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August 26
                     
Tag des Wassereises
          
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  KURZNACHRICHTEN  

           
      
Bären Neuwied
(OLN)  Nach Michael Jamieson hat als nächstes Eigengewächs Björn Asbach seine Zusage für die neue Saison in der Oberliga gegeben. Der 27-jährige Stürmer kehrte 2021 zu seinem Heimatverein zurück. In der letzten Saison hat er 15 Spiele bestritten und konnte dabei zwei Vorlagen beisteuern
  
Bergisch Raptors
(LLW)  Stürmer Rafael Sturmberg wechselt aus der Regionalliga vom ESV Bergisch Gladbach nach Solingen. Der 33-Jährige absolvierte zuletzt für die Realstars 22 Partien, bei denen er allerdings punktlos blieb
  
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Bei den Tigers geht es Schlag auf Schlag weiter. Als nächstes hat Mannschaftskapitän Till Steffens seine Zusage für die kommende Saison gegeben. Das 23-jährige Eigengewächs konnte in der letzten Saison in 25 Partien 14 Scorerpunkte für sich verbuchen
  
River Rats Geretsried
(BYL)  Die beiden Nachwuchscracks Vitus Bader und Korbinian Bigalk werden in der neuen Spielzeit ihre Chance im Bayernliga-Team des ESC erhalten
  
Bayreuth Tigers
(BLL)  Nachwuchscrack Vincent Deinert wird in der neuen Saison seine Chance in der 1.Mannschaft erhalten
  
Haßfurt Hawks
(BLL)  Mit Maurice Becker wechselt ein Oberliga-erfahrener Stürmer zum ESC. Der 28-Jährige der mehrere Jahre für Rostock und Halle aufs Eis ging, wechselt von den Eagles Essen-West aus der Regionalliga West zu den Hawks. Zum Gewinn der Meisterschaft konnte er in 29 Spielen 15 Tore und 36 Assists beisteuern
  
Schongau Mammuts
(BYL)  Der Kanadier Kurt Sonne geht weiter für die EAS auf Torejagd. Der 30-jährige Angreifer, der in sein drittes Jahr in Schongau geht, konnte zuletzt in 24 Partien 15 Tore und 16 Vorlagen für sich verbuchen
  
Ravensburg Towerstars
(DEL2)  Die beiden Verteidiger Niclas Hempel und Niklas Hübner werden von den Schwenninger Wild Wings mit Förderlizenzen für die Towerstars ausgestattet. Hübner absolvierte bereits in der letzten Saison zahlreiche Spiele im Ravensburger Trikot, während Hempel bei seinem Heimatverein EHC Freiburg Spielpraxis erhalten hat
  
Eispiraten Dorfen
(BYL)  Torhüter Simon von Fraunberg wird auch in der neuen Spielzeit wieder für den ESC auflaufen. Der 31-Jährige spielte bislang ausschliesslich für seinen Heimatverein
  
Adendorfer EC
(RLNO)  Ayko Grewe bleibt als weiterer Torhüter bei den Heidschnucken. Der 22-Jährige, der ursprünglich aus dem eigenen Nachwuchs stammt, spielte zwischenzeitlich im Wolfsburger Nachwuchs und stand auch schon im erweiterten Oberliga-Aufgebot der Hannover Indians
  
Dinslakener Kobras
(RLW)  Stürmer Dorian Hanna wird in sein drittes Jahr beim EV gehen. Der 22-Jährige, der aus dme Duisburger Nachwuchs stammt, konnte in zuletzt 23 Partien 5 Tore erzielen und weitere 6 Treffer vorbereiten
  
SC Reichersbeuern
(BLL)  Mit Dennis Stoljarov kommt ein neuer junger Stürmer zum SCR. Der 20-Jährige begann einst im Tölzer Nachwuchs und spielte zuletzt im Nachwuchsbereich des ESC Geretsried
  
Salzgitter Icefighters
(RLNO)  Aus dem eigenen 1b-Team rückt Torhüter Luca Huster in den Regionalliga-Kader auf. Das Goalie-Trio neben der klaren Nummer-1 Dennis Korff wird von Dustin Hey komplettiert. Der 26-Jährige kommt vom 1b-Team der Saale Bulls Halle und spielte früher bereits für die 1b der Icefighters
  
Pfaffenhofen Eishogs
(BBZL)  Aus dem letztjährigen Bayernliga-Kader werden die beiden Verteidiger Leon Koppitz und Michael Wolf bleiben und den Neubeginn unterstützen. Ausserdem kommen mit Mathias Jeske und dem Tschechen Kresimir Schildhaben zwei torgefährliche Stürmer aus der Landesliga vom EV Fürstenfeldbruck zum ECP
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Sonntag 7.Januar 2018. Heute mit Informationen von der Frauen-Nationalmannschaft, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern und Regionalliga West.


Deutscher Eishockey Bund
Nations Cup: Frauen spielen um Platz 5 - DEB-Auswahl unterliegt Schweiz / Hinterstocker: „Müssen Weg finden Tore zu erzielen“
(DEB)  Torlos gegen Eidgenossen: Die Frauen-Nationalmannschaft verliert im zweiten Spiel des Nations Cup 2018 im Bundesleistungszentrum in Füssen mit 0:4 (0:1; 0:3; 0:0) gegen die Schweiz und belegt damit den 3.Platz der Gruppe B.
Die Eidgenossen hatten den besseren Start ins Spiel und von Beginn an stand Jenny Harß im Tor der Deutschen Mannschaft im Fokus. Nach zwei herausragenden Paraden hintereinander musste sich die Allgäuerin dann aber in der 5.Spielminute das erste Mal an diesem Abend geschlagen geben. Isabell Waidacher verwandelte den zweiten Nachschuss zur schweizer Führung. Im Anschluss drehten die deutschen Frauen auf und erkämpften sich gute Möglichkeiten. Erst scheitere Andrea Lanzl in Unterzahl knapp, dann verpassten Kerstin Spielberger und Julia Zorn und so ging es mit einem Ein-Tor-Rückstand in die erste Pause.
Den zu diesem Zeitpunkt mehr als verdienten Ausgleich hatte zu Beginn des Mittelabschnitts dann zunächst Marie Delarbre in Überzahl, wenige Sekunden später Franziska Feldmeier auf dem Schläger, konnten die Scheibe aber nicht über die Linie bringen. Im Gegenzug bauten die Schweizerinnen ihre Führung aus. Erst traf Lara Stalder unhaltbar in den Winkel, dann Alina Müller in Überzhl per Direktabnahme und schließlich Evelina Raselli aus dem Slot.
Auch im Schlussabschnitt sollte der Anschlusstreffer nicht gelingen und dies obwohl die DEB-Auswahl deutlich mehr Spielanteile hatte. Damit musste sich die Mannschaft um Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker erneut geschlagen geben.
Benjmin Hinterstocker, Frauen-Bundestrainer: „Die Mannschaft hat heute eine deutlich bessere Leistung als am Mittwoch gegen Schweden gezeigt. Spielentscheidend waren die drei Gegentore innerhalb von acht Minuten im 2.Drittel. Hier haben wir undiszipliniert agiert. Im letzten Drittel konnten wir wieder spielerische Akzente setzen und hatten offensive Aktionen.“
Frauen unterliegen Kanada - Zorn einzige Torschützin / Franzsika Alb beste deutsche Spielerin
Großer Kampf gegen starke Kanadierinnen: Die Frauen-Nationalmannschaft unterliegt Kanada mit 1:5 (0:1; 1:3; 0:1) und schließt den Nations Cup 2018 im Bundesleistungszentrum in Füssen damit auf dem 6.Platz ab.
Die kanadische Mannschaft startete erwartet aktiv und spielstark in die Partie, sodass Franziska Albl im Kasten der DEB-Auswahl ihr ganzes Können von Beginn an unter Beweis stellen musste. Der erste Treffer des Spiels fiel in der 3.Spielminute. Sophie Shirley konnte Albl freistehend vor dem Tor mühelos ausspielen.
Im Mittelabschnitt erhöhte Team Canada seine Führung promt um zwei weitere Zähler. Doch die Mannschaft um Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker ließ sich nicht irritieren und arbeitete weiter hart. Besonders die Sturm-Formation Spielberger, Lanzl, Zorn konnte sich immer wieder gute Chancen herausspielen. In der 39.Spielminute dann der verdiente Anschlusstreffer zum 1:3. Julia Zorn traf aus kurzer Distanz in den Winkel. Doch Kanada stellte den alten 3-Tore-Abstand noch vor der zweiten Pause wieder her.
Trotz großem Kampf sollte es bis zum Schlusspfiff nicht gelingen einen weiteren Treffer zu erzielen. Knapp sechs Minuten waren noch zu spielen, da besiegelte Loren Gabel mit ihrem Treffer zum 5:1-Endstand.
Benjamin Hinterstocker, Frauen-Bundestrainer: „In den letzten vier Wochen haben wir insgesamt sieben Länderspiele bestritten, dabei kamen ca 28 Spielerinnen zum Einsatz. Zum einen haben wir vor allem in Finnland gute Ergebnisse erzielen können, zum anderen haben aber auch einzelne Spielerinnen einen Schritt nach vorne machen können. Das sind die positiven Entwicklungen, die wir brauchen um letztlich auch als Mannschaft einen Schritt nach vorne machen zu können. Unser Ziel ist weiterhin die WM 2019. Wir werden uns in 14 Tagen für die kommenden zwei Länderspiele treffen und weiter dafür arbeiten.“


Düsseldorfer EG
Kein weiterer Auswärtssieg: DEG verliert in Schwenningen 2:4
(DEL)  Am Ende ihres vier-Spiele-Road-Trips waren die Düsseldorfer heute mal eben in Schwenningen zu Gast. Bei den Wild Wings verlor die DEG letztendlich verdient mit 2:4 (0:1, 2:2, 0:1). Nach den Siegen in Berlin und Köln setzte es beim Tabellenfünften wieder eine Niederlage – die dritte im dritten Saisonspiel gegen diesen Gegner. Heute konnte das Team von Mike Pellegrims nicht überzeugen.


Straubing Tigers
Stellungnahme zu den Geschehnissen vom 05.01.2018
(DEL)  Die Straubing Tigers GmbH & Co.KG reagiert mit dieser Mitteilung auf die Vorkommnisse des Auswärtsspiels vom 5. Januar bei den Iserlohn Roosters.
„Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart der Welt. Wir alle wissen, dass Spiele auf hohem Niveau nicht einfach zu leiten sind“, sagt Jason Dunham, Sportlicher Leiter der Straubing Tigers.
„Ungeheuerlich ist jedoch die einseitige Darstellung der Entscheidungen vom gestrigen Abend durch die Mitarbeiter der DEL. Ich war bis dato der Überzeugung, dass die 14 Clubs sich auf ein klares Regelwerk stützen können“, führt Jason Dunham weiter aus. „Dieser Glaube ist mir im Laufe des gestrigen Abends mehrfach abhandengekommen.“
Weshalb Jason Dunham den Glauben an eine korrekte Regelauslegung bzw. Umsetzung verloren hat, dokumentieren folgende Beispiele:
1.       Spielminute 28 – Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Christopher Brown
Dem Torerfolg der Iserlohn Roosters geht eine nicht geahndete Abseitsstellung der Gastgeber voraus.
Als Luigi Caporusso die blaue Linie überquerte und dadurch die Scheibe in das Verteidigungsdrittel der Straubing Tigers brachte, befand sich der spätere Torschütze Christopher Brown bereits im Angriffsdrittel.
Hier der Videoausschnitt dazu: http://bit.ly/2m1qi5W
2.       Spielminute 43 – Tor zum 2:1 durch Chad Costello
Die Liga beruft sich in ihrer Meldung auf Regel 200 – Laufendes Spiel  - Torhüter – Punkt 3: Verliert ein Torhüter seine Gesichtsmaske während des laufenden Spiels und ist das gegnerische Team im Besitz des Pucks, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, falls keine unmittelbare Torchance besteht. Das folgende Anspiel erfolgt an einem der Anspielpunkte in der Verteidigungszone. 
Bevor Chad Costello die Scheibe über die Linie befördern konnte, lag das Spielgerät frei bespielbar neben der Torumrandung und befand sich nicht im Besitz der Iserlohn Roosters.
Mike Hedden hatte den Puck seinem Gegenspieler, vor dem Torraum, vom Schläger genommen und war damit als letzter an der Scheibe. Chad Costello musste sich den Puck erst mit dem Schläger „angeln“ und konnte erst dann einschießen.
„Deshalb ist Punkt drei von Regel 200 nicht anzuwenden, da Iserlohn weder im Puckbesitz war noch eine klare Torchance hatte“, sagt Jason Dunham.
Hier der Videoausschnitt dazu: http://bit.ly/2D1IG6K
3.       Spielminute 49 – Nicht gegebener Treffer der Straubing Tigers – Torschuss Austin Madaisky
Regel 200 – Laufendes Spiel  - Torhüter – Punkt 4
III.                 Verliert ein Torhüter seine Gesichtsmaske während des laufenden Spiels und ist das gegnerische Team im Besitz des Pucks, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, falls keine unmittelbare Torchance besteht. Das folgende Anspiel erfolgt an einem der Anspielpunkte in der Verteidigungszone.
Zu Punkt drei von Regel 200 – Die Straubing Tigers befanden sich im Puckbesitz und es lag eine klare Torchance vor, da der Spieler Austin Madaisky unmittelbar vor einem vielversprechenden Torabschluss stand.
Leider äußerte man sich von Seiten der DEL zu diesem klaren Sachverhalt nicht.
Hier der Videoausschnitt dazu: http://bit.ly/2m4MFrs
„Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Fans, Gesellschaftern und Sponsoren. Darüber hinaus hat eine ganzen Region und auch Eishockeydeutschland ein Recht darauf zu erfahren, wie die Faktenlage ist und zwar wurden zwei irreguläre Tore für Iserlohn gegeben“, findet Jason Dunham abschließende Worte.
Jason Dunham steht, zwecks der Aufarbeitung der Vorfälle, mit der Ligenleitung der DEL in Kontakt.


Bayreuth Tigers
Tigers sind auf dem mentalen Tiefpunkt angekommen
(DEL2)  Nach einer Negativserie, wie sie die Oberfranken aus verschiedensten Gründen in den letzten Wochen erlebt haben, denkt man oft, noch tiefer geht es nicht, aber dieser blutleere Auftritt war eine neue Dimension und brachte Coach Waßmiller dazu sich bei den Fans in der PK für die Vorstellung zu entschuldigen.
Viel hatte man sich nach zuletzt sieben punktlosen Heimspielen wieder vorgenommen, doch trotz der Rückkehr von M. Müller gab es durch den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Potac, neben anderen wichtigen Spielern wie Bartosch oder Heider, weitere personelle Rückschläge. Das reicht aber nicht als Erklärung, denn auch die Gäste aus Oberschwaben hatten z.B ohne Svoboda, Lapsansky oder Pozivil und einigen weiteren, keineswegs alle Mann, geschweige denn alle Leistungsträger an Bord.
Nach gerade einmal zwei Spielminuten deckte Just die fehlende Zuordnung im Slot mit der frühen Führung des Teams aus der Spielestadt auf, doch der schnelle Ausgleich von Pavlu nach einem flotten Gegenzug kompensierte das noch. Danach blieben die Unzulänglichkeiten in der Defensive der Hausherren aber weiter so deutlich, dass Zucker und Kruminsch ohne Bäume ausreißen zu müssen auf 1-3 stellen konnten. Mangelhafte Zuordnung und dadurch viel zu viel Platz für den Gegner oder zu zaghaftes Zweikampfverhalten zeigten sich hinten als Schwachstellen. Aber auch offensiv fehlte der letzte „punch“, so dass der Zwischenstand nach 20 Minuten völlig in Ordnung ging. Selbst bei besten Gelegenheiten war das Selbstbewusstsein nur noch so minimal, dass man sich lieber hinter einem weiteren Querpass „versteckte“, statt selbst abzuschliessen.
Im Mittelabschnitt hatten die Oberfranken dann anfangs lange Powerplay, davon sogar 37 Sekunden 5 gegen 3, doch trotz einiger guter Schusschancen gelang daraus kein Ertrag, weil die Effizienz im Abschluss nicht genug war. Daneben zeigte auch Torwart Langmann einige gute Reaktionen und blieb genauso wie bei einem Unterzahlbreak von Stas (27.) Herr der Lage. Als diese aufflackernde Gegenwehr erloschen war, erhöhte erst Roloff per drittem Nachschuss und dann noch Supis mit einem Powerplaytor aus der Distanz bis auf 1-5. Danach hatte Torwart Vosvrda von der minimalen Unterstützung seiner Vorderleute endgültig genug hatte und räumte sein Tor für Freddy Hartung.
Im letzten Drittel begnügten sich die Towerstars hauptsächlich mit souveräner Ergebnisverwaltung und auch den Tigers gelang keine Resultatsverbesserung mehr. Einzelne, teilweise gute Chancen von Chouinard oder Gams blieben bei den Wagnerstädtern ungenutzt. Hinten ließ nun auch Hartung länger keinen Gegentreffer mehr zu, wenn auch die Gäste nicht mehr wirklich offensiven Druck aufbauten. Das 1-6 durch einen direkt abgenommenen Blueliner von Supis stellte den Endstand her, dem noch ein negativer Höhepunkt folgte. Sekunden vor Ende drosch Luciani einen Puck aus dem eigenen Drittel als Befreiungsschlag aus der Drehung mit allem Frust der sich in diesen aus Tigerssicht furchtbaren 60 Minuten aufgestaut hatte. Dass ein Linesmen da in der Schussbahn stand und sich ducken musste, schien eher Zufall, denn große Beanstandungen bei der Spielleitung gab es eigentlich nicht. Passend zum sonst auch komplett „gebrauchten Tag“ entwickelte sich daraus ein Disput zwischen Schiri und Spieler mit 2mal 10 plus Spieldauer für den Bayreuther Außenstürmer.
Mental wirkten die Oberfranken über die komplette Spielzeit dermaßen am Boden, dass dem EVR eine einfache und souveräne Leistung problemlos zu drei Punkten reichte. Der Tiefpunkt ist damit wohl erreicht, aber es müssen gravierende Verbesserungen her, um schnellst möglich oder zumindest in den kaum noch abwendbaren Playdowns wieder Fuß zu fassen.


Eispiraten Crimmitschau
5:2! Eispiraten schlagen Meister Frankfurt - Zweiter Sieg im zweiten Spiel nach dem Jahreswechsel
(DEL2)  Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt für sich entschieden. Die Westsachsen setzten sich beim amtierenden Meister der DEL2 mit 5:2 durch und sicherten sich somit den zweiten Sieg im zweiten Spiel nach dem Jahreswechsel. Nach einem frühen Rückstand kämpften sich die Crimmitschauer zurück in die Begegnung. Auch wenn es im letzten Drittel nochmals brenzlig wurde, nehmen die Eispiraten drei wichtige Zähler mit nach Hause. Das nächste Spiel findet am Sonntag im Sahnpark statt. Dort kommt es gegen die Dresdner Eislöwen zum Prestigeduell und Sachsenderby. Tickets sind erhältlich unter www.eispiraten-crimmitschau.de
Die Eispiraten mussten schon früh in der Begegnung einen herben Rückschlag hinnehmen. Brett Breitkreuz konnte den ersten Schuss der Partie versenken. Somit stand es bereits nach 28 Sekunden 1:0 für die Löwen (1.). Auch im Anschluss blieben die Hessen das aktivere und vor allem gefährlichere Team. Brett Kilar verhinderte mit guten Paraden aber einen höheren Rückstand im ersten Durchgang.
Im zweiten Drittel bot sich den mehr als 4.500 Zuschauern in der Frankfurter Eissporthalle ein anderes Bild. Die Eispiraten stellten sich gut auf die Spielweise der Gastgeber ein und kamen nun selbst zu guten Möglichkeiten. So viel der 1:1-Ausgleichstreffer auch nicht ganz unverdient. Im Fallen und mit der Rückhand bugsierte Scott Allen den Puck in das Löwen-Gehäuse (29.). Und die Eispiraten setzten sofort nach. Torschütze Allen auf Kabitzky, der auf Walsh und der Angreifer mit der Trikotnummer 8 erzielte mit seinem trockenen Schuss das 2:1-Führungstor für die Westsachsen (31.). Und dem Offensivmann gelang auch das nächste Tor: Sein Gewaltschuss landete unter der Querlatte - Keine Chance für Goalie Brett Jaeger - 3:1 (39.)!
Innerhalb eines Drittels schossen die Schützlinge von Kim Collins drei Tore und drehten die Führung des amtierenden Meisters. Doch die wütenden Löwen waren zu Beginn des Schlussabschnitts um eine schnelle Antwort bedacht. Doch mitten in der Druckphase der Mainstädter sorgte Ossi Saarinen für den Treffer zum 4:1 (44.)! Doch danach wurde es noch einmal spannend. Tyler Gron traf in doppelter Überzahl zum 4:2-Anschlusstreffer und der Meister hatte plötzlich wieder Oberwasser. Eine konzentrierte Leistung im Abwehrverbund um Goalie Brett Kilar verhinderten aber Schlimmeres. Und Ossi Saarinen, bedient von Patrick Pohl, traf schließlich ins verwaiste Tor der Hessen zum 5:2-Endstand.


Dresdner Eislöwen
Eislöwen feiern 4:3-Erfolg gegen Bad Nauheim
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 4:3 (0:2; 3:0; 1:1) gewonnen. Vor 2785 Zuschauern brachte Mike McNamee den Gast in der siebten Minute im Powerplay in Führung. Diese baute Harald Lange wenig später aus (9.). Im zweiten Drittel standen die Eislöwen im Fokus. Zunächst sorgten Nick Huard (29.) in Überzahl und Thomas Pielmeier (35.) für den Ausgleich. Nach Sichtung des Videobeweises durften die Dresdner Fans dann sogar das 3:2 durch Huard bejubeln (36.). Im Schlussdrittel war es erneut McNamee, der den Bad Nauheimer Ausgleich erzielte (47.). Doch Marius Garten nutzte in der 57. Minute in Überzahl die Chance und markierte den Dresdner Siegtreffer.  
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Bad Nauheim ist mit jeder Menge Selbstvertrauen angereist. Wir haben nicht gut angefangen, waren oft einen Schritt zu langsam. Im zweiten Drittel haben wir die Scheiben besser zum Tor gebracht, auch die Nachschüsse genutzt. Zwei Tore sind heute in Überzahl gefallen, was sehr erfreulich ist. Auch unser Goalie Henning Schroth hat bei seinem ersten Spiel im Eislöwen-Trikot eine sehr gute Leistung gezeigt und uns in vielen Situationen im Spiel gehalten.“
EC-Coach Petri Kujala: „Wir haben wieder ein gutes Auswärtsspiel gezeigt, aber beim 2:0 leider verpasst das dritte Tor nachzulegen. Auch nach der Tiefschlag-Phase im zweiten Abschnitt haben wir weiter gearbeitet, sind noch einmal zurückgekommen. Am Ende haben wir noch sichere Chancen, um erneut auszugleichen. Einen Punkt hätten wir uns verdient. Nach 4000 Kilometern im Bus in den letzten zehn Tagen kann ich nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 07. Januar um 17 Uhr bei den Eispiraten Crimmitschau. 


Kassel Huskies
2:1 gegen Kaufbeuren – Huskies stoppen Negativserie
(DEL2)  Nach drei Niederlagen in Folge wollten die Kassel Huskies am 33. DEL2-Spieltag zurück in die
Erfolgsspur finden. Zu Gast war mit dem ESV Kaufbeuren jedoch ein Team, das auf fremden Eis
zuletzt regelmäßig punktete und zuletzt Mitte November in Bad Nauheim mit null Punkten die
Heimreise antreten musste.
Und so verbuchten die Allgäuer auch die ersten beiden Großchancen für sich, als Laaksonen und
Neuzugang Immonen frei vor Markus Keller auftauchten, diesen jedoch nicht überwinden konnten.
Nach sieben Minuten machte es Laaksonen aber besser. In Überzahl vollstreckte er aus kurzer
Distanz eine Karevaara-Vorlage zum 0:1. Die Huskies zeigten sich jedoch nicht geschockt.
Nachdem sie zuvor bereits mehr Zeit in der Offensivzone verbrachten, markierte Evan McGrath
nur eine gute Minute nach dem Rückstand den 1:1-Ausgleich. Meilleur tankte sich zuvor
dynamisch in Richtung Gehäuse, McGrath lupfte den Rebound an ESVK-Schlussmann Kucis
vorbei ins Tor.
Auch bis zur ersten Sirene zeigten sich die Schlittenhunde weiter aktiv und torgefährlich, Bastian
Kucis wurde jedoch nicht mehr überwunden. Unter anderem auch, weil er aus kurzer Distanz
sensationell gegen den freistehenden Della Rovere rettete.
Im Mittelabschnitt verflachte das Niveau etwas. Das Bild blieb jedoch gleich, die Huskies
investierten offensiv mehr, trafen aber auf Allgäuer, die ihre Zone clever verteidigten. Und falls
Kaufbeuren doch mal das ein oder andere Loch anbot, war Torhüter Bastian Kucis zur Stelle, der
Stammkeeper Stefan Vajs glänzend vertrat und stark gegen Della Rovere, Klöpper und Carciola
aus kurzer Distanz sowie den enteilten Jens Meilleur parierte.
Auch im letzten Drittel erarbeiteten sich die Nordhessen optische Vorteile, ohne allerdings
spielerische Glanzpunkte zu setzen. Die Gäste konzentrierten sich weiterhin überwiegend auf ihre
Defensive, hatten dort aber vermehrt mit leichten Abspielfehlern zu kämpfen, die ihr Torhüter
Bastian Kucis, vor allem gegen Della Rovere und Klöpper, zu vereiteln wusste. In den letzten zwei
Minuten zog das Hauptschiedsrichtergespann Brill/Hetrich zudem den Zorn der Gäste auf sich, nachdem zunächst ein mutmaßliches Beinstellen an Jonas Wolter nicht geahndet und wenig später eine Bankstrafe wegen unkorrektem Wechsel gegen die Allgäuer ausgesprochen wurde. Die Huskies ließen diese Möglichkeit nicht ungenutzt. Zwanzig Sekunden vor der Schlusssirene überwandt Adriano Carciola den bärenstarken ESVK-Torhüter Kucis auf der Fanghandseite und besorgte damit für den 2:1-Siegtreffer.


Kaufbeuren Buron Joker
ESVK verliert Sekunden vor Schluss in Kassel mit 2:1 - Fragwürdige Entscheidungen bringen Joker um Lohn der harten Arbeit
(DEL2)  Binnen 48 Stunden stand im neuen Jahr das zweite Auswärtsspiel des ESV Kaufbeuren in diesem Jahr an. Die Joker mussten dabei weiter auf die verletzten Stefan Vajs und Sebastian Osterloh sowie krankheitsbedingt auf Charlie Sarault verzichten. Jarkko Immonen gab dafür sein Debüt im Dress des ESVK.
Die Allgäuer starteten sehr gut in das Spiel und hatten durch Jere Laaksonen nach wenigen Minuten die erste sehr gute Abschlussmöglichkeit. Der finnische Sturmtank scheiterte frei vor dem Gehäuse an der Stockhand von Kassels Torhüter Markus Keller. Im einzigen Überzahlspiel des Abends für die Joker gelang den Allgäuern dann auch der zu diesem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer (8. Spielminute). Joona Karevaara tankte sich durch die Verteidigung der Huskies und legte vor dem Tor quer auf seinen Landsmann Jere Laaksonen, der die Scheibe nur noch zum 1:0 in das Tor der Hessen schieben musste. Im Gegenzug sollte dann auch schon der zweite Treffer an diesem Abend fallen. Dieses Mal aber für die Hausherren.Even McGrath nutze einen Abpraller zum 1:1 Ausgleichstreffer in der 9. Spielminute. Die Huskies kamen dadurch besser in die Partie und hatten auch einige Abschlussmöglichkeiten, die aber alle sichere Beute von ESVK Schlussmann Basti Kucis waren oder es war die vielbeinige Joker Defensive zur stelle. Auch eine erste Unterzahlsituation kurz vor der Pause überstanden die Rotgelben schadlos.

Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren weiter das in der Offensive aktivere Team. Der ESVK verteidigte weiter geschickt und versuchte die Huskies auch mit ihrem aggressiven Forechecking das Leben schwer zu machen, was auch immer wieder gelingen sollte. Max Schmidle erzielte dann das 2:1 für seine Farben. Die Schiedsrichter zeigten auf dem Eis Tor an. Winkten dann doch ab für kein Tor und schauten sich die Szene sicherheitshalber auf dem Videobeweis an. Nach einer längeren Entscheidungsfindung wurde dem Treffer dann die Anerkennung verweigert. 
Die Huskies waren auch dank dreier weitere Überzahlsituationen das aktivere Team. Aber auch den Hessen sollte kein weiterer Treffer, mehr gelingen, was nicht nur an der starken ESVK Verteidigung lag, sondern auch an Joker Torhüter Basti Kucis, der immer wieder starke Paraden zeigte.
Der Schlussabschnitt ähnelte stark dem zweiten Drittel. Die Huskies rannten an. Der ESVK fightete um jeden Zentimeter Eis und die Hausherren bissen sich an der Defensive der Joker die Zähne aus. Die Kasseler konnten sich auch noch zwei weitere Male im Powerplay probieren. Aber wie schon zuvor sollte vorerst kein Tor fallen. Kurz vor dem Ende der Partie wurde Jonas Wolter bei einem Angriff der Rotgelben klar von den Beinen geholt und nur kurze Zeit später bestrafte einer der beiden Hauptschiedsrichter einen angeblichen Wechselfehler der Kaufbeurer mit einer kleinen Bankstrafe. Anstatt in Überzahl, musste die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann das siebte Mal am heiutigen Abend in Unterzahl agieren. Es kam dann wie es kommen musste. Nach dem der ESVK das Powerplay der Huskies immer wieder gut störte und kurz davor war sich in die Verlängerung zu retten, netzte Adriano Carciola die Scheibe 18 Sekunden vor dem Ende zum 2:1 Siegtreffer für den DEL2 Meister der Saison 2015/2016 in die Maschen des Kaufbeurer Tores ein. Die Partie war somit entschieden und die 3168 Zuschauer in der Eissporthalle Kassel feierten, sofern sie nicht zu den gut 50 Joker Fans im Gästeblock gehörten, den Sieg der Hausherren. 


Deggendorfer SC
Das Donauderby geht an den DSC
(OLS)  Der Deggendorfer SC bestätigte am Freitagabend in Regensburg eindrucksvoll seine Form aus dem Peiting-Spiel und schlug die heimischen Eisbären im Donauderby mit 1:5.
Das Spiel begann optimal aus Sicht der Deggendorfer. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Andrew Schembri den mitgelaufenen Marius Wiederer bedient und der Verteidiger hatte keine Mühe mehr, den Puck über den bereits am Boden liegenden Justin Schrörs im Regensburger Tor zu platzieren. In der Folgezeit boten sich zahlreiche Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, jedoch behielten beide Torhüter zunächst die Oberhand. In der 16. Minute war es aber dann erneut der DSC, der zuschlug. Andrew Schembri wurde mustergültig freigespielt und der quirlige Angreifer zimmerte den Puck in den Winkel. Im zweiten Abschnitt zeigte sich dann ein ähnliches Bild. Beide Seiten konnten sich Chancen erspielen und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe die Eisbären auch einen Treffer erzielten. Jason Pinizzotto brachte in der 25. Minute sein Team im Powerplay auf die Anzeigentafel. In der Folgezeit drückten die Domstädter auf den Ausgleich, doch ein überragender Cody Brenner stand ein ums andere Mal im Weg. In der 34. Minute waren es dann die Deggendorfer die zurückschlagen konnten. Im Powerplay übten die DSC-Cracks viel Druck auf das Tor der Eisbären aus und schließlich war es Kyle Gibbons, der eine Jirik-Vorlage zum 1:3 verwertete. Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären noch einmal heranzukommen, fanden allerdings keinen Weg mehr, Cody Brenner an diesem Abend zu überwinden. Auf der Gegenseite sorgte Sergej Janzen im Powerplay in der 49. Minute für die endgültige Entscheidung. Knapp vier Minute vor Ende der Partie setzte die Sicinski-Truppe dann sogar noch einen drauf. Ales Jirk schickte Andrew Schembri auf die Reise, der alleine vor Eisbären-Keeper Schrörs eiskalt blieb und zum 1:5 einschob. Damit sicherte sich der Deggendorfer SC die nächsten drei Punkte und ist nun bereit für die Knallerpartie am Sonntagabend gegen die Starbulls Rosenheim. Spielbeginn im Deggendorfer Eisstadion ist um 18:30 Uhr.
Topspiel-Alarm! Starbulls Rosenheim zu Gast in Deggendorf
Am kommenden Sonntag kommt es im Eisstadion an der Trat zum langersehnten zweiten Aufeinandertreffen zwischen dem Deggendorfer SC und den Starbulls Rosenheim, dem aktuellen Tabellenführer der Oberliga Süd.
Knapp zwei Monate sind vergangen seit beide Teams das letzte Mal gegeneinander antraten. Damals bezwang der DSC die Starbulls auswärts mit 2:4. Nun kommen die Rosenheimer zum Rückspiel nach Deggendorf und wenn man die Tabelle vor dem Wochenende betrachtet, dann wird dies ein absolutes Topspiel. Aktuell genießen die Oberbayern mit 62 Punkten den Platz an der Sonne in der Oberliga Süd. Mit nur einem Punkt dahinter liegt der Deggendorfer SC auf Lauerstellung und will den Starbulls am Sonntag alles abverlangen. Nach den beiden Niederlagen gegen Selb und Lindau meldete sich der Deggendorfer SC mit dem dominanten 8:3 Heimsieg am Dienstag gegen den EC Peiting eindrucksvoll zurück und geht somit mit breiter Brust in die Partie. Bis auf den verletzten Benedikt Böhm wird der Deggendorfer SC aller Voraussicht nach in Bestbesetzung gegen die Rosenheimer antreten können, die sich zuletzt in einer sehr schwankenden Form präsentierten. Den überragenden Siegen gegen Regensburg (10:2) und Weiden (7:2) folgte eine Niederlage in Waldkraiburg und ein Last-Minute-Sieg in Memmingen. Schlüssel zum Erfolg ist bei den Oberbayern eine sehr breit gefächerte Offensive. Sage und schreibe elf Spieler konnten in 28 Partien bereits 20 Scorerpunkte erzielen, ein Beweis für die Qualität des Zweitliga-Absteigers.
Zu diesem Topspiel erwartet der Deggendorfer SC wieder einen hohen Zuschauerandrang. Um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden, können Tickets bereits im Vorverkauf bei den üblichen Anlaufstellen (Geschäftsstelle / Zigarrenhaus Schleicher) oder per Online-Ticketing erworben werden. Auch für alle Tages- und Dauerkarteninhaber wird es wieder einen Extra-Eingang rechts, ein paar Meter hinter der Tageskasse, geben. Spielbeginn in Deggendorf ist um 18:30 Uhr.


Lindau Islanders
Nichts zu holen in Landshut für die EV Lindau Islanders
(OLS)  Trotz großer Gegenwehr gab es für die EV Lindau Islanders beim EV Landshut nichts z holen. Immerhin fiel die Niederlage mit 1:5 (0:3, 1:1, 0:1) nicht so deutlich aus, dass das Torverhältnis großen Schaden erlitt.
Dennoch waren die Lindauer vor 2001 Zuschauer chancenlos, lagen schon nach dem ersten Drittel mit drei Toren im Rückstand. „Landshut ist die absolut stärkste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben. Die haben uns mit ihrem hohen Tempo überrannt“, sagte Team- Manager Sebastian Schwarzbart. Gegen die auf DEL2- Niveau agierenden Landshuter nahm das Unheil schon früh seinen Lauf, als die Niederbayern schon ihre erste Überzahl nach vier Minuten durch Stefan Reiter zur Führung nutzten. Auch in der Folgezeit dominierten die mit vier Reihen konstant druckvoll spielenden Gastgeber die Partie und bauten die Führung durch Peter Abstreiter (12.) und Maximilian Hofbauer (18., Powerplay) auf 3:0 aus.
Im zweiten Durchgang kamen die Islanders dann etwas besser ins Spiel und konnten durch Kai Laux in der 24. Minute ihr erstes Tor erzielen. Acht Minuten später stellte Luca Zitterbart in Überzahl den alten Abstand wieder her, den Marco Sedlar in der 47. Minute in Unterzahl sogar auf 5:1 ausbaute. Danach passierte kaum noch nennenswertes, mit Ausnahme eines Checks gegen den Kopf des Landshuter Spielers Alexander Dersch gegen Kai Laux. Während Kai Laux verletzt vom Eis musste und am Sonntag gegen Regensburg auszufallen droht, kassierte Dersch eine Spieldauer- Disziplinarstrafe anstatt der bei Verletzungsfolge zwingend erforderlichen Matchstrafe. Für das Spiel letztlich ohne Bedeutung, allerdings könnte ein Ausfall von Laux im Vorrundenendspurt schwer wiegen. Aus der anschließenden Überzahl konnten die Islanders leider kein Kapital schlagen. 
Erfreulich war dagegen der erste Auftritt von Filip Kokoska im Lindauer Trikot. Der 20jährige wurde von Trainer Dustin Whitecotton immer wieder sporadisch eingesetzt, um sein Team kennenlernen zu können und zeigte gute Ansätze. Dies ist wichtig, denn um Platz acht zurück erobern zu können (Weiden gewann in Miesbach nach Verlängerung und liegt nun zwei Punkte vor den Islanders), kommt jede Hilfe wie gerufen.


Memmingen Indians
Niederlage in Peiting – Miettinen fällt vorerst aus
(BYL)  Auch in Peiting gab es für die wieder einmal stark dezimierten Indians keine Punkte. Mit 6:3 siegten die Hausherren, viel schlimmer für die Memminger dürfte aber der Ausfall von Topscorer Antti Miettinen sein, der einige Wochen pausieren muss.
Zu den bereits seit einiger Zeit verletzten Benda, Tenschert und Kouba gesellten sich vor der Partie mit Kirils Galoha (Grippe) und Antti Miettinen zwei weitere, äußerst schmerzhafte, Ausfälle, die den Memminger Kader weiter dezimierten. Besonders Topscorer Antti Miettinen wird dem Team fehlen, der Stürmer wurde vor der Partie untersucht und muss sich einer OP unterziehen, die ihn wohl einige Wochen außer Gefecht setzen wird.
Das Spiel begann aus Memminger Sicht recht verhalten, Peiting konnte nach sieben Minuten bereits jubeln. Doch die Indians kamen, bedingt durch einige Undiszipliniertheiten der Hausherren, wieder zurück. Dominik Piskor markierte den Ausgleich in Überzahl und bestätigte seine starke Form. Die abermalige Peitinger Führung kurz vor der Pausensirene war dann doch eher ein Tor der Marke Zufall, Ty Morris überwand Joey Vollmer aus spitzem Winkel.
Im Mitteldrittel dann gleich das 3:1 durch Fabian Dietz, was dafür sorgte, dass das Spiel nun etwas vor sich her plätscherte. Tore bekamen die rund 800 Zuschauer, darunter zahlreiche Memminger Anhänger, erst wieder in den letzten zehn Minuten der Partie geboten, dafür aber reichlich.
Zuerst erhöhten die Gastgeber auf 4:1, noch in der selben Minute verkürzte Timo Schirrmacher für den ECDC. Zwei Minuten später war dann wieder der EC Peiting an der Reihe und baute den Vorsprung erneut aus. Die Indians hatten zwar abermals eine Antwort, dieses Mal durch Patrik Beck, parat, doch Milan Kostourek setzte mit dem 6:3 den Schlusspunkt unter die Partie.
Die Indians haben somit nun noch eine Woche die Gelegenheit sich auf die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga einzustellen, bevor der Kampf um den Klassenerhalt beginnt. Am nächsten Wochenende empfangen die Maustädter zuhause den EV Regensburg, am Sonntag geht es zum Hauptrundenabschluss an den Bodensee zum EV Lindau.


Starbulls Rosenheim
Starbulls schlagen Selb: Deutlicher 6:1-Sieg im Spitzenspiel
(OLS)  Die Starbulls Rosenheim haben das Spitzenspiel am 29. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Selber Wölfe mit 6:1 für sich entschieden. Vor über 4.000 Zuschauern im Rosenheimer emilo-Stadion leistete sich die von Trainer Manuel Kofler hervorragend eingestellte Mannschaft keine einzige Schwächephase, überzeugte mit konzentriertem Defensivspiel und legte in der Offensive immer wieder spielerische Klasse an den Tag. Nach einem torlosen ersten Spielabschnitt erzwangen die Hausherren ihre Tore schließlich, ließen den mit fünf Siegen in Serie angereisten Oberfranken keine Chance und verteidigten somit die Tabellenführung erfolgreich.
Rosenheims Trainer Manuel Kofler konnte wieder auf Torwart Lukas Steinhauer sowie die noch rechtzeitig gesund gewordenen Stürmer Michael Fröhlich und Jussi Nättinen zurückgreifen und folglich vier Sturmreihen aufbieten. Die Hausherren begannen daher auch mit viel Tempo und ließen von Beginn an keine Zweifel an der richtigen Einstellung für dieses Spitzenspiel aufkommen. Mit konsequenter, cleverer Zweikampfführung und Defensivdisziplin, die schon im gegnerischen Drittel begann, ließen die Grün-Weißen die zuletzt so starken Oberfranken kaum zur Entfaltung kommen. Schon im ersten Spielabschnitt kamen die Starbulls regelmäßig in exzellente Abschlusspositionen, doch die Schüsse fielen viel zu ungefährlich aus, um den starken Gästetorwart Niklas Deske in Verlegenheit zu bringen. Einige Male blitzte aber auch die Selber Offensivqualität auf, doch Ian McDonald konnte Starbulls-Torwart Steinhauer zweimal aus kurzer Distanz ebenso wenig überwinden wie Lukas Pozivil mit einem Gewaltschuss.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erreichte der Rosenheimer Offensivdrang seinen Höhepunkt. Daniel Bucheli, der schon im ersten Durchgang zweimal aus bester Position scheiterte, hätte schon in der 21. Minute für die Rosenheimer Führung sorgen können, doch seinen Drehschuss aus nächster Nähe entschärfte Deske mit einem Reflex. In der 24. Minute durften die Rosenheimer Fans unter den 4.039 Zuschauern im emilo-Stadion dann endlich jubeln. Yannick Wenzel versenkte die von Fabian Zick per Energieleistung vor das Tor gebrachte Scheibe humorlos unter der Latte. Schon wenige Sekunden nach dem Treffer zum 1:0 hätte Bucheli freistehend vor dem Tor und Tobias Draxinger per Schlagschuss von der blauen Linie erhöhen können.
Der Rosenheimer Druck wurde durch ein gut, aber erfolglos gespieltes Selber Powerplay nur kurz unterbrochen. Kurz danach mit seinen Rosenheimern selbst in Überzahl, startete Michael Baindl ein Solo von der eigenen blauen Linie, umkurvte drei der vier auf dem Eis stehenden Spieler des Gegners und schob dank etwas Scheibenglück zum 2:0 ein (30.). Die Starbulls hielten den Druck hoch. Ein Schuss von Fabian Zick prallte abgefälscht an die Bande und von dort genau vor den Schläger von Yannick Wenzel, der eiskalt zum 3:0 abstaubte (31.). Selbs Trainer Henry Thom nahm eine Auszeit – mit Erfolg. Sein Team agierte in den nächsten Minuten wieder orientierter und kam zu Torchancen. Dennis Schiener hätte gleich zweimal auf 3:1 verkürzen können. Beide Male schien das kurze Eck des Rosenheimer Tores völlig offen, aber Lukas Steinhauer war mit tollen Rettungstaten jeweils doch noch zur Stelle. Auf der Gegenseite verhinderte Deske das 4:0 mit tollen Paraden gegen Bucheli, Dominik Daxlberger und Michael Fröhlich.
Im letzten Drittel ebneten die Gäste mit undisziplinierten Aktionen den Weg zur Entscheidung zugunsten der Starbulls. Nur Sekunden nach einer Bankstrafe wegen Spielens mit sechs Feldspielern leistete sich Dominik Kolb ein überflüssiges Foul – und die Chance auf ein Tor mit zwei Spielern mehr auf der Eisfläche ließen sich die Gastgeber nicht nehmen. Tobias Draxinger war per Schlenzer von der blauen Linie erfolgreich und traf hoch ins Eck; Torwart Deske war die Sicht verstellt (46.). Ein unnötiger, aber klarer Stockschlag von Landon Gare gegen Christoph Gottwald bescherte den Rosenheimer eine weitere Überzahlsituation, bei der erneut Draxinger traf – 5:0 (48.). Gästekeeper Deske, der dabei nicht gut aussah, hatte genug und fuhr vom Eis. Vertreter Manuel Klümpel musste aber nur eine gute Minute später ebenfalls hinter sich greifen. Als Fabian Zick den Schläger in einen idealen Querpass von Wenzel hielt, war er machtlos – 6:0 (49.). Immerhin gelang den Gäste noch der Ehrentreffer zum 6:1, den die knapp 1.000 aus Oberfranken – zum Großteil per Sonderzug – angereisten Fans frenetisch bejubelten. Kyle Piwowarczyk traf nach einer sehenswerten Kombination über Jared Mudryk und McDonald abgezockt ins rechte obere Eck. In der Schlussminute traf Rosenheims Fabian Zick aus kurzer Distanz noch den Pfosten.


Sonthofen Bulls
ERC Sonthofen qualifiziert sich vorab für die Playoffs - Bulls besiegen Waldkraiburg mit 5:3
(OLS)  Der ERC Sonthofen hat mit einem 5:3-Sieg (2:1; 1:2; 2:0) in Waldkraiburg vorzeitig die Playoffs der Eishockey-Oberliga Süd erreicht. 668 Zuschauer sahen ein durchaus hart umkämpftes Spiel mit guten Chancen für beide Teams. Kurios: Die 60 Minuten wurden am Stück durchgespielt. Beide Teams kassierten nicht eine Strafzeit! Wichtig für den Erfolg: ERC-Torhüter Patrick Glatzel hatte erneut einen überragenden Tag, wenngleich die Oberbayern ihm schon einiges abverlangten.
Gleich zu Spielbeginn war der Mann zwischen den Pfosten der Bulls gefragt, denn er musste schon nach wenigen Sekunden eine hundertprozentige Torchance der Gastgeber zunichtemachen, doch auf die Krake war Verlass und ein früher Rückstand abgewendet. Sonthofen dominierte das Spiel schnell und punktete mit einem echten Angriffs-Dreamteam: Marc Sill der Torschütze zum 1:0 und 2:0 für Sonthofen in der 7. und 14. Spielminute, jeweils nach Vorlagen von Maximilian Hadraschek und Marco Sternheimer. Doch gegen die schnelle Entscheidung hatte der Waldkraiburger Max Kaltenhauser etwas einzuwenden. In der 17. Spielminute besorgte er den Anschlusstreffer für die Löwen. Sonthofen führte „nur noch“ 2:1.
Im zweiten Spieldrittel die Gastgeber aus Oberbayern immer besser im Spiel. Fabian Kanzelsberger mit dem Ausgleich in der 24. Minute, doch Martin Guth traf zur erneuten Führung für Sonthofen nach Zuspielen von Fabian Voit und Phillip Messing. Doch Waldkraiburg erwies sich als der erwartet schwer zu spielende Gegner, sie kämpften und gaben nicht auf: 47 Sekunden vor Ablauf der Zeit des Mitteldrittels war es wiederum Max Kaltenhauser, der zum 3:3 ausglich.
In der Kabine der Bulls wurde es jetzt lauter. Trainer Heiko Vogler stimmte sein Team auf die letzten zwanzig Minuten ein und hatte mit seiner Ansprache wohl die richtigen Worte gefunden. Und der Mann des Abends hieß: Patrick Glatzel. Im richtigen Moment sah der Torhüter des ERC Sonthofen die Lücke, brachte so Maximilian Hadraschek ins Spiel und der schoss die Bulls mit 4:3 in Führung. Waldkraiburg versuchte alles, um noch einmal die Wende im Spiel zu erreichen. Kurz vor Schluss nahm Coach Rainer Zerwesz den in Sonthofen nicht unbekannten Korbinian Sertl aus dem Tor, doch seine Taktik ging nicht auf. Die Bulls ergatterten die Scheibe und das Sonthofer Dreamteam kam noch einmal ins Spiel: Nach Hadraschek-Sill-Kombination traf Marco Sternheimer zum Empty-Net-Goal und der Sonthofer Jubel kannte keine Grenzen.
Für die Bulls war es der 100. Sieg in 238 Spielen, die der ERC Sonthofen seit dem Aufstieg in die Eishockey-Oberliga Süd bestritten hat. „Wir haben jetzt noch drei Spiele, bevor die Playoffs starten, hier wollen wir uns noch teuer verkaufen und natürlich punkten. Es wäre natürlich schön, einen solchen Ritt hinzulegen, wie in der vergangenen Saison. Aber jede Mannschaft hat uns jetzt auf dem Radar. Die wissen wie hart wir arbeiten und kein Team wird uns etwas schenken. Wir können jetzt befreit aufspielen“, so Trainer und sportliche Leiter Heiko Vogler.


Löwen Waldkraiburg
Sonthofen feiert knappen Sieg
(OLS)  Das erste Heimspiel des Jahres 2018 endete für die Löwen vom EHC Waldkraiburg mit einer Niederlage. In einer dramatischen, packenden und mitreißenden Partie holte die Mannschaft von Trainer Rainer Zerwesz zweimal einen Rückstand auf und kämpfte bis zur letzten Sekunden, doch am Ende behielt Sonthofen mit 5:3 die Nase vorn. Für die personell dezimierten Löwen gab es aber dennoch viel Lob, besonders vom Trainer der Gäste.
„Ich muss Waldkraiburg ein ganz großes Lob machen, denn sie haben uns alles abverlangt“ erklärte Sonthofen-Coach Heiko Vogler nach der Partie. „Wenn sie so in der Verzahnungsrunde auftreten, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben“ so Vogler weiter. Auch sein Gegenüber Rainer Zerwesz hatte für sein Team nur lobende Worte und war in erster Linie damit zufrieden, dass die Mannschaft bis zum Schluss an sich glaubte und aufreibend kämpfte. Und das, obwohl die Löwen mit gerade einmal fünf Verteidigern in das Spiel gegen die Bulls gegangen waren: Florian Ullmann fehlte nach wie vor verletzt und mit Christian Ettwein kehrte dabei ein Spieler zurück, der zuletzt Mitte November ein Pflichtspiel absolviert hatte. Doch schon nach knapp 10 Sekunden hatten die Löwen ihre erste Chance durch Lukas Wagner und Patrick Glatzel musste bei der Direktabnahme sein ganzes Können aufbieten, um den frühen Rückstand zu verhindern. Die Torhüter Glatzel und Korbinian Sertl sollte diesem Spiel beide ihren Stempel aufdrücken und besonders in der Schlussphase würde Glatzel den Bullen die drei Punkte festhalten.
Doch der Reihe nach: Nach knapp sieben Minuten wurde Marc Sill kläglich alleingelassen und das Eigengewächs ließ Sertl keine Chance (06:45). Trotz der frühen Chance fanden die Löwen nur schwer ins Spiel, wenngleich sie aber auch mit hohem Tempo bereits gut verteidigten. Dennoch war nach knapp 14 Minuten erneut Sill allein gelassen worden und es hieß 2:0 für die Gäste aus dem Allgäu (13:29). Die Löwen aber ließen sich nicht aus der Bahn werfen, hielten an ihrer Taktik fest und fanden immer besser in die Partie: Max Kaltenhauser verzog zunächst noch knapp, doch wenige Sekunden später lenkte der Löwen-Kapitän einen Schuss von Tobias Thalhammer durch die Beine unhaltbar zum 2:1 ab (16:51) und nun war der EHC mittendrin statt nur dabei.
Im zweiten Drittel schlenzte Fabian Kanzelsberger die Scheibe dann früh für Glatzel unhaltbar ins Eck zum umjubelten Ausgleich (23:16) und nun war es ein Eishockeyspiel, das Keinen mehr kalt ließ. Doch genau in dieser Phase, in der die Löwen drauf und dran waren, erstmals in Führung zu gehen, platzte Martin Guth mit dem 3:2 für Sonthofen (26:43) mit einem Sahnetor: Fabian Voit chippte die Scheibe dabei von rechts in die Mitte und Guth verwandelte direkt halb aus der Luft. Unmittelbar nach dem Bully nach dem Tor hatte Voit sogar das 4:2 auf dem Schläger, doch Sertl blieb standhaft. Die Löwen schlugen erneut zurück und sowohl Christof Hradek (29.Minute), als auch Daniel Hämmerle (32.) und Michael Trox (35.) hatten beste Gelegenheiten, allesamt fanden ihren Meister aber im Torhüter aus Sonthofen. 47 Sekunden vor der zweiten Pause musste sich Glatzel aber doch noch geschlagen geben und erneut war es Max Kaltenhauser, der es geschafft hatte, den starken Schlussmann der Bulls zu bezwingen (39:13).
Im Schlussdrittel ging es dann temporeich auf und ab und obwohl Marco Sternheimer früh für die erneute Gäste-Führung gesorgt hatte (43:53), steckten die Löwen, angepeitscht von einem fantastischen Publikum, nicht auf und drängten abermals auf den Ausgleich. Doch Glatzel behielt bei den Bulls die Übersicht, egal wie groß das Gewühl vor seinem Gehäuse war, ebenso wie Sertl auf Seiten der Löwen. Als in den letzten beiden Minuten Zerwesz seinen Keeper vom Eis holte und der EHC in der Schlussoffensive alles riskierte, gelang Sonthofen mit Maximilian Hadraschek der Befreiungsschlag, der sogar seinen Weg ins verwaiste Tor zum 5:3-Endstand fand. Bereits am Dienstag geht es für die Löwen aber schon weiter: Zum Nachholspiel kommt um 18:30 Uhr der VER Selb in die Raiffeisen Arena.


Harzer Falken Braunlage
Harzer Falken unterliegen starken Rostockern knapp
(OLN)  Auch im dritten Vergleich in dieser Saison konnten die Harzer Falken 
die Rostock Piranhas nicht bezwingen und verlieren denkbar knapp vor 
927 Zuschauern im heimischen Wurmbergstadion mit 2:3 (0:1; 0:1; 2:1).
Und angesichts der ersten beiden Dritteln mussten man schon 
resümieren, dass sich die Falken geschmeichelt fühlen durften, nach 
dem 2. Drittel nur mit 0:2 hinten zu liegen. Denn die Rostocker legten 
gleich richtig gut los und bereits in der ersten Spielminute hatte die 
Paradereihe der Gäste mit Tomas Kurka, Arthur Lemmer und dem ganz 
starken Constantin Koopmann zwei sehr gute Möglichkeiten, hier früh in 
Führung zu gehen. Doch das dem nicht so war, dafür steht mit Fritz 
Hessel derzeit ein Mann im Harzer Kasten, der auch an diesem Abend 
wieder diverse Glanzparaden zeigte. Der aber bei dem 0:1 der Gäste in 
der 8. Spielminute ebenfalls chancenlos sein sollte. Erik Pipp weilte 
gerade auf der Strafbank, als Tomas Kurka und Gregory Classen 
Verteidiger Nico Ehmann derart gut in Szene setzten, dass sich dieser 
völlig ungestört die Ecke aussuchen konnte und dabei die richtige 
Entscheidung wählte. Das der Puck vor dem Zuspiel durch Classen 
außerhalb des Harzer Drittels war und die Linienrichter das Abseits 
nicht erkannten, war ärgerlich, aber die Führung der Gäste mehr als 
verdient. Denn das Offensivspiel der Hausherren sollte bis zu diesem 
Zeitpunkt bis auf eine Chance durch Erik Pipp nach feinem Zuspiel von 
Elias Bjuhr nicht stattgefunden haben. Und auch nach dem 
Führungstreffer der Gäste blieb das Harzer Aufbauspiel harm- und 
ideenlos. Aber auch, weil die Gäste früh und aggressiv störten und den 
Falken so kaum Gelegenheit ließen, sich zu formieren.
Ein Bild, das sich auch im Mittelabschnitt nicht grundlegend ändern 
sollte. Einzelaktionen wie die von dem erneut sehr umtriebigen Tim 
Lucca Krüger in der 26. Minute mussten für Chancen herhalten, die 
jedoch insgesamt nicht zwingend genug sein sollten, als dass der 
Ausgleich in der Luft liegen sollte. Symptomatisch dann auch das 
Harzer Überzahlspiel in der 29. Minute, das außer einem Blueliner von 
Alexander Engel gar nur zwei 2 gegen 1-Konter der Rostocker 
hervorbrachte, die jedoch Fritz Hessel entschärfen konnte. Und kaum 
vollzählig fiel das 0:2 für die Piranhas. Ein Gegentor, welches man in 
der Entstehung und Vollstreckung in dieser Art in dieser Saison schon 
viel zu oft gesehen hat. In diesem Fall setzt sich Arthur Lemmer 
hinter dem Harzer Tor gegen seine Gegenspieler durch, spielt den Puck 
vor das Tor und bevor die Harzer Verteidiger schalten können, zieht 
Tomas Kurka direkt ab und lässt Hessel keine Chance. Allerdings auch 
ein Tor, das die Falken wachrüttelt. Denn vor allem in den letzten 
vier Minuten des Mitteldrittels ergeben sich diverse gute Chancen 
durch Elias Bjuhr, Patrik Dzemla im schönen Doppelpass mit Thomas 
Herklotz, Bastian Schirrmacher, Tim Lucca Krüger und Trevor Hendrikx. 
Doch Niko Stark im Rostocker Tor hält sein Team in dieser Phase 
schadlos.
Aber die Harzer nahmen den Schwung mit ins Schlussdrittel und noch 
bevor die letzten Zuschauer ihren Platz eingenommen hatten besorgte 
Elias Bjuhr den 1:2-Anschlusstreffer. Und als nur 52 Sekunden später 
Bastian Schirrmacher ein schönes Zuspiel von Christian Schock zu 
seinem ersten Saisontreffer und gleichzeitig dem Ausgleich veredelte, 
kam nochmal richtig Schwung in die Partie. Und die Harzer zeigten eine 
unglaubliche Moral. Vor allem ab der 48. Spielminute, als man sich für 
5 Minuten dem Powerplay der Piranhas stellen musste und nicht nur 
Fritz Hessel im Tor, sondern auch Trevor Hendrikx im eigenen Slot zum 
Turm in der Schlacht werden sollten. Umso bemerkenswerter, als dass 
man zeitweise nach sehr fragwürdiger Regelauslegung des Unparteiischen 
in 3:5-Unterzahl agieren musste. Doch die Harzer ließen sich nicht 
beirren und warfen sich dem Rostocker Powerplay beherzt entgegen. Und 
wie es so ist, der frühe Ausgleich und das überstandene Unterzahlspiel 
setzte bei den Hausherren Kräfte frei, währenddessen die Gäste 
scheinbar noch darünber sinnierten, warum man dieses Spiel aus der 
Hand zu geben schien. Bis zur unglückseligen 58. Spielminute. Erneut 
übersahen die Linienrichter ein dermaßen klares Abseits der Gäste und 
Tomas Kurka und Arthur Lemmer taten das einzig richtig in dieser 
Situation: weiterspielen wenn der Schiedsrichter nicht pfeift und den 
Siegtreffer setzen. Denn von diesem Treffer zwei Minuten vor Schluss 
sollten sich die Falken nicht mehr erholen. Und als die Linienrichter 
dann noch einen Befreiungsschuss der Rostocker nicht als Icing 
abpfiffen und die Uhr unbarmherzig runterlief, hatten die Harzer Fans 
drei neue Freunde gewonnen.
Sicherlich ärgerlich, wenn man ein Spiel nach einem derart großen 
Kampf verliert. Doch man muss fairerweise anerkennen, dass sich 
Rostock diese drei Punkte über den gesamten Spielverlauf hinweg 
einfach verdient hatten. Natürlich wäre zumindest die Overtime ein 
berechtigter Lohn für den Schlussspurt der Falken gewesen. Denn neben 
dem dauerverletzten Artjom Kostyrev fehlte den Falken mit Richard 
Zerbst, Lasse Bödefeld und Delf Sinnecker gleich ein ganzer Sturm. Und 
in der Verteidigung steht zum einen Jörn Weikamp, der schon seit 
Wochen nicht zu hundert Prozent fit ist und für sein Team die Zähne 
zusammenbeißt. Und zum anderen feierte Max Bauer ein überraschendes 
Comeback, in dem man ihm aber nicht nur die fehlende Spielpraxis 
ansah, sondern auch, dass er in einigen Situationen einfach noch 
zuviel wollte. Und so konnte Trainer Bernd Wohlmann seinen Jungs nach 
dem Spiel auch gar keinen großen Vorwurf machen. Vielmehr lobte er die 
große Moral, mit der man einen über zwei Drittel klar überlegenden 
Gegner noch an den Rande der Niederlage brachte. (Hei)


Wohnbau Moskitos Essen
Kein Glück in der Wedemark
(OLN)  Moskitos Cheftrainer Frank Gentges sagte in seinem Statement zum Spiel bei den Hannover Scorpions: "Es war ein starkes Oberliga-Spiel, leider sind wir oft am hervorragenden Torwart Linda gescheitert. Defensiv haben wir den Top-Block der Scorpions und vielleicht auch der Liga, nicht in den Griff bekommen. Unser junger Torwart Enrico Salvarani hat eine ansprechende Leistung geboten."
Dabei begann das Spiel zunächst auf Augenhöhe, die Wohnbau Moskitos gingen sogar in Mellendorf in Führung. Aus spitzem Winkel hämmerte Kyle De Coste die Scheibe in die Maschen, nachdem Lautenschlager und Co. bereits einige Male am starken Björn Linda gescheitert waren. In der Folge scheiterten die Essener Stürmer immer wieder mit guten Spielzügen an Linda, auf der Gegenseite hielt Enrico Salvarani seinen Kasten ebenfalls mit guten Saves sauber, bis zur 14. Spielminute. Olli Granz musste die einzige Essener Strafzeit des Abends nehmen und Christoph Koziol stocherte die Scheibe über die Linie.
38 Sekunden war der zweite Abschnitt alt, da musste der Essener Goalie Salvarani wieder hinter sich greifen, die Defensive war noch nicht wieder im Spielmodus angekommen. Doch Denis Fominych gefiel das gar nicht, er nagelte die Scheibe quasi im Gegenzug in den Winkel, wieder Ausgleich in Mellendorf. Ein Schuss von Michael Budd aus der Drehung brachte dann die erneute Führung für die Scorpions, und so ging es auch in die 2. Pause.
Tom Fiedler mit einem Hammerauftakt in die letzten 20 Minuten, einfach mal abziehen und drin das Ding. Doch die Scorpions waren mit dem erneuten Ausgleich nicht zufrieden. Ein einfaches Tor durch Patrick Schmid, und gut 10 Minuten vor dem Ende erneut Patrick Schmid mit der 5:3 Führung für die Mellendorfer. Die Moskitos machten auf, scheiterten am guten Linda und Chad Niddery machte in der 55. Minute den Sack zu. Daran änderte auch der Treffer von Julien Pelletier zum 6:4 knapp zwei Minuten vor dem Ende nichts mehr.


Saale Bulls Halle
Bulls empfangen erneut den Meisterschaftsfavoriten Nummer eins! 30. Punktspiel der Saison 2017/18: Saale Bulls vs. Tilburg Trappers
(OLN)  Drei Siege in drei Spielen der Meisterrunde – besser hätten die Saale Bulls nicht in diesen Platzierungswettbewerb für die Playoffs starten können. Besonders der souveräne 6:3-Auswärtssieg am Freitag in Duisburg sorgte unter allen Fans schon für einige Überraschung und unbändige Freude. Es war ein Sieg, mit dem aufgrund des auch im neuen Jahr anhaltenden Verletzungs- und Krankheitspech nicht zu rechnen war.
Es ist leider schon fast zur Normalität geworden, dass die Saale Bulls immer nur mit gerade einmal 2½ Reihen in die schweren Duelle gehen. Doch seit dem Derby-Heimsieg im Dezember spielen sie noch mehr wie eine verschworene Einheit und jeder Ausfall wird irgendwie kompensiert. Diesen Kampfgeist kann man nicht hoch genug loben, doch aller Einsatz birgt eben auch die Gefahr für weitere Verletzungen oder Erkrankungen.
So wird man morgen erneut nur mit 13 Feldspielern gegen den amtierenden Oberliga-Meister antreten können, denn neben den verletzten E. Wunderlich, A. Zille und N. Robinson hat sich Tim Dreschmann wegen eines grippalen Infekts nun auch krank melden müssen. Noch mehr Kraft und Einsatz ist also von den restlichen Mannen abzuverlangen, der enge Spielplan ohne ausreichende Regenerationspausen fordert seinen Tribut. Doch mit schweren Brocken kamen die Saale Bulls bisher immer recht gut zurecht und das wird auch morgen unbedingt nötig sein, wenn man sich für die unangenehme 2:8-Heim-Niederlage aus der Hauptrunde revanchieren will.
Tilburg – die beste Oberliga-Mannschaft seit zwei Jahren – wird es den Saale Bulls nicht leicht machen, auch in dieser Saison führt an den Niederländern kein Weg vorbei. Gerade einmal in 5 Spielen mussten sie sich in dieser Saison ihrem Gegner geschlagen geben, eine beeindruckende Bilanz.


Crocodiles Hamburg
Crocodiles unterliegen Timmendorf
(OLN)  Die Crocodiles Hamburg haben am Freitagabend vor heimischer Kulisse mit 2:7 (0:4/0:2/2:1) gegen den EHC Timmendorfer Strand 06 verloren. Die Gastgeber kassierten bereits im ersten Drittel vier Gegentreffer und konnten sich von diesem Rückschlag lange nicht erholen. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Gäste auf 0:6. Erst im letzten Drittel fanden die Crocodiles richtig ins Spiel und trafen durch Josh Mitchell (51.) und André Gerartz (54.) zum zwischenzeitlichen 2:6. Die Timmendorfer machten allerdings wenig später mit dem 2:7 den Sack zu.
„Am Anfang waren wir ein Chancentod. Bis zum ersten Gegentor hatten wir brutal viele Chancen. Aber wir haben heute 18 Schüsse mitten in den Bauch gesetzt und wieder das leere Tor nicht getroffen. Wir haben im letzten Drittel ein neukkkzes System getestet, das hat gut funktioniert. Es gibt Höhen und Tiefen, im Moment sind wir in einem Tief. Ich habe großen Respekt vor den Fans, die uns hier weiter unterstützen“, so Trainer Herbert Hohenberger.


Herner EV
Herner EV – TecArt BlackDragons 6 : 1 (1:1,4:0,1:0)
(OLN)  Der Herner EV konnte am Freitagabend auch sein zweites Spiel in der neuen Runde gewinnen. Dieses Mal gab es am Gysenberg einen verdienten 6:1-Erfolg gegen die TecArt BlackDragons aus Erfurt. Die Grün-Weiß-Roten waren durchgehend spielbestimmend, mussten aber erst einen 0:1-Rückstand hinnehmen, um dann mit vier Treffern im zweiten Abschnitt auch ergebnismäßig alles klar zu machen.
Schon im ersten Drittel erspielte sich der HEV gute Chancen, aber meist war Erik Reukauf im Tor der Thüringer Endstation. Die Black Dragons waren da effektiver, als bei der ersten Herner Strafzeit Erfurts Michel Maaßen in Überzahl auf der rechten Seite frei war und das 0:1 markieren konnte. Erst 23 Sekunden vor dem ersten Pausenpfiff konnten die Gysenberger durch Dominik Luft, der einen Schuss von Michel Ackers ins Tor verlängerte, zum mehr als verdienten Ausgleich kommen.
Im zweiten Spielabschnitt klappte dann das Ausnutzen der Torchancen besser. Aaron McLeod, Topscorer der gesamten Oberliga Nord, erzielte in der 24. Minute aus spitzem Winkel die erste Herner Führung zum 2:1 in die lange Ecke. Nun häuften sich die Herner Chancen noch mehr, allerdings auch die Strafzeiten gegen die Gäste. Erneut Aaron McLeod, dieses Mal in Überzahl, konnte in der 30. Minute mit einem schönen Handgelenksschuss auf 3:1 erhöhen. Auch die beiden nächsten Herner Treffer fielen in Überzahl. Zuerst unterbrach Lois Spitzner in der 37. Minute mit dem 4:1 das McLeod-Torfestival, dann war aber der kanadische Torjäger zwei Minuten später im Nachschuss wieder zur Stelle und markierte das 5:1. Die Gäste aus Erfurt hatten nun den Herner Angriffen immer weniger entgegenzusetzen.
Auch in den letzten zwanzig Minuten ging es sofort weiter mit zwei HEV Chancen. Außerdem wurde die Partie nun ruppiger. Ab der 46. Minute mussten die Gysenberger eine vierminütige Unterzahl überstehen, großen Schaden richtete die aber nicht an. Der HEV blieb am Drücker, musste allerdings bis zur 57. Minute warten, bevor Philipp Kuhnekath mit dem 6:1 für den Endstand sorgte.
Am Sonntag muss der Herner EV an den Timmendorfer Strand reisen. Ab 18 Uhr trifft man auf den dortigen EHC, der am Freitagabend überraschend in Hamburg bei den Crocodiles mit 7:2 gewinnen konnte. Aber einen lockeren Ausflug an die Küste wird HEV Coach Uli Egen sicherlich nicht zulassen.


Buchloe Pirates
Schützenfest mit fadem Beigeschmack - Buchloe fertigt im ersten Spiel des Jahres Pfaffenhofen mit 11:2 ab und muss trotzdem in die Abstiegsrunde
(BYL)  Mit einem wahren Feuerwerk sind die Buchloer Piraten ins erste Spiel des neuen Jahres gestartet. Schließlich feierten die Piraten gegen den EC Pfaffenhofen am Freitagabend beim 11:2 (4:0, 5:0, 2:2) Heimsieg ein echtes Torfestival. Doch so furios die Buchloer auch an diesem Abend waren, reichte der Kantersieg gegen den Tabellenelften dennoch nicht, um das vorzeitige Aus im Rennen um den achten Platz verhindern zu können. Denn da die Konkurrenten aus Geretsried (5:1 in Füssen) und Passau (5:4n.V. gegen Peißenberg) beide ebenfalls siegten, steht bereits zwei Spieltage vor dem Ende fest, dass die Gennachstädter in rund zwei Wochen den schweren Gang in die Abstiegsrunde antreten müssen und dort weiter um den Klassenerhalt kämpfen müssen.
Zumindest konnten die Buchloer für diese Abstiegsrunde mit dem zu keiner Zeit gefährdeten Erfolg über stellenweise überfordert wirkende Gäste nochmals kräftig Selbstvertrauen sammeln. Vom Start weg dominierten die Freibeuter nämlich das Geschehen auf dem Eis und waren somit nicht nur im ersten Drittel klar Herr im eigenen Haus. Ladislav Marek eröffnete dabei schon nach 68 Sekunden mit dem ersten Treffer den Torreigen. Die Pfaffenhofener, die schon vor der Partie keine Chance mehr auf Platz acht hatten, gerieten auch danach immer wieder in arge Bedrängnis. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Markus Vaitl mit einem Doppelpack zum 2:0 beziehungsweise 3:0 nachlegte (4./10.). Zwar schienen sich die Gäste gegen Drittelende etwas zu fangen, doch selbst in Buchloer Unterzahl folgte noch vor der ersten Pause der vierte Treffer. Christoph Heckelsmüller hatte den armen Pfaffenhofener Tormann Patrick Weiner zum 4:0 überwunden (19.).
Auch der Mittelabschnitt lief praktisch genauso einseitig weiter wie die ersten 20 Minuten zuvor. Zwar rettet Weiner noch reaktionsschnell bei einem abgefälschten Schuss von Maximilian Hermann (21.), doch nach dem zweiten Treffer von Christoph Heckelsmüller zum 5:0 war der Arbeitstag für den ECP-Keeper beendet (28.). Für ihn rückte anschließend Thomas Mende zwischen die Pfosten, wobei es auch diesem nicht wirklich besser erging. Denn binnen vier Minuten schraubten die Buchloer zwischen der 34. und 38. Minute den Spielstand auf 9:0 in die Höhe. Dem 6:0 von David Vycichlo (34.) und dem 7:0 durch Marc Weigant 33 Sekunden später folgte schließlich in doppelter Überzahl durch einen satten Blueliner das 8:0 durch Max Dropmann (36.). Martin Zahora markierte vor dem zweiten Gang in die Kabinen dann sogar noch das 9:0.
Im Schlussdrittel nahmen die Buchloer dann etwas das Tempo aus der Partie. Und so konnte sich auch der stets wachsame Alexander Reichelmeir im ESV-Gehäuse einmal auszeichnen. Dass sich der Buchloer Schlussmann dennoch nicht mit einem Shutout belohnen konnte lag daran, dass die Gäste durch zwei Unaufmerksamkeiten in der Piraten-Hintermannschaft durch Michael Chemello noch zwei Ehrentreffer erzielen konnten (51./52.). Zuvor hatte allerdings Alexander Krafczyk das Ergebnis mit dem 10:0 bereits zweistellig gemacht (47.). Und dem ESV-Toptorjäger war gut eine Minute vor dem Ende auch der Schlusspunkt vorbehalten, als Krafczyk mit dem 11:2 für den Endstand sorgte. Dass dieses Schützenfest zum Jahresauftakt aber letztlich trotzdem wertlos war, blieb der bittere Beigeschmack an diesem sonst so erfolgreichen Abend. 


Passau Black Hawks
Wahnsinns Comeback der Passau Black Hawks - Black Hawks drehen verrücktes Spiel und gewinnen 5:4 n.V.
(BYL)  Am Freitag erlebten die 1.078 Zuschauer in der Passauer EisArena eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Emotionen. Die Passau Black Hawks besiegten in einem dramatischen Spiel den TSV Peißenberg mit 5:4 nach Verlängerung. Damit stehen die Dreiflüsse Städter so gut wie in der Zwischenrunde.
Das Spiel begann flott, mit Vorteilen für die Gäste aus Oberbayern. Den ersten Treffer konnten aber die Black Hawks erzielen. Dominik Schindlbeck vollendete ein Zuspiel von Petr Sulcik zur 1:0 Führung. Diese Führung konnten die Passau Black Hawks mit in die erste Drittelpause nehmen. Im zweiten Drittel lief bei den Habichten gar nichts zusammen. Individuelle Fehler, wenig Einsatz, keine Härte und fehlendes Scheibenglück führten innerhalb von acht Minuten zur komfortablen 1:4 Führung für den TSV Peißenberg. Im Schlussdrittel zeigten die Black Hawks wieder Charakter und Moral und trafen nach gerade einmal 51 Sekunden zum 2:4. Dominik Schindlbeck verwandelte erneut eine Vorlage von Petr Sulcik. Der Treffer gab den Habichten Auftrieb und Selbstvertrauen. Die Peißenberger Mannschaft hatte kaum Zeit zum durchatmen. So konnte sieben Minuten vor Ende Philipp Müller auf 3:4 verkürzen. Danach rollte weiter Angriff um Angriff auf das Peißenberger Tor. So war es Dominik Schindlbeck mit seinem dritten Tor an diesem Abend der das Ergebnis auf der Anzeigetafel auf 4:4 stellte. Danach hatten die Black Hawks noch eine brenzlige Situation zu überstehen. Kurz vor Ende musste Roman Nemecek für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch auch diese Situation meisterten die Black Hawks und erkämpften sich ein verdientes unentschieden nach sechzig Minuten. Die Entscheidung musste also in der Verlängerung oder im Penalty schießen fallen. Doch dazu sollte es erst gar nicht kommen. Denn es war erneut die Reihe um Dominik Schindlbeck, Petr Sulcik und Roman Nemecek welche am Ende, in der Verlängerung, den Unterschied ausmachte. Zehn Sekunden waren gerade gespielt, als Petr Sulcik die Scheibe Millimeter genau in das linke Kreuzeck zimmerte. Der 5:4 Siegtreffer  verwandelte die EisArena in ein Tollhaus. Die Fans feierten noch lange nach dem Abpfiff die Mannschaft. Als bester Spieler des Abends wurde Dominik Schindlbeck ausgezeichnet. Erneut haben die Passau Black Hawks eine Spitzenmannschaft geschlagen. Zwei Punkte geholt die das Tor zur Zwischenrunde weit aufstoßen. Bei noch zwei Spielen, beträgt der Vorsprung der Passau Black Hawks nun sechs Punkte auf Verfolger Buchloe. Dazu haben die Habichte das bessere Torverhältnis. (plus 16)
Beide Trainer waren in der Pressekonferenz mit ihren Mannschaften nur bedingt zufrieden. Passau Trainer Ivan Horak fasste das Spiel wie folgt zusammen. „Im ersten Drittel haben wir glücklich geführt. Das Ergebnis täuscht ein wenig über unsere Fehler hinweg. Das zweite Drittel war eine Katastrophe. Dafür gibt es keine anderen Worte. Im letzten Drittel haben wir Eishockey gespielt. Was dann möglich ist, haben wir heute gesehen. Wir müssen so über sechzig Minuten spielen. Dass muss meine Mannschaft verinnerlichen. Die Punkte waren enorm wichtig. Jetzt haben wir sechs Punkte Vorsprung. Heißt aber auch, wir brauchen noch Punkte um die Zwischenrunde zu erreichen. Die wollen wir morgen in Pfaffenhofen holen. Das Spiel dürfen und werden wir nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Gäste Trainer Sepp Staltmayr war nach der verschenkten Führung dementsprechend angefressen. „Wir haben zwei Drittel gut gespielt. Im letzten Drittel waren wir nach dem Vorsprung richtig schlafmützig. Das geht so natürlich nicht. Passau hat das gnadenlos ausgenützt.“
Weiter geht es für die Passau Black Hawks am morgigen Sonntag in Pfaffenhofen. Dort wollen die Black Hawks mit einem Sieg die Zwischenrunde buchen und keine Zweifel daran lassen, dass man sich nicht auf Hilfe anderer Teams verlassen will. Der letzte Spieltag der Vorrunde findet dann am 14. Januar in der Passauer EisArena statt. Die Passau Black Hawks laden dann zum Familientag. Das Spiel beginnt bereits um 17.30 Uhr, also eine Stunde früher als üblich. Neben dem Eishockeyspiel gegen Geretsried erwartet die Besucher ein tolles Rahmenprogramm. -czo


Forst Nature Boyz
Nature Boyz unterliegen dem TSV Farchant - Trotz Niederlage gute Leistung gezeigt
(BLL)  Nichts war es mit der Revanche für die hohe Niederlage in Garmisch, denn die Nature Boyz unterlagen letztendlich verdient einem überlegenen TSV Farchant mit 2:5 (2:2, 0:2, 0:1).
Vor 98 zahlenden Zuschauern entwickelte sich am Freitag Abend im Peißenberger Eisstadion ein flottes Landesligaspiel, bei dem sich keines der Kontrahenten einen entscheidenden Vorteil erspielen konnte.  Die Gäste schlugen in der 6. Spielminute zu, als Kristan Weber zur 0:1-Führung einschoß. Knapp zwei Minuten später, die Forster hatten einen Spieler mehr auf dem Eis, konnte Bastian Grundner in der 8. Spielminute zum 1:1 ausgleichen. Er wurde von Markus Schneider und Florian Deibler in Szene gesetzt. Forst bemühte sich weiter, eine Führung zu erzielen. Dies gelang in der 12. Spielminute Martin Burger auf Zuspiel von Manuel Weninger, die 2:1-Führung wurde wieder in Überzahl erzielt. Kurze Zeit später fanden sich nach einem Doppelausschluß die Gäste mit 2 Mann mehr auf dem Eis, fast hätten die Mannen um Trainer Josef Bachmeier diese Benachteiligung erfolgreich verteidigen können. Thomas Wasl war auf Zuspiel von Dennis Spanke zur Stelle und erzielte in der 15. MInute den 2:2-Ausgleichstreffer der Gäste. Die doppelte Unterzahl wäre 3 Sekunden später abgelaufen gewesen.
Im 2. Spielabschnitt agierten die Gastgeber weiterhin sehr konzentriert, die sich ergebenden Torchancen vereitelte der vor Kurzem von Schongau nach Farchant gewechselte Torhüter Niklas Marschall. Auch Andreas Scholz konnte seine Mannschaft mit sehr guten Paraden im Spiel halten. Machtlos war er jedoch beim platzierten Weitschuß durch Benedit Stenzel in der 27. Spielminute, der somit die 2:3-Führung der Gäste erzielte. Die Gastgeber hielten in der offensiv geführten Partie immer noch dagegen und wollten den Ausgleich. Die Bemühungen wurden jedoch nicht belohnt, vielmehr erhöhten die Gäste durch Anton Radu auf 2:4, es war die 33. Spielminute angebrochen. Nachdem die Gastgeber kein Glück beim Torschuß hatten, kam noch Pech dazu, denn Thomas Ptok wurde von einem Gegenspieler am Fuß getroffen. Dieser war nach einem korrekten Check unglücklich auf Ptoks Fuß gefallen. Dabei wurde das Außenband im Knöchelbereich angerissen, wie eine Diagnose im Krankenhaus ergab. Somit wird er zirka 3 Wochen pausieren müssen.
Nachdem im lettzten Drittel gerade mal 72 Sekunden gespielt war, erhöhte wiederum Anton Radu auf 2:5, die Vorentscheidung war gefallen. Daß bis zum Ende des Spieles keine weitere Treffer mehr fallen würde, war nicht abzusehen.  Die Stürmer beider Mannschaften unternahmen immer wieder Versuche, die Torhüter zu bezwingen. Beide ließen keine weiteren Treffer mehr zu. Etwas Hektik entwickelte sich zum Ende des Spieles hin, als noch einige Strafzeiten auf beiden Seiten ausgesprochen wurden. Die Partie wurde trotzdem sehr fair von beiden Seiten geführt. Die Gäste wahrten ihre geringe Chance auf den 5. Tabellenplatz. Nach den Ergebnissen dieses Spieltages werden sich beide Mannschaften in der Abstiegsrunde nochmals zweimal duellieren.
Die Gastgeber haben alles versucht, einen Sieg zu erringen, doch haben die Zuschauer den Unterschied beider Mannschaften gesehen. Die Gäste aus Farchant sind einfach personell besser besetzt, da einige Akteure schon in höheren Ligen erfolgreich spielten, so Trainer Josef Bachmeier nach dem Spiel.


Pinguine Königsbrunn
Deutlicher Sieg trotz widrigster Bedingungen
(BLL)  Auch der Dauerregen und Nebel im offenen Vilshofer Eisstadion konnte den EHC Königsbrunn nicht stoppen. Mit 6:0 gewinnen die Brunnenstädter das so wichtige Spiel gegen die niederbayrischen „Wölfe“.
Dabei hatte Coach Fabio Carciola, der heute nur hinter der Bande stand und nicht auf dem Eis, mit einigen Ausfällen zu kämpfen. So fehlten in der Defensive die Routiniers Alexander Strehler und Lukáš Hruzík. In der Offensive galt es den Ausfall von Max Arnawa und Moritz Lieb zu kompensieren. Doch Königsbrunn hatte von Anfang an das Heft in der Hand und agierte clever. So dauerte es gerade mal vier Spielminuten, ehe Lukas Fettinger auf Zuspiel von Patrick Zimmermann zur 1:0 Führung einschoss. Nur zwei Minuten später erhöhte Matthias Forster auf 2:0, Königsbrunn dominierte die Partie. Die Wölfe taten sich schwer gegen die spielfreudigen Brunnenstädter und kamen kaum zu Tormöglichkeiten. In der zehnten Spielminute netzte Dominik Zimmermann zum 3:0 für den EHC ein, doch bis zum Drittelende fielen keine weiteren Treffer mehr.
Auch nach der Pause wusste Königsbrunn spielerisch und durch schönes Passspiel zu überzeugen. Der EHC gewann zudem mehr Zweikämpfe, alle Spieler zeigten den unbedingten Willen zum Sieg. Es dauerte aber bis zur 29. Spielminute, ehe sich Jeff Szwez sehenswert durch die gegnerischen Reihen tankte und dann den Puck mit einem Schuss aus dem Handgelenk links oben im Winkel versenkte. Vilshofen versuchte zwar kämpferisch dagegenzuhalten, kassierte aber auch Strafzeiten in der überaus fair geführten Partie. In Überzahl traf Jeff Szwez nun ein weiteres Mal zum 5:0, ehe Maxi Merkle ebenfalls in Überzahl für den 6:0 Drittelendstand sorgte.
Nach dem Pausentee schaltete Königsbrunn einen Gang zurück, ohne aber die Kontrolle zu verlieren. Mit viel Routine und ohne Risiko spielte der EHC auch das letzte Drittel souverän herunter und gewinnt somit verdient gegen die nur kämpferisch gleichwertigen Vilshofer Wölfe. Königsbrunn kann jetzt nur noch theoretisch vom so wichtigen fünften Rang verdrängt werden, denn der nächstplatzierte Dingolfing müsste 36 Tore auf den EHC aufholen. Am Sonntag steht nun mit Bad Kissingen ein Hochkaräter an, auch die Unterfranken sind schon für die Aufstiegsrunde qualifiziert.
Coach Fabio Carciola ist sehr stolz auf seine Mannschaft: „Heute haben wir unser wahres Gesicht gezeigt, die Mannschaft hat sich wirklich stark reingehängt und trotz schlechter Bedingungen auch noch schönes Eishockey geboten. Wir müssen aber weiterhin genau so konzentriert weitermachen und jeden Gegner ernst nehmen.“


Diez-Limburg Rockets
Raketen bleiben in der Umlaufbahn: EG Diez-Limburg gewinnt auch in Herford
(RLW)  Auswärtssieg mit Ausrufezeichen: Die EG Diez-Limburg hat das Spitzenspiel der Regionalliga West bei den Ice Dragons in Herford mit 6:4 (1:1, 1:3, 2:2) gewonnen. Eine packende, schnelle und hochklassige Begegnung zweier Teams, die sich in einem harten, aber fairen Duell über 60 Minuten keinen Zentimeter Eis schenkten. Die EGDL überzeugte in der Ferne im Kollektiv: Vom Busfahrer über die Betreuer, die Spieler, den Trainerstab bis hin zu den rund 80 mitgereisten Fans - an diesem Abend hatte wirklich jeder seinen Anteil am Erfolg. Die Gäste bauten damit den Vorsprung auf Herford auf vier Punkte aus, der Tabellendritte aus Ratingen hat bereits elf Punkte Rückstand auf die Raketen.
„Wir sind wirklich gut aus der Kabine gekommen und haben schnell unsere Struktur im Spiel gefunden“, freute sich EGDL-Trainer Arno Lörsch. Seine Mannschaft hatte die weiteste Anreise der Saison prima weggesteckt. „Wir waren früh in Herford, konnten uns sehr entspannt vorbereiten. Das hat sich gerade zu Spielbeginn bemerkbar gemacht.“ Verzichten musste Lörsch in Herford auf Marijus Maier (Rückkehr in der nächsten Woche möglich), Dennis Stroeks und seinen Routinier zwischen den Pfosten, Steve Themm. Der zuletzt so stark aufspielende Keeper musste erkrankt passen. Doch die Rockets können sich in solchen Situationen blind auf Constantin Schönfelder verlassen. Der 19-Jährige spielte - wie schon so oft zuvor - auch in Herford völlig unaufgeregt und quasi ohne Puls seinen Stiefel herunter und war der große Rückhalt seines Teams. „Einfach eine richtig klasse Leistung“, sollte Lörsch ihn später loben. Schönfelder wurde denn auch zum „Player of the Game“ gewählt. Zu Recht.
Für die ersten beiden Treffer der Partie in einem von Beginn an schnellen Duell brauchten beide Teams jeweils eine Überzahlsituation: Philipp Maier traf nach 12 Minuten zur Raketen-Führung. Ulib Berezovsky glich nach 19 Minuten im Powerplay zum 1:1 aus. Ein Ergebnis, das absolut dem Spielverlauf entsprach, wenngleich sich schon da andeutete: Bei 5-gegen-5 hatten die Gäste leichte Vorteile. 
„Die ersten beiden Reihen haben sich über weite Strecken der Partie neutralisiert“, sagte Lörsch, der schon vor dem Heimsieg gegen Herford kurz vor Weihnachten (8:5) angedeutet hatte: „Vielleicht entscheiden diese Partien am Ende die dritten Reihen.“ In Herford kam es tatsächlich so - zumindest im zweiten Drittel. Zunächst hatten die Topspieler zugeschlagen: Joey Davies brachte die EGDL in Führung (24.), Killian Hutt glich in doppelter Überzahl aus (29.). Dann aber brachten Dustin Bauscher (33.) und Florian Flemming (38.) mit ihrer dritten Reihe die Rockets vorentscheidend mit 4:2 in Führung. 
Als im letzten Abschnitt Joey Davies mit einem Zaubertor (Lörsch: Also was er da wieder gemacht hat, unglaublich. Das grenzt an Genialität.) auf 5:2 erhöhte (50.) schien die Partie entschieden. Eine Annahme, die bei heimstarken Ice Dragons und vor diesem lautstarken Publikum jedoch schnell nach hinten losgehen kann. „Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, dass es einigen unserer Jungs zu einfach ging“, sagte der Trainer. Herford, stets bissig vor dem Rockets-Gehäuse, verkürzte zwei Mal per Nachschuss auf 3:5 (Fabian Staudt, 52.) und 4:5 Leon Nasebandt (57.). „Danach aber haben wir es klasse verteidigt und den Sieg nach Hause gebracht“, freute sich Lörsch. Konstantin Firsanov traf noch - auf Vorarbeit von Keeper Schönfelder - zum 6:4 ins leere Tor (60.), als Herford den Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte. Das Match war entschieden.
„Das war eine sehr reife Leistung der Mannschaft“, lobte Arno Lörsch. „Ein Spiel auf absolutem Topniveau und mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Herford hat ein klasse Spiel gezeigt, aber ich denke, wir haben verdient gewonnen, weil wir einen Tick besser und reifer waren. Wir haben durchgezogen, was wir uns vorgenommen hatten und unserem Gameplan vertraut. Die Mannschaft ist hungrig und spielt derzeit mit einer unheimlichen Leichtigkeit. Aber wenn du einen Lauf hast, dann spielst du auch unbekümmert auf. Wir haben uns auch von schlechten Aktionen oder Gegentoren nie aus der Ruhe bringen lassen.“
Mit den drei Punkten in Herford sind die Raketen bereits vor dem Spiel am Sonntag in Hamm voll im Soll. „Was jetzt noch kommt, ist ein Zubrot. Natürlich wollen wir auch dort das Maximum erreichen. Aber wir stressen uns jetzt nicht ohne Ende. Wir machen weiter unser Ding und schauen, wie es am Sonntag läuft.“ Ein Sonderlob gab es zudem für die vielen mitgereisten Fans: „Wir haben sie über 60 Minuten permanent gehört, und das bei 1000 Zuschauern in Herford. Das war einfach toll und die Jungs haben das wirklich genossen. Alle freuen sich jetzt schon riesig auf das nächste Heimspiel und die tolle Kulisse gegen Nordhorn.“


Bären Neuwied
Bären feiern Arbeitssieg in Lauterbach
(RLW)  Carsten Billigmann bläst die Backen auf und atmet tief durch, Daniel Benske kriecht ein gelöstes Lächeln aufs Gesicht – den Neuwieder Verantwortlichen und Spielern ist die Erleichterung anzusehen, als Michael Jamieson von der rechten Seite auf das verwaiste Lauterbacher Tor zusteuert und den Puck mit einem Flachschuss in die Maschen setzt. 17 Sekunden vor dem Ende des Regionalligaspiels zwischen den Lauterbacher Luchsen und dem EHC „Die Bären“ 2016 erzielt der US-Amerikaner per Empty-Net-Goal das Tor zum 5:7, es ist die Entscheidung an einem Abend des offenen Schlagabtauschs, der dem EHC beim Einstand von Trainer Benske auf Anhieb einen Dreier einbringt. „Am Anfang ist es am wichtigsten, dass wir überhaupt die Punkte holen, und das haben wir heute geschafft“, sagte der neue Bären-Coach nach dem Arbeitssieg im Oberhessischen. „Die Mannschaft hatte eine Vorgabe. Dass im ersten Spiel nicht alles 100-prozentig funktionieren kann, ist klar. Aber für den Anfang war das absolut in Ordnung. Vor allen mit der kämpferischen Leistung bin ich zufrieden.“ Auch wenn Spieler und Trainer unter der Woche erst zweimal gemeinsam auf dem Eis standen („Es waren zwei gute Einheiten“), war Benskes Handschrift mitunter schon gut zu erkennen. Die Bären spielten aggressiv, checkten früh vor, attackierten die Einheimischen schon im Spielaufbau und provozierten so einige Scheibengewinne. Auf den Leib geschneidert zu sein scheint diese Aufgabe Martin Brabec, dem kein Weg zu weit war und einen Lauterbacher nach dem nächsten unter Druck setzte.
Im ersten Abschnitt geizten beide Teams nicht mit offensivem Erfolg, aber eben auch nicht mit defensiven Fehlern. Drei Tore hüben wie drei drüben ließen die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Deion Müller, nach seinem im Hinspiel gegen Lauterbach vor rund vier Wochen erlittenen Cut mit Vollvisier unterwegs, behielt auch mit Gitter in der vierten Minute den Durchblick und erzielte das 0:1, das Daniel Schindler (4.) und ECL-Neuzugang Robert Sokol (11.) mit zwei Abprallern drehten. Dann das erste Überzahlspiel der Bären, und in dieser Disziplin fielen sie im ersten Spiel des Jahres besonders positiv auf. Martin Brabecs Schuss aus der zweiten Reihe (13.) war der erste von drei Powerplaytoren. Aber wie schon nach Müllers 0:1 konnte man den Rückenwind nicht lange genießen. Benjamin Schulz nutzte einen Fehlpass im Spielaufbau zum 3:2 (14.). Dass die Bären nicht mit einem Rückstand in die Kabine gingen, lag an Philipp Dieser. Der 18-jährige Verteidiger zog ab, ein Lauterbacher fälschte ab – es war in dieser Situation das Quäntchen Glück, das sich die Neuwieder verdienten und dem Verteidiger sein erstes Regionalliga-Tor bescherte.
Bei gleichem Kräfteverhältnis war Neuwied am Drücker, nur blieben die Fünf-gegen-fünf-Phasen im zweiten Drittel selten. 14 Strafminuten kassierten die Gäste zwischen der 20. und 40. Minute, und trotzdem machten sie aus dem Remis nach dem ersten Abschnitt eine 6:4-Führung. Michael Jamieson (21.), Willi Hamann (33.) und Sven Schlicht (34.) überlisteten Luchse-Torwart Sebastian Grunewald. Auf der Gegenseite hatte Lauterbachs Deutsch-Tscheche Jan Hammerbauer zwischenzeitlich zum 4:4 egalisiert (30.). Nach der ersten und zweiten Reihe verewigte sich beim Doppelschlag zum 4:5 und 4:6 innerhalb von 69 Sekunden auch Formation Nummer drei auf dem Spielberichtsbogen. „Die haben bereits richtig gut funktioniert“, freute sich Manager Carsten Billigmann. Warum er das besonders betonte? Neben Willi Hamann und Sven Schlicht stürmte mit Carsten Hohmann eine kurzfristige Nachverpflichtung der Neuwieder. Der 20-jährige Angreifer hatte erst unter der Woche in Lauterbach eine Freigabe erwirkt und bestritt sein erstes Spiel für die Deichstädter direkt gegen seinen Ex-Klub. „Carsten hat heute bereits gezeigt, dass er eine Verstärkung ist, die unserem Kader noch mehr Tiefe verleiht“, so Billigmann über den gebürtigen Kölner, der Schlichts 4:6 vorbereitete.
Die Benske-Truppe schien mit diesem Zwischenstand das Heft in der Hand zu haben und es nur noch bis zur letzten Seite weiterblättern zu müssen, zumal sie eingangs des Schlussabschnitts eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl überstanden. Dann stellte Lauterbach jedoch auf zwei Reihen um und erhöhte den Druck. Bei Patric Kaliszewskis Schuss an den Innenpfosten hatten die Bären Glück und bei dicken Gelegenheiten von Benjamin Schulz sowie Jan Hammerbauer ihren Torhüter Lukas Schaffrath als Retter in der Not. Der stand in der 57. Minute ein weiteres Mal im Mittelpunkt, als Robert Sokol gehakt wurde, von Schiedsrichter Ralf Kubiak einen Penalty zugesprochen bekam, sich bei diesem jedoch verzockte und selbst überspielte. In der spannenden Endphase hielten die Gäste ihre Sinne zusammen und die Konzentration hoch. Stephan Fröhlich blockte einen Schuss von der blauen Linie, die Scheibe gelangte auf die rechte Seite zu Michael Jamieson, und der setzte zum Solo an, das mit dem erfolgreichen Abschluss Carsten Billigmann durchatmen und Daniel Benske strahlen ließ.
Ganz anders das Bild auf der Bank nebenan: Dort saß Lauterbachs Schweizer Coach Thomas von Euw in sich gekauert wie ein Häufchen Elend. Seine Mannschaft hatte eine ihrer besten Saisonleistungen gezeigt, bekam dafür aber keinen Lohn.


Frauen-Nationalmannschaft
Nations-Cup 2018 Tag 3
Glücklicher Sieg für Russland
Wieder musste Russland ins Penaltyschießen und wieder gewannen die Russinnen, obwohl die Finninnen während der regulären Spielzeit die besseren Chancen hatten.
15:00 Uhr Russland – Finnland 3:2 (2:1/1:1/0:1) n.P.
Beide hatten vor dieser Partie nach Siegen gegen Kanada drei Punkte auf dem Konto, für den Einzug ins Finale genügten also zwei Punkte. Und es ging gleich gut los. Finnland kassierte nach 14 Sekunden eine Strafzeit und zwölf Sekunden später erzielte Olga Sosina das 1:0. Finnland schlug aber schnell zurück und konnte durch Tanja Niskanen nach vier Minuten ausgleichen. Beide zeigten gutes Offensiveishockey, standen hinten aber auch sehr gut. Nach elf Minuten landete ein abgeblockter Schuss bei Viktoriya Kulishova und die schoss den Puck zum 2:1 ins Tor. Danach ging es bis zur Pause etwas ruhiger zu und es blieb beim 2:1.
Die Russinnen konnten mit der Führung im Rücken etwas defensiver spielen, griffen aber trotzdem mit an. Und sie nutzten nach 27 Minuten eine doppelte Überzahl aus. Mariia Batalova erhöhte auf 3:1. Finnland mühte sich weiter, blieb aber immer wieder in der Abwehr hängen. 69 Sekunden vor der Pause gelang dennoch der Anschlusstreffer. Jenni Hiirikoski bekam an der blauen Linie den Puck und zog einfach ab. Der Puck schlug oben ein und so stand es nach dem 2. Drittel 3:2.
Finnland drückte im letzten Drittel, aber Russland stand weiter hinten sehr gut. Dennoch kam Finnland zum Ausgleich. Ein Schuss von der Seite von Susana Tapani landete im russischen Tor. Diese wechselten daraufhin den Goalie. Es gab noch weitere Chancen, vor allem für die Finninnen, aber es blieb am Ende beim 3:3.
Die Verlängerung wurde von beiden Seiten vorsichtig angegangen. Viele Chancen gab es nicht, die besseren der wenigen hatte Finnland. Es fiel aber kein Tor und so gab es ein Penaltyschießen. Hier hatten die Russinnen mehr Glück und konnten einen Penalty mehr verwandeln. Somit zieht Russland in das Finale ein, Finnland spielt um Platz 3.
Schweiz lässt Deutschland keine Chance
Eine klare Angelegenheit war das Spiel der Schweizerinnen gegen Deutschland. Die Eidgenossinnen waren das bessere Team und gewannen klar.
18:30 Uhr Schweiz – Deutschland 4:0 (1:0/3:0/0:0)
Zwei Punkte reichten beiden Teams, um das kleine Finale zu erreichen. Es schien so, als wollten die Schweizerinnen es allerdings gleich klar zu machen. Sie stürmten und setzten Deutschland früh unter Druck. Das brachte auch etwas ein, denn Isabel Waidacher erzielte nach fünf Minuten per Nachschuss das 1:0. Deutschlands Abwehr und Jennifer Harss im Tor bekamen auch im restlichen Verlauf des Drittels viel zu tun, konnten das Ergebnis aber halten. Eigene Chancen gab es im 1. Drittel auch, allerdings nicht sehr viele.
Deutschland kam zwar mit mehr Schwung aus der Kabine und hatte nun auch einige gute Torchancen, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. Anders die Eidgenossinnen, sie nutzten ihre Chancen weit besser. So konnte Lara Stadler nach 27 Minuten auf 2:0 erhöhen. Dann zeigten die Schweizerinnen, dass sie auch Powerplay können. Alina Müller (29.) und Ewelina Raselli (35.) erhöhten mit einer Spielerin mehr auf dem Eis auf 4:0.
Tore fielen im letzten Drittel keine mehr. Die Schweizerinnen gingen es ruhiger an, ohne dass sie in Gefahr gerieten. Deutschland versuchte es in der letzten Minute in Überzahl noch ohne Torhüterin, es sollte aber einfach nicht sein. So trifft Deutschland im Spiel um den 5. Platz auf Kanada und die Schweiz im kleinen Finale auf Finnland.
(Norbert Stramm) 


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Sonntag 7.Januar 2018
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