IHP Nachrichten (IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielankündigungen von Freitag 15.Dezember 2017. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Südwest, Landesliga Nordrhein-Westfalen, Hessenliga und Verbandsliga Nord.
Deutscher Eishockey Bund (DEB)
U17-Nationalmannschaft gewinnt auch Spiel zwei gegen Österreich - Insgesamt elf Tore fallen im Nachbarschaftsduell / Pfuhl: „Erneuter Arbeitssieg unserer Mannschaft“
Doppelschlag zu Beginn des Schlussabschnitts bringt die Entscheidung: Die U17-Nationalmannschaft kann sich auch im zweiten Vergleich im Bundesleistungszentrum in Füssen mit 6:5 (1:1; 2:2; 3:2) gegen Österreich durchsetzen und verabschiedet sich so mit zwei Siegen aus dem Jahr 2017.
Während die Gäste aus Österreich nicht besser ins Spiel hätten starten können und nach 25 Sekunden bereits den ersten Treffer zu verbuchen hatten, tat sich die DEB-Auswahl anfangs noch schwer, fand aber im Verlauf der ersten 20 Minuten immer besser in die Partie. Den Ausgleich zum 1:1 erzielte Mario Zimmermann eine Minute vor der ersten Pause.
Nach dem ersten Seitenwechsel ging es hin und her. Zwei Mal konnte Österreich in Führung gehen, doch beide Male hatte die deutsche U17 die richtige Antwort parat und glich aus. Dann der deutsche Doppelschlag gleich zu Beginn des Schlussabschnitts: Erst traf Enrico Henriquez-Morles 26 Sekunden nach Wiederanpfiff, dann weitere 33 Sekunden später Lucas Flade. Die Gegenüber verkürzten noch mal auf 5:4, doch Filip Reisnecker stellte prompt den alten Abstand wieder her. Sein Treffer sollte an diesem Nachmittag auch der spielentscheidende werden, denn obwohl die Österreicher noch mal auf 6:5 rankamen, konnte die DEB-Auswahl auch den zweiten Sieg im zweiten Spiel sichern.
Michael Pfuhl, Team Manager: „Wir haben heute einen erneuten Arbeitssieg unserer Mannschaft gesehen. Trotz teilweise deutlicher Überlegenheit konnten unsere Jungs einfach nicht ihre Nervosität ablegen und boten dem Gegner durch viele Fehlpässe immer wieder die Gelegenheit, im Spiel zu bleiben. Erfreulich war, dass die Jungs nie aufgegeben haben und im letzten Drittel durch zwei schnelle Tore gleich zu Beginn den Sieg letztlich noch sicher gestellt haben.“
Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Russland - Marie Delarbre einzige deutsche Torschützin / Hinterstocker: „Haben 40 Minuten um Punkte gespielt"
Die Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Russland im dritten Spiel des 5-Nationen-Turniers in Rauma (Finnland) mit 1:3 (0:2; 1:0; 0:1).
1.45 Minuten waren gespielt, da lagen die Russinnen mit einem Zähler in Front. Das Tor erzielte nach Videobeweis Alevtina Shataryova. Sie traf aus dem Gefühl heraus während Jenny Harss im Tor der deutschen Mannschaft die Scheibe spektakulär doch erst ganz knapp hinter der Linie stoppen konnte. Olga Sosina erhöhte in einem laufintensiven und körperbetonten ersten Abschnitt kurz vor der Pause noch auf 2:0 aus russischer Sicht.
Doch die DEB-Auswahl zeigte sich erneut überzahlstark. Marie Delarbre brachte ihre Farben in der 35.Spielminuten in doppelter Überzahl wieder auf einen Zähler ran. Im Schlussabschnitt boten sich Chancen auf beiden Seiten und während die deutschen Frauen bis zuletzt vergeblich versuchten den Ausgleich zu erzielen besiegelte Valerie Pavlova mit ihrem Tor die 1:3-Niederlage der DEB-Auswahl.
Benjamin Hintertocker, Frauen-Bundestrainer: „Wir haben heute die ersten 20 Minuten nicht so gespielt wie die vergangenen 120 und mussten so nach dem frühen Gegentreffer im Anschluss auch noch das zweite Gegentor hinnehmen. Zum zweiten Drittel haben wir die Reihen dann ein bisschen umgestellt und die letzten 40 Minuten dann um Punkte gespielt. Leider ist es uns bis zu letzt nicht gelungen den Ausgleich zu erzielen.“
Die vierte und letzte Partie innerhalb von vier Tagen wird die Frauen-Nationalmannschaft morgen um 17.30 Uhr gegen Gastgeber Finnland bestreiten.
Düsseldorfer EG (DEL)
Mit attraktiven Duellen in die heiße Phase
Die Düsseldorfer EG trifft am Wochenende auf zwei Konkurrenten aus dem direkten Tabellenumfeld. Am Freitag geht es zunächst zum Überraschungsteam der vergangenen Saison, den Augsburger Panthern (19.30 Uhr), dann empfangen die Rot-Gelben die Adler Mannheim (Sonntag, 16.30 Uhr) im heimischen ISS DOME. Coach Mike Pellegrims freut sich auf „spannende und enge Duelle. Jetzt beginnt die heiße Phase der Saison!“
DEG startet beim Dolomitencup 2018
Die Düsseldorfer EG wird in der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit erstmals am Dolomitencup teilnehmen. Das Turnier findet vom 17. bis 19. August 2018 in der Südtiroler Gemeinde Neumarkt statt. Gegner bei der 13. Auflage des seit 2006 ausgetragenen Dolomitencups werden der Schweizer Erstligist EV Zug und DEL-Konkurrent Augsburger Panther sein. Ein vierter Starter wird noch bekanntgegeben.
ERC Ingolstadt (DEL)
Kohl pausiert
Benedikt Kohl fehlt dem ERC Ingolstadt in den nächsten Spielen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der Verteidiger hat sich in den vergangenen Tagen eine Viruserkrankung zugezogen. Dr. Ramon Kral und Stephan Ehler rieten Kohl nach Untersuchungen, vorerst eine Woche im Trainings- und zwei Wochen in Spielen zu pausieren. Anschließend werden die Mannschaftsärzte den Gesundheitszustand des 29-Jährigen erneut überprüfen. Sportdirektor Larry Mitchell sagt: "Wir wünschen Benedikt gute Besserung."
Schwenninger Wild Wings (DEL)
#WirzeigenHerz
Seit zwei Jahren werben die Schwenninger Wild Wings nicht nur mit dem Slogan #WirsindSchwenningen, sondern leben diesen auch.
Für die Spiele in der Weihnachtszeit haben sich die Verantwortlichen eine ganz besondere Aktion überlegt, um eine Familie tatkräftig zu unterstützen.
Unter dem Motto #WirzeigenHerz startet zum Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Iserlohn Rooster der Verkauf von LED-Herzen als Anstecker.
»Angela Mayer-Geiger ist vor einigen Monaten an uns herangetreten und hat uns vom Schicksal ihrer Tochter Alicia erzählt, die an frühkindlichem Autismus erkrankt ist. Um Alicia, aber auch ihrer Familie zu helfen sind immer wieder Anschaffungen für den täglichen Gebrauch nötig. Und genau hierfür soll der Erlös unserer Charityaktion verwendet werden«, erklärt Oliver Bauer, Leiter der Geschäftsstelle.
Bis zum 30.12.2017 werden die roten Herzen von den Spielerfrauen im Umlauf zum Preis von 5.- Euro verkauft. Die Herzen wird es auch im Fanshop in der Innenstadt und im Fanshop im Stadion zu kaufen geben.
»Wir hoffen, dass viele Fans Herz zeigen und kaufen, um uns bei unserem Vorhaben zu unterstützen«, sagt Oliver Bauer.
Ein kleiner Film über die Familie ist auf dem YouTube Kanal und auf der Facebookseite der Wild Wings zu sehen.
Straubing Tigers (DEL)
Testspiel während der Olympiapause / Wiedersehen mit B. Brust und L. Meunier
Den Straubing Tigers ist es gelungen, mit dem HC Fribourg-Gottéron einen attraktiven Testspielgegner für die Olympiapause zu gewinnen.
Am Freitag, 16.02.18, werden mit Barry Brust und Laurent Meunier zwei Publikumslieblinge vergangener Tage in das Eisstadion am Pulverturm zurückkehren. Diese stehen bei den Eidgenossen unter Vertrag und sind bereits im Sommer, im Rahmen des EHCO-Cup in Olten, auf ihr ehemaliges Team getroffen.
„Der Kontakt zu Barry sowie Laurent ist nie abgerissen und HC-Manager Christian Dube hat das Spiel bei uns ermöglicht“, erklärt Jason Dunham, Sportlicher Leiter der Straubing Tigers. „Für uns ist es ein ansprechender Test gegen eine gute Eishockeymannschaft und die Fans dürfen sich zusätzlich auf Barry Brust sowie Laurent Meunier freuen“, so Jason Dunham abschließend.
Für den traditionsreichen Schweizer Club haben in der Vergangenheit internationale Größen wie David Aebischer, Andrej Chomutow, Wjatscheslaw Bykow, Sergei Makarow und Mark Streit ihre Schlittschuhe geschnürt. Der einstige NHL-Torhüter David Aebischer (Colorado Avalanche) ist aktuell Torwart-Trainer beim HC und mit Dean Fedorchuck gehört ein ehemaliger Coach der Straubing Tigers dem Trainerteam in Fribourg an (Co-Trainer).
Spielbeginn am 16.02.18 ist um 19.00 Uhr. Ticketing-Informationen erfolgen zu gegebener Zeit.
Tölzer Löwen (DEL2)
Halbzeit: Löwen gegen Crimmitschau und Frankfurt
mit dem Freitagsspieltag wird die erste Hälfte der DEL2-Hauptrunde
abgeschlossen. Es ist der 26. Spieltag von insgesamt 52, bevor es in den
jeweiligen Ausscheidungsrunden weitergeht. Ein guter Zeitpunkt also um
weitere Punkte für die Tabelle zu sammeln. Das Wochenende beginnt mit
der Neuauflage des ersten Spieltags, einem Auswärtsspiel in
Crimmitschau. Am Sonntag kommt der amtierende Meister nach Bad Tölz.
Mit 2:3 ging das erste Saisonspiel der Tölzer Löwen verloren. Zu Gast im
Eisstadion Crimmitschau bewies man Zweitliga-Qualität, aber auch
fehlende Kaltschnäuzigkeit. Lange Zeit waren die Buam überlegen. Kurz
vor Schluss trafen sie das Gestänge von der falschen Seite und fuhren
damit ohne Punkte nach Hause. Die Eispiraten haben seitdem fleißig
Punkte gesammelt und rangieren auf Platz sieben der Rankings. Die
Sachsen galten vor der Saison als Abstiegskandidat, haben aber bereits
bewiesen, dass das Team mehr Potenzial hat.
Zuletzt gab es einige Rückschläge für Kim Collins´ Team zu verkraften.
Aus den letzten sieben Spielen gab es nur einen Sieg zu verzeichnen: Am
letzten Sonntag gegen die Wölfe Freiburg. Nach dem Abgang vom
kanadischen Goalie Olivier Roy holte dabei Brett Kilar seinen ersten
Sieg im Eispiraten-Trikot. Der Deutsch-Amerikaner kam als Ersatz für Roy
und musste im Schnitt schon 4,58 Gegentore pro Partie hinnehmen.
Das Stadion in Crimmitschau ist eigentlich kein schlechtes Pflaster für
die Löwen: Zwei der letzten drei Duelle in Westsachsen wurden gewonnen -
jeweils mit zwei Toren Vorsprung. Soll dies erneut gelingen, müssen die
Buam die Offensive Crimmitschaus in den Griff bekommen. Zwar zählen die
74 geschossenen Treffer nicht zur absoluten Spitze der Liga, doch gerade
die Topscorer Jordan Knackstedt, Robbie Czarnik, Patrick Pohl und Ossi
Saarinen konnten schon mehrfach auf sich aufmerksam machen.
Der Spielbeginn in Crimmitschau ist um 20:00 Uhr.
Ebenfalls nicht sonderlich formstark präsentierten sich die Löwen
Frankfurt in letzter Zeit. Am letzten Wochenende haben die Hessen etwas
Boden nach oben verloren. Sowohl im Derby gegen Kassel, als auch
auswärts beim EC Bad Nauheim haben sie jeweils nur einen Punkt geholt.
Allgemein läuft es nach dem Zittersieg über die Tölzer Löwen nicht mehr
wirklich für das Team von Coach Paul Gardner. Nur einen Sieg (2:1 gegen
Kaufbeuren) gab es in den vier Spielen seitdem.
Trotzdem kommt immer noch der amtierende Meister nach Bad Tölz und damit
auch gleichzeitig die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Auch in der
Gesamttabelle sind die Frankfurter fast ganz oben anzutreffen. Sie
liegen fünf Punkte hinter den Bietigheim Steelers auf Tabellenplatz
zwei. Mit einem Zuschauerschnitt von über 4500 setzen sie auch in Sachen
Fans neue Maßstäbe. Die Zuschauer haben seit der Rückkehr von
Meistergoalie Brett Jaeger fast in jedem Spiel einen neuen Torhüter
gesehen. Auch Hannibal Weitzmann und Florian Proske durften schon öfter
ran. Weitzmann gilt dabei als Nummer eins, er hat mit einer Fangquote
von 91,06% auch die beste Statistik des Trios.
Die interne Scorerliste führen der Amerikaner C.J. Stretch (35 Pkt.),
Nils Liesgang (31 Pkt.) und der Kanadier Matthew Pistilli (28 Pkt.) an.
Aufgefüllt werden die Kontingentspieler durch die beiden Kanadier Wade
MacLeod (26 Pkt.) und Patrick Jarrett (20 Pkt.).
Im ersten Löwenduell im Tölzer Stadion haben die Gäste mit 7:4 gewonnen.
Auch dieses Mal sind die Hessen Favorit – doch das waren auch die Kassel
Huskies am vergangenen Sonntag.
Fazit:
Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten. Wenn dies auch für den
Eishockeysport gilt, kommen hohe Hürden auf die Tölzer Löwen zu. Gegen
beide Teams wurde aber schon bewiesen, dass mit Kaltschnäuzigkeit im
Abschluss etwas drin ist.
Zurückgreifen kann Rick Boehm dabei aller Voraussicht nach wieder auf
André Lakos. Die Löwen damit mit fünf Verteidigern.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Freitag ins Breisgau - Sonntag Fanfest im Winterdorf
Mit dem Spiel beim EHC Freiburg (Freitag, 19:30 Uhr) starten die Bayreuth Tigers in den letzten „normalen“ Doppelspieltag vor dem intensiven Programm rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Zum Heimspiel am Sonntag (18:30 Uhr) unter Sponsor of the Match „Zahnarztpraxis Klinkisch“ gastiert mit dem SC Riessersee ein Topteam der Liga im Tigerkäfig.
Der EHC Freiburg hat sich in den letzten Wochen in der Tabelle um einige Plätze nach oben und damit in die Pre-Playoff-Ränge gearbeitet. Dabei hat man sich an den letzten beiden Wochenenden auswärts stärker präsentiert als vor heimischer Kulisse. Heimniederlagen gegen Kassel und Crimmitschau stehen dabei Siege in Frankfurt und Weißwasser gegenüber. Die offensive Produktion geht dabei hauptsächliche von der seit Jahren eingespielten Formation Billich-Linsenmaier-Kunz aus, aber auch die Kontingentstürmer Radek Duda, Jakub Babka und Mark Mancari waren in letzter Zeit wieder erfolgreicher. Defensiv setzt man überwiegend auf seit langem in Freiburg tätiges Personal um Philipp Rießle, Dennis Meyr und Alexander Brückmann. Am ersten Spieltag der Saison unterlagen die Tigers knapp mit 2:3 n.V. in Freiburg, das Heimspiel konnte man mit 5:1 für sich entscheiden.
Der SC Riessersee hat sich im oberen Tabellendrittel etabliert, besonders die Offensive mit Hochkarätern wir Richard Mueller, Andreas Driendl oder Lubor Dibelka ist herausragend besetzt, aber auch defensiv steht man sehr gut und kassiert nur wenige Gegentore. Der Schwede Joel Johansson und Stephan Wilhelm sind hier die Stützen vor einem starken Matthias Nemec im Kasten. Am zweiten Spieltag der Saison gelang den Tigers ein knapper 4:3-Sieg vor heimischer Kulisse, beim Gastspiel unter der Zugspitze unterlag man mit 0:2, was durch einen späten Empty-Net-Treffer der Gastgeber besiegelt wurde.
Im Kader der Tigers hat sich die Situation minimal verbessert, allerdings hat sich dabei auch die Gewichtung verlagert. Waren zuletzt vor allem die Sturmreihen arg dezimiert, fehlt nun die Hälfte der Verteidigung: Neben dem langzeitverletzten Sebastian Mayer sind auch Martin Heider, Mathias Müller und Jan Pavlu nicht einsatzfähig. Durch die beiden Neuzugänge Eric Chouinard und Constantin Ontl sowie Rückkehrer Sergej Stas sollte man im Angriff zumindest auf drei Reihen kommen. Eugen Alanov befindet sich in Nürnberg wieder im Training, ob er zur Verfügung steht, entscheidet sich kurzfristig. Fehlen wird - neben den beiden U20-Nationalspielern Valentin Busch und Luca Gläser - Thomas Voronov.
Im Anschluss an das Heimspiel am Sonntag besteht die Chance, das komplette Tigersteam inklusive Trainer und Betreuern im Bayreuther Winterdorf zu treffen. Kommt vorbei und nutzt die Gelegenheit für einen kurzen Plausch und da ein oder andere Heißgetränk. Bei Vorlage des Tagestickets der Partie oder der Dauerkarte gibt es übrigens 50 Cent Nachlass auf alle Getränke.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
„Wir müssen einfach Punkte holen!“ - Kim Collins in der Presserunde vor den anstehenden Punktspielen
Die Eispiraten Crimmitschau wollen am kommenden Punktspielwochenende unbedingt ihren Aufwärtstrend bestätigen und fortsetzen. Dabei treffen die Westsachsen vor heimischen Publikum auf Schlusslicht Bad Tölz und gastieren am Sonntag dann bei den Heilbronner Falken. In der wöchentlichen Presserunde sprach „KC“ unter anderem über das Personal, die Verletzung seines Co-Trainers und die Eishockeyschule des Finnen Sami Kaartinen.
„Wir müssen unbedingt punkten!“, ließ Kim Collins, Cheftrainer der Eispiraten, am Donnerstagmorgen zur Presserunde verlauten. Dabei sprach der 55-jährige Eishockeylehrer von zwei völlig verschiedenen Gegnern, welche jedoch beide ziemlich unangenehm zu bespielen sind. „Bad Tölz hat vielleicht weniger Talent in ihrer Mannschaft, doch sie arbeiten hart und machen es ihren Gegnern so immer schwer. Heilbronn dagegen hat vielleicht dieses Talent, konnten es in dieser Runde bislang aber noch nicht ganz ausschöpfen. Sie spielen auf jeden Fall besser, als ihr Tabellenplatz aussagt.“
In der heutigen Presserunde sprach der Eispiraten-Cheftrainer unter anderem auch über…
… die Personallage: Christoph Kabitzky wird zurückkehren. Er ist zwar noch nicht bei 100 Prozent, doch das ist nach dem Saisonverlauf und den Verletzungen normal. Wichtig ist, dass er beschwerdefrei ist. Und das ist er! Will Weber hat die Woche gut trainiert und wird auch wieder spielen. Nur Danny Pyka fällt weiter aus. Ich weiß jedoch nicht, wie lange er fehlen wird. Er hat wieder Probleme mit dem Rücken und ist zur Behandlung im Altenburger Klinikum.
… die Verletzung von Co-Trainer Jacek Plachta: Jacek hat sich letzte Woche im Training verletzt. Ich denke am Freitag wird er mit auf der Bank stehen, doch ob er mit nach Heilbronn fährt, weiß ich nicht. Er kann wohl nicht so lange sitzen. Auch beim Training ist es schwierig, mehrere Gruppen allein zu trainieren, auch wenn ich es schon zu Beginn der Saison gemacht habe.
… die Besetzung mit neuen personellen Alternativen: Ich habe viel mit Jacek gesprochen. Die genaue Reihenzusammenstellung wird sich heute nach dem Training entscheiden. Wir hatten für zwei Tage eine finnische Eishockeyschule zu Besuch, deshalb werden wir erst heute darauf eingehen. Vermutlich wird Will Weber mit Philipp Halbauer, Brock Maschmeyer mit André Schietzold und Ales Kranjc mit Ole Olleff zusammen in der Verteidigung spielen. Elia Ostwald kehrt wahrscheinlich wieder zurück in den Sturm.
… die Möglichkeit, erstmals mit vier Reihen spielen zu lassen: Theoretisch könnte ich das tun. Doch eigentlich musst du eine ganze Saison mit vier Linien spielen, mitten in der Spielzeit an dieser Stelle Veränderungen vorzunehmen ist etwas schwierig. Wir haben nun aber die Möglichkeit, mehr Leute einzusetzen und durch zu wechseln. Das sorgt für viel Entlastung, gerade vor den kommenden Spielen zur Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel.
… Punkte für Platz 6 oder 10?: Wir müssen einfach Punkte holen und die kommenden Gegner schlagen. Es ist noch zu früh, um zu rechnen. Wir müssen einfach auf uns schauen und versuchen, so viele Spiele zu gewinnen, wie nur möglich. Dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht.
… die Eishockeyschule von Sami Kaartinen: Es war sehr interessant die beiden Coaches hier zu haben. Unsere Spieler haben sich gut verkauft und es war auch eine schöne Abwechslung für meine Jungs. Sie haben mal neue Gesichter und Übungen gesehen und das hat uns definitiv nicht geschadet. Insgesamt haben die Trainer zwei Einheiten auf dem Eis und zwei Trockenübungen geleitet.
Verkauf von Erzgebirgsstollen für kleinen Kämpfer Paul - Spenden gehen an Nierenkrebs erkrankten Zweijährigen
Immer wieder setzte sich der Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau in letzter Zeit für an Krebs erkrankte Menschen und deren Angehörige ein. So auch in diesem traurigen Fall. Der erst zwei Jahre alte Paul aus Lützkewitz erkrankte im vergangenen Jahr an einem bösartigen Nierentumor. Zum Heimspiel am 22. Dezember gegen die Ravensburg Towerstars werden die Eispiraten Erzgebirgsstollen der Bäckerei Emil Reimann unter den Zuschauern verkaufen. Die zusammengekommenen Einnahmen sollen dann der Familie Rosenberg zu Gute kommen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der zweijährige Paul Rosenberg aus Lützkewitz in diesem Jahr sein erstes, richtiges Weihnachtsfest erleben dürfen. Seine Familie hofft, dass dem noch viele weitere folgen werden. Doch es könnte anders kommen. Denn Paul leidet an Nephroblastom, einer seltenen Variante eines bösartigen Nierentumors. Die Befunde aus der Krebszentrale in Kiel zeigten die seltene atypische rhabdoide Variante des Tumors auf. Einer Studie zufolge überleben 83 Prozent der Kleinkinder diesen Krebs nicht. Allerdings steigt die Überlebenschance rapide bei über Dreijährigen an, weil dann eine besondere Form der Chemotherapie angewendet werden kann. Paul wird im März drei Jahre alt!
Um die Familie von Paul in dieser schweren Zeit zu unterstützen, haben sich die Eispiraten in Kooperation mit der Bäckerei Emil Reimann etwas Besonderes einfallen lassen. Zum Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars, am 22. Dezember um 20:00 Uhr, verkauft der Eishockey-Zweitligist 500 Erzgebirgsstollen á 1 Kilogramm für 5, statt 12,45 Euro (normaler Preis im Handel). Die Einnahmen aus dem Stollenverkauf kommen dann dem kleinen Paul und seinen Angehörigen zu Gute.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen treffen auf Kassel & Kaufbeuren / Martin Davidek kehrt zurück
Die Dresden Eislöwen treffen am Wochenende auf die Kassel Huskies und den ESV Kaufbeuren. Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer muss neben den Langzeitverletzten Petr Macholda und Harrison Reed auf den Einsatz von U20-Nationalspieler Timo Walther, Goalie Sebastian Stefaniszin und Gustav Veisert verzichten. Martin Davidek kehrt in den Kader zurück. Auch Arne Uplegger gehört am Freitag zum Dresdner Aufgebot.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Kassel hat zehn Spiele hintereinander gewonnen, agiert sehr effizient. Uns erwartet eine schwere Aufgabe. Im Heimspiel gegen Kassel haben wir es gut gemacht, aber verpasst die Tore zu schießen. Kaufbeuren wird voraussichtlich wieder auf Stefan Vajs im Tor zurückgreifen können. Er ist ein starker Rückhalt für das Team. Grundsätzlich ist es egal, mit welchem Team wir es zu tun bekommen, denn wir müssen immer 100 Prozent geben.“
Kapitän René Kramer: „Wir arbeiten hart, können mit unser bisherigen Leistung sehr zufrieden sein. Gerade in der Zeit, als wir mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatten, sind wir als Team zusammengerückt. In Unterzahl sind wir gut unterwegs. Dieser Fakt spricht auch für den Charakter unserer Mannschaft. Egal ob Stürmer oder Verteidiger – wir blocken unglaublich viele Schüsse. Luft nach oben haben wir noch bei der Umsetzung unseres Powerplays.“
Das Spiel der Dresdner Eislöwen bei den Kassel Huskies beginnt am Freitag, 15. Dezember um 19.30 Uhr und wird geleitet von den HSR Marcus Brill und Volker Westhaus. Am Sonntag, 17. Dezember empfangen die Blau-Weißen um 17 Uhr den ESV Kaufbeuren. Die Partie steht unter der Leitung der HSR Fynn-Marek Falten und Sven Fischer. Kassen und Arenatüren öffnen um 15.30 Uhr; der VIP-Raum um 16 Uhr. SpradeTV zeigt beide Partien live.
Wölfe Freiburg (DEL2)
Wittfoth-Comeback bei Heimspiel am Freitag / Benefiz-Partie am Sonntag
Als Zehntplatzierter der zweiten Eishockeyliga DEL2 trifft der EHC Freiburg am Wochenende auf zwei Mannschaften, die in der Tabelle direkt hinter den Breisgauern lauern – wobei insbesondere das Heimspiel am Freitag gegen Bayreuth mit Spannung erwartet wird. In den Spielbetrieb zurückkehren wird der lange verletzte EHC-Stürmer Marc Wittfoth.
Die südbadischen Eishockeyfans, die das EHC-Team nicht ins mehr als 800 Kilometer entfernte Weißwasser begleiten können, müssen auch am Sonntag nicht auf Live-Sport verzichten: In der Franz-Siegel-Halle steigt zeitgleich mit der DEL2-Partie bei den Lausitzer Füchse ein Benefizspiel: Um 17 Uhr trifft die EHC-Traditionsequipe Old Boys auf die deutsche Polizei-Nationalmannschaft. Das Match findet im Gedenken an den verstorbenen Freiburger Eishockeyspieler und Polizisten Rolf Geillinger und zugunsten des Freiburger Fördervereins für krebskranke Kinder statt.
Sportlich brisanter geht es am Freitagabend im Freiburger Westen zu: Um 19.30 Uhr beginnt die Begegnung zwischen dem EHC Freiburg und den Bayreuth Tigers. Die Wölfe stehen mit 29 Punkten auf dem zehntenTabellenplatz, die Tigers sind mit 24 Zählern Dreizehnter. Es treffen sich also, genau wie am Sonntag in Weißwasser, zwei Teams mit demselben Saisonziel: Den Klassenerhalt in der DEL2 möglichst früh zu sichern und einen Bogen um die unberechenbare Playdown-Runde (Rang 11-14) zu machen.
Bayreuth blickt auf schwierige Wochen zurück: Bei großem Verletzungspech und mit einer extrem dünnen Personaldecke gingen die zurückliegenden acht Partien allesamt verloren. Nun aber sehen die Oberfranken Licht am Horizont: Zwei Neuzugänge konnten die Tigers in dieser Woche in der Wagnerstadt begrüßen, einen jungen und einen enorm routinierten.
Vom Ligakonkurrenten EC Bad Tölz wechselte der 19-jährige Stürmer Constantin Ontl nach Bayreuth, zudem ist nun auch der bereits vor Wochen unter Vertrag genommene Eric Chouinard im Tigerkäfig eingetroffen: Der 37 Jahre alte Angreifer ist das Bayreuther Pendant zu Freiburg-Star Mark Mancari: Beide Schlüsselspieler sind Kanadier, beide sind groß gewachsen und körperlich robust, beide können die Erfahrung einer langen Karriere in die Waagschale werfen und beide haben auch schon in der besten Liga der Welt gespielt: Chouinard, der zuletzt im französischen Grenoble aktiv war, hat 90 NHL-Spiele in seinen Palmares stehen, bei Mancari sind es 42. Das Aufeinandertreffen der beiden Giganten dürfte ein Hingucker werden.
Ein emotionales Highlight stellt das Comeback von Marc Wittfoth dar: Der EHC-Stürmer hatte sich beim Heimspiel am 3. Oktober bei einem Aufprall in die Bande eine schwere Verletzung im oberen Körperbereich zugezogen und bestreitet nun sein erstes Match seit rund zehn Wochen. Fehlen wird weiterhin Verteidiger Gabriel Federolf, der Einsatz von Lutz Kästle ist fraglich (beide sind im oberen Körperbereich verletzt). Der Einsatz von Doppellizenz-Cracks aus Schwenningen und die Besetzung der vier Kontingentpositionen für ausländische Akteure wird erst kurz vor dem Spiel kommuniziert.
Auch der Gastgeber am Sonntag, die Lausitzer Füchse, kämpft in der Tabellenregion am "Strich" zwischen den Plätzen 10 und 11. Im Moment sind die Cracks aus Weißwasser mit 27 Punkten Zwölfter. Neben mehreren Kaderveränderungen haben die Füchse auch die Position des Cheftrainers neu besetzt: Nachfolger des Finnen Hannu Järvenpää ist der ehemalige Freiburger Robert Hoffmann, der bisher als Co-Trainer an der Bande gestanden war.
Eintrittskarten für das Heimspiel am Freitag gibt es im Online-Ticketshop, am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr in der EHC-Geschäftsstelle in der Ensisheimer Straße und am Spieltag von 16.30 Uhr am Stadion. Auch die Karten für die weihnachtlichen Partien am 22. Dezember – mit Teddy Bear Toss – und am 28. Dezember sind bereits erhältlich und es ist durchaus ratsam, sich schon jetzt um die Tickets für diese beiden populären Partien zu kümmern. Die Begegnungen der DEL2 werden auf der Plattform Sprade.TV live übertragen, aktuelle Infos liefert überdies der bewährte Freiburger Twitter-Ticker.
EHC-Youngster Sofiene Bräuner im Training verletzt
Sofiene Bräuner, 18-jähriger Stürmer im Dress des EHC Freiburg, hat sich im Training des Eishockey-Zweitligisten eine Verletzung im oberen Körperbereich zugezogen. Der junge Angreifer wurde am Donnerstagmittag nach einem unglücklichen Aufprall gegen den Bande in die Freiburger Uniklinik gebracht, konnte das Krankenhaus mittlerweile aber wieder verlassen.
Wie lange Sofiene Bräuner pausieren muss, lässt sich erst nach weiteren Diagnosen prognostizieren. Sicher ist, dass er bei den Partien am Freitag gegen Bayreuth (19.30 Uhr, Karten auf https://tickets.ehcf.de) und am Sonntag in Weißwasser fehlen wird. Auch die Verteidiger Lutz Kästle und Gabriel Federolf müssen passen. Während bei Kästle kein langwieriger Ausfall zu befürchten ist, wird der langzeitverletzte Federolf erst in mehreren Wochen wieder ins Geschehen eingreifen können.
Für Sofiene Bräuner, der parallel zu seinem DEL2-Engagement Spielpraxis im Schwenninger Team in der Nachwuchsliga DNL sammelt und dort ein Leistungsträger ist, kommt die Verletzung zu einem besonders bitteren Zeitpunkt: Der 18-Jährige war gerade dabei, in der zweithöchsten deutschen Eishockeyklasse Fuß zu fassen. Für seinen couragierten Auftritt beim 5:3-Auswärtssieg in Bad Nauheim hat viel Lob erhalten, Trainer Leos Sulak wollte ihn auch gegen Bayreuth und in Weißwasser einsetzen.
Sein Comeback nach einer fast zehnwöchigen Pause feiert derweil Marc Wittfoth: Das Energiebündel wird am Freitag erstmals seit dem 3. Oktober wieder im EHC-Dress auflaufen. In beiden Partien des Wochenendes trifft der EHC Freiburg auf unmittelbare Konkurrenten im Kampf um den direkten Klassenerhalt.
Kassel Huskies (DEL2)
Showdown vs. zweitbeste Abwehr & Spitzenreiter – Alex Lambacher wieder an Bord
Gleich zwei Spitzenspiele stehen für die Kassel Huskies am dritten Adventswochenende in der DEL2 auf dem Programm. Im Duell mit den Dresdner Eislöwen wollen die Huskies am Freitagabend ab 19.30 Uhr an ihre Heimserie anknüpfen. Am Sonntag treten die Nordhessen dann beim Spitzenreiter an.
Die Huskies müssen am Freitag und Sonntag auf Thomas Merl, Toni Ritter und Patrick Klöpper
verzichten. "Alle drei Spieler sollen bei einem guten Heilungsprozess am kommenden
Wochenende wieder für unser Team zum Einsatz kommen", äußerte sich Coach Rico Rossi zum
Fehlen der Akteure. Andy Reiss kehrt hingegen bereits zum Heimspiel gegen Dresden auf das Eis
zurück. Weiterhin vermelden die Huskies eine erneute Ausleihe von Alex Lambacher. Der 21-
Jährige kehrt nach fünf Spielen für die Adler Mannheim wieder nach Kassel zurück.
Zehn Heimsiege haben die Kassel Huskies zuletzt in Serie gefeiert und von den bisherigen 13
Heimspielen nur das Duell gegen Riessersee verloren. Auch am morgigen Freitag soll diese
Siegesserie gegen die Dresdner Eislöwen fortgesetzt werden. Aber Vorsicht ist geboten vor dem
Tabellenvierten, der sieben der letzten neun Spiele gewonnen hat. Nach holprigem Saisonbeginn
hat sich das Team von Franz Steer gefangen und überzeugt vor allem defensiv. Mit 69
Gegentoren stellen die Sachsen die zweitbeste Abwehr der Liga, gemeinsam mit den Huskies. In
seiner ersten Saison als Starttorhüter brilliert dabei Mirco Eisenhut. Mit einer Fanguote von 92,77
Prozent liegt er ligaweit auf dem zweiten Rang. Nur Husky Mirko Pantkowski ist besser, der den
Huskies an diesem Wochenende aber fehlen wird. Schwer zu knacken ist das Team von Franz
Steer aber auch in Unterzahl. Mit einer Quote von 86,2 Prozent liegen die Eislöwen auf dem dritten
Rang und damit einen Platz vor den Huskies (85,7%). Die Stärke der Eislöwen liegt aber auch in
der Tiefe des Kaders. Nur Gustav Veisert und Sebastian Zauner sind bislang ohne Torerfolg, alle
anderen Eislöwen haben mindestens einen Treffer erzielt, Top-Torjäger ist Nick Huard mit elf
Toren. Bei den Eislöwen wird Juuso Rajala fehlen, der unter der Woche zu einem Try-Out nach
Schweden wechselte.In den beiden bisherigen Aufeinandertreffen hatten die Eislöwen aber das
Nachsehen. Zum Saisonauftakt verloren sie in Nordhessen 1:3, beim ersten Heimspiel in Dresden
setzte es eine herbe 1:7-Packung. In beiden Partien traf Huskies-Topscorer Braden Pimm doppelt.
Vor einer ganz schweren Auswärtsaufgabe steht das Team von Rico Rossi am Sonntag. Mit den Bietigheim Steelers wartet ab 17 Uhr nicht nur der Tabellenführer auf die Huskies, sondern auch das einzig ungeschlagene Heimteam der Liga. Alle zwölf Heimspiele haben die Steelers bislang gewonnen und dabei nur einen Punkt abgegeben – beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Kassel Huskies Mitte September. Das Team von Kevin Gaudet überzeugt erneut mit einer starken Mannschaftsleistung, bei der einige Spieler hervorstechen. Mit Matt McKnight, Tyler McNeely und Shawn Weller sind drei Steeelers-Stürmer mit jeweils 34 Punkten unter den Topscorern der Liga, Neuzugang Norman Hauner hat nur in einem der letzten zehn Spielen nicht getroffen. Dazu überzeugt ein weiterer Neuzugang im Tor. Ilya Sharipov hat Altmeister Sinisa Martinovic als Nummer Eins im Tor abgelöst und bislang nur zwei seiner 14 Spiele verloren. Mit einer Fangquote von 92,33 Prozent gehört er dazu zu den besten Torhütern der Liga. Die Steelers werden sich zudem revanchieren wollen: Beim Aufeinandertreffen in Nordhessen Ende November starteten die Steelers furios in die Partie, verloren aber dennoch gegen couragiert auftretende Huskies 2:5. Es war die einzige Niederlage der Steelers in den letzten neun Partien, aus denen sie 24 Punkte holten. In beiden Aufeinandertreffen war bislang Braden Pimm mit drei Toren und einer Vorlage Topscorer der Huskies, bei Bietigheim sammelte Liga-Top-Torjäger Matt McKnight (bislang 20 Treffer) vier Punkte (zwei Tore, zwei Vorlagen).
Huskies vs. Eislöwen: Sammelaktion für die Kasseler Tafel
Die Kassel Huskies veranstalten in Kooperation mit der Kasseler Tafel vor dem Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen am 15. Dezember 2017 eine Spendenaktion. Ab 18:00 Uhr werden haltbare Lebensmittel (keine Frischwaren), Konserven und Geldspenden am Haupt-, VIP- und Hintereingang der Eissporthalle gesammelt. Diese Aktion wird zugunsten der Kundinnen und Kunden der Kasseler Tafel durchgeführt.
Die Kassel Huskies und die Kasseler Tafel freuen sich über eine rege Beteiligung an dieser Aktion für den guten Zweck kurz vor dem Weihnachtsfest.
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders mit Verstärkung gegen Selb
Zum letzten Mal vor Weihnachten treten die EV Lindau Islanders am Freitag (19:30 Uhr) zuhause an und treffen dabei auf einen Top- Gegner: Zu Gast ist der Tabellendritte Selber Wölfe.
Begleitet wird dieses Spiel von einer besonderen Aktion – denn gegen einen solchen Gegner muss man sich ja im besten Sinne verstärken. Also starten die Lindauer die Kampagne „Islanders and Friends“. Das heißt, dass am Freitag jeder Dauerkartenbesitzer kostenlos einen Freund in die Eissportarena mitbringen darf. „Mit Islanders & Friends wollen wir den Dauerkartenbesitzern Danke für Ihre Treue sagen und ihnen gleichzeitig die Chance geben, jemandem der ihnen nahesteht, etwas Gutes zu tun“, sagt EVL- Marketingvorstand Patrick Meier, der sich von der Aktion auch eine besondere Stimmung in der Eissportarena verspricht.„Weihnachtszeit ist ja auch die Zeit der Familie und die Fans sind ein sehr wichtiger Teil unserer Islanders Familie.“
Im besten Fall will der EVL nach dem Überraschungscoup beim EC Peiting natürlich weiter Bonuspunkte sammeln, um den wichtigen achten Tabellenplatz halten zu können. Das wird anspruchsvoll, denn Freitagsgegner Selb kommt in einer überragenden Verfassung nach Lindau, gewann neun der letzten elf Spiele und erzielte dabei sieben Mal fünf oder mehr Tore. Kein Wunder also, dass die Wölfe in der Scorerwertung reichhaltig vertreten sind. Mit Jared Mudryk (43 Punkte), Herbert Geisberger (34), Kyle Piwowarzcyk (33) und Landon Gare (27) sind gleich vier Mann unter den 18 besten Scorern der Liga zu finden. „Sie haben zwei sehr starke Reihen, die im gegnerischen Drittel brandgefährlich sind, weil sie fast immer zum Abschluss kommen“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton. „Wir werden ganz hart und diszipliniert arbeiten müssen, um das zu verhindern.“
Allerdings wird auch das Erzielen von Treffern für die Lindauer nicht gerade einfach werden. Nach den bisherigen Spielen werden die Wölfe die Islanders nicht unterschätzen und selbst diszipliniert und konzentriert auftreten. Denn auch die Defensive ist ein wichtiger Teil des Erfolges beim Tabellendritten. So liegt Torhüter Niklas Deske auf Platz Vier der Wertung, was den geringsten Gegentorschnitt betrifft (2,7 Gegentreffer pro Spiel). EVL- Goalie David Zabolotny liegt hier etwas darüber, dafür ist er die Nummer zwei der Liga, was die Anzahl der gehaltenen Schüsse betrifft. Knapp 400mal wurde der Puck schon auf den Kasten des 23jährigen gefeuert – über 90 Prozent dieser Chancen hat er abgewehrt. Eine wesentliche Grundlage für den Aufwärtstrend der Islanders in den letzten Wochen.
Was dem EVL nun noch fehlt, ist ein Erfolgserlebnis gegen Selb. Denn die Wölfe sind ein Gegner, der den Lindauern in der Vergangenheit gar nicht lag. Auch in der aktuellen Saison haben die Islanders noch nichts Zählbares gegen die Oberfranken erreichen können – obwohl sie zweimal ganz nah dran waren. Beim ersten Spiel am Bodensee Anfang Oktober (5:7), gaben sie in den letzten dreieinhalb Minuten eine 5:4 Führung ab, in Selb verloren sie einmal unglücklich kurz vor Schluss mit 3:4, zuletzt aber auch deutlich mit 3:6. „Das wird uns nicht davon abhalten, einen vierten Anlauf zu nehmen, um Revanche nehmen zu können“, sagt Whitecotton, der im Kader auch wieder auf den zuletzt erkrankten Kai Laux zurückgreifen kann. Gerade in dieser Phase der Saison, in der sich die Spiele häufen und immer intensiver und entscheidender werden, ist es wichtig nahezu komplett antreten zu können. Das Ziel, zumindest einen Bonuspunkt gegen die Selber Wölfe zu erringen, ist nur vollzählig möglich – und natürlich mit der Hilfe von guten Freunden.
Memmingen Indians (OLS)
ECDC tritt zum Allgäu-Derby in Sonthofen an
Am Sonntag (18 Uhr) treten die Indians zum Allgäu-Derby in Sonthofen an. Die Gastgeber scheinen den Memmingern in dieser Saison zu liegen, alle drei bisherigen Vergleiche gingen an den ECDC. Damit dies so bleibt werden sich wohl auch wieder viele Fans auf den Weg ins Oberallgäu machen, um ihr Team zu unterstützen.
Die „Bulls“ brennen nach den bisher erlittenen Niederlagen natürlich auf Revanche und wollen ihren Fans einen Heimsieg im Derby präsentieren. Trainer Heiko Vogler wird sein Team entsprechend einstellen und hofft die zuletzt ansteigende Form auch in dieser Partie auf das Eis zu bringen. Das Derbys bekanntlich eigene Gesetze haben musste der ERC erst vor zwei Wochen erfahren, als die Memminger ihr Heimspiel mit einem Rumpfkader für sich entscheiden und ihre Niederlagenserie durchbrechen konnten.
Seit dieser Partie hat sich bei beiden Vereinen einiges im Kader getan: Während beim ECDC der Kader durch die teilweise zurückgekehrten Verletzten wieder angewachsen ist und auch die zweite Kontingentstelle wieder besetzt wurde, hat der Rivale aus Sonthofen nochmal kräftig auch dem Transfermarkt eingekauft. Mit dem DEL-erprobten Ralf Rinke und dem Kanadier Kyle Just (Lausitzer Füchse /DEL2) wurden zwei echte Hochkaräter verpflichtet. Beide sollen helfen die Play-Off Teilnahme nach durchwachsenem Saisonstart zu sichern.
Die Indians vertrauen derweil auf ihre altbewährten Kräfte und den neuen lettischen Angreifer Kirils Galoha, der am ersten Wochenende einen starken Eindruck hinterließ. Ein wichtiger Faktor wird auch die zahlreiche Fanunterstützung im Derby sein. Mehrere hundert Memminger werden im Oberallgäu erwartet, um ihr Team, auf dem Weg zum vierten Sieg in Folge, zu unterstützen.
Starbulls Rosenheim (OLS)
Angeschlagene Starbulls empfangen wiedererstarktes Weiden
Zu einer interessanten Begegnung in der Eishockey-Oberliga kommt es am Freitag um 19:30 Uhr im Rosenheimer emilo-Stadion. Die Starbulls Rosenheim empfangen die Blue Devils Weiden, denen nach einer langen Talfahrt am vergangenen Wochenende in bemerkenswerter Art und Weise mit voller Punktausbeute von sechs Zählern die Trendwende gelang. Die Starbulls haben dagegen ein Null-Punkte-Wochendende im Rucksack und zahlreiche angeschlagene Spieler im ohnehin ausgedünnten Kader. Die Aufgabe für das Team von Manuel Kofler dürfte demnach eine deutlich schwerere sein, als es die Tabellenkonstellation „Zweiter gegen Neunter“ vermuten lässt. Am Sonntag um 18 Uhr treten die Starbulls dann zum Derby in Miesbach an.
Starbulls-Trainer Manuel Kofler ist angesichts vieler verletzter, kranker und angeschlagener Akteure derzeit wahrlich nicht zu beneiden. In der vergangenen Woche standen im Training teilweise nur 14 Feldspieler auf dem Eis – und darunter waren sogar noch fünf Nachwuchsleute aus dem DNL-Kader! Zu den zahlreichen Ausfällen des letzten Wochenendes gesellten sich mit Jussi Nättinen, Michael Baindl und Fabian Zick drei weitere Stürmer, die sich nach dem Sonntagsspiel gegen Sonthofen krank melden mussten. Ob einer von Ihnen bis zum Spiel am Sonntag in Miesbach oder gar schon am Freitag gegen Weiden wieder fit wird stand noch am Donnerstag ebenso in den Sternen wie die Einsatzmöglichkeit von Michael Fröhlich. Auch auf das sehnsüchtig erwartete Comeback von Verteidiger Michael Rohner, den eine Magen-Darm-Grippe körperlich zurückwarf, müssen die Fans mindestens noch eine Woche warten. Definitiv an diesem Wochenende nicht spielen können zudem der verletzte Andreas Nowak und der bei der U20-Weltmeisterschaft weilende Florian Krumpe.
Wer das Tor der Starbulls am Freitag und Sonntag hüten wird, war im Vorfeld noch völlig offen. Die Chance, dass es Lukas Steinhauer ist, der sich im Training immerhin wieder auf dem Eis versuchte, schätzt Manuel Kofler als minimal ein. Etwas besser sah es bei Luca Endres aus, aber es könnte auch erneut ein DNL-Duo zum Zuge kommen. Der per Förderlizenz für die Starbulls Rosenheim spielberechtigte Michael Boehm von Zweitligist Bad Tölz steht am Freitag leider definitiv nicht zur Verfügung.
„Es werden gegen Weiden und in Miesbach auf alle Fälle nur Spieler auflaufen, bei denen es auch körperlich wirklich Sinn macht“, stellt Manuel Kofler klar. Und von den Spielern, die das sein werden, fordert der Rosenheimer Trainer deutlich mehr Aggressivität als zuletzt – vor allem vor dem gegnerischen Tor: „Wir müssen die wichtigen Zweikämpfe vor dem Tor viel konsequenter bestreiten, um sie zu gewinnen. Wir müssen Lösungen finden, die Scheibe nicht nur zum, sondern auch ins Tor zu bringen“, spricht Kofler einen der auffälligsten Mängel aus dem vergangenen Heimspiel an.
Doch auch auf die Rosenheimer Defensive kommt am Freitag gegen die Blue Devils Weiden schwere Arbeit zu. 13 Tore haben die Oberpfälzer in ihren beiden Spielen des vergangenen Wochenendes erzielt, fünf davon gingen auf das Konto von Matt Abercrombie. Der 27-jährige Kanadier traf am Freitag gegen Miesbach drei Mal und schoss sein Team am Sonntag nach zweimaligem Rückstand mit zwei Treffern zum 5:2-Derbysieg in Regensburg. Die Blue Devils, die vor wenigen Wochen noch auf Rang drei der Tabelle standen, haben damit ihre schwarze Serie von neun Niederlagen am Stück eindrucksvoll beendet und wollen die Trendwende auch in Rosenheim fortsetzen. Offensiv kann die vom Tschechen Milan Mazanec trainierte Mannschaft wohl im Gegensatz zu den Starbulls mit „voller Kapelle“ antreten. Mit Kapitän Ralf Herbst (Zehenbruch) und Peter Hendrikson (Rippenverletzung) werden den Gästen aber voraussichtlich zwei Verteidiger fehlen.
Die Partie der Starbulls Rosenheim gegen die Blue Devils Weiden beginnt am Freitag um 19:30 Uhr und wird live und kommentiert auch per Internet-Livestream (www.sprade.tv) zum Preis von 5 Euro übertragen. Eintrittskarten sind am Spieltag zwischen 9 und 12 Uhr in der Geschäftsstelle am emilo-Stadion und ab 17:30 Uhr auch an der Tageskasse erhältlich – oder jederzeit zum Selbstausdruck im Online-Ticketshop auf www.starbulls.de.
Das Auswärtsspiel der Starbulls in Miesbach beginnt am Sonntag um 18 Uhr. Es ist das vierte und letzte Aufeinandertreffen dieser Teams in der laufenden Spielzeit. Dreimal konnten die Starbulls bislang die Oberhand behalten – in den Heimspielen mit 9:1 und 11:3 sehr deutlich, beim ersten Gastspiel an der Schlierach Ende Oktober dagegen nur äußerst knapp mit 2:1. Damals standen die beiden amerikanischen Importspieler des TEV Miesbach, James Hall und Christopher Stemke, noch auf dem Eis. Vorletzte Woche haben sie sich, nachdem der Verein die angetragenen Bitten um Vertragsauflösung ablehnte, quasi über Nacht abgesetzt.
Der TEV sucht nun Ersatz – und es könnte durchaus sein, dass einer oder gar zwei neue Ausländer bereits gegen Rosenheim das Miesbacher Trikot überstreifen. Der Derbycharakter und der eindeutige Aufruf von Trainer Markus Wieland, dass er von einigen Akteuren deutlich mehr Einsatz erwartet, dürften ihr übriges dazu tun, dass die Starbulls am Sonntag eine größerer Herausforderung erwartet, als die Tabellenposition des Gegners aussagt: Miesbach ist mit nur vier ergatterten Punkten aus 21 Spielen auf dem letzten Platz festzementiert.
Sonthofen Bulls (OLS)
ERC Sonthofen gestärkt gegen EC Peiting / Kyle Just bestens integriert - Ralf Rinke erstmals im Kader
In die Auswärtspartie der Eishockey-Oberliga Süd am Freitagabend (19:30 Uhr, Eisstadion Peiting) beim EC Peiting gehen die Bulls gestärkt. Der neue Kontingentspieler Kyle Just (26) ist bereits bestens integriert bei den Oberallgäuern und mit Ralf Rinke (24) kommt ein ehemaliger DEL- und DEL2-Spieler erstmals zum Einsatz. Mit dem prall gefüllten Kader im Rücken hatten die Bulls schon am vergangenen Wochenende geglänzt. Eine Ausbeute von sechs Punkten gegen Waldkraiburg und Rosenheim konnten Fans, Spieler und Verantwortliche feiern und in eine ähnliche Richtung dürften die Vorstellungen für die Partien gegen Peiting und im großen Allgäu-Derby gegen Memmingen (Sonntag, 18 Uhr, Eissporthalle Sonthofen) gehen.
Der EC Peiting ist dabei allerdings eine harte Nuss. Die fünftplatzierten Oberbayern haben mit Ty Morris, Milan Kostourek und Bradley Miller gleich drei Schützen in ihren Reihen, die bereits 14, 13 und 11 Treffer für den ECP erzielen konnten. Besonders stark macht die Peitinger das über Jahre zusammengewachsene Team. Allerdings hat der ERC Sonthofen schon im Hinspiel am ersten Dezembertag bewiesen, dass sie die Oberbayern knacken können. 5:3 siegten die Bulls auf heimischem Eis. Wichtigstes Ziel: Die drei oben genannten Spieler müssen unter Kontrolle gebracht werden, die entsprechend starke Defensive haben die Sonthofer.
Seit dem letzten Aufeinandertreffen hat sich viel getan: Kyle Just heißt der vielversprechende Neuzugang in den Reihen der Allgäuer. Drei Tore in zwei Spielen, dazu noch eins vorbereitet, so könnte es aus Sicht der ERC-Verantwortlichen gern weitergehen. Heiko Vogler ist jedenfalls zufrieden mit seinem neuen Stürmer und bedankt sich vor allem bei den Gesellschaftern der ERC Sonthofen Spielbetriebsgesellschaft, die den Transfer des Kanadiers von den Lausitzer Füchsen erst möglich gemacht hatten.
Gespannt sind die Fans auf die ersten Einsätze einer weiteren Neuverpflichtung auf Seiten der Bulls. Ralf Rinke gibt gegen Peiting sein Debüt im Trikot der Sonthofer. Bereits seit einigen Wochen trainiert der 24-Jährige in Sonthofen, zuvor hatte er sich bei den Heilbronner Falken fitgehalten. Nach einer zweijährigen Pause brannte er schon die letzten Wochen dafür, endlich seinem neuen Team direkt auf dem Eis helfen zu können. Nun ist es endlich so weit. Am Sonntag kommt es in der Eissporthalle in Sonthofen schließlich zum großen Allgäu-Derby gegen den ECDC Memmingen. Im vierten Spiel ist ein Sieg für die Bulls inzwischen schon fast zur Pflichtaufgabe geworden. Immerhin hatten die Oberallgäuer im dritten Aufeinandertreffen schon einen Zähler mitnehmen können - Für Fans, Spieler und Verantwortliche war das aber nicht genug. Erwartet wird eine große Zuschauerzahl zum Spiel am Sonntagabend um 18 Uhr.
Harzer Falken Braunlage (OLN)
Harzer Falken gegen Hannover Indians und in Berlin
Harzer Falken am Wochenende gegen die Hannover Indians und in Berlin
Wie man am letzten Wochenende sehen konnte, als man dem Spitzenreiter
aus Leipzig alles abverlangte und an den Rande einer Niederlage
brachte, stehen mit den Hannover Indians und dem ECC Preussen Berlin
auch am kommenden Wochenende zwei Gegner an, bei denen man sich
durchaus Hoffnungen macht, den einen oder anderen Punkt mitzunehmen.
Zudem erhofft man sich beim Heimspiel gegen Hannover einen deutlich
höheren Zuschauerzuspruch, der an den letzten beiden Wochenenden
merklich unter dem heftigen Wintereinbruch litt.
Und diese Hoffnungen sind nicht ganz unbegründet. Denn was die
Zuschauer angeht darf man sich endlich mal wieder an einem
Freitagabend im heimischen Wurmbergstadion mit der Konkurrenz messen.
Und ganz nebenbei sind die Fans der Indians ein reiselustiges und
gerngesehenes Völkchen, die den Gästeblock ganz bestimmt zahlreich und
vor allem stimmungsvoll besiedeln werden. Natürlich ist man in diesem
Heimspiel krasser Außenseiter nachdem man sowohl die beiden
Vorbereitungsspiele, als auch das Punktspiel in Hannover verloren
hatte. Doch gerade im letzten Spiel am Pferdeturm begann für die
Harzer Falken die Ära unter Trainer Bernd Wohlmann so richtig, in der
man die Topteams der Liga anfing zu ärgern und überraschende Punkte
einzufahren. Letzteres blieb den Falken in Hannover zwar verwehrt,
doch erst spät musste man sich durch ein Empty-Net-Goal in der 60.
Minute beugen, nachdem man den Indians alles abverlangt und sogar 0:2
geführt hatte.
Doch die von Lenny Soccio trainierten Hannoveraner wissen genau, wann
sie die Zügel anzuziehen haben und vor allem, wie sie den Gegner nicht
nur durch ihre Geschlossenheit, sondern auch durch Härte aus den Tritt
bringen können. Und ganz nebenbei verfügt man mit Branislav Pohanka,
Tobias Schwab und Igor Bacek über Stürmer, die vor dem gegnerischen
Tor immer für extreme Gefahr sorgen können und mit dem Finnen Lasse
Uusivirta über einen Verteidiger, der die Riege der Verteidiger dieser
Liga in puncto Torvorlagen mit 28 Assists deutlich anführt und hinten
souverän und abgeklärt als einer der besten der Liga auf dieser
Position gelten dürfte. Einzig der ebenso treffsichere Andreas
Morczinietz wird aufgrund einer Spieldauerdisziplinarstrafe aus dem
letzten Spiel nicht auf dem Eis stehen. Zudem dürften die Indians mit
einiger Wut im Bauch anreisen. Denn das letzte Wochenende lief mit den
beiden Niederlagen gegen Halle (1:3) und in Tilburg (5:1) alles andere
als optimal. Und will man den 5-Punkte-Vorsprung zu Platz 7 nicht noch
verspielen, sollte man im verschneiten Harz nicht unbedingt ausrutschen.
Ganz anders dürften da die Vorzeichen für das Spiel gegen die Preussen
in Berlin stehen. Hatte man sich vor dem Hinspiel im Wurmbergstadion
berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Dreier der Saison gemacht, so
wurde man mit einer 1:4-Niederlage vor allem durch Marvin Tepper eines
besseren belehrt, der zunächst zwei Tore vorlegte um mit zwei eigenen
Toren einen aus Harzer Sicht verkorksten Abend perfekt zu machen.
Zudem musste man ab diesem Spiel auf Artjom Kostyrev verzichten, der
sich hierbei eine schwere Handverletzung zuzog und noch mindestens bis
Jahresende schmerzlich vermisst wird. Die von Stanleycup-Sieger David
Haas trainierten Preussen liegen den Falken nicht sonderlich. Denn das
junge Team um die beiden Routiniers Marvin Tepper und Josh Rabbani
kämpft bis zur allerletzten Sekunde mit hohem Einsatz und Tempo und
hat zudem mit Olafr Schmidt einen der besten Torhüter der Liga im
Kasten stehen.
Doch insgesamt haben die Jungs von Trainer Bernd Wohlmann zuletzt
gezeigt, dass sie sich vor keinem Gegner dieser Liga verstecken
müssen. Zumal weder die Indians noch die Preussen bislang
Bekanntschaft mit Elias Bjuhr gemacht haben, der in einer überragenden
Form ist und einen erheblichen Anteil an der steigenden Formkurve der
Falken hat. So gab dann Wohlmann nach der letzten Pressekonferenz auch
zu verstehen, das es doch eigentlich an der Zeit wäre, auch die
Hannover Indians mal zu knacken. Neben den Langzeitverletzten Kostyrev
und Bauer müssen die Falken dabei auf Patrik Franz verzichten, der im
Spiel gegen Leipzig eine Matchstrafe erhielt und vom Verband für zwei
Spiele plus ein Spiel auf Bewährung gesperrt wurde. Doch Wohlmann hat
schön desöfteren gezeigt, dass er scheinbar immer einen Plan B in der
Tasche hat und so wird er auch diesen weiteren Ausfall mit Sicherheit
kompensieren können. (Hei)
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Die wilde Jagd auf Platz Sieben
Weiter geht sie, die wilde Jagd auf einen der Plätze unter den ersten sieben Mannschaften der Tabelle der Hauptrunde der Oberliga Nord. Denn dann wäre man sicher in den Play-Offs, muss nicht mehr in die Qualifikationsrunde um noch den letzten freien Platz vor den Play-Offs gegen die Südvereine zu ergattern. Zwischen Platz Acht, den aktuell der Herner EV (35 Punkte) einnimmt und Platz Drei (EV Duisburg – 44 Punkte) fighten gleich sechs Mannschaften um die begehrten Plätze oberhalb vom achten Tabellenplatz. Die Differenz von ganzen neun Punkten heizt die Jagd zum Ende der Hauptrunde immer mehr an, denn mit fünf noch zu spielenden Begegnungen sind noch 15 Punkte an jeden der Kontrahenten zu vergeben.
Das nächste Heimspiel der Wohnbau Moskitos wird hier schon ein weiterer Abend werden, der zeigen kann wohin die Richtung geht. Die Moskitos müssen gegen die TecArt Black Dragons aus Erfurt ran (20 Uhr – Eissporthalle Essen – West) und von den Konkurrenten treten mit den Hannover Scorpions gegen Duisburg, sowie mit Herne gegen Halle gleich vier der Kontrahenten gegeneinander an. Bei einem Sieg der Mannschaft von Frank Gentges rückt das Ziel wieder ein kleines Stück näher.
Nach einer zwischenzeitlichen Niederlagenserie hat sich das Team um die ehemaligen Essener Spieler Carsten Gosdeck und Robin Sochan zuletzt wieder etwas stabilisiert und ist an Rostock vorbeigezogen. Auch die Gäste aus der thüringischen Landeshauptstadt wollen diesen Schwung sicherlich mitnehmen. Vor allem Gosdeck, der vor der Saison von den Indians nach Erfurt wechselte, und Sochan, sind schon zwei der stärksten Spieler genannt. Beide zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ihre Mitspieler mit guten Vorlagen bedienen. Beide haben zwar auch schon acht Treffer in der laufenden Saison verbuchen können, für die Tore sind aktuell jedoch eher Michal Vazan und Michel Maassen zuständig. Gelingt es Cheftrainer Frank Gentges sein Team ähnlich stark auf die Gäste aus Erfurt vorzubereiten, und kann das Team diese Leistung dann abrufen sollte es jedoch zum Sieg reichen.
Von der Papierform schwerer wird es am kommenden Sonntag, wenn das Team der Wohnbau Moskitos am Hannoveraner Pferdeturm (Sonntag, 18:30 Uhr) gastiert. Vor dem Wochenende stehen die Indianer einen Platz vor den Essenern und haben ganze zwei Punkte mehr, als das Team von Frank Gentges. Doch beim Zuschauerkrösus der Liga, am Pferdeturm, kann die Atmosphäre die eigene Mannschaft schon mal besonders beflügeln und dass die Indianer so gar nicht zu unterschätzen sind, sollten Bires und Co. noch von der 3:5 Hinspiel Niederlage in Essen in Erinnerung haben. Für die Tore der Indians ist der ehemalige Essener Branislav Pohanka zuständig, für die Vorlagen Lasse Uusivirta, der zwar als Verteidiger noch keinen Treffer erzielte, jedoch bereits satte 28 Beihilfen beisteuerte. Insgesamt ist das Team jedoch auch in der Breits ganz gut besetzt und kann hinten auf starke Torhüter bauen. Kurz vor dem Weihnachtsfest ein weiteres spannendes Wochenende für die Wohnbau Moskitos.
Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges wird weiterhin auf Marco Babic (Verletzung am Finger mit OP) verzichten müssen. Außerdem ausfallen wird Marvin Deske krankheitsbedingt.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Crocodiles wollen trotz Verletzungspech punkten
Am Freitagabend treffen die Crocodiles Hamburg im Eisland Farmsen auf Preußen Berlin. Der Hauptstadt-Club steht derzeit auf Platz 12 der Tabelle, einfach wird die Aufgabe trotzdem nicht. Trainer Herbert Hohenberger muss erneut auf zwei Leistungsträger verzichten, da Brad McGowan vier Wochen mit einer Gehirnerschütterung ausfällt und Kapitän Christoph Schubert zumindest am Freitag wegen Schulterproblemen geschont werden muss.
„Ich habe noch nie erlebt, dass eine Mannschaft so viel Verletzungspech hat. Das ist unglaublich“, kommentierte Verteidiger Norman Martens die Personallage. In der Tat ist die Liste lang: Eine Entzündung im Finger (André Gerartz), eine im Ellenbogen (Richard Henze), Kapselreizungen (Kai Kristian und Fabian Calovi), ein Nasenbruch (Tim Marek), eine Knochenabsprengung am Handgelenk (Josh Mitchell), zwei gebrochene Rippen (Stefan Tillert), ein Muskelfaser- und ein Muskelbündelriss (Brad McGowan und Tobias Bruns), hinzu kommen vier Gehirnerschütterungen (zweimal Anton Zimmer, Thomas Zuravlev und Brad McGowan) sowie zwei Schulterverletzungen (Gianluca Balla und Christoph Schubert).
Als Entschuldigung für das bisherige Abschneiden der Mannschaft will Herbert Hohenberger diese Verletzungsmisere aber nicht gelten lassen: „Wir waren in vielen Spielen nah am Sieg, haben uns oft gute Chancen erarbeitet, wo es dann an der Verwertung haperte. Auch individuelle Fehler haben oft genug zu Punktverlusten geführt.“
Bis zum Ende der Vorrunde hat die Mannschaft noch fünf Spiele vor sich, Gegner sind Berlin, Halle, zweimal Timmendorf und die Hannover Indians. „Wir müssen als Mannschaft in dieser Situation noch enger zusammenrücken und uns die Punkte erarbeiten. Wichtig ist auch die Unterstützung unserer Fans. Wenn man mit wenig Spielern in den letzten Minuten seine Kraftreserven fast aufgebraucht hat, gibt der Support von Fans noch einen Schub“, so Coach Hohenberger.
Um den Kader wieder etwas breiter aufzustellen, bedient sich Herbert Hohenberger im Nachwuchs. Verteidiger Paul Mattwich (17) und Stürmer Leo Prüßner (17) feiern am Freitag ihr Debüt in der Oberliga. Aus dem Krankenlager wird zudem Tobias Bruns nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel zurückkehren. Ob Christoph Schubert am Sonntag in Halle wieder spielen kann, ist noch nicht klar.
Los geht es am Freitag um 20 Uhr, Tickets für die Partie und die verbleibenden Spiele der Vorrunde gibt es online unter https://www.eventimsports.de/ols/crocodiles/ und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Herner EV (OLN)
Sehr wichtiges Heimspiel im Kampf um Platz sieben!
Wenn der Herner EV am Freitagabend um 20 Uhr die Saale Bulls aus Halle am Gysenberg empfängt, dann ist das wahrscheinlich das wichtigste Spiel der bisherigen Saison. Bei noch fünf ausstehenden Begegnungen der Oberliga Nord Hauptrunde geht es für die Grün-Weiß-Roten im Endspurt um Platz sieben, der nicht nur zum Einzug in die Meisterrunde berechtigt sondern vorab auch schon die Playoff-Teilnahme sichert. Die aktuelle Tabellensituation verspricht Hochspannung, denn der HEV liegt momentan mit 35 Punkten auf Rang acht. Die Saale Bulls als Siebter haben zwei Zähler mehr auf dem Konto, liegen also in Schlagdistanz. „Wir werden alles daran setzen dieses Duell zu gewinnen“ meint der Herner Interimscoach Elmar Schmitz. „Die Mannschaft hat in der Woche im Training erneut sehr gut gearbeitet und sie weiß natürlich um die besondere Bedeutung dieser Begegnung. Wir haben es selbst in der Hand Platz sieben zu erreichen und alle brennen darauf den wichtigen Sieg zu erkämpfen. Die Unterstützung durch unsere Fans war schon beim letzten Heimspiel gegen Braunlage toll. Die brauchen wir nun auch am Freitag gegen die Saale Bulls ganz besonders, deshalb hoffen wir auf eine große und vor allem lautstarke Kulisse am Gysenberg.“ Das Hinspiel Ende Oktober diesen Jahres in Sachsen-Anhalt konnten die Saale Bulls mit 3:2 nach Overtime für sich entscheiden, wobei der Siegtreffer nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff der Nachspielzeit aus Herner Sicht sehr unglücklich fiel. In der letzten Saison gab es in vier Aufeinandertreffen drei Siege für den HEV. An diese positive Bilanz wollen die Grün-Weiß-Roten nun anknüpfen. An der personellen Situation hat sich bei den Gysenbergern nichts geändert. Es fehlen weiterhin die drei Verteidiger Tom Schmitz, Tobias Esch und Maik Klingsporn. „Wir kompensieren das durch Stürmer, die nun in die Abwehr eingesetzt werden. Das hat z.B. mit Thomas Richter und Julius Bauermeister zuletzt bestens geklappt. Wir haben in dieser Woche im Training weiter am Defensivverhalten sowie an grundsätzlichen spieltaktischen Ausrichtungen gearbeitet“ erläutert Elmar Schmitz. Welche Auswirkungen dies möglicherweise auf die Zusammensetzung der Reihen haben wird kann man dann am Freitagabend beim mit Spannung erwarteten Spiel gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt sehen. Am Sonntag muss der Herner EV dann ab 18:30 Uhr in Duisburg bei den Füchsen sehen. Dass dabei dann Elmar Schmitz auf seinen Sohn Mike im Füchse Trikot trifft ist nur eine Randnotiz. „Natürlich sind wir an der Wedau lediglich Außenseiter. Das bedeutet aber nicht dass wir uns kampflos geschlagen geben werden. Im Gegenteil, in der momentanen Situation fighten wir um jeden Punkt, also auch bei den Füchsen“, so Elmar Schmitz. Ende Oktober konnte der HEV zuhause beim verdienten 4:1-Sieg dem Favoriten von der Wedau schon einmal ein Bein stellen.
Buchloe Pirates (BYL)
Piratenduell mit dem letzten Aufgebot - ESV Buchloe trifft am Sonntag zu Hause auf den Tabellenzweiten Dorfen
ESV Trainer Topias Dollhofer hat es momentan wahrlich nicht einfach. Nicht nur, dass die Buchloer trotz respektabler Leistungen in den letzten sieben Spielen nur einen Sieg feiern konnten, sondern auch, dass man personell derzeit sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch daherkommt. Auch am kommenden Sonntag, beim einzigen Spiel des Wochenendes zu Hause ab 17 Uhr gegen den ESC Dorfen wird der Buchloer Übungsleiter vermutlich wieder auf zahlreiche Akteure verzichten müssen, und das ausgerechnet jetzt, wo die Piraten im Kampf um Rang acht eigentlich jeden Mann und jeden Punkt benötigen würden.
„In den letzten Spielen bescheinigten uns die gegnerischen Trainer stets eine gute Leistung, doch wir stehen eben nur mit einem Punkt da“, sagte der sichtlich frustrierte Buchloer Coach schon nach der Derbyniederlage am letzten Sonntag gegen Füssen. Ganz unrecht hat Dollhofer mit dieser Aussage nicht, denn sowohl beim Spitzenreiter in Höchstadt (3:5), als auch in Erding (5:6 n.V.) und im Heimderby gegen Füssen (4:5) boten die Freibeuter eine mehr als respektable Leistung, und das obwohl man durch die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle immer nur mit einem absoluten Rumpfkader antreten konnte. Letztlich zählen im Rennen um Platz acht aber nur die Ergebnisse und Punkte und hier haben die Buchloer in den vergangenen Partien doch ein wenig Federn lassen müssen. Der Abstand auf die auf Platz acht liegenden Passauer beträgt inzwischen drei Punkte, sodass die Buchloer im Heimspiel gegen die Dorfener Eispiraten jeden Zähler gut gebrauchen können. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken“, gibt Dollhofer den Weg vor und hat dabei ein ambitioniertes Ziel vor Augen. „Wenn wir im Kampf um Platz acht dabeibleiben wollen, müssen wir aus den letzten Spielen in diesem Kalenderjahr wohl die maximale Punkteausbeute holen“, so die Ansage des Trainers. Dass dies aber mit den Auswärtsspielen in Passau und Peißenberg, sowie den Heimauftritten gegen Landsberg und am Sonntag gegen den Tabellenzweiten Dorfen eine wahre Herkulesaufgabe wird, ist auch klar. Denn personell kann im Lager der Rot-Weißen kaum Entwarnung gegeben werden. Stattdessen wird mit dem gesperrten Christopher Lerchner am Sonntag sogar noch ein weiterer Spieler fehlen, weshalb man auch im Piratenduell gegen den ESC Dorfen wohl wieder nur mit einem Minikader auflaufen wird.
Gegen die starken Eispiraten wird es also alles andere als einfach werden. Immerhin spielen die seit vier Partien ungeschlagenen Oberbayern wieder einmal eine bärenstarke Hauptrunde. 46 Punkte hat man als Tabellenzweiter schon auf dem Konto und ist somit ärgster Verfolger des Spitzenreiters Höchstadt. Zudem ist der ESC ligaweit die beste Auswärtsmannschaft. Großen Anteil daran hat der wohl stärkste Torjäger der Liga, Lukas Miculka. Der Tscheche traf in 16 Partien schon ganze 33 Mal ins Schwarze und bereitete zudem noch weitere 18 Treffer vor. Auch am letzten Sonntag gegen Moosburg schoss Miculka mit vier Treffern seine Farben fast im Alleingang zum 15. Saisonsieg. Mit dem Kanadier Trevor Hills (19 Tore und 18 Assists) verfügt Trainer John Samanski außerdem noch über einen weiteren brandgefährlichen Importspieler.
Für die Buchloer Defensive, die am letzten Wochenende nach der harten Spieldauerstrafe von Christopher Lerchner sogar nur noch drei etatmäßige Verteidiger zur Verfügung hatte, wird das Duell gegen die torgefährlichen Dorfener also eine schier unlösbare Aufgabe. Aber wie Trainer Dollhofer schon anmerkte, sind die Buchloer bei nur noch sieben ausstehenden Spielen eigentlich fast schon zum Punkten gezwungen. Dass die Moral, der Einsatz und der Zusammenhalt in der Mannschaft intakt sind haben die letzten Auftritte zumindest trotz der Niederlagen gezeigt. Und so hofft man, dass man mit der Unterstützung der eigenen Fans im Rücken auch mit einem dezimierten Aufgebot den Umschwung gegen den klaren Favoriten aus Dorfen schaffen kann.
EV Moosburg (BYL)
Der Kapitän geht von Bord: EVM fährt ohne Jeske nach Germering
Obwohl für den EV Moosburg an diesem Wochenende mit dem Kellerduell bei den Wanderers Germering (Sonntag um 18 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr) lediglich eine Partie ansteht, war die Woche alles andere als entspannend. Eine personelle Hiobsbotschaft sorgte für lange Gesichter.
Mehr oder weniger aus dem Nichts kam die Mitteilung von Verteidiger Mathias Jeske Anfang der Woche an den Vorstand, mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten Erding Gladiators wechseln zu wollen. „Normalerweise heißt es ja: Der Kapitän geht als Letzter von Bord“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. „Umso überraschender und enttäuschender ist für uns Matzes Entschluss.“ Gegenüber der Führungsriege gab Jeske an, schon seit einiger Zeit Probleme mit Coach Dimitri Startschew zu haben. Die Kritik des Trainers an Jeskes Abwehrverhalten im letzten Drittel des Sonntagsspiels in Dorfen, wo man bekanntlich den möglichen Sieg aus der Hand gegeben hat, schien beim Käptn das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. Amann: „Auch wenn wir der Meinung sind, dass man mit so einer Situation auch hätte anders umgehen können, akzeptieren wir seine Entscheidung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“ Jeske soll die an einer Verletztenmisere leidenden Erdinger bereits am Sonntag im Heimspiel gegen Landsberg verstärken.
Ebenso den Verein verlassen haben zwei Stürmer, die heuer allerdings nicht mehr im Moosburger Kader standen: Lukas Krämmer, Bruder von EVM-Verteidiger Bastian Krämmer (ebenfalls nach Erding; letzter Einsatz 2014) sowie Patrik Samanski, der aus beruflichen Gründen nur noch Zeit für die Bezirksliga hat und sich dem ESV Gebensbach anschließen wird.
Apropos anschließen: Um den Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze herzustellen, braucht der EV Moosburg auch in Germering alle drei Punkte. Dass man in den vergangenen drei Spielen immerhin sechs Zähler geholt hat, deutet doch auf einen leichten Aufwärtstrend hin, der bei den Wanderers fortgesetzt werden soll. Die stehen derzeit als Tabellenzwölfter und mit einem Punkt weniger auf dem Konto unmittelbar hinter den Grün-Gelben. Klar ist: Wer diese Partie verliert, kann sich bereits auf die Abstiegsrunde einstellen. Im Hinspiel erkämpften sich die Dreirosenstädter durch einen Treffer neun Sekunden vor der Schlusssirene immerhin einen Punkt. Der Torschütze hieß übrigens Mathias Jeske.
Peißenberg Eishackler (BYL)
Lange Reise für die Eishackler – Am Sonntag geht’s nach Pegnitz zum Freiluftspiel
4 Stunden Fahrt und ungewisse Eis-bzw. Wetterverhältnisse warten auf das Eishackler Team am Sonntag. Die Staltmayr-Truppe muss am Sonntag ab 17.30 gegen den EV Pegnitz ran. Die „Icedogs“ haben nach ihrem Trainerwechsel ihr Punktekonto ordentlich gesteigert. Sie stehen zwar derzeit am letzten Tabellenplatz doch sind sie nur 3 Punkte vom 10 Platz entfernt. Auch die letzten Ergebnisse, mal abgesehen vom Spiel am letzten Sonntag in Landsberg (8:4 Niederlage), können sich sehen lassen. Sie besiegten Füssen (4:1), Buchloe (5:2) und auch Passau (6:4) hat dran glauben müssen. Der Tabellenplatz der Gastgeber ist also eigentlich nicht aussagekräftig. Da sollten sich die Eishackler keinerlei Illusionen hingeben was die Spielstärke der Pegnitzer anlangt. Im Heimspiel konnten die Peißenberger die „Icedogs“ zwar knapp mit 5:4 besiegen doch im jetzigen Spiel am Sonntag werden die Gastgeber im Freiluftstadion bestimmt anders auftreten. Doch auch die Eishackler waren in diesem Spiel damals noch nicht wirklich auf Betriebstemperatur. Jetzt sieht es auf jeden Fall bei beiden Teams anders aus. Die Peißenberger werden also wieder wie auch schon in den letzten Spielen voll konzentriert und diszipliniert, mit viel Speed und Konzentration auftreten müssen um evtl. Punkte in Pegnitz erreichen zu können und wenn der Wettergott auch noch mitspielt, dann ist das für ein anständiges Bayernliga-Eishockeyspiel sicher auch nicht abträglich.
Pfaffenhofen Ice Hogs (BYL)
Gastspiel beim Spitzenreiter - ECP reist nach Höchstadt
Kleine Verschnaufpause für die Teams der Bayernliga. An diesem Wochenende steht nur ein Spieltag auf dem Programm, doch für den EC Pfaffenhofen könnte die Aufgabe kaum schwerer sein. Am Sonntag (18 Uhr) steht für die IceHogs nämlich die Reise zum souveränen Tabellenführer Höchstadter EC an. Die Mittelfranken sind heuer das Maß aller Dinge in der Bayernliga. Nach dem doch etwas überraschenden Abstieg aus der Oberliga hat man sich den sofortigen Wiederaufstieg als klares Ziel auf die Fahnen geschrieben und den Erwartungen wird die Mannschaft bisher auch in vollem Umfang gerecht. Der HEC besitzt den mit Abstand bestbesetzten Kader aller Bayernligisten. Neben den beiden Kontingentspielern Tomas Urban und Michal Petrak, der mit 22 Toren und 31 Assists auch die Skorerwertung der Liga souverän anführt, gehören noch weitere sieben Spieler mit tschechischen Wurzeln dem Team an, darunter neben Spielertrainer Daniel Jun weitere Topleute wie Ales Kreuzer oder Martin Vojcak. Hinzu kommt mit Vitalij Aab ein ehemaliger deutscher Nationalspieler, der auch schon 17mal getroffen hat. In nahezu allen Statistiken liegen die Alligators vorne. Bester Angriff, beste Abwehr, bestes Unterzahlteam und mit das beste Überzahlteam, kurzum die Mannschaft kann sich eigentlich derzeit nur selber schlagen. Auf eigenem Eis wurde in dieser Saison überhaupt noch kein Punkt abgegeben und das soll natürlich auch weiterhin so bleiben. Für die Pfaffenhofener kann dies nur bedeuten, sich in Höchstadt möglichst gut aus der Affäre zu ziehen, wie dies bei der knappen 2:4 Niederlage im Hinspiel durchaus gelungen ist. Allerdings werden die IceHogs vermutlich nach wie vor nur mit einem stark dezimierten Kader antreten können, denn ob die Ausfallliste der Kreisstädter bis zum Sonntag etwas kürzer wird, ist zumindest sehr fraglich.
Amberg Wild Lions (BLL)
ERSC Amberg in Selb - Keine Geschenke
Am Samstag ist beim ERSC Amberg Weihnachtsfeier. Ein Sieg am Abend zuvor würde zusätzlich für Stimmung sorgen. Doch einfach ist die Aufgabe in Selb nicht.
Der ERSC Amberg ist in der Eishockey-Landesliga mit 12 Siegen aus 15 Begegnungen zielstrebig unterwegs in Richtung Verzahnungsrunde zur Bayernliga. Doch auch wenn die Punkteausbeute äußerst erfreulich ist - zu verschenken haben die Löwen trotzdem nichts, bis die Qualifikation auch rechnerisch in trockenen Tüchern ist. Dies gilt genauso für das Auswärtsspiel am Freitag, 15. Dezember, um 20 Uhr beim VER Selb 1b.
Erst vor exakt zwei Wochen empfing der ERSC die Wölfe zum Hinspiel und gewann nach überlegen geführter Partie deutlich mit 7:1. Offenbar kommen die Oberfranken im heimischen Stadion da wesentlich besser zurecht, sind da womöglich auch kompletter besetzt, als bei den Auswärtsfahrten. Neben Straubing (8:1) haben sie hier mit Dingolfing (4:3) und Freising (3:1) auch zwei direkte Konkurrenten des ERSC um einen der ersten fünf Ränge bezwungen. Gleichwohl verliefen auch die Heimniederlagen zumeist äußerst knapp, mit einer Ausnahme gegen Schweinfurt (3:10). VER-Coach Stefan Wegmann hat zumindest auf dem Papier einen relativ großen Kader mit teilweise höherklassig erfahrenen Spielern. Aufgrund der Resultate kommen diese aber wohl vornehmlich in Heimspielen zum Einsatz.
Für Alex Reichenberger und seine Mannschaft allemal ein möglicher Stolperstein, dem man mit hoher Konzentration und entsprechendem Respekt begegnen muss. In der Rollenverteilung sind die Löwen allerdings klar der Favorit. Dabei wird der Coach wohl erst am Spieltag wissen, welche Spieler er mit nach Selb nehmen kann. Das Lazarett ist sicherlich ausgedünnter geworden, aber von Entwarnung kann deshalb längst noch nicht gesprochen werden.
Für Stürmer Dan Heilman wird das Gastspiel in der Netzsch-Arena eine Rückkehr in die Vergangenheit, spielte "Dan the Man" doch noch bis letzte Saison viele Jahre für die Selber sehr erfolgreich im Oberliga-Team.
Daniel Trometer beendet Spielerkarriere
Beim Spiel des ERSC Amberg in Selb nicht mehr dabei ist Löwen-Verteidiger Daniel Trometer. Der 31-Jährige muss schweren Herzens seine aktive Karriere wegen einer hartnäckigen Schulterverletzung beenden, dürfte dem ERSC aber sicherlich in anderer Position erhalten bleiben. Das Amberger Urgestein hat bereits verlauten lassen, dass er den Weg des Übungsleiters einschlagen möchte.
EHC Bayreuth 1b (BBZL)
Heimspiel mit Charity-Event
Endlich – nach einigen Wochen Pause kann der EHC Bayreuth wieder ein Heimspiel im Tigerkäfig präsentieren. Am Samstag um 17:30 Uhr erwartet der Tabellenzweite den EHC Regensburg zum ersten Duell in der Bezirksliga.
Die Oberpfälzer spielen seit 2015 wieder im Ligabetrieb, letzte Saison wurde mit 16 Punkten der 7. Rang erreicht. Aktuell stehen die Regensburger mit bereits 16 Punkten auf Rang 4 der Tabelle, könnten also mit einem Sieg die Gelb-Schwarzen (18 Punkte) vom 2. Platz verdrängen. Sie ließen auch schon aufhorchen, besiegten sie doch keinen Geringeren als den amtierenden Meister ERC Ingolstadt mit 4:3. Seit einiger Zeit kooperiert man mit dem größeren EV Regensburg und kann da auch auf die dortige Talentschmiede zurückgreifen. Das Plus der „Spiders“ ist vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit.
Es wird also alles andere als ein Kinderspiel, nach den zwei Niederlagen in Waldkirchen und Regen wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Auch die Youngsters sind dabei, da deren Spiel in Dorfen ausfällt. Wir hoffen natürlich, dass die Passformalitäten erledigt sind und Neuzugang Johannes „Hanni“ Runge am Samstag sein Debüt im gelb-schwarzen Dress geben kann. „Wir müssen wieder an unsere Grenzen gehen“, formuliert Coach Marco Zimmer die Marschroute seiner Mannschaft. Im Tor wird erstmals nach seiner Verletzung wieder Nicolas Sievers stehen.
Zu diesem Heimspiel wird es auch ein weiteres Event geben. Es wurden viele Nachwuchsmannschaften zu einem Charity-Day eingeladen, die dazu gehörigen Seniorenmannschaften erhalten ermäßigten Eintritt. Außerdem wird unsere U8-Bambini-Mannschaft durch den Tigertunnel einlaufen, es wird das Puckspiel in der ersten Drittelpause geben und vieles mehr. Vereine, die noch Interesse haben, können sich unter info @ehc-bayreuth noch anmelden.
Lechbruck Flößer (BBZL)
ERC Lechbruck vor richtungsweisendem Spiel gegen den HC Maustadt
Quo vadis, ERC Lechbruck? Wohin wird die Reise gehen? Mit bereits drei Niederlagen haben die Flößer ebenso viele Pleiten einstecken müssen, wie in der gesamten Hauptrunde der Vorsaison. Noch ist das auserkorene Saisonziel „Play-Offs“ erreichbar, jedoch bedingt dies eine Steigerung in allen Mannschaftsteilen, 100% Einsatz über sechzig Minuten und eine Siegesserie. Es ist fünf vor zwölf bei den Flößern, nun steht das „Topduell“ gegen den HC Maustadt auf dem Programm. Spielbeginn im Lechparkstadion ist am Freitag um 19:30 Uhr.
Der HC Maustadt hat sich auch in dieser Saison wieder zu einer Spielgemeinschaft mit der 1b des Oberligisten Memmingen Indians zusammengeschlossen. Die herausragenden Stars des HCM sind Martin Löhle (ehemaliger U20-Nationalspieler) und der US-Amerikaner Jim Nagle. Auf die beiden kommen die mit Abstand meisten Scorerpunkte, gefolgt von Philipp Hacker und Markus Schmid. Und auch Helge Pyka will es nochmal wissen: der 1. Vorsitzende des HCM und ehemalige Zweitligaspieler spielt in der Verteidigung der Gäste. Bisher lief die Saison für die Maustädter fast komplett nach Wunsch: Sieben Spiele, sechs Siege – aber zuletzt eine überraschende 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen in Senden. Der HCM ist dennoch auf Kurs und gilt nach aktuellem Stand als Favorit. In der Vorsaison siegte der ERC im Heimspiel mit 7:6 nach Penaltyschießen und in Memmingen machten die Flößer mit einem 4:2-Sieg den Deckel auf die Play-Off-Qualifikation.
Beim ERC machte sich nach der Niederlage in Oberstdorf etwas Ernüchterung breit. In den bislang gezeigten Leistungen ist man einfach ein Stück weit von der Performance des letzten Jahres entfernt, was letztlich in den Ergebnissen auch zum Ausdruck kommt. Die Verantwortlichen des ERC halten weiterhin am Ziel „Play-Off-Qualifikation“ fest und erwarten gegen Maustadt eine Reaktion der Mannschaft. Zusammen mit einer hoffentlich erneut stattlichen Zuschauerkulisse und der Unterstützung der treuen ERC-Fans, muss gegen Maustadt gepunktet werden.
Eisbären Eppelheim (RLSW)
Eisbären empfangen Hornets
Zum Abschluss des Jahres steigt im Eppelheimer Icehouse das Verfolgerduell zwischen den Eisbären und den Zweibrücker Hornets. Der Sieger kann sich dabei über eine Play-off-Platzierung über Weihnachten freuen, während dem Verlierer der Verlust derselben droht.
Im Hinspiel konnten die Zuschauer ganze 12 Tore bestaunen und eine Aufholjagd der Eisbären, die nach einem 2:4-Rückstand mit einem 5-Tore-Lauf das Spiel noch drehen konnten. Doch im bevorstehenden Duell soll es gar nicht erst so weit kommen. Es gilt die offensivstarken Hornets von Beginn an mit defensiver Stärke in Schach zu halten und die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen, um das Jahr mit einem Sieg zu beenden. Das dies kein leichtes Unterfangen wird zeigt auch die Form der Pfälzer, die nach der Niederlage gegen Eppelheim nur ein Spiel verloren und sich so in der Tabelle an den ECE heran getastet hat. Am Ende wird es sicherlich auch eine Frage der Tagesform sein, wer das Verfolger-Duell für sich entscheiden wird.
Grefrath Phoenix (LLW)
Tabellenführer erwartet den Meister
Im letzten Heimspiel des Jahres 2017 trifft die Grefrather EG als derzeitiger Tabellenführer der NRW-Landesliga am Sonntag, 17.12. auf den amtierenden Meister, den EC Bergisch Land Raptors aus Solingen. Das erste Bully ist um 19:30 Uhr im Grefrather EisSport & EventPark.
Nach 10 bereits absolvierten Vorrunden-Spielen können GEG-Trainer Karel Lang und sein Team durchaus eine positive Halbzeit-Bilanz ziehen. Acht Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. “Damit sind wir eigentlich absolut im Soll” meint der Grefrather Chef an der Bande. Eigentlich? Die gute Stimmung wird da sicherlich ein wenig durch die nicht unbedingt einkalkulierte Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Bergisch Gladbach getrübt und auch die schwere Verletzung von Stürmer Dennis Holstein wirkt gewiss noch etwas nach. “Dennis ist inzwischen erfolgreich am Schlüsselbein operiert worden. Eine Rückkehr im Laufe der Saison ist aber eher unwahrscheinlich” so Karel Lang.
Immerhin konnte man diese Woche wieder den gewohnten Trainings-Rhythmus aufnehmen und zweimal intensiv trainieren. Auch kann der Grefrather Trainer nach Rückkehr des zuletzt gesperrten Gerrit Ackers wieder mit dem kompletten Mannschaftskader planen, was hoffen lässt, dass die Blau-Gelben gegen die Gäste aus dem Bergischen Land wieder in der gewohnten Form auflaufen werden.
Die Raptors suchen in dieser Spielzeit noch ihre Form aus der Vorsaison, in welcher sie die Meisterschaft der NRW-Landesliga nach Solingen holen konnten. Aus finanziellen Gründen verzichteten die Bergischen jedoch auf ihr Aufstiegsrecht und gingen somit in diesem Jahr erneut in der Landesliga an den Start. Mit nahezu unverändertem Kader aber neuem Trainer stehen die Gäste derzeit am Ende der Tabelle und bleiben bislang weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dabei kann Raptors-Trainer Marco Piwonski, welcher selbst auch einige Spielzeiten für Grefrath auf dem Eis aktiv war, auf eine äußerst erfahrene und eingespielte Mannschaft zurückgreifen. “Besonders die erste Solinger Sturmreihe um Kapitän Tim Neuber müssen wir von Anfang an in den Griff bekommen” warnt Karel Lang seine Jungs vor dem Spiel am Sonntag-Abend. Wie das geht, haben diese bereits im Hinspiel bewiesen, wo die ‘Feuervögel’ mit einer konzentrierten Leistung beim 3:1-Sieg alle Punkte aus der Klingenstadt entführen konnten.
Auch wenn das Weihnachtsfest bevorsteht, hat man an der Niers keinesfalls vor, die Raptors in Form von Punkten zu beschenken.
Eifel-Mosel Bären (HL)
Rückspiel gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim
Nach der enttäuschenden 7:3-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den ESC Darmstadt Dukes hoffen die Eifel-Mosel Bären am kommenden Sonntag in Bad Nauheim zu Ihrer gewohnten Stärke zurückzufinden, die sie in den vorherigen drei Partien unter Beweis stellen konnten.
Ein Sieg im letzten Spiel des Jahres würde die Bären punktgleich mit der EJ Kassel 89er, die ihre nächste Partie erst im neuen Jahr austragen, auf Platz zwei der Tabelle befördern.
Die Bären sind in der Hessenliga zurzeit das Team mit den wenigsten Spielen der Saison, haben im Vergleich zu allen anderen Mannschaften also noch das größte Potential, Punkte in der Vorrunde zu sammeln und sich somit erneut an die Tabellenspitze vorzukämpfen.
Die Roten Teufel aus Bad Nauheim liegen mit zwei Spielen mehr dennoch zwei Tabellenplätze und zwei Punkte hinter den Bären aus Bitburg. Trotzdem gilt die Mannschaft aus Bad Nauheim als besonders Heimstark und konnte dort vor kurzem erst zweistellig gegen den aktuellen Tabellenführer gewinnen.
In der Hinrunde wurde den Zuschauern in der Bitburger Eissporthalle ein spannendes und vor allem stark körperbetontes Eishockey gezeigt, bei dem die Mannschaft aus Bitburg klar die bessere Abwehr stellte und auch Torchancen effektiver nutzte als die Roten Teufel. Dennoch wird Spielertrainer Michal Janega auf verletzte und erkrankte Spieler verzichten müssen. Währenddessen kündigte sich mit ex-Eifel-Mosel Bär Stefan Lenk ein gern gesehener Gast in den Reihen der Bären an, um die Mannschaft zusätzlich zu unterstützen.
Das Duell findet am kommenden Sonntag, den 17.12. um 17.30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim statt.
Sande Jadehaie (VLN)
Jadehaie reisen zum Tabellennachbarn Harsefeld
Am Samstag (19.30 Uhr) ist der ECW Sande zu Gast bei den Harsefeld Tigers.
„Nachdem wir die letzten Spiele verloren haben, sind wir auf Wiedergutmachung aus. Außerdem geht es um unheimlich wichtige Punkte“, blickt Stürmer Johannes Mundt auf die kommende Partie.
Mit elf Zählern aus fünf Spielen liegen die Tigers derzeit auf dem vierten Tabellenplatz, dicht gefolgt von den Jadehaien (4 Spiele, 7 Punkte). Möchte das Yashin-Team den Anschluss nicht verlieren, ist ein Sieg fast schon Pflicht.
Verzichten muss Trainer Sergey Yashin dabei auf die gesperrten Karol Bartanus und Marcel Struck. Michel Merta, Patrick Bartlog und Lubomir Sivak werden ebenfalls nicht mit nach Harsefeld reisen.
„Der Coach wird garantiert in die Trickkiste greifen und die richtige Mischung finden. Im letzten Spiel habe ich zuerst mit Nick Hurbanek und Christoph Josch in einer Reihe gespielt, danach mit Karol Bartanus und Lubomir Sivak“, erklärt Mundt, der am vergangenen Wochenende zwei Treffer erzielen konnte.
Dann fügt der Stürmer hinzu: „Es ist aber egal, wer die Tore schießt, Hauptsache, wir punkten wieder.“
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