Newsticker

    
Juni 26
                          
Juni Iserlohn Seilersee
       
   
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  KURZNACHRICHTEN  

          
   
Luchse Lauterbach
(RLW)  Das Goalie-Duo der Luchse steht fest. Nach Benjamin Dirksen hat nun auch Benjamin Vavrena beim EC verlängert. Der 21-jährige Deutsch-Tscheche kam erst während der letzten Saison nach Lauterbach
  
Waldkraiburg Löwen
(BYL)  Routinier Jakub Revaj läuft weiter im EHC-Trikot auf. Der 30-Jährige kam letztes Jahr aus der zweithöchsten polnischen Liga zurück nach Deutschland und absolvierte für die Löwen 33 Partien (1 Assisst)
  
Kölner Haie
(DEL)  Torhüter Nico Wiens wechselt von den Selber Wölfen zum KEC. Ausserdem werden auch die beiden DNL-Cracks Tobin Brandt und Nikita Müller zum Aufgebot gehören. Zudem kehrt Meteu Späth in den Kade rzurück. Er sammelte zuletzt wertvolle Erfahrung in Nordamerika. Alle vier Spieler sollen auch mit Förderlizenzen ausgestattet werden
  
Beach Devils Timmendorf
(RLNO)  Das neue Goalie-Duo der Beach Devils steht fest. Aus der Bayernliga vom ESC Kempten wechselt der Oberliga-erfahrene Clemens Wiedemann an die Ostsee. Ausserdem wurde Veli-Matti Mäkinen verpflichtet. Der 30-jährige Finne spielte zuletzt in der zweithöchsten Liga seines Heimatlandes für Pyry Hockes
  
Harzer Falken 
(RLNO)  Verteidiger Luis Jäckle wechselt vom SC Riessersee nach Braunlage. Der 20-jährige gehörte in den vergangenen drei jahren zum Oberliga-Kader des SCR
  
Black Dragons Erfurt
(OLN)  Eigengewächs Joe Kiss, der vor zwei Jahren von den Hannover Indians zu den Thüringern zurückkehrte, wird weiterhin im Trikot der TecArt Black Dragons auflaufen. Der 26-Jährige konnte zuletzt in 46 Partien 10 Tore und 16 Assists erzielen
  
Adendorfer EC
(RLNO)  Angreifer Bastian Schirmacher wechselt vom Rivalen EC Harzer Falken zu den Heidschnucken. Im Braunalger Trikot konnte der 28-Jährige 21 Scorerpunkte in 29 Spielen beisteuern
  
Aibdogs Bad Aibling
(BLL)  Stürmertalent Kilian Leicher bleibt beim EHC. Der 19-Jährige wechselte während der letzten Saison aus dem Rosenheimer Nachwuchs zu den Aibdogs und brachte es in 17 Partien auf 18 Scorerpunkte
  
Türkheim Celtis
(BLL)  Stürmer Lucas Lerchner wird nach 13 Jahren den ESV Türkheim verlassen und den Gang in die Landesliga nciht mehr mit antreten. Der 30-Jährige wird den Celtics aber weiterhin verbunden bleiben
  
Dinslakener Kobras
(RLW)  Edmund Junemann, der mit DEL2- und Oberliga-Erfahrung letztes Jahr zum EVD kam, hat seine weitere Zusage gegeben. Der 22-jährige Stürmer konnte in 18 Spielen 5 Tore und 5 Assists im Schlangen-Trikot erzielen
 
Eisadler Dortmund
(RLW)  Verteidiger Robin Poberitz wird in sein sechstes Jahr für die Eisadler gehen. Der 24-jährige Verteidiger kam 2021 aus dem Iserlohner Nachwuchs nach Dortmund und hat sich inzwischen zu einer festen Größe in der HIntermannschaft entwickelt
 
Eispiraten Dorfen
(BYL)  Eigengewächs Maximilian Steiner geht weiter für den ESC aufs Eis. Der 24-jährige Allrouner gehört bereits seit 2019 zum Kader der 1.Mannschaft 
  
Wölfe Wörishofen
(BLL)  Torhüter Dominic Held hat als erster Spieler seine Zusage beim Landesliga-Aufsteiger gegeben. Der 22-Jährige kam vor zwei Jahren aus dem Nachwuchs des HC Landsberg zum EVW
  
Bezirksliga Bayern
(BBZL)  Der ERV Schweinfurt wird in der neuen Saison keine 1b-Mannschaft für den Spielbetrieb der Bezirksliga melden. Die Mighty Dogs versuchen für die Saison 27/28 wieder eine 1b melden zu können
  
Salzgitter Icefighters
(RLNO)  Aus dem eigenen 1b-Team rückt Verteidiger Felix Hiller in den kader der 1.Mannschaft auf. Der 27-Jährige wird damit erstmals höherklssig aktiv sein
  
Höchstadt Alligators
(OLS)  Stürmer Dennis Miller ist der nächste Neuzugang beim HEC. Der 26-Jährige verfügt über reichlich Zweitliga-Erfahrung und spielte auch schon in der DEL. Die letzte Saison begann er in der Oberliga bei den Erding Gladiators und wechselte dann zum Saisonende in die zweite Liga zu den Blue Devils Weiden
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 18.Dezember 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Regionalliga Ost und Landesliga Berlin.


Düsseldorfer EG  (DEL)
Bescherung schon am dritten Advent - DEG holt drei Punkte gegen die Adler
Wir alle kennen diese Eishockey-Magie. Wenn eine hart kämpfende Mannschaft alles gibt und die Stimmung auf den Rängen durch das Geschehen auf dem Eis so richtig entfacht wird. Genau das war beim 2:1 (1:1; 0:0; 1:0)-Sieg unserer DEG gegen die Adler Mannheim zu beobachten und spüren. 7.487 Zuschauer erlebten einen wirklich famosen dritten Eishockeyadvent. An der tollen Atmosphäre hatten auch über 1.000 per Sonderzug angereiste Mannheimer Fans ihren Anteil.


Tölzer Löwen  (DEL2)
Harter Kampf gegen den Meister
Mit einer Krawatte im Weihnachtsmuster stand Paul Gardner an der Bande
in der weeArena. Geschenke hatte sein Team am Sonntagabend allerdings
keine zu verteilen. Die Abgezocktheit des Topteams machte den
Unterschied. Die Hessen gewannen mit 5:3 (1:1, 2:2, 2:0) in Bad Tölz. 
Die Buam hielten lange dagegen. "Es war ein harter Kampf über 60
Minuten. Wir haben das so erwartet. Bad Tölz hat uns einen harten Kampf
in unserem Stadion geliefert, es war also keine Überraschung", sagte
Gardner nach der Partie. Schon nach neun Minuten gingen die Tölzer in
eigener Überzahl in Führung. Goldhelm Philipp Schlager erzielte den
ersten Treffer - er lenkte den Puck kurz vor dem Goalie noch
entscheidend ab. Frankfurt glich acht Minuten später in eigener Überzahl
aus, es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams zeigten
ihre Offensivstärken und brachten im Mitteldrittel die Scheibe jeweils
zweimal hinter die gegnerischen Torhüter. Eric Valentin und C.J. Stretch
trafen zweimal zur Frankfurt Führung. Marcel Rodman, erneut im
Powerplay, und Florian Strobl per Fastbreak konnten das Ergebnis
ausgeglichen gestalten. "Ich war mit der Art und Weise, zumindest mit
dem Einsatz zufrieden. Die Passqualität war nicht unbedingt optimal, da
merkt man den Unterschied", analysierte Rick Boehm. 
Eben nach jenem präzisen Passspiel der Frankfurter Löwen fiel der
entscheidende Treffer der Partie. Patrick Jarrett drückte den Puck am
Ende über die Linie. Zuvor konnte der Tölzer Goalie Andreas Mechel nur
abprallen lassen. Bad Tölz drückte nun auf den Ausgleich und war mehrere
Male nah dran. "Hannibal hat im letzten Drittel ein paar große Paraden
für uns gemacht", so Gardner. Frankfurts Torhüter Hannibal Weitzmann
rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Chris St. Jacques und gleich
zweimal Klaus Kathan scheiterten aber an starken Paraden des
22-jährigen. "Wir hatten die Torchancen im letzten Drittel, haben sie
aber letztendlich nicht genutzt. Ich kann die Jungs, was den Charakter
betrifft, nur loben. Sie geben alles. Schade, dass sie heute nicht
belohnt wurden", sagte Rick Boehm. Auch Paul Gardner sah gute Seiten des
Tölzer Spiels: "Sie sind ein gutes Team und sie sind jedes Mal als ich
sie gesehen habe immer besser geworden." Dass die Punkte am Ende doch
mit nach Hessen genommen wurden lag auch am Empty-Net-Goal von Lucas
Dumont. Der Stürmer luchste Andreas Schwarz die Scheibe ab und bugsierte
sie zum 5:3-Endstand ins leere Tor. 
Zumindest vorerst behalten die Tölzer Löwen den gewohnten Spielrythmus
bei. Am Freitag steht das große Derby beim SC Riessersee an, bevor es
erst am zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Heimspiel gegen Bad Nauheim
weitergeht.


Eispiraten Crimmitschau  (DEL2)
3:8! Eispiraten mit Auswärtsschlappe in Heilbronn - Westsachsen müssen bittere Niederlage hinnehmen
Die Eispiraten Crimmitschau haben eine bittere 3:8-Auswärtsniederlage gegen die Heilbronner Falken hinnehmen müssen. Vor rund 1.100 Zuschauern in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena konnten die Westsachsen durch Robbie Czarnik und Christoph Kabitzky einen 0:2-Rückstand im ersten Durchgang noch ausgleichen, danach waren es aber die Hausherren, die das Spiel und das Ergebnis aus ihrer Sicht deutlich positiv gestalten konnten. Am Freitag steht für die Eispiraten das nächste Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars (22. Dezember - 20:00 Uhr) an. Tickets gibt es unter eispiraten-crimmitschau.de.
Schon in der Anfangsminute gelang es den Gastgebern, mit 0:1 in Führung zu gehen. Stephan Kronthaler (1.) hieß der Torschütze. Und auch das nächste Tor erzielten die Falken. Justin Kirsch traf nach zehn Minuten in numerischer Überzahl zum 0:2. Den Eispiraten gelang kurz vor dem Drittelende jedoch der Ausgleich: Zunächst konnte Robbie Czarnik im Powerplay auf 1:2 verkürzen (17.), nur eine Minute später gelang Christoph Kabitzky der Treffer zum 2:2 (18.).
Im Mittelabschnitt hatten die Westsachsen zunächst Pech, als sowohl Jordan Knackstedt als auch Robbie Czarnik ihre guten Chancen nicht nutzen konnte. Auf der Gegenseite fiel dann ein kurioses Gegentor. Brett Kilar versuchte vor zwei Falken zu klären, schoss dabei allerdings Marcus Götz an, welcher dann nur wenig Mühe hatte, den Puck im leeren Tor der Crimmitschauer unterzubringen - 2:3 (22.). Und die Eispiraten mussten im zweiten Drittel einen weiteren Rückschlag in Kauf nehmen. Kyle Helms bugsierte die Scheibe zum 2:4 aus Sicht der Pleißestädter ins Tor (35.).
Die Falken spielten nun clever und wussten die Fehler der Collins-Truppe auch eiskalt zu nutzen. So trafen Dennis Palka und Jonas Schlenker zum 5:2 (42.) und 6:2 (50.), ehe Christoph Kabitzky sein Team noch einmal ins Spiel brachte. Er traf nach 51 Minuten zum 6:3. Doch die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Richard Gelke und Brandon Alderson sorgten mit ihren beiden Toren zum 7:3 (53.) und 8:3 (60.) für das hohe Endergebnis, welches sinnbildlich für einen mehr als gebrauchten Abend stand.


Dresdner Eislöwen  (DEL2)
Eislöwen unterliegen Kaufbeuren
Die Dresden Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den ESV Kaufbeuren mit 0:4 (0:2; 0:1; 0:1) verloren. Vor 2128 Zuschauern brachte Charlie Sarault den Gast aus Bayern in Führung (17.), ehe nur wenig später Tim Wohlgemuth den zweiten ESVK-Treffer nachlegte (18.). Max Schmidle erhöhte den Spielstand im zweiten Drittel (39.) in Überzahl. Im Schlussabschnitt sorgte Sarault mit dem 0:4 für die Vorentscheidung (50.).  
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Der ESVK ist sehr stark ins Spiel gekommen, hat gutes Forechecking betrieben. Wir hatten auch unsere Chancen, speziell im zweiten Drittel. Aber wenn man kein Tor erzielt, kann man kein Spiel gewinnen. Die ersten Treffer waren kapitale Fehler unsererseits, Kaufbeuren hat die Geschenke dankend angenommen. Ich bin enttäuscht von der Leistung einiger Spieler. Man kann Spiele verlieren, aber immer unter der Maßgabe, dass der Fokus auf dem Eishockeysport liegt.“
ESVK-Coach Andreas Brockmann: „Es war ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir sind gut gestartet, haben uns die Führung verdient. Im zweiten Abschnitt waren wir etwas zu passiv, wollten das Ergebnis verwalten. Im letzten Drittel haben wir sehr diszipliniert agiert. Wir freuen uns über den Sieg und diese starke Mannschaftsleistung.“
Das nächste Spiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 22. Dezember um 19.30 Uhr bei den Löwen Frankfurt.


Kassel Huskies  (DEL2)
2:4 - Huskies im Gipfeltreffen unterlegen
Am 27. DEL2-Spieltag waren die Kassel Huskies als Tabellenzweiter beim Spitzenreiter, den
Bietigheim Steelers, zu Gast. Beide Teams liefen jedoch nicht in Bestbesetzung auf. Während die
Steelers auf Dominic Auger, Norman Hauner und Justin Kelly verzichten mussten, traten die
Huskies ohne Mirko Pantkowski, Manuel Klinge, Thomas Merl, Toni Ritter und Patrick Klöpper an.
Die Huskies erwischten den besseren Start ins Spiel und gingen mit ihrer zweiten Tormöglichkeit
in Führung. Nach 100 Sekunden verpasste Little per Schlagschuss nach Lambachers
Rückhandpass noch den Torerfolg, vier Minuten später war Steelers-Schlussmann Martinovic aber
erstmals geschlagen. Stefan Della Rovere wühlte den Puck zum 0:1 über die Linie. Auch in der
Folge hatte Kassel mehr vom Spiel. Die Latte verhinderte Della Roveres zweiten Torerfolg nach
acht Minuten, Lambacher per Rebound und Carciola mit einem Schlagschuss prüften außerdem
Martinovic.
Im zweiten Teil des ersten Drittels mussten die Schlittenhunde aber aufgrund eigener
Undiszipliniertheiten gefühlt durchgängig in Unterzahl ran. In dieser Phase rückte Markus Keller
vermehrt in den Fokus, vereitelte aber Topchancen gegen Steingroß, McNeely, Brown und
Borzecki und sicherte so die knappe Führung nach dem ersten Drittel.
Wie schon im ersten Abschnitt gehörte den Schlittenhunden auch der Beginn des zweiten Drittels,
jedoch ließen sie zahlreiche Topmöglichkeiten auf das 0:2 liegen. Heinrich verpasste per Rebound
den Treffer, Kuchejda verfehlte in Überzahl nach schönem Pimm-Querpass das halbleere Tor,
Stefan Della Rovere und Michael Christ vergaben dazu Alleingänge. Auch durch einen von
Lambacher abgefälschten Schlenzer ließ Sinisa Martinovic sich nicht überwinden.
Nach einer halben Stunde bestrafte der Tabellenführer die nachlässige Chancenverwertung der
Huskies eiskalt. Ein Steingroß-Schlenzer von der blauen Linie ging an Freund und Feind vorbei
zum 1:1 ins Tor.
Nun waren es die Steelers, die näher am zweiten Treffer dran waren, Keller parierte jedoch gegen den freistehenden Zientek, Preibischs Schlenzer strich kurz darauf am Gehäuse vorbei. Anschließend fanden die Huskies wieder den Vorwärtsgang, Koziol brachte den Puck aus glänzender Position aber nicht am starken Martinovic vorbei. Als Kassel wenige Sekunden später in Überzahl ran durfte, gab es die nächste Möglichkeit auf den Torerfolg – diesen feierten allerdings die Gastgeber. McNeely erlief einen scharfen Pass aus der Rundung, lief frei auf Markus Keller zu und netzte zum 2:1 ein. Zwar zeigten sich die Huskies danach nur kurz geschockt, dennoch ließen sie weitere Möglichkeiten in Person von Pimm und Little liegen. Trotz Chancenplus ging Kassel mit einem knappen Rückstand in den Schlussabschnitt, nutzten in der 42. Spielminute aber ihre erste Möglichkeit zum Ausgleich. Ein Rogl-Schlagschuss sprang von der hinteren Bande vors Tor, Alex Lambacher schob aus kurzer Distanz zum 2:2 ein. Die Gastgeber hatten jedoch schnell die passende Antwort parat. Zunächst parierte Keller im eins gegen eins gegen Preibisch glänzend und entschärfte auch McNeelys Versuch aus kurzer Distanz, wenig später startete McNeely jedoch über links durch, ließ einen Kasseler aussteigen und traf trocken zum 3:2.
Nun war der Tabellenführer drauf und dran, den Sack vorzeitig zuzumachen, Keller verhinderte aber McNeelys Hattrick und hatte Glück, dass McKnight in Überzahl das leere Tor verfehlte. Trotz schwerer werdenden Beinen und dem intensiven Dresden-Spiel in den Knochen zeigten sich die Huskies gegen ausgeruhte Steelers in konditionell guter Verfassung, denn Möglichkeiten auf den erneuten Ausgleich gab es auch in der Schlussphase. McGrath traf in der 51. Minute nur den Pfosten, Carciolas Abschluss eine gute Minute später kam zu zentral auf Martinovic. Fünf Minuten vor Schluss verpasste Jens Meilleur den dritten Treffer, als er ein Pimm-Zuspiel nicht mehr aufs Tor brachte. Dreieinhalb Minuten vor Ende der Partie schien dann aber die Vorentscheidung gefallen zu sein. Alex Heinrich wurde aufgrund hohem Stock mit Verletzungsfolge mit 2+2 Minuten auf die Strafbank geschickt, so dass die Huskies bis zur Schlusssirene in Unterzahl ranmussten.
Cheftrainer Rico Rossi reagierte jedoch und setzte Adriano Carciola für Michael Christ in die Unterzahlformation neben Lukas Koziol, um mehr Offensive zu erzeugen. Dies gelang auch, in der Schlussminute setzten sich die Schlittenhunde mit fünftem Feldspieler tatsächlich nochmal in der Defensivzone der Gastgeber fest. Die Abschlüsse von Little, Wisniewski und Carciola fanden allerdings nicht mehr den Weg ins Tor, stattdessen enteilte Alexander Preibisch Mike Little in den Schlusssekunden und wurde von diesem nur per Foul gestoppt. „Technisches Tor“ zum 4:2-Endstand lautete das Urteil der Hauptschiedsrichter. Die Kassel Huskies zeigten zwar eine starke Leistung beim zuhause ungeschlagenen Spitzenreiter, verpassten es aufgrund nachlässiger Chancenverwertung im ersten Teil des Spiels jedoch, eine höhere Führung herauszuschießen und mussten letztlich die Heimreise ohne Punkte antreten.


Kaufbeuren Buron Joker  (DEL2)
Auswärtssieg beim Tabellenvierten / ESVK gewinnt nach starker Leistung mit 4:0 in Dresden - Stefan Vajs mit Shutout
Der ESVK kam von Beginn an gut in das Spiel und hatte nach wenigen Minuten durch Max Schmidle, nach einem feinen Zuspiel von Max Schäffler, die erste große Torchance zu verzeichnen. Die Joker setzten die Eislöwen mit einem guten Forechecking immer wieder unter Druck und unterbindeten somit auch oftmals einen gezielten Spielaufbau der Dresdner. Die beste Chance des gesamten ersten Drittels für die Hausherren vergab nach gut sieben Minuten Goldhelm Alexander Hoeller, der frei im Slot von hinter dem Tor angespielt wurde und dabei nur die Torlatte des ESVK Gehäuses traf. Danach hatten die Kaufbeurer zwei Unterzahlsituationen zu überstehen. Welche beide Male sehr gut verteidigt wurden und die Joker damit ohne Gegentreffer blieben. Die nächste richtig gute Einschussmöglichkeit hatte dann erneut Max Schmidle, der alleine vor Marco Eisenhut an dessen Stockhand scheiterte. In der 17. Spielminute gingen die Allgäuer dann mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Zuerst spielte Sami Blomqvist Charlie Sarault frei und dieser überwand Marco Eisenhut mit einem platzierten Schuss in den Winkel zum 0:1. Nur 13 Sekunden später nutze Tim Wohlgemuth einen Scheibenverlust der Eislöwen Hintermannschaft eiskalt zum zweiten Kaufbeurer Treffer aus. Kurz vor der ersten Pausensirene zielte Steven Billich nach einer schönen Kombination aus dem Slot heraus etwas zu genau und die Scheibe strich hauchzart am Kreuzeck vorbei und somit ging es mit einem Spielstand von 0:2 für beide Teams in die Kabinen.
Im zweiten Drittel erarbeiteten sich die Eislöwen mehr Spielanteile und dadurch auch mehr Torabschlüsse. Die beiden besten Chancen auf den Anschlusstreffer für die Dresdner hatte wohl jeweils der Auffällige Matt Siddall. Der jedoch im ersten Versuch knapp aus Spitzenwinkel und beim zweiten an der Beinschiene von Stefan Vajs scheiterte. Der Kaufbeurer Schlussmann hatte weitaus mehr zu tun wie die ersten 20 Minuten und blieb dabei aber stets Herr der Lage und lies zusammen mit seiner vielbeinigen Abwehr, auch in einer weiteren Unterzahlsituation weiter keinen Gegentreffer zu. Die Kaufbeurer nutzen ihrerseits ihr erstes Powerplay in der 39. Spielminute zum 0:3. Über eine Kombination über Charlie Sarault und Sami Blomqvist wurde Max Schmidle im Slot freigespielt und dieser schob die Scheibe gekonnt gegen den machtlosen Marco Eisenhut zum dritten Treffer für seine Mannschaft in die Maschen des Eislöwen Tores.
Der Schlussabschnitt begann für die Joker noch in Unterzahl. Sami Blomqvist saß noch wegen einer Strafe aus dem zweiten Drittel für gut 90 Sekunden auf der Strafbank. Doch auch dieses Unterzahlspiel überstanden die Allgäuer schadlos. Die Rotgelben liesen die Sachsen weiter nicht wirklich zur Entfaltung kommen und lauerten dabei stets auf Fehler Dresdner. Einen solchen nutze in der 50. Spielminute Charlie Sarault mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. Nach dem Marius Garten an der Kaufbeurer blauen Linie die Scheibe verlor, schickte Joker Goldhelm Sami Blomqvist Charlie Sarault mit einem Pass auf die Reise und dieser schob völlig frei vor Eislöwen Torhüter Marco Eisenhhut den Puck elegant zum 0:4 durch die Beine. Der Tabellenvierte agierte nun zunehmend frustrierter, was sich kurz vor dem Ende in einem Faustkampf zwischen Max Schäffler und Matt Siddall sowie weiteren Strafen gegen die Eislöwen bemerkbar machte. Der ESVK spielte aber weiter konzentriert sein Spiel und konnte somit auch völlig verdient drei Punkte aus der Elbflorenz entführen. Dazu konnte Stefan Vajs bereits seinen vierten Shutout in der laufenden Saison feiern.


Ravensburg Towerstars  (DEL2)
Viele Chancen für mehr als nur einen Punkt
Die Ravensburg Towerstars mussten sich wie schon am Freitag in Garmisch-Partenkirchen auch in eigener Halle mit nur einem Punkt zufrieden geben. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger unterlag dem EC Bad Nauheim trotz 3:0 Vorsprung nach 29 Minuten am Ende mit 3:4 nach Penaltyschießen.
Beide Mannschaften hatten mit diversen Ausfällen zu kämpfen, dennoch sahen die rund 2400 Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle eine abwechslungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Allerdings dauerte es bis zur 19. Minute, ehe eine Scheibe den Weg über die Torlinie fand. Daniel Schwamberger schlenzte nach schöner Vorarbeit von Brian Roloff unhaltbar zum 1:0 ein. Auf der Gegenseite wartete kurz vor der Pausensirene dann Jimmy Hertel mit einer guten Reaktion auf, als er bei einem 3-2 Konter einen Schuss des früheren Ravensburger Stürmers Radek Krestan an den Außenpfosten lenkte. Im zweiten Spielabschnitt brachten die Towerstars noch mehr Tempo ins Spiel und die Defensive der Gäste wurde jetzt effektiver geknackt. Der Erfolg ließ nicht allzu lange auf sich warten. David Zucker schlenzte die Scheibe nach einem Break in der 26. Minute zum 2:0 flach ins linke Eck. Wenige Sekunden zuvor waren die Towerstars nach einer Strafzeit wieder komplettiert und der von der Strafbank kommende Sören Sturm leitete den Pass aus dem eigenen Drittel weiter.
Drei Minuten später waren die Towerstars selbst in Überzahl und sie ließen die Scheibe erfolgreich laufen. Lukas Slavetinsky fungierte in zentraler Position als präziser Passgeber für Arturs Kruminsch, der die Führung mit einer Direktabnahme auf 3:0 ausbaute.
Nicht optimal verliefen allerdings die Minuten danach. Alle drei Ravensburger Sturmreihen hatten Riesenmöglichkeiten auf den vierten Treffer, stattdessen verkürzte Bad Nauheim in der 34. Minute auf 1:3. Der Treffer wurde zum Schlüsselmoment, denn die Towerstars gerieten nur zwei Minuten später erneut in Bedrängnis. Gerade waren sie dabei, sich nach einem Konter in der eigenen Zone wieder zu sortieren, da lenkte Mike McNamee das Spielgerät zum 3:2 über die Linie.
Im Schlussabschnitt investierten beide Teams enorm viel und phasenweise erinnerte das Hin und Her fast schon an ein Play-off Spiel. Vor beiden Goalies spielten sich teils dramatische Szenen ab, einen Tick häufiger vor dem Tor des EC Bad Nauheim. Mathieu Pompei und David Zucker hatten bei ihren Möglichkeiten quasi das leere Tor vor Augen, doch irgendwie brachte Torhüter Felix Bick doch noch einen Ausrüstungsgegenstand auf die Torlinie.
Mehr Glück hatte Bad Nauheim in der 55. Minute. Die Towerstars verloren die Scheibe auf Höhe der eigenen blauen Linie und erneut war es Niederberger, dessen Schuss den Weg durch die Schoner von Jimmy Hertel fand. Kilian Keller versuchte die Scheibe zu blocken, verdeckte damit seinem Torhüter aber die Sicht.
Für die Towerstars gab es eineinhalb Minuten später aber die gute Möglichkeit, erneut für die Führung zu sorgen. Beim Versuch zu klären schlenzte Bad Nauheims Daniel Ketter den Puck über die Glasumrandung, die Towerstars konnten Powerplay spielen. Doch die zwei Minuten Strafzeit verstrichen ohne Torerfolg und es blieb beim Unentschieden auch bis zur Schlusssirene.
Spannender hätte die Overtime wohl kaum sein können, auch hier boten beide Teams eine Vielzahl an nervenaufreibenden Szenen vor dem gegnerischen Tor. Die Towerstars hatten zweimal bei 2-1 Situationen die Entscheidung auf dem Schläger, doch der finale Pass versprang. So musste das Penaltyschießen entscheiden, das Robin Just aus Ravensburger Sicht schon einmal vielversprechend startete. Es sollte allerdings der einzige erfolgreiche Anlauf gewesen sein und so sicherten sich die Gäste mit ihren zwei kompromisslos verwandelten Penaltys den Zusatzpunkt.


SC Riessersee  (DEL2)
SCR feiert vierten Sieg in Folge - Weiß-Blaue gewinnen verdient 4:1 in Bayreuth
Der SC Riessersee holte heute den vierten Erfolg in Folge und ist für das Oberlandderby am kommenden Freitag gegen die Tölzer Löwen bestens gerüstet. „Wir freuen uns alle auf das großartige Derby am 22.12. Und alle heißt: Fans, Spieler und Verantwortliche. Die Jungs sind heiß, die Fans sind heiß. Das wird ein großartiges Erlebnis, ein Spektakel und eine wahnsinnige Stimmung. Wir zeigen Tölz wie ein richtiges Derby läuft.“ so Tim Regan.
Die Garmisch-Partenkirchner konnten in Bayreuth, seit deren Aufstieg im Jahr 2016, keinen einzigen Sieg feiern. Jede Serie hat ein Ende und der SC Riessersee gewann heute hoch verdient mit 4:1 bei den Tigers. Die Weiß-Blauen konnten früh durch Jared Gomes in Führung gehen, aber Bayreuth suchte seine Chancen und fanden in Kevin Reich an diesem Abend meistens ihren Meister. Lediglich während der diskussionswürdigen Spieldauerstrafe gegen Tim Richter konnten die Gastgeber Kevin Reich überwinden. „Kevin hat sehr gut gespielt und uns im zweiten Drittel im Spiel gehalten, wir haben einfach zu kompliziert gespielt und Bayreuth zum Kontern eingeladen“ so erneut Tim Regan.
Im Schlussabschnitt agierte der SC Riessersee taktisch clever und es gab nur eine Richtung – nämlich in Richtung des Bayreuther Gehäuses von Tomas Vosvrda. Das zweite Tor für die Werdenfelser war dann nur eine Frage der Zeit. Richie Mueller netzte in der 52.Minute zum 2:1 ein und vier Minuten später war der Goldhelm des SCR zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Lubor Dibelka mit einem satten Schuss von der blauen Linie knapp zwei Minuten vor dem Ende.
Kommenden Freitag, den 22.Dezember 2017 findet das 236. Oberlandderby zwischen dem SCR und den Tölzer Löwen statt. Tickets gibt es von Montag bis Donnerstag zwischen 11 und 15 Uhr im Büro des SC Riessersee und zusätzlich am Mittwoch (20.12.) und Donnerstag jeweils von 17-20 Uhr an der Kasse des OEZ. Am Spieltag beginnt der Vorverkauf bereits um 10 Uhr vormittags bis zum Spielbeginn. Der Kartenvorverkauf der Blue Bavarians Murnau in Penzberg bei "Die Bayerische" findet auch noch in der kommenden Woche statt. Der Fanshop öffnet extra vor dem Derby bereits um 14 Uhr.


Memmingen Indians  (OLS)
Erste Derby-Niederlage für die Indians
Im vierten Derby der Saison haben die Indians aus Memmingen die erste Niederlage gegen den ERC Sonthofen hinnehmen müssen. Im Oberallgäu unterlagen die Rot-Weißen mit 5:3. Die Tore für die Indians erzielten Daniel Huhn, Antti Miettinen und Patrik Beck. Weiter geht es am Hühnerberg dann mit einem echten Highlight, dem Spiel der Herzen gegen die Selber Wölfe.
Dreimal waren die Indians in dieser Saison als Sieger aus dem großen Derby hervorgegangen. Dementsprechend motiviert gingen die Gastgeber aus dem Oberallgäu zu Werke. Bereits nach rund zehn Sekunden musste Florian Neumann das erste Mal hinter sich greifen. Doch die Indians kamen zurück. Daniel Huhn zog einmal ums Tor und schob den Puck dem verdutzten Glatzel durch die Beine. In der Folge die Sonthofner wieder das bessere Team. Durch zu schwaches Abwehrverhalten wurden die Bulls förmlich zum Torschuss aufgefordert. Das nutzten sie durch Just und Nijenhuis noch zweimal vor der ersten Sirene aus.
Im Mittelabschnitt folgten dann erste Strafminuten gegen die Indians. Doch diese ließen sich davon nicht beirren. Sage und schreibe zwei Unterzahltore durch Beck und Miettinen innerhalb von zwei Minuten versetzten den gut gefüllten Memminger Gästeblock in Ekstase und zwangen Bulls-Trainer Heiko Vogler zu einer Auszeit. Leider zeigte diese dann auch Wirkung: Die Indians, die aufgrund der häufigen Strafzeiten und des kleinen Kaders, nun Kräfte gelassen hatten bekamen noch zwei Gegentreffer, das 5:3 kurz vor der Pausensirene war wohl ein Knackpunkt in der Partie.
Die Indians, die am heutigen Tag erneut auf Benda, Haluza, Kouba, die Förderlizenzspieler und den seit Freitag verletzten Schirrmacher verzichten mussten, machten noch einmal Druck auf das Sonthofner Gehäuse. Sehr viele, teils fragwürdige Strafzeiten, und ein Offensivspiel, das am Ende nicht mehr zwingend genug war, verhinderten eine Aufholjagd. Auch als der seit dem zweiten Drittel aktive Joey Vollmer sein Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers räumte, passierte nichts mehr. Die Indians unterlagen den Hausherren zum ersten Mal in dieser Spielzeit und müssen nun hart kämpfen, um weiter Chancen auf den 8. Platz wahren zu können.
Die nächste Möglichkeit bietet sich bereits am Freitag. Zwei tage vor Heiligabend empfangen die Memminger dann den VER Selb am Hühnerberg. Hier wird auch zum zweiten Mal das „Spiel der Herzen“ ausgetragen, wo alle Zuschauer Blinkeherzen für einen guten Zweck erwerben können. Sämtliche Einnahmen gehen in diesem Jahr an die „Kartei der Not“.


Selber Wölfe  (OLS)
Eisschaden bedeutet Spielabbruch
Keinen Sieger gab es am 23. Spieltag in der Oberliga Süd in der Begegnung der Selber Wölfe gegen die Waldkraiburger Löwen. Nach einem, nach Ansicht von Hauptschiedsrichter Westhaus irreparablen Eisschaden auf Höhe des Mittelkreises, wurde die Partie in der 35. Minute abgebrochen.
Zuerst versuchten die Eismeister noch intensiv den aufgetretenen Schaden – die Gummierung einer Werbeaufschrift trat an einer dünnen Stelle des Eises durch - zu beheben. Trotz vorgezogener Drittelpause - es waren noch 4:53 im Mitteldrittel auf der Stadionuhr - und weiteren „Eisreparaturen“ entschied sich der Unparteiische – zur Überraschung zahlreicher Spieler auf dem Eis – das Spiel nicht mehr neu anzupfeifen.
Um 20:14 Uhr brach Hauptschiedsrichter Westhaus offiziell die Partie beim Spielstand von 3:1 für unsere Wölfe ab.
Wie geht es nun weiter? Wie wird die Partie gewertet? Kommt es zu einem Wiederholungs- bzw. Nachholspiel? All diese Fragen blieben unmittelbar nach dem Spiel und auch auf der durchgeführten Pressekonferenz offen. So sehr unsere Wölfe natürlich auf ein Wiederholungsspiel hoffen, liegt diese
Entscheidung nun beim Deutschen Eishockeybund.
Alle Zuschauer des heutigen Spieles werden in diesem Zusammenhang gebeten, die heutigen Eintrittskarten bis zu einer Entscheidung des DEB´s aufzuheben.


Sonthofen Bulls  (OLS)
ERC Sonthofen besiegt Memmingen 5:3 - Erster Oberliga-Derbygewinn für die Bulls
„Endlich“, das dürften so ziemlich alle Fans aus dem Oberallgäu gedacht haben: Der ERC Sonthofen gewinnt das Allgäu-Derby am Sonntagabend gegen den ECDC Memmingen mit 5:3 Toren. Damit gelang den Bulls vor 1.315 Zuschauern der erste Derbygewinn in der Eishockey-Oberliga gegen die Maustädter. Geschenkt haben sich beide Teams nichts, insgesamt gab es 19 Strafzeiten, darunter je zwei Bankstrafen zu verzeichnen.
Das Spiel hatte schon verheißungsvoll begonnen. Nach acht Sekunden traf Maximilian Hadraschek zum 1:0 für die Gastgeber, Sternheimer und Sill hatten die frühe Führung vorbereitet. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange, denn in der dritten Spielminute schoss Memmingens Kapitän Daniel Huhn den Ausgleich. Die Bulls zu diesem Zeitpunkt jedoch aktiver und so konnte Sonthofen die Führung durch den neuen Kontingentspieler Kyle Just, nach Vorlage von Ralf Rinke und Chris Stanley, auf 2:1 wiederherstellen. Dann die 16. Minute: Kyle Just und Chris Stanley spielten auf Verteidiger Noah Nijenhuis an der blauen Linie zurück, der holte aus und traf mit einem regelrechten Strich zum 3:1 für die Bulls - Das war auch der Endstand nach dem ersten Drittel.
Wer dachte, jetzt geht es mit einem Spaziergang für den ERC weiter, der hatte sich getäuscht. Memmingens 14-Mann-Truppe gab plötzlich den Ton an und kam in der 24. Minute verdientermaßen erst zum 3:2 durch Beck heran und schaffte schlussendlich sogar noch den Ausgleich zum 3:3 nur zwei Minuten später durch Miettinen. Sonthofens Trainer Heiko Vogler hatte genug gesehen, denn beide Treffer von Memminger Seite geschahen in Sonthofer Überzahl. Er nahm eine Auszeit und appellierte lautstark an sein Team und jeden einzelnen Spieler ab sofort hundertprozentige Leistung zu geben - „Nicht mehr und nicht weniger“, hatte er eingefordert. Und plötzlich stand wieder ein hochkonzentrierter ERC auf dem Eis, Memmingen machte keinen Stich mehr. Marco Sternheimer kam in der 27. Minute vor das gegnerische Tor, hakte nach und traf - Allerdings hatte der Schiedsrichter schon zuvor abgepfiffen. Zudem gab es eine Strafe wegen Stockschlags gegen Sonthofens Nr. 6, Sternheimer konnte es nicht fassen. Doch der ERC legte nach: Daniel Rau mit dem wohl spielentscheidenden Tor zum 4:3 in der 33. Minute. In der 39. Minute Querpass von Kyle Just zum freistehenden Chris Stanley in der Mitte, der bewegte sich noch etwas auf den Memminger Kasten zu und schloss zum 5:3 ab.
Im letzten Spielabschnitt viel hin und her, Memmingen versuchte noch durch ein Herausnehmen des Torhüters zum Anschlusstreffer zu kommen, schwächte sich aber durch Strafzeiten immer wieder selbst. Ein verdienter Sieg im Allgäu-Derby gegen Memmingen für die Bulls und dazu noch Punkte für eine Playoff-Platzierung gutgemacht. Doch schon am Freitag kommt der nächste direkte Konkurrent um die Zähler und den achten Tabellenplatz ins Eisstadion an die Hindelanger Straße. Um 20 Uhr hat der ERC Sonthofen dann die Blue Devils Weiden zu Gast.


Wohnbau Moskitos Essen  (OLN)
Der nächste Coup der Moskitos
In der Eissporthalle am Pferdeturm entwickelte sich für die dezimierten Wohnbau Moskitos, die ohne Babic, Deske, Pelletier und Lascheit ein intensives Spiel. Beide Mannschaften suchten den Weg zum Tor, die Indianer gingen dabei manches Mal ein wenig rustikal zur Sache. So musste Marcel Pfänder kurzzeitig in der Kabine behandelt werden. Schrecksekunde auch bei Dominik Ochmann und Christian Schmidt, Ochmann bekam einen Puck ins Gesicht, Schmidt wurde recht heftig in die Bande gecheckt, beide konnten das Spiel jedoch fortsetzen. Leider konnte das Team von Chefcoach Frank Gentges die Überzahl nicht nutzen, torlos begann die erste Pause.
Auch im zweiten Drittel hielt das Team der Wohnbau Moskitos am Pferdeturm gut dagegen, hatte die Indianer trotz der Ausfälle ganz gut im Griff. Kapitän Dennis Thielsch hatte in der 25. Spielminute die Riesenchance seine Mannschaft in Führung zu bringen, doch Sebastian Albrecht im Tor der Indianer blieb cool und hielt seinen Kasten sauber. Knapp drei Minuten später machte es Tom Fiedler besser, ein Zuspiel von Hartmman und Thielsch nutzte der Essener Stürmer zur Führung für seine Mannschaft. Bei Strafzeiten gegen Fominych und Hartmann hatten die Indians die Chance den Ausgleich zu erzielen, doch die Essener Defensive war stets im Bilde und hielt gemeinsam Mit Sebastian Staudt das Tor sauber. Mit der knappen Führung mussten beide Mannschaften dann in den letzten Abschnitt.
Ähnlich wie schon im ersten Abschnitt ging es auch im letzten Drittel wieder handfest zur Sache, Dominik Ochmann musste erneut behandelt werden, konnte aber nach kurzer Zeit in der Kabine wieder mitwirken. Und die Moskitos ließen sich auch in den letzten 20 Minuten nicht die Butter vom Brot nehmen, machten weiter und setzten immer wieder gefährliche Stiche. In der 47. Spielminute musste Hannovers Goller für 2 Minuten auf die Bank, doch die Indians mit guten Penaltykilling. Als sie sich jedoch wieder mit fünf Feldspielern in Sicherheit wiegten schlug Denis Fominych zum 2:0 zum. Dass es noch einmal spannend am Pferdeturm wurde lag an Igor Bacek, knapp sechs Minuten vor Ende der Begegnung gelang ihm der Anschlusstreffer. Die Mannschaft von Frank Gentges spielte die letzten Minuten aber clever und mit Umsicht. Etwa eine Minuten vor dem Ende machte Sebastian Albrecht Platz für einen sechsten Feldspieler. 13 Sekunden vor dem Ende schnappte sich Marcel Pfänder den Puck im eigenen Drittel, lief über die rechte Seite bis ins Hannoveraner Drittel und versenkte ins Tor der Indians.
Und der Cheftrainer in der Pressekonferenz: „Ich denke wir sind verdienter Sieger, wir haben uns die meisten Chancen herausgespielt. Bis auf die letzten Minuten habe ich vielleicht 1-2 Sachen gesehen, die brenzlig waren, aber sonst haben wir das sehr, sehr gut gemacht. Wir hatten vier Ausfälle, Pelletier verletzt, Lascheit ist im Bus geblieben, aber die Jungs haben es sehr gut kompensiert. Wir konnten heute kurz an Hannover vorbeiziehen, das ist sehr gut. Die letzten Wochen waren sehr gut, aber wir haben jetzt mit zwei Mal Tilburg und Halle ein schweres Restprogramm. Da haben die sechs Punkte sehr geholfen.“


Crocodiles Hamburg  (OLN)
Crocodiles unterliegen in Halle
Die Crocodiles Hamburg haben am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel gegen die Saale Bulls mit 1:3 (0:0/1:1/2:0) verloren. Die Gäste spielten trotz der Ausfälle von Christoph Schubert, Norman Martens, Brad McGowan und Gianluca Balla lange auf Augenhöhe mit den Bulls. Im ersten Drittel kamen beide Mannschaften nur selten gefährlich vor das Tor, in dem auf Hamburger Seite Lucas di Berardo Kai Kristian glänzend ersetzte. Nach einem torlosen Drittel gingen die Teams im zweiten Durchgang mehr Risiko ein, um den Führungstreffer zu erzielen. Vor 826 Zuschauern war es schließlich Christos Stambolidis, der die Crocodiles für ihre harte Arbeit mit dem 0:1 belohnte (26.).
Die Führung hatte allerdings nur kurz Bestand: In der 31. Minute erzielte Jannik Striepeke den Ausgleich.
Im letzten Drittel erarbeiteten die Gastgeber sich ein Chancenplus, das di Berardo durch starke Paraden egalisierte. „Der Lucas hat super gehalten. Ich bin wirklich froh, dass ich zwei so gute Torhüter habe“, lobte Trainer Herbert Hohenberger. In der 50. Minute war der 22-Jährige dann allerdings machtlos – in Unterzahl kamen die Gastgeber zu einem Konter, ein eigener Mitspieler rutschte nach einem Zweikampf in den Schlussmann, der anschließend nicht mehr den Schuss von Nathan Robinson aufhalten konnte. Die Crocodiles warfen die letzten Kraftreserven in den Angriff, kassierten dadurch aber durch Nathan Burns das 3:1 (52.). Trotz eines Schlussspurts blieb das Hallenser Tor wie vernagelt.
„Zwei Einzelaktionen haben heute das Spiel entschieden. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Trotz der vielen Ausfälle haben wir uns wirklich top verkauft. Wir haben heute wieder viele Chancen liegengelassen, da fehlt einfach das Glück. Und wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft. Schauen wir mal, dass wir uns am Freitag mit einer guten Leistung noch ein Weihnachtsgeschenk machen können“, sagte Hohenberger.
Ob André Gerartz dem Coach für die Partie gegen Timmendorf zur Verfügung steht, ist noch unklar. Der Stürmer musste kurz vor Spielende verletzt vom Eis.


Herner EV  (OLN)
Füchse Duisburg - Herner EV 5 : 1 (1:0,3:1,1:0)
Der Herner EV musste sich am Sonntagabend bei den Füchsen Duisburg mit 1:5 geschlagen geben und damit bei noch drei ausstehenden Spieltagen der Hauptrunde wieder den Saale Bulls aus Halle (Heimsieg gegen Hamburg) im Kampf um den siebten Tabellenplatz den Vortritt lassen. „Wenn man gewinnen will muss man auch im richtigen Augenblick ins Tor treffen. Das haben wir nicht heute geschafft. Trotzdem hat das Team erneut einen guten Charakter gezeigt und hervorragend gekämpft. Jetzt müssen wir unbedingt die beiden Spiele gegen Preussen Berlin gewinnen“ meinte HEV Interimscoach Elmar Schmitz hinterher.
In der Tat spielte der Herner EV an der Wedau gut mit und betrachtet man die Torschussstatistik (37:38), dann verlief die Partie eher ausgeglichen. Den Unterschied machten die größere Cleverness und die bessere Treffsicherheit der Füchse. Nach einer kurzen Abtastphase zu Beginn holten sich beide Teams ihre ersten Chancen heraus. Den ersten Treffer gab es in der 14. Minute, als Duisburgs Raphael Joly von der rechten Seite verdeckt in die kurze Ecke traf. Auch im zweiten Abschnitt blieb der HEV gut im Spiel, Philipp Kuhnekath hatte sofort eine Möglichkeit, aber die Füchse erzielten in der 27. Minute durch Viktor Beck den nächsten Treffer zum 2:0. Danach hatten Marcus Marsall und Brad Snetsinger die nächsten Chancen, aber die Füchse nutzten in der 33. Minute ihre erste Überzahl durch Mike Schmitz zum 3:0. Hoffnung keimte in der 36. Minute bei den sehr zahlreichen Herner Fans auf, die ihr Team toll unterstützten. Youngster Philipp Kuhnekath konnte nämlich auf 3:1 verkürzen. Die Freude hielt aber ganze 34 Sekunden, dann konnte erneut Raphael Joly mit einem Break zum 4:1 einschießen. Auch im letzten Abschnitt steckte der HEV nicht auf und hatte weitere gute Möglichkeiten. Aber die Duisburger Füchse erwiesen sich erneut treffsicherer und konnten in der 45. Minute sogar auf 5:1 erhöhen. Das war dann gleichzeitig auch der Endstand.
Am Weihnachtswochenende warten zwei entscheidende Aufgaben auf den Herner EV. Der Spielplan will es so: Beides Male sind die Berliner Preussen der Gegner. Die erste Partie findet am kommenden Freitag ab 19:30 Uhr statt, das zweite Aufeinandertreffen steigt dann am 2. Weihnachtstag um 18:30 Uhr am Herner Gysenberg. Um sich die Chancen auf den umkämpften siebten Tabellenplatz zu erhalten sind dann zwei Siege Pflicht.


Buchloe Pirates  (BYL)
Freibeuter müssen im Piratenduell herbe Heimpleite einstecken - ESV Buchloe verliert zu Hause gegen den Tabellenzweiten mit 1:7 und wartet weiter auf ersten Sieg im Dezember
Eine deutliche und somit schmerzhafte Heimniederlage mussten die Buchloer Piraten am dritten Adventssonntag gegen den ESC Dorfen hinnehmen. Mit 1:7 (0:1, 1:3, 0:3) unterlagen die Gennachstädter vor eigenem Anhang den Eispiraten und müssen damit einen weiteren Dämpfer im noch immer offenen Kampf um Rang acht einstecken. Dabei hatte es bis zur Mitte des Piratenduells eigentlich nach einer eher engen Partie ausgesehen. Doch durch eine mangelnde Chancenverwertung und mehrfache Aussetzer in der Defensive machte der Tabellenzweite aus einem zwischenzeitlichem 1:1 am Ende eine klare Angelegenheit. „Wir haben keine Möglichkeit gefunden, Dorfen aus dem Spiel zu nehmen“, sagte ein sichtlich bedienter Topias Dollhofer. „Wir machen die Tore vorne nicht und kassieren sie dafür hinten“, so der Buchloer Trainer weiter, der mit seiner Mannschaft somit im Kalendermonat Dezember weiter sieglos bleibt. Daran änderte auch die Rückkehr der zuletzt verletzten Dustin Vycichlo, Max Dropmann und Markus Vaitl nichts, die die prekäre personelle Lage zumindest wieder etwas entspannten.
Die Begegnung begann vom Start weg flott und durchaus ansehnlich. Beide Teams erarbeiteten sich immer wieder gute Torgelegenheiten, doch die beiden Torhüter Kevin Yeingst auf Gästeseite und Daniel Blankenburg im Buchloer Gehäuse waren zunächst wachsam. So blieb die erste gefährliche Aktion des Spiels durch die Buchloer ebenso ungenutzt (2.), wie auch ein Alleingang von ESC-Kanadier Trevor Hills (3.). Nachdem Toptorjäger Lukas Micukla dann nur ans Aluminium traf (8.), gingen die favorisierten Gäste doch in Front. Alexander Rauscher brachte einen verdeckten Schuss zum 0:1 im ESV-Tor unter (12.). Beinahe hätte der ESC direkt im Anschluss sogar auf 0:2 erhöht, doch Blankenburg blieb im Duell gegen den enteilten Christian Göttlicher Sieger (14.).
Und auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel parierte der Buchloer Schlussmann bei einem Alleingang von Hills stark und verhinderte so einen größeren Rückstand (21.). Auf der Gegenseite verpasste Martin Zahora bei einem Konter nur haarscharf den Ausgleich, als er an Yeingst und dem Außenpfosten scheiterte (23.). Lange dauerte es aber nicht, bis Marc Weigant die Hausherren schließlich doch jubeln ließ, als er Yeingst durch die Beine zum 1:1 überwand (28.). „Die erste Hälfte des Spiels war sehr schwierig für uns, weil wir hier zu viel zugelassen haben“, zeigte sich Gästetrainer John Samanski bis dahin nicht wirklich zufrieden. Was dann jedoch folgte war praktisch schon der „KO-Schlag“ für die Buchloer, wie es Samanski passenderweise formulierte. Denn obwohl Timo Rauskolb direkt nach dem 1:1 die nächste Großchance liegen ließ, machten die cleveren Gästen aus dem 1:1 binnen dreieinhalb Minuten einen 1:4 Vorsprung. Zunächst schoss Trevor Hills die Dorfener nur drei Minuten nach dem Ausgleich wieder in Front und ließ gleich darauf sogar das 1:3 folgen (30., 32.), wobei hier letztlich nicht klar war, ob der Puck überhaupt hinter der Linie war. Trotzdem zählte der Treffer, dem Lukas Miculka nur 62 Sekunden später sogar das 1:4 folgen ließ. Von diesem Dreifachschlag erholten sich die Buchloer bis zu Pause nicht mehr und sollten es auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr tun.
Denn auch im letzten Drittel blieb man im Vorwärtsgang zu ungefährlich, um den umsichtigen Dorfener Keeper noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen kassierte man innerhalb von 74 Sekunden nochmals drei Gegentreffer. Zwar war das 1:5 von Ernst Findeis nach 49 Minuten schon die Entscheidung, doch die Gäste schraubten den Spielstand danach durch die Tore von Florian Brenninger (49.) und dem ehemaligen Buchloer Mark Waldhausen (50.) bis auf 1:7 in die Höhe und sorgten so im letzten Spiel vor Weihnachten für eine herbe Enttäuschung im ESV-Lager.


EV Füssen  (BYL)
EV Füssen setzt sich mit 5:4 gegen Verfolger Passau durch
Der EV Füssen ist aus dem wichtigen Duell mit den Passau Black Hawks als Sieger hervor gegangen. Ein 5:4 (3:1, 1:2, 1:1) stand am Ende auf der Anzeigetafel, so knapp war das Spiel über weite Strecken aber nicht. Eine starke Chancenverwertung der Gäste sowie ein phasenweise zu siegessicher agierender EVF sorgten für Spannung bis zur Schlusssirene.
Vor dem Spiel wurde zum 95. Geburtstag des Eissports in Füssen eine Ehrung für die Alt-Stars des Vereins vorgenommen. Ein abwartender Beginn beider Mannschaften mit jeweils nur einem Torschuss in der Anfangsphase wurde dann durch Andre Bühlers verdeckten Schuss in der sechsten Spielminute schnell beendet. Zwei Minuten später scheiterte Nadeau mit einem tollen Solo an Gästekeeper Hamberger. Als der EVF erstmals in Überzahl agierte, erhöhte der Kapitän dann aber doch auf 2:0. Passau scorte bei seinem ersten Powerplay jedoch auch sofort. Starstürmer Sulcik ließ die EVF-Verteidigung alt aussehen, Schindlbeck staubte ab. Das Überzahlspiel blieb auch weiterhin wichtiger Bestandteil der Partie. Wieder mit einem Mann mehr schloss Ron Newhook eine Traumkombination zum 3:1 ab. Besl, Holzmann und Bühler hatten weitere gute Chancen für den EVF, die Führung war nach den ersten zwanzig Minuten hochverdient.
Im zweiten Abschnitt intensivierten beide Teams zunächst ihre Offensivbemühungen. Ein Unterzahlbreak der Gäste sowie der direkte Gegenzug durch Holzmann wurden gehalten, nach einem Schuss von Nadeau senkte sich die Scheibe in hohem Bogen über den Torhüter, landete aber denkbar knapp nur auf dem Tornetz. Es sollte nicht die letzte Szene dieser Art in dem Spiel sein….
Als der EVF sein viertes Überzahlspiel hatte, klingelte es zum dritten Mal im gegnerischen Kasten. Eric Nadeau war freigespielt worden und markierte seinen zweiten Treffer. Doch die Füssener machten es umgehend wieder spannend. Nur sieben Sekunden später überraschte ein Schuss die heimische Hintermannschaft zum 4:2. Nur eine Minute später musste Tobi Meier, der später verletzt ausschied, eigentlich das fünfte Tor machen, er scheiterte aber in bester Position. Einen brandgefährlichen Konter unterband Andi Schorer in höchster Not, ehe Nadeau sowie in Überzahl Krötz und Kavanagh knapp scheiterten. Völlig überraschend trafen aber die Gäste in Person von Ferstl, der die Scheibe zum 4:3 ins kurze Toreck beförderte. Die Black Hawks waren wieder im Spiel.
In Überzahl begann Passau das letzte Drittel, machte sich den Vorteil aber durch sechs Feldspieler schnell wieder zunichte. Beim Spiel 4 gegen 4 hatten Merka und Holzmann mit Alleingängen jeweils gute Chancen für ihre Farben, beide Teams wagten nun aber nicht mehr so viel und agierten eher defensiv. Trotzdem führte einer der sehr wenigen Gästeangriffe zum überraschenden Ausgleich, als Liga-Topverteidiger Nemecek einen Rückpass aus kurzer Distanz einnetzen konnte. Nur 90 Sekunden später hatte Sulcik sogar die erstmalige Führung für die Niederbayern auf dem Schläger, was angesichts der Füssener Überlegenheit in den ersten beiden Abschnitten aber des Guten zuviel gewesen wäre.
Am Ende hatte Passau auch nicht mehr die Kraft, um das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen, die Stars waren mit sehr viel Eiszeit bedacht worden. Der EVF wurde immer überlegener, und nachdem Oppenberger, Holzmann und Schmid scheiterten, kam es nach einem Schuss von Mauro Seider wieder zu einer Bogenlampe. Diesmal ging die Scheibe aber hinter Hamberger ins Netz, 5:4 für den EV Füssen (58.). Passau nahm zwei Minuten vor Ende eine Auszeit und bereits den Torhüter vom Eis, kam aber nur noch zu einer Chance durch Sulcik, während Oppenberger die Scheibe noch über das leere Tor setzte. Am Ende blieb es beim verdienten Heimsieg der Schwarz-Gelben, die nach einer klaren Führung noch einmal in Bedrängnis gekommen waren, dann aber den Hebel wieder umlegen konnten. Zu erwähnen wäre noch die sehr faire Spielweise beider Teams und die sehr gute Schiedsrichterleistung.


Passau Black Hawks  (BYL)
Unglückliche Niederlage in Füssen - Showdown um die Zwischenrunde am Freitag in der EisArena
Die Passau Black Hawks mussten sich am Sonntag dem EV Füssen mit 5:4 geschlagen geben. Der Siegtreffer der Gastgeber fiel erst zwei Minuten vor dem Abpfiff. Dabei lieferten die Passau Black Hawks dem Altmeister einen harten Kampf und hätten das Spiel mit etwas Glück auch für sich entscheiden können. Die 897 Zuschauer bekamen eine spannende und abwechslungsreiche Partie geboten. Dies lag in erster Linie daran, dass die Passau Black Hawks selbst nach einem 4:1 Rückstand nicht aufgesteckt haben und es eine viertel Stunde vor dem Spiel Ende plötzlich 4:4 unentschieden stand.
Das erste Drittel gehörte klar den gastgebenden Allgäuern. Zu viele, teils überflüssige, Strafzeiten brachten die Black Hawks früh in Bedrängnis. So konnte Füssen mit dem Spielstand von 3:1 in die erste Drittelpause gehen. Im zweiten Drittel folgte dann erneut in Überzahl für Füssen der Treffer zum 4:1. Nur sieben Sekunden nach dem Power Play Tor der Allgäuer verkürzte Dominik Schindlbeck auf 4:2. Oliver Ferstl hämmerte noch im zweiten Abschnitt die Scheibe ins Kreuzeck und verkürzte auf 4:3. Im Schlussdrittel erzielte Roman Nemecek dann sogar den Ausgleich für die Habichte. Im Anschluss entwickelte sich eine hochklassige Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor Ende des Spiels landete ein zweifach abgefälschter Schuss hinter Black Hawks Keeper Hamberger im Tor. Trotz sechs Feldspieler und allem Einsatz gelang den Passau Black Hawks kein weiterer Treffer. „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können. Im ersten Drittel war Füssen klar besser. Wir haben zu viele Strafzeiten genommen und wurden bestraft. Im letzten Drittel hatten wir nach dem Ausgleich vier fünf gute Chancen. Der Schuss zum 5:4 war aus unserer Sicht total unglücklich. Der Blick geht jetzt nach vorne zum Heimspiel am Freitag gegen Buchloe. Da holen wir uns dann die Punkte.“ So das Fazit von Christian Zesseck, sportlicher Leiter der Passau Black Hawks.
In der Tat gilt es für die Black Hawks sich jetzt mit voller Konzentration auf das Heimspiel am Freitag um 20 Uhr gegen Buchloe vorzubereiten. Dort geht es in der Partie zwischen den achten und neunten der Tabelle um eine Vorentscheidung um die Zwischenrundenplätze. Die Eishockey Bayernliga ist in dieser Saison so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Alle Mannschaften haben noch Chancen den so begehrten achten Platz zu erreichen. Die ersten acht Teams qualifizieren sich für die Teilnahme an der Zwischenrunde. Die letzten sechs Mannschaften müssen in die Verzahnungsrunde mit den Landesligisten und kämpfen um den Klassenerhalt. Aktuell stehen die Passau Black Hawks auf dem heiß begehrten achten Platz. Der Vorsprung auf Verfolger und Freitagsgegner Buchloe beträgt allerdings nur drei Punkte. So kommt es am Freitag zum Showdown um die Zwischenrunde in der Passauer EisArena. Bei nur noch sechs verbleibenden Spielen können die Passau Black Hawks mit einem Sieg gegen die Ostallgäuer ein Ausrufezeichen setzen. „Das wird ein Spiel mit Playoff Charakter. Die Fans werden die Passauer EisArena wieder in einen Hexenkessel verwandeln. Ein Highlight für alle sportbegeisterten in Stadt und Landkreis Passau.“ freut sich Vorstand Christian Eder auf die Partie.
Die Passau Black Hawks empfehlen die Vorverkaufsstellen für das Heimspiel am Freitag, 22.12 um 20 Uhr gegen den ESV Buchloe zu nutzen. Tickets erhalten Sie beim Reisebüro Eichberger in der Fußgängerzone und bei der Tankstelle Färber in Passau Maierhof. –czo


Amberg Wild Lions  (BLL)
Sieg mit blutiger Nase
Fast über die gesamte Spielzeit bekommt der ERSC Amberg in Selb kaum Zeit zum Luftholen.
Das verstärkte 1b-Team der Wölfe setzt die Löwen permanent unter Druck. Dennoch holen sich die Schwarzgelben einen glücklichen „Dreier“, dank der KBK-Sturmreihe und einem herausragenden Torhüter.
Mit 4:2 gewann der Amberger Eishockey-Landesligist beim VER Selb 1b, der sein Aufgebot mit einer kompletten Nachwuchsreihe aus dem Oberligakader „getunt“ hatte. Erst zwei Sekunden vor dem Ende machte Florian Bartels mit seinem zweiten Treffer den Erfolg perfekt. Zusammen mit den Sturmpartnern Felix Köbele und Bernhard Keil besorgte das Trio sämtliche Löwentore in Vorbereitung und Vollendung. Durch den Auswärtssieg sind die Löwen – zumindest für den Freitagabend – auf den 2.Rang der Tabelle vorgerückt.
Die Gastgeber gingen von Beginn an ein hohes Tempo, dem die etwas müde wirkenden Amberger nicht immer folgen konnten. Bereits nach 50 Sekunden konnte man die erste Selber Chance notieren. Erwähnenswerte Amberger Offensivaktionen ließen zunächst noch auf sich warten. Einen ersten Warnschuss gab es durch Bartels, einen ersten Gewaltschuss dann von Keil – und der saß von der blauen Linie aus unhaltbar zur Amberger Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, allerdings mit mehr brenzligen Szenen vor dem Amberger Tor. Dort erledigte Lukas Stolz an diesem Abend einen bravourösen Job, parierte schon im Anfangsdrittel zwei-, dreimal in Eins-gegen-Eins-Situationen.
Vor allem im Mittelabschnitt erwiesen sich die Selber oftmals den Tick schneller an der Scheibe. Dadurch provozierten sie auch vermehrt Abspielfehler und Scheibenverluste bei den Löwen. Einer davon führte zu einem Konter der Gastgeber, bei dem Tobias Gross regelwidrig behindert wurde. Den fälligen Penalty verwandelte der Wölfe-Stürmer zum 1:1-Ausgleich. Danach lag durchaus mehr für Selb in der Luft, aber Amberg half dann individuelle Klasse. Ein Zuspiel von Köbele – der sich kurz zuvor noch bei einem hohen Stock des Gegners eine blutige Nase zugezogen hatte - jagte Keil platziert zum 2:1 aus ERSC-Sicht in die Maschen. Vom Spielverlauf her etwas glücklich, aber absolut sehenswert.
Wenig nervenschonend für den lautstarken Amberger Fan-Tross verlief dann der Schlussabschnitt. Zunächst hoffte man im Powerplay auf einen Ausbau des knappen Vorsprungs, aber dabei wurde man von Selb regelrecht überrumpelt und klassisch ausgekontert. Kevin Tausend sorgte für das 2:2 und lange Amberger Gesichter – dies allerdings nur für 36 Sekunden Spielzeit. Genauso lange dauerte es, bis Bartels die ERSC-Aktien mit dem 3:2 wieder steigen ließ. Aber nun brannte es immer wieder lichterloh vor dem Amberger Tor, auch weil die Löwen die restliche Spielzeit gefühlt ständig in Unterzahl verbringen mussten. Mehr und mehr stand Lukas Stolz im Mittelpunkt und warf sich mit allem was ihm zur Verfügung stand in die zahllosen Schussversuche der Gastgeber, selbstverständlich auch mit der Unterstützung seiner immer müder werdenden Vorderleute – die Krankheitswelle der letzten Woche hatte offensichtlich auch Spuren hinterlassen. Zum Ende hin nahm Selb dann noch den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, da eroberte Köbele die Scheibe und passte auf Bartels, der ins verwaiste Selber Tor traf.
Zumindest vom Ergebnis her eine geglückte Generalprobe für das Spitzenspiel am kommenden Freitag in Amberg gegen die Haßfurt Hawks.


Forst Nature Boyz  (BLL)
Ein gutes Drittel reicht nicht - SC Forst unterliegt SG Miesbach/Schliersee
Wieder nichts wurde es mit einem Punkteerfolg für die Nature Boyz aus Forst, denn am Sonntag Abend unterlagen sie der SG Miesbach 1b / TSV Schliersee mit 3:5 (2:0, 0:3, 1:2) und behalten die rote Laterne.
Vielversprechend begann das Spiel im Peißenberger Eisstadion, die Gastgeber übernahmen sofort die Initiative. Die Gäste agierten anfänglich recht nervös. Ein krasser Fehler im Spielaufbau ermöglichte in der 8. Spielminute Manuel Weninger, die Führung zu erzielen, doch bei seinem Alleingang fand er seine Meisterin in Türhüterin Franziska Albl, die souverän klärte. Besser machte er es in der 12. Spielminute in Überzahl, als er auf Pass von Andreas Krönauer und Markus Schneider zum 1:0 per Nachschuß erfolgreich war. Eine ähnliche Situation dann in der 14. Spielminute, in doppelter Überzahl beförderte Manuel Weninger  per Schrägschuß die Scheibe auf Zuspiel von Andreas Krönauer zur 2:0-Führung ins Netz. In der 18. Spielminute hätte Thomas Ptok die Führung ausbauen können, scheiterte er jedoch wie Weninger nach seinem Alleingang an Albl.
Im mittleren Spielabschnitt wollte die Mannschaft an die Leistung aus dem ersten Drittel anknüpfen, doch Andreas Pfaff durchkreuzte mit seinem Anschlußtreffer in der 22. Spielminute zum 2:1 die Pläne der Gastgeber. Kurz darauf, in der 25. Spielminute der Ausgleich zum 2:2 durch Lukas Pfeiffer. Durch den schnellen Ausgleich verkrampfte die Mannschaft um Trainer Josef Bachmeier zusehends. Die Bemühungen, das Spiel wieder an sich zu reißen war zu erkennen, die Angriffe waren jedoch nicht durchschlagend. Leider waren in der 37. Spielminute die Gäste erfolgreich, als sie mit 2:3 in Führung gingen, Torschütze war Stefan Krumbiegel.
Im letzten Spielabschnitt dann, leider wie so oft in der Vergangenheit, wieder zwei schnelle Tore der Gäste zum 2:4 und 2:5. In Überzahl gelang wiederum Andreas Pfaff der 4. Treffer für sein Team, bis Dominik Willibald zum 2:5 traf. Forst bemühte sich vergeblich, den Puck im Netz der Gäste zu versenken. Immer wieder mußte Franziska Albl für ihre Vorderleute klären. Der agile Andreas Krönauer war es, der das Resultat mit seinem Treffer zum 3:5 auf Zuspiel von Bastian Grundner verbesserte. Weitere Bemühungen blieben erfolglos, die Mannschaft hätte das Spiel nicht verlieren müssen. Der Gegner war bereits am Samstag im Einsatz und konnte beim Konkurrenten SC Reichersbeuern mit 2:3 die volle Punktezahl verbuchen.


Pinguine Königsbrunn  (BLL)
Lehrstunde für Königsbrunn
Eine derbe Heimniederlage setzte es am Sonntagabend für den EHC Königsbrunn. Gegen den Tabellenführer ERV Schweinfurt verloren die Brunnenstädter verdient mit 1:5 und müssen nun um einen Platz unter den ersten Fünf bangen.
Dabei begann das Spiel so wie viele es erwartet hatten, eine schöne schnelle Partie auf hohem Niveau. Doch schon von Beginn an schlichen sich beim EHC viele kleine Fehler ein, so wie auch in der dritten Spielminute, als ein unnötiger Scheibenverlust im eigenen Drittel den ersten Gästetreffer ermöglichte. Nur Sekunden zuvor war Matthias Forster nach einem Alleingang am bärenstarken Gästekeeper Benjamin Dirksen gescheitert. Königsbrunn zeigte sich durch den frühen Rückstand unbeeindruckt und erhöhte die Schlagzahl. Aber die „Mighty Dogs“ aus Schweinfurt verteidigten clever und setzten sich auch immer wieder im Königsbrunner Drittel fest. In der 14. Minute tankte sich Matthias Forster durch die gegnerischen Reihen durch und konnte erst im letzten Moment durch ein Foul gestoppt werden. Den daraus resultierenden Penalty vergab er aber. Doch der EHC blieb dran und drängte auf den Ausgleich. Vier Minuten vor Drittelende ließ dann Patrick Zimmermann den heimischen Anhang jubeln, als er zum verdienten 1:1 einnetzte. Der ERV reagierte zwar mit wütenden Angriffen, bis Drittelende blieb es aber beim leistungsgerechten Unentschieden. Nach der Pause leistete sich Königsbrunn viele unnötige Strafzeiten und hatte Probleme im Spielaufbau. Die Mighty Dogs wirkten spritziger und waren immer einen Tick schneller als die Königsbrunner Spieler. Doch erst in der 33. Spielminute konnten die Gäste eine weitere Bankstrafe der Gäste nutzen und zum verdienten 2:1 einschießen. Der EHC wirkte müde und konnte dem Spiel der Schweinfurter nur wenig entgegensetzen, bis zur letzten Pause blieb es aber bei der knappen Gästeführung. Doch auch nach Wiederanpfiff änderte sich nichts an der Königsbrunner Spielweise, nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel erhöhten die Gäste in der 44. Spielminute sogar auf 3:1. Schweinfurt war die klar bessere Mannschaft und versetzte vier Minuten vor Spielende in doppelter Überzahl mit dem 4:1 dem EHC den Todesstoß. Trainer Carciola versuchte zwar noch durch Herausnahme von Torhüter Kring zugunsten eines weiteren Feldspielers einen Treffer zu erzwingen. Doch alle Bemühungen fruchteten nicht, der ERV erzielte dann mit einem „empty net goal“ in der letzten Spielminute den 5:1 Endstand. Schweinfurt gewinnt hochverdient dank einer geschlossenen und starken Mannschaftsleistung, dem EHC Königsbrunn wurden zu viele Strafzeiten zum Verhängnis. Gegen Mitkonkurrent Freising muss nun am nächsten Freitag ein Sieg her, aber vorher wartet noch viel Arbeit für das Königsbrunner Trainerteam. Denn bis zum Aufstieg in eine höhere Liga ist es noch ein weiter Weg.
Coach Fabio Carciola war nach dem Spiel enttäuscht, wirkte aber nicht überrascht: „Schweinfurt war heute die bessere Mannschaft und vor allem auch bereit zu siegen. Wir müssen das Spiel schnell abhaken und nach vorne schauen. In den nächsten beiden Spielen sind sechs Punkte Pflicht, wir haben noch alle Chancen auf ein Weiterkommen.“


EV Aich  (BBZL)
HEIMSIEG GEGEN DORFEN UND ERSTMALIG TABELLENFÜHRER
Am gestrigen Samstag war die 1b des Bayernligisten Dorfen zu Gast beim EV Aich. Aufgrund des spielfreien Freitags in der Bayernliga hat sich die 1b mit vier jungen Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt. Und die wollten sich zeigen, um sich weiter für höhere Aufgaben zu empfehlen. Die meiste Gelegenheit dazu hatte allerdings der Torhüter der Isenstädter Simon von Fraunberg, der an diesem Abend über sich hinauswuchs und seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte.
Der Aicher Coach Georg Herrmann  fasste das Spiel folgendermaßen zusammen: „Wir haben heute aus einer kompakten Abwehr schnell nach vorne gespielt und uns so sehr viele hochkarätige Chancen erarbeitet. Der gegnerische Torhüter hatte einen Sahnetag erwischt. Andererseits haben wir unserem Torhüter Linus Messerer zu verdanken, dass wir ohne Gegentreffer blieben.“
Bereits nach 15 Sekunden hatten die Gäste nämlich bereits die beste Gelegenheit dazu ein Tor zu erzielen. Mit einem perfekten Pass wurde der Dorfner Alexander Voglhuber bedient, der daraufhin mutterseelen allein auf das Aicher Tor zusteuerte. Messerer war aber an diesem Abend nicht zu überwinden und so blieb der Gästestürmer nur zweiter Sieger. Nach dieser Schrecksekunde für die Aicher Zuschauer sahen sie aber in der Folge eines der besten Spiele ihrer Mannschaft in dieser Saison.
Die Gäste traten in dem schnellen Spiel keineswegs auf wie der Tabellenvorletzte, mussten aber neidlos anerkennen, dass die Aicher sowohl läuferisch als auch technisch überlegen waren. In der 4. Minute dann der Führungstreffer zum 1:0 für Aich. Matt Puntureri visierte zuerst den Pfosten an, die gegnerischen Verteidiger konnten die Situation aber nicht klären und Herbert Jarczyk verwandelte zum 1:0. Aich bestimmte daraufhin weiter das Spielgeschehen und erhöhte in der 15. Minute durch einen Doppelschlag auf 3:0. Zuerst traf Jens Trautmann nach Vorarbeit von Alexander Scholz und Christoph Schwenk. Wenige Sekunden später ein Pass von Christian Koller aus dem eigenen Drittel auf Matt Puntureri, der dem gegenerischen Verteidiger unwiderstehlich davon zog, den mitgelaufenen Andreas Koller bediente und der unhaltbar einnetzte.
Im zweiten Spielabschnitt sahen die Fans weiterhin eine dominierende Aicher Mannschaft, die aber „in der Chancenverwertung noch einiges verbessern kann“, so der Aicher Coach. So blieb ihnen im Mitteldrittel ein weiterer Treffer verwehrt. Aber nicht nur die Aicher hatten ihre Chancen, auch die Gäste tauchten immer wieder gefährlich im Aicher Drittel auf. Auch im dritten Drittel vielen lange keine weiteren Treffer. Die Dorfener gaben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und hielten bis zuletzt couragiert dagegen.  Für die endgültige Entscheidung sorgte in der 60. Spielminute Armin Rotzinger mit seinem Tor zum 4:0 Endstand. Für das Zuspiel sorgt Schwenk. Den aufmerksamen und sehr gut leitenden Schiedsrichtern Markus Sperl und Markus Rische ist  es dabei nicht entgangen, dass das erste Zuspiel zu diesem Treffer vom Aich Torhüter Messerer kam.
In der sehr fairen Begegnung gab es auf Aicher Seite 8 und auf Dorfner Seite 10 Strafminuten.
Durch den Sieg kletterte der EV Aich dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Pfaffenhofen an die Tabellenspitze. Nur einen Punkt dahinter lauern die Verfolger Waldkraiburg, Gebensbach und Inzell, die ihrerseits bereits heute in der eng umkäpften Bezirksliga wieder vorlegen können. Kommenden Samstag, den 23.12. steht dann das Heimspiel gegen Pfaffenhofen auf dem Programm.


EHC Bayreuth 1b  (BBZL)
Tabellenführung zurückerobert
Mit einem 4:0-Arbeitssieg im heimischen Tigerkäfig meldete sich Bezirksligist EHC Bayreuth nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück und übernahm dadurch wieder mit 21 Punkten die Tabellenspitze vor den punktgleichen Waldkirchnern. 
Das Ergebnis täuscht aber über den wahren Spielverlauf etwas hinweg. Es war nicht das große spielerische Spektakel, das die Gelb-Schwarzen nach mehreren Wochen Heimspielpause zeigten. Die Gäste aus der Domstadt waren der erwartet schwere Gegner und verlangte den Tigers alles ab. Zudem erwischte Goalie Nicolas Sievers einen „Sahnetag“ bei seinem Comeback und brachte die Regensburger Stürmer mit einigen Riesen-„Saves“ schier zur Verzweiflung. 
Zunächst kamen die Gastgeber besser ins Spiel und setzten die Oberpfälzer unter Druck, wobei Regensburg immer gefährlich blieb. Routinier Horst Bärnreuther netzte in der 13. Minute zum 1:0 ein, zwei Minuten später gelang Neuzugang Johannes Runge, dessen Spielerpass noch rechtzeitig ankam, der zweite Treffer. So ging man auch in die Drittelpause. 
Auch nach dem Wechsel dominierten zuerst die Bayreuther und schraubten das Ergebnis in den ersten Minuten durch Tom Gräber (21.) und Marco Schrüfer (23.) auf 4:0 hoch. Daraufhin nahm Regensburg eine Auszeit und brachte damit die Hausherren unverständlicherweise total aus dem Rhythmus. Der EHC Regensburg übernahm von nun an die Initiative und erspielten sich mehrere gute Chancen, die leichtfertig vergeben wurden oder bei Sievers endeten. 
Im letzten Drittel wollte man das Ergebnis wohl verwalten und überließ den „Spiders“ weitgehend das Spiel. Dabei zog man einige Strafzeiten, schwächte sich dadurch zusätzlich und verlor völlig den Faden. Die Oberpfälzer wussten aber daraus kein Kapital zu schlagen, so kam der überragende Nicolas Sievers zu seinem Shut-Out. Neben dem Goalie wussten noch Marco Schrüfer mit seinem unbändigen Kampfgeist und die Youngsters zu überzeugen. 
Das Spiel verfolgten auch ca. 80 Jugendliche aus regionalen Vereinen und Organisationen, die zu diesem Spiel eingeladen waren. Ein weiteres Highlight war das Pausenspiel unserer U8-Bambinis. 
Das nächste Heimspiel findet bereits am kommenden Samstag um 17:30 Uhr im Tigerkäfig statt. Gegner ist der ERC „Red Dragons“ Regen, mit dem man noch eine Revanche offen hat.


Lechbruck Flößer  (BBZL)
Flößer kassieren bittere Heimniederlage
Ein wichtiges und richtungsweisendes Eishockeyspiel haben die Flößer am vergangenen Freitagabend zuhause im Lechparkstadion verloren: Mit einer 2:5 (0:2; 2:2; 0:1) Niederlage mussten die Lecher ihren Gegner, die SG Maustadt/Memmingen, nach einem rustikal-zerfahrenen Spiel vom Eis verabschieden. Zu viele Strafzeiten und teilweise vermisste Disziplin beherrschten die Begegnung und beeinflussten das Ergebnis massiv.
Ganz klar: Sitzt ein Team zu oft und zu lange auf der Strafbank, so kann es am Ende nur schwer als Sieger hervorgehen. Doch trotz Strafen erwartet man von den Spielern Disziplin und Zurückhaltung, ansonsten folgen nur weitere Disziplinar- oder Zeitstrafen.
So geschehen am vergangenen Freitag in Lechbruck. Lange Zeit war die Lecher Strafbank voll. Ob die Strafen immer angepasst waren, ist fraglich. Aber wer am Ende am längeren Hebel sitzt, konnte man klar erleben.
Insgesamt 99 Strafminuten für die Lechbrucker (Maustadt: 16) sprechen eine deutliche Sprache für die Kompetenz auf beiden Seiten. Auf jeden Fall kochten im Lechparkstadion überall die Emotionen hoch. Ob das jetzt für die Flößer den Abschied aus den Play Offs bedeutet, wird sich in den nächsten Begegnungen mit anderen Spielweisen zeigen müssen.
Bis zur 24. Spielminute lag der ERC bereits 0:4 zurück, erst in der 31. Minute konnte Magnus Lang den ersten Anschlusstreffer setzen. Patrick Völk verkürzte dann nochmals in der 35. Minute auf 2:4 und verschaffte der Partie etwas mehr Offenheit.
Der HC Maustadt/Memmingen zeigte sich auch im weiteren Spielverlauf sehr clever und nutzte seine Torchancen ebenso, wie die wiederholten Strafausfälle der Gastgeber. So musste auch im letzten Spielabschnitt noch ein Tor für die Gäste fallen, in der 57. Minute schossen fünf Maustädter gegen drei Flößer ihren 5:2 Siegtreffer.
Die bittere Erfahrung gilt es für die Lecher schnell zu vergessen. Denn schon am kommenden Freitag, 22. Dezember, wird der ESV Buchloe 1b zu Gast im Lechparkstadion sein. (fis)


Eisbären Eppelheim  (RLSW)
Eisbären schlagen Zweibrücken klar
Mit einem ungefährdeten 8:4-Erfolg haben die Eisbären den Verfolger aus Zweibrücken geschlagen und im Kampf um die Play-Off-Plätze auf Distanz gehalten. Nach Toren von Colin McIntosh (2), Thomas Korte (2), Lars White (2), Marc Bruns und Manuel Pfenning war die Partie schon früh im zweiten Drittel entschieden.
„Ja ist denn heute schon Weihnachten“ werden sich nicht wenige der knapp 500 Zuschauer angesichts der klaren Dominanz der Eisbären verwundert die Augengerieben haben, die dem Toppspiel entgegen der Leistung der Gastmannschaft einen mehr als würdigen Rahmen verliehen. Von Beginn an ließen die Eisbären wenig Zweifel aufkommen, das Duell um die Play-Off-Plätze für sich entscheiden zu wollen. Doch zunächst taten sich der ECE im Abschluss noch etwas schwer und ließ selbst eine frühe doppelte Überzahl (6.) verstreichen. Doch in der 10. Minute war der Bann durch Bruns Treffer zum 1:0 gebrochen. In der Folge konnten auch die Hornets des Öfteren offensive Akzente setzen, die von der ECE – Defensive jedoch allesamt entschärft wurden. Wichtig dann das Nachsetzen kurz vor Drittelende, bei dem McIntosh auf 2:0 erhöhen konnte (19.).
Hatte man sich auf ein Aufbäumen der Gäste aus der Pfalz im zweiten Abschnitt eingestellt, wurde man als Fan der Hornets jedoch bitter enttäuscht. Denn es waren quasi nur die Eisbären, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Ein früher Doppelschlag durch McIntosh und Korte (22./23.) sorgte schnell für klare Verhältnisse. Nach einer Strafe gegen die Eisbären blitze dann kurz das oft gelobte, an diesem Abend sonst jedoch harmlose Offensiv-Vermögen der Hornets auf, die schnell das 4:1 erzielen konnten (30.). Was Zweibrücken kann, können wir schon lange, dachten sich dann die Eisbären und wollten die Hornets keinesfalls ins Spiel zurückkommen lassen. So stellte zunächst Pfenning (37.) ebenfalls in Überzahl den alten Vorsprung wieder her, ehe Korte noch in derselben Minute auf 7:1 aufstocken konnte. Dass kurz vor der Pause dann noch ein Hornets Schuss den Weg ins Eppelheimer Tor fand, war dabei schon fast nur eine Randnotiz wert.
Sauber das Spiel zu Ende Spielen lautete die Devise für den Schlussabschnitt und vor allem nicht durch Unterzahlspiel den Hornets Grund zu einer Aufholjagd liefern. Während man das mit den Strafzeiten zunächst nicht umsetzen konnte, lief das Unterzahlspiel deutlich besser und die Hornets konnten sich bei bei der ECE Offensive bedanken, dass es nicht bereits ein zweitstelliges Debakel wurde, nachdem zahlreiche Alleingänge und beste Offensivaktionen ungenutzt blieben. Dies sollte sich bei der ersten Überzahl des Schlussabschnitts ändern, White (47.) konnte auf 7:2 erhöhen. Die Reaktion der Hornets war ein überhartes Spiel, was die nächsten Powerplay-Möglichkeiten für die Eisbären bot, erneut White (53.) bedankte sich mit seinem zweiten Treffer zum 8:2. Ihm war es auch vorbehalten, die von den Hornets forcierte Frustbewältigung in einer Kampfeinlage kurz vor Schluss auszutragen, die dem teils hitzigen Duell den Höhepunkt bescherte, nachdem man zuvor den Hornets angesichts der klaren Führung zwei Tore zur Ergebniskosmetik geschenkt hatte.
Alles in allem war es aus Sicht der Eisbären ein perfekter Abschluss des Jahres 2017. Während man den Hornets ihre selbst erkannte Defensivschwäche eindrucksvoll aufzeigen konnte, gelang es nahezu die komplette Spielzeit, das Offensivspiel nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, so dass die Hornets nach dem zweiten verlorenen Toppspiel aus den Play-Off-Rängen rutschen.
Für die Eisbären bedeutet dieser Sieg nicht nur die Überwinterung auf Rang 3, sondern auch ein kleines Polster auf den ersten Nicht-Play-Off-Platz und als i-Tüpfelchen bereits den sicheren Sieg im direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit am Ende der Hauptrunde für die Platzierung entscheidend würde.


Diez-Limburg Rockets  (RLW)
Zweistellig im Luchsbau: EG Diez-Limburg fährt siebten Sieg in Serie ein
Die EG Diez-Limburg stürmt in der Regionalliga West weiter von Sieg zu Sieg: Bei den Luchsen in Lauterbach feierte der Spitzenreiter den siebten Sieg in Serie und kompensierte beim 12:3 (4:1, 4:0, 4:2)-Auswärtssieg am Sonntagabend den Ausfall von gleich sieben Raketen. Die Luchse schossen den ersten und den letzten Treffer des Abends, dazwischen aber netzte die EGDL zum dritten Mal im dritten Vergleich mit Lauterbach zweistellig ein. Damit ist alles angerichtet für das Spitzenspiel des Tabellenführers aus Diez-Limburg gegen den Tabellenzweiten aus Herford am kommenden Freitag (22. Dezember, 20.30 Uhr) in der Diezer Eissporthalle.
Die Rockets mussten wie schon beim Arbeitssieg gegen Soest am Freitagabend zahlreiche Spieler ersetzen. Mit Joey Davies, Marijus Maier, Daniel Niestroj, Dominik Kail, Dustin Bauscher, Ville Kärkäs und Dennis Stroeks fehlten gleich sieben Akteure. Kooperationspartner Bad Nauheim hatte ausgeholfen und sorgte mit der Abstellung von Marcel Rost dafür, dass die EGDL zumindest drei komplette Reihen aufstellen konnte. Zumindest, bis bei Verteidiger Nils Krämer eine Kufe brach und er fortan nicht mehr auflaufen konnte. „Aber die Mannschaft hat die Ausfälle erneut sehr stark kompensiert“, freute sich EGDL-Trainer Arno Lörsch.
Dennoch sah der Trainer in den ersten Minuten, dass seine Mannschaft einen kleinen Weckruf brauchte. Lauterbach kam druckvoll aus der Kabine und ging durch Jan Hammerbauer in Überzahl in Führung (7.). „Nach diesem Weckruf ist bei uns der Motor angesprungen und für den Rest des Spiels richtig rund gelaufen“, sagte Lörsch. Florian Böhm (9.), Matt Fischer (10.) und ein Doppelpack von Konstantin Firsanov (12., 15.) sorgten für eine beruhigende 4:1-Führung nach dem ersten Drittel. Die Gäste waren in der Spur.
„Wir haben die Chancen sauber ausgespielt und defensiv sehr gut gestanden“, so der Rockets-Trainer. Seine Mannschaft machte mit einem 4:0 im zweiten Drittel deutlich, dass es am Ausgang dieses Spieles endgültig keine Zweifel mehr gab. Die Torschützen: Julian Grund (27.), Jakub Zdenek (29.), Philipp Maier (32.) und Tim Ansink (38.). „Mich freut besonders, dass wir die Tore auch heute wieder auf so viele Schultern verteilt haben“, sagte Lörsch. Daran änderte sich auch im letzten Abschnitt nichts mehr: Florian Böhm (42.), Roman Löwing mit einem sehenswerten Penalty (45.), erneut Böhm (54.) und Jakub Zdenek (56.) machte das Dutzend Rockets-Tore im Luchsbau voll. Die Gastgeber konnten lediglich noch durch Jan Hammerbauer (47.) und Marko Sakic (57.) verkürzen.
„Diese Leistung hat uns auch von Lauterbacher Zuschauern sehr viel Lob eingebracht“, sagte Lörsch. „Die Mannschaft hat das sehr gut und routiniert gespielt. Wir haben viel Spielfreude gezeigt und das schwache Spiel von Freitagabend vergessen gemacht. Jetzt freuen wir uns alle riesig auf das Spitzenspiel am nächsten Freitag gegen Herford. Dieses Spiel ist wie eine Belohnung für die vergangenen tollen Wochen. Die Spieler haben sich dieses Duell Erster gegen Zweiter hart erarbeitet und verdient. Wir freuen uns auf ein packendes Duell vor hoffentlich toller Kulisse.“


Bären Neuwied  (RLW)
Fataler Einbruch nach zwei Dritteln am Drücker
Am Ratinger Sandbach sind 40 Minuten gespielt, auf dem Stadionwürfel steht ein Zwischenstand von 2:2. So weit, so schmeichelhaft für die Ice Aliens, da die Neuwieder Bären die Partie in der Eishockey-Regionalliga West zwei Drittel lang bestimmt haben. „Neuwied hatte uns klar im Griff", gab auch Ratingens Trainer Achim Johnigk ohne Umschweife zu.
So weiter machen, jetzt aber die zahlreichen Torchancen besser nutzen, und dann sollte es eigentlich hinhauen mit dem Auswärtssieg für den EHC - das wäre die logische Fortsetzung dieser Begegnung gewesen. Dass Lukas Schaffrath rund eine halbe Stunde später vor Frust seine Torwartkelle am roten Querbalken des Kastens zerhacken sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand absehen. Fünf Gegentore mussten die Neuwieder im Schlussabschnitt hinnehmen, und so stand final 7:3. „Zu so einem Einbruch und dem Endstand fällt mir wenig ein, weil wir zwei Drittel lang die Partie bestimmten und die deutlich spielstärkere Mannschaft waren", meinte der enttäuschte und fassungslose EHC-Interimstrainer Carsten Billigmann.
Für die Bären scheint über Spielen gegen den Vizemeister ein Fluch zu schweben. Zum dritten Mal in dieser Saison mussten sie eine Partie gegen die Aliens abgeben, in der erneut viel mehr möglich gewesen wäre. Für die Gäste begann der Abend vor 333 Zuschauern wie gemalt. Nach vier Minuten erzielte Frederic Hellmann in Überzahl das 0:1, und Ratingen konnte sich bei Torhüter Christoph Oster bedanken, dass die Deichstädter den Vorsprung nicht vergrößerten. Anstatt mit einem 0:2 oder 0:3 gingen beide Teams mit einem Remis in die Kabinen. Schiedsrichter Zsolt Heffler begann nach einer Viertelstunde konsequent bis kleinlich Hinausstellungen zu verteilen und bestrafte einen vermeintlichen unkorrekten Körperangriff von Christian Neumann sowie ein Beinstellen Stephan Fröhlichs mit einer 3:5-Situation, in der Neuwied den Ausgleich durch Tobias Brazda nicht verhindern konnte (17.).
Billigmanns Team blieb am Drücker, schnürte die Außerirdischen auffallend häufig dann in ihrer Zone ein, wenn die Reihe mit Stephan Fröhlich, Moritz Schug und Sven Schlicht auf dem Eis stand, ging aber weiterhin zu großzügig mit seinen Gelegenheiten um. Michael Jamieson (22.) und Sven Schlicht (25.) scheiterten frei vor Oster. Das überfällige 1:2 erzielte schließlich Tobias Etzel (32.). Erlöster Jubel vom kampfstarken Angreifer, weil er den Bann brach und Neuwied auf dem richtigen Weg zu sein schien. Die Hausherren hatten ihre gefährlichsten Aktionen, wenn sie schnell von Abwehr auf Angriff umschalteten. Wie etwa in der 35. Minute. Martin Brabec bekam die Scheibe einen Wimpernschlag bevor er den Puck in Richtung Oster abfeuern wollte von Florian Pompino weggespitzelt, den anschließenden Konter schloss Pascal Behlau mit dem erneuten Ausgleich ab.
Das Scheibenglück befand sich schon in dieser Situation nicht auf Seiten des EHC, und es sollte noch extremer kommen. Gefühlt jeder abgefälschte Schuss sprang in Nähe des Neuwieder Tores einem Ratinger vor den Schläger. Das 4:2 von Thomas Dreischer (44.) und das 5:2 von Alexander Schneider (46.) fielen auf diese Art und Weise. Die Bären waren von der Rolle, schon der Blitzstart mit Dennis Fischbuchs 3:2 nur 25 Sekunden nach Wiederbeginn hatte Spuren hinterlassen. „Das eine oder andere Tor für uns fiel sicherlich glücklich. Aber die Mannschaft hat Herz gezeigt. Die Einstellung stimmte", kommentierte Ratingens Trainer Achim Johnigk.
Mit dem 5:2-Vorteil zogen sich die Gastgeber zurück, konzentrierten sich auf die Defensive und ließen mit Ausnahme von Etzels drittem Tor an diesem Wochenende (48.) nicht mehr viel zu. Optisch überlegene Bären brachten die Scheibe nur noch zentral auf Oster - kein Problem für den gegnerischen Schlussmann. Auch den Versuch die letzten zwei Minuten mit sechs gegen fünf und dafür ohne Torhüter zu bestreiten, erklärte Billigmann mit Tobias Brazdas 6:2 in den verweisten Kasten für gescheitert. Da wenig später auch noch Andreas Wichterich in der Rückwärtsbewegung zu Fall kam und drei Ratinger gegen einen EHC-Verteidiger standen, hatte Kapitän Fischbuch keine Schwierigkeiten einen Eishockey-Abend mit dem Tor zum 7:3-Endstand abzuschließen, an dem nach 40 Minuten noch vieles auf einen Dreier der Gäste hingedeutet hatte.


ESC Berlin  (RLO)
Gut verkauft, aber ohne Chance
Es war das erwartet schwere Spiel, dennoch verkaufte sich der ESC 07 Berlin bei den Schönheider Wölfen gut. 8:1 (2:1/3:0/3:0) gewann der Favorit am Ende gegen den Club.
Der Club reiste fast schon gewohnheitsmäßig mit nur zehn Feldspielern und zwei Torhütern ins Erzgebirge. Max Franke sollte als Letzter die Angriffe der Wölfe stoppen. Sein Gegenüber war Oliver Fengler.
Natürlich waren die Wölfe Favorit in diesem Spiel, ohne Gegenwehr wollte der Club die Punkte aber nicht abgeben. Und zur Überraschung der Wölfe spielten sie mit. Nach vier Minuten gelang sogar die Führung, Jan Krautmann schloss ein Break erfolgreich ab. Doch die Gastgeber konnten schnell ausgleichen. Die erste Strafe nutzte Jan Gruß zwei Minuten später aus. Schönheide nun überlegen, aber der Club fuhr immer wieder Breaks. Drei Minuten vor der Pause ging der Favorit dann doch in Führung. Bei Überzahl vom Club gelingt Petr Kuka nach einem Aufbaufehler das 2:1.
Auch im zweiten Drittel stürmten die Wölfe und der Club konterte. So kamen beide zu Torchancen. Mit viel Glück kam Schönheide zum dritten Treffer, bei Überzahl der Wölfe ging ein Puck von Christoph Rogenz ins Tor (26.). Powerplay war in diesem Spiel nichts für den Club, denn wieder kassierten sie ein Tor. Petr Kukla ging nach 31 Minuten durch und traf zum 4:1. Bei doppelter Überzahl erhöhte Björn Schenkel nach 37 Minuten auf 5:1.
Zum letzten Drittel wechselte der Club den Goalie, für den guten Max Franke kam Marco Papajewski. Die Wölfe ließen hier gegen einen gut kämpfenden Club nichts mehr anbrennen, zeigten aber auch keine überragende Leistung. Lukas Novacek (48.), Petr Kukla (52.) und Danny Reimann vier Sekunden vor dem Ende sorgten für den 8:1-Endstand.
Der Club braucht sich nichts vorwerfen zu lassen, außer einer mangelnden Chancenverwertung. Nun ist Pause, am 5.1. geht es weiter mit dem Nachholspiel bei den Berlin Blues.
Noch immer am Laufen ist die Crowdfundingaktion zur Unterstützung des Nachwuchses der Wölfe. Informationen gibt es unter http://schoenheider-woelfe.de/
(Norbert Stramm)


Tornado Niesky  (RLO)
Tornados siegen gegen Bombers
Ein weiteres Kreisderby in der Regionalliga Ost fand am Sonnabend in Niesky statt. In Eisstadion am Waldbad  empfingen die Tornados die Bombers von Rot Weiß Bad Muskau.
Natürlich gingen die Gastgeber als Favoriten in diese Partie. Und dieser Rolle wurde sie auch von Anfang an auch gerecht. Bereits in der 1.Minute traf Chris Neumann nach Vorlage von Sven Becher und Jörg Pohling das 1.Mal den Kasten der Bombers. Neumann baute diese Führung in der 6. Minute in Überzahl durch ein weiteres Tor nach Zuspiel von Sebastian Greulich und Jörg Pohling aus. Viele Chancen der Nieskyer folgten, aber leider ohne Erfolg. Auch die Gäste aus dem Norden des Landeskreises hielten sich tapfer im Spiel. Im Mitteldrittel versenkte Philip Riedel den Puck in der 29. Minute im Bad Muskauer Tor nach Vorarbeit von Jörg Pohling und Goalie Robert Handrick. 4 Minuten vor dem Abpfiff im letzten Drittel nutzte Sven Becher das Überzahlspiel und schoss nach Vorlage von Christian Rösler und Sebastian Greulich das letzte Tor für die Tornados. In der 58. Minute kamen die Bombers allerdings noch durch unglückliche Umstände in der Nieskyer Verteidigung zu ihrem ersten und auch einzigen Treffer in diesem Spiel. So endete die Partie nach 60 Minuten mit einem verdienten 4:1 (2:0;1;0; 1:1) für die Nieskyer Tornados. Am 14.01.2018 treffen beide Mannschaften in Weißwasser erneut aufeinander. 


ESC Berlin 1b  (LLB)
Zweete erkämpft sich drei Punkte - oder: Wenn eine Ansprache zum Problem wird…
Mit einer tollen Energieleistung gewinnt die Zweete vom ESC 07 Berlin gegen die 1b der Berlin Blues mit 2:1 (0:1/1:0/1:0). 
Vor dem Spiel gab es in der Kabine des Clubs angespannte Gesichter. Nur neun Feldspieler standen zur Verfügung und zwei davon waren auch noch grippegeschwächt. Plötzlich haut Spielertrainer Mario Plack den Satz raus: "Wenn wir dieses Spiel gewinnen, trete ich als Spieler zurück!" Das hätte er sich vielleicht besser überlegen sollen. Die Blues boten übrigens in diesem Spiel 18 Feldspieler auf, also doppelt so viele.
Das von „Placki“ trainierte Team zeigte über die gesamte Spielzeit eine disziplinierte Leistung. Hinten wurden die Räume eng gemacht und wenn es ging, gab es auch Konter. Aus diesen ergaben sich sehr gute Torchancen, die aber nicht genutzt wurden. Die Blues hingegen nutzten das einzige Powerplay des ersten Drittels zum 1:0 durch Andrè Petters (18.). Auf der Bank saß übrigens der Mann mit der Drohung...
Am Spielverlauf änderte sich im zweiten Drittel nichts, die Blues stürmten vergebens, die Zweete stand weiter gut. Und den Rest erledigte der Doktor in Tor. Und ebenfalls bei Überzahl gelang der verdiente Ausgleich. Adam Vradenburg sorgte nach 29 Minuten für Jubel bei den Spielern und Noppe, sonst ja der Artikelschreiber, der als Betreuer aushalf, wofür sich das Team ausdrücklich bedankt. 
Das letzte Drittel war nichts für schwache Nerven. Beide kämpften und das meist mit fairen Mitteln. Die Schiedsrichter hatten keine Probleme mit diesem Spiel, auch das sollte erwähnt werden. Das Spiel lief wie gehabt, die einen griffen an, die anderen konterten. 56 Sekunden vor dem Ende zog Steven Niemeyer von der blauen Linie ab und der Puck schlug bei Patrick Haucke im Tor der Blues ein. Diese nahmen sofort eine Auszeit. Coach Placki fragte, wer noch Luft habe und es fanden sich fünf „Unkaputtbare“. Die ließen keine großen Chancen mehr zu und so gewann die Zweete zwar etwas überraschend, aber letztlich verdient.
Blues-Trainer Detlef Radant gratulierte der Zweeten zur Leistung bei dem Sieg. Und bei „Placki“ ratterte es im Kopf sichtlich. Hatten die Jungs gewonnen, um ihn als Spieler loszuwerden und nur noch als Trainer zu haben? Da es das letzte Spiel des Jahres war, muss auf die Antwort noch ein wenig gewartet werden.
Und nochmals der Hinweis: Das Spiel gegen die Eisbären Juniors Berlin vom 30.12. wurde auf den 07.01.2018 verlegt und ist damit der Jahresauftakt für die Zweete. Gespielt wird um 16:00 Uhr im Paul-Heyse-Stadion
(Norbert Stramm)


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Montag 18.Dezember 2017
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