IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 16.Oktober 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen und Regionalliga Ost.
Düsseldorfer EG (DEL)
Tor wie vernagelt - Die DEG unterliegt Ingolstadt
Es war wie verhext. Gegen Ingolstadt zeigte die DEG eine gute Leistung. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass der Puck einfach nicht ins Netz wollte. So reichte den Panthern ein feines Solo von Brandon Buck, um der DEG eine ärgerliche 0:2 (0:0; 0:0; 0:2)-Niederlage zu bescheren.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls holen gegen Bremerhaven den nächsten Dreier
Der EHC Red Bull München holte sich gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven den sechsten DEL-Heimsieg in Folge und macht damit das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Die Red Bulls gewannen im elften Pflichtspiel in 24 Tagen mit 5:3 (2:1|2:1|1:1) durch einen Hattrick von Brooks Macek sowie Tore von Patrick Hager und Steven Pinizzotto.
Der amtierende Deutsche Meister startete perfekt in die Partie mit einem Treffer von Patrick Hager, der früh einen Rebound zum ersten Treffer nutzte (3.). Exakt 60 Sekunden später glichen die Pinguine aber aus: Ein Getümmel vor Münchens Goalie Danny aus den Birken nutzte Rylan Schwartz, der die Scheibe über die Linie schob (4.). Doch die Isarstädter gingen mit einer Führung in die Kabine: In Überzahl traf Brooks Macek zum 2:1 ins Kreuzeck (12.).
Auch im zweiten Abschnitt trat das Team von Trainer Don Jackson dominant auf. Schon in der zweiten Minute legte Steven Pinizzotto in Überzahl nach. Brooks Macek besorgte in der 26. Spielminute mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags die vermeintliche Vorentscheidung, auch wenn die Fischtown Pinguins durch Kris Newbury noch einmal verkürzen konnten (35.).
Doch im dritten Drittel kamen die Pinguine nochmal mit ordentlich Schwung aus der Kabine: Erst scheiterte Mike Hoeffel bei einem Alleingang, doch nur Sekunden später traf Cody Lampl zum Anschluss (50.). Rund vier Minuten später schnürte dann aber Brooks Macek seinen Hattrick und markierte den 5:3-Endstand (54.).
Tölzer Löwen (DEL2)
Nächste Hiobsbotschaft für die Tölzer Löwen: Joonas Vihko fällt länger aus
nächste Hiobsbotschaft für die Tölzer Löwen: Nach der schweren Verletzung von Tuomas Vänttinen wird dem DEL2-Team nun auch Joonas Vihko länger fehlen.
Der Finne zog sich im Auswärtsspiel bei den Heilbronner Falken eine schwere Kniegelenksverletzung zu und wird voraussichtlich etwa zwei Monate ausfallen. Mannschaftsarzt Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Minzlaff führte am Samstagvormittag notwendige Spezialuntersuchungen durch. Dabei stellte sich heraus, dass sich Vihko einen Kapselriss, eine Meniskusquetschung und einen Bruch des Schienbeinkopfes zugezogen hat. Nach Einschätzung des Spezialisten kann die Verletzung voraussichtlich ohne Operation behandelt werden.
„Ich würde die zwei Punkte, die wir in Heilbronn geholt haben, sofort gegen die Gesundheit von Joonas eintauschen“, sagt Löwen-Geschäftsführer Christian Donbeck. „Die Gesundheit unserer Spieler ist wesentlich wichtiger als jedes Ergebnis.“
Tölzer Löwen: Starke Defensive führt zu drittem Sieg in Folge
wenn eine Mannschaft im Eishockey nur ein Gegentor kassiert, hat sie viel richtig gemacht. Die Tölzer Löwen gewinnen das Sonntagsspiel gegen die Lausitzer Füchse mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) und schaffen damit das Fünf-Punkte-Wochenende.
Wie in der weeArena üblich, begannen die Löwen schwungvoll. Erneut dauerte es nur wenige Minuten, in diesem Fall deren drei, bis erstmals Jubel unter den 1401 Zuschauern aufbrandete. Johannes Sedlmayr schloss eine Kombination mit der Rückhand zur frühen Löwen-Führung ab. Doch auch die Gäste kamen gut ins Spiel. Der Ungar Christopher Bodó traf in der neunten Minute per Nachschuss zum Ausgleich. „Ich habe nach dem ersten Drittel, in dem der Gegner sehr gut drauf war, sehr temporeich gespielt hat, etwas Sorgen gehabt, ob wir mit drei Blöcken mithalten können“, gab Rick Boehm nach dem Spiel einen Einblick in seine Gedanken. Doch die Bedenken des Chef-Coaches waren unbegründet.
Seine Mannschaft agierte, gerade im Mitteldrittel, druckvoll und belohnte sich schnell für den engagierten Auftritt – vielleicht der entscheidende Unterschied zu den ersten Saisonspielen. „Was mich positiv stimmt ist, dass die Mannschaft, obwohl wir zurzeit nur mit zwei Kontingentspielern spielen, in der Lage ist solche Spiele zu gewinnen“, so Boehm. Einer dieser Kontingentspieler, nämlich Slowene Marcel Rodman vollendete einen scharfen Pass von Andreas Schwarz zum 2:1 im Powerplay. Vier Strafen kassierten die Gäste im Mitteldrittel, zwei davon wurden gnadenlos bestraft. In der 34. Spielminute war es erneut Sedlmayr der, wieder mit der Rückhand zum 3:1-Zwischenstand traf. Die Löwen nun die bessere Mannschaft. Kaum einmal kam ein Fuchs vor Andreas Mechel zum Abschluss. War dies doch der Fall, stand der Tölzer Goalie immer richtig und entschärfte die Schüsse problemlos.
„Jeder hat sich bemüht defensiv konsequent zu spielen. Dann haben wir im letzten Drittel relativ wenig zugelassen – wieder mit guter defensiver Arbeit“, sagte der sichtlich zufriedene Rick Boehm. Als Michael Grabmaier nach fünf gespielten Minuten im Schlussdrittel zum 4:1 traf war das Spiel entschieden. Zu sicher standen die Buam in der Defensive.
„Natürlich bin ich extrem zufrieden. Die Mannschaft hat einfach Gas gegeben, von Anfang bis Ende“. Für Boehm und seine Löwen steht am kommenden Freitag wieder ein Heimspiel an. Zu Gast ist Ravensburg. Mit den nun drei Siegen in Folge sind die Löwen auf den zwölften Tabellenplatz vorgerückt – so schnell kann's gehen!
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
3:4! Eispiraten unterliegen Kassel im Penaltyschießen - Westsachsen nehmen einen Punkt gegen offensivstarke Huskies mit
Die Eispiraten Crimmitschau mussten sich am heutigen Sonntagnachmittag den Kassel Huskies geschlagen geben. Mit 4:3 unterlagen die Westsachsen den Schlittenhunden erst im Penaltyschießen. Zuvor zeigten die Crimmitschauer gegen die offensivstarken Hessen eine kämpferische Leistung, nehmen schlussendlich allerdings nur einen Zähler mit. Jordan Knackstedt (2) und Robbie Czarnik reihten sich für die Eispiraten in die Torschützenliste ein.
Die Mannschaft der Kassel Huskies kam schwungvoll in die Partie und machten insbesondere über ihren Topscorer Braden Pimm und Neuzugang James Wisniewski, mit der Erfahrung aus 552 NHL-Spielen, viel Betrieb. Die Westsachsen verteidigten aber stark und konnten sich außerdem immer wieder auf den formstarken Olivier Roy verlassen. Nach zunächst wenigen Entlastungsangriffen wurden die Eispiraten von Minute zu Minute stärker und kamen selbst zu Chancen. Eine davon im Powerplay, welches die Westsachsen für sich zu nutzen wussten. Jordan Knackstedt beförderte die Scheibe mit seinem Onetimer in die Maschen des Kasseler Tores - 1:0 (15.)! Sowohl Roy als auch Pantowski verhinderten folglich weitere Tore im ersten Abschnitt.
Beide Mannschaften lieferten sich in Spielabschnitt zwei ein munteres Hin-und-her, wenngleich die Gäste aus Hessen mit leichten optischen Vorteilen agierten und folglich auch den Ausgleich durch den ehemaligen Crimmitschauer Adriano Carciola erzielten - 1:1 (22.). Erneut war es dann Jordan Knackstedt, der sein Team wieder in Führung bringen konnte (24.). Sein Treffer zum 2:1 fand jedoch erst nach dem Videobeweis seine Anerkennung. Ein schneller Doppelschlag der Kasseler sorgte dann allerdings für die 3:2-Pausenführung der Schlittenhunde. Wieder Adriano Carciola (35.) und nur kurze Zeit später Even McGrath (36.) erzielten die Tore für die Rossi-Truppe.
Auch im dritten Abschnitt schenkten sich beide Teams nichts. Chancen im Minutentakt waren die Folge. Aber die Westsachsen schafften es zunächst nicht, die Scheibe über die Linie zu bringen. Entweder rettete der starke Pantowski oder aber der Pfosten war im Weg, wie bei einer Großchance von Robbie Czarnik. Eben dieser Goldhelm sorgte in Minute 51 dann aber für das verdiente Ausgleichstor der Eispiraten - 3:3! Denn die Eispiraten wurden im Powerplay immer besser und setzten die Huskie-Defensive mächtig unter Druck. In den Schlussminuten war es dann, neben den stark kämpfenden Schützlingen von Kim Collins, vorrangig Torhüter Olivier Roy, der sein Team vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte.
In der folgenden Overtime hatten dann erneut die Eispiraten als auch die Kassel Huskies mehrere Chancen. Jedoch schaffte es kein Team, die fünf Minuten Zusatzzeit für sich zu nutzen – Somit ging es ins Penaltyschießen: Auf Seiten der Huskies traf lediglich NHL-Legionär Wisniewski, bei den Westsachsen blieben sowohl Czarnik als auch Knackstedt und Kranjc ohne Scheibenglück.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen feiern 6:3-Erfolg in Bayreuth
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Bayreuth Tigers vor 1667 Zuschauern mit 6:3 (2:0; 3:2; 1:1) gewonnen. Martin Davidek brachte die Blau-Weißen in der fünften Spielminute in Führung, Nick Huard baute diese im Powerplay aus (7.). Im zweiten Drittel markierte Yannik Drews den Anschlusstreffer (23.), ehe Marvin Neher der Ausgleich gelang (25.). Doch erneut Davidek (30./PP+37.) und Dominik Grafenthin (35.) brachten Dresden wieder in Front. Felix Linden war zwar in Unterzahl noch einmal für Bayreuth erfolgreich (58.), der Erfolg war den Eislöwen aber nicht zuletzt durch den Treffer von Thomas Pielmeier (60.) nicht mehr zu nehmen.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, die Scheibe schnell nach vorn gespielt. Bayreuth konnte die Stärken im Mitteldrittel von daher nicht so gut ausspielen. Zudem haben wir unsere Chancen genutzt. Nach dem 2:2 sind wir gut zurück in Spiel gekommen, haben uns speziell auch in Überzahl gut präsentiert.“
Martin Davidek: „Schon im letzten Jahr war ich drei Mal in Bayreuth erfolgreich. Die Eishalle ist also definitiv mein neues Lieblingsstadion. Wir sind gut gestartet, haben sicher in der Defensive gestanden und unsere Tore gemacht. Bayreuth hat zum Beginn des zweiten Drittels stark gespielt, aber wir haben nachgelegt. Die Tore haben uns Sicherheit gegeben.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 20. Oktober um 19.30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen.
Kassel Huskies (DEL2)
4:3 nach Penaltyschießen – Huskies entführen zwei Punkte aus dem Sahnpark
Die Kassel Huskies reisten am Sonntagmorgen zum Überraschungsteam
aus Crimmitschau, die sich nach einem guten Saisonstart direkt hinter den Nordhessen in der
Tabelle platzierten. Die Huskies starteten vor 1.800 Zuschauern besser in die Partie – besetzten
früh das Crimmitschauer Drittel und kamen durch Toni Ritter (5. Minute) und Mike Little (7.) zu ersten
guten Abschlussgelegenheiten. Abermals Mike Little und Stefan Della Rovere versuchten den
Goalie des Gastgebers, Olivier Roy, zu bezwingen, scheiterten am Schlussmann. Die erste Strafe
des Spiels kassierte kurze Zeit später Thomas Merl (14.), der aufgrund eines Stockschlags auf der
Strafbank Platz nahm. Crimmitschau konnte bis zu diesem Zeitpunkt nur mit Entlastungsangriffen
gefährlich vor das Kasseler Tor kommen, nutzte jedoch dann das erste Powerplay eiskalt: 15
Sekunden benötigte der Gastgeber, um die eigene Überzahl zum Führungstreffer zu nutzen. Mirko
Pantkowski konnte den ersten Schussversuch in Unterzahl noch abwehren, war jedoch gegen
Jordan Knackstedt machtlos, der am Pfosten lauernd ins halbleere Tor einschoss.
Keine 60 Sekunden waren im Mittelabschnitt gespielt, schon nahm Kabitzky Platz auf der Strafbank.
Dann fackelten die Huskies nicht lang: Andy Reiss auf Adriano Carciola – der schoss den Puck in
den Winkel des Tores: Ausgleich! Doch der Gastgeber hatte die Antwort schon zwei Minuten nach
diesem Tor auf dem Schläger. Schlenker beförderte die Hartgummischeibe knapp neben den
Innenpfosten ins Netz – die Schiedsrichter bestätigten den Treffer mithilfe des Videobeweises. Die
Huskies machten in der Folge weiter Druck und belohnten sich in der 35. und 36. Minute mit einem
Doppelschlag von Adriano Carciola und Evan McGrath. Carciola traf aus spitzem Winkel aus der
Nahdistanz – Evan McGrath hatte nach einem starken Pass von Jens Meilleur keine Mühe, den
Puck im Tor unterzubringen. Mit der 3:2-Führung ging es für die Huskies in die Drittelpause.
Die Hausherren starteten gut ins dritte Drittel, profitierten später zudem von den Strafzeiten der
Huskies. In der 47. Minute nimmt Braden Pimm auf der Strafbank Platz, wenige Zeit später folgt
Neuzugang James Wisniewski – 5:3-Überzahl für die Eispiraten Crimmitschau, doch der Gastgeber
nutzte seine doppelte Überzahl nicht. Als Alexander Heinrich wegen eines Checks von hinten eine
2+10-Minuten-Strafe kassierte, erhöhte Crimmitschau den Druck und wurde belohnt. Zunächst
scheiterte Robby Czarnik am Pfosten des Tores (50.), nur eine Minute später zappelte der Puck
nach einem Schuss des Goldhelms im Netz – 3:3. In der Folge ist für beide Angriffsreihen Schluss in der neutralen Zone – beide Teams wollen nichts mehr riskieren. Kurz vor dem Ende gerieten die Eispiraten nochmals in Unterzahl, doch die Huskies konnten die numerische Überzahl auf dem Eis nicht nutzen. Mit dem 3:3 nach 60 Minuten ging es in die Verlängerung. Dort erlebten die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch beider Teams, die die Entscheidung erzwingen wollten. Pimm auf der einen Seite – Knackstedt auf der anderen. Doch beide Akteure scheiterten an den gegnerischen Goalies.
Die Begegnung zwischen den Eispiraten und den Huskies ging in das Penaltyschießen, wo zunächst Michael Christ und Robbie Czarnik an den gegnerischen Torhütern scheiterten. NHL-Neuzugang James Wisniewski verwandelte hingegen eiskalt. Auf der anderen Seite behielt Mirko Pantkowski gegen Jordan Knackstedt die Nerven und parierte. Braden Pimm und Aleš Kranjc trafen im Penaltyschießen nicht, sodass die Huskies zwei Punkte aus dem Sahnpark entführten.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
Joker bezwingen Steelers mit 5:4 n.V. - erdgas schwaben arena wird zum Tollhaus
Ein temporeiches Spiel vor 2.369 Zuschauern gewannen die Joker letztlich verdient in der Verlängerung, nachdem man das erste Drittel etwas verschlafen hatte. Die Steelers traten mit nur 14 Feldspielern an. Es fehlten unter anderem namhafte Spieler wie Frédérik Cabana, Andrew McPherson, Marcus Sommerfeld, Adam Borzecki, Alexander Preibisch und Kodi Schwarz. Dafür waren mit Max Lukes, Dominic Auger und Rob Brown in Kaufbeuren bestens bekannte Spieler mit von der Partie. Bei den Jokern musste man weiterhin auf die verletzten Steven Billich und Simon Schütz verzichten.
Schon nach elf Sekunden musste Stefan Vajs hinter sich greifen. Shawn Weller konnte sich mit einem guten Forecheck die Scheibe erkämpfen, Tyler McNeely passte zurück zu Weller, der keine Mühe hatte, die frühe Führung für die Gäste zu erzielen. Weiterhin gaben die Mannen aus dem Ellental den Ton an und die Joker hatten sichtlich Probleme mit der aggressiven und schnellen Spielweise der Württemberger. In der fünften Minute kamen die Joker erstmals gefährlich vor das Tor von Ilya Sharipov. Jere Laaksonen scheiterte aber an der Fanghand des Bietigheimer Schlussmannes. Die nächste kalte Dusche gab es in der achten Minute. Einen schnell vorgetragenen Angriff vollendete Topscorer Matt McKnight eiskalt in Torjägermanier. Der ESVK sah sich weiterhin wütenden, aber jederzeit sauber vorgetragenen Angriffen ausgesetzt. In Minute 12 gab es das erste Überzahlspiel des Spiels. Matt McKnight durfte sich auf der Strafbank ausruhen. Auf Seiten des ESVK hatte man eine gute Chance durch Joey Lewis. Sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Just bei Ablauf der Strafzeit folgte ein Konter durch René Schoofs. Mit größter Mühe konnte Stefan Vajs diesen entschärfen. Daniel Oppolzer hatte nach einem Abwehrfehler der Steelers die Chance auf den Anschlusstreffer. Ilya Sharipov war jedoch Herr der Lage. Kurz vor Drittelende gab es noch eine Strafzeit gegen Denis Pfaffengut. Mit etwas konsternierter Miene ging es in die Drittelpause.
Im zweiten Drittel ging es mit Überzahl für die Gäste weiter. Der ESVK konnte sich in diesem schadlos halten. Nach der erneut kalten Dusche legte man an Tempo zu und spielte auch etwas härter. In der 25.Minute war der Bann dann gebrochen. Charlie Sarault umkurvte das Gehäuse und der im Slot wartende Joona Kaarevaara umkurvte Ilya Sharipov und konnte den vielumjubelten Anschlusstreffer erzielen. Nun war der Knoten geplatzt. Man schnürte die Bietigheimer Minutenlang in deren Drittel ein und konnte sich einige gute Chancen erarbeiten. Als gegen Max Prommersberger in der 31. Minute eine Strafe ausgesprochen wurde, war es Sami Blomqvist mit einem verdeckten Schuss zum 2:3, den Ilya Sharipov passieren lassen musste. Im Stadion wurde es immer lauter. Man gab das Spiel keineswegs verloren. Als René Schoofs eine Strafe absitzen musste, wurde es kurios. Tyler McNeely setzte zum Konter an, Sami Blomqvist hatte die Scheibe, McNeely fuhr auf ihn auf und der Finne musste zur Verwunderung aller ebenfalls in die Penalty Box. Bei vier gegen vier war es Joona Kaarevaara mit einem wahren Kunstsück, der den Ausgleich erzielen sollte. Auf Höhe des Bullykreises tanzte er seinen Gegenspieler mit einer Drehung aus und schlenzte den Puck ins lange Eck. Weiter ging es im Minutentakt. Jere Laaksonen fing die Scheibe im Bietigheimer Drittel ab und legte quer zu Joey Lewis. Der nahm den Direktschuss, Ilya Sharipov konnte abwehren und wieder Tyler McNeely setzte zum Konter an. Diesmal machte er es aus Sicht der Gäste besser und brachte seine Farben wieder in Front. Gegen Drittelende mussten gleich zwei Steeler auf die Strafbank. Sebastian Osterloh und Jere Laaksonen scheiterten in den letzten Sekunden an Ilya Sharipov. Durch tollen Einsatz hatten sich die Joker wieder ins Spiel gebracht. Man durfte gespannt sein, wie es im dritten Drittel weiterging.
Mit fünf gegen drei ging es nach den Strafen aus dem zweiten Drittel in Überzahl für den ESVK weiter. Ilya Sharipov war der Fels in der Brandung. Als Norman Hauner von der Strafbank zurückkam, konnte er allein auf Stefan Vajs zulaufen. Der Kaufbeurer Torhüter parierte bravourös. Weiter gab es Strafzeiten auf beiden Seiten. Die Abwerreihen konnten diese Situationen schadlos überstehen. Wieder einmal war es Kapitän Sebastian Osterloh, der in der 52. Minute die Initiative ergriff. In der Bandenkurve konnte er die Scheibe behaupten und sah den vor dem Tor postierten Sami Blomqvist. Der finnische Sturmtank ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte den überfälligen Ausgleich. Zwei Minuten vor Spielende nochmals eine Strafzeit gegen die Gäste. Sami Blomqvist versuchte den freien Puck im Tor unterzubringen. Shawn Weller ließ sich zu einem Stockstich hinreißen und musste die Eisfläche verlassen. Auch Sami Blomqvist musste eine – jedoch nur kleine – Strafe absitzen.
Es ging in die Verlängerung. Zunächst ging es mit drei gegen drei weiter. Nach einigen Sekunden kam es schließlich zur Überzahl für den ESVK. Ilya Sharipov konnte seine Farben zunächst noch im Spiel halten. Als Christopher Kasten von der blauen Maß nahm und Max Schmidle im Fallen das vermeintliche Siegtor erzielte, war der Torhüter der Steelers jedoch machtlos. Nach Protesten der Gäste zogen die Schiedsrichter kurz den Videobeweis zu Rate. Schnell entschieden sie dann auf einen korrekten Treffer, so dass der ESVK alles in allem als verdienter Sieger vom Eis ging.
In der anschließenden Pressekonferenz war Gästetrainer Kevin Gaudet mit einem nahezu perfekten ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden. Nach der 3:0 Führung sei man etwas zu sorglos mit den Chancen umgegangen und man habe zu viele Strafen genommen.
Andi Brockmann sah ein verrücktes Spiel. Man kämpfte sich zum unentschieden zurück und kassierte wiederum den Rückstand. Weiter war der Kaufbeurer Coach auf die Moral des Teams stolz und letztendlich zufrieden mit dem Ausgang des Spiels.
Deggendorfer SC (OLS)
DSC muss erste Niederlage hinnehmen
Zum ersten Mal in dieser Saison musste der Deggendorfer SC mit leeren
Händen die Heimreise antreten. Am Freitagabend verlor der DSC mit 4:0
in Selb und kassierte damit die erste Niederlage der Saison.
Das Spiel begann mit sehr viel Tempo. Beide Seiten konnten sich gute
Chancen erspielen, doch zunächst wollte kein Treffer fallen. Dies
änderte sich dann in der sechsten Spielminute. Dort brachte Dominik
Müller den Puck von der blauen Linie Richtung Cody Brenner und dann
war es ausgerechnet ein Deggendorfer Abwehrspieler, der den Puck
unhaltbar zur 1:0 Führung abfälschte. In der Folgezeit boten sich dem
DSC zahlreiche Chancen, darunter zwei Schüsse ans Torgestänge, jedoch
wollte der Ausgleich nicht fallen. Auf der Gegenseite in der 18.
Minute konnten die Selber nachlegen. Herbert Geisberger war es, der
vor dem Tor freigespielt wurde und auf 2:0 erhöhte. Mit diesem
Spielstand ging es auch in die erste Pause und gleich nach
Wiederbeginn gab es den nächsten Nackenschlag für die Deggendorfer.
Landon Gare erhöhte in der 24. Minute auf 3:0 und stellte damit die
Weichen schon auf Sieg für die Hausherren, die in Folge dessen immer
stärker wurden. Bei den Deggendorfern ging in dieser Phase des Spiels
nicht mehr viel zusammen und die wenigen, aber teils guten Chancen
wurden allesamt von Wölfe-Keeper Deske zunichte gemacht. Im letzten
Drittel versuchten die DSC-Cracks nochmal alles, um heranzukommen,
allerdings war Deske an diesem Abend nicht zu überwinden. Auf der
Gegenseite schlugen die Wölfe in der 48. Minute im Powerplay noch
einmal zu, was dann gleichermaßen auch den Endstand von 4:0 bedeutete.
Somit verliert der Deggendorfer SC die ersten drei Punkte der Saison,
jedoch besteht bereits am morgigen Sonntag die Möglichkeit zur
Revanche, denn dann steigt das Rückspiel in Deggendorf. Spielbeginn im
Eisstadion an der Trat ist um 18:30 Uhr.
Lindau Islanders (OLS)
Bittere Derby- Niederlage für die EV Lindau Islanders
Einen herben Rückschlag haben die EV Lindau Islanders im Derby gegen den ECDC Memmingen erleiden müssen. Trotz einer 3:1 Führung nach acht Minuten unterlagen die Islanders nach einem katastrophalen zweiten Drittel den Indians mit 5:7 (3:2, 1:5, 1:0).
Statt in der mit 1166 Zuschauern fast ausverkauften Eissportarena Lindau hätte dieses Spiel durchaus auch auf einem zugefrorenen Weiher austragen können. Denn das Defensivverhalten beider Mannschaften trieb den Trainern phasenweise das blanke Entsetzen ins Gesicht. So hatte Memmingens Waldemar Dietrich „Ein unterirdisches erstes Drittel“ seiner Mannschaft gesehen, die genauso wie die Islanders „Harakiri“- Eishockey gespielt haben. Auch Dustin Whitecotton kündigte nach dem Tag der Offenen Tür für das Training zwischen den beiden Derbys an, „eine Stunde ausschließlich an der Defensivarbeit und an nichts sonst“ zu arbeiten.
Immerhin wurde den Zuschauern beim wilden rauf und runter nie langweilig, denn sie bekamen eine 60minütige, wilde Achterbahnfahrt geboten. Diese bestimmte zunächst einmal der EVL, der schon nach 68 Sekunden erstmals in Überzahl spielen durfte und eine 2+2 Minuten Strafe gegen Daniel Huhn perfekt ausnutzte. Zunächst fand ein verdeckter Schlenzer von Dylan Quaile in der 2. Minute sein Ziel zum 1:0, nur 42 Sekunden später erhöhte Florian Lüsch nach einer tollen Kombination über Andreas Farny und Jeff Smith sogar auf 2:0.
Das Comeback von Jeff Smith war an diesem Abend der erfreulichste Aspekt an diesem Spiel. Der Amerikaner fügte sich sofort nahtlos ins Lindauer Spiel ein und spielte als wäre er nie weggewesen. Der Vorlage zum zweiten ließ er sogar noch eine weitere sowie zwei Tore folgen. Zunächst beantwortete er den ersten Memminger Treffer nach einem Konter von Petr Haluza (7.) postwendend mit dem 3:1, später erzielte er nach einem Coast-to-Coast Solo spektakulär das Tor zum 4:6.
Was zwischen diesen beiden Toren passierte, ist allerdings schwer zu erklären und war für die Lindauer kaum zu fassen. Fünf Memminger Tore in Folge, die teilweise Slapstick Charakter hatten, so kurios und vermeidbar waren sie. Noch im ersten Abschnitt hatte Memmingens Patrik Beck verkürzt und seinem Team wieder Leben eingehaucht, das angesichts von 18:8 Lindauer Torschüssen mit dem 3:2 gut bedient war.
Einen großen Anteil an der dramatischen Wende im zweiten Drittel, die einer Kernschmelze glich, hatte eine Matchstrafe gegen EVL Verteidiger Phillip Gejerhos, der eine Minute nach Wiederbeginn wegen eines Checks gegen den Kopf vom Eis geschickt wurde. Die folgende fünfminütige Unterzahl überstanden die Islanders mit leidenschaftlichem Kampf – bis neun Sekunden vor Ablauf Jan Kouba einen Schuss des überragenden Antti-Jussi Miettinen (vier Vorlagen) zum 3:3 abfälschte. „Danach sind wir komplett in Panik ausgebrochen. Warum auch immer“, sagte Dustin Whitecotton. „Anstatt das Positive aus diesem Unterzahlspiel mitzunehmen, sind wir in eine Negativspirale geraten. Auch weil wir viel zu wenig Schüsse geblockt haben, die Spieler nicht vom Tor weggebracht oder ihre Schläger kontrolliert haben.“ Diese Freiräume nutzten die Memminger mit viel Zug zum Tor aus und entfachten einen Wirbel, in dem die Islanders komplett untergingen.
Binnen fünf Minuten und 16 Sekunden kassierten die Lindauer nach dem Ausgleich drei weitere Gegentreffer. Allesamt fielen diese Tore nachdem ein Indians Spieler den Puck abfälschen oder den EVL Torhütern die Sicht nehmen konnte. Nils Velm und auch der eingewechselte Henning Schroth sahen dabei alles andere als gut aus. Die Indians benötigten nur 14 Schüsse für ihre fünf Tore im zweiten Durchgang, denn nach Smiths Treffer drückte Daniel Huhn zwei Minuten vor der Pause noch einen weiteren vermeidbaren Abpraller zum 4:7 über die Linie.
Ärgerlich dabei: Dieser Treffer fiel in einer Phase, als sich die Islanders gerade wieder aufgerappelt hatten. Denn Smiths- Solo hatte Signalwirkung und auch der Einsatz der vierten Reihe sorgte bei den Lindauern für Energie. Allerdings müssen sich die anderen Reihen fragen lassen, warum sie erst danach wieder zielstrebiger wurden. Denn die Hintermannschaft der Gäste war alles andere als unverwundbar. Der Unterschied stand allerdings im Tor. Ex- DEL- Keeper Joey Vollmer zeigte zwischen dem 4:6 und dem 4:7 gleich drei außergewöhnliche Paraden und verhinderte eine Lindauer Aufholjagd.
Auch im Schlussabschnitt blieb Vollmer der Garant dafür, dass die Lindauer nur zu einem weiteren Tor kamen und die Partie spannend machten. Allerdings hatte der Torhüter oft freie Sicht auf die Scheibe, weil die Islanders vor dem Tor die harte Arbeit und die Konsequenz der Gäste vermissen ließen. So war es ein Scheibenverlust der Indians der Michal Mlynek sieben Minuten vor dem Ende ein Break zum 5:7 ermöglichte. Danach ließen die Gäste aber nichts mehr zu, weshalb die Islanders auch bald der Glaube an eine Wende verließ.
Wie viele Spuren diese bittere Niederlage hinterlassen hat und wie stark die Nehmerqualitäten der Islanders sind, steht schon 45 Stunden später auf dem Prüfstand, wenn das Rückspiel in Memmingen ansteht. „Wer nicht bereit ist, selbstkritisch in den Spiegel zu schauen ist bei uns falsch“, sagte Dustin Whitecotton, der schnell in eine schonungslose Analyse ging und noch am Abend Einzelgespräche führte. „Wir müssen die schlechten Angewohnheiten ablegen und müssen lernen, als Mannschaft zu gewinnen. Denn es geht nur gemeinsam.“ Immerhin ist die Saison noch lange genug. Aber die Islanders werden gut daran tun, aktuell nur von Spiel zu Spiel zu denken.
Memmingen Indians (OLS)
Niederlage im Heimspiel: Gemischte Gefühle beim Derby-Wochenende
Der ECDC Memmingen geht zwar mit drei Punkten, aber auch einigen schlechten Nachrichten aus dem Derby-Wochenende gegen den EV Lindau. Nach dem starken 7:5 Auswärtserfolg am Bodensee unterlagen die Maustädter am heimischen Hühnerberg glatt mit 0:4. Vor knapp 2000 Zuschauern fanden die Indians offensiv keinen Weg, das Spiel für sich zu entscheiden.
Die Memminger wollten den Abstand auf den EV Lindau in der Tabelle vergrößern, war ihnen doch bereits am Freitag ein Erfolg gegen den Kontrahenten geglückt. Ohne den beruflich verhinderten Martin Jainz, Sven Schirrmacher und Patrik Beck, der am Freitag vom Eis getragen werden musste und immer noch im Krankenhaus verweilt, starteten die Maustädter in die Partie.
Doch an diesem Abend lief nichts zusammen: Zu viele Strafzeiten, zu wenig Ideen und viel zu harmlose Aktionen im Abschluss. Doch der Reihe nach. Bereits im ersten Abschnitt gingen die „Islanders“ in einem ausgeglichenen Spiel in Führung. Lüsch brachte die Gäste in Überzahl in Front.
Diese Führung gaben die Mannen von Trainer Whitecotton nicht mehr her, auch weil die Indians viel von ihren offensiven Qualitäten vermissen ließen. Torhüter Schroth konnte die wenigen gefährlichen Aktionen der Hausherren mühelos parieren. Im Gegensatz dazu machten es die Lindauer besser, Mlynek und Laux erhöhten im zweiten Drittel auf 0:3 und sorgten fast schon für die Vorentscheidung.
Diese fiel dann kurze Zeit später, nämlich zu Beginn des letzten Abschnitts, als die Gäste wieder einmal in Überzahl agieren konnten. Farny ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und netzte in der 44. Minute zum 0:4 aus Memminger Sicht ein. Diesem Rückstand konnten die Indians nichts mehr entgegensetzen, nicht einmal zum Ehrentreffer reichte es mehr an diesem Abend, an dem kaum etwas zu funktionieren schien. Dass auch solche Abende in der Oberliga kommen werden, darüber war man sich bereits vor der Saison im Klaren. Doch eine Niederlage im Derby tut immer weh und so waren alle Beteiligten sichtlich angefressen.
Den Indianern bleibt aber nichts anderes übrig, diese Niederlage schnellstmöglichst abzuhaken, am Freitag wartet mit Sonthofen bereits der nächste dicke Fisch auf die Rothäute, die ihren Fans am liebsten den zweiten Erfolg gegen den großen Kontrahenten schenken wollen. Am Sonntag darauf kommt dann mit dem EV Weiden ein direkter Konkurrent um Platz 8 an den Hühnerberg, in der ersten Partie unterlagen die Indians den Oberpfälzern nur knapp in der Verlängerung.
Selber Wölfe (OLS)
Ohne Punkte zurück aus Niederbayern
In einer sehr hektischen und spielerisch nicht hochklassigen Partie müssen sich unsere Wölfe beim Deggendorfer SC mit 1:4 geschlagen geben. Den Hausherren gelingt somit die Revanche für die Freitagsniederlage in Selb. Wölfe-Coach Henry Thom zeigt sich nach dem Spiel aber nicht unzufrieden:
„Kämpferisch bin ich mit der Leistung meiner Jungs zufrieden, leider ließen wir uns im zweiten Drittel etwas von der Hektik anstecken und verloren den Faden. Wir hatten auch gute Chancen, aber heute machte eben Deggendorf die Tore“.
Können unsere Wölfe eine ähnlich konzentriert starke Leistung wie am Freitag abrufen? Der Auftakt in Niederbayern verlief ganz nach Wunsch. Die Hausherren mit reichlich Wut im Bauch für das 0:4, aber zu stark steht die Wölfe-Defensive um einen abermals sehr gut aufgelegten Wölfe-Goalie Deske. In den ersten Minuten fehlen gute Torszenen auf beiden Seiten, zu viel Geplänkel in der neutralen Zone, aber bei der ersten nennenswerten Möglichkeit gehen unsere Jungs gleich in Führung. In Überzahl läuft die Scheibe gut, Piwowarczyk lässt DSC-Goalie Filimonov mit einem noch durch Geisberger abgefälschten Schuss keine Abwehrchance. Ruppig, keineswegs hochklassig geht es weiter. Deggendorf antwortet mit wütenden Angriffen, erarbeitet sich mehr Spielanteile, rennt sich aber immer wieder in der gutstehenden und hochkonzentriert agierenden Wölfe-Defensive fest. Die Chance, die knappe Wölfe-Führung auszubauen, lassen unsere Cracks in einem Überzahlspiel kurz vor Drittelende ungenutzt.
Brenzlige Situation für unsere Wölfe zu Beginn des Mittelabschnitts, aber schadlos überstehen wir ein doppeltes Unterzahlspiel. Der DSC erhöht den Druck, die Wölfe-Defensive wie ein Bollwerk und kann nicht überwunden werden. Der kurzzeitige Torjubel der Hausherren erlischt sehr schnell – Torraumabseits. Goalie Deske steht weiter im Brennpunkt, bleibt aber in der immer hitziger werdenden Partie cool und ruhig.
Torszenen Mangelware, Hektik und viel Redebedarf prägen die Szenerie in diesem sehr langandauernden Abschnitt. Litesov und Peleikis mit dem Ausgleich auf dem Schläger, aber Deske nicht zu überwinden.
Letzterer muss sich dann aber geschlagen geben und den Ausgleich hinnehmen. Die Hausherren setzen nach, wollen die Führung, aber unsere Wölfe überstehen diese Drangphase erfolgreich. 91 Sekunden vor Drittelende ist der 1:1 Spielstand Geschichte. Die Hausherren gehen in Überzahl in Führung. 48 Sekunden vor der Pausensirene rettet DSC-Defender Sternkopf für den geschlagenen Filimonov auf der Linie und verhindert den zweiten Selber Torjubel.
Dass unsere Wölfe Nehmerqualitäten besitzen und Rückstände drehen können ist bekannt. Aber sie müssen einen weiteren Rückschlag einstecken. Anstatt den Ausgleich zu markieren, kassieren unsere Jungs nach nur 100 Sekunden Spielzeit Gegentreffer Nummer 3. Unsere Cracks richten sich schnell wieder auf, Mudryk mit dem Anschluss auf der Kelle, aber es fehlt das Glück, auch wenig später Goalie Filimonov im Nachfassen Endstation. Der Versuch, über Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen, scheitert, es sind die Hausherren die die besseren Chancen besitzen und dem 4:1 näher sind, als unsere Wölfe dem Anschluss. Das 4:1 fällt auch – Vavrusa macht mit seinem Treffer endgültig alles klar.
Sonthofen Bulls (OLS)
Doppelspielwochenende bringt ERC Sonthofen drei Punkte - Bulls unterliegen den Blue Devils Weiden mit 2:4
Der ERC Sonthofen nimmt aus dem Doppelwochenende gegen die Blue Devils Weiden drei Punkte
mit. Dem hohen Freitags-Auswärtssieg in der Oberpfalz folgte eine 2:4-Niederlage zu Hause.
Fanstimmen: „Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen gekämpft haben sie“. Torhüter
Patrick Glatzel sprach nach der Partie von einer unnötigen und vermeidbaren Niederlage. Jetzt
wollen sich die Bulls in den anstehenden Trainingseinheiten auf das große Allgäu-Derby am
Freitagabend zu Hause gegen Memmingen konzentrieren.
Zu Beginn gleich die Schrecksekunde, denn Weiden war nach nur 57 Sekunden durch Marcel
Waldowskin Führung gegangen. Die Bulls anschließend hellwach, bauten Druck auf und kamen
gefährlich vor das Tor. Der Weidener Keeper verhinderte viele Chancen, konnte in der 14. Minute
aber nicht den Ausgleich durch Marco Sternheimer verhindern. Der Augsburger DNL-Spieler nutzte
einen Abpraller und schob eiskalt ein.
Anschließend sahen die Zuschauer ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Dies setzte sich
auch im Mitteldrittel fort. Sonthofen vielleicht sogar mit den klareren Chancen – gleich mehrere
hundertprozentige Torabschlüsse gingen knapp vorbei oder wurden vom Weidener Schlussmann
abgefangen. „Ich glaube der hat heute das Spiel des Jahres gemacht“, so Heiko Vogler in der
Pressekonferenz.
Erst im letzten Spielabschnitt sollte das stetige Anlaufen der Sonthofer in Richtung des Gästetores
von Erfolg gekrönt sein. Marc Sill hieß der Torschütze zur 2:1-Führung in der 47. Minute. Jörg Noack
und Vladimir Kames hatten die Vorarbeit für „Mr. 100 Prozent Sonthof“ geleistet. Allerdings sollte
diese nicht lange anhalten, denn nur drei Minuten später besorgte Matt Abercrombie den Ausgleich
für die Gäste. Totaler Schock dann in der letzten Spielminute. Martin Heinisch bringt die Blue Devils
48 Sekunden vor dem Ablauf der Zeit mit 3:2 in Führung. Hier rächten sich die vergebenen
Großchancen. Trainer Heiko Vogler musste Patrick Glatzel vom Eis nehmen. Anschließend
maschinenfeuerartige Abschlüsse auf den Weidener Kasten aber kein Schuss kommt am Goalie der
Gäste vorbei. So kommt, was kommen musste: Sechs Sekunden vor Spielende schießt Tom Pauker ins
leere Tor der Bulls. Endstand 2:4.
Harzer Falken Braunlage (OLN)
Harzer Falken holen in einem spektakulären Spiel ersten Punkt
Erst im Penaltschießen mussten sich die Harzer Falken am Freitagabend
gegen den ESC Wohnbau Moskitos Essen mit 5:6 (1:1; 3:3; 1:1; 0:1)
geschlagen geben. Doch was die offiziell 583 Zuschauer an diesem Abend
geboten bekamen war Unterhaltung und Spannung pur. Und für die erste
Überraschung war bereits vor dem Spiel gesorgt, als anstelle des
erkrankten Norbert Pascha Sportchef Bernd Wohlmann den Trainerposten
an der Harzer Bande einnahm.
Nun war es schon es so, dass man den Essener die Nervosität deutlicher
anmerkte, als den Falken. Denn grundsätzlich war man hier rein vom
Papier her haushoher Favorit. Allerdings muss auch eine derart junge
Mannschaft, das Durchschnittsalter des Teams von Trainer Frank Gentges
liegt nur unwesentlich über 21 Jahren, mit der Erfahrung aus vier
Niederlagen in den vier vorhergegangenen Spielen zurecht kommen. Und
zudem bekam man es mit einer Harzer Mannschaft zu tun, die bis in die
Haarspitzen motiviert alles daran setzte, die rote Laterne mit den
Gästen auf die Reise in den Westen zu schicken. Und ganz nebenbei
konnten sich die Falken auf ihre leidgeprüften und -erfahrenenen Fans
verlassen. Denn was der Fanblock über das gesamte Spiel an Support bot
ließ eher auf ein Spitzenspiel als auf ein Kellerduell schließen. So
war auch Gästetrainer Frank Gentges in der anschließenden
Pressekonferenz voll des Lobes und äußerte den Wunsch, die Fans seines
Teams würden auch nur annähernd eine derartige Unterstützung für seine
Jungs auf dem Eis bieten.
Und dann war da natürlich neben dem ganz starken Comeback des bislang
verletzten Thomas Herklotz der erste Auftritt des neuen Kanadiers
Trevor Hendrikx, der unisono von Bernd Wohlmann als auch Frank Gentges
als überragender Transfer betitelt wurde. Schon beim
1:0-Führungstreffer in der 5. Spielminute sollte Hendrikx eine erste
Duftmarke setzen, als er seinen Gegenspieler in der eigenen Ecke mit
feinem Körpereinsatz aus dem Spiel nahm und den erneut sehr
auffälligen Artjom Kostyrev auf die Reise schickte. Zwar scheiterte
Kostyrev noch an Gästetorwart Sebastian Staudt, doch Erik Pipp
bedankte sich sicher und erfolgreich für den Abpraller. Ein relativ
frühes Tor der Hausherren, das dem Spiel erst zusätzliches Feuer geben
sollte. Denn nahezu über die gesamten 60 Minuten plus Overtime war das
Tempo extrem hoch und der Körpereinsatz intensiv aber fair, was durch
die nur insgesamt 4 Strafminuten für beide Mannschaften unterlegt
wird. Und Essen drückte und selbst im Powerplay der Falken griff man
bereits im Harzer Drittel energisch an und ließ den Gastgebern keine
Chance der Entfaltung. Und so war auch der Ausgleichstreffer in der
11. Spielminute durch Christoph Ziolkowski, der durch den starken Tom
Fiedler gut in Szene gesetzt wurde, verdient und folgerichtig.
Und natürlich gab es an diesem Abend wieder diese fast schon
legendären drei Minuten, in denen die Harzer bislang ihre Spiele durch
zu viele Gegentore aus der Hand gaben. Doch diesmal sollte es ganz
anders kommen. Denn in 217 Sekunden fielen an diesem Abend gleich fünf
Tore, doch sollten die Falken nach dieser Torflut mit 4:3 in Front
liegen. Den Anfang machte in der 24. Minute Artjom Kostyrev, der beim
2:1 auch ein wenig das Glück des Tüchtigen hatte, denn irgendwie
trudelte die Scheibe ins Tor, ohne das man ganz genau sehen konnte,
welchen Weg sie nahm. Doch die Essener holten sich den Ausgleich 82
Sekunden später zurück und schlossen einen Konter über Werner Hartmann
durch Andrej Bires erfolgreich ab. Freuen konnte man sich im Lager der
Mosikotos allerdings nicht allzu lange, denn nur 10 Sekunden später
steht plötzlich Thomas Herklotz ganz alleine mit dem Puck zwischen
blauer Linie und Slot und lässt Staudt mit einem satten Schuss nicht
den Hauch einer Chance. Aber auch diesmal ließen sich die Moskitos
nicht demotivieren und irgendwie stocherte Julien Pelletier den Puck
zum neuerlichen Ausgleich ins Harzer Tor. Doch dann kam eine weitere
Duftmarke von Trevor Hendrikx. Tom Fiedler hatte gerade auf der
Essener Strafbank Platz genommen, als Artjom Kostyrev glänzend
diagonal auf Erik Pipp legte und dieser den Puck an die blaue Linie zu
Hendrikx weiterleitete, der seine hohen Blueliner-Qualitäten mit einem
satten flachen Schlagschuss demonstrierte, den Thomas Schmid noch an
die Kelle bekam und unhaltbar für Staudt ins Tor lenkte. Eine erneute
Harzer Führung, die Kapitän Dennis Thielsch jedoch drei Minuten später
erneut egalisieren konnte. Neben dem hohen Niveau, das beide Teams
boten, muss man ganz einfach auch anerkennen, dass weder die Essener
noch die Falken sich durch die jeweiligen Gegentore demotivieren
ließen und immer wieder zurückkamen. Was vor allem das Mitteldrittel
zu einem reinen Spektakel werden ließ.
Und auch im Schlussdrittel sollten die Zuschauer am besten sofort auf
ihren Plätzen gewesen sein, denn wer nur zwei Minuten zu spät aus der
Pause kam hatte bereits zwei Großchancen der Essener und eine der
Falken verpasst. Es ging hier um viel, auch wenn es erst der 5.
Spieltag war. Und wäre das Mitteldrittel nicht schon aufregend genug
gewesen, setzten die letzten 2,5 Spielminuten in puncto Spannung und
Dramatik noch einen drauf. In der 58. Minute hatte sich Lukas Brückner
mehrfach ganz stark durchgesetzt und sich die Scheibe immer wieder
zurück erkämpft, bevor er auf Tim Lucca Krüger durchsteckte, der so
kurz vor Schluss das viel umjubelte 5:4 markierte. Doch auch hier
sollten sich Ereignisse wiederholen. Denn waren es in der letzten
Saison die Falken, die 16 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer gegen
Tilburg bejubeln durften, so wurde Julien Pelletier ebenfalls 16
Sekunden vor Spielende zum Held der Moskitos, als er einen Abpraller
nach starker Parade durch den an diesem Abend großartigen Dennis Korff
zum 5:5- Ausgleich nutzte und sein Team in die Overtime rettete.
Und nach einer torlosen Overtime mit guten Chancen auf beiden Seiten
sollte sich Julien Pelletier als sicherer Penaltyschütze vollends die
Heldenkrone aufsetzen, nachdem er zwei Mal einnetzte während die
Falken nur durch den sicheren Artjom Kostyrev zum Torerfolg kamen.
So blieb am Ende ein Punkt im Harz und sicherlich nicht ganz
unverdient von den Spielanteilen her nahmen die Moskitos zwei Punkte
mit in den Westen. Auch wenn der gesamte Spielverlauf durchaus auch
einen anderen Ausgang hätte haben können und sich die Falken diesen
einen oder auch diese zwei Punkte mehr redlich verdient gehabt hätten.
Aber es ging immerhin gegen Essen, die grundsätzlich zu den
Top-Favoriten auf einen der Play-Off-Plätze zählen und sich sehr
wahrscheinlich durch ihre Leistung nun auch das notwendige
Selbstvertrauen geholt haben, um sich in der Tabelle wieder nach vorne
zu kämpfen. Selbstvertrauen, das aber auch im Lager der Falken immens
gewachsen sein sollte. Denn man hat einen großen Kampf und ganz
starkes Eishockey geboten. Zudem muss man resümieren, dass das Team
grundsätzlich sehr gut zusammengestellt ist und eben dieser eine
Spieler wie Trevor Hendrikx, der durch eine unglaubliche Ruhe,
Präsenz, starke Stock- und Schusstechnik sowie einen ganz sicheren
Aufbaupass glänzte, den Unterschied machen kann. Und das alles nahezu
ohne jeglichen Schlaf seit er am Donnerstag morgens in Deutschland
gelandet war. Denn wie Sportchef Bernd Wohlmann später berichtetete,
lief Hendrikx noch lange schlaflos durch die Braunlager Nacht und fand
kaum mehr als ein paar Stunden Schlaf bevor es gegen Essen auf das Eis
ging. Es wird also interessant mit anzusehen, wenn dieser Kerl dann
mal ausgeschlafen ist. (Hei)
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Hannover effizienter als die Moskitos
Nachdem die Moskitos am Freitag (endlich) ihr erstes Spiel in dieser noch jungen Saison haarscharf nach Penalty in Braunlage siegreich bestritten hatten, sollte auch zuhause der Knoten platzen. Gegner waren die Hannover Scorpions, die gleichzeitig ebenso knapp - nach Verlängerung - gegen die Hamburg Crocodiles mit 6:5 gewannen. Die Scorpions - durch den Zusammenschluss der Wedemark mit den Hannover Scorpions - gelten nicht zu Unrecht, als heißer Anwärter auf einen der ersten 6 Plätze und haben mit Björn Bombis, Michael Budd und Chad Niddery gleich drei echte Kaliber im Team.
Gleich zu Beginn des Spiels prüfte Julien Pelletier den Scorpions Goalie Björn Linda und man hatte sofort das Gefühl, dass die Moskitos hellwach sind. Bires nahm sich nach 8 Minuten eine Strafe, die aber durch Hannover nicht genutzt wurde, im Gegenteil, starkes Unterzahlspiel der Gentges Truppe. 4:27 Minuten vor Drittelnde gab es Überzahl für das Heimteam, aber auch diese Strafe blieb ohne Tor Musik. Die Goalies Staudt und Linda sehr souverän, bis dann Hannover 1:21 Minuten vor Pausensirene traf, Sean Fischer ließ Staudt erstmals hinter sich greifen. Dabei blieb es und nicht unbedingt verdient, aber in dieser Saison fehlte bisher vor dem gegnerischen Tor die Portion Esprit und Kaltschnäuzigkeit.
Eine erneute Strafe gegen Essen, im zweiten Drittel 1:10 gespielt - Hartmann nahm Platz - und Lehmann nahm von der blauen Linie Maß zum 2:0, Hannover bestrafte die Moskitos umgehend. Staudt machtlos. Dann endlich durch eine feine Einzelleistung in der 36. Spielminute durch Pelletier der Anschlusstreffer. Trocken und hart neben dem Pfosten gesetzt. Das Publikum erwachte auch sofort und es folgten weitere wütende Angriffe im Minutentakt auf Hannovers Tor, jäh unterbrochen durch eine Strafe gegen Essen, Bires musste in die Kühlbox, 10:30 vor Drittelende und auch Hannover nahm sich eine Strafe, Björn Bombis hakte sich in die Box. Das muntere Platznehmen auf der Sünderbank ging weiter, 6:30 vor der Pausensirene, Foul von Strakhov Scorpions. Wie schon in den Spielen davor, zu leichtfertig die Überzahl verschenkt. Knapp 2 Minuten vor der Pausensirene, eine erneute Chance beim 5 gegen 4 der Essener, Berblinger mit 2 Minuten und der Essener Torjubel kurz danach war unbegründet, der Schiedsrichter zeigte sofort „kein Tor“ an, nach einem Gestocher vor dem Scorpions Tor. Es blieb beim 1:2 aus der Sicht der Moskitos im 2. Drittel.
Kaum Platz genommen, traf Hannover durch Pantic, sträflich alleine gelassen durch Essens Defensive, ließ er Staudt überhaupt keine Chance, Minute 42 und danach Konfusion vor dem Moskitotor, jedoch ohne weiteres Negativerlebnis. Schütt-Hannover und Hartmann-Essen mussten sich abkühlen, dann kam auch noch Essens DeCoste dazu, wieder Überzahl für die Niedersachsen, die aber ohne Resultats Veränderung blieb, auch weil Sebastian Staudt formidabel hielt, das alles 15 Minuten vor Ende. Lautenschlager musste in der 47. Minute wegen Stockschlag 2 Minuten runter und Hannover mit der nächsten Chance zu erhöhen. Chad Niddery nutzte das und räumte von der blauen Linie die letzten Zweifel aus dem Weg, 1:4 aus Sicht der Moskitos. 5:23 vor Spielende, Überzahl Moskitos Essen, Budd war der Übeltäter, aber wie zuvor, hatte man das Gefühl, das Tor war kein Freund der Moskitos und Björn Linda ließ sich nicht mehr bezwingen. Ein sehr starker Torwart.
Essens Pelletier und der Scorpion Schmid, beide 2 Minuten Strafe und das drei Minuten vor dem Ende, kühlten sich ab, kurz drauf gesellte sich noch Hannovers Bombis dazu. Die letzten beiden Spielminuten konnten die Essener in Überzahl spielen und Thielsch mit viel Dampf und Wut von Links ins äußerste Eck zur Resultats Veränderung, 2:4 und noch 1:35 Minuten auf der Uhr. Gentges nahm Staudt aus dem Tor und schaffte ein numerisches Übergewicht, was letztlich nicht belohnt wurde. Moskitos Essen verloren auch ihr drittes Heimspiel und das mit 2:4.
Fazit:
Essen zu berechenbar im Angriff, ohne die Leichtigkeit der vergangenen Saison bisher und Hannover sehr abgebrüht und schussstark, somit ein verdienter Sieger.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Hohe Niederlage gegen den Tabellenführer aus Leipzig
Die Crocodiles Hamburg haben an diesem Sonntag einen ganz gebrauchten Tag erwischt. Die Mannschaft von Trainer Herbert Hohenberger unterlag im Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Leipzig mit 1:9.
Die Weichen für die Niederlage wurden schnell gestellt – nach nur knapp anderthalb Minuten führten die Sachsen bereits mit 2:0. Ein Horrorstart für die Crocodiles, die auch im Anschluss keine Ordnung in das Spiel bringen konnten. So ging es mit einem 4:0 für die Leipziger in die Kabine.
Im zweiten Drittel konnten die Hamburger durch den Kanadier Josh Mitchell zwar den Anschlusstreffer erzielen, blieben ansonsten allerdings glanzlos. Am Ende stand ein 9:1 auf der Anzeigetafel.
„Die Mannschaft hat heute ausnahmslos schwach gespielt. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren immer einen Schritt zu spät“, sagte Sportchef Sven Gösch nach dem Spiel.
Auch Stürmer Fabian Calovi war von der Mannschaftsleistung enttäuscht: „Wir haben uns weit unter unserem Niveau verkauft. Wir waren einfach schlecht. Nur eine Sache war heute positiv: Trotz unseres Spiels haben die Fans hinter uns gestanden, ich habe keine Pfiffe gehört. Respekt!“
Herner EV (OLN)
EHC Timmendorfer Strand - Herner EV 1 : 9 (1:3,0:3,0:3)
Am Sontag herrschte Traumwetter am Timmendorfer Strand und da passte es, das der Herner EV sich am Abend mit einem „Traumergebnis“ beim EHC Timmendorfer Strand durchsetzen konnte. Mit einem 9:1-Erfolg konnte das Team von Frank Petrozza die Heimreise antreten. Dabei hatte der HEV Coach zumindest anfangs ein enges Spiel gesehen: „Die zwei Doppelschläge, zuerst in der 8. Minute zum 0:2 und dann zwischen der 24. und 26. Minute zum 1:5, waren für uns natürlich optimal. Der Gegner war dennoch in der Offensive gefährlich, selbst beim 1:9 musste unser Keeper Christian Wendler am Ende noch einige Male Schwerstarbeit leisten.“
Nachdem Aaron McLeod bereits nach 46 Sekunden die erste Herner Chance hatte, waren es dann die ‚Strandjungs‘, die Druck machten. Aber dann stellten zwei tolle Einzelaktionen die ersten Weichen auf freie Fahrt für die Gysenberger. Den Auftakt machte HEV Kapitän Stephan Kreuzmann, 32 Sekunden später schloss dann Lois Spitzner einen Alleingang zum 0:2 ab. Marcus Marsall konnte dann in der 13. Minute einen Pass von Brad Snetsinger aufnehmen und den dritten Herner Treffer erzielen. Die Gastgeber steckten nicht auf und kamen in der 13. Minute zum 1:3-Anschlusstreffer und nun musste Christian bis zur ersten Pause wieder einige Male eingreifen.
Im zweiten Abschnitt dauerte es knapp vier Minuten, dann nutzte Brad Snetsinger ein Powerplay zum 1:4 und 71 Sekunden später markierte Danny Albrecht das 1:5. Spätestens als Youngster Tobias Esch in der 32. Minute seinen ersten Treffer im Seniorenbereich feiern konnte war mit dem 1:6 die Partie längst entschieden. Die Timmendorfer zeigten zwar weiterhin durchaus gefährliche Angriffe, aber in der Defensive waren sie nicht immer sattelfest. So konnten dann im Schlussabschnitt Danny Albrecht, Christian Nieberle und Sören Hauptig das Ergebnis noch auf 1:9 hoch schrauben. Damit konnte der Herner EV nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen nach der Niederlage zu Saisonbeginn mittlerweile auf Platz vier der Oberliga Nord Tabelle hochrutschen.
Am kommenden Wochenende gibt es für den Herner EV gleich zweimal das Aufeinandertreffen mit den Hannover Indians. Zuerst wird am Freitag um 20 Uhr am Pferdeturm gespielt. Dann zwei Tage später folgt um 18:30 Uhr das nächste Duell am Herner Gysenberg.
Buchloe Pirates (BYL)
ESV fährt den ersten Heimsieg ein - Buchloer Piraten besiegen EV Pegnitz am Ende klar mit 11:4
Im dritten Anlauf hat es für den ESV Buchloe auch zu Hause endlich geklappt. Denn nach bislang zwei Heimniederlagen gegen Germering und Höchstadt holten die Piraten am Sonntagabend auch zu Hause die ersten drei Punkte. Und das gelang den Mannen von Trainer Topias Dollhofer mit einem 11:4 (4:0, 2:3, 5:1) Sieg über den EV Pegnitz durchaus deutlich. Während die Buchloer mit sechs Zählern nun auf Tabellenrang sieben stehen, bleiben die bislang punktlosen Gäste weiter am Tabellenende stecken.
Nach der 0:2 Niederlage am Freitag gegen den Topfavoriten Höchstadt legten die Buchloer im Duell gegen die Icehogs vom Start weg engagiert los. Alexander Krafczyk hatte nach einer tollen Finte bereits früh die erste Chance zu Führung, doch EVP-Tormann Maximilian Müller war zur Stelle (3.). Doch keine drei Minuten später zappelte die Scheibe dann doch im Pegnitzer Tor und das binnen 15 Sekunden gleich doppelt. Erst hatte Krafczyk zum 1:0 getroffen, ehe Christopher Götz mit seinem 2:0 den Doppelschlag perfekt machte. Auch danach war von den Gästen selbst bei doppelter Überzahl, bis auf einen Aluminiumtreffer offensiv fast gar nichts zu sehen. Auf der Gegenseite vergaßen die Buchloer aber zunächst, die Überlegenheit weiter in Tore umzumünzen. So scheiterten Martin Zahora und Max Dropmann mit einem Pfostentreffer gleich zweimal (13.). Besser machte dies wiederum Alexander Krafczyk, der mit einem ansatzlosen Schuss auf 3:0 erhöhte (16.). Und kurz vor der Pause fiel sogar noch der vierte Buchloer Treffer durch das erste Saisontor von Jungstürmer Marco Göttle, der einen Konter zum 4:0 verwertete (20.). Daran konnte auch der Torwartwechsel von Gäste-Trainer Stanislav Mikulenka nichts ändern, der bereits nach dem 3:0 den Keeper getauscht hatte.
Auch im Mitteldrittel legten die Buchloer los wie die Feuerwehr und knüpften somit zunächst nahtlos dort an, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Gleich mehrfach schnürte man die Gäste in deren Drittel ein, doch sowohl Alexander Krafczyk, Marc Weigant als auch Markus Vaitl vergaben vorerst ihre Versuche. Danach kam es allerdings unverständlicherweise zu einem Bruch im Buchloer Spiel, da man gegen Mitte des zweiten Durchgangs nun ein wenig den Faden verlor und sich das Leben trotz deutlicher Führung wieder selbst schwer machte. Der 4:1 Anschluss durch Ralf Skarupa nach 28 Minuten war somit die logische Konsequenz. Und obwohl die Hausherren mit dem 5:1 durch Christopher Götz den alten Abstand sofort wiederherstellten (30.), waren die Pegnitzer nun besser in der Partie. Folglich verkürzten die Oberfranken durch Daniel Sikorski in Überzahl und einem Kontertor von Stefan Hagen auf 5:3 (32., 36.). Marc Weigant sorgte zumindest vor der Pause wieder für etwas mehr Beruhigung. Nachdem der pfeilschnelle Martin Zahora Augenblicke zuvor mit einem Alleingang noch am Innenpfosten scheiterte, blieb Weigant trotz Foul cool und netzte im Fallen zum 6:3 ein (37.).
Im letzten Drittel fanden die Piraten dann wieder zu alter Stärke zurück, während die Gäste, die schon am Freitag in Füssen eine 2:8 Niederlage einstecken mussten, nichts mehr zuzusetzen hatten. Zwar vergaben Martin Zahora und Marc Weigant anfangs gleich mehrfach die Vorentscheidung, doch ausgerechnet in Unterzahl machte Markus Vaitl schließlich doch das 7:3 (50.). Auch die postwendende Antwort durch Aleksandrs Kercs zum 7:4 brachte die ESV´ler nicht mehr aus dem Tritt (51.). Denn noch in derselben Minute war abermals Vaitl zum 8:4 erfolgreich. Selbst in der Schlussphase zeigten sich die Buchloer weiter torhungrig. Ein schön herausgespieltes Powerplaytor von Martin Zahora, nach mustergültigem Zuspiel von David Vycichlo und Max Dropmann, und ein weiterer Überzahltreffer von Marco Göttle machten das Ergebnis schließlich zweistellig (57., 58.). Für den Schlusspunkt war dann nochmals Alexander Krafczyk zuständig, der in der Schlussminute einen Unterzahlkonter mit seinem dritten Tor zum 11:4 Endstand abschloss.
Während die Buchloer sich somit über den ersten Heimsieg der noch jungen Saison freuen konnten, setzte es für die Pegnitzer, bei denen Kontingentspieler Kercs nach Spielende wegen einem Check gegen den Kopf von Marc Weigant unmittelbar vor der Schlusssirene noch eine Spieldauerstrafe kassierte, die zweite deutliche Pleite in Folge.
Pfaffenhofen Ice Hogs (BYL)
ECP weiter ohne Punkte - Ersatzgeschwächte IceHogs unterliegen Geretsried mit 2:5
Der EC Pfaffenhofen wartet immer noch auf die ersten Punkte in dieser Saison. Auch im dritten Anlauf sollte es wieder nicht reichen. Am Freitagabend unterlagen die Pfaffenhofener in der heimischen Stadtwerke-Arena dem ESC Geretsried mit 2:5 (0:3, 1:2, 1:0). Schon vor der Partie waren die Voraussetzungen für den ersten Saisonsieg nicht die besten, musste das ECP-Trainerduo Kurnosow/Tomasik neben den verletzten Mike Chemello und Quirin Oexler auch noch auf den erkrankten Matthias Hofbauer und kurzfristig auf Fabian Eder und Tim Lohrer verzichten. So kam Patrick Landstorfer nach nur zweimaligem Training zu einem frühzeitigen Comeback und Jugendspieler Nick Csirmaz zum ersten Einsatz in einem Pflichtspiel in der 1. Mannschaft, um zumindest drei komplette Blöcke aufbieten zu können. Allerdings waren die ECP-Coaches aufgrund der Ausfälle natürlich zu Umstellungen gezwungen und offenbar fehlte den IceHogs zu Spielbeginn etwas die Orientierung. Denn schon nach 48 Sekunden stand ESC-Torjäger Ondrej Horvath plötzlich völlig frei vor Philipp Hähl und ließ sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen. Die Gastgeber versuchten danach mit viel Engagement die Partie in den Griff zu bekommen, mussten dann aber innerhalb von drei Minuten zwei weitere Nackenschläge hinnehmen. Zunächst unterlief dem sonst so sicheren Philipp Hähl ein Fehler, als er einen Schuss von Dominik Meierl passieren lassen musste (13.) und dann entschieden die Schiedsrichter bei einem Foul an Maximilian Hüsken auf Penalty, den der Gefoulte selbst zum 0:3 (15.) verwandelte. Mit diesem, aus ECP-Sicht ernüchternden Ergebnis, ging es ins zweite Drittel, in dem die Hausherren sofort auf das Gas drückten und die Gäste gewaltig unter Druck setzten. Teilweise kombinierten sich die Pfaffenhofener mit schönen Spielzügen aussichtsreich bis vor das gegnerische Tor, doch immer wieder wurde dabei auch das größte Manko an diesem Abend sichtbar. Den IceHogs fehlte einfach die Konsequenz im Abschluss. Entweder man zielte nicht genau genug oder scheiterte am starken Ex-DEL-Goalie Martin Morczinietz im Tor der Gäste. Da machte sich das Fehlen von Torjäger Mike Chemello besonders schmerzlich bemerkbar. Zudem zogen sich auch die Unparteiischen mit ihren Entscheidungen mehrmals den Unmut des ECP-Lagers zu. So wurden kurz hintereinander Stefan Huber und Christian Birk, regelwidrig am Schuss gehindert, als sie bei Breaks alleine auf das Tor zuliefen. Während sie im ersten Fall zwar den Penalty verweigerten, aber wenigstens eine Strafe aussprachen, blieb ihre Pfeife beim Foul an Christian Birk komplett stumm. „Über die Schiedsrichter konnten wir uns heute nicht beschweren,“ bemerkte Geretsrieds Coach Ludwig Andrä nach dem Spiel dazu. In Überzahl unterlief dann den Gastgebern ein Fehlpass, den die Gäste eiskalt mit dem 0:4 (32.) bestraften und damit ein Musterbeispiel an Effektivität a lieferten, denn bis dahin waren sie im 2. Drittel noch kein einziges Mal gefährlich vor das Tor von Philipp Hähl gekommen. Zwar traf Thomas Bauer, immer noch in Überzahl, postwendend zum 1:4, doch als die Schiedsrichter innerhalb weniger Sekunden zwei ECP-Spieler auf die Strafbank schickten, nutzte Geretsried auch diese doppelte Überzahl gnadenlos zur Vorentscheidung aus (36.). Auch im Schlussabschnitt versuchten die IceHogs nochmals alles und wurden schon nach einer Spielminute belohnt, als Christian Birk den Anschlusstreffer zum 2:5 markierte. In der Folgezeit boten sich noch einige gute Chancen, den Abstand weiter zu verringern, doch Martin Morczinietz war nicht mehr zu bezwingen. Je länger die Partie nun dauerte, desto mehr schwanden auch die Hoffnungen, vielleicht doch noch ranzukommen und so hatten die Gäste letztendlich keine Probleme mehr, ihren Vorsprung bis zum Ende zu verteidigen.
Eisbären Eppelheim (RLSW)
Eisbären punkten gegen Baden Rhinos
Im ersten Auswärtsspiel der Saison konnten die Eisbären den Baden Rhinos
den ersten Punktverlust beibringen, mussten sich am Ende eines
abwechslungsreichen Matches nach Toren von Lars White, Michael Dorfner,
Thomas Korte, Tim Brenner und Marcus Semlow jedoch nach Penaltyschießen
5:6 geschlagen geben.
Die Eisbären kamen zunächst schwer in die Partie. Bereits nach 2 Minuten
musste man den ersten Gegentreffer hinnehmen. Es folgte schnell eine
doppelte Unterzahl, die den Hausherren den Treffer zum 2:0 (6.) quasi auf
dem Silbertablett servierte und es schien sich eine klare Niederlage
anzudeuten. Doch die Eisbären erholten sich schnell von diesem Schock und
bereits in der 9. Minute konnte White den Puck zum Anschlusstreffer im Tor
unterbringen. Als man Mitte des ersten Abschnitts die erste
Überzahlsituation verstreichen ließ, klappte es kurz darauf besser und
Dorfner netzte zum Ausgleich ein (16.). Sehenswert der Führungstreffer
kurz vor der Pause. Bei beiderseits dezimierten Teams nutzte Semlow den
sich bietenden Platz, sah Korte an der gegnerischen Blauen Linie lauern
und bediente ihn präzise mit einem hohen Pass. Dieser ließ sich nicht
lange bitten und drehte das Spiel (20.).
Was das erste Drittel an Abwechslung und Spielwillen zu bieten hatte,
fehlte dem Mitteldrittel jedoch komplett. Beide Teams schienen das
Ergebnis verwalten zu wollen, so dass mit nur 8 Torschüssen je Team kaum
nennenswerte Offensivaktionen zu Stande kamen. Doch zunächst waren es die
Eisbären, die quasi aus dem Nichts einen Konter vollendeten, in dem
Striepeke das Eis hinter dem Tor zu nutzen wusste und von dort Kapitän
Brenner am Pfosten lauernd bediente, der problemlos die Führung ausbauen
konnte (35.). Nur zwei Minuten später leisteten sich die Eisbären jedoch
einmal mehr einen Lapsus, als man bei eigener Überzahl den Puck nicht
sichern konnten, und ein hoher Pass aus dem Drittel landete beim
Rhinos-Stürmer, der auf und davon lief und verkürzen konnte (38.).
Das Schlussdrittel sollte dann wieder besseres Eishockey zu bieten haben
und Spannung bis zu letzten Sekunde bieten. Zunächst waren es die
Hausherren, die eine weitere Überzahl zum Ausgleichstreffer nutzen konnten
(46.). Doch die Eisbären konnten selbiges erfolgreich umsetzen und durch
Semlows Treffer erneut in Führung gehen (50.). Lange freuen konnte man
sich jedoch nicht, denn die Rhinos setzten ihren berühmt berüchtigten
Sturmlauf gegen Ende des Spiels erfolgreich um und kamen so schnell zum
erneuten Ausgleich (51.). In der Folge kannten vor allem die ESC-Spieler
nur einen Weg und setzen das ECE Gehäuse mächtig unter Druck, so dass die
Eisbären kaum Chancen hatten, selbst wieder in Führung zu gehen. Da man
defensiv jedoch nichts mehr zu ließ und offensiv die sich wenigen
bietenden Chancen nicht nutzen konnte, endete das Spiel mit einem
leistungsgerechten Remis.
Im abschließenden Penalty-Schießen durften sich beide Goalies auszeichnen,
die alle Schüsse der jeweils vier Schützen erfolgreich entschärften. Erst
dann mussten die Eisbären den ersten Treffer schlucken, konnten ihrerseits
diesen jedoch nicht ausgleichen, so dass der Zusatzpunkt am Baden Airpark
blieb. Nimmt man die ersten und letzten Minuten der Partie als Maßstab,
kann man dabei durchaus von einem gewonnenen Punkt sprechen, angesichts
der zwischenzeitlichen 2-Tore-Führung wäre ein Sieg jedoch auch durchaus
möglich gewesen.
Nun gilt es jedoch sich schnell auf das Derby gegen die Mad Dogs
einzustellen, die ihrerseits am Freitag mit dem ersten Sieg gegen
Stuttgart aufhorchen ließen und Selbstvertrauen getankt haben sollten,
auch im Derby kein Punktelieferant sein zu wollen.
Eisbären feiern klaren Derby-Sieg
Nicht einmal 24 Stunden nach ihrem Auswärtsspiel in Hügelsheim mussten die
Eisbären zum nächsten Spiel bei den Mad Dogs antreten. Matchwinner Marcus
Semlow erlegte Mannheim mit 5 Toren fast im Alleingang, Roman Gottschalk
(2), Eric Artman und Sven Jacobaschke sorgten mit den weiteren Treffern
für den klaren 9:2 Erfolg im ersten Derby.
Die Eisbären legten dabei bereits in den ersten Minuten los wie die
Feuerwehr. Sollten sich die Gastgeber in diesem Spiel etwas ausgerechnet
haben, war bereits nach 4 Minuten der Matchplan durchkreuzt. Semlow (2.),
Artman (2.) und Gottschalk (4.) sorgten schnell für eine beruhigende 3
Tore Führung. In der Folge ließ man es allerdings etwas ruhiger angehen
und auch die Mad Dogs hatten nun ihr Defensiv-Verhalten etwas verbessert,
so dass nicht bereits im ersten Drittel die Vorentscheidung fallen konnte.
Dabei hatten die Eisbären durchaus die Möglichkeit, bei 25:3 Schüssen den
Vorsprung weiter auszubauen.
Diese Ruhepause sollte sich zu Beginn des zweiten Drittels rächen. Nach
dem frühen Treffer der Mannheimer (25.) sorgte eine Unterzahl für den
Anschlusstreffer (26.), der das Spiel gut und gerne hätte kippen lassen
können. Doch die Eisbären blieben cool und konterten mit Jacobaschke (27.)
und Semlow (32.), so dass der 3-Tore-Vorsprung wieder hergestellt war.
Die folgende Pausenansprache fiel erwartungsgemäß etwas harscher aus, hat
ihren Sinn dabei jedoch keinesfalls verfehlt. Um die Mad Dogs nicht erneut
ins Spiel kommen zu lassen, war trotz der Doppelbelastung
Offensiv-Eishockey gefordert und wurde von den Eisbären gekonnt umgesetzt.
Nach Semlows drittem Treffer (45.) war das Spiel endgültig entscheiden,
seine beiden weiteren Tore (48., 55.) zu seinem sehenswerten 5er-Pack
waren zusammen mit Gottschalks zwischenzeitlichem Treffer zum 2:8 (52.)
der verdiente Lohn für die Mühen, der den durchaus auch in dieser Höhe
verdienten ersten Auswärtssieg perfekt machten.
Diez-Limburg Rockets (RLW)
Geduldige Rockets gewinnen in Dinslaken
Ein Sieg mit drei Ausrufezeichen: Erster Auswärtssieg der Saison! Erstes Sechs-Punkte-Wochenende der Saison! Erster Sieg seit der Rückkehr in die Regionalliga gegen Dinslaken. Die EG Diez-Limburg kommt in der Regionalliga West immer besser in Fahrt und gewinnt am Sonntagabend bei den Kobras in Dinslaken mit 4:1 (0:0, 1:1, 3:0). Mit diesem Erfolg klettern die Rockets auf den dritten Tabellenplatz.
35 Minuten und 28 Sekunden lang kein Gegentor - das sah richtig stark aus, was die Rockets in Dinslaken defensiv boten. Das Problem: 35 Minuten und 28 Sekunden lang gelang es auch nicht, selbst ein Tor zu schießen. Ein Regionalliga-Spiel ohne einen einzigen Treffer in knapp 36 Minuten - es hatte durchaus Seltenheitswert, was da in der Schlangengrube über weite Strecken passierte.
Und als sei Dinslaken nicht ohnehin schon die Mannschaft, an der man sich seit der Rückkehr in die vierthöchste Liga vermehrt die Zähne ausgebissen hatte, so gingen die Gastgeber auch in diesem Duell in Führung: Nikolai Tsvetkov traf nach ... richtig ... 35 Minuten und 28 Sekunden. Dass Rockets-Trainer Arno Lörsch dennoch völlig ruhig blieb, lag an der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. Und natürlich auch am Ausgleich durch Matt Fischer, der Kanadier traf 42 Sekunden vor der zweiten Pause zum 1:1.
Vorausgegangen war ein torloses erstes Drittel, in dem die Rockets stark begannen, dann aber auch zu oft auf der Strafbank saßen. Gleich vier Mal schickte Schiedsrichter Fabian Dimmers einen Gästespieler in die Kühlbox, was nicht dem Matchplan des Trainer entsprach. Einmal gingen eine Rakete und eine Kobra gemeinsam auf die Strafbank, eine weitere Strafe der Gastgeber blieb von der EGDL ungenutzt. Lörsch war dennoch schon da zufrieden: „Wir wussten, dass hier Geduld gefragt sein würde“, sagte der Trainer. „Hier werden noch ganz andere Teams Probleme bekommen. Wir haben phasenweise großartig gespielt. Defensiv ganz stark, Steve Themm in toller Form, dazu offensiv mit vielen Chancen, wenn auch da noch nicht mit eigenen Toren.“
Die Geduld aber sollte sich dann im letzten Drittel auszahlen. „Nicht ungeduldig werden, die Lücken werden kommen“, gab Lörsch seinen Mannen mit auf den Weg. Und in der Tat: Matt Fischer (49.), Julian Grund (55.) und Joey Davies (60.) mit einer ganz starken Einzelaktion schossen den verdienten 4:1-Erfolg heraus.
„Ein Lob an die gesamte Mannschaft für diese Leistung“, sagte der Trainer. „Wir nehmen aus diesem Spiel unheimlich viel mit. Wir können auch auswärts gewinnen. Uns reichen auch mal vier Tore zum Sieg. Und wir können auch mal nur mit einem Gegentor aus einem Spiel gehen.“ All dies gelang am Sonntagabend ohne Konstantin Firsanov, Roman Löwing, Dominik Hülskopf und Dominik Kail, die aus unterschiedlichen Gründen beim Spiel in Dinslaken fehlten.
Bären Neuwied (RLW)
7:3 gegen Lauterbach: Sting-Tor bricht den Bann
Als sich die Spieler zur Auszeichnung der Besten des Abends an den blauen Linien aufstellten, ließ sich Thomas von Euw auf der Bank nieder und musste die 60 Minuten zuerst einmal sacken lassen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatten seine Lauterbacher Luchse ihrem Gegner das Leben sehr schwer gemacht, sich als unangenehmer Gegner erwiesen und lange Zeit sogar Punkte in Reichweite gehabt, am Ende stand für die Hessen jedoch die nächste Niederlage. Gegen den EHC „Die Bären“ 2016 kann das in der Eishockey-Regionalliga West in diesen Wochen schon einmal passieren. Die Neuwieder hatten es vor heimischer Kulisse mit einem unangenehmen Gegner zu tun, feierten im vierten Saisonspiel beim 7:3 trotzdem den vierten glatten Sieg. „Neuwied war bislang unser stärkster Gegner“, urteilte der Schweizer Trainer der Vogelsberger. „Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wir das letzte Drittel besser spielen. Leider haben wir uns individuelle Fehler geleistet.“
Den Ketchupflaschen-Effekt kann es auch auf dem Eis geben. Zunächst kam für die Bären lange Zeit nichts raus bei Chancen von Marco Herbel, Sven Schlicht und Moritz Schug ab der zehnten Minute, aber als später in der 27. Minute ein Anfang gemerkt war, fluppte es. „Die Lauterbacher haben es vor allem im ersten Drittel gut gemacht und ihr Tor stark verteidigt“, merkte EHC-Trainer Jens Hergt an. Deshalb und wegen Jens Feuerfeils Schuss in die Maschen (3.) liefen die Bären erstmals in dieser Punktrunde eingangs einem Rückstand hinterher.
In der Pause gab Hergt die Devise aus, den Puck wann immer es geht aufs Tor zu bringen. Tim Marco Stenger im Luchse-Kasten stand nun unter Dauerbeschuss, der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. „Wir müssen ein Tor erzwingen“, hatte der EHC-Coach gefordert. Seine Jungs setzten es um. Philipp Dieser zog ab, René Sting fälschte ab, und Stenger hatte keine Abwehrchance (27.). Die Gastgeber drückten jetzt aufs Gaspedal, drängten, bekamen in der in der 28. Minute aber drei Zeitstrafen auferlegt, und in doppelter Überzahl nutzte Marko Sakic die Gunst der Stunde zum 1:2 (29.). „Leider hat der Schiedsrichter irgendwann begonnen, seine eigene Show zu veranstalten“, konnte sich nicht nur Jens Hergt mit der einen oder anderen Entscheidung von Marc Stromberg nicht anfreunden. Neuwied hielt in dieser brenzligen Phase mit nur einem Gegentor den Schaden im Rahmen. Als die Schlicht-Zwillinge ihre Strafen abgesessen hatten und wieder fünf Neuwieder Feldspieler auf dem Eis standen, übernahmen die Bären erneut das Kommando. Das Erfolgsrezept des 1:1 hatte auch in der 33. Minute durchschlagenden Erfolg. Diesmal schoss Karl Neubert von der blauen Linie, diesmal brachte Willi Hamann noch die Kelle an die Scheibe und lenkte sie erfolgreich ins Netz ab. Das Scheibenschießen auf Stenger setzte sich fort, teilweise herrschte großes Tohuwabohu im Lauterbacher Torraum, und 0,3 Sekunden vor der zweiten Drittelpause ging das Heimteam zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Deion Müller traf zum umjubelten 3:2. Punktlandung.
Auf das späte Tor im Mittel- folgte ein schnelles im Schlussdrittel. Moritz Schug erhöhte auf 4:2 (41.) und spätestens nach Martin Brabec‘ Nachschusstreffer zum 5:2 (50.) schien die Messe gelesen zu sein. Neuwied verlor nun aber kurzzeitig den Fokus, spielte nicht mehr so druckvoll nach vorne. Der kroatische Nationalspieler Sakic erwischte Lukas Schaffrath mehr oder weniger aus heiterem Himmel im kurzen Eck (51.) – Lauterbach witterte wieder Morgenluft, zumal wenig später binnen 13 Sekunden Dennis und Sven Schlicht aufs Sünderbänkchen mussten. Im 3:5-Kräfteverhältnis schärften die Bären die Sinne und beruhigten mit starkem Penaltykilling die Nerven von Fans und Trainer. Dass das Ergebnis in der Endphase deutlich wurde, lag an einer Entwicklung, auf die Hergt gesetzt hatte: „Ich konnte mir denken, dass wir irgendwann läuferische Vorteile haben würden.“ Der EHC trat nämlich zum ersten Mal in dieser Saison mit voller Kapelle von vier kompletten Reihen an, während die Hessen nur 14 Feldspieler aufs Eis brachten. Deshalb überraschte es nicht, dass die Luchse in den letzten Minuten bei den Gegenstößen der Deichstädter nicht mehr schnell genug hinterherkamen. Moritz Schug, Neuwieds Top-Spieler des Abends, und Deion Müller schlossen mit trockenen Handgelenkschüssen unter die Latte zum 6:3 (58.) und 7:3 (59.) ab. „Wir haben uns lange Zeit schwer getan, aber am Ende freuen wir uns alle über einen weiteren Sieg und drei weitere Punkte“, schilderte Hergt seine Gefühlslage.
Gute Bären unterliegen starken Ice Aliens
Es gibt diese Abende, an denen auch eine gute Leistung nicht reicht, um ein Spiel für sich zu entscheiden. Weil da ein Gegner ist, dessen Tagesform einfach noch etwas besser ist. In solchen Fällen muss auch die unterlegene Mannschaft nicht Trübsal blasen. „Wir konnten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten", sagte Jens Hergt nach einem gutklassigen, schnellen Regionalligaspiel am Samstag am Ratinger Sandbach, das seine Neuwieder Bären mit 3:6 gegen die gastgebenden Ice Aliens verloren. Am Freitag, so schilderten die Ratinger, seien sie trotz des 7:1-Sieges über den Neusser EV ganz und garnicht zufrieden gewesen mit ihrem Auftritt, dafür zeigte der Vizemeister der Vorsaison, dass die Mannschaft auch in dieser Runde zurecht erneut Ambitionen verfolgt. Genauso wie die Neuwieder, die nach ihrem fünften Auftritt die Tabellenführung an die Außerirdischen zwar abgeben mussten, aber einmal mehr zeigten, dass sie sich sorgenlos mit jedem Gegner in der Weststaffel der vierthöchsten deutschen Spielklasse messen können.
Zum tollen Niveau auf dem Eis passte auch das Umfeld auf den Rängen. Rund 300 EHC-Fans hatten sich auf einem Fanschiff via Wasserweg nach Ratingen aufgemacht und unterstützten ihr Team gewohnt lautstark. „So macht Eishockey Spaß", kommentierte Jens Hergt die klasse Atmosphäre. Spaß hatten die Gäste zunächst auch am Ergebnis. Sven Schlicht brachte den EHC 24 Stunden nach dem 7:3-Heimsieg über den Lauterbacher EC in der siebten Minute mit 1:0 in Führung, die die Neuwieder jedoch nicht lange verteidigen konnten. Benjamin Hanke schlug nur 50 Sekunden später zurück. Insgesamt trat die Hergt-Truppe aber von Anfang an sehr souverän auf und stellte die Hausherren vor schwierige Aufgaben. Die bestand im zweiten Drittel erneut darin, einen Rückstand zu egalisieren. Diesmal war es Michael Jamieson, der Christoph Oster überwand (22.). „Danach haben wir das Spiel leider etwas aus der Hand gegeben. Unachtsamkeiten und Zuordnungsfehler in der Defensivzone führten zu Gegentoren", beschrieb der Trainer, wie die Ice Aliens aus dem 1:2-Rückstand einen 4:2-Vorsprung machten. Wichtig für die Perspektiven im Schlussdrittel: Dennis Schlicht, dessen Zwillingsbruder Sven zu diesem Zeitpunkt bereits unter der Dusche stand, nachdem er für einen Kniecheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte, schaffte eine Sekunde vor der Pausensirene den Anschluss.
Mit taktischer Disziplin versuchten die Deichstädter auf die sich bietenden Möglichkeiten zu warten. Das Problem: Das Heimteam erlaubte nicht viele davon, und das Schussglück befand sich auch nicht auf Seiten der Bären. „Da hatten die Ratinger das Quäntchen Glück", merkte Hergt an und sah die Niederlage sich ankündigen, als Tim Brazda in der 54. Minute auf 5:3 erhöhte. Trotzdem ließen die Neuwieder nichts unversucht. Felix Köllejan machte Platz für einen sechsten Feldspieler. Eine Gelegenheit, die sich Tobias Brazda nicht nehmen ließ. Er schoss ins leere Tor ein und besorgte den Endstand, der insgesamt etwas zu hoch ausfiel.
„Ratingen spielte deutlich stärker als in der vergangenen Saison, als wir drei von vier Partien für uns entschieden haben. Das Einzige, was ich bei uns etwas vermisst habe, war der letzte Biss, die Tore zu erzwingen. Ansonsten hat alles gepasst. Diese Niederlage ist kein Beinbruch für uns", resümierte Jens Hergt.
Ratinger Ice Aliens (RLW)
Danke für einen tollen Abend
Ein Dank an alle Beteiligten bei dieser Veranstaltung in Ratingen. Sowohl die beiden Mannschaften auf dem Eis, die sich über 60 Minuten einen packenden Kampf lieferten, als auch die beiden Fanlager, die sich in lautstarker Unterstützung ihrer Teams in nichts nachstanden. Dazu die Aktion der Ratinger Mannschaft, die im Zeichen des Kampfes gegen den Brustkrebs in pinken Sondertrikots auflief, die nach dem Spiel versteigert wurden. Was will man denn mehr bei einem Eishockeyspiel?
Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass sich eine andere Aliens Mannschaft präsentierte, als am Abend zuvor in Neuss. Gelungene Kombinationen, Kampf um jeden Meter Eis, herausgespielte Torchancen – die Fans, die am Vorabend in Neuss waren, rieben sich verwundert die Augen. Und als Neuwied in der 7. Spielminute etwas überraschend in Führung ging, dauerte es nur eine Minute, bis Benny Hanke der Ausgleich gelang. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, daher war das Unentschieden zur ersten Pause absolut in Ordnung.
Neuwied gelang auch der bessere Start in das Mitteldrittel. In der 22. Minute war es der US-Boy Jamieson, der Neuwied wieder in Führung brachte. Wieder waren die Aliens gefordert und schlugen zurück. Bis eine Sekunde vor Ende des Drittels hatten Kuchynka, Schneider und Appelhans mit ihren Toren für eine beruhigende Führung gesorgt. Dann gelang Neuwied durch Dennis Schlicht der Anschlusstreffer. Für Spannung im Schlussabschnitt war also gesorgt.
Beide Mannschaften schenkten sich auch im letzten Drittel nichts, zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten konnten die beiden Torhüter Oster und Köllejan entschärfen. In der 53.Minute war Tim Brazda dann im Nachschuss erfolgreich und baute die Führung der Ice Aliens auf 5:3 aus. Und als Neuwied in der vorletzten Minute den Torhüter zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis nahm, ging diese Aktion nach hinten los. Die Aliens eroberten im eigenen Drittel die Scheibe, ein Pass auf den nach vorne stürmenden Tobias Brazda und der hatte keine Mühe, den Puck in das verwaiste Tor zu schieben. Beide Fanlager feierten ihre Mannschaften nach Spielschluss für ein äußerst abwechslungsreiches und spannendes Spiel.
Grefrath Phoenix (LLW)
Sieg im Spitzenspiel - Grefrather EG übernimmt Tabellenführung
Das war ein hartes Stück Arbeit, was Phoenix-Kapitän Andreas Bergmann und sein Team am Samstag-Abend beim Heimspiel-Auftakt im Grefrather EisSport & EventPark zu leisten hatten. In einem von der ersten bis zur letzten Minute spannenden und packenden Spiel bezwang die GEG die Wiehler Penguins mit 3:2 und lösen diese somit von der Tabellenspitze ab.
Über 200 Zuschauer hatten den Weg ins Eissportzentrum an der Grefrather Stadionstraße gefunden und dürften ihr Kommen nicht bereut haben, denn sie erlebten das, was Eishockey ausmacht: Zwei Teams, die mit Tempo, Einsatz und Leidenschaft die Begegnung nicht nur auf dem Papier zum “Spitzenspiel” der NRW-Landesliga werden ließen.
Dabei hatten die Gäste nach gut 10 Minuten zum ersten Mal Grund zu jubeln, als der ansonsten sehr starke Rene Dömges im Phoenixtor die Scheibe nicht festhalten konnte und schließlich Gäste-Kapitän Stefan Streser im Nachschuss zum 0:1 für die Penguins einnetzte. Grefrath zeigte sich in der Folge unbeeindruckt und kam auf Zuspiel von Julius Krölls und Roby Haazen noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich durch Andreas Bergmann (15.).
Der zweite Spielabschnitt schien dem gleichen Drehbuch wie die ersten 20 Minuten zu folgen. Wieder begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und boten sich und den Zuschauern einen unterhaltsamen Schlagabtausch mit zahlreichen sehenswerten Torszenen. Erneut waren 10 Minuten vergangen als die quirligen Gäste aus dem Oberbergischen die Blau-Gelben mit ihrem 2:1 ein zweites Mal in Rückstand brachten (31.). Ein Wirkungstreffer?Grefrath zeigte Moral und suchte weiterhin geduldig seine Möglichkeiten ohne dabei Spielordnung und Linie zu verlieren. Mit Erfolg, denn erneut gelang nach schöner Vorarbeit von Gerrit Ackers und Youngster Kai Weber in der 35. Minute der viel umjubelte Ausgleich. Matthias Holzki hatte im Gewühl vor dem Gästetor die Übersicht behalten und sie Scheibe zum 2:2 über die Linie gespitzelt.
So musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen. Beide Teams kamen konzentriert aus der Kabine und erspielten sich im fliegenden Wechsel Möglichkeiten auf beiden Seiten ohne jedoch die gut aufgelegten Goalkeeper Rene Dömges im Grefrather Kasten sowie Tim Kühlem im Wiehler Tor überwinden zu können. Mit jeder verstreichenden Minute stieg auch die Anspannung auf den Rängen und auf dem Eis, es begann sprichwörtlich zu “knistern”. Jetzt war es der Kampf auf ‘Messers Schneide’ der für viele den Eishockey-Sport so attraktiv macht. Das Spiel wurde nun nickeliger und hüben wie drüben kam es zu manch kleinerer ‘Auszeit’ auf der Strafbank. Ein Tor schien indes keinem der beiden Teams gelingen zu wollen.
Viele der Zuschauer hatten sich wohl schon auf eine Entscheidung im Penalty-Schießen eingestellt, da traf 63 Sekunden vor Schluss Dennis Holsteins Tor zum Grefrather 3:2 die Penguins wie ein Hammerschlag. Matthias Holzki hatte den “Vollstrecker” mustergültig angespielt. Der Tabellenführer war entthront, so dass der Jubel unter den Zuschauern und im Team keine Grenzen kannte.
Damit klettert die GEG vorerst selbst auf den “Platz an der Sonne” und kann nach drei Siegen in drei Spielen gelassen den nächsten Herausforderungen entgegen sehen.
Schönheider Wölfe (RLO)
Wölfe starten mit Derbysieg in die Meisterschaft
Die Schönheider Wölfe sind am Samstag erfolgreich und mit einem 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)-Derbysieg bei den Chemnitz Crashers in die Meisterschaft der Regionalliga Ost gestartet. Vor über 600 Zuschauern, darunter gut 200 mitgereiste Wölfefans, schossen Jannik-Noah Grätke und Lukas Novacek per Dreierpack die Wölfe zum hochverdienten Sieg.
Von der ersten Minute an zeigte das Team von Sven Schröder, dass die drei Punkte nur über die Wölfe gehen werden. In den ersten zwanzig Minuten waren die Wölfe den Crashers überlegen und erarbeiteten sich zahlreiche gute Chancen, von denen aber nur Jannik-Noah Grätke eine 2:1-Situation mit Lukas Novacek zum 1:0 (10.) nutzen konnte. Die Gastgeber kamen nur in Überzahl zu nennenswerten Möglichkeiten, so, wie beim 1:1-Ausgleich (16.) durch Patrick Fritz. Ein eher schmeichelhaftes Ergebnis für die Chemnitzer, die sich bei ihrem Goalie Pierre Ulbricht bedanken konnten, dass die Wölfe zu diesem Zeitpunkt nicht schon deutlich in Führung lagen.
Im zweiten Drittel wirkte das Spiel dann schon eher zerfahren. Durch aufkommende Nickligkeiten kam kein richtiger Spielfluss mehr zustande, wenngleich die Wölfe erneut optische Vorteile hatten. Zumindest einen erfolgreichen Angriff brachten die Wölfe im Mittelabschnitt durch, als Lukas Novacek eine schöne Kombination über Jannik-Noah Grätke und Petr Kukla zum 2:1 (30.) vollenden konnte.
In den letzten zwanzig Minuten das gleiche Bild, nur, dass jetzt die Crashers für ihre unsaubere Spielweise rechtens des Öfteren in die Kühlbox geschickt wurden. Folglich und auch völlig verdient, erhöhten die Wölfe durch einen Doppelpack von Lukas Novacek auf 4:1 (45./55.). Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken ließ allerdings die Konzentration bei den Wölfen in den letzten Minuten nach, wodurch man die Chemnitzer noch einmal völlig unnötig zurück ins Spiel kommen ließ. Zwei Tore durch David Weitz (58.) und Jan Nekvinda (59.) sorgten tatsächlich noch einmal für Spannung, doch am Ende reichte es für den hochverdienten Auftaktsieg, welcher, bei besserer Chancenverwertung, hätte deutlich höher ausfallen müssen.
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