IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigunen von Montag 2.April 2018. Heute mit Informationen von der Frauen-Nationalmannschaft, aus der Deutschen Eishockey Liga und Deutschen Eishockey Liga 2, sowie aus der Oberliga Süd.
Deutscher Eishockey Bund
Frauen-Nationalmannschaft gewinnt Heimspiel gegen Ungarn - Lanzl, Delarbre und Zorn treffen für DEB-Auswahl / Montag und Dienstag gegen Frankreich
(DEB) Die Frauen-Nationalmannschaft konnte sich am Samstag vor Ostern in der Eishalle in Memmingen vor 230 Zuschauern mit 3:1 (1:0; 1:1; 1:0) gegen Ungarn durchsetzen. Am Ostermontag (02.04. / 19 Uhr) sowie am kommenden Dienstag (03.04. / 13 Uhr) treffen die DEB-Frauen zum Saisonabschluss in Besancon auf Frankreich.
Die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker bestimmte von Beginn an das Geschehen auf dem Eis. Schon in der zweiten Minute bot sich die Chance zur deutschen Führung: Laura Kluge setze sich auf der linken Seite durch und bediente Manuela Anwander vor dem gegnerischen Tor, doch eine ungarische Verteidigerin spitzelte in letzter Sekunde die Scheibe aus der Gefahrenzone. Es folgte ein gutes Überzahlspiel der Deutschen, doch Aiko Nehmet im Kasten der Gäste konnte zunächst nicht überwunden werden. Das sollte sich ändern, als die DEB-Auswahl eine Unterzahlsituation überstehen musste. Wieder setzte sich Laura Kluge durch und passte auf die mitgelaufene Andrea Lanzl, die zur deutschen Führung nur noch den Schläger hinhalten musste.
Im Mittelabschnitt erhöhten die Ungarinnen den Druck und kamen zu mehr Chancen. Zunächst konnte Jule Flöten im deutschen Tor bei zwei Alleingängen noch den Ausgleich verhindern. Eine Überzahlsituation nutzen die Gäste dann aber, wenn auch sehr glücklich, zum Ausgleich. Ein Pass vor das deutsche Tor prallte vom Schläger der eigenen Verteidigerin unhaltbar in die eigenen Maschen ab. Die deutschen Frauen ließen sich davon freilich nicht beeindrucken und gingen nur zwei Minuten später wieder in Führung. Anna-Maria Nickisch bediente Franziska Feldmeier, die auf Lokalmatadorin Marie Delarbre auflegte und zum 2:1 verwandelte. Ab der 30.Minute wechselte für Flötgen die Allgäuerin Franziska Albl ins deutsche Tor.
Gleich zu Beginn des letzten Drittels scheiterte Kapitänin Julia Zorn zweimal ganz knapp vor dem ungarischen Tor. Im Überzahlspiel (45.) glückte ihr dann doch der Treffer. Mit einem schönen Schuss von der blauen Linie überwand sie die ungarische Torfrau zum 3:1-Endstand.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat sich über 60 Minuten an den Spielplan gehalten. Ziel war es den Puck konsequent nach vorne zu bringen und den Torabschluss zu suchen. Für die zwei anstehenden Spiele gegen Frankreich werden wir versuchen diese Leistung zu konservieren und zu steigern.“
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt e.V. ist Top-Ausbildungsverein
(DEL) Auch in diesem Jahr hat der Förderverein des Deutschen Eishockey Nachwuchses e.V. die Nachwuchsarbeit der Eishockey-Vereine einer Überprüfung unterzogen und diese entsprechend bewertet.
Nach langer und harter Arbeit ist es dem ERC Ingolstadt e.V. nunmehr gelungen, im DEB-Ausbildungsprogramm die Höchstzahl von fünf Sternen zu bekommen. Mit dieser Auszeichnung befindet sich Ingolstadt in einer Liga mit den Top-Ausbildungsstandorten der Bundesrepublik wie z.B. Mannheim oder Berlin.
„Wir sind mächtig stolz darauf, dass uns auf diese Art und Weise das hohe Niveau unserer Eishockey-Ausbildung attestiert worden ist“ sagt Erik Jensen, Präsident des ERC Ingolstadt e.V. „Ich danke allen Beteiligten, internen und externen, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, ganz herzlich für ihr außerordentliches Engagement. Hiermit ist der erste Schritt getan und für die Zukunft heißt es nun dieses Niveau zu festigen und weiter auszubauen. In enger Zusammenarbeit mit der ERC Ingolstadt Eishockeyclub GmbH werden wir an diesem Ziel, sowie an dem "Ingolstädter Weg" für eine bestmögliche Ausbildung unserer Athleten weiter arbeiten.“
Das "fünf Sterne Ausbildungsprogramm" setzt sich aus den Bausteinen Rekrutierung, Grundlagen Leistung und Umfeld zusammen.
Die Basis bildet die Begeisterung der Kinder für die Sportart Eishockey. Hierbei unterstützen immer auch die Panther-Profis z. B. bei Kindergartenaktionen und den „Kids Days“. Hier können die Kinder unter Anleitung von professionellen Trainer und den großen Vorbildern die ersten Schritte und Erfahrungen auf dem Eis machen.
Über die Eishockeylaufschule und den Mannschaften aus den jüngsten Bereichen der U8 (Bambini) und U10 (Kleinstschüler) erlernen die Kinder das Schlittschuhlaufen als die Basis des Sports und sammeln die ersten Erfahrungen in einer Mannschaft.
In den anschließenden Altersgruppen der U12 (Kleinschüler) und U14 (Knaben) wird diese Grundausbildung weiter vertieft und mit Stocktechnik ergänzt, damit das Erlernte im Ligabetrieb eingesetzt werden kann.
Ab der Schülermannschaft (U16) wird die Ausbildung zusätzlich mit taktischen Gesichtspunkten ergänzt, bevor der Feinschliff der Athleten im Jugendbereich (U19) in der finalen Ausbildungsphase des Nachwuchses beginnt.
Alle Nachwuchsmannschaften, sowie die Frauenmannschaft des ERCI e.V. spielen in den jeweils höchsten Ligen der Landes- bzw. Bundesverbände (BEV und DEB).
Neben der sportlichen Ausbildung bildet auch das Umfeld ein großes Kriterium in der Bewertung des Deutschen Eishockey Bundes. Durch die Schaffung der Audi Sportakademie, betrieben durch die ERC Ingolstadt Eishockeyclub GmbH und den FC Ingolstadt, wird auch auswärtigen Talenten die Möglichkeit geboten, an einer hochwertigen Ausbildung teilzunehmen. In Kooperation mit dem gesamten Schulzentrum Süd-West, in Zusammenarbeit mit dem FC 04 Ingolstadt und dem SC Delphin Ingolstadt e.V., ist es gelungen, Sportklassen einzuführen. Seit nunmehr zwei Jahren sind hierdurch zusätzliche Trainingsmöglichkeiten am Vormittag geschaffen.
Eine gute und solide Ausbildung sowie ein professionelles Training sind dank der hauptamtlichen und nebenberuflichen Trainer ganzjährig sichergestellt.
Ein großes Ziel bildet weiterhin die Motivation für alle Anstrengung: einmal ein „Eigengewächs“ in die höchste deutsche Spielklasse zu entwickeln.
Der erste Schritt ist gemacht.
Red Bull München
Red Bulls verlieren Spiel 2 in Mannheim
(DEL) Der EHC Red Bull München hat das zweite Spiel des Playoff-Halbfinals 2018 bei den Adlern Mannheim mit 2:4 (1:1|0:0|1:3) verloren. Vor 13.600 Zuschauern reichten die Tore von Yannic Seidenberg und Jason Jaffray nicht, um den 1:1-Ausgleich der Kurpfälzer in der Best-of-Seven-Serie zu verhindern.
Mannheim begann aggressiv und ging nach 39 Sekunden in Führung, weil Thomas Larkin von der Bande ins kurze Eck traf. Die Defensive der Red Bulls war auch danach gefordert, spätestens nach Michael Wolfs Alleingang, den Adler-Torhüter Dennis Endras parierte (10.), waren die Gäste aber im Spiel. In der 17. Minute leitete Patrick Hager mit einer starken Einzelaktion den Ausgleich ein: Der Nationalspieler spielte in den Slot zu Yannic Seidenberg, der ins rechte Kreuzeck abschloss.
Auch nach dem Seitenwechsel war München das überlegene Team. Die Red Bulls provozierten durch einen aggressiven Forecheck Scheibenverluste der Mannheimer, aus denen einige Chancen resultierten. Die besten Möglichkeiten auf das 2:1 hatten die Gäste in doppelter Überzahl kurz vor Drittelende, mehrere Schüsse verfehlten das Adler-Tor aber knapp (38. und 39.).
Im Schlussabschnitt sorgte Jason Jaffray mit seinem Treffer nach 28 Sekunden für einen Traumstart. Den Gästen gelang es in der Folge, die Adler vom eigenen Tor fernzuhalten – und dennoch lagen sie plötzlich zurück: Christoph Ullmann, dessen Tor dem Videobeweis standhielt, und Luke Adam drehten binnen 51 Sekunden die Partie (53.). Eine Großchance auf den Ausgleich von Brooks Macek vereitelte Adler-Torhüter Endras mit dem Schläger auf der Linie (58.). Wenig später markierte Marcus Kink auf der Gegenseite per Empty-Net-Treffer den 2:4-Endstand.
Rote Teufel Bad Nauheim
Transfercoup für den EC Bad Nauheim! Jonathan „Boots“ Boutin wird ein Kurstadt-Teufel
(DEL2) Satte Erfahrung aus der DEL2 sowie der DEL, mehrfache Auszeichnungen als bester Torhüter der DEL2 sowie das scheinbar einfache Erfolgsrezept „Ich muss mich auf meinen Job konzentrieren und die Pucks fangen“ kennzeichnen den ersten Neuzugang des EC Bad Nauheim für die Saison 2018/2019.
Der 1,88 m große, aus der kanadischen Provinz Quebec stammende Goalie ist mittlerweile schon acht Saisons in Deutschland – zunächst stand er bei den Ligakonkurrenten Lausitzer Füchse und Freiburger Wölfe sowie anschließend beim erstklassigen DEL-Club Augsburger Panther zwischen den Pfosten.
Stöbert man durch die Weiten des World Wide Web findet man einige Lobeshymnen auf den großen Schlussmann, welcher durch seine Gelassenheit und besondere Präsenz im Tor seinen Vorderleuten einen stabilen Rückhalt bietet.
Eine besondere Stärke von Jonathan Boutin sind insbesondere seine blitzartigen Reflexe, mit denen er schon so manchen hochgefährlichen Schuss entschärfte und dadurch die gegnerischen Angreifer schier zur Verzweiflung trieb.
Obwohl der Frankokanadier mit deutschem Pass auf ziemlich großem Fuß lebt, ist er total bodenständig – solange er seine kleine Familie um sich hat, ist er rundum zufrieden!
Das „auf großem Fuß leben“ bezieht sich allerdings auch nur auf seine mit „49“ großzügig dimensionierte Schuhgröße, welche ihm auch den Spitznamen „Boots“, was übersetzt „Stiefel" bedeutet, einbrachte.
Matthias Baldys, sportlicher Leiter des ECN betont: „Mit Jonathan haben wir wahrscheinlich die bestmögliche deutsche Torwartlösung, die es aktuell auf dem Markt gibt, gefunden! Er ist ein absoluter Top-Mann!
Wir sind also mehr als froh, „Boots“ nun für Bad Nauheim gewonnen zu haben!“
Tölzer Löwen
Special-Teams entscheiden Spiel zwei
(DEL2) Wieder einmal machten die Special-Teams den Unterschied: Die Tölzer
Löwen verlieren Spiel zwei der Serie mit 1:2 bei den Bayreuth Tigers.
Während die Buam in Überzahl ohne Treffer blieben, trafen die Gastgeber
doppelt mit einem Mann mehr auf dem Eis. Die Serie ist nun ausgeglichen
– 1:1.
Es war ein langsamer Start in das zweite Spiel der Playdown-Serie
zwischen den Bayreuth Tigers und den Tölzer Löwen. Beide Teams waren
zunächst bedacht wenig Fehler zu machen und hinten sicher zu stehen. Das
gelang recht gut, gerade Bayreuth hielt den Aufsteiger weit weg von der
gefährlichen Zone, so gingen die Buam ohne wirkliche Großchance aus dem
ersten Drittel heraus. Die Tigers nutzten ihrerseits eines der beiden
Powerplays. Anthony Luciani nutzte die kurze Verwirrung im Tölzer Slot
zum 1:0. „Es war anzumerken, dass beide Mannschaften mit der Kraft und
Energie zu kämpfen hatten“, suchte Rick Boehm nach Antworten.
Doch die Löwen schlugen zurück. Nach einem Konter tauchte Philipp
Schlager zentral vor dem Tor auf. Sein platzierter Schuss ging ins obere
rechte Eck und bescherte den Buam den Ausgleich. Bad Tölz war etwas
zielstrebiger geworden in diesem Mittelabschnitt, doch es war wieder
eine Strafzeit, die sie ins Hintertreffen brachte. Florian Strobl weilte
auf der Strafbank, als Jozef Potac mit seinem Blueliner die neuerliche
oberfränkische Führung erzielte. Sein Schuss war weder sonderlich hart,
noch extrem platziert – Mikko Rämö war von den eigenen Mitspielern
schlichtweg die Sicht verdeckt worden. „Der Sieg geht für Bayreuth in
Ordnung, weil sie haben es einfach verstanden ihre Überzahlsituationen
zu nutzen – wir etwas weniger. Ich denke das war letztendlich der
Unterschied“, resümierte Rick Boehm. Auch Sergej Wassmiller sah in den
beiden Powerplay-Treffern das entscheidende Kriterium für den Sieg
seines Teams. Die Löwen konnten keine ihrer drei Überzahl-Situationen
nutzen.
Nicht nur in diesem Punkt waren sich die Coaches einig, auch sei die
Serie eine Frage der Kraft. Sergej Wassmiller relativierte allerdings:
„Aber es ist halt so, da müssen wir durch. Das ist Kopfsache“. Im
Schlussdrittel rannten die Gäste nochmal an. Doch nur selten kamen sie
weg von der Bande im gegnerischen Drittel und hinein in die gefährliche
Zone vor Tomas Vosvrdas Tor. Am nähesten kamen dem Torerfolg Florian
Strobl mit einem Bauerntrick-Versuch und Michael Endraß eben
ausnahmsweise mal freistehend im Slot.
„Ich bin froh, dass wir viele Schüsse geblockt haben. Das hat gezeigt,
dass wir in der Defensive besser standen als in Bad Tölz“, freute sich
Wassmiller. Schon am morgigen Montag geht’s in der Serie weiter. Bully
in der weeArena ist bereits um 18 Uhr.
Bayreuth Tigers
Bayreuth gleicht die Serie mit verdientem Heimsieg aus
(DEL2) Diesmal erneut ohne den verletzten Chouinard gingen die Tigers dieses Spiel 2 gegen die Tölzer in fast identischer Aufstellung wie in den meisten Partien gegen Weißwasser an. Nach dem gebrauchten Tag am Donnerstag legten sich die Oberfranken diesmal auch wesentlich mehr ins Zeug und zeigten eine andere Körpersprache. Spielerisch, läuferisch und kämpferisch stark verbessert hatte man nach ausgeglichenem Beginn dann die besseren Torchancen. In Überzahl spielten Kolozvary und Potac Luciani im Zentrum klasse und flüssig frei und der kanadische Torjäger ließ sich schnell abschließend nicht zweimal zur Führung bitten. Zwar scheiterte er kurz danach (14.) mit seinem Break nochmal an Rämö und die Topmöglichkeit von S.Busch etwas später ging knapp am Tor vorbei, doch die 1-0 Pausenführung für die Wagnerstädter war absolut verdient.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste nach der Pausenansprache deutlich offensiver und zielstrebiger zurück. Ergebnis davon war mehr Spielanteile und auch Torchancen. Vihko visierte unter anderem einmal den Pfosten an und nach gut 28 Minuten gelang ihnen der in dieser Phase nicht unverdiente Ausgleich durch Goldhelm Schlager. Mit dem Momentum auf ihrer Seite, drängten die Oberbayern weiter. Bayreuth geriet zwar unter Druck, doch es gelang sich schadlos zu halten und bei einem Powerplay setzte man zum Gegenschlag an. Luciani und Geigenmüller bedienten den schon „durchgeladen an der blauen Linie wartenden“ Potac. Der Routinier zog voll durch und wuchtete die Scheibe mit einem gewaltigen Schlagschuss zum 2-1 in die Maschen. Davon wieder beflügelt setzten die Gelb-Schwarzen nach, doch Luciani und Gams (Scheibe rutsche Rämö zwar durch, ging aber knapp vorbei) gelang vor der zweiten Pause kein weiterer Treffer.
Für das Schlussdrittel konzentrierten sich beide Teams anfangs mehr auf Sicherheit, was vom Zwischenstand her eigentlich besser zu den Hausherren passte. Mit wechselnden Ansätzen in der Abwehrarbeit, mal aggressives, teilweise tiefes forechecking und mal eher passive, durchdachte Sicherung der eigenen blauen Linie, fingen die Bayreuther viele Versuche der Gäste frühzeitig ab. So blieb es zwar bei einem nicht hochklassigem, aber jederzeit spannenden Kampf, in dem es, wie z.B. in Minute 43 bei der riesen Kontergelegenheit von S.Busch, trotz Feldvorteilen des ECT klarere Chancen für die Gastgeber zu verzeichnen gab. Einige Male wurde es zwar auch in der Bayreuther Defensive knapp, aber schlussendlich behielten Torwart Vosvrda und seine Vorderleute immer die Oberhand. Auch etwa 60 Sekunden 6-5 (ohne Rämö) brachten für die Löwen keine durchschlagende Besserung und so sicherten sich die Wagnerstädter mit diesem erkämpften Heimsieg den nicht unverdienten Serienausgleich. Zwei sauber heraus gespielte Powerplaytore und mehr defensive Stabilität, als in den letzten zwei Spielen, waren hierzu der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.
Weiter geht es bereits am Montag um 18 Uhr wieder im Isarwinkel und Mittwoch 04.04 kommt es um 20 Uhr im Tigerkäfig zu Spiel 4 dieser best of 7 Serie.
Kaufbeuren Buron Joker
Kaufbeuren gleicht das Halbfinale aus - Enges Match gegen Riessersee wird mit 5:2 vor ausverkauftem Haus gewonnen
(DEL2) Am heutigen Karsamstag glich der ESV Kaufbeuren mit einem 5:2 Sieg die Halbfinaleserie gegen den SC Riessersee aus. Vor ausverkauftem Haus nutzten die Rot-Gelben ihre Chancen dabei mit einer deutlich höheren Effizienz. Dies sollte der Knackpunkt in einem äußerst intensiven Spiel gegen den Hauptrundenmeister sein.
Dabei musste Andi Brockmann neben den Langzeitverletzten weiterhin auf Florian Thomas sowie auf Florin Ketterer verzichten, der in der kommenden Woche an der Schulter operiert wird. Auf Garmisch hatte Söderholm die Ausfälle von Wachter, Daubner und Eder zu verkraften.
Kaufbeuren begann, verglichen zum ersten Spiel am Gründonnerstag, wie ausgewechselt. Dabei erwischten die Rot-Gelben einen Start nach Maß. Nach nur 90 Sekunden fand Max Schmidle den nachrückenden Christopher Kasten vor dem Tor, der ins lange Eck verwandelte. Auch ein folgendes Unterzahlspiel wegen eines Fouls in der Angriffszone sollte überstanden werden. Die Rot-Gelben machten dagegen nach Ablauf der Strafe Matthias Nemec das Leben schwer und scheiterten mehrfach nur knapp am 2:0. Mit zunehmender Spieldauer kam auch der SCR besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein äußerst intensives und hochkarätiges Spiel zweier ebenbürtiger Mannschaften. Jedoch sollten keine Tore mehr im ersten Drittel folgen.
Dies hätte sich nach einer Minute im zweiten Abschnitt beinahe geändert, doch der ESVK hatte Glück, als Julian Eichinger nur den linken Pfosten traf. In der 26. Minute musste Vajs aber hinter sich greifen. In Überzahl spielte Eichinger einen langen Pass an die blaue Linie auf Richard Mueller, der Vajs im 1 gegen 1 den Puck zwischen den Schonern hindurch schob. Mit dem Schwung des Ausgleichs entwickelten die Gäste eine enorme Druckphase, auf die Kaufbeuren erst nach einigen Minuten eine Antwort fand. Die guten Möglichkeiten der Topreihe um Dibelka, Driendl und Mueller, die nicht genutzt wurden, sollten sich in der 36. Minute rächen, als Osterloh die Scheibe mit viel Willen vors Tor brachte und Billich sie schließlich mit dem Schläger über die Linie drückte. Dies bestätigte auch der von den Schiedsrichtern konsultierte Videobeweis. Das Momentum wechselte nun auf die Seite des ESVK. Trotz eines anfänglichen Puckverlusts in der eigenen Zone durch Blomqvist ging der Finne letztlich mit dem Puck aus dem Zweikampf, stürmte über die rechte Seite ins gegnerische Drittel und traf in der 38. Minute durch die Hosenträger zum 3:1 – ein dem Spielverlauf nach glücklicher Zwischenstand.
Das Drittel sollte mit einer Strafzeit gegen Garmisch enden, doch die zwei Minuten numerische Überzahl zu Beginn des Schlussabschnitts blieben durch den ESVK ungenutzt. Die Gäste hatten durch Felix Thomas in Unterzahl gar die bessere Chance auf ein Tor. Der Eindruck, dass die Gäste besser aus der Kabine kamen, verfestigte sich immer mehr. Die Werdenfelser hatten mehrfach beste Einschussmöglichkeiten, unter anderem durch Stephan Wilhelm, doch fanden sie keinen Weg vorbei an Vajs. Brockmann versuchte darauf in der 47. Minute, seiner Mannschaft die richtigen Worte mitzugeben – und fand sie auch. Die Hausherren kamen wieder zu mehr an Spielanteile. Daraus folgte In der 53. Minute schließlich ein Tor. Nach einem Bullygewinn von Max Schäffler setzte Blomqvist mit einem präzisen Schuss den Puck zum 4:1 in die Maschine. Nachdem der ESVK mit dem darauf folgenden Anspiel sogleich zwei Minuten kassierte, hatte der SCR die Chance auf die schnelle Antwort, die Mueller auch direkt gab. Der Topscorer nahm Maß und traf mit einem direkt genommenen Schlagschuss in den Winkel. Die Blau-Weißen mussten wegen des immer noch vorhanden 2:4 Rückstands nun etwas offener agieren. Daraus hätte Schäffler die Vorentscheidung erzielen können, doch allein vor Nemec schoss er über das Tor. Max Schmidle war es dann in der 59. Minute, der eine Schlussoffensive der Gäste im Keim erstickte. Sein Schuss aufs kurze Eck rutschte Nemec durch. Die Entscheidund mit dem 5:2 sollte gefallen sein. Damit glichen die Rot-Gelben vor dem heimischen Hexenkessel die Serie gegen den SCR aus. Weiter geht es dann bereits am kommenden Montag um 17.00 Uhr in Garmisch-Partenkirchen.
Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Toni Söderholm unter anderem von einem „chaotischen" ersten Drittel. Für Andi Brockmann war der Sieg der wichtige Ausgleich. Die Mannschaft des SCR habe talentiertes Personal, welches immer brandgefährlich sei, wenn man ihnen Platz gebe.
Deggendorfer SC
Die Party geht weiter: DSC im Play-Off-Halbfinale jetzt gegen Selb
(OLS) Bereits am Ostermontag geht es für den Deggendorfer SC im Halbfinale der Play-Offs der Eishockey-Oberliga weiter: Zu Gast sind ab 18:30 Uhr die Selber Wölfe.
Nach der Meisterschaft der Oberliga Süd konnte der Schlittschuh-Club zuerst den Herner EV und dann die Moskitos aus Essen bezwingen. Nicht erst seit den Play-Off-Spielen freut man sich auf Seiten des DSC über einen deutlich gestiegenen Zuschauerzuspruch. Wenn am nun am Ostermontag die erste Begegnung der diesjährigen Halbfinalrunde gespielt wird, ist das Stadion schon vorab ausverkauft. Eine Abendkasse wird es nicht mehr geben. Das alleine garantiert wieder Partystimmung auf den Rängen und dazu kommt ein Gegner, der höchst attraktive Spiele verspricht: Die Wölfe aus Selb.
Mit den Gästen gab es in der abgelaufenen Saison 6 Spiele, die allesamt enge Partien waren. 2x musste man sogar in die Verlängerung. 3x konnte der DSC gewinnen. 3x die Wölfe. Einen Favoriten auszumachen fällt anhand dieser Vorgeschichte schwer. Fest steht allerdings, dass die Franken über eine äußerst starke Offensive mit sehr vor Erfahrung verfügen. Mudryk, Piwowarczyk, Gare, McDonald oder auch der ehemalige Deggendorfer Herbert Geisberger wissen alle, wo das Tor steht und für spannende Spiele dürfte wieder einmal gesorgt sein. Auch die taktische Ausrichtung durch Trainer Henry Thom, der bereits nach dem letzten Spiel in Deggendorf orakelt hatte, dass sich die Mannschaft im Halbfinale wiedersehen würden, verspricht attraktives Eishockey.
Auf Deggendorfer Seite sind alle Mann an Board und wollen da weitermachen, wo sie gegen Essen aufgehört haben: Basierend auf einer starken Defensivleistung brannte man ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Vor allem die 1. Formation mit Leinweber, Gibbons und Röthke hatte auch der Esener Trainer Frank Gentges als Hauptgrund für die Niederlage seiner Mannschaft ausgemacht.
Da das Spiel bereits seit Samstag ausverkauft ist, wir es an der Abendkasse keine Tickets mehr zu kaufen geben. Die Play-Off-Euphorie hat ganz Deggendorf gepackt. Die Party beginnt um 18:30 Uhr in der Festung an der Trat.
Selber Wölfe
Finanzspritze für neues Nachwuchsteam - Fanprojekt Selb e.V. spendet Teil des Sonderzug-Überschusses
Auch in diesem Jahr konnte das Fanprojekt Selb e.V. aus dem Überschuss des Sonderzugs nach Rosenheim am 05.01.2018 eine Spende an den Nachwuchs tätigen. Beim letzten Heimspiel unserer Wölfe fand in diesem Zusammenhang eine offizielle Spendenübergabe statt.
Stattliche 2.000 Euro wurden an den VER-Nachwuchs übergeben – der Betrag wird als Starthilfe für die
künftige U7 Mannschaft des VER verwendet.
Die U7 von Trainer Heiko Reichstein wird dann die jüngste Mannschaft sein, die bei unseren Wölfen auf das Eis geht.
Das Fanprojekt Selb e.V. wünscht allen Trainern, Betreuern und Kindern eine tolle Saison 2018/19.
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