IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 16.Dezember 2017. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern und Regionalliga West.
Deutscher Eishockey Bund (DEB)
U20-WM: Deutschland gewinnt deutlich gegen Aufsteiger Ungarn - Künast: „Haben unsere Hausaufgaben für heute erledigt“ / Morgen gegen Lettland
Volle Punkteausbeute: Die U20-Nationalmannschaft gewinnt ihr vorletztes Spiel der 2018 IIHF U20 Eishockey-Weltmeisterschaft Div.I in Meribel (Frankreich) mit 7:2 (1:0; 2:1; 4:1) gegen Aufsteiger Ungarn.
Trotz eines zerfahrenen, hektischen Starts konnte die DEB-Auswahl nach elf gespielten Minuten den ersten Treffer der Partie markieren. Leon Gawanke traf nach einem schnellen Umschaltspiel der deutschen Defensive auf Zuspiel von Charly Jahnke zum 1:0. In der Folge gestaltete sich das deutsche Spiel dann wieder etwas strukturierter, bis die Ungarn kurz vor Ende durch zwei Powerplayspiele besser in die Partie fanden.
Den Schwung nahmen die Gegenüber mit in den zweiten Abschnitt und konnten den 1:1-Ausgleich in der 23.Minuten aus dem Gewühl heraus erzielen. Die DEB-Auswahl begann in der Folge wieder mehr zu investieren und konnte sich ziemlich genau zur Hälfte der Partie dafür belohnen. Valentin Busch versenkte in Überzahl den Nachschuss von Gawanke eiskalt zur erneuten Führung. Gut drei Minuten vor der zweiten Pause dann der nächste Treffer. Jahnke nutzte einen Drei-auf-Eins-Konter zum 3:1.
Im Schlussabschnitt ging es dann Schlag auf Schlag. 43 Sekunden waren gespielt, da erhöhte erst Tobias Eder, dann drei Minuten später Valentin Busch mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag. Im Anschluss musste die deutsche Mannschaft noch einen Gegentreffer zum 5:2 hinnehmen, erhöhte aber prompt durch Dani Bindels auf 6:2, bevor Timo Walther 15 Sekunde vor Ende mit seinem Treffer den 7:2-Endstand besiegelte.
Christian Künast, U20-Bundestrainer: „Im ersten Drittel sind wir sehr schwer ins Spiel gekommen, haben uns bis zum 1:0 nicht gut bewegt, das Tor hat uns dann ein bisschen Ruhe gegeben. Im zweiten Drittel waren wir zu Beginn nicht bereit, haben verdient den Ausgleich bekommen. Danach haben wir mehr in das Spiel investiert und die Mannschaft hat dann rechtzeitig erkannt, dass dies durch klare Aktionen zum Erfolg führt. Im letzten Drittel konnten wir ,auch auf Grund nachlassender Ungarn, das Spiel für uns entscheiden können. Wir haben unsere Hausaufgabe für heute erledigt und werden morgen sehen was passiert.“
Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Finnland nach Penaltyschießen - Zorn: „Müssen an diese Turnierleistung anknüpfen“ / Heimturnier Nations Cup im Januar 2018
Die Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Gastgeber Finnland im vierten Spiel innerhalb von vier Tagen knapp mit 2:3 (0:0; 2:1; 0:1; 0:0; 0:1) nach Penaltyschießen.
Nach einem torlosen ersten Abschnitt waren es im Mitteldrittel die finnischen Frauen, die in der 27.Spielminute den ersten Treffer markieren konnten. Jenni Hirikoski überwand Torhüterin Franziska Albl zur zwischenzeitlichen Führung. Doch im direkt anschließenden Powerplay der DEB-Auswahl brauchte Marie Delarbre nur wenige Sekunden um den Ausgleich zu erzielen, so dass der alte Abstand wieder hergestellt war. Sechs Sekunden waren bis zur zweiten Pause noch zu spielen da brachte Nicola Eisenschmid die deutschen Farben auf Zuspiel von Julia Zorn und Anna Fiegert erneut zum Jubeln. Die Mannschaft um Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker konnte die 2:1-Führung bis sechs Minuten vor Ende der Partie verwalten, bevor Susanna Tapani ihre Mannschaft in die Overtime rettete. Nach einer torlosen Verlängerung entschied Jenny Hirikoski das Spiel durch ihren zweiten Treffer an diesem Abend zum 2:3-Endstand aus deutscher Sicht.
Die Frauen-Nationalmannschaft verabschiedet sich mit einer erfolgreichen Mannschaftsleistung aus dem Jahr 2017. Weiter geht es vom 3.-7.Januar 2018 im Bundesleistungszentrum in Füssen mit dem Nations Cup, bei dem die DEB-Auswahl in der Vorrunde auf Schweden und die Schweiz trifft.
Julia Zorn: „Wir konnten in drei von vier Spielen in einem hochklassig besetzten Turnier punkten. Unsere Torhüterinnen haben alle drei sehr starke Leistungen gezeigt, ebenso wie die jungen Spielerinnen aus der U18. An diese Turnierleistung müssen wir anknüpfen.“
Nina Kamenik: „Wir konnten trotz viertem Spiel in Folge ein läuferisch starkes Spiel zeigen und damit unsere Qualität unter Beweis stellen. Wiederholt hat eine starke Teamleistung zu einem weiteren Punkt in dem Turnier geführt. Wir können mit Selbstvertrauen 2017 abschließen und im Januar 2018 beim Nations Cup auf unsere Leistung aufbauen.“
Jenny Harss: „Wir haben in drei von vier Spielen, in einem sehr gut besetzten Turnier punkten können. Ich denke mit dieser Leistung können wir zufrieden sein und es stimmt mich zuversichtlich für die noch anstehenden Turniere in dieser Saison.“
Andrea Lanzl: „Im Vergleich zu den letzten Länderspielen konnten wir uns als Mannschaft wieder steigern und können so mit einer positiven Stimmung in das neue Jahr starten. Im Turnierverlauf haben wir, wie auch gegen Finnland, die ein oder andere Möglichkeit im Powerplay nicht nutzen können, um die spiele nach regulärer Spielzeit für uns zu entscheiden. Trotzdem bin stolz auf unsere Mannschaftsleitung.“
Düsseldorfer EG (DEL)
DEG verliert dramatisches Spiel bei den Augsburger Panthern mit 1:2 n.P.!
Was eine Verlängerung! Die Düsseldorfer EG verliert – trotz heroischem Kampf in der Verlängerung – mit 1:2 n.P. (0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:1) bei den Augsburger Panthern. In den Schlusssekunden der regulären Spielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Erst hatte es 57 Minuten gar keine Strafzeit gegeben – dann gab es sie plötzlich haufenweise. Die DEG kämpfte wacker und erreichte das Penaltyschießen. Dieses wurde aber, ebenfalls in der Verlängerung, leider verloren. Am Sonntag kommen nun die Adler Mannheim mit 1.200 Sonderzug-Fans im Rücken (16.30 Uhr). Da heißt es auf und neben dem Eis dagegenhalten!
Tölzer Löwen (DEL2)
Tölzer Fassungslosigkeit
"So etwas habe ich noch nie gesehen", so die allgemeine Meinung im
Kunsteisstadion im Sahnpark nach dem Spiel der Eispiraten Crimmitschau
gegen die Tölzer Löwen. Nur Betreuer "Opa" Frech konnte sich noch an ein
ähnliches Spiel erinnern. Es war schon unglaublich: Bis zur 60.
Spielminute führten die Löwen mit 4:2, nach einem
Eispiraten-Doppelschlag ging das Spiel noch in der Verlängerung
verloren.
Zunächst taten sich beide Teams schwer ins Spiel zu kommen. Die erste
Großchance vergab Chris St. Jacques nach einem Konter. Gleichzeitig auch
der Wachrückler für beide Teams. Crimmitschau ging durch Ossi Saarinen
in Führung, die Löwen glichen nur 82 Sekunden später aus. Chris St.
Jacques traf nach einer schönen Kombination zum 1:1. Trotz einer
weiteren engen Situation vor Eispiraten-Goalie Brett Kilar, bei der der
Puck mutmaßlich gerade noch auf der Linie stoppte, blieb es vorerst beim
Unentschieden. Doch es folgte eine Tölzer Druckphase, gipfelnd in dem
Pfostenschuss von Johannes Sedlmayr. Die Buam belohnten sich erst in der
34. Spielminute. Dann traf Klaus Kathan auf Vorarbeit von eben jenem
Sedlmayr. Die Löwen machten jetzt ernst und legten in Person von Joonas
Vihko - ein abgefälschter Schuss unter die Latte - das 3:1 nach. Die
Tölzer spielten in dieser Phase ihr bestes Eishockey, schnürten
Crimmitschau immer wieder hinten ein. "Ich war mit der Art und Weise mit
der wir gespielt haben, das Spiel auch gut dominiert haben über 55
Minuten, sehr sehr zufrieden. Besser hätte ich mir die Leistung meiner
Mannschaft nicht wünschen können. Deswegen muss ich meiner Mannschaft zu
dieser Leistung gratulieren", so Rick Boehm nach dem Spiel. Auch
Eispiraten-Coach Kim Collins fand ähnliche Worte: "Wir waren eigentlich
die zweitbeste Mannschaft auf dem Eis heute. Bad Tölz war besser. Sie
haben mehr gearbeitet, mehr getan in den ersten 50 Minuten. Was mir gut
gefallen hat bei uns: Wir haben nicht aufgegeben. Aber ich kann nicht
sagen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben."
Nach dem 4:1, erneut war es die starke dritte Sturmreihe, durch Julian
Kornelli schien das Spiel zugunsten der Löwen gelaufen zu sein. Doch
dann kam die anfangs angesprochene Crimmitschauer Schlussoffensive. Ivan
Ciernik stellte die Hoffnung der Gastgeber wieder her. Nach einer
weiteren Tölzer Strafzeit fiel der Anschlusstreffer durch Patrick Pohls
Direktschuss. Dann die spielentscheidende Situation: Marcel Rodman
schiebt zum vermeintlichen 5:3 ein. Die Schiedsrichter pfeifen die
Situation zurück, Verwirrung im Sahnpark. Abseits soll es gewesen sein,
doch damit nicht genug: Absichtliches Abseits gab das Gespann. Damit
Bully vor Mechel, genutzt durch Scott Allens Ausgleichstreffer. Die
Löwen beschwerten sich lautstark beim Schiedsrichtergespann - der Ärger
war groß.
Ossi Saarinen machte in der Verlängerung den Deckel per Fastbreak auf
das Spiel, die Tölzer Moral war gebrochen. "Den einen Punkt nehmen wir
natürlich mit, aber mit einem sehr sehr faden Beigeschmack. Wir werden
ein bisschen Zeit brauchen diese letzten Minuten zu verarbeiten.
Hoffentlich bringt das die Mannschaft noch enger zusammen, damit sie mit
dem gleichen Siegeswillen und der gleichen Leistung am Sonntag
auftreten", resümierte Boehm. Der Löwencoach hat's bereits angesprochen:
Am Sonntag kommt der amtierende Meister nach Bad Tölz, die Löwen
Frankfurt. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Chouinard-Festspiele in Freiburg - Kanadischer Neuzugang mit Traumstart bei den Tigers. Drei Treffer / Ein Assist
Mit erneut dezimiertem Kader ging es für die Tigers zum Auswärtsspiel nach Freiburg. Sergej Waßmiller konnte dieses Mal wenigstens auf drei Sturmreihen zurückgreifen. Allerdings pausierte Stamm-Goalie Vosvrda, der leicht angeschlagen, mehrfach das Training in der Woche aussetzen musste. Neben den WM-Fahrern V. Busch und L. Gläser fehlten weiterhin S. Mayer, M. Heider, J. Pavlu. Zudem konnte M. Müller nicht trainieren und musste ebenso pausieren, wie T. Voronov, der nach einem unglücklichen Aufprall am vergangenen Wochenende länger ausfallen wird. Dafür gab Neuzugang Eric Chouinard sein Debüt in der ersten Formation an der Seite vom wiedergenesenen Sergej Stas und Anthony Luciani. Der am Mittwoch zum Kader hinzu gekommene Constantin Ontl gesellte sich zu Bartosch und Kolozvary, was für Geigenmüller das aufrutschen zu Sebastian Busch und Yannick Drews bedeutete. Mit Neher, Potac, Linden und Gerstung standen zudem nur vier Verteidiger zur Verfügung.
Mit der Bürde von acht Niederlagen in Folge und der Kaderstärke einer Basketballmannschaft war die Aufgabe alles andere als leicht, aber dass diese Mannschaft intakt ist und jeder für jeden läuft und kämpft, konnte man erneut und wiederholt in dieser Saison sehr gut beobachten.
Die Freiburger begannen die Partie forsch und hatten zu Beginn der jeweiligen Spielabschnitte ihre Vorteile. So auch im Ersten. Bis etwa zur zehnten Minute brauchte der Tigers-Tross, bis man die „Bus-Beine“ gelockert bekam und sich den Gastgebern ernsthaft entgegenstellen konnte. Hierbei überstand man auch eine der nur drei UZ-Situationen mit Fleiß, ein bisschen Glück und einem, im ganzen Spiel, sehr gut aufgelegten Friedel Hartung. Sein Gegenüber, Hanuljak leitete nach 12 gespielten Minuten mit einem kapitalen Fehlpass auf Chouinard die Wende im Spiel der Tigers ein. Der Routinier ließ sich dieses Angebot nicht entgehen und versenkte die Scheibe trocken in den Maschen seines Assist-Gebers.
Auch im zweiten Abschnitt brauchten die Wagnerstädter eine gewisse Anlaufzeit. Freiburg lief und drückte ohne Unterbrechung und setzte den Gegner mächtig unter Druck. Konnte Hartung in der 23. Minute noch einen Alleingang von Kunz entschärfen, so blieb er nur eine Minute – nachdem die Defensive der Tigers die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte – nur zweiter Sieger. Mancari hatte abgezogen und der Bayreuther Torsteher, dem die Sicht versperrt war, musste die Scheibe passieren lassen. Zur Mitte des Abschnitts, die Freiburger hatten sich oft festgerannt, übernahmen die Tigers mit dem einen oder anderen Angriff die Initiative. So war es auch in Spielminute 32, als Chouinard erneut zuschlagen konnte und die plötzlich frei liegende Scheibe – Stas arbeitete hier vorbildlich die Gegner vom Tor weg - im Tor unterbrachte. Kurz darauf zog aber jener Stas eine kleine Strafe und die Tigers mühten sich mit einem Mann weniger
auf dem Eis durch die zwei Minuten. Nur Sekunden, nachdem der Stürmer zurück auf dem Eis war, kam Billich unbedrängt an die Scheibe und nutzte die Gelegenheit sofort zum Ausgleich. Wenige Augenblicke später dann die erste und einzige Strafe gegen die Wölfe. Die Tigers nahmen Anlauf und taten sogar noch was für ihre ÜZ-Quote, die nach dem dritten Treffer des Tages durch Chouinard, der mit einem mächtigen Strahl erneut Hanuljak überwinden konnte, 100% betrug.
Auch im letzten Spielabschnitt machten die Freiburger sofort Druck und liefen ein ums andere mal auf das Bayreuther Gehäuse zu. Die nachlassenden Kräfte waren vielleicht dafür verantwortlich, dass man nach zwei Minuten Walker ganz alleine vor Hartung auftauchen lies und dieser zum dritten Mal den Ausgleich für seine Mannen erzielen konnte. Bis zum Schluss hatten die Gastgeber ein leichtes optisches Übergewicht, was aber zu keinem weiteren Tor mehr führte.
So musste die Overtime herhalten, in der die Tigers zunächst mächtig Glück hatten, als Walker nach einer Minute den Pfosten anvisierte. Nach zwei Minuten und einer Sekunde war es jedoch Jozef Potac, der den Abend der „Oldies“ mit einem feinen Schuss – nach guter Vorarbeit von Luciani und Chouinard perfekt ausklingen ließ als er nach einer eleganten Drehung im Angriffsdrittel mit dem 3:4 den Schlusspunkt setzte.
„Wir haben super gespielt. Die ganze Mannschaft hat gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Ontl hat einen guten Einstand gefeiert und ein ordentliches Spiel abgeliefert. Ebenso gut hat Freddy Hartung gespielt und eine klasse Leistung abgeliefert. Chouinard mit vier Punkten hat gleich einen Traumstart erwischt. Wir können mehr als zufrieden sein,“ so Dietmar Habnitt nach dem Spiel.
Eispiraten Crimmitschau (DEL2)
5:4! Eispiraten entscheiden Krimi in Overtime - Comeback-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am 26. Spieltag der diesjährigen DEL2-Saison erfolgreich gegen die Mannschaft des EC Bad Tölz durchgesetzt. Und wie! In einem regelrechten Eishockey-Krimi starteten die Westsachsen beim Stand von 1:4 eine unglaubliche Aufholjagd, gekrönt mit dem 5:4-Game Winning Goal des finnischen Angreifers Ossi Saarinen in der Verlängerung.
Bis auf den weiterhin verletzten Danny Pyka konnte Kim Collins heute erstmals in dieser Saison aus dem vollen schöpfen. Die Rückkehr von Elia Ostwald, Christoph Kabitzky und Will Weber ermöglichte dem Cheftrainer der Eispiraten, erstmals mit vier vollen Sturmreihen zu spielen. Ebenso dabei war Alexander Karachun. Der mit einer Förderlizenz ausgestattete Angreifer stieß kurzfristig am Freitag zum Team und war auch gleich am ersten Treffer des Abends beteiligt. Sein guter Einsatz an der Bande ermöglichte das Zuspiel von Patrick Pohl auf Ossi Saarinen, welcher mit seinem platzierten Schuss in den Winkel zum 1:0 traf (12.)! Lange hielt die Führung der Westsachsen aber nicht. Denn ausgerechnet Chris St. Jacques, vergangene Saison selbst ein Teil der Eispiraten-Mannschaft, überwand Brett Kilar und stellte auf 1:1 (13.). Weiter Tore fielen im ersten Durchgang, welchen die Hausherren weitesgehend bestimmten, nicht.
Das zweite Drittel ging dann aber an die Kurstädter. Zwar konnten die Eispiraten die erste gute Chance durch Robbie Czarnik verbuchen, doch dann war plötzlich die Mannschaft von Rick Boehm am Drücker. Und die Löwen nutzten ihre Chancen eiskalt aus. Zunächst traf Klaus Kathan nach einem schnellen Spielzug zum 1:2 (34.), nur wenige Zeigerumdrehungen später folgte sogar das dritte Tor der in weiß gekleideten Gäste. Joonas Vihko fälschte einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar für Brett Kilar ab - 1:3 (37.). Die Mannschaft von Kim Collins kam nun nur noch vereinzelt zu Möglichkeiten und hatte kurz vor Drittelende sogar Glück, dass ein Unterzahlkonter der Bayern nicht den Weg im eigenen Gehäuse landete.
Und die Westsachsen hatten auch zu Beginn des Schlussabschnitts sichtlich ihre Probleme. Und Julian Kornelli konnte die Führung der Tölzer noch weiter ausbauen - 1:4 (48.). Doch die Eispiraten gaben sich nicht auf und das sollte sich auszahlen. Zunächst traf Ivan Ciernik im Powerplay zum 2:4-Anschlusstreffer im Powerplay (54.). Was dann folgte, glich einem Krimi! Kim Collins nahm zunächst eine Auszeit, wenig später tauschte er Brett Kilar gegen einen zusätzlichen Feldspieler, um so noch mehr Druck auf das Löwen-Tor auszuüben. Mit Erfolg: Binnen 35 Sekunden in der Schlussminute kamen die Eispiraten erst zum 3:4 durch Patrick Pohl und dann zum 4:4 durch Scott Allen, welcher den Puck aus einem fast unmöglichen Winkel in das Tor bugsierte. Nun brachen die Dämme im Sahnpark und die Eispiraten hatten das Momentum auf ihrer Seite. So war es Ossi Saarinen, welcher in der Overtime nach einem Alleingang zum 5:4 traf!
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Eislöwen unterliegen Kassel
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Kassel Huskies vor 2848 Zuschauern mit 2:3 (1:1; 1:1; 0:1) verloren. Adriano Carciola brachte den Gastgeber in der elften Spielminute in Führung, doch Alexander Höller nutzte eine Powerplay-Gelegenheit, um den Dresdner Ausgleich zu erzielen (14.). Im zweiten Abschnitt brachte Dominik Grafenthin die Eislöwen in Führung (31.), doch Evan McGrath (40.) glich kurz vor der Pausensirene aus. Eine Überzahl-Situation sollte zum spielentscheidenden Tor durch Carciola führen, der mit seinem zweiten Treffer am Abend das 3:2 erzielte (53.).
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben wieder ein sehr gutes Spiel abgeliefert, aber leider keine Punkte mitgenommen. Die Strafe vor dem dritten Tor war total überflüssig. In Folge hatten wir in Überzahl noch gute Gelegenheiten, konnten diese aber nicht nutzen. Ärgerlich.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 17. Dezember um 17 Uhr in der EnergieVerbund Arena gegen den ESV Kaufbeuren.
Kassel Huskies (DEL2)
Huskies kämpfen Eislöwen nieder
Zum Duell Dritter gegen Vierter trafen sich Kassel Huskies und Dresdner Eislöwen am heutigen
Abend in der Kasseler Eissporthalle. Dabei musste Chefcoach Rico Rossi kurzfristig auf Patrick
Klöpper verzichten, konnte dafür aber sowohl auf den wiedergenesenen Andy Reiß als auch den
aus Mannheim zurückgekehrten Alex Lambacher bauen.
Die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt, die sich mit sieben Siegen in den vergangenen
zehn Partien in jüngster Vergangenheit formstark präsentierten, vertrauten von Beginn an auf ihre
starke Defensive. Die Huskies fanden gegen die massiert stehende Deckung der Sachsen
zunächst kein Mittel. Littles sowie Wisniewskis Chancen in Überzahl entschärfte Eislöwen-Goalie
Eisenhut ohne Probleme. Erst gegen Mitte des Drittels fanden beide Offensivreihen besser in die
Partie. So war es Adriano Carciola, der in der 11. Minute den Rebound eines Koziol
Schlagschusses fand und den Puck aus zwei Metern über die Linie beförderte. Doch nur drei
Minuten später war die Kasseler Führung schon wieder Geschichte. Topscorer Alexander Höller
wurde von Nebenmann Davidek perfekt in Szene gesetzt und verwandelte trocken zum 1:1-
Ausgleich (14.). Chancen blieben in der Folge Mangelware. Die beste Gelegenheit auf den
Tiebreaker vereitelte Markus Keller, als er den Abschluss des über den linken Flügel enteilten Mike
Glemser stoppte (18.)
Auch im zweiten Drittel dominierten die Devensiv-Strategen beider Mannschaften. Die beste
Möglichkeit auf eine erneute Kasseler Führung vergab Andy Reiß in der 28. Minute. Besser
machte es Eislöwe Grafenthin wenige Minuten später. Nachdem Keller den Schlagschuss von
Sebastian Zauner nicht festhalten konnte, reagierte Grafenthin am schnellsten und drückte die
Hartgummischeibe aus kürzester Distanz zum 1:2 über die Linie. Die Huskies zeigten sich durch
den Rückstand unbeeindruckt, doch die folgenden Versuche von Carciola (36.) und Wisniewski
(37.) entschärfte Zerberus Eisenhut ohne Probleme. Doch einmal sollten die Schals der 2.848
Zuschauer in der Eissporthalle vor Drittelende noch kreisen: Evan McGrath hatte sich in der 40.
Minute über den rechten Flügel durchgeschlagen und Eisenhut mit einem präzisen Schuss ins
lange Eck zum 2:2 überwunden.
Im Schlussdrittel legten vor allem die Huskies dann noch eine Schippe drauf. Insbesondere in den
ersten Minuten nach Wiederbeginn erspielten sich die Nordhessen Chancen im Minutentakt. Doch
egal ob Della Rovere (45.), Koziol (46.), Lambacher (47.) oder Pimm (47.) - alle scheiterten gleich
reihenweise am famosen Eisenhut oder den Stangen des von ihm gehüteten Tores. Erst als es
Adriano Carciola in der 53. Minute mit einem Geniestreich versuchte, musste sich auch Eisenhut
geschlagen geben. Der gebürtige Kasseler hatte sich in Überzahl per Solo vor das Dresdner Tor
getankt und Eisenhut mit einem Rückhandschuss ins lange Eck geschlagen. Mit dem neuerlichen
Rückstand legten nun auch die Dresdner nochmal den Vorwärtsgang ein - doch auch Markus
Keller avancierte im Schlussdrittel zum Turm in der Schlacht. Angefeuert von den begeisterten
Fans auf den Rängen, sicherten die Huskies den Erfolg und feierten den elften Heimsieg in Serie.
Kaufbeuren Buron Joker (DEL2)
ESVK unterliegt 3:5 gegen Weißwasser - Lausitzer Füchse beschenken sich zum 85. Geburtstag selbst
Vor 2.109 Zuschauern musste der ESV Kaufbeuren am Freitagabend eine 3:5-Niederlage gegen Weißwasser hinnehmen. Die Gäste aus der Lausitz agierten über weite Strecken abgezockter und waren vor allem effektiver im Torabschluss. Beim ESVK rückten die zuletzt verletzten Stefan Vajs und Tim Wohlgemuth zurück in den Kader, Kapitän Sebastian Osterloh und Daniel Oppolzer mussten verletzungs- bzw. krankheitsbedingt passen.
Die Joker starteten mit viel Elan in die Begegnung, einzig ein guter Torabschluss fehlte in den Anfangsminuten. Nach fünf Minuten tauchten die Füchse erstmals gefährlich vor dem Tor von Stefan Vajs auf, wurde aber im letzten Moment am Schuss gehindert. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das hauptsächlich fernab beider Tore stattfand. In der 15. Spielminute erreichte ein schöner Querpass Charlie Saraults durch den Slot Sami Blomqvist, der mit einem Direktschuss Füchse-Torwart Konstantin Kessler zum 1:0 tunnelte. Kurz darauf scheiterte Joona Karevaara nach Pass von Florian Thomas aus (zu) kurzer Distanz an Kessler.
Der Mittelabschnitt begann denkbar ungünstig für den ESVK, denn Jeff Hayes überwand im Powerplay Vajs aus kurzer Distanz. Nur wenige Augenblicke später hatte Anders Eriksson mit einem Alleingang die große Möglichkeit, seine Farben in Führung zu schießen, doch der Kaufbeurer Torwart klärte die Situation. Fast im direkten Gegenzug bekam Max Schmidle seinerseits einen Alleingang, doch auch hier behielt der Torwart die Oberhand. In der 28. Spielminute fiel Jere Laaksonen der Puck etwas glücklich vor die Füße, dieser erfasste die Situation schnell und überwand Kessler mit einem trockenen Schuss zur neuerlichen Führung. Fünf Minuten vor der zweiten Pause hatten die Weißwasseraner, wiederum mit einem Mann mehr auf dem Eis, die perfekte Antwort darauf parat und glichen zum zweiten Mal aus. Marius Schmidt fälschte einen Schuss von Hayes für Vajs unhaltbar ab.
Auch im letzten Drittel gelang den Füchsen der erste Punch als sie in der 44. Minute durch Thomas Götz erstmals in Führung gingen. Keine Zeigerumdrehung später fälschte Sarault einen Schuss von Christopher Kasten unhaltbar zum Ausgleich ins Tor ab. Doch auch dieses Tor wurde schnell gekontert, denn wenige Sekunden später schoss Neuert seine Farben erneut in Front. Trotz großen Bemühens auf Seiten der Kaufbeurer sollte dieser Treffer in der 47. Minute schon der Spielentscheidende an diesem Abend gewesen sein. Hayes beseitige daran mit einem Treffer in das leere Tor wenige Augenblicke vor der Schlusssirene auch die letzten Zweifel.
In der anschließenden Pressekonferenz sah Füchse-Trainer Robert Hoffmann trotz etwas Glücks im letzten Drittel einen erarbeiteten und verdienten Sieg seiner Mannschaft. ESVK-Trainer Brockmann haderte mit der Effektivität seiner Mannschaft und zeigte sich enttäuscht ob der Leistung einzelner Spieler seiner Mannschaft: „Das ist zu wenig. Wir müssen unsere Attribute wieder finden, müssen mehr kämpfen, mehr laufen. Sonst werden wir gegen jede Mannschaft in Schwierigkeiten kommen."
SC Riessersee (DEL2)
Überzeugender Sieg gegen Ravensburg / 4:3 nach Verlängerung – Mueller sorgt für die Entscheidung
Die Garmisch-Partenkirchener überzeugten in einem hochspannenden und rasanten Spiel der DEL2 und spielten sich für das große Derby gegen Bad Tölz am kommenden Freitag warm. Die Weiß-Blauen bestimmten die Anfangsphase des Spiels, aber die Gäste gingen früh durch Adam Lapsansky in Führung. Keine zwei Minuten später vollendete Lubor Dibelka eine geniale Passstafette von Eichinger und Driendl zum 1:1 Ausgleich. Der SC Riessersee hatte genügend Möglichkeiten um noch vor der Pause die Führung zu markieren, aber es blieb beim Unentschieden. Zur Hälfte des Spiels verbüßte Simon Mayr eine zwei Minuten Strafe und in Unterzahl war Topscorer Richie Mueller mit einem sehr trockenen und platzierten Schuss ins lange Eck zum verdienten 2:1 erfolgreich. Im Schlußabschnitt erhöhte Andreas Driendl gar auf 3:1 (47.). Eigentlich war das die Vorentscheidung, aber ein Spiel geht über 60 Minuten und es kann im Eishockey eben sehr schnell auch in die andere Richtung gehen.
In der Schlussphase des Spiels kassierte Verteidigungsroutinier Stephan Wilhelm eine große Strafe. Nur drei Minuten später verhängte das Schiedsrichtergespann gegen Jared Gomes weitere zwei Strafminuten wegen Stockschlags. Ravensburg riskierte nun alles. Der Torwart wurde „gezogen“ und so spielten sechs Ravensburger gegen drei Riesserseer. Kevin Reich hielt knapp zwei Minuten den Angriffen stand, aber dann klingelte es im Kasten des SCR. 3:2 und die Strafe von Stephan Wilhelm war noch nicht vollständig abgelaufen. Die Towerstars setzten erneut alles auf eine Karte und kamen nur 9 Sekunden nach dem Anschlusstreffer sogar zum 3:3 Ausgleich. Spannung pur im Olympia-Eissport-Zentrum. Sollten die Weiß-Blauen einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand geben? Nein! In der Verlängerung war, wie eine Woche zuvor, Richie Mueller der entscheidende Mann. Nach nur 74 Sekunden netzte der Deutsch-Kanadier zum verdienten 4:3 Siegtor ein.
Toni Söderholm: „Zuerst einmal von unserer Seite gute Besserung an den verletzten Ravensburger Spieler Jakub Svoboda. Wir waren heute sehr gut in der Defensive und Offensive. Ich bin sehr stolz auf das Team, nur das Endergebnis passt nicht.“
Felix Thomas: „Wir hatten im Spiel mehr Chancen und mehr Spielanteile. Schade, dass es hinten raus noch einmal so knapp wurde. Aber den zweiten Punkt haben wir uns verdient – es hätten aber auch drei werden können.“
Kommenden Freitag, den 22.Dezember 2017 findet das 236.Oberlandderby zwischen dem SCR und den Tölzer Löwen statt. Tickets gibt es von Montag bis Donnerstag zwischen 11 und 15 Uhr im Büro des SC Riessersee und zusätzlich am Mittwoch (20.12.) und Donnerstag jeweils von 17-20 Uhr an der Kasse des OEZ. Am Spieltag beginnt der Vorverkauf bereits um 10 Uhr vormittags bis zum Spielbeginn. Der Kartenvorverkauf der Blue Bavarians Murnau in Penzberg bei "Die Bayerische" findet auch noch in der kommenden Woche statt.
Deggendorfer SC (OLS)
Auch Memmingen kann den DSC nicht stoppen
Der Deggendorfer SC ist aktuell kaum zu bremsen in der Oberliga Süd.
Nach den deutlichen Erfolgen am vergangenen Wochenende gelang dem Team
von Trainer John Sicinski gestern in Memmingen ein deutlicher 2:5
Auswärtssieg.
Das Spiel begann, wie so oft in letzter Zeit, optimal für den DSC.
Nicht einmal eine Minute war gespielt, als es das erste Mal im Kasten
der Schwaben einschlug. Andreas Gawlik war bei einem Konter
mitgelaufen, wurde mustergültig bedient und zimmerte den Puck in den
Winkel. Doch die Hausherren hatten sofort eine Antwort parat. In der
4. Spielminute kamen sie durch Marc Stotz im Powerplay zum schnellen
Ausgleich. Doch wie bereits häufig in dieser Saison zu beobachten war,
lassen sich die Deggendorfer von einem Gegentreffer nicht aus der Bahn
werfen. Wiederum nur eine Minute später war es Benedikt Böhm, der die
Gäste wieder in Führung brachte. Trotz zahlreicher weiterer
Gelegenheiten wollte im ersten Drittel aber kein weiterer Treffer mehr
fallen. Das zweite Drittel begann dann wieder mit einem Paukenschlag.
Andrew Schembri zimmerte in seiner unnachahmlichen Art den Puck unter
die Latte. In diesem Tempo ging es auch weiter. In der 28. Minute
durften die mitgereisten Fans dann den nächsten Treffer bejubeln.
Dieses Mal war es Ales Jirik, der mit einem tollen Rückhandschuss
Jochen Vollmer im Memminger Kasten bezwang.
Zwar keimte bei den Indians nochmal Hoffnung auf, als Kirils Galoha
kurz vor der zweiten Pausensirene traf. Diese Hoffnungen wurden aber
durch Sergej Janzen zerschlagen, der kurz nach Wiederbeginn mit einem
satten Handgelenksschuss für das 2:5 und damit für die Vorentscheidung
sorgte. In der Folgezeit verwaltete der DSC das Ergebnis geschickt und
konnte selbst noch zu ein paar guten Gelegenheiten kommen. Weitere
Treffer wollten allerdings nicht mehr fallen. Damit war die
Generalprobe für das große Niederbayernderby am Sonntag in Deggendorf
geglückt. Nun heißt es Augen auf und Vollgas geben gegen den EV
Landshut. Spielbeginn in der Deggendorfer Eissporthalle ist um 18:30
Uhr.
DSC brennt auf Revanche im Niederbayernderby
Exakt zwei Wochen nach dem ersten Aufeinandertreffen der beiden
niederbayerischen Rivalen in Landshut kommt es in Deggendorf am
kommenden Sonntag nun zum Rückspiel.
Lange mussten sich beide Fanlager gedulden, ehe beide Teams in dieser
Spielzeit das erste Mal aufeinandertrafen. In Landshut zeigten beide
Teams, dass sie vollkommen zurecht in der oberen Tabellenhälfte stehen
und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Da es nach 60
gespielten Minuten immer noch 4:4 Unentschieden stand, musste die
Entscheidung in der Verlängerung gesucht werden. Dort war es der EV
Landshut, der das glücklichere Händchen hatte und sich den Zusatzpunkt
sicherte. Nun brennen die Mannen von Trainer John Sicinski auf
Revanche im heimischen Rund. Nach zehn Heimsiegen in Folge und mit dem
Selbstvertrauen eines Tabellenführers will der DSC die Landshuter in
die Knie zwingen, die sich zuletzt ebenfalls in blendender Form
befanden. Bei diesem Unterfangen kann Trainer John Sicinski
voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Nach der
vorzeitigen Verlängerung von Topscorer Kyle Gibbons ist die Euphorie
groß, wodurch wieder mit einem enormen Andrang an den Kassen zu
rechnen ist. Um Wartezeit zu vermeiden, sollten die Fans den
Vorverkauf und die Möglichkeit des Onlineticketkaufs nutzen. Zudem
bietet der Deggendorfer SC in dieser speziellen Partie ein ganz
besonderes Gewinnspiel an. Gemeinsam mit unserem Partner Coca-Cola
verlost der DSC Karten für den Pokalkracher am kommenden Mittwoch
zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Ein Los kostet
zwei Euro und kann im Eingangsbereich des Stadions erworben werden.
Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.
Memmingen Indians (OLS)
Spitzenreiter war zu stark: Indians unterliegen Deggendorf
Vor rund 1200 Zuschauern haben die Memminger Indians ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer der Oberliga-Süd mit 2:5 verloren. Gegen den Deggendorfer SC waren die ersatzgeschwächten Maustädter über weite Teile der Partie chancenlos. Die Treffer für den ECDC erzielten Marc Stotz und Kirils Galoha.
Das Verletztenlager der Indians füllte sich einmal mehr vor der schweren Partie gegen den Spitzenreiter aus Deggendorf. Zu Jan Benda und Petr Haluza gesellten sich unter der Woche noch Tim Tenschert, Dominik Piskor und Jan Kouba, der eigentlich bereits wieder ins Geschehen eingreifen wollte. Tim Wohlgemuth und Fabian Koziol wurden in Kaufbeuren eingesetzt, so dass nur noch 15 Feldspieler zur Verfügung standen. Die bekamen gleich von Beginn an die ganze Klasse der Gäste zu spüren. Bereits in der ersten Minute klingelte es das erste Mal im Kasten von Joey Vollmer, als Gawlik die Führung erzielen konnte. Doch die Indians kamen zurück: In Überzahl fälschte Marc Stotz einen Schuss von Timo Schirrmacher zum Ausgleich ab. Dann waren sofort wieder die Niederbayern an der Reihe. Eine Kombination über die Kontingentspieler Leinweber und Gibbons schloss Böhm zur erneuten Führung ab, zu diesem Zeitpunkt waren erst knapp 5 Minuten gespielt. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts gab es zwar einige gute Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, Treffer fielen aber keine mehr.
Dies sollte sich im zweiten Drittel dann sofort wieder ändern. Kaum aus der Kabine gekommen, erhöhte der DSC auf 3:1 durch Andrew Schembri. Als dann Ales Jirik in der 28. Spielminute den nächsten Treffer für den Spitzenreiter erzielen konnte, war bereits klar, dass es für die Memminger heute nichts zu holen geben würde. Die Indians gaben aber nicht auf und hielten voll dagegen. Die Folge waren einige harte Checks und die ein oder andere Meinungsverschiedenheit der Akteure. Highlight aus Memminger Sicht war dann eine Faustkampfeinlage zwischen Martin Jainz und Deggendorfs Kapitän Gawlik, die das Memminger Urgestein für sich entscheiden konnte. Als dann kurz vor der Pausensirene Kirils Galoha den Anschlusstreffer zum 2:4 erzielen konnte, keimte noch einmal Hoffnung am Hühnerberg auf.
Doch diese Hoffnung wurde sofort wieder zunichte gemacht. Eine Minute nach dem ersten Bully im Schlussdrittel machte Janzen alles klar und erzielte das letzte Tor des Tages. Der Tabellenführer verwaltete das Ergebnis souverän und den Indians gingen langsam die Kräfte aus, trotzdem zeigten sie sich bis zum Ende engagiert, mussten aber den starken Gegnern die Punkte überlassen.
Am nächsten Wochenende (Freitag, 20 Uhr) folgt dann ein weiteres schweres Heimspiel gegen die Selber Wölfe. In dieser Partie werden die Indians auch ihr „Spiel der Herzen“ zugunsten der Kartei der Not austragen. Die Zuschauer haben hier wieder die Möglichkeit, durch den Kauf von blinkenden Herzen, eine Spende für den guten Zweck zu tätigen.
Sonthofen Bulls (OLS)
ERC Sonthofen mit 3:6-Niederlage in Peiting - Punkte an diesem Wochenende nur noch im Derby zu holen
Mit einer 3:6-Niederlage (0:2; 2:3; 1:1) kehrt der ERC Sonthofen am Freitagabend aus Peiting nach Hause zurück. Gleich zu Beginn hatte das Team von Trainer Heiko Vogler nicht in die Partie gefunden und war schon in den ersten Minuten mit zwei Gegentoren bestraft worden. Immer wieder kamen die Bulls zwar heran, doch die oberbayerischen Gastgeber konnten sich immer wieder befreien und kassieren am Ende verdiente drei Punkte.
Nach vier gespielten Minuten musste Sonthofens Torhüter Patrick Glatzel erstmals hinter sich greifen. Phillip Wachter hatte Peiting in Überzahl in Führung gebracht. Tyler Wood hatte zu diesem Zeitpunkt für zwei Minuten auf der Strafbank platznehmen müssen. Bradley Miller baute die Führung in der sechsten Minute auf einen Zwei-Tore-Vorsprung aus. Mit einem 0:2-Rückstand ging es für die Bulls in die Drittelpause.
Gleich zu Beginn gab der ERC Sonthofen die richtige Antwort auf dem Eis. Peiting noch nicht richtig aus der Kabine gekommen, wurde durch die Bulls auf dem falschen Fuß erwischt. Chris Stanley nach fast einer Minute mit dem Anschlusstreffer zum 1:2. Sonthofen zu diesem Zeitpunkt in Überzahl, da Fabian Weyrich auf Peitinger Seite eine Strafzeit kassiert hatte. Doch das Spiel zu drehen sollte den Allgäuern heute Abend nicht gelingen. Die Oberbayern fingen sich recht schnell wieder und konnten in der 24. Minute mit dem Treffer zum 1:3 durch Dominic Krabbat den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen. Sonthofen gab nicht auf und kam immer wieder gefährlich vor das Tor. Sternheimer und Rau brachten schließlich Marc Sill entscheidend ins Spiel und „Mr. Sonthof“ besorgte den erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 aus Bulls-Sicht. Doch die Hausherren ließen nichts anbrennen. Wachter mit seinem zweiten Treffer zum 2:4 in der 27. Minute und nicht einmal eine Minute später auch noch das 2.5 durch Kostourek.
Nach der Pause wiederum der ERC Sonthofen am Zug. In Überzahl brrachte Martin Guth mit dem Treffer zum 3:5 seine Bulls zurück ins Spiel. Am Ende wurde schließlich die Zeit knapp. ERC-Trainer Heiko Vogler versuchte alles, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Patrick Glatzel ging für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Vier Sekunden vor dem Ablauf der Zeit das Empty-Net-Goal für Peiting zum 3:6-Endstand aus Allgäuer Sicht.
Für den ERC Sonthofen heißt es jetzt: Wenn sie dieses Wochenende noch punkten wollen, bleibt nur das Allgäu-Derby am Sonntagabend um 18 Uhr. Wichtige Zähler könnten hier im Kampf um die Playoff-Plätze gesammelt werden.
Wohnbau Moskitos Essen (OLN)
Nach 20 Minuten war fast alles vorbei
Wenn ein Trainer nach 5:17 Minuten bereits seine Auszeit nimmt und ein Heimpublikum nach neun Minuten „Oh, wie ist das Schön“ singt, dann konnten diese ersten Minuten sicherlich alles andere, nur nicht langweilig gewesen sein. Mehr als 1.000 Zuschauer wollten die Begegnung der Wohnbau Moskitos gegen Erfurt sehen und sie sahen vier Torhüter. Zwei Keeper blieben in 60 Minuten ohne Gegentor, Sebastian Staudt in 40 Minuten und Enrico Salvarani in 20 Spielminuten. Ihre beiden Gegenüber hatten dagegen einen unruhigeren Abend, Erik Reukauf „fraß“ in 16:09 Minuten sechs Treffer und sein Nachfolger Martin Otte in 43:51 Minuten auch noch einmal vier Tore
Die Moskitos machten im Grunde dort weiter, wo sie gegen Hamburg aufgehört hatte. Ihr Trainer Frank Gentges sagte später in der Pressekonferenz: „Wir sind wie schon gegen Hamburg mit Dampf aus der Kabine gekommen, die Jungs haben das sehr gut umgesetzt und Erfurt sofort unter Druck gesetzt und dann auch die Tore gemacht.“ Zunächst eine kleine Schrecksekunde, ein Haken gegen Tom Fiedler lässt diesen in die Bande prallen, doch der Essener Stürmer konnte weiterspielen. In der fünften Minute durften die Essener Fans zum ersten Mal jubeln, Andrej Bires setzte sich gut vor Reukauf durch, schoss aus spitzem Winkel und den Abpraller brauchte der völlig freistehende Denis Fominych nur noch ins leere Tor schieben. Der Uhrzeiger war noch nicht komplett rum, da schnappte sich der immer stärker werdende Julian Lautenschlager die Scheibe in der Ecke, zog vors Tor und haute sie einfach mal unter die Latte.
Viel hatte die Auszeit von Erfurts Coach Thomas Belitz bei seinem Team wohl nicht bewirkt, die Moskitos weiter mit Volldampf und gut eine Minute nach dem 2:0 verwertet Kyle De Coste einen Abpraller im Nachschuss. Und es wurde noch bitterer für die Gäste aus Thüringen, 7:45, Tom Fiedler mit einem schönen Solo an den Pfosten, den Praller verwertet Kapitän Dennis Thielsch ohne Mühe. 8:47, Andrej Bires mit einem seiner unvergleichlichen Einlagen kann die Scheibe noch nicht unterbringen, doch Julian Lautenschlager vollendete zum 5:0 für die Essener Moskitos. Sein Trainer sagte später: „Wir hatten schon genug Spiele, wo wir auch gut begonnen haben, haben Zwei oder Drei zu Null geführt und haben uns dann nicht belohnt, sondern den Gegner wieder stark gespielt, Heute haben wir uns belohnt, waren final und haben die Chancen genutzt, ich bin sehr zufrieden.“
Fünf Minuten brauchten die Moskitos nun im ersten Abschnitt um wieder jubeln zu können, zunächst tauchte Dennis Thielsch ganz alleine vor dem Gästetor auf, scheiterte noch, aber Dominik Lascheit hatte aufgepasst und das nächste Tor war gefallen. Die Moskitos kombinierten nun nach Belieben, Marcel Pfänder zieht von links ab, Christoph Ziolkowski fälscht geschickt ab und wieder liegt die Scheibe im Tor. Und noch hatten die Essener Spieler nicht genug, in Überzahl schießt Dennis Thielsch aus spitzem Winkel, wieder Ziolkowski fälscht ab und es steht nach gut 17 Minuten sage und schreibe 8:0.
Nach 20 Minuten ließ die Essener Mannschaft es etwas lockerer angehen, ohne jedoch fahrlässig zu sein. Sie erarbeiteten sich weitere Chancen, waren aber nicht mehr so final wie im ersten Abschnitt. Unter den Augen der Jugendhilfe Bochum, die mit jugendlichen Flüchtlingen der Einladung der Wohnbau Moskitos gefolgt waren, sowie der U12 Mannschaft der SGS Essen war es nicht mehr das ganz so druckvolle Spiel. Christoph Ziolkowski mit seinem dritten Treffer im zweiten Drittel und Olli Granz nach schöner Vorarbeit von Marcel Pfänder, machten es am Ende zweitstellig. Wermutstropfen, Julien Pelletier und Tom Fiedler trugen beide Verletzungen an der Schulter davon, eine genaue Diagnose steht aber derzeit noch aus. Auch Olli Granz musste kurz vor dem Ende das Eis verlassen, auch hier ist noch nichts Genaueres zu sagen.
Crocodiles Hamburg (OLN)
Crocodiles verlieren ihr Heimspiel gegen Preussen
Die Crocodiles Hamburg haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den ECC Preussen Berlin mit 2:3 (0:0/1:2/1:1) verloren. Die Preussen markierten in der 59. Minute den Siegtreffer.
Trainer Herbert Hohenberger musste aufgrund der Verletzungen von Kapitän Christoph Schubert und Stürmer Brad McGowan die Reihen erneut umstellen. Die neuen Konstellationen taten sich schwer, dennoch spielten beide Mannschaften im ersten Drittel auf Augenhöhe. Tore fielen allerdings erst im zweiten Drittel: Innerhalb von 31 Sekunden trafen die Berliner erst in Überzahl durch Christopher Lijdsman und in der 33. Minute durch Justin Ludwig zum 2:0. Die Crocodiles konnten zwar durch Tobias Bruns, der einen Schuss von Marvin Walz ins Tor abfälschte, noch das 1:2 erzielen (34.), dennoch gingen die Hauptstädter mit einer knappen Führung in die Pause.
Im letzten Drittel gingen den von Verletzungspech gebeutelten Gastgebern zusehends die Kräfte aus. Trotzdem nutzte Semjon Bär in der 52. Minute eine Überzahlsituation und traf zum Ausgleich. In einer turbulenten Schlussphase war das Glück schließlich auf Seiten der Gäste: Ein Befreiungsschlag der Gastgeber wurde von einer Kante in der Bande aufgehalten und von den Berlinern im Drittel gehalten. Nach zwei schnellen Pässen war die Hamburger Defensive und Kai Kristian geschlagen, Marvin Tepper traf zum entscheidenden 2:3.
„Ich könnte heulen. Da kämpfen wir uns nach einem 0:2-Rückstand wieder ins Spiel und verlieren das Ding dann trotzdem. Das ist uns jetzt schon so oft passiert. Die Jungs kriechen auf dem Zahnfleisch, da fehlt einfach die Kraft und dadurch auch die nötige Konzentration“, sagte Norman Martens, der Christoph Schubert als Kapitän ersetzte.
Am Sonntag tritt das Team die Reise nach Halle an. Die Saale Bulls verloren ihr Auswärtsspiel am Freitag gegen den Herner EV und mussten dadurch den siebten Platz abgeben. Das Hinspiel konnten die Crocodiles im Eisland Farmsen mit 2:1 für sich entscheiden.
Herner EV (OLN)
Herner EV – Saale Bulls Halle 3 : 2 (1:0,1:1,1:1)
Es war das erwartete spannende Duell zweier Teams, die um den noch offenen freien Platz in der Meisterrunde kämpfen. So war die Begegnung des Herner EV am Freitagabend am Gysenberg gegen die Saale Bulls aus Halle auch bis zur Schlussminute hart umkämpft. Dass der HEV dann mit 3:2 das bessere Ende für sich hatte lag zum einen am günstigen Spielverlauf mit drei schnellen Toren jeweils zu Beginn eines Drittels, so dass die Gäste aus Sachsen-Anhalt immer einem Rückstand hinterher laufen mussten. Zum anderen hatte das Team von Interimscoach Elmar Schmitz endlich auch einmal in wichtigen Phasen das Scheibenglück für sich. Das bestätigte auch der HEV Coach hinterher. Damit ist das Rennen um Platz sieben durch diesen enorm wichtigen Sieg wieder offen, denn zumindest nach diesem Spieltag liegen die Gysenberger in der Tabelle nun auf dieser Position, während die Saale Bulls mit einem Punkt dahinter rangieren. Entschieden ist damit aber noch lange nichts. Noch stehen vier Spiele an, so dass das Rennen wohl erst am letzten Spieltag am 28. Dezember 2017 besiegelt sein könnte.
Elmar Schmitz hatte die drei Reihen etwas umgestellt und mit Stürmer Dominik Luft einen sechsten Verteidiger aus dem Hut gezaubert. In die Sturmreihe mit Brad Snetsinger und Aaron McLeod baute er DNL-Förderlizenzspieler Darren Mieszkowski ein, dafür rückte Lois Spitzner in die dritte Reihe. Und diese Angriffsformation mit Sören Hauptig und Christian Nieberle verdiente sich hinterher nicht nur ein Sonderlob des Trainers, sie war auch für das 1:0 nach knapp fünf Minuten verantwortlich. Während die Gäste direkt nach dem Anpfiff zunächst etwas zielstrebiger wirkten, nahm der HEV nach der Führung im weiteren Verlauf immer mehr das Heft in die Hand. Weitere Chancen durch Marcus Marsall, Lois Spitzner und Aaron McLeod folgten so dass die Herner Führung nach zwanzig Minuten auch höher hätte ausfallen können.
Den zweiten Abschnitt begann der HEV in Überzahl, aber die Gäste hatten sofort eine große Chance zum Ausgleich. Die vereitelte Christian Wendler im Herner Gehäuse und im Gegenzug brauchte Brad Snetsinger am rechten Torpfosten stehend nur noch den Schläger hinzuhalten um einen guten Pass von Aaron McLeod zum 2:0 zu verwerten. Nun erhöhten die Gäste den Druck und die Partie wurde noch intensiver und umkämpfter. Als nach 30 Minuten eine Strafe gegen den HEV fast abgelaufen war kamen die Saale Bulls doch noch zum 2:1-Anschlusstreffer durch den ehemaligen HEV Verteidiger Jan Niklas Pietsch. Nun drückten die Gäste noch mehr auf den Ausgleich, wobei der HEV durchaus mit Konterchancen gefährlich blieb. Die größte Möglichkeit hatte Marcus Marsall in der 34. Minute, Kevin Beech im Tor der Saale Bulls rettete aber.
Auch im Schlussdrittel hatte der HEV wieder den besseren Start und sofort zwei gute Möglichkeiten. Die dritte Chance nutzte Kapitän Stephan Kreuzmann dann in der 44. Minute, als er von der linken Seite abzog und der Puck im Gästetor zum 3:1 einschlug. Fünf Minuten später hätten die Gysenberger bei einer einminütigen doppelten Überzahl alles klar machen können, aber gegen sehr aggressive Saale Bulls verpuffte diese Chance. Damit war klar dass den Zuschauern noch eine äußerst spannende Endphase bevor stand, zumal die Saale Bulls in der 51. Minute durch den ehemaligen NHL- und DEL-Spieler Nathan Robinson mit dem 3:2 zum erneuten Anschlusstreffer kamen. Aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hielt der HEV das Ergebnis fest. Daran änderte auch nichts mehr die Auszeit der Gäste und die kurzzeitige Herausnahme des Torhüters. Als die Gäste 43 Sekunden vor der Schlusssirene eine Strafzeit kassierten, da konnte man dann schon einmal durchschnaufen um nach dem Abpfiff sehr lautstark zu jubeln.
Am Sonntag steht nun um 18:30 Uhr die Auswärtspartie an der Wedau bei den Duisburger Füchsen auf dem Spielplan. „Wir haben dort nichts zu verlieren, da die Füchse Favorit sind. Aber die Mannschaft hat bisher so gut gearbeitet und sich als richtige Einheit präsentiert, so dass wir uns diesem nächsten Kampf stellen werden“ meinte Elmar Schmitz abschließend.
Lindau Islanders (OLS)
EV Lindau Islanders vor sechs Punkte Spiel in Weiden
Es bleibt weiter spannend und eng in der Oberliga Süd und gerade in den Duellen der direkten Konkurrenten liegt jede Menge Zündstoff. Das werden die EV Lindau Islanders am Sonntag am eigenen Leib erfahren, wenn sie um 18:30 Uhr beim Tabellennachbarn Blue Devils Weiden antreten.
Die Oberpfälzer befinden sich aktuell deutlich wieder im Aufwind, nachdem sie am vergangenen Wochenende die volle Punktausbeute erobern konnten. Herrschte zuvor nach neun Niederlagen in Folge noch Krisenstimmung, so ist jetzt bei den Devils wieder Zuversicht eingekehrt, unter die ersten acht zu kommen. Möglicherweise hat dazu die neunte Niederlage beigetragen, die der EVW just vor zwei Wochen in Lindau erlitten hatte. Dort war die Mannschaft zwei Drittel chancenlos, kämpfte sich aber ins Spiel zurück und hätte nach einem 0:4 Rückstand fast noch gepunktet. Die Islanders gewannen mit 5:3. Im darauf folgenden Spiel drehte das Team dann ein 0:2 gegen Miesbach um und siegte 8:4, danach folgte sogar ein 5:2 Derby- Sieg in Regensburg. Zuvor hatte der zu diesem Zeitpunkt umstrittene Trainer Milan Mazanec die Reihen umgestellt und seinem Team neues Leben eingehaucht. So fand Matt Abercrombie mit fünf Toren an jenem Wochenende zu alter Treffsicherheit zurück, auch Martin Heinisch traf nun in drei Spielen in Folge.
„Ich hoffe, dass es klar für uns ausgeht“, zeigt der Trainer dann auch gleich wieder einiges an Selbstvertrauen, während die Islanders auch mit einem knappen Ergebnis für sich zufrieden wären. „Weiden ist eine Mannschaft, der man nicht viel Platz im eigenen Drittel geben darf“, warnt Dustin Whitecotton wie schon vor dem letzten Spiel. Dies habe im Schlussdrittel genau das gezeigt, als die Islanders zu passiv wurden und Weiden die Räume und die Chancen nutzte.
Marschroute und Ausgangslage sind also klar in diesem Spiel mit Play- Off Charakter. Die drei Punkte, die am Sonntag verteilt werden, könnten am Ende doppelt zählen.
Passau Black Hawks (BYL)
Black Hawks zu Gast bei Altmeister Füssen - Schwere Auswärtspartie am Sonntag
Die Passau Black Hawks müssen am Sonntag den weiten Weg ins Allgäu zum Spiel gegen Altmeister EV Füssen antreten. Während die Eishockey Bayernliga am Freitag pausiert, kommt es am Sonntag für die Dreiflüsse Städter zu einem wichtigen Duell um Platz acht. Dabei treffen die Passau Black Hawks neben enormer Qualität auch auf viel Tradition. Der EV Füssen wurde 1922 als Eissportverein Füssen gegründet. Dieser war von den späten 1940er bis in die 1970er Jahre einer der dominierenden Eissportvereine in Deutschland. Der EV Füssen ist mit 16 deutschen Meisterschaften nach dem Berliner Schlittschuhclub der erfolgreichste deutsche Eishockeyverein. Nach Insolvenz wurde 2015 ein neuer Verein ebenfalls unter dem Namen Eissportverein Füssen gegründet.
Der Bayernliga Aufsteiger gilt als einer der großen Favoriten auf die vorderen Tabellenplätze. Klangvolle Namen befinden sich im Kader des EV Füssen. Dazu gehören der bereits 43 jährige Eric Nadeau und der 40 jährige Ron Newhook. Beide Spieler sind trotz ihres, für Sportler, fortgeschrittenen Alters absolute Leistungsträger und ganz vorne in der Team internen Scorerwertung zu finden. Klangvolle Namen welche die Passau Black Hawks nicht abschrecken. Die Habichte wollen den Erfolg aus der Vorrunde auch in Füssen wiederholen. Im Hinspiel gewannen die Passau Black Hawks vor über 1.000 Zuschauer in der Passauer EisArena mit 6:3. „Wir wollen auch in Füssen die Punkte holen! Selbstvertrauen ist nach dem Sieg gegen Erding definitiv da.“ so das Passauer Trainergespann.
Trotzdem müssen sich die Passau Black Hawks in einigen Bereichen enorm steigern. Zu wenig Konstanz zeigt die Mannschaft von Trainer Ivan Horak in den letzten Wochen. So wechselten sich überragende Spiele mit mehr als überschaubaren Spielen ab. Wichtige Punkte wurden im Kampf um Platz acht zum Teil liegen gelassen. „Wir uns alle einig: Um in Füssen zu gewinnen müssen wir über sechzig Minuten bei 100% Leistung liegen. Keine individuellen Fehler machen und keine unnötigen Strafen ziehen.“ so der Ausblick von Vorstand Christian Eder. Zurückgreifen können die Passau Black Hawks wieder auf Verteidiger Helmut Kößl. Der Routinier fehlte das letzte Wochenende und wird der Mannschaft in der Defensive mehr Stabilität verleihen.
Das nächste Heimspiel steht für die Passau Black Hawks dann am Freitag, 22. Dezember um 20 Uhr gegen die Buchloe Pirates an. Ein enorm wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Die Pirates stehen auf Platz 9 der Tabelle und können mit einem Sieg die Passau Black Hawks aus den Zwischenrundenplätzen „kegeln“. Die Mannschaft der Black Hawks baut daher wieder auf den grandiosen Rückhalt der Zuschauer in der Passauer EisArena. Dazu gibt es neben spannenden Aktionen in den Drittelpausen auch Lose im Zuge des 20 jährigen Vereinsjubiläums zu erstehen. Eine weitere Überraschung erwartet die Fans wenn die Mannschaft dann beim Einlauf die Eisfläche betritt. Es ist also angerichtet für einen spannenden Eishockey Showdown kurz vor Heilig Abend.
Die Passau Black Hawks empfehlen Tickets für das Spiel gegen Buchloe bereits im VVK zu erstehen. Karten gibt es beim Reisebüro Eichberger (Fuzo) und der Tankstelle Färber in Passau Maierhof. -czo
Forst Nature Boyz (BLL)
Spiel in 10 Minuten verschenkt - Nature Boyz unterliegen in Fürstenfeldbruck
Die Reise nach Fürstenfeldbruck am Freitag hat sich sportlich für die Nature Boyz nicht rentiert, denn sie kehrten mit einer 7:1 (0:0, 5:0, 2:1)-Niederlage zurück.
Die wieder stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Josef Bachmeier hat sich im ersten Spielabschnitt sehr konzentriert und lauffreudig gezeigt. Die Crusaders versuchten zwar, die Initiative in die Hand zu nehmen, doch das konzentrierte Agieren der Defensive und ein sehr gut spielender Mathias Zink ließen keine Treffer zu. Das Wetter im Freiluftstadion spielte mit, es war zwar kalt, aber nicht windig, Schnee oder Regen fielen ebenfalls nicht.
Mit den guten Vorsätzen ging es in den zweiten Spielabschnitt, die Vorgaben des Trainers, weiterhin so zu spielen, wie im ersten Durchgang, waren nach 44 Sekunden Makulatur, denn innerhalb von knapp 2 Minuten gingen die Gastgeber mit 2:0 in Führung. Frederik Hoffmann und Marc-Kevin Stroscher waren für ihre Farben erfolgreich. Die Nature Boyz erspielten sich die ein oder andere Chance, konnten die Scheibe aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Nach einem weiteren Doppelschlag der Crusaders in der 28. und 30. Spielminute brachte die 4:0-Führung. Yehor Vinnytskyi in Überzahl und Philipp Brunnenberg zeichneten sich für die Treffer verantwortlich. Die Angriffe liefen weiter auf das Forster Tor, jedoch ohne Erfolg. Die wenigen Chancen zur Ergebnisverbesserung konnten die Nature Boyz nicht nutzen, vielmehr sorgten die Gastgeber mit dem 5:0 durch wiederum Yehor Vinnytskyi für die Vorentscheidung.
Gnädig war dann im 3. Spieldrittel Torhüter Dennis Berger von den Bruckern, der einen harmlosen Schuß von Markus Schneider auf Zuspiel von Bastian Grundner zur 5:1-Ergebnisverbesserung ins eigene Tor beförderte. Dieser Treffer wirkte für die Gäste motivierend, denn sie versuchten nochmal, eine Ergebnisverbesserung zu erzielen. Manfred Guggemos mußte im letzten Drittel wegen einer Verletzung zusehen, wie sich sein Team um Ergebnisverbesserung bemühte. Die Angriffskombinationen liefen nicht zwingend, einige Einzelleistungen sorgten für etwas Gefahr. In der 53. Minute erhöhte Philipp Steidle auf 6:1, ehe in der 60. Minute Andreas Killian mit seinem Tor zum 7:1 den Schlußpunkt dieser fairen Partie setzte.
Bären Neuwied (RLW)
Ein Sieg auf der Achterbahn
Thomas von Euw stand auf, zog sich seine schwarze Jacke über und konnte eine Portion Neid gegenüber Carsten Billigmann nicht verbergen. „Im Vergleich zu uns habt ihr Luxusprobleme“, meinte der Trainer der Lauterbacher Luchse mit seiner ureigenen eidgenössischen Sprachfärbung zum Interimscoach des EHC „Die Bären“ 2016. Billigmann hatte in den Minuten zuvor im Vip-Raum des Neuwieder Icehouses gerade das vorletzte Regionalliga-Heimspiel der Neuwieder im Jahr 2017 gegen die Gäste aus dem Vogelsbergkreis mit lobenden, aber eben auch kritischen Worten Revue passieren lassen, und diese Reaktion des Schweizer Luchse-Coaches geerntet. Mit 5:4 setzten sich die Bären durch, verbesserten sich mit diesem Sieg vom fünften auf den dritten Tabellenplatz, aber da waren auch einige Phasen, in denen Bruder Leichtfuß das Spiel des EHC prägte – und das gefiel Billigmann überhaupt nicht. „Wir brauchen mehr Konstanz.“
Andreas Wichterich von der blauen Linie und Marco Herbel mit seinem langersehnten ersten Saisontreffer binnen 17 Sekunden sowie Tobias Etzel schossen die Hausherren im ersten Drittel auch in dieser Deutlichkeit verdient nach vorne. „Wir haben stark angefangen, und ich habe mich besonders für die dritte Reihe gefreut, dass sie Tor-Support für die ersten beiden Formationen, die zunächst nicht richtig ins Laufen kamen, leistete“, fasste der EHC-Manager und Übergangstrainer die ersten 20 Minuten zusammen. Genauso weitermachen, nicht nachlassen, die Konzentration hochhalten – so lautete die Devise, von der die Mannschaft jedoch abzurücken begann. Der Schlendrian kehrte bei den Neuwiedern ein. „Und wenn du nur Halbgas gibst, bekommst du in dieser Liga von jeder Mannschaft Tore eingeschenkt“, warnte Billigmann und behielt Recht. Benjamin Schulz (22.) und Lauterbachs Neuzugang Jan Hammerbauer (27.) verkürzten zum 2:3. Der EHC verlor seine Linie aus dem Visier und machte es sich schwieriger als es nötig gewesen wäre. Denn als Knut Apel in der 29. Minute Deion Müller per Bandencheck einen Cut an der Stirn zufügte und fünf Strafminuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, stand ein langes Neuwieder Powerplay im Raum, aber drei unnötige Hinausstellungen kehrten das Kräfteverhältnis ins Gegenteil um. Hammerbauer nutzte das 4:3-Powerplay zum Anschlusstreffer. Die Hessen hätten sogar ausgleichen können: Benjamin Schulz und Hammerbauer vergaben gute Gelegenheiten (34.).
Es waren Warnsignale für den EHC, die Zügel wieder anzuziehen, und sobald die Bären die Sinne schärften, fielen auch prompt die Tore. Moritz Schug (35.) und Sven Schlicht mit seinem dritten Scorerpunkt der Partie (36.) schafften erneut klarere Verhältnisse. „Ab der 30. Minute war es dann wieder attraktives Eishockey, das wir gezeigt haben. Da haben sich die Jungs wieder auf die Hinterbeine gesetzt“, beschrieb Billigmann, musste aber auch danach eine Fortsetzung der Achterbahn-Leistung mit Aufs und Abs mitansehen. Nach der zweiten Pause nahm sein Team erneut den Fuß vom Gaspedal und bekam vom Vorsprung zwei Happen abgeknappert. Daniel Schindler (51.) und Carsten Hohmann (60.) brachten Lauterbach auf 4:5 heran, jedoch zu spät, weil nach Hohmanns Treffer nur noch zehn Sekunden übrig blieben.
„Wir haben verdient verloren, weil wir denkbar schlecht ins Spiel hineinkamen und im ersten Drittel die klar schwächere Mannschaft waren“, meinte von Euw und ging zielstrebig in die Einzelkritik: „Die Wahrheit liegt beim Torwart und auf der Importstelle. Hier haben wir im direkten Vergleich nicht die vorhandene Qualität. Unser Marko Sakic ist zwar willig und bemüht, aber ich erwarte von einem Import, dass er den Unterschied ausmacht. Heute hätte er eins, zwei Tore machen und unsere Torhüter einfach den einen oder anderen Schuss mehr halten müssen. Das kostet Punkte.“
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