer hätte mit einem Traumstart beginnen können: Nach nicht einmal 20 Sekunden düpierte der Landshuter die Hintermannschaft der Gäste und passte auf Jakob Killermann, der allerdings freistehend verzog. Doch Retzer brachte viel Schwung und Dynamik in das Moosburger Spiel, war die prägende Figur der ersten 20 Minuten. Davon ließen sich auch seine Mitspieler anstecken. Der EVM hatte deutlich sichtbare Vorteile und schien an die Leistung der beiden jüngsten Heimsiege anknüpfen zu können. Bei zwei, drei weiteren guten Möglichkeiten war jedoch TSV-Schlussmann Jakob Goll immer die Endstation. Schade, dass sich die Hausherren durch eine Unachtsamkeit in Unterzahl 25 Sekunden vor der ersten Pause das unnötige 0:1 einfingen.
Dieses Tor zeigte Wirkung. Peißenberg übernahm im zweiten Abschnitt die Initiative und zwang nun Thomas Hingel zu einigen Glanzparaden. Moosburg wackelte, kam dann bei einer 4:4-Situation zum in dieser Phase nicht unbedingt erwarteten Ausgleich (28.). Doch anstatt den Rückenwind zu nutzen, stimmte keine Minute später die Zuordnung nicht und man kassierte das 1:2. Nur gut, dass Gäste-Kontingentspieler Brandon Morley in der Folge einen Penalty versemmelte. Doch ins Spiel fanden die Dreirosenstädter nicht mehr zurück: Die Eishackler durften vor Hingels Gehäuse nach Belieben kombinieren und markierten gut eine Minute vor dem zweiten Pausentee Treffer Nummer drei. Aber das sollte es in diesem Durchgang noch nicht gewesen sein: Einen Puckverlust im gegnerischen Drittel bestraften die Gäste per Konter – 1:4 (39.).
Von diesem Schock erholten sich die Grün-Gelben nicht mehr. Im Schlussabschnitt spielte nur noch der TSV. Dass es die Peißenberger da bei zwei Treffern bewenden ließen, hatte der EVM nicht zuletzt seinem Keeper zu verdanken.
Passau Black Hawks (BYL)
Black Hawks holen Punkt in Schongau – Favorit Höchstadt fordert die Black Hawks / Ex-Nationalspieler Aab tritt mit Star Ensemble in der EisArena an
Die Passau Black Hawks haben am Freitag in Schongau mit 5:4 nach Verlängerung verloren. Das gute daran ist, dass die Black Hawks den Abstand auf Rang acht verkürzt haben. Negativ ist, dass die Habichte bis 33 Sekunden vor Schluss mit 3:4 geführt haben und das Spiel dann noch abgegeben haben. In der Verlängerung dauerte es dann ebenfalls nur 26 Sekunden zum Siegtreffer durch Milan Kopecky. Die Black Hawks hadern aber nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit dem Schiedsrichtergespann, welches insbesondere im zweiten Drittel total neben sich stand. Erst wurde Waldemar Detterer brutal gegen die Bande gecheckt und musste auf dem Eis behandelt werden, danach bekam Stefan Groß einen Schläger vom Gegner ins Gesicht und musste ebenfalls vom Arzt behandelt werden. Strafen für die Schongau Mammuts wurden nicht gegeben. Gekrönt wurde die Leistung der Referees beim 4:3 Anschlusstreffer der EA Schongau. Black Hawks Torhüter Resch bekam den Puck nach einem Schongauer Schuss an die Maske. Das Spiel wurde darauf vom Schiedsrichter unterbrochen. Nach der Spielunterbrechung landete der Puck im Passauer Tor. Zur Verwunderung aller in der Eissport Halle in Schongau wurde der Treffer gegeben. Alle versuche mit dem Schiedsrichtergespann über die Situation zu sprechen wurden abgeblockt. „Die Niederlage ist extrem unglücklich für uns. Wir waren die bessere Mannschaft und stehen am Ende nur mit einem Punkt da.“ so der sportliche Leiter Christian Zessack. „Wir bitten um Verständnis, dass wir keinen Kommentar zu den Schiedsrichtern abgegeben können. Jeder Satz wäre zu viel und ändert am Ergebnis gar nichts.“ teilte Pressesprecher Oliver Czapko nach dem Spiel mit. Zufrieden ist in Passau mit der Leistung der Unparteiischen natürlich trotzdem niemand. Punkte holen müssen die Passau Black Hawks dann eben gegen den Favoriten Höchstadt in der Passauer EisArena.
Am heutigen Sonntag um 18.30 Uhr findet in der Passau EisArena das Topspiel gegen den Höchstädter EC statt. Der Favorit auf den direkten Wiederaufstieg hat eine hochkarätig besetzte Mannschaft und ist das Team der Stunde. Erst eine Niederlage mussten die Franken einstecken. Ausgerechnet am vergangenen Wochenende gegen Aufsteiger EV Füssen. Besonders achtgeben müssen die Passau Black Hawks auf Ex-Nationalspieler Vitalij Aab. Der DEL-Star hat in nur fünfzehn Spielen bereits 31 Scorerpunkte gesammelt. Ebenso steht mit Michal Petrak der Topscorer der Bayernliga im Kader des HEC. Der Kontingentspieler konnte bereits 43 Scorerpunkte für sich verbuchen. Dazu kommen weitere Hochkaräter mit Alex Kreuzer, Oleg Seibel und Tomas Urban. Trotz des hochklassig besetzen Kaders, schenken die Passau Black Hawks das Spiel nicht von vorne herein ab und wollen die Punkte in Passau behalten. „Jedes Spiel beginnt bei null. Füssen hat gezeigt, dass man Höchstadt schlagen kann. Wir werden Gas geben und alles daran setzen, dem Favoriten die nächste Niederlage beizubringen.“ so der sportliche Leiter Christian Zessack. Die Passau Black Hawks wollen gegen Höchstadt das Unmögliche wahr machen und dem hohen Favoriten ein Bein stellen.
Prächtige Stimmung ist am Sonntagabend in der EisArena in jedem Fall garantiert, denn auch die Fans aus Höchstadt reisen mit einem Bus an und werden gemeinsam mit den Passauer Fans für eine tolle Kulisse sorgen. Die Abendkasse öffnet am Sonntag um 17.30 Uhr.
Peißenberg Eishackler (BYL)
Auswärtssiege sind schön – Eishackler gewinnen in Moosburg 1:6 (0:1-1:3-0:2)
Die Eishackler gewinnen souverän mit 6:1 gegen Moosburg. Die Tore machten Dominik Ebentheuer, Max Barth, Valentin Hörndl, Manfred Eichberger, Tobias Estermaier und Markus Andrä. Hervorheben muss man aber auch die sehr gute Leistung von Jakob Goll im Tor.
Dabei begann das Spiel mit einer Schrecksekunde. Nach einem Bully vor der „Blauen Linie“ und einem kurzzeitigen Stellungsfehler der Eishackler fuhr urplötzlich ein Moosburger Spieler ganz alleine auf „Jacke“ Goll zu, der aber den Schuß parieren konnte. Überhaupt machten die Moosburger in den ersten Minuten ordentlich Druck doch je länger das Spiel dauerte umso mehr übernahmen die Eishackler das Spiel. Ähnlich wie in Pfaffenhofen. Die Moosburger hatten zwei drei sehr gute Chancen doch Goll war nicht zu bezwingen. „Jeppe“ Ebentheuer nahm dann den Druck von seinem Team, durch ein Tor in Überzahl und nachdem er nach einer schönen Aktion von rechts den Verteidiger der Moosburg umkurvte und das längst fällige 0:1 (20.) erzielte.
Das zweite Drittel war dann anders. Von Anfang an waren die Eishackler die dominierende Mannschaft auf dem Eis. Lediglich ein kurzeitiges Schläfchen in Überzahl ermöglichte den Gastgebern den Ausgleichstreffer (29.) in Unterzahl. Doch 50 Sekunden später war Schluß mit lustig. Max Barth setzt einen harten und platzierten Handgelenkschuß ab, nachdem er eine schöne Bewegung zur Mitte macht und erwischt Hingel der wegen „zwei Meter Müller Wand“ nichts sah, auf dem falschen Fuß und es steht in Überzahl 1:2 (29.). Zwischenzeitlich hält Jakob Goll nach einem Konter der Moosburger mit einem tollen Save die knappe Führung. Dann kam „Valli“ Hörndl in Szene, der einer der auffälligsten Spieler an diesem Abend war. Im Drittel erkämpft er sich die Scheibe, narrt zwei Spieler der Moosburger sowie Hingel im Tor und macht nach dieser schönen Einzelaktion das längst fällige 1:3 (39.). Eine Minute später spielt Max Barth einen Zuckerpass auf „Magic“ Eichberger und der läuft der Abwehr von Moosburg auf und davon und knallt die Scheibe ganz cool und unhaltbar ins Tor von Hingel. Es steht 1:4 (40.). Die Moosburger waren ganz schön bedient als sie in die Kabinen gingen.
Im letzten Drittel machten die Eishackler da weiter wo sie im zweiten aufgehört hatten. Schnelles Spiel nach vorne und hart und doch diszipliniert an der Bande (Die Eishackler bekamen nur 6 Strafminuten) war die Zutaten zur Überlegenheit der Eishackler die da auf dem Eis zu sehen war. „Wacky“ Estermaier wird von Manfred Eichberger angespielt und zieht ab und Hingel hat keine Chance. Es steht 1:5 (45.) und diesen Spielstand kann man durchaus als glücklich für Moosburg bezeichnen denn die Eishackler haben Chancen über Chancen und die Gastgeber wirkten zunehmend erschöpft auf dem Eis. Denn Schlusspunkt setzte dann Markus Andrä der sich gegen die Moosburger Defensive durchsetzt und zum 1:6 (53.) Endstand abschließt. Nach diesem Tor hatten die Eishackler noch weitere Chancen um das Ergebnis hochzuschrauben, doch Hingel im Tor der Moosburger tat sein möglichstes um dies zu verhindern, wobei er von seinen Vorderleuten doch des öfteren alleine gelassen wurde.
Letztlich hat auch die körperliche Fitness der Eishackler den Ausschlag für den souveränen Sieg gegeben. Denn wieder mussten sie mit fünf Verteidigern antreten und auch Dejan Vogl konnte aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Daniel Lenz war zwar glücklicherweise wieder mit dabei, doch strich Fritz Stögbauer kurz vor dem Spiel, wegen einer Entzündung an der linken Verse, die Segel. Aber auch die Stürmer haben gut nach hinten gearbeitet so dass für die Gastgeber spätestens an der blauen Linie Schluss war.
Am Sonntag muss jetzt die Staltmayr-Truppe im Heimspiel gegen Germering ran. Natürlich sind für dieses Heimspiel 3 Punkte das Ziel und die Jungs wollen auch endlich mal ein sechs Punkte Wochenende machen, doch einfach wird es bestimmt nicht sein, denn die „Wanderers“ sind, wie man an ihren Ergebnissen sieht, immer wieder für eine Überraschung gut und für die Eishackler nicht immer ein angenehmer Gegner. Die Eishackler müssen einfach den 1:9 Kantersieg im Hinspiel aus dem Gedächtnis streichen und so spielen als ob es das bisher wichtigste Spiel in der Saison ist.
Haßfurt Hawks (BLL)
Knappe Derbyniederlage nach Verlängerung vor Rekordkulisse
„Die Nummer 1 am Main sind wir“, skandierten die Fans der „Blau-Weißen“ nach der Schlusssirene und feierten lautstark. Mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen hielten die Anhänger der „Rot-Weißen“ dagegen. Tatsache ist: Mit dem Ergebnis von 3:4, für welches Kissingen-Rückkehrer Richard Adam in einem packenden Derby exakt 50 Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Verlängerung sorgte, können letztlich beide Kontrahenten gut leben.
Die Haßfurter „Hawks“, weil sie im Spitzenspiel der Eishockeylandesliga Gruppe 1 nach zwischenzeitlicher 3:1-Führung nicht ganz leer ausgingen sowie mit einem weiteren Pluspunkt und nunmehr 33 Zählern nach wie vor die Tabelle anführen. Ebenso die Schweinfurter „Mighty Dogs“, die ihr Punktekonto auf 28 hochschraubten und weiter dick im Rennen sind. „Das war sehr wichtig für uns, weil wir jeden Punkt brauchen“, zeigte sich Schweinfurts Trainer Zdenek Vanc sehr erleichtert über das „Happyend“ in der Partie. „Haßfurt“, fügte er hinzu, „ist dieses Jahr wirklich stark. Umso mehr freue ich mich, dass wir zwei Punkte mitnehmen können.“ Dabei, das räumte der 38-jährige Tscheche ein, sei bei dem insgesamt „schönen Abend“ auch „etwas Glück“ dabei gewesen.
Recht hat er, denn die Hausherren lagen bis fünf Minuten vor dem Ende des spielerisch zwar nicht immer hochklassigen, aber stets schnellen, hartumkämpften und spannenden Schlagabtausches, noch komfortabel in Front. Sage und schreibe 1778 Zuschauer – so die offizielle Zahl – sorgten dabei wie im Vorfeld erhofft, für einen neuen ESC-Rekord im Stadion Am Großen Anger. Und keiner musste sein Kommen bereuen, obwohl es aufgrund des Verlaufes ein Wechselbad der Gefühle gab. Immerhin beantwortete Michael Breyer in der letzten Minute des ersten Abschnittes die Gästeführung von Jonas Manger (11., das Zuspiel kam von ERV-Dezember-Neuzugang Nummer 2, Michele Amrhein) mit dem 1:1-Ausgleich. Dann brachte Jakub Sramek seine „Hawks“, bei denen Neu-Verteidiger Daniel Hora einen guten Einstand gab, im ebenso völlig offenen Mitteldrittel, in der 30. Spielminute erstmals nach vorne. Nachdem Michal Babkovic, „Spieler des Abends“ beim ESC, zu Beginn der letzten 20 Minuten den Puck bei eigner Überzahl zur 3:1-Führung ins Netz lupfte und dabei Schweinfurts Schlussmann Benjamin Dirksen, „Spieler des Abends“ bei den „Mighty Dogs“, keinerlei Abwehrchance ließ (42.), hofften zumindest die ESC-Fans im Stadion auf den zwölften Saisonsieg. Doch es kam anders. Ausgerechnet Jakub Sramek konnte nach einem Stockcheck in die Seite aufgrund starker Schmerzen nicht mehr mitspielen. „Das hat nicht nur ihm, sondern auch mir sehr weh getan“, sah ESC-Trainer Martin Reichert in dem vorzeitigen Ausfall des Toptorschützen sogar einen Mitgrund für die Niederlage. Fakt ist, dass die neu zusammengestellten ESC-Reihen sich immer mehr dem zunehmenden Druck der Schweinfurter ausgesetzt sahen. Und sehr zur Freude der knapp 500 Gästefans sorgten ERV-Kapitän Dion Campbell bei doppelter Überzahl – Alexander Stahl und Max Hildenbrand saßen gleichzeitig in der Kühlbox – sowie Rückkehrer Michele Amrhein vier Minuten vor der Schlusssirene mit einem Doppelschlag für den 3:3-Ausgleich (56./57.).
Es ging wieder einmal in die Verlängerung mit jeweils drei Akteuren, in der zunächst nichts Aufregendes passierte. Bis zur 63. Minute, als Ilja Kinereisch wegen eines Fouls zwei Strafminuten kassierte und die „Mighty Dogs“ auf vier Feldspieler aufstocken durften. Richard Adam erzielte nach Vorlage von Marc Zajic, ebenfalls Rückkehrer vom EC Bad Kissingen und somit dritter Neuzugang, den 3:4-Endstand und sorgte somit für den Zusatzpunkt.
„Die Strafzeit hat uns leider das Genick gebrochen. Aber so kann man verlieren, das gehört zum Hockey dazu. Auch wenn es am Ende für uns nicht schön war“, nahm es Reichert sportlich und stellte das Positive des Abends in den Vordergrund. „Es hat doch sicher Jedem Spaß gemacht, der das heute hier miterlebt hat“, freute er sich über die tolle Unterstützung von vielen tollen und friedlichen Fans – aus beiden Lagern. Dies lag sicher auch an der diesmal tadellosen Leistung des Schiedsrichtergespanns. „Einwandfrei“, gab es deshalb von ihm ein Lob für Siegried Guth und dessen Kollegen Maximilian Reitz, die insgesamt lediglich 18 Strafminuten (acht für Haßfurt) aussprachen.
Derweil gab es noch eine tolle Szene, denn Haßfurts Phillip Bates und ERV-Coach Zdenek Vanc, verantwortlich für den Schien- und Wadenbeinbruchs des letztjährigen „Hawks“-Kapitäns bei der Massenschlägerei vor einem Jahr im Schweinfurter „Idecome“, reichten sich bereits vor dem Anpfiff des Derbys die Hand. Und auch die Fans auf beiden Seiten konzentrierten sich in erste Linie darauf, ihre Teams zu unterstützen. Laut Einsatzleitung der Polizei kam es sowohl im als auch außerhalb des Stadions zu keinerlei Vorkommnissen. So muss Derby sein.
Weitere Stimmen zum Spitzenderby:
David Franek (Stürmer Haßfurter „Hawks“): „Das war kämpferisch von beiden Seiten ein sehr schweres Spiel. Läuferisch stark. Letztlich können beide gewinnen. Der Glücklichere hat dann gewonnen. Wir haben alles gegeben, es hat leider nicht ganz geklappt. Schade für unsere Fans. Aber das Leben geht weiter. Wir müssen weiter alles tun und vorne dran zu bleiben und unser Ziel zu erreichen.“
Thomas Berndaner (Teammanager „Mighty Dogs“). „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Es ist zwar alles möglich, aber wenn man 3:1 in einem Derby hinten liegt, dann hat man eigentlich keine Chance mehr. Es war ein schnelles und absolut faires Spiel vor einer super Zuschauerkulisse. Das hat es denke ich in Haßfurt schon lange nicht mehr gegeben. Es war meiner Meinung Werbung für das Eishockey.“
Max Hildenbrand (Verteidiger „Haßfurter Hawks“): Die Schiedsrichter haben heute gut gepfiffen. Auf alle Fälle kein Vergleich zum letzten Derby mit der Massenschlägerei. Der Ausfall von Jakub hat uns natürlich extrem geschwächt. Trotzdem haben wir einen Punkt mitgenommen und gehen deshalb auch positiv aus diesem Abend. Das nächste Spiel kommt. Und dann schauen wir weiter.“
Kempten Sharks (BLL)
Kemptener Rumpftruppe verliert in Trostberg - Sharks können das Fehlen von 8 Spielern nicht kompensieren und verlieren mit 3:2
Mit nur 11 Feldspielern und einem Torhüter traten die Kemptener die weite Fahrt zum TSV Trostberg an. Zum ersten Mal kam dabei auch der erst 16jährige Benjamin Dick zum Einsatz der eigentlich bei den Schülern im Nachwuchs aktiv ist.
Mit Niemz, Waibel, Zirngibl, Baader, Pawley, Engler, Weigant und Pichler fehlten Trainer Andreas Becherer Verletzungs- oder berufsbedingt gleich 8 Spieler. Dies erforderte einige Umstellungen in den Reihen, so fungierte zum Beispiel der Verteidiger Eugen Scheffer als Stürmer.
Die Sharks begannen trotzdem clever und abgeklärt und gingen bereits in der 4. Min. nach einem schönen Solo von Phillip Stalla mit 0:1 in Führung. Trostberg war zwar sehr aktiv und kam auch zu Chancen, scheiterte jedoch am erneut sehr gut haltenden Fabian Schütze. Auch die Verteidiger machten ihen Job ordentlich so dass es mit der knappen Führung in die Kabine ging.
Im zweiten Abschnitt erhöhten die Hausherren den Druck und kamen zu mehr Chancen. In der 26.min konnten sie dann eine Überzahlsituation nutzen und die Scheibe im dritten Nachschuss zum Ausgleich ins Tor bringen.
Ebenfalls in Überzahl gingen die Kemptener jedoch in der 37.min erneut in Führung, ein feines Zuspiel von Tobias Epp setzte Sebastian Schütze aus kurzer Distanz in die Maschen.
Ärgerlich der erneute Ausgleich der Oberbayern nur 5 Sekunden vor Drittelende. Wieder in Überzahl zeigten sie Beharrlichkeit und die Scheibe fand den Weg auch diesmal erst nach mehreren Nachschüssen den Weg ins Tor.
Das letzte Drittel zeigte aggressive Chiefs, die nun mehr und mehr das Tor der Sharks berannten. Bei den Gästen schwanden sichtlich die Kräfte und es ging offensiv nicht mehr viel nach vorne. 4 Minuten vor Ende dann die Entscheidung als ein abgefälschter Schuss von der blauen Linie im Netz landete. Auch eine Überzahl der Sharks und das Herausnehmen des Keepers brachten nichts mehr, die Punkte blieben somit in Trostberg.
Da die direkten Verfolger Reichersbeuern und Fürstenfeldbruck ihre Spiele auch verloren ändert sich in der Tabelle nichts, die Sharks bleiben auf Platz 3.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Der Nackte auf der Eismaschine
Schon letztes Jahr ging der EHC Königsbrunn mit seinem Kalender einen ungewöhnlichen Weg. Dort waren Spieler zu sehen, die ihre Hülle fallen ließen und sich in ästhetischen Posen präsentierten. Der Erfolg war überraschend für alle Beteiligten, die Medienresonanz in Zeitungen und Radio gewaltig. Auch der Abverkauf lief viel besser als erwartet, es wurde sogar eine zweite Auflage gedruckt.
Kein Wunder, dass es 2018 wieder einen neuen Kalender gibt. Dort setzte der Verein noch einen drauf, denn nun sind auch Frauen zu sehen. So ist dieses Mal unter anderem die Kassenprüferin und Physiotherapeutin auf den Monatsblättern zu sehen. Wie schon letztes Jahr wurden alle Modelle von Profifotograf Sebastian Schlerege in Szene gesetzt. Sämtliche Bilder entstanden entweder auf dem Eis oder Umkleideräumen der Hydro-Tech-Eisarena, es wurden extra Eiszeiten für die Fotosessions angemietet. Die Sets wurden für den neuen Kalender aufwendiger gestaltet, so wurden eigens Kostüme bestellt und ein 1,20m großes EHC-Wappen organisiert. Auch der Spaß kam dabei nicht zu kurz, zusammen mit den Fans waren alle Beteiligten mit großem Engagement dabei.
Vorstand Tim Bertele ist sichtlich stolz auf den neuen Kalender: „Nach der positiven Resonanz aus dem vergangenen Jahr wurden wir von vielen Fans darauf angesprochen, ob es eine Neuauflage des Kalenders für 2018 gibt. Diesem Wunsch wollten wir natürlich entsprechen. Wir haben dieses Mal drei Shooting-Tage benötigt – letztes Jahr war es noch ein Tag. Die Qualität wurde dadurch nochmals gesteigert, sodass sich unsere Fans hier ein tolles Weihnachtsgeschenk sichern können.“
Verkauft werden soll der Kalender am Nikolausmarkt Königsbrunn, im Stadion sowie an zwei bis drei Vorverkaufsstellen. Auch im neuen Web-Shop auf der Internetseite des Vereins kann geordert werden. Der Preis liegt bei 19,95€, Bestellungen werden unter www.ehc-koenigsbrunn.com oder telefonisch unter 08231-2624 angenommen.
ESV Bad Bayersoien (BBZL)
Vier Punkte Freitag für ESV Bad Bayersoien
Nicht nur dass man gestern gegen den ESC Geretsried 1b drei Punkte holte, sonder auch der BEV schenkte dem ESV noch einen Punkt. Letztes Wochenende setzten die Wanderers Germering einen nicht spielberechtigten Spieler ein und so gab es eine 5:0 Tore und 3:0 Punkte-Wertung für den ESV Bad Bayersoien.
Gestern machte man sich gegen Geretsried das Leben allerdings selbst schwer. Obwohl der ESV eigentlich die überlegene Mannschaft war. Erst Mitte des ersten Spieldrittel konnte Markus Hirschvogel für den Gastgeber treffen. Dabei blieb es auch bis zur Pause. Im Zweiten Drittel lief es dann besser. Im Powerplay erhöhten die Soier auf 2:0. Kurz drauf gelang Thomas Maier das 3:0 und wieder in Überzahl schraubte Andreas Saal das Ergebnis nach oben. Soweit so gut. Bayersoien lieferte bis dahin eine anständige Partie ab. Kurz vor Schluss des Drittels konnte Michael Stowasser das erste Tor für den ESC erzielen. Kein Beinbruch. Aber Geretsried kam, angespornt durch den Treffer, aggressiv aus der Kabine. Damit hatte man beim ESV schon gerechnet. Wollte drauf vorbereitet sein, auf dem Eis sah es allerdings anders aus. Hektisch und nervös agierte man. Schon stand es durch Berchthold 4:2. Wenig später machte Stöber das 4:3. Die Partie schien zu kippen, dann auch noch eine Strafe gegen Florian Ferkau. Äußerst ungünstig allerdings ist der ESV wohl eines der bestens Teams im Penalty-Killing und so kam es auch. Matthias Mödl konnte die Scheibe im Geretsrieder Aufbau ergattern und startete auf der rechten Seite durch, Markus Hirschvogel lief mit. 2 zu 1. Haltmaier im ESC Tor spekulierte auf den Pass, aber der kam nicht. Mödl zog in die Mitte und tunnelte den Keeper zum umjubelten 5:3. Damit war die Partie aber noch nicht vorbei. Durch einen Treffer von Köhler kam Geretsried wieder heran. Wenig später war der ESV in Überzahl, und das können die Burschen von Hans Schmaußer genauso gut wie Unterzahl. Zwei Minuten vor dem Ende hämmerte Thomas Prielmeier die Scheibe zum 6:4 Endstand in die Maschen. Der ESV machte es unnötig spannend, aber vielleicht sparte er nur etwas Kräfte für das morgige Spiel in Dachau!? Denn auch dort will man Punkten und seine weiße Weste behalten.
Diez-Limburg Rockets (RLW)
Rockets gewinnen Heimspiel gegen Neuss
Bei aller Geduld, die es erneut brauchte, um den Neusser EV im dritten Vergleich in der laufenden Saison zum dritten Mal zu schlagen: Der 7:2 (1:0, 3:2, 3:0)-Heimsieg der EG Diez-Limburg im Heimspiel der Regionalliga West war am Ende das bisher deutlichste Ergebnis gegen erneut tapfer kämpfende Gäste, die im zweiten Drittel phasenweise die bessere Mannschaft waren. Einmal mehr überragend bei den Rockets: Joey Davies und Matt Fischer machten jeweils sieben Scorerpunkte und waren damit an allen (!!!) EGDL-Toren beteiligt.
„Jungs, wir brauchen Geduld.“ Nicht selten bekommen die Rockets-Akteure von ihrem Trainer in dieser Saison diese Worte mit auf den Weg, bevor es raus geht auf das Eis. Auch am Freitagabend war das so am Diezer Heckenweg, denn mit Neuss empfingen die Gastgeber eine Mannschaft, die kompakt sehr gut steht, sich auf einen starken Keeper Ken Passmann verlassen kann und obendrein jederzeit in der Lage ist, mit schnellen Kontern Gefahr auszustrahlen.
Im ersten Drittel jedoch war besonders offensiv nur sehr selten etwas zu sehen vom NEV. Zu überlegen agierten die Rockets, die zwar auf Steve Themm, Florian Böhm, Tim Ansink, Dennis Stroeks und Kim Mainzer verzichten mussten, aber dennoch mit allen drei Reihen den Gegner klar im Griff hatten. Die frühe Führung durch Matt Fischer nach vier Minuten passte ins Bild. Was fehlte, waren weitere Treffer, mit denen die EGDL noch früher die Weichen deutlich auf Sieg hätte stellen können. Gleich mehrfach parierte Passmann in höchster Not und verhinderte weitere Gegentore. Dass es „nur“ 1:0 für die Rockets stand, war durchaus eine Randnotiz wert, passte aber auch in das, was der Trainer vor dem Spiel gesagt hatte: „Wir brauchen Geduld.“
Mit dem zweiten Treffer der Gastgeber im zweiten Abschnitt schien der Abend dann doch seinen erhofften Gang zu nehmen. Joey Davies traf zum 2:0 (23.) und belohnte damit spielstarke Rockets. Doch die schalteten in der Folge zu viele Gänge zurück, getreu dem Motto: Wird schon. Wurde es auch, und zwar genau das Spiel, dass der Trainer erwartet hatte - für den Fall, dass man Neuss nicht über 60 Minuten fordert. Die Gäste verkürzten durch Maximilian Stein auf 1:2 (26.) und leiteten damit einen ersten Wendepunkt im Spiel ein. Fortan sollte der NEV über zehn Minuten die klar bessere Mannschaft sein. Gleich mehrfach tauchten die Gäste gefährlich vor EGDL-Keeper Constantin Schönfelder auf. Und der Jubel war berechtigterweise groß, als Jaime Lindt (33.) zum Ausgleich einnetzte.
Neuss machte in dieser Phase nur einen Fehler: Man versäumte es, selbst in Führung zu gehen. Die Chancen hierfür waren da, aber eben auch ein Schönfelder im Rockets-Kasten, der gleich mehrfach ganz stark parierte. „Jungs, wir brauchen jetzt ein Tor“, feuerte Konstantin Firsanov seine Mannen kurz vor Schluss des zweiten Drittels an. Man wollte mit einem guten Gefühl in die Pause gehen und das Drittel zumindest nicht verlieren. Am Ende brauchte es dann aber nur 11 Sekunden, um den zweiten Abschnitt sogar noch zu gewinnen.
Firsanov traf zunächst auf starke Vorarbeit von Fischer und Davies 25 Sekunden vor der Pause zur erneuten Führung (40.). Und nur elf Sekunden später zappelte die Scheibe erneut im Netz - diesmal hatte Fischer auf Vorarbeit von Davies und Firsanov getroffen (40.). Das Drittel war knapp mit 3:2 gewonnen, auf der Anzeigentafel stand in Summe eine 4:2-Führung. Die Rockets waren wieder in der Spur.
Im letzten Drittel ließen die spielfreudigen Hausherren noch drei weitere Treffer folgen: Firsanov traf zum 5:2 (47.), Philipp Maier zum 6:2 (48.), Joey Davies zum 7:2-Endstand (51.) - in einem fairen Spiel, in dem die EGDL nur eine einzige Strafe kassierte. Auf der Gegenseite musste Dominick Thum in der 52. Minute vorzeitig zum Duschen - nach einem Schlittschuhtritt, den ehrlicherweise niemand im Rockets-Lager gesehen hatte. „Der Spieler stand nicht einmal auf dem Eis“, sagte NEV-Trainer Daniel Benske, der die Gastgeber zur Aufklärung der Situation um die Zuspielung des Videomaterials bat. Die EGDL spielte die Überzahlsituation herunter, ohne auch nur ein einziges Mal mit der Powerplay-Formation auf das Eis zu gehen.
„Der Sieg für Diez-Limburg geht natürlich in Ordnung, Glückwunsch an die Rockets“, sagte Benske. „Wir haben im zweiten Drittel unsere Stabilität gefunden und einen tollen Job gemacht. Da waren wir phasenweise die aktivere Mannschaft und hatten gute Möglichkeiten. Wenn du dann aber kurz vor dem Ende innerhalb von Sekunden zwei Gegentore kassiert, bist du natürlich erstmal wieder ein bisschen enttäuscht.“
Arno Lörsch lobte vor allem den Start seiner Mannschaft in die Partie: „Wir sind gut aus der Kabine gekommen, machen viel Druck, gehen in Führung. Danach bleiben wir zunächst geduldig, geben das Spiel nach dem 2:0 aber für zehn Minuten komplett aus der Hand. Da war Neuss die bessere Mannschaft und wir haben uns auf etwas ausgeruht, was wir bis dahin noch gar nicht erreicht hatten. Die zwei schnellen Tore am Ende des zweiten Drittels haben uns dann natürlich geholfen. Ich denke, das Ergebnis ist am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen. Aber wir haben in der Summe erneut alle Drittel gewonnen und sind natürlich zufrieden, auch wenn wir heute nicht unser attraktivstes Spiel gezeigt haben.“
Dinslaken Kobras (RLW)
Ein seltenes Glücksgefühl
Dinslaken gegen Ratingen bedeutete bei den letzten Aufeinandertreffen seitens der Giftschlangen immer aufopferungsvollen Kampf ohne Ausbeute. Dies sollte sich am gestrigen Abend ändern. Denn beim 5:2 (1:1; 1:0. 3:1) -Sieg in der Schlangengrube konnten sich die Hausherren seit langem mal wieder gegen diesen Gegner für ihren Einsatz belohnen. Doch sie profitierten auch von einer Ratinger Mannschaft, die mit Sicherheit schon bessere Partien abgeliefert hat. Coach Jonigh sprach in der anschließenden PK sogar vom schwächsten Auftreten seines Teams in den letzten 5 Spielen. Allerdings ist man auch immer nur so stark, wie der Gegner das zulässt.
Ohne Marvin Haedelt und Sven Linda, der sich beim Abschlusstraining noch eine Verletzung zuzog und somit gegen Ratingen ausfiel, besannen sich die Dinslakener gegen spielerisch überlegene Gäste ihrer Tugenden und kämpften gegen den Vorsaison - Meister in gewohnter Art und Weise und waren damit äußerst erfolgreich. Eine besondere Rolle kam auf Haedelt-Vertreter Felix Zerbe zu, der dem fehlenden Goalie in nichts nachstand, die Kobras im ersten Abschnitt im Spiel hielt und sich dafür von seinem Trainer in der anschließenden Pressekonferenz ein Sonderlob abholte.
Das Spiel entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer pro Kobras. Denn auf die Toreröffnung in der 13. Minute durch Tobias Brazda zugunsten der Gäste fanden die Hausherren diesmal eine Antwort. Joey Menzel holte das Team vom Stadtbad mit dem ersten Kobras – Treffer des Abends nur 1 Minute später zurück ins Spiel. Insbesondere im ersten Abschnitt vermochten es die Gäste vom Sandbach nicht, ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen und wirkten vor dem gegnerischen Gehäuse ein ums andere Mal zu verspielt. Und wenn sie doch an der Dinslakener Verteidigung vorbeikamen, dann war eben Felix Zerbe zur Stelle.
Ein blitzsauberes Tor gelang Kevin Wilson in der 28. Spielminute, als er in doppelter Überzahl den Puck aus linker Verteidigerposition ins rechte obere Eck hämmerte. Jetzt merkten die Hausherren, dass der Vizemeister an diesem Abend zu schlagen war und erhöhten ihrerseits den Prozentsatz an Spielanteilen. Dennoch sollte dieses Tor die einzige Veränderung auf der Anzeigetafel im Mittelabschnitt sein.
Der Schlussabschnitt war der torreichste mit den meisten Treffern für die Kobras. Zunächst konnte Alex Brinkmann in der 47. Spielminute auf Zuspiel des Neuzuganges Mark Essery einen 2-Tore-Vorsprung herstellen, Ratingens Dennis Appelhans gelang aber nur 3 Minuten später mit einem Schlagschuss von der blauen Linie der Anschlusstreffer. Jetzt wollten es die Außerirdischen noch einmal wissen und starteten wütende Angriffe auf das Kobra-Gehäuse. Natürlich mussten sie mit zunehmender Spielzeit die Defensive immer weiter lockern, was den Kobras immer häufiger Konterchancen bescherte. Und in der 55. Spielminute war es dann soweit: In Tic-Tac-Toe - Manier erzielte Joey Menzel, unterstützt von Stefan Dreyer und Kevin Wilson, seinen zweiten Treffer des Abends.
Jetzt war der Wille der Gäste gebrochen und die Giftschlangen nutzten deren Schockstarre zu einem weiteren Treffer durch Michal Plichta nur 55 Sekunden später. In der Restspielzeit verwalteten die Dinslakener ihren Vorsprung.
Damit ist das letzte Heimspiel der Kobras 2017 erfolgreich zu Ende gegangen. In der Tabelle zogen sie somit kurzfristig am morgigen Gegner Soest vorbei auf Platz 6, doch erst Ende Dezember wird die Tabelle einen hohen Wahrheitsgehalt für die Dinslakener haben, denn derzeit hat man gegen die direkten Konkurrenten aus Neuss und Soest bereits 3, bzw. 4 Spiele Vorlauf. Um so wichtiger ist morgen Abend ein Sieg im Soester Wigwam. Allerdings muss die Konkurrenz die ausstehenden Partien auch erst einmal gewinnen.
Ice Dragons Herford (RLW)
Der 11 Sieg in Folge – Ice Dragons schlagen Lauterbach 9:3!
Knapp 30 Minuten Anlauf benötigten die Ice Dragons am Freitagabend, 30 Minuten, in denen es nicht wirkte, als würde die ersatzgeschwächte Herforder Mannschaft ihre Siegesserie fortsetzen können. Dann aber ging es plötzlich ganz schnell, ein Hattrick von Killian Hutt brachte das Team von Jeff Job auf die Siegerstraße und am Ende konnte sich das Team von den gut 600 anwesenden Fans für den 11. Sieg in Folge feiern lassen!
Die Gäste aus Lauterbach machten es den Ice Dragons von Anfang an richtig schwer. Die erneut neu formierten HEV Angriffsreihen - neben den verletzten Jan-Niklas Linnenbrügger und Nils Bohle musste auch Kapitän Fabian Staudt auf Grund seiner Sperre zusehen - fanden nicht wirklich einen Zugriff aufs Spiel, liefen sich häufig in der Lauterbacher Verteidigung fest und mussten selbst immer wieder nach hinten eilen, um ihrem Goalie Justin Figge, der den verletzten Kieren Vogel würdig vertrat, zur Seite zu stehen.
Eine Energieleistung von RJ Reed brachte dann aber doch die 1:0 Führung. Über rechts in Drittel eingedrungen hielt er mit einem mächtigen Schuss in der 9. Minute drauf, Lars Bernhofen im Lauterbacher Tor war das erste Mal geschlagen. Doch dieser Treffer brachte nicht die erhoffte Sicherheit, die Gäste schafften es immer wieder, Justin Figge unter Druck zu setzen, glichen so dann auch durch Dennis Berk in der 19. Minute zum 1:1 Pausenstand aus.
Das Gesamtbild auf dem Eis änderte sich auch im zweiten Drittel vorerst nicht. Die mutig aufspielenden Luchse brachten die Ice Dragons ein ums andere Mal in Bedrängnis. Als Carsten Homann dann in der 26. Minute aus kurzer Distanz die Scheibe zum 1:2 über die Linie drückte, war das die logische Konsequenz. Doch wie bisher fast immer in dieser Saison, der Rückstand schien die Ice Dragons aufzuwecken! Als dann Gleb Berezovskij, mittlerweile von Jeff Job zwischen die beiden Kanadier in den ersten Sturm beordert, vom rechten Bullypunkt aus zum 2:2 in 29. Minute traf, ging ein Ruck durch die HEV Cracks! Nun erhöhten sie deutlich das Tempo, marschierten zielstrebig immer wieder auf das Tor von Lars Bernhofen zu, drängten die Gäste mehr und mehr hinten rein. Und diese Tempoverschärfung zahlte sich aus! Killian Hutt stellte mit einem Hattrick (31., 33. und 38. Minute) innerhalb von 6 ½ Minuten die Zeichen auf Sieg. Den Schlussakkord unter das zweite Drittel setzte dann jedoch Leon Nasebandt, der nach einem Traumpass von Philipp Brinkmann alleine auf Bernhofen zulief und gekonnt zum 6:2 Pausenstand verwandelte.
Zum letzten Drittel tauschte der Lauterbacher Coach seinen Torhüter aus, Tim Stenger stand von nun an zwischen den Pfosten. Doch auch der war nicht gerade vom Glück beseelt, musste bereits in der 45. Minute hinter sich greifen, als RJ Reed zum zweiten Mal an diesem Abend Maß nahm und auf 7:2 erhöhte. Und da aller guten Dinge anscheinend auch in Kanada drei sind, legte der Goalgetter nur 80 Sekunden später noch einmal zu seinem dritten Treffer nach, stellte die Anzeige auf 8:2! Das Spiel war nun endgültig entschieden, was sich natürlich auch auf den Spielverlauf auswirkte. Die Ice Dragons kontrollierten das Spiel, verwalteten das Ergebnis routiniert. Dennoch mussten sie einen weiteren Gegentreffer hinnehmen, weil der Lauterbacher Stürmer Thomas Lichnovsky in Überzahl in der 51. Minute erst energisch der Scheibe nachsetzte, dann mit einer schönen Bewegung die HEV Defensive austanzte um anschließend Justin Figge aus kurzer Distanz keine Chance zu lassen. Doch das letzte Wort wollten die Ice Dragons ihren Gästen nicht lassen. Es dauerte zwar bis 14 Sekunden vor Schluss, dann aber war Killian Hutt zur Stelle, um mit seinem 4. Treffer den 9:3 Endstand herzustellen.
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