IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Sonntag 21.Januar 2018. Heute mit Informationen aus der Oberliga Süd, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Regionalliga Nord, Verbandsliga Nord und Regionalliga Ost.
Deggendorfer SC
Vor über 2300 Fans: Deggendorfer SC setzt Ausrufezeichen im Derby
(OLS) Was für ein Abend in der Festung an der Trat! Der Deggendorfer SC bezwang dabei vor über 2300 Zuschauern den niederbayerischen Rivalen aus Landshut verdient mit 4:2 und festigt damit seinen Platz in der Spitzengruppe der Oberliga Süd.
Von der ersten Sekunde des Spiels merkte man dem Team von Trainer John Sicinski an, dass sie gewillt waren, dieses Mal die Partie für sich zu entscheiden. Durch aggressives Forechecking und viel Laufarbeit erkämpften sich die Hausherren ein ums andere Mal den Puck und erspielten sich gute Torchancen. Im ersten Spielabschnitt wollte allerdings auf beiden Seiten kein Treffer fallen, sodass es mit 0:0 in die erste Pause ging. Das zweite Drittel nahm dann von Beginn an Fahrt auf und in der 24. Spielminute war der Bann dann endgültig gebrochen. Curtis Leinweber setzte mit einem tollen Pass Santeri Ovaska in Szene und der Deutsch-Finne überwand Engelbrecht mit einem platzierten Schlenzer zum hochverdienten 1:0. In der Folgezeit gab es weiterhin Chancen auf beiden Seiten, jedoch dauerte es bis zur 31. Spielminute, ehe das nächste Mal gejubelt werden durfte. Dieses Mal war es Robin Deuschl, der per Abstauber seinen ersten Saisontreffer erzielte und auf 2:0 erhöhte. Doch die Freude über die Zwei-Tore-Führung bekam nur zwei Minuten später einen jähen Dämpfer, als Viktor Lennartsson auf 2:1 verkürzte. Doch der DSC ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und schlug gleich in der ersten Minute des Schlussdrittel zurück. Dieses Mal war es Ales Jirik, der einen Abpraller sehenswert aus der Luft zum 3:1 verwertete. Doch erneut hatten die Gäste die passende Antwort parat. Quasi direkt im Gegenzug sorgte Routinier Billy Trew für den erneuten Anschlusstreffer. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide und als dann genau 55 Minuten gespielt waren, fiel die endgültige Entscheidung. Aus spitzem Winkel brachte Kyle Gibbons den Puck einfach mal aufs Tor und bezwang Engelbrecht zum 4:2 und damit zum Endstand. Nun geht es für den Deggendorfer SC am Sonntag mit dem nächsten Derby weiter. Dann trifft das Team von Trainer John Sicinski in Regensburg auf die heimischen Eisbären. Spielbeginn ist um 18 Uhr.
Lindau Islanders
Peinlicher Auftritt der EV Lindau Islanders gegen Füssen
(OLS) Fehlstart für die EV Lindau Islanders in die Oberliga Süd Qualifikation Gleich zum Auftakt erlitten die Lindauer eine 4:5 (3:3, 1:0, 0:1) Heimniederlage nach Verlängerung. Gegen den starken auftrumpfenden Bayernligisten zeigten die Islanders eine katastrophale Leistung.
Das Ergebnis täuscht dabei über den Spielverlauf hinweg, denn selbst der eine Punkt war für den EVL nicht verdient. Die Gäste zeigten 60 Minuten lang das spielerisch bessere und strukturierte Eishockey, spielten mit Laufbereitschaft, Stolz und Leidenschaft – alles Attribute, die die arrogant auftretenden Islanders komplett vermissen ließen.
Im ersten Drittel führten die Islanders sogar mit 3:1 – aber dies war eher das Produkt von Glück und dem vereinzelten Aufblitzen der vorhandenen aber kaum gezeigten individuellen Klasse Einzelner. So nahm nach einem guten Zuspiel von Sascha Paul Miroslav Jenka die Scheibe perfekt mit und schoss zum 1:0 ein. Ein starker Auftakt der Gastgeber nach drei Minuten, der allerdings deren Selbstzufriedenheit noch mehr bediente. Anders ist es nicht zu erklären, dass eine Minute später gleich zwei Füssener Spieler alleine auf EVL- Goalie David Zabolotny zulaufen konnten. Ron Newhook bediente dann den Ex- Lindauer Nikolas Oppenberger, der ausgleichen konnte. Danach waren es wieder zwei Einzelleistungen, die die Islanders in Front brachten. Zunächst traf Tim Brunnhuber mit einem sehenswerten Handgelenkschuss unter die Latte (10.) zum 2:1, ehe Michal Mlynek eine Minute nach der Annahme der Scheibe mit dem Schlittschuh, diese noch so in Richtung des Füssener Torhüters Andreas Jorde befördern konnte, dass der Keeper sie selbst ins Tor abfälschte.
Was die Lindauer anschließend den 760 Zuschauern boten, war einer der peinlichsten und blutleersten Auftritte der letzten Jahre. „Wir haben gedacht, es geht so einfach und keinerlei Charakter gezeigt“, sagte Trainer Dustin Whitecotton, der auch von zu viel Druck für die Mannschaft nichts wissen wollte. „Wir können vorher viel reden, aber zeigen müssen wird das auf dem Eis.“
Dass man Platz Eins in dieser Runde gefordert habe, habe neben dem sportlichen Ehrgeiz auch einen praktischen und wirtschaftlichen Hintergrund, erklärte derweil Präsident Marc Hindelang. „Das hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber den anderen Gegnern zu tun. Wir haben letztes Jahr erlebt, was als Zweiter passieren kann. Man kann im Viertelfinale auf einen anderen Oberligisten treffen und dann geht’s knallhart um die Existenz. Wenn es danach weitergeht, fehlen dann aber Heimspiele und Einnahmen, so wie uns letztes Jahr im Finale. Dazu ist Platz Eins der erste Nachrücker- Platz, wenn eine andere Mannschaft für die Liga ausfällt.“
Zudem sollte man davon auszugehen, dass ein Team, das eine so ordentliche Vorrunde gespielt habe, von sich aus den Ehrgeiz haben müsste, möglichst gut abzuschneiden. „Den Druck muss man sich selbst machen. Wer den nicht verkraftet, sollte zum Eiskunstlauf gehen.“
Etwas großartig anderes als Eiskunstlauf war das dann auch nicht mehr, was die Islanders anschließend zeigten. Der EV Füssen kam durch zwei billige Aktionen der Gastgeber noch im ersten Drittel zum Ausgleich. Erst traf Sean Kavanagh nach Bullygewinn von Newhook, als die Ordnung beim EVL nicht stimmte, nach 14 Minuten zum 3:2. Anderthalb Minuten vor der Pause leisteten sich die Lindauer einen von zahlreichen Fehlern im Aufbau, die der Bayernliga- Fünfte durch Eric Nadeau zum 3:3 nutzte.
Die Lindauer gingen noch ein weiteres Mal in Führung, was den Spielverlauf des zweiten Drittels in dem die Gäste an Pfosten und Latte gescheitert waren, auf den Kopf stellte. Dylan Quaile traf in der 36. Minute in Überzahl.
Auch im letzten Durchgang blieb die junge Mannschaft der Gäste, dran überzeugte mit Tempo, Laufarbeit und Spielwitz, während das Angriffsspiel der Islanders auf Zufall und Einzelaktionen beruhte. Tatsächlich war ein Klassenunterschied zwischen Oberligist und Bayernligist zu erkennen, nur dass Füssen wie der Oberligist auftrat und teilweise auch von den Lindauer Zuschauern mit Applaus bedacht wurde.
Bis dreieinhalb Minuten vor Schluss mogelten sich die Islanders, die kaum zu Entlastungsangriffen kamen und teilweise im eigenen Drittel eingeschnürt wurden, noch durch, dann wurde Füssen für seinen Aufwand belohnt, als Lubos Velebnys Schlagschuss zum Ausgleich im Tor einschlug. In der Overtime rundete Jeff Smith mit seiner einzigen auffälligen Aktion das Lindauer Spiel noch ab, kassierte eine komplett unnötige Strafzeit, die Veit Holzmann zum Siegtreffer der Gäste nutzte (63.). Dies wurde dann von den über 100 mitgereisten und tolle Stimmung verbreitenden Füssener Fans entsprechend gefeiert, während sich die Spieler der Islanders vor der schweren Aufgabe in Peißenberg selbst die Charakterfrage stellen müssen.
Löwen Waldkraiburg
MICULKA MACHT DEN LÖWEN-DOMPTEUR
(OLS) Der EHC Waldkraiburg ist mit einer Niederlage in die Verzahnungsrunde gestartet. Beim starken ESC Dorfen unterlagen die Industriestädter am Freitagabend vor 800 Zuschauern verdient mit 1:4. Angetrieben von einem überragenden Lukas Miculka, der zwei Tore selbst erzielte, das vierte auflegte und zwischendrin sogar 12 Minuten auf der Strafbank schmorte, zogen die Eispiraten den Löwen den Zahn.
18:56 stand auf der Anzeigentafel im Dorfener Dr. Rudolph Stadion, mit einem Eisstadion hatte es zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr viel zu tun, vielmehr mit einer Zirkusmanege. Denn auf der Bande stand Dorfens tschechischer Top-Stürmer und gleichzeitiger Stadionwirt Lukas Miculka, reckte jubelnd seinen Schläger in die Höhe und ließ sich feiern. Wurde er zuvor mehr von einer Adrenalinwolke übers Eis getragen, hatte er jetzt, nach seinem zweiten Tor gegen seinen Ex-Klub, tatsächlich den Bodenkontakt verloren. Und es war wie immer, wenn Miculka gegen die Löwen spielt, denn die Waldkraiburgs Fans auf der gegenüberliegenden Seite pfiffen ihr liebstes Feindbild auf dem Eis gnadenlos auf- hielten dabei gleichzeitig alle einen Getränkebecher in der Hand, den sie zuvor in „seiner“ Gaststätte gekauft hatten. Eine kleine, aber feine Ironie des Schicksals, Miculka schenkte an diesem Abend eben gerne öfter ein.
Doch der Reihe nach: Der EHC Waldkraiburg trat bis auf Florian Ullmann und Daniel Schmidt mit der vollen Kapelle beim Mitfavoriten der Gruppe an und in den ersten Minuten zeigte sich bereits, dass die Löwen das Spiel machen müssen, denn die Gastgeber standen lieber kompakt und setzten auf Konter. Nicht ganz einfach für ein Team wie den EHC Waldkraiburg, das in der abgelaufenen Oberligasaison eigentlich nie selbst das Spiel machen musste. Gerade gegen eine körperlich gute und kompakte Defensive wie die des ESC Dorfen mit dem starken Torhüter Kevin Yeingst- pikanterweise Schwiegersohn von Waldkraiburgs Manager- der allerdings keine Familiengeschenke verteilte. Die Löwen begannen druckvoll, doch Dorfen stand hervorragend und Yeingst hielt alles, was ihm um die Ohren flog. Zwar hielt ESC-Trainer John Samanski nach dem Spiel fest, dass es leicht anders hätte laufen können, wenn Waldkraiburg in den ersten Minuten ein Tor macht, doch dies geschah nicht. Und so war Rainer Zerwesz Ärger verständlich: „Ist ja toll und vielleicht für die Fans schön, wenn Du im ersten Drittel 18 Minuten die Scheibe hast, aber das bringt halt nichts!“
In der zwölften Minute schlug Miculka mit dem dritten erwähnenswerten Schuss auf Korbinian Sertl erstmals zu: Einen Handpass, mit dem er sich die Scheibe im EHC-Drittel selbst vorlegte, wollten einige zwar erkannt haben, jedoch nicht der Schiedsrichter - und der entscheidet bekanntlich letztendlich – und auch Sertl sah nicht ganz gut aus (11:06). Kurz vor der ersten Pause ließ der Löwen-Dompteur die Scheibe erneut im Netz zappeln und erklomm anschließend die Bande (18:56). Es war seine Manege an diesem Abend und auch Tomas Rouseks Anschlusstreffer im Gegenzug (19:24) zeigte nur ein kurzes Aufbäumen der Löwen, die in der Folge keine ihrer Überzahlgelegenheiten nutzen konnten, kaum Schüsse aus der zweiten Reihe und von der blauen Linie abgaben und an diesem Abend keinen Spieler in ihren Reihen hatten, der Verantwortung übernehmen konnte und wollte.
Anders dagegen der ESC Dorfen, der mit einem Traumtor von Florian Brenninger vor der zweiten Pause auf 3:1 erhöhte (39:46) und im Schlussdrittel durch Andreas Attenberger im Powerplay den Endstand erzielte (56:22).
EV Moosburg
EVM meldet sich mit 5:1-Auftaktsieg gegen Amberg eindrucksvoll zurück
(BYL) Start nach Maß in die Verzahnungsrunde: Mit einem 5:1 (1:0, 1:1, 3:0) besiegte der EV Moosburg am Freitagabend den Landesligisten ERSC Amberg. Damit stürmten die Grün-Gelben gleich zum Auftakt an die Tabellenspitze.
Knapp 300 Zuschauer sahen in der Sparkassen-Arena zwei Mannschaften, die mit unterschiedlichsten psychologischen Voraussetzungen in das Match gegangen waren: Da der EVM, Schlusslicht der Bayernliga und zuletzt mit fünf Pleiten in Folge, auf der anderen Seite der ERSC, Erster der Landesliga-Gruppe 1, mit elf Siegen in Serie. Und so traten die Gäste im ersten Durchgang auch auf: Kontrolliert in der Offensive, kompakt in der Defensive, auf Fehler der Hausherren lauernd. Und der EVM hatte viel Mühe, kam kaum ins Amberger Drittel. Nur gut, dass Oldie Patrice Dlugos noch weiß, wie's geht: In der 19. Minute vollendete er eine Kombination der ersten Reihe mit dem 1:0.
Im zweiten Drittel kam Moosburg nun besser ins Spiel, musste sich von der 25. bis 30.Minute aber mit einigen Unterzahlsituationen herumschlagen. Kurz nachdem diese überstanden waren, nahm der bestens aufgelegte Kapitän Dlugos von halbrechts erneut Maß – 2:0. In der Folge boten sich den Gastgebern nun weitere gute Einschussmöglichkeiten. Doch gerade, als man im Powerplay den dritten Treffer anvisierte, wurde die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie hergeschenkt. Den Konter verwertete Ambergs Thomas Schreier eiskalt (38.).
Aber: Je länger das Spiel dauerte, desto dominanter wurden die Dreirosenstädter. Im Schlussdrittel war von den Oberpfälzern kaum noch was zu sehen. Doch die Englbrecht-Schützlinge verpassten es – selbst bei doppelter Überzahl – für die Vorentscheidung zu sorgen. So dauerte es bis zu 56. Minute, als Daniel Schander endlich das 3:1 gelang. Danach musste kaum noch gezittert werden, zumal exakt eine Minute später erneut ein Stürmer der ersten Reihe erfolgreich war: Bei 4:5 klaute David Michel den Puck und beendete per Solo seine jüngste Torflaute. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte – ebenfalls mit einer Einzelaktion – Neuzugang Martin Dürr.
Während ERSC-Trainer Dirk Salinger bis zum Schluss die Hoffnung auf eine Wende durch sein Team nicht aufgegeben hatte („Ein 1:2 nach dem zweiten Drittel in Moosburg hätte ich vor dem Spiel sofort unterschrieben“), hob der Coach der Hausherren, Bernie Englbrecht, speziell den Kampfgeist der Moosburger hervor: „Da hat heute wirklich jeder alles gegeben.“ Allerdings habe er auch „genug Dinge“ gesehen, die ihm überhaupt nicht gefallen hätten. Die werden dann spätestens in den nächsten Trainingseinheiten Thema sein.
Pfaffenhofen Ice Hogs
Fehlstart in die Verzahnungsrunde - IceHogs unterliegen in Haßfurt mit 3:6
(BYL) Der EC Pfaffenhofen hat einen Fehlstart in die Verzahnungsrunde hingelegt. Beim ESC Haßfurt unterlagen die Pfaffenhofener am Freitag mit 3:6 (1:3; 2:3; 0:0) und bekamen gleich drastisch vor Augen geführt, was die Bayernligisten in dieser Runde mit den besten Teams der Landesliga erwarten wird. Die haben allesamt Ambitionen auf den Aufstieg in die Bayernliga angemeldet und ihre Kader dementsprechend aufgerüstet, so dass es für die Bayernligisten enorm schwer werden dürfte, ihren Platz in der Liga zu behaupten. Die Pfaffenhofener reisten dennoch optimistisch nach Haßfurt, hatten sie doch nach mehreren Wochen bis auf Matthias Hofbauer wieder alle Mann an Bord. Noch nicht mit dabei war Neuzugang Dillon Duprey, der erst am Samstag in München gelandet ist. Die Partie begann auch durchaus nach dem Geschmack der Gäste. Denn mitten in die erwartete Anfangsoffensive der Hausherren, brachte Jake Fardoe die IceHogs mit einem schnell vorgetragenen Angriff früh in Führung (4.). Und wer weiß, wie der weitere Verlauf gewesen wäre, hätte Christian Semmler bei einem weiteren Konter nicht nur den Pfosten getroffen. Während sich die Pfaffenhofener dann in der Folgezeit einfach zu viele Strafen leisteten, setzten vor allem die fünf Tschechen bzw. Slowaken im Kader der Unterfranken immer mehr die Akzente. Vor allem in Überzahl konnten sie ihre technische und läuferische Klasse ausspielen. So wandelten Michal Babkovic (7.) bei einem Mann mehr, David Franek (16.) bei doppelter Überzahl und Jakub Sramek (20.) bei Vier gegen Vier den Rückstand bis zur ersten Pause in einen 3:1 Vorsprung um. In der 25. Minute erhöhte Jan Trübenekr auf 4:1 und als David Franek erneut in Überzahl gar auf 5:1 stellte (30.), schien für die Gäste bereits zur „Halbzeit“ alles verloren. Doch die IceHogs gaben nicht auf, hielten sich jetzt besser von der Strafbank fern und bekamen dadurch auch mehr Zugriff auf das Spiel. In der 36. Minute konnte Steven Maier auf 5:2 verkürzen und in der Schlussminute des zweiten Abschnitts brachte Robert Neubauer seine Mannschaft weiter heran. Die Partie hätte jetzt durchaus nochmals eine Wende nehmen können, denn die Hausherren machten die letzten Minuten des Mitteldrittels nicht mehr den frischesten Eindruck. Allerdings wurde die Aufholjagd der Pfaffenhofener gleich wieder jäh im Keim erstickt, denn nur 14 Sekunden nach dem dritten ECP-Treffer traf Georg Lang zum 6:3 und verschaffte den Unterfranken damit wieder einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung. Den konnten die IceHogs im letzten Drittel nicht mehr wettmachen. Je länger die Partie andauerte, ohne dass weitere Treffer fielen, desto selbstbewusster und souveräner wirkten die Hausherren, die letztendlich keine große Mühe mehr hatten, ihren Vorsprung zu verwalten und den Sieg über die Zeit zu schaukeln.
Forst Nature Boyz
Nature Boyz behalten die Oberhand - Gelungener Einstieg in die Abstiegsrunde
(BLL) Das erste Spiel in der Abstiegsrunde konnten am Freitag Abend die Nature Boyz mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) gegen den EV Pfronten erfolgreich im Peißenberger Eisstadion gestalten.
Das vor leider nur 45 Zuschauern stattfindende Abstiegsrundenspiel gegen die Falcons aus Pfronten sollte eine sehr faire, und vor allem spannende Partie werden, nichts für schwache Nerven. Das gute Landesligaspiel begannen die Spieler um Trainer Max Bergmann recht offensiv und selbstbewußt. Man konnte sehen, dass die Gastgeber den Sieg auf alle Fälle erreichen will. Dazu beitragen sollte auch der reaktivierte ehemalige Forster Stürmer Sascha Zenzs, allen unter dem Namen Stürzl, bekannt. Die Angriffe wurden anfangs noch etwas nervös vorgetragen, doch mit zunehmender Spielzeit häuften sich die Torchanchen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der aktive Markus Schneider in der 10. Spielminute, denn er erzielte auf Zuspiel von Bastian Grundner und Michael Krönauer die viel umjubelte 1:0-Führung. In aller Euphorie vergaßen die Forster ihre Deckungsaufgaben. Einen Konter konnte so in der 14. Minute die Gäste zum 1:1-Ausgleich nutzen, denn der Torschütze stand allein vor dem gut disponierten Andreas Scholz. Unbeeindruckt kämpften die Gastgeber weiter, und zwangen den Gästetorhüter Schubert immer wieder zu Glanzparaden. Dieser ließ jedoch keinen Treffer zu, somit wurden beim 1:1 die Seiten gewechselt.
Hoch konzentriert begann das Mitteldrittel, in dem die Forster den besseren Start erwischten. Daniel Anderl, Doppeltorschütze an diesem Spieltag, sorgte in der 22. Spielminute für die 2:1-Führung. Manfred Guggemos und Ron Zinner waren die Assistenten. Die Scheibe lief jetzt immer besser in den eigenen Reihen, Chancen boten sich zuhauf, um die Führung auszubauen. Nach der einzigen unschönen Aktion, bei der der Pfrontener Johannes Albl ein grobes Foulspiel beging, wurde dieser mit einer 5-minütigen Spieldauerstrafe aus dem Spiel genommen. Diese Überzahl konnte jedoch von den Stürmern nicht genutzt werden. In dieser Überzahl wurde auch ein Forster Spieler für 2 Minuten auf die Strafbank geschickt. Leider hatte der Gästetorhüter etwas gegen weitere Treffer, hatte er jedoch auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. So konnte er Großchanchen von Bastian Grundner und Andreas Krönauer kurz vor Drittelende in letzter Sekunde vereiteln. Das Spiel lebte jetzt von der Spannung, wer sollte den nächsten Treffer erzielen. Die Falcons hatten wenige Gelegenheiten zum Torerfolg, so war es eine logische Folge, dass die 2:1-Führung bis zum Pausenpfiff bestand hatte.
Auch im letzten Spielabschnitt dominierten die Hausherren das Spiel. Die Falcons waren fast nur in der Verteidigung zu sehen. In der 45. Spielminute stockte den Forster Anhängern der Atem, denn Torjäger Joel Titsch zog überraschend für alle von der blauen Linie ab, sein Hammer schlug hinter dem chancenlosen Andreas Scholz im Kreuzeck zum 2:2-Ausgleich ein. Die Anhänger des Fanclubs feuerte das Team weiter an, das weiterhin konzentriert zu Werke ging. Wieder ergaben sich unzählige Torchancen, doch die Scheibe wollte nicht hinter die Linie des Pfrontener Tores. Andererseits hatten auch die Hausherren etwas Glück, als ein abgefälschter Schuß neben dem Pfosten vorbeistrich. In der 57. Minute ein Geniestreich des agilen Bastian Grundner. Er nahm die Scheibe an der Mittellinie auf, umspielte die Gegner wie Slalomstangen, und schob die Scheibe zur 3:2-Führung unter Danny Schubert, durch. Kurz darauf mußte ein Pfrontener auf die Strafbank, diese Überzahlsituation nutzten die Einheimischen zur entgültigen Entscheidung. Wieder war es Daniel Anderl, der die Scheibe auf Zuspiel von Sascha Zenzs zum 4:2-Endstand in die Maschen beförderte.
Nach dem Schlußpfiff fielen sich die Spieler erleichtert in die Arme und feierten einen verdienten Auftaktsieg in der Abstiegsrunde. Mit dieser Einstellung und diesem Spielverständnis kann die Fahrt nach Trostberg am Sonntag befreiter angegangen werden.
Haßfurt Hawks
„Hawks“ belohnen sich gegen „Icehogs“ nach starkem Kampf mit erstem Dreier
(BLL) Die Vorrunde haben sie mit einem Sieg abgeschlossen, die Verzahnungsrunde in der Gruppe C nun mit einem „Dreier“ eröffnet. Beim verdienten 6:3-Erfolg über den EC Pfaffenhofen mussten die Haßfurter „Hawks“ am Freitagabend jedoch harte Arbeit verrichten, denn die „IceHogs“ machten schnell deutlich: Wir wollen unbedingt in der Bayernliga bleiben. Die Hausherren hielten entschlossen dagegen, worüber nicht nur Trainer Martin Reichert sehr erfreut war: „Das war ein sehr starkes Spiel meiner Mannschaft“, lobte er den gelungenen Abend.
Dass dieser mit einer Verspätung von 45 Minuten begann, nachdem sich zwei der drei Unparteiischen erst noch durch einen Stau kämpfen mussten, spielte unterdessen keine Rolle. ESC-Kapitän Christian Dietrich und Co. demonstrierten vielmehr von Anfang an Siegeswillen und gingen dementsprechend engagiert zu Werke. Zunächst hielt Pfaffenhofens Torwart Philipp Hähl trotz zahlreicher Schüsse seinen Kasten noch sauber. Und als seine Vorderleute ihren ersten gefährlichen und schnell vorgetragenen Angriff auch noch mit der 0:1-Führung abschlossen (Torschütze war Jake Fordoe, 4.), hellte sich die Stimmung bei den Oberbayern sichtlich auf. Davon ließen sich die „Hawks“ allerdings nicht beeindrucken, so wie im gesamten weiteren Verlauf nicht. „Sie haben drei Drittel lang wirklich konzentriert gearbeitet. Und einen Bayernligisten schlägt man nicht einfach so“, gefiel Reichert dann nicht nur die schnelle Reaktion, als Michal Babkovic den Puck bei einer der zahlreichen Überzahlsituationen zum Ausgleich in die Maschen hämmerte (7.). Die gut 450 Zuschauer auf den Rängen, darunter eine kleine Abordnung aus Pfaffenhofen, nahmen auch zur Kenntnis, dass der Landesligist immer bessrer in Fahrt kam und vor allem effektiv agierte. Der bestens aufgelegte David Franek mit einem Gewaltschuss (16.), Jakub Sramek mit einer tollen Einzelaktion (20.), Jan Trübenekr nach einer tollen Kombination (25.) sowie erneut Franek aus spitzem Winkel (30.), schossen bis zur „Halbzeit“ eine komfortable 5:1-Führung heraus. Die Gegenwehr der teilweise sehr ruppig agierenden Gegner, die insgesamt 15 Mal auf der Strafbank Platz nehmen mussten, ließ deshalb nicht nach. Und als Steven Maier (36.) sowie Robert Neubauer (40.) die „IceHogs“ bis auf 5:3 heranbrachten, wäre eine Wende durchaus möglich gewesen. Wie gut für die „Hawks“, dass Georg Lang nur 14 Sekunden nach dem 5:3 in der Schlussminute des zweiten Abschnittes mit einem weiteren fulminanten „Kracher“ aus kurzer Distanz wieder einen Drei-Tore-Abstand herstellte. „Wir haben unser Bestes gegeben“, sagte der sichtlich erschöpfte Angreifer nach der Schlusssirene. „Wir haben gekämpft bis zum Ende und hatten in einigen Situationen etwas Glück.“ Für den 27-Jährigen jedenfalls „eine tolle Teamleistung mit einem starken ‚Hexer‘ Martin Hildenbrand“. Eine tolle Teamleistung war auch während der letzten 20 Minuten notwendig, in der letztlich aber keiner der beiden Kontrahenten trotz des Bemühens noch wirkliche „Nadelstiche“ setzen konnte.
„Einfach eine tolle Leistung“, zog Martin Reichert nochmals eine positive Bilanz des Verzahnungsrundenauftakts und warnte gleichzeitig vor eventuell aufkommenden Übermut. „Ich erwarte jedes Spiel mindestens so wie dieses.“
Kempten Sharks
Sharks verlieren nach großem Kampf 4:5 nach Verlängerung gegen Ice Dogs aus Pegnitz
(BLL) Nach dem Spiel waren sowohl der Trainer der Skarks Andreas Becherer wie auch der Gästecoach Josef Hefner mit dem Ergebnis zufrieden. Nur mit der Anfangsphase haderte der Trainer der Heimmannschaft etwas. „ Zuviel Respekt und Zurückhaltung hatte die Mannschaft in den ersten 30 Minuten an den Tag gelegt“.
Dies konnte der neutrale Zuschauer von Anfang an beobachten. Die Sharks wollten gegen die mit vier Kontingentspieler angetretenen Gäste keine Fehler machen. Die Gäste wiederum spielten zu Beginn sehr souverän. Man konnte sehen, dass sie zuweilen sehr abgeklärt wirkten.
Die erste Großchance hatte in der ersten Minute Corey Pawley, der aber mit seinem Solo am Gästetorhüter scheiterte. Auch Pegnitz kam zu Chancen, nachdem sie ihr Aufbauspiel immer wieder in aller Ruhe und Konsequenz aufziehen konnte. Die Passsicherheit war ihnen deutlich anzumerken,
was auch am Anfang den Unterschied zu den Sharks ausmachte. In Folge dessen gingen die Pegnitzer bis zur elften Spielminute mit 0:2 in Führung. Die nächste Großchance hatten die Sharks in der 13. Spielminute, als Christian Engler einen Penalty zugesprochen bekam. Bei diesem scheiterte er aber an Torhüter Bädermann, der den Winkel geschickt verkürzte.
Besser verlief dann der Start ins 2. Drittel als Tobias Epp den Anschlusstreffer zum 1:2 besorgte, als besagtem Torhüter der Puck unglücklich durch die Schoner rutschte. Einige Strafzeiten ließen den Spielfluss im Anschluss etwas stocken. Die Pegnitzer hatten zu dieser Phase das Spiel aber weitestgehend im Griff und markierten das 1:3 und kurz vor Drittelende gar das 1:4 erneut durch Kercs, der einer der auffälligsten Spieler in den Reihen der Gastmannschaft war. Bis dato zahlte es sich für die Gäste also aus, gleich auf vier Kontingentspieler zu setzen, wobei einer sogar noch in dieser Woche verpflichtet wurde.
Das dritte Drittel sollte aber die Kräfteverhältnisse in erstaunlicher Art und Weise drehen.
Die Fans der Sharks standen wie schon in der ganzen Saison wie eine Wand hinter der Mannschaft und peitschten sie, was wohl auch an der Pausenansprache und kleinen Umstellungen lag, nach vorne. Ein ums andere Mal rollten die Angriffswellen der Kemptener vor das Tor der Pegnitzer. Einen Klassenunterschied konnte man schon lange nicht mehr ausmachen.
In der 43. Spielminute traf Pawley zum 2:4 und in der 45. Spielminute verkürzte Tobias Pichler gar auf 3:4 für die Sharks. Immer wieder kamen die Kemptener gefährlich vor das Tor der Gäste. Diese konnten aber einen weiteren Gegentreffer mit viel Einsatz und Geschick bis zur 59. Spielminute verhindern. Dann war es Tobias Epp, der im Anschluss auch Spieler des Tages wurde, der einen Schuss zum 4:4 abfälschen konnte. Das Stadion glich einem Tollhaus und jeder freute sich auf die anstehende Verlängerung. Diese ist in dem Modus 3:3 spannend wie nie und es geht meist hin und her. Auch hier hatten die Sharks den bessern Beginn, mussten aber leider in der 61. Spielminute das 4:5 hinnehmen.
Fazit: Aufopferungsvoll kämpfende Kemptener verlieren vor 337 Zuschauer gegen eine Gästemannschaft, die in der Spielanlage etwas abgeklärter wirkte. So kann es weitergehen.
Schweinfurt Mighty Dogs
Absage Derby 21.01.2018 Mighty Dogs vs Haßfurt Hawks
(BLL) Leider muss das Derby gegen den ESC Haßfurt abgesagt werden, da die Haßfurt Hawks keinen spielfähigen Torhüter haben. Der Nachholtermin ist für Freitag, den 09.03.2018, um 20 Uhr angesetzt.
Die im Vorverkauf erworbenen und gewonnenen Karten behalten ihre Gültigkeit und können bei jedem beliebigen Heimspiel der Mighty Dogs in dieser Saison eingesetzt werden.
ESV Bad Bayersoien
ESV erkämpft sich den 2. Platz. Timmo Weindl erledigt die SG Schliersee/Miesbach 1c
(BBZL) Alles andere als in Bestbesetzung reiste der ESV Bad Bayersoien nach Miesbach. Die Verletztenliste von Hans Schmaußer war lang. Prielmeier, Hirschvogel, Schweizer, Rößle, Ries, Maier Philipp - alle nicht dabei. Dafür wollte es Florian Ferkau wieder wissen und mit Sebastian Sutter kam Unterstützung vom EC Peiting. Man stellte sich auf aggressive Schlierseer ein, wollte aus einer sicheren Defensive aus agieren, aber schon nach kurzer Zeit bemerkte man, dass der TSV nicht so bissig war wie erwartet. Die Soier taten sich leicht ins Drittel zu kommen und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen, scheiterten aber immer am starken Markus Voit. Obwohl gerade im ersten Drittel der ESV das Spiel machte, konnte Schliersee in Führung gehen. Maximilian Haug war für die Hausherren erfolgreich und das kurz vor dem Ende des ersten Drittels. Das war zwar bitter aber man wusste, dass heute etwas gehen könnte. Im zweiten Drittel wollte Schliersee den Druck hoch halten, das gelang Ihnen auch bis zur 26. Spielminute. Timmo Weindl tankte sich durch und schloß zum 1:1 ab. Ein Schock für die Gastgeber, denn eine gute Minute später erzielte Thomas Maier den Führungstreffer für die Soier und wieder nur eine Minute später erhöhte Weindl auf 3:1 aus Sicht der Soier. TSV Trainer Arnold nahm daraufhin seine Auszeit - versuchte sein Team wieder zu ordnen. Das gelang ihm in gewisser Weise auch, denn danach mussten sie keinen Treffer mehr hinnehmen. Allerdings scheiterten sie auch reihenweise am sicheren Andreas Mayr im Tor des ESV. Kurz vor Drittelende waren sie im Powerplay aber doch noch erfolgreich. Johann Eham verkürzte auf 2:3. Im letzten Drittel musste sich der ESV gegen die Angriffswellen der Schliersee erwehren, konnte sich aber auch viele Chancen erarbeiten. In der 52. Spielminute sorgte Timmo Weindl mit seinem dritten Treffer für sowas wie Entspannung. Kurz vor Schluss wurde es wieder hitzig. Der ESV hatte zwei Mann weniger auf dem Eis, doch Bayersoien löste die Situation clever und Mayr im Tor war fehlerfrei. Auch als Arnold seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler ersetzte, brannte nichts mehr an und die Schmaußer-Truppe konnte einen verdienten Sieg bejubeln, denn das ganze Team gab über 60 Minuten alles. Jeder kämpfte für jeden. Ein ganz großer Schritt Richtung Play-Offs.
EHC Bayreuth 1b
Dezimierten Bayreuthern gehen im Schlussdrittel die Kräfte aus
(BBZL) Samstagsspiele sind sowohl für den EHC als auch für seinen Anhang im Laufe dieser Saison schon zur Gewohnheit geworden. An einem Samstag auswärts ran zu müssen stellte allerdings ein Novum dar.
Ohne die verhinderten Zimmermann, Jalalian, Thomys, Schrüfer und Hagen, sowie sämtliche Juniorenspieler, trat nunmehr eine Rumpfmannschaft des EHC in Regensburg an. Dies machte sich jedoch anfangs kaum bemerkbar. Der EHC ging vor 200 Zuschauern, darunter knapp 70 aus Bayreuth, in der 12. Spielminute durch Stephan Schmidt mit 1-0 in Führung, die aber bereits in der 15. Minute durch Deuschl auf Seiten der Gastgeber ausgeglichen wurde.
Im zweiten Spielabschnitt konnte der EHC aus Regensburg zunächst in der 28. Spielminute mit 2-1 durch Rusch in Führung gehen, ehe Runge in der 33. Minute den Gleichstand wieder herstellte, was auch in etwa den Spielanteilen entsprach.
So ging es unentschieden ins letzte Drittel. Hier machte sich dann aber mit fortschreitender Spieldauer nun doch der Kräfteverschleiß bemerkbar. In der 49. Minute gingen die Regensburger mit 3-2 in Überzahl durch Burkert in Führung. In der 54. Minute gab der Schiedsrichter Penalty, den die Heimmannschaft gnadenlos zum 4-2 nutzte. Die Bayreuther versuchten nun noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren, nahmen in der Schlussphase auch Goalie Nicolas Sievers vom Eis, doch es sollte nicht mehr zur Aufholjagd reichen. Regensburg erzielte in der Schlussminute durch Swoboda per Empty Net den Treffer zum 5-2, wodurch die Begegnung endgültig entschieden war.
Unterm Strich bleibt eine ordentliche kämpferische Vorstellung unserer Mannschaft, die sich momentan, bei noch drei ausstehenden Spielen in der Hauptrunde, mit 29 Punkten auf Platz zwei der Bezirksliga Gruppe 1 befindet.
Nun bietet sich am kommenden spielfreien Wochenende etwas Zeit zur Regeneration, ehe es am 3.2. beim Heimspiel gegen die Einsbe von Schweinfurt die Möglichkeit gibt, wieder die Tabellenführung zu übernehmen.
Eisbären Eppelheim
Eisbären gewinnen Toppspiel gegen Hügelsheim
(RLSW) Mit einem klaren und verdienten 4:0-Erfolg durch die Tore von Eric Artman (2), Roman Gottschalk und Tim Brenner haben die Eisbären den Angriff der Baden Rhinos im Kampf um die Play-Off-Plätze erfolgreich abgewehrt und sich in selbigem mächtig Luft verschafft.
Wenn der Dritte beim Vierten zu Gast ist und noch dazu zwei Goalies der Top 3 auf dem Eis stehen, dann verspricht das Spiel einiges an Spannung und Kampfgeist. Und so startete die Partie auch vielversprechend mit einigen Offensivaktionen auf beiden Seiten, bei denen sich beide Torhüter jedoch keine Blöße gaben. Der Auftakt war dann den Eisbären vorbehalten, die durch Artman in der 8.Min die Führung erzielen konnten. Ein Wirkungstreffer, wie sich in der Folge herausstellen sollte. Denn die Rhinos fanden in der Folge offensiv fast nicht mehr statt, nur der mangelnden Chancenverwertung des ECE war es zu verdanken, dass der spannende Zwischenstand Bestand haben sollte, da selbst zwei Powerplay-Situationen ungenutzt verpufften. Fünf Sekunden vor der Pause erlöste Kapitän Tim Brenner sein Team dann doch noch und konnte die Vorteile auf Seiten des ECE zum Ausbau der Führung nutzen.
Im zweiten Drittel war man gewillt, den drohenden Angriffswellen der Baden Rhinos keinen Raum zu geben, um diese nicht zurück ins Spiel kommen zu lassen. So zeigte sich die Defensive über weite Strecken konzentriert und effektiv, was das Offenspiel in dieser Phase jedoch etwas zum Erliegen brachte. Als man kurz vor Schluss des Abschnitts erstmals in Unterzahl geriet, drohte der Vorsprung zu schmelzen, doch auch hier konnten sich die Eisbären auszeichnen und sich weiter schadlos halten.
Für den letzten Abschnitt hatte man sich auf die Fahnen geschrieben, einen weiteren Treffer nachzulegen, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Begünstigt durch eine frühe Überzahl sollte dies auch gelingen. Zwar musste man sich bei numerischer Überzahl wieder einmal die mangelnden Torchancen ankreiden lassen, direkt im Anschluss sollte es dann jedoch klappen. Artman durfte sich nicht nur für das wichtige 3:0 feiern lassen (46.), sondern markierte zugleich den 100. Saisontreffer des ECE. Als kurz darauf der ECE in eine vierminütige Unterzahl geriet, drohte es nochmals spannend zu werden. Doch auch das Überzahlspiel der Gastgeber sollte gegen das Defensiv-Bollwerk der Eisbären an diesem Abend nicht erfolgreich sein. Dagegen klappte bei den Eisbären, was die Rhinos in eigener Unterzahl jeweils nur andeuten konnten. Ein feiner Pass von Patschull schickte Gottschalk auf die Reise, der den Rhinos-Schlussmann in Unterzahl zum 4:0 überwinden konnte (54.) und damit den Schlusspunkt einer fairen und trotzdem spannenden Partie setze, die die Eisbären verdient für sich entschieden.
Die mitgereisten Fans, die über die komplette Spielzeit den ECE supporteten, durften dabei eine erstklassige Leistung der Eisbären bewundern, die mit einem sicheren Defensivverhalten den Grundstein zum Sieg legen konnten. Dass sich Janis Wagner im Anschluss für seinen 3. Saison-Shut-Out feiern lassen durfte, hatte dabei einen weiteren freudigen Hintergrund. Denn die Baden Rhinos ohne Treffer vom eigenen Eis zu schicken, gelang bislang nur einem Team seit der Rückkehr in die Regionalliga. Richtig, es waren die Eisbären Eppelheim in der Premieren-Saison der Rhinos, als man diese passend zu ihrem Vereinsnamen mit 0:9 besiegen konnte.
Durch den Erfolg setzen sich die Eisbären nun vom Verfolger-Feld ab und könnten am nächsten Spieltag bereits den Play-Off-Einzug perfekt machen, wenn man die wiedererstarkten Oberschwaben des EV Ravensburg im eigenen Stadion zu Gast hat.
Diez-Limburg Rockets
Rockets gewinnen Derby vor 1100 Zuschauern
(RLW) Die EG Diez-Limburg hat das Heimspiel gegen die Neuwieder Bären mit 5:4 (1:2, 3:1, 1:1) gewonnen und damit die Tabellenführung in der Regionalliga West verteidigt. Die Rockets gewannen damit auch den dritten Vergleich mit den Gästen vom Rhein auf heimischem Eis (Liga und Pokal) und drehten einen anfänglichen 0:2-Rückstand.
Neuwied erwischte den besseren Start und ging früh durch Deion Müller in Führung (4.). Neun Minuten später erhöhte US-Import Michael Jamieson nach einem Abstimmungsfehler in der EGDL-Defensive auf 2:0 (13.). Wir waren zu Beginn nicht gut im Spiel und haben zu lange gebraucht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, sagte Rockets-Trainer Arno Lörsch. Da lagen wir auch zurecht mit 0:2 hinten. Der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang Neuzugang Emanuel Grund (16.), der einen Konter auf Vorarbeit von Florian Böhm verwertete. Danach hat man gemerkt, dass mehr Ruhe in die Mannschaft kam.
Im zweiten Drittel gelang Andre Bruch zunächst nach sehenswerter Einzelaktion der 2:2-Ausgleich (30.), ehe die Gäste erneut in Führung gehen konnten - dieses Mal traf Dennis Schlicht (31.). Nach einer Spieldauerstrafe gegen Moritz Schug trafen die Rockets zunächst zum 3:3 durch Konstantin Firsanov (40.). Nur wenige Sekunden später und zwei Sekunden vor der zweiten Drittelpause brachte Philipp Maier die EGDL erstmals in Führung (40.).
Gleich zu Beginn des letzten Drittels erhöhte Matt Fischer auf 5:3 für die Rockets (41.), die zu diesem Zeitpunkt immer noch in Überzahl agierten. Neuwied nahm drei Minuten vor dem Ende im Powerplay den Torhüter vom Eis und verkürzte auf 4:5 (57.). Den knappen Vorsprung brachten die Gastgeber vor knapp 1100 Zuschauern über die Zeit.
Nach dem fünften Tor haben wir gut hinter der Scheibe gestanden und den Vorsprung mit Herz und Leidenschaft verteidigt, sagte Arno Lörsch. Sein Gegenüber Daniel Benske nahm nicht an der Pressekonferenz teil.
Emanuel Grund hat heute auf Anhieb gezeigt, dass er ein Topverteidiger ist, sagte Lörsch über seinen Neuzugang. Ich freue mich für ihn, dass er auf Anhieb ein Tor geschossen hat. Eine super Verstärkung. Auch für den zweiten Debütanten im EGDL-Trikot gab es ein Lob vom Trainer: Nikolai Varianov weiß ganz genau, was er tut und wohin er muss. Er hat nun alle Zeit der Welt, sich in Ruhe in das Team einzufinden. Gib ihm noch zwei Wochen, um seinen Platz zu finden. Dann wird er uns noch mehr helfen.
Dinslaken Kobras
Herzschlagspiel und zwei eminent wichtige Punkte
(RLW) Wieder einmal war der Besuch der Schlangengrube nichts für schwache Nerven. Es war sicherlich keine Gala-Vorstellung, die die Dinslakener Kobras gestern Abend beim 5:4 – Sieg n.V. gegen die Soester EG ablieferten, doch das war allen Beteiligten am Ende völlig egal. Denn die Kobras konnten durch dieses Ergebnis zunächst einmal ihren ärgsten Verfolger im direkten Vergleich auf Distanz halten. Denn es wird eng im Kampf um die Playoff – Plätze, – ganz eng. Derzeit kommen alle Mannschaften der unteren Tabellenhälfte so richtig in Schwung. Zwar haben die Kobras tabellarisch die besten Voraussetzungen, eine kurze Schwächeperiode könnte aber fatale Folgen für die Niederrheiner haben. Daher darf man sich über die zwei Punkte aus dem gestrigen Spiel ruhig etwas intensiver freuen. Denn es hätte genauso gut auch andersherum laufen können.
Den Kobras merkte man insbesondere in den ersten beiden Abschnitten an, dass einigen Akteuren – sei es durch private Abwesenheit beim Training und den letzten Spielen, sei es durch den im Moment aufgrund des Spielplanes nicht vorhandenen Rhythmus – es gehörig an Spielpraxis mangelt. Denn flüssig lief das Spiel der Kobras nicht.
Zwar verzichteten beide Mannschaften komplett auf die Abtastphase, doch schon von der ersten Minute an zeigten die Bördeindianer, dass sie nicht als Punktelieferant gekommen waren. Sie waren es, die sich die ersten Hochkaräter erarbeiteten und Marvin Haedelt im Kasten der Kobras mehr beschäftigten, als ihm lieb sein konnte.
Folgerichtig musste die Anzeige auch das erste Mal auf Seite der Gäste umgestellt werden, als Martin Juricek in der 11. Minute den Puck über die Torlinie bugsieren konnte. Es war nicht so, dass die Hausherren chancenlos gewesen wären, doch die meisten Möglichkeiten der Gäste wirkten zwingender. So ging es mit einem 0:1-Rückstand für die Sikorski-Truppe erstmalig in die Kabine.
Auch der zweite Abschnitt blieb seitens der Niederrheiner Stückwerk. Viele Fehlpässe – vor allem sogenannte No-Look Pässe - fanden keinen Abnehmer der eigenen Farben. Dafür wurde es nun torreicher. Den Anfang machte Stefan Dreyer, der nur 27 Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielte. Und als knapp sieben Minuten später Mark Essery zur erstmaligen Führung einnetzte, schien die Kobra-Welt wieder in Ordnung. Doch die Gäste zeigten sich keineswegs geschockt und erzielten bei 32:55 den verdienten Ausgleich. Ob davon die Kobras ihrerseits geschockt waren, ist nicht überliefert, könnte aber eine Erklärung dafür sein, dass die schwarze Hartgummischeibe nur 13 Sekunden später erneut hinter Marvin Haedelt einschlug. Wieder rannten die Kobras einem Rückstand hinterher. Dies sollte auch bis zum zweiten Pausentee so bleiben.
Die Wende zugunsten der Dinslakener wurde zu Anfang des letzten Drittels eingeleitet. Denn als Fabian Pyszynski an der blauen Linie Kevin Wilson mit einem Kniecheck regelwidrig zu Fall brachte und der Dinslakener behandelt werden musste, schickte ihn Hauptschiedsrichter Leven vorzeitig unter die Dusche. Zwar erzielten die Giftschlangen während der 5-minütigen Überzahlphase nur einen Treffer durch Michal Plichta, doch alles, was danach kam, sah vor allem spielerisch deutlich besser aus. Dem Tschechen in Diensten der Dinslakener war es dann auch vorbehalten, sein Team erneut in Führung zu bringen. Während eines Alleinganges zog er von der blauen Linie einfach mal ab und zehntel Sekunden später beulte sich das Netz hinter Marc Fleischer, der auf Seite der Bördeindianer zwischen den Pfosten stand, wie ein Segel bei Orkanstärke. Dieser Treffer war nahezu eine Blaupause zu Mark Essery’s Tor zum 2:1. Doch die Westfalen gaben sich noch nicht geschlagen und erzielten gut 7 Minuten vor Ende des dritten Drittels durch Ernst Reschetnikow das 4:4. Beide Teams bemühten sich in der verbleibenden Spielzeit um den Dreier, doch für beide Teams war spätestens beim gegnerischen Goalie Endstation.
Somit ging das Spiel in die 5-minütige Verlängerung. Wieder nichts für angeschlagene Nervenkostüme. Sowohl auf den Rängen als auch bei den Spielern. Doch die Kobras bekamen ihre große Chance und nutzten sie. Denn als der Soester James Ross Stefan Dreyer regelwidrig attackierte, schickte musste er für 2 Minuten in die Kühlbox. Und diesmal nutzten die Gastgeber ihre Chance, einen Treffer in Überzahl zu erzielen, zum richtigen Zeitpunkt. Während sich in den ersten 60 Minuten das Powerplay einmal mehr ausbaufähig zeigte, blieben die Giftschlangen, als es nun drauf ankam, eiskalt. Es gab einen Riesenjubel in der Schlangengrube, als Mark Essery 187 Sekunden nach Wiederanpfiff den entscheidenden Treffer setzen konnte.
Noch befinden sich die Dinslakener auf Platz 6, doch schon am Sonntag kann die Konkurrenz weiter aufschließen, denn dann haben sie Giftschlangen schon wieder spielfrei. Dafür gibt’s am nächsten Wochenende zwei richtige Kracher. Dann gibt‘s das HH – Westfalenwochenende, denn mit Herford und Hamm geben zwei Teams der oberen Tabellenhälfte ihre Visitenkarte in der Schlangengrube ab.
Ice Dragons Herford
Ice Dragons bleiben mit Sieg gegen Ratingen oben dran!
(RLW) Gut 600 Zuschauer waren Zeuge, wie sich die Ice Dragons mit einer überzeugenden Leistung gegen Ratingen wieder auf der Erfolgsspur zurückmeldeten. Dabei waren die Sorgenfalten im Gesicht von Coach Jeff Job vor dem Spiel nicht eben kleiner geworden. Zwar meldete sich Verteidiger Kevin Rempel nach überstandener Krankheit zurück, dafür musste er aber nun neben Lucas Klein, Tim Schürstedt und Kris Gehring auf Stürmer Leon Nasebandt verzichten, der mit einer Handverletzung wohl noch etwas länger ausfallen wird. Doch allen Ausfällen zum Trotz arbeiteten sich die Ice Dragons über eine starke Defensivleistung in die Partie und konnten am Ende einen verdienten 5:1 Erfolg über die Ratinger Ice Aliens feiern.
Das die Gäste nicht gekommen waren, um nur Punkte abzugeben, war von der ersten Sekunde an zu sehen. Mit schnellen, sicheren Spielzügen setzten sie die Ice Dragons von Beginn an unter Druck, bissen sich dabei jedoch immer wieder die Zähne an der starken Defensive und dem gut aufgelegten Justin Figge im Tor aus. Die Ice Dragons benötigten ein bisschen, um ins Spiel zu kommen, wobei ihnen zwei frühe Strafzeiten der Gäste halfen. In numerischer Überlegenheit fanden sie immer besser in ihren Rhythmus, jedoch auch immer wieder ihren Meister in Christoph Oster im Ratinger Tor. Nach Ablauf der Strafzeiten war das Spiel dann endgültig ausgeglichen, beide Teams agierten aus einer sicheren Defensive heraus, so das Chancen Mangelware waren oder aber die Torschüsse sichere Beute der beiden Goalies. So blieb es bis zur ersten Pause beim 0:0.
Die vorsichtige Spielweise behielten beide Teams auch zu Beginn des zweiten Drittels bei. Zwar hielten beide Mannschaften das Tempo enorm hoch, achteten jedoch peinlich genau darauf, dass immer eine Defensive Absicherung bestand und neutralisierten sich bei gleicher Spielanzahl weitestgehend. So fiel das erste Tor dieser Partie dann auch in einer Überzahlsituation und es waren die Ice Dragons, die als erstes jubelten. In numerischer Überlegenheit hatte Jan-Niklas Linnenbrügger in der 34. Minute die Scheibe zu Florian Kiel an die blaue Linie gelegt, der hielt drauf, Fabian Staudt fälschte vor dem Tor leicht ab und Christoph Oster war zum ersten mal geschlagen. Dieser Treffer gab dem Team von Jeff Job Auftrieb, die Ice Dragons agierten nun mutiger, übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle und wurden belohnt. Nils Bohle trug die Scheibe in der 36. Minute in die Ratinger Verteidigungszone, ließ für Fabian Staudt liegen, der sah den mitlaufenden Philipp Brinkmann und der zog aus vollem Lauf in Höhe des linken Bullypunktes einfach mal ab, um sich anschließend von seinen Mitspielern für das 2:0 feiern zu lassen! Als dann noch Killian Hutt in der 39. Minute mit einem Geniestreich auf 3:0 erhöhte, er schoss von hinter dem Tor gezielt auf Osters Schoner, von wo die Scheibe ins Tor sprang, hatten die Ice Dragons das Spiel endgültig unter Kontrolle. Und es kam noch besser! 32 Sekunden vor der Pause, die Ice Dragons waren in Überzahl, verwertete Gleb Berezovskij einen Pass von Killian Hutt mit einem Schuss aus dem Halbfeld zum 4:0 Pausenstand!
Das die Ice Aliens sich noch nicht geschlagen geben würden, hatte Jeff Job seinem Team in der Pause wohl eindrücklich klargemacht. Und die Gäste kamen mit Wut im Bauch aus der Kabine, versuchten alles, um den Rückstand zu verkürzen. Doch sie hatten die Rechnung ohne Justin Figge und seine Vorderleute gemacht, die jeden Versuch zunichte machten und so die Führung hielten. Als dann der Ratinger Druck nach knapp 10 Minuten ein wenig nachließ, waren die Ice Dragons sofort zur Stelle! Killian Hutt ließ in der 50. Minute gleich zwei Gegenspieler mächtig alt aussehen, sah Fabian Staudt am langen Pfosten und spielte einen blitzsauberen Pass. Den ersten Schuss vom Herforder Kapitän konnte Christoph Oster zwar noch mit höchstem Körpereinsatz parieren, Fabian Staudt allerdings blieb dran und verwertete seinen eigenen Rebound zum 5:0! Was allerdings passiert, wenn man gegen Ratingen nur für wenige Sekunden nicht hellwach ist, zeigten die Gäste nur 1 Minute später. Ein vertändelter Puck im Herforder Drittel landete direkt auf dem Schläger von Alexander Schneider, der fackelte nicht lange und überwand Justin Figge mit einem Schuss über die Fanghand zum 5:1. Doch der Gegentreffer kam für die Ice Dragons zur rechten Zeit, sie besannen sich nun wieder auf ihr starkes Defensivspiel und brachten das 5:1 routiniert über die Zeit!
Hamburger SV
Platz zwei praktisch sicher
(RLN) Die Regionalligamannschaft des Hamburger SV hat den wahrscheinlich entscheidenden Schritt zum Erreichen des zweiten Platzes der Vorrunde gemacht und den wichtigsten Konkurrenten aus Adendorf mit 6:5 (0:2,4:2,2:1) bezwungen. Durch diesen Erfolg in einem engen Spiel genügt jetzt ein einziger Punkt aus fünf verbleibenden Spielen zur Sicherung des eventuell entscheidenden Playoffheimspiels. Der HSV wäre damit in der gleichen Ausgangssituation wie in der vergangenen Saison – und die endete bekanntlich mit dem Meistertitel.
Leicht gemacht wurde es dem Team von Coach Dominik Döge am Freitagabend nicht – der AEC sann nach einem missglückten Jahresauftakt auf Wiedergutmachung, wirkte im ersten Drittel zielstrebiger und bissiger und ging mit einer 2:0-Führung in die Pause. Ab dem zweiten Abschnitt nahm der HSV den Kampf an, Pascal Heitmann gelang kurz vor Drittelende der Ausgleich zum 4:4 – kurz nach Wiederanpfiff folgte allerdings gleich der nächste Rückstand. Mario Behrens egalisierte erneut und ausgerechnet „Eisfloh“ Benjamin Garbe – der bekanntlich erst zur aktuellen Saison aus Adendorf nach Hamburg zurückgekehrt war – markierte den entscheidenden Treffer zum letztlich nicht unverdienten 6:5.
Während für den HSV auch Platz 1 noch möglich ist – am kommenden Freitag steht hier das direkte Duell mit Tabellenführer Weser Stars an – muß sich der AEC nach unten orientieren: die Icefighters aus Salzgitter können rechnerisch sogar noch aus eigener Kraft an den „Heidschnucken“ vorbeiziehen.
Sande Jadehaie
Starkes Schlussdrittel bringt Jadehaie auf Siegerstraße
(VLN) Die Jadehaie haben sich am Samstagabend mit 8:3 gegen die Wedemark Scorpions 1b durchgesetzt.
Johannes Mundt erzielte vor 578 Zuschauern den 1:0-Führungstreffer, aber wie bereits am vergangenen Samstag in Wedemark konnten die Scorpions dem Yashin-Team über weite Strecken Paroli bieten. Der ECW Sande ließ erneut viele Torchancen ungenutzt, bei den Gästen dagegen war jeder Schuss ein Treffer und deshalb ging es mit einem 1:2-Rückstand in die erste Drittelpause. „Wedemark hat uns das Leben erneut ganz schön schwer gemacht“, blickt Johannes Mundt auf die Partie.
Der Stürmer traf zu Beginn des Mittelabschnitts zum 2:2-Ausgleich, Lubomir Sivak schoss die Jadehaie erneut in Führung, die der Tabellenvorletzte jedoch vor der zweiten Pause zum 3:3 ausgleichen konnte.
Wie bereits im Hinspiel, war es der Schlussabschnitt, den die Yashin-Schützlinge dominierten und in dem sie fünf Treffer erzielten.
„Im letzten Abschnitt haben wir dann auf zwei Reihen umgestellt und noch einmal richtig Druck gemacht“, erklärt Mundt, der sich auch in den letzten 20 Minuten in die Torschützenliste eintrug und an diesem Abend einen Dreierpack schnürte. Der Torschütze weiter: „Zum Glück hatten wir am Ende wieder den längeren Atem, aber trotzdem hätten wir unsere Torchancen viel besser nutzen müssen.“
Tornado Niesky
Herber Rückschlag für die Tornados
(RLO) Auf dem Weg zur Titelverteidigung mussten die Nieskyer Tornados am Sonnabend vor heimischem Publikum eine herbe Niederlage hinnehmen. Zu Gast im Waldstadion waren die Cracks von FASS Berlin, die Drittplatzierten in der Tabelle der Regionalliga Ost.
Im Kasten der Gastgeber stand diesmal Torfrau Ivonne Schröder, die an diesem Abend viel zu tun bekam. Sven Becher, Tom Domula, Eric Girbig, Ronny Greb und Richard Jandik fehlten im Kader der Tornados.
Die Gäste aus der Hauptstadt fanden schnell und effektiver ihr Spiel. Doch im ersten Drittel gelang keinem Team ein Treffer. Das Zusammenspiel der Nieskyer klappte diesmal irgendwie nicht.
Im Mitteldrittel wurde die Partie wesentlich ruppiger und härter. Viele Strafen, besonders auf Seiten der Gastgeber und ständiges Unterzahlspiel waren die Folge. In der 33. Minute fiel in Überzahl dann auch das erste Tor für die Berliner. Doch in der 36. Minute nutzte Chris Neumann nach Zuspiel von Sebastian Greulich eine Überzahlsituation zum Ausgleich. 52 Sekunden vor der 2.Pause schossen sich die FÄSSer erneut in Führung.
Das letzte Drittel begann mit einem Ausgleich der Gastgeber. Jörg Pohling versenkte in der 42. Minute nach Vorlage von Sebastian Greulich und Marco Noack den Puck im Kasten von Goalie Niklas Zoschke, der an diesem Abend eine gute Leistung bot. In der 47. Minute übernahmen die Gäste wieder die Führung. Robert Bartlick konnte nach Zuspiel von Philip Riedel in Überzahl in der 51. Minute ein letztes Mal ausgleichen. In den letzten 8 Minuten musste Torfrau Ivonne Schröder noch dreimal hinter sich greifen. Die Berliner Cracks spielten zum Schluss viel effizienter und verwandelten ihre Chancen auch in Treffer. Zum Schluss gewannen sie verdient mit 3:6 (0:0; 1:2; 2:4) und nahmen 3 Punkte mit in die Hauptstadt. Dies war ein rabenschwarzer Abend für die Tornados und ein Rückschlag im Kampf um die Titelverteidigung.
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