IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Dienstag 27.Dezember 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
Adler Mannheim: 7:1 gegen die DEG!(DEL) Drei Tage nach dem spektakulären Match gegen die Iserlohn Roosters setzten die Adler mit ihrem höchsten DEL-Sieg seit drei Jahren einem gelungenen Weihnachtfest die Krone auf. Mit 7:1 gewannen die Adler gegen die Düsseldorfer EG, die zuvor vier Spiele in Serie gewonnen hatten. Der Schlüssel zum Erfolg lag in einem überragenden zweiten Drittel, als die Adler bei 25:4 Torschüssen fünf Mal ins gegnerische Tor trafen. Aaron Johnson war zweifacher Torschütze für Mannheim, außerdem waren Carlo Colaiacovo, Luke Adam, Sinan Akdag, Chad Kolarik und Matthias Plachta erfolgreich. Das Tor für die Gäste erzielte Rob Collins.
Die Gäste von Niederrhein starteten sehr konzentriert in die Partie und schafften es in den ersten Minuten, den Spielaufbau der Adler immer wieder zu stören. Sehr gelegen kam den Düsseldorfern dabei auch das frühe Überzahlspiel, nachdem Jamie Tardif schon in der ersten Minute die erste Strafe kassierte. Torhüter Dennis Endras musste zwei Mal kräftig zupacken, während auf der anderen Seite Mathias Niederberger im Tor der DEG eher ruhige Anfangsminuten erlebte. Bis auf die Chancen beim ersten eigenen Powerplay - Carlo Colaiacovo und Luke Adam prüften Niederberger (7. Minute) - kamen die Hausherren in der Anfangsphase kaum gefährlich ins Angriffsdrittel.
Doch das Team von Trainer Sean Simpson steigerte sich, setzte die Gäste in der zehnten Minute richtig unter Druck, als Chad Kolarik, Marcel Goc und Luke Adam die Scheibe nacheinander in Richtung gegnerisches Tor feuerten. So kam die Mannheimer 1:0-Führung auch nicht überraschend: Jamie Tardif und Garrett Festerling hatten sich an der Bande hinter dem Tor behauptet, den Pass zurück nahm Carlo Colaiacovo dankend an und erzielte im achten Spiel seinen vierten Treffer. Noch vor der ersten Pause hatten Marcel Goc und Chad Kolarik starke Szenen vor dem gegnerischen Tor, so dass die Mannheimer Führung zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient war.
Im zweiten Drittel starteten die Adler noch dominanter, schnürten die Düsseldorfer für einige Minuten vor deren eigenem Tor ein. Und ausgerechnet, als die Scheibe den Quadratestädtern zum ersten Mal im Mittelabschnitt nach einem eigenen Fehlpass zurück hinter das eigene Tor flutschte, konterten sie die Gäste zum 2:0 aus - Luke Adam schloss den schnellen Angriff über Marcel Goc und Chad Kolarik erfolgreich ab (24.). Danach ging es im Zwei-Minuten-Takt weiter: Sinan Akdag durfte nach seinem geblockten Schuss noch einmal ran und traf zum 3:0 (26.), Chad Kolarik hielt seinen Schläger in einen Schuss von Marcel Goc - 4:0 (28.).
DEG-Coach Christoph Kreutzer nahm seinen unglücklichen Goalie vom Eis und stellte Felix Bick zwischen die Pfosten. Doch noch bevor dieser die Scheibe erstmals zu fassen bekam, lag sie erneut hinter der Torlinie. Was bei Kolariks 4:0 schon gut funktionierte - dem DEG-Keeper mittels Verkehr vor dem Tor die Sicht nehmen und auf eine Lücke für die Scheibe hoffen - klappte auch bei den Schlenzern von Matthias Plachta (29.) und Aaron Johnson (35.). Mit einer 6:0-Führung gingen die Adler in die zweite Pause.
Youri Ziffzer erhielt im dritten Abschnitt noch die Chance zur Bewährungsprobe, wechselte für Dennis Endras zwischen die Pfosten des Adler-Tores. Den Ehrentreffer der Gäste konnte er nicht verhindern (Collins, 54.), doch nach dem zweiten Tor von Aaron Johnson zuvor (51.) war die Partie ohnehin längst gelaufen. Auch bei der direkten Auseinandersetzung zwischen Brent Raedeke und Bernhard Ebner direkt nach dem siebten Mannheimer Tor blieb der Adler Punktsieger.
Souveräner Sieg der Red Bulls München in Krefeld / KEV – RBM 1:4 | Konrad Abeltshauser: „Nehmen drei Punkte mit nach Hause“(DEL) Der EHC Red Bull München hat am zweiten Weihnachtsfeiertag einen 4:1-Erfolg (3:1|0:0|1:0) bei den Krefeld Pinguinen gefeiert. Vor 4.434 Zuschauern erzielten Konrad Abeltshauser, Deron Quint, Maximilian Kastner und Mads Christensen die Tore für die Landeshauptstädter.
Den Red Bulls sollte beim Tabellenletzten Krefeld ein optimaler Auftakt gelingen. Nach einem Bullygewinn vor dem Pinguine-Tor fand der anschließende Schlenzer von Konrad Abeltshauser schon nach eineinhalb Minuten den Weg ins Krefelder Gehäuse (2.). Und die Isarstädter legten sofort nach. Toller Pass von Derek Joslin und Deron Quint verwandelte frei im Slot zum 2:0 für die Gäste (5.). In der Folge kamen die Hausherren besser in die Partie. Erfolgreich waren sie dann aber erst in Überzahl, Kyle Klubertanz verkürzte per Distanzschuss für die Pinguine (14.). Kurz vor der Drittelpause dann wieder Powerplay für die Krefelder, aber dieses Mal schlugen die Roten Bullen in Person von Maximilian Kastner eiskalt zum 3:1 zu (20.).
Die erste richtig gute Möglichkeit im zweiten Abschnitt hatte Michael Wolf. Sein Alleingang endete aber bei KEV-Schlussmann Patrick Klein, der nach dem 3:1 für den Ex-Münchner Niklas Treutle ins Tor kam (25.). In der 32. Minute war es dann wieder der Gäste-Kapitän, der die nächste Chance hatte. In Überzahl verpasste er aber ganz knapp das vierte Münchner Tor. Von den Krefeldern war im zweiten Drittel offensiv deutlich weniger zu sehen. David Leggio im Kasten der Gäste hatte wenige Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.
Das Schlussdrittel begann dann mit einem doppelten Videobeweis. Erst wurde ein Tor von Brooks Macek aberkannt, da er die Scheibe mit dem Schlittschuh gespielt hatte, auf der anderen Seite wurde der Treffer von Dragan Umicevic annulliert, da Daniel Pietta David Leggio im Torraum behindert hatte (45.). So ging es also mit 3:1 für die Landeshauptstädter weiter. Jerome Flaake hatte wenig später die große Möglichkeit zu erhöhen. Sein Abschluss landete aber nur am Krefelder Torpfosten (46.). In der 52. Minute war es dann aber soweit. Mads Christensen spielte den Puck auf den Rücken von KEV-Torhüter Patrick Klein, von dort prallte die Scheibe hinter die Linie. 4:1 für den EHC Red Bull München – gleichbedeutend mit der Entscheidung in dieser Partie.
Rote Teufel Bad Nauheim: 2:3-Penaltyniederlage in Freiburg - "Uns fehlt derzeit vorne einfach das Glück" - Mittwoch geht es nach Heilbronn, Freitag kommt Kaufbeuren(DEL2) Mit 2:3 (0:1, 2:0, 0:1) n.P. verloren die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim am zweiten Weihnachtsfeiertag ihr Auswärtsspiel bei den Wölfen Freiburg. Nach einem Match, das lange Zeit hin und her wog, nahmen die Gäste zumindest einen Zähler mit aus dem Breisgau. "Beide Torhüter haben ihren Defensiv-Abteilungen sehr geholfen, denn es gab sehr viel Chancen auf beiden Seiten. Im ersten Drittel waren wir etwas nervös, im zweiten sind wir dann mit Powerplaytoren zurückgekommen. Auch im letzten Abschnitt wollten wir stabil stehen und Forechecking betreiben, doch wie schon die ganze Saison lang kassieren wir dann ein Tor aus einer Situation, die eigentlich keine Torszene ist. Hinten hatten wir dann Glück, vorne haben wir dieses derzeit einfach nicht, so dass wir als Auswärtsteam mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen", so Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.
Bei den Gästen entschied sich Cheftrainer Petri Kujala für Joel Johansson als vierten Ausländer, so dass Jan Guryca wieder zwischen den Pfosten für den eine Pause erhaltenden Mikko Rämö agierte. Die Hessen traten trotz der Verletzung von Vitalij Aab mit kompletten vier Blöcken an, Marcel Pfänder spielte hierbei erneut im Sturm der vierten Reihe, während Marc Kohl als siebter Verteidiger zunächst zum Zuschauen gezwungen war.
Beide Seiten begannen das Match am zweiten Weihnachtsfeiertag relativ verhalten, wobei die Hessen dennoch einen konzentrierteren Eindruck hinterließen. Lohn waren zwei gute Möglichkeiten von Kapitän Nick Dineen, der EHC-Goalie Marco Wölfl (erhielt den Vorzug vor Lukas Mensator) zu zwei Schoner-Paraden zwang (5.). Aber Freiburg fand in der Folgezeit ebenfalls in die Partie und wurde zudem ob Bad Nauheimer Strafzeiten (des konsequent pfeifenden Referees Jens Steinecke) begünstigt. Nachdem bereits Dominik Lascheit wegen einer sehr fragwürdigen Szene in die Kühlbox musste (in dieser zwang Linsenmaier Guryca in der 8. Minute zu einer Glanztat), war es eine Strafzeit gegen Andreas Pauli, die Radek Duda mit einem Handgelenkschuss unter die Latte zum 1:0 verwerten konnte (11.). Jan Guyrca wurde hierbei leicht behindert, was einen Videobeweis nach sich zog, der Treffer fand schließlich dennoch Anerkennung des Unparteiischen. Die Roten Teufel mussten also wieder einmal einen Rückstand hinnehmen und Freiburg wollte nachsetzen, während die Gäste nun keine richtige Struktur mehr in ihr Spiel bringen konnten. Stattdessen kassierten sie eine dritte Strafzeit in diesem ersten Abschnitt und auch hier waren die Wölfe brandgefährlich, als Kunz nach Vorlage von Linsenmaier nur knapp vorbei zog, so dass es nach 20 Minuten beim 1:0 für die Breisgauer blieb.
Im Mitteldrittel wollten die Hessen antworten: Hauptakteur war zunächst Dusan Frosch, der in der 25. Minute vor das Tor zog, mit der Rückhand aber an Wölfl scheiterte. Anschließend musste der frühere Freiburger in die Kühlbox, was die Gäste schadlos überstanden, direkt von der Strafbank kommend scheiterte der EC-Stürmer mit der Nummer 38 nach einem langen Pass von Johansson, als die Scheibe nur Zentimeter am Tor vorbei ging. Bad Nauheim war also im Spiel und sie zogen Dank der vier Sturmreihen das Tempo nun deutlich an. Diese Tatsache zwang die lediglich mit drei Reihen agierenden Wölfe ihrerseits zu Fouls, was die Roten Teufel zu nutzen wussten. Mit Cihak und Saccomani saßen zwei Wölfe draußen, da traf Juuso Rajala mit einem Kunstschuss aus spitzem Winkel bei doppelter Überzahl zum Ausgleich (30.). Die Wetterauer konnten weiterhin Überzahl spielen und auch diesmal klingelte es auf Freiburger Seite: Joel Johansson traf aus dem Halbfeld die Scheibe nicht voll, vielleicht war dies auch der Grund, warum Wölfl das Hartgummi nur 53 Sekunden nach dem 1:1 zur Gäste-Führung über die Linie gehen lassen musste. Die Kurstädter drehten somit diese Partie, in der nun wiederum die Schwarzwälder antworten wollten. Es entwickelte sich ein temporeiches und interessantes Match, bei dem vor allem die erste Freiburger Reihe ordentlich Druck machte und Jan Guryca zwei Mal zu Glanztaten veranlasste. Der EC verlagerte sich zwangsläufig auf Konter, einen solchen hätte der Ex-Freiburger Daniel Ketter in der 36. Minute fast zum dritten Treffer nutzen können, doch der Pfosten rettete für den EHC-Torhüter, so dass es eine enge Angelegenheit auch zur zweiten Sirene blieb - nun jedoch mit dem leichten Vorteil der Führung auf Bad Nauheimer Seite.
Die Schwarzwälder sollten im letzten Abschnitt aber noch einmal richtig Gas geben. Es waren nur 46 Sekunden gespielt, da demonstrierte Marc Wittfoth mit einem fulminanten Sololauf die ganze Willenskraft seines Teams, als der Angreifer gleich zwei Mann stehen ließ und auch noch Jan Guryca mit einem Rückhandheber über die Schoner zum 2:2-Ausgleich überwinden konnte. Freiburg war nun am Drücker und bekam durch einen Penaltyschuss von Austin Cihak gar die große Chance auf die erneute Führung (46.), doch der Angreifer vergab. Die Wölfe waren dem Führungstreffer auch in der Folgezeit näher: zwei Mal Billich (47.), Cahik (48.) sowie Haluza und erneut Cahik in Überzahl (50.) scheiterten allesamt an Jan Guryca, der nach dem Spiel zu Recht zum besten Bad Nauheimer Akteur gewählt wurde. Die Roten Teufel fuhren lediglich Entlastungsangriffe, mit ein wenig mehr Schussglück wäre vielleicht der ein oder andere Konter abzuschließen gewesen, so blieb es nach 60 Minuten aber beim 2:2, so dass erneut eine Verlängerung her musste.
In dieser belauerten sich beide Seiten, die größeren Chancen in diesen sehr interessanten fünf Minuten hatten aber die Hausherren, Guryca zeichnete sich auch hier erneut nach Schüssen von Linsenmaier, Duda und Wittfoth aus, während Wölfl auf der anderen Seite lediglich eine Szene nach einem Rajala-Schuss entschärfen musste. Somit hoffte man auf einen weiteren Punkt im Penaltyschießen (das anders noch als zuletzt in Bad Nauheim ohne trockenes Abziehen des Eises durchgeführt wurde), in diesem traf nur Marton Vas für die Freiburger mit einem satten Schuss über die Fanghandseite von Guryca hinweg zum Siegtreffer für die Breisgauer mit dem dritten und somit letzten Penalty der Hausherren.
Am Mittwoch gastieren die Hessen bei den Heilbronner Falken (20 Uhr), das nächste Heimspiel steht am kommenden Freitag um 19.30 Uhr gegen Kaufbeuren auf dem Programm. Die Geschäftsstelle des EC Bad Nauheim hat aufgrund von Weihnachtsferien am morgigen Dienstag geschlossen, am Donnerstag sowie am Spieltag steht sie wieder wie gewohnt zur Verfügung.
EHC Bayreuth kann die tolle Heimserie diesmal nicht halten - Trotz 2-0 Führung holt sich Kaufbeuren die Auswärtspunkte mit sehr starker zweiter Hälfte des Spiels(DEL2) Der EHC Bayreuth unterliegt vor 2 307 Zuschauern und einem stattlichen Gästeblock dem ESV Kaufbeuren am Ende mit 2:5 (1-0,1-2,0-3). Sergej Stas und Sebastian Busch brachten die Oberfranken bis zur 23.Minute mit 2-0 in Führung, doch dann wurden die Allgäuer immer stärker und gewannen noch deutlich. Ohne den im Spiel verletzt ausgeschiedenen Bayreuther Verteidiger Martin Heider setzte sich das sehr disziplinierte Spiel des ESV, gepaart mit Effektivität im Angriff hinten hinaus verdient durch.
Nächstes Heimspiel im Tigerkäfig folgt am Freitag 30.12. um 20 Uhr gegen Ravensburg.
Eispiraten Crimmitschau unterliegen Ravensburg mit 6:1 - Westsachsen bleiben am zweiten Weihnachtsfeiertag ohne Punkte(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau bleiben auch am zweiten Weihnachtsfeiertag ohne einen Punktgewinn. Bei den Ravensburg Towerstars unterlagen die Westsachsen nach 60 Minuten mit 6:1 Die Mannschaft von Interimstrainer Boris Rousson wartet somit weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Angreifer Mark Lee erzielte zwölf Sekunden vor der zweiten Drittelpause das einzige Crimmitschauer Tor zum zwischenzeitlichen 1:4.
Unter der Leitung von Interimstrainer Boris Rousson sollte endlich der erste Auswärtssieg der Saison her, den besseren Start in die Begegnung fanden aber die Gastgeber aus Ravensburg. Bereits nach fünf Minuten ließ Daniel Schwamberger dann die Anhänger der Towerstars jubeln. Per Rückhand bugsierte der Stürmer die Scheibe durch die Beine von Ryan Nie ins Gehäuse der Westsachsen. Diese wurden danach allerdings immer stärker und erspielten sich die ein oder andere gefährliche Chance zum Ausgleich. Sowohl Martin Bartek als auch Niclas Lucenius und Bernhard Keil blieb das Tor zum 1:1 aber verwehrt.
In der Anfangsphase des zweiten Drittels nahmen aber die Schützlinge von Toni Krinner das Heft wieder in die Hand. Nach Zuspiel von Mathieu Tousignant traf Adriano Carciola nur 23 Sekunden nach Wiederbeginn zum 2:0. Crimmitschau ließ sich von dem zweiten Gegentor vorerst aber nicht unterkriegen. Martin Bartek und Niclas Lucenius, welche beide in der dritten Sturmreihe zum Einsatz kamen, nutzten ihre Möglichkeiten allerdings nicht. Konsequenter verwerteten die Ravensburger ihre Möglichkeit in der 36. Spielminute, als Lukas Slavetinsky dem hechtenden Ryan Nie keine Chance zur Abwehr ließ und zum 3:0 einschoss. Nur wenige Augenblicke später kam es für die Eispiraten dann knüppeldick - Jonas Schlenker beförderte die Hartgummischeibe per Bauerntrick zum 4:0 in den Kasten der Westsachsen. Die Mannschaft von Boris Rousson nutzte jedoch zwölf Sekunden vor dem Dittelende eine Überzahlsituation und kam dank Mark Lee zum 1:4.
Auch im Schlussabschnitt war bei den Eispiraten kein Aufbäumen zu erkennen. Die Westsachsen agierten im Großen und Ganzen zu ungefährlich und verpassten es somit, ein weiteres Tor zu erzielen. Die Towerstars schlugen im letzten Durchgang jedoch noch zwei Mal zu und erhöhten den Spielstand in Person von Sören Sturm und Lukas Slavetinsky somit auf 6:1, welcher gleichzeitig auch der Endstand war.
Dresdner Eislöwen siegen in der Verlängerung (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Heilbronner Falken nach Verlängerung mit 3:2 (0:1; 2:0; 0:1; 1:0) gewonnen. Vor 3751 Zuschauern konnten die Gastgeber ihre Chancen zunächst jedoch nicht im Tor unterbringen. Heilbronn nutzte die Gelegenheiten eiskalt: Richard Gelke brachte die Falken in Führung, welche den Gästen mehr Auftrieb gab. Kurz vor dem Drittelende hatten die Hausherren den Ausgleich auf der Kelle, doch der erneut war Goalie Hare zur Stelle. Im zweiten Drittel drückten die Eislöwen auf den Ausgleich. Nach mehreren Strafen für beide Teams – darunter eine Disziplinarstrafe für Rylan Schwartz - markierte Brendan Cook im Powerplay den Ausgleich (29.). Der Treffer sorgte bei den Eislöwen für neuen Elan: In der 33. Minute fiel durch Teemu Rinkinen die Führung. Im dritten Spielabschnitt hatten beide Clubs ihre Gelegenheiten. Die Gäste nutzten ihre Chance in der 54. Minute durch Jonathan Harty zum Ausgleich. Bis zum Ende blieb es spannend, aber es fielen keine weiteren Tore. Somit ging es in die Overtime. Die Verlängerung dauerte lediglich 54 Sekunden. Erneut war es Rinkinen, der mit seinem Tor für den 3:2-Erfolg der Dresdner Eislöwen sorgte.
Falken-Coach Fabian Dahlem: „Meine Mannschaft hatte einen guten Start ins Spiel und hat sehr fokussiert agiert. Wir waren griffig. Bis zur Schlägerei im zweiten Drittel haben wir ebenfalls gut mitgehalten. Dann haben wir uns jedoch rausbringen lassen. Dresden hat den Druck erhöht. Im letzten Drittel war es wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Der Ausgleich fiel nicht unverdient, aber am Ende entscheiden im Eishockey eben doch Zentimeter. Dennoch war es eine tolle Energieleistung meiner Mannschaft.“
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: „Beide Mannschaften haben sich heute einen harten Kampf geliefert, intensiv und mit viel Leidenschaft agiert. Hannibal Weitzmann löst den Versuch der Heilbronner in der Verlängerung gut. Besonders freue ich mich jedoch für Teemu Rinkinen. Er hat bisher eine schwierige Saison erlebt.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Mittwoch, 28. Dezember um 19.30 Uhr bei den Löwen Frankfurt.
Kassel Huskies schlagen Rosenheim souverän(DEL2) Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Freitag in Kaufbeuren kam es am heutigen, zweiten Weihnachtsfeiertag, zum zweiten Aufeinandertreffen zwischen der Huskies und den Starbulls Rosenheim in der Kasseler Eissporthalle. Während bei den Gastgebern Jack Downing, Dorian Saeftel und Austin Wycisk weiterhin verletzt fehlten, mussten die Oberbayern auf Krys Kolanos, Simon Fischhaber, Tyler Scofield, Cameron Burt und Michael Baindl verzichten.
Etwas über 4.000 Zuschauer sahen eine ausgeglichene Anfangsphase, in der beide Teams sich
Tormöglichkeiten erarbeiteten. So kamen Proft und Meilleur für die Huskies zu guten Chancen,
nachdem sie jeweils von Braden Pimm im Slot angespielt wurden. Auf der anderen Seite prüfte der
Rosenheimer Neuert gleich zwei Mal Markus Keller im Tor der Huskies.
In der ersten Überzahlsituation fiel dann auch der erste Treffer. Merl wurde quer über das Feld von
Manuel Klinge angespielt und nagelte den Puck mit einem satten Schuss zur 1:0 Führung in den
Giebel (12.). Nun machten die Hauherren weiter Druck. In der 17. Minute scheiterte Klinge
zunächst noch an Lukas Steinhauer, bevor er wenige Sekunden später, nach Zuspiel von Toni
Ritter, seinen eigenen Rebound zur 2:0 Führung verwertete.
In das zweite Drittel starteten die Gäste dann besser. Dennoch dauerte es bis zur 24.Minute, ehe
McNeely zu einer ersten Torchance kam. Nach 25 Minuten gelang den Starbulls der
Anschlusstreffer. In Überzahl kam Michael Rohner an der blauen Linie frei zum Schuss, McNeely
fälschte den Puck noch ab, so dass Keller keine Chance blieb und es nur noch 2:1 stand.
Von dem Treffer schienen aber eher die Huskies beflügelt. Proft scheiterte noch mit einem
Bauerntrick an Steinhauer und Schlager traf nur den Außenpfosten (26.), ehe Boiarchinov vor das
Tor zog, den Puck mit der Rückhand unter dem Gästeschlussmann durchschob und Hungerecker
den Puck nur noch zum 3:1 über die Linie befördern musste.
Die Begegnung nahm an Härte zu, so dass durch Strafen auf beiden Seiten Platz auf dem Eis
entstand. In dieser Phase prüften Classen und Lindlbauer den Kasseler Schlussmann Markus
Keller, der damit jedoch keine größeren Probleme hatte. Auf der anderen Seite scheiterte Toni
Ritter nach Klinge-Zuspiel am Schlussmann der Bayern. Das letzte Wort im Mittelabschnitt hatten
die Huskies. Corey Mapes Schlenzer von der blauen Linie wurde zwei Mal abgefälscht und ging
zum 4:1 ins Netz.
Im Schlussabschnitt verwalteten die Huskies den Vorsprung, weil auch die Gäste nicht mehr viel in
einen möglichen Anschlusstreffer investierten. Die Schlittenhunde waren so näher am fünften
Treffer dran als Rosenheim am zweiten. Klinge und MacKenzie verpassten jedoch den Ausbau der
Führung, so dass am Ende ein souveräner 4:1-Erfolg zu Buche stand.
Verdienter Auswärtssieg für den ESV Kaufbeuren in Bayreuth - Joker holen 2:0 Rückstand auf und gewinnen vor über 200 mitgereisten Fans mit 2:5(DEL2) Mit einem 2:5 Auswärtssieg belohnte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann für einen engagierten Auftritt beim Tabellenelften der DEL2 mit drei Punkten. Unter den 2307 Zuschauern in Bayreuth waren gut und gerne über 200 begeisterte ESVK Fans, die ihre Mannschaft und Siegtorschütze Sami Blomqvist nach dem Spielende dementsprechend feierten. Max Schmidle musste zum Ende des 1. Drittels leider verletzungsbedingt passen.
Der ESV Kaufbeuren kam gut in die Partie und schaffte es, den bisher so heimstarken Aufsteiger stets unter Druck zu setzen. Leider konnten die Joker ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. In der 8. Spielminute gab es dann eine unglückliche fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Ondrej Pozivil. Der Joker Verteidiger traf bei einem Pass einen Bayreuther Stürmer mit seinem Schläger im Gesicht und musste regelkonform das Spiel vorzeitig beenden. Seine Mannschaftskameraden überstanden die fünfminütige Unterzahl bravourös und ließen kaum gute Tormöglichkeiten zu. Danach war das Spiel etwas ausgeglichener und nach einem Konter in der 16. Spielminute konnte Sergej Stas nach einem schönen Zuspiel von David Wohlberg mit einem satten Handgelenkschuss in den Winkel das 1:0 für die Heimmannschaft erzielen. Auf der Gegenseite scheiterten die Kaufbeurer immer wieder am Tomas Vosvrada im Tor der Tigers. Kurz vor der Pause verhinderte dann Joker Torhüter Stefan Vajs mit einer Glanzparade gegen Marcus Marsall das 2:0, so dass es für die Allgäuer mit einem Tor Rückstand in die erste Pause ging.
Im zweiten Drittel erwischten die Rotgelben einen schlechten Start und es dauerte nur knapp drei Minuten bis Sebastian Busch auf 2:0 für die Tigers erhöhen konnte. Die Joker brauchten ein paar Minuten sich vom schnellen Gegentor zu erholen, übernahmen dann aber wieder langsam die Kontrolle über das Spiel und wurden durch Daniel Oppolzers erstes Saisontor und dem damit verbundenen 2:1 Anschlusstreffer, belohnt. Nun setzten die Wertachstädter die Bayreuther immer wieder in ihrer Defensivzone fest und kamen durch Sami Blomqvist erstes Tor in der DEL2 zum 2:2 Ausgleichstreffer. Der finnische Neuzugang konnte einen Abpraller von Latte und Pfosten im Tor der Tigers unterbringen. Trotz guter Chancen sollte den Kaufbeurern kein weiterer Treffer mehr gelingen und es ging somit mit einem 2:2 Unentschieden zum zweiten Pausentee.
Im Schlussabschnitt konnten die Joker ihre einzige Überzahlsituation im ganzen Spiel zum erstmaligen Führungstreffer nutzen. Sami Blomqvist stand goldrichtig und konnte erneut einen Abpraller verwerten und traf vor der Gästekurve zum viel umjubelten 2:3. Der ESVK gab das Heft des Handeln nichts mehr aus der Hand und konnte durch Simon Schütz auf 2:4 erhöhen. Ein verdeckter Schuss des jungen Verteidigers von der blauen Linie fand den Weg in das Gehäuse von Tomas Vosvrada. Der heute wieder überragende Jere Laaksonen belohnte sich und seine Mannschaft dann noch mit dem 2:5 in das verweise Tor der Tigers, als der Bayreuther Trainer Sergej Wassmiller seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vergebens vom Eis nahm.
Ravensburg Towerstars(DEL2) Die Ravensburg Towerstars haben am zweiten Weihnachtstag das Heimspiel gegen die Eispiraten mit einem 6:1 Sieg konsequent erfolgreich gestaltet und damit den Abstand auf Platz vier auf drei Punkte reduziert.
Dass beide Teams das vermeintliche Weihnachtsfesttags-Essen schnell aus den Beinen schütteln wollten, zeigte sich schon vom Anspielbully weg. Schnelle Pässe, wenig Klein-Klein in der neutralen Zone und dass sich beide Mannschaften auf dieses Konzept auch vorbereitet hatten, bewiesen die wenigen Unterbrechungen durch Icing oder Abseits. Dass die Towerstars vor stimmungsvoller Kulisse bereits nach viereinhalb Minuten in Führung gingen, spielte freilich den Gastgebern voll in die Karten. Max Brandl hatte seinen Sturmpartner mit einem exakten Pass in den Slot bedient, Daniel Schwamberger legte sich die Scheibe erst gar nicht zurecht, sondern vollendete mit der Rückhand flach zum 1:0.
Danach gehörte das Spiel lange Zeit den Gastgebern, die wie schon am Freitag in Frankfurt auffallend schnell nach Puckeroberung auf Angriff umschalteten. Jonas Schlenker hatten beispielsweise eine gute Chance in der 11. Minute, auch Stephan Vogt hatte eine durchaus gute Einschussmöglichkeit. Allerdings spielten sich die Gäste aus Westsachsen ab der zweiten Hälfte des ersten Drittels doch mehr und mehr in Rhythmus und in der 13. Minute hatte Nicola Luceniaus auch die unbestritten beste Möglichkeit auf den Ausgleich auf dem Schläger. Aus rund vier Metern parierte allerdings Towerstars Keeper Jonas Langmann stark.
Der zweite Spielabschnitt hätte für die Towerstars wohl kaum besser starten können. Ganze 23 Sekunden waren gespielt, als Adriano Carciola zum 2:0 abschloss. Daraufhin agierten die Gäste prompt aggressiver und in ein paar Szenen bekamen die Towerstars auch Probleme in der eigenen Zone. Martin Bartek stand beispielsweise vier Minuten später frei vor dem Ravensburger Tor, doch Jonas Langmann stand genau richtig auf der Linie. Hauptschiedsrichter Cory Müns war diese vergebene Riesenchance aus kürzester Distanz aber wohl nicht so ganz geheuer und er konsultierte zur Sicherheit doch den Videobeweis. Doch auch die Übertorkamera zeigte eindeutig, dass der Puck nicht über der Linie war.
Towerstars Trainer Toni Krinner nahm dies prompt zum Anlass, wieder deutlich mehr Engagement in den Zweikämpfen einzufordernd und das wurde umgesetzt. Die Spielanteile waren nun ganz klar wieder auf Seiten der Towerstars und in der 35. Minute spiegelte sich dies auch im Spielstand wider. Einen Handgelenkschuss von Ivan Rachunek konnte Eispiraten Keeper Ryan Nie nur zur Seite abwehren, dort stand Lukas Slavetinsky und staubte eiskalt zum 3:0 ab. Nur 19 Sekunden später ließ Jonas Schlenker mit seinem ersten Tor für die Towerstars nicht nur Tor Nummer vier folgen, sondern bescherte seinen Kollegen auch eine Art Vorentscheidung. Dass Mark Lee zwölf Sekunden vor der zweiten Pause während einer Strafzeit gegen Jonas Langmann noch auf 4:1 verkürzen konnte, hielt die Gäste zumindest in der Theorie in erträglicherer Reichsweite.
Im Schlussdrittel ließen die Towerstars allerdings nichts mehr anbrennen. Sören Sturm und erneut Lukas Slavetinsky erhöhten mit ihren Treffern auf ein letztlich verdientes 6:1 und die fast 3000 Zuschauer durften gemeinsam mit dem Team einen äußerst unterhaltsamen und stimmungsreichen Eishockeyabend bejubeln. „Das war heute eine sehr gute Leistung und über 60 Minuten waren wie dank der Laufarbeit und Disziplin die klar bessere Mannschaft“, lobte Towerstars Coach Toni Krinner das Team und zollte auch den Zuschauer Respekt. „Da ist der Funke auf die Ränge übergesprungen, das war eine tolle Stimmung und so macht Eishockey einfach Spaß.“
(DEL2) Fast 2700 Zuschauer trauten vor und nach dem Spiel ihren Augen nicht. Die Anzahl der Spieler beim SC Riessersee hielt sich doch in Grenzen. Ohne acht(!) Spieler traten die Werdenfelser gegen den Spitzenreiter an, die wieder auf David Wrigley zurückgreifen durften. Die Hausherren lieferten ein erstes Drittel ab, das die Gäste doch etwas überraschte. Die Scheibe lief, die Kombinationen funktionierten und somit war auch die 1:0 Führung durch Andi Driendl verdient. Die Begegnung drehte sich im Mittelabschnitt. Bietigheim kam besser ins Spiel, hatte viele Torchancen und die Weiß-Blauen durften froh sein, dass sie nur mit 1:2 zurücklagen. Als Bietigheim in der 44. Minute dann auf 3:1 erhöhte schien die Partie zu Gunsten der Gäste entschieden, doch die Garmischer gaben nicht auf. Angefeuert vom Publikum holten sie den Rückstand auf. Mattias Beck lies dem Gästegoalie Sinsa Martinvovic bei einem Alleingang keine Chance und so war der Anschlusstreffer geschafft. Sechs Minuten vor dem Ende nutzte die Mannschaft von Tim Regan eine Überzahl zum Ausgleich. Roope Ranta schoss das Tor des Monats und knallte die Scheibe unter die Latte. Der Ausgleich war geschafft und somit holte sich der SC Riessersee einen verdienten Punkt. Diesmal war Bietigheim die glücklichere Mannschaft im Penaltyschießen, doch dies war den Zuschauern und der Mannschaft egal, denn die Freude über den Punktgewinn überwog an diesem Abend.
2700 Zuschauer gingen begeistert nach Hause, denn sie sahen ein spannendes und unterhaltsames Spiel, mit einem Punktgewinn des SCR.
(OLS) Die Löwen machten sich das schönste Weihnachtsgeschenk selbst und legten sich ein Sechs-Punkte-Wochenende unter den Christbaum: Nach dem 3:2-Sieg in Lindau am Freitag schlugen sie am Sonntag im heimischen Stadion vor Rekordkulisse den EC Peiting mit 5:2.
2343 Zuschauer drängten sich in der Hacker-Pschorr Arena am Sonntag – Rekord in dieser Saison. Und sie bekamen ein unterhaltsames Spiel geboten. Die Löwen, ohne den kranken Josef Frank, waren beflügelt von der Kulisse und starteten druckvoll. Das Führungstor resultierte aus einem Fehler in der Peitinger Abwehr: Anstatt zu seinem Mitspieler passte ein ECP-Spieler auf Johannes Sedlmayr, der frei auf Florian Hechenrieder zufahren konnte und zum 1:0 vollstreckte (8.). „Danach waren wir etwas zu leichtfertig“, sagte Trainer Axel Kammerer. So kam Peiting zum Ausgleich durch Florian Stauder (15.). „Nach dem Ausgleich ist es nach meinem Geschmack gelaufen“, sagte Peitings Trainer Sebastian Buchwieser hinterher. Peiting kam zu zahlreichen Chancen – und im Mittelabschnitt setzte sich das Spiel so fort. Der erneut bärenstarke Markus Janka musste etliche Male eingreifen. „Bei Fünf gegen Fünf haben wir gut mitgehalten, hatten vielleicht sogar mehr Spielanteile“, sagte Buchwieser. Die vielen Strafzeiten aber hätte Tölz besser zu nutzen gewusst. Stefan Reiter und Christian Kolacny erzielten jeweils im Powerplay Tore, so dass mit einer 3:1-Führung für die Hausherren das letzte Mal die Seiten gewechselt wurden.
Dann wurde es hektisch: Zunächst blieb Florian Stauder auf dem Eis liegen (44.), und Jordan Baker und Fabian Weyrich lieferten sich einen Ringkampf. Schiedsrichter Alfred Hascher schickte Baker mit 2+2+2+10 Strafminuten auf die Bank, Weyrich mit 2+2. Anschließend schickte der Unparteiische Löwen-Coach Kammerer wegen unsportlichem Verhalten in die Kabine. Die doppelte Unterzahl überstanden die Tölzer schadlos. Spannend wurde es trotzdem noch einmal, als der beste Peitinger, Milan Kostourek, den Anschluss erzielte (48.). Aber gerade in einer Phase, als Peiting drückte, erlöste Michael Endraß die bangenden Löwen-Fans und traf per Bauerntrick (57.) zum 4:2. Der junge Marinus Reiter krönte seine starke Leistung mit seinem zweiten Saisontor zum 5:2-Endstand (58.). Dafür wurde er nicht nur zum Spieler des Abends gekürt – auch von Trainer Kammerer gab es anerkennende Worte: „Sonderlob an unsere jungen Verteidiger Marinus Reiter, Hannes Huß und Tom Horschel, die die ganze Saison schon sehr gut spielen.“
Bereits am Mittwoch, 28. Dezember, gibt es ein Wiedersehen der beiden Mannschaften: Um 19.30 Uhr gastieren die Löwen dann in Peiting. Zum Jahresabschluss spielen die Löwen dann am Freitag, 30. Dezember, in der Hacker-Pschorr Arena gegen Lindau (19.30 Uhr).
Deggendorfer SC muss sich erst in der Verlängerung geschlagen geben
(OLS) Was für eine Partie am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Deggendorfer
Eissporthalle! Die heimischen Cracks forderten dem Tabellenführer aus
Selb alles ab und verloren am Ende unglücklich mit 4:5 nach
Verlängerung.
Das Spiel begann mit sehr viel Tempo. Beide Mannschaften gaben
Vollgas, sodass die Zuschauer von Beginn an auf ihre Kosten kamen.
Chancen auf beiden Seiten wurden immer wieder von den beiden stark
haltenden Torhütern zunichte gemacht. Es dauerte bis zur 16.
Spielminute, ehe das erste Tor fiel. Vor dem Tor wurde Selbs Herbert
Geisberger bedient und der Routinier in Reihen der Wölfe versenkte die
Scheibe unhaltbar zum 0:1 und damit zum Pausenstand. Im zweiten
Abschnitt fing der DSC dann an wie die Feuerwehr und wollte den
Ausgleich unbedingt. Dies gelang auch nach etwa fünf gespielten
Minuten im zweiten Drittel. Kyle Gibbons zog unnachahmlich vors Selber
Gehäuse, scheiterte dabei noch an Wölfe-Keeper Stefaniszin, doch für
den Nachschuss kam Jan-Ferdinand Stern angeschossen, der den Puck
entschlossen über die Linie bugsierte. Alles wieder offen! Und nun
legten die Deggendorfer so richtig los. Binnen fünf Minuten erhöhten
sie das Ergebnis gar auf 3:1. Curtis Leinweber verwertete erneut einen
Abpraller und Kyle Gibbons fälschte im Powerplay einen
Leinweber-Schuss vor dem Tor unhaltbar ab. Doch die Selber zeigten,
warum sie in dieser Saison das absolute Topteam der Liga sind. Wieder
nur knapp fünf Minuten später waren die Wölfe wieder dran. Jared
Mudryk erzielte per Nachschuss das 3:2. Im dritten Drittel war das
Comeback dann perfekt als Dennis Schiener nach einem gewonnen Bully
den Ausgleich erzielte. Doch auch die Deggendorfer steckten diesen
Rückschlag in Manier einer Topmannschaft weg und gaben weiterhin Gas
nach vorne. Dies wurde in der 49. Spielminute auch belohnt. Alexander
Janzen setzte sich an der Bande gegen zwei Selber stark durch und
bediente den in der Mitte mitgelaufenen Patrik Beck, der nur noch den
Schläger hinhalten musste. Nun kochte das Eisstadion an der Trat und
die Fans taten alles, um die DSC-Cracks noch einmal anzupeitschen.
Doch leider schaffte es die Deggendorfer nicht, das Ergebnis über die
Zeit zu bringen. Kurz vor Schluss nahmen die Selber ihren Torhüter zu
Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, wodurch den Selbern am
Ende noch der Ausgleich gelang. In der Overtime war es dann Jared
Mudryk, der nach nur 20 Sekunden den Zusatzpunkt für die Selber
sicherte.
Am kommenden Mittwoch um 19:30 Uhr kommt es dann zum Rückspiel beider
Mannschaften in Selb. Ein Fragezeichen steht weiterhin hinter dem
Einsatz von Stefan Ortolf, welcher immer noch an einem eingeklemmten
Nerv laboriert. Auch hinter dem Einsatz von Lukas Stettmer steht ein
Fragezeichen. Der junge Verteidiger musste bereits im Heimspiel gegen
die Wölfe angeschlagen das Spiel frühzeitig beenden.
Unbändiger Siegeswille wird belohnt / Deggendorfer SC vs. Selber Wölfe 4:5 n.V.(0:1; 3:1; 1:2; 0:1)(OLS) Am 35. Spieltag holen unsere Wölfe in einer hochklassigen und temporeichen Partie zwei wichtige Punkte beim Deggendorfer SC. Der Spitzenreiter befindet sich im Mitteldrittel nach einem Doppelschlag der Hausherren bereits auf der Verliererstraße, ehe sich unsere Jungs an ihre alten Tugenden und Leitspruch „Wölfe geben niemals auf“ besinnen. In einer hochspannenden und furiosen Endphase gelingt die Wende und Jared Mudryk nach 20 Sekunden in der Overtime der 5:4 Auswärtssieg – der fünfte Verlängerungssieg dieser Serie. Überragender Selber Akteur war Goalie Stefaniszin, der mit seinen Paraden unserer Mannschaft überhaupt die Chance ermöglichte, zurück ins Spiel zu kommen, um am Ende doppelt zu punkten.
Die Akteure beider Teams hatten den Weihnachtsbraten sichtlich gut verdaut, denn die Zuschauer erhalten eine äußerst schwungvolle und temporeiche Begegnung zu sehen. Über weite Strecken des Auftaktdrittels bestimmen die stark aufspielenden Hausherren das Geschehen auf dem Eis. Begünstigt von einem sehr früh zugesprochenen Überzahlspiel drängen diese unsere Cracks früh in die Defensive und erspielen sich zahlreiche Torchancen. Höchstbrenzlig wird es immer, als die Reihe um Leinweber und Gibbons auf dem Eis ist. US-Boy Gibbons scheitert nach einem feinen Alleingang genauso wie seine Kollegen später an Stefaniszin, der mit sensationellen Paraden in Serie den durchaus möglichen Rückstand verhindert.
Deggendorf drängt auf die Führung - Gibbons schießt gutpositioniert am leeren Tor vorbei – aber Selb trifft. Mitten in die Sturm- und Drangphase zeigt der Spitzenreiter seine ganze Klasse. Geisberger, der gut in Szene gesetzt wird, entwischt zwei Gegenspielern und schießt mit einem satten Handgelenkschuss zur schmeichelhaften Führung ein.
Die Spielfreude der Niederbayern weiter ungebrochen, auch wenn es Moosberger ist, der den Führungsausbau auf der Kelle hat. Im direkten Gegenzug fällt dann der, angesichts des Spielverlaufs längst überfällige Ausgleich. Der bis dahin herausragend haltende Stefaniszin muss sich im zweiten Nachsetzen geschlagen geben. Ein Tor, welches die Hausherren noch weiter beflügelt. Unsere Wölfe werden regelrecht in die Defensive von den wie entfesselt aufspielende Niederbayern gedrückt, die innerhalb von 117 Sekunden mit zwei sehenswerten Toren auf 3:1 stellen. Bange Minuten für Selb, Deggendorf geht ein enorm hohes Tempo und drängt auf die Vorentscheidung, Stefaniszin weiter Turm in der Brandung. Zum Glück gelingt unseren Jungs der wichtige Anschluss, aus dem Gewühl heraus markiert Mudryk den zweiten Treffer für sein Team.
Ein Treffer, der Sicherheit in unser Spiel und die Niederbayern etwas aus ihrem Spielfluss bringt. Emotionen pur, dann in der heißen Endphase. Offener Schlagabtausch auf beiden Seiten, Hördler und Dorr treffen nur den Außenpfosten, ein reguläres Tor von Gare wird nicht anerkannt, Mudryk vergibt in Unterzahl gegen Agricola.
Perfekter Start in die letzten 20 Minuten für unsere Wölfe. Nach einem Bullygewinn von Hördler lässt Schiener Agricola keine Chance und erzielt den 3:3 Ausgleich. Das Spiel wieder offen, beide Teams nun mit offenem Visier und suchen ihre Chance in der Offensive. Packende Szenen, kein Team steckt zurück, aus einem relativ ungefährlich aufgezogenen Spielzug resultiert die abermalige Führung für die Niederbayern - Beck der Torschütze. Als Radlsbeck die Strafbank drücken muss, sind unsere Wölfe mit fast zweiminütigen Belagerungszustand vor dem gegnerischen Tor. Die Scheibe läuft gut, was fehlt ist ein Treffer. Unsere Wölfe geben aber nicht auf, werfen in der Schlussphase alles nach vorne und werden belohnt. 62 Sekunden vor Ende – Stefaniszin verlässt gerade sein Tor für einen zusätzlichen Feldspieler – der Ausgleich, Gare als letzter an der Scheibe. Mit 4:4 geht es auch in die Overtime. Diese dauert nur 20 Sekunden, ehe Mudryk den Zusatzpunkt sichert.
(OLS) Dem 2:1-Derby-Sieg am Freitag gegen den EV Landshut ließen die Löwen vom EHC Waldkraiburg am zweiten Weihnachtsfeiertag in Sonthofen den nächsten Triumph folgen. Bei den Bulls im Oberallgäu gewann das Team von Trainer Rainer Zerwesz in der Overtime mit 2:1, den entscheidenden Treffer in der Verlängerung erzielte Nico Vogl, der auch schon gegen Landshut erfolgreich war.
Löwen-Trainer Rainer Zerwesz konnte in Sonthofen wieder auf Daniel Hilpert und Torjäger Fabian Zick zurückgreifen, die beim Derby am Tag vor Weihnachten noch gesperrt waren. Bis auf die Langzeitverletzten Martin Führmann und Lukas Wagner und den verhinderten Christof Hradek traten die Industriestädter im Duell mit dem direkten Tabellennachbarn somit komplett an.
Im ersten Drittel stand erneut EHC-Torwart Björn Linda im Fokus, der nach seinem Galaauftritt zuvor gegen Landshut auch gegen die Bulls das ein oder andere Mal eingreifen musste, um sein Team im Spiel zu halten. Nach der Partie wurde Linda zum Mann des Spiels gewählt und auch die Fachzeitschrift Eishockeynews kürte den 27-Jährigen für seine starken Auftritte zum Spieler des Wochenendes. „Natürlich ist unser Goalie immer etwas mehr im Fokus, weil wir mehr Schüsse auf unser Tor kriegen, aber wir haben ihn ja auch verpflichtet, damit er die Schüsse hält“ erklärte Rainer Zerwesz mit einem Lachen nach dem Spiel in Sonthofen. „Das war jetzt nicht nur gegen Landshut so, sondern ist schon das ganze Jahr sehr solide. Aber natürlich braucht man in dieser Liga einen guten Torwart, besonders als Aufsteiger. Den haben wir gefunden“ so Zerwesz weiter.
Nach einem torlosen ersten Drittel schloss Michael Trox dann nach insgesamt einer halben Stunde einen Konter mustergültig mit der Führung für Waldkraiburg ab (30:40), nur kurz drauf aber ein weiterer Rückschlag für den EHC. Denn Kapitän Max Kaltenhauser musste nach einem unglücklichen Foul mit Verletzungsfolge mit einer 5+Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen und die Löwen mussten fünf Minuten in Unterzahl agieren. „Das war wirklich unglücklich und auch zu Recht“ kommentierte Zerwesz nach dem Spiel den Zwischenfall. „Natürlich hoffe ich, dass es dem Spieler gut geht, denn das ist auf keinen Fall unser Ziel, den Gegner zu verletzen“ so der 47-Jährige weiter. Im Rückspiel gegen Sonthofen am Mittwochabend um 19:45 Uhr in der Raiffeisen Arena wird Kaltenhauser aber in jedem Fall fehlen.
Sonthofen nutzte seine fünf Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis bereits nach 53 Sekunden und Maximilian Hadraschek markierte den Ausgleich (32:58). „Da hatten wir Glück, dass wir nur ein Tor in Unterzahl kassiert haben“ zeigte sich auf der Trainer des EHC in der Folge zufrieden. Sein Team lieferte nach dem überstandenen Powerplay der Gastgeber den Hausherren einen tollen Fight im Schlussdrittel und weil wie im ersten Durchgang auch hier keine Tore fallen sollten, ging es in die fünfminütige Verlängerung.
Hier spielten die Löwen abermals ihre Konterstärke aus und Nico Vogl sorgte in der dritten Minute der Verlängerung für die Entscheidung (62:08). Nicht mal 48 Stunden nach Abpfiff sieht man sich aber schon wieder: Am Mittwoch, den 28.12.2016 kommen die Bulls vom ERC Sonthofen um 19:45 Uhr nach Waldkraiburg und am 30.12.2016 geht es für den EHC nach Landshut. Hier erwartet die Löwen sicher wieder ein heißer Ritt, denn der EVL wird sich für die Pleite vom letzten Freitag sicher revanchieren wollen und schoss sich am Montag beim 7:1 gegen den EV Lindau schon mal warm und den Frust von der Seele!
ESC Essen: Knapper Sieg am Wurmberg(OLN) Ein knapper, aber am Ende verdienter 3:2 (0:0, 2:1, 1:1) Sieg am Braunlager Wurmberg beschert den Wohnbau Moskitos auch über die Weihnachtstage ein sechs Punkte Wochenende,und damit verbunden den fünften Sieg in Folge.Es war über weite Strecken das von Chefcoach Frank Gentges erwartet enge Spiel, was der Coach auch in der Pressekonferenz so sagte: „Es war ein hartes Spiel für uns, es war ein enges Spiel und ich denke es war ein richtig gutes Oberliga Spiel. Wir konnten in keiner Situation lockerlassen, sehr starke Mannschaft von Braunlage. Es gab Situationen da hätte das Spiel auch gedreht werden können, aber dann haben wir in Überzahl nachher den dritten Treffer gemacht, das gab so ein klein wenig Sicherheit. Wir sind mit dem fünften Sieg in Serie glücklich, bleiben oben dran, die anderen haben ein wenig Federn gelassen.“
Torlos blieben die ersten zwanzig Minuten, brenzlige 14 Sekunden 5 gegen 3 Unterzahl hatten die Wohnbau Moskitos zu überstehen. Das Spiel ging munter hin und her, doch die großen Chancen blieben aus. Das sollte sich im zweiten Drittel ändern. 53 Sekunden mussten die etwa 50 mitgereisten Essener Fans warten, da verwandelte Niklas Hildebrand ein schönes Zuspiel von Andrej Bires zur Gästeführung. Sicherheit gab diese Führung dem Team von Frank Gentges nicht in der Form, dass es spielbestimmend werden konnte, im Gegenteil, Braunlage drängte auf den Ausgleich. In der 27. Spielminute war es dann auch soweit, Erik Pipp bedient Semen Hildebrand und die Begegnung ist wieder ausgeglichen. Als Werner Hartmann sich in der 35. Spielminute eine Strafe wegen Spielverzögerung abholt wird es brenzlig, doch Dennis Thielsch sieht das anders. Er schnappt sich den Puck, spielt Jannis Ersel im Harzer Tor aus und die Moskitos führen erneut.
Die Falken starten besser in die letzten zwanzig Minuten, in der 49. Spielminute der erneute Ausgleich durch Christian Schock. Als kurz darauf Sebastian Eickmann auf die Strafbank muss wird es erneut eng für die Essener, doch die Mannschaft übersteht die Strafzeit. Dann nutzt das Team von Westbahnhof die kurzzeitige Unordnung, nachdem Braunlages Lukas Brückner gerade von der Strafbank kommt, schiebt Nardo Nagtzaam zu Julian Lautenschlager und die Wohnbau Moskitos führen wieder. Die Spannung bis zum Ende ist nun voll da, Sebastian Staudt mit einem Big Save, Lattentreffer der Falken, Auszeit und 43 Sekunden vor dem Ende nimmt Norbert Pascha seinen Keeper vom Eis. Doch die Moskitos lassen sich nicht mehr überraschen und nehmen die Punkte mit.
(OLN) Jede Serie geht einmal zu Ende und so musste der Herner EV am 2. Weihnachtstag nach 16 Siegen in Folge in Duisburg bei den Füchsen wieder eine Niederlage (in der Overtime) hinnehmen. Allerdings konnte das Team von Frank Petrozza mit erhobenem Haupt die Rückreise von der Wedau antreten, denn die Gysenberger zeigten in einer intensiven und kampfbetonten Spitzenbegegnung eine gute und engagierte Vorstellung und hatten nach regulärer Spielzeit schon einmal einen Punkt sicher. Erst 35 Sekunden vor Ende der fünfminütigen Overtime konnten die Gastgeber den Zusatzpunkt für sich verbuchen. Immerhin bleibt damit die Serie des HEV bestehen, mittlerweile in 25 Spielen in Folge immer zu punkten.
Während die Duisburger Füchse eine lange Anlaufzeit brauchten um in dieses Top Duell zu finden, war der HEV sofort hellwach. Besonders Sam Verelst trumpfte groß auf und schaffte innerhalb von acht Minuten einen lupenreinen Hattrick. Mit dem 0:4 durch Christian Nieberle nach gut 14 Minuten sah es nach einer mehr als deutlichen Angelegenheit aus. Dann aber kamen die Gastgeber doch ins Spiel und schafften noch vor der ersten Pause zumindest ihren ersten Treffer zum 1:4-Zwischenstand. Diese Aufholjagd setzen die Füchse im zweiten Drittel fort und kamen ihrerseits zu zwei schnellen Treffern. Nach dem 3:4 in der 27. Minute nahm HEV Coach Frank Petrozza eine Auszeit um das Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen und neu auszurichten. Diese Maßnahme sollte sich (zumindest vorübergehend) auszahlen, denn mit dem vierten Treffer von Sam Verelst nach 32 Minuten stand ein 3:5 an der Anzeigentafel.
Im Schlussabschnitt setzten die Füchse aber alles auf eine Karte und übten noch stärkeren Druck aus. So fielen die nächsten Treffer der Gastgeber fast schon zwangsläufig und nach 53. Minuten gab es mit dem 5:5 den ersten Gleichstand. Noch einmal konnte der HEV zurückschlagen und es war zum fünften Mal an diesem Abend Sam Verelst, der in der 56. Minute zum 5:6 traf. Aber eine Entscheidung war das noch nicht, so gerne sich das die zahlreich mitgereisten Herner Fans gewünscht hätten. Denn knapp zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit konnten die Gastgeber den erneuten Ausgleich zum 6:6 markieren. Die fällige Overtime verlief wieder ausgeglichener. Füchse Coach Lance Nethery nahm nach 63 Minuten eine Auszeit und dann wurde Duisburgs Raphael Joly in der 65. Minute zum Gewinner des Zusatzpunktes.
Die Verschnaufpause für den Herner EV ist nur kurz, denn bereits am Mittwoch steht um 20 Uhr das Heimspiel gegen Rostock auf dem Programm.
Glanzloser aber wichtiger Erfolg beim letzten Heimauftritt des Jahres - ESV Buchloe schlägt Germering mit 4:1 Pflichtsieg(BYL) Ein hartes Stück Arbeit hatten die Buchloer Piraten am zweiten Weihnachtsfeiertag beim letzten Heimspiel des Jahres zu verrichten. Gegen das bisher noch sieglose Schlusslicht Germering taten sich die Freibeuter lange Zeit ziemlich schwer. Doch am Ende sicherten sich die Buchloer beim 4:1 (1:0/1:0/2:1) Erfolg drei wichtige Zähler und verteidigen somit auch weiter den siebten Tabellenrang.
Schon vor dem Spiel war klar, dass Eishockey-Feinschmecker an diesem Abend vermutlich nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen würden. Und tatsächlich sollte die Partie der Pirates gegen den bislang noch glücklosen Tabellenletzten aus der Münchner Vorstadt am zweiten Weihnachtstag kein Festtagsschmaus werden. "Wir sind im ersten Drittel noch einigermaßen gut zurecht gekommen, doch danach war das kein wirklicher Leckerbissen", meinte auch ESV-Trainer Topias Dollhofer nach einem Duell auf eher mäßigem Niveau. Dabei begannen die Piraten durchaus verheißungsvoll. So hatten Pavel Vit und Alexander Krafczyk schon nach wenigen Sekunden die ersten beiden guten Gelegenheiten, doch beide scheiterten an Wanderers-Tormann Severin Dürr. Danach verloren die Buchloer jedoch etwas den Faden. Zu viele Ungenauigkeiten und Einzelaktionen bestimmten fortan auf beiden Seiten das Bild, sodass der nächste gefährliche Torabschluss auf sich warten ließ. Dieser war dann aber umso erfolgreicher, denn Markus Vaitl setzte sich nach zehn Minuten in unnachahmlicher Manier durch und netzte zum 1:0 ein. Das sollte aber das einzige Highlight des Auftaktdrittels bleiben, da die Piraten es in der Folge - unter anderem auch in Überzahl - verpassten, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Mit dem knappen 1:0 ging es somit erstmals in die Kabinen.
Auch im Mittelabschnitt änderte sich zunächst relativ wenig. Das Tempo blieb überschaubar und dementsprechend taten sich die Freibeuter weiter schwer, die Germeringer Defensive zu knacken. Dabei spielte den Buchloern eigentlich die ein oder andere Undiszipliniertheit der ohnehin schon dezimierten Gäste in die Karten. Die mit nur 13 Feldspielern angereisten Wanderers saßen nämlich in den ersten 40 Minuten insgesamt ganze acht Mal auf der Strafbank (darunter auch zwei 10 Minuten Strafen), während die Hausherren deutlich disziplinierter agierten und nur einmal in die Kühlbox mussten. Doch Kapital schlugen die Rot-Weißen erst unmittelbar vor der zweiten Pause daraus, wobei das Tor zum 2:0 schon ein wenig kurios zu Stande kam. Einen Schuss von Lukas Hruzik wehrte Tormann Dürr nämlich so unglücklich ab, dass der Puck in Form einer Bogenlampe hinter ihm über die Linie trudelte (40.).
Dem zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt erzielten Treffer zum 2:0 ließen die Gennachstädter dann im letzten Durchgang schnell ein weiters Tor folgen, das für noch etwas mehr Beruhigung sorgen sollte. Alexander Krafczyk erhöhte 43 Sekunden nach Wiederbeginn mit einem satten Distanzschuss im Powerplay auf 3:0. Ohne zu glänzen blieb der ESV auch danach die bessere Mannschaft. Zu harmlos präsentierten sich die Gäste über die kompletten 60 Minuten in der Offensive. Und wenn doch einmal Not am Mann war, war ESV-Schlussmann Alexander Reichelmeir stets zur Stelle. Während Lukas Hruzik dann nach 44 Minuten noch mit zwei Versuchen scheiterte, war es wenig später erneut ESV-Topscorer Alexander Krafczyk vorbehalten, für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Einen platzierten Schlenzer setzte er zum 4:0 in die Maschen (48.). Den Wanderers gelang anschließend nur noch der Ehrentreffer zum 4:1 Endstand durch Matthias Dosch, der knapp zwei Minuten vor Spielende somit allerdings Alexander Reichelmeir den Shutout zu Nichte machte.
Unter dem Strich stehen trotz des mühsamen Arbeitssieges drei wichtige Punkte für den ESV zu Buche, wohingegen die Germeringer ihre schwarze Serie weiter ausbauten und auch im 22. Saisonspiel ohne Punktgewinn blieben.
Für die Buchloer geht es nun am kommenden Freitag zum Jahresabschluss nach Pfaffenhofen (20 Uhr), wo vier Spieltage vor dem Ende der Bayernliga-Hauptrunde der nächste große Schritt in Richtung Verzahnungsrunde gemacht werden soll.
Wanderers Germering: Ein Jahr zum Abhaken geht zu Ende - Wiedersehen mit Benedikt May beim Auswärtsspiel in Geretsried(BYL) 22 Spiele, 22 Niederlage und 0 Punkte! Das ist die ernüchternde Bilanz der Wanderers Germering in der laufenden Bayernliga Saison 2016/2017. Eine lang andauernde Verletzten- und Krankheitswelle zu Saisonbeginn, keine Stabilität in der Defensive, sowie die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor sind nur wenige Gründe für das unerwartet schlechte Abschneiden des Winhart-Teams. Dabei konnte man doch im vergangenen Sommer nahezu das komplette Team der Vorsaison weiterverpflichten, lediglich Timon Ewert und US-Boy J.C. Cangelosi stehen nicht mehr im schwarz-gelben Aufgebot. Eben jene Mannschaft hat in der letzten Spielzeit Topmannschaften wie Miesbach, Peißenberg oder Memmingen eindrucksvoll geschlagen.
Seit ein paar Wochen bereitet man sich nun auf die anstehende Abstiegsrunde vor, in der die Karten neu gemischt werden und alle teilnehmenden Mannschaften nochmal bei null beginnen.
Mit dem klar ausgesprochenen Ziel Klassenhalt haben die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung gesetzt und die Rückkehr von Publikumsliebling J.C. Cangelosi möglich gemacht. Nicht nur den Fans macht man damit eine große Freude, auch das Team brennt bereits auf die Ankunft des sympathischen Angreifer aus Florida. Der 25-jährige wird am kommenden Freitag in München eintreffen. Sollten alle Passmodalitäten rechtzeitig geklärt sein, kann er am 06.01.2017 im Heimspiel gegen den EHF Passau sein Comeback im Wanderers-Trikot feiern.
Doch erst einmal steht für den EVG am besagten Freitag noch das Auswärtsspiel beim ESC Geretsried auf dem Programm. Mit der Partie an Vorsilvester endet das Eishockeyjahr 2016 für beide Mannschaften. Die Riverrats haben für ihre Verhältnisse eine ordentliche Hinrunde gespielt. Platz 8 ist noch im Bereich des Möglichen, somit will das Team um Trainer Florian Funk die Partei vor heimischen Publikum für sich entscheiden. Der tschechische Kontingentspieler Ondrej Horváth (23), Martin Köhler (16) und Dominik Meierl (14) zählen aktuell zu den punktstärksten Geretsriedern. Darüber hinaus haben sie einen aggressiven Forechecker mit dem langjährigen Wanderers-Angreifer Benedikt May, der Anfang Dezember zurück zu seinem Heimatverein wechselte.
Man darf gespannt sein, wie sich Markus Koch und Co. dieses Mal auf Freiluft-Eis schlagen. Das Hinspiel Mitte November gewannen die Riverrats im Germeringer Polariom knapp mit 4:2. Überragender Akteur war damals Ondrej Horvath mit zwei Toren und einer Vorlage.
Im schwarz-gelben Lager ist man froh, dass das Jahr nun zu Ende geht. Egal wie aufopferungsvoll man aufgetreten ist oder ein Spiel gar dominiert hat, am Ende fehlte immer das nötige Quäntchen Glück. Mit guten Vorsätzen und voller Tatendrang wollen die Wanderers ins Eishockeyjahr 2017 gehen und gemeinsam mit ihren Fans das Ziel Klassenerhalt schaffen. Ein großes Dankeschön an alle Mitglieder, Partner und Anhänger für die Unterstützung in 2016!
Rumpfteam siegt in Dorfen: ECDC Memmingen siegt in der Verlängerung(BYL) Der ECDC Memmingen hat das Auswärtsspiel in Dorfen in der Verlängerung mit 3:2 für sich entschieden und damit die Tabellenführung verteidigt. Ohne zahlreiche Spieler, darunter einige der besten Punktesammler erkämpften sich die Indians ein Unentschieden nach 60 Minuten, ehe Daniel Huhn den Zusatzpunkt sicherte. In der regulären Spielzeit waren ebenfalls Huhn sowie Timo Schirrmacher, mit seinem ersten Treffer im Memminger Trikot, erfolgreich.
Die Vorzeichen standen denkbar schlecht, die Indians mussten ohne Lukas Varecha, Jan Kouba, Patrick Weigant, Sven Schirrmacher, Philipp Stalla und Topscorer Antti Miettinen die Reise nach Oberbayern antreten. Verletzungen, Krankheiten und sogar eine fehlende Starterlaubnis eines Linienflugs zurück aus Finnland, alles sprach gegen einen erfolgreichen Auftritt der Memminger bei den heimstarken Eispiraten. Doch die Indians nahmen den Kampf an, auch wenn es bereits früh den ersten Gegentreffer setzte. Attenberger netzte schon in der fünften Minute zur Führung für den ESC Dorfen ein, doch die Memminger und insbesondere Joey Vollmer hielten die Partie für den Rest des Drittels offen. Die überschaubare Anzahl an Gegenstößen der Maustädter führte meist nicht zu nennenswerten Chancen, ehe jedoch Daniel Huhn bei einem Alleingang nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Eine Minute vor der ersten Pause trat der Memminger Angreifer folgerichtig zu einem Penalty an, den er dann in abgezockter Manier zum 1:1 Pausenstand verwandelte.
Im weiteren Spielverlauf ein ähnliches Bild: Dorfen die etwas überlegenere Mannschaft, auch wenn sich die neuformierten Memminger Reihen nun allmählich etwas besser gefunden hatten. Getragen vom großen Rückhalt Joey Vollmer kamen die Memminger nun auch zu besseren Chancen, mussten aber zunehmend in Unterzahl agieren. Eine dieser Situationen nutzten die Hausherren eiskalt aus. In doppelter Überzahl traf Brenninger zur erneuten Führung. Doch erneut hielten die Indians dagegen und kämpften sich zurück. Die Belohnung folgte dann in der 36. Spielminute, als Timo Schirrmacher, nach starkem Pass von Tim Tenschert, allein vor dem Gehäuse der Gastgeber auftauchte und eiskalt zum Ausgleich vollstreckte. Sein erster Treffer im Seniorenteam der Indians bescherte den Memmingern einen sicheren Zähler, denn im Schlussabschnitt sollten keine weiteren Treffer mehr fallen. Beide Torhüter entschärften alle Chancen der Angreifer souverän und so musste in der Verlängerung ein Sieger bestimmt werden.
Die Rot-Weißen benötigten den Zusatzpunkt, um weiterhin die Tabelle anführen zu können und so gingen sie engagiert in die zusätzlichen maximal fünf Minuten, die mit jeweils drei Spielern ausgetragen wurden. Am Ende eines langen Wechsels kam der Puck über die Stationen Vollmer und Benda zu Daniel Huhn, der sich ein Herz fasste und die gesamte Dorfener Hintermannschaft austanzte. Dass der Puck dann auch noch den Weg ins Tor fand, schien der gerechte Lohn für eine kämpferisch einwandfreie Leistung zu sein, welche die verbliebenen Indianer die gesamte Spielzeit über an den Tag legten.
Durch die gewonnen zwei Punkte bleiben die Memminger, nun punktgleich mit Miesbach, an der Tabellenspitze. Ein nächster harter Test folgt dann bereits am Freitag vor heimischer Kulisse, wenn der HC Landsberg an den Hühnerberg reist. Zu diesem Derby, an dem einige Akteure wieder ins Team zurückkehren werden, wird wieder eine stattliche Kulisse erwartet. Der Vorverkauf an allen bekannten Stellen läuft bereits.
TEV Miesbach zieht mit Sieg in Passau mit Memmingen gleich(BYL) Zwei Drittel lang war es ein spannendes und ausgeglichenes Spiel, das die knapp 800 Zuschauer zwischen den Black Hawks Passau und dem TEV Miesbach zu sehen bekamen, ehe die Kreisstädter im letzten Spielabschnitt kurzen Prozess mit den Habichten machten. 2:7 hieß es am Ende zugunsten der Gäste von der Schlierach. Nachdem die Memminger Indians erst in der Verlängerung beim ESC Dorfen gewinnen konnten, müssen sich die Allgäuer nun die Tabellenspitze mit den Miesbachern teilen.
Ohne großes Abtasten entwickelte sich von Anfang an ein munteres Spielchen zwischen den Drei-Flüsse-Städtern und den Gästen aus dem Oberland. Bereits mit dem ersten Angriff hätten die Miesbacher in Führung gehen können, ließen diese Chance aber ungenutzt. Nicht besser machten es die Hausherren, die nur kurz darauf zunächst aus kurzer Distanz an Timon Ewert im Tor der Miesbacher scheiterten und danach das beinahe leere Tor nur knapp verfehlten. Mitte des ersten Spielabschnitts hatten die Hausherren in Überzahl erneut eine gute Gelegenheit verstreichen lassen, in Führung zu gehen. Die Miesbacher machten es nur wenige Augenblicke später in Unterzahl besser. Jan Trojan vollendete einen Sololauf aus dem eigenen Drittel mit dem 0:1 (10.). Die Passauer ließen sich davon nicht beirren und kamen nur wenig später erneut zu zwei guten Gelegenheiten, scheiterten aber beide Male am Miesbacher Torwart (12.). Nur zwei Minuten später ließen die Gäste eine 3:1-Situation aus, weil Christian Heller den Abschluss suchte anstatt einen seiner Mitspieler zu bedienen. Kurz darauf dann aber das 0:2, das Stephan Stiebinger mit einem halbhohen Schuss ins rechte Eck erzielte (15.). Nur wenig später schlossen die Hausherren eine Überzahlsituation erfolgreich mit dem 1:2-Anschlusstreffer ab. Waldemar Detterer versenkte einen Schuss aus halbrechter Position im langen Eck des Miesbacher Tores (18.). Die Kreisstädter hatten in der Phase der Partie das Unterzahlspiel zu offensiv interpretiert. Nur gut 90 Sekunden später dann sogar der Ausgleich, der beinahe eine Kopie des ersten Tores der Hausherren war. Wieder waren die Gäste in einen Konter gelaufen. Oliver Wawrotzki hatte diesmal von halblinks abgezogen und der Schuss landete halbhoch zum 2:2: im langen Eck des Miesbacher Tores (19.). Und drei (!) Sekunden vor der ersten Pause hatten die Kreisstädter Glück, dass ein Schuss der Black Hawks nur am Pfosten landete (20.).
Im Mittelabschnitt hatten die Passauer die erste Chance, scheiterten aber mit einem Direktschuss aufs kurze Eck. Danach gab es noch je eine gute Gelegenheit für beide Mannschaften zur Resultatverbesserung, die aber nichts einbrachte. Peter Kathan war es dann, der im Powerplay die Scheibe von Florian Gaschke serviert bekam und mit dem 2:3 per Direktabnahme die erneute Führung der Gäste erzielte (29.). Nur kurz darauf hatte der Miesbacher Kapitän bei einer weiteren Überzahlgelegenheit das nächste Tor auf dem Schläger, scheiterte aber an Tobias Lienig im Passauer Tor, der eine ausgezeichnete Partie bot. So ging es mit der knappen Führung für die Gäste in die zweite Pause.
Kaum drei Minuten waren gespielt im letzten Spielabschnitt, da hätten die Hausherren beinahe wieder ausgeglichen. Die Black Hawks konnten die frei vor dem Miesbacher Gehäuse liegende Scheibe jedoch nicht im Kasten der Gäste unterbringen. Die Kreisstädter machten es kurz darauf besser. Florian Gaschke beendete die nächste Überzahlgelegenheit mit einem Schlagschuss von der blauen Linie mit dem 2:4 (45.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später schloss Felix Feuerreiter eine tolle Kombination mit dem 2:5 ab (47.) Der alte zwei-Tore-Vorsprung war damit wieder hergestellt. Und nur Sekunden später scheiterte René Müller nach einem schnellen Gegenstoß an Passaus Goalie. Den schönsten Treffer des Abends und damit die endgültige Entscheidung erzielte Jan Trojan wiederum in Unterzahl mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte zum 2:6. (54.) Zuvor hatte er noch einen Passauer Akteur elegant ausgespielt. Den Schlusspunkt zum letztendlich verdienten Sieg setzten die Gebrüder Feuerreiter Sekunden vor Schluss. Torschütze war erneut Felix auf Zuspiel seines Bruders Florian (60.). Einziger, aber dafür umso bitterer Wehrmutstropfen an diesem Abend war rund zwei Minuten vor dem Abpfiff die Verletzung von Markus Seiderer, der nach einem fairen Check eines Passauers mit der linken Schulter in die Bande krachte. Einer ersten Diagnose zufolge handelt es sich bei der Verletzung um den Bruch des linken Schlüsselbeins, der eine Operation erforderlich macht. An dieser Stelle wünschen wir dem Seidi gute Besserung und baldige Genesung.
Punktgewinn? – Punktverlust? – EA Schongau setzt sich in Verlängerung durch !(BYL) War es nun ein Punktgewinn oder Verlust für die Mammuts - darüber läßt sich streiten. Angesichts der vielen Strafen gegen die EAS und einer gewissen „Blindheit“ der Unparteiischen auf Seiten der Gäste muß man wohl doch noch zufrieden sein, am Ende mit zwei Punkten dazustehen.
Die EA Schongau nutzte ihre erste Überzahl – in der 10. Minute fand Milan Kopecky die Lücke und überwand den Goalie der Franken, Maximilian Müller zum 1 : 0. Als dann in der 14. Minute Johannes Schierghofer einen Konter mit einem Distanzschuß zum 2 : 0 abschloss, schien alles in geordneten Bahnen zu laufen.
Doch in der Folge hagelte es Strafen gegen die EAS – deren Auslöser oft genug die Gäste waren, das erste Foul aber zu oft ohne Strafe blieb.
Eine volle Minute mit 3-5 hatte die EAS im ersten Abschnitt zu überstehen, was sie nicht zuletzt dank Goalie Niklas Marschall schadlos überstand.
Noch deutlicher wurde das Übergewicht an Strafen gehen die EAS jedoch im Mittelbabschnitt. Von der 25. Bis zur 33. Minute war ständig ein Spieler und nicht zu knapp auch zwei Spieler der Mammuts gleichzeitig auf der Strafbank. Die insgesamt 10 Strafminuten bei 2 gegen die Gäste kostete ungemein viel Kraft, so dass in der Offensive in diesem Abschnitt kein Erfolg gegönnt war.
Bei einer erneuten Strafe gegen die EAS in der 47. Minute war es dann soweit – die Gäste konnten Niklas Marschall das erste Mal überwinden - 2 : 1 (46:07).
Dass den Icedogs dann in der 52. Minute das 2 : 2 glückte, darf man als großzügiges Weihnachtsgeschenk betrachten – gingen dem Erfolg doch zwei ungeahndete Fouls der Gäste zuvor. Dem EVP war es egal und stattdessen musste EAS-Verteidiger Mathias Schuster wegen Reklamierens für 10 Minuten auf die Strafbank.
Da bis zum Schlusspfiff des Drittels keine weiteren Strafen ausgesprochen wurde und auch keine der Chancen auf beiden Seiten genutzt werden konnte ging es in die Verlängerung um den Zusatzpunkt.
Und hier hatte EAS-Verteidiger Daniel Holzmann in der 63. Minute die richtige Antwort und sicherte seinem Team den mehr als verdienten Zusatzpunkt. Der 21jährige nutzte seine Geschwindigkeit, setzte sich aus dem eigenem Drittel kommend gegen seinen Gegenspieler durch und tanzte auch noch Goalie Maximilian Müller aus - lupfte die Scheibe über die Schulter des Torhüters zum 3 : 2 ins Netz.
2 Punkte und für die Abstiegsrunde wieder was gelernt – cleverer auf Fouls und Provokationen reagieren – die Anzahl an Strafen hatte diesmal die volle Punktzahl in regulärer Spielzeit gekostet!
(BLL) Eine Niederlage aus der Kategorie „Brauchts net“ erlitten die Sharks vom ESC Kempten am zweiten Weihnachtsfeiertag und gaben gegen die Trostberg Chiefs unnötig zwei Punkte auf eigenem Eis ab.
Und dabei begann es für die Hausherren eigentlich ganz gut. Genau drei Minuten waren gespielt als Martin Zahora mit einem schönen Steilpass von Eugen Scheffer bedient wurde und seinen Alleingang eiskalt vollstreckte. Im weiteren Verlauf präsentierten sich die Gäste zunächst schwach und die Oberallgäuer deutlich spritziger auf dem Eis. So war es auch nach knapp zwölf Minuten als Tobi Epp dem Gegner die Scheibe an deren blauer Linie abluchste und den unsicher wirkenden Gästetorhüter verlud zum 2:0 für die Sharks. Die Spielanteile ließen also eine klare Sache für die Gastgeber erwarten und so ging es mit der Führung in den zweiten Abschnitt.
Auch hier waren die Hausherren weiter mehr als spielbestimmend. Angriff um Angriff liefen sie auf den immer besser werdenden Torhüter der Chiefs und dieser wurde immer mehr zur Schlüsselfigur. Das Schussverhältnis sprach eine klare Sprache, zwei Mal rettete der Pfosten für Trostberg in höchster Not. In diese begaben sich dann die Spieler um Interims-Kapitän Tobi Pichler (Alex von Sigriz musste verletzt pausieren), ab Mitte des Spiels. Abstimmungsprobleme und auch das Auslassen einer doppelten Überzahl zum Torerfolg brachten die Gäste plötzlich zurück ins Spiel. So verfolgten sie weiterhin ihre Kontertaktik, bis diese aus dem Nichts zum Erfolg führte. Zwei Konter reichten ihnen um vor der zweiten Pause das Ergebnis auf den Kopf zu stellen und mit zwei baugleichen Treffern den Rückstand zum 2:2 auszugleichen. Gut und gerne vier Treffer hätten die Haie bis zu diesem Zeitpunkt schießen können oder sogar müssen um für klare Verhältnisse zu sorgen, leider versäumten sie dies und wie so oft im Sport drohte ihnen hierfür die Quittung.
Zunächst waren allerdings noch 20 Minuten zu spielen und diese hatten es in vielerlei Hinsicht wirklich in sich. Andreas Becherer hatte sich seine Spieler in der Pause nochmal vorgeknöpft und die Marschrichtung bestimmt, und seine Spieler waren auch sehr bemüht, die Gäste unter Druck zu setzen. Im Gegenzug rettete ihnen Torhüter Markus Russler ein paar Mal noch das Unentschieden. Einmal mehr war es Martin Zahora, der in Minute 49 für den umjubelten Führungstreffer zum 3:2 sorgte – einen Abpraller bugsierte der Tscheche in bester Baseballmanier in den gegnerischen Kasten. Als dann noch drei Minuten zu spielen waren, rechneten die Zuschauer schon damit, dass die Haie die knappe Führung über die Zeit retten würden. Hier hatten dann leider die beiden Unparteiischen etwas dagegen, denn auch wenn man im zweiten Drittel den Sack hätte zumachen müssen, so waren es letztendlich wieder die Spielleiter, die in den Schlussminuten für die Entscheidung sorgten. Zunächst wurde mehrmals ein Kemptener Spieler auf die Strafbank geschickt, wobei die Anlässe schon Grund zum Kopfschütteln gaben. Eine solche Situation führte zum 3:3 Ausgleich der Gäste, denen man keinen Vorwurf machen kann, denn sie hatten das ganze Spiel an ihre Chance geglaubt. Noch skurriler wurde es, als die beiden Offiziellen nicht rechtzeitig schafften dem Spielgeschehen zu folgen, aber einer der beiden von der Mittellinie aus die Scheibe im Kemptener Tor vermutete. Sowohl Verteidiger Scheffer als auch Torhüter Russler versicherten nach dem Spiel das Gegenteil – ein Schiedsrichter der sich nicht sicher war entschied auf Tor. In keiner Sportart üblich, in der Landesliga leider Alltag, und das in den letzten drei Minuten des Spiels, in denen sich solche Situationen als spielentscheiden herausstellen. Mit dem 3:4 war das Spiel natürlich auf den Kopf gestellt, der Treffer zum 3:5 fiel dann kurz vor Schluss als Kempten ohne Torhüter mit einem sechsten Mann versuchte, noch den Ausgleich zu erzielen. Unterm Strich bleibt eine sehr ärgerliche Niederlage im Auftakt der Abstiegsrunde, leider scheiterten die Sharks im zweiten Drittel am eigenen Unvermögen – bis zum nächsten Spiel am 30.12. gegen den SC Forst wird am Torabschluss zu arbeiten sein.
(BLL) Eine rassige Partie auf Augenhöhe zeigte der EHC Königsbrunn am Montagabend beim Altmeister aus Füssen. Bis zum Ende blieb das Spiel spannend, nach 60 Spielminuten hatten die Brunnenstädter aber mit 6:5 die Nase vorn.
Von Beginn an entwickelte sich eine schöne und schnelle Partie, die Mannschaften spielten auf Sieg und setzten sich im gegnerischen Drittel fest. Torchancen gab es auf beiden Seiten, doch in der achten Spielminute netzte Henning Schütz zur 1:0 Führung für den EHC ein. Füssen setzte druckvoll dagegen, Königsbrunn agierte aber clever und sorgte mit Angriffen für Entlastung. Wie auch schon beim letzten Aufeinandertreffen konnte der Altmeister kurz vor der ersten Pause ausgleichen, das Startdrittel endete mit einem leistungsgerechten 1:1. Im zweiten Spielabschnitt hatte Füssen seine stärkste Phase, der EHC ließ sich in die Defensive drängen. Die Gastgeber verpassten es aber ihre Überlegenheit in Treffer umzumünzen. In der 30. Spielminute sollte sich das rächen, Patrick Zimmermann nutze eine der wenigen Möglichkeiten der Königsbrunner und schoss zur erneuten Führung für den EHC ein. Nachdem Markus Jänichen kurz darauf auf die Bank musste, hatte Füssen zwei Minuten Überzahl. Doch die Königsbrunner Abwehr hielt dicht, der gerade von der Strafbank kommende Jänichen krönte nun seine tolle Leistung mit dem Treffer zum 3:1. Erst kurz vor Drittelende kam Füssen noch auf 3:2 heran und sorgte so für den Pausenstand. Im letzten Spielabschnitt legten die Gastgeber furios los und erzielten innerhalb einer Minute zwei Treffer. Nun lag Füssen wieder vorne, doch der EHC bäumte sich auf und glich nur eine Minute später durch Hayden Trupp aus. Kurz darauf geriet Königsbrunn in doppelte Unterzahl, aber dieses Mal nutzte Füssen diese Chance und traf durch Oppenberger zur erneuten Führung. Der EHC steckte jedoch nicht auf und erspielte sich weiterhin Möglichkeiten. Patrick Zimmermann ließ in der 48. Spielminute die mitgereisten Fans jubeln als er zum 5:5 traf. Eine Minute später dann die nächste Schrecksekunde für Königsbrunn als Penalty gegen den EHC gegeben wurde. Doch Oppenberger vergab diese Chance, dass Spiel war weiterhin offen. Zwei Minuten später war es dann erneut Patrick Zimmermann der die 6:5 Führung für Königsbrunn erzielte. Füssen versuchte den Ausgleichstreffer zu erzielen, aber auch die Herausnahme des Goalies kurz vor Spielende zugunsten eines weiteren Stürmers brachte bis Spielende keinen Erfolg. Königsbrunn siegte glücklich, aber nicht unverdient gegen die favorisierten Gastgeber und holt so die ersten drei wichtigen Punkte.
EHC-Trainer Erwin Halusa ist glücklich über den Sieg: "Die Mannschaft zeigte heute den absoluten Willen zum Sieg und hat immer toll gekämpft. Morgen lassen wir das Training ausfallen, das Team hat sich eine Siegesfeier verdient."
Der ESV Bad Bayersoien kommt mit Wucht zurück(BBZL) Sie können es doch. Nach der indiskutablen Leistung am Freitag gegen Schongau hat der ESV Bad Bayersoien recht schnell wieder zu alter Stärke zurückgefunden, obwohl noch ein paar Ausfälle dazukamen. Neben Müller, Kögler hat es auch noch Franz Haseidl und Philipp Maier erwischt. Zum Glück konnte wider Erwarten Florian Ferkau spielen und mit der Unterstützung seitens des DNL Teams (Max Rohrbach, Flo Deiberl und Sebastian Sutter) konnte man drei komplette Blöcke aufbieten.
Von Anfang an zeigten die Soier das sie das schnelle, kampfbetonte Spiel der Mittenwalder annehmen. Ein paar saubere, harte Checks sorgten für etwas Respekt bei den Gastgebern. Bereits in der 4. Spielminute erzielte Sebastian Sutter auf Zuspiel von Stefan Schäller das 1:0 aus Sicht des ESV’s.
In der Folge versäumte man allerdings in drei Überzahlsituation die Führung auszubauen. In Unterzahl schoss Corey Morgan, der auch schon mal im Dienste des ESV stand, den Ausgleich für Mittenwald.
Die gut 250 Zuschauer sahen ein wahnsinniges schnelles, intensives erstes Drittel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten.
Im zweiten Drittel wurde es etwas ruhiger aber von Dahinplätschern konnte nicht die Rede sein. Im Powerplay schlug dann der ESV wieder zu. Thomas Maier, hinter dem Tor, sah Florian Ferkau richtig stehen. Dieser verwandelte den brillanten Pass zur erneuten Führung für die Soier. Damit ging es auch ins letzte entscheidende Drittel. Man wusste, dass Mittenwald jetzt mit aller Macht versuchen würde die Partie zu drehen. Ein Sturmlauf auf ESV Keeper Andreas Mayr begann. Doch Mayr war bestens aufgelegt, konnte ein ums andere Mal retten. Doch in Unterzahl war auch er machtlos. Den Schuss von Günter Berleung konnte er nicht parieren. 2:2. Doch die Antwort vom ESV kam prompt. Nur 24 Sekunden später war Bayersoien wieder in Front. Der flache Schuss von Max Rohrbach rutschte EVM Keeper Kautecky durch die Schoner.
Bayersoien verwaltete das Ergebnis clever, ließ nichts mehr zu und störte die Mittenwalder früh im Aufbau. Doch gegen Ende des Spiels gab es noch einige Strafzeiten auf beiden Seiten. Fast hätte es für den Ausgleich gereicht. Flo Deibler konnte mit einem Hechtsprung den Schuss eines Mittenwalders blocken und rettete somit die Führung. Kurz vor Schluss mussten gleich drei Mittenwalder in die Kühlbox doch auch in Unterzahl verlangen die Gastgeber dem ESV alles ab. Als dann noch ein Soier auf die Strafbank musste nahm Butzi Mayer seinen Torwart für einen vierten Feldspieler vom Eis. Man ließ aber nichts mehr anbrennen. Die Uhr lief für Bayersoien runter und als die Schlusssirene ertönte lag man sich in den Armen.
Wie erwartet war es ein hartes, schnelles, intensives Spiel auf höchstem Niveau. Beide Seiten hätten es für sich entscheiden können. Bayersoien diesmal mit dem nötigen Einsatz und Wille. Einen absolut sicheren Andreas Mayr im Tor und drei junge Wilde die wirklich Alles gaben. Lob an die gesamte Mannschaft die zeigte dass es gegen Schongau wirklich nur ein Ausrutscher war. Weiterhin ist in der Liga alles offen.
Kein Glück: 6:7-Niederlage im Penaltyschießen für HCM/ECDC 1b(BBZL) Der große Einsatz hat sich für die SG HC Maustadt/ECDC 1b nur bedingt ausgezahlt: Im Spitzenspiel der Gruppe 4 der Eishockey-Bezirksliga setzte es beim ERC Lechbruck eine bittere 6:7 (1:3/2:1/3:2/0:1) Niederlage nach Penaltyschießen.
Die knapp 200 Zuschauer sahen in der offenen Arena in Lechbruck einen wahren Eishockey-Krimi. Nach der Maustädter Führung durch Martin Löhle (7.) waren es zunächst die Gastgeber, die mit der passenden Antwort die Gäste erstmal „ruhigstellten“: Innerhalb von nur sechs Minuten hieß es 3:1, bis zur 28. Minute dann sogar 4:1 aus Sicht der Gastgeber. Die Vorentscheidung schien gefallen, aber nun packten die Grün-Gelben ihren Kampfgeist aus. Erneut Martin Löhle (29.) sowie Mario Kusterer (35.) verkürzten noch im zweiten Durchgang auf 3:4 und machten die Partie wieder spannend.
Dann wurde es richtig dramatisch: Zwar traf Lechbruck zwischenzeitlich zum 5:3, doch nun lief der HCM-Express. Armin Ullmann und Andi Börner glichen aus und als Fabian Nieder in der 56. Minute das 6:5 gelang, schienen sogar drei Punkte im Ostallgäu möglich. Doch wieder drehte sich die Partie, Lechbrucks Kapitän Christoph Pfeiffer glich zweieinhalb Minuten vor dem Ende aus.
Damit hatte jedes Team zumindest einen Zähler, den Zusatzpunkt holte sich Lechbruck im Penaltyschießen. Nur der Lechbrucker Matthias Köpf traf, alle anderen Schützen brachten den Puck nicht am Torhüter vorbei.
Spielertrainer Ingo Nieder zeigte sich vom Ergebnis enttäuscht, unterstrich aber die tolle Moral seiner Jungs, der auf den verletzten Jimmy Nagle verzichten mußten: „Wir haben ein großes Kämpferherz bewiesen, uns aber dafür nicht mit drei Punkten belohnt.“
Weiter geht’s schon am Freitag mit dem nächsten Auswärtsspiel. Dann steht um 20 Uhr die Partie beim Tabellenführer SG Lindenberg an – nur mit einem Sieg wahren die Grün-Gelben ihre reelle Chance auf einen der beiden ersten Plätze und damit zur Endrunde der Bezirksliga.
Diez-Limburg Rockets feiern Kantersieg gegen Grefrath(RLW) Kantersieg zum Weihnachtsfest: Die EG Diez-Limburg hat die Pflichtaufgabe in der Regionalliga West gegen die Grefrather EG souverän gelöst. Dem klaren 9:2 (4:0, 3:1, 2:1)-Erfolg setzten vor allem Stürmer Konstantin Firsanov (drei Tore, zwei Vorlagen) und Kapitän Marco Herbel (zwei Tore, zwei Vorlagen) ihren Stempel auf. Die Rockets bleiben damit auf Kurs und können mit einem Sieg im letzten Spiel der Hauptrunde am 8. Januar gegen die Eisadler aus Dortmund die vorzeitige Teilnahme an den Play-offs sichern.
Drei Auswärtsspiele in Folge, drei Niederlagen in Serie - wie gut hatte die Mannschaft die jüngsten Ergebnisse mit kleinem Kader weggesteckt? EGDL-Trainer Anton Weißgerber hatte aufgrund von Verletzungen und Sperren zuletzt regelmäßig nur zehn oder elf Feldspieler zur Verfügung. „Wir haben eben einen kleinen Kader. Wenn dann mal jemand ausfällt, wird es knapp“, sagte Weißgerber, dessen Team gegen Grefrath jedoch nahezu in Bestbesetzung antreten konnte. Lediglich der erkrankte Stürmer Daniel Krieger stand nicht zur Verfügung.
„Wir hatten dagegen Probleme, eine Mannschaft zusammen zu basteln“, sagte Gästetrainer Karel Lang. Der ehemalige Erstligatorhüter hatte daher Jugendspieler in den Kader eingebaut, die sich in Diez spielfreudig und laufstark präsentierten. „Dennoch ist die Qualität von Diez-Limburg einfach viel größer als unsere.“
Das zeigte sich schon in einem sehr einseitigen ersten Drittel, in dem Kapitän Marco Herbel zum 1:0 (5.) und sehenswert zum 4:0 (11.) traf. Dazwischen sorgten Martin Brabec (10.) und Matt Fischer (10.) mit zwei Toren innerhalb von zehn Sekunden schon früh für klare Verhältnisse.
Die Überlegenheit setzte sich auch im zweiten Drittel fort, wenngleich die Rockets es mit dem Tore schießen nicht mehr ganz so genau nahmen. Zwei Mal traf Konstantin Firsanov (24., 35.), einmal Matt Fischer (40.) - die Gastgeber waren im Soll. Ärgerlich nur, dass man auf der Gegenseite bei doppelter Unterzahl auch den ersten Gegentreffer des Abends kassierte und Keeper Alexander Neurath um einen möglichen Shutout brachte: Andre Schroll verkürzte in der 30. Minute zum zwischenzeitlichen 1:5.
Im letzten Spielabschnitt legte Firsanov beim 8:1 sein drittes Tor des Abends nach (47.), Matt Fischer besorgte Treffer Nummer neun (57.). Der letzte Torjubel des Abends gehörte dann aber fair und tapfer kämpfenden Gästen, die durch Sven Schiefner zum 2:9-Endstand trafen (58.).
„Wir schießen einfach zu wenig Tore“, monierte Gästetrainer Lang. „Und wir kassieren zu einfach die Gegentreffer.“ Sein Gegenüber Anton Weißgerber zeigte sich „absolut zufrieden, dass wir diese Pflichtaufgabe so souverän gelöst haben. Das war immens wichtig. Jetzt können die Jungs erst mal ein paar Tage abschalten. Wir sehen uns erst im nächsten Jahr wieder, werden am 3. und 5. Januar trainieren und uns vorbereiten auf das Spiel gegen Dortmund am 8. Januar. Das wird für uns ohne Frage das wichtigste Spiel der bisherigen Saison. Da müssen wir alles zeigen, was wir können.“
Zur Erklärung ein Blick auf den Modus in der Regionalliga West: Nach der am 8. Januar endenden Hauptrunde spielen die Plätze 1 bis 6 in einer Einfachrunde die Start-Platzierungen für die Play-offs aus. Die Plätze 7 bis 12 treffen ebenfalls in einer Einfachrunde aufeinander. Die beiden Bestplatzierten dieser Runde qualifizieren sich als siebtes und achtes Team für die Play-offs. „Wir wollen unbedingt unter die ersten Sechs und uns damit vorzeitig für die Play-offs qualifizieren, damit wir die Zwischenrunde ein wenig entspannter angehen können“, sagt Weißgerber. Gewinnen die Rockets gegen Dortmund, dann ist Ihnen ein Platz in der oberen Tabellenhälfte nicht mehr zu nehmen, weil sich die restlichen Teams zum Teil noch gegenseitig die Punkte wegnehmen.
(DEB) Die U18-Nationalmannschaft unterliegt im ersten Spiel des 5-Nationen-Turniers in Zuchwil mit 1:6 (0:3; 1:2; 0:1) gegen die Gastgeber aus der Schweiz. Die nächste Partie findet morgen um 18.30 Uhr gegen Tschechien statt.
Steffen Ziesche: „Wir haben heute einfach insgesamt zu undiszipliniert gespielt und zu viele Strafzeiten genommen, wodurch dann letztlich das hohe Ergebnis zustanden gekommen ist.“
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