IHP NachrichtenSonntag 14.Oktober 2018
(IHP) Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen:
Oberliga Süd, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Regionalliga Ost, Landesliga Berlin
EHC Waldkraiburg Löwen
LÖWEN HOLEN EINEN PUNKT AM BODENSEE GEGEN LINDAU
(OLS) Mühsam nährt sich der Löwe derzeit in der Oberliga Süd, aber er verhungert nicht. Am Freitag strich der EHC Waldkraiburg im Spiel beim EV Lindau den nächsten Punkt ein, denn erst nach Verlängerung unterlagen die Industriestädter den Islanders mit 2:3. Zuvor hatten die Spieler von Cheftrainer Thomas Vogl aber Moral gezeigt und die Begegnung zwischenzeitig nach Rückstand gedreht, außerdem hatte man mit Korbinian Sertl einen Mann zwischen den Pfosten, der erneut zu Höchstleistungen auflief und den EHC so lange im Spiel hielt.
Eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte beflügelt bekanntlich oft, und so war es neben dem starken Spiel am Sonntag zuvor gegen Landshut nicht verwunderlich, dass erneut Korbinian Sertl im Tor der Löwen stand, als es gegen den Klub ging, den er 2017 in Richtung Waldkraiburg verlassen hatte. Außerdem stand Chefcoach Thomas Vogl sein Stürmer Tomas Rousek zur Verfügung, der auf die Zähne biss nachdem er am Wochenende zuvor verletzt gefehlt hatte.
Ein abgefälschter Schuss von Andreas Farny brachte die Hausherren dann vor rund 600 Zuschauern mit 1:0 in Führung (12:30), nachdem sich beide Teams zuvor weitestgehend neutralisiert hatten und das erste Powerplay der Löwen nach knapp sechs Minuten zwar gut, aber torlos verlaufen war. In den Offensivaktionen hielten sich beide Mannschaften noch kontrolliert zurück; zwar wog die Partie hin und her, wirkliche Großchancen waren aber nicht zu verzeichnen, da sich die Abwehrreihen beider Teams hellwach präsentierten.
Im zweiten Abschnitt wurde es dann unterhaltsamer und bereits nach gut zwei gespielten Minuten musste sich Korbinian Sertl gegen Simon Klingler gewaltig strecken. Kurz drauf jagte Anthony Calabrese den Puck in Richtung Sertl, doch rettete der Pfosten die Löwen. Im Gegenzug lief der Konter und über Lucas Wimmer und Michael Trox kam die Scheibe zu Tomas Rousek, der sich nicht zweimal bitten ließ und ins kurze Eck zum 1:1 ausglich (22:29). Die Löwen waren nun am Drücker und nachdem ein Querpass von Hämmerle zu Trox vor dem Tor unterbunden und ein Schlagschuss von Kiril Galoha durch Keeper David Zabolotny entschärft werden konnte, fand die Scheibe doch noch den Weg ins Ziel. Wieder ging der Vorstoß von Michael Trox aus, der über den rechten Flügel ins Lindauer Drittel stürmte und abzog- der Puck prallte jedoch zur anderen Seite, doch stand dort Daniel Hämmerle bereit, der den Nachschuss unter die Latte platzierte (27:48). Im weiteren Verlauf traf Christof Hradek, der nach abgesessener Sperre wieder dabei war, den Pfosten und Sertl wurde von Farny gefordert- doch ging es mit dem 2:1 für die Gäste in die Kabine.
Im letzten Drittel erhöhten die Islanders nun die Schlagzahl und ließen Angriffswelle um Angriffswelle auf das Löwen-Tor rollen. Es spielten nahezu nur die Hausherren, doch ihr ehemaliger Schlussmann stand ihnen in Sachen Ausgleich im Weg. Gegen Milan Garrett und Andreas Farny (42.Minute), in Unterzahl gegen Jan Hammerbauer (44.) und im Lindauer Powerplay ab der 51. Minute war Sertl da und hielt den knappen Vorsprung fest- zumindest für 54 Sekunden. Dann musste er sich gegen Simon Klingler doch geschlagen geben, der in Überzahl zum 2:2 traf (51:35). Nach einer guten Chance von Michail Sokolov die Minute darauf, drängten die Islanders nun auf die Führung, doch Hammerbauer brachte zwei Gelegenheiten nicht im Netz unter und so ging es in die Verlängerung.
Nach aller guten Leistung zuvor hatten die Löwen jetzt aber Pech: Ein Verteidiger rutschte an der blauen Linie aus, Anthony Calabrese setzte den Break und schloss den Alleingang mit seinem zweiten Saisontor zum 3:2-Endstand ab (61:56). Ob man am Ende einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat- darüber lässt sich streiten. Eher jedoch die erste Variante, denn ohne Korbinian Sertl wäre das Spiel lange nicht offen gewesen und auch aufgrund des Chancenübergewichts für die Hausherren ging der Sieg für die Islanders letztendlich doch auch in Ordnung.
MEC Saale Bulls Halle
DERBY GEGEN LEIPZIG – „SIEG ODER …“ / 9. Punktspiel der Saison 2018/19: Saale Bulls vs. EXA IceFighters Leipzig
(OLN) Freibier oder Rabatt, unter diesem Motto kündigten die Saale Bulls in den letzten Tagen ihr Derby-Special für ihre Fans an. Denn Sonntag Abend ist es soweit, das 38. Mitteldeutsche Derby zwischen den Saale Bulls und den EXA IceFighters Leipzig steht auf dem Programm.
Ein Duell, welches nicht nur die Fans elektrisiert, sondern auch einen richtungsweisenden Charakter einnehmen kann. Denn beide Vereine stehen aktuell „nur“ auf den Plätzen neun und zehn, wobei die Bulls bei einem Spiel mehr zwei Zähler vor den Sachsen rangieren. Somit ergibt sich schon rein rechnerisch, dass ein Sieg gegen den Nachbarn wichtig wäre, um zum einen vor Leipzig zu bleiben und zum anderen den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.
Vielleicht war die gestrige Partie gegen Herne, als man mit drei Toren in nicht einmal anderthalb Minuten die Weichen auf Sieg stellte, ein sogenanntes „Schlüsselspiel“, welches sowohl Selbstvertrauen als auch das Wissen um die eigenen Stärken zurückbrachte. Psychologisch war der Erfolg unmittelbar vor dem Derby sicherlich eminent wichtig. Doch Vorsicht ist geboten: Denn auch unsere Gäste aus der Messestadt gaben am Freitag fast noch einen Heimsieg aus der Hand, erst Michal Velecky erlöste die IceFighters rund 30 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Siegtreffer gegen Rostock.
Somit gehen beide Mannschaften voller Selbstvertrauen in diese Partie am Sonntagabend, wohlwissend um die tabellarische Brisanz dieses Aufeinandertreffens. Aber auch wissend um die Derby-Bilanz der Bulls vor heimischem Publikum, wo fünf der letzten sechs Duelle zu Gunsten des MEC entschieden wurden. Und morgen wäre ein perfekter Zeitpunkt, diese Bilanz nach oben auszubauen und gemeinsam mit der Unterstützung von den Rängen die EXA IceFighters erneut als Verlierer vom halleschen Eis des Sparkassen-Eisdoms zu schicken.
Herner EV
Herner EV : SaaleBulls Halle 2 : 5 (2:0,1:2,2:5)
(OLN) Vor 1.164 Zuschauern in der Hannibal-Arena musste sich das Team von Coach Danny Albrecht den Salle Bulls Halle mit 2:5 geschlagen geben. Danny Albrecht sah beim Gegner den größeren Willen auf den Sieg und betonte das effektivere, schnellere und körperbetontere Spiel der Gäste. „Halle hat verdient gewonnen. Wir wollen nun am Sonntag drei Punkte aus Erfurt mitbringen. Wir müssen in jedem Spiel von Beginn an Tempo machen und hart arbeiten, ansonsten hat man es in dieser Liga gegen jeden Gegner schwer.“ Gäste-Coach Dave Rich sah den besseren Start in das Spiel für sein Team und lobte den starken Schrörs im Tor der Saale Bulls.
Bereits nach 30 Sekunden musste Schlussmann Michel Weidekamp weit vor dem eigenen Gehäuse eingreifen und konnte einen frühen Konter der Saale Bulls entschärfen. Die erste Unterzahl-Situation ab der dritten Spielminute wurde überstanden, ehe Halle in der siebten Minute durch Burns nach einem Schuss auf den kurzen Pfosten mit 0:1 in Führung ging. Danach kamen unsere Jungs besser in das Spiel, scheiterten aber immer wieder an der Hallenser Hintermannschaft. In dieser Phase konnte Striepeke nach gut 12 Minuten zum 0:2 für Halle erhöhen. Die zweiminütige Strafe gegen Schaludek und das daraus resultierende Powerplay konnte nicht genutzt werden und auch der Schlagschuss von Lois Spitzner zur Pausensirene fand nicht den Weg ins Tor des starken Schrörs.
Im zweiten Drittel war es dann wieder Lois Spitzner, der in einer guten Phase das Bully gewann, mit dem folgenden Schuss aber wieder an Schrörs scheiterte. Rückkehrer Patrick Asselin war es dann, der in der 30. Minute die Vorarbeit von Marcus Marsall und Maik Klingsporn zum verdienten Anschlusstreffer verwertete. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatten danach Thomas Zuravlev und Dennis Thielsch, der den etwas zu weiten Pass aber nicht verwerten konnte. Marcus Marsall hatte drei Sekunden vor Drittelende noch die Chance auf das 2:2, konnte Schrörs mit seinem Schuss aus zentraler Position aber nicht überwinden.
Im Schlussabschnitt drängte der HEV auf den Ausgleich, der in der 45. Spielminute dann auch endlich fiel. Patrick Asselin schickte Dennis Thielsch mit einem schönen Pass aus der eigenen Endzone auf die Reise, der dann quer vor das Tor auf Thomas Zuravlev ablegte, wo dieser die Scheibe zum 2:2 einschob. Thomas Zuravlev hatte gut fünf Minuten später die Gelegenheit per Penalty die den Führungstreffer zu erzielen, allerdings konnte Schrörs parieren. Halle konnte dann ein erneutes Powerplay in der 53. Spielminute durch den Ex-Herner Pietsch zur erneuten Führung nutzen. Nur 24 Sekunden später musste Weidekamp erneut hinter sich greifen, als Gerstung auf 2:4 erhöhte. Weitere 51 Sekunden später erzielte Mosienko das 2:5 für die Saale Bulls und setzte somit den Schlusspunkt in dieser Partie.
Am Sonntag geht es für unser Team nach Erfurt zu den TecArt-BlackDragons. Bully in der Eishalle Erfurt ist um 16:00 Uhr.
ERV Schweinfurt
Spitzenspiel im Icedome
(BYL) Nicht nur die Tatsache, dass der amtierende Spitzenreiter Füssen zu Gast im Icedome war, sondern auch das Auftreten der Mighty Dogs machte die Freitagspartie zum Spitzenspiel. Trainer Andreas Becherer fasste in der Pressekonferenz das Spiel treffend zusammen: „Es war der erwartet schwere Gegner heute, wir wussten was auf uns zukommt. Schweinfurt hat eine sehr, sehr gute Mannschaft. […] Unterm Strich, sag ich jetzt mal, war es ein glücklicher Sieg.“
Zu Beginn der Partie nutzten die Mighty Dogs gleich aus, dass die Gäste schlechter ins Spiel kamen. In der dritten Spielminute hob Patrik Rypar nach einem Bully im Fallen die Scheibe zum Führungstreffer der Mighty Dogs ins Tor. Allerdings ließ die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten und Markus Vaitl nutzte ein Powerplay zum 1:1 Ausgleich (5. Minute). Eine Minute später passte Stephan Trolda vor dem Tor quer zu Josef Straka, doch Benedikt Hötzinger wehrte die Scheibe mit der Schulter ab. Danach kamen die Gäste besser ins Spiel und bauten mehr Druck auf, so dass auf beiden Seiten ein schnelles Spiel entstand, das aber zu keinen weiteren Toren im ersten Drittel mehr führte.
Dafür gingen die Mighty Dogs nach der Pause schnell erneut in Führung. 24 Sekunden nach Anpfiff erzielte Patrik Rypar das 2:1 für die Schweinfurter. Und keine zwei Minuten später verwandelte Martin Oertel einen Abpraller zum 3:1. Dabei sollte er aber leider nicht bleiben, denn Velebny Lubos nutzte in der 26. Minute erneut eine Überzahl zum 3:2 Anschlusstreffer. Wenig später wehrte Ferdinand Dürr den Schuss von Tobias Meier noch ab, doch Marius Klein verwandelte den Abpraller zum 3:3 (29. Minute). Josef Strake hatte in der 34. und 37. Minute noch einmal Chancen für die erneute Führung, doch er scheiterte am Füssener Torhüter, so dass es mit dem Remi in die zweite Drittelpause ging.
Doch in der 46. Minute war der Tscheche dann erfolgreich. Christopher Schadewaldt passte in Überzahl zu Josef Straka, der zum 4:3 einnetzte. Doch die Gäste aus Füssen glichen erneut aus. In der 49. Minunte traf Samuel Payeur zum 4:4. Vier Minuten später bekamen die Mighty Dogs die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel und der EV Füssen ging zum ersten Mal in dieser Partie durch den Treffer von Marc Besl mit 4:5 in Führung. Die Mighty Dags waren nun in Zugzwang und gaben noch einmal alles um wieder auszugleichen. Doch auch der Einsatz eines sechsten Feldspielers anstelle von Goalie Ferdinand Dürr änderte nichts mehr an dem Sieg des EV Füssen. Aber trotz der knappen Niederlage feierten die Schweinfurter Fans ihre Mannschaft nach der Partie.
Und auch Trainer Zdenek Vanc war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Das war unser bestes Eishockey. Wir spielten sehr gut, wir liefen sehr gut und zeigten viele schöne Kombinationen. Ich war mit unserer Leistung heute zufrieden. Wenn wir spielen wie heute, habe ich keine Sorge, dass wir im nächsten Spiel punkten.“ Mit dieser Einstellung treten die Mighty Dogs am Sonntag, den 14.10.2018, um 17 Uhr gegen den HC Landsberg an.
Außerdem entfachte der dritte Vorstand Stefan Greier am Ende der Pressekonferenz noch einmal die Neugier der Fans: „In der kommenden Woche werden wir noch einen Neuzugang verkünden. Er wird aus der Nachbarschaft dazustoßen. Wir gehen davon aus, dass wir ihn zum nächsten Wochenende gleich spielberechtigt bekommen.“
ESC Kempten
Aller Anfang ist schwer - Zum Schluss ein souveräner Sieg der Sharks
(BLL) Die Sharks aus Kempten konnten ihr erstes Punktspiel letztendlich souverän auswärts mit 1:6 gewinnen und zeigen nach anfänglicher Nervosität eine ausgezeichnete Leistung. Nur mit der Chancenauswertung hapert es noch.
Das Spiel begann ausgeglichen mit einem Chancenplus auf Kemptener Seite. Im ersten Drittel machte aber der sehr gute Forster Torhüter alle Chancen der Sharks zu nichte. So kam es, wie es kommen musste.
Die Forster gingen durch die erste richtige Chance in der 12. Spielminute in Führung, die sie mit Glück und Geschick bis in die erste Drittelpause retten konnten.
Im zweiten Drittel erhöhten die Sharks den Druck immer mehr und kamen so folgerichtig in der 39. Spielminute zum mehr als verdienten Ausgleich.
Man merkte den Forstern jetzt mehr und mehr an, dass die Abwehrschlacht viel Kraft gekostet hat.
Im letzten Drittel rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Forster Tor. Die Kemptener nutzen nun konsequent die Chancen aus und kamen so folgerichtig zu fünf Toren. Zweimal Weigant, einmal von Sigritz und Oppenberger waren erfolgreich.
Die Kemptener können mit diesem Auftakt zufrieden sein und warten gespannt auf die kommenden Aufgaben.
EV Moosburg
Bittere 1:2-Derbypleite gegen Freising
(BLL) Eine harte Landung musste der EV Moosburg bei seiner Rückkehr in die Landesliga hinnehmen: Die Dreirosenstädter verloren das Auftakt-Derby gegen die Black Bears Freising überraschend mit 1:2 (0:0, 1:2, 0:0). Während die Domstädter mit ihren Fans in der Sparkassen-Arena feierten, betrieben die Moosburger schon Ursachenforschung.
EVM-Coach Bernie Englbrecht stand die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben: „Das müssen wir jetzt akzeptieren, dass man auch so ein Spiel verlieren kann. Aber wenn wir halt so fahrlässig mit unseren Chancen umgehen, brauchen wir uns nicht wundern.“ Schon ein bisschen verwundert guckte bei der Pressekonferenz Freisings Coach Markus Knallinger drein. Er sei zwar unheimlich stolz auf den Kampf und den Einsatz seiner Mannschaft, fühle sich angesichts der Chancen, die die Hausherren liegengelassen hätten, „aber schon eher als glücklicher Sieger“.
Die knapp 250 Zuschauer, die zum ersten Landkreisderby im Landesliga-Punktspielbetrieb seit sieben Jahren gekommen waren, sahen eine äußerst flotte Anfangsphase. Der EVM drückte von Beginn an aufs Gas und schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein. SEF-Schlussmann Johannes Sedlmeier war sofort gefordert, „Da haben einige meiner Spieler nach unseren vier nicht allzu schweren Testspielen schnell gemerkt, was für ein Tempo uns heuer in der Landesliga erwartet“, sagte Knallinger. Doch nach sieben, acht Minuten befreiten sich die Black Bears aus der grün-gelben Umklammerung und begannen nun ihrerseits das Moosburger Gehäuse unter Beschuss zu nehmen. In dem verrichtete Nachwuchsgoalie Carlo Schwarz, der den Vorzug vor dem unter der Woche beruflich verhinderten Johannes Probst bekam (Linus Messerer fehlte aus Krankheitsgründen), allerdings einen tadellosen Job.
Tore fielen im ersten Drittel zwar keine, der Druck auf Schwarz nahm jedoch weiter zu, weil sich die Moosburger zahlreiche Strafzeiten einfingen. Nachdem EVM-Stürmer Alexander Asen wegen hohen Stocks für 2+2 Minuten in die Kühlbox musste, packten die Gäste zu: Zunächst vollendete Martin Dürr eine schön herausgespielte Powerplay-Kombination (23.), nur eine halbe Minute später – Moosburg war noch immer ein Mann weniger – schlug ein abgefälschter Distanzschuss von Pavel Hanke unhaltbar hinter Schwarz ein.
Kurz wirkten die Gastgeber, bei denen sich Daniel Möhle wegen eine Knieverletzung im Abschlusstraining hatte abmelden müssen, geschockt, gaben jedoch schon in der 28. Minute eine passsende Antwort: Nach einer unübersichtlichen Situation vorm Black-Bears-Kasten lag die Scheibe plötzlich hinter der Linie. Patrice Dlugos durfte sich als Torschütze feiern lassen.
Für den Schlussabschnitt hätte man das Eis im Moosburger Drittel eigentlich gar nicht mehr aufbereiten müssen – das Spiel fand ausschließlich rund ums Tor von Johannes Sedlmeier statt. Doch dafür, dass der EVM Scheibe und Gegner gut im Griff hatte, kamen zu wenig zwingende Situationen zustande. Sedlmeier hielt zwar stark, wurde oft aber auch nur angeschossen. Selbst als Dürr wegen einer „Schwalbe“ in der Schlussminute auf die Strafbank musste, schafften es die Moosburger nicht, sich zumindest in die Overtime zu retten.
Als die Schlusssirene ertönte, war der Jubel im Freisinger Lager groß. Und Moosburgs Spielern war anzusehen, dass sie sich die Rückkehr in die Landesliga ganz anders vorgestellt hatten.
ESC Hügelsheim
Drama ohne Happy Ende
(RLSW) Es hatte nicht sollen sein. Ein verrücktes Spiel zwischen den Baden Rhinos und dem Meister aus Bietigheim-Bissingen endete gestern Abend mit 6:7 für die Gäste. 500 Zuschauer erlebten auch gestern wieder den berühmten Feuerwehrstart der Gäste. Mit viel Tempo, agressivem Forechecking und sauberem Zusammenspiel schnürten die Gäste die Rhinos immer wieder in der eigenen Zone ein. Doch erst in der 20. Spielminute fiel der zu diesem Zeitpunkt überfällige Treffer. Janis Wagner konnte den Versuch von Mathias Vostarek noch parieren, Miroslav Jirusek schüttelte zuvor seinen Gegenspieler ab und verwertete den Rebound zur verdienten Pausenführung.
Im Mitteldrittel kamen die Rhinos besser aus der Kabine, setzten ihrerseits Akzente und wurden in der 28. Spielminute belohnt, als zuerst Noel Johnson den Ausgleich, 20 Sekunden später Andy Mauderer die Führung und weitere 21 Sekunden später Jonathan Koch gar das 3:1 erzielte. Nach einer Auszeit schlug Bietigheim zurück und glich nach Toren von Miroslav Jirusek (31) und Marcel Göttfert (32.) zum 3:3 aus. Doch das Pendel schlug sich nun wieder auf die Seite der Rhinos und Lars White erzielte in der 37. Minute die neuerliche Führung, als sein Schuss von der blauen Linie von einem Bietigheimer Schlittschuh ins eigene Tor abgefälscht wurde. Damit aber nicht genug, denn keine Minute später schnürte Noel Johnson seinen Doppelpack zum 5:3, als er freistehend im Slot direkt abschloss. Undurchsichtig war die letzte Spielminute im zweiten Drittel. Die Rhinos hatten eine Torchance und es kam nach dem Abpfiff zu einem Gerangel hinter dem Tor, in dem Marcel Göttfert von hinten Cedrick Duhamel mit der Faust niederstreckte und mit einer Matchstrafe belegt wurde. Überraschenderweise verhängten die Referees zwei kleine Strafen gegen die Rhinos, weshalb man sich drittelübergreifend in Unterzahl befand.
Gerade als die Spielstärke im Schlussabschnitt wieder ausgeglichen war, kam Bietigheim glücklich zum 5:4, als Tim Heffner's Schuss von der Schonerinnenseite ins Tor von Janis Wagner prallte. Die Partie war wieder völlig offen und bot Chancen auf beiden Seiten. In der 45. Minute schickte Björn Groß den mitgelaufenen Andy Mauderer über Außen, der vom Bullypunkt zum 6:4 traf. Doch Bietigheim gab nicht auf und hatte es Tim Heffner zu verdanken, der in der 51. und 58. Minute erneut zuschlug und den Ausgleich erzielte. Auf Hügelsheimer Seite hatte Graham Brulotte mit einem Alleingang die Chance. Besser machte es 70 Sekunden vor dem Ende Mike Weigandt im Steelers-Trikot, der den Puck zum Siegtreffer über die Linie bugsierte.
Für die Rhinos stehen am Wochenende am Freitag in Heilbronn und am Sonntag in Eppelheim zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Coach Richard Drewniak hofft, dass sich das inzwischen mit fünf Spielern gefüllte Lazarett bis zum Wochenende entspannt.
EG Diez-Limburg
Kantersieg für Rockets
(RLW) Jens Hergt war sauer. Richtig sauer. Zwar hatte seine Mannschaft die Pflichtaufgabe gegen die Luchse Lauterbach von Ergebnis her mit 11:3 (4:1, 3:0, 4:2) standesgemäß gelöst, doch die EG Diez-Limburg spielte nicht das, was (nicht nur) der Trainer von ihr erwartet. Die Rockets bleiben die Torfabrik der Liga (42 Tore in 5 Spielen), laufen derzeit aber dennoch zu deutlich ihren Ansprüchen hinterher.
Das erste Tor des Abends gehörte passenderweise den Gästen: Knut Apel brachte die Luchse in Führung (4.). Lauterbach und Diez-Limburg brachten jeweils 15 Akteure auf den Spielberichtsbogen, bei den Gastgebern fehlten unter anderem Steve Themm, Konstantin Firsanov und Alexander Engel. „Durch den Ausfall von Alex mussten wir defensiv natürlich ein bisschen improvisieren, aber das darf keine Entschuldigung sein für unser Spiel.“
Noch im ersten Drittel bogen die Gastgeber die Verhältnisse auf der Anzeigentafel wieder zurecht: Pierre Wex (5.), Jakub Zdenek (13., 20.) und Julian Grund (14.) brachten die EGDL zur ersten Pause mit 4:1 in Führung. Die Rockets laufen derzeit nicht in Gefahr, jene Spiele, die man gewinnen muss, zu verlieren. Die große Frage, die alle jedoch bewegt: Reichen solche Leistungen auch gegen die Topteams? Erste Antworten darauf gaben die Niederlagen gegen Herford und Dinslaken. Die nächsten Antworten (gegen stärkere Teams) sollen nach Möglichkeit anders ausfallen.
Dafür aber braucht es eine Reaktion - die passenden deutlichen Worte vom Trainer gab es bereits am Freitagabend: „Die drei Punkte sind das einzig Positive an diesem Abend“, sagte Hergt. „Mit unserem Spiel und unserer Einstellung bin ich absolut nicht einverstanden. Ich erwarte am Sonntag in Frankfurt eine deutliche Reaktion, ansonsten werden wir uns am Dienstag und Donnerstag sehr intensiv im Training damit auseinandersetzen müssen, damit endlich jeder Spieler weiß, worum es geht. Wenn wir gegen Ratingen und Neuwied so auftreten würden wie heute gegen Lauterbach, wäre das indiskutabel. Wir werden noch einmal ein sehr ernstes Wort sprechen müssen. Die Spieler haben ein hohes Potenzial. Und das müssen sie jetzt zu 100 Prozent abrufen. Ich brauche auch keine 110 Prozent und besonders tolle Extras. Denn wenn jeder auf dem Eis macht, was er will, wird es gegen die Topteams nicht funktionieren. Stattdessen muss jeder nur seinen Job erledigen.“
Gegen Lauterbach schraubten die Rockets das Ergebnis im zweiten Drittel auf 7:1 in die Höhe - dank der Tore von Andre Bruch (35.), Fabian Mörschler (36.) und Julian Grund (40.). Die Partie war längst entschieden, vielleicht machte auch das Beine und Geist bei den Gastgebern ein wenig träge. Die Luchse kamen so im letzten Drittel noch zu zwei weiteren Toren durch Daniel Knieling (41.) und Sören Franz (45.). Auf der Gegenseite trafen Pierre Wex (49.), Julian Grund (55.), Mark Corbett (56.) und Tobias Schwab (60.) zum 11:3-Endstand. „Ich kann nur gratulieren“, sagte Lauterbachs Trainer Petr Zachar. „Diez-Limburg war das ganze Spiel über besser und immer einen Schritt schneller.“
Dinslakener EC Kobras
Erster Favoritensturz missglückt
(RLW) Der Auftakt des „Bärenwochenendes“ für die Kobras verlief nicht nach Plan.
Am Freitagabend verloren die Giftschlangen ihr Heimspiel in der Schlangengrube gegen die Neuwieder Bären mit 1:4 (1:1; 0:2; 0:1).
Nach dem ersten Dämpfer gegen Ratingen, versuchten die Kobras erneut anzugreifen und wollten den Neuwieder Bären ordentlich Paroli bieten.
Zu Beginn des ersten Spielabschnitts spürte jeder Anwesende in der Eishalle, dass es ein intensives Spiel wird. Die Kobras erwischten den besseren Start in das Match.
Die Giftschlangen gingen bereits in der dritten Spielminute durch Jesse Parker in Führung. Ein unterbundener Angriff der Neuwieder konnten Phillip Heffler und Michal Plichta sehenswert abfangen und schickten Jesse Parker auf die Reise, der mit einem satten Schuss den Puck im gegnerischen Tor bugsierte. Dieser starke Beginn gab der Mannschaft und den Anhängern der Kobras auftrieb.
Doch die Neuwieder Bären schienen unbeeindruckt und glichen in der neunten Spielminute durch Michael Jamieson aus.
„Ich denke, wir haben heute ein gutes Spiel gesehen und wir mussten hier 120% geben und wussten das auch, um hier zu gewinnen,“ sagte Daniel Benske – Trainer der Neuwieder Bären.
Mit einem leistungsgerechten Unentschieden ging es dann für beide Mannschaften in die erste Drittelpause.
Lautstarke Unterstützung beider Fanlager ertönten durch die Eissporthalle, die das zweite Drittel eröffneten.
Die Neuwieder begannen stark und kreierten viele Torchancen, die ein gut aufgelegter Marvin Frenzel im Kobra Tor sehenswert verhinderte. Aber durch einen individuellen Abwehrfehler der Giftschlangen, luden sie Stephan Fröhlich dazu ein, die Bären in Front zu bringen. Ein chancenloser Marvin Frenzel konnte den Puck nur noch aus dem Tor holen. Das Spiel wurde ruppiger und die Härte in den Zweikämpfen nahm zu.
Nach einem Check gegen Kopf und Nackenbereich an Robin Dambacher, wurde Tobias Etzel vorzeitig unter die Dusche geschickt. Robin musste zwar verletzt vom Eis gebracht werden, aber konnte nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen. Die folgende fünfminütige Überzahl konnten die Kobras nicht nutzen, um zumindest den Ausgleich zu erzielen. Zeitweise spielten die Giftschlangen eine doppelte Überzahl, die ebenfalls nicht genutzt wurde. Diverse Torchancen konnten die Männer von Milan Vanek nicht im Tor der Neuwieder unterbringen, da sie an dem ebenfalls gut aufgelegten Goalie Felix Köllejan scheiterten.
„Der springende Punkt in der Partie war, dass wir die doppelte Überzahl überstanden und kein Gegentor kassiert haben, so Benske.
Die Bären nutzten im späteren Spielverlauf eine Überzahlsituation und schraubten das Ergebnis auf 3:1
„Ich habe gedacht, 1:1 nach dem ersten Drittel, dass wir gut aufgelegt sind für das zweite Drittel. Aber wir verlieren das Spiel nach zwei individuellen Fehlern, das kann einfach nicht sein. Es gab konkrete Anweisungen und diese wurden nicht befolgt. Daraus werde ich meine Konsequenzen ziehen und es wird nächste Woche einige Veränderungen geben“, so Schlangenbeschwörer Vanek zur Einschätzung seiner Giftschlangen.
Die Kobras konnten zu Beginn des letzten Spieldrittels noch auf Pascal Behlau setzen, der ein wenig später ins Spielgeschehen eingreifen konnte.
Doch das letzte Drittel wurde von den Neuwiedern gestaltet. Sie verwalteten das Ergebnis über Kampf und Disziplin, spielten aber dennoch nach vorne und hatten zahlreiche Torchancen. Marvin Frenzel hielt seine Mannschaft mit seinen Paraden im Spiel.
Doch durch diverse Strafzeiten der Kobras und ein erneuter individueller Fehler in Unterzahl, bestrafte Michael Jamieson eiskalt und traf zum 4:1 Endstand.
„Wir haben letzte Woche und heute drei Punkte verloren und man hat gesehen, dass wir mit jeder Mannschaft mithalten können. Schade ist nur, dass wir uns dafür nicht belohnen konnten. Wir werden versuchen, es am Sonntag gegen Hamm wieder gut zu machen“, sagte Vanek hoffnungsvoll am Ende der Pressekonferenz.
Mit Spannung können wir am Sonntagabend die Hammer Eisbären in der Schlangengrube begrüßen und hoffen, dass unsere Giftschlangen einen Meisterschaftsfavoriten ärgern können. Das Eröffnungsbully findet um 19 Uhr statt.
Ratinger Ice Aliens
Ice Aliens unter den Top-Drei der Liga
(RLW) Durch einen 3:2 Heimsieg der Ice Aliens über den Neusser EV am Freitagabend schieben sich die Ice Aliens auf den dritten Platz der Tabelle. Im Lokalderby mussten die Gastgeber bis zum Schluss zittern, denn eine 3:0-Führung holten die Gäste aus Neuss noch einmal mit zwei Treffern auf. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen, so dass die Ice Aliens drei Punkte am Sandbach behielten.
In dem von den Ice Aliens sehr diszipliniert geführten Spiel brachte Marvin Cohut (Klemmer, Schneider) die Ice Aliens in der 8. Minute in Führung. Mehr Tore wollten in diesem Drittel aber nicht mehr fallen. Im zweiten Drittel war es wieder Cohut, der nach Vorlage von Klemmer und Schuhmacher auf 2:0 erhöhte. Nur 87 Sekunden später schraubte Tim Brazda auf 3:0. Die Vorlage lieferten Max Bleyer und Stefan Traut, der den gesperrten Tobias Brazda in der Reihe ersetzte.
Zunächst schien eine Vorentscheidung gefallen, doch die Gäste erholten sich von dem Doppelschlag und trafen ihrerseits innerhalb von zwei Minuten mit den Anschlusstreffern durch Kaltenborn und Lindt zum 3:2. Auch das letzte Drittel blieb torlos. Zum Ende versuchten beide Trainer das Ergebnis für ihr Team zu beeinflussen. So nahm Krystian Sikorski in der 57. Minute eine Auszeit, um Ruhe im Spiel zu halten und letzte Anweisungen zu geben. Auf Neusser Seite ging Ken Passmann in der 60. Minute zugunsten eines Feldspielers aus dem Tor, doch die Ice Aliens brachten das Ergebnis schlussendlich über die Ziellinie.
Schönheider Wölfe
Wölfe lassen Saale Bulls 1b keine Chance
(RLO) Die Schönheider Wölfe wurden am Samstag im zweiten Hauptrundenspiel in der Regionalliga Ost ihrer Favoritenrolle gerecht und ließen den Saale Bulls Halle 1b beim deutlichen 14:0 (4:0, 6:0, 4:0)-Heimsieg keine Chance. 367 Zuschauer sahen bei herrlichstem Spätsommerwetter im Wolfsbau eine sehr einseitige Partie, in welcher bereits nach 35 Sekunden der erste Treffer durch Vincent Wolf fiel. Bis zur 13. Minute hielten die tapfer kämpfenden Hallenser noch halbwegs gut dagegen, ehe die Wölfe aber mit weiteren Toren durch Robert Horst (13.), Christoph Rogenz (16.) und Jordan Klotz (19.) eine beruhigende 4:0-Führung nach dem ersten Drittel herausspielten. Im Mittelabschnitt wurde der Leistungsunterschied noch deutlicher. Die Wölfe spielten sich immer mehr in Laune und schraubten das Ergebnis bis zur zweiten Pause auf 10:0 in die Höhe. In die Torschützenliste durften sich Petr Kukla (21./29./36.), Eric Neumann (23.), Robert Horst (27.) und Jordan Klotz (38.) mit teils sehenswerten Treffern eintragen.
Im Schlussdrittel nahmen die Wölfe dann das Tempo zurück, ohne jedoch ihre klare Überlegenheit einzubüßen. Defensiv weiter konzentriert, rollte Angriff auf Angriff in Richtung Hallenser Gehäuse. Die Folge, Robert Horst (44.), Petr Kukla (44./53.) und Jordan Klotz (58.) stellten mit ihren Treffern den auch in der Höhe verdienten 14:0-Endstand her. Nach zuletzt zwei Heimspielen, folgt nun eine vierwöchige Auswärtsserie für die Schönheider Wölfe. Kommenden Samstag, dem 20.10.18 gastiert das Team von Coach Sven Schröder beim aktuellen Tabellenführer ESC Dresden, ehe am 27.10. und 28.10.18 das Doppel-Berlin-Wochenende gegen die Blues und FASS ansteht. Danach folgen zwei weitere Auswärtsspiele in Halle (11.11.18) und erneut Dresden (17.11.18). Das nächste Heimspiel im Wolfsbau ist dann erst am Sonntag, dem 18.11.18, um 17:00 Uhr gegen den ESC Dresden.
Landesliga Berlin
FASS gewinnt Eishockeykrimi
(LLB) Erst führte FASS, dann die Eisbären und am Ende wurden Penaltys geschossen. FASS besiegte im ersten Spitzenspiel der Landesligasaison die Eisbären Juniors nach Penaltyschießen mit 4:3 (1:0/1:2/1:1).
Da dem Landesligateam von FASS im Moment nur ein Torhüter zur Verfügung steht, half Regionalligagoalie Max Franke aus. So konnte der Neuzugang Spielpraxis sammeln. Bei den Juniors begann Philipp Lücke. Beide Teams traten zwar nicht komplett an, aber durchaus gut besetzt.
Es ging auch gleich gut los. Beide Teams kamen in der Anfangsphase zu einer Torchance. Nach einer ruhigeren Phase gab es ab der 10. Minute die nächsten guten Torchancen. Und nach 14 Minuten fiel der erste Treffer der Partie. Timothy Stephan traf in Überzahl für die Weddinger zum 1:0. Es wurde nun intensiver und leider verletzte sich Benjamin Salzmann, auf den FASS von da an verzichten musste. Weitere Tore gelangen im ersten Abschnitt aber auch nicht.
Eine Strafzeit gegen die Eisbären zu Beginn des 2. Drittels führte zum zweiten Treffer des Spiels. Die Juniors bekommen den Puck nicht geklärt und das nutzte Lucien Aicher aus (22.). Es wurde weiter gekämpft und die Eisbären kamen zurück. In doppelter Überzahl gelang Pierre Gläser der Anschlusstreffer (34.) und nach 36 Minuten gelang Uli Böttcher der Ausgleich. Die Weddinger wankten nun gewaltig, zumal die Juniors weiter Druck machten. Die 2. Pause kam für die Akademiker gerade noch rechtzeitig.
Den Eisbären machte die Pause nichts aus, sie hatten jetzt ihren Rhythmus gefunden. Die Gastgeber hingegen taten sich weiter schwer. So war es keine Überraschung, dass den Gästen nach 43 Minuten durch Pierre Gläser das 2:3 gelang. FASS stand weiter unter Druck, bekam nach 52 Minuten aber die große Chance zum Ausgleich. Lucien Aicher scheiterte jedoch mit einem Penalty am Pfosten. Das weckte die Lebensgeister der Weddinger und sie kamen wieder zu mehr Torchancen. Und zum Ausgleich, denn Jules Thoma traf zwei Minuten vor dem Ende zum verdienten 3:3.
Es blieb bei diesem Ergebnis und so kam es zum Penaltyschießen. Auch das ging in die Verlängerung, denn nur Lucien Aicher (FASS) und Dave Simon (EJB) konnten ihren Penalty verwandeln. Dann sorgte aber Kevin Martens für die Entscheidung und den zweiten Punkt für FASS.
30 Minuten zeigte FASS eine starke Leistung. Mit dem Anschlusstreffer ging der Faden verloren und die Eisbären übernahmen das Spiel. Insgesamt sahen die Zuschauer ein Spiel, dass den Erwartungen durchaus gerecht wurde. (Norbert Stramm)
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