IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 23.Dezember 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
Düsseldorfer EG (DEL)
DEG verliert Eishockey-Krimi
Gegen die Top-Teams der Liga zeigte die Düsseldorfer EG in dieser Saison bisher ihre besten Leistungen. Auch gegen die Thomas Sabo Ice Tigers brachte sie alles aufs Eis, was das Eishockeyherz begehrt. Lange sah es so aus, als sollte es für hart erkämpfte drei Punkte reichen. Doch dann erzwang Nürnberg die Verlängerung und sicherte sich dort in Überzahl den Zusatzpunkt. Die DEG unterliegt mit 3:4 (1:1; 1:0; 1:2; 0:1) nach Overtime.
Krefeld Pinguine (DEL)
Mikko Vainonen fehlt den Pinguinen vier Wochen
Die Krefeld Pinguine müssen auf einen weiteren Spieler verzichten: Verteidiger Mikko Vainonen fällt für vier Wochen aus. Der Finne hatte bereits bei der gestrigen Partie gegen die Eisbären Berlin pausiert.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls feiern Weihnachten an der Tabellenspitze
Der EHC Red Bull München bleibt im Dezember ungeschlagen. Gegen die Kölner Haie gewann die Mannschaft von Trainer Don Jackson deutlich mit 6:0 (3:0|1:0|2:0) und verteidigte damit die Tabellenführung. Die Treffer im Rheinland erzielten Derek Joslin, Mads Christensen, Brooks Macek, Patrick Hager (2) und Ryan Button.
Nach nicht einmal zwei Minuten gab es in der Lanxess Arena das erste Kuriosum: Bei einem Klärungsversuch von Kölns Blair Jones sprang der Puck Derek Joslin ans Bein und von dort über Torhüter Justin Peters hinweg ins Netz (2.). Danach ließ Mads Christensen Peters aussteigen und musste nur noch einschieben (10.). Brooks Macek erhöhte nach einem feinen Pass von Keith Aucoin durch die gesamte Kölner Unterzahl-Box zum 3:0-Drittelergebnis (17.).
Der zweite Abschnitt gehörte den Keepern. Köln wechselte Daniar Dshunussow für Peters im Tor ein und startete stark in das Drittel. Doch die größte Chance hatte Macek für die Red Bulls: Am langen Eck schloss er ab, Dshunussow riss noch im Liegen die Schoner hoch und verhinderte den vierten Treffer. Gegenüber hechtete David Leggio ins lange Eck und wehrte einen Schuss von Philip Gogulla ab (35.). Trotzdem gelang Patrick Hager noch der Treffer zum 4:0 (40.).
Doch auch nach der Vorentscheidung legten die Münchner noch nach. Ryan Button verwandelte ein Zuspiel von Dominik Kahun (48.) und Hager legte seinen zweiten Treffer des Abends nach (54.). Mit dem zweiten Shutout der Saison für die Red Bulls sowie für Goalie David Leggio beschließt München die Adventszeit ungeschlagen und feiert Weihnachten an der Tabellenspitze.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Tigers belohnen sich nicht in Kaufbeuren
Mit weiterhin dezimierten Kader traten die Tigers im Allgäu an. Neben Stamm-Goalie Vosvrda fehlten weiterhin Heider und die Langzeit-Verletzten Drews und Voronov. Kurzfristig musste Gläser passen und Alanov wurde in Nürnberg gebraucht. Zudem konnte Neuzugang Gams noch nicht eingesetzt werden. Marvin Neher wurde während der Partie von einem Puck im Gesicht getroffen und musste daraufhin die Partie beenden. Dafür feierte Verteidiger Sebastian nach, mehreren Spiel Pause sein Comeback und vom Kooperationspartner Regensburg konnte der Torsteher Ledutke mit nach Kaufbeuren reisen.
Die Anfangsminuten der Partie wurden mit Vorsicht angegangen. Beide Teams beschnupperten sich und mussten erst ins Spiel kommen. Die ersten nennenswerten Chancen erspielten sich die Gastgeber nach etwa fünf Minuten, die in dieser Phase größeren Druck auf das Bayreuther Tor ausüben konnten. Bayreuth wehrte sich teils mit Fouls, die mehre kleine Strafen nach sich zogen. So folgte Müller nach acht Minuten seinem Teamkollegen Kolozvary, der kurz vorher die Strafbank aufsuchen musste auf die selbige. Für 37 Sekunden wehrten sich drei Feldspieler der Tigers gegen die anrennenden Allgäuer – erfolgreich. Mehr als einen Pfostentreffer konnten die Gastgeber in diesem ÜZ-Spiel nicht verbuchen. Als nach zehn gespielten Minuten die Hausherren erneut druckvoll das Tor der Gäste bearbeiteten und Lewis im Slot vernachlässigt wurde, lenkte dieser die Scheibe eiskalt zur Führung ins Tor. Aber nur kurze Zeit später nahm Chouinard das Spielgerät in der neutralen Zone auf, passte dieses schnell weiter auf Luciani, der wiederrum nicht lange fackelt und – die Tigers waren zu diesem Zeitpunkt erneut und zum dritten Mal kurz nacheinander in Unterzahl – zum Ausgleich traf.
Die Chancen der Gastgeber im Mittelabschnitt waren überschaubar. Hier zogen die Tigers ihr Spiel auf und beherrschten zum größten Teil das Geschehen auf dem Eis. Eine ÜZ-Situation, in welcher man für knapp 40 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis war, lies man allerdings ungenutzt. Sehenswert eine Hereingabe von Geigenmüller, der die Scheibe in Baseball-Manier aus der Luft in den Torraum passte – der dort wartende S. Busch konnte allerdings den Puck nicht kontrollieren. So ging es ohne Tore in den letzten Abschnitt, in welchem die Tigers von Anfang an das Heft in die Hand nahmen. Ab der der 42. Spielminute spielte sich die Partie weitestgehend im Drittel der Kaufbeuerer ab. Mehrfach musste Goalie Vajs mit starken Reaktionen eingreifen. Chancenlos war dieser allerdings, als in der 46. Minute die Situation, die zum ersten Treffer der Tigers führte, beinahe 1:1 dupliziert wurde und Chouinard seinen Reihenkollegen Luciani erneut in Szene setzte – dieser ebenfalls, wie im ersten Abschnitt schnell abzog und so die Tigers in Führung brachte. Dieser Vorteil war allerdings nur kurze Zeit später, als die Unparteiischen einen Penalty gegen die Tigers
verhängten, schnell wieder vorbei. Billich trat an und stellte den Ausgleich her. Zwei schnelle Tore in der 52. und 54. Minute drehten das Spiel dann auf den Kopf. Gut drei Minuten vor Ende versuchten die Tigers – Kaufbeuren war wegen einer Strafe gegen Thomas mit vier Feldspielern unterwegs – alles auf eine Karte zu setzen. Coach Waßmiller brachte einen sechsten Feldspieler für Hartung – doch nur wenige Sekunden darauf kam der Ex-Bayreuther Kasten an die Scheibe und beförderte diese zum 5:2 Endstand, aus dem eigenen Drittel, ins verwaiste Tor der Tigers.
„Wir waren am heutigen Abend sicher nicht das schlechtere Team, haben sehr gut mitgespielt und hätten mit ein bisschen mehr Glück oder wenn wir die Führung länger halten, etwas mitnehmen können. Die Jungs haben alles gegeben und gekämpft. Von daher kein Vorwurf an das Team. Ob man den Penalty geben muss, sei dahingestellt. Dieser war etwas fragwürdig aber die Szene muss ich mir erst noch einmal in der Aufzeichnung ansehen“, resümiert Dietmar Habnitt nach der Partie.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
3:2! Eispiraten siegen gegen Ravensburg - Westsachsen sichern sich wichtige Weihnachtspunkte
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am heutigen Abend mit 3:2 gegen die Ravensburg Towerstars durchgesetzt und somit endlich wieder dreifach gepunktet. Dabei sahen die 2.434 Zuschauer im Sahnpark eine starke Mannschaftsleistung der Westsachsen, welche mit diesem wichtigen Sieg bis auf einen Zähler an ihren direkten Konkurrenten und heutigen Gegner herankamen. Die Eispiraten-Torschützen hießen Erik Gollenbeck, Ossi Saarinen und Jordan Knackstedt. Das nächste Spiel steigt am 26. Dezember. Dann treffen die Crimmitschauer auswärts auf die Lausitzer Füchse.
Die Eispiraten starteten gut in die Begegnung und hielten auch während der gesamten 20 Minuten des ersten Durchgangs das Heft in der Hand. Immer wieder erspielten sich die Westsachsen gute Möglichkeiten. Erik Gollenbeck brachte die Rot-Weißen dann nach zwölf Minuten in Front, als er eine gut getimte Vorlage von Vincent Schlenker eiskalt versenkte – 1:0 (12.). Doch die Towerstars blieben gefährlich und konnten nur drei Minuten später eine ihrer wenigen Großchancen konsequent ausnutzen. Brian Roloff erzielte für die Puzzlestädter das 1:1 (15.).
Doch auch im zweiten Durchgang gaben die Eispiraten vor eigenem Publikum klar den Ton an und erspielten sich Chance um Chance. Eine der zahlreichen hochkarätigen Möglichkeiten nutzte Ossi Saarinen, welcher, gut bedient von Scott Allen, zur erneuten Führung einschoss – 2:1 (31.). Und noch während Stadionsprecher Patrick Augustin gemeinsam mit den Fans das Tor von Saarinen durchrief, klingelte es erneut im Kasten der Towerstars. Jordan Knackstedt vollendete eine schöne Einzelleistung mit einem trockenen Schuss in die Ravensburg-Maschen (32.)! Ravensburg kam aber noch einmal heran. Durch eine Unachtsamkeit in der Defensive konnte David Zucker Brett Kilar nach 34. Spielminuten bezwingen auf 3:2 verkürzen.
Auch zu Beginn des dritten Abschnitts blieben die Eispiraten am Drücker. Doch durch mehrere Strafzeiten musste die Mannschaft von Cheftrainer Kim Collins immer wieder in Unterzahl agieren. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verhinderten die Crimmitschauer aber einen weiteren Gegentreffer, schafften es auf der Gegenseite aber auch nicht, erneut einen Treffer zu erzielen. Am Ende stand allerdings ein verdienter 3:2-Sieg auf der Anzeigetafel im Kunsteisstadion Crimmitschau.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen verlieren in der Verlängerung
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Löwen Frankfurt nach Verlängerung mit 1:2 (1:0; 0:1; 0:0; 0:1) verloren. Vor 4773 Zuschauern nutzte Thomas Pielmeier (16.) für die Blau-Weißen eine Überzahlsituation zur Führung. Im zweiten Abschnitt gelang Brett Breitkreuz ebenfalls im Powerplay der Ausgleich (31.). Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Ausgerechnet der Ex-Dresdner Patrick Jarrett netzte zum spielentscheidenden Treffer ein. Für die Eislöwen wäre in dieser Partie mehr möglich gewesen.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Im ersten Drittel haben wir uns toll präsentiert, müssen aber zwei, drei Tore mehr schießen, denn genau die haben uns hinten raus gefehlt. In das zweite Drittel sind wir nicht gut reingekommen, hatten viele Scheibenverluste. Der letzte Abschnitt war ausgeglichen mit guten Chancen auf unserer Seite. In der Verlängerung treffen wir dann sogar den Pfosten, kassieren wenig später aber leider das Tor. Vom Ergebnis her ist es ärgerlich, dennoch haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Dienstag, 26. Dezember um 17 Uhr gegen den SC Riessersee.
Wölfe Freiburg (DEL2)
Eishockeyfans spenden 4184 Stofftiere / Ben Walker fällt verletzt aus
wunderschön und bitter zugleich - die DEL2-Partie zwischen dem EHC Freiburg und den Heilbronner Falken am Freitagabend hat in 60 Minuten alle Facetten des Eishockeysports aufgezeigt. Auf ein traumhaftes Rekordergebnis beim Teddy Bear Toss folgte eine Heimniederlage und die schwere Verletzung eines Schlüsselspielers.
4184 Kuscheltiere haben Südbadens Sportfans beim 6. Freiburger Teddy Bear Toss aufs Eis fliegen lassen - damit wurde die Bestmarke vom vergangenen Jahr geradezu pulverisiert. 2793 Stofftiere waren es im Dezember 2016, nun also fast 1400 mehr: Dies ist ein formidables Zeugnis von Spendenbereitschaft, das auch den Verantwortlichen der Hilfsorganisation "Luftfahrt ohne Grenzen" ans Herz geht und sie begeistert. Die Krisen- und Katastrophenhelfer vom Frankfurter Flughafen werden die flauschigen Spenden aus dem Freiburger Eisstadion in alle Welt zu Kindern in Not befördern, sobald sie vom Wäscheservice Rieger in Freiburg-Opfingen professionell gereinigt wurden. Durch das persönliche Engagement der Männer und Frauen von "Luftfahrt ohne Grenzen" ist gewährleistet, dass die Eishockey-Teddys tatsächlich auch da ankommen, wo sie gebraucht werden - und Kindern in Krisen- und Kriegsgebieten ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Dafür dankt der EHC Freiburg unserer Partnerorganisation im Namen aller Fans sehr herzlich!
Das Einsammeln der mehr als 4000 Bären, Hasen, Löwen, Elche, Schildkröten - und allerlei anderen Plüsch-Variationen - nahmen die Nachwuchs-Akteure des EHC Freiburg und der Freiburger Eissport-Gemeinschaft in die Hand. Dabei waren sie so fix, dass das Spiel keine fünf Minuten unterbrochen werden mussten. Schon vor dem Match hatten die Freiburger Bambinis ihr Können bei einem Eishockeyfest demonstriert, das mehr als 3000 Sportfans in die Franz--Siegel-Halle lockte. Saisonrekord hinsichtlich der Zuschauerzahl und eine neue Teddybär-Bestmarke: Positiver konnten die Rahmenbedingungen kaum sein.
Das Geschehen auf dem Eis konnte da - aus Freiburger Sicht - nicht mithalten. Sportlich verspielten die Wölfe eine 3:1-Führung und unterlagen nach zwei Empty-Net-Goals am Ende mit 3:6. Am meisten Sorgen machten sich die EHC-Anhänger aber um Stürmer und Fan-Liebling Ben Walker, der im Schlussdrittel verletzt in die Kabine und anschließend zur Untersuchung in die Freiburger Uniklinik gebracht wurde. Der sympathische US-Amerikaner konnte das Krankenhaus zwar wieder verlassen, fällt aber auf unbestimmte Zeit aus.
Das nächste Spiel bestreiten die Blau-Weiß-Roten am Dienstag um 17 Uhr in Bietigheim, ehe bereits am 28. Dezember das nächste Heimspiel ansteht: Gegner an dem ungewohnten, aber attraktiven Donnerstagstermin in den Weihnachtsferien ist der EC Bad Tölz. Beide Begegnungen werden live auf Sprade.TV übertragen, Karten fürs Heimspiel gibt es auf tickets.ehcf.de.
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies ringen Füchse nieder
Am Freitag empfingen die Huskies die Lausitzer Füchse zum insgesamt dritten
Aufeinandertreffen in der laufenden Saison. In den bisherigen Duellen hatten sich die Huskies
jeweils nach Verlängerung durchsetzen können und hofften heute aufgrund der endlich
entspannteren Personallage den nächsten Sieg eintüten zu können. Neben dem zuletzt bei der
U20-WM weilenden Mirko Pantkowski meldeten sich auch die Rekonvaleszenten Toni Ritter,
Patrick Klöpper und Thomas Merl zurück.
Entsprechend schwungvoll starteten die Nordhessen in die Partie. Ritter, Little und Pimm hatten
gleich mehrfach den Führungstreffer auf dem Schläger, scheiterten jedoch an Maximilian Franzreb
im Tor der Füchse. Mitten in den guten Start der Nordhessen schlugen jedoch die Gäste aus der
Lausitz zu. Nachdem die schwarze Hartgummischeibe unglücklich vor Pantkowskis Kasten
gesprungen war, schaltete Philipp Kuschel am schnellsten und verwandelte den Rebound zur
frühen Gäste-Führung. Und damit nicht genug:Keine vier Minuten später stellten die Lausitzer
sogar auf 0:2. Der Finne Roope Ranta nutzte eine Unachtsamkeit in der Kasseler Defensive
eiskalt aus und ließ Pantkowski aus zwei Metern keine Chance. Die Huskies wirkten in der Folge
fahrig und fanden erst gegen Ende des ersten Abschnitts zurück in die Spur, doch die Versuche
von Little (18.) und Meilleur (19.) waren einfache Beute für Franzreb.
Nachdem sich die Mannen von Rico Rossi beim ersten Pausentee gesammelt hatten, lief es für
die Nordhessen aber deutlich besser. Bereits kurz nach Wiederbeginn brachte Michi Christ die
Huskies zurück ins Spiel, als er einen Schlenzer von Marco Müller im Slot stehend abfälschte und
die 3.054 Fans in der Eishalle das erste Mal zum Jubeln brachte. Zwar erspielten sich die Huskies
in der Folge ein optisches Übergewicht, doch zwingende Chancen blieben Mangelware. So vergab
Carciola aus der Bewegung ebenso wie Teamkollege Pimm wenig später. Auf der Gegenseite
blieben aber auch die Gäste gefährlich. Kurz vor Drittelende traf André Mücke nur den Pfosten, so
dass die Huskies auch in die zweite Pause mit einem Rückstand gingen.
Auch ins Schlussdrittel starteten die Huskies gut. Zunächst hatte Kuchejda den Ausgleich auf der Kelle, doch der gebürtige Tscheche traf in der 42. Minute lediglich den Pfosten. Besser machte es da Goldhelm Braden Pimm. In der 43. Minute zog er im Powerplay aus halblinker Position trocken ab und überwand Franzreb im kurzen Eck. Doch wer nun glaubte, die Lausitzer würden den Kopf in den Sand stecken, sah sich getäuscht. Rund zehn Minuten vor dem Ende brachte Roberto Geiseler seine Farben mit einem Schuss durch Pantkowskis Schoner wieder in Führung (50.). Doch auch der Huskies-Schlitten war nun in Fahrt. Keine zwei Minuten später sorgte Jens Meilleur für den erneuten Ausgleich der Schlittenhunde. Trotz bester Chancen – Christ an den Pfosten (57.) und Koziol an die Latte (58.) – blieb es beim Unentschieden nach 60 Minuten.
Huskies im Weihnachtsstress
Während die Zeit um die Weihnachtsfeiertage bis zum Jahreswechsel für den Normalbürger Besinnlichkeit und Entspannung bedeutet, stehen Eishockeyspieler in diesem
Zeitraum traditionell unter Stress. Bis zum Jahresende stehen noch vier Saisonspiele an, jeweils
zwei zuhause und auswärts. Gerade rechtzeitig füllt sich auch der Kader der Kassel Huskies wieder:
Mirko Pantkowski steht nach seiner Teilnahme an der U20-WM wieder im Team, hinzu gesellt sich
auch das zuletzt noch angeschlagene bzw. verletzte Sturm-Trio mit Toni Ritter, Thomas Merl und
Patrick Klöpper. Die Youngster Tim Lucca Krüger und Bastian Schirrmacher werden künftig wieder
für die Harzer Falken in der Oberliga Nord aufs Eis gehen, um Spielpraxis zu sammeln.
Frisches Blut in Bayreuth (Dienstag, 26.12.17, 16 Uhr, Eisstadion Bayreuth):
Neben den Lausitzer Füchsen überraschten auch die Bayreuth Tigers in der letzten Saison. Als
erster Anwärter auf den Abstieg angetreten, zogen sie souverän in die Pre-Playoffs ein und sicherten
sich somit vorzeitig den Klassenerhalt. Dieser ist auch in dieser Spielzeit wieder das oberste Ziel. Aktuell ist das Team von Sergej Waßmiller auf Rang 13 platziert, was zuletzt aber einem unglaublichen Verletzungspech geschuldet war. Die Tigers konnten in den letzten Wochen phasenweise noch nicht einmal mit drei Sturmreihen antreten; dass mit Luca Gläser und Valentin Busch zwei Nachwuchsstürmer bei der U20-WM im Einsatz waren und daher den Bayreuthern nicht zur Verfügung standen, verschärfte die Situation nochmals. Entsprechend dünn fiel zuletzt auch die Punkteausbeute aus. Von den letzten zehn Spielen gingen neun verloren, der 4:3-Sieg nach Verlängerung in Freiburg am letzten Wochenende machte jedoch Hoffnung auf die Wende.
Mit Eric Chouinard verpflichteten die Tigers jüngst einen DEL-erfahrenen Angreifer, der bei seinem Debüt gegen Freiburg direkt einen Hattrick erzielte. Außerdem schlossen sich Timo Gamß und Constantin Onttl vom EC Bad Tölz den Bayreuthern an.
Für die Huskies muss es im Spiel am 2. Weihnachtsfeiertag darum gehen, Revanche für die Niederlage am 4. Spieltag zu nehmen. Dort gingen die Schlittenhunde in Bayreuth mit 1:2 nach Verlängerung vom Eis.
Gelingt der erste Sieg über den SC Riessersee? (Donnerstag, den 28.12.17, 19:30 Uhr, Kasseler Eissporthalle)
Gegen jedes Team der Liga waren die Kassel Huskies in dieser Saison mindestens einmal siegreich – mit einer Ausnahme: Gegen den SC Riessersee gab es mit 5:9 und 3:5 nicht nur zwei mehr oder weniger klare Niederlagen, am 3. Oktober fügte das Team von Trainer Toni Söderholm den Schlittenhunden auch die bisher einzige Heimniederlage der laufenden Spielzeit zu. Die Werdenfelser stellen die möglicherweise stärkste deutsche Sturmreihe der Liga, die aus Lubor Dibelka, Andreas Driendl und Richard Mueller besteht. Das Trio ist unter den besten Ligascorern platziert, dazu kann jeder Einzelne eine starke Plus/Minus-Bilanz vorweisen, was dafür spricht, dass diese Sturmreihe auch die Defensivarbeit nicht vernachlässigt.
Derzeit liegt der SC Riessersee als Vierter der Tabelle nur drei Punkte hinter den Kassel Huskies, insofern könnte – je nach Verlauf der Spieltage zuvor – das Aufeinandertreffen am kommenden Donnerstag ein direktes Duell um Rang drei bedeuten.
Zum Jahresabschluss nach Heilbronn (Samstag, 30. Dezember, 20 Uhr, Kolbenschmidt Arena):
Nachdem die Heilbronner Falken in den letzten Jahren quasi ein Dauer-Abo auf einen Playdown-Platz innehatten, schicken sie sich in dieser Saison an, das Abstiegsgespenst frühzeitig zu verjagen. Die letzte Playoff-Teilnahme datiert aus der Saison 2012/13 – Falken-Trainer war damals Rico Rossi, der unter anderem Adriano Carciola und Marco Müller unter seinen Fittichen hatte. Einer von Rossis Nachfolgern, nämlich Gerhard Unterluggauer, formte aus auch zu Saisonbeginn kriselnden Falken ein stabiles Team, das inzwischen auf Platz 10 liegt und deren Leistungskurve nach oben zeigt. Getragen wird die Mannschaft vor allem von drei Kanadiern. Während Brandon Alderson und Justin Maylan als gefährliches Duo in der ersten Sturmreihe wirbeln, gehört Jordan Heywood zu den offensivstärksten und komplettesten Verteidigern der Liga. Das Tor hütet inzwischen der Slowake Marcel Melichercik, der die Nachfolge von Andrew Hare antrat.
Aus den letzten vier Partien holten die Neckarstädter neun Punkte und beeindruckten vor allem am letzten Wochenende, als sie gegen Bad Nauheim und Crimmitschau insgesamt 14 Tore erzielten. Die ersten beiden Aufeinandertreffen der laufenden Spielzeit entschieden die Kassel Huskies mit 2:1 und 3:0 für sich.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
ESVK gewinnt mit 5:2 gegen die Bayreuth Tigers - Starkes Schlussdrittel ebnet vor 2554 Zuschauern den Weg zu drei Punkten - Joey Lewis mit Doppelpack
Die Zuschauer sahen ein recht ansprechendes erstes Drittel, in dem der ESVK die tonangebe Mannschaft war. Aber die Gäste konnten immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen. Bereits in der ersten Minute eröffnete sich für Valentin Busch eine große Chance aufgelegt durch den agilen Chouinard. In der vierten Minute konnte sich Steven Billich mit einer schönen Einzelleistung durchsetzen, in scheiterte aber knapp an Hartung im Tor der Gäste. Die zwingenderen Aktionen hatte aber fortan der ESVK, vor allem im Powerplay. So fiel in der Konsequenz auch in der 10. Minute das 1:0 Powerplay durch Joey Lewis, die Vorlagen kamen von Charlie Sarault und Sami Blomqvist. In der 11. Minute bekamen die Joker eine kalte Dusche. Einer der angesprochenen gefährlichen Gegenangriffe führte ausgerechnet in eigener Überzahl zum Ausgleich. Chouinard setzte Luciani ein, der Stefan Vajs überwinden konnte. Die Allgäuer hatten noch einige Gelegenheiten, um selbst wieder in Führung zu gehen, konnten aber in Durchgang eins leider keinen weiteren Treffer erzielen.
Im zweiten Durchgang waren die Hausherren zunächst bemühten die Führung auszubauen. In der 23. Minute hatten nacheinander Steven Billich und Max Schmidle gute Gelegenheiten. Anschließend bekam Bayreuth ein Überzahlspiel zugesprochen, welches sie anfangs gut Gestalten konnten. Als dann ein weiterer Kaufbeurer die Strafbank hüten musste, zeigten sich die Tigers im 5:3 Powerplay aber zu statisch, so dass der ESVK gut über die Zeit kam. Im Laufe des Drittels wurde das Spiel immer zerfahrener. Die Gastgeber hatten zunehmend Schwierigkeiten geordnet aus dem eigenen Drittel zu kommen. Auch die Gäste konnten nicht wirklich viele Akzente setzen, wirkten aber gegen Ende des zweiten Spielabschnittes gefährlicher. Nachdem beide Teams sich weitestgehend neutralisierten, ging es mit dem unveränderten Spielstand von 1:1 in den Schlussabschnitt.
Das letzte Drittel begannen die Hausherren sehr engagiert, aber nach einem anfänglichen Schwung verflachte die Partie wieder ein wenig. Es brauchte einen Weckruf der Bayreuth Tigers, der in der 46. Minute in Form eines Gegentreffers im Konter durch den heute zweimal erfolgreichen Gästestürmer Luciani. Die Vorlagen kamen von Chouinard und Linden. Seit dem Drittelbeginn hatte Coach Andi Brockmann auch die Reihen umgestellt. Sami Blomqvist spielte nun an der Seite von Joey Lewis und Charlie Sarault. Nun war der ESVK „on fire". In Minute 48 konnte Steven Billich auf dem Weg zum Tor nur durch ein Foul gestoppt werden. Den dafür verhängten Penalty verwandelte er souverän. Die Allgäuer drängten und lange mussten sie nicht auf den nächsten Treffer warten. In der 52. Minute erzielte Joey Lewis, dessen Vertragsverlängerung bis 2020 heute bekannt gegeben wurde, die Vorlage gab Sami Blomqvist. Bereits zwei Minuten später konnte Florian Thomas auf Vorlage von Philippe de Paly und Florin Ketterer aus spitzem Winkel das 4:2 erzielen. Gästetrainer Sergej Waßmiller riskierte nun alles und nahm Torhüter Hartung zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dies konnte Christopher Kasten auf Pass von Charlie Sarault nutzen und erzielte so den fünften Treffer für die Wertachstädter in das verwaiste Tor der Gäste aus Franken. Das war zugleich der Schlusspunkt in der Partie. Der Sieg war absolut verdient, auch wenn er vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen ist. Die Gastgeber spielten die letzten Minuten noch herunter und konnten wieder einen Heimsieg feiern.
Sergej Waßmiller zum Spiel seiner Mannschaft: „Wir hatten Anlaufschwierigkeiten im ersten Drittel, kamen dann im zweiten Drittel besser ins Spiel, konnten die Führung erzielen, aber zwei Fehler, die der ESVK bestraft hat, haben für die Niederlage gesorgt. Mein Team kämpfte und wurde dafür leider nicht belohnt."
Andreas Brockmann zum Spiel des ESVK: „Es war, wie erwartet ein schweres Spiel. Daheim sind wir im Moment mehr unter Druck und die Chancenverwertung funktioniert nicht so gut. Im zweiten Abschnitt waren wir zunächst besser. Ich bin stolz auf die Jungs, die gut gekämpft haben im letzten Drittel. Der verwandelte Penalty war natürlich sehr wichtig, um das Spiel zu gewinnen."
Deggendorfer SC (OLS)
Trotz 0:3 Rückstand: DSC siegt dank toller Moral
Furioser Abend in der Festung an der Trat. Gegen den Tabellenachten
aus Lindau lag die Sicinski-Truppe zunächst mit 0:3 in Rückstand,
drehte diese Partie aber vor knapp 1200 Zuschauer noch in einen 4:3
Heimsieg und sicherte sich am Ende doch noch verdient die drei Punkte.
Vor dem Spiel mussten die Hausherren allerdings schon eine
Hiobsbotschaft hinnehmen. Benedikt Böhm zog sich am letzten Wochenende
eine Handgelenksverletzung zu und droht nun mehrere Wochen
auszufallen. Seine Position neben Kyle Gibbons und Curtis Leinweber
nahm damit Santeri Ovaska ein.
Zu Beginn starteten die Hausherren mit einigen brandgefährlichen
Chancen, konnten aber Velm im Gästetor nicht überwinden. Wie man es
besser macht, zeigte dann Lindaus Andreas Farny, als er in der 8.
Minute mit einem trockenen Schuss Daniel Filimonow im DSC-Tor
überwand. Doch damit nicht genug. In der Folgezeit traten die
Deggendorfer zunehmend verunsichert im eigenen Verteidigungsdrittel
auf und kassierten durch Mlynek (18.) und Paul (19.) noch zwei weitere
Treffer, sodass der DSC mit einem 0:3 in die erste Pause ging. In der
Kabine reagierte Sicinski prompt, fand die richtigen Worte und
tauschte Daniel Filimonow im Tor gegen Cody Brenner. Dies zeigte auch
sofort Wirkung, denn die Hausherren starteten zielstrebig und
aggressiv in den zweiten Abschnitt. In der 27. Spielminute war der
Bann endgültig gebrochen, als Dimitri Litesov einen Schuss von Marius
Wiederer ins Lindauer Tor abfälschte. Die Gäste taten sich nun schwer
gegen immer stärker werdende Deggendorfer, die knapp zwei Minuten
später für das nächste Tor sorgten. Dieses Mal war es Andreas Gawlik,
der mit einem harten Schuss für das 2:3 sorgte. Trotz weiterer
Gelegenheiten fiel kein weiterer Treffer mehr im zweiten Abschnitt.
Das Schlussdrittel begann dann gleich mit einem Paukenschlag. Der DSC
zog in der 43. Spielminute sein starkes Powerplay auf und letztlich
war es Milos Vavrusa, der mit einem präzisen Handgelenksschuss für den
vielumjubelten Ausgleich sorgte. Als dann Robert Peleikis sieben
Minuten vor Ende der Partie mit einer schönen Einzelleistung für das
4:3 sorgte, brachen dann alle Dämme. Angepeitscht durch die Jubelrufe
der Deggendorfer Fans brachten die DSC-Cracks das Ergebnis über die
Zeit und sicherten sich damit die drei Punkte. Einziger
Wehrmutstropfen in dieser Partie war das Ausscheiden von Kyle Gibbons
im zweiten Drittel. Der aktuelle Topscorer prallte unglücklich mit
seinem Sturmpartner Curtis Leinweber zusammen und wurde mit Verdacht
auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Der US-Boy kehrte
allerdings zum dritten Drittel wieder ins Stadion zurück und verfolgte
das Spiel seiner Kollegen von der Bande aus.
Für den Deggendorfer SC geht es nun am kommenden Dienstag weiter. Am
zweiten Weihnachtsfeiertag trifft man auswärts auf die Selber Wölfe.
Spielbeginn ist um 18 Uhr.
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders im Weihnachtsderby gegen Sonthofen
Ein Weihnachtsderby am zweiten Feiertag (18 Uhr) zuhause gegen die Sonthofen Bulls und gleich zwei Tage später das Rückspiel im Allgäu. Für die EV Lindau Islanders wird es alles andere als besinnlich werden in den nächsten Tagen in der Oberliga Süd.
Diese nächsten beiden Partien versprechen ein großes Spektakel zu werden, sind die Bulls doch einer der direkten Konkurrenten der Lindauer im Kampf um einen Platz unter den ersten acht Teams. Es sind richtungsweisende Spiele, um das ganz große Ziel zu erreichen, die erstmalige Teilnahme an der Meisterrunde der dritten Liga. Die „Showtime to Playoffs“ steht an.
Im Dreikampf zwischen Sonthofen, Lindau und Weiden sind aber die Allgäuer in der Pole Position und nicht nur aufgrund ihrer Form (vier Siege in den letzten sechs Spielen) Favorit auf einen der letzten beiden Play-Off Plätze. Zwar hat der ERC mit Fabio Carciola (jetzt Spielertrainer bei Landesligist Königsbrunn) einen Top- Spieler verloren, dafür aber gleich dreifach nachgelegt. Zunächst verpflichtete man den Deutsch- Letten Ralf Rinke, der seine Profikarriere wegen einer Dopingsperre unterbrechen musste, während der er rund 150 Mal in DEL und DEL2 auflief. Nachdem Verteidiger Vladimir Kames eingebürgert werden konnte, wurde dann noch als zweiter ausländischer Spieler Kyle Just vom DEL2- Klub Lausitzer Füchse verpflichtet, der in vier Spielen gleich vier Tore erzielte. Diese Stürmer sorgen für noch mehr Tiefe im Sonthofener Team, in dem der Augsburger Förderlizenzspieler Marco Sternheimer, Chris Stanley und Maximilian Hadraschek die besten Statistiken aufweisen. Verteidiger Noah Nijenhuis der aus Bruanlage kam, ergänzt zudem die Hintermannschaft des ERC, der in dieser Saison bereits 27 Feldspieler einsetzte.
„Sonthofen ist eine andere Mannschaft, als zu Saisonbeginn. Wir aber auch“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton, dessen Team zuletzt Ende Oktober auf Sonthofen traf. Damals schenkten die Islanders eine 3:1 Führung her und unterlagen in der Overtime mit 3:4 – die zweite Niederlage gegen die Allgäuer nach dem 1:5 zum Saisonauftakt. Was die Aufgabe der Lindauer weiter erschwert, ist die Tatsache, dass die Bulls offenbar schon im Derbymodus sind, schlugen sie doch ihren Erzrivalen Memmingen letzten Sonntag mit 5:3 und beendeten ihre drei Spiele währende Niederlagenserie gegen die Indians. Vielleicht können die Islanders ja auch den Spieß umdrehen und ihre Serie gegen den ERC beenden. „Wir werden alles dafür tun“, sagt EVL- Vorsitzender Bernd Wucher. „Dazu brauchen wir auch die Unterstützung unserer Fans und wir sind uns sicher, sie wird großartig sein.“
Denn traditionell herrscht bei Weihnachtsspielen in der Eissportarena immer eine besondere Stimmung – allein weil viele Lindauer auf Heimatbesuch am Bodensee sind. Diesmal wird die Atmosphäre noch einen Tick außergewöhnlicher sein, da die große Tombola mit 1200 Preisen zugunsten der Aktion „EVL hilft Tabea“ und der Islanders- Nachwuchsarbeit großen Raum in der sicherlich gut gefüllten Arena einnehmen wird.
Bei den Islanders wird Tim Brunnhuber nach abgelaufener Sperre wieder mit dabei sein. Da der Kader des EVL ohnehin sehr klein, der ein oder andere Spieler angeschlagen ist und Zdenek Cech weiter ausfällt, bleibt jeder Spieler wichtig. „Wir brauchen jeden Mann, am besten in Topform“, sagt Bernd Wucher. Gerade in Überzahl hat zuletzt die körperliche Anstrengung bei den Islanders die geistige Frische beeinträchtigt. Seit fünf Spielen warten die Lindauer hier auf ein Tor. Dass drei dieser Spiele dennoch gewonnen wurden, zeigt aber auch, mit welch großem Siegeswillen die Islanders zu Werke gehen. In den letzten Spielen des Jahres (am Donnerstag folgt das Derby in Sonthofen und am Samstag kommt um 18 Uhr Deggendorf zum Familientag in den Eichwald) werden diese Tugenden wieder einen ganz entscheidenden Charakter haben.
Memmingen Indians (OLS)
Viele Spenden, aber keine Punkte: Erneut knappe Niederlage für die Indians
Der ECDC Memmingen hat das Heimspiel gegen die Selber Wölfe knapp mit 4:3 verloren. Vor rund 1600 Zuschauern konnten die Indians zwar keine Punkte ergattern, aber am Ende des Tages rund 6000 Euro an die Kartei der Not spenden, was das „Spiel der Herzen“ erneut zu einem großen Erfolg machte.
Alles war angerichtet für einen unterhaltsamen und stimmungsvollen Eishockey-Abend. Die rund 1600 Zuschauer brachten den Hühnerberg zum Leuchten, waren doch vor der Partie blinkende Herzen gegen eine Spende verteilt worden. 6000 Euro kamen so zusammen und wurden von Vertretern der Indians, Hitradio RT1 Südschwaben und der VR-Bank Memmingen an die Kartei der Not überreicht.
Auf dem Eis waren beide Teams aber noch nicht in der Stimmung Geschenke zu verteilen und so sahen sich die Memminger gleich nach Beginn arg in die Defensive gedrängt. Die routinierten Gäste brauchten dann auch nur eine gute Minute, um erstmals in Führung zu gehen. Doch nach sieben Minuten dann die Antwort der Hausherren, die durch den starken Patrik Beck zum Ausgleich gelangten. Das erste Drittel ging aber trotzdem klar an die Wölfe, die das Spiel beherrschten. Folgerichtig stellte auch Geisberger mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her.
Im zweiten Drittel hatten sich die Memminger dann besser auf den Gegner eingestellt. Viel mehr Angriffe rollten nun auf das Tor der Selber und das sollte Wirkung zeigen: In der wohl stärksten Phase der Indians erzielten Patrik Beck und Dominik Piskor zwei Tore für die Gastgeber und drehten die Partie. Das Publikum war nun da und kam voll auf seine Kosten. Die große Chance auf einen weiteren Treffer hatte dann Verteidiger Lubor Pokovic, der bei einem Alleingang gefoult wurde und einen Penalty zugesprochen bekam. Diesen brachte der Defensivspezialist allerdings nicht im Tor unter und verpasste somit eine mögliche Vorentscheidung. Dies war doppelt bitter für die Indians, denn kurz vor Drittelende glichen die Gäste aus Oberfranken durch Moosberger aus.
Im letzten Abschnitt sahen die Zuschauer dann ein enges Spiel, aber erneut mit dem schlechteren Ende für die Indians. In der 52. Minute, als der ECDC in Unterzahl agieren musste, erzielte Selbs Kontingentstürmer Kyle Piwowarczyk den Siegtreffer für die Wölfe und sicherte ihnen die drei Punkte kurz vor Weihnachten. Die Memminger versuchten zwar mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzielen, Selbs Torhüter Deske ließ sich aber kein weiteres Mal überwinden. Somit gehen die Indians, nach tollem Kampf, erneut leer aus. Weitere Punkte werden aber bereits in den nächsten Tagen zu gewinnen sein. Das Programm der Maustädter sieht zwei Partien gegen Weiden vor (26./28. Dezember), ehe die Selber Wölfe einen Tag vor Silvester die Indians in Franken empfangen.
Starbulls Rosenheim (OLS)
Mit Reichel-Hattrick: Starbulls besiegen Regensburg zweistellig
Die Starbulls Rosenheim haben am 24. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd die hoch gehandelten Eisbären Regensburg mit 10:2 besiegt. 2.493 Zuschauer sahen im Rosenheimer emilo-Stadion eine spektakuläre Partie mit sehenswerten Toren der gastgebenden Starbulls, die defensiv wie offensiv über 60 Minuten überzeugten und den Gästen spielerisch und kämpferisch überlegen waren. Viermal trafen die Hausherren in Überzahl. Yannick Wenzel und Dominik Daxlberer trafen doppelt, Thomas Reichel konnte gar einen Hattrick verbuchen.
Beide Teams mussten einige Ausfälle kompensieren. Bei den Gästen aus Regensburg fehlten verletzungsbedingt neben Stürmer Franz Mangold mit Sebastian Wolsch, Korbinian Schütz und Sebastian Alt drei Verteidiger. Dafür feierte der Ex-Rosenheimer Leopold Tausch Comeback. Er stürmte in der ersten Reihe neben den Topscorern Arnoldas Bosas und Nikola Gajovsky. Eine Premiere im Trikot der Eisbären hatte der für den verletzten Peter Holmgren kürzlich nachverpflichtete Justin Schrörs – er stand erstmals zwischen den Holmen des Regensburger Tores.
Die Starbulls mussten auf die erkrankten Stürmer Jussi Nättinen und Petri Lammassaari verzichten, spielten also ohne ausländischen Akteur. Erstmals in der laufenden Saison in einem Spiel der Starbulls auf dem Eis stand nach langer Verletzungspause Michael Rohner, der mit Christoph Gottwald ein Verteidigerpaar bildete. Das Rosenheimer Tor hütetet wie am vergangenen Wochenende Luca Endres, die eigentliche Nummer eins Lukas Steinhauer übernahm nach längerer Verletzungspause den Part als Backup.
Die erste Chance der Partie hatten die Gäste. Nico Kroschinski zielte bei einem Break knapp vorbei (3.). Fortan dominierten aber die Gastgeber der Partie. Bemerkenswert im Team des Tabellenzweiten war nicht nur das in allen Zonen geschickte Zweikampfverhalten, sondern auch die Balance zwischen konsequentem Defensivspiel und inspirativen Offensivaktionen. Immer wieder begeisterten die Starbulls mit schönen Spielzügen, die der Gegner aus der Donaustadt selten effektiv verteidigen konnte. In der 4. Spielminute hatten mit Tobias Draxinger, Michael Baindl und Dominik Daxlberger gleich drei Rosenheimer binnen weniger Sekunden den ersten Treffer auf dem Schläger. Die verdiente Führung erzielte schließlich Thomas Reichel nach einer klasse Kombination mit Michael Fröhlich, wobei Gästekeeper Schrörs auf sich alleine gestellt und beim Abschluss ins kurze Eck machtlos war – 1:0 (8.). Zwei Minuten später legte Reichel nach und staubte im Powerplay zum 2:0 ab, nachdem Manuel Neumann bereits die Chance hatte, ins leere Tor zu vollenden, aber die schwierig zu nehmende Scheibe nicht optimal traf (10.). Nikola Gajovski hätte danach zum 2:1, Michael Fröhlich zum 3:0 treffen können. Dann verhinderte Luca Endres mit einer Glanzparade gegen Tomas Gulda den möglichen Regensburger Anschlusstreffer (14.).
Die 2.493 Zuschauer verabschiedeten die Mannschaften nach einem sehenswerten ersten Drittel mit Applaus in die Kabinen – noch nicht wissend, dass ihnen ein spektakulärer und aus Rosenheimer Sicht hervorragender zweiter Spielabschnitt bevorstand. Ganze 18 Sekunden waren nach Wiederbeginn gespielt, als Tobias Draxinger die Scheibe im Rahmen einer nach Powerplay aussehenden Spielsituation an Torwart Schrörs vorbei zum 3:0 in die Maschen setzte. 28 Sekunden danach verkürzte Leopold Tausch aus kurzer Distanz auf 3:1, nachdem Arnoldas Bosas eine Unachtsamkeit in der Rosenheimer Verteidigung nutzte und gedankenschnell den freistehenden Torschützen bediente. Ganze acht Sekunden später – es lief noch immer die 21. Spielminute – konnte sich Yannick Wenzel beim Abschluss aus zentraler Position quasi die Ecke aussuchen, schoss aber genau den Regensburger Torwart an. Danach hatten die Starbulls binnen weniger Sekunden gleich dreimal die Chance zu einem Unterzahltreffer, ehe sich nach einem Foul an Rosenheims Fabian Zick die Emotionen bei einigen Akteuren entluden, insbesondere bei Michael Baindl und Arnoldas Bosas, die sich einen intensiven Fight lieferten.
Dass in der Folge die Gäste mit zwei Spielern mehr agieren durften, war nur schwer nachvollziehbar. Doch die Starbulls lamentierten nicht, sondern entschärften die kritische Situation konzentriert und geschickt. Yannick Wenzel hatte die nächste Chance zu einem Unterzahltor. Und als die Starbulls schließlich selbst in Überzahl spielten, belohnte sich Wenzel endlich und tunnelte Torwart Schrörs, dem die Sicht verdeckt war, aus der Halbdistanz zum 4:1 (26.). Die Gäste wirkten nun völlig überfordert. Fabian Birner hakte gegen den frei auf den Torwart zufahrenden Christoph Echtler, konnte das 5:1 damit aber nicht verhindern, denn Echtler verwerte den fälligen Strafschuss souverän (27.). Damit war die Premiere für Schrörs im Eisbären-Tor beendet und Jonas Leserer übernahm. Doch in der 31. Minute war auch er erstmals geschlagen. Die Starbulls hatten in Überzahl stark kombiniert, Manuel Neumann spielte den finalen Diagonalpass perfekt und Dominik Daxlberger schloss aus spitzem Winkel zielgenau ab zum 6:1. Die Starbulls spielten wie entfesselt weiter, so dass der nächste Treffer nur eine Frage der Zeit war. Thomas Reichel erzielte ihn schließlich per Abstauber und machte damit seinen Hattrick perfekt. Spektakulär war die Vorarbeit von Draxinger, der nach einem unwiderstehlichem Solo am Pfosten scheiterte (36.).
Die Gäste aus Regensburg mussten in der zweiten Pause nicht nur den 7:1-Rückstand, sondern auch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe für Trainer Joseph Heiss verdauen, der beim Gang vom Eis von Hauptschiedsrichter Ruben Kapzan zunächst mit einer kleinen Bankstrafe belegt wurde und schließlich den Verweis auf die Tribüne erhielt. Auch deshalb konnten die Hausherren zu Beginn des letzten Drittels mit zwei Spielern mehr agieren. Und anders als der Gegner im zweiten Spielabschnitt schlugen die Starbulls daraus Kapital. Matthias Bergmann versenkte das Spielgerät per Schlagschuss millimetergenau im linken oberen Toreck zum 8:1 (42.). Auch beim 9:1 durch Dominik Daxlberger nach Zuspiel von Michael Baindl nur eine gute Minute später standen fünf Rosenheimer drei Regensburger Feldspielern auf der Eisfläche gegenüber (43.). Die Partie wogte nun entbunden von taktischen Zwängen hin und her. Arnoldas Bosas verkürzte auf 9:2 (45.), ehe Yannick Wenzel mit seinem zweiten Treffer unhaltbar unter die Latte den Schlusspunkt zum 10:2 setzte (52.). Er hatte erfolgreich auf einen Regensburger Scheibenverlust hinter deren Tor spekulierte und vollendete in bester Torjägermanier.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Unglückliche Niederlage in Timmendorf
Die Crocodiles Hamburg haben am Freitagabend das Auswärtsspiel beim EHC Timmendorfer Strand 06 mit 4:2 (1:1/1:1/02) verloren. Vor 846 Zuschauern war der kleine Kader von Trainer Herbert Hohenberger lange das bessere Team, erspielte sich ein Chancenplus von 37 zu 49 Schüssen – es haperte allerdings erneut am Abschluss.
Lange Zeit sah es gut aus für die Gäste, die sich zweimal eine Führung erspielten. Zunächst war es Thomas Zuravlev, der in Überzahl von der rechten Seite mit einem Direktschuss das 0:1 markierte (11.). Doch die Timmendorfer hatten kurz vor der Pause die Antwort parat und glichen, ebenfalls in Überzahl, durch einen Schlagschuss von der blauen Linie wieder aus (20.). Der Torschütze war Ex-Krokodil Lukas Gärtner.
Auch im zweiten Abschnitt legten die Crocodiles vor. Semjon Bär traf im Nachschuss zum 1:2 (22.) Es folgten zahlreiche Chancen für die Hamburger, die Scheibe landete allerdings im Tor von Kai Kristian. Ein Fehlpass im eigenen Drittel nutzte Daniel Clairmont zum 2:2 (32.).
Im Schlussabschnitt hatte Thomas Zuravlev mit einem Penaltyschuss die größte Gelegenheit, Hamburg wieder in Führung zu schießen. Die zahlreich mitgereisten Crocodiles-Fans sahen den Puck auch schon im Tor, doch Jordi Buchholz konnte den Rückstand für sein Team mit einer starken Reaktion im letzten Moment verhindern (47.). Es verging nicht mal eine Minute, da bewahrheitete sich eine uralte Weisheit: Wer vorn nicht trifft, wird hinten bestraft. So war es Kevin Kunz, der in Überzahl einen Schuss ins Hamburger Tor abfälschte (48.). Ein letztes Aufbäumen der Crocodiles wurde nicht mehr belohnt. Stattdessen setzte Timmendorf in Person von Max Wasser mit dem 4:2 den Schlusspunkt (50.).
„Wir waren hier heute das bessere Team, haben aber wieder unsere Chancen nicht verwertet. Ein Penalty, das leere Tor nicht getroffen, hinzu kommen zwei individuelle Fehler, die gleich zu Gegentoren führen“, sagte Semjon Bär, der in den letzten vier Spielen zwei Tore erzielte. Auch der Trainer bemängelte die Chancenverwertung. „Wir waren die ganze Zeit am Drücker, machen dann aber Fehler in der Defensive. Das darf eben nicht passieren. Es ist wirklich traurig, ich wollte mit einem Sieg Weihnachten feiern. Aber der Einsatz hat heute gestimmt, am Dienstag geht es gegen Timmendorf weiter.“
Die jungen Spieler Paul Mattwich und Leo Prüßner erlebten an diesem Abend die ersten Einsätze in der Oberliga. Letzterer wurde auf Seiten der Crocodiles zum Spieler des Abends gewählt.
Herner EV (OLN)
ECC Preussen Berlin - Herner EV 2 : 11 (0:4,2:4,0:3)
Mit einem klaren 11:2-Auswärtserfolg im Gepäck konnte der Herner EV am Freitagabend die Heimreise aus der Bundeshaupt antreten. Der Sieg bei den Berliner Preussen war zu keiner Zeit in Gefahr. Da allerdings auch die Mitkonkurrenten im Kampf um den Einzug in die Meisterrunde punkten konnten, wird es nun von den letzten beiden Spieltagen abhängen, ob die Gysenberger noch den 7. Tabellenplatz erreichen können.
Das Team des neuen Trainers Uli Egen machte von Beginn an sehr viel Druck und hatte schnell Erfolg mit seinen Angriffen. Binnen 4 ½ Minuten konnten Brad Snetsinger und zweimal Aaron McLeod zwischen der 8. und 12. Spielminute frühzeitig mit einer 3:0-Führung die Weichen auf Sieg stellen. Vor der ersten Pause konnte Philipp Kuhnekath sogar noch den vierten Herner Treffer erzielen. Auch im zweiten Drittel ging das Tore schießen munter weiter. Ein Doppelschlag zwischen der 24. und 25. Minute durch die Verteidiger Michel Ackers und Sebastian Eickmann brachte ein 0:6 auf der Anzeigentafel, bevor die Preussen in der 29. Minute durch Aron Wagner zu ihrem ersten Treffer kamen. Dann waren die Gysenberger aber wieder an der Reihe. Brad Snetsinger mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend sowie Lois Spitzner markierten mit dem nächsten Doppelschlag zwischen der 32. und 34. Minute die Treffer Nummer sieben und acht. Auch die Berliner konnten in der 38. Minute mit dem 2:8 durch Daniel Volynec noch einmal Ergebniskosmetik betreiben.
Im letzten Abschnitt flachte die Partie dann etwas ab. Die Berliner kamen besser ins Spiel, wobei die Partie schon ab dem zweiten Abschnitt ruppiger wurde. Trotzdem traf der HEV noch weitere drei Mal. Zwei Mal war es Thomas Richter in Folge, der mit dem 2:9 (dem 100. Treffer der Gysenberger in der bisherigen Saison) und dem 2:10 erfolgreich war. Den Schlusspunkt setzte Aaron McLeod mit seinem dritten Treffer der Partie 22 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:11. Bemerkenswert aus Sicht des HEV: Sechs der elf Tore wurden in Überzahl erzielt. Zwei Treffer konnten sogar in Unterzahl verbucht werden, auch das verdeutlicht die Überlegenheit der Gysenberger an diesem Abend. Leider gibt es allerdings auch einen Wermutstropfen, denn Darren Mieszkowski konnte die Fahrt nach Berlin nicht mit machen. Bei ihm wurde am Donnerstag eine Verletzung diagnostiziert, die ihm einige Zeit ungewollter Pause bringt.
Am 2. Weihnachtstag treffen ab 18:30 Uhr beide Teams erneut aufeinander, dieses Mal in Herne. Erneut ist dann ein Sieg für den HEV Pflicht, von daher lohnt sich zum Abschluss der Weihnachtstage ein Besuch am Gysenberg um die Mannschaft zu unterstützen.
EV Füssen (BYL)
Starke Auswärtsleistung beim Favoriten Landsberg wird nicht mit Punkten belohnt
Ein tolles Eishockeyspektakel boten der HC Landsberg und der EV Füssen den 1150 Zuschauern am Freitagabend. Beim 5:4-Sieg (3:1, 1:2, 1:1) des gastgebenden Tabellendritten war der EVF über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Dabei wurde ein 1:3 bzw. 2:4-Rückstand aufgeholt, ehe wie bereits im Hinspiel Daniel Menge in Überzahl der Siegtreffer gelang.
Neben Wiedemann, Platzer und Keller musste der EVF diesmal auch auf Tobias Meier und Florian Simon verzichten. Doch Füssens Trainer Thomas Zellhuber machte aus der Not eine Tugend und beorderte mit Landerer, Zelenka und Seitz drei Nachwuchsspieler in den Kader. Nach Möglichkeiten auf beiden Seiten schloss HCL-Stürmer Markus Kerber ein Solo zur Führung ab, und während Oppenberger in Überzahl aus kurzer Distanz scheiterte, nutzte Dennis Sturm einen Fehlpass des EVF zum 2:0. Die River Kings drückten in der Folge auf den dritten Treffer, in Unterzahl enteilten aber Ron Newhook und Nikolas Oppenberger, welcher gekonnt zum Anschluss vollendete. In der 19. Minute Pech für die Schwarz-Gelben, als der starke HCL-Goalie Schedlbauer einen Schuss von Zelenka noch von der Linie kratzte, und im direkten Gegenzug auf Penalty für die Gastgeber entschieden wurde. Dennis Sturm nutzte die Chance zum 3:1.
Nachdem ein Überzahlspiel dem EVF trotz gefälliger Puckstafette nichts einbrachte, hatte Landsberg mehrere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Es war aber Ondrej Zelenka, der in seinem erst vierten Spiel im Seniorenbereich die Scheibe zum 3:2 in den Winkel setzte. Die Antwort folgte aber prompt durch den dritten Treffer von Dennis Sturm. Kerber, Gegenzug Schmid, Slavicek, Gegenzug Besl – beide Teams kreierten auch in der Folge hochkarätige Torchancen am Fließband und sorgten für ein offensives Spektakel. Als Füssen nach einem Pfostentreffer der Heimmannschaft in der 38. Minute in doppelte Überzahl kam, brannte es gehörig vor dem HCL-Kasten, und als ein Treffer durch ein Handspiel im Torraum verhindert wurde, entschied der Unparteiische sofort auf Penalty. Oppenberger scheiterte aber denkbar knapp am Außennetz. Trotzdem führte das Powerplay im Anschluss zum 4:3 durch Ron Newhook. Sieben Sekunden vor Drittelende wanderte Veit Holzmann nach einem harten Bandencheck noch auf die Strafbank, die Gastgeber forderten eine Spieldauerstrafe wegen Verletzungsfolge. Es wurde aber eine kleine Strafe verhängt, und Dennis Neal konnte im letzten Abschnitt auch wieder mitwirken.
Hier war es Marvin Schmid, der nach der abgelaufenen Strafzeit den Ausgleich markierte, und das Spiel wieder völlig offen machte. Eine kleinliche Strafe wegen „Unkorrekter Ausrüstung“ gegen Zelenka nutzte Landsberg aber dann drei Minuten später durch Daniel Menge zum Siegtreffer. Füssen musste nun aufmachen und ermöglichte so einige Konterchancen, die Andi Jorde jedoch zunichte machte. Auf der Gegenseite hatte Besl in der 50. Minute die größte Chance zum Ausgleich. Landsberg zeigte sich aber auch sehr abgebrüht, und nach einem Foul von Wedl in der 57. Spielminute schaffte man es, auch Kavanagh mit auf die Strafbank zu nehmen. Zellhuber sorgte trotzdem für ein Überzahlspiel, indem er Jorde bereits gegen einen zusätzlichen Feldspieler eintauschte, Oppenberger und Velebny scheiterten aber knapp. Es blieb beim 5:4 für Landsberg, dass sich insgesamt den Sieg durch mehr Biss vor dem Tor und clevere Aktionen in entscheidenden Spielszenen verdiente. Der EVF hielt aber voll dagegen, und zeigte bei einem der Aufstiegsfavoriten eine starke Auswärtspartie, weshalb die vielen mitgereisten Fans ihr Team trotz der Niederlage feierten. (MiL)
Passau Black Hawks (BYL)
Black Hawks am 26.12. gegen Spitzenteam Dorfen - Weihnachtsspiel und Verlosung zum Heimspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag
Die Fans der Passau Black Hawks werden in diesem Jahr wieder mit einem sogenannten „Weihnachtsspiel“ belohnt. Die Passau Black Hawks treffen am zweiten Weihnachtsfeiertag um 18.30 Uhr auf die Spitzenmannschaft aus Dorfen. Dabei können sich die Zuschauer in der Passauer EisArena nicht nur auf ein tolles Eishockey Spiel freuen, nein auch das Rahmenprogramm wird für Spannung und Unterhaltung sorgen. Der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper wird das Eröffnungsbully vornehmen und den Passau Black Hawks zum runden Geburtstag gratulieren. In der Drittelpause gibt es eine Eiskunstlaufdarbietung des TV Passau. Die Fans und Zuschauer können sich dann auch noch auf die Verlosung der Tombola zum Vereinsjubiläum freuen und daran teilhaben.
Bevor allerdings die Hauptpreise in der Passauer EisArena gezogen werden, muss die Mannschaft der Habichte gegen den Tabellenzweiten antreten. Ein Spiel welches den Black Hawks liegen dürfte. Bereits gegen Höchstadt und Erding, konnten die Passau Black Hawks zwei Siege gegen favorisierte Teams feiern. Die Passauer EisArena glich dabei zweimal einem Tollhaus. Die Eispiraten Dorfen haben gerade einen Lauf und machen mit nur einem Punkt Rückstand mächtig Druck auf Tabellenführer Höchstadt. So werden die Oberbayern auch die Partie in Passau unbedingt gewinnen wollen um vielleicht am Ende, den großen Favoriten aus Franken die Tabellenführung streitig zu machen. Zählen kann Dorfen dabei auf ihren Kontingentspieler Lukas Miculka. Sagenhafte 55 Scorerpunkte hat der 28 jährige Tscheche bereits erzielt.
Die Passau Black Hawks müssen also ihre Stärke als Team und Mannschaft ausspielen. Einsatz, Kampfgeist, Leidenschaft und Disziplin haben zuletzt gegen die Top Teams der Liga den Unterschied ausgemacht. Genau mit diesen Tugenden sollen auch die Eispiraten zu Fall gebracht werden. Dazu kommt der sensationelle Rückhalt von den Rängen in der Passauer EisArena. Die Zuschauer verwandeln die EisArena Spiel für Spiel in einen Hexenkessel. Viele Auswärtsteams haben mit den Emotionen in der EisArena teilweise ihre Probleme und lassen sich zu Fehlern verleiten. „Das wird wieder ein Spiel wo wir nichts zu verlieren haben. Trotzdem gilt für uns nur eins: Wir wollen die drei Punkte holen.“ gibt Trainer Ivan Horak die Richtung vor. Dabei kann das Passauer Trainergespann erstmals in dieser Saison auf drei volle Reihen setzen. „Gerade gegen Ende der Vorrunde ist es wichtig das die Qualität und die Quantität im Kader stimmt. Da sind wir in der entscheidenden Phase der Saison gut aufgestellt und hoffen das alle Spieler gesund bleiben.“ So der sportliche Leiter Christian Zessack.
Im Anschluss an das Spiel können die Zuschauer dann hoffentlich einen Heimsieg bejubeln und gemeinsam mit dem Team das Jahr 2017 ausklingen lassen. Dann findet die Verlosung zum 20 jährigen Vereinsjubiläum statt. Neben einem Porsche Wochenende und VIP Karten für die Allianz Arena gibt es viele weitere tolle Preise zu gewinnen. Lose können am Fanshop erworben werden.
Tickets für das Heimspiel am 26.12 um 18:30 Uhr gegen Dorfen, erhalten Sie im Vorverkauf beim Reisebüro Eichberger (Fußgängerzone) und der Tankstelle Färber in Passau Maierhof. Die Abendkasse öffnet um 17:30 Uhr. –czo
Forst Nature Boyz (BLL)
Nature Boyz unterliegen Aibdogs klar - In Bad Aibling gab es nichts zu holen
Die Reise zu den Aibdogs am Freitag war ein Himmelfahrtskommando, denn neben dem personell stark dezimierten Kader der Forster, nur 13 Feldspieler standen auf dem Spielberichtsbogen, mußten im Lauf des Spieles drei weitere Akteure wegen Verletzung die Segel streichen, so verwundert die klare 12:4 (5:1, 4:2, 3:1)-Niederlage nicht wirklich.
Einen optimistischen Start verzeichneten die Gäste, konnte doch bereits in der 2. Spielminute Bastian Grundner auf Zuspiel von Roberto Gangemi und unter gütiger Mithilfe des Heimtorwartes mit 0:1 die Führung erzielt werden. Nach zwei weiteren Möglichkeiten der Nature Boyz schlugen die Aibdogs zurück. Innerhalb 4 Minuten gingen sie mit 3:1 in Front. Bis zu diesem Zeitpunkt schien der Tag für Torhüter Mathias Zink beendet zu sein, denn Trainer Josef Bachmeier brachte Andreas Scholz. Dieser war noch nicht lange auf dem Eis, schon mußte er den Treffer zum 4:1 in Überzahl der Gastgeber hinnehmen. Der Sturmlauf der Aibdogs nahm Fahrt auf, Scholz konnte aber einige Angriffe entschärfen. In der 18. Minute war er chancenlos, als die Gastgeber auf 5:1 per Alleingang erhöhten. Kurz vorher war Markus Schneider mit einem Alleingang gescheitert.
Im zweiten Spielabschnitt wollten die Einheimischen ihren Sturmlauf fortsetzen, doch sie fanden ihren Meister in Andreas Scholz. Als dann in der 29. Spielminute Manuel Weninger auf Zuspiel von Daniel Ebentheuer in Unterzahl auf 5:2 verkürzen konnte, keimte die Hoffnung auf, dass das Spiel noch nicht verloren sein könnte. Die Nature Boyz konnten immer wieder ihre Angriffe starten, wenn auch die Aktionen teilweise zu überhastet wirkten, so ergaben sich Chancen zum Torerfolg. In der 34. Spielminute waren sie einen Mann mehr auf dem Eis, doch der Vorteil wurde doppelt bestraft. Nach einem Fehler im Spielaufbau konnte Sebastian Stuffler allein auf Torhüter Andreas Scholz zufahren. Er versenkte die Scheibe zur 6:2-Führung, für Scholz war das Spiel beendet, denn er verletzte sich wieder am Knie. Die Aibdogs wurden jetzt für ihre Angriffsbemühungen belohnt, denn innerhalb von 3 Minuten schraubten sie das Ergebnis auf 9:3. Zwischenzeitlich verzeichnete Manuel Weninger seinen zweiten von drei Treffern zum 8:3-Zwischenstand.
Im letzten Spielabschnitt schwanden die Kräfte der Forster, zudem gesellte sich Markus Schneider zum Lazarett, nachdem ihn ein Schuß am Schienbein traf. Auch Markus Neumaier wurde mit dem Schläger an der Nase getroffen, seine Platzwunde mußte genäht werden. Die logische Folge aus der Pechsträhne war, dass die Gastgeber noch dreimal ins Schwarze trafen, während Manuel Weninger seinen 3. Treffer des Abends erzielte.
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Der EHC ist wieder in der Spur
Mit einem deutlichen 11:3 setzt sich der EHC Königsbrunn auswärts gegen den direkten Konkurrenten SE Freising durch. Nach einem eher gemächlichen Start reichte ein starkes Mitteldrittel zum hochverdienten Sieg über die „Black Bears“.
Trainer Fabio Carciola konnte für die Partie auf fast seinen kompletten Kader zurückgreifen, musste aber noch auf den erkrankten Danny Grünauer und den beruflich verhinderten Moritz Lieb verzichten. Dabei begann der EHC furios und schloss gleich seinen ersten Angriff mit einem Treffer von Lukas Fettinger ab. Doch nur zwei Minuten später durften auch Freising zum ersten Mal jubeln, als Patrick Holler zum 1:1 einschoss. Königsbrunn hatte aber von Anfang an mehr vom Spiel und erarbeitete sich einige gute Torchancen, leistete sich jedoch auch immer wieder kleinere Fehler. Diese blieben aber zum Glück ohne Folgen. Es dauerte bis zur 15. Spielminute, ehe Patrick Zimmermann in Überzahl zur verdienten 2:1 Führung einnetzte. Kurz vor der Drittelpause blieb Matthias Forster nach einem Check auf dem Eis liegen und musste vorzeitig die Partie beenden. Doch auch ohne ihn war noch genügend Qualität im Kader der Brunnenstädter.
Gleich nach Wiederanpfiff legte Patrick Zimmermann einen weiteren Treffer nach, und nur sechs Minuten später durfte sich auch noch Hayden Trupp in die Scorerliste eintragen. Königsbrunn lag jetzt mit 4:1 in Führung und dominierte die Partie nach Belieben. Freising hatte im Mittelabschnitt nur wenig dagegenzusetzen und große Probleme mit dem druckvollen Königsbrunner Spiel. In nur drei Minuten kassierten die Oberbayern drei weitere Treffer und lagen bis zum Ende des Spielabschnitts mit 8:2 zurück.
Auch nach dem Pausentee fanden die Black Bears kein Mittel gegen die pfeilschnell agierenden Spieler der Brunnenstädter. In den letzten 20 Spielminuten durfte dann auch mal der 17-jährige Goalie Leon Streicher für Königsbrunns Nummer eins Markus Kring das Tor hüten. Der EHC erzielte noch drei weitere Treffer und schaltete danach einen Gang zurück. Freising konnte nur noch einen letzten Treffer erzielen und verliert am Ende einer sehr fair geführten Partie mit 11:3 gegen befreit aufspielende Königsbrunner.
Damit zieht der EHC in der Tabelle an Freising vorbei und verbessert sich auf den sechsten Rang. Am zweiten Weihnachtsfeiertag empfängt Königsbrunn dann ab 18 Uhr die Selber Wölfe und wäre mit einem weiteren Sieg auf dem besten Weg in die Aufstiegsrunde. Ob Matthias Forster bis dahin wieder zur Mannschaft zurückkehrt ist noch unklar.
Coach Fabio Carciola war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Im ersten Drittel haben wir schwer ins Spiel gefunden, beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Im zweiten Abschnitt waren wir konzentrierter und haben unser Spiel gemacht. Nun müssen wir gegen Selb die nächsten Punkte holen und sind jetzt auf einem guten Weg.“
EHC Bayreuth 1b (BBZL)
Rote Drachen zum Jahresabschluss
Im letzten Spiel des Jahres in der Bezirksliga hat der EHC Bayreuth zum Rückspiel den ERC Regen zu Gast. Bully ist am Samstag wie gewohnt um 17:30 Uhr im Tigerkäfig.
Dass die „Red Dragons“ besser sind als ihr momentaner siebter Tabellenplatz, haben sie vor zwei Wochen gezeigt, als der EHC als Tabellenführer mit 5:7 den Kürzeren zog. Damals kam beim ERC erstmals der Tscheche Martin Nemec zum Einsatz, der zusammen mit seinem Bruder Jan für vier Tore und vier Assists verantwortlich zeichnete und damit entscheidend zum Überraschungssieg seiner Mannschaft beitrug. 12 Punkte bei 4 Siegen und 4 Niederlagen sind aber eine Bilanz, die nicht so recht das Vermögen der Truppe um Spielertrainer Marek Posmyk widerspiegelt.
Die Zimmer-Schützlinge brennen auf Wiedergutmachung und wollen mit drei Punkten das Jahr als Tabellenführer abschließen. Unterschätzen werden sie den Gegner wohl aufgrund des Vorergebnisses nicht mehr. Verzichten muss der Coach auf Marco Schrüfer und Horst Bärnreuther (private Gründe) sowie auf den langzeitverletzten Tobias Weise. Nicht mehr im Kader der Tigers ist Stürmer Alexander Dorsch, der sich zukünftig ausschließlich auf sein Studium konzentrieren will. Die U19-Spieler sind aber alle dabei und werden wieder viele Eiszeiten erhalten, um sich an die Seniorenluft weiter zu gewöhnen.
Umrahmt wird das Spiel durch unseren „Eishockey-Kindergarten“, der sich vor Spielbeginn auf dem Eis präsentieren wird.
Das nächste Spiel findet am 7. Januar um 18:00 Uhr bei der 1b der Mighty Dogs aus Schweinfurt statt. Es wird wieder ein Fanbus eingesetzt, der bereits gut gefüllt ist; Anmeldungen im Forum oder unters.ries @ehc-bayreuth.de. Das nächste Heimspiel folgt erst wieder am 3. Februar um 17:30 Uhr gegen den gleichen Gegner.
Dinslaken Kobras (RLW)
Ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk
10 Minuten lang sah es so aus, als sollte es ein weiteres Déjà vu der Kobras bei ihrem Auftritt im Neusser Südpark geben. Engagiert gingen die Hausherren zu Werke, und nach nur 64 Sekunden führten die Gastgeber bereits mit 1:0. Dominick Thum hatte in das Kobraherz getroffen, freundlich eskortiert von der Dinslakener Defensivabteilung. Den mitgereisten Kobrafans schwante nichts Gutes. Als dann Jamie Lindt nur gut 3 Minuten später die Anzeigetafel auf 2:0 stellte, schien alles seinen normalen Verlauf zu nehmen.
Doch die Sikorski-Truppe war an diesem Abend nicht bereit, das Spiel so einfach aus der Hand zu geben. In Kreisen der Niederrheiner besann man sich zum einen auf die eigenen Stärken, zum anderen wollte man die zuletzt erzielten Erfolge nicht einfach so verpuffen lassen. Gegenüber anderer Auftritte der Kobras in Neuss riss man sich diesmal zusammen: Ab der 5. Spielminute setzte man sich gezielt zur Wehr und Michal Plichta machte in Spielminute 6 auf Zuspiel von Philipp Heffler den Auftakt zum 7:2 (4:2; 1:0; 2:0) – Erfolg der Kobras über den Neusser EV. Von jetzt an kippte die Partie langsam aber sicher zugunsten der Gäste, die das Regiment im weiteren Verlauf auch nicht mehr aus der Hand gaben. Zugute kam den Kobras dabei die Tatsache, dass sich die Hausherren durch Strafzeiten immer wieder selbst die Möglichkeit nahmen, ins Spiel zurück zu finden. Dafür funktionierte das zuletzt gescholtene Überzahlspiel der Kobras an diesem Abend ausgezeichnet. Die Treffer 2 und 3 in der 12., bzw. 14. Spielminute durch Stefan Dreyer und Mark Essery, beide erzielt bei einfacher Überzahl, können dafür als Beleg sehr gut herhalten. Als dann Philipp Heffler in der 16. Minute das 4:2 der Giftschlangen erzielte, schürte dies bei den zahlreichen mitgereisten Kobra - Fans die Hoffnung auf den ersten Kobra – Sieg am Neusser Südpark seit der Erfindung der Glühbirne.
Im Mittelabschnitt blieben Kapitän Linda & Co. souverän und behielten durchweg die Kontrolle über Puck und Gegner. Sie waren laufbereit und einsatzfreudig, so dass die Zuschauer spürten, dass dieses Team nicht gewillt war, sich noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Schon seit Mitte des ersten Drittels war der Funke von der Mannschaftsleistung auf die Fans übergesprungen, die ihrerseits nun ihr Team lauthals nach vorne peitschten. Einziger Makel in diesem Abschnitt war, dass trotz Überlegenheit nur ein weiterer Treffer erzielt werden konnte. Kevin Wilson hatte in der 29. Spielminute Ken Passmann im Neusser Kasten überwinden können.
Auch im Schlussdrittel zeigten sich die Dinslakener überzeugend und belohnten sich selbst mit zwei weiteren Toren durch Alex Brinkmann und Mark Essery in der 44. Und 49. Spielminute, besiegten den „Südpark – Fluch“ und machten sich selbst und den Kobra-Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk.
Coach Sikorski zeigte sich im Anschluss an die Partie zufrieden: „Wir haben zwar schwach angefangen, aber wir haben nach der Hälfte des ersten Drittels die Kontrolle übernommen und sie auch nicht mehr aus der Hand gegeben. Jetzt sind wir wieder da, wo wir zum Ende der letzten Saison aufgehört haben und können jedem Gegner der Liga Paroli bieten, analysierte der Dinslakener Eishockeylehrer die Leistung seines Teams selbstbewusst.
Nach dem fünften Sieg in Folge kann man sich in Dinslaken jedenfalls nun ganz auf das bevorstehende Weihnachtsfest konzentrieren, bevor es zum Jahresausklang noch einmal in die Fremde geht. Denn am 29.12. steht für die Giftschlangen das letzte Spiel des Jahres an. Dann geht es zu den Herforder Dragons. Die Kobras werden bei den Westfalen sicherlich mit breiter Brust auflaufen, auch wenn sie eigentlich der Außenseiter sind. Doch im Moment ist ihnen alles zuzutrauen. Spielbeginn ist um 20:30 Uhr.
Zu guter Letzt möchten es die Kobras nicht versäumen, ihren Fans ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen und hoffen, dass wir uns alle im Anschluss gesund und munter wiedersehen.
Bären Neuwied (RLW)
Bären beenden 2017 mit 6:4-Heimsieg
Überzahlsituation für die Bären im Heimspiel gegen die Soester EG, etwas mehr als 28 Minuten sind gespielt. Dieser Schuss, den Stephan Fröhlich aus „Quarterback-Position" abgibt, ist ein Sinnbild für den Abend des Neuwieder Kapitäns. Der Puck springt vom Pfosten an die Schulter von Marvin Nickel und über diesen Umweg in die Tormaschen. Was Fröhlich im letzten Spiel des Jahres für den EHC „Die Bären" 2016 gegen die Bördeindianer anpackt, gelingt. Der Torjäger erzielt drei Treffer (1:0, 5:4, 6:4) selbst, bereitet zwei weitere vor und ist somit an fünf von sechs EHC-Toren beim 6:4-Heimsieg beteiligt. Für den ersten braucht „Happy" vor 611 Zuschauern nur 22 Sekunden. Schon zum fünften Mal in dieser Saison gehen die Neuwieder in der ersten Spielminute in Führung - genauso war's schon vor zwei Monaten beim letzten Soester Gastspiel in der Bärenhöhle. Und wie Mitte Oktober erweist sich der Tabellensiebte, wenn auch nur mit zwölf Feldspielern auf dem Eis, einmal mehr als lästige Klette.
Dreimal zog die Mannschaft von Hans-Dieter Brüggemann nach und glich zum 1:1, 2:2 und 4:4 aus. Der Slowake Martin Juricek (10., 17.), Igor Furda (24.) und Ernst Reschetnikow (27.) ließen die Gäste auf ihren ersten Saisonsieg über die Bären hoffen. Die zahlreichen Überzahlsituationen in den ersten 25 Minuten spielten den Bördeindianern in die Karten, drei Tore entstanden im Powerplay, eines bei angezeigter Strafe gegen Neuwied. Sicherlich nicht jede Hinausstellung gegen die Bären war gerechtfertigt. Vor dem Soester 3:4-Anschluss und dem 4:4-Ausgleich verstanden Bären-Fans und -Spieler nicht, warum Schiedsrichter Marcus Hahn bei einem Beinstellen von Nickel an Sven Asbach die Täterrolle vertauschte und kurz später Martin Brabec für einen vermeintlichen Stockschlag gegen Nickel (wenn überhaupt, hätte Michael Jamieson auf die Strafbank gemusst) für zwei Minuten „entsorgte".
In voller Mannschaftsstärke bestimmten die Gastgeber hingegen das Geschehen, gingen jedoch zu großzügig mit ihren Tormöglichkeiten um. Dass so viele Gelegenheiten entstanden, war das Resultat aus großem Einsatz und bissigem Nachsetzen in der Soester Zone. „Aber im Auslassen von Chancen sind wir Champions League", monierte EHC-Manager Carsten Billigmann nach seinem letzten Einsatz als Interimstrainer, bevor er den Staffelstab an den neuen Coach Daniel Benske übergab, der sein künftiges Team in der Halle beobachtete und am 1. Januar die sportlichen Zügel in die Hand nehmen wird. Nicht alle hatten das Fortune des Stephan Fröhlich beim Abschluss, aber immerhin netzten in einer unterhaltsamen Begegnung neben dem Kapitän noch Moritz Schug (20.) zum 3:2 und Sven Schlicht (22.) zum 4:2 ein.
Weil die Strafe gegen Martin Brabec in der 25. Minute die letzte gegen den EHC war, büßten die Gäste in der zweiten Spielhälfte den schlagkräftigen Powerplay-Joker ein. Die Bären steckten die beiden Rückschläge zum 4:3 und 4:4 nach einem kurzen Kopfschütteln weg und holten sich durch Fröhlichs eingangs beschriebenes Billardtor die Führung zurück, die er sieben Sekunden vor der Pause auf 6:4 ausbaute. Aber: Zuvor musste Felix Köllejan zweimal seine Reaktionsstärke in die Waagschale werfen. Gegen Juricek (37.) und Filip Sedivy (39.) vereitelte der Neuwieder Schlussmann die bei gleicher Stärke besten Soester Möglichkeiten.
„Im dritten Drittel haben wir uns auf die Defensive konzentriert", erklärte Billigmann, dass seine Bären fortan nicht mehr das letzte Risiko eingingen und die Führung solide nach hause bringen wollten. „Das haben souverän und diszipliniert geschafft, auch wenn wir das Ergebnis noch weiter in die Höhe hätten schrauben müssen."
„Arbeiter" Benske wechselt auf die Neuwieder Trainerbank
Der EHC „Die Bären“ 2016 hat die Mission Trainersuche für seine Regionalliga-Mannschaft erfolgreich gemeistert. Eine Mission, die nicht einfach zu erfüllen war zu einem Zeitpunkt, da die Saison in vollem Gange ist und an einem Eishockey-Standort, in dessen näherer Umgebung weitere rar gesät sind. Umso zufriedener ist EHC-Manager Carsten Billigmann, der interimsweise gemeinsam mit Andreas Halfmann in die Bresche gesprungen war, mit Daniel Benske als Nachfolger des zurückgetretenen Jens Hergt seinen Wunschkandidaten verpflichtet zu haben.
Billigmann hatte den Namen des 36-Jährigen, der vom Ligakonkurrenten Neusser EV kommt und die Mannschaft zum 1. Januar übernimmt, von Anfang an ganz oben auf seinem Wunschzettel stehen. „Mehrere Trainer haben Interesse bekundet, das Amt bei uns zu übernehmen, aber wir wollten unbedingt Daniel Benske, weil wir davon überzeugt sind, dass er genau der Richtige ist“, so Billigmann. „Daniel hat in Neuss super Arbeit geleistet und ist ein geradliniger Trainer, der genau unserem Anforderungsprofil entspricht und in unser Budget passt.“ Der Inhaber eines Malermeisterbetriebs bezeichnet sich selbst als „harten Arbeiter“. „Und genau das verlange ich auch von meiner Mannschaft. Ein Spieler, der denkt er wäre etwas Besseres und nur 80 oder 90 Prozent gibt, bekommt Probleme mit mir. Das war schon immer meine Linie.“ Sechs Jahre lang stand der frühere Torhüter in Neuss hinter der Bande – teilweise als Co-Trainer von Andrej Fuchs, oder wie seit dessen Rücktritt vor wenigen Wochen als Chefcoach. „Ich habe Neuss sehr viel zu verdanken, aber es ist an der Zeit für eine neue Herausforderung. Ich freue mich, auf einen namhaften Verein wie die Neuwieder Bären. Ich hatte vom ersten Gespräch an den Eindruck, dass es menschlich passt. Ich lege großen Wert darauf, Leute an meiner Seite zu haben, auf die man sich verlassen kann. Mit Carsten Billigmann und seinem Team habe ich genau dieses Gefühl.“
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