IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 23.Oktober 2017. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga West, Hessenliga, Regionalliga Nord und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund (DEB)
U16-Nationalmannschaft punktlos trotz starker Leistung - Diebolder erzielt Ehrentreffer
Die U16-Nationalmannschaft muss sich Finnland nach großem Kapf und einer insgesamt überzeugenden Mannschaftsleistung im dritten Spiel in Vierumäki mit 1:5 (0:1; 0:3; 1:1) geschlagen geben.
Stefan Mayer, U16-Bundestrainer: „Im dritten Spiel am dritten Tag hat man deutlich gemerkt, dass die beiden vorigen Spiele ihre Spuren bei unseren Jungs hinterlassen haben. Auch wenn wir sehr viel investiert haben, war Finnland heute einfach ein Level über uns. Das Spiel konnten wir gerade am Anfang noch sehr ausgeglichen gestalten und lagen so nach dem ersten Drittel nur mit 0:1 zurück. Besonders die Vorgaben in der Defensive hat die Mannschaft gut umgesetzt. In den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels konnten wir das Tempo der Finnen nicht mitgehen und sie so ihre Führung ausbauen. Obwohl das Spiel damit so gut wie entschieden war, kämpfte unsere Mannschaft weiter und konnte mit einer Energieleistung das Schlussdrittel unentschieden gestalten. Wir haben gesehen, dass wir nicht zusammen gebrochen sind, sondern dass sich die Finnen gerade im zweiten Drittel bei dem langen Wechsel mit ihrer Klasse durchsetzen konnten. Insgesamt hat sich die Mannschaft in allen Spielen mit einem super Zusammenhalt und mutig im Tempo auf dem Eis gezeigt.“
Düsseldorfer EG (DEL)
DEG bezwingt Torfluch und Tabellenführer
Es war zum Verrücktwerden in den letzten Partien. Die DEG spielte stets ansprechend, engagiert und kämpferisch, die Scheibe wollte jedoch einfach nicht den Weg hinter die gegnerischen Torhüter finden. Gegen Tabellenführer Nürnberg gelang endlich wieder ein Torerfolg und dank einer nahezu perfekten Defensivleistung konnten die 5.438 Zuschauer am Ende einen 2:0-Erfolg (0:0; 1:0; 1:0) der DEG bejubeln.
Red Bull München (DEL)
Red Bulls verlieren in Berlin nach Penaltyschießen
Der EHC Red Bull München hat trotz einer starken Leistung das Spitzenspiel bei den Eisbären Berlin mit 4:5 nach Penaltyschießen (1:1|2:2|1:1|0:0|0:1) verloren. Vor 11.261 Zuschauern trafen für die Red Bulls vier verschiedene Spieler - darunter Michael Wolf in Unterzahl. Für Münchens Kapitän war es sein 600. Scorerpunkt in der DEL.
Beide Teams lieferten sich ein intensives und temporeiches Spitzenspiel. In der dritten Minute brachte Berlins Topscorer Sean Backman seine Mannschaft in Führung. Die hielt allerdings nur bis zur siebten Minute, weil Mads Christensen einen Scheibenverlust zum 1:1 nutzte. Die Red Bulls wurden stärker und kamen zu guten Möglichkeiten. In der zwölften Minute traf Steve Pinizzotto den Pfosten, Markus Lauridsen scheiterte mit seinem Nachschuss an Eisbären-Schlussmann Petri Vehanen.
Der Mittelabschnitt begann mit spielstarken Bayern. Obwohl die Gäste in Unterzahl waren, traf Michael Wolf in der 23. Minute mit seinem 600. DEL-Scorerpunkt zum 2:1. Danach scheiterten Frank Mauer am Pfosten (24.) und Keith Aucoin an Vehanen (26.). Nach exakt 30 Minuten glich Berlin in Unterzahl durch Frank Hördler aus. Danach nahm die Partie noch mehr Fahrt auf. Marcel Noebels brachte die Eisbären erneut in Führung (35.), Münchens Brooks Macek glich jedoch nur eine Minute später zum 3:3 aus.
Im Schlussdrittel taktierten beide Teams zunächst, bis in die 48. Minute gab es kaum Torabschlüsse. Dann erzielte Derek Joslin in Überzahl das 4:3 für München. Da Christensen wenig später nur den Pfosten traf, blieb es spannend. In der 54. Minute glich Marcel Noebels für die Eisbären zum 4:4 aus. Zwei Minuten später traf Mads Christensen erneut nur den Pfosten, es blieb beim 4:4 nach der regulären Spielzeit.
Nach einer torlosen Verlängerung erzielte Micki DuPont im Penaltyschießen den Siegtreffer für Berlin.
Straubing Tigers (DEL)
Ticket-Aktion am Di. 24.10. für Dauerkarteninhaber – „Bring an Freind“
Nach dem heutigen Sieg gegen Augsburg soll am Dienstag, gemeinsam mit den Fans, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht werden.
Deshalb haben sich die Verantwortlichen der Straubing Tigers kurzerhand dazu entschlossen, am Dienstag, 24.10.17, wenn es gegen die Schwenninger Wild Wings (19.30 Uhr) geht, für alle Dauerkarteninhaber im Stehplatzbereich eine Aktion anzubieten.
Jeder Inhaber eines Jahrestickets (Stehplatz) hat die Möglichkeit, eine Person in das Eisstadion am Pulverturm mitzunehmen. Der „Begleiter“ erhält freien Eintritt. Der Begleiter erhält kostenlosen Eintritt in der gleichen Kategorie der vorzulegenden Dauerkarte oder in einer untergeordneten Kategorie.
„Mit dieser Aktion wollen wir die Treue beziehungsweise den Vertrauensvorschuss unserer Jahreskarteninhaber honorieren“, merkt Gaby Sennebogen, Geschäftsführerin der Straubing Tigers, an.
Der Ablauf gestaltet sich einfach: unter Vorlage der vorhandenen Dauerkarte kann die „Freikarte“ an der Abendkasse abgeholt werden. Die Kassen öffnen am Spieltag 90 Minuten vor dem Eröffnungsbully.
Tölzer Löwen (DEL2)
Tölzer Löwen schnuppern an Punkt in Kassel
die Special-Teams entscheiden die engen Spiele. Diese Eishockey-Weisheit bewahrheitete sich am Sonntagabend in der Eissporthalle Kassel erneut. Bis zur 46.Minute waren die Tölzer Löwen ergebnistechnisch auf Augenhöhe mit Kassel, dann entschied David Kuchejda die Partie in Überzahl. Am Ende gewinnen die Huskies mit 2:1 (1:0, 0:1, 1:0).
Schon vor dem Spiel ereignete sich eine kuriose Szene: Die Eismaschine war defekt und die Aufbereitung musste lange warten, so dass das Spiel erst mit einer halben Stunde Verspätung beginnen konnte. Die favorisierten Gastgeber übernahmen über weite Strecken die Puckkontrolle, taten sich aber schwer gegen unangenehme Tölzer, die defensiv gut organisiert waren. Immer wieder störten sie den Gegner schon im gegnerischen Drittel. Genau so kamen auch die beiden größten Löwenchancen des Auftaktdrittels zustande: Nach guten Forechecks hatten Julian Kornelli und etwas später Philipp Schlager nur noch Huskies-Keeper Mirko Pantkowski vor sich. Kornelli schoss vorbei, Schlager traf nur den Kassler Torwart. Auf der anderen Seite nutzte Toni Ritter schon nach vier Minuten die erste gute Chance der Huskies per Nachschuss.
Die Löwen machten im zweiten Drittel ähnlich stark weiter. Zu diesem Zeitpunkt der Partie hatten sie die volle Spielkontrolle und waren die bessere Mannschaft auf dem Eis. Philipp Schlager traf den Außenpfosten, Michael Grabmaier und Michael Endraß scheiterten jeweils an Pantkowski. Erst nach 35 Minuten erstmals ein erfolgreicher Abschluss der Löwen. Routinier Klaus Kathan traf, schön von Johannes Sedlmayr in Szene gesetzt, über die Schulter des Huskie-Goalies zum hochverdienten Ausgleich.
„Im Allgemeinen bin ich mit der Leistung, und vor allem dem Einsatz, meiner Mannschaft sehr zufrieden. Es ist schade, dass wir nach so einem Spiel mit null Punkten nach Hause fahren müssen. Ich denke wir hätten heute aufgrund des Einsatzes etwas mehr verdient. Kassel war etwas cleverer und hat es verstanden ihr Überzahl zu nutzen“, so Rick Boehm.
Die Huskies, die im ganzen Spiel nur zwei Überzahlsituationen bekamen, nutzten ihr Powerplay gnadenlos. Aziz Ehliz wanderte auf die Bank und David Kuchejda traf zum 2:1 für Kassel. Die Löwen in dieser Situation einmal unaufmerksam – direkt ausgenutzt von den Hessen. In der Folge rannten die Buam an. Angriffswelle, an Angriffwelle rollte auf Mirko Pantkowski zu, doch nun waren es die Huskies, die stark verteidigten. „Tölz lebt vom Herz und Kampfgeist der Mannschaft, das haben sie heute bewiesen. Die Special-Teams waren sehr wichtig heute. Wir haben kein Tor in Unterzahl kassiert, das war enorm wichtig und sehr gut gemacht von den Jungs“, so Kassels Coach Rico Rossi. Drei Überzahl-Situationen bekamen die Tölzer Löwen in den letzten elf Minuten der Partie. Doch auch André Lakos scheiterte freistehend vor dem Tor und damit blieb es beim 2:1-Heimsieg für Kassel.
Die Löwen können sich für ihre ansprechende Leistung also nicht belohnen und müssen ohne Punkte nach Hause fahren. Das passende Schlusswort gab´s von Rico Rossi: „Letztendlich ist es egal, ob es schön war, oder nicht: Drei Punkte sind drei Punkte.“
Um Zähler geht es auch am kommenden Freitag wieder. Dann sind die Löwen zu Gast beim ESV Kaufbeuren. Zwei Tage später kommt der SC Riessersee in die weeArena.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
5:3! Eispiraten fahren Arbeitssieg ein - Westsachsen jubeln trotz zweimaligem Rückstand
Die Eispiraten Crimmitschau haben nach drei sieglosen Partien wieder einen Sieg in der DEL2 eingefahren und somit zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen die Wölfe Freiburg haben die Westsachsen einen verdienten 5:3-Heimsieg eingefahren. Trotz zweimaligem Rückstand schickten die Schützlinge von Trainer Kim Collinjs ihre Kontrahenten aus dem Breisgau ohne Punkte zurück nach Freiburg. Für die Tore zeigten sich Patrick Pohl, Robbie Czarnik, Bernhard Keil, Ossi Saarinen und Jordan Knackstedt verantwortlich.
Nicht nur optisch waren die Eispiraten im ersten Abschnitt das bessere Team. Die Westsachsen gingen wesentlich energischer und entschlossener zur Sache als die Wölfe aus Freiburg und strahlten mit 20 zu neun Torschüssen auch mehr Gefahr in der Offensive aus. Dabei vergaben Jordan Knackstedt, Patrick Pohl und Goldhelm Robbie Czarnik die besten Gelegenheiten für ihr Team. In der 15. Minute folgte dann der Aufreger der Partie. Ein straffer Schuss von Danny Pyka prallte ans Aluminium, Hanuljak parierte darauf. Doch der Großteil der 1.649 Anhänger im Sahnpark sah den Puck im Tor. Die Unparteiischen lehnten den Videobeweis ab, im direkten Gegenzug erzielten die Freiburger mit einer ihrer wenigen Chancen das 1:0 (16.). Dabei profitierte Nikolas Linsenmaier von einem groben Torwartfehler von Olivier Roy. Wenige Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels erhöhte Rießle sogar auf 2:0 (20.) und das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf auf keiner Weise wieder.
Auch im zweiten Drittel waren die Westsachsen den Mannen aus dem Breisgau überlegen und durften schon nach zwei Minuten jubeln. Patrick Pohl traf zum 2:1-Anschluss (22.). Und die Sachsen legten nach. Zwar wurde Freiburg etwas besser, doch die klareren Chancen hatten die Eispiraten. Eine davon nutze Robbie Czarnik und stellte nach Zuspiel von Jordan Knackstedt in der 33. Minute auf 2:2 - Ausgleich! Doch Freiburg schlug zurück: Nikolas Linsenmaier traf in Überzahl erneut und brachte den EHC wieder in Front. Das Team von Kim Collins wusste sich im zweiten Durchgang allerdings für seine Arbeit auch zu belohnen. So war es Bernhard Keil, der kurz vor dem Drittelende zum 3:3 traf und die Führung der Wölfe somit wieder egalisierte.
Großchancen ließen im dritten Drittel dann lange auf sich warten. Doch der Pfostenschuss von Vincent Schlenker, welcher sich für seine harte Arbeit nicht belohnen konnte, hatte es in sich. Nachdem Olivier Roy sein Team mit einer Glanzparade im Spiel hielt, durften dann die Westsachsen jubeln. Nach feinem Zuspiel verwandelte Ossi Saarinen seinen Onetimer im Kasten der Breisgauer und sorgte im Powerplay somit für die verdiente Führung - 4:3 (43.)! Das letzte Tor des Abends gehörte wieder den Eispiraten,in Person von Jordan Knackstedt. Dieser krönte nach drei Assists seine starke Leistung mit einem eigenen Tor in den verwaisten Kasten des EHC.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen gewinnen gegen Bietigheim
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Bietigheim Steelers vor2097 Zuschauern mit 4:2 (2:0; 1:0; 1:2) gewonnen. Marius Garten (2.) und Cedric Schiemenz (7.) brachten die Eislöwen in Führung. Im zweiten Spielabschnitt schraubte Thomas Pielmeier das Ergebnis mit seinem Überzahl-Treffer auf 3:0 in die Höhe. Steven Rupprich markierte das vierte Dresdner Tor (45.), doch Matt McKnight im Powerplay (47.) und Robert Brown (52.) verkürzten für Bietigheim und machten es noch einmal spannend.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Es ist immer eine Herausforderung gegen Bietigheim zu spielen – egal ob sie 15 oder 12 Spieler im Kader haben. Das Team hat einfach Qualität. Wir haben heute unseren Gameplan durchgezogen. Hinten raus waren wir aber leider zu passiv.“
Bietigheim-Coach Kevin Gaudet: „Beide Teams haben seit Wochen mit Verletzten zu kämpfen. Wir spielen seit drei Wochen mit fünf Verteidigern und acht Stürmern. Wenn man viele Verletzte hat, muss man einfach schlauer sein, defensiv gut stehen und Strafen vermeiden. Der Anfang der Partie war nicht schlecht, aber Dresden nutzt die ersten zwei Chancen eiskalt. Wenn man im Rückstand ist, wird es natürlich nicht leichter.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 27. Oktober um 19.30 Uhr bei den Wölfen Freiburg.
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies schlagen wackere Tölzer Löwen
Am heutigen Sonntag trafen die Huskies vor heimischer Kulisse erstmals seit über dreißig Jahren
wieder auf die Mannschaft des EC Bad Tölz. Nach der Derbyniederlage am vergangenen Freitag
musste Trainer Rico Rossi neben den in Mannheim weilenden Maginot, Koziol und Hungerecker
sowie dem langzeitverletzten Manuel Klinge auch auf Mike Little verzichten. Dafür rückte David
Kuchejda zurück in die Mannschaft. Heimpremiere feierte zudem Yannik Valenti, der seit
vergangenem Freitag mit einer Förderlizenz für die Huskies aufs Eis geht.
Wie schon am Freitag starteten die Huskies gut in die Partie. Kaum waren drei Minuten gespielt,
kreisten die Schals der Fans zum ersten Mal im Takt zu Rama-Lama-Ding-Dong. Toni Ritter war
zweimal frei im Slot zum Schuss gekommen und ließ sich nach dem Auslassen der ersten
Großchance wenige Sekunden später nicht erneut bitten und überwand Andreas Mechel im Tor
der Gäste zum 1:0 (4.). Insgesamt hielten die Nordhessen das Heft des Handelns in den ersten
zehn Minuten gut in eigenen Händen, so dass die Bayern kaum zu nennenswerten Torchancen
kamen. Erst im zweiten Teil des ersten Abschnitts sorgten Schlager, Kornelli und Schwarz für
Gefahr vor dem von Mirko Pantkowski gehüteten Tor.
Im zweiten Drittel kam der EC Bad Tölz dann besser in die Partie und gelangte - begünstigt durch
ein Powerplay - zu guten Möglichkeiten, die jedoch entweder am Gestänge oder am erneut
tadellosen Mirko Pantkowski scheiterten. Besser machte es erst Klaus Kathan in der 36.
Spielminute. Der Ex-Husky nutzte eine Ungenauigkeit in der Huskies Defensive und überwand
Pantkowski halbhoch zum 1:1-Ausgleich.
Im Schlussabschnitt drängten die Tölzer Löwen weiter auf den Auswärts-Dreier. Doch nach etwas
Anlaufschwierigkeiten waren es die Huskies, die bei erster Gelegenheit trafen. Im Powerplay fand
Braden Pimm den frei am rechten Bullykreis stehenden David Kuchejda, der per Direktabnahme
zum 2:1 einnetzte. Doch auch mit der Führung im Rücken stellte sich keine Sicherheit bei den
Huskies ein. Dank eines starken Pantkowskis gelang den Tölzern jedoch kein weiterer Treffer. Die
beste Chance auf den erneuten Ausgleich ließ André Lakos vier Minuten vor Schluss liegen.
So fuhren die Huskies einen - zugegebenermaßen - glanzlosen Sieg ein, der den Nordhessen aber weiterhin Anschluss an die Spitzengruppe der DEL2 garantiert.
Memmingen Indians (OLS)
Indians unterliegen Weiden deutlich: 1:8 Niederlage am Hühnerberg
Der ECDC Memmingen hat das zweite Spiel des Wochenendes mit 1:8 verloren. Nach dem Derby-Erfolg vom Freitag in Sonthofen, ging die zweite Partie am Sonntag an den EV Weiden. Die Gäste aus der Oberpfalz beeindruckten durch sehr hohe Effektivität und fuhren am Ende einen verdienten, aber zu hohen Auswärtserfolg ein.
Es ging gut los für die Memminger, die zu Beginn ordentlich Tempo machten und auf das Gehäuse der Gegner drückten. Tim Wohlgemuth erzielte bereits in der sechsten Spielminute die Führung für die Hausherren, die aber nur eine knappe Minute Bestand hatte, bis Straka der Ausgleich gelang. Memmingen bestimmte weiter die Partie, doch Weiden konterte ein ums andere Mal gefährlich. Stähle und Heinisch drehten die Partie komplett und stellten das Spiel auf den Kopf, die Gäste machten aus nahezu jeder Chance einen Treffer.
Im zweiten Abschnitt wollten die Memminger, bereits mit Florian Neumann im Tor, nun Druck machen und den Anschluss erzielen. Sie wurden aber nach kurzer Zeit durch eine Strafe wegen hohen Stocks ausgebremst und mussten mehrere Minuten in Unterzahl agieren. Das ließen sich die Gäste nicht nehmen und erhöhten durch Pauker und erneut Heinisch auf 5:1. Kurz vor dem Ende des Drittels fiel dann sogar noch ein weiterer Treffer für die Blau-Weißen, die endgültig davonzogen.
Im Schlussabschnitt lautete die Devise nun Schadensbegrenzung. So ganz wollte es den Indians aber nicht gelingen. Im Angriff wollte der Puck, trotz guter Möglichkeiten, einfach nicht ins Tor und vor dem eigenen Gehäuse waren die Gäste an diesem Abend zu abgezockt. Zwei weitere Treffer konnten die Oberpfälzer noch erzielen und damit drei Punkte vom Hühnerberg entführen. Mit 1:8 sorgten sie für eine empfindliche Niederlage der Indians, die aber etwas zu hoch ausfiel.
Am nächsten Wochenende wird es für die Memminger nicht einfacher. Nachdem am Freitag die Reise nach Selb angetreten werden muss, kommt am Sonntag Deggendorf an den Hühnerberg. Beide Gegner werden zu den Favoriten in der Liga gezählt und werden es den Indians sehr schwer machen. Die müssen nun versuchen die Begegnungen aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
TEV Miesbach (OLS)
TEV feiert ersten Saisonsieg gegen Landshut
Der TEV bezwang am gestrigen Sonntag den EV Landshut mit 6:4 und feiert somit am 8. Spieltag den ersten Saisonsieg. Für die Landshuter die erste Niederlage nach zuvor 4 Siegen. Die Vorzeichen waren nicht ideal für den TEV, so musste das Team von Markus Wieland auf die Verletzten Stefan Mechel, Max Deichstetter, Sebastian Deml, Tom Kimmel, Florian Gaschke, Thomas Amann und Markus Seiderer verzichten. Zudem durfte Wieland nach seiner Spieldauerstrafe vom Freitag nicht an der Bande coachen, dies übernahm sein Co Matthias Hart, hervorragend unterstützt von Sebastian Deml. Dieses Trainertrio hat aus der Not eine Jugend gemacht: mit Stephan Krumbiegel, Samuel Matha, Sebastian Höck und Youngster Maxi Meineke wurde 4 Spieler von der 1b hochgezogen, die allesamt ihr erstes Oberligaspiel absolvierten, um mit 4 Reihen agieren zu können und dadurch für mehr Entlastung zu sorgen. Und alle machten einen tollen Job und wurden vom Sportl. Leiter Stefan Moser bei der Begründung der Wahl des besten Spielers auf Seiten des TEVs entsprechend gelobt: „ Wir hätten eigentlich zum Sponsor Weißbierbrauerei Hopf fahren müssen, das Lager aufbrechen und 20 weitere 3-Liter-Flaschen holen müssen, denn heute hätte es jeder verdient. Wir haben Stefan Kirschbauer gewählt, der Kampfkraft und Siegeswillen immer vorlebt.“ Vor 483 Zuschauern, davon über 100 aus Landshut, startete eigentlich der Gegner ideal in die Partie. Bereits nach 38 Sekunden erzielte Trew nach schöner Kombination das 0:1. Ob die schnelle Führung für die Köpfe seines Teams nicht sogar schädlich war, ließ Gästetrainer Axel Kammerer bei der Pressekonferenz offen. Für den TEV war es wie ein Weckruf und es folgte ein starkes Drittel mit Toren von Frank, Hall, sowie Rizzo und Lidl jeweils in Überzahl zum zwischenzeitlichen 4:1 Pausenstand. Dem Anschlusstreffer ebenfalls von Trew in der 23. Minute konterte der TEV mit dem 5:2 durch Fissekis, nach toller Vorarbeite von Hall und Stemke bei 2-Mann-Überzahl in Minute 26. Mit diesem Spielstand ging es in Drittel 3 und auch hier gelang den Gästen das erste Tor zum 3:5 durch Fischhaber. Der EVL agierte nun mit offenem Visier, erzeugte viel Druck und setzte sich mehrmals im Drittel des TEVs fest. Mit Disziplin, Kampfkraft und einfachem Spiel konnte sich der TEV immer wieder befreien und mit einem Konter in der 49. Minute sogar auf 6:3 durch Fissekis erhöhen. Doch aufgegeben hatten sich die Gäste dadurch noch nicht, belagerten weiterhin das von Anian Geratsdorfer überragend verteidigte Tor und konnten aber in der 56. Minute nur noch auf 4:6 verkürzen. Großer Jubel brach nach der Schlusssirene bei Team und Anhang aus und auch die fairen Landshuter Fans spendeten dem Heimteam für ihre tolle Leistung respektvoll Applaus. Zu späterer Stunde brachte ein langjähriger Fan die Stimmung auf den Punkt: „ Mit diesem Sieg hat sich der Aufstieg in die Oberliga schon rentiert !“ Die Leistung macht auf jeden Fall Lust auf Mehr und die Vorfreude auf die anstehenden Duelle mit dem Nachbarn Starbulls Rosenheim am kommenden Wochenende steigt. Freitag 19.30 Uhr in Rosenheim, Sonntag 18 Uhr in Miesbach.
Sonthofen Bulls (OLS)
Spieldauerstrafe bringt ERC Sonthofen völlig aus dem Konzept - 1:5- Niederlage trotz kämpferisch guter Leistung
Der ERC Sonthofen verliert das Sonntags-Auswärtsspiel in der Eishockey-Oberliga Süd in Deggendorf
mit 1:5 (0:1; 1:3; 0:1). Die Bulls spielten vor 1.161 Zuschauern deutlich besser als im Allgäu-Derby am
Freitag zu Hause gegen Memmingen, dies sollte ihnen am Ende aber rein gar nichts bringen. Nach
der Führung für Deggendorf und dem Ausgleich durch Sonthofen war es der Schiedsrichter, der die
Entscheidung herbeiführen sollte. Mitten im immer besser werdenden Spiel der Allgäuer gab es eine
fragwürdige 5+ Spieldauerstrafe gegen Sean Morgan von der sich die Oberallgäuer nicht mehr
erholen sollten. Gleich zwei Treffer in Unterzahl und anschließend noch das Tor zum 1:4 mussten die
Bulls hinnehmen. In den letzten zwanzig Minuten Torchancen auf beiden Seiten - Deggendorf
schließlich noch mit dem Treffer zum 1:5-Endstand durch Benedikt Böhm. Im Tor stand
Nationaltorhüterin Jennifer Harß, statt Patrick Glatzel, der pausierte. Matthias Forster war
krankheitsbedingt nicht im Kader.
Sonthofen wartete anfangs ab und versuchte Deggendorf zunächst beim Anlaufen inszu stören. Die
Hausherren am Anfang druckvoll, Sonthofen presste dagegen. Der erste echte Torschuss kam von
den Hausherren, ging aber knapp am Kasten des ERC vorbei. Eine Strafzeit wegen eines
Ellenbogenchecks konnten die Bulls nicht nutzen, um in Führung zu gehen - Deggendorf spielte den
Puck immer wieder clever aus dem eigenen Drittel hinaus und Sonthofen musste den Angriff neu
aufbauen. In der 13. Minute viel Trubel vor Jennifer Harß, dann wird das schwarze Hartgummi schnell
auf die andere Seite gespielt und Ales Jirik, der schon in Sonthofen getroffen hatte, konnte
einschieben. Danach Sonthofen bissiger, kam immer stärker ins Spiel, doch dann surrte die
Pausensirene.
Die Bulls jetzt auf 180 und so gingen sie auch ins Mitteldrittel. Nach 30 Sekunden spielt Vladimir
Kames einen äußerst gelungenen Pass auf Marc Sill, der zieht vor dem Tor ab und schafft den
Ausgleich zum 1:1. Kurz danach Sonthofen erneut in der Vorwärtsbewegung, doch der Schuss von
Maximilian Hadraschek prallt vom Torhüter ab. Anschließend ein normaler Check gegen einen
Deggendorfer Spieler, der links vom Sonthofer Tor liegen bleibt. Die Schiedsrichter zeigen zunächst
nichts an, fahren anschließend zusammen und entscheiden auf 5+ Spieldauerstrafe gegen
Sonthofens Sean Morgan - Der konnte es nicht fassen. Eine ähnliche Situation gegen Sonthofens
Marco Sternheimer später, sollte von Schiedsrichter Aumüller und den Assistenten ungeahndet bleiben. Doch weiter im Spiel: Nach zunächst herausragendem Unterzahlspiel kommt der
Deggendorfer Andreas Gawlik in der 27. Minute von der linken Seite aus zum Abschluss. Halbhoch
geht der Treffer ins Netz. Nur wenige Augenblicke später direkt von der anderen Seite der nächste
Schuss ins Tor der Gäste, 3:1 aus Sicht der Hausherren. In der 32. Minute dann auch noch das 4:1
durch Andrew Schembri für Deggendorf. Die Bulls steckten nicht auf, waren aggressiv und wollten
den Puck ins Tor der Gastgeber zwingen, doch sie kamen einfach nicht durch. Im Gegenzug
Strafzeiten: Chris Stanley muss nach einem Bandencheck zwei Stafminuten absitzen, Martin Guth
nach einem von ihm initiierten Faustkampf gegen einen Deggendorfer Spieler. Jenny Harß, das
menschliche Schutzschild hielt bravourös und der ERC überstand diese Strafzeiten unbeschadet. Nur
langsam lief es für die Bulls wieder besser, Deggendorf mit weiteren Chancen, es blieb aber beim 4:1
für die Hausherren.
Im letzten Drittel zunächst Deggendorf mit Gelegenheiten, dann aber Sonthofen am Drücker. Ein ums
andere Mal kamen sie in den Spielabschnitt der Hausherren. Die Abschlüsse waren da, aber keine
Treffer. Marc Sill, Wayne Lucas und Co. hatten ihr Glück versucht, scheiterten aber knapp oder am
Torhüter auf Deggendorfer Seite. Die Niederbayern in der zweiten Hälfte wieder mehr am Drücker.
Jennifer Harß konnte aber festhalten. Sechseinhalb Minuten vor dem Schluss noch ein Pfostenschuss
des DSC und schließlich noch der Treffer zum 1:5 aus Sonthofer Sicht durch Benedikt Böhm.
Löwen Waldkraiburg (OLS)
Löwen kassieren Packung in Regensburg
Eine deftige Abreibung bekam der EHC Waldkraiburg am Sonntagabend beim EV Regensburg. Zwei Tage nach dem 5:3-Heimsieg gegen Miesbach unterlagen die Löwen mit 0:10. Die erste zweistellige Niederlage der Oberligasaison überhaupt und eine, die man zwar erwarten konnte, die aber in dieser Höhe einem Drittligisten dennoch nicht widerfahren sollte. Besonders, weil in den ersten 20 Spielminuten noch überhaupt kein Tor gefallen war.
Sergej Hatkevitch musste beim erwartet schweren Auswärtsspiel in Regensburg auf Max Kaltenhauser und Daniel Schmidt verzichten, im Tor setzte er in den ersten zwei Dritteln auf Korbinian Sertl, der zwei Tage zuvor gegen Miesbach eine gute Leistung gezeigt hatte. Nico Vogl übernahm Kaltenhausers Platz in der ersten Angriffsreihe und sein Sturmkollege Brent Norris hatte in der neunten Minute die erste Waldkraiburger Chance, nachdem die Anfangsminuten bereits klar an die Hausherren gegangen waren. Am auffälligsten bei Regensburg war in den ersten 20 Minuten Jason Pinizzotto, der einmal den Pfosten traf (7. Minute) und einen Konter gegen Sertl nicht verwerten konnte (12.).
Auch zu Beginn des zweiten Drittels verkauften sich die Löwen noch gut, Ludwig Synowiec’ Schuss konnte Eisbären-Keeper Peter Holmgren ebenso parieren, wie den Versuch eines „Bauerntricks“ von Thomas Rott in den ersten beiden Minuten. Dann kassierte Tobias Thalhammer eine 2+10 Minuten Strafe und diese Überzahl nutzte der EVR prompt zur Führung durch Pinizzotto (24:03). Keine zwei Minuten später legte Franz Mangold sehenswert nach: Über die linke Seite zog er vor Sertls Tor und versenkte die Scheibe im rechten Tor-Winkel (25:24). Die Löwen gaben sich aber noch nicht auf, wenngleich klar war, dass es jetzt richtig schwer würde, doch nur wenig später hatten Norris und Lukas Wagner die Chance zu verkürzen, beide fanden ihren Meister aber in Holmgren (29.). Dann aber drehten die Hausherren wieder auf und trieben den Spielstand durch Tore von Nikola Gajovsky (34:25) und Mangold (34:52) innerhalb von nur 27 Sekunden weiter in die Höhe. Um die drückende Überlegenheit noch weiter zu manifestieren setzte Tomas Gulda dann sogar noch einen drauf und jagte die Scheibe kurz vor derPause gegen Sertls Laufrichtung ins Kreuzeck zum 5:0 (39:05).
Nach diesem gebrauchten zweiten Drittel kam Fabian Birk für Sertl, doch auch der zweite Keeper der Löwen sollte die Regensburger Dampfwalze nicht aufhalten können. Mit vier Reihen und sieben Verteidigern hielten die Eisbären von Trainer Peppi Heiß das Tempo hoch, raubten den Löwen zunehmend die Kraft und zeigten auch vor dem Tor keine Gnade. Nach gerade einmal 18 Sekunden versenkte Arnoldas Bosas die Scheibe mit der Rückhand über Birks Schulter hinweg zum 6:0 (40:18), Pinizzotto stellte gegen die immer mehr Auflösungserscheinungen zeigende EHC-Defensive wenig später erst auf 7:0 (45:54), in Überzahl dann gar auf 8:0 (56:56), nachdem er Sekunden zuvor schon den Pfosten getroffen hatte. Trocken aus dem Slot verwandelte Gajovsky 80 Sekunden vor dem Ende zum 9:0 (58:40), den Schlusspunkt setzte Korbinian Schütz (59:13) mit einem Treffer von der blauen Linie.
Ein sichtlich geknickter Waldkraiburger Trainer Sergej Hatkevitch gratulierte seinem Gegenüber nach der Partie zu einem absolut verdienten Sieg, gab jedoch zu, dass man sich so viele Fehler gegen ein Team wie Regensburg nicht erlauben dürfe. „Wir müssen jetzt in Ruhe die zweite Hälfte des Spiels analysieren und natürlich müssen wir uns auch bei unseren Fans für so eine Leistung entschuldigen“ so Hatkevitch auf der Pressekonferenz.
Harzer Falken Braunlage (OLN)
Harzer Falken verlieren den Doppelvergleich mit Tilburg
Erwartungsgemäß wenig gab es für die Harzer Falken an diesem
Wochenende in den beiden Spielen gegen die Tilburg Trappers zu holen.
Der deutlichen 7:1 (3:0; 3:1; 1:0)-Niederlage in Tilburg folgte ein
1:4 (0:2; 1:0; 0:2) im heimischen Wurmbergstadion, bei dem man sich
deutlich besser präsentierte und phasenweise nicht ganz chancenlos
sein sollte.
So sah es auch Gästetrainer Bo Subr, der sich in den beiden Partien
zwei ganz unterschiedlichen Harzer Falken gegenüber sah. Denn konnten
die Falken in Tilburg kaum zwingende Chancen herausspielen und
insgesamt eigentlich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erwecken, man
könne dem amtierenden Oberligameister gefährlich werden, spielten die
Falken zwei Tage später vor 471 Zuschauern druckvoll und mit vollem
Körpereinsatz. Und auch den schnellen Gegentreffer in der 2.
Spielminute steckte man gut weg. Der an diesem Abend ganz starke Leon
Hungerecker im Harzer Kasten hatte zunächst gut pariert, doch bei dem
Nachschuss von Reno de Hondt hatte er keine Chance. Was folgte war ein
sehr souveränes und abgeklärtes Spiel der Gäste, welches aber immer
wieder gut durch die Falken verteidigt wurde, die sich selber durch
Patrik Franz von der blauen Linie und vor allem Christian Schock, der
freistehend vor dem Gästetor knapp daneben zielte, gute Chancen
erarbeiteten. So wähnte man sich mit einem nur knappen Rückstand in
der Drittelpause, doch 8 Sekunden vor Schluss nutzte Kevin Bruijsten
seine Chance und ehöhte auf 0:2. Ein Tor, das für Unmut auf den Rängen
sorgte. Einige sahen den Puck vor dem Zuspiel außerhalb des Drittels
und somit ein Abseits. Für andere war der Schläger des Torschützen zu
hoch. Doch Schiedsrichter Florian Feuerbach gab den Treffer und die
anschließende Videoanalyse bewies, dass er damit goldrichtig lag und
seine insgesamt gute Leistung mit dieser Entscheidung unterstreichen
konnte. Eine gute Leistung, die auch seine Linienrichter Dominic Six
und Alexander Zislin erneut in abgeklärten und konsequenten
Entscheidungen zeigten.
Im zweiten Drittel spielt in den ersten vier Minuten eigentlich nur
die Gäste. Über das gesamte Spiel hinweg war es zeitweise eine
Lehrstunde, wie man mit schnellen und direkten Pässen das Spielfeld
überbrückt und seinen Gegner unter Druck setzt. Doch dann in der 24.
Minute wurden die Falken durch eine Strafzeit der Gäste mehr oder
weniger wiederbelebt. Denn das Powerplay der Harzer sah insgesamt
recht ordentlich aus, vor allem wenn Trevor Hendrikx die blaue Linie
des Gegners besetzte. Hendrikx spielte zwar an diesem Abend
unauffälliger als noch in seinem ersten Spiel gegen Essen, doch nicht
nur sein Nebenmann Thomas Schmid scheint von dem routinierten
Verteidiger immens zu profitieren. Auch Kapitän Erik Pipp geht noch
mehr vorbildlich voran, sucht immer wieder Hendrikx an der blauen
Linie und wird von eben diesem mit starken Aufbaupässen in Szene
gesetzt. Wie vor allem in der 29. Minute, als Hendrikx Pipp mit einem
feinem Aufbauspiel auf die Reise schickte und dieser seinen Alleingang
zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer abschloss. Ein Treffer,
der nochmal ganz neue Kräfte freisetzte und den auch Gästetrainer Subr
in der anschließenden Pressekonferenz als ein Momentum ansah, der den
Spielverlauf nochmal hätte ändern können. Doch die guten Chancen von
Trevor Hendrikx mit fulminanten Bluelinern und Nick Pitsikoulis, der
stark von Erik Pipp angespielt wurde, blieben ungenutzt.
Und so verlagerte man die Aufholjagd in das Schlussdrittel. Die Harzer
Falken immer weiter sichtlich bemüht sahen sich an diesem Abend aber
einem sehr souveränen Gegner gegenüber, der wusste das Spiel an sich
zu nehmen, Tempo rauszunehmen und sicher den Puck durch die eigenen
Reihen laufen zu lassen, ohne dass dabei große Torszenen entstanden.
Und wenn, dann stand im Harzer Tor ein Leon Hungerecker, der einiges
an Tilburger Möglichkeiten vereitelte. Bis zur 32. Minute, als sich
die Ereignisse des ersten Gästetreffers wiederholen sollten.
Hungerecker parierte und erneut schaltet de Hondt am schnellsten und
nutzt den Abpraller zum spielentscheidenden 1:3. Und auch hier muss
man anschließend resümieren, dass Schiedsrichter Feuerbach richtig
lag. Denn der Puck landete nicht wie von vielen vermutet an der Latte,
sondern am hinteren Quergestänge und somit im Tor. Zwar gab es in der
57. Minute nochmal eine Großchance, als Erik Pipp eine tolle
Kombination über Richard Zerbst und Thomas Schmid nicht vollenden
konnte. Aber 53 Sekunden vor Schluss machte Mickey Bastings mit dem
1:4 alles klar. Ein Treffer, der angesichts des Spielverlaufes
vielleicht zuviel des Guten war, doch insgesamt stellte Tilburg an
diesem Abend den verdienten Sieger.
Und außerdem hatte man noch die Niederlage in der vergangenen Saison
im Kopf, wie Trainer Bo Subr zugab, in dem Tilburg deutlich besser am
Ende noch eine 2:1-Niederlage hinnehmen musste. Alles in allem zollte
Interims-Trainer Wohlmann seinen Jungs entsprechend hohen Respekt.
Denn Kampf, Einsatz und der Wille prägte das Harzer Spiel, konnte aber
letztendlich gegen das Profiteam aus den Niederlande nicht
entscheidend dazu beitragen, aus diesem Spiel Punkte mitzunehmen. Doch
Bernd Wohlmann zeigte sich angesichts der gezeigten Leistung durchaus
optimistisch und sieht den Lohn der harten Arbeit schon in fünf Tagen
mit dem ersten Sieg belohnt. Eine Ansage, die nicht grundlos von
Selbstbewusstsein zeugt. Denn dann steht man gegen den direkten
Konkurrenten aus Timmendorf auf dem Eis, die zwar bislang respektable
Ergebnisse erzielen konnten, am Sonntagabend jedoch in Leipzig mit
einem 9:1 regelrecht deklassiert wurden. Zudem weiß man im Team der
Falken um die Wichtigkeit dieses Spieles. Denn ohne Punkte aus diesem
Spiel würde es ungleich schwerer, die rote Laterne des Tabellenletzten
bald abgeben zu können. Und so verschwendet auch niemand einen
Gedanken ein ein derartiges Szenario. (Hei)
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Moskitos mit dem ersten Sechs-Punkte Wochenende
14:1 Tore, Sechs-Punkte Wochenende für die Wohnbau Moskitos, die Mannschaft von Frank Gentges zeigte nach dem überraschenden Abgang von Niklas Hildebrand eine deutliche Reaktion gegen teilweise überforderte Berliner Preussen. Entsprechend zufrieden war der Essener Chefcoach auch in seinem Statement: "Vorab gute Besserung an den verletzten Berliner Spieler, das Wichtigste ist, dass es nichts ernsthafttes ist. Das 6-Punkte Wochenende mit nur einem Gegentor tut den Jungs gut. Wir wissen das aber auch richtig einzuschätzen. Fakt ist auch und das ist mehr als deutlich zu sehen, dass wir dringend einen erfahrenen Verteidiger und einen adäquaten Ersatz für Hildebrand brauchen. Wenn der Schiedsrichter sich das Video anschaut, sieht er, dass es kein No-Look-Check von Oli Granz war und damit auch keine Matchstrafe."
Die Preussen, mit 14 Feldspielern und zwei Torhütern an den Westbahnhof gereist, hatten bereits nach der Freitagsniederlage gegen die Moskitos am Samstag in Tilburg gespielt und ebenfalls verloren. Man merkte es dem Team von David Haas an, von der ersten Minute an waren die Moskitos die überlegene Mannschaft und setzten Olafr Schmidt unter Druck. Bereits in den ersten Minuten eine gute Chance durch Julien Pelletier und einen Distanzschuss von Werner Hartmann. Marko Babic eröffnete dann das Torfestival in der 5. Spielminute versenkt er zum 1:0. Julian Lautenschlager in der Folge mit zwei guten Möglichkeiten, doch noch bleibt der Berliner Keeper Sieger. Einen Superpass von Thomas Gauch über die Bande nimmt Julien Pelletier an der Berliner Verteidigungslinie auf und hämmert die kleine Scheibe oben links ins Netz. Nun geht es Schlag auf Schlag, Kapitän Dennis Thielsch fährt von links ins Berliner Drittel, Scheibe ins lange Ecke, 3:0. Und David Haas, der Berliner Coach nimmt ähnlich wie schon am Freitag eine Auszeit. Olafr Schmidt hat die Nase voll, Philipp Lücke muss die restlichen Tore bekommen. Julian Lautenschlager dann mit dem 4:0, ein Bully Gewinn kommt zum Stürmer der Moskitos und der zieht sofort ab.
Dann kommt es zu der Situation, von der Frank Gentges in seinem Statement bereits sprach. An der blauen Linie der Preussen kommt es zu dem Check, den Hauptschiedsrichter Soguksu schließlich als Matchstrafe wertete. Julien Pelletier mit einem trockenen Schuss ins lange Eck aus halblinker Position konnte dann in den ersten zwanzig Minuten noch den fünften Essener Treffer erzielen.
Wieder Marko Babic eröffnete dann im zweiten Drittel das muntere Tore schießen. Einen tollen Pass von Marcel Pfänder nahm der Essener Stürmer an der blauen Linie auf und ließ Philipp Lücke dann keine Chance mehr. Auch in Überzahl gelang den Moskitos dann ein Treffer, Christoph Ziolkowski zog von der blauen Linie ab, Dennis Thielsch hält den Schläger rein und der siebte Essener Treffer war gefallen. Tor Nummer Acht dann in Unterzahl, Berlin vertändelte vor dem eigenen Tor die Scheibe, wieder Ziolkowski passte auf und Dominik Lascheit brauchte nur noch ins leere Tor schieben.
Im letzten Drittel nahmen die Moskitos dann den letzten Druck und den letzten Zug zum Tor weg. Enrico Salvarani durfte Sebastian Staudt ablösen und machte seine Sache sehr gut. Dennis Thielsch mit seinem dritten Treffer an diesem Abend machte das Endergebnis von 9:0 dann perfekt. In den Schlussminuten gerieten sich Felix Braun und Julien Pelletier noch in die Wolle und lieferten sich eine handfeste Rauferei. Braun bekam 2+2+10 und Pelletier 2+2+2+10.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Sechs-Punkte-Wochenende für die Crocodiles
Die Crocodiles Hamburg haben auch ihr zweites Spiel an diesem Wochenende für sich entscheiden können. Mit 5:1 (0:0/3:0/2:1) gewannen die Hamburger ihr Heimspiel gegen die Black Dragons aus Erfurt. Die Thüringer mussten sich bereits am Freitag mit 5:0 geschlagen geben.
Die 1485 Zuschauer mussten sich lange gedulden, bis das erste Tor fiel: Erst nach knapp 25 Minuten konnte Thomas Zuravlev den Bann brechen. In der 32. Minute war es wieder der 24-Jährige, der zum 2:0 traf. Kurz vor Drittelende erhöhte Josh Mitchell auf 3:0.
Im letzten Drittel belohnte sich Zuravlev mit seinem dritten Treffer. „Der Junge blüht richtig auf. Er bekommt von mir das Vertrauen und kompensiert mit seinen Toren momentan den Ausfall von Brad McGowan“, sagte Trainer Herbert Hohenberger. Zuravlev konnte schon am Freitag doppelt treffen.
André Gerartz erhöhte in der 52. Minute mit einem sehenswerten Alleingang zum 5:0, bevor Erfurts Enrico Manske den Endstand von 5:1 herstellte.
„Gratulation an die Mannschaft! Der Start war etwas holperig, aber wir sind ,wie schon am Freitag, durch unser starkes Unterzahlspiel in das Spiel gekommen. Ich bin natürlich überglücklich, dass wir dieses Wochenende sechs Punkte einfahren konnten. Jetzt schauen wir mal, dass wir diesen Schwung mitnehmen“, sagte Hohenberger nach dem Spiel.
Herner EV (OLN)
Willenskraft erzwingt das Glück
Der Herner EV bezwingt mit einer enormen Willenskraft die Hannover Indians in der Overtime. 1374 Zuschauer erleben einen Krimi der dem "Bremer Tatort" an diesem Abend wahrscheinlich in nichts nachstand.
Zunächst entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit der besseren Chancenverwertung der Hannoveraner. Die Zuschauer sahen ein hartes aber zum größten Teil faires Eishockeyspiel, in dem die ersten 5 Tore ausschließlich im Powerplay fielen. Hannover konnte hierbei jeweils mit einer 1-Tor-Führung den Ton angeben. Als zum Anfang des letzten Drittels die Indians dann plötzlich mit 2 Toren Vorsprung auf 2-4 erhöhten, dachten viele bereits an die erste Heimniederlage dieser Saison, doch es kam alles ganz anders. Doch Herne reagierte mit einer wahnsinnigen Energieleistung und einer Moral wie sie besser kaum in unsere Stadt passen könnte. Zunächst erarbeiteten Nieberle und Hauptig den Ausgleich zum 4-4. Als dann die Indians in der 55. Minute jedoch erneut mit 4-5 in Führung gingen, war es zugegebener Maßen nicht einfach, als Zuschauer noch an den erneuten Ausgleich zu glauben.
Zu groß erschien der bis dahin erfolgte Aufwand der Herner "Malocher" und der damit einhergehende Substanzverlust, zumal Herne ab der 28. Minute auf Kapitän Kreuzmann nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe verzichten musste. Doch weit gefehlt, denn die Herner Eishockeykolonne vom Gysenberg erzwang das Glück und konnte nach Herausnahme von Torhüter Weidekamp zugunsten eines 6. Feldspielers, in der letzten Minute durch Brad Snetsinger den Jubelerfüllenden Ausgleich zum 5-5 erzielen. Die Gysenberghalle stand Kopf und das Herner Publikum peitsche die Gysenberger Jungs nach vorne.
Ab ging es somit in die Overtime und diese zeigt sich für Herne in dieser Saison als sehr dankbar. So war es dann Danny Albrecht in der 63. Minute vorbehalten, nach feiner Vorarbeit durch Marcus Marsall und Michel Ackers, zum höchst umjubelten 6-5 einzunetzen.
Beide Trainer sprachen nach dem Spiel auf der Pressekonferenz von einem Herzinfarktspiel und waren sich einig darüber, dass beide Mannschaften hätten heute gewinnen können, am Ende wollte es Herne vielleicht etwas mehr.
Zum nächsten Heimspiel begrüßen die Herner am Freitag, den 27.10. die Tilburg Trappers aus den Niederlanden, dem aktuellen Tabellenführer der Oberliga Nord.
Buchloe Pirates (BYL)
Max Hofer entscheidet Overtime-Krimi für den ESV - Buchloer Pirates gewinnen enges Bayernligaspiel gegen TSV Erding mit 3:2 nach Verlängerung
Ein bis zum Schluss enges und spannendes Spiel bekamen die rund 270 Zuschauer am frühen Sonntagabend beim Duell des ESV Buchloe gegen den TSV Erding geboten. Am Ende fiel die Entscheidung sogar erst in der Verlängerung, in der die Buchloer mit 3:2 (1:0, 1:2, 0:0) schließlich die Oberhand behielten. „Wir freuen uns natürlich, aber wir müssen schauen, dass wir künftig über drei Drittel eine konstant gute Leistung aufs Eis bringen“, kommentierte ESV-Coach Topias Dollhofer den doppelten Punktgewinn nach der Partie, der nach der bitteren Freitagsniederlage in Füssen sicher Balsam für die Buchloer Moral sein dürfte.
Ohne den am Freitag schwer verletzten Max Dropmann, der mit einem Kieferbruch wohl länger ausfallen wird, begann die Partie relativ unspektakulär. Beide Teams versuchten zunächst sicher zu stehen und Fehler zu vermeiden. So waren die ersten 20 Minuten eher taktisch geprägt und kein wirklicher Leckerbissen für Eishockeyfeinschmecker. Vor den Toren von ESV-Schlussmann Daniel Blankenburg und seinem Gegenüber Jonas Steinmann tat sich nämlich relativ wenig. Folglich war das 1:0 nach 17 Minuten durch David Vycichlo, der einen Schuss von Christoph Heckelsmüller in die Maschen abfälschte, auch eher der Kategorie „Zufallsprodukt“ zuzuordnen, wie auch beide Trainer auf der Pressekonferenz analysierten. Dennoch nahmen die Hausherren die knappe Führung gerne mit in die Pause.
Aus der kamen die Gäste dann allerdings wie verwandelt wieder, während bei den Buchloern nun der Faden komplett verloren zu gehen schien. „Wir haben da das Spiel eigentlich ziemlich aus der Hand gegeben“, meinte auch Dollhofer über die wohl stärkste Phase der Erdinger. Denn während Rudolf Lorenz noch knapp daneben zielte, markierte Philipp Michl nach einer Unaufmerksamkeit in der Buchloer Hintermannschaft den verdienten Ausgleich (25.). Und die Oberbayern drückten weiter und hatten bei einem Aluminiumtreffer des starken Michl Pech, dass die Partie wenige Augenblicke später nicht komplett kippte (26.). Lange dauerte es bis zum 1:2 aber trotzdem nicht. Wieder war es Michl, der nach der Hälfte der Spielzeit bei Vier gegen Vier das Spiel mit seinem Doppelpack drehte (30.). Zum Glück für den ESV zogen die Gladiators im Anschluss mehrere Strafzeiten und wanderten so einige Male auf die Strafbank, was den Offensivdruck der Gäste wieder etwas entschärfte. Die Buchloer aber konnten die Überzahlgelegenheiten nicht konsequent nutzen und mussten auch immer wieder auf die brandgefährlichen Konter der Erdinger aufpassen. Ein Powerplaytor von Markus Vaitl genau in den Winkel sorgte schließlich aber doch noch für den zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhaften 2:2 Ausgleich vor der zweiten Pause (37.).
Im Schlussabschnitt kamen die Buchloer dann wieder besser zurecht und waren dem dritten Tor näher als der Kontrahent aus Erding. Doch sowohl Martin Zahora, als auch Marc Weigant und David Vycichlo vergaben ihre Gelegenheiten, sodass es bis zum Schluss spannend blieb. Und Zittern war in der Schlussminute auch nochmals besonders auf Buchloer Seite angesagt, nachdem man die letzten 51 Sekunden in Unterzahl agieren musste. Doch die aufopferungsvoll kämpfenden Piraten retteten sich in die Verlängerung und überstanden auch dort die verbliebene Unterzahl schadlos. Als alle bereits mit einem Penaltyschießen rechneten, erkämpfte sich Verteidiger Max Hofer im Liegen die Scheibe und setzte den Puck nach einem perfekten Zwei auf Eins Konter auf Zuspiel von Markus Vaitl zum umjubelten Siegtreffer über die Linie (65.).
EV Moosburg (BYL)
Moosburger Rumpftruppe geht auch in Geretsried leer aus
Moosburgs Coach Dimitri Startschew ist dieser Tage nicht zu beneiden. Auch am Sonntag in Geretsried musste er aufgrund der immer länger werdenden Ausfallliste improvisieren, konnte die zweite 3:7 (1:1, 2:3, 0:3)-Pleite innerhalb von 48 Stunden aber nicht verhindern. Mit drei Punkten aus sechs Spielen bleibt der EVM damit im Tabellenkeller der Bayernliga.
Während die Geretsrieder den Spielberichtsbogen mit 22 Akteuren voll ausnutzten, klaffte auf Moosburger Seite ein Loch: Nur 16 Namen waren da zu lesen. Das Hauptproblem lag im Angriff: Nach der Sperre von Daniel Schander und der Nacken-Verletzung von Patrice Dlugos konnten die Grün-Gelben nur noch sieben Stürmer aufbieten. Da blieb Startschew nichts anderes übrig, als auf die Offensivqualitäten der jungen Verteidiger Philipp Ujcik, Julian Fink und Artur Schwarz zu hoffen.
Zwei Drittel lang hielt die Moosburger Rumpftruppe mit den laufstarken vier Blöcken der Gastgeber ganz gut mit. Auch wenn die Riverrats mehr Spielanteile hatten, brachte Tobias Hanöffner den EVM nach sieben Minuten bei 5:4 in Führung. Doch noch vor dem ersten Wechsel gelang den Gastgebern der Ausgleich. Gleich nach Wiederanpfiff nahm der Geretsrieder Druck weiter zu – und als Thomas Hingel erneut hinter sich greifen musste (23.), war die Dominanz des ESC erstmals auch auf der Anzeigetafel abzulesen.
Doch die Moosburger gaben sich nicht so leicht geschlagen: So setzte der unermüdlich rackernde Josef Kankovsky zunächst Oliver Wawrotzki in Szene, der zum 2:2 ausglich (32.) – und keine zwei Minuten später bediente er Jakob Killermann, der die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste. Aber die Freude über die erneute Führung hielt nur 90 Sekunden: Der abermalige Ausgleich war allerdings höchst umstritten. Neben Keeper Hingel hatten auch zahlreiche Zuschauer die Scheibe nicht im Kasten gesehen. Und während sich die Moosburger Spieler noch echauffierten, nutzte Geretsried die Unordnung und markierte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff das 4:3.
Von diesem Schock erholte sich der EVM bis zum Schluss nicht mehr. Im letzten Drittel nutzten die Hausherren das erste sich bietende Powerplay und erhöhten auf auf 5:3. Wie wenig danach noch vom Gast kam, zeigen die Riverrats-Treffer sechs und sieben. Beide fielen, als Moosburg einen Mann mehr auf dem Eis hatte.
Als negatives I-Tüpfelchen musste Trainer Startschew in der Schlussphase einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen: Routinier Tobias Hanöffner verließ mit einer Ellbogenverletzung vorzeitig das Eis.
Passau Black Hawks (BYL)
Gebrauchtes Wochenende für die Black Hawks - Null Punkte gegen Erding und Pegnitz
Es war ein Wochenende zum vergessen für die Passau Black Hawks. Bereits am Freitag setzte es in Erding eine bittere und vor allem total unnötige 4:2 Niederlage. Das erste Drittel hatten die Passauer vor gut 600 Zuschauern in Erding verschlafen und lagen bereits mit 3:0 in Rückstand. Zwar waren die Black Hawks in Drittel zwei und drei die bessere Mannschaft, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Zu umständlich, zu verspielt und zu unkonzentriert agierten die Dreiflüsse Städter. Sehr positiv gestaltete sich dafür die Auswärtsfahrt des 1. Eishockey Fan Club. Die „Wir fahren für´s Leben“ Benefizfahrt brachte insgesamt 1.000,- € ein, welche nun an die Kinderklinik Passau gespendet werden. Die Benefizfahrt wurde vom Gasthaus Öller, der Metzgerei Kroiss und den Passau Black Hawks unterstützt. „Wenn es heute auch nicht zu Punkten gereicht hat, freuen wir uns das wieder ein toller Betrag an die Kinderklinik Passau gespendet werden kann.“ freut sich Sebastian Höhn vom 1. Eishockey Fanclub Passau.
Nach der Niederlage in Erding, sollte im Heimspiel gegen den EV Pegnitz die Wende folgen. 839 Zuschauer verfolgten die Partie und sahen mit ungläubigen Blicken die 3:4 Niederlage der Passau Black Hawks. Pegnitz hatte vor dem Spiel null Punkte auf dem Konto und fand sich am Ende der Tabelle wieder. Dazu kam am Samstag die Entlassung von Trainer Stan Mikulenka. So stand am Sonntag in Passau der verletzte Stürmer Daniel Sikorski mit einer Ausnahmegenehmigung an der Pegnitzer Bande. Den ersten Nadelstich konnten in der neunten Spielminute die Passau Black Hawks setzen. Roman Nemecek versenkte im Alleingang den Puck im Pegnitzer Tor zur 1:0 Führung für Passau. Die Freude währte allerdings nicht lange. Fünf Minuten nach der Passauer Führung konnte Florian Zellmann mit einem Schuss von der blauen Linie ausgleichen. Im zweiten Drittel folgte dann eine ganz schwache Vorstellung der Hausherren. In eigener Überzahl kassierte man das 1:2 durch Pierre Kracht. Wohl unter Schock stehend folgte nur eine Minute darauf das 1:3 für Pegnitz. Aleksanders Kercs hatte einen Fehler der Passau Black Hawks gnadenlos bestraft. Petr Sulcik brachte mit seinem Anschlusstreffer zum 2:3 die Hoffnung zurück. Im letzten Drittel spielten die Passau Black Hawks weiter nach vorne, ohne allerdings richtige Torgefahr auszustrahlen. Es fehlte der letzte Biss um zum Erfolg zu kommen. So war es erneut eine Einzelaktion welche den Passau Black Hawks den Ausgleich bescherte. Svatopluk Merka kämpfte sich durch die Pegnitzer Verteidigung und traf zum 3:3 Ausgleich. Sinnbildich für das Spiel sorgte erneut ein grober Schnitzer der Black Hawks zum 3:4 Treffer für Pegnitz. Die Passauer stürmten die letzten Minuten und drückten auf den Ausgleichstreffer. Dieser fiel in der letzten Spielminute sogar, wurde aber vom Unparteiischen wegen angeblichen Handpass nicht gegeben. Das Spiel hatte am Ende die kämpferisch stärkere Mannschaft gewonnen.
Trainer Ivan Horak tobte auf der anschließenden Pressekonferenz und konnte sich die Einstellung der letzten beiden Spiele nicht erklären. „Wir haben heute und am Freitag nicht die Leistung der ersten Spiele gezeigt. Das war gar nichts heute! Wer fliegen will, darf die Bodenhaftung nicht verlieren. Diese Woche wird die Mannschaft im Training bis an die Leistungsgrenze gehen müssen. Da heißt es beißen und „Blut“ schwitzen!“
In der Tat sind die beiden Niederlagen für die Passau Black Hawks enorm bitter. Am Ende können diese Spiele den Unterschied zum Erreichen der Zwischenrunde ausmachen. Trainer Ivan Horak wird die Zügel deutlich anziehen und die Mannschaft auf die Spiele am Freitag in Buchloe und am Sonntag um 18.30 Uhr in der EisArena gegen den EV Füssen dementsprechend vorbereiten. Ausreden gibt es dann keine mehr für die Passau Black Hawks. –czo
Schongau Mammuts (BYL)
Wieder im Rennen - 6 Punkte für die Mammuts am Wochenende!
Milan is back – und die Mammuts auch! Mit zwei knappen Siegen holt die EA Schongau 6 Punkte am Wochenende und hält nun sogar Kontakt ins Mittelfeld.
Kein Grund Euphorisch zu werden – die Liga ist heuer sehr eng, wie auch die Ergebnisse zeigen und entsprechend eng ist es auch in der Tabelle. Doch der erhoffte Neustart mit der Rückkehr von Spielmacher Milan Kopecky ist eingetreten …
War es am Freitag noch viel Stückwerk, bis der EC Pfaffenhofen niedergekämpft war und die drei Punkte in Schongau blieben. So war die EA Schongau nach dem 1 : 0 durch Vitalijs Hvorostinins im Mittelabschnitt zu wenig konsequent in der Defensivarbeit . Durch zwei Überzahltreffer drehten die Gäste die Partie, ehe das 2 : 2 durch Marius Klein die Mammuts wieder in Spur brachte.
Mit dem ersten Überzahltreffer der laufenden Punktrunde sicherte Vitalijs Hvorostinins seinen Farben die drei Punkte.
In Peißenberg stattet die EAS als Außenseiter du machte da weiter, wo sei am Freitag aufgehört hatten. Vitalijs Hvorostinins traf nach 105 Sekunden - nach nur 30 Sekunden Powerplay zum 0 : 1 !
Doch Peißenberg schlug per Doppelschlag in der 5. und 6. Minute zurück. Die Chance zur Vorentscheidung verhinderte EAS-Goalie Niklas Marschall, als er in der 18. Minute einen Penalty parierte.
So führte der TSV auch nach einem torlosen Mittelabschnitt zu Beginn des Schlussabschnitt weiterhin mit 2 : 1.
Im Schlussdrittel waren es aber die Mammuts die vor 720 Zuschauern effektiver waren. Markus Waldvogel glich in der 43. Minute zum 2 : 2 aus und in der 51. Minute brachte Fabian Magg die EA Schongau im Derby zum zweiten Mal in Front.
Und obwohl die EAS in den Schlussminuten drei Unterzahlen zu bestehen hatte – sie brachten den Derby-Sieg über die Zeit.
Mit den 6 Punkten vom Wochenende ziehen die Schongauer nun sogar an Peißenberg vorbei auf Rang 8 der Tabelle.
Am kommenden Freitag erwartet die EA Schongau den torgefährlichen EV Moosburg und muss am Sonntag zum sehr stark gestarteten ESC Geretsried.
Amberg Wild Lions (BLL)
Schützenfest mit angezogener Handbremse
Zwei Drittel lang wirkte es wie ein Training und die Gegner waren die Slalomstangen.
Dann schaltete der ERSC Amberg beim EHC Straubing gleich zwei Gänge herunter und sparte sich Kräfte für weitere Aufgaben. Nur so kamen die hoffnungslos überforderten Gastgeber um eine zweistellige Niederlage herum. Das 2:9 war aber auch schon deutlich genug und brachte den Löwen erstmals die Tabellenführung in der Eishockey-Landesliga.
Amberg begann ruhig und abgeklärt, ließ Straubing kaum an die Scheibe kommen. Ein Doppelschlag zum 0:2 binnen 20 Sekunden durch Florian Bartels und Matti Swadzba – jeweils stark vorbereitet von Andreas Hampl - stellte dann schon früh die Weichen für den weiteren Spielverlauf. EHC-Coach Christian Penzkofer beantragte umgehend eine Auszeit, aber auch damit konnte er die Spielfreude der Löwen nicht bremsen. Spieltechnisch lag zwischen beiden Teams mehr als ein Klassenunterschied und die Amberger hatten eher mit dem stumpfen Eis zu kämpfen, als mit dem Gegner. Erneut Bartels sowie Simon Bogner bauten das Resultat bis zur ersten Pause auf 0:4 aus – und damit war Straubing noch bestens bedient.
Am Verlauf änderte sich auch im Mittelabschnitt nichts, selbst wenn die Unparteiischen durch einige kleinliche Strafen gegen Amberg für mehr „Chancengleichheit“ sorgen wollten. Die Löwen kombinierten auch in Unterzahl erfolgreich. Vor allem Bartels und Felix Köbele, der zum 0:5 traf, waren von den Gastgebern überhaupt nicht unter Kontrolle zu bringen. Ebenfalls mit einem Mann weniger auf dem Eis fiel das 0:6 durch David Rybka, gleichzeitig der schönste einer Reihe sehenswerter Treffer. Auf den Rängen der DEL-Arena war der Amberger Anhang beinahe unter sich und hatte sichtlich Spaß am Auftreten der Löwen. Dominik Schopper und abermals Köbele, der oftmals zwei bis drei Gegenspieler alleine überlief, erhöhten auf 0:8. Die zwei Gegentreffer der Straubinger waren nicht mehr als Schönheitsfehler, dennoch ärgerlich für den fehlerfreien Lukas Stolz im ERSC-Tor.
Im Schlussdrittel zogen die Löwen nochmals deutlich die Handbremse an, blieben aber weiterhin überlegen. Lediglich Christoph Schönberger netzte zum 2:9 ein weiteres Mal ein, trotz einer ganzen Reihe zusätzlicher Torchancen. Eine Erklärung dafür lieferte ERSC-Betreuer Max Schaller: „Da wollte wohl keiner den Kasten Bier zahlen.“ – der wird bei den Löwen fällig, wenn ein Spieler das Resultat zweistellig macht.
Kempten Sharks (BLL)
Blitzstart sichert 3 Punkte - 4:2 Sieg in Reichersbeuern bringt den Sharks Rang 2, Pawley trifft 3fach
Mit Alessandro Feldmeier, Phillip Stalla, Fabian Zirngibl sowie dem langzeitverletzten Benjamin Waibel musste Coach Andreas Becherer gleich auf vier Spieler verzichten, dafür stand Tobias Pichler zum ersten Mal nach seiner Verletzung wieder im Kader.
Reichersbeuern ging mit dem Rückenwind aus dem 1:6 Sieg am Freitag in Miesbach/Schliersee in die Partie und gab von der ersten Minute an ordentlich Gas. So entwickelte sich schnell ein Spiel auf gutem Landesliganiveau. Und auch die Sharks waren gleich hellwach und so konnte Corey Pawley bereits in der 3. Minute die Führung erzielen, nachdem er mit der Scheibe das Tor einmal umkurvte um dann dem Keeper keine Chance zu lassen. Derselbe Spieler netzte nur 2 min. später nach einem wunderschönen Pass von Tobias Epp zum 0:2 ein. Mit hohem Tempo ging es weiter und in der 7 min. hämmerte Gregor Stein die Scheibe von der blauen Linie zum 0:3 in die Maschen. Die Sharks sprühten in diesem Drittel vor Spielfreude, hatten weitere gute Chancen und erhöhten 30 Sekunden vor Drittelende in Überzahl auf 0:4. Erneut war Corey Pawley der Torschütze. Der junge Kanadier erzielte damit bereits im ersten Drittel einen Hattrick. Und bei jedem seiner Treffer kam der Assist von Tobias Epp, hier hat sich ein gut funktionierendes Duo gefunden.
In der Pause diskutierten die Zuschauer nur noch die Höhe des sicher scheinenden Sharks Sieges. Doch weit gefehlt, zeigte sich ab dem zweiten Drittel doch ein ganz anders Bild. Thomas Gams, Trainer des SC hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte für seine Mannschaft gefunden. Reichersbeuern nahm nun das Heft in die Hand und machte mehr und mehr Druck auf das Kemptener Tor. Vor allem wurde das Spiel deutlich ruppiger und körperbetonter. Harte Checks und aggressives Forechecking der Oberbayern nahmen den Sharks plötzlich die Spielfreude. Es lief nicht mehr so viel zusammen und als Eugen Scheffer für 2 min auf der Strafbank saß fiel auch das 1:4 mit dem es in die Kabinen ging. Und das 2:4 nach nur 30 Sekunden im letzten Drittel war das endgültige Signal für Reichersbeuern nun Vollgas zu geben. Angriff um Angriff rollte auf das Kemptener Tor und die Sharks verlegten sich aufs Kontern. Doch die Allgäuer verteidigten geschickt so dass keine weiteren Treffer mehr fielen und somit, unter dem Jubel der 8 Kemptener Zuschaur, drei wichtige Punkte mit nach Hause gebracht wurden, die den ESC auf den zweiten Tabellenplatz bringen. Ein ansehnliches und schnelles Spiel bei dem letztendlich das gute erste Drittel, sowie ein starker Martin Niemz im Tor den Sieg bringen. Vor allem im letzten Drittel behielt der Routinier die Ruhe und machte souverän alle Chancen der Gastgeber zunichte.
Am kommenden Freitag um 19.30 wollen die Sharks im Heimspiel gegen den SC Forst den Platz im oberen Tabellenteil festigen und hoffen auf zahlreiche Unterstützung der Zuschauer.
EHC Bayreuth 1b (BBZL)
EHC Bayreuth ringt den Favoriten nieder / Stattliche Kulisse beim 3:2 – Sieg des EHC Bayreuth gegen den ESV Waldkirchen
Es war alles angerichtet für ein Eishockeyfest: 697 Zuschauer sorgten für ordentlich Betrieb auf den Rängen, ein Gegner, der einem alles abverlangte, und eine Mannschaft, die fast um ihr Leben kämpfte. Nach einem harten Kampf auf eher Landesliga-Niveau besiegte der EHC Bayreuth den ESV Waldkirchen mit 3:2.
Es ging gleich munter los, beide Mannschaften hatten in den ersten Minuten bereits die ersten Möglichkeiten. In der 11. Minute erzielte Thorsten Steffens den Führungstreffer, kurz vor Ende des Drittels erhöhte dann Kevin Steeger auf 2:0.
Im Mitteldrittel drehten die Crocodiles dann auf und schnürten die Gelb-Schwarzen phasenweise richtig ein, die Abwehr um den überragend haltenden Nic Sievers stand aber fest. Nach 27 Minuten war aber auch dieser chancenlos, als Benjamin Barz zum Anschlusstreffer einnetzte. Die Tigers hatten aber drei Minuten später die Antwort parat, Youngster Tom Gräbner stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Im direkten Gegenangriff war es erneut der beste Spieler der Gäste, Benjamin Barz, der auf 3:2 verkürzte und das Spiel für sein Team offen hielt.
Auch wenn im Schlussabschnitt keine Tore mehr fielen, war es weiter ein sehr intensives Spiel. Dabei half vereinzelt auch das Glück des Tüchtigen. Waldkirchen legte nochmal zu und erhöhte das Tempo, aber die Hausherren gingen das mit. Auch die Herausnahme des ebenfalls überzeugenden Waldkirchner Goalies brachte nichts mehr ein, die Bayreuther brachten den Vorsprung über die Zeit und fuhren die ersten drei Punkte in der Bezirksliga ein. Die Fans waren aus dem Häuschen, die Spieler mussten noch zweimal aus der Kabine aufs Eis, um eine weitere Ehrenrunde zu fahren.
Trainer Marco Zimmer war natürlich überglücklich nach dem ersten Sieg seiner Mannschaft: „Wir haben alles aus uns herausgeholt und unsere Chancen genutzt. Bei einem überragenden Torhüter und getragen von den fantastischen Zuschauern ging es mit Vollgas bis zum Ende.“
Am kommenden Freitag um 20:00 Uhr gastieren die Tigers bei der zweiten Mannschaft der Mighty Dogs in Schweinfurt. Das nächste Heimspiel folgt gegen den gleichen Gegner am 4. November um 17:30 Uhr.
Pforzheim Bisons (LLBW)
Bisons verpatzen Saisonstart
Die Pforzheim Bisons mussten zum Saisonauftakt eine verdiente 2:7 (0:2/0:3/2:2)-Heimniederlage gegen die Eisbären Balingen hinnehmen.
Die Bisons gingen stark ersatzgeschwächt in die schwere Partie gegen die Gäste aus Balingen. So konnte Coach Ken Filbey nur elf Spieler auf den Spielberichtsbogen schreiben. Die Gäste dagegen konnten aus dem Vollen schöpfen. Bereits nach knapp 100 Sekunden musste Tobias Nuffer die schwarze Hartgummischeibe aus dem eigenen Kasten holen, Rafael Popek traf zur Gästeführung. Anschließend versuchten die Bisons den Ausgleich zu erzielen, doch zunächst scheiterte Brar Momme Rickmers Goalie der Eisbären, Julius Schwarz, wenig später verpassten Viller und Wittmann den möglichen Ausgleich. In der 13. Minute konnte Valentin Pustosilav, Neuzugang aus der eigenen Jugend, den Puck in der neutralen Zone nicht kontrollieren, die Eisbären spielten den Angriff sehr sicher und Rafael Popek konnte durch einen schönen Schuss in den oberen Winkel die Führung auf 2:0 ausbauen. In den Schlussminuten des ersten Drittels machten die Schwaben viel Druck auf das Gehäuse, Nuffer verhinderte in eigener Unterzahl den dritten Gegentreffer. Nur 41 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt als Frank Ebner erfolgreich zum 3:0 einnetzen konnte, nachdem die Bisons die Situation nicht klären konnten. Bis zur 27. Minute plätscherte das Spiel etwas dahin, ehe Brar Momme Rickmers im Alleingang an Schwarz scheiterte, den möglichen Nachschuss setzte Sergej Wittmann knapp neben das Tor. Nur zwei Minuten später verhinderte der Pfosten den nächsten Gegentreffer der Bisons. Bei einem der wenigen guten Angriffe der Bisons setzte Sergej Wittmann Vladimir Viller gut in Szene, doch er verzog und der Puck rauschte am oberen linken Eck vorbei. In Überzahl gelang den Bisons nicht viel, lediglich ein Schuss von Steffen Bischoff brachte ein wenig Torgefahr. Mit Ablauf der Strafe gegen die Eisbären nutze Marco Schneider einen Scheibenverlust der Bisons zum 0:4 (35.). Nur 53 Sekunden später hatte Nuffer beim harten Schuss von Florian Zeiselmeier keine Chance, 0:5. Wenig später öffneten sich beide Strafbanktüren, denn es wurde auf dem Eis etwas hektischer. In der 42. Minute war Kevin Rummel zur Stelle und erhöhte auf 6:0 für die Eisbären. Die Schwaben ließen nun die Bisons etwas kommen, doch die Cracks des 1.CfR Pforzheim konnten ihre wenigen Chancen zunächst nicht nutzen. In der 48. Minute schlossen die Eisbären ein gutes Powerplay durch Marc Haudek erfolgreich zum 7:0 ab. Die Bisons bekamen nun die Chance knapp vier Minuten in doppelter Überzahl zu agieren, doch etwas Zählbares sprang nicht dabei heraus. Erst bei einfacher Überzahl konnte Sergej Wittmann die Scheibe im Kasten zum 1:7 unterbringen (55.). Knapp zwei Minuten vor dem Ende verkürzten die Bisons noch durch Steffen Bischoff auf 2:7. Am Ende steht eine verdiente Niederlage für die Bisons zum Auftakt.
Für die Pforzheim Bisons geht es am Samstag, 28.10.2017 um 19:00 Uhr weiter, dann reisen die Bisons zum FSV Schwenningen. Das nächste Heimspiel findet in zwei Wochen statt. Dann empfangen sie in der heimischen St.-Maur-Halle den EHC Zweibrücken 1b. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.
Diez-Limburg Rockets (RLW)
EGDL verliert beim Meister in Hamm
Mit zwei Partien gegen zwei Topteams aus der Liga erhoffte sich die EG Diez-Limburg am vergangenen Wochenende eine erste echte Standortbestimmung der noch jungen Saison. Und die fällt ernüchternd aus, dürfte aber für den weiteren Saisonverlauf nicht unwichtig, sondern vielmehr lehrreich sein. Denn derzeit reicht es noch nicht, um den besten Teams der Regionalliga West über 60 Minuten Paroli zu bieten. Auch die Partie beim amtierenden Meister Eisbären Hamm wurde am Sonntagabend mit 5:7 (1:2, 2:4, 2:1) verloren. Ausschlaggebend diesmal: Ein schwaches zweites Drittel und erneut zu viele Gegentore.
Ein ganz ordentliches erstes Drittel bescherte den Gästen einen knappen 1:2-Rückstand beim Meister - da war nach 20 Minuten also noch alles drin für die Rockets. „Hamm ist ein Schnellstarter, das wussten wir“, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch. „Wir wollten verhindern, dass sie sofort ins Spiel finden.“ Taten sie dann aber doch recht schnell: Robin Loecke traf schon in der 4. Spielminute zum 1:0. Wichtig aber: Joey Davies glich nach zehn Minuten aus. „Wir waren gut drin im Spiel“, freute sich der Trainer. Daran konnte auch das 2:1 für Hamm durch Martin Benes (17.) nichts ändern.
Im zweiten Drittel aber wurde den Rockets erneut schonungslos aufgezeigt, woran es derzeit noch hapert: „Individuelle Fehler in der Abwehr, leider auch dieses Mal wieder zu viele“, ärgerte sich Lörsch. „Der Eindruck festigt sich: Einzelne Akteure stoßen an ihre Grenzen. Wir agieren im Eins-gegen-Eins katastrophal, verlieren zu viele Laufduelle und Zweikämpfe.“
Das machte aus einem recht ausgeglichenen Spiel in den ersten 20 Minuten eine klare Kiste nach 40 Minuten: Martin Benes bei Fünf-gegen-Fünf (21.), Martin Benes in Unterzahl (25.), Martin Benes in Überzahl (37.) und Kevin Thau (40.) kurz vor der Pausensirene: Erneut hatte die EGDL viel zu viele Gegentore kassiert, lag nach dem zweiten Drittel mit 3:6 zurück. Lediglich ein Doppelpack von Matt Fischer (22., 36.) - der Treffer zum zwischenzeitlichen 3:4 fiel in Unterzahl - hielt die Rockets einigermaßen am Leben.
Und während Hamm im letzten Drittel einen Gang zurückschaltete, meldeten sich die Gäste mit einem Doppelpack von Pierre Wex (51.) und Fischer (52.) noch einmal zurück. Die Rockets witterten ihre Chance auf den Ausgleich. „Ich hatte zum letzten Drittel umgestellt und bin mit zwei Reihen volles Risiko gegangen“, sagte Lörsch, der zudem auch zwischen den Pfosten gewechselt hatte und Constantin Schönfelder für Steve Themm brachte.
Belohnt wurden Moral und Kampfgeist jedoch nicht: Als die EGDL kurz vor Schluss Schönfelder für einen weiteren Feldspieler aus dem Tor nahm, traf Kevin Thau zum 7:5-Endstand. „Beim Meister zu verlieren ist sicherlich keine Schande“, sagte Arno Lörsch. „Das Problem ist, dass wir am Freitag sechs Tore schießen und verlieren und heute fünf Tore schießen und verlieren. Wir werden jetzt ganz sicher einige Gespräche führen müssen. Wir kassieren zu viele Gegentore nach wirklich vermeidbaren Fehlern, alleine an diesem Wochenende haben wir deshalb sieben Treffer kassiert. Das können wir uns nicht leisten.“
Bären Neuwied (RLW)
Penalty-Serie der Bären hält an
Was in der Saison 2016/17 galt, hat anscheinend auch in dieser Spielzeit Bestand - zumindest am Sonntagabend in Dinslaken. Im Penaltyschießen ist der EHC „Die Bären" 2016 eine Macht. Auch ihren achten Regionalliga-Shootout haben die Neuwieder Eishockeyspieler für sich entschieden und mit dem 5:4-Erfolg ihrem Konto zwei weitere Zähler gutgeschrieben, was reichte, um an den spielfreien Ratinger Ice Aliens vorbeizuziehen und als Tabellenführer das schwere kommende Wochenende mit Partien in Herford am Freitag und daheim gegen Hamm am Sonntag in Angriff zu nehmen.
Wenn Neuwied gegen Dinslaken spielt, brauchen die Bären Geduld. Vor einem Jahr drehte der EHC im Icehouse einen 0:3-Rückstand nach 40 Minuten mit einem furiosen Schlussdrittel noch in einen Sieg. Diesmal schrieb das Drehbuch eine ähnliche Geschichte. Michael Plichta (8.), Kevin Wilson (18.) und Stefan Dreyer (27.) schossen die Kobras gegen ihren ehemaligen Mitspieler Lukas Schaffrath zwischen den Neuwieder Pfosten mit 3:0 in Front - da staunten die Zuschauer in der Dinslakener Schlangengrube nicht schlecht. „Dabei waren wir eigentlich gut in die Partie hineingekommen. Leider verpassten wir es, aus unserem Forechecking Zählbares zu machen", beschrieb Neuwieds Trainer Jens Hergt. Ein Dinslakener Konter und ein Powerplaytor später hatten sich die Gastgeber zunächst einmal einen Vorteil verschafft. Gleiches Spiel zunächst im Mitteldrittel: Der EHC begann druckvoll, aber wieder schossen die Giftschlangen ein.
Hatten die Bären am Freitagabend beim 7:4-Heimsieg gegen Soest das bisher schnellste Tor im Saisonverlauf erzielt, so mussten sie diesmal bis zur 30. Minute auf den ersten Jubel warten. Dann machte Kapitän Stephan Fröhlich den Anfang (30.). Richtig Fahrt nahmen die Gäste im letzten Abschnitt auf - nun auch mit mehr Fortune im Abschluss gegen den gut parierenden Ex-Bären Marvin Haedelt. Michael Jamieson in Überzahl (43.), Martin Brabec (45.) und erneut Stephan Fröhlich (56.) drehten das Ergebnis, und die Bären hatten den nächsten Dreier vor Augen. Den schnappte ihnen Kevin Wilson in der 58. Minute weg. „Wieder hatten wir zuvor in der Offensive leichtfertig die Scheibe verloren", beschrieb Hergt die Entstehungsgeschichte. Das 4:4 war die Ausgangslage für die fünfminütige Verlängerung, die sich seit dieser Saison an ein Remis zum Ende der regulären Spielzeit anschließt. Hier hielten sich beide Teams hinten schadlos, unter anderem brachte ein Überzahlspiel den deutlich aktiveren Neuwiedern nicht den erhofften „goldenen Schuss". Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben. Lukas Schaffrath, der bereits in 36. Minute einen Dinslakener Strafschuss abegwehrt hatte, hielt im Penaltyschießen gegen Tom Giesen, Kevin Wilson sowie Sven Linda, und weil Michael Jamieson als einziger Schütze verwandelte, hält die Siegesserie der Bären in dieser Disziplin weiter an.
Eifel-Mosel Bären (HL)
Spannung pur: Penaltyschießen gegen den Meister - Eifel-Mosel Bären unterliegen mit 3:4 n.P. gegen die Kassel Huskies „89ers“
Wie schon gegen die Löwen Frankfurt, musste auch gegen den amtierenden Meister aus Kassel das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Eifel-Mosel Bären klauen zwar den Nordhessen ihren ersten Punkt, hätten aber auch als Sieger vom Eis gehen können.
Als Nico Rietz in der 26. Spielminute das 3:0 für die Eifel-Mosel Bären schoss, mussten über 200 Zuschauer in der Eissporthalle Bitburg freudig anerkennen, dass sich die Bären im Vergleich zur Vorwoche deutlich besser präsentierten. Die „89ers“ aus Kassel mussten anfänglich einige strittige Strafzeiten hinnehmen, sodass die Bären mit Überzahlsituationen deutliches Selbstvertrauen gewinnen konnten. Unglücklicherweise ließen die Gastgeber dabei auch einige Großchancen liegen, sodass die Führung durchaus hätte höher ausfallen können. Erst kurz vor der ersten Drittelpause (20. Spielminute) nahm sich Marcel Hirsch ein Herz und hämmerte den Puck in Überzahl einfach mal vorbei an Felix Michel, im Kasten der „89ers“.
Kurz vor dem Treffer von Rietz, war es auch Punktegarant Lukas Golumbeck, der in der 25. Spielminute das 2:0 für die Eifel-Mosel Bären erzielte. Andreas Tim brachte Kassel jedoch kurze Zeit später (28.) mit dem 3:1-Anschlusstreffer wieder zurück in die Partie. Nachfolgende Unterzahlsituationen für die Bären änderten nichts an jenem Pausenergebnis nach dem 2. Drittel.
Als Nils Vogel in der 44. Spielminute das 3:2 erzielen konnte, kam große Spannung in die anschauliche und niveauvolle Hessenliga-Partie. Eine Partie die bis dato kaum Strafminuten hatte und keine unnötige Härte vorwies, aber dennoch in den letzten Spielminuten deutlich vom Schiedsrichtergespann Hahn und Weber geprägt wurde. So stellte insbesondere Referee Hahn in den letzten acht Spielminuten, beinah durchgehend einen Eifel-Mosel Bären Spieler auf die Strafbank und verteilte insgesamt 30 Strafminuten lediglich in diesem Zeitabschnitt – Kassel blieb hingegen straffrei.
Trotz aufopfernden Kampfes und viel Leidenschaft passierte das beinahe unvermeidliche und die „89ers“ erzielten in Überzahl, weniger als zwei Minuten vor Schluss, den 3:3-Ausgleich. Ob das Tor durch einen hohen Stock, oberhalb der Querlatte, eventuell irregulär war, darüber ließ Schiedsrichter Hahn keine Diskussionen zu, entschied von der blauen Linie aus auf ein reguläres Tor und vergab stattdessen weitere Strafminuten, sodass die Bären auch nach dem Ausgleich weiter bravourös um das Unentschieden kämpfen mussten.
Im anschließenden Penaltyschießen waren es erneut die Gäste, die beim direkten Duell mit dem Torhüter cooler blieben und sich somit den Zusatzpunkt sicherten. Aus Kasseler Sicht eine beeindruckende Aufholjagd in einem tollen Eishockeyspiel, was auch die Bären-Spieler anerkannten. Die „89ers“ stehen somit weiterhin an der Tabellenspitze, der noch jungen Hessenliga Saison. Die Eifel-Mosel Bären starten im Vergleich zur letzten Saison ein wenig besser und rangieren mit zwei Punkten, jeweils nach Penaltyschießen, im Mittelfeld der Liga.
Am kommenden Sonntag, den 29. Oktober 2017, erwartet die Mannschaft von Spielertrainer Michal Janega Fußball-Bundesliga Flair. So spielt man bereits um 14:15 Uhr, zu Gast bei der Eintracht Frankfurt, um sehr wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Endrunde.
Weserstars Bremen (RLN)
Weserstars Bremen – Adendorfer EC 6:3 (1:0, 1:3, 4:0)
Der Start in die Saison 2017/2018 ist nun vollends geglückt. Die Weserstars besiegten am
Sonntagabend, den Adendorfer EC mit 6:3 und bleiben Tabellenführer der Regionalliga Nord.
Es war ein packendes Eishockeyspiel, das die anwesenden 270 Zuschauer geboten bekamen. Der
Gast aus der Lüneburger Heide, mit einem Heimsieg gegen die Icefighters aus Salzgitter im Gepäck,
kam nicht nach Bremen, um die Punkte abzuliefern.
Auf Seiten der Weserstars, musste man ohne die etatmäßigen Verteidiger Michael Sievert und Robert
Naguschewski auskommen. Darian Wellmann und Max Kuzmin übernahmen diese Aufgaben und
taten es Bravour.
Den besseren Start hatten die Hausherren. Wie auch in den Spielen zuvor, zeigten sie eine
konzentrierte Leistung und belohnten sich in der fünften Minute, mit einem Powerplaytreffer durch
Mirco Ratajczak. Mit leichten Spielvorteilen setzten die Weserstars ihr Spiel fort, ein weiteres Tor blieb
ihnen aber vorerst verwehrt. Die Pausenführung entsprach dann auch dem Spielverlauf. Leider war
die Partie für Philip Gebler hier beendet. Er musste aufgrund einer zugezogenen Gehirnerschütterung
pausieren.
Zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Gäste, ebenfalls in Überzahl, zum Ausgleich (23.) und
nutzten eine kurze Schwächephase der Hausherren, zu zwei weiteren Toren binnen zwei Minuten (24.
/ 26.). Nicht nur, dass der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde, nein der Gast agierte nun mit
Oberwasser. Die fällige Auszeit wirkte sich positiv aus, denn die Weserstars kamen langsam wieder in
ihre Form. Der Anschlusstreffer durch Sebastian Sobczak in der 32. Minute, gestaltete die Partie
wieder offen und brachte die Hausherren zurück in die Partie.
Im letzten Abschnitt zeigte sich das Spiel gerade in den ersten Minuten ausgeglichen. Der Ausgleich
durch Igor Schön in der 47. Minute, war nun mehr als verdient. Als Darian Wellmann in 52. Minute zur
4:3 Führung traf, kippte die Begegnung endgültig. Drei Minuten später folgte die Szene des Spiels. Ein
erneut überragend haltender Maksim Jar, vereitelte eine Großchance des AEC und im Gegenzug
fasste sich erneut Darian Wellmann ein Herz und krönte seinen Sololauf durch die Adendorfer
Abwehrreihe, mit dem fünften Bremer Tor. Den Schlusspunkt setzte Artur Galwas, mit seinem Treffer
ins leere Gästetor.
Andreas Niewiera (sportl. Leiter): „Packendes Eishockey, zufriedene Zuschauer, drei weitere Punkte.
Wir haben gestern an die Leistung aus den Vorbegegnungen angeknüpft. Selbst der Ausfall von
Philip, wirkte sich nur kurz aufs Spielgeschehen aus.
Die Mannschaft zeigte selbst nach zwei Toren Rückstand Moral und erkämpfte sich einen
hochverdienten Sieg.
Wieder einmal heißt es jetzt, die „Kranken“ schnell wieder einsatzbereit zu bekommen, ehe wir am
03.11. nach Adendorf reisen.“
Hamburger SV (OLN)
Solider Erfolg zum Auftakt
Der Regionalligamannschaft des Hamburger SV ist der Saisonauftakt geglückt: gegen Aufsteiger EC Nordhorn gab es ein en letztlich souveränen 7:3 (3.1,1:0,3:2)-Erfolg, bei der die Paradereihe der Rautenträger Garant für die ersten Saisonpunkte war.
Der Auftakt der Partie verlief jedoch so gar nicht nach dem Geschmack der Stellinger Hausherren – der Gegner zeigte keinerlei Respekt und ging bereits nach einer Minute in Führung. Der HSV ließ sich jedoch nicht beeindrucken, Pascal Heitmann nutzte bereits das erste Überzahlspiel zum Ausgleich. Zunehmend bekam der amtierende Ligachampion nun die Partie in den Griff, zwei Treffer von Jannik Höffgen bedeuteten einen beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung zur ersten Drittelpause, den erneut Pascal Heitmann mit seinem zweiten Überzahltor im zweiten Abschnitt ausbauen konnte. Der dritte Treffer des Topscorers gleich zu Beginn des letzten Drittels entschied die Partie dann endgültig – es folgten noch je zwei Treffer auf beiden Seiten zum Endstand von 7:3.
Fazit: auch wenn noch nicht alles perfekt lief – der Auftakt ist geglückt, so kann es weitergehen. Leider wird der nächste Auftritt des HSV noch auf sich warten lassen: auf Anfrage der Weser Stars wurde die für Freitag in Stellingen angesetzte Partie kurzfristig verlegt.
TAG Salzgitter Icefighters (RLN)
Spielbericht AEC vs. TAG Salzgitter Icefighters
Die TAG Salzgitter Icefighters haben das dritte Punktspiel der noch jungen Saison beim Adendorfer EC am Freitagabend mit 1:5 (0:2; 0:1; 1:2) verloren.
Vor 650 Zuschauern präsentierten sich die Stahlstädter defensiv zunächst in guter Verfassung. Mit zunehmender Spieldauer fand jedoch der Gastgeber besser in die Partie und erspielte sich mehr Spielanteile. Nicht unverdient war deshalb auch die 2:0 Pausenführung der Heidschnucken nach Überzahltreffern von Markus Schneider (4.PP) und Yannik Henry (16./PP).
Die Icefighters konnten den Rückstand nicht egalisieren, weil der AEC weiter druckvoll in den zweiten Abschnitt startete. Die Heidschnucken erarbeiteten sich zahlreiche Gelegenheiten, scheiterten jedoch immer wieder am starken Rückhalt der Icefighters. Erst eine unglückliche Abwehraktion kurz vor Drittelende (39.) auf seitens der Stahlstädter führte zum nächsten Gegentreffer.
Im Schlussdrittel konnte der Gastgeber hingegen seine Führung durch einen Treffer vom kanadischen Neuzugang Tomas Stuart-Dant (42.) weiter ausbauen. Ein wenig Hoffnung keimte nach dem Anschlusstreffer durch Michael Kopke (52.) auf, jedoch wurden dann beste Gelegenheiten liegen gelassen, zum Beispiel vergab Ron Friedrich einen Alleingang. Besser machte es der AEC kurz vor Spielschluss, als Scott Dorion (59.) nach einem Fehler im Mitteldrittel allein auf Torfrau Radka Lhotska zu steuerte und ihr keine Chance lies. Die Icefighters warten somit nach drei Saisonspielen weiterhin auf den ersten Erfolg.
Einzig fraglich blieben an jenem Abend einige Schiedsrichterentscheidungen, da einige Fouls ungeahndet blieben, andererseits aber auch etwas kleinlich gepfiffen wurde. An der verdienten Niederlage trifft das Schirigespann aber keine Schuld.
Tornado Niesky (RLO)
Harter Kampf – klarer Sieg
Am Sonnabend, den 21.10.2017 waren die Tornados das erste Mal in der Saison zu Gast bei den Cracks des ESC Dresden in der EnergieVerbund Arena. Die Dresdner spielten von Beginn an ein ungewohnt aggressives Eishockey. Viele Strafen während des ganzen Spieles waren eine Folge davon. Im ersten Drittel waren die Nieskyer davon noch beeindruckt. So gingen die Gastgeber gleich mal mit 2:0 in Führung. Doch im 2.Drittel kamen die Tornados besser ins Spiel. Die Partie gewann an Schnelligkeit und die Gäste verschafften sich mit vollem Einsatz Respekt bei den Dresdnern. Stephan Kuhlee und Tom Domula sorgten schließlich für den Ausgleich. Im letzten Drittel gaben dann die Gäste aus der Lausitz den Ton an. Neben Chris Neumann versenkte Philip Riedel gleich zweimal den Puck im gegnerischen Kasten. Auch die Gastgeber kamen 5 Minuten vor dem Abpfiff noch einmal zu einem Treffer. Am Ende siegten die Tornados verdient mit 3:5 (2:0; 0:2; 1:3) und nahmen 3 Punkte mit nach Hause.
Schönheider Wölfe (RLO)
Wölfe gewinnen erstes Meisterschaftsheimspiel
Die Schönheider Wölfe haben am Sonntag vor 462 Zuschauern ihr erstes Meisterschaftsheimspiel in der Regionalliga Ost 2017/2018 gegen den ESC Dresden verdient mit 6:0 (2:0, 1:0, 3:0) gewonnen. Die Tore für die Wölfe erzielten Jannik-Noah Grätke (2), Petr Kukla, Christoph Rogenz, Lukas Novacek und Vincent Wolf. Zudem feierte Torhüter Eric Hanke seinen ersten Shutout im Wölfetrikot.
Die Wölfe wollten den Schwung und das Tempo aus dem Derby gegen Chemnitz mitnehmen, was anfangs auch ganz gut gelang. Petr Kukla (4.) und Jannik-Noah Grätke (6.) schossen schnell eine verdiente 2:0-Führung gegen die Dresdner heraus. Danach nahmen die Wölfe aber aus unerklärlichen Gründen sichtlich das Tempo aus der Partie, was bis ins zweite Drittel anhalten sollte, ehe Christoph Rogenz einen Pass von Kapitän Kilian Glück aufnahm und im Alleingang in der 32. Spielminute das 3:0 für die Wölfe erzielte. Im letzten Abschnitt lief die Scheibe dann wieder viel besser durch die Reihen, das Tempo war höher und die Wölfe erzielten bis zur Schlusssirene noch drei weitere Tore durch Lukas Novacek (53.), Vincent Wolf (57.) und Jannik-Noah Grätke (58.). Erfreulich für das gesamte Team, dass die Defensive funktionierte und Goalie Eric Hanke einen Shutout feiern durfte.
Fazit… 2 Spiele, 6 Punkte, das Derby gewonnen und das erste Heimspiel gewonnen, besser kann man nicht in eine Meisterschaftssaison starten. Einziges Manko in beiden Spielen, dass die Wölfe es noch nicht geschafft haben, ihr Spiel über sechzig Minuten konstant aufzuziehen.
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