IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 11.Dezember 2017. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga West, Regionalliga Nord, Verbandsliga Nord und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund (DEB)
U20-Nationalmannschaft sichert sich Punkt im WM-Auftaktspiel - Deutschland gleicht 77 Sekunden vor Ende aus / Künast: „Das erwartet schwere Auftaktspiel“
Enges Spiel zum WM-Start: Die U20-Nationalmannschaft muss sich Kasachstan im Auftaktspiel der 2018 IIHF U20 Eishockey-Weltmeisterschaft Div.I in Courchevel (Frankreich) mit 2:3 (0:0; 1:0; 1:2; 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben.
In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer den typischen Verlauf eines WM-Eröffnungsspiels. Beide Mannschaften traten verhalten auf und konnten wenig klare Aktionen kreieren, trotzdem stand die DEB-Auswahl am Ende mit einem leichten Chancenübergewicht da, konnte aber nichts zählbares daraus machen.
Im zweiten Abschnitt agierten die Deutschen dann deutlich druckvoller und zielstrebiger. Charly Jahnke setzte gleich im ersten Wechsel des Mitteldrittels das erste Ausrufezeichen. Auf Zuspiel von Dominik Bokk verwandelte der Berliner zum 1:0 aus deutscher Sicht. Doch trotz weiterer guter Chancen und einem Schussverhältnis von 12:9 blieb es zunächst bei dem einen Tor Vorsprung.
Im Schlussdrittel kamen die Kasachen mit mehr Schwung aus der Kabine und konnten so zwei Unterzahlsituationen der deutschen Mannschaft zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung ausnutzen. Doch die DEB-Auswahl drängte auf den Ausgleich und rettete sich 77 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch einen Treffer von Leon Gawanke in die Overtime.
In der Verlängerung war nach wie vor die deutsche U20 am Drücker. Dominik Bokk hatte die Entscheidung auf dem Schläger, verpasste aber knapp. Im Gegenzug nutzen die Kasachen auf der Gegenseite einen Scheibenverlust der DEB-Mannschaft und sicherten sich per Nachschuss den Extrapunkt.
Christian Künast, U20-Bundestrainer: „Wir hatten heute das erwartet schwere Auftaktspiel. Wir wussten vorher, dass Kasachstan jederzeit ein Tor erzielen kann. Unsere Mannschaft ist nach den zwei Gegentoren in Unterzahl zurückgekommen und hat sich mit viel Einsatz und Engagement die Verlängerung erarbeitet, was dem Spielverlauf auch mehr als gerecht wird. Wir werden sehen was dieser Punkt im weiteren Verlaufe des Turniers wert ist."
Düsseldorfer EG (DEL)
Enge Kiste gegen Grizzlys - DEG erkämpft sich einen Punkt
Eishockey ist ein Wintersport. Zum Spiel der DEG gegen die Grizzlys Wolfsburg herrschten also so gesehen beste Bedingungen. Diejenigen der 4.517 mit einer Karte ausgestatteten Fans, die den nicht ganz einfachen Weg in den ISS DOME auf sich genommen hatten, wurden mit einem guten und spannenden Spiel belohnt, das die DEG leider knapp mit 1:2 (1:0; 0:0; 0:1; 0:0; 0:1) nach Penalty-Schießen verlor.
Tölzer Löwen (DEL2)
Furioser Sieg über Kassel Huskies
Mit 7:3 zuhause gegen ein Top-Team gewinnen. Dieses Kunststück haben die
Tölzer Löwen am Sonntagabend ein zweites Mal vollbracht. Gegen die
Kassel Huskies zeigte das Team von Rick Boehm eine geschlossene Leistung
und belohnte sich für den Aufwand mit drei Punkten und einigen
Ausrufezeichen.
Erneut mussten die Tölzer Löwen das Spiel mit nur vier Verteidigern
absolvieren. André Lakos fehlte krank, doch die übrigen Abwehrspieler
absolvierten ihre Aufgabe hervorragend: "Ich kann ein Lob für die vier
Verteidiger aussprechen. Das sie mit so viel Energie und
Leistungsbereitschaft auch über 60 Minuten gespielt haben", so
Löwen-Coach Rick Boehm. Allgemein gab es wohl kaum einen Spieler im Team
der Schwarz-Gelben, dem man eine schlechte Leistung attestieren konnte.
Trotz des frühen Rückstandes - Patrick Klöppel hatte getroffen - waren
die Buam die bessere Mannschaft im ersten Drittel. Der Schlagschuss von
Beppo Frank ins linke Kreuzeck belohnte das Team für den Aufwand. Trotz
einer guten Chancen blieb es aber zunächst beim Unentschieden, ehe
Philipp Schlager in der 23.Minute aus dem Slot zur Führung traf. Trotz
des neuerlichen Ausgleiches von Kevin Maginot spielten die Löwen im
gesamten Spielverlauf nicht wie ein Tabellenletzter. Spätestens nach dem
Überzahl-Doppelschlag von Philipp Schlager und Christian Kolacny konnten
die Buam an eine Überraschung glauben. Als Chris St. Jacques nur 16
Sekunden nach dem 4:2 noch einen Treffer drauflegte, befanden sich die
Tölzer in Ekstase. "Wir haben wirklich mit hundertprozentigem Einsatz
gekämpft. Wir haben auch, was für uns ungewöhnlich ist, das Spiel mit
den Special-Teams gewonnen. Vernünftig in Unterzahl gespielt und
natürlich waren die drei Überzahltore der wichtigste Faktor für den
Sieg", resümierte Rick Boehm.
Im Schlussdrittel versuchten die Gäste, unterstützt von einem Sonderzug
mit über 650 Fans, nochmal alles, doch die Löwen spielten clever. In der
50.Minute machte Johannes Sedlmayr den Deckel per Solo auf das Spiel.
Die jeweils zweiten Tore von Kevin Maginot und Chris St. Jacques waren
nicht mehr, als Ergebniskosmetik. Viel schwerwiegender fiel eine Aktion
einiger Zuschauer in der Südkurve. Ein komplett unangebrachtes Banner
wurde kurz vor Spielende in die Höhe gehalten und auch die Trainer
distanzierten sich klar vom Statement. Rick Boehm bezeichnete es als
"unterstes Niveau" und bedankte sich bei den mitgereisten Husky-Fans.
Rico Rossi tat es ihm gleich: "Ich bin sehr enttäuscht von dem Banner
der sogenannten „Fans“ von Tölz. Das sind nicht die wirklichen Fans,
weil die Leute immer sehr nett waren. Ich schäme mich für die netten
Leute hier in Bad Tölz." Auch die Tölzer Löwen haben sich bereits vom
Banner distanziert.
Es ist ein Wermutstropfen, an einem Abend, der für die Tölzer Löwen
ansonsten kaum besser hätte laufen können. Gäste-Coach Rico Rossi: "Wir
hatten nicht das Energieniveau, das in so einem Spiel nötig gewesen
wäre. Wir wussten schon vorher, dass es ein Spiel mit viel Energie wird,
weil Bad Tölz ist jung, hungrig und läuft viel. Wir hatten nicht das
Niveau mitzuhalten. Unsere Special-Teams sind normalerweise eine Bank -
bestes Unterzahl in der Liga - dann kassieren wir heute drei Tore in
Unterzahl. Es war kein guter Tag für uns. Wir hatten einen guten Lauf,
aber heute war keiner von diesen Tagen."
Die Tölzer Löwen sorgen mit dem Sieg nicht nur für ein Ausrufezeichen,
sondern machen auch Boden in der Tabelle gut. Der Abstand auf Platz 13
beträgt nur noch einen Punkt. Am Freitag geht's für die Buam nach
Crimmtischau.
Tölzer Löwen distanzieren sich von "Fan"-Banner
Der Sonntagabend verlief für die Tölzer Löwen reibungslos. Ein super
Spiel und klasse Stimmung von beiden Fanlagern. Gegen Ende der Partie
hielten einige Zuschauer in der Südkurve ein Banner in die Höhe. Mit
einem Inhalt, den wir an dieser Stelle nicht zitieren wollen, aber klar
verurteilen. Löwen-Geschäftsführer Christian Donbeck bezieht Stellung:
"Ein fader Beigeschmack bei einem super Spieltag in Bad Tölz. Wir haben
heute ein super Spiel gesehen, wir haben alles gesehen, was den
Eishockeysport attraktiv und interessant macht. Wir haben tolle Tore
gesehen, wir haben eine hervorragende Leistung von den Tölzer Spielern
gesehen. Wir haben eine unglaublich gute Kulisse gehabt, wozu auch die
Kassler Fans beigetragen haben. Bei denen möchte ich mich herzlich
bedanken, dass sie mit knapp 800 Leuten angereist sind. Kassel hat über
das komplette Spiel hinweg - und auch vor und nach dem Spiel - eine
hervorragende Stimmung gemacht.
Leider kann ich mich nur bedingt über den Sieg und die ganze Stimmung
freuen, denn ich möchte mich von diesen einzelnen „Fans“ der Tölzer
distanzieren. Das machen wir ganz öffentlich und ganz klar. Die Fans
haben ein solch tolles Eishockeyspiel genommen um irgendwelche
persönlichen, völlig hirnlosen Transparente hochzuhalten. Damit haben
sie einem solch hervorragenden Spiel und einer solch hervorragenden
Kulisse einen faden Beigeschmack gegeben.
Ich möchte mich bei den Kasslern nochmal bedanken für den wirklich
hervorragenden Support. Dafür, dass sie 60 Minuten eine wirklich
hervorragende Stimmung gemacht haben. Ich möchte mich auch bei unseren
Tölzer Fans, bei den wirklichen Fans, bedanken. Sie machen eine sehr
gute Stimmung, aber wir sollten uns wirklich einmal überlegen, ob wir
uns in Zukunft von diesen einzelnen Personen nicht einfach distanzieren,
die so ein hervorragendes Spiel, wie heute nehmen, um irgendeinen
Blödsinn und völlig unnötig Aktionen mitnehmen um persönliche
Aufmerksamkeit zu bekommen.
Von diesen einzelnen Personen möchten wir uns als Tölzer Eissport GmbH
zu hundert Prozent distanzieren. Ich möchte nochmal sagen: Der Großteil,
98% unserer Fans, sind wirklich hundertprozentig hinter unseren Tölzer
Löwen und feuern uns in den letzten Spielen in dieser schwierigen
Situation auch hervorragend an. Aber von diesen einzelnen Personen
möchten wir uns in Zukunft distanzieren."
Bayreuth Tigers (DEL2)
Erneute Energieleistung der Tigers – erneut nicht belohnt
Mit erneut stark dezimierten Kader mussten die Tigers in der Lausitz auskommen. Gerade einmal elf Feldspieler konnte Sergej Waßmiller aufs Eis schicken.
Die Jungs, die einsatzbereit waren und antraten machten ihre Sache nicht schlecht. Über 40 Minuten hatten die Tigers ein Spiel auf Augenhöhe – wenn nicht sogar mit leichten Vorteilen abgeliefert. So war es fast ein bisschen schmeichelhaft, dass die Gastgeber mit einer knappen Führung in die erste Pause gehen konnten, denn die Chancen der Teams waren ausgeglichen. Lediglich der stramme und platzierte Schuss von Boiarchinov in der achten Spielminute fand sein Ziel.
Im Mittelabschnitt waren es zunächst die Tigers, die Druck ausüben konnten. Neher und Sebastian Busch hatten die Möglichkeit ihr Team in Führung zu bringen, scheiterten aber beide am gut aufgelegten Kessler im Tor der Füchse. Besser machte es dann Luciani, der einen schnellen Rückhandpass von Potac aufnahm, den Goalie mit einem schönen Move aussteigen lies und zum Ausgleich traf. Nur wenige Minuten später war es erneut der vor kurzem nach Bayreuth gewechselte Stürmer, der für Jubel auf Bayreuther Seite sorgen konnte. Bei einem schnellen Konter lief dieser über die rechte Seite, täuschte kurz einen Pass auf den mitgelaufenen Busch an, vollendete dann aber selbst mit einem platzierten Schuss und sorgte damit für die Führung – die allerdings nicht lange Bestand haben sollte. Mit einem Doppelschlag meldeten sich die einheimischen Füchse kurz vor der Pausensirene zurück. Zunächst traf Ranta ziemlich unbedrängt, als er einen schnellen Pass durch den Slot verwerten konnte. Wenige Augenblicke später traf Owens mit einem sehenswerten Schuss zur Führung.
Zum Schlussabschnitt, die Tigers waren noch in Unterzahl, boten die Lausitzer zunächst ein Scheibenschießen, was die Mannen aus der Wagnerstadt noch erfolgreich abwehren konnten. Doch als die Tigers einmal etwas zu offensiv agierten, weit aufgerückt waren und die Füchse mit einem Pass schnell das Mitteldrittel überbrücken konnten, stand es 4 – 2 für die Gastgeber. Einem stark verwandelten Penalty von Geigenmüller folgte auf dem Fuß, in der gleichen Spielminute, erneut ein Treffer der Lausitzer. Auch den Schlusspunkt setzten die Gastgeber, die in der 55. Minute durch „Goldhelm“ Eriksson den Sack zumachten.
„Wir haben für unsere Verhältnisse und unter den Umständen sehr gut gespielt. Konnten sogar in Führung gehen. Mit den wenigen Spielern ist es aber nicht verwunderlich, dass der eine oder andere Fehler passiert. Die Kraft und Frische fehlt einfach. Dann lässt irgendwann die Konzentration nach. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben. Mehr ist im
Augenblick einfach nicht drin und wir hoffen, dass sich das Lazarett langsam lichtet,“ so Team-Manager Habnitt nach der Partie.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
4:2! Eispiraten siegen beim EHC Freiburg - Collins-Truppe beendet Negativtrend mit Auswärtssieg
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am 25. Spieltag der DEL2 mit 4:2 bei den Wölfen Freiburg durchgesetzt. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge, gelang den Rot-Weißen somit endlich wieder ein Dreier. Aus Sicht der Westsachsen sorgten Neuzugang Scott Allen mit einem Doppelpack, Ivan Ciernik und Philipp Halbauer für die Treffer. Am kommenden Freitag treten die Eispiraten dann zu Hause gegen die Tölzer Löwen (15. Dezember – 20:00 Uhr) an.
Mehr als 1.600 Zuschauer sahen in der Franz-Siegel-Halle zu Freiburg ein packendes erstes Drittel. Die Eispiraten, die ihren Negativtrend endlich stoppen und wieder drei Zähler einfahren wollten, hatten dabei leichte Vorteile und auch die besseren Torchancen. Zunächst rettete bei einem Schuss von Ivan Ciernik der Pfosten für die Breisgauer, kurz vor dem Drittelende packte Miroslav Hanuljak im Tor der Wölfe einen unglaublichen Save aus und rettete gegen Scott Allen, dessen platzierter Schuss nicht zum 1:0 in den Maschen einschlug.
Im zweiten Durchgang wurde es dann wild: Und zunächst waren wieder die Eispiraten am Drücker und kamen mit einem Mann mehr auf dem Eis auch zum Torerfolg! Scott Allen staubte einen Schuss von Robbie Czarnik ab - 1:0 (23.)! Und die Mannschaft von Kim Collins ließ folglich nicht locker. Ivan Ciernik kam im Slot unbedrängt zum Schuss und ließ sich diese Chance mit all seiner Klasse und Routine natürlich nicht nehmen - 2:0 (26.)! Den Eispiraten taten die beiden Treffer gut und so machten die Crimmitschauer mit viel Selbstvertrauen immer weiter und weiter. Scott Allen, schön bedient von Robbie Czarnik hämmerte den Puck mit seinem straffen Handgelenkschuss nach 31. Minuten dann unhaltbar zum 3:0 in den Winkel! Doch die Breisgauer kamen wieder ran. Zunächst trug sich Linsenmaier mit seinem Tor im Powerplay in die Torschützenliste ein (33.), Alexander Brückmann ließ Brett Kilar mit seinem Sonntagsschuss in den Winkel (35.) dann keine Abwehrchance! Doch die Eispiraten antworteten in der Drangphase der Freiburger. Philipp Halbauer erzielte mit seinem ersten Saisontor, bei welchem die Scheibe unter der Querlatte einschlug, zum psychologisch ganz wertvollen 4:2 (35.)!
Im Schlussdrittel gab es wieder Chancen auf beiden Seiten. Doch die Eispiraten konnten sich immer wieder auf Brett Kilar verlassen. Der 25 Jahre alte Goalie, dem man bei beiden Gegentreffern keine Schuld zuschieben konnte, parierte und parierte und parierte. Mit starken Paraden brachte er seine Gegenspieler zu Verzweiflung und sein Team auf die Siegerstraße. Denn auch wenn Ales Kranjc, Jordan Knackstedt oder Patrick Pohl, der nur den Pfosten des verwaisten Tores traf, nicht mehr treffen konnten, beendeten die Westsachsen mit ihrem Auswärtssieg in Freiburg endlich ihre Niederlagenserie.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen unterliegen Bietigheim trotz überzeugender Leistung
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Bietigheim Steelers vor 3937 Zuschauern mit 1:3 (0:1; 1:1; 0:1) verloren. Das Spiel begann aufgrund der schlechten Witterung und einer kaputten Plexiglasscheibe mit einstündiger Verspätung.
Norman Hauner brachte die Gastgeber im Powerplay (16.) in Führung. Frederic Cabana baute die Bietigheimer Führung aus (30.), doch Steve Hanusch gelang nur wenig später der Anschlusstreffer. Dresden setzte in den letzten Minuten alles auf eine Karte – und Bietigheim traf durch Alexander Preibisch in der Schlussminute ins leere Tor und zur Entscheidung.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams, habe kein Problem mit der Niederlage. Nur das Ergebnis stimmt am heutigen Abend nicht, denn wir hätten uns einen Sieg nach mehreren Latten- und Pfostentreffern mehr als verdient gehabt. Wir waren über die ganze Spielzeit dominant und läuferisch stark, konnten das Spiel aber nicht drehen.“
Kassel Huskies (DEL2)
3:7 – Huskies wachen in Bad Tölz zu spät auf
Personell unverändert gegenüber dem Derbysieg gegen Frankfurt, aber mit gut 700 Fans im
Rücken traten die Huskies am 25. DEL2-Spieltag bei den Tölzer Löwen an. Der Start in die Partie
gelang glänzend, bereits in der 2. Spielminute bugsierte Patrick Klöpper die Scheibe zum 0:1 über
die Linie. Die Gastgeber zeigten sich jedoch unbeindruckt, vor allem das Duo Vihko/Rodman
tauchte immer wieder gefährlich vor Markus Keller auf. In der 9. Spielminute glichen die Löwen
verdientermaßen aus, einen Schlagschuss von Beppo Frank fälschte Michael Christ unabsichtlich,
aber unhaltbar zum 1:1-Ausgleich ab.
Auch in der Folge zeigten sich die „Buam“ aus Bad Tölz offensiv präsenter, Markus Keller ließ sich
bis zur ersten Pause allerdings nicht mehr überwinden.
Auch der Mittelabschnitt zeigte engagierte, bissige Löwen, die die Huskies kaum in den Griff
bekamen. Zwar glich Maginot postwendend die 2:1-Löwenführung zum 2:2 per abgefälschtem
Schlagschuss aus, im Anschluss drückten aber weiter die Gastgeber aufs Tempo und zogen den
Huskies mit drei Treffern innerhalb von gut vier Minuten den Zahn. Schlager und Kolacny in
Überzahl sowie St. Jacques mit einem überraschenden Schlenzer aus dem linken Bullykreis
sorgten für eine 5:2-Führung.
Dazu wurden auch nonverbale Duftmarken ausgetauscht. Nach einem mutmaßlichen, aber
ungeahndeten Foul von Braden Pimm an einen Löwen-Spieler stürmte Maximilian Hörmann auf
ihn zu, woraufhin sich beide einen Faustkampf lieferten. Beide wanderten anschließend mit
2+2+10 Minuten auf die Strafbank. Eine erhebliche Schwächung der ersten Sturmreihe der
Huskies, denen es bis zur zweiten Pause nicht gelang, den Anschlusstreffer zu erzielen.
Zum letzten Drittel stellte Rico Rossi die Formationen um und agierte mit vier Stürmern und einem
Verteidiger, um den Offensivdruck zu erhöhen. Dies gelang auch, die Gäste erspielten sich einige
gute Einschussmöglichkeiten, die aber allesamt vom starken Löwen-Schlussmann Mechel vereitelt
wurden.
Die Vorentscheidung fiel dann nach knapp 50 Minuten. Hannes Sedlmayr krönte einen Konter mit dem Tor zum 6:2, woraufhin Leon Hungerecker eingewechselt wurde und seine ersten Spielminuten im Tor der Schlittenhunde erhielt. In der Schlussphase bekamen die gut 2.600 Fans noch zwei weitere Tore zu sehen, Maginot für Kassel und St. Jacques für die Gastgeber netzten nochmal ein und sorgten für den 3:7-Endstand aus nordhessischer Sicht.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
Towerstars behalten mit 5:3 die Oberhand in Kaufbeuren - Sebastian Osterloh muss vor 2.584 Zuschauern nach Foul verletzt vom Eis
Heute zu Gast in der erdgas schwaben arena waren die Towerstars aus Ravensburg. Diese Begegnung gab es bereits am vergangenen Dienstag, als die Joker in Ravensburg mit 5:3 die Oberhand behielten. Beim ESVK musste man weiterhin auf Stefan Vajs, Tim Wohlgemuth und auch Daniel Oppolzer verzichten. Auch die Gäste konnten nicht ihre volle Kaderstärke aufbieten. Mit Ondrej Pozivil, Raphael Kapzan und Robin Just fielen bei den Gästen ebenso wichtige Stützen aus. Nachdem der Saisonstart der Schussentaler nicht zur Zufriedenheit der sportlichen Leitung ausfiel, konnte man sich mittlerweile stabilisieren und rangierte vor dem Spiel auf Platz sechs und somit einen Platz vor dem ESVK.
Die Towerstars konnten den besseren Start für Ihre Farben verzeichnen. Es zeichnete sich früh ab, dass sich die Ravensburger Steven Billich als Zielobjekt ausgesucht hatten. Zunächst Kilian Keller mit zwei Minuten gegen die Nr. 40 des ESVK, dann Sören Sturm mit einer Raufeinlage. Aus beiden Überzahlsituationen konnte kein Kapital geschlagen werden. In Minute sieben die Führung für den ESVK. Joey Lewis mit einem schönen Querpass zu Mychal Monteith, der wiederum Sami Blomqvist vor dem Tor suchte und in ihm den passenden Abnehmer gefunden hatte. Weiter waren die Joker am Drücker und konnten die Towerstars durch ihr konsequentes Forechecking ein ums andere Mal in Bedrängnis bringen. Trotz hohen körperlichen Einsatzes der Gäste gelang es ihnen nicht, die Angriffsbemühungen der Joker entscheidend zu stören. Folgerichtig gab es viele Chancen für die Rot-gelben. Joey Lewis, Jere Laaksonen und Steven Billich scheiterten aber an Jonas Langmann, der seine Farben im Spiel hielt.
In Überzahl ging der ESVK ins zweite Drittel. Die Towerstars konnten sich aber schadlos halten und konnten in der 24. Minute ausgleichen. Arturs Kruminsch konnte nicht am Pass in den Slot gehindert werden. Dort wartete David Zucker und verwandelte ohne Mühe. Nun waren die Gäste endgültig im Spiel angekommen und Kaufbeuren hatte Probleme mit dem schnörkellosen umschalten der Ravensburger. Jakub Svoboda verwandelte einen schnellen Gegenangriff in der 28. Minute eiskalt. In der 30. Minute führte das gleiche Muster zum 1:3. David Zucker konnte im Nachsetzen das 3:1 für seine Farben erzielen. Der Bruch im Spiel des ESVK spiegelte sich nun auch auf der Anzeigetafel wider. Als die Joker in Überzahl agierten wurde ein an sich harmloser Abpraller zur Vorlage für Adam Lapsansky. Er umkurvte Bastian Kucis mit einer schönen Finte und erzielte in Unterzahl das 1:4. Nachdem der ESVK das erste Drittel dominiert hatte, drückten die Towerstars dem Spiel im zweiten Drittel ihren Stempel auf und konnten durch ihre Kaltschnäuzigkeit vier Tore erzielen.
Nachdem es nach der Pausensirene noch eine Rangelei zwischen Marc Schmidpeter und Charlie Sarault gegeben hatte, starteten die Towerstars in Überzahl ins dritte Drittel. In dieser gelang den Jokern ein zwei auf null Konter. Bezeichnenderweise wurde auch diese große Chance kläglich vergeben. Tonangebend bei guten Chancen blieben die Towerstars. Mehrmals musste Bastian Kucis sein Können unter Beweis stellen. Joey Lewis konnte nach einer schönen Einzelaktion mit der Rückhand auf 2:4 verkürzen. 13 Minuten waren noch zu spielen. Als Steven Billich auf die Strafbank musste, dauerte es lediglich 16 Sekunden, ehe Mathieu Pompei das 5:2 erzielen konnte. Zu allem Überfluss blieb Sebastian Osterloh in der 50. Minute nach einem mehr als unnötigen Check gegen den Kopf von David Zucker benommen auf dem Eis liegen und musste unter Begleitung das Eis verlassen. David Zucker wurde daraufhin mit 5+ Spieldauer des Eises verwiesen. In der folgenden Überzahl hatte Jonas Langmann mehrfach das Glück auf seiner Seite. Max Schmidle brachte seine Farben in der 57. Minute nochmals auf 3:5 heran. Ravensburg bekam nochmals eine Strafe wegen Spielens mit zu vielen Feldspielern aufgebrummt. Der ESVK versuchte nochmals alles und man nahm Bastian Kucis zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Es blieb aber beim 3:5 nach 60 Minuten. Aufgrund der besseren Chancenverwertung gingen die drei Punkte durchaus verdient nach Ravensburg.
Jiri Ehrenberger sah ein Spiel mit vielen Emotionen und eines auf Augenhöhe, was auch die Tabellensituation darlegen würde und es ein wichtiger Sieg für sein gewesen sei. Andreas Brockmann trauerte dem aus seiner Sicht schlechten zweiten Drittel nach, welches das Spiel letztendlich entschieden hatte.
Deggendorfer SC (OLS)
Durch Sieg in Miesbach: DSC baut Tabellenführung weiter aus
Perfekter Spieltag für den Deggendorfer SC! Durch den 6:2
Auswärtserfolg konnten die Mannen von Trainer John nicht nur das
Sechs-Punkte-Wochenende komplettieren, sondern auch, durch die
zeitgleiche Niederlage der Starbulls Rosenheim gegen Sonthofen, die
Tabellenführung auf sechs Punkte ausbauen.
Ähnlich wie am Freitag im Donau-Derby gegen die Eisbären Regensburg
startete der DSC mit einem Paukenschlag in die Partie. Gerade einmal
drei Minuten waren gespielt, als Benedikt Böhm die Gäste in Führung
brachte. In der Folgezeit erspielten sich die Deggendorfer zahlreiche
Chancen. Dennoch dauerte es bis zur 12. Minute, ehe das nächste Mal
gejubelt werden durfte. Dieses Mal war es Topscorer Kyle Gibbons, der
Anian Geratsdorfer im Miesbacher Tor überwand. Nachdem die Gäste im
ersten Abschnitt besser aus der Kabine kamen, so waren es dieses Mal
die Hausherren, die den besseren Start erwischten. 24 Minuten waren
gespielt, als Josef Reiter für den Anschlusstreffer sorgte. Doch die
Deggendorfer ließen sich dadurch keinesfalls verunsichern und legten
ihrerseits wieder nach. Zunächst war es Curtis Leinweber, der in der
32. Minute den alten Abstand wiederherstelle, ehe Dimitri Litesov und
Alexander Janzen bis zum Ende des zweiten Drittels auf 1:5 erhöhten.
Im Schlussabschnitt traf dann noch Youngster Jan-Ferdinand Stern für
das Team von Trainer John Sicinski. Auf der Gegenseite sorgte Florian
Gaschke mit seinem Treffer zum 2:6 dann noch für etwas
Ergebniskosmetik. Am Ende siegte der DSC verdient mit 2:6 beim TEV
Miesbach und kann damit mit viel Selbstvertrauen ins nächste
Wochenende gehen.
Memmingen Indians (OLS)
Wichtiger Sieg: Indians gewinnen in Waldkraiburg
Einen wichtigen Erfolg feierten die Memminger Indians am Sonntagabend in Waldkraiburg. Bei den Löwen behielten die Maustädter mit 6:4 die Oberhand. Die Tore erzielten Kirils Galoha, Antti Miettinen, Martin Jainz, Milan Pfalzer sowie Daniel Huhn.
Viele gute Spiele, aber wenig Zählbares. So lautete die Bilanz der Indians in den letzten Wochen. Musste am Freitag noch eine äußerst unglückliche Niederlage gegen Peiting hingenommen werden, so konnten die Memminger am Sonntag wieder jubeln. Dabei sah es zu Beginn aber gar nicht gut aus. Bereits nach gut fünf Minuten lagen die Indians mit 0:2 zurück, einen Spielstand, den sie aber vor der ersten Pause noch drehen konnten. Milan Pfalzer, Antti Miettinen in Unterzahl sowie Martin Jainz im Powerplay drehten die Begegnung und besorgten den Rot-Weißen eine Führung nach 20 Minuten.
Im Mittelabschnitt legte dann der lettische Neuzugang Kirils Galoha seinen insgesamt dritten Treffer des Wochenendes drauf, zweimal war er bereits am Freitag erfolgreich gewesen. Doch Waldkraiburg, das seit Freitag mit neuem Trainer aufwarten kann, konnte noch vor Drittelende verkürzen und hielt das Spiel spannend.
Acht Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Kanzelsberger dann den Ausgleich für die Hausherren markieren konnte, welcher aber nicht lange Bestand haben sollte. Daniel Huhn, bereits der Matchwinner beim Derby gegen Sonthofen, erzielte erneut ein äußerst wichtiges Tor für sein Team und sorgte für die Memminger Führung, rund acht Minuten vor Ablauf der Partie. Mit viel Einsatz brachten er und seine Mitspieler diesen Vorsprung dann auch über die Zeit. Dem jungen Letten Galoha gelang zehn Sekunden vor dem Ende sogar noch sein zweiter Torerfolg des Abends als er ins verwaiste Löwen-Tor traf.
Somit nehmen die Memminger, rund um Torhüter Florian Neumann, der erneut den Vorzug vor Joey Vollmer erhielt, drei wichtige Punkte mit an den Hühnerberg.
Starbulls Rosenheim (OLS)
Starbulls unterliegen Sonthofen nach Blitz-Rückstand mit 1:4
Die Starbulls Rosenheim haben am 21. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd gegen den ERC Sonthofen mit 1:4 verloren. Im heimischen emilo-Stadion gerieten die Grün-Weißen vor 1.808 Zuschauern bereits nach 21 Sekunden in Rückstand. Trotz eines deutlichen Chancenübergewichts in der Folge gelang den Grün-Weißen gegen die clever spielenden Allgäuer lediglich der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:2 durch Fabian Zick. Zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit blieb die Mannschaft von Trainer Manuel Kofler damit an einem Wochenende ohne Punktgewinn, nachdem das Auswärtsspiel am Freitag in Selb mit 4:8 verloren ging.
Weil die Linienrichter im Stau standen, begann die Partie über eine halbe Stunde später als vorgesehen. Hellwach zeigten sich zunächst aber nur die Gäste, die mit dem ersten Schuss bereits nach 21 Sekunden in Führung gingen. Chris Stanley durfte sich als Torschütze feiern lassen. Und der ERC Sonthofen legte bald nach. In Überzahl hatte zunächst Tyler Wood die große Chance zum 0:2, ehe Verteidiger-Kollege Philipp Messing Sekunden später im Slot an die Scheibe kam, nicht konsequent gestört wurde und per Flachschuss traf (4.).
Erst jetzt kamen die weiterhin ersatzgeschwächt angetretenen Starbulls ins Spiel. Petri Lammassaari scheiterte nach einer Einzelleistung am gut reagierenden Gästetorwart Patrick Glatzel (6.), dann traf Kapitän Tobias Draxinger nach einem unwiderstehlichem Solo den Pfosten (10.). Der Rosenheimer Anschlusstreffer zwei Minuten später war allemal verdient: Matthias Bergmann fuhr die Bande entlang bis hinter das Tor und legte zurück in den Slot, wo Fabian Zick sehenswert verwandelte – 1:2 (12.). Ein weiterer schöner Spielzug hätte den Hausherren wenige Spielmomente später fast den Ausgleich beschert, allerdings scheiterte Christoph Echtler an Torhüter Glatzel. Während die Starbulls nun klare Scheibenbesitzvorteile für sich reklamieren konnten, konterten die Gäste gefährlich – Marco Sternheimer traf dabei in der 17. Minuten nur den Pfosten.
Auch nach der ersten Pause blieben die Gastgeber das tonangebende Team, münzten ihre Überlegenheit nach und nach in immer mehr Torabschlüsse um – und wurden eiskalt erwischt. Einen eigentlich gar nicht zwingend anmutenden Gegenangriff schloss Sonthofens Heuzugang Kyle Just (zuvor Lausitzer Füchse) mit einem ansatzlosen Schuss ins kurze Eck zum 1:3 ab (30.). Die Starbulls wirkten aber alles andere als geschockt, schnürten die Gäste regelrecht in deren Zone ein und schossen aus fast allen Lagen. Doch weder Matthias Bergmann, noch Jussi Nättinnen, noch Fabian Zick konnten den guten Gästekeeper überwinden. Auch Thomas Reichel, der den Schläger in einen Querpass von Maximilian Vollmayer hielt, scheiterte an Patrick Glatzel, dessen Fanghand zur Stelle war (39.).
Im letzten Spielabschnitt setzten die Allgäuer den Rosenheimer Angriffsbemühungen dann deutlich wirkungsvollere Defensivideen entgegen. Trotzdem hatten sie Glück, dass bei einem Flachschuss von Bergmann der Pfosten den 2:3-Anschlusstreffer verhinderte (48.) und Jussi Nättinens Abschluss Sekunden später zu inkonsequent ausfiel. Letztlich waren die Starbulls aber doch recht weit davon entfernt, einen zweiten Treffer zu erzwingen. Zwei Überzahlsituationen entsprang ebenso keine klare Torchance wie der Maßnahme, schon knapp drei Minuten vor der Schlusssirene mit zusätzlichem Feldspieler und ohne Torwart zu agieren. Christopher Stanley gelang schließlich noch das 1:4 ins leere Rosenheimer Tor (59.).
Die Trainerstimmen:
Heiko Vogler (ERC Sonthofen): „Ich bin glücklich über die drei Punkte, weil sie uns das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison bescheren. Unser Start ins Spiel war gut. Im zweiten Drittel haben wir aber den Faden verloren, da muss ich unserem Torwart Patrick Glatzel ein großes Kompliment machen, der das Rosenheimer 2:2 verhindert hat. Für das letzte Drittel haben wir uns viel vorgenommen und uns einen offenen Schlagabtausch mit dem besseren Ende für uns geliefert.“
Manuel Kofler (Starbulls Rosenheim): „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, haben einige Scheiben unnötig verloren und waren erst nach zehn Minuten auf der Höhe. Danach haben wir eigentlich 50 Minuten dominiert, aber wenn Du keine Tore machst, gewinnst Du auch kein Spiel. Mir hat aber auch nicht gefallen, dass wir keine Checks gefahren haben. Nächstes Wochenende wird die Mannschaft anders auftreten.“
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Starkes Spiel gegen Crocodiles
Die Wohnbau Moskitos starteten gegen die Hamburg Crocodiles stark in die Begegnung, setzten die Gäste von der Elbe direkt unter Druck und hatten direkt in den ersten drei Minuten mehrere Topchancen. Bis zur 6. Spielminute mussten die knapp 800 Zuschauer allerdings warten, bis es zum ersten Mal hinter Kai Kristian im Crocodiles Gehäuse einschlug. Hamburgs Zuravlev musste für 2 plus 2 Minuten auf die Bank und Dominik Lascheit traf zunächst aus dem Gewühl. Damit nur die erste Strafe abgelaufen und die Moskitos setzten die Hamburger sofort wieder unter Druck, kombinierten sehr gut weiter bis Andrej Bires seinen Sturmpartner Julian Lautenschlager am langen Pfosten fand, 2:0. Das hätte fast in den nächsten Minuten so weitergehen können, doch Kristian hielt gut, unterstützt von seinen Vorderleuten, dem Moskitos Druck Stand. Und auch die Gäste nutzten ihre erste Überzahl, aus dem Gewühl vor Staudt traf Moritz Israel aus dem Gewühl. Die Mannschaft von Frank Gentges schüttelte sich kurz und setzte Hamburg weiter unter Druck, und das sollte sich noch im ersten Drittel auszahlen. Gut eine Minute vor der Pause zog Dennis Thielsch trocken ab, Julien Pelletier fälschte ab und es stand 3:1.
War das 2. Drittel in den bisherigen Saisonspielen manches Mal ein Knackpunkt bei dem die Wohnbau Moskitos so gar nicht ins Spiel fanden, dann gegen Hamburg völlig anders. De Coste und Co. machten da weiter wo sie in den ersten 20 Minuten aufgehört hatten. 24. Minuten, Hamburgs Walz sitzt auf der Strafbank, haut Dominik Lascheit ein schönes Solo in den Winkel. Die Gäste zwar wieder komplett, doch in der nächsten Szene direkt scheitet Denis Fominych am Pfosten. Und nichts ist es in diesem Spiel mit dem Schlendrian, den es sonst manchmal zu sehen gab, Olli Granz mit einem leicht verunglückten Pass, Denis Fominych stand alleine im Slot und hämmerte die Scheibe unter die Latte. Doch die Gäste von der Elbe gaben noch nicht ganz auf, bei einem gut angelegten Spielzug stand Zuravlev dann plötzlich alleine halblinks vor Staudt und hatte keine Mühe die Scheibe zu versenken. Ein tolles Tor erzielte Julian Lautenschlager dann noch fast mit dem Drittelende, zunächst ging Olli Granz mit einem schönen Solo bis in die Ecke hinter Hamburgs Tor, in den gezielten Rückpass hielt Lautenschlager den Schläger und die Scheibe sprang am kurzen Pfosten ins Tor.
In das letzte Drittel fand Hamburg dann besser, ein schöner Spielzug über Gerartz und Mitchell findet in Martens den verdienten Torschützen. Gut eine Minute später dann allerdings Pelletier Gala zum 7:3. Perfekt behauptet er den Puck an der Bande an der blauen Linie und während Hamburg noch reklamiert zieht er in die Mitte und zieht trocken ab Damit war dann aber auch in einem tollen Oberliga Spiel genug, die Wohnbau Moskitos gewannen auch in der Höhe absolut verdient gegen Hamburg.
Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges war in der Pressekonferenz entsprechend zufrieden: „Ich bin sehr zufrieden heute mit meiner Mannschaft, ich finde, dass wir sehr überzeugend gespielt haben. Wir haben nichts anbrennen lassen, bei dem Gegner, haben 58 Schüsse aufs Tor gebracht. Die Scheibe lief hervorragend, unglaubliche Laufbereitschaft. Wir hoffen jetzt auch, dass unsere 2-3 Verletzten noch ganz zurückkommen, aber das heute war schon so wie ich mir das wünsche.“
Crocodiles Hamburg (OLN)
Crocodiles unterliegen in Essen
Die Crocodiles Hamburg haben am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel gegen die Moskitos Essen mit 7:3 (3:1/3:1/1:1) verloren. Die Mannschaft um Kapitän Christoph Schubert legte einen schwachen Start hin - nach nur zwei Minuten lag die Scheibe bereits im Tor der Gäste. Der Treffer wurde zwar wegen Torraumabseits nicht gegeben, zeigte aber dennoch seine Wirkung. Das Team von Trainer Herbert Hohenberger war verunsichert und geriet immer mehr unter Druck. Nachdem Thomas Zuravlev für zwei Fouls vier Minuten auf die Strafbank geschickt wurde, münzten die Essener ihre Überlegenheit in Tore um. Dominik Lauscheit (6.) und Julian Lautenschläger (7.) trafen jeweils in Überzahl zum 2:0. Symbolisch für die ersten 10 Minuten war dann auch die Strafe gegen Kai Kristian, der die Scheibe über das Plexiglas schoss und dafür zwei Minuten wegen Spielverzögerung kassierte. Diese Unterzahlsituation überstanden die Crocodiles allerdings schadlos und gewannen dadurch an Sicherheit. So konnte Moritz Israel in der 13. Minute in Überzahl auf 2:1 verkürzen. Kurz vor Drittelende stellte Julien Pelletier den alten Abstand wieder her (19.).
In das zweite Drittel starteten die Crocodiles zwar besser, kassierten aber wieder in Unterzahl ein Gegentor durch Dominik Lascheit (24.). Spätestens in der 34. Spielminute war das Spiel entschieden, als Denis Fominych zum 5:1 erhöhte. Die schnelle Antwort durch Thomas Zuravlev (35.) verpuffte, als Julian Lautenschläger in der 40. Minute zum 6:2 traf.
In einem ausgeglichenen letzten Drittel konnten beide Mannschaften noch einen Torerfolg verzeichnen: Für die Crocodiles traf Norman Martens (42.), für die Moskitos Julien Pelletier (43.).
„Wir hatten zu Beginn müde Beine und mussten gleich vier Minuten in Unterzahl spielen. Dazu kam dann noch der schnelle Rückstand. Zwei Tore waren ein bisschen umstritten, da kommt dann auch noch das Pech dazu. Essen hat vier kompakte Reihen und gut gespielt, das steht außer Frage. Natürlich passieren uns viele Fehler von jungen Spielern, die jetzt erst ins Profigeschäft hereinwachsen, aber das kann ich ihnen auch nicht übelnehmen“, sagte Herbert Hohenberger.
Herner EV (OLN)
TecArt BlackDragons - Herner EV 3 : 2 (0:0,1:1,2:1)
Der Herner EV musste am späten Sonntagnachmittag bei den TecArt BlackDragons in Erfurt eine 2:3-Auswärtsniederlage hinnehmen. „Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir wollten mehr und es wäre auch mehr möglich gewesen. Wir haben uns zu Beginn etwas schwer getan, kamen dann aber noch im Verlauf des ersten Abschnitts immer besser ins Spiel. Im zweiten Drittel haben wir dann sehr gut gespielt. Die Mannschaft hat sich an die taktischen Vorgaben gehalten und unsere 1:0-Führung war mehr als verdient. Aber statt die weiter auszubauen führte dann ein Fehler in der Defensive 25 Sekunden vor der zweiten Pause zum Ausgleich. Auch in den letzten Abschnitt sind wir gut gestartet um dann doch durch zwei weitere Fehler schnell 1:3 ins Hintertreffen zu geraten. Danach haben wir alles versucht, waren klar überlegen, hatten auch gute Chancen, aber der Anschlusstreffer zum 3:2 kam leider zu spät. Zudem hat Erik Reukauf im Tor der Black Dragons eine überragende Leistung gezeigt“ meinte Matthias Roos vom Krefelder Kooperationspartner, der an der Bande Elmar Schmitz beim HEV vertrat. Der war am Wochenende mit dem DNL-Team des KEV in Landshut und konnte wegen der frühen Anfangszeit (16 Uhr) nicht rechtzeitig in Erfurt sein.
Während das erste Drittel trotz guter Chancen auf beiden Seiten noch torlos verlief, konnten die Gysenberger dann in Überzahl in der 27. Minute durch Aaron McLeod zum Führungstreffer kommen. Es folgten weitere gute Möglichkeiten, z.B. durch Lois Spitzner oder Danny Albrecht, aber auch eine knapp einminütige doppelte Überzahl führte nicht zum Torerfolg. „Unser Überzahlspiel war schon etwas strukturierter als am Freitag, aber es fehlte der krönende Abschluss“ sagte Matthias Roos. Den hatten die Erfurter dann in der 40. Minute durch Felix Schümann zum 1:1. Als dann die Thüringer im letzten Drittel innerhalb von zweieinhalb Minuten eine 3:1-Führung herausholen konnten, da begann der Sturmlauf des Herner EV. Aber die Dragons verteidigten mit Glück und Geschick und Goalie Erik Reukauf schien unüberwindbar. Matthias Roos ersetzte schon knapp drei Minuten vor Spielende Torhüter Michel Weidekamp durch einen sechsten Feldspieler, nahm dann auch eine Auszeit, aber es reichte nur noch zum Anschlusstreffer durch Aaron McLeod. „Es ist schade dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat. Aber Elmar Schmitz und ich hatten bisher erst drei Trainingseinheiten mit dem Team. Wir werden diesen Rückschlag wegstecken und glauben weiterhin an Platz sieben und die Playoff-Teilnahme. Die Mannschaft arbeitet gut mit und in der Defensivarbeit zeigen sich schon deutliche positive Entwicklungen“, so Matthias Roos. Goalie Christian Wendler, der am Freitag im Tor stand, unterstreicht diese Entwicklungen: „Unsere Defensive steht näher am Gegner, lässt weniger Lücken und damit Schussmöglichkeiten der Gegner. Das macht uns Torhütern das Leben leichter.“
Am kommenden Wochenende erwartet der Herner EV zuerst am Freitagabend um 20 Uhr die Saale Bulls aus Halle am Gysenberg. Am Sonntag steht dann um 18:30 Uhr die Auswärtspartie an der Wedau bei den Duisburger Füchsen auf dem Spielplan. Unter einem ganz besonderen Fokus steht dabei natürlich zuerst das Heimspiel gegen das Team aus Sachsen-Anhalt, denn die Saale Bulls sind bei noch ausstehenden fünf Begegnungen in der Hauptrunde bei zwei Punkten Vorsprung auf Platz sieben stehend der direkte Gegner im Kampf um diesen letzten Platz, der die Qualifikation für die Meisterrunde bedeutet und damit vorab schon die Playoffs garantiert.
Buchloe Pirates (BYL)
Beeindruckende Aufholjagd wird dieses Mal nicht belohnt - Stark dezimierte Buchloer holen im Ostallgäu-Derby gegen den EV Füssen beinahe einen 0:5 Rückstand auf
Es kommt nicht oft vor, dass eine Mannschaft nach einer bitteren Derbyniederlage mit stehendem Applaus verabschiedet wird. Doch genau das war am frühen Sonntagabend im Ostallgäu-Derby des ESV Buchloe gegen den EV Füssen der Fall – und das vollkommen zurecht. Denn während die Gäste aus Füssen nach 23 Minuten bereits mit 0:5 in Front lagen, starteten die erneut extrem ersatzgeschwächten Buchloer im Anschluss eine famose und couragierte Aufholjagd, die am Ende aber dennoch nicht belohnt wurde. So stand nach einem packenden Derby für die unermüdlich kämpfenden Piraten abschließend eine 4:5 (0:3, 3:2, 1:0) Heimniederlage auf der Anzeigentafel. „Hut ab vor der Buchloer Mannschaft“, zollte auch Gästetrainer Thomas Zellhuber dem Buchloer Comeback seinen Respekt, wenngleich er sehr froh über den wichtigen Auswärtssieg seiner Mannschaft war.
Schließlich hätte keiner der 467 Zuschauer nach gut 25 Minuten noch damit gerechnet, dass der Buchloer Rumpfkader noch einmal so zurückkommen würde. Zu dominant agierten die mit 21 Spielern angereisten Gäste bis zu diesem Zeitpunkt und führten auch völlig verdient mit 0:5. Vor allem im sonst so staken Unterzahlspiel des ESV erwischten die spielerisch und läuferisch bis dato klar besseren Füssener die mit gerade einmal 13 Feldspielern – darunter z.B. auch der 1b-Spieler Leonard Gutsche – angetretenen Buchloer eiskalt. Denn mit den ersten beiden Überzahlspielen führte der EVF nach einem Doppelschlag durch Sean Kavanagh und Marvin Schmid schnell mit 0:2 (5./6.). Im Anschluss erhöhte Veit Holzmann nach einer gerade überstandenen ESV-Unterzahl gar auf 0:3 (14.). Kurz vor der ersten Pause dann der nächste Nackenschlag: Christopher Lerchner musste nach einem Zusammenprall mit einer 5+Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Nicht nur wegen dieser Szene haderten die Buchloer das ein oder andere Mal mit den Schiedsrichterentscheidungen. Immerhin war Sekunden zuvor die Pfeife der Unparteiischen bei einer ähnlichen Aktion der Gäste noch stumm geblieben, während der ESV dann mit dieser harten Entscheidung leben musste.
Bedingt durch die fünfminütige Unterzahl starteten die Freibeuter also auch ins zweite Drittel in numerischer Unterlegenheit, was die Gäste prompt erneut ausnutzten. Wiederum Veit Holzmann in einfacher und kurz darauf Lubos Velebny sogar in doppelter Überzahl ließen dem armen Alexander Reichelmeir im ESV-Kasten keine Chance und erhöhten nach nicht einmal 23 Minuten auf 0:5. Und nachdem Trainer Topias Dollhofer nach der Spieldauerstrafe von Kapitän Lerchner nur noch drei gelernte Verteidiger zu Verfügung standen, musste man aus Buchloer Sicht das Schlimmste befürchten. Doch statt einem sich anbahnenden Debakel bewiesen die Rot-Weißen wie schon am Freitag in Erding eine unglaubliche Moral und ein unbändiges Kämpferherz. Denn während auf der Auswechselbank zwischenzeitlich mit fünf Feldspielern gerade einmal noch ein Block einsatzbereit war, bissen sich die Freibeuter zurück ins Spiel und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Zunächst traf Ladislav Marek bei seinem Heimdebüt zum 1:5 (33.), ehe Martin Zahora (36.) und Alexander Krafczyk (38.) bis zur zweiten Drittelpause den Abstand sogar auf zwei Tore verkürzten.
Im Schlussdrittel wurde es somit nochmals richtig spannend, vor allem, da Füssens Marc Besl mit einem fragwürdigen Penalty an Reichelmeir scheiterte und somit die Vorentscheidung verpasste (46.). Stattdessen glückte den Hausherren durch Oldie Tobias Kastenmeier in Überzahl tatsächlich der nächste Treffer zum 4:5 (48.), womit das Derby nun endgültig wieder vollkommen offen war. In den letzten zehn Minuten entwickelte sich so ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams ihre Möglichkeiten hatten. Und obwohl die Buchloer am Schluss alles auf eine Karte setzten und sogar den Torwart vom Eis nahmen, reichte es schlussendlich dennoch nicht mehr zum Ausgleich, den sich der wacker kämpfende Rumpfkader wahrlich verdient gehabt hätte.
Letztlich entführten die Füssener auf Grund des überlegenen Beginns somit auch nicht unverdient alle drei Punkte aus der Sparkassenarena und vergrößerten den Abstand als Tabellenfünfter auf den ESV auf nunmehr sieben Punkte. Die Buchloer bleiben nach der bitteren Heimniederlage mit drei Zählern Rückstand auf den Achten Passau dagegen weiter auf Rang neun.
Erding Gladiators (BYL)
Gladiators erobern einen Punkt in Passau
Zweimal mussten die Erding Gladiators an diesem Wochenende Überstunden schieben – einmal mit, einmal ohne Erfolg. Gestern Abend mussten sie sich den Black Hawks Passau 4:5 nach Verlängerung (0:1, 3:1, 1:2; 0:1) geschlagen geben.
Gladiators-Coach Thomas Vogl hatte genau drei Blöcke zur Verfügung – zumindest am Anfang. Bereits nach 20 Sekunden musste der erste Erdinger auf die Strafbank, doch hätte in Unterzahl Lars Bernhardt beinahe die Gladiators-Führung erzielt. Auf der Gegenseite war Erdings Torwart Jonas Steinmann in der 11. Minute machtlos, als ein verdeckter Schuss von Petra Sulcik in Überzahl zum 1:0 für Passau einschlug. Nach einer Viertelstunde schien der Ausgleich fällig, doch scheiterte Marco Deubler an Christian Hamberger, der vor einer Woche vom ESV Gebensbach zurück nach Passau gewechselt war. Bei den Gladiators musste Simon Pfeiffer nach einem Check verletzt in der Kabine bleiben, und so rückte der etatmäßige Verteidiger Konstantin Mühlbauer wieder in den Sturm – wie schon so oft in den letzten Wochen.
Das zweite Drittel war noch keine 60 Sekunden alt, dann hieß es 1:1. Daniel Krzizok war nach Deubler-Pass erfolgreich. Im Gegensatz zum ersten Durchgang waren jetzt die Black Hawks das bessere Team. Steinmann konnte nur zwei Minuten nach dem Ausgleich einen Sulcik-Schuss abwehren, aber den Abpraller verwertete Dominik Schindlbeck zum 2:1 für Passau. Nach einer halben Stunde war die Partie aber wieder offen. Bei einem Gestochere vor dem Passauer Tor war Philipp Michl zum 2:2 erfolgreich. Zuvor hatte Florian Zimmermann eine große Chance vergeben (29.) und hatte dann die Möglichkeit zur Führung bei einem Unterzahlbreak (32.), konnte Hamberger aber nicht überwinden. Das schaffte dann aber Mühlbauer, gerade als die Gladiators wieder komplett waren. Nach Zuspiel von Timo Borrmann brachte er Erding 3:2 in Führung.
Im Schlussdrittel versuchten die Erdinger, die Führung über die Zeit zu bringen, doch dann kippte die Partie. Innerhalb von drei Minuten machten Dominik König (54.) und Svatopluk Merka (57.) aus dem 2:3 ein 4:3 für Passau. In der 59. Minute holte Erdings Coach Vogl seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis, und prompt gelang Zimmermann der schön herausgespielte 4:4-Ausgleich.
In der Verlängerung war es dann aber Sulcik, der nach wenigen Sekunden Passau den Zusatzpunkt sicherte.
Landsberg Riverkings (BYL)
Auf und Ab gegen fränkische Gegner
Beim „Frankenwochenende“ holte der HC Landsberg drei wichtige Punkte. Unterlagen die Riverkings am Freitag beim Tabellenführer Höchstadt noch mit 7:1 fuhren die Mannen von Randy Neal mit dem 8:4 Heimsieg gegen Pegnitz die drei Punkte ein und sicherten damit den dritten Tabellenplatz.
Gegen den Ligaprimus aus Höchstadt hatte sich der HC Landsberg zwar viel vorgenommen, konnte aber leider keine Punkte entführen. Die abgezockten Gastgeber waren an diesem Abend einfach viel effektiver als die Riverkings. Gleich zu Beginn der Partie hatten die Landsberger die Möglichkeit mit zwei Mann mehr auf dem Eis in Führung zu gehen. Höchstadt verteidigte jedoch geschickt und zeigte wenige Minuten später ihr gefährliches Überzahlspiel. Die beiden Treffer im ersten Drittel (7. & 14.) erzielte der Gastgeber jeweils in nummerischer Überzahl. Im zweiten Drittel erspielten sich die Riverkings einige gute Torchancen ohne daraus Kapital schlagen zu können. Höchstadt machte es besser und ging nach siebenundzwanzig Minuten mit 3:0 in Führung. Wieder bot sich den Riverkings die Chance mit zwei Mann mehr auf dem Eis zu verkürzen, doch sie fanden an diesem Abend einfach kein Mittel, den Höchstädter Torwart zu überwinden. Mit einem Doppelschlag (34. & 35.) zog der Tabellenführer auf 5:0 davon. Mit dem Gegentor kurz vor der zweiten Pause zum 6:0 (40.) war die Partie dann eigentlich entschieden. Auch im letzten Drittel hatten die Riverkings Ihre Möglichkeiten, der Tabellenführer zeigte sich aber wieder eiskalt und erhöhte auf 7:0 (45.) Dennis Sturm, der nach Verletzungspause wieder mit von der Partie war, war es vorbehalten, den einzigen Treffer für den HC Landsberg (46.) an diesem Abend zum 7:1 Endstand zu erzielen.
Am zweiten Advent empfingen die Riverkings den Tabellenvorletzten aus Pegnitz. Vom Papier her eine klare Angelegenheit. Den Oberfranken schien diese Tatsache nichts auszumachen. Sie wollten den HC Landsberg vor 540 Zuschauern richtig ärgern, was Ihnen in den ersten zwanzig Minuten auch sehr gut gelingen sollte. Durch zwei Gegentreffer (5. & 9.) wurden die Riverkings erst einmal kalt erwischt. Dennis Sturm (12.) und Markus Kerber (17.) sorgten vorerst für den 2:2 Ausgleich. Doch der erste Abschnitt war noch nicht beendet. Landsberg musste jeweils in eigener Unterzahl die Gegentore zum 2:3 (18.) und 2:4 (20.) hinnehmen. Die Kabinenansprache von Randy Neal schien gefruchtet zu haben. Sven Gäbelein (23.) und erneut Dennis Sturm (27.) egalisierten wieder das Ergebnis. Während einer Auseinandersetzung mit Sven Curmann, erinnerte sich Gäste Spieler Alexandrs Kercs anscheinend an den wenig ruhmreichen Auftritt von Frank Rijkaard gegen Rudi Völler bei der Weltmeisterschaft 1990. Er spuckte Sven Curmann zweimal ins Gesicht. Der aufmerksame Linienrichter hatte dieses Vergehen gesehen und folgerichtig schickten die Unparteiischen Kercs für diese Unsportlichkeit mit einer Matchstrafe zum duschen. Elias Maier sorgte in der anschließenden Überzahl (34.) für die Führung der Hausherren. Mit diesem 5:4 verabschiedeten sich beide Mannschaft in die zweite Pause. Andreas Geisberger sorgte mit seinem Überzahltor (47.) für eine beruhigende 6:4 Führung. Markus Kerber erzielte nur zwei Minuten später erneut in Überzahl das 7:4. Für den Endstand zum 8:4 sorgte wiederum in Überzahl Bobby Slavicek (58.).
EV Moosburg (BYL)
5:3 gegen Geretsried: EVM dreht Spiel im zweiten Drittel
Drei weitere wichtige Zähler für den EV Moosburg: Durch das freitägliche 5:3 (1:2, 3:0, 1:1) über den ESC Geretsried verbesserten sich die Dreirosenstädter auf Tabellenplatz elf. Und auch der Abstand zur Playoff-Zone der Bayernliga schrumpfte.
Es war Geduld gefragt – bei Zuschauern, den Moosburger Spielern und den Schiedsrichtern. Wegen den winterlichen Straßenverhältnisse steckte der Geretsrieder Mannschaftsbus nämlich in einem Stau auf der A 9 fest. So konnte die Begegnung erst mit dreiviertelstündiger Verspätung angepfiffen werden.
Waren EVM-Käptn Mathias Jeske und Co. schon wegen dieser Verzögerungen ziemlich genervt, gesellten sich im ersten Drittel einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen dazu. Los ging’s bereits nach eineinhalb Minuten mit einem umstrittenen Penalty, den die Gäste allerdings verschossen. Auch die drei folgenden Strafzeiten gegen Moosburg sorgten teils für Rätselraten. Die dritte Überzahl nutzt der ESC dann zum 0:1. Doch der EVM meldete sich nach einer Viertelstunde zurück: Mit seinem ersten Saisontor besorgte Max Retzer den verdienten Ausgleich. Pech dann in der 20. Minute: Jakob Killermann scheiterte am Pfosten – und im Gegenzug gelang den Riverrats ihr zweites Tor.
Aber die Hausherren wollten unbedingt den Sieg – das war ihnen speziell im zweiten Abschnitt anzumerken. Nach mehreren vergebenen Chancen kippte per Daniel-Doppelschlag das Match: Schander (im Powerplay) und Möhle schossen den EVM in der 30. Minute in Führung. Jetzt haderten die Geretsrieder mit den Schiri-Entscheidungen. Und so war es eine erneute 5:4-Situation, die die Grün-Gelben kurz vorm zweiten Pausentee zum 4:2 nutzten.
In den letzten 20 Minuten versuchten die vom Stau ausgebremsten Gäste all das nachzuholen, was sie vorher verpasst hatten: Doch mehr als das dritte Tor (47.) sollte dem ESC trotz verstärkter Offensivbemühungen nicht mehr gelingen. Ein Powerplay ab der 58. Minute sorgte zwar noch einmal für Spannung, die beendete, kurz nachdem das Überzahlspiel vorbei war, jedoch Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger mit einem Empty-Net-Goal 22 Sekunden vor der finalen Sirene.
Der EVM hat nach diesem Spieltag das Saisonziel – Rang acht – immerhin wieder in Sichtweite. Es dürfte allerdings ein Kraftakt nötig sein, um den Sieben-Punkte-Rückstand noch aufzuholen.
Pfaffenhofen Ice Hogs (BYL)
ECP rutscht ans Tabellenende / 3:5 Niederlage in Germering - IceHogs gehen die Spieler aus
Bitterer Spieltag für den EC Pfaffenhofen. Weil die hinter den Pfaffenhofenern in der Tabelle liegenden Teams aus Pegnitz und Moosburg ihre Spiele gewannen, rutschten die IceHogs nach der 3:5 (0:1; 2:2; 1:2) Niederlage vom Freitag in Germering ans Tabellenende ab. Den Kreisstädtern scheinen jedenfalls schwere Wochen ins Haus zu stehen, denn langsam gehen ihnen auch die Spieler aus.
Nur 13 Feldspieler, inklusive Trainer Dimi Kurnosow, konnten die Reise nach Germering antreten. Zu den ohnehin schon länger fehlenden Akteuren gesellten sich auch noch Nick Csirmaz, der sich bei einem Jugendspiel eine Fußverletzung zugezogen hat und kurzfristig auch noch Andi Pielmeier und Steven Maier. Wie lange sie fehlen werden, ist noch offen. Jedenfalls macht sich langsam, aber sicher vor allem in den Schlussphasen der Spiele der Substanzverlust bemerkbar, nachdem die Mannschaft schon seit Wochen meist nur mit einem Rumpfkader antreten kann. In einer Partie auf sehr überschaubarem Niveau hatten die Gastgeber am Ende mehr zuzusetzen und brachten letztendlich ihren knappen Vorsprung ins Ziel. Mit einem Schuss ins verwaiste ECP-Tor machte Tobias Feilmeier alles klar. Zuvor hatte Christian Birk mit dem Anschlusstreffer zum 4:3 nochmals für Hoffnung im Gästelager auf einen Punktgewinn gesorgt. Wie schon so oft in dieser Saison scheiterten die Pfaffenhofener nicht zuletzt einmal mehr an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Zur tragischen Figur entwickelt sich dabei in zunehmendem Maße Mike Chemello. Der läuferisch starke Kandier kämpft und rackert, erarbeitet sich auch beste Chancen, doch Torerfolge wollen ihm derzeit einfach nicht gelingen. So war es sein Landsmann Jake Fardoe, der die Führung der Hausherren nach dem ersten Drittel zu Beginn des Mittelabschnitts ausgleichen konnte. Als die effektivere Mannschaft erwiesen sich jedoch die Wanderers, die im Gegensatz zu den IceHogs ihre Möglichkeiten einfach besser nutzten. .Es waren ausgerechnet zwei Ex-Pfaffenhofener , die einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Gastgeber herausschossen. Erst traf Nico Becker zum 2:1 (29.), dann erhöhte Tobias Feilmeier auf 3:1 (38.). Thomas Bauer hielt jedoch die Partie offen, als ihm auf Zuspiel von Mike Chemello noch vor der zweiten Pause der Anschlusstreffer gelang. 11 Minuten vor dem Ende sorgte Florian Fischer mit seinem 20. Saisontreffer für die Vorentscheidung gegen nun auch kräftemäßig nachlassende IceHogs, die nur noch verkürzen konnten.
Haßfurt Hawks (BLL)
Kantersieg mit erstem Shutout der Saison
Pflicht erfüllt und drei weitere Zähler für die Aufstiegsrunde eingefahren. Als „unberechenbaren Gegner“ stufte Trainer Martin Reichert den VER Selb 1b vor der Partie ein und erwartete „viel Arbeit“ für seine Jungs. Diese scheinen die warnenden Worte ihres Coachs jedoch verinnerlicht zu haben, zeigten sich von Beginn an hellwach und rangen die Gäste aus Oberfranken am Ende ungefährdet und verdient mit 8:0 nieder.
„Es ist alles eingetroffen, was wir uns im vornherein erhofft haben. Wir haben schnell geführt und das erste Drittel mit 5:0 gewonnen“, zeigte sich Reichert nach der Partie zufrieden mit dem Abschneiden seiner „Hawks“. Diese gingen bereits in der ersten Spielminute durch David Franek in Führung. Im Anschluss entwickelte sich eine faire, aber weitgehend einseitige Partie, in der die Hausherren ihre Chancen eiskalt ausnutzten. Zunächst erhöhte Michal Babkovic per Einzelaktion auf 2:0 (12.), ehe Michael Breyer nach Vorarbeit von David Franek ins verwaiste „Wölfe“-Gehäuse zum 3:0 einschob (13.). Sein erstes Tor im Falken-Dress erzielte kurz darauf Verteidiger-Neuzugang Daniel Hora (14.), der wenig später zudem sehenswert das Zuspiel für Babkovics 5:0 lieferte (18.). Im Gegensatz zum Hinspiel bei den Oberfranken, als die „Hawks“ den Start verschliefen und nach dem ersten Drittel gar mit 1:0 zurücklagen, präsentierten sich die Hausherren von Beginn an hellwach und gingen verdient mit einer komfortablen Führung in die erste Pause.
Auch nach Wiederanpfiff knüpften die Falken zunächst an ihre Leistungen aus dem ersten Spielabschnitt an und erhöhten durch Georg Lang (21.), Michael Breyer (28.) sowie Michal Babkovic (30.) auf 8:0. In der Folge jedoch verlor die Partie etwas an Fahrt. „Wenn man 8:0 führt geht man vielleicht nicht mehr in jede Situation voll rein“, erklärte Trainer Martin Reichert die nachfolgende Spielentwicklung. Beide Mannschaften ließen im Anschluss an Zielstrebigkeit sowie der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen, sodass abgesehen von Michal Babkovics Pfostentreffer (33.) keine weiteren Großchancen zustande kamen und die „Hawks“ auch nach dem zweiten Drittel mit einer ungefährdeten Führung in die Pause gingen.
„Für mich war es abschließend wichtig, dass ich alle Spieler gesund über die Spielzeit bringe und sich niemand überanstrengt“, klärte Reichet nach dem Spiel über die Marschroute für das letzte Drittel auf, in dem keine der beiden Mannschaften mehr einnetzte. Deshalb sollte jeder der verfügbaren Spieler an diesem Abend seine nötige Spielpraxis bekommen und so durfte auch erstmals Backup-Goalie Jens Dietz in der Schlussphase für den ausgewechselten „Hexer“ Martin Hildenbrand das Falken-Tor hüten. Beide hielten gegen die „Wölfe“ ihren Kasten sauber und ermöglichten den „Hawks“ ihren ersten Shutout in der laufenden Saison. „Zu null ist natürlich immer ein super Ergebnis“, freute sich auch der Trainer über die Leistung seiner beiden Torhüter sowie deren Vorderleute. Den unrühmlichen Schlusspunkt unter die Partie setzte schließlich Gästespieler Sebastian Lück, der aufgrund einer obszönen Geste nach einem Check gegen Hawks-Angreifer Manuel Kurz und anschließender Streitigkeiten kurz vor dem Abpfiff noch eine Matchstrafe erhielt.
„Ich konnte heute einiges ausprobieren, habe öfter die Reihen umgestellt und geschaut, wie die Jungs zusammen passen“, gab der Falken-Dompteur nach dem Spiel Einblick in seine Planungen. „Aufgrund dessen, dass heute auch einige Leute gefehlt haben, waren die Reihen nicht so, wie ich sie normalerweise aufstellen würde. Aus diesem Grund wollte ich für solche Fälle ein wenig experimentieren, habe beispielsweise Daniel Hora oder andere Verteidiger als Stürmer ausprobiert und in die Reihen eingewechselt, sodass ich mit drei Sturmreihen spielen kann“, klärte Reichert weiter auf. Neben dem 8:0-Kantersieg konnten somit auch wichtige Erkenntnisse für die kommenden Partien gesammelt werden. „Heute hat jeder gespielt, der auf der Bank war und somit hoffe und glaube ich schon, dass wir für Sonntag noch einiges an Kraft im Tank haben“, blickte Reichert abschließend noch auf die schwere Aufgabe gegen die „Pinguine“ des EHC Königsbrunn voraus, die zuletzt kräftig auf dem Transfermarkt zuschlugen. Was am Ende des Abends jedoch zählt, sind die drei Punkte, die die „Hawks“ erfolgreich gegen die Oberfranken aus Selb im heimischen Stadion am Großen Anger behielten. Sie bedeuten einen weiteren Schritt in Richtung des großen Ziels Aufstiegsrunde, die mit jedem weiteren Sieg und Zähler immer in greifbarere Nähe rückt.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Königsbrunn überrollt den Tabellenersten
Mit einem beeindruckenden 8:1 siegt der EHC Königsbrunn deutlich über die Haßfurter „Hawks“. Die Brunnenstädter waren dabei die klar bessere Mannschaft, der Sieg war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.
Königsbrunn konnte in dieser Partie zum ersten Mal mit den vier Neuzugängen Fabio Carciola, Jeffrey Szwez, Matthias Forster und Lukáš Hruzík antreten, bis auf die Langzeitverletzten und Verteidiger Michael Folk war der Kader komplett. Die Gäste aus Haßfurt mussten auf ihren Leistungsträger Jakub Sramek verzichten, konnten aber dafür im Gegensatz zum Hinspiel mit ihrem neuen Verteidiger Daniel Hora auflaufen. Doch zunächst verzögerte sich die Partie, weil der Mannschaftsbus der Hawks dem schlechten Wetter Tribut zollen musste und verspätet ankam. Das Spiel wurde über eine Stunde später angepfiffen, doch schon von den ersten Minuten an konnten die Zuschauer ein flottes Spiel auf hohem Landesliganiveau sehen. Den Königsbrunner Spielern war zunächst die Nervosität anzumerken, denn die Erwartungshaltung der Fans war aufgrund der Neuen im Kader hoch. Eine doppelte Überzahl ab der achten Spielminute ließ der EHC zwar ungenutzt, doch gleich nach Ablauf der Strafen blieb Königsbrunn am Drücker. Lohn dafür war das hochverdiente 1:0, Lukas Fettinger legte Matthias Forster seinen ersten Treffer für den EHC auf. Nur zwei Minuten später erhöhte Defensiv-Chef Marc Streicher auf 2:0, wieder war Fettinger der Vorlagengeber. Haßfurt hielt zwar zu jedem Zeitpunkt dagegen und hatte auch einige Chancen, im Tor der Königsbrunner stand heute aber wieder Markus Kring und entschärfte die Möglichkeiten der Gäste. Bis Drittelende fielen jedoch keine Treffer mehr. Den Mittelabschnitt eröffnete der EHC gleich mit einem Überzahltor von Matthias Forster, der einen glänzenden Einstand für Königsbrunn zeigte und brandgefährlich war. Das 4:0 erzielte er nur sechs Minute später in Unterzahl, bis Drittelende legte der EHC dann noch zwei Treffer zum 6:0 nach. Gleich nach dem Pausentee netzte Henning Schütz in Überzahl zum 7:0 ein, doch danach hagelte es Strafzeiten für Königsbrunn. Die Gäste konnten dadurch zwar in der 52. Minute in Überzahl zum 7:1 verkürzen, doch nun war wieder der EHC am Drücker. Den 8:1 Endstand erzielte Matthias Forster auf Vorlage von Hayden Trupp und belohnte sich damit für seine tolle Leistung. Mit insgesamt fünf Treffern avancierte der Rückkehrer zum Matchwinner und wurde nach dem Spiel zurecht als wertvollster Spieler seiner Mannschaft gewählt. Der EHC bleibt nach dem hochverdienten Kantersieg an Tabellenplatz fünf dran und muss am nächsten Wochenende zuhause gegen Straubing und den Tabellenzweiten Schweinfurt antreten.
Coach Fabio Carciola war nach dem Spiel sichtlich stolz auf seine Mannschaft: „Heute hat sich jeder für seine Mitspieler voll reingehängt. Jeder durfte ranklotzen und konnte seinen Beitrag zum Sieg leisten. Klar, es war noch nicht alles perfekt und im letzten Drittel war Sand im Getriebe, aber wenn wir so weiter spielen wird es jeder sehr schwer haben, gegen uns zu siegen!“
Diez-Limburg Rockets (RLW)
EGDL gewinnt zweistellig gegen Lauterbach
Es läuft die 38. Minute in der Diezer Eissporthalle. Die Gastgeber führen mit 7:1. Konstantin Firsanov sitzt auf der Strafbank. Jeder könnte verstehen, wenn die Rockets bei diesem Spielstand einen Gang rausnehmen würden. Doch als Firsanov gerade wieder auf das Eis zurückkehrt, verlieren die Lauterbacher im gegnerischen Drittel die Scheibe. Der Puck trudelt durch das Mitteldrittel, eigentlich zu weit weg vom Stürmer. Doch „Flying Firsanov“ setzt zum Hechtsprung an, den Schläger am ausgestreckten Arm. Auf dem Bauch liegend rutscht er über das Eis, stoppt die Scheibe, steht auf, läuft alleine auf das gegnerische Tor zu und macht das 8:1. Für die Zuschauer das Tor des Jahres. Mindestens. Und für dieses Team ein weiterer Beleg der momentanen Stärke: Satt sein? Kommt nicht in Frage! Diese Mannschaft will mehr. Das wurde am Freitagabend im Hessenderby einmal mehr deutlich. Die EG Diez-Limburg schlägt die Luchse aus Lauterbach mit 12:2 (3:0, 7:1, 2:1) und verringert erneut den Abstand auf Spitzenreiter Herford, der parallel gegen Soest verliert.
12 Tore, allesamt erzielt beim Spiel Fünf-gegen-Fünf. Neun Verschiedene Torschützen, alle vier Sturmreihen beteiligt. „Das freut mich natürlich besonders“, sagte ein zufriedener EGDL-Coach Arno Lörsch. „Du machst 12 Buden und einer der besten Stürmer der Liga, Matt Fischer, macht ausnahmsweise mal kein einziges Tor. Das spricht für die Ausgeglichenheit dieser Mannschaft, in der sich jeder für den anderen freut.“ Schon nach dem ersten Drittel hatten die Rockets mit 3:0 in Führung gelegen. Dem Führungstreffer von Dominik Kail (7.) folgte ein Doppelpack von Philipp Maier (8., 14.). Der Neuzugang hat damit sechs Tore in seinen ersten vier Spielen für die Rockets erzielt - das Wort Verstärkung trifft es wohl ziemlich gut.
Im zweiten Drittel konnten die Luchse dem Offensivwirbel der Gastgeber endgültig nicht mehr Stand halten. Beim ersten Vergleich beider Teams hatte die EGDL das letzte Drittel mit 7:0 gewonnen (Endstand 10:4), dieses Mal ging das zweite Drittel mit 7:1 an die Gastgeber. Julian Grund (22., 34), Joey Davies (24.), Florian Böhm (34.), Konstantin Firsanov (38., 39.) und Florian Flemming (39.) sorgten für die deutliche 10:1-Führung nach 40 Minuten. Luchse-Import Marko Sakic hatte mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4 (24.) lediglich Ergebniskosmetik betrieben.
„Das erste Drittel war noch halbwegs akzeptabel, aber im zweiten Drittel konnten wir weder mental noch läuferisch noch körperlich noch in irgendwelchen Belangen mithalten“, sagte Luchse-Trainer Thomas van Euw. „Das war schlecht. Ich hatte nach dem Sieg gegen Hamm gehofft, wir merken, mit welchen Werkzeugen wir spielen müssen um erfolgreich zu sein. Heute aber haben wir das komplette Gegenteil getan. Wenn du dann gegen eine solch starke Mannschaft mit so viel Qualität und Torhunger spielst, dann hast du einfach keine Chance. Wir hatten Glück, dass es nicht noch mehr Gegentore geworden sind.“
Im letzten Drittel schalteten die Gastgeber auch mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel am Sonntag in Ratingen einen Ganz zurück, gewinnen konnten sie den Abschnitt dennoch: Dustin Bauscher (54.) und Kim Mainzer (55.) konterten das zwischenzeitliche 2:10 für die Luchse durch Jan Hammerbauer (47.). Am Ende stand ein souveräner 12:2-Erfolg für die Rockets auf der Anzeigentafel.
„Die Mannschaft war schon die ganze Woche über sehr auf dieses Wochenende fokussiert“, sagte Lörsch. „Wir haben geduldig gespielt und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Im zweiten Drittel machst du dann natürlich auch die Tore, wenn du einen solchen Lauf hast. Mich freut besonders, wie schön wir die Tore herausgespielt haben und dass einstudierte Spielzüge zum Teil schon sehr gut funktionieren. Steve Themm hat heute gehalten, was zu halten war. Zu den beiden Toren haben wir den Gegner förmlich eingeladen, da war er chancenlos. Die Mannschaft hat verstanden, dass sie jedes Spiel in der gleichen Art und Weise angehen muss, um erfolgreich zu sein.“
Rockets starten die Aktion #euerheimspiel
Einfach mal Danke sagen und die ganze Region mit ins Boot nehmen: Die EG Diez-Limburg verschenkt ein Heimspiel! Zum Pokalknaller gegen den Eishockeyclub Nordhorn am Freitag, 12. Januar 2018, starten die Rockets die Aktion #euerheimspiel! Ein Dankeschön an die ganze Region! „An diesem Abend laden wir alle Gruppen, Vereine, Firmen und Institutionen ein, gemeinsam mit uns die Faszination Eishockey zu erleben und unser Gast zu sein“, sagt der Sportliche Leiter Arno Lörsch. „Wir wollen damit Danke sagen für die tolle Stimmung bei den Heimspielen und viele Menschen teilhaben lassen an unserer bisher so fantastischen Saison.“
Mitmachen ist ganz einfach: Gruppierungen jeder Art sind an diesem Abend kostenfrei eingeladen, den schnellsten Mannschaftssport der Welt hautnah mitzuerleben - egal ob Sportvereine, Karnevalsvereine, Pfadfinder, Feuerwehren, Firmen, Unternehmen, Behörden, Stammtische, Skatclubs oder sonstige Gemeinschaften. Einzige Bedingung für den freien Eintritt - auch zwecks besserer Planung - ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an euerheimspiel @egdl.de. Benötigt werden lediglich der Name der Gruppe, ein Ansprechpartner mit Kontaktdaten (E-Mail und Telefon) sowie die Anzahl der Teilnehmer. Nach Eingang der Anmeldungen erhalten die Gruppen eine Bestätigung sowie alle weiteren Infos zum Ablauf am Spieltag. Anmeldeschluss ist der 29. Dezember 2017.
Für unsere jüngsten Gäste (10 bis 14 Jahre) wird es zudem eine besondere Aktion geben: Bis zu fünf Jungs und Mädels können das Warm-Up der Mannschaft unmittelbar auf der Mannschaftsbank der Rockets verfolgen und einmal ganz nah dran sein an den Kufencracks. Dazu gibt es im Anschluss noch ein kleines Geschenk. Bei Interesse an einer Teilnahme sollte dies in der Anmeldung vermerkt sein. Unter allen Einsendungen werden dann die Plätze beim Warm-Up verlost.
Rund um das Heimspiel sind weitere Aktionen geplant wie Livemusik und Spiele in den Drittelpausen. Die Rockets freuen sich auf eine große Fanunterstützung aus der Region und ein volles Haus für den Pokalknaller gegen Nordhorn.
Rockets gewinnen souverän in Ratingen
Beeindruckend souverän: Die EG Diez-Limburg gewinnt auch das Auswärtsspiel bei den Ratinger Ice Aliens mit 7:2 (1:0, 3:1, 3:1). Damit fuhren die Rockets in der Regionalliga West den fünften Sieg in Folge ein. Von den letzten 15 Dritteln hat die EGDL nur eines verloren, von den letzten 10 Spielen nur eine Partie nicht gewonnen. In Ratingen, wo man seit dem Aufstieg in die Regionalliga bisher noch nie gewinnen konnte, ließ man sich auch von chaotischen Umständen auf der Anreise nicht aus der Ruhe bringen.
Ein Mannschaftsbus aus Diez, ein Auto aus Kassel, eines aus Lauterbach, eine Fahrgemeinschaft aus Frankfurt - aus den unterschiedlichsten Orten hatten die Rockets am Sonntag frühzeitig die Reise nach Ratingen angetreten. Doch das Zusammenspiel aus Wetter und Verkehr machte die Anfahrt extrem beschwerlich. Die Schneelage war zum Teil so angespannt, dass sogar das Bezirksligaspiel der Ratinger 1b im rund 20 Kilometer entfernten Neuss ausfallen musste. Die erste Mannschaft des NEV hatte auf der Anfahrt nach Lauterbach kehrt gemacht. Zwar schafften es alle Rockets irgendwie durch das Chaos zum verschobenen Spielbeginn um 18.45 Uhr auf das Ratinger Eis, an eine normale Vorbereitung oder ein geordnetes Warm-up war jedoch nicht zu denken.
So überraschte es wenig, dass die Gastgeber zu Beginn ein Übergewicht an Spielanteilen hatten. Allerdings ließen die Raketen kaum Torchancen zu. „Das war unser Plan“, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch. „Uns erst einmal finden, wenige Chancen zulassen.“ Und wenn sich die Gelegenheit ergab, dann wollte man offensiv zuschlagen. Genau so kam es dann auch: Matt Fischer kam von der Strafbank, wurde von Konstantin Firsanov bedient und brachte die Rockets in Führung (16.).
„Im zweiten Drittel haben wir dann unseren Faden gefunden und unser Spiel aufgezogen“, freute sich Lörsch, der neben Dennis Stroeks auch offensiv auf zwei wichtige Akteure verzichten musste: Topscorer Joey Davies und Marijus Maier fehlten verletzungsbedingt. Für den Kanadier lief erstmals der Tscheche Jakub Zdenek auf. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, freute sich der Trainer. „Natürlich hat man gemerkt, dass mit Joey Davies der Denker und Lenker in dieser Sturmreihe gefehlt hat. Aber Jakub hat seinen Job sehr gut gemacht. Er ist eine prima Alternative, wenn einer der Kanadier ausfällt oder geschont werden soll.“
Zdenek bereitete in Überzahl den Treffer von Andre Bruch zum zwischenzeitlichen 4:1 vor (40.) - beide hatten schon in Netphen gemeinsam auf dem Eis gestanden. Zuvor hatten Florian Böhm (22.) und Philipp Maier (27.) für die EGDL-Tore gesorgt. Eine der wenigen Unachtsamkeiten nutzte Tobias Brazda in Unterzahl zum bis dahin einzigen Treffer der Ice Aliens (38.). Die mussten ab Minute 37 auf Dustin Schumacher verzichten, der nach einem Bandencheck gegen Pierre Wex mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Unnötig und in der Liga völlig fehl am Platz“, ärgerte sich Lörsch. Der EGDL-Kapitän war kurzzeitig bewusstlos und wurde auf einer Trage vom Eis geschoben. „Die Ärzte haben später grünes Licht gegeben, es ist wohl nichts Schlimmes passiert. Wir haben Pierre dennoch nicht mehr eingesetzt und sind froh, wenn er schnell wieder dabei sein kann.“
Mit der 4:1-Führung im Rücken war die Marschroute für die letzten 20 Minuten klar: „Wir wollten kein Risiko mehr eingehen“, sagte Lörsch. „Die Jungs haben das dann wirklich sehr souverän heruntergespielt. Ich war überrascht, mit welcher Klasse und stoischer Ruhe wir das gemacht haben. Das war ganz großartig.“
Matt Fischer (42.), Andre Bruch (47.) und Philipp Maier (54.) schraubten das Tore-Konto in schöner Regelmäßigkeit in die Höhe. Ratingen konnte nur noch durch Dennis Fischbuch in Überzahl antworten (44.), am souveränen 7:2-Sieg der EGDL gab es da schon lange nichts mehr zu rütteln. „Ich freue mich vor allem über die Konstanz, die die Mannschaft derzeit an den Tag legt“, sagte der Rockets-Trainer. „Die blaue Reihe mit Philipp Maier, Julian Grund und Florian Böhm, der heute offensiv wie defensiv wieder Glanzpunkte gesetzt hat, entwickelt sich längst zum Schrecken für die gegnerischen Reihen. Defensiv haben wir auch sehr gut gestanden und Steve Themm hat ganz souverän jederzeit Ruhe ausgestrahlt.“
Bären Neuwied (RLW)
Sechs Tore, sechs Schützen in Neuss
Wenn in einem Eisstadion plötzlich die Stofftiere aufs Eis fliegen, dann ist „Teddy-Bear-Toss“-Zeit. Der Neusser EV richtete anlässlich seines Regionalliga-Heimspiels gegen den EHC „Die Bären“ 2016 zum vierten Mal diese aus Nordamerika über den Großen Teich geschwappte Charity-Aktion aus, bei der die Fans Teddys und Co. nach dem ersten Tor einer Partie per symbolischem Wurf auf die Spielfläche diese und den Kauferlös an bedürftige Kinder spenden. Lange warten mussten sie damit am Freitagabend nicht, lediglich 112 Sekunden lang. Dann reckte Sven Schiefner jubelnd die Arme in die Höhe und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Fehlstart für Neuwied, aber insgesamt bei weitem nicht so schlimm wie vor einer Woche in Hamm. Die Bären drehten noch vor der ersten Pause das Ergebnis und verließen das Eis schließlich als klarer 6:2-Sieger. Eine Woche außerhalb der Top-Vier der Regionalliga West zu stehen, war offensichtlich lange genug für die Neuwieder. Denn durch den Dreier und die parallele Niederlage der Ratinger Ice Aliens gegen Hamm rutschten sie wieder auf Rang vier nach vorne.
Die Bären haben seit Freitagabend zudem ein Alleinstellungsmerkmal: Sie sind die einzige Mannschaft der Liga, die gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte noch eine weiße Weste haben. Hier punkten sie wie Schweizer Uhrwerk, was längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Bislang war auch Tabellenführer Herford gegen die Teams ab Rang fünf ungeschlagen, aber die Ice Dragons mussten sich nun gegen Soest überraschend im Penaltyschießen geschlagen geben.
Die Gäste verteilten in einer fairen, von DEL-Schiedsrichter Markus Krawinkel sehr gut geleiteten Partie, das Toreschießen zahlreiche Schultern. Den Anfang machten mit Tobias Etzel (13.) und Frederich Hellmann (18.) zwei Spieler, die sonst eher zur Arbeiter- und Defensivkategorie zählen. Die etatmäßigen Goalgetter traten dann ab dem zweiten Drittel in Erscheinung: Stephan Fröhlich per Penalty (25.), der an vier Treffern beteiligte Michael Jamieson (37.), Moritz Schug (53.) im einzigen EHC-Powerplay der Begegnung (Interimstrainer Carsten Billigmann: „Wie aus dem Lehrbuch herausgespielt“) sowie Top-Torjäger Martin Brabec (55.) machten bei einem Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 2:3 durch Jerome Baum (27.) das halbe Dutzend voll und wiederholten somit exakt das Ergebnis des ersten Neuwieder Saisonspiels in Neuss.
„In Neuss ungefährdet mit 6:2 zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit. Das Ergebnis war sehr wichtig für die Mannschaft. Wir haben zwar schnell hinten gelegen, und nach der längeren Unterbrechung fiel es nicht leicht, den Rhythmus zu finden, aber mit zunehmender Spielzeit haben wir immer mehr aufgedreht, als Team funktioniert und keine Probleme gehabt“, fasste Billigmann zusammen.
Ratinger Ice Aliens (RLW)
Verletzungspech stoppt die Aliens
Die Ratinger Ice Aliens lagen in Hamm schon mit 0:3 hinten, kämpfen sich danach wieder ran und unterliegen dem Meister am Ende knapp mit 2:3. Besonders ärgerlich war neben der Niederlage die Verletztenmisere, ganze drei Spieler verletzten sich während des Spiels und konnten nicht weitermachen.
Trainer Achim Johnigk ist zurzeit wirklich nicht zu beneiden. Seit Wochen kämpft die Mannschaft mit vielen Verletzungen, auch in Hamm konnte man lediglich auf Torhüter Oster und 15 Feldspieler zugreifen. Im ersten Drittel sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften versuchten sich gegenseitig zu neutralisieren und keine Fehler zu machen. Hamm hatte etwas mehr vom Spiel und ging in der 19.Spielminute durch eine Einzelleistung von Ibrahim Weißleder in Führung. In den letzten Sekunden des Drittels sorgte dann Hamms Ortwein für eine unschöne Szene, er holte Aliens Verteidiger Simon Migas rabiat von den Beinen und erhielt dafür fünf Minuten plus Spieldauer. Simon Migas konnte verletzt nicht mehr weiterspielen. Stepan Kuchynka blieb mit Leistenproblemen ebenfalls nach der ersten Pause in der Kabine.
Auch im zweiten Drittel waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, lediglich im Abschluss hatten die Gastgeber mehr Glück und erhöhten durch Treffer von Loecke (28.Spielminute) und Pietzko (30.Spielminute) auf 3:0. Dieses Zwischenergebnis war dem Spielverlauf aber keinesfalls gerecht. Schon vier Minuten nach dem 3:0 gab es aber auch auf der Ratinger Bank wieder etwas Grund zur Freude. Captain Dennis Fischbuch konnte eine Vorlage von Milan Vanek nutzen und den ersten Anschlusstreffer erzielen.
Mit 3:1 ging es ins letzte Drittel. Die Ratinger zeigten wieder einmal eine tolle Moral und gaben nun, trotz des dezimierten Kaders, den Ton im Spiel an. Hamms Torhüter Sebastian May hatte alle Hände voll zu tun, die Ice Aliens wollten den nächsten Treffer und schnürten die Gastgeber in deren eigenen Zone ein. Zehn Minuten vor dem Ende fiel dann das längst überfällige Tor für Ratingen. Milan Vanek war erfolgreich. Wenig später musste Vanek einen Stockcheck einstecken und konnte ebenfalls nicht mehr weitermachen. Zwar liefen die Ice Aliens weiterhin an, doch am Ende reichte es nicht mehr für Punkte.
Die Begegnung wäre sicherlich mit voller Mannschaftsstärke anders verlaufen. Wenn sich drei Spieler in einem Spiel verletzen und der Trainer dadurch die Reihen umstellen muss, kann man der Mannschaft keinen Vorwurf mehr machen. So bleibt nur die Gewissheit, dass die Aliens auch mit vielen Verletzten mit den besten Mannschaften der Liga mithalten können.
Hamburger SV (RLN)
Der HSV kann auch Verbandsliga
Am Samstagabend trat die Regionalligamannschaft des Hamburger SV zum Pokalspiel beim Verbandsligaaufsteiger ECW Sande an und kam zu einem ungefährdeten 10:3 (6:1,4:2,0:0)-Erfolg. Dass trotzdem nach Spielende nicht gerade Euphorie aufkam lag an einem Spielverlauf, in dem die Hanseaten zwar solide begannen, später aber stark nachließen und am Ende nur noch Verbandsliganiveau ablieferten.
Die mit kleinem Kader angereisten Rautenträger wollten von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen – und das gelang auch. Die Tempovorteile eines Regionalligisten wurden genutzt und so fielen in regelmäßigem Abstand Treffer gegen eine überforderte Deckung der Gastgeber. Mit einem 6:1 nach dem ersten Abschnitt war das Spiel bereits entschieden. Dann kam, was irgendwie kommen mußte: im Gefühl der Überlegenheit ließen beim HSV Konzentration und Einstellung rapide nach, im zweiten und vor allem im letzten Abschnitt entsprach die Körpersprache eher der beim Auslaufen. Gelangen im Mitteldrittel wenigstens noch einige gute Aktionen passierte in der Schlussphase dann fast gar nichts mehr, was irgendwie nach Regionalliganiveau aussah. Verbandsligist Sande erspielte sich gegen Spielende sogar ein Chancenplus Entsprechend angefressen war HSV-Coach Dominik Döge nach Spielende.
Die Entscheidung in der Pokalgruppe D fällt nun aller Voraussicht nach in einem echten Endspiel am 28. Januar bei den Berlin Blues – bis dahin dürfte die Partie des gestrigen Abends vermutlich längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sein.
Sande Jadehaie (VLN)
Erneute Niederlage im Pokalwettbewerb
Der ECW Sande hat auch das Pokal-Rückspiel gegen den Hamburger SV verloren. Vor 420 Zuschauern unterlag das Yashin-Team mit 3:10.
Bereits in den ersten 20 Minuten ließ der amtierende Regionalliga-Meister in der Eishalle Sande nichts anbrennen, so dass sich die Jadehaie nach einem Bartanus-Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4 mit einem Fünf-Tore-Rückstand in die erste Drittelpause verabschiedeten.
„Der HSV hat das schon richtig gut runtergespielt, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft krankheitsbedingt nur mit elf Feldspielern angereist war“, erklärt Teamleiter Jörg Opitz.
Der zweite Abschnitt, in dem Johannes Mundt zwei weitere Treffer für den ECW Sande erzielen konnte, ging mit 4:2 an den HSV.
Opitz weiter: „Trotzdem muss ich dem Team ein Lob aussprechen. Keiner hat sich hängen lassen und bis zum Ende gekämpft. Wären wir in den letzten 20 Minuten von der Strafbank weggeblieben, hätten wir das Drittel auch gewinnen können.“
Im torlosen letzten Abschnitt lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe.
„Damit haben die Jungs die bittere Niederlage gegen die Crocodiles vergessen gemacht und jetzt müssen wir uns auf das nächste Ligaspiel in Harsefeld konzentrieren“, erklärt der Teamleiter.
Tornado Niesky (RLO)
Erfolgreiches Doppelwochenende für Tornados
Am Sonnabend, den 09.12.2017 waren die Tornados zu Gast bei den Chemnitz Crashers in der Eissporthalle am Küchwald. Die Nieskyer begannen stark und gingen in der 4.Minute durch ein Tor von Jörg Pohling nach Vorlage von Sven Becher und Christian Rösler in Führung. Die Spielweise der Chemnitzer war wie immer recht aggressiv und so kam es zu vielen Strafen auf beiden Seiten. Das brachte die Tornados im Mitteldrittel leicht aus dem Takt. So konnten die Gastgeber in der 25. Minute sogar ausgleichen. Erst in der 34. Minute war es erneut Jörg Pohling, der die Gäste aus der Lausitz nach Zuspiel von Eric Girbig in Führung brachte.
Im letzten Drittel dominierten die Tornados wieder klar und schossen noch drei weitere Tore; zweimal Markus Fabian in der 43. und 45. Minute sowie in der 55. Minute Chris Neumann. Verdient siegten die Cracks der ELV mit 1:5 (0:1; 1:1; 0:3).
Gleich einen Tag später empfingen die Tornados die Heidschnucken des Adendorfer EC zum nächsten Pokalspiel im heimischen Stadion.
Beide Mannschaften gingen hoch motiviert in dieses Pokalspiel und schenkten sich gegenseitig nichts.
Die Gäste aus dem Norden gingen bereits in der 4. Minute in Führung. Erst nach 12 Minuten gelang den Tornados in Überzahl durch einen Treffer von Daniel Wimmer nach Vorlage von Marco Noack und Philip Riedel der Ausgleich. Im Mitteldrittel übernahmen die Gastgeber mehr und mehr das Spiel. In der 25. Minute versenkte Christian Rösler nach Vorarbeit von Chris Neumann und Eric Girbig den Puck im gegnerischen Kasten und sorgte nun für die Führung der Nieskyer. In der 40.Minute konnten die Tornados durch den Tor von Sven Becher nach Zuspiel von Sebastian Greulich diese weiter ausbauen.
Doch die Adendorfer gaben nicht auf und kämpften kontinuierlich weiter. So gelang Ihnen in der 49. Minute der Anschlusstreffer und der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Die ca. 400 Zuschauer im Nieskyer Eisstadion, die an diesem Abend für super Stimmung sorgten, sahen spannende Zweikämpfe und tolle Aktionen. Am Ende gewannen die Tornados knapp mit 3:2 (1:1; 2:0; 0:1) und konnten so ihre Führung in der Gruppe A der Pokalrunde weiter ausbauen.
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