IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte von Samstag 4.März 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest und Regionalliga West.
Adler Mannheim: Die Eisbären also(DEL) Nun ist es amtlich: Die Adler bekommen es in der am kommenden Dienstag (07.03.) beginnenden Best-of-Seven-Serie mit den Eisbären aus Berlin zu tun. Der Rekordmeister gewann die ersten beiden Spiele der 1. Playoff-Runde gegen die Straubing Tigers mit 3:1 und … und qualifizierte sich somit für das Viertelfinale. Im zweiten Pre-Playoff-Duell setzte sich der DEL-Neuling aus Bremerhaven gegen Ingolstadt durch und trifft im Viertelfinale auf den Titelverteidiger aus München.
Die ersten beiden Heimspiele finden am Dienstag, den 07.03., um 19:30 Uhr sowie am Sonntag, den 12.03., um 14.00 Uhr statt. Am 10. und 14. März (jeweils 19.30 Uhr) müssen die Adler auswärts ran. Die weiteren Termine für die Viertelfinalspiele sind der 17.03. (H), 19.03. (A) und der 21.03. (H).
Der Vorverkauf für die ersten beiden Heimspiele im Playoff-Viertelfinale hat bereits begonnen. Tickets gibt’s wie immer im Ticketshop der Arena, im Adler City Store, unter der Hotline 0621 - 18 190 333 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
EHC Bayreuth muss Nauheim dismal den Vortritt lassen - Vorteile im zweiten Abschnitt reichen den Gästen zu wichtigem Erfolg(DEL2) Vor 2 044 Zuschauern unterliegen die Bayreuth Tigers in ihrem letzten Hauptrundenheimspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 2:3 (1-1;0-1;1-1). Für die Oberfranken trafen David Wohlberg im ersten und Sergej Stas im letzten Abschnitt, was aber nicht reichte gegen die cleveren Gäste die noch ganz hart um die Pre-Play-offs kämpfen. Mit diesen drei Zählern bleiben sie auch am Sonntag noch im Geschäft und für die Bayreuther ist auch das Heimrecht weiterhin realisierbar.
Wann das nächste Heimspiel der Tigers statt findet und der Gegner entscheidet sich erst nach den Sonntagsspielen.
Eispiraten Crimmitschau mit Niederlage in Kassel(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben sich nach der Niederlage in Heilbronn am Dienstag deutlich formverbessert präsentiert. Das Team von Cheftrainer John Tripp unterlag zwar beim amtierenden DEL2 Meister in Kassel, konnte das Spiel aber über weite Strecken ausgeglichen gestalten. Die Entscheidung zu Gunsten der Schlittenhunde fiel erst zu Beginn des letzten Abschnittes, als die Hausherren binnen 43 Sekunden nach Wiederanpfiff eine 2 Tore Führung herausschießen konnten. Dies sorgte somit schon frühzeitig im letzten Abschnitt für den 4:2 Endstand der Partie.
Guter Auftakt der Eispiraten, die nach der herben Niederlage in Heilbronn am Dienstag eine Reaktion zeigen. Die geforderte Leistungssteigerung seiner erfahrenen Spieler zeigt Wirkung. Die erste Großchance ist für die Gäste aus Westsachsen zu registrieren, die durch Jason Pinizzotto aber nur das Gestänge treffen. In der 7. Minute jubeln dann aber die Hausherren. Nach dem 1:0 lassen sich die Eispiraten aber nicht beirren und gleichen durch André Schietzold kurz vor der Pause den Rückstand wieder aus. Der Kapitän der Westsachsen zirkelt die Scheibe mit einem Schuss von der blauen Linie zum 1:1 Pausenstand in das Tor.
Der Mittelabschnitt zeigt weiter eine ausgeglichene Partie, die phasenweise sogar von den Eispiraten bestimmt wird. Dies zeigt sich auch am Spielverlauf, der entgegen des 1. Abschnittes eine Führung für die Crimmitschauer bringt. Christoph Kabitzky erzielt in der 28. Minute die 1:2 Führung für die Gäste, die aber nicht bis zur erneuten Pause halten sollte. Nach einer Strafe schlägt Kassel in Überzahl zu und gleicht die Partie in der 37. Minute wieder aus. Letztlich ein verdientes Unentschieden für beide Teams nach 40 Minuten.
Blackout der Eispiraten zu Beginn des Schlussdrittels. Die Huskies kommen wie vom Teufel gebissen aus der Kabine und erzielen nur 10 Sekunden nach Wiederanpfiff das Tor zur 3:2 Führung. Nur 43 Sekunden später klingelt es bereits erneut im Kasten der Westachsen, die das 4:2 nicht verhindern können. In der Folge leisten sich die Gäste wieder zu viele Strafzeiten, die vom amtierenden Meister aber nicht genutzt werden. Somit bleibt es bis zum Abpfiff beim 4:2, was zugleich der Endstand der Partie ist.
Dresdner Eislöwen unterliegen Kaufbeuren (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den ESV Kaufbeuren mit 1:3 (1:1; 0:0; 0:2) verloren und die Entscheidung über ein mögliches Heimrecht in der Playoff-Serie vertagt. Vor 3102 Zuschauern war Eislöwen-Goalie Kevin Nastiuk gegen Max Schmidle bereits in der ersten Spielminute gefragt. Pat Baum verzeichnete wenig später die erste Möglichkeit für die Eislöwen aus der Distanz, doch der Puck ging knapp neben das Tor. Sebastian Zauner versuchte es von der blauen Linie, aber ESVK-Goalie Stefan Vajs konnte das Spielgerät noch über das Gehäuse lenken. Eine Großchance verzeichnete auch Branden Gracel für den Gast. Den ersten Treffer des Abends bejubeln konnten hingegen die Eislöwen durch Topscorer Brendan Cook (7.). Kurz darauf folgte eine Schrecksekunde: Petr Macholda musste nach einem Zweikampf verletzt das Eis verlassen. Die ausgerenkte Schulter wurde noch in der Arena wieder in Position gebracht. Ein Einsatz am Sonntag in Rosenheim ist jedoch fraglich. Noch vor der Pause kamen Eric Valentin, Mirko Sacher und Ville Hämäläinen zu weiteren Chancen, doch Max Schmidle erzielte in der 15. Minute den Ausgleich für Kaufbeuren.
Aus kurzer Distanz prüfte Joona Karevaara zum Auftakt des Mittelabschnitts Nastiuk. Für Aufregung sorgte eine Szene in der 25. Minute, als der Puck vom Gestänge der Gäste zurück ins Feld prallte. Nach kurzer Beratung wurde der Videobeweis hinzugezogen, der Hauptschiedsrichter entschied jedoch auf kein Tor. In Überzahl verzog Sacher knapp – und auch Tomas Schmidt scheiterte um Haaresbreite. Während Jeffrey Szwez Nastiuk testete, prüfte Hämäläinen auf der anderen Seite Vajs. Grafenthin und Höller konnten ihre Chancen ebenso wie Schmidle in Unterzahl und Jonas Wolter nicht nutzen.
Florian Thomas verzeichnete im letzten Drittel die erste Chance. In der 48. Minute war es erneut Schmidle, der im Powerplay die Führung für Kaufbeuren markieren konnte. Zauner und Grafenthin verpassten den Ausgleich, aber auch Schmidle kam zu einer weiteren Großchance. Nach einer Gelegenheit von Hämäläinen verlegten sich die Gäste immer mehr aufs Kontern. Gracel traf in den Schlusssekunden zum 1:3-Endstand ins leere Dresdner Tor.
ESVK-Coach Andreas Brockmann: „Uns war bewusst, dass eine schwere Aufgabe vor uns liegt. Ich muss der Mannschaft ein absolutes Kompliment machen. Sie hat sehr diszipliniert agiert. Wir haben heute auf vier junge Verteidiger gesetzt, die einen hervorragenden Job gemacht haben. Wir waren über 60 Minuten bereit alles zu tun, um zu gewinnen. Stefan Vajs im Tor hat natürlich wieder überragend gehalten. Wir haben bezüglich der Tabelle noch alles in der eigenen Hand. Das ist für uns ein Riesenerfolg.“
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: „Nastiuk ist einfach Nastiuk. Er hat heute wieder eine super Leistung gezeigt. Unsere Stürmer waren nicht schlecht, aber nicht hart genug. Dieses Spiel war sehr wichtig für uns, deshalb bin ich auch enttäuscht von der Mannschaft. Ein Tor in einem Heimspiel – das ist ein Witz.“
Kassel Huskies sichern Platz 3 mit Sieg über Crimmitschau(DEL2) Die Vorzeichen waren klar am vorletzten DEL2-Spieltag. Mit einer Dreier über die Eispiraten Crimmitschau konnten die Kassel Huskies vorzeitig Tabellenplatz 3 klar machen. Dazu kehrte Toni Ritter nach Fußverletzung in den Kader zurück, als überzähliger ausländischer Spieler pausierte Braden Pimm. Die Gäste aus Westsachsen mussten mit Patrick Pohl und Mark Lee auf ihre beiden punktbesten Stürmer verzichten.
Beide Teams verbuchten in der Anfangsphase je eine Großchance. Nach fünf Minuten scheiterte
Jens Meilleur aus zentraler Position an Eispiraten-Torhüter Ryan Nie, keine Minute später traf
Jason Pinizzotto bei seinem Versuch nur die Latte. Besser machte es Manuel Klinge nach knapp
sieben Minuten, indem er den Abpraller nach einem Merl-Schlenzer zum 1:0 verwertete. Gut zwei
Minuten später hätte Jens Meilleur per Konter erhöhen können, jedoch blieb sein Schuss im
Gewühl vor dem Crimmitschauer Gehäuse hängen.
Im Anschluss nahm sich das Spiel eine Verschnaufpause. Erst nach 16 Minuten bekamen die gut
3.000 Zuschauer wieder eine Tormöglichkeit zu sehen, Bartek prüfte Keller aus dem linken
Bullykreis. In dieser Phase hatten die Gäste mehr vom Spiel und belohnten sich kurz darauf.
André Schietzold markierte mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den 1:1-Ausgleich. Den
Führungstreffer hatten beide Teams in der Schlussminute des ersten Abschnitts auf der Kelle.
Jedoch scheiterte Meilleur per Bauerntrick am glänzend reagierenden Ryan Nie, kurz darauf
entschied St. Jacques sich nach schöner Einzelaktion für den Querpass anstatt für den
möglicherweise gewinnbringenderen Torschuss.
Auch der Beginn des Mitteldrittels bot keinen Augenschmauß für Eishockeyfeinschmecker. Der
nächste Treffer fiel da quasi aus heiterem Himmel. Kabitzky sorgte mit einem abgefälschten
Schlagschuss für die erstmalige Gäste-Führung. Auch in der Folge taten sich die Schlittenhunde
schwer, die Abwehr der Crimmitschauer unter Druck zu setzen. Erst nach 33 Minuten wurde es
wieder gefährlich für Ryan Nie, dieser parierte allerdings Carciolas Schuss nach schöner DeBlois-
Vorlage. Auch in eigener Überzahl taten sich die Schlittenhunde zunächst schwer, denn Torgefahr
entfachten die Gäste bei einem Konter durch Kabitzky, der aus Kasseler Sicht glücklicherweise am Pfosten landete. So musste der Zufall und ein Geniestreich von Toni Ritter her, um den Ausgleich zu erzielten. Noch in Powerplay überraschte der Comebacker auf Höhe der Grundlinie stehend den Eispiraten-Schlussmann mit einem überraschenden Schuss, der zum 2:2 über die Linie ging. Dieser Treffer wirkte wie ein Weckruf, denn plötzlich waren die Huskies zur Stelle und drängten auf das dritte Tor. Kurz nach dem Ausgleich tauchte Kevin Maginot frei vor Nie auf, scheiterte aber an ihm. So ging es mit einem 2:2-Remis in den Schlussabschnitt. Mit ordentlich Dampf kamen die Schlittenhunde aus der Kabine und sorgten in der ersten Minute des letzten Drittels für die Vorentscheidung. Nur zehn Sekunden waren absolviert, als Phil Hungerecker nach einem einstudierten Spielzug per Handgelenkschuss zum 3:2 traf. Und lediglich 43 Sekunden später war es Marco Müller, der per Flachschuss auf 4:2 erhöhte. Nun waren die Huskies klar überlegen. Adriano Carciola tauchte innerhalb von 40 Sekunden zwei Mal frei vor Ryan Nie auf, verpasste allerdings den Torerfolg. In den letzten zehn Minuten des Spiels füllte sich das Strafzeitenkonto auf beiden Seiten. Zunächst sorgte Ivan Ciernik mit drei Vergehen in einer Szene für eine sechsminütige Überzahlphase der Huskies, die diese jedoch nicht nutzten. Anschließend erhielt Adriano Carciola eine Matchstrafe, so dass die Gäste das Spiel dreieinhalb Minuten vor Schluss bei eigener Überzahl noch drehen konnte. Die Schlittenhunde verteidigten in numerischer Unterlegenheit jedoch stark und ließen kaum noch Torgefahr zu. Nach zähem Start fuhren die Kassel Huskies doch noch einen verdienten Heimsieg ein und sicherten sich damit vorzeitig den dritten Tabellenplatz. Die Entscheidung über den Viertelfinalgegner fällt am kommenden Sonntag im direkten Duell zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Lausitzer Füchsen.
1:3 Auswärtssieg für den ESV Kaufbeuren in Dresden - Joker rücken auf Tabellenplatz fünf vor und haben am Sonntag noch Chancen auf Platz vier(DEL2) Trotz vieler Ausfälle, ESVK Trainer Andreas Brockmann musste auf fünf wichtige Stammkräfte verzichten, entführten die Joker am heutigen Abend drei Punkte aus Dresden. Durch den Auswärtssieg beim Tabellenvierten rückte der ESVK einen Spieltag vor dem Ende der Hauptrunde auf den fünften Platz vor. Diesen kann sich der ESVK mit einem Heimsieg am Sonntag gegen die Lausitzer Füchse aus eigener Kraft sichern. Bei einer gleichzeitigen Niederlage der Dresdner Eislöwen in Rosenheim, würde die Mannschaft um Kapitän Sebastian Osterloh noch den vierten Platz vorrücken und sich damit noch das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale sichern.
Die Zuschauer in Dresden sahen von Beginn an ein sehr temporeiches DEL2 Spiel. Max Schmidle vergab auf Seiten des ESVK nach wenigen Minuten völlig alleine vor Eislöwen Keeper Kevin Nastiuk die erste Großchance des Spiels. Auf der Gegenseite musste Stefan Vajs sein Können gegen Brendan Cook unter Beweis stellen. Die nächste Chance auf einen Treffer für die Joker vergab dann erneut Max Schmidle, der mit einem Direktschuss nach Vorlage von Jere Laaksonen in Kevin Nastiuk seinen Meister fand. Fast im direkten Gegenzug war dann Dresdens Top-Scorer Brendan Cook mit dem 1:0 für die Hausherren zur Stelle. Nach einem feinen Pass von Dominik Grafenthin musste der Goldhelm der Eislöwen frei vor ESVK Torhüter Stefan Vajs die Scheibe nur noch über die Linie drücken. Der ESVK lies sich vom Gegentreffer nur kurz Beeindrucken und hatte durch Schmidle, Szwez und Gracel gute Torabschlüsse, die jedoch alle samt nicht zu einem Treffer führen wollten. In der 15. Spielminute sollte sich dies dann ändern. Der sehr auffällig spielende Max Schmidle konnte zum verdienten 1:1 für die Gäste einnetzen. Er lenkte dabei einen Schuss von Florin Ketterer unhaltbar in das Gehäuse der Sachsen ab. Im zweiten Spielabschnitt konnten beide Mannschaften nicht mehr den Speed des ersten Drittels aufbieten und gute Tormöglichkeiten waren über weite Strecken auf beiden Seiten durchaus Mangelware. Ein Ausrufezeichen setzte Eislöwen Stürmer Marius Garten mit einem wuchtigen Direktschuss an den Pfosten des ESVK Gehäuses. Für das erste richtige Highlight sorgte dann Hauptschiedsrichter Steffen Klau. Als dieser ESVK Verteidiger Florin Ketterer nach einem harmlosen Zusammenprall mit einem Eislöwen Spieler in der Mittelzone, für zwei Plus 10 Strafminuten wegen eines angeblichen Checkes gegen den Kopf und Nackenbereichs, vom Eis stelle. In der Folge musste die sowieso schon auf vier Spieler dezimierte Verteidigung der Allgäuer für 12 Minuten mit nur noch deren drei auskommen. Die Kaufbeurer überstanden noch zwei Unterzahlsituationen im weiteren Spielverlauf und hatten dabei sogar durch Max Schmidle die Möglichkeit auf einen eigenen Treffer. Seinen Schuss konnte jedoch Dresdens Schlussmann Kevin Nastiuk mit ein wenig Glück parieren. So ging es mit einem Leistungsgerechten Unentschieden in die zweite Pause. Auch im Schlussdrittel ließen beide Verteidigungsreihen kaum gute Torabschlüsse zu. In der 48. Spielminute nutzten die Joker dann ein Überzahlspiel um in Führung zu gehen. Erneut konnte Max Schmidle einen Schuss von der blauen Linie in das Tor der Eislöwen zum 1:2 abfälschen. Kurz darauf mussten die Joker ihrerseits in Unterzahl agieren. Wiederum wurde diese aber mit viel Geschick und einem starken Stefan Vajs ohne einen Gegentreffer überstanden. In der Folge versuchten die Eislöwen Druck auf die Kaufbeurer Defensive auszuüben. Es dauerte jedoch bis ungefähr fünf Minuten vor Schluss, bis sich dies auch in der ein oder anderen hochkarätigen Chance für die Sachsen wiederspiegelte. ESVK Torhüter Stefan Vajs war aber für die Dresdner nicht mehr zu überwinden. Alexander Höller, Branden Cook, Juuso Rajala und auch Mirko Sacher bissen sich am ESVK Schlussmann die Zähne aus. Acht Sekunden vor dem Ende machte ESVK Top-Scorer Branden Gracel mit einem Treffer in den bereits leeren Eislöwen Kasten das alles entscheidende Tor zum 1:3.
Ravensburg Towerstars(DEL2) Blumen, Kerzen und Einträge in ein Kondolenzbuch vor dem Spiel, ein „You never walk alone“ nach dem Warm-up, die Hymne von Leonard Hohen „Hallelujah“ unmittelbar vor dem Einlauf der Teams, eine Gedenkminute und „Toni Krinner Sprechchöre“. Dem gesamten Eishockeyumfeld in Ravensburg wurde wohl erst in diesem Moment so richtig bewusst, welch tragische Botschaft tags zuvor eintraf. Auch die Spruchbänder der aus Rosenheim angereisten Fans trafen ins Mark: „Wenn Eishockey zur Nebensache wird....“, war zu lesen, während sich beide Teams an der blauen Linie aufgestellt hatten.
Doch auch wenn das Leben Schicksalsschläge bereithält, es musste auch Eishockey gespielt werden. Die Towerstars waren vor 2810 Zuschauern sofort nach dem Anspielbully zielstrebig unterwegs, drückten sofort aufs Tempo und hatten schon nach knapp einer Minute eine gegnerische Strafzeit herausgeholt. Gute Möglichkeiten auf eine frühe Führung gab es durchaus, doch der erste Treffer sollte auf der Gegenseite fallen. Ausgerechnet kurz nach der schon im Vorfeld angekündigten 7-Minuten Schweigezeit und den eingesetzten „Toni Krinner“ Sprechchöre traf Tyler McNeeely im Nachschuss zum 0:1.
Die Antwort der Towerstars ließ nicht lange auf sich warten und diese gleich in doppelter Form. In der 10. - und 11. Minute besorgten Kilian Keller und Stephan Vogt mit ihren Treffern eine 2:1 Führung, auch hier kamen die Schützen jeweils zu Nachschüssen. Doch die Towerstars samt Zuschauer durften sich nur eineinhalb Minuten über die Führung freuen. Dann glich Joseph Lews auch schon wieder aus. Ein Pass von Philipp dePaly an der rechten Bande wurde von Lewis abgefangen, der hatte gar den Luxus seinen eigenen Nachschuss zum 2:2 Ausgleich verwerten zu können. Dass Rosenheims Backup-Torhüter Timo Herden auf der Bank von den Schiedsrichtern nachträglich einen Assistpunkt zugesprochen bekam, sollte den rabenschwarzen Fehler der Towerstars Abwehr wohl symbolisch verstärken. Deutlich ärgerlicher als der Statistikfehler war freilich der Gegentreffer zum 2:3. Gottwald hatte auf halblinks freie Bahn und überwand Jonas Langmann über der Stockhand.
Im zweiten Spielabschnitt sollten die Towerstars schon früh eine Überzahlmöglichkeit bekommen, konnten diese jedoch nicht nutzen. Pech in doppelter Hinsicht hatte freilich Kapitän Alexander Dück. Er traf innerhalb von nur einer halben Minuten Pfosten beziehungsweise Latte. Die Towerstars zeigten sichtlich Zug zum Tor, aber viele entscheiden Pässe kamen nicht an, Vieles wirkte verkrampft und zu hastig. Sowohl überlegter, als auch erfolgreicher präsentierten sich die Gäste aus Rosenheim. In der 29. Minute hielt Tyler Scofield den Schläger in einen scharfen Pass, das 2:4.
Doch es kam noch derber, denn in der 35. Minute sprach Hauptschiedsrichter Alexander Singer nach einem Zweikampf kurz vor der Bande eine 5 plus Spieldauerstrafe gegen Kilian Keller wegen Checks von Hinten aus. Eine schwer nachvollziehbare Entscheidung, denn weder war in dieser Szene ein Check, noch eine Verletzungsfolge des Gegenspielers zu erkennen. Für die Towerstars war das jedoch folgenschwer, denn Tyler McNeely sollte schon nach 26 Sekunden das 2:5 markieren, als er sich im entscheidenden Moment löst.
Im Schlussabschnitt bekamen die Towerstars den Anschlusstreffer zum 3:5 nach viereinhalb Minuten von den Starbulls quasi als höfliches Gastgeschenk auf dem Silbertablett präsentiert. Lukas Steinhauer wollte eine tiefe und abgefangene Scheibe einem Verteidiger weiterspielen, doch das missglückte fatal und Jesse Mychan brauchte dann nur ins leere Tor einzuschieben. Die Towerstars rochen Lunte, drückten weiter und dass die Starbulls durchaus wackelten, zeigte sich zwischen der 47. – und 50. Minute. Die Towerstars konnten in dieser Zeit in Überzahl agieren, teils sogar bei 5:3. Doch das Powerplay wirkte zu durchsichtig, der Ertrag blieb aus.
Letztlich glitt den Towerstars mehr und mehr auch die Zeit durch die Finger, die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines 6. Feldspielers war die letzte Chance. Doch auch das brachte nichts ein, die Starbulls waren in dieser Phase gar mehr in Puckbesitz. 27 Sekunden vor Schluss war das 3:6 dann noch ein Fall für die Statistik.
Aufgrund der gleichzeitigen Niederlagen von Bayreuth und Freiburg ist der Wunsch nach dem Heimrecht in den Pre-Play-offs zwar noch nicht ganz abgehakt, es muss am Sonntag in Bad Nauheim jedoch ein Sieg her und mindestens einer der beiden Konkurrenten müsste patzen.
Selber Wölfen gelingt Husarenstreich in Peiting(OLS) Wer hätte das für möglich gehalten. Unsere Wölfe trotzen der Grippewelle und fahren ohne acht Stammspieler am vorletzten Spieltag der Meisterrunde beim EC Peiting einen überzeugenden und auch in dieser Höhe verdienten 6:2 Auswärtserfolg ein. Die Wölfe-Minitruppe präsentiert sich als eine verschworene, disziplinierte Einheit und überzeugt beim Tabellenvierten mit einer sehr guten Chancenverwertung. "Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie sich hier präsentiert haben", so Trainer Henry Thom bei Radio Euroherz kurz nach dem Spiel.
Unsere Jungs beginnen das Spiel mit dem buchstäblich letzten Aufgebot. Ohne Dorr, Schneider, Neumann, Geisberger, Kümpel, Deske sowie die beiden Langzeitverletzten Schadewaldt und Schiener, stehen unserem Coach Henry Thom nur 12 Feldspieler zur Verfügung. Wir verstecken uns aber keinesfalls, doch allzu große Torchancen kann anfangs keines der beiden Teams für sich verbuchen. In Überzahl hält Mudryk drauf, aber noch rettet das Aluminium für die Gastgeber. Mit zunehmender Spieldauer kommen wir immer besser ins Spiel und die Tore fallen. Zuerst trifft Youngster Kolb, anschließend trägt sich Oldie Heilman - er ersetzte Geisberger in der ersten Reihe - in die Torschützenliste ein. In Überzahl lässt sich Mudryk nicht lange bitten und somit geht es für uns mit einem 3:0 Vorsprung in die erste Pause.
Peiting erwischt den besseren Start und kann in Überzahl verkürzen, aber unser Team steckt den Gegentreffer gut weg und ist weiterhin im Vorwärtsgang unterwegs. Mitte des Drittels dann die Gastgeber aktiver, doch Ondruschka und Co. machen hinten dicht. Die Schüsse, die dennoch durchkommen, sind stets sichere Beute von unserem Goalie Stefaniszin. In die Drangphase der Hausherren fällt Moosbergers Treffer – sein mittlerweile 32. Saisontor. Der ECP ist insbesondere in Überzahl brandgefährlich. Erneut gelingt es den Einheimischen in Powerplay einen Treffer zu markieren – Maier bringt seine Farben auf 2:4 heran.
Keine drei Minuten sind im Schlussabschnitt gespielt, da gelingt Moosberger mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 eine Art Vorentscheidung. Kurz zittern heißt es für die mitgereisten Fans, als Peiting erneut in Überzahl agieren darf. Diesmal bleiben unsere Wölfe schadlos und können diese brenzlige Phase überstehen. Dem guten Überzahlspiel der Hausherren wollen unsere Jungs nicht nachstehen: Heilman trifft in zahlenmäßiger Überlegenheit zum 6:2 Endstand.
Zum Ausklang der Meisterschaftsrunde empfangen unsere Wölfe am Sonntag um 18.00 Uhr den EV Regensburg in der NETZSCH-Arena. Dank des heutigen Sensationssieges in Peiting und der zeitgleichen Niederlage des Spitzenreiters Tölz, besteht für unsere Jungs sogar ebenfalls noch eine theoretische Chance auf den Meistertitel.
Klassenerhalt für VER1b-Team
In Spiel 2 der Serie gegen EHC Nürnberg 1980 e.V. gewinnen unsere Jungs der 1b mit 3:2 in Nürnberg und sichern sich damit den Klassenerhalt in der Landesliga Nord/Ost. Die Torschützen auf Selber Seite: Bauer, Warkus, Hechtfischer
Dezimierte Crocodiles Hamburg chancenlos in Holland, 1:9 (0:2/1:6/0:1)(OLN) Das vorletzte Meisterrundenspiel stand schon bei der Abfahrt in Hamburg unter keinem guten Stern. Ohne Kristian, Mitchell, McGowan, Bruns, Hollmann, Bruns und Henze machte sich der unverletzte, bzw. gesunde Teil der Mannschaft auf den Weg nach Tilburg, zum heimstärksten Team der Liga. Gut, dass sich Bär und Calovi wieder fit melden konnten, sodass immerhin sieben gelernte Stürmer auf dem Spielberichtsbogen standen. Aufgrund der Ausfälle beider Konti-Spieler konnte Lukas Turek sein Debut in der Oberliga Saison 16/17 geben. Im Spiel fielen dann auch noch Zimmer und Schubert angeschlagen aus. Für die Crocodiles stand der fünfte Tabellenplatz bereits fest, die Trappers kämpfen jedoch noch mit Duisburg und Essen um die beste Play-Off Ausgangsposition, entsprechend engagiert agierten die Holländer.
Der niederländische Abonnement-Meister der letzten Jahre hat das Spiel verdient gewonnen, tat sich aber insbesondere im ersten Drittel lange schwer und konnte die beiden Tore erst in der letzten Minute erzielen (18:59 / 19:56). Im zweiten Drittel konnten die Tilburger nach Toren in Minute 2:05 und 6:34 auf 4:0 davonziehen. André Gerartz verwandelte dann nach 8:44 einen Penatly zum 1:4, sein 36. Treffer in nur 30 Spielen. Bis dahin war das Ergebnis also noch "im Rahmen". Schade, dass das Bartkevics-Team in den letzten 3 Minuten des zweiten Drittels den Faden verlor und noch zwei Doppelschläge hinnehmen musste (17:02 / 17:23 / 19:09 / 19:55). Somit ging es mit einem doch deutlichen 1:8 in die Kabine. Dass das letzte Drittel nach weiteren Ausfällen von Zimmer und Schubert gegen den letztjährigen Oberliga-Meister nur 0:1 verloren ging zeigt, dass die Moral der Truppe stimmte. Also, auf geht’s, schauen, welche Spieler bis zum Spiel am Sonntag gegen die starken Wedemark Scorpions wieder fit werden, um das letzte Spiel der Meisterrunde vor eigenem Publikum zu gewinnen, und selbstbewusst in die Play-Offs gehen.
In den letzten Tagen hat es interessante Neuigkeiten in der Oberliga Nord gegeben. Der Bürgerentscheid in Timmendorf fiel sehr eindeutig für den Erhalt der Eishalle aus. Die Halle wird nun also umfangreich saniert und somit ist der Eishockey-Standort Timmendorf gesichert! Eine Änderung wird es auch im Großraum Hannover geben. Die Hannover Scorpions, Deutscher Meister 2010 (DEL), fusionieren mit dem Namensvetter, den Wedemark Scorpions und werden in der kommenden Saison unter dem Namen Hannover Scorpions in Mellendorf spielen. Durch diese Fusion, wird in Mellendorf sicher ein sehr starkes und ambitioniertes Team an den Start gehen. Den freien Platz in der Liga könnte ein "Gemeinschaftsteam" der DEL-Teams aus Köln, Düsseldorf und Krefeld einnehmen, wie der WDR heute berichtete. Auch dieses Team dürfte sicher eine Bereicherung für die Liga sein. Aus den Regionalligen, also der Liga unterhalb der Oberliga Nord, wird es dagegen keinen Aufsteiger geben. Alle möglichen Teams verzichten freiwillig auf den Aufstieg.
Aber noch gilt es für die Crocodiles, diese so tolle und unerwartet erfolgreiche Saison zu krönen. Als letztes Team geben sich die "alten" Wedemark Scorpions, um die Ex-DEL Spieler Bombis, Morczinietz und Reiß, sowie um die starken Kontingentstürmer Budd und Adams am Sonntag um 19:00 Uhr im Eisland die Ehre. Ein Offensiv-Spektakel ist also zu erwarten. Rund 200 Karten sind noch verfügbar und können in Claudias Vereinshaus oder über die Homepage (Ticketshop) erworben werden. Am Sonntagabend heißt es dann auch gespannt auf die Tabelle schauen, denn erst dann wird der Playoff-Gegner für die Crocodiles feststehen. Der Zweite Tilburg ist mit Platz 3 (Duisburg) und 4 (Essen) punktgleich und Essen spielt zuhause gegen Tilburg. Was für eine spannende Liga! Eishockey in Hamburg lebt! Bis Sonntag! (geh)
(OLN) Mit 1:5 musste sich der Herner EV am Freitagabend bei den Duisburger Füchsen an der Wedau geschlagen geben. Ein verdienter Sieg der Gastgeber, die ja noch um Platz zwei in der Abschlusstabelle der Oberliga Nord hinter den Gysenbergern kämpfen. Allerdings fiel das Ergebnis am Ende etwas zu deutlich aus, denn bis zur 55. Minute stand es lediglich 2:1und das Team von Frank Petrozza hatte durchaus noch Chancen auf den Ausgleich. „Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt, sind auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Aber ab der 30. Minute hatten wir nicht so viel Kraft, da machten sich dann unsere fehlenden vier Spieler bemerkbar“ meinte der HEV Cheftrainer nach dem Spiel. Ohne die verletzten Michel Ackers, Sam Verelst und Alexander Eckl sowie den gesperrten Brad Snetsinger musste der HEV schon wenige Sekunden nach Spielbeginn die erste Unterzahl einstecken, überstand aber das Duisburger Powerplay schadlos. Danach hatte Aaron McLeod die erste gute Herner Möglichkeit. Nach fünf Minuten folgte die nächste Strafe gegen den HEV, ausgesprochen durch den niederländischen Schiedsrichter Jean-Paul de Brabander, der die Herner Verantwortlichen und Fans mit seinen Entscheidungen noch einige Male ins Grübeln bringen sollte. Aber auch das zweite Powerplay der Füchse verpuffte. Danach konnte der HEV wieder eigene Chancen herausspielen und in der 12. Minute durch Aaron McLeod, der sich gekonnt in Szene setzte, das 0:1 erzielen. Weitere Chancen folgten, so zum Beispiel in der 17. Minute durch Thomas Dreischer, der einige gute Hereingabe nur knapp verpasste. Im Gegenzug machte es aber auch Duisburgs Kapitän Björn Barta nicht besser. Ab dem zweiten Abschnitt waren aber dann die Füchse häufiger am Drücker. Und so bekam Christian Wendler im HEV Gehäuse einiges zu tun. So entschärfte er z.B. in der 25. Minute eine Chance von Raphael Joly und hielt auch in der 31. Minute mit einem tollen Save das Ergebnis. Trotzdem hatten auch die Gysenberger weiterhin gute Konterchancen, u.a. durch Aaron McLeod und Christian Nieberle zwei Minuten später. Trotzdem häuften sich nun die Duisburger Chancen. Erneut war es Joly, der in der 34. Minute wieder an Christian Wendler und auch Dominik Ochmann hatte eine Minute später den Ausgleich auf dem Schläger. Der fiel aber dann aber dann doch in der 35. Minute Jakub Wiecki im Nachstochern. Auch Aaron McLeod wollte zwei Minuten später das Gleiche tun, dies wurde aber vom Hauptschiedsrichter wegen Torraumabseits unterbunden. In der 38. Minute konnten die Duisburger dann durch Jari Neugebauer mit 2:1 in Führung gehen.
Im letzten Abschnitt wurde die Partie dann wieder offener. Nach Chancen auf beiden Seiten fiel die Entscheidung dann in den letzten gut fünf Minuten. Ein abgefälschter Schuss brachte die Füchse mit 3:1 nach vorne. HEV Coach nahm drei Minuten vor Spielende eine Auszeit und ersetzte eine Minute später den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, allerdings ohne Erfolg. Bei einem Duisburger Break stürmte in der 59. Minute Jakub Wiecky frei auf das Herner Tor, wurde von hinten attackiert, kam ins Straucheln, raffte sich aber wieder auf und traf dann nur das Außennetz des Herner Gehäuses. Regelkonform entschied der Schiedsrichter auf „technisches Tor“ und es stand 4:1. Damit war die Partie natürlich entschieden, das 5:1 durch Patrick Klöpper war dann nur noch etwas für die Statistik. Am Sonntag gastieren ab 18:30 Uhr die Icefighters aus Leipzig am Gysenberg. Es ist die letzte Partie der Meisterrunde in der Oberliga Nord, bevor dann die Playoffs beginnen. Nach Spielende erfolgt die Pokalübergabe für den Meister-Titel im Norden durch den DEB Ligenleiter Oliver Seeliger.
Piraten schauen auf eine gute Spielzeit zurück - Ein kurzer Rückblick auf die achte Bayernliga-Saison des ESV Buchloe am Stück(BYL) Während in der Eishockey Bayernliga gerade die Playoffs mit den Oberligisten um den Oberligaaufstieg laufen, ist der ESV Buchloe inzwischen schon seit fast einer Woche in der Sommerpause. Trotzdem blickt man bei den Piraten durchaus zufrieden auf die abgelaufene Spielzeit zurück. "Wir haben denke ich schon eine gute Runde gespielt", sagt der sportliche Leiter Florian Scherdi. Auch wenn die Freibeuter sich nach dem letzten Platz in der Verzahnungsrunde mit den Oberligisten Lindau und Waldkraiburg nicht für die Viertelfinal-Playoffs qualifizieren konnten, sicherte man sich dennoch bereits ein paar Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde frühzeitig den Ligaverbleib. "Dass wir die Qualifikation zur Zwischenrunde noch im alten Jahr 2016 geschafft haben, hat uns sicher nicht jeder so zugetraut", meint auch Trainer Topias Dollhofer, der sich dort dann dennoch etwas mehr ausgerechnet hatte.
Trotzdem bleibt vor allem zu Hause ein positiver Eindruck, da die Buchloer vor eigenem Anhang zehn ihrer dreizehn Hauptrundenheimspiele gewinnen konnten. Und auch in der Verzahnung schlug man im eigenen Stadion den Vizemeister Erding sowie den Oberligisten Waldkraiburg, auch wenn es in der schweren Gruppe dann letztlich nicht ganz zum Weiterkommen reichte. "Die Jungs hätten sich bei den oftmals tollen Leistungen zu Hause daher schon ein klein wenig mehr an Zuschauerzuspruch verdient gehabt", meint Dollhofer, wobei er die Unterstützung der Fans, die im Stadion waren immer als vorbildlich ansah.
Gut gefüllt waren die Ränge dagegen erneut bei den Derbys gegen die Lokalrivalen aus Landsberg und Memmingen, die neben den vielen Heimsiegen wieder zu den Highlights der Saison zählten. Schließlich konnten die Piraten beide Vergleiche gegen die zwei Nachbarn in der Hauptrunde gewinnen. Während man den späteren Meister Memmingen bereits am dritten Spieltag mit 5:2 besiegte, schlug man die Lechstädter Ende November ebenfalls mit 4:2. Der November war ohnehin der Monat schlechthin für die Piraten. Denn mit sechs Siegen aus sieben Spielen konnten der ESV hier einen goldenen November feiern. Stellvertretend für diese starken Leistungen wurde hier unter anderem auch Topscorer Alexander Krafczyk vom Internetportal "Bayernhockey" zum Spieler des Monats gewählt. Doch auch andere Akteure in Reihen der Rot-Weißen konnten dieses Jahr überraschen, wie zum Beispiel Torhüter Daniel Blankenburg. "Daniel hat in meinen Augen den größten Sprung gemacht und eine richtig gute Saison gespielt", lobt Scherdi den 21-jährigen Schlussmann. 21 der 36 Partien absolvierte Blankenburg, auch weil die anderen beiden Torhüter ziemlich vom Pech verfolgt wurden. Eigengewächs Michael Bernthaler kam nämlich auf Grund einer Knieverletzung nur zu einem einzigen Einsatz und auch der gute Rückhalt Alexander Reichelmeir musste immer wieder wegen Krankheit und Verletzung gezwungenermaßen zuschauen. Ein ähnliches Schicksal ereilte ebenfalls Tobias Kastenmeier und Christopher Götz. Routinier Kastenmeier pausierte mit einer Schulterverletzung zunächst schon in der Vorbereitung, ehe er sich dann am siebten Spieltag in Germering eine schwere Fußverletzung zuzog. Zu allem Überfluss krachte er am Ende der Verzahnungsrunde dann nach einem Check auch noch so unglücklich mit dem Kopf in die Bande, dass die Spielzeit vorzeitig zu Ende war. Und auch für Nachwuchsmann Christopher Götz war die Saison nach einem Check gegen den Kopf Anfang Dezember bereits gelaufen.
Dafür sprangen erfreulicherweise wieder einige eigene Nachwuchskräfte in die Bresche, die auch heuer wieder ins Bayernliga-Team integriert werden konnten. Die Verteidiger Erik Schönberger und Lucas Ruf bekamen beispielsweise reichlich Eiszeit und auch die Jungstürmer Tim Ott und Marco Göttle schnupperten erstmalig Bayernligaluft in Bayerns höchster Spielklasse. Sie bekamen somit das Vertrauen von Trainer Topias Dollhofer, dem die sportliche Leitung ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis ausstellt. "Wir haben mit Topi einen jungen, ambitionierten Coach, der nicht nur gute Arbeit leistet, sondern auch bestens zum Team und der Philosophie des Vereins passt", lobt Scherdi den Trainer, der ebenso wie Topscorer Alexander Krafczyk und Verteidiger Max Dropmann auch bereits jetzt schon wieder für die kommende Saison seine Zusage gegeben hat. Und auch Dollhofer freut sich nun schon auf die kommenden Aufgaben. "Die Arbeit mit den Jungs hat mir großen Spaß gemacht und ich sehe das Potential der Mannschaft auch noch nicht völlig ausgeschöpft", sagt der 35-Jährige über die Gründe der frühzeitigen Vertragsverlängerung.
TEV Miesbach schnuppert an der Sensation! 1:2-Auswärtssieg in der Abwehrschlacht von Höchstadt(BYL) Ohne den verletzten Sebastian Deml und den aus persönlichen Gründen fehlenden Kapitän Peter Kathan, dafür wieder mit Stefan Kirschbauer und Stephan Stiebinger, reiste der TEV Miesbach zum dritten Spiel in der Best-of-Five-Serie nach Höchstadt und fuhr nach einer wahren Abwehrschlacht gegen teilweise drückend überlegene Hausherren einen phänomenalen Auswärtssieg ein. Somit können die Miesbacher im Heimspiel am Sonntag mit einem weiteren Erfolg alles klar machen und ins Halbfinale einziehen. Eine besondere Ehre wurde an diesem Tag TEV-Abwehrmann René Müller zuteil, der in seinem zehnten Jahr in der ersten Mannschaft der Kreisstädter das "C" erstmalig auf der Brust tragen durfte.
Mit offenem Visier gingen beide Mannschaften ins erste Drittel, wobei die Hausherren von Anfang an zeigen wollten, wer der Herr im Haus ist. Die erste Chance hatten aber die TEVler in Person von Florian Gaschke, der schön freigespielt von Markus Kankaanranta an Höchstadts Goalie Carsten Metz scheiterte. Nur eine Minute später startete Tomas Rousek einen Sololauf über die gesamte Eisfläche, konnte den an diesem Abend erneut überragend haltenden Timon Ewert im Tor der Rot-Weißen mit seinem Rückhandschuss jedoch nicht überwinden. In der Folgezeit nahm der HEC das Heft mehr und mehr in die Hand. In Führung ging aber nicht der Favorit, sondern der Underdog aus dem Oberland. Mit einem wunderschön herausgespielten schnellen Gegenzug hatte Jan Trojan Nico Fissekis perfekt freigespielt und dieser in Torjägermanier das 0:1 erzielt (5.). Zwei Minuten später der vermeintliche Ausgleich für die Alligators, doch der Schiedsrichter hatte längst zuvor abgepfiffen. Kurz darauf konnte sich Miesbachs Goalie erneut auszeichnen bei einem Schlagschuss von Daniel Jun von der blauen Linie. Die nächste erwähnenswerte Szene aber wieder auf Seiten des TEV, als Stefano Rizzo auf und davon war, sein Pass aber einen Tick zu später auf den besser postierten Mitspieler kam. Trotz zunehmender Dominanz der Alligators blieben die TEVler aber immer wieder durch schnelle Gegenzüge gefährlich. Mit einem erneut wunderbaren Spielzug in Überzahl gingen die Gäste schließlich mit 0:2 in Führung (15.). Diesmal hatte Kankaanranta Trojan, der aus dem Slot heraus verwandelte, perfekt in Szene gesetzt. Wenig später war es Höchstadts Rousek, der zum wiederholten Male sein Können aufblitzen ließ. Immer dann, wenn er an der Scheibe war, bestand höchste Gefahr für das Miesbacher Tor. Bitter für den TEV, dass kurz vor der Pause, zum sogenannten psychologisch ungünstigen Zeitpunkt der 1:2-Anschlusstreffer fiel (19.). Jun hatte per Nachschuss verwandelt. Pech dann für den TEV, als Miesbachs Müller bei einem Konter allein auf dem Weg zum gegnerischen Tor war, von den Schiedsrichtern aber zurückgepfiffen wurde, weil ein Linienrichter verletzt am Boden lag. Sekunden vor der ersten Drittelpause dann Glück für Kreisstädter, als der Puck von Ewerts Schulter knapp über die Querstange des Tores sprang.
Die erste Drittelpause dauerte dann gut sechs Minuten länger, da die Hausherren wegen einer Darbietung des eigenen Nachwuchses später mit der Eisbereitung begannen. Ab dem zweiten Drittel wurde der eh schon enorme Druck der Alligators noch einmal stärker. Bereits nach 30 Sekunden ging die Hartgummischeibe, vom Schläger eines Höchstadter Angreifers abgefälscht, knapp am Miesbacher Tor vorbei. Den HEClern merkte man trotz aller Überlegenheit deutlich den spürbar zunehmenden Druckan, das Heimspiel auf keinen Fall verlieren zu wollen, an. So wanderte erneut der sonst so besonnene Höchstadter Spielertrainer für zwei Minuten in die Kühlbox, die er kurz darauf gleich wieder aufsuchte. Die Überzahlspiele des TEV verdienten ab diesem Zeitpunkt aber ihren Namen nicht mehr. Der HEC machte es kurz darauf bei numerischer Überlegenheit wesentlich besser, Zählbares kam aber ebenfalls nicht dabei heraus. Beim nächsten HEC-Treffer, den die Schiedsrichter wegen Abseits wieder nicht anerkannten, tobten die Höchstadter Zuschauer und warfen wiederholt Gegenstände aufs Eis. Die Schiedsrichter schickten daraufhin zur Abkühlung der Gemüter - und wie es im Zusatzbericht der Unparteiischen nachher hieß, "um die Sicherheit der Spieler nicht zu gefährden" - beide Mannschaften frühzeitig in die zweite Pause. Vor dem Gästeblock hatten die Sicherheitskräfte ebenfalls alle Hände voll zu tun. Obwohl dieser Bereich eigentlich für die Miesbacher reserviert war, war dort von Anfang an eine Schar Höchstadter Fans, die sich mit den Miesbachern zum Glück nur heftige Wortgefechte lieferten. Unverständlich auch, dass sich die Höchstadter Fans angeblich durch Miesbachs Martin Lidl provoziert fühlten, diesen aber schon beim letzten Mal nach seiner Spieldauerstrafe mit mehreren Bierduschen in die Kabine begleiteten. Dies ist auch glimpflich ausgedrückt eine Unart, der manche sogenannte Fans der Hausherrn hinter der Spielerbank der Gäste auch im heutigen Spiel in Form von Spucken und Werfen von Geldmünzen auf die Miesbacher Spieler freien Lauf ließen.
Die gut vier Minuten des zweiten Drittels wurden dann an den letzten Spielabschnitt angehängt. Noch vor dem letzten Seitenwechsel hätte Trojan bei einem Alleingang den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen können. Er scheiterte aber an Metz. Noch vor dem regulären Pausenpfiff gab es drei hochkarätige Chancen für die Hausherren, die damit aber fahrlässig umgingen. Das eigentliche dritte Drittel war ein einziger Sturmlauf der Heimischen auf der Einen und Abwehrkampf pur auf der anderen Seite. Den Zuschauern war von dem Zeitpunkt an klar. Wer das nächste Tor schießt, der gewinnt die Partie. Das wäre trotz aller Überlegenheit erneut beinahe Trojan gelungen. Bei seinem Versuch Metz zu tunneln, scheiterte er an dessen Innenschoner. Der Rest der Begegnung ist schnell erzählt. Höchstadt rannte verzweifelt an, generierte Chance um Chance, scheiterte aber immer wieder am Abwehrbollwerk der Gäste. Die Miesbacher hatten an diesem Abend gezeigt, warum sie in der Vorrunde der Bayernliga lange Zeit mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert hatten.
Miesbachs Coach Simon Steiner war am Ende der Partei mächtig stolz auf sein Mannschaft, die seines Erachtens "die Nervosität während der gesamten 60 Minuten nicht ablegen konnte und nur die ersten 15 Minuten des Spiels die bessere Mannschaft war". "Dafür haben die Jungs heute aber wieder alles gegeben und bis zum Umfallen gekämpft", so Steiner weiter. "Und am Ende hatten wir das Glück des Tüchtigen".
EV Füssen(BLL) Der EV Füssen hat das erste Ausrufezeichen gesetzt. 8:4 (3:1, 2:1, 3:2) endete das erste Finalspiel um die Bayerische Landesligameisterschaft, und die Mannen um Kapitän Eric Nadeau haben nun zwei Matchbälle, um den entscheidenden zweiten Sieg gegen den EC Bad Kissingen einzufahren, und das Saisonziel mit dem Aufstieg in die Bayernliga tatsächlich wahr zu machen.
Der Heimerfolg vor ausverkauftem Haus am Kobelhang war hochverdient. Der kleine Kader der Gäste hatte sichtliche Probleme mit dem Spieltempo des EVF, war in der Abwehrarbeit oftmals einen Schritt zu langsam und zog dadurch viele Strafzeiten. Ihre große Stärke hatten die Wölfe im Powerplay, hier kamen sie immer wieder zu Chancen und insgesamt drei Überzahltreffern, bei ausgeglichener Spielerzahl agierten sie eher abwartend und kraftsparend. Das war freichlich zu wenig, um die Füssener insgesamt in Gefahr zu bringen, auch wenn es immer wieder kleine Nadelstiche in der Offensive gab. Der EVF zeigte sich in Überzahl ebenfalls sehr gefährlich und erzielte mit einem Mann mehr gleich fünf Treffer, konnte immer wieder großen Druck ausüben, und hatte neben den acht Toren unter anderem auch noch einen vergebenen Penalty sowie drei Pfostentreffer zu verzeichnen.
Während bei Bad Kissingen das Überzahlspiel sowie die Torgefährlichkeit der Abwehrspieler zu gefallen wussten, war es bei Füssen neben dem Powerplay die Ausgeglichenheit der eingesetzten Reihen sowie das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. (MiL)
Spielertrainer Mikhail Nemirovski (Bad Kissingen): „Füssen ist eine gute Mannschaft, hat erfahrene Spieler. Es war ein gutes Spiel und eine sehr gute Stimmung im Stadion. Nur der Schiedsrichter war nicht gut für ein Finale. Wir hatten nur 10 Feldspieler. Am Sonntag versuchen wir, unser Spiel zu machen. Alles ist möglich.“
Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Wir haben heute vieles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, wollten ein hohes Tempo gehen. Bad Kissingen ist in Überzahl extrem stark. Wichtig war, nach dem Rückstand gleich wieder zurück zu kommen. Nach dem 3:2 hatte ich noch das Gefühl, da kann noch was passieren, aber dann haben wir das sehr souverän gemacht. Vier Gegentreffer tun aber natürlich weh. Am Sonntag fahren wir früh los, und werden versuchen, bestens vorbereitet den letzten Schritt zu machen.“
3:4 - Eisbären Heilbronn ziehen gegen clevere Rhinos den Kürzeren(RLSW) Den Start in die diesjährigen Playoffs hatten sich die Eisbären Heilbronn anders vorgestellt: Mit 3:4 (1:1, 2:2, 0:1) unterlag der Titelverteidiger der Regionalliga Südwest vor knapp 1.000 Zuschauern den Baden Rhinos Hügelsheim. Es war das erste Mal seit dem 11. März 2012, dass die Eisbären im ersten Spiel einer Playoff-Serie den Kürzeren zogen - damals hieß es 2:3 gegen Stuttgart und man schied daraufhin im Halbfinale aus den Playoffs aus.
Zur Ausfallliste der Hausherren um Milan Liebsch, John Kraiss, Daniel Steinke, Alex Keterling, Thomas Bernwald und Max Schleicher hatte sich kurzfristig auch noch Leontin Kreps gesellt, der im Donnerstagstraining einen abgefälschten Schuss ins Gesicht bekommen hatte. Dafür konnte Kapitän Stefan Schrimpf nach fünfwöchiger Pause erstmals wieder für sein Team auflaufen. Bei Sven Breiter hatte sich die im Spiel gegen Stuttgart erlittene Verletzung als nicht so schwerwiegend herauskristallisiert als zunächst befürchtet worden war, so dass auch er am Geschehen aktiv mitwirken konnte.
Nach anfänglichem gegenseitigem Abtasten gingen die Gäste in der 5. Minute mit ihrem ersten ernst zu nehmenden Angriff durch Maxim Engel mit 0:1 in Führung. Die Eisbären ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, zogen bemüht ihr Spiel auf, bissen sich aber lange an der kompakt stehenden Defensive der Gäste die Zähne aus. Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe Manuel Pfenning nach schöner Vorarbeit von Igor Filobok am langen Pfosten zum 1:1 einschob.
Nach eineinhalb Minuten im zweiten Drittel war es dann Filobok selbst, der Christian Sess im Tor der Baden Rhinos in Überzahl zum 2:1 überwinden konnte. Es war die erste Strafzeit in einer packenden Begegnung, die aber dennoch erst zu diesem Zeitpunkt richtig an Fahrt aufnahm. Auch die erste Strafzeit gegen die Eisbären führte zu einem Treffer. Sven Breiter hatte gerade seine Bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis abgesessen und war von der Sünderbank zurückgekehrt als Mathieu Fleury zum 2:2 ausglich.
Die Freude der Rhinos währte jedoch nicht lange, denn schon 34 Sekunden später brachte Benjamin Brozicek sein Team erneut mit 3:2 in Führung. Doch auch die Gäste vom Baden Airport ließen sich nicht beirren und kamen in der 30. Minute zum 3:3 durch Rouven Siel. Dieser Treffer läutete dann auch die stärkste Hügelsheimer Phase ein, und die Eisbären konnten sich bei ihrem Goalie Markus Nachtmann bedanken, dass es zur Pause immer noch 3:3 stand.
In der Pause muss Trainer Sascha Bernhardt die richtigen Worte gefunden haben, denn sein Team kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Eisbären waren nun die klar bessere Mannschaft und drängten auf einen schnellen weiteren Treffer, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Doch die Gäste hielten clever dagegen und waren ihrerseits durch Entlastungsangriffe brandgefährlich - wie in der 49. Minute, als Markus Nachtmann gegen Cedrick Duhamel rettete.
Dass dann ausgerechnet eine umstrittene Strafzeit wegen Spielverzögerung gegen Vasilios Maras die Entscheidung zu Gunsten der Baden Rhinos brachte, mutete fast schon tragisch an. Die Eisbären hatten vehement gegen diese Strafe in der 55. Minute protestiert - jedoch ohne Erfolg. Nur drei Sekunden nach dem der Juniorenspieler des Kooperationspartners Heilbronner EC auf der Strafbank Platz genommen hatte, fiel die Entscheidung. Routinier Mathieu Fleury zog ab und überwand Markus Nachtmann zum 3:4.
Die Eisbären warfen nochmal alles nach vorne und wären in der letzten Minute fast noch durch Manuel Pfenning zum Erfolg gekommen, doch klatschte sein Schuss 22 Sekunden vor dem Ende an den Pfosten.
"Wir haben heute bei weitem nicht das Eishockey gespielt, das wir eigentlich spielen können", grummelte Trainer Sascha Bernhardt nach dem Spiel. "Hügelsheim wollte den Sieg mehr als wir, war cleverer und hat verdient gewonnen. Aber wir haben heute nicht die Serie verloren, sondern nur ein Spiel. Spätestens jetzt muss jeder kapiert haben, das unsere Saison schneller vorbei sein könnte als uns lieb ist, wenn nicht jeder Einzelne beim zweiten Spiel am nächsten Samstag zu hundert Prozent bei der Sache ist."
Am 11. März um 19.30 Uhr gilt es nun für die Eisbären, in Hügelsheim das frühzeitige Saisonaus zu verhindern, um dann am 19. März eventuell noch ein drittes Spiel erzwingen zu können.
Ice Dragons Herford schlagen Ratingen erneut und stellen die Serie auf 2:0!(RLW) Wieder waren über 1000 Fans in der Eishalle „Im kleinen Felde“, wieder konnte der Stadionsprecher „Ausverkauft“ verkünden, wieder konnten die Herforder Fans am Ende ausgiebig jubeln und feiern! Mit 4:2 konnten die Ice Dragons den Favoriten aus Ratingen niederringen, haben nach nun 2 Siegen in 2 Spielen gleich 3 Mal die Chance, den Einzug ins Finale klar zu machen!
Neben dem Ausfall des immer noch erkrankten Lars Rusche - Jan Pohlmann nahm wieder die Stelle des Backups ein - fiel auch Tim Schürstedt angeschlagen aus. Dafür stand Routinier Dennis Schmunk dem Team nach seiner Sperre wieder zur Verfügung, so dass Jeff Job erneut volle drei Reihen aufs Eis schicken konnte. Und diese drei Reihen hatten kein Erbarmen mit den Fotografen im Stadion! Denn während die „knipsende Zunft“ noch ihre Kameras scharf machte, schlug die Scheibe schon zum 1:0 hinter dem Ratinger Goalie Christoph Oster ein. Ganze 23 Sekunden hatte es gedauert, bis die Scheibe über Killian Hutt und Zack MacQueen zu Florian Kiel an die blaue Linie kam, der Maß nahm und den Puck in die Maschen schlenzte. Und während die Gäste noch versuchten, sich den Schock des frühen Rückstands aus den Knochen zu schütteln, legte Zack MacQueen in der 4. Minute nach. Gleich mehrere gute Chancen hatte Oster vereiteln können, bis die Scheibe über Killian Hutt und Florian Kiel zu Zack MacQueen in den Slot kam, der eiskalt abzog und das „kleine Felde“ in ein Tollhaus verwandelte. In der Folge war es immer wieder Christoph Oster, der seine Farben mit sehenswerten Paraden in Schlagdistanz hielt, denn die Ice Dragons machten Dauerdruck, versuchten die Gäste zu überrennen. Fast 15 Minuten konnten sie den Druck aufrecht erhalten, dann befreiten sich die Ice Aliens immer mehr, so dass nun Lars Morawitz mehr und mehr in den Blickpunkt rückte, seinem Gegenüber jedoch in nichts nachstand und die Führung bis zur 1. Pause hielt.
Im zweiten Drittel begann das Spiel ausgeglichen, beide Teams hatten ihre Chancen. Ein echter Wegruf war der Pfostentreffer von Zack MacQueen, dessen Rebound Nils Bohle nur um Millimeter verpasste, die bis dato größte Chance im Spiel. Wach wurden durch das laute „Pling“ jedoch vor allem die Gäste, die nun mehr und mehr die Spielkontrolle an sich rissen und mit technisch starkem Spiel die Ice Dragons gehörig unter Druck setzten. Bis zur 29 Minute hielt die Herforder Defensive, dann konnten die gut 50 mitgereisten Ratinger Fans den Anschluss durch Benjamin Hanke feiern. Als schließlich auch noch Dennis Fischbuch in Überzahl zum 2:2 in der 37. Minute ausgleichen konnte, schien das Spiel endgültig zu kippen. Zu sehr waren die Ice Dragons in der Defensive gebunden, bekamen nur wenige Konterchancen, mussten immer nach hinten arbeiten. Doch mit Glück, Geschick, viel Kampfkraft und einem starken Lars Morawitz konnten sie das Unentschieden in die zweite Pause retten.
Jeff Job, der nach dem Spiel zu Protokoll gab, mit dem 2. Drittel nicht zufrieden gewesen zu sein, schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn mit hohem läuferischen Einsatz holten sich die Ice Dragons „das Spiel zurück“! Zack MacQueen war es, der bei 4 gegen 4 die Ice Dragons in der 43. Minute wieder in Führung brachte. Die Ice Dragons gingen nun weite Wege, gaben keine Scheibe verloren, versuchten die Gäste von ihrem Tor fernzuhalten und mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Gestützt auf einen starken Lars Morawitz, der pünktlich zu den Playoffs in bestechender Form auftrumpft, spielten sie die Uhr herunter, ließen wenig zu und erarbeiteten sich ihrerseits tolle Torchancen. Jedoch fanden auch sie ihren Meister immer wieder in Christoph Oster, der seinem Team den Rücken so gut es ging frei hielt. Die Uhr tickte weiterhin erbarmungslos gegen die Gäste, die dann eine Minute vor Schluss erst eine Auszeit und dann Christoph Oster zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, Gästecoach Alexander Jacobs musste nun volles Risiko gehen. Doch er hatte die Rechnung ohne Killian Hutt gemacht! Der Kanadier benötigte nach Wiederanpfiff nämlich nur 8 Sekunden, um sich die Scheibe an der eigenen blauen Linie zu erkämpfen, mit einem phänomenalen Antritt seine Verfolger abzuschütteln und das Spielgerät zum endgültigen Siegtreffer in die verwaisten Ratinger Maschen zu bugsieren! Ekstatischer Jubel begleitete die Ice Dragons bis zum Schlusspfiff, die nun alle Chancen zum Weiterkommen haben!
Bei aller Freude über die 3 Matchpucks, die das Team nach dem hart erkämpften 4:2 Heimsieg nun hat, möchten wir, auch auf Wunsch des Teams, der Fairness halber über die nicht durchgeführte Wahl zum Spieler des Abends aufklären: Die fiel nämlich nicht aus, weil die Gäste das Eis verließen. In den Playoffs gibt es erst nach dem entscheidenden Spiel ein Shakehands. Ebenso wird es in den Playoffs auch erst nach dem letzten Spiel einer Serie, so dieses denn in Herford stattfindet, eine Ehrung zum Spieler des Abends geben. Das die Ratinger direkt nach dem Spiel das Eis verließen, hatte also nichts mit der Niederlage, sondern nur mit den Gepflogenheiten der Playoffs zu tun.
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