IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 2.Dezember 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Regionalliga Südwest, Regionalliga West und Regionalliga Nord.
Düsseldorfer EG (DEL)
5:2! Die glorreichen 7: Der 7. Sieg im 7. Spiel gegen die Fischtown Pinguins!
die Düsseldorfer EG bestätigt ihre gute Form nach der Länderspielpause und gewinnt bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven mit 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)! Sie klettert damit vor dem Gastspiel des Meisters aus München am Sonntag auf einen guten 8. Tabellenplatz! Diese DEG macht weiterhin Spaß…
Tölzer Löwen (DEL2)
Andreas Mechel fängt Tölzer Löwen zum Sieg
Lange war es hart umkämpft. Erst in der 50.Spielminute fiel das
spielentscheidende Tor. Die Löwen erzielten es, in Person von Johannes
Sedlmayr, trotz großer Personalprobleme in der Verteidigung. Andreas
Mechel war der nötige, sichere Rückhalt für die Buam, die am Ende mit
3:1 (1:1, 0:0, 2:0) gewannen.
Nur selten war ein Torschrei diese Saison in der weeArena so laut, wie
der nach dem 2:1 durch Johannes Sedlmayr. Allen Löwenfans - und auch den
Spielern - dürfte ein riesiger Stein vom Herzen gefallen sein, als der
Schuss des Löwenstürmers den Weg unter den Beinschonern von Andrew Hare
ins Tor fand.
Zuvor war es ein Spiel, in dem die Falken leichte Vorteile hatten. "Ich
glaube nicht, dass es unser bestes Spiel in letzter Zeit war. Ich finde,
dass wir uns in den ersten 40 Minuten zu wenig zugetraut haben. Wir
haben den Gegner das Spiel bestimmen lassen - auch durch die vielen
Strafzeiten", monierte Rick Boehm. Doch die Löwen hatten am Freitagabend
einen Torhüter, auf den sie sich in kritischen Situationen verlassen
konnten. Nach dem frühen 1:0 der Tölzer durch Christian Kolacnys
verdeckten Schlenzer waren die Buam oft mit Verteidigungsarbeit
beschäftigt. Die vier verbliebenen Verteidiger machten ihre Sache gut.
Wenn doch mal ein Schuss durchkam, war Andreas Mechel meist zur Stelle.
Nur in der achten Minute konnte der Goalie überwunden werden:
Falken-Topscorer Brandon Alderson wurde in Überzahl etwas zu alleine
gelassen und traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Das einzige Highlight bis
zum nächsten Tor lieferten sich Philipp Schlager und Justin Maylan. Die
beiden Streithände lieferten sich einen Faustkampf - am Ende lag
Schlager oben, Punktsieg für den Tölzer.
Auch die drei Punkte, die am Ende in der Tabelle zählen blieben bei den
Löwen. Dank des Tores von Johannes Sedlmayr und des Schusses ins leere
Tor von Florian Strobl. Nicht zuletzt aber auch wegen eines stark
aufgelegten Andreas Mechel. "Wir haben das Spiel sehr clever zu Ende
gespielt. Auch wegen einem sehr sehr starken Torwart, der uns mehrmals
im Spiel gehalten hat und uns die Möglichkeit gegeben hat das Spiel im
letzten Drittel für uns zu entscheiden", so Rick Boehm. Die Gemütslage
auf Seiten des Gästetrainers Gerhard Unterluggauer nach dem Spiel das
komplette Gegenteil: "Tölz war hungriger, wollte es mehr. Meine
Mannschaft hat eine katastrophale Einstellung gehabt. Sie war nicht
bereit, den Kampf anzunehmen."
Die Tölzer Löwen gewinnen also das erste von zwei wichtigen Spielen am
Wochenende. Am Sonntag geht es in die Lausitz, zu den Füchsen, die heute
mit einem Verlängerungserfolg in Garmisch-Partenkirchen aufwarten
konnten.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Schwer dezimierte Tigers verlangen Spitzenreiter Bietigheim alles ab - Energieleistung bleibt aber ohne Punkte
Für dieses Duell mit dem Klassenprimus musste Tigerdompteur Waßmiller gleich auf sechs wichtige Stammspieler verzichten, doch mit Hilfe der Förderlizenzspieler J.Felsoci und F.Schwarz vom Oberligisten Regensburg und dem großen Einsatz der ebenfalls angeschlagenen Kolozvary und Luciani kam man zumindest noch auf drei Reihen gegen die, bis auf Kelly und den langzeitverletzten Cabana, nahezu kompletten Steelers. Das Spiel startete auch gleich flott und mit dem ersten Powerplay zeigte die neue Paradeformation der Gäste ihre Klasse. McNeely bediente Topscorer Weller und der ließ, etwas alleine gelassen, Vosvrda im Tor der Oberfranken keine Chance. Die Antwort der Wagnerstädter kam aber ziemlich schnell. Der neue Kanadier Luciani kam bei 5 gegen 4 mit Tempo über die Außenbahn doch statt eines Querpasses, mit dem alle Steelers rechneten, zog er mit seiner typischen Art und einem klasse Handgelenkschuss ab, überraschte damit Sharipov zum Ausgleich im kurzen Eck. In der Folgezeit boten die dezimierten Hausherren dem hoch favorisierten Tabellenführer mehr als nur Paroli. Hinten ziemlich stabil, mit einzelnen gefährlichen Gegenzügen, forderten sie Bietigheim und ließen die zahlreichen Starspieler der Gäste kaum zur Entfaltung kommen.
Auch im zweiten Abschnitt setzte sich das fort wobei das Team von der Enz sich ab und an doch einmal in der Zone der Tigers festsetzen konnte. Bayreuth verpasste da immer wieder einmal Befreiungsmöglichkeiten und so stieg der Druck teilweise doch an. Vosvrda und seine kampfstarken Vorderleute hielten aber Stand, bis man einmal zu weit aufgerückt war. Den 2 gegen 1 Konter von Weller konnte Vosvrda noch abwehren, McNeely staubte jedoch zur erneuten Gästeführung ab. Wenige Minuten später visierte Pavlu auf der Gegenseite nur die Latte an und auch andere Möglichkeiten blieben ungenutzt, so dass man mit einem knappen 1-2 zum zweiten Mal die Seiten wechselte. Phasenweise wogte das Spiel hin und her, doch weitere Treffer fielen nicht.
Immer wieder überbrückten beide Teams auch im Schlussdrittel schnell die Mittelzone und kamen auch zu Torchancen doch ganz am Ende behielten weiter die Abwehrreihen, hüben wie drüben, doch immer die Oberhand. Die Partie blieb kurzweilig und der große Kampf der ausgedünnten Gastgeber faszinierte noch etwas mehr, als die gelegentlichen guten Aktionen des top besetzten Spitzenreiters. Die junge Reihe um die Förderlizenzler und Voronov begeisterte dabei das Publikum genauso wie der neuformierte Block der wenigen verbliebenen „Stammstürmer“ oder „KGB“. Beide Goalies zeigten sich ebenfalls als echte Könner ihres Faches und so blieb die Begegnung bis zum Ende spannend. Besonders in einigen Überzahlspielen bewegten die Hausherren aber die Scheibe etwas zu langsam und so verpufften diese Gelegenheiten, wobei die nicht eingespielten Blöcke ihren Teil dazu beitrugen. Sekunden vor Ende versuchten die Tigers mit einem Feldspieler mehr noch einmal alles, doch trotz noch zwei guter Chancen blieb es bei der unglücklichen Heimniederlage, denn zumindest einen Zähler hatten sich die Bayreuther mehr als nur verdient für ihre couragierte Vorstellung unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen. So sahen dies auch beide Trainer in der Pressekonferenz und die Fans im Stadion, doch die Punkte gingen mit auf die Heimreise der Steelers. Auf diese starke Leistung können die Wagnerstädter weiter aufbauen.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
1:2! Eispiraten verlieren gegen Bad Nauheim - Chancenverwertung wird Westsachsen zum Verhängnis
Die Eispiraten Crimmitschau können ihre Talfahrt nicht beenden. Auch gegen den EC Bad Nauheim mussten sich die Schützlinge von Cheftrainer Kim Collins im heutigen Heimspiel geschlagen geben. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage auf der Anzeigetafel im Kunsteisstadion Crimmitschau, welches von 1.474 Besuchern besucht wurde. Das einzige Crimmitschauer Tor erzielte Robbie Czarnik. Das nächste Duell steigt am kommenden Sonntag bei den Kassel Huskies.
Brett Kilar, nach dem Abgang von Olivier Roy nun Torhüter Nummer eins bei den Eispiraten, startete heute erstmals im Kasten der Westsachsen. Viel zu tun bekam der 25-jährige Goalie im ersten Drittel aber nicht. So waren es die Crimmitschauer, die das erste Drittel nicht nur optisch bestimmten und auch die besseren Torchancen hatten. Will Weber, Erik Gollenbeck und Ossi Saarinen vergaben allerdings die besten Möglichkeiten. Doch die Bad Nauheimer waren mit einer ihrer wenigen Möglichkeiten kurz vor dem Drittelende erfolgreich. Im Powerplay stocherte Meland die Scheibe in einer unübersichtlichen Situation über die Torlinie und überwand somit Brett Kilar - 0:1 (19.)!
Auch im zweiten Durchgang waren die Eispiraten zumindest optisch die bessere Mannschaft, als das Gästeteam aus Bad Nauheim. Doch viele Strafzeiten kosteten den Westsachsen Energie. Die Folge waren einige Fehlpässe und die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten der Kujala-Truppe. Eiskalt waren hingegen die Roten Teufel. Wieder war es Eric Meland, der für die Hessen traf und somit auf 0:2 stellte (35.). Die Luft wurde für die Sachsen nun immer dünner.
Die Eispiraten kamen zu Beginn des Schlussabschnitts besser aus den Katakomben und konnten auch die erste gute Chance verzeichnen, allerdings verpasste Czarnik nach Zuspiel von Ciernik. Auf der Gegenseite war dann Brett Kilar gefordert. Der deutsch-amerikanische Schlussmann parierte aber stark und hielt seine Mannschaft somit im Spiel. Es war dann die 49. Minute, in der die Eispiraten-Anhänger erstmals Grund zum Jubeln hatten: Robbie Czarnik traf mit seinem Handgelenkschuss zum 1:2 und machte die Partie noch einmal spannend. Die Pleißestädter drückten nun auf den Ausgleich, belohnten sich allerdings nicht. Durch mehrere vermeintliche Strafminuten in der Schlussphase, brachten die Unparteiischen den Sahnpark außerdem zum kochen - Die Partie endete somitt in einem lauten Pfeifkonzert.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen unterliegen Ravensburg
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Ravensburg Towerstars mit 2:5 (0:1; 2:4; 0:0) verloren. Vor 2687 Zuschauern brachte Sören Sturm den Gastgeber in der 18. Minute im Powerplay in Führung. Im zweiten Abschnitt baute Jakub Svoboda die Ravensburger Führung aus (26.), ehe Tadas Kumeliauskas der Anschlusstreffer gelang (27.). Doch die Towerstars legten durch Treffer von Lukas Slavetinsky (31.) und Svoboda im Powerplay (33.) nach. Vor der Pause war Nick Huard für Dresden erfolgreich (34.), abermals nutzte der Gastgeber jedoch eine doppelte Überzahlsituation durch David Zucker (39.). Im Schlussdrittel vergab Svoboda einen Penalty.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Gratulation an Ravensburg zum verdienten Sieg. Die Mannschaft hat insgesamt cleverer gespielt. Das erste Drittel war noch ausgeglichen, doch dann begann die Strafzeitenflut, teilweise auch mit dummen Aktionen von uns. Die Leistung der Schiedsrichter war aus meiner Sicht enttäuschend. Es wurden auf beiden Seiten Strafen gepfiffen, die keine waren. Unter dem Strich ist es kein Weltuntergang bei einem starken Team wie Ravensburg zu verlieren.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 3. Dezember um 17 Uhr gegen die Bayreuth Tigers.
Kassel Huskies (DEL2)
Pantkowski bei WM-Vorbereitung / Kuchejda mit deutschem Pass / Schwieger nachlizenziert
Goalie Mirko Pantkowski wurde von U20-Nationaltrainer Christian Künast in den vorläufigen Kader für die bevorstehende 2018 IIHF U20 Eishockey-Weltmeisterschaft berufen. Der 19-Jährige, der in den vergangenen Wochen im Huskies-Trikot für Furore gesorgt hat, ist bereits zur WM-Vorbereitung nach Füssen gereist und trainiert dort mit der DEB-Auswahl für das bevorstehende Turnier in Frankreich. Der finale WM-Kader wird am 5. Dezember 2017 bekanntgegeben. Bei einer Nominierung fehlt Pantkowski den Huskies zumindest bis Mitte Dezember. Die U20-Nationalmannschaft bestreitet in Courchevel und Meribel ihre WM-Spiele gegen Kasachstan (10.12.), Österreich (12.12.), Frankreich (13.12.), Ungarn (15.12.) und Lettland (16.12.).
David Kuchejda nimmt ab sofort keine Ausländerstelle mehr im Huskies-Kader ein. Dem 30-jährigen Rechtsaußen wurde am Donnerstag die Bestätigung seiner deutschen Staatsangehörigkeit ausgestellt. Kuchejda kam seit Anfang Oktober als Importspieler für die Huskies zum Einsatz und erzielte bis heute drei Tore und drei Assists in neun DEL2-Partien.
Auf der Torhüterposition kann zukünftig Frederik Schwieger für die Huskies zum Einsatz kommen. Der 18-Jährige wurde von den Nordhessen nachlizenziert und ist demnach ab sofort spielberechtigt. In der DNL2 kam der gebürtige Bielefelder für den Iserlohner EC und die Moskitos Essen zum Einsatz, ehe er sich in der vergangenen Saison der Eishockey Jugend Kassel anschloss. In der zweithöchsten deutschen Nachwuchsliga kam Schwieger bisher in 51 Partien zum Einsatz.
Huskies holen Dreier in Freiburg
Mit zwei überzeugenden Heimsiegen im Rücken reisten die Kassel Huskies zum 22. DEL2-
Spieltag nach Freiburg. Neben Mirko Pantkowski, der für die U20-Nationalmannschaft im Einsatz
ist meldete sich auch Verteidiger Andy Reiss kurzfristig aufgrund einer Unterkörperverletzung ab.
Sein Comeback feierte David Kuchejda, der seit dem gestrigen Donnerstag die deutsche
Staatsbürgerschaft besitzt.
Die erste Tormöglichkeiten verbuchten die Huskies auf ihrer Seite, Little prüfte Hanuljak per
Schlagschuss in der zweiten Minute. Nachdem sich Markus Keller kurz darauf gegen Linsenmaier
und Rießle auszeichnen konnte, kamen die Schlittenhunde wieder besser ins Spiel. Zehn Minuten
waren absolviert, als Stefan Della Rovere einen Schuss von John Rogl zum 0:1 abfälschte. Auch
in der Folge setzte sich Kassel immer wieder im Drittel der Wölfe fest, ein weiterer Torerfolg
gelang allerdings nicht. In der Schlussphase des ersten Abschnitts verhinderte Markus Keller
gegen Linsenmaier und Duda den Ausgleich.
Der zweite Abschnitt begann für die Huskies glänzend. Nach herrlichem Pimm-Zuspiel tauchte
Evan McGrath frei vor Wölfe-Schlussmann Hanuljak auf und verlud diesen in Unterzahl zum 0:2.
Zwei Minuten später hätte Youngster Bastian Schirmacher beinahe für den dritten Treffer gesorgt,
scheiterte per Rebound aus kurzer Distanz aber am tschechischen Torhüter. Defensiv ließ Kassel
in dieser Phase wenig anbrennen. Zwei Unterzahlsituationen wurden schadlos überstanden, und
wenn es gefährlich wurde, war Markus Keller zur Stelle, wie beispielsweise gegen Airich in der 25.
Spielminute.
Fünf Minuten vor der zweiten Sirene wurden die Schlittenhunde wieder offensiver und drängten
auf das 0:3. Aus nahezu heiterem Himmel schlugen dann aber die Gastgeber zu. Chris Billich
startete mit viel Geschwindigkeit über die rechte Seite durch und überwandt Markus Keller zum
1:2-Anschluss.
Im letzten Drittel rückte Huskies-Torhüter Markus Keller vermehrt in den Fokus, denn die Gastgeber kamen – beflügelt durch den Anschlusstreffer – wie die Feuerwehr aus der Kabine. Keller verhinderte jedoch gegen Babka, Brückmann sowie Mancari und Linsenmaier den Ausgleichstreffer.
Mit in die Freiburger Drangphase hinein sorgten die Huskies aber für die kalte Dusche aus Sicht der Gastgeber. In Unterzahl zog Toni Ritter über rechts in die Angriffszone und netzte trocken zum 1:3 ein (49.). Auch wenn zu diesen Zeitpunkt noch mehr als zehn Minuten zu absolvieren waren, ließen die Schlittenhunde keine Freiburger Hoffnungen auf ein Comeback mehr zu. Dank zwei Unterzahltoren nahmen die Kassel Huskies alle drei Punkte mit zurück nach Nordhessen.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
Frankfurt gewinnt hochklassiges Spiel - ESVK muss sich vor 3.031 Zuschauer geschlagen geben
Volles Haus, einen Sonderzug und bestes Eishockey des ESV Kaufbeuren und der Löwen Frankfurt durften heute die 3.023 Zuschauer in der erdgas schwaben arena mit ein wenig Verspätung erleben, denn der Spielbeginn sollte sich auf 20.30 Uhr verschieben, da die Gäste aus der Mainmetropole im Stau standen. Am Ende siegten die Gäste in einem äußerst engen Spiel mit 2:1.
Zwischen den Pfosten Kaufbeurens stand auch am heutigen Abend wieder Bastian Kucis, der den verletzten Stefan Vajs sehr gut vertrat. Ansonsten konnte Andi Brockmann mit Ausnahme der Langzeitverletzten, Tim Wohlgemuth sowie U20-Nationalspieler Christoph Kiefersauer aus dem Vollen schöpfen.
Die erste gute Möglichkeit der Partie bot sich dem ESVK gleich in der Anfangsminute. Max Schmidle enteilte seinem Gegenspieler auf der rechten Seite und legte den Puck vors Tor, doch Jere Laaksonen schoss knapp über das Gehäuse. Die Gäste ließen sich aber nicht lange bitten und hatten durch Tyler Gron eine ähnlich große Chance. Dank einer sehr aggressiven aber fairen Spielweise und einem sehr guten Forechecking kauften die Löwen in der Folge den Jokern den Schneid ab und erspielten sich ein leichtes Übergewicht. Die Rot-Gelben brauchten etwas, um damit umgehen zu können. Dies gelang jedoch immer besser. Dadurch hatte Jona Karevaara in Minute zwölf auch zwei gute Gelegenheiten, doch hielt Hannibal Weitzmann im Frankfurter Tor seinen Kasten sauber. Nachdem sich die Mainstädter mit zwei Strafzeiten schwächten, hatten die Mannen von Andi Brockmann gute Chancen, doch u.a. Christopher Kasten scheiterte im Slot an Weitzmann. Der ESVK erspielte sich noch einige Möglichkeiten, doch blieb der Torerfolg aus. Somit ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.
Den besseren Start ins Drittel erwischten wiederum die Löwen. Zuerst hatte Matt Pistilli in der 22. Minute eine aussichtsreiche Chance über die rechte Seite, bevor sich den Gästen dann eine Überzahl bot. Wade Macleod versuchte dabei zwei Mal eine Direktabnahme. Beim ersten Mal fand er seinen Meister noch in Bastian Kucis, doch nur ein paar Zeigerumdrehungen später war auch der junge Schlussmann chancenlos. Damit stand es 0:1. Wiederum taten sich die Hausherren gegen das Forechecking der Gäste anfangs schwer und hatten zuerst nur vereinzelte Entlastungsangriffe. Bei einem dieser traf Philipp de Paly in der 26. Minute nur das Außennetz. Als Steven Billich in Überzahl dann viel Zeit und Raum zum Zielen hatte, war wohl manchem Zuschauer schon der Torschrei auf den Lippen, doch er schoss zu zentral auf Weitzmann. Speziell im Powerplay war der ESV stets gefährlich. Auch in der 37. Minute war es wieder Billich, dessen Schuss aus dem Slot in letzter Sekunde noch geblockt wurde. Als dann noch in der gleichen Überzahl Sami Blomqvist Jona Karevaara vor dem Tor in Szene setzte, konnte dieser nur noch durch ein Foul am Abschluss gehindert werden. Dafür wurde dem Finnen ein Penaltyschuss zugesprochen, den er aber knapp am rechten Kreuzeck vorbeischoss. Der Eissportverein hatte nun ein deutliches Übergewicht, doch blieb dies ungenutzt. So scheiterte noch einmal Karevaara Sekunden vor der Pausensirene, als er einen Schuss von der Blauen nur Zentimeter neben das Tor abfälschte.
Das Schlussdrittel sollte nicht lange Dauern, bis die Uhren wieder auf null gestellt werden sollten. In der 43. Minute schoss Sebastian Osterloh den Puck mit der Rückhand von der Blauen in Richtung Tor. Florian Thomas hob seinen Schläger dazwischen und fälschte zum 1:1 ab. Es ging nun Schlag auf Schlag. Neun Sekunden nach dem Ausgleich rettete Weitzmann seine Farben mit einem Hechtsprung nach Joey Lewis‘ Nachschuss. Die Hessen erholten sich aber schnell vom Ausgleich und hätten den Spielstand wieder zu ihren Gunsten gestalten können. Zuerst bekam Brett Breitkreuz im Liegen den Puck nicht mehr gezielt aufs Tor, bevor dann in Minute 47 Nils Liesegang die wohl beste Chance hatte. Dieser schoss den Puck aus spitzem Winkel hinter Kucis vorbei durch den Torraum. Fast im Gegenzug musste dann das Lattenkreuz für den geschlagenen Weitzmann retten, als Charlie Sarault im Konter abschloss. Für die Zuschauer bot sich nun eine äußerst spannende und schnelle Partie. In der 51. Minute hatte dann Weitzmann alle Hände voll zu tun. Zuerst parierte er einen Alleingang von Lewis, bevor er dann noch zwei Schüsse von ihm nach Querpässen abwehrte. Diese Chancenverwertung sollte sich in der 54. Minute rächen. Nach einem Versuch Breitkreuz‘ von der blauen Linie musste Kucis prallen lassen und mit dem Nachschuss durch Liesegang gingen die Löwen erneut in Führung. In der Folge gab es für beide Teams nochmals kurzzeitig Überzahlspiele, bevor es in die Schlussminuten ging. In dieser hatte zuerst Schmidle nach einem langen Pass die Schussschance, bevor er nach einem Stockschlag zwei Minuten bekam. Damit sollte der ESV die letzten beiden Minuten in Unterzahl agieren. Die Frankfurter verstanden es, den Puck gut laufen zu lassen und die Zeit routiniert herunterzuspielen. Damit unterlag der ESVK unglücklich gegen den Meister, die auf einen bärenstarken Hannibal Weitzmann bauen konnten.
Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Paul Gardner beiden Fanlagern ein Lob aus. Er sah ein hart umkämpftes Spiel und war glücklich mit über die Punkte. Andi Brockmann haderte etwas mit der Chancenverwertung, denn es war in seinen Augen wohl das beste Heimspiel seiner Jungs. „Wenn wir weiter so spielen wie heute, dann werden wir noch viele Spiele gewinnen“, so der Trainer.
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders wollen Heimserie ausbauen
Spannende und enge Spiele haben die EV Lindau Islanders zuletzt in der Eissportarena Lindau geboten – das wird am Sonntag (18 Uhr) nicht anders sein, wenn Tabellennachbar Blue Devils Weiden am Bodensee gastiert.
Nach beachtlichem Start, zu dem auch zwei Erfolge gegen die Islanders (7:6 nach Penalty-schiessen und 4:2) beitrugen, haben die Oberpfälzer nun sieben Spiele in Folge verloren, errangen dabei nur zwei Punkte. Insbesondere die hohe Zahl der Gegentore (nur drei Teams kassierten mehr) machen den Blue Devils zu schaffen, die in der Offensive mit dem ehemaligen tschechischen Nationalspieler Josef Straka (mit 30 Punkten auf Platz fünf der Scorerwertung) und Martin Heinisch (15 Tore, Drittbester), sehr gut besetzt sind. Allerdings ging die Produktion des Duos zuletzt nach unten. Straka wird in der Oberpfalz kritisiert, weil er in den letzten sieben Spielen „nur“ sechs Punkte erzielte. Heinisch, der nach zehn Spielen mit 15 Toren die Torschützenliste anführte, hat seit sechs Spielen nicht getroffen. Er wird sich gerne daran erinnern, dass er seinen letzten Treffer gegen die Islanders erzielte. Eine Durstrecke beendet hat dagegen Matt Abercrombie – zwischen seinen Doppelpacks gegen Selb und Lindau lagen sechs Spiele ohne Tor.
Die Islanders hoffen also darauf, dass diese Serien nicht unbedingt am Sonntag enden, genauso wenig wie die gute Heimbilanz der Lindauer. Die letzten drei Spiele gewannen sie im Eichwald, dabei ragten die Overtime Erfolge gegen die Spitzenteams aus Peiting und Rosenheim heraus. Nimmt man die Spiele gegen Sonthofen (3:4 nach Verlängerung) und Deggendorf dazu, sind die Islanders nun seit Mitte Oktober in fünf Heimspielen in regulärer Spielzeit ungeschlagen.
„Daran haben unsere Zuschauer einen großen Anteil. Die Unterstützung ist gerade in den engen Spielen gegen die Topteams und die direkten Konkurrenten ein Riesenvorteil für uns“, sagt EVL- Vorsitzender Bernd Wucher. Auch gegen Schlusslicht Miesbach waren die Lindauer Fans emotional dabei, als die Mannschaft in Schwierigkeiten geriet und die Partie dann doch noch drehte. Zur Krönung gab es dann den Derbysieg in Memmingen, sozusagen als „Belohnung“.
Jetzt geht es für die Islanders darum, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten und konsequent den Erfolg zu suchen. Die engen Spiele, die zu Saisonbeginn verloren wurden, wie zum Beispiel beim 6:7 gegen Weiden, als der EVL in den letzten drei Minuten eine zwei Tore Führung verspielte, gehören der Vergangenheit an. „Zuletzt sind wir nach Rückständen stark zurückgekommen“, sagte Trainer Dustin Whitecotton zwar, „aber es ist nicht in jedem Spiel möglich, zwei Tore aufzuholen.“ Hier sollte vielmehr die Partie in Memmingen als Blaupause dafür herhalten, wie man in einer knappen und umkämpften Partie, sich einen Vorsprung herausarbeitet und diesen dann auch erfolgreich verteidigt.
Auf den Willen wird es für die Lindauer ohnehin ankommen, müssen sie doch weiter auf Tim Brunnhuber und Zdenek Cech verzichten, während der Gegner komplett mit vier Reihen antreten wird – unter anderem auch mit Ex- Islanders Petr Heider. Es spricht einiges dafür, dass die Zuschauer im Eichwald erneut einen mehr als spannenden Abend erleben dürfen.
Selber Wölfe (OLS)
Ungefährdeter Sieg gegen die Lindau Islanders
Unsere Wölfe starteten mit einem Heimspiel in der Netzsch-Arena gegen die EV Linda Islanders ins erste Adventswochenende. Spätestens ab der 21. Spielminute dominierte unsere Mannschaft das Spiel nach Belieben und die Gäste konnten zufrieden sein, nicht mit einer höheren Niederlage die Heimreise an den Bodensee antreten zu müssen.
Unsere Wölfe konnten komplett auflaufen und versuchten gleich zu Beginn des Spiels die Islanders in ihrem Verteidigungsdrittel einzuschnüren, mussten dabei aber höllisch auf die pfeilschnellen Konter der Lindauer aufpassen, nicht dass man gleich in Rückstand geriet. Die Selber waren drückend überlegen, ohne sich allerdings größere vielversprechende Möglichkeiten zu erarbeiten. Die erste hatte Gare nach sechs Minuten, der sich gegen drei Lindauer durchsetzte, aber dann am glänzend reagierenden Torwart scheiterte. Nach neun gespielten Minuten hatte Moosberger das 1:0 zweimal auf dem Schläger, nachdem er glänzend von McDonald freigespielt wurde, brachte aber den Punk nicht über die Torlinie. Die Islanders verteidigten bis dahin bravourös. Nach dreizehn Minuten war die erste Strafzeit für Lindau fällig. Unsere Wölfe rannten vergeblich an, trafen aber nur zweimal die Torlatte. In der 16. Minute war es dann soweit: McDonald brach den Bann und erzielte sein zweites Tor für seine Mannschaft. Gleich darauf gelang der Doppelschlag, ein traumhaftes Zuspiel von Moosberger schloss Gare mit einem Schlagschuss ins rechte untere Eck ab. So ging dann auch das erste Drittel mit der verdienten 2:0-Führung für unsere Selber zu Ende.
Das zweite Drittel begann, wie das erste aufgehört hatte. Unsere Selber agierten weiterhin total überlegen und Lindau musste sich auf einzelne Konter beschränken. In der 24. Minute folgte das erste Lebenszeichen der Islanders: Smith traf aus kurzer Entfernung nur den Pfosten des Selber Tores. Gleich darauf musste McDonald in die Kühlbox, aber unsere Wölfe verteidigten souverän und hatten sogar zweimal die Chance auf 3:0 zu erhöhen, Hördler und Mudryk jedoch ohne Schussglück. Die Lindauer wurden jetzt langsam stärker und kamen in einer weiteren Selber Unterzahl zu guten Möglichkeiten, den Anschlusstreffer zu erzielen, Deske hielt seinen Kasten aber sauber. Kaum wieder komplett, machten unsere Wölfe das 3:0 in der 32. Minute. Einen traumhaft schnellen Angriff der ersten Reihe schloss Piwowarczyk unhaltbar für Velm ab. Lindau musste noch mehr aufmachen und wir hatten noch mehr Platz, unser Spiel aufzuziehen. Ein böses Foul an Deske wurde nur mit zwei Minuten bestraft, da wollte wohl der Lindauer Spieler ein Zeichen setzen. Das muss nicht sein. Lindau brachte jetzt mehr und mehr Härte ins Spiel. Unsere Mannschaft hielt dagegen und musste drei Minuten vor Ende des Drittels mit zwei Mann weniger auskommen, um kurz nach Ablauf der Strafzeiten den unverdienten Anschlusstreffer hinzunehmen.
Zum Anfang des dritten Drittels versuchten unsere Wölfe gleich die Entscheidung herbei zu führen und machten mächtig Druck auf das Lindauer Tor, dabei hatte Velm gleich mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen. In der 44. Minute war es dann soweit, wir mit vier gegen drei auf dem Eis, das ließ sich der erste Selber Block nicht nehmen und Piwowarczyk erzielte einen blitzsauberen Treffer. Der Schlagschuss schlug im rechten oberen Winkel ein. Unsere Wölfe machten nun den Sack zu und erzielten die Treffer fünf und sechs in einer Minute. Moosberger und Gare trafen nach Belieben. Zehn Minuten vor Schluss traf Mudryk nur die Latte des gegnerischen Gehäuses. Sieben Minuten vor Schluss kam Lindau zum schmeichelhaften zweiten Treffer in eigener Überzahl. Selb machte weiterhin Druck, leistete sich aber zu viele Strafzeiten, so dass auch das dritte Lindauer Tor drei Minuten vor Ende überflüssig war. Alles in allem ein gutes Spiel unserer Wölfe, die völlig verdient gewannen.
Sonthofen Bulls (OLS)
Bulls holen wichtige drei Punkte gegen EC Peiting - ERC Sonthofen klettert durch 5:3-Sieg auf Platz sieben
Der ERC Sonthofen ist mit einem echten Traumergebnis in das erste Adventswochenende gestartet. 5:3 besiegten die Bulls am Freitagabend den Tabellenvierten aus Peiting. In der Tabelle konnten die Oberallgäuer daraufhin ein paar Plätze gutmachen und stehen jetzt auf Rang sieben. 723 Zuschauer hatten die Partie in der Sonthofer Eissporthalle verfolgt.
Das erste Drittel begann mit leichten Vorteilen für den EC Peiting. Die seit Jahren eingespielte Mannschaft aus Oberbayern versuchte von Anfang an Akzente zu setzen. In der vierten Spielminute kam der ECP entscheidend vors Tor und traf durch Fabian Dietz zum 0:1 aus Sicht der Hausherren. Anschließend fuhr Peiting immer wieder aufs Tor von Patrick Glatzel zu, doch die Bulls kamen immer besser ins Spiel. In der 12. Minute war es endlich soweit: Hadraschek auf Stanley und der sorgte für das so wichtige 1:1.
Im Mitteldrittel entwickelte sich für Zuschauer ein höchst unterhaltsames Spiel. In der 26. Minute legte Wayne Lucas auf Robert Wittmann ab und der schloss zur 2:1-Führung ab. Peiting musste bis zu einer Strafzeit von Sonthofen warten, um wieder ausgleichen zu können. Tyler Wood hatte zwei Strafminuten bekommen. Dies nutzte der Peitinger Kostourek zum Ausgleich. Doch spätestens jetzt schlug die Stunde der Bulls: Nach Zuspiel von Chris Stanley und Fabian Voith brachte Martin Guth mit dem Tor zum 3:2 seinen ERC wieder in Führung. Kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts das 4:2 durch Jörg Noack ein wunderschönes Tor aus dem Halbfeld hoch oben ins Tor des EC Peiting, nachdem Youngstar Marco Sternheimer glänzend vorbereitet hatte.
Im letzten Drittel die Bulls weiter mit Oberwasser. In der 42. Minute Botzenhardt und Sill auf Maximilian Hadraschek und der lief direkt auf den Kasten des EC Peiting zu, packte einen strammen Schuss aus und traf schließlich zur 5:2-Führung. Von Seiten der Oberbayern kam jetzt Unruhe ins Spiel, die Bulls ließen sich aber nicht anstecken. Auch der dritte Treffer für den ECP durch Kostourek in der 56. Minute konnte nichts mehr ändern. Peiting hatte noch zwei Minuten vor Schluss den Torhüter vom Eis genommen um mit sechs Mann anzustürmen, nach einer Strafe gegen Peiting kurz vor der letzten Minute - die Zeit verstrich jedoch, ohne dass etwas Nennenswertes passiert wäre.
Die Bulls aus Sonthofen mit einem verdienten Erfolg gegen einen starken Gegner.
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Punkt verloren, Tabellenplatz gewonnen
Das wäre ein einfaches, aber am Ende stimmiges Fazit eines zähen Spiels der Wohnbau Moskitos gegen insgesamt 16 aufopferungsvoll kämpfende Harzer Falken Spieler am Essener Westbahnhof. Bernd Wohlmann, der Trainer der Gäste aus dem Harz war am Ende auch sehr zufrieden mit dem einem Punkt. Frank Gentges, Cheftrainer der Essener Kufenflitzer, sprach von mangelnder Chancenverwertung, einem dummen Foul in den Schlussminuten und einem weiteren verschenkten Punkt gegen Braunlage.
58:25 Torschüsse war die Bilanz zugunsten der Essener Moskitos, doch entweder verfehlten die Essener Stürmer gleich reihenweise das von Dennis Korff gehütete Tor der Falken, oder er hatte Schoner oder Fanghand zwischen Puck und Netz, so dass es bereits im ersten Drittel lange Zeit sehr unbefriedigend für die Essener Zuschauer war. Die vier mitgereisten Fans aus dem Harz hatten dagegen ihren Spaß und feierten lautstark ihr Team. Bis zur 15. Spielminute mussten die gut 800 Zuschauer warten, bis zum ersten mal Jubeln durften. Den Chancen nach hätte es bereits hinter Korff einschlagen müssen, doch irgendetwas, oder irgendwer verhinderten die Essener Führung. Bereits nach 8 Minuten hatte Christoph Ziolkowski im Powerplay die gute Chance, verzog aber knapp. In der 15. Spielminute gelang im das deutlich besser, aus halbrechter Position bekommt der Stürmer von der Bande den Rückpass von Dominik Lascheit und versenkt zur Führung aus kurzer Distanz. Für den ersten Abschnitt war es das jedoch bereits, mit dem knappen Ergebnis geht es zur ersten Pause.
22:4 Schüsse zeigt die Torschussstatistik der Moskitos für das zweite Drittel, das reine Drittelergebnis bleibt jedoch mit 1:1 weiterhin sehr mager. Und die Moskitos mussten nach der Hälfte der Gesamtspielzeit in eigener Überzahl sogar den Ausgleich fressen. Beste Chancen hatten die Essener in Überzahl, doch kein Treffer und dann fing Viktor Bjuhr den Puck vor dem eigenen Tor ab, lief wieselflink mit Christian Schock in Richtung Sebastian Staudt. Gegen zwei Essener Verteidiger brachte Bjuhr die Scheibe zu Schock und irgendwie trudelte sie dann an Staudt vorbei in Essener Tor. Auf den Rängen war es bereits sehr still geworden, doch Andrej Bires änderte das kurz vor Drittelende wieder. Nach mehreren Versuchen brachte er den Puck dann doch irgendwann vorbei an Korff zur erneuten Führung. Mit der Schlusssirene noch eine Topchance für die Moskitos, die am Tor vorbeisegelt.
Fiedler mit dem Versuch des Bauerntricks, scheiterte. Lautenschlager mit einer Topchance aus kurzer Distanz, scheiterte. Pfänder über das komplette Spielfeld bis kurz vor Korff, scheiterte am Schoner. Lascheit setzte sich gut durch bis kurz vorm Tor, im letzten Moment hatte ein Falke seinen Schläger dazwischen, so ging es im letzten Drittel weiter. Und dann kam das Unheil doch noch über die Moskitos, 3:43 Minuten bevor die Wohnbau Moskitos das Spiel vielleicht über die Zeit gerettet hätten, oder per Empty Net hätten gewinnen können, leistete sich Marvin Deske im Drittel der Falken einen Stockschlag, Schiedsrichter Naust befand, dass das 2 Minuten wert wäre und der Essener Stürmer durfte auf die Bank. Beim anschließenden Powerplay der Falken staubte am Ende Thomas Schmid ab, der völlig freigespielt die leere Ecke des Tores vor sich hatte. Quasi mit dem Schluss hatte Tom Fiedler noch die Topchance alleine vor Korff, doch auch hier blieb das Ergebnis auf der Anzeigetafel unverändert.
Overtime! Und nach einer Minute der Verlängerung musste Falken Kapitän Alexander Engel auf die Strafbank. Die Moskitos warteten auf die beste Position, die hatte dann Kyle De Coste. Den ersten Schuss setzte er noch an den Pfosten, doch den Rebound nahm der Kanadier auf und versenkte zum letztlich zähen, aber verdienten Essener Sieg. Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges sagte in der Pressekonferenz: „Chancen haben wir genügend gehabt um dieses Spiel, nicht problemlos zu gewinnen, aber zu gewinnen. Aber wir haben eine Mannschaft gegen uns gehabt, die aufopferungsvoll gekämpft hat, das haben wir in Braunlage auch gehabt, wir haben beide Spiele gewonnen, aber so Spiele musst du gewinnen. Und wenn es so Spiele sind und du vorne die Chancen nicht machst, dann darfst du nicht kurz vor Schluss 55 Meter vorm eigenen Tor einem so saudumm auf die Finger kloppen. Damit erweist du der Mannschaft einen Bärendienst. Ich bin froh, dass De Coste am Ende nachsetzt und den Abpraller nimmt, nicht die Verantwortung den Kollegen überlässt und das Spiel damit entscheidet“
Crocodiles Hamburg (OLN)
Crocodiles verlieren gegen Scorpions in Overtime
Die Crocodiles Hamburg haben ihr Heimspiel gegen die Hannover Scorpions mit 3:4 (3:0/0:3/0:0/0:1) in Overtime verloren. Schon das Hinspiel entschieden die Niedersachsen in der Verlängerung für sich.
Mutig, hellwach und abschlussstark – die Crocodiles haben im ersten Drittel genau das gezeigt, was Trainer Herbert Hohenberger seit Wochen predigt. Die Scorpions wurden von den Crocodiles im eigenen Drittel eingeschnürt, Björn Linda im Tor der Gäste bekam einiges zu tun. Die Schüsse von Josh Mitchell, Thomas Zuravlev und Fabian Calovi konnte der Torwart zunächst noch entschärfen, als die Hannoveraner dann aber auch noch in Unterzahl gerieten, war auch der Schlussmann geschlagen. Nach einem Schuss von Moritz Israel kam es vor dem Tor zu einem Gewühl, in dem Brad McGowan die Übersicht behielt und zum 1:0 traf (12.). Der Treffer verunsicherte die Gäste und gab den Crocodiles zusätzlichen Schwung. Keine zwei Minuten später nutzte Thomas Zuravlev diesen Vorteil und verwandelte einen Pass von Moritz Israel freistehend aus dem Slot (13.). Die Gastgeber spielten nun wie im Rausch und schenkten den Scorpions gleich den nächsten Gegentreffer ein. Nach einer feinen Kombination der Kanadier verwandelte Josh Mitchell die Vorlage von Brad McGowan zur 3:0-Führung (16.).
Die Stimmung im Eisland Farmsen bekam im zweiten Drittel schnell einen Dämpfer versetzt: Erstarkte Hannoveraner setzten die Crocodiles unter Druck und kamen mit einem Doppelschlag in der 29. Minute von Christoph Koziol und Michael Budd zurück ins Spiel. Nur fünf Minuten später war die Führung dahin. Nach einem Bandencheck von Moritz Israel spielten die Gastgeber in Unterzahl. Die statistisch beste Powerplay-Mannschaft der Liga ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und glich durch Sean Fischer zum 3:3 aus (34.).
Im dritten Drittel erwischten die Hamburger wiederum den deutlich besseren Start. André Gerartz, Fabian Calovi und Brad McGowan leiteten mit ihren Chancen einen letzten Spielabschnitt ein, in dem die Gastgeber eine leichte Überlegenheit erspielen konnten. Doch trotz zahlreicher Chancen blieb das Tor wie vernagelt. So lief es auf die Verlängerung hinaus, die ein schnelles und bitteres Ende für die Crocodiles nahm. Nach einer Doppelchance für die Hamburger sprang die Scheibe zu Björn Bombis, der den Puck über die ganze Fläche trug und Patrick Schmid mit einem Querpass bediente – der entscheidende Treffer nach nur 29 Sekunden in der Overtime.
„So gut wir im ersten Drittel begonnen haben, so schlecht waren wir im zweiten Drittel. Wir haben uns zurück ins Spiel gekämpft, im letzten Drittel gab es Chancen auf beiden Seiten. In Overtime hatte Josh Mitchell die Chance zum Siegtreffer, stattdessen bekommen wir einen Konter. Aber mit dem Kader, der mir momentan zur Verfügung steht, kann ich mit dem Punkt heute zufrieden sein“, sagte Trainer Herbert Hohenberger nach dem Spiel.
Herner EV (OLN)
Rostock Piranhas - Herner EV 3 : 4 (2:0,0:3,1:1)
Trotz eines 0:2-Rückstands nach dem ersten Drittel konnte der Herner EV sein Auswärtsspiel am Freitagabend in Rostock am Ende mit 4:3 für sich entscheiden. Allerdings hatten die Gysenberger am Ende noch Schwerstarbeit zu leisten um die wichtigen drei Punkte zu erkämpfen und mit nach Hause zu nehmen. Denn die gastgebenden Piranhas, die sich im mittleren Abschnitt eine Schwächeperiode leisteten und zur zweiten Pause mit 2:3 zurücklagen, steckten auch ein 2:4 weg und kamen gut zwei Minuten vor der Schlusssirene noch einmal auf 3:4 heran.
Erneut kam der Herner EV nicht gut ins Spiel, denn die Gastgeber konnten bereits in der 3. Spielminute mit 1:0 in Führung gehen. Danach wurden die Gysenberger zwar stärker und holten sich auch einige gute Chancen heraus, aber in der 16. Minute folgte mit dem 2:0 die nächste kalte Dusche. Auch danach machte der HEV weiter Druck, musste aber mit diesem ernüchternden Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause gehen. Nach dem Wiederbeginn waren die Grün-Weiß-Roten dann spielbestimmend, der Erfolg stellte sich aber erst in der 31. Minute ein. In Überzahl konnte Marcus Marsall den Anschlusstreffer erzielen. Das Gegentor zeigte bei den Piranhas Wirkung, die nun nicht mehr zu ihrem Spiel fanden. Folgerichtig konnte Aaron McLeod, erneut in Überzahl, in der 37. Minute den 2:2-Ausgleich erzielen. Und es sollte in dieser Phase für den HEV noch besser laufen, denn Michel Ackers konnte 47. Sekunden später sogar das 2:3 markieren. Rostocks Trainer Ken Latta daraufhin eine Auszeit um Schlimmeres zu verhindern.
Auch den letzten Abschnitt begann der HEV druckvoll, hatte zwei weitere Überzahlsituationen, die aber zum Ausbau der Führung nicht genutzt werden. Damit deutete sich an dass es weiter spannend bleiben sollte. So sollte dann Christian Wendler im Herner Gehäuse noch reichlich zu tun bekommen. Als Brad Snetsinger in der 56. Minute einen Angriff der Piranhas abfangen und auf Aaron McLeod passen konnte, da konnte der das 2:4 erzielen. Die Beruhigung aus HEV Sicht hielt aber nur bis zur 58. Minute, denn da konnten die Gastgeber in Überzahl noch einmal auf 3:4 verkürzen. Damit lief alles auf eine turbulente Schlussphase hinaus, die der Herner EV schließlich mit Glück und Geschick überstand. Damit konnte der Auswärtssieg gesichert und eingepackt werden.
Am Sonntag empfängt der Herner EV ab 18:30 Uhr den EHC Timmendorfer Strand am Gysenberg. Dann müssen weitere drei Punkte her um die sicheren Playoff-Plätze weiterhin in Reichweite zu halten, denn die Plätze sechs und sieben liegen in der Tabelle nur zwei Punkte entfernt.
Passau Black Hawks (BYL)
Ex-Nationalspieler Aab fordert mit Höchstadt die Black Hawks - Starensemble am Sonntag im Topspiel zu Gast in der EisArena
Am vergangenen Sonntag haben die Passau Black Hawks nach drei Niederlagen wieder zurück in die Spur gefunden. Der 7:3 Sieg gegen Germering sollte dem Team von Trainer Ivan Horak wieder Selbstvertrauen geben. Dazu kommt, dass die Mannschaft der Passau Black Hawks unter der Woche mit zwei Neuzugängen verstärkt wurde. Helmut Kößl kehrt nach zehn Jahren zu den Passau Black Hawks zurück. Die Black Hawks haben gerade in der Verteidigung absoluten Personalnotstand und freuen sich über die Verpflichtung des erfahrenen Defender und Leader. „Helmut wird unser jungen Verteidigung helfen und die nötige Stabilität verleihen. Dazu ist Helle ein Spitzen Typ der in der Kabine auch voran geht. Das Alter spielt überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist wie fit ein Spieler ist und wie schnell ein Spieler Situationen auf dem Eis antizipieren kann. Da werden sich einige junge Spieler in der Liga ganz schön anschauen.“ freut sich der sportliche Leiter Christian Zessack auf den Routinier.
Simon Schießl rückt somit wieder nach vorne, Coach Ivan Horak stehen somit wieder drei komplette Offensivreihen zur Verfügung. Dazu kommt die Verpflichtung von Torhüter Christian Hamberger. Nach der Verletzung von Patrick Vetter lastete der ganze Druck auf dem 19 jährigen Andreas Resch der seine erste Saison im Seniorenbereich spielt. „Andi hat seine Sache bisher ausgezeichnet gemacht. Mit der Verpflichtung von Christian Hamberger wollen wir aber den Druck von dem Jungen nehmen. So sind wir auf der Torhüter Position gut gerüstet. Patrick Vetter wird in gut drei Wochen wohl in den Kader zurückkehren.“ so das Passauer Trainergespann.
Am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr begrüßen die Passau Black Hawks Tabellenführer Höchstadt in der Passauer EisArena. Der Favorit auf den direkten Wiederaufstieg hat eine hochkarätig besetzte Mannschaft und ist das Team der Stunde. Erst eine Niederlage mussten die Franken einstecken. Ausgerechnet am vergangenen Wochenende gegen Aufsteiger EV Füssen. Besonders achtgeben müssen die Passau Black Hawks auf Ex-Nationalspieler Vitalij Aab. Der DEL-Star hat in nur fünfzehn Spielen bereits 31 Scorerpunkte gesammelt. Ebenso steht mit Michal Petrak der Topscorer der Bayernliga im Kader des HEC. Der Kontingentspieler konnte bereits 43 Scorerpunkte für sich verbuchen. Dazu kommen weitere Hochkaräter mit Alex Kreuzer, Oleg Seibel und Tomas Urban. Trotz des hochklassig besetzen Kaders, schenken die Passau Black Hawks das Spiel nicht von vorne herein ab und wollen die Punkte in Passau behalten. „Jedes Spiel beginnt bei null. Füssen hat gezeigt, dass man Höchstadt schlagen kann. Wir werden Gas geben und alles daran setzen, dem Favoriten die nächste Niederlage beizubringen.“ so der sportliche Leiter Christian Zessack. Die Passau Black Hawks wollen gegen Höchstadt das Unmögliche wahr machen und dem hohen Favoriten ein Bein stellen.
Prächtige Stimmung ist am Sonntagabend in der EisArena in jedem Fall garantiert, denn auch die Fans aus Höchstadt reisen mit einem Bus an und werden gemeinsam mit den Passauer Fans für eine tolle Kulisse sorgen.
Wer die Partie in der Passau EisArena am Sonntag live mitverfolgen möchte sollte sich bereits im Vorverkauf um Tickets bemühen. Diese sind in der Fußgängerzone beim Reisebüro Eichberg und der Tankstelle Färber in Passau Maierhof erhältlich. Die Abendkasse öffnet am Sonntag um 17.30 Uhr. -czo
Eisbären Heilbronn (RLSW)
Eisbären ziehen in Unterzahl den Kopf aus der Schlinge
Mit einem verrückten 8:7 (3:1, 3:4, 2:2)-Sieg gegen die Mad Dogs Mannheim sind die Eisbären Heilbronn nach zwei Niederlagen in Folge auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Doch es hätte nicht viel gefehlt, und man hätte auch diese Partie leichtfertig verspielt.
In den ersten 20 Minuten entwickelte sich ein Spiel, wie man es von einem Duell des Tabellenzweiten gegen den Vorletzten erwartet. Igor Filobok (4. Minute) und Stefano Rupp (6.) hatten ihr Team schon früh mit 2:0 in Führung gebracht. Die 385 Zuschauer sahen eine einseitige Partie mit einem Spiel auf ein Tor - dem von Julian Haas gehüteten Gehäuse der Gäste. Der Mannheimer Anschlusstreffer in der 13. Minute durch Christian Adamczak - ein Schönheitsfehler, den Patrick Luschenz mit seinem Tor zum 3:1 zwei Minuten später wieder ausbügelte.
Auch das zweite Drittel schien ein Spiegelbild des ersten Abschnitts werden zu wollen. Abermals Patrick Luschenz (24.) und Stefano Rupp (25.) erhöhten auf 5:1. Es schien vollends ein entspannter Abend mit Heilbronner Spaß-Eishockey zu werden. Doch dann gab es nach einer knappen halben Stunde einen Bruch im Spiel, den sich keiner erklären konnte. Calvin Engel und Linus Betzwieser verkürzten in der 28. Minute innerhalb kürzester Zeit zum 5:3. Moritz de Raaf (32.) und Florian Krohne (36.) glichen zum 5:5 aus. Die Eisbären wirkten nun total verunsichert, und in der 40. Minute musste ein Zufallsprodukt herhalten, um dem Team zu zeigen, dass es doch noch irgendwie geht. Benjamin Brozicek konnte 53 Sekunden vor der zweiten Pause in Bedrängnis gar nicht anders den Pass von Stefan Schrimpf mit der Rückhand in Richtung Tor und unter dem Goalie hindurch zum 7:6 über die Linie zu schieben.
Wer jedoch gedacht hatte, dass sich die Hausherren nun wieder auf der Siegerstraße befinden würden, sah sich im Schlussdrittel schwer getäuscht. Hatte man in den ersten zwei Dritteln nur zwei Strafen kassiert, so gab es im Schlussabschnitt gleich sechs Zwei-Minuten-Strafen, eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Felix Kollmar sowie eine Fünf-Minuten-plus-Spieldauerstrafe gegen Vasi Maras. Die Mad Dogs dagegen mussten im letzten Drittel nur drei kleine Strafen hinnehmen, was ihnen den Vorteil von vielen Überzahl-Minuten verschaffte. Als in der 44. Minute Arno Metz und Stefan Schrimpf auf der Strafbank saßen, glich Julian Reiss zum 6:6 aus. Doch damit nicht genug. Kaum waren die Eisbären durch den Gegentreffer wieder zu viert, da wurde auch Daniel Brendle in die Kühlbox geschickt. Und wieder war Julian Reiss der Nutznießer. Nur 29 Sekunden nach dem 6:6 traf er zum 6:7.
Die Eisbären rannten nun fast neun Minuten lang dem Rückstand hinterher, ehe Stefano Rupp für einen neuen Hoffnungsschimmer sorgte. Der Topscorer traf in de 53. Minute zum 7:7. Doch kurz darauf folgte eine erneute Drei-gegen-fünf-Unterzahl der Gastgeber. Würden die Gäste dies erneut zu einem Treffer nutzen? Nein, im Gegenteil - denn Claudio Schreyer fing in der 55. Minute die Scheibe ab, stürmte auf das Mannhemer Tor zu und traf aus spitzem Winkel zum viel umjubelten 8:7. Am Ende hielt Torhüter Patrick Seeger, der nach 40 Minuten für Markus Nachtmann gekommen war, den knappen Sieg vollends fest.
Am kommenden Wochenende stehen für die Eisbären dann zwei schwere Prüfungen bevor. Am Freitag (20 Uhr) gastieren die Namensvettern aus Eppelheim in der Kolbenschmidt Arena, am Sonntag (19 Uhr) geht das Team von Trainer Sascha Bernhardt in Zweibrücken aufs Eis.
Bären Neuwied (RLW)
Hypothek aus dem ersten Drittel ist zu groß
Dreieinhalb Stunden im Bus auf dem Weg nach Hamm – das musst du erst einmal aus den Beinen schütteln. 20 Minuten Warm-up reichen da nicht immer aus, um den Motor hochzufahren. Carsten Billigmann wollte am Freitagabend wahrlich keine Ausreden für die 2:4-Niederlage beim Meister suchen, aber die beschwerliche Anreise wirkte sich mit Sicherheit auch auf das Ergebnis aus. „Wir haben im ersten Drittel nicht richtig reingefunden, waren bei den Gegentoren nicht dicht genug am Mann“, monierte der Manager und Interimstrainer des EHC „Die Bären“ 2016. Drei Gegentore waren es, die die Neuwieder zunächst deutlich ins Hintertreffen brachten. Robin Loecke (13.), Marvin Cohut (18.) und Dustin Demuth (19.) verschafften den Gastgebern vor 404 Zuschauern einen Vorteil, der nicht von Pappe war.
Noch lange kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen für die Bären, die im zweiten Abschnitt endgültig in der Begegnung angekommen waren und mit Vollgas versuchten, die Hypothek gutzumachen. Anstatt zu verkürzen, musste der EHC nach 27 Minuten jedoch einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein abgefälschter Schuss von Hamms Tschechen Martin Benes landete hinter Felix Köllejan im Netz. Als „ärgerlichen, ganz unglücklichen Gegentreffer“ bezeichnete Billigmann das 4:0. Als Sven Schlicht sieben Minuten später wegen eines Kniechecks eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt und die damit einhergehende eine Fünf-Minute-Strafe auf der Stadionuhr auftauchte, gaben nicht mehr viele einen Pfifferling auf die Deichstädter. Dafür aber sie selbst. Neuwied machte in Unterzahl einen klasse Job, konzentrierte sich nicht nur aufs Verteidigen, sondern traute sich auch erfolgreich nach vorne. In der 37. Minute zum Beispiel: Martin Brabec dürkcte die Scheibe zum 4:1 über die Linie. Kurz danach musste auch Hamms Robin Loecke auf die Strafbank, und mit mehr Platz auf dem Eis warf der EHC mit Brabec sowie Stephan Fröhlich den Kreisel an. Der Kapitän war es schließlich auch, der das 4:2 herbeiführte. Neue Hoffnung fürs dritte Drittel. „Wir waren am Drücker, hatten die Möglichkeiten, das Ergebnis zu biegen, aber Hamm verwaltete das Ergebnis sehr solide“, beschrieb Billigmann die letzten 20 Minuten.
Von der Einstellung her ließen die Bären beim Titelverteidiger wie schon am vergangenen Sonntag gegen Tabellenführer Herford keine Wünsche offen. Billigmann: „Wir haben erneut gegen ein Top-Team kämpferisch überzeugt. Jetzt wollen wir am Sonntag im Heimspiel gegen die EG Diez-Limburg den Kampf auch mit dem Lohn von drei Punkten verbinden.“
TAG Salzgitter Icefighters (RLN)
Icefighters zu Gast in der Hansestadt – auswärts zum HSV
Eine Woche nach der knappen Niederlage daheim gegen den Adendorfer EC müssen die TAG Salzgitter Icefighters wieder eine Reise in den Norden antreten.
Die Hansestadt Hamburg wird das Ziel sein, und der Zweck der Reise könnte schwieriger nicht sein,denn Punkte von der Elbe zu entführen ist derzeit alles andere als ein leichtes Unterfangen.
Zum einen ist der Zeitpunkt problematisch, da bei solchen Begegnungen am Sonntagabend nicht selten Spieler fehlen, die am kommenden Morgen den wichtigeren Weg zur Arbeit antreten müssen. Andererseits ist da die Tatsache, dass der ungeschlagene Tabellenführer und amtierende Meister auf die Icefighters wartet.
Der Favorit auf den Titel, so darf man die Hamburger nach dem Sieg im Spitzenspiel jüngst gegen Bremen durchaus nennen, wird keine leichte Hürde für die Mannen von Radek Vit sein.
In der ersten Partie der Saison entführte der Vorjahresmeister die Punkte aus Salzgitter in einem packenden Spiel mit 3:5.
Hierfür möchte man sich naturgemäß gerne revanchieren.
Gegen den HSV werden Steven Heckmann und Nils Blankschyn wieder zum Einsatz kommen, dagegen wird Maik Gatzka länger ausfallen. Unter der Woche konnten Kirill Borisov und Lukas Pfaffinger wegen Krankheit nicht trainieren und wohl am Wochenende nicht spielen, ansonsten kann das Trainerdou Vit/Pelikan auf den restlichen Kader zugreifen.
Das Spiel beginnt in Hamburg Stellingen am Sonntag den 03.12.2017 um 18:30 Uhr.
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