IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Montag 2.Oktober 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, regionalliga West und Regionalliga Ost.
Düsseldorfer EG (DEL)
5:1-Sieg in Iserlohn: DEG sichert sich erstes Sechs-Punkte-Wochenende!
Siege am Seilersee sind immer besonders angenehm. So auch heute, wo eine gut aufgelegte Düsseldorfer EG bei den eigentlich heimstarken Iserlohn Roosters mit 5:1 (3:0, 1:0, 1:1) gewinnen konnte. Erneut eine starke Gesamtleistung des Teams von Mike Pellegrims. Erfreulich: Es war das erste 100%-Wochenende mit zwei Siegen in zwei Spielen und erstmals auswärts auch eine konstante Leistung über volle 60 Minuten. Diese DEG macht Spaß – auch am kommenden Dienstag gegen die Eisbären Berlin!
Red Bull München (DEL)
Red Bulls gewinnen Derby gegen Augsburg
Der EHC Red Bull München hat das Wiesn-Derby gegen die Augsburger Panther mit 5:2 (0:1|4:0|1:1) gewonnen. Vor 4.220 Zuschauen im Olympia-Eisstadion drehte Steve Pinizzotto mit einem Doppelpack im Mitteldrittel die Partie. Die weiteren Treffer erzielten Derek Joslin, Frank Mauer und Michael Wolf.
Beide Teams spielten von Beginn an nach vorne. Die erste Chance des Spiels hatte Augsburgs Drew LeBlanc per Alleingang (5.). Auf der Gegenseite vergab Michael Wolf die Möglichkeit auf das 1:0. Nachdem die Red Bulls 49 Sekunden in doppelter Unterzahl überstanden hatten, erspielten sie sich Chancen auf die Führung. Den ersten Treffer des Spiels erzielte aber Augsburgs David Stieler.
Im Mittelabschnitt erwischten die Red Bulls den perfekten Start. Steve Pinizzotto lenkte einen Querpass in der 23. Minute zum 1:1 ab. In der Folge waren die Münchner das bessere Team. Augsburgs einzige gute Chance war ein Pfostenschuss von Michael Davies (27.). Es folgten viereinhalb starke Minuten der Red Bulls, in denen sie drei Treffer erzielten. Steve Pinizzotto brachte die Hausherren erstmals in Führung (29.). Dann erhöhten Derek Joslin im Nachschuss (30.) und Frank Mauer per Schlagschuss (34.) auf 4:1.
Im Schlussdrittel verteidigten die Red Bulls ihren Vorsprung offensiv. Steve Pinizzotto hatte das 5:1 auf dem Schläger, er scheiterte aber mit einem Penalty an AEV-Torwart Jonathan Boutin (45.). Daniel Schmölz brachte die Gäste zwar noch einmal auf zwei Treffer heran (51.), Michael Wolf stellte aber drei Minuten vor dem Ende mit den Tor zum 5:2 den alten Abstand wieder her.
Tölzer Löwen (DEL2)
Trotz Niederlage gegen Dresden: Aufwärtstrend bei den Tölzer Löwen zu erkennen
André Lakos hat den Puck an der gegnerischen blauen Linie. Noch sechs Sekunden sind zu diesem Zeitpunkt zu spielen. Der Österreicher entscheidet sich für den, etwas zu ungenauen, Querpass auf Christian Kolacny und verschenkt damit die letzte Chance auf Punkte am Sonntagabend. Es war eine der vielen Situationen im gegnerischen Drittel, bei denen die Löwen nah dran waren, aber die falsche Entscheidung trafen.
Zunächst aber wurde einem ganz Großen gedacht: Lenz Funk sen. war am Freitag im Alter von 70 Jahren gestorben. Ihm zu Ehren wird sein Trikot mit der Nummer 9 künftig unter dem Hallendach der weeArena zu sehen sein.
Anschließend sahen die 1395 Zuschauer ein Eishockeyspiel mit vielen Torraumszenen und kaum auszuhaltender Spannung. Die Großzahl der Torschüsse ging im Auftaktdrittel auf das Konto der Löwen. Möglichkeit, an Möglichkeit reihte sich für die Buam aneinander, doch eins fehlte: Der Führungstreffer. Michael Grabmaier scheiterte am Innenpfosten, Johannes Sedlmayr, Philipp Schlager und Joonas Vihko allesamt an überragenden Reflexen von Gäste-Goalie Marco Eisenhut. Mit der Spielweise der drei Überzahlsituationen war Rick Boehm „sehr zufrieden“, allerdings mit dem Zusatz: „Wir haben es aber nicht genutzt, um Tore zu schießen“. Das war eigentlich das Einzige, was man den Tölzer Löwen nach dem Auftaktdrittel vorwerfen konnte.
In der Folge ging die Spannung im Tölzer Spiel etwas verloren. Die Gäste kamen zu Chancen und – im Stile einer Topmannschaft – auch direkt zu Toren. Mike Glemser, Shawn Boutin und Martin Davidek feuerten alle unhaltbare Schüsse in Richtung Andreas Mechel und stellten innerhalb von fünf Minuten auf 0:3. Bitter für die Löwen, die zu diesem Zeitpunkt ihrerseits schon eine deutliche Führung hätten übernehmen können.
Lange Zeit konnten die Eislöwen das Ergebnis halten. Doch dann kam Marcel Rodman. Der Löwenstürmer fälschte einen Schuss von Thomas Schenkel gekonnt zum 1:3 ab – Hoffnung für die Buam. Als Joonas Vihko in der 58.Spielminute zum 2:3 traf, er lief seinem eigenen Schuss nach und traf im zweiten Versuch, verwandelte sich die weeArena in einen Hexenkessel. Doch auch die letzte Chance von Klaus Kathan, der am zweiten Pfosten komplett freistehend am Tor vorbeischoß, wurde vergeben und das Spiel dadurch verloren.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie sie grundsätzlich gespielt hat und wie sie nicht aufgegeben hat. Wenn wir so weiterarbeiten werden die Punkte und die Siege kommen. Die Mannschaft ist von der Moral her intakt“, fasste Rick Boehm das Spiel zusammen. Auch von Gästetrainer Franz Steer gab es nette Worte: „Umso länger eine Serie dauert, umso näher kommt das Ende. Tölz hat alles gegeben. Es wird auch der erste Sieg kommen“. Die nächste Chance dazu haben die Buam am kommenden Freitag in Bietigheim. Am Sonntag ist Bayreuth zu Gast.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Couragierte Oberfranken zwingen Favorit Frankfurt ins Penaltyschießen
Mancher Fan der Tigers sieht diesen Punkt, wegen einiger ungenutzter Torchancen als zwei verlorene an, doch durch die schon sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, mit dem noch immer ungeschlagenen Tabellenführer und amtierenden Meister, kann man das Endergebnis auch positiver bewerten. Die Favoritenrolle war, jedenfalls zu Spielbeginn, eher den klangvoll besetzten Hessen zuzuschreiben.
Diese Partie starteten die Oberfranken erneut ohne Heider und Alanov aber ohne Angst vom Bully weg offensiv und aggressiv. Dadurch entwickelte sich schnell ein offener Schlagabtausch mit guten Szenen auf beiden Seiten, wobei die Wagnerstädter schon anfangs die gefährlicheren Aktionen hatten. Die Torfabrik aus der Mainmetropole hatte zwar auch die eine oder andere Gelegenheit, die Tigers schafften es aber sie nicht zu oft in kritische Zonen zu lassen, bzw. dann immer energisch am Mann zu stören. In Überzahl gelang es schließlich den Hausherren ihr gutes Spiel auch auf der Anzeigentafel zu dokumentieren. Ein gewonnener Zweikampf in der Ecke fand per Querpass den vor dem Tor lauernden Pesut, der scheiterte zwar noch am prächtig reagierenden Proske im Gästetor, doch den Nachschuss verwertete Valentin Busch zur Führung. Obwohl das Spiel an Intensität keinesfalls nachließ und es auf beiden Seiten noch Möglichkeiten gab, blieb es bis zur ersten Pause bei dieser knappen aber nicht unverdienten Führung für die Hausherren.
Barta hatte dann gleich nach Wiederbeginn bei einem Alleingang die große Chance zu erhöhen, doch sein Schuss war zu unplatziert und wenige Minuten später rächte sich das. In Überzahl profitierte Stretch nach einem Abwehrversuch an den Schlittschuh eines Gästespielers von dem kurios springenden Puck und bedankte sich alleine vor Vosvrda mit dem Ausgleich. Im Bayreuther Powerplay hatte dann Potac Pech mit einem Pfostenschuss, Besser machte es Schüle kurz darauf ebenfalls bei 5 gegen 4, als sein Fernschuss das Spiel komplett drehte. In den Minuten danach drängten die Löwen auf eine Entscheidung doch ein überragender Vosvrda hielt sein Team da im Spiel. Herausragend dabei sein „Save“ gegen den alleine mit guter Bewegung vor seinem Gehäuse auftauchenden Filin, als er die schon fast im Netz liegenden Scheibe noch zu fassen bekam und den bereits angesetzten Jubelschrei des Favoriten im Keim ersticken konnte.
Diese Prachtparaden ermöglichten dem agilen Pesut die Chance auf den Ausgleich, noch vor dem Ende des zweiten Abschnitts. Bei einem schnellen Gegenzug über Außen reagierte der Slowene im Nachsetzen am schnellsten und bugsierte die Scheibe mit der Rückhand in die Maschen. Nachdem der Schiri zuerst auf Torraumabseits bzw. Torwartbehinderung entscheiden wollte, revidierte er seine Meinung nach Ansicht des Videobeweises und entschied völlig zu Recht auf Tor. Dass die Partie zuvor auch etwas härter wurde, blieb bei der relativ lockeren Linie der Referees nur eine Randerscheinung.
Auch in den letzten 20 Minuten wogte das Spiel unter den stimmungsvoll mitgehenden Fans hin und her, wobei es den Frankfurtern nicht gelang ihre technischen und spielerischen Vorteile in die Waagschale zu werfen. Das ließen die aufopferungsvoll kämpfenden und fast nie die Ordnung verlierenden Tigers einfach nicht zu. Mit ihren Kontern blieben sie sogar fast gefährlicher, was manche Beobachter in sehr gute Möglichkeiten auf einen Sieg interpretierten. Was fehlte war der erfolgreiche Abschluss oder kurz gesagt eine bessere Chancenverwertung. Nicht unerwähnt darf dabei aber bleiben, dass auch die Gäste manchmal „schlampig“ mit ihren Chancen umgingen.
In der Verlängerung drei gegen drei zeigten z.B. auch wieder die Löwen über welches Potenzial sie verfügen und schnürten die Bayreuther die meiste Zeit hinten ein. Da ihnen aber kein Treffer mehr gelang musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Da die Bayreuther Barta, Kolozvary und Pesut nicht am guten Proske vorbei kamen blieb der Treffer von Gron der einzige und führte den Favoriten zumindest zu zwei Zählern in einem absolut sehenswerten, rassigen Spiel.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen gewinnen in Bad Tölz mit 3:2
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Saisonspiel bei den Tölzer Löwen vor 1395 Zuschauern mit 3:2 (0:0; 3:0; 0:2) gewonnen. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Mike Glemser (28.) die Blau-Weißen in Führung. Shawn Boutin (30.) und Martin Davidek (33.) bauten den Vorsprung für Dresden aus. Im Schlussdrittel traf Tomas Schmidt zum vermeintlichen 0:4, doch der Referee wertete das Tor nicht. In den letzten Minuten wurde es noch einmal spannend, da Marcel Rodman (56.) und Joonas Vihko (58.) für den Gast erfolgreich waren.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Im ersten Drittel hat Marco Eisenhut uns speziell in den Unterzahlsituationen ein weiteres Mal mit einer überzeugenden Leistung im Spiel gehalten. Mit zunehmendem Spielverlauf haben wir es besser gemacht, nach unseren Toren im zweiten Drittel das Spiel gut verwaltet und streckenweise richtig gut gespielt. Im Schlussdrittel wird es noch einmal hektisch. Doch wir haben uns den Sieg heute erkämpft.“
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies holen Dreier in Heilbronn
Nach einem spielfreien Freitag traten die Kassel Huskies am 6. Spieltag der laufenden DEL2-
Saison in Heilbronn an. Förderlizenzspieler Kevin Maginot, Phil Hungerecker und Mark Ledlin
waren nicht mit dabei, Markus Keller hütete das Tor.
Die Heilbronner Falken gingen mit dem Rückenwind eines Sieges bei den Dresdner Eislöwen ins
Spiel und schlugen früh zu. In Überzahl zog Justin Kirsch aus dem rechten Bullykreis ab, mit Hilfe
des Innenpfostens schlug der Puck hinter Markus Keller zum 1:0 ein. In der Folge hatten die
Huskies zwar optisch mehr vom Spiel, die beiden besten Tormöglichkeiten vergab Manuel Klinge
jedoch nach einem Alleingang (8.) und per Schlagschuss nach McGrath-Zuspiel (15.). Die Falken
versteckten sich jedoch ebenfalls nicht und zeigten sich vor allem nach Konter gefährlich. Da
Alderson in der neunten Minute sowie Kirsch (13.) und Gelke (19.) Markus Keller aus
aussichtsreichen Positionen nicht überwanden, hatte die knappe Falken-Führung zur ersten Pause
Bestand.
Auch im Mittelabschnitt erspielten die Schlittenhunde sich optische Vorteile, beim Torabschluss
mangelte es jedoch weiterhin an der letzten Konsequenz, was aber auch am jungen Falken-
Schlussmann Leon Frensel lag, der eine starke Partie zeigte und harte Schlagschüsse mit fast
stoischer Lässigkeit parierte. Allerdings musste auch Markus Keller mehrfach seine Klasse zeigen,
gegen Alderson, Lavallee und Ross verhinderte er einen höheren Rückstand.
Kassel vergab unter anderem einen zwei auf eins Konter durch Koziol und Meilleur nach 29
Minuten, drei Minuten später setzte Meilleur den Schuss nach seinem Alleingang knapp übers Tor.
In der 37. Spielminute brach aber Thomas Merl den Bann. Nach Della Roveres Zuspiel drückte er
den Puck aus kurzer Distanz zum verdienten 1:1-Ausgleich über die Linie.
Im letzten Drittel rückte Huskies-Schlussmann Markus Keller verstärkt in den Mittelpunkt. Zunächst
hatten die Huskies zwar Pech, dass Pimms Handgelenksschuss in Überzahl nur an den Pfosten
klatschte, im Anschluss waren aber die Gastgeber näher dran am Führungstreffer. Auf Basis eines
sehr starken Kasseler Torhüters, der beste Chancen von Kirsch, Alderson, Ross und MacKay vereitelte, hielten die Schlittenhunde allerdings das Remis. In der 53. Spielminute dezimierten sich die Falken innerhalb von zehn Sekunden selbst. Nach Heatley musste auch Kevin Lavallée die Strafbank aufsuchen, als er einen Befreiungsschlag zu hoch ansetzte und den Puck in die Zuschauerränge katapultierte. Daraus resultierte eine 110 Sekunden andauernde 5:3-Überzahlphase der Schlittenhunde. Zunächst parierte der ebenfalls starke Falken-Torhüter Frensel noch gegen Reiss und Pimm, musste gut sechs Minuten vor Schluss dann aber doch hinter sich greifen. Andy Reiss netzte per Flachschuss zum 1:2 ein. Die Huskies lagen nun erstmals in Front, mussten ihr Tor aber gegen eine druckvolle Schlussoffensive der Falken verteidigen. In Unterzahl verhinderte Keller zwei weitere Male den Gegentreffer. Und als Kassel zwanzig Sekunden vor Schluss den Puck in der eigenen Offensivzone hielt, schien der Dreier vorzeitig perfekt – allerdings vertändelte ausgerechnet Kapitän Manuel Klinge den Puck an der blauen Linie und musste mit ansehen, wie Falken-Goldhelm Justin Maylan frei auf Markus Keller zulief. Dieser zeigte sich aber erneut hellwach, vereitelte auch diesen Alleingang und hielt damit den Dreier und den ersten Auswärtssieg der Saison fest.
Huskies-Chefcoach Rico Rossi: Ich habe ein hektisches Spiel meiner Mannschaft gesehen, wir haben taktisch nicht gut gespielt und zu viele Konter zugelassen. Allerdings haben wir trotzdem Siegeswillen gezeigt und einen Weg gefunden, das Spiel erfolgreich zu gestalten und drei wichtige Punkte zu holen.“
Lindau Islanders (OLS)
Trotz 1:5 Auftritt der EV Lindau Islanders macht Mut
Das Ergebnis war deutlich beim ersten Auftritt der EV Lindau Islanders in der Oberliga Süd. 1:5 (1:2, 0:1, 0:2) unterlagen die Lindauer beim ERC Sonthofen, zeigten dabei aber einige gute Ansätze.
Ist es möglich nach einer so deutlichen Auftakt - Niederlage nicht frustriert zu sein. „Ja“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton, denn einerseits habe ich einiges Gutes gesehen und auf der anderen Seite waren wir in einigen Szenen nicht wirklich vom Glück verfolgt.“ In der Tat kamen ersten drei Treffer der Bulls durch Abpraller oder abgefälschte Schüsse zustande, wobei Whitecotton auch klar stellte, dass man sich solche Tore auch erst einmal erarbeiten muss. „Im Bereich, wo es weh tut, war Sonthofen bereit mehr zu tun als wir.“
Dabei hatten die Islanders einen perfekten Start in die Partie, die wegen des starken Zuschauerinteresses (1048 wollten das Allgäu-Bodenseederby sehen), zehn Minuten später begann. Zwar mussten sie nach 35 Sekunden schon die erste Unterzahl überstehen, das gelang gut und auch die „Umgewöhnung“ auf gutes Eis vollzogen die Gäste schnell. Nach 7 Minuten war es Miroslav Jenka, der die Scheibe schnell auf Außen zu Andreas Farny brachte, der ins gegnerische Drittel eindrang, dort zur Mitte zog, ERC Torhüter Patrick Glatzel ausguckte und zum 0:1 einschoss.
Die Reaktion der Bulls folgte prompt. Schon eine Minute später hatte Marc Sill bei einem schnellen Gegenzug die Ausgleichschance, aber der erst 18 Jahre alte Lindauer Torhüter Nils Velm parierte in seinem ersten Pflichtspiel auf Seniorenebene klasse. Auch im weiteren Verlauf hatte Velm einiges zu tun, denn Sonthofen erhöhte den Druck, die Lindauer zeigten aber auch immer wieder gute Ansätze im Umschaltspiel. „Leider haben wir versäumt nachzulegen, denn in der Überzahl nach dem 0:1 hatten wir mehrere zwei-auf-eins Situationen, aus denen wir nichts gemacht haben“, haderte Whitecotton mit der Chancenverwertung.
In dieser Hinsicht waren die Bulls konsequenter und zeigten in der 10. Minute wie man mit Zug zum Tor spielt. Martin Guth scheiterte zwar beim schnellen ERC Gegenzug an Velm, Daniel Rau drückte aber den Abpraller über die Linie. Anschließend brannte es mehrfach lichterloh vor dem EVL- Tor. Velm musste gleich dreimal aus kurzer Distanz gegen Chris Stanley & Co abwehren. 64 Sekunden vor der Drittelpause war aber auch er dem Ansturm der Bulls nicht gewachsen. Erneut herrschte viel Betrieb vor dem Tor, ein Schuss von der Seite prallte vor den einschussbereiten Schläger von Martin Guth, der die Islanders mit einem Rückstand in die Drittelpause schickte.
Umso beeindruckender war, wie die Lindauer aus der Kabine kamen. In den ersten zehn Minuten schnürten sie die Gastgeber teilweise regelrecht in der deren Drittel ein und hatten durch Zdenek Cech, zweimal Charlie Adams und Philipp Gejerhos in Überzahl gute Möglichkeiten, die der ausgezeichnete Bulls- Keeper Patrick Glatzel aber allesamt abwehrte. „In der Phase hätte Lindau sogar die Führung verdient gehabt“, sagte ERC- Trainer Heiko Vogler. „So richtig wach wurden wir erst wieder nach der Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen uns.“
Zu diesem Zeitpunkt führten die Bulls allerdings bereits mit 3:1. Nach einem nicht geahndeten Kniecheck gegen Charlie Adams kam es zu einer Auseinandersetzung in deren Folge die Islanders in Unterzahl agieren mussten und durch einen erneut abgefälschten Schuss von Guth dafür bitter bestraft wurden (34.).
Der nächste Schock folgte eine Minute später, als Maximilian Hadraschek Philip Gejerhos von hinten checkte und der EVL- Verteidiger kopfüber in die Bande stürzte. Minutenlang musste Gejerhos behandelt und dann auch mit einer Trage vom Eis gebracht werden. Hier wurden schlechte Erinnerungen an das vergangene Jahr wach, als Martin Sekeras Karriere durch einen Halswirbelbruch nach einem Check, endete. Gejerhos wurde anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus nach Immenstadt gebracht, die ersten Diagnosen gaben aber Entwarnung. Die Ausfalldauer ist unklar.
Bis zum Ende des Drittels agierten die Lindauer dann ein wenig im Schockzustand und brachten in der Fünfminütigen Unterzahl kaum etwas zustande. Die Bulls hatten nicht nur in Glatzel einen hervorragenden Torhüter, sondern machten die Räume vor dem Tor eng und blockten viele Schüsse. „In den wichtigen Phasen des Spiels trafen wir zu oft falsche Entscheidungen, haben gepasst anstatt zu schießen und umgekehrt“, bemängelte Whitecotton. Dazu war der Trainingsrückstand der Lindauer, bei denen unter der Woche erneut eine Einheit ausfallen musste, in Überzahl deutlich sichtbar.
Während sich die Islanders mühten, machten die Gastgeber die Tore. Nach 43 Minuten nutzte Fabio Carciola einen Scheibenverlust des EVL im eigenen Drittel und drosch den Puck förmlich zum 4:1 ins Tor. Vier Minuten vor dem Ende sorgte ein Powerplaytor von Marc Sill noch für den etwas zu hohen Endstand, der aber die größere Konsequenz der Allgäuer unterstreicht. Das offizielle Schussverhältnis lautete am Ende 35:31 und genau diese vier Schüsse mehr fanden auch den Weg ins Lindauer Tor.
Memmingen Indians (BYL)
Starke Leistung: Indians verlieren nur knapp
Der ECDC Memmingen hat das erste Auswärtsspiel der Saison bei den hochgehandelten Deggendorfern mit 6:4 verloren. Am Ende waren die Gastgeber etwas cleverer und behielten, trotz mehrmaliger Memminger Führung, die Oberhand. Für die Indians geht es nun am Freitag mit dem großen Allgäu-Derby gegen Sonthofen vor eigener Kulisse weiter.
Ohne die Ex-Deggendorfer Jan Benda und Patrik Beck waren die Indians nach Niederbayern gereist, um sich möglichst teuer zu verkaufen. Dies gelang ihnen auch bravurös, gingen sie doch recht bald durch Petr Haluza in Führung. Die Indians im ersten Abschnitt das bessere Team und mit guten Möglichkeiten, Dominik Piskor war es dann, der den zweiten Memminger Treffer erzielen konnte. Fast hätten die Rot-Weißen diese Führung in die erste Pause gebracht, doch wenige Zehntelsekunden vor Ende erzielten die Hausherren den Anschluss.
Im Mittelabschnitt war die Partie dann offener und es folgte der Ausgleich für Deggendorf. Doch erneut Kontingentstürmer Haluza brachte die Indians in Front, die nun ihr Spiel mehr auf Konter auslegten. In der 31. Minute war die Partie dann wieder ausgeglichen, doch Haluza, mit seinem dritten Treffer des Abends, sorgte für die abermalige Memminger Führung, mit der es dann auch in die letzten zwanzig Minuten des Abends ging.
Hier dann die kalte Dusche für die tapfer kämpfenden Memminger. Durch einen Doppelschlag in der 43. Minute ging der Favorit erstmals in Führung. Ein Rückstand den die Indianer nicht mehr aufholen konnten, auch wenn sie es am Ende noch einmal mit allen Mitteln versuchten. Als beste Chancen nicht verwertet wurden, war es Peleikis für die Hausherren, der mit einem Schuss ins verwaiste Memminger Gehäuse den Deckel auf eine spannende Partie machte.
Die Indians konnten mit ihrem Auftritt sehr zufrieden sein, brachten sie doch eines der Top-Teams an den Rand einer Niederlage. Nun gilt es die Lehren aus der Partie zu ziehen, um dann bereits am Freitag vor heimischer Kulisse die ersten Punkte einzufahren. Zu Gast am Hühnerberg ist dann der große Rivale aus Sonthofen, wenn das lang erwartete Allgäu-Derby steigt. Der Vorverkauf für diese Partie ist bereits in vollem Gange.
Starbulls Rosenheim (OLS)
3:1 vor vollem Haus: Starbulls zu schnell für Landshut
Ausverkauftes Haus und ein verdienter 3:1-Heimsieg – die Starbulls Rosenheim machten ihr erstes Heimspiel der Oberliga-Saison 2017/18 zu einem Eishockey-Fest. Gegen den niederbayerischen Rivalen vom EV Landshut waren die Grün-Weißen über die gesamte Spielzeit das abgeklärtere, spritzigere und spielerisch effektivere Team. Damit ist der Traumstart der Mannschaft von Manuel Kofler mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen perfekt.
4.753 Zuschauer waren ins Rosenheimer emilo-Stadion gekommen, um dem traditionsreichen Eishockeyderby zwischen den Starbulls Rosenheim und dem EV Landshut beizuwohnen. Und die Hausherren zeigten sich ob der famosen Heimspielkulisse augenscheinlich ganz besonders motiviert. Diszipliniert in der Defensive, akribisch im Aufbauspiel und variantenreich in des Gegners Zone dominierten die Grün-Weißen von Beginn an und erspielten sich Torchance um Torchance. Der starke Maximilian Engelbrecht im Landshuter Tor präsentierte sich aber in hervorragender Verfassung und hielt seinen Kasten mit tollen Reflexen sauber. Turbulent wurde es in den Schlussminuten des ersten Drittels. Zunächst lenkte Michael Baindl bei einem Rosenheimer Überzahlspiel die Scheibe geschickt am Landshuter Torwart vorbei, traf aber nur den Pfosten – im Gegenzug steuerte Landshuts Stefan Reiter völlig frei auf Lukas Steinhauer zu, scheiterte aber am stark reagierenden Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer. Es war neben einem Schuss von David Wrigley die einzige Torchance der Gäste vor der ersten Pause.
Auch im zweiten Spielabschnitt dominierten die Starbulls, kreierten zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten und wurden in der 26. Spielminute endlich belohnt. Thomas Reichel spielte gegen eine viel zu offene Landshuter Abwehr den Querpass von der Bande auf den blank stehenden Maximilian Vollmayer und der schob die Scheibe unter dem sich ihm entgegen werfenden Torwart Engelbrecht zur umjubelten 1:0-Führung über die Linie. Die Starbulls hätten gleich durch Daniel Bucheli, Matthias Bergmann und Thomas Reichel nachlegen können, ehe die Partie in ihre zerfahrenste Phase steuerte. Schuld daran waren zahlreiche Strafzeiten auf beiden Seiten. Doch auch in Über- und Unterzahl machten die Starbulls einen souveräneren Eindruck als der Gast aus Niederbayern. Und letztlich war es auch eine Überzahlsituation, welcher das verdiente 2:0 entsprang. Jussi Nättinen, finnischer Stürmer in Rosenheimer Diensten, zog von der linken Seite flach ab und das Spielgerät fand abgefälscht die Schlittschuhkufe von Landshuts Jackson Kuhn, von wo aus es über die Torlinie rutsche (39.).
Angesichts von Spielüberlegenheit und klarer Torchancenvorteile der Hausherren war der EV Landshut mit zwei Gegentoren vor Beginn des letzten Spielabschnitts noch gut bedient. Und die Starbulls präsentierten sich auch nach der zweiten Pause konzentriert in der Abwehr und effektiv im Spiel nach vorne. Das 3:0 schien nur eine Frage der Zeit, die Thomas Reichel mit Anbruch der 48. Minute beantwortete. Einen Querpass von Jussi Nättinen versenkte er von links heranfahrend humorlos im rechten oberen Eck. Erst jetzt suchten auch die Gäste aus Landshut zielstrebiger das Spiel nach vorne und den Abschluss, so dass Rosenheims Torwart Steinhauer plötzlich richtig Arbeit hatte. Gegen Kuhn, Wrigley, Devon Krogh und Christoph Fischhaber konnte er mit sehenswerten Paraden den ersten Gegentreffer der Saison noch verhindern. Bei einem abgefälschten Flachschuss im Rahmen eines Landshuter Überzahlspiels von der blauen Linie von Krogh war Steinhauer dann aber doch geschlagen (56.). Bei diesem Stand von 3:1 blieb es bis zur Schlusssirene, da die Starbulls defensiv viel zu geschickt agierten um sich noch einmal nachhaltig unter Druck setzen zu lassen.
Nach dem Spiel herrschte bei den Trainern Einigkeit, dass der Rosenheimer Heimsieg als hochverdient einzuordnen ist. Landshuts Trainer Axel Kammerer sprach dem Rosenheimer Team und seinem Trainer ein Kompliment aus und zeigte sich vor allem vom Tempo im Spiel der Grün-Weißen beeindruckt. Rosenheims Trainer Manuel Kofler war nach der Partie rundum zufrieden: „Das hat richtig Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu spielen. Unser Plan, mit viel Geschwindigkeit zu kommen, hat über 60 Minuten gut funktioniert. Auch mit Unterzahl- und Überzahlspiel bin ich zufrieden. Wir sind aber noch nicht am Limit, können in der Geschwindigkeit noch zulegen und dann vielleicht auch mehr Tore schießen. Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben zwei Spiele gewonnen, da braucht niemand durchdrehen.“
Selber Wölfe (OLS)
Wölfe Powerplay - Schlüssel zum Erfolg
Ein rundumgelungener Oberligastart unserer Wölfe ist perfekt. Dem Auswärtserfolg in Memmingen am Freitag, lassen unsere Wölfe einen 3:2 Heimsieg über den ERC Bulls Sonthofen folgen. Den Grundstein für den ersten Erfolg vor heimischer Kulisse legen unsere Jungs im Mittelabschnitt. Ein effektiv angelegtes Überzahlspiel mit zwei erzielten Treffern, sowie eine insgesamt sehr starke Defensivleistung sind die Schlüssel zum verdienten Heimdreier gegen die Allgäuer.
Unsere Wölfe kommen gut aus den Startlöchern, nach nur 31 Sekunden kreuzt Dorr gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, kann aber im letzten Moment entscheidend gestört werden. Auch Sonthofen versteckt sich keineswegs, es entwickelt sich ein munteres, für die Zuschauer unterhaltsames Spiel. Unsere Wölfe tun sich schwer, Sonthofen steht gut, das von Bulls-Trainer Heiko Vogler ausgegebene Ziel „Selb so lang wie möglich unter Druck setzen“ gehört sehr schnell der Vergangenheit an, mit zunehmender Spielzeit kommen unsere Cracks immer stärker auf. Der Druck auf das Gästetor wird größer, Pozivil und Ondruschka mit gefährlichen Schüssen aus dem Hinterhalt, auch Moosberger, der in eigener Unterzahl durchbricht, wird fair gestoppt. Wölfe-Verteidiger Kolb, der gestern seinen 21. Geburtstag feierte, ist es vorbehalten, die längst überfällige Führung zu markieren. Letztere hat aber nur 37 Sekunden Bestand. Unsere Defensive, an diesem Abend nur selten wacklig und unkonzentriert einmal nicht im Bilde. Die Gäste nutzen dies zum 1:1 Ausgleich.
Ein sehr starkes zweites Wölfe-Drittel bekommen die Zuschauer zu sehen. Unsere Cracks starten wie die Feuerwehr, setzen den Gegner aus Sonthofen gewaltig unter Druck, der sich nur schwer davon befreien kann.
Angriff auf Angriff rollt auf das Gästetor von Glatzel. Unsere Wölfe investieren viel und werden belohnt. In Überzahl bringt Wölfe-Kapitän Ondruschka seine Farben mit 2:1 in Front, wenig später hat Dorr das 3:1 auf dem Schläger. Die knappe Führung schmeichelhaft aus Sicht der Gastgeber, zu dominant treten unsere Wölfe auf, auch wenn sich dies vorerst nicht auf der Anzeigentafel niederschlägt. Ein weiterer Wölfe-Treffer liegt förmlich in der Luft, aber Pozivil, Dorr oder auch Schiener in aussichtsreicher Position scheitern an Goalie Glatzel. Bei Ondruschka´s Chance haben viele schon den Torschrei auf den Lippen, kurz später ist es dann endlich soweit. Erneut schlagen unsere Wölfe in Überzahl zu – kurz vor Strafzeitablauf - steht Mudryk goldrichtig und schießt zum längst überfällig und vielumjubelten 3:1 ein.
Spiel vorzeitig entschieden, oder kommen die Gäste nochmals ran? Ergebnistechnisch letzteres. Ein Überzahltreffer der Allgäuer sorgt für den 3:2 Anschlusstreffer nach nur 135 Sekunden im Schlussabschnitt.
Der danach befürchtete Sturmlauf der Allgäuer bleibt aber (zum Glück) aus. Ein Verdienst unserer Wölfe, die extrem abgeklärt und cool agieren und den Gegner nahezu nicht ins Spiel kommen lassen. Der Heimdreier gerät zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in Gefahr, Geisberger, Kolb oder Piwowarczyk haben ihrerseits noch gute Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen.
Aus einem mannschaftlich geschlossen auftretendem Wolfsrudel wird nach dem Spiel David Hördler zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Der 37jährige, der seit 2011 wieder in Selb ist, absolvierte heute sein 500stes Spiel im Wölfe-Trikot.
Auch Wölfe-Coach Henry Thom zeigte sich nach dem Spiel überglücklich. „Nach dem 1:1 und besonders nach dem 3:2, wo viele dachten, jetzt kippt die Partie, blieben meine Jungs völlig cool und standen defensiv sehr stark, Respekt an das komplette Team“
Sonthofen Bulls (OLS)
ERC Sonthofen mit knapper Niederlage in Selb - 2:3 verlieren die Allgäuer Bulls in Oberfranken
Der ERC Sonthofen hat das erste Auswärtsspiel der neuen Saison in der Oberliga-Süd vor knapp 1.900 Zuschauern beim VER Selb mit 2:3 verloren. Nach dem Führungstreffer der Gastgeber hatte Marco Sternheimer noch ausgleichen können. Unentschieden ging es in die erste Drittelpause. Im zweiten Spielabschnitt Selb besser im Spiel: Die Mannschaft aus dem Fichtelgebirge erhöhte in der 22. und 38. Minute durch Ondruschka und Mudryk auf 3:1. So ging es auch in die zweite Pause. Im letzten Spielabschnitt die Bulls aus dem Allgäu am Drücker. Chris Stanley erzielte in der 43. Minute den Anschlusstreffer in Überzahl. Am Ende fehlte aber die Zeit um wenigstens einen Punkt aus Oberfranken mit ins Allgäu zu holen.
Löwen Waldkraiburg (OLS)
Rosenheim eine gute Nummer zu groß
Der EHC Waldkraiburg hat sein Auftaktmatch in die Oberliga Süd 2017/ 2018 verloren. Am Freitagabend unterlag das Team von Trainer Sergej Hatkevitch dem Zweitligaabsteiger Rosenheim vor famoser Kulisse in der Raiffeisen Arena mit 0:6. So klar dieses Ergebnis klingen mag, die Löwen verkauften sich mehr als anständig und die Starbulls zählen in diesem Jahr nicht zu den Gegnern, mit denen man sich dauerhaft und in Bestbesetzung auf Augenhöhe befindet.
Eine Aktion in der 37. Minute in der Raiffeisen Arena am Freitag hatte so etwas wie Symbolcharakter für das Spiel. Ken Neil, Waldkraiburgs Kanadier mit der Nummer 92 und 1,73 Meter groß und rund 70 Kilo schwer, legte sich mit Rosenheims Verteidiger Tobias Draxinger an. Eine relativ aussichtlose Angelegenheit wie Neil aber auch schnell feststellen musste, gegen den 1,91 Meter großen und knapp 100 Kilogramm schweren Verteidiger mit 11 Jahren Erstligaerfahrung. Einfach eine andere Gewichtsklasse und so sah es auch in den 60 Minuten auf dem Eis zwischen Waldkraiburg und Rosenheim aus.
Die Gäste aus Rosenheim waren einfach immer einen Schritt schneller: Auf dem Eis, wie auch im Kopf. Und während man sich bei den Löwen nach der Puck-Annahme erst einmal überlegte, wohin man nun passen würde, hatten die Starbulls mit ihrem Zweitliga-Kader das Spielgerät bereits weitergepasst. Somit war recht früh klar, dass dies für die jungen Löwen eher ein Spiel wird, in dem man viel lernen und mitnehmen kann. Zwar hatte Christof Hradek nach 87 Sekunden und tollem Pass von Lukas Wagner bereits das 1:0 auf dem Schläger- doch war das Tor von Rosenheims Schlussmann Lukas Steinhauer verschoben worden und der Puck ging daher ganz knapp am linken Pfosten vorbei. Dass es dann eventuell ein ganz anderes Spiel geworden wäre, gab auch Starbulls-Coach Manuel Kofler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zu Bedenken- allerdings konnte er sich dank der Klasse seines Teams diese Gedanken früh schenken. Denn nur 30 Sekunden nach dem nicht-gegebenen Treffer traf Rosenheims Thomas Reichel relativ freistehend zum 0:1 (01:57). Kurz darauf gerieten die Waldkraiburger in doppelte Unterzahl und erneut benötigten die Rosenheimer nur 30 Sekunden, um daraus Kapital zu schlagen: Michael Fröhlich, der von Zweitligist Kaufbeuren gekommen war, durfte jubeln (06:08). Knapp fünf Minuten vor dem Ende nutzten die Starbulls erneut ein Überzahlspiel- diesmal nach 13 Sekunden- und Michael Baindl traf zum ersten Pausenstand (15:27). Damit endete ein flottes erstes Drittel, in dem der EHC zwar auch Chancen hatte, wirklich gefährlich konnte man der Rosenheimer Top-Truppe aber nicht werden, weil meist die Zielgenauigkeit fehlte. Korbinian Sertl im EHC-Tor war am wenigsten ein Vorwurf zu machen, denn ohne den starken Rückhalt wäre am Ende ein anderes Ergebnis an der Videowand gestanden.
Im zweiten Drittel kam Matthias Bergmann dann früh und unbedrängt zum Abschluss und stellte auf 4:0 mit einem Schlagschuss, der sich sehen lassen konnte (25:32), im Schlussdrittel legten Petri Lammassaari erneut in Überzal (41:55) und nochmals Michael Fröhlich nach (47:05). Löwen-Trainer Hatkevitch nahm seine Spieler aber in Schutz, sprach schon während des letzten Drittel viel- besonders mit den jungen Akteuren- und erklärte nach Abpfiff, dass sie zwar enttäuscht in der Kabine saßen, er sie aber wieder aufbauen wird, bis zu den nächsten Spielen, am Sonntag in Peiting, am Freitag in Miesbach und am kommenden Sonntag zuhause gegen Regensburg.
TecArt Black Dragons Erfurt (OLN)
Unnötige Niederlage gegen Timmendorf
Am späten Freitagabend mussten sich die TecArt Black Dragons mit 2:4 dem EHC Timmendorf geschlagen geben. Dabei haderten die Gastgeber mehrfach mit den Entscheidungen des Unparteiischen Daniel Ratz.
Im ersten Spieldrittel legten die Gastgeber zunächst einen guten Start auf das Erfurter Eis, schnell erspielte man sich erste gute Möglichkeiten und ging nach knapp 5 Minuten nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Gosdeck hatte Wiecki bedient und dieser schlug eiskalt zu und traf zum 1:0. In der Folgezeit vergaßen die Gastgeber leider das Ergebnis weiter auszubauen. Chancen dazu waren allemal vorhanden. Aber im Tor der Gäste lief Jordi Buchholtz nun zu Höchstform auf und verhinderte mehrfach weitere Einschläge im eigenen Tor. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels kamen dann auch die Gäste zu ersten guten Chancen, doch Erik Reukauf hielt sein Tor zunächst sauber. Zumindest bis kurz vor der Pause, dann erzielten die Gäste, doch etwas überraschend den Ausgleichstreffer zum 1:1. Montminy war hierfür verantwortlich, als er einen Rebound im Erfurter Tor unterbrachte. Die Erfurter Antwort ließ aber nur 104 Sekunden auf sich warten und 4,3 Sekunden vor der Pausensirene netzte Ulitschka, nach einem Fehler in der Gästedefensive, zum 2:1 ein. Damit ging es mit einem 2:1 aus Erfurter Sicht in die erste Pause.
Im Mitteldrittel zunächst ein ähnliches Bild, Erfurter die versuchten ihre Führung auszubauen und Timmendorfer die verteidigten. Es fehlte den Erfurtern dabei aber an letzter Konsequenz um die Chancen zu nutzen. Und so kam es wie es kommen musste. In einer zumindest diskussionswürdigen doppelten Unterzahl kassierten die Gastgeber den Ausgleichstreffer zum 2:2 durch Gulda. Dabei blieb es bis zur zweiten Pause, auch weil die Gäste es nicht vermochten, ihre mehrfachen Überzahlspiele in zählbares umzumünzen. So stand nach 40 gespielten Minuten ein 2:2 auf der Anzeigetafel und die knapp 350 Zuschauer machten sich hier noch Hoffnungen auf einen ähnlichen Ausgang wie in der Vorwoche. Hier hatten die Erfurter ja kurz vor Ende noch den Siegtreffer erzielen können.
Es sollte diesmal aber anders kommen. Wieder einmal im Überzahlspiel sorgte Clairmont für die Vorentscheidung im Spiel. Wieder konnte Reukauf, welcher kurz vor der Pause eine fragwürdige Strafe kassiert hatte die zum angesprochenen Überzahlspiel führte, zunächst retten. War dann aber gegen den Nachschuss machtlos und es stand 2:3. Es sollte aber noch schlimmer für die Gastgeber kommen. Konsterniert nach dem Rückstand musste man 65 Sekunden später gar noch das 2:4 hinnehmen. In der Folgezeit versuchten die Gastgeber alles um wieder ins Spiel zu finden, verlegten sich dabei aber zu sehr auf Einzelaktionen oder versuchten es mit der „Brechstange“. Dies spielte den Gästen natürlich in die Hände und machte es ihnen relativ einfach das Spielgeschehen vom eigenen Tor wegzuhalten. So blieb es bei der doch etwas überraschenden Heimniederlage.
Zwei Punkte in Berlin
Mit zwei Punkten im Gepäck konnten sich die TecArt Black Dragons am Sonntagabend auf die Heimreise aus Berlin begeben. Dabei sahen die knapp 150 Zuschauer eine Partie, die über die kompletten 60 Minuten vor allem von beiden Defensivabteilungen bestimmt wurden. So wunderte es am Ende kaum jemanden, dass ein Treffer in der Overtime die Entscheidung brachte. Robin Sochan entpuppt sich dabei immer mehr zum Angstgegner des ECC Preussen. Vor Wochenfrist bereits der Siegtorschütze im Hinspiel in Erfurt, sorgte er auch im Rückspiel in Berlin für den Treffer und sicherte seinem Team so den Erfolg.
Die Partie benötigte etwas um in die Gänge zu kommen, beide Teams neutralisierten sich zunächst in der neutralen Zone und so blieben Torchancen zunächst Mangelware. Die erste richtig gute Chance hatten die Gastgeber nach gut 8 Minuten, aber Rumpel scheiterte am bestens aufgelegten Reukauf. Auch in der Folgezeit hatten die Gastgeber leichte optische Vorteile, vermochten es aber nicht den Erfurter Goalie zu bezwingen. Die Erfurter hingegen hatten im ersten Drittel kaum einmal Gelegenheit sich offensiv zu präsentieren. Meistens blieb es bei relativ harmlosen Schussversuchen, die den Berliner Goalie kaum vor unlösbare Probleme stellten und so blieb es beim torlosen Remis.
Zu Beginn des Mittelabschnittes legten beide Teams los wie die Feuerwehr und versuchten ihren Gegner mit schnell vorgetragenen Angriffen zu überlisten. Dies brachte nun auch beiden Goalies immer wieder die Möglichkeit sich zu zeigen. Beide Goalies, sowohl Reukauf wie auch sein Gegenüber Schmidt hatten dabei einen Sahnetag erwischt und hielten ihre Tore weiterhin sauber. Die größte Chance hatten dabei die Berliner, als zunächst wieder Rumpel an Reukauf scheiterte und den Rebound Brian Gibbons verpasste. Auf der Gegenseite hatte David Wiesnet die größte Chance für die Gäste, aber auch er scheiterte am Goalie. Somit ging es auch nach 40 gespielten Minuten mit einem torlosen Remis in die 2. Pause.
Auch im letzten Drittel änderte sich am Spielgeschehen wenig. Beide Teams neutralisierten sich nahezu und so blieben hochkarätige Chancen weiterhin Mangelware. Wenn doch einmal etwas durchkam, waren die jeweiligen Goalies zur Stelle. Im weiteren Verlauf des letzten Drittels übernahmen die Gäste immer mehr die Kontrolle im Spiel, blieben aber vor dem Tor meist zu umständlich und so scheiterten neben Gosdeck, Schüpping und auch Manske sowie Schümann an Goalie Schmidt. Es blieb so auch nach 60 Minuten beim torlosen Remis und die Overtime musste für eine Entscheidung sorgen. Hier ging es dann ganz fix. Gerade 34 Sekunden waren in der Overtime gespielt, als Robin Sochan die Hartgummischeibe im Berliner Tor unterbringen konnte und so den Zusatzpunkt für die TecArt Black Dragons sichern.
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Füchse am Ende cleverer
Das Nachbarschafts-Derby stand an und nach dem Spiel in Herne (Abbruch wegen Nebel, Wiederholung voraussichtlich am 03.10.), ging es gegen das nächste Schwergewicht aus der Oberliga Nord, gegen die Füchse Duisburg. Die Füchse mussten am Freitag gegen die Crocodiles Hamburg ran und mit ihrem KHL erprobten Neuzugang Berzins aus Lettland erreichte die Truppe von der Wedau ein starkes 5:2.
Es war angerichtet und nachdem die langen Schlangen vor den Kassen abgearbeitet wurden und die Stehplätze ihre beeindruckende Banner-Choreo vorstellten, ging es ins erste Drittel.
1:02 Minuten gespielt, 2 Minuten Hildebrand wegen Haken, leitete ein Dauerfeuer der Füchse auf das Staudt Tor ein, ohne zählbaren Erfolg.
In den ersten Minuten bereits sehr hohes Tempo und Chancen en masse auf beiden Seiten. Der erste Abschnitt ganz im Zeichen schnellen Pässe und Torwartparaden auf beiden Seiten. Duisburg das etwas druckvollere Team und das 0:1 nach Einzelleistung in der 13. Spielminute durch den Ex-Essener Slanina. Nach den Spielanteilen und Chancen ein verdientes 1:0 für den Gast nach dem ersten Drittel.
Dennis Thielsch leitete zu Beginn des Mitteldrittels durch ein beherztes Solo die Drangphase der Moskitos ein, noch ohne Toresschluss. Eine doppelte Überzahl nach 3:32 Minuten und endlich das Tor durch Kyle DeCoste in Minute 35, völlig humorlos. Duisburg dezimierte sich erneut, aber schaffte es, unbeschadet zu bleiben. Die Stimmung sofort großartig in der Halle. Werner Hartmanns 2 Minuten durch Spielverzögerung, nach gespielten 30 Minuten ohne Resultats Änderung, doch direkt im Anschluss die nächste Strafe, diesmal musste Lucas Topfstedt raus, konnte Essen entschärfen. Ein Bandenscheck gegen Oliver Granz vom Duisburger Krämer bescherte dem eine 5+ Spieldauerdisziplinastrafe, 2+10 holte sich auch der Essener Pfänder nach einem Check von hinten ab. Es war richtig Feuer in der Partie, 6 Minuten vor Drittelende. Eine Chance nach der anderen verpassten die Moskitos in Überzahl und Duisburg musste mehr als froh sein, einen Mathis im Tor und eine Großfamilie Glückskäfer in der Tasche zu haben. Ein starkes Drittel der Essener endete mit einem schmeichelhaften 1:1.
Nach 30 Sekunden im letzten Drittel schon eine Großchance der Füchse, passend, um die Essener auf Betriebstemperatur zu bringen, nicht heiß genug, denn Duisburg netzte in der 42. Minute durch Grözinger ein. Nachdem Dominik Lascheit in der 43. Minute in die Kühlbox musste, erwartete man die Duisburger Überzahl, die jedoch ohne Folgen blieb. In der 49. Minute erneute Strafe, wegen Beinstellen nahm Werner Hartmann Platz.
Es wurde jetzt ein Spiel auf Messers Schneide und nachdem Lautenschlager durch den Fuchs Gulda förmlich gefällt wurde(Matchstrafe, Check gegen den Kopf) - Essens Pelletier erhielt übrigens 2+2 wegen unnötiger Härte - und kurz darauf Slanina nochmal 2 Minuten wegen Halten einheimste, brannte förmlich das Eis und die 4:3 Überzahl kostete den vorwiegend Moskitoanhänger Nerven, denn das Schwarze fand einfach nicht den Weg in den Fuchsbau. Ein Penalty, 1:32 Minuten vor Ende, besiegelte den starken Auftritt der Duisburger mit dem 3:1 durch Slanina.
Mit Fortune, Können und einem starken Goalie Christoph Mathis im Tor, brachten die Füchse das Ergebnis über die Zeit. Frank Gentges, der Essener Cheftrainer haderte in der Pressekonferenz noch damit, dass durch den Spielausfall am Freitag in Herne der Rhythmus seiner Mannschaft nicht gestimmt habe. Im zweiten Drittel hatte er sein Team als überlegene Mannschaft gesehen, doch die Chancenverwertung sei schlecht gewesen. Das räche sich am Ende gegen die Topteams der Liga.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Klarer Sieg für die Crocodiles gegen die Harzer Falken
Die Crocodiles Hamburg haben ihr erstes Punktspiel im heimischen Eisland Farmsen vor 1534 Zuschauern mit 6:0 (3:0/2:0/1:0) gewonnen. Wie schon in den Vorbereitungsspielen legte die Mannschaft von Herbert Hohenberger fulminant los: nach knapp vier Minuten führten die Hamburger bereits mit 3:0.
„Natürlich bin ich mit diesem Sieg zufrieden. Wir haben gut losgelegt und uns gleich zu Beginn einen Vorsprung erspielt. Im zweiten Drittel ist der Gegner besser geworden. Da sind die Jungs aber auch relativ schnell wieder aufgewacht und konnten die Führung ausbauen. Ich bin in erster Linie glücklich, dass wir das erste Heimspiel gewonnen haben. Auch ich war etwas nervös“, so der Trainer nach dem Spiel.
In der kommenden Woche werden die Verteidiger Daniel Hollmann (Knöchelprellung) und Thomas Zuravlev (Gehirnerschütterung) wieder ins Training einsteigen. Zum Spiel gegen die Rostock Piranhas am Freitagabend wird Zuravlev allerdings noch nicht wieder fit.
Herner EV (OLN)
EXA Icefighters Leipzig - Herner EV 8 : 1 (3:0,2:0,3:1)
Das erste Meisterschaftswochenende in der Saison 2017/18 hatte sich der Herner EV sicherlich anders vorgestellt. Zuerst gab es den Spielabbruch beim Heimspiel am Freitagabend gegen Essen und dann setzte es am Sonntag eine klare 1:8-Auswärtsniederlage bei den Icefighters Leipzig. HEV-Interimstrainer Guido Drongowski, der den gesperrten Frank Petrozza vertrat, meinte hinterher sichtlich enttäuscht: „Die schnelle Leipziger 2:0-Führung hat den Icefighters in die Karten gespielt so dass meine Mannschaft nicht in die Partie fand. Im Laufe der Begegnung wurde es zwar etwas besser, aber dann konnten wir bis auf den Treffer von Danny Albrecht unsere Überzahlmöglichkeiten nicht nutzen.“
Mit einem Blitzstart wollten die Icefighters kw-Rent Eisarena in Taucha sofort zeigen wer Herr im Haus ist. Das gelang ihnen mit dem 1:0 in der 3. Spielminute durch Ian Farrell und mit dem 2:0 durch den ehemaligen HEV-Stürmer Damian Schneider nach weiteren zwei Minuten perfekt. Das 3:0 durch Domink Patocka nach elf Minuten bedeutete schon fast eine erste Vorentscheidung. Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Icefighters einen Start nach Maß, denn Hannes Albrecht schaffte mit zwei Treffern bereits zur Hälfte der Spielzeit einen beruhigenden 5:0-Vorsprung. Der HEV versuchte zwar dagegen zu halten, erspielte sich auch gute Möglichkeiten, aber bis auf den 5:1-Anschlusstreffer von Danny Albrecht sprang nichts Zählbares heraus. Dieses Tor fiel in der 43. Minute, danach traf die Heimmannschaft noch drei Mal. Der HEV musste auf die verletzten Tom Schmitz und Dominik verzichten, Philipp Kuhnekath spielte bei den Krefelder Pinguien und für Philipp Hoth und Vladimir Vaskowskiy lag für das Wochenende noch keine Spielberechtigung vor. Als Entschuldigung für die klare Niederlage wollte Interimstrainer Guido Drongowskiy dies aber nicht gelten lassen.
Am Dienstag (Feiertag) wird nun das am letzten Freitag abgebrochene Spiel gegen die Essener Moskitos um 18:30 Uhr am Herner Gysenberg wiederholt. Mittlerweile steht dies auch so im offiziellen Spielplan des DEB. Die für den Freitag gekauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, aber natürlich können auch noch neue Karten an der Abendkasse gekauft werden.
EV Füssen (BYL)
Letzter Test des EVF geht mit 2:3 nach Verlängerung an Königsbrunn
Der EHC Königsbrunn scheint weiterhin so etwas wie der Angstgegner des EV Füssen zu sein. Im letzten Vorbereitungsspiel zur anstehenden Bayernliga unterlagen die heimischen Cracks dem Landesligisten auf eigenem Eis unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung.
Allerdings handelte es sich über weite Strecken wieder um ein typisches Testspiel. Ohne Max Schorer, Topscorer Nikolas Oppenberger und Neuzugang Veit Holzmann gab es wieder Umstellungen, öfters fand sich zum Beispiel Kapitän Eric Nadeau in der Verteidigung. Die Gäste nutzten bereits ihr erstes Überzahlspiel in der vierten Minute zum 0:1. Beim EVF lief wenig zusammen, es fehlte an Tempo. Die größte Chance hatte Andre Bühler, der an der Unterkante der Torlatte scheiterte.
Im zweiten Abschnitt waren die Schwarz-Gelben gegen die sehr kämpferisch auftretenden Gäste besser im Spiel, hatten gleich zu Beginn Riesenchancen durch Nadeau und Schmid. Wieder in Unterzahl musste man aber in der 35. Minute das 0:2 hinnehmen. In dieser Phase hatte der EVF offensiv dagegen viel Pech mit drei Pfostentreffern, vergab aber allgemein zu viele gute Tormöglichkeiten, wobei der gegnerische Goalie Kring auch sehr stark hielt.
Zerfahren war die erste Hälfte des Schlussdrittels, die Heimmannschaft musste aber auch vier Minuten in Unterzahl überstehen. Danach wurde dann endlich das Spieltempo erhöht, und schon geriet Königsbrunn stark unter Druck. Florian Simon (Schmid, Velebny) in der 51. sowie Christian Krötz (Meier, Schmid) in der 56. Minute sorgten für den verdienten Ausgleich, für den Siegtreffer langte es aber trotz großer Chancen nicht mehr. Die besten hatten dabei in den letzten 30 Sekunden Tobi Meier und Lubos Velebny. In der Verlängerung hatten Marc Besl und Andi Schorer erneut den Siegtreffer auf dem Schläger, dieser gelang aber den Gästen mit einem kuriosen Unterzahltor, als bei einem Befreiungsschlenzer die Scheibe versprang und Torhüter Andi Jorde zum 2:3 überraschte. Unglückliches Ende gegen einen couragierten Gegner, der lange Zeit sehr gut mit hielt, mit einer besseren Chancenverwertung aber sicherlich zu bezwingen gewesen wäre. (MiL)
Buchloe Pirates (BYL)
Mühevoller Sieg zum Abschluss - ESV Buchloe gewinnt letztes Vorbereitungsspiel zu Hause gegen Bad Wörishofen
Mit einem 6:3 (1:1, 2:0, 3:2) Heimsieg über den EV Bad Wörishofen ist für den ESV Buchloe am Sonntag die Vorbereitung auf die neue Bayernligasaison zu Ende gegangen. Doch obwohl man die Testspielphase noch einmal mit einem Erfolg beenden konnte, taten sich die Hausherren gegen den Landesliganachbarn aus der Kurstadt in einer zähen Partie lange Zeit relativ schwer. ESV-Trainer Topias Dollhofer wollte das Spiel allerdings nicht zu sehr überbewerten und hofft, dass eine verpatze Generalprobe ja oft als gutes Omen für die Premiere gilt, die dann am kommenden Freitag beim ersten Punktspiel zu Hause gegen Germering (20 Uhr) sein wird.
Komplett verpatzt war der letzte Testspielauftritt des ESV aber ja ohnehin nicht, denn letztendlich konnte man die Kurstädter mit 6:3 besiegen. Doch schon zu Beginn taten sich die Buchloer, die das Hinspiel bereits mit 7:2 gewonnen hatten, relativ schwer Fahrt aufzunehmen. Und so waren es die Gäste, die nach genau drei Minuten durch den ehemaligen ESV-Stürmer Florian Kaiser mit 0:1 in Front gingen. Auch danach war ziemlich viel Sand im Getriebe der Piraten, die nach sechs Minuten aber zumindest ausgleichen konnten. Simon Beslic hatte in Unterzahl Martin Zahora auf die Reise geschickt, der alleine vor dem Wörishofer Schlussmann Andreas Nick zum 1:1 vollstreckte. Viel mehr passierte in den ersten 20 Minuten dann vor beiden Toren nicht mehr, sodass es mit dem Unentschieden in die Kabinen ging.
Aus diesen kamen im Mittelabschnitt dann die Buchloer etwas wacher. Denn schon nach 85 Sekunden zog Verteidiger Simon Beslic unbedrängt in die Mitte und brachte die Pirates mit der Rückhand mit 2:1 in Führung. Als abermals Zahora in doppelter Überzahl wenig später sogar auf 3:1 erhöhte (27.), schien nun alles nach Plan zu laufen. Aber die Gäste steckten nicht auf und hatten nach einem Pfostentreffer von Florian Döring auch Pech, dass man nicht wieder verkürzen konnte (31.). Doch auch die Buchloer machten vor dem zweiten Pausentee Bekanntschaft mit dem Aluminium, da Lucas Ruf ebenfalls nur das Torgestänge anvisierte (34.).
Die vermeintliche Vorentscheidung fiel dann nach 50 Minuten, als Zahora erst scheiterte, aber Alexander Krafczyk im Nachschuss den Puck zum 4:1 unter die Latte hämmerte. Die Gäste antworteten allerdings umgehend mit einem Doppelschlag. Zunächst setzte Peter Brückner mit einem Sonntagsschuss die Scheibe von Innenposten in die Maschen (51.), ehe Florian Döring 29 Sekunden später eine unübersichtliche Situation vor ESV-Tormann Daniel Blankenburg zum 4:3 nutzte und die Wörishofer somit wieder auf ein Tor heranbrachte. Und wer weiß was passiert wäre, wenn Döring drei Minuten später den Puck ins Tor befördert hätte und nicht erneut an der Latte gescheitert wäre (54.). Stattdessen klingelte es im Gegenzug auf der anderen Seite. Mit einem öffnenden Pass hatte Martin Zahora Alexander Krafczyk in Position gebracht, der mit einem präzisen Schuss zum 5:3 traf (55.). Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Markus Vaitl mit seinem Powerplaytor zum 6:3 Endstand (58.).
Am kommenden Freitag wird es dann für die Pirates erstmalig ernst, wenn ab 20 Uhr die Wanderers Germering zum Punktspielauftakt in der Bayernliga in der Buchloer Sparkassenarena gastieren.
Landsberg Riverkings (BYL)
Riverkings beenden Ihre Vorbereitung mit Sieg gegen Buchloe
Am vergangenen Freitag empfing der HC Landsberg seinen Ligakonkurrenten aus Buchloe zum letzten Vorbereitungsspiel. Trotz diverser Ausfälle gewannen die Rivkerkings die Partie souverän mit 3:0. Um den Kader aufzufüllen, bekamen die beiden Jugendspieler Florian Reicheneder und Yannick Reuss von Coach Randy Neal Ihre Chance. Und beide machten Ihre Sache gut. Die Riverkings hatten die Partie bis auf wenige, kurze Phasen sehr gut unter Kontrolle. In den Drangphasen der Gäste war Torwart Christoph Schedlbauer zur Stelle und konnte seine gute Form unter Beweis stellen. Nach schöner Vorarbeit durch Daniel Menge gingen die Riverkings durch Bohumil Slavicek (11.) in Führung. Der HCL zeigte weiter teilweise tolle Kombinationen, ohne jedoch weitere Treffer zu erzielen. So dauerte es bis zur 31. Minute bis die Zuschauer über den Treffer von Markus Kerber jubeln konnten. Für den Schlusspunkt sorgte Thomas Fischer nur Sekunden vor dem Ende ins leere Tor. Eine weitere schlechte Nachricht für die Riverkings war allerdings die Verletzung von Tobias Wedl – er konnte nach der ersten Pause nicht mehr weiterspielen. Die Entscheidung, ob „Probespieler“ Rob McFeeters diese Saison für den HC Landsberg spielen wird, soll im Laufe dieser Woche fallen. Zum ersten Heimspiel der neuen Serie erwartet der HC Landsberg am Freitag den 06.10.17 um 20:00 Uhr die River Rats aus Geretsried. „Wir freuen uns alle, dass es jetzt endlich richtig los geht. Die Mannschaft hofft natürlich wieder auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung durch unsere Fans“ so 1. Vorstand Markus Haschka zum anstehenden Saisonstart.
Passau Black Hawks (BYL)
Drei Derbys beim Platzer & Wimmer Cup - Black Hawks fordern Vilshofen und Waldkirchen
Zum Abschluss der Saisonvorbereitung dürfen sich die Fans und Zuschauer noch auf ein Schmankerl in der Passauer EisArena freuen. Am Feiertag, den 03. Oktober steigt ab 13 Uhr der Platzer & Wimmer Cup in der Passauer EisArena. In dem Turnier treffen die Passau Black Hawks auf die ehemaligen Rivalen aus Waldkirchen und Vilshofen. Die bisherige Saisonvorbereitung der Passauer zeigt dabei Höhen und Tiefen. Während es gegen den Deggendorfer SC eine klare Niederlage setzte, konnten die Habichte gegen den EV Dingolfing zwei Siege einfahren. Ebenso gegen den HC Strakovice im ersten Testspiel Anfang September. Gegen den Ligarivalen aus Dorfen unterlagen die Habichte am vergangenen Freitag knapp mit 3:5. Am gestrigen Sonntag Abend stand das letzte „klassische“ Testspiel bei den Erding Gladiator auf dem Programm. (Erg. lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor)
Dem Trainer Duo Ivan Horak/ Christian Zessack bietet sich somit beim Platzer & Wimmer Cup noch mal die Gelegenheit die letzten Feinjustierungen vorzunehmen. Gerade in der Verteidigung müssen sich die Passau Black Hawks noch finden. Der aus der ersten österreichischen Liga gekommene Niklas Mayrhauser muss sich noch deutlich steigern und hat noch Luft nach oben. Im Angriff funktioniert das Zusammenspiel der Habichte bereits gut – lediglich die die Chancenverwertung ist das große Manko. Das Torhütergespann um Patrick Vetter und Andreas Resch arbeitet akribisch an der Konstanz. Neuzugang Andreas Resch macht dabei kräftig Druck auf die letztjährige Nummer eins Patrick Vetter. Es wird spannend zu sehen sein, welcher der beiden Goalies am Freitag, 06. Oktober beim Ligaauftakt in der Passauer EisArena gegen Moosburg das Passauer Tor hüten darf. „Für uns ist das noch mal ein wichtiger Test um uns optimal auf den Ligastart gegen Moosburg vorzubereiten. Der Platzer & Wimmer Cup wird nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die Zuschauer ein schönes Erlebnis mit vielen Emotionen und toller Stimmung vor dem Start in die Saison.“ freut sich der sportliche Leiter Christian Zessack.
Im Turnier am Tag der deutschen Einheit spielen die Teams jeweils 2x 20 Minuten. Los geht’s um 13:15 Uhr mit der Partie zwischen Waldkirchen und Vilshofen. Gefolgt von dem Spiel der Passau Black Hawks gegen den ESC Vilshofen. Den Abschluss machen dann die Waldkirchen Crocodiles gegen die Passau Black Hawks. Für die Fans eine tolle Gelegenheit noch mal Derby Stimmung vor dem Saisonstart am Freitag den 06. Oktober aufzusaugen. Die drei Fangruppierungen werden sicherlich für eine ausgelassen und friedliche Stimmung in der Passau EisArena sorgen. Favorit auf den ersten Platzer & Wimmer Cup sind sicherlich die Gastgeber aus Passau. Trotzdem hat die Vergangenheit bereits bewiesen, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben.
Ernst wird es für die Passau Black Hawks bereits am Freitag den 06. Oktober um 20 Uhr in der Passauer EisArena. Das erste Bayernliga Spiel bestreitet die Horak Truppe dann gegen den EV Moosburg. Ein Termin den sich alle sportbegeisterten bereits dick im Terminkalender anstreichen sollten. -czo
Haßfurt Hawks (BLL)
Torfestival im vorletzten Testspiel der „Hawks“ gegen Eppelheim
„Ein sehr ordentliches Testspiel“, urteilte Trainer Martin Reichert nach der vorletzten Vorbereitungspartie der Haßfurter „Hawks“ am Freitagabend im „Icehouse“ der Eppelheimer Eisbären. Doch obwohl seine Mannschaft unerwartet hoch mit 11:5 die Oberhand behielt, war er nicht ganz zufrieden. Vor allem mit dem ESC-Kader, der „leider wieder nicht komplett“ war.
Neben dem Langzeitverletzten Ingo Krapf standen diesmal mit Neuzugang Galip Hacker sowie Lucas-Andreas Thebus zwei weitere Verteidiger krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, ebenso Angreifer Georg Lang. Zu allem Übel kamen die Kreisstädter aufgrund von dichtem Verkehr erst mit 30 Minuten Verspätung im Schwäbischen an. Wer aber geglaubt hat, dies wäre ein Nachteil für die „Hawks“, sah sich schon nach kurzer Zeit getäuscht. Der Landesligist legte nämlich wie schon im ersten Aufeinandertreffen beider Teams los wie die Feuerwehr und ging nach sieben Minuten durch Petr Krepelka in Führung. Kurz darauf zeigte sich aber auch schon die eigene Schwäche an diesem Abend. „In der Rückwärtsbewegung müssen wir noch deutlich besser werden“, bilanzierte Martin Reichert schon nach dem schnellen Ausgleich der Eisbären nur eine Minute später. Zumindest im Angriffsspiel lief es derweil weiter wie am Schnürchen: Nach Treffern von Michael Breyer (12.), Ilja Kinereisch (14.), Jakub Sramek (18.) und Michal Babkovic (19.) flogen die Falken bereits bis Ende des ersten Drittels auf 5:1 davon.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts spielten die Eisbären dann noch körperbetonter als zu Beginn, was Coach Reichert gar nicht schmeckte. Er sah sich deshalb genötigt, bei seinem Eppelheimer Kollegen Richard Drewniak vorzusprechen. Im Mitteldrittel trafen indes erneut die bestens aufgelegten Petr Krepelka (22./25.) und Michal Babkovic (27./33.) doppelt. Störend hierbei nur die Gegentreffer der Eppelheimer, die Martin Hildenbrand ebenfalls drei Mal das Nachsehen gaben. Im Schlussabschnitt, in dem dann sein Torwartkollege Martin Köhler das Tor der „Hawks“ hütete, schraubten erst Alexander Stahl (47.), dann noch David Franek (49.) das Ergebnis in die Höhe. Den Schlusspunkt setzten jedoch die „Eisbären“, deren 5:11-Anschluss freilich keine Bedeutung mehr hatte. „Alles in allem gibt es noch Verbesserungspotential, aber mit dem Spiel kann man zufrieden sein“, bilanzierte auch der mitgereiste Sportvorstand Andreas Kurz knapp und freute sich über den dritten Erfolg im sechsten Testspiel vor der dem Beginn der Punkterunde.
Zäher Sieg der „Hawks“ zum Abschluss der Vorbereitung
Selbst das Ergebnis – immerhin stand nach 60 Minuten ein 4:2-Erfolg der Haßfurter „Hawks“ zu Buche – konnte bei Martin Reichert die Stimmung nicht erhellen. Die Enttäuschung über den krassen Unterschied zum deutlichen Sieg zwei Tage zuvor beim Süd-West-Regionalligisten EC Eppelheim überwog dann doch. „Das Spiel war grausam und hat niemand Spaß gemacht“, lautete sein hartes, aber sicher zutreffendes Fazit der Partie gegen den Bezirksligisten EHC Bayreuth 1b am Sonntagabend.
„So gut wie wir in Eppelheim waren, so schlecht waren wir heute“, zeigte sich Reichert nach dem letzten Test und gleichzeitig eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel gegen den Lokalrivalen Kissinger „Wölfe“ mit dem Auftreten seiner Mannschaft ganz und gar nicht einverstanden. Was jedoch auch daran lag, dass sich der Gegner aus der Wagnerstadt den knapp 200 Zuschauern, lautstark unterstützt von knapp 25 Anhängern, nicht gerade attraktiv und phasenweise sehr ruppig präsentierte. „Die haben sich ja eigentlich nur mit vier, fünf Mann vor das Tor gestellt und nicht wirklich versucht, Eishockey zu spielen“, kritisierte Reichert die Spielweise des EHC Bayreuth 1b. Und das, obwohl mit Kapitän Florian Müller, Marco Zimmermann, Marco Zimmer, Christof Hagen, Stephan Schmidt oder Thorsten Steffens durchaus namhafte Akteure auf der Spielfläche standen.
So zog sich das Geschehen, zumeist vor dem EHC-Gehäuse, zäh wie ein Kaugummi. Einzig Jakub Sramek schaffte es, im ersten Drittel Gästetorwart Nicolas Sievers zu überwinden (9.). Im zweiten Abschnitt sah es nach dem Doppelschlag von David Franek und Petr Krepelka binnen 21 Sekunden (jeweils 36.) dann aber aus, als ob der Widerstand beim Bezirksligisten gebrochen wäre. Doch es ging danach genauso weiter wie am Anfang. Erst nach knapp zehn gespielten Minuten im Schlussdrittel erhöhte Michal Babkovic auf 4:0. Wer jetzt noch auf einen furiosen Schlussspurt gehofft hatte, sah sich aber getäuscht. Vielmehr stocherte Christof Hagen den Puck zum 4:1 ins ESC-Gehäuse (53.), ehe Marco Zimmer in doppelter Überzahl noch der Treffer zum 4:2-Endstand gelang.
Trotz des Erfolges kann die Generalprobe der „Hawks“ insgesamt also nicht als gelungen bezeichnet werden. Angst für die Aufgabe am kommenden Sonntag, wenn es im Stadion Am Großen Anger zum ersten Frankenderby der Saison kommt, hat Martin Reichert freilich nicht. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Wir treffen auf einen ganz anderen Gegner, der vielleicht mit nur zwölf, 13 Spielern kommt. Aber die sind fit und alle richtig gut.“
Pinguine Königsbrunn (BLL)
Ein Dämpfer vor dem ersten Punktspiel
Mit einer krachenden 3:8 Niederlage gegen die „Donau Devils“ des VfE Ulm/Neu-Ulm beendete der EHC Königsbrunn seine Vorbereitungs-Serie. Schon am nächsten Sonntag geht es im ersten Saisonspiel gegen einen Top-Favoriten um wichtige Punkte.
Das letzte Spiel gegen die Ulmer hatte der EHC ja vor eigenem Publikum noch mit 6:3 für sich entschieden. Doch seitdem hatten die Verantwortlichen der Donau Devils reagiert und den Kader nachgebessert. Vom Bayernligisten ECDC Memmingen holten sie für den Sturm den 21-jährigen gebürtigen Tschechen Jakub Revaj, in der Defensive verstärkte sich Ulm mit dem 24-jährigen Schweden Johann Larsson. Dieser spielte in seinem Land in der Division 2, das entspricht der vierthöchsten Liga. Königsbrunn reiste ohne Patrick Zimmermann, Henning Schütz, Maxi Merkle und Moritz Lieb an, konnte aber trotzdem drei Reihen aufbieten. Von Beginn an versuchten die Donau Devils vor eigenem Publikum das Heft in die Hand zu nehmen. Das eröffnete dem EHC Chancen auf Konter, in der dritten Minute hatte Hans-Jörg Traxinger alleinstehend vor dem gegnerischen Goalie eine gute Einschussmöglichkeit, konnte diese aber nicht nutzen. Ulm hatte aber insgesamt mehr von der Partie und zeigte gutes Körperspiel. In der zwölften Spielminute belohnten sich die Donau Devils mit dem 1:0, als gleich zwei Königsbrunner Akteure auf der Strafbank saßen. Die Brunnenstädter suchten den Ausgleich, konnten aber die wenigen guten Chancen nicht verwerten. Kurz vor Drittelende kassierten dann innerhalb kürzester Zeit gleich drei EHC-Spieler Strafzeiten, Ulm hatte wieder doppeltes Überzahlspiel. Königsbrunn konnte sich aber in die Pause retten. Doch nach Wiederanpfiff machten die Gastgeber ernst und schossen dann drei Treffer innerhalb von zwei Spielminuten, allesamt in Überzahl. Der EHC konnte dann durch zwei Tore von Dominik Zimmermann zwar noch auf 4:2 verkürzen. Doch Ulm legte in der 36. Spielminute durch Mike Dolezal zum 5:2 nach. Bis Drittelende fielen aber keine Treffer mehr. Im letzten Spielabschnitt konnte Hayden Trupp in Überzahl mit seinem sehenswerten Tor das 5:3 erzielen, doch die nächste Strafzeit für Königsbrunn zerstörte die Hoffnung der Brunnenstädter auf eine Aufholjagd. Ulm zeigte wieder exzellentes Powerplay und legte nach nur zwanzig Sekunden das 6:3 nach. Bei Königsbrunn war nun die Luft raus, die Donau Devils machten aber weiterhin Druck und belohnten sich mit zwei weiteren Treffern, am Ende stand es hochverdient 8:3 für die Gastgeber. Ulm konnte vor allem mit dem starken Überzahlspiel überzeugen, für Königsbrunn gilt es nun sich zu regenerieren. Denn am 8.10. startet die Mannschaft auswärts gegen Schweinfurt in die Punktspielerunde. Ob bis dahin auch Hans-Jörg Traxinger (Verdacht auf Handbruch) und Alexander Engel (Puck an den Hals bekommen) wieder fit sind ist unklar, beide mussten die Partie vorzeitig beenden.
Trotz dieser klaren Niederlage ging EHC-Coach Alexander Wedl mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht: „Die beiden Neuzugänge haben Ulm gut getan, die erste Reihe der Donau Devils hat uns mit ihrem Überzahlspiel arg in Bedrängnis gebracht. Meine Jungs hatten noch das Füssen-Spiel in den Knochen, in den letzten 10 Minuten lief nicht mehr viel zusammen. Gegen Schweinfurt sind wir hoffentlich wieder komplett, wir müssen dann auch konzentrierter als heute zu Werke gehen.“
Eisbären Eppelheim (RLSW)
Eisbären starten mit Auftaktsieg
Mit einem verdienten 6:2-Erfolg über den Schwenninger ERC sind die
Eisbären in die neue RLSW Saison gestartet. Durch die Treffer von Colin
Blake (2), Sven Jacobaschke (2), Marcus Semlow und Thomas Korte sicherten
die die Eisbären den ersten Saisonsieg.
Von Beginn an sah man konzentrierte, defensiv sicher und diszipliniert
agierende Eisbären, die keinen Zweifel am Sieger des Spiels aufkommen
lassen wollten. So nutze bereits in der 4. Minute Semlow das erste
Powerplay des Abends zur ersten ECE-Führung. Doch nur kurz darauf lies man
einen Schwenninger Stürmer zu viel Raum im eigenen Drittel, der diesen
dankend zum Ausgleichstreffer annahm (8.). Erneut bedurfte es einem
Überzahlspiel, bei dem zwar zunächst die doppelte Überzahl schwach
gespielt wurde, dann jedoch Blake doch noch zum 2:1 (14.) einnetzen
konnte.
Als Korte direkt zu Beginn des Mitteldrittels (22.) einen Schlagschuss von
der blauen Linie im Gäste Tor zum 3:1 unterbringen konnte, schien dies
bereits eine Vorentscheidung zu sein. Doch während man die sichere
Defensive in diesem Abschnitt nahezu in Perfektion umsetze, schien das
Gästetor wie vernagelt. So sahen die Gäste ihre Chance gekommen und
erzielten in ihrem einzigen Powerplay der Partie den 3:2-Anschlusstreffer
(32.). Trotz klarem Chancenverhältnis von 18:2 Schüssen, musste man somit
unnötig zittern.
Der Treffer sollte den Gästen weiter Mut gebracht haben, denn während die
Eisbären im Schlussdrittel am Ausbau der Führung schnupperten, kamen die
Gäste nun des Öfteren dem Ausgleichstreffer nah. Die Erlösung hatte in der
49. Minute Jacobaschke parat und sollte der Bann der Gäste gebrochen
haben. Spätestens mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 (56.) war der Sieg
gesichert. Als die Gäste gegen Ende doch noch alles auf eine Karte setzen,
kam Blake mit seinem Empty-Net-Treffer zu seinem zweiten Torerfolg und der
6:2-Endstand geht auf Grund der klaren Spielanteile auch völlig in
Ordnung.
ECE-Coach Drewniak zeigte sich nach der Partie erleichtert. „Die
Defensivarbeit haben wir heute im Vergleich zur Vorbereitung deutlich
verbessert“, haderte aber vor allem mit der erneut schwachen
Chancenverwertung, bei der selbst Alleingänge und klarste Chancen nicht
genutzt wurden.
Neusser EV (RLW)
GUTES SPIEL TROTZ NIEDERLAGE
Es war der erwartete schwere Gang im ersten Spiel der Saison gegen die EG Diez-Limburg. Die Mannschaft lieferte ein gutes Spiel ab und unterlag mit 5:3 einem Gegner den man wohl oder übel zu den Favoriten in dieser Saison zählen muss.
193 Zuschauer, unter ihnen etliche Fans aus Neuss wollten sich die erste Partie der Saison nicht entgehen lassen. Die mitgereisten Fans unterstützten ihr Team lautstark und hatten schon in der dritten Minute Grund zum Jubeln. Neuzugang Alexander Zaslavski aus Herne netzte auf Vorlage von Tim Dohmen zum 0:1 ein. Eine weitere gute Einschußmöglichkeit bot sich in der achten Minute, wurde aber leider nicht genutzt. Ein glänzend aufgelegter Ken Passmann im Tor des NEV war ein sicherer Rückhalt für sein Team und entschärfte alle Schüsse auf das Tor. Auch die erste Unterzahl nach 9 Minuten wurde schadlos überstanden. Der Ausgleich für die Gastgeber bei der nächsten Unterzahl als der Torschütze zum 0:1 auf der Strafbank saß. Ein knallharter Schuß von Marc Hemmerich kurz hinter der blauen Linie schlug im Neusser Tor ein. Ein Riesensafe von Ken Passmann in der 18. Minute bei einem Alleingang verhinderte die Führung der Gastgeber. Etwas überraschend die erneute Führung des NEV in der 19. Minute als Torhüter Steve Themm einen eher harmlosen Schuß von Jaime Lindt passieren lassen mußte.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels konnte der Gastgeber seine PS nicht auf das Eis bringen. Bei einem sehr guten Überzahlspiel erhöhte Christian van Berg in der 26. Minute auf 1:3. Eine anschließende doppelte Unterzahl des NEV wurde gut überstanden. Der Anschlußtreffer der Rockets wiederrum in Überzahl in der 33. Minute. Auch diesmal hieß der Torschütze Marc Hemmerich. Der Ausgleich in der 36. Minute durch Tim Ansink stellte alles wieder auf null.
In der letzten Drittelpause hatte Coach Andrej Fuchs schon so eine Vorahnung. "Ich weiß nicht wie lange wir dem Druck mit der jungen Mannschaft noch standhalten können". Im letzten Drittel hatte der NEV noch einige gute Torchancen aus denen man jedoch kein Kapital schlagen konnte. Bei dem hohen der Heimmannschaft war es nicht verwunderlich, dass in der 50. Spielminute die erstmalige Führung für die Rockets fiel.
Leider war das 5:3 in der 53. irregulär und hatte auf den Ausgang des Spiels keine Auswirkungen.
Der Sieg der EG Diez-Limburg geht nach dem Spielverlauf in Ordnung, da diese auch fast die doppelte Anzahl an Torschüssen hatten.
Nach dem Spiel wurden noch die besten Spieler der beiden Mannschaften ausgezeichnet. Auf Seiten des Gegners war dies der Doppeltorschütze Marc Hemmerich und für den NEV unser Torhüter Ken Passmann.
Bären Neuwied (RLW)
5:2 gegen die EGDL: Bären feiern Derbysieg
Der EHC „Die Bären" 2016 kann Saisonauftakt, der EHC „Die Bären" 2016 kann in besonderem Maße Mitteldrittel, und der EHC „Die Bären" 2016 kann auch Heimderby: Nach den beiden Niederlagen der Vorsaison im Icehouse gegen die EG Diez-Limburg drehten die Neuwieder am Sonntagabend vor 1008 Zuschauern den Spieß um und setzten sich mit 6:3 durch.
Drei Tore hatte der EHC am Freitag in Hamm im zweiten Abschnitt erzielt, jetzt waren es gegen die Rockets sogar derer vier zwischen den Minuten 20 und 40, die den Weg zum zweiten Saisonsieg ebneten. „Die Mannschaft hat sich Respekt und Lob für dieses erste Regionalliga-Wochenende verdient", freute sich Trainer Jens Hergt bei der Pressekonferenz. Von Pappe waren die ersten beiden Gegner nun wahrlich nicht. Hamm und Diez-Limburg zählen genauso wie die Bären zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Das ließen die Gäste von der Lahn durchaus erkennen. „Wir hatten zu Beginn Vorteile", stellte Rockets-Trainer Arno Lörsch trotz des frühen Rückstandes fest. Dennis Schlicht brachte Neuwied bereits in der vierten Minute in Führung. „Wir haben in dieser Szene den Slot vernachlässigt und uns danach zu sehr auf die Strafbank konzentriert", beschrieb Lörsch den weiteren Verlauf des ersten Abschnitts. Die Unterzahl war Neuzugang Joey Davies einerlei. Er schloss einen Alleingang mit dem Ausgleich ab (8.). Ihr nächstes Powerplay nutzten die Einheimischen dann. Moritz Schug überwand Steve Themm im Tor der Rockets. Die hatten bereits am Freitagabend gegen Neuss einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg gedreht und ließen auch diesmal Moral erkennen. Marc Hemmerich egalisierte das Ergebnis für sein Team in doppelter Überzahl (25.).
Es brachen Minuten an, die das Derby entschieden. Keine 120 Sekunden später markierte Dennis Schlicht seinen zweiten Treffer, und für Diez-Limburg kam es doppelt dick. Schlussmann Steve Themm verletzte sich und musste ausgewechselt werden. Den Vertreter des aus seiner Zeit in Kassel jüngsten DEL-Torhüters aller Zeiten erwischten die Bären noch kalt. Nur 31 Sekunden nach seiner Einwechslung musste Constantin Schönfelder den ersten Schuss passieren lassen. Abgezogen hatte Michael Jamieson, der vor den Augen seiner Eltern das 4:2 nachlegte. Waren es beim US-Boy Mama und Papa, die für die Sondermotivation sorgten, spürte Martin Brabec diese gegen seinen Ex-Verein ohnehin. Und auch der Tscheche durfte jubeln. Sein 5:2 (34.) klärte bereits die Fronten, bevor Robin Schütz in Überzahl noch vor der zweiten Pause das halbe Dutzend vollmachte. „Ich hätte mir nach der Verletzung von Steve Themm mehr Charakter von meiner Mannschaft gewünscht, und dass sie die Scheibe besser vom Tor weghält. Wobei Constantin Schönfelder als junger Torhüter vor dieser fantastischen Kulise später großartig gehalten hat", schilderte Lörsch.
Genauso wie in Hamm konnten sich die Bären im Schlussabschnitt zurückziehen und auf die Abwehr konzentrieren. So souverän wie am Freitag, spielten sie die Zeit diesmal jedoch nicht herunter. „Ich hätte mir mehr Cleverness gewünscht. Ich war überrascht, dass bei uns Panik ausgebrochen ist, hatten wir die gleiche Situation in Hamm doch sehr gut gemeistert", erklärte Trainer Hergt. Julian Grund verkürzte auf 3:6, was sich nur noch auf die Statistik auswirkte.
„Endlich haben wir den Heimfluch gegen die EGDL beendet", atmete der EHC-Coach auf, der genauso wie sein Diezer Kollege und die Zuschauer ein intensives, über weite Phasen faires, friedliches und sportlich ansprechendes Derby sah. „Wegen mir können wir permanent gegeinander spielen. Dann müssten wir nicht nach Ratingen oder Hamm fahren", genoss auch Arno Lörsch mit Ausnahme des Ergebnisses den Eishockey-Abend an seiner langjährigen Wirkungsstätte. Derby-Nachschlag gibt es bereits am Dienstagabend. Ab 18.30 Uhr stehen beide Teams am Diezer Heckenweg im Halbfinale des Rheinland-Pfalz-Pokals auf dem Eis.
Pfronten Falcons (BLL)
Penaltyschiessen entscheidet erneut Testspiel
3:4 (2:0/0:1/1:2/0:1) nach Penaltyschießen hieß es am Ende aus Sicht der Falcons im Testspiel-Derby gegen den ESC Kempten. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende, als man gleich zu Beginn gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm mit zwei Toren zurücklag, erwischten die Pfrontener diesmal den besseren Start und konnten bereits in der vierten Spielminute den ersten Treffer durch Joel Titsch (Matthew Schön) bejubeln. 66 Sekunden später war es dann Rückkehrer Robin Wiedmann der nach Vorarbeit von Markus Bach und Kevin Krzoß, Sharks Torhüter Martin Niemz zum 2:0 überwinden konnte. Im weiteren Verlauf kamen dann auch die Gäste, die gerade einmal mit 12 Feldspielern angetreten waren zu ihren ersten Chancen, die jedoch von Dominik Gimpel im Tor der Hausherren entschärft werden konnten. Im Mitteldrittel entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen für beide Mannschaften, doch weitere Treffer wollten zunächst nicht fallen. In der 33. Minute konnte jedoch, der kurz zuvor eingewechselte Schlussmann der Falcons Fabian Mölle, den Anschlusstreffer durch Andre Aschenbrenner (Von Sigritz/Henkel) nicht verhindern. Beim Stand von 2:1 ging es somit in das Abschlussdrittel, in welchem die Gäste in der 45. Minute erneut durch Andre Aschenbrenner (Baader/Richter) zum Ausgleich trafen. Nun aber waren die Falcons wieder an der Reihe und Matthew Schön brachte die Gastgeber nach Vorarbeit von Johannes Albl und Markus Bickl wieder in Führung. Doch auch dieses Mal sollte diese nicht lange halten, Kemptens Neuzugang Philip Stalla glich nach Zuspiel von Alexander von Sigritz in der 56. Minute erneut aus. Weitere Treffer wollten im Anschluss der Begegnung weder in der verbliebenen Restspielzeit noch in der Overtime fallen, so dass das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen musste. Auf Seiten der Falcons brachte zunächst Robin Wiedmann seinen Versuch erfolgreich im Gehäuse der Sharks unter, für Kempten traf kurz darauf Alexander Henkel. Nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen, war es dann am Ende Kemptens Mannschaftskapitän Tobias Epp, der für die Entscheidung und somit für den knappen Sieg der Illerstädter sorgte.
Sande Jadehaie (VLN)
ECW Sande unterliegt Weserstars
Die Jadehaie sind mit einer Testspiel-Niederlage in die Saison 2017/18 gestartet. Das Team von Trainer Sergey Yashin unterlag den Weserstars Bremen mit 4:12.
"Wir haben zu Beginn der Partie ganz gut mitgehalten und uns einige Chancen erarbeitet, aber danach hat die Kraft nachgelassen. Die Weserstars haben dann ihre Spielklasse ausgenutzt und nach einer Viertelstunde lagen wir mit 0:1 zurück“, blickt Alexander Josch auf das erste Drittel, in dem der ECW Sande noch einen weiteren Treffer hinnehmen musste.
Slawa Koubenski erzielte zu Beginn des zweiten Drittels den 1:2-Anschlusstreffer, bevor die Weserstars zwei weitere Pucks im Kasten von Fabian Janssen unterbringen konnten. Johannes Mundt verkürzte noch einmal auf 2:4, aber nach einem weiteren Bremer Treffer verabschiedeten sich beide Teams beim Spielstand von 2:5 in die zweite Drittelpause.
Im Schlussabschnitt, in dem Björn Köhler zwischen die ECW-Pfosten rückte, machten die Weserstars dort weiter, wo sie im Mittelbschnitt aufgehört hatten - und schnell lag das Yashin-Team mit 2:8 zurück.
"Mit zwei Reihen war es schwer auf Dauer mitzuhalten", erklärt Josch, der den zwischenzeitlichen Treffer zum 3:8 erzielte. Vitali Janke konnte kurz darauf noch einmal Ergebniskosmetik betreiben, aber am Ende musste sich der Verbandsliga-Aufsteiger, der in den letzten 20 Minuten auf den grippegeschwächten Bartanus verzichten musste, dem Regionalliga-Team von der Weser mit 4:12 geschlagen geben.
Josch weiter: „Phasenweise sah das schon ganz gut aus, wenn man bedenkt, dass es unser erstes Spiel war. Der Zusammenhalt war gut, aber das Zusammenspiel und die Zuordnung muss noch besser werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass es bald besser wird.“
ESC Berlin (RLO)
Club gelingt Paukenschlag in Chemnitz
Wer hätte das nach dem Saisonstart gedacht, der ESC 07 Berlin gewann überraschend bei den Chemnitz Crashers mit 5:2 (1:1/3:0/1:1).
Der Club konnte bei diesem Spiel auf zwei Neuzugänge zurückgreifen. Von der 1b von FASS kam der Lette Raitis Dembovskis, der US-Boy Eric Gwost stammt vom Inlinehockey, spielte aber hobbymäßig auch Eishockey. Herzlich Willkommen beim Club.
Trotzdem war es wieder eine sehr kleine Abordnung, die sich auf den Weg zum Vizemeister machte. Zehn Feldspieler und zwei Torhüter traten die Reise nach Chemnitz an. Chemnitz konnte einen Feldspieler mehr aufbieten, darunter Neuzugang Charly Rudolph, der von den Crimmitschau Outlaws nach Chemnitz wechselte.
Chemnitz versuchte von Beginn an Druck aufzubauen, die Abwehr und Max Franke standen aber sehr gut. Und der Club griff seinerseits an, wenn sich eine Möglichkeit dazu ergab. Einer dieser Angriffe brachte sogar die Führung. Einen Bandenabpraller verwertete Robert Sasse nach fünf Minuten zum 0:1. Chemnitz tat sich weiter schwer und so musste eine Einzelaktion für den Ausgleich sorgen. Jan Nekvinda setzte sich nach neun Minuten aus. Es blieb bis zur Pause beim 1:1 und war bis dahin ein insgesamt ausgeglichenes Spiel.
Es blieb so, mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste hatte Jan Nekvinda nach 30 Minuten, aber er scheiterte mit einem Penalty an Max Franke. Dann drehte der Club auf. Bei doppelter Überzahl gelang Tom-Pierre Heinisch das 1:2. 31 Sekunden später erzielte wieder Tom-Pierre Heinisch, immer noch in Überzahl, das 1:3. Und eine weitere Minute war es wieder die #22 vom Club, die erfolgreich war, dass Hattrick war perfekt. Ein Konter wurde sicher verwertet. Und Neuzugang Eric Gwost steuerte zu diesem Treffer seine erste Vorlage im Club-Trikot bei. Den Crashers gelang es in diesem Drittel nicht mehr diesen 3-Tore-Rückstand zu verkürzen.
Und natürlich versuchten die Crashers im letzten Drittel das Spiel noch zu drehen. Und Jan Nekvinda gelang nach 46 Minuten auch das 2:4. Aber ein Tscheche alleine reichte an diesem Tag nicht, um dieses Spiel noch zu drehen. Und so erzielte Jan Krautmann 58 Sekunden vor dem Ende das 2:5. Hier konnte auch Raitis Dembovskis ebenfalls gleich bei seinem ersten Einsatz einen Scorerpunkt beisteuern. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein gut aufgelegter Max Franke, die Garanten für diesen Überraschungserfolg waren.
Schon auf der Hinfahrt war die Stimmung im Bus toll und jeder kann sich vorstellen, wie diese auf der Rückfahrt war. Am kommenden Wochenende treffen beide Teams erneut aufeinander, dann in Berlin. Samstag um 19:30 Uhr geht es in der Eissporthalle PO 9 um die nächsten Punkte.
(Norbert Stramm)
Schönheider Wölfe (RLO)
Sieg und deftige Niederlage im Schönheider Wolfsbau
Die Anzeichen für das erste Heimspiel-Wochenende standen von Anfang an nicht gut. Anstatt und wie geplant, mehrmals in der vergangenen Woche zu trainieren, konnten die Wölfe nur am Donnerstag für 90 Minuten im heimischen Wolfsbau aufs Eis. Grund für die Verzögerungen war eine nicht zu 100% funktionierende Eisanlage, was auch über das Heimspiel-Wochenende seine Fortsetzung fand.
Am Freitag gegen die 1b-Vertretung der Selber Wölfe brauchte man ganze vierzig Minuten, um halbwegs einen Spielrhythmus zu bekommen und lief zudem auch noch einem 0:2- und 1:3-Rückstand hinterher. Erst im letzten Drittel drehten die Wölfe das Spiel und konnten die drohende Niederlage durch ein spätes Tor von Lukas Novacek zum 5:4 (0:2, 2:1, 3:1)-Endstand noch abwenden.
Am Sonntag hieß der Gegner dann Höchstadt Alligators, gegen welche man sich, nach der 3:4-Niederlage am Samstag letzter Woche, ein ähnliches gutes Ergebnis erarbeiten wollte. Die Wölfe begannen die Partie mit Tempo und erarbeiteten sich in den ersten acht Minuten zahlreiche hundertprozentige Chancen. Allein Jannik-Noah Grätke hätte bei drei Alleingängen sein Team in Führung schießen können. Anstatt eben mit einer Führung oder zumindest einem Unentschieden aus dem ersten Drittel zu gehen, nutzten die Alligatoren ihre Möglichkeiten deutlich besser und gingen selbst mit einer 3:0-Führung in die erste Pause. Ab dem zweiten Abschnitt erhöhten die von Daniel Jun trainierten Spieler um Ex-Nationalspieler Vitalij Aab noch einmal das Tempo, hingegen bei den Wölfen nun alle Dämme brachen. Nach sechzig Minuten stand daher eine deftige 1:13 (0:3, 0:5, 1:5)-Niederlage zu Buche.
Fazit… Es waren zwei Vorbereitungsspiele, welche den Wölfen ihre Grenzen deutlich aufzeigten. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es muss auch angemerkt werden, dass das Defensivverhalten derzeit noch sehr ausbaufähig ist. Nun heißt es schnell Mund abputzen, denn bereits morgen, am Tag der Deutschen Einheit, geht es um 19:00 Uhr in Mitterteich schon weiter.
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