IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 22.Januar 2018. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga West, Regionalliga Nord und Regionalliga Ost.
Düsseldorfer EG
Niederlage in Mannheim - DEG zieht mit 1:3 den Kürzeren
(DEL) Die Düsseldorfer EG hat am Sonntagabend eine bittere Niederlage bei den Adlern in Mannheim hinnehmen müssen. Gegen den prominenten Konkurrenten um den Playoff-Einzug unterlagen die Rot-Gelben mit 1:3 (0:2, 1:1, 0:0).
Für die DEG zählt es am Dienstag gegen Straubing
Es liegt in der Natur der Sache: Die Spiele werden immer weniger, die Entscheidung in der DEL-Hauptrunde naht. Da ist es ganz klar: Punkte müssen her. Nach der Niederlage gegen Mannheim ist die DEG aus den Playoff-Rängen herausgerutscht. Am Dienstag-Abend empfängt das Team nun die Straubing Tigers um 19.30 Uhr im ISS DOME.
Red Bull München
Deutlicher Sieg im bayerischen Derby gegen Straubing
(DEL) Der EHC Red Bull München gewann das bayerische Derby bei den Straubing Tigers und damit das vierte Spiel in Folge. Dominik Kahun, Mads Christensen, Patrick Hager, Frank Mauer und Jason Jaffray trafen beim 5:2 (0:0|3:0|2:2) vor 4.020 Zuschauern am Straubinger Pulverturm für die Red Bulls.
Die Gastgeber begannen die Partie entschlossener und kamen bereits nach 10 Sekunden zur ersten großen Möglichkeit: Alexander Oblinger traf den Pfosten. München spielte sich in der Folge immer besser in die Partie, nutzte aber gute Chancen in Überzahl nicht. Die beste Möglichkeit hatte Patrick Hager, der nur den Pfosten traf, als Straubings Torhüter Drew MacIntyre schon geschlagen auf dem Rücken lag (12.).
Dominik Kahun gelang im zweiten Abschnitt der erste Treffer der Partie, als er über die Schulter von MacIntyre ins kurze Eck abschloss (23.). Nach einer feinen Kombination von Derek Joslin und Brooks Macek traf Mads Christensen zum 2:0 (31.). Patrick Hager markierte in der 37. Minute bereits die Vorentscheidung, als er einen Querpass von Wolf über die Linie schob.
Im dritten Drittel gelang den Tigers nur noch zweimal der Anschluss: Stefan Loibl schloss einen Konter in Unterzahl zum 1:3 ab (44.). Nur 92 Sekunden später stellte Frank Mauer den alten Abstand aus zentraler Position wieder her. Für den Tabellenletzten aus Niederbayern verkürzte Dylan Yeo auf 2:4, doch als die Tigers ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler aus dem Spiel nahmen, markierte Jason Jaffray aus dem eigenen Drittel den 5:2-Endstand (60.).
Dominik Kahun:
„Heute hat vieles geklappt bei mir: Ich wollte den Schuss auf kurze Eck – umso schöner, wenn er auch so reingeht. Wir haben uns heute besonders vorbereitet, weil wir wussten, was hier abgeht: Straubing hatte immer wieder gute Chancen, aber wir waren trotzdem die bessere Mannschaft. Jetzt muss unser Ziel sein, den Hauptrundensieg zu holen.“
Tölzer Löwen
Löwen punkten in Kassel - Dienstag Heimspiel gegen Freiburg
(DEL2) "Ich denke wir haben ein sehr unterhaltsames Spiel gesehen. Jede Menge
Tore, jede Menge Unterzahl/Überzahl. Für die Zuschauer sicherlich sehr
sehr gut, für die Trainer etwas anstrengend", so das Resümee von
Löwencoach Rick Boehm nach der nervenaufreibenden Partie in Kassel.
Schlussendlich bleibt der Sieg in Kassel, doch auch die Löwen können
nach der 5:6-Penaltyniederlage einen Punkt mit nach Hause nehmen.
Es war wie ein Tag der offenen Tür in den jeweiligen Defensiven. Beide
Teams verloren regelmäßig die Zuordnung in der Abwehr und ermöglichten
dem Gegner somit einige gute Chancen. Die Löwen spielten von Anfang an
mit einem aggressiven Forecheck und bereiteten dem Tabellenvierten damit
schon im Aufbau große Probleme. Trotzdem ging Kassel durch den späteren
Dreifachtorschützen Patrick Klöpper in Führung. Julian Kornellis
Ausgleich spiegelte die Spielanteile wieder. Die Löwen in der Folge des
Auftaktdrittels die bessere Mannschaft, aber ohne die nötige Konsequenz
im Abschluss. Erst im zweiten Abschnitt schaffte es Johannes Sedlmayr
Mirko Pantkowski wieder per Fastbreak zu überwinden. Doch die Führung
wechselte, wie das Wetter an einem launischen Apriltag. Braden Pimm und
John Rogl, Mikko Rämö sah beim 2:3 unglücklich aus, schossen die Huskies
wieder in Führung. Doch die Löwen zogen ihren Gameplan durch. Florian
Strobl und Klaus Kathan - aus praktisch unmöglichem Winkel - drehten das
Spiel erneut, ehe der doppelte Patrick Klöpper die Huskies in die
Verlängerung rettete. Zuvor hatte Marcel Rodman die Löwen ein letztes
Mal in Führung gebracht. Sein Treffer zum 5:4 fiel nur zwei Minuten vor
Ende. "Für uns schade, dass wir die Führung nicht zu Ende haben spielen
können. Das zeigt die Stärke von Kassel. Sonst bin ich mit der Leistung
dem Einsatz meiner Mannschaft sehr zufrieden", so Rick Boehm.
Erst im Penaltyschießen fiel die Entscheidung zugunsten des haushohen
Favoriten aus Hessen. Die individuelle Klasse von Jens Meilleur und
James Wisniewski, die als einzige im Shootout trafen, sicherten den
Huskies den Zusatzpunkt. Ein kleiner Wermutstropfen an einem sonst sehr
gelungenen Auswärtsauftritt.
Vermeintlich etwas leichter ist die Aufgabe für die Tölzer Löwen am
Dienstag. Die Wölfe Freiburg sind aktuell Zwölfter und liegen mit einem
Vorsprung von neun Punkten und einem Spiel mehr vor den Buam.
Spielbeginn zur Partie ist um 19:30 Uhr.
Bayreuth Tigers
Bayreuth zieht gegen Weißwasser knapp den Kürzeren
(DEL2) Beide Teams starteten trotz der nicht optimalen Tabellensituation 14. gegen 12. mit dem Selbstbewusstsein von zuletzt zwei Siegen in diese Partie, die ausgeglichen und sehr taktisch geprägt begann. Man baute häufig ein massives, engmaschiges Bollwerk in der neutralen Zone auf, was es den Offensivkräften lange sehr schwer machte das Spiel konstruktiv aufzubauen oder gar gute Torchancen heraus zu spielen. Unbedrängt blieb dabei kaum jemand und auch die Passwege waren meist zu. Die nur einzelnen gefährlichen Szenen blieben so sichere Beute der Goalies. Etwa ab Minute 15 fanden die Hausherren zuerst den „passenden Schlüssel“ dazu und hatten in kurzer Abfolge gleich mehrere Hochkaräter an Torchancen, bei denen aber der trotz einiger Abpraller starke Goalie Franzreb jeweils die bessere Antwort hatte. Kurz danach gab es aber noch eine Möglichkeit als Nehers Fernschuss mehrfach abgefälscht bei Geigenmüller landete, der die Scheibe dann Gedankenschnell doch noch zur Führung ins Tor bugsierte.
Im zweiten Abschnitt änderten sich die Vorzeichen dann aber radikal. Weißwasser übernahm mehr und mehr das Spiel und setzte sich, angetrieben vom immer stärker werdenden Jeff Hayes, im Angriff fest. Lohn dafür war der Ausgleich durch Götz, nachdem Vosvrda einen guten Schuss von Ranta zwar zur Seite abwehren konnte, aber der Nachschuss dann einschlug. Die Füchse blieben weiter am Drücker und beschäftigten die Oberfranken massiv in der Defensive, die dadurch kaum noch zu eigenen Angriffen kamen. Hayes war es dann, der die Partie nach schönem Zuspiel von Schmidt mit seinem 1-2 zu diesem Zeitpunkt verdientermaßen komplett drehte und das „Momentum“ noch weiter auf die Seite der Gäste zog. Erst in den letzten 90 Sekunden dieses Abschnitts kamen die Tigers wieder auf, doch Luciani und Chouinard brachten ihre guten Chancen hauchdünn nicht im Tor unter.
Für das Schlussdrittel waren die Rollen damit nun relativ klar verteilt. Die Wagnerstädter mussten die Initiative übernehmen und Weißwasser begab sich in die Konterstellung. Bayreuth tat sich mit dieser Ausgangslage aber lange Zeit schwer gute Ideen zu entwickeln. Es gelangen anfangs nur wenige Kombinationen und im Powerplay (50.) wurde Lucianis Versuch bei der noch besten Torchance erst kurz vor der Torlinie geklärt. Auf der Gegenseite musste Vosvrda auch mehrmals rettend eingreifen, aber der Schlussspurt der Hausherren hatte es dann nochmals in sich. Eine weitere Überzahl nutzte das Heimteam zu einem „Dauerfeuer“ auf Franzreb, aber irgendwie brachten er und seine Vorderleute immer noch ein Körper- oder Ausrüstungsteil dazwischen, so dass kein mehr Treffer fiel. Als Tigerscoach Waßmiller seinen Torwart Vosvrda gut 90 Sekunden vor Ende für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, spitzte sich die Situation noch weiter zu. Unzählige Schüsse und turbulente Szenen gab es noch, aber die Hartgummischeibe wollte diesmal gegen den teilweise spektakulär rettenden Füchse-Torhüter einfach nicht mehr über die Linie. Bayreuth versuchte alles, aber die Ostsachsen nahmen die drei Punkte schlussendlich durch ein überlegen geführtes Mitteldrittel doch mit auf die Heimreise in einer zwar nicht hochklassigen aber sehr spannenden Begegnung.
Eispiraten Crimmitschau
7:2! Eispiraten mit Kantersieg gegen Freiburg -Robbie Czarnik mit Viererpack
(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg mit 7:2 gewonnen. Das Team von Cheftrainer Kim Collins konnte mit einer starken Vorstellung den Negativtrend von drei sieglosen Spielen in Folge stoppen und hat sich im Rennen um die Playoff-Plätze eine gute Ausgangsposition geschaffen. Das nächste Spiel für die Eispiraten steht schon am kommenden Dienstag an. Dann gastieren die Pleißestädter im allgäuischen Kaufbeuren.
Die Eispiraten nahmen vom Start weg das Heft in die Hand und drückten auf ein frühes Führungstor. Dabei hatte zunächst Dominic Walsh die beste Gelegenheit, doch Miroslav Hanuljak hielt, zumindest vorerst, mit einer überragenden Parade die null. Glücklicher im Abschluss war dann Patrick Pohl. Er sorgte nach einem Steilpass von Vincent Schlenker für die 1:0-Führung (11.). Die Gäste aus dem Breisgau konnten allerdings ausgleichen. Beim 1:1-Ausgleichstreffer von Jakub Babka sah Brett Kilar allerdings etwas unglücklich aus (12.). Die Eispiraten, die in fast allen Belangen das bessere Team waren, setzten aber sofort nach. Dominic Walsh überwandet Hanuljak zunächst zum 2:1 (15.). Nur kurze Zeit später, dann in numerischer Überzahl, sorgte Robbie Czarnik für das 3:1 (18.).
Auch im zweiten Drittel gaben die Westsachsen klar den Ton an und konnten in Person von Czarnik ihre Führung weiter ausbauen - 4:1 (36.)! Danach sorgte dann ein negativer Höhepunkt für Aufregung unter den knapp 1.600 Fans im Sahnpark. Freiburgs Julian Airich ließ seinen Frust zunächst im Gerangel an Erik Gollenbeck aus. Nur wenige Zeigerumdrehungen später traf er Chris Kabitzky mit seinem fiesen Check so schwer, dass dieser für kurze Zeit bewusstlos auf dem Eis lag und von Mannschaftsarzt Matthias Modes sofort umsorgt wurde. An dieser Stelle wünschen wir „Kaba“ eine gute Genesung und hoffen, dass er sich keine schwereren Verletzungen zuzog.
Im Schlussabschnitt ging es dann vorwiegend wieder um spielerische Elemente. Zwar kamen die Freiburger durch Mark Mancari zum 4:2-Anschluss (44.), doch danach drehten die Westsachsen noch einmal richtig auf. Philipp Halbauers Schuss fälschte Erik Gollenbeck unhaltbar für Miroslav Hanuljak ab - 5:2 (47.)! Blut geleckt hatte dagegen ein anderer Eispirat. Der US-Amerikaner Robbie Czarnik traf in Unterzahl erst zum 6:2 (52.), nur zwei Minuten später dann zum 7:2-Endstand. Desweiteren sorgten Philipp Halbauer und Jordan Knackstedt mit ihren Faustkämpfen für eine gute Unterhaltung im Sahnpark, in welchem die Fans nach Spielende natürlich einen guten Grund zum Feiern hatten.
Dresdner Eislöwen
Eislöwen unterliegen Bietigheim
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Bietigheim Steelers mit 0:4 (0:1; 0:1; 0:2) verloren. Vor 3812 Zuschauern brachte Marcus Sommerfeld den Gast im Powerplay in der neunten Spielminute in Führung. Kurz darauf verpasste Nick Huard per Penalty die Chance zum Ausgleich. Im zweiten Drittel brachte Dominic Auger die Gäste durch einen erneuten Powerplay-Treffer (28.) wieder in Führung. Andrew McPherson (41.) und abermals Auger (46.) trafen zum 0:4-Endstand.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Ohne Tore zu schießen kann man keine Spiele gewinnen. Wir nutzen den Penalty nicht, spielen im zweiten Abschnitt mit 20 zu 4 Torschüssen auf ein Tor. Dann springt der Puck von Pfosten zu Pfosten. Dennoch war der Weg richtig. Wir haben alles investiert. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“
Steelers-Coach Kevin Gaudet: „Dresden hat in allen bisherigen Saisonbegegnungen gut gespielt, aber die Chancen nicht genutzt. Wir waren heute hingegen sehr effizient, besonders in Überzahl. Den Eislöwen ist es nicht gelungen durch einen Treffer das Momentum auf ihre Seite zu holen. Als Trainer freut man sich natürlich über die drei Punkte, dennoch bin ich mit unserer Defensivleistung nicht zufrieden. Wir haben zu viele Chancen zugelassen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Dienstag, 23. Januar um 20 Uhr bei den Heilbronner Falken.
Kassel Huskies
Huskies schlagen Bad Tölz nach Penaltyschießen
(DEL2) Zum insgesamt dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison empfingen die Kassel Huskies am heutigen Sonntag den Aufsteiger Bad Tölz. Die Tölzer Löwen hatten sich im bisherigen Saisonverlauf als schwieriger Gegner für die Nordhessen erwiesen und hofften diesen Trend auch beim zweiten Gastspiel in Nordhessen fortsetzen zu können.
Zunächst bestimmten jedoch die Nordhessen das Geschehen. Allen voran die vierte Reihe um den
zum Stürmer umfunktionierten Andy Reiss sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Kasten des
finnischen Keepers Mikko Rämö. So war es auch die Formation um den gebürtigen Hannoveraner,
die die Nordhessen zuerst auf die Anzeigetafel brachte. Patrick Klöpper war der Nutznießer einer
Energieleistung Reiss’, der zuvor noch an Rämö gescheitert war (4.). Doch in der Folge kamen die
Gäste aus Oberbayern besser ins Spiel. Nach einem Querpass von Casey Borer stand Julian
Kornelli ungedeckt am langen Pfosten und schob problemlos gegen den bereits geschlagenen
Pantkowski ein (5.). Den schnellen Ausgleichstreffer verdienten sich die Tölzer „posthum“ durch
die folgenden Chancen von Borer (7.), Sedlmayr (8.) sowie Kornelli (10.) hinreichend. Für die
Huskies wurde es lediglich beim Lattentreffer von Kevin Maginot nochmal gefährlich (8.)
Das Chancenplus konnten die Gäste aus Bayern jedoch erst im zweiten Drittel in Tore ummünzen.
Nachdem Jens Meilleur in der 25. Minute einen Alleingang nicht zur Führung hatte nutzen können,
machte es Hannes Sedlmayr auf Seiten der „Buam“ besser. Im Break verlud der gebürtige Tölzer
Pantkowski und brachte seine Mannen erstmals in Führung. Die Huskies steckten jedoch nicht auf
und konnten durch „Goldhelm“ Braden Pimm nur zwei Minuten später den erneuten Ausgleich
erarbeiten. Jetzt kamen die Schlittenhunde richtig in Fahrt. ECK-Verteidiger John Rogl zog in der
32. Minute einfach mal von der blauen Linie ab und erzielte prompt sein erstes Saisontor. Doch
auch die Gäste gaben sich kämpferisch. Postwendend besorgte Florian Strobl den 3:3-Ausgleich
(32.).
Und auch ins Schlussdrittel kamen die Oberbayern zunächst besser. In Überzahl erzielte Ex-
Husky Klaus Kathan kurz nach Wiederbeginn den 4:3-Führungstreffer (41.), doch der stark
aufspielende Patrick Klöpper stellte bereits wenige Minuten später den Gleichstand auf der Anzeigetafel wieder her (46.). Die Huskies drängten in der Folge auf die Führung, doch die Chancen endeten allesamt bei Mikko Rämö oder aber am Pfosten des von ihm gehüteten Gehäuses. Kurz vor der Partie drohte dann der Nackenschlag für die Nordhessen. Marcel Rodman nutzte eine Unachtsamkeit in der Kasseler Deckung und erzielte die späte Führung für seine Farben (58.). Nun setzten die Huskies alles auf eine Karte und tauschten Pantkowski für einen weiteren Stürmer ein. Und das Risiko brachte den Erfolg! Erneut war es Patrick Klöpper, der einen Rebound im Slot als erster unter Kontrolle bekam und Rämö zum 5:5 überwand (59.).
In der Overtime folgten trotz Chancen auf beiden Seite keine weiteren Treffer, so dass das Pentaltyschießen für die Entscheidungsfindung herhalten musste. Hier behielten die Huskies aufgrund der Treffer von Meilleur und Wisniewski das bessere Ende für sich und sicherten schlussendlich sich zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.
Tim Rosenthal
Kaufbeuren Buron Joker
ESVK unterliegt in Ravensburg mit 5:2 - Viele Strafzeiten und schlechte Chancenverwertung verhindern besseres Ergebnis für die Joker
(DEL2) Am Sonntagabend musste der ESV Kaufbeuren vor 2.707 Zuschauern, darunter gut und gerne 500 ESVK Fans, bei den Ravensburg Towerstars antreten.
Die Joker starteten gut in die Partie und hatten ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen. Sami Blomqvist, Charlie Sarault, Tim Wohlgemuth, Florian Thomas oder auch Steven Billich hatten beste Möglichkeiten ihre Farben in Führung zu bringen. Die Kaufbeurer Angreifer scheiterten aber immer wieder am starken Jonas Langmann oder verzogen knapp. Der erste Treffer an diesem Abend sollte dann bei fünf gegen drei Überzahl für die Hausherren fallen. David Zucker konnte einen Nachschuss an Stefan Vajs vorbei im Kasten der Joker unterbringen.
Im Mittelabschnitt sollte sich die Partie dann auch entscheiden. Zuerst kamen die Joker in den Genuss eines doppelten Überzahlspiels. Dieses nutzte Sami Blomqvist in der 26. Spielminute mit einem wuchtigen Schlagschuss zum verdienten 1:1 Ausgleichstreffer für die Allgäuer. Die Kaufbeurer drückten in der Folge auf die Führungstreffer, es sollte jedoch anders kommen. Ein weiteres doppeltes Überzahlspiel brachte die Towerstars erneut in Führung. Daniel Pfaffengut traf nach wenigen Sekunden mit zwei Spielen mehr auf dem Eis für die Oberschwaben zum 2:1. Kaum waren die Rotgelben wieder komplett, brachte David Zucker mit seinem zweiten Treffer die Ravensburger mit 3:1 in Front. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Wiederum nur 42 Sekunden später schlug es erneut hinter Torhüter Stefan Vajs ein. Daniel Schwamberger luchste einem Kaufbeurer Abwehrspieler im Slot die Scheibe ab und erhöhte auf 4:1. Der ESVK drängte nach dem Schock der drei Gegentore binnen drei Minuten schnell auf den Anschlusstreffer. Dieser sollte Florian Thomas dann auch schnell gelingen. Der gebürtige Schongauer, der heute sein 200. Pflichtspiel im Dress des ESVK absolvierte, traf im Nachschuss zum 4:2 für die Wertachstädter und es keimte dadurch nochmals Hoffnung im Fanblock der Joker auf.
Im Schlussabschnitt sollte aber nicht mehr viel passieren. Die Kaufbeurer versuchten weiter ihr Glück in der Offensive. Scheiterten jedoch immer wieder trotz zahlreichen top Chancen entweder an der Abwehr der Towerstars oder am heute sehr gut haltenden Torhüter Jonas Langmann. Einer der wenigen Angriffsversuche der Hausherren brachte fünf Minuten vor Schluss dann die endgültige Entscheidung. Vincenz Mayer konnte Stefan Vajs im Nachschuss zum 5:2 überwinden.
Ravensburg Towerstars
Kampf, Moral und Tore zur rechten Zeit
(DEL2) Dank eines 5:2 Heimsieges über Kaufbeuren haben die Ravensburg Towerstars den fünften Platz erkämpft. Vor 2707 Zuschauern wurde der Grundstein im zweiten Spielabschnitt mit drei Treffern in zweieinhalb Minuten gelegt.
Die Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle bekamen bereits im Startabschnitt ein attraktives Spiel mit wenigen Unterbrüchen zu sehen. Beide Teams hatten schon in ihren ersten Präsenzen im gegnerischen Drittel durchaus die Führung auf dem Schläger. Einen Tick näher dran war der ESV Kaufbeuren in der vierten Minute, als Kilian Keller wegen Haltens auf die Strafbank musste. Die Ravensburger Penaltykilling Formationen standen allerdings gut und was dennoch durchkam, entschärfte Torhüter Jonas Langmann.
Beide Mannschaften hatten während den ersten 20 Minuten ihre starken Druckphasen, aber auch Unsicherheiten in der eigenen Zone. Bei den Towerstars leistete man sich zwischen der 8. und 12. Minute ein paar Missverständnisse, auf der Gegenseite setzte es für die Gäste in der 15. Spielminute gleich zwei Strafzeiten innerhalb 48 Sekunden. Im Powerplay eröffneten die Towerstars ein regelrechtes Chancenfestival, eine Sekunde vor Ablauf der ersten Strafe konnte David Zucker dann die doppelte Überzahl zum 1:0 nutzen.
Auch der zweite Spielabschnitt war geprägt von läuferisch intensivem Eishockey, das dann auch in den Zweikämpfen aggressiver wurde. In der 25. Minute traf es mit Sören Sturm und Thomas Supis gleich zwei Ravensburger Akteure, die auf die Strafbank mussten. Kaufbeurens Top-Stürmer Charlie Sarault zog aus der Distanz ab und der Puck schlug im Ravensburger Tor ein. Kurios war allerdings, dass der Puck durch eine Netzmasche ging und sich die Hauptschiedsrichter per Videobeweis erst einmal absichern mussten. Der Treffer zählte aber, der neue Spielstand war 1:1.
Die Towerstars hatten allerdings die richtige Antwort in der Hinterhand. Der Druck wurde in den Folgeminuten kontinuierlich erhöht und Kaufbeuren reagierte mit Strafzeiten. In der 32. Minute hatten die Gastgeber gleich zwei Spieler mehr auf dem Eis, die doppelte Überzahl brachte dann den viel umjubelten 2:1 Führungstreffer. Daniel Pfaffengut schlenzte die Scheibe durch die Schoner des sichtlosen ESVK-Torhüters Stefan Vajs ins Netz. Nur 102 Sekunden später ließ David Zucker sogar das 3:1 folgen. Robin Just umkurvte entschlossen das gegnerische Tor und passte an den Torraum. Dort nahm David Zucker den Puck auf und schob trocken ein. Als Daniel Schwamberger nur 43 Sekunden später sogar das 4:1 folgen ließ, schien der Grundstein für den Heimsieg gelegt.
Eine weitere Zeigerumdrehung später meldeten sich die Gäste aus dem Allgäu allerdings zurück. Florian Thomas stand am rechten Pfosten frei und verkürzte auf 4:2. Für den Schlussabschnitt sollte es an Spannung somit nicht mangeln.
Zu Beginn der letzten 20 Minuten gab Kaufbeuren wie erwartet Gas und die Towerstars sahen sich einige Minuten in der eigenen Zone eingeschnürt. Allerdings rackerte die Ravensburger Defensive aufopferungsvoll, nur selten kamen die Kaufbeurer Stürmer in naher Distanz vor dem Tor frei zum Schuss. Wenn doch, dann war da ein bärenstarker Torhüter Jonas Langmann, der mit gutem Stellungsspiel und Reflexen weiteres Unheil von seinem Netz fern hielt.
Mehr und mehr ließen die Kräfte dann auch bei den Gästen nach und die Towerstars holten sich einige Spielanteile wieder zurück. In der 52. Minute wurde ein entschlossener Angriff der zweiten Sturmreihe dann auch nachhaltig belohnt. Sören Sturm schoss von der blauen Linie auf das Kaufbeurer Tor, den zur Seite abgeprallten Puck schob Kapitän Vincenz Mayer dann konsequent zum 5:2 über die Linie.
Damit war die Entscheidung auch gefallen, die Towerstars ließen sich die drei wichtigen Punkte nicht mehr streitig machen. Bereits am Dienstag wartet mit dem Duell gegen den souveränen Tabellenführer Bietigheim das nächste heiße Duell in der Ravensburger Eissporthalle.
SC Riessersee
TProneth erweitert sein Engagement - IT Unternehmen aus Puchheim wirbt auf Trikotbrust
(DEL2) Der langjährige Partner des SC Riessersee die Firma TProneth aus Puchheim bei München hat ihr Engagement beim SC Riessersee nochmalig ausgeweitet und wirbt nun auch auf der Brust des Trikots der Weiß-Blauen.
„Das Team spielt begeisterndes Eishockey, steht auf dem zweiten Tabellenplatz der DEL2 und der sportliche Erfolg gibt den Machern recht. Aufgrund der positiven Stimmung und des sportlichen Erfolges haben wir uns dazu entschieden unseren Beitrag in dieser Saison aufzustocken.“ so die Gebrüder Schwinghammer.
Udo Weisenburger zur Erhöhung des Sponsorings: „Wir wollen uns unbedingt weiterentwickeln, und weiter Top Eishockey bieten, und dazu brauchen wir mehr Unterstützung im Bereich Sponsoring. Deshalb freuen wir uns umso mehr über die zusätzliche Unterstützung von unserem langjährigen und treuen Partner TProneth. Für die nächste Saison ist die Trikotbrust wieder frei. Gerne erstellen wir individuelle Partnerpakete die für jeden Sponsor interessant sein können.“
Memmingen Indians
Spieldauerdisziplinarstrafe bricht Memminger Indians das Genick in Landsberg – Freitag kommt BEL-Vizemeister Dorfen
(OLS) Der ECDC Memmingen ist im zweiten Spiel der Verzahnungsrunde der Oberliga mit den Bayernligisten leer ausgegangen. Beim HC Landsberg unterlagen die Indians trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung mit 3:6. Spielentscheidend war eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den zweifachen Torschützen Markus Lillich in der 26. Minute und das starke Überzahlspiel der Gastgeber.
Vor über 1.600 Zuschauern, darunter gut 500 rot-weiße Fans, erwischten die Gefro-Indians einen Start nach Maß. Genau 58 Sekunden waren gespielt, als Förderlizenspieler Lillich mit einem platzierten Handgelenksschuss die Führung für die Gäste erzielte. Landsberg schien geschockt, Memmingen ließ mit geschickter Verteidigungsarbeit nur wenige Chancen der Gastgeber zu. Folgerichtig die 2:0-Führung in der fünften Spielminute, als erneut Lillich goldrichtig stand. Obwohl sie im Gegensatz zum Freitags-Heimsieg gegen Erding wieder auf die angeschlagenen Verteidiger Benda und Schirrmacher verzichten mussten, schien zunächst alles für die Indianer zu laufen. Erst recht, als nach knapp 15 Minuten die Scheibe erneut den Weg in HCL-Tor fand. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte der Schiedsrichter dem Treffer wegen hohen Stocks nicht die Anerkennung verweigert. Statt einer beruhigenden 3:0-Führung ging es "nur" mit 2:1 in die erste Pause, weil der überragende Dennis Neal 18 Sekunden vor Drittelende das erste HCL-Powerplay eiskalt zum Anschlusstreffer abschloss.
Gleich zu Beginn des zweiten Drittels das nächste "Unglück": Martin Jainz musste die Partie verletzungsbedingt beenden, den ohnehin arg dezimierten Indians standen nun nur noch vier Verteidiger zur Verfügung. Dennoch gab es nach 25 Minuten nochmals Grund zum Jubeln für die zahlreichen ECDC-Fans, als Kirils Galoha einen schnellen Angriff über Daniel Huhn in Überzahl zum 3:1 abschloss. Keine 30 Sekunden später aber die spielentscheidende Szene, die der Partie eine andere Wendung geben sollte. Der bis dato überragende Lillich wurde wegen unkorrekten Körperangriffs mit Verletzungsfolge vorzeitig zum Duschen geschickt, Landsberg bekam eine fünfminütige Überzahl zugesprochen. Und die nutzte der HCL gnadenlos aus: Zunächst erzielte erneut Neal den Anschlusstreffer, und nur 22 Sekunden später gelang Thomas Fischer der 3:3-Ausgleich (27. Minute). Die Memminger, denen nun nur noch 13 Feldspieler zur Verfügung standen, liefen in der Folge meist nur noch hinterher, weitere Strafzeiten waren die Folge.
Dennoch stand das Spiel weiter Spitz auf Knopf, mit einem Unentschieden ging es in die letzten 20 Minuten. Die Vorentscheidung dann in der 48. Minute, als Bohumil Slavicek die 4:3-Führung für die Gastgeber gelang. Erneut saß ein Memminger auf der Strafbank, erneut schlugen die Lechstädter kompromisslos zu und erzielten ihren vierten Überzahltreffer an diesem Abend. Trotzdem ergab sich für die Indianer nach 49 Minuten nochmals die Gelegenheit zum Anschluss, als der Neu-Landsberger Jan Jarabek für vier Minuten auf das Sünderbänklein geschickt wurde. Doch anders als die Hausherren konnte der ECDC mit einem Mann mehr auf dem Eis kaum Gefahr ausstrahlen. "Unser Überzahlspiel hat kaum stattgefunden", musste im Anschluss auch Indians-Coach Waldemar Dietrich konstatieren. "Wir hatten einfach zu viele verletzte Spieler, die sonst in der Powerplay-Formation stehen. Den anderen fehlt da noch ein bisschen die Erfahrung." Und so kam es, wie es kommen musste: Menge gelang in der 52. Minute mit dem 5:3 die endgültige Entscheidung, das 6:3 eine Sekunde vor Ende durch Neal ins leere ECDC-Tor hatte nur noch statistischen Wert. "Wir haben mit Herz und Seele gespielt, so stelle ich mir das vor", hatte Landsbergs Trainer Randy Neal am Ende ein dickes Lob für seine Mannen parat, während Waldemar Dietrich auf die Rückkehr weiterer verletzter Spieler am kommenden Wochenende hofft. Die Partien gegen BEL-Vize Dorfen am Freitag zuhause am Hühnerberg (20 Uhr) und am Sonntag beim Oberliga-Elften in Waldkraiburg (17.15 Uhr) haben bereits richtungsweisende Bedeutung – uns spätestens in Landsberg haben die Indians vor Augen geführt bekommen: Für das Unternehmen Klassenerhalt ist jeder Mann nötig – auf dem Eis und auf den Rängen.
Selber Wölfe
Wölfe ringen Spitzenreiter nach Penaltykrimi nieder
(OLS) Dieses Spiel hatte alles was eine packende Begegnung braucht: Zwei Top Teams, tolle Stimmung auf den Rängen, Action auf dem Eis, aber auch Drama.
Am Ende bezwingen unsere Wölfe in einem wahren Eishockeykrimi den Tabellenführer aus Rosenheim.
„Wir haben ein tolles und schnelles Spiel über 60 Minuten gesehen und ich bin stolz auf mein Team, das Charakter zeigte, nachdem es zweimal einen 2-Torevorsprung abgeben musste“, so Wölfe-Coach Henry Thom in der Radio Euroherz Eiszeit. Der Sieg wurde teuer erkauft. Wölfe-Goalie Deske musste in der 30.Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Genaue Diagnose zu seiner Verletzung werden erst die Untersuchungen in den nächsten Tagen bringen.
Von der der ersten Sekunde an bot diese Partie alles, was sich unsere Fans in der NETZSCH-Arena erhofft hatten. Beide Teams boten beeindruckendes Kombinations- und Tempospiel und die Defensivabteilungen, sowie die beiden Torhüter, konnten sich nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Die erste brenzlige Situation spielte sich im Drittel der Starbulls ab, als Kolb zum ersten Male an diesem Abend Gäste Goalie Steinhauer prüfte. Im Gegenzug musste Deske sein ganzes Können aufbieten und mit teils akrobatischen Aktionen den frühen Rückstand verhindern. Als dann Piwowarczyk aus der Rundung den in der Mitte lauernden Gare bediente, verlud dieser den gegnerischen Keeper nach allen Regeln der Kunst und traf zum vielumjubelten 1:0. Doch die Sprechchöre unsere Fans waren noch nicht verhallt, als Rosenheim durch Nättinen ausgleichen konnte.
Unsere Jungs begannen, wie sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Mit gutem Aufbauspiel und druckvollen Angriffen setzten sie den Klassenprimus immer wieder unter Druck. In der 23. Minute hatten die Wölfe-Fans den Jubel zum zweiten Male auf den Lippen, doch die Unparteiischen verweigerten uns den Führungstreffer, denn nicht nur der Puck, auch Goalie Steinhauer zappelte im Netz. Spätestens jetzt hatte sich die Partie das Prädikat Spitzenspiel verdient! Angepeitscht von den Zuschauern brachten beide Mannschaften nun auch Härte ins Spiel. Und das hatte Folgen. Im Powerplay zog Piwowarczyk in die Mitte, doch anstatt selbst zu schießen, passte er zum freistehenden McDonald, der zum viel umjubelten 2:1 erhöhte.
Doch dann wurde es still in der NETZSCH-Arena. Bei einem heftigen Zusammenprall verletzte sich unser Goalie Deske und konnte das Eis nur mit Hilfe der Sanitäter verlassen. Für ihn stand ab sofort Kümpel im Tor, der ebenfalls eine hervorragende Leistung zeigte. Wenige Sekunden vor der Pausensirene war es der Unparteiische, der den Unmut der 1.677 Zuschauer auf sich zog. Erst wurde Mudryk klar gelegt, doch die Arme des Schiedsrichters blieben unten. Als er dann auch noch eine zweiminütige Bankstrafe gegen uns verhängte, nahmen die Gäste das Geschenk des Unparteiischen dankend an und erzielten den Ausgleich.
Zu Beginn des letzten Drittels mussten wir wieder in zahlenmäßiger Unterlegenheit agieren, denn bereits nach 11 Sekunden durfte Schiener auf der Strafbank Platz nehmen. Schiedsrichter Müns entschied auf Bandencheck, was nicht nur auf den Rängen, sondern auch bei Coach Thom für Kopfschütteln sorgte. Im darauffolgenden Powerplay stand unsere Defensive aber immer gut und wenn doch ein Rosenheimer Stürmer vor dem Kasten auftauchte, entschärfte Kümpel. Angetrieben von den Rängen schalteten unsere Wölfe nochmals einen Gang hoch und boten Eishockey vom Feinsten. Dauerbrenner Mudryk nahm den Puck aus der Luft in vollem Lauf mit und erhöhte auf 3:2, die Halle jetzt ein Tollhaus. Doch die Starbulls wollten sich keinesfalls ohne Punkte auf den Heimweg machen und konnten wieder ausgleichen.
Nach der torlosen Verlängerung musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Während die ersten vier Schützen beider Teams vergaben, traf im fünften Durchgang McDonald, doch auch die Bullen konnten einnetzen. Nach kurzer Beratung schickte Coach Thom nochmal McDonald aufs Eis, der mit seinem zweiten Treffer im Penaltyschießen den verdienten Sieg sicherte.
Sonthofen Bulls
ERC Sonthofen verliert in Weiden 3:4 - Null Punkte trotz starkem Kampf für die Bulls
(OLS) Der ERC Sonthofen hat das erste Auswärtsspiel der Oberliga-Meisterrunde in Weiden mit 3:4 (1:1; 1:1; 1:2) verloren. Die Gastgeber lieferten den Bulls nach dem Trainerwechsel und dem vielbeachteten Fernsehinterview von Marcel Waldowsky einen harten Kampf. Kaufbeurens Ex-Trainer Ken Latta, der in Weiden vergangene Woche angeheuert hatte, hat offenbar innerhalb weniger Tage schon ganze Arbeit geleistet.
Die blauen Teufel aus der Oberpfalz hatten ihr Heimspiel gleich nach Maß begonnen. Nur 39 Sekunden hatte es gedauert, ehe Vitali Stähle den 1:0-Führungstreffer für Weiden erzielte, doch die Bulls rappelten sich schnell wieder auf und kamen über Kyle Just in der sechsten Minute zum Ausgleich. 1:1 nach dem ersten Drittel.
Im Mittelabschnitt ging der Schlagabtausch auf hohem Niveau weiter. Beide Teams lieferten sich einen starken Kampf um die Punkte. Der ERC in der 30. Minute mit dem Treffer zum 2:1. Martin Guth hatte Ralf Rinke in den Lauf gespielt, der passte weiter zu Chris Stanley und der brachte die mitgereisten Sonthofer Fans mit seinem Tor zum Jubeln. Doch es ging weiter Schlag auf Schlag. Die Bulls schafften es nicht, den Vorsprung auf zwei Tore zu erhöhen. So nutzte der Weidener Josef Straka in der 39. Minute seine Gelegenheit zum 2:2-Ausgleich.
Vor 989 Zuschauern ging es ins letzte Drittel und wieder waren es die Bulls, die zunächst in Führung gehen sollten. Sean Morgan auf Jörg Noack, der weiter auf Fabian Voit und Letzterer schob in der 51. Minute zum 3:2 in den Kasten der Weidener ein. Die Gastgeber aus der Oberpfalz kamen aber sofort zurück. Matt Abercrombie mit dem erneuten Ausgleich zum 3:3 in der 54. Minute, ehe „Wutredner“ Marcel Waldowsky noch den Treffer zum 3:4 aus Sonthofer Sicht erzielte. Heiko Vogler und seine Mannschaft unternahmen alles, versuchten noch durch die Herausnahme von Torhüter Patrick Glatzel mehr Druck aufzubauen, doch die Niederlage war nicht mehr zu vermeiden.
In den kommenden Tagen bereiten sich die Bulls in den anstehenden Trainingseinheiten auf den nächsten Gegner vor. Am Freitag um 20 Uhr kommt der EC Peiting in die Eissporthalle nach Sonthofen.
Löwen Waldkraiburg
6:3-SIEG GEGEN PASSAU: LÖWEN MELDEN SICH ZURÜCK
(OLS) Zwei Tage nach dem ernüchternden 1:4 in Dorfen hat der EHC Waldkraiburg am Sonntag die richtige Reaktion gezeigt. Gegen die Black Hawks vom EHF Passau gewann die Mannschaft von Rainer Zerwesz in der Raiffeisen Arena vor über 700 Zuschauern klar mit 6:3. Die Treffer erzielten Nico Vogl, Fabian Kanzelsberger, Tomas Rousek, Brent Norris, Max Kaltenhauser und Lukas Wagner. In Gruppe des EHC ist alles offen.
Mit einem doppelten blauen Auge sind die Löwen vom EHC Waldkraiburg am Sonntag in der Raiffeisen Arena davon gekommen. Denn zum einen gelang der erste Sieg im zweiten Spiel der Verzahnungsrunde, zum anderen waren auch die übrigen Ergebnisse in der Gruppe B nicht die schlechtesten- doch dazu später mehr. Nach dem schwächeren Auftritt in Dorfen wollten die Löwen gegen Passau eine Reaktion zeigen und bis auf Florian Ullmann und Daniel Schmidt hatte Rainer Zerwesz auch alle Mann zur Verfügung. Doch beim Wiedersehen mit den Ex-Löwen Oliver Ferstl und Patrick Vetter waren es zunächst die Gäste, die jubeln durften. Mit einem echten Kracher ins Kreuzeck stellte Dominik Schindlbeck nach nicht einmal einer Minute auf 1:0 für die Black Hawks (00:52). Kurz drauf erhielten die Löwen aber ihr erstes Überzahlspiel zugesprochen und Nico Vogl konnte den Ausgleich erzielen (02:44)- hatte das Powerplay in der Oberliga seltener zum Erfolg geführt, zeigte man sich deutlich verbessert, und es sollte auch nicht der letzten Überzahl-Treffer bleiben. Denn nachdem Dominik Persch und Waldkraiburgs Christof Hradek für eine gegenseitige Gesichtsmassage für je sechs Minuten auf die Strafbank durften, stellte zunächst Fabian Kanzelsberger auf 2:1 für die Gastgeber (12:07) und noch vor der ersten Pause traf Tomas Rousek wieder in Überzahl zum 3:1 für die Löwen (18:20).
Der EHC hatte das Spiel und den Gegner eigentlich klar im Griff, konnte im zweiten Drittel durch Brent Norris im Powerplay auf 4:1 (22:37) und durch Max Kaltenhauser 73 Sekunden später gar auf 5:1 davon ziehen (23:50), doch dann schalteten die Löwen mindestens einen Gang zurück. Dass dies im Eishockey gegen egal welchen Gegner aber nicht die beste Wahl ist, sollte inzwischen zwar bekannt sein, doch die Industriestädter wollten sich offenbar auf die schmerzvolle Weise wieder daran erinnern. Einen Alleingang von Top-Scorer Petr Sulcik entschärfte Korbinian Sertl im Löwen-Tor zunächst (29.Minute), Philipp Müllers Schuss lenkte er an den Pfosten (39.), doch Schindlbeck machte es dann umgehend besser und stellte mit seinem zweiten Tor des Spiels auf 2:5 aus Passauer Sicht (38:41). Damit aber nicht genug, denn noch vor der dann sehr lauten Kabinenansprache von Rainer Zerwesz traf Sulcik sogar zum dritten Mal für Passau (39:32).
Im Schlussdrittel fanden die Löwen aber wieder zurück in die Spur und so blieb es Lukas Wagner überlassen, knapp eine Viertelstunde vor dem Ende den 6:3-Endstand zu erzielen (45:19). Der Sieg kam zur rechten Zeit und auch die Niederlage gegen Dorfen kann inzwischen etwas besser verkraftet werden, denn zeitgleich unterlag Dorfen bei den Erding Gladiators mit 4:6 und Memmingen verlor in Landsberg mit 3:6. Damit ist Landsberg bei noch acht ausstehenden Spielen mit sechs Punkten aktuell Erster der Gruppe B, dahinter folgen Dorfen, Memmingen und der EHC mit je drei Zählern vor dem punktlosen Schlusslicht Passau.
Wohnbau Moskitos Essen
Dritter Sieg in Folge gegen den Meister
(OLN) Wohnbau Moskitos Cheftrainer Frank Gentges war in seinem Statement sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: "Es war eine absolute Top-Leistung der gesamten Mannschaft und ein hoch verdienter Sieg. Im ersten Drittel war das Spiel ausgeglichen, im zweiten und dritten Drittel waren wir klar besser. Auch wenn es unser dritter Sieg in Serie gegen Tilburg war, bleibt die holländische Nationalmannschaft Favorit der deutschen Oberliga."
Das Spiel begann umkämpft, Tilburg hatte sich wohl vorgenommen in dieser Saison nicht noch einmal gegen Essen zu verlieren und versuchte Druck aufzubauen. Basti Staudt im Essener Tor war gut beschäftigt, doch auch die Moskitos hielten dagegen und trotz guter Chancen fiel zunächst auf beiden Seiten kein Treffer. Bis zur 6. Spielminute ging es hin und her, dann erwischte Tilburg einen temporeichen Gegenzug und aus halbrechter Position schoss Jonne de Bonth ins lange Eck. Beide Teams nach der Führung weiterhin mit Topchancen, beide Keeper und ihre Vorderleute auf dem Posten. Einen Knaller von der blauen Linie von Kyle De Coste konnte Tilburgs Keeper Meierdres gerade noch am Tor vorbei lenken.
Zu Beginn des 2. Drittel sahen die knapp 1.600 Zuschauer zunächst einen Pfostenschuss von Julien Pelletier. Tilburg machte auch weiterhin viel Druck, doch auch die Wohnbau Moskitos hatten immer wieder sehr gute Chancen. Da war es Schade, dass dem Team kein Treffer gelang. Die Gäste hatten da zunächst mehr Glück, ein vergleichsweise leichter Schuss von der blauen Linie rutsche an Freund Feind vorbei und lag dann plötzlich abgefälscht hinter Basti Staudt im Tor. 39 Sekunden nach der zwei Tore Führung durften dann aber die Moskitos Fans jubeln, Julian Lautenschlager schnappte sich im Mittelabschnitt die Scheibe, zog links ins Tilburger Drittel und versenkten neben den rechten Pfosten.
Zum letzten Drittel kamen die Wohnbau Moskitos mit Feuer aus der Kabine, wollten jetzt den Ausgleich und hatten auch direkt beste Möglichkeiten dazu. Die Essener kombinierten sehr druckvoll und die Schlinge um Meierdres zog sich zu, bereits in der 43. Spielminute passte Kyle de Coste von der linken Seite vors Tor und Julien Pelletier konnte den Puck auf der freien Seite am Tilburger Torwart vorbeischießen. Damit hatten die Moskitos einen 0:2 Rückstand mit viel Druck gedreht und das Team von Frank Gentges kam nun in die bessere Ausgangslage. Das physisch starke Team machte nun noch mehr Druck auf den nachlassenden Meister, wollte den Sieg noch in der regulären Spielzeit, was nicht mehr gelang. 58 Sekunden vor dem Ende leistete sich Tilburgs Mickey Bastings noch eine Auseinandersetzung mit dem Hauptschiedsrichter, die dem Spieler letztlich 10 plus 20 Strafminuten einbrachte.
Wie schon beim ersten Essener Treffer waren es wieder 39 Sekunden, bis in der Overtime der erloesende Treffer fiel.. Julien Pelletier fing den ersten Tilburger Angriff in der Verlängerung ab, startete seinerseits zu einem überfallartigen Angriff, passte dann zurück auf den mittgelaufenen Christoph Ziolkowski und der drosch die Scheibe ins Tor.
Crocodiles Hamburg
Crocodiles gewinnen souverän bei den Harzer Falken
(OLN) Die Crocodiles Hamburg haben am Sonntagabend das Auswärtsspiel bei den Harzer Falken mit 5:2 (1:1/1:0/3:1) gewonnen und damit ein Sechs-Punkte-Wochenende hingelegt. Nachdem die Gastgeber den Spielausgang lange offenhalten konnten, legten die Crocodiles im letzten Drittel eine Schippe drauf und machten den Sack zu. Die Tore für die Hamburger erzielten André Gerartz (11., 50.), Thomas Zuravlev (28., 42.) und Daniel Reichert (56.).
„Am Freitag war es ein reiner Arbeitssieg, heute haben wir die Vorgaben des Trainers besser umgesetzt. Das hatte dann auch einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Ich freue mich, dass ich mit zwei Toren zum Erfolg beitragen konnte. Im Moment habe ich einen kleinen Lauf und wenn es läuft, dann läuft es eben“, sagte Doppeltorschütze Thomas Zuravlev, der schon am Freitag gegen den ECC Preussen Berlin traf und zwei Tore vorbereitete.
Hannover Scorpions
7 : 6 Krimisieg über Füchse Duisburg - Freitag, 26.01. 20:00 IceFighters Leipzig
(OLN) Üblicherweise erlebt man ja beim Lesen der meisten Kriminalromane Spannung pur, aber was die Hannover Scorpions am vergangenen Sonntag Abend in der hus de groot EISARENA gegen die Duisburger Füchse boten, war noch um einige Stufen spannender.
Nach einer 2:1 Führung im ersten Drittel drehten die Duisburger das Spiel und erzielten 4 Tore in Folge ehe die Scorpions erneut trafen. Somit hieß es nach dem 2ten Drittel 5:2 für die Nordrhein Westfalen.
Im letzten Drittel stieg die Spannung von Minute zu Spielminute, Tor für Tor holten die Scorpions auf bis zum Gleichstand von 5:5.
Kurz vor Spielende schlugen dann die Duisburger wieder zum 5:6 zu, doch postwendend (in der letzten Spielminute) glichen die Scorpions erneut aus. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6.
Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In der letzten Minute der Verlängerung war es dann Sean Fischer, der diese spannende Partie mit dem Treffer zum 7:6 für die Scorpions beendete.
Am Freitag um 20:00 empfangen die Scorpions im nächsten Heimspiel in der hus de groot EISARENA die EXA IceFighters aus Leipzig.
Buchloe Pirates
Piraten erhalten Lehrstunde in Bad Kissingen - ESV Buchloe verliert auch das zweite Spiel der Verzahnung, dieses Mal jedoch klar mit 2:9
(BYL) Eine deftige Klatsche mussten die Buchloer Piraten im zweiten Spiel Verzahnungsrunde am Sonntag in Bad Kissingen hinnehmen. Nach der noch knappen 1:2 Auftaktniederlage gegen Schweinfurt verloren die Buchloer somit auch das zweite Duell der noch jungen Abstiegsrunde gegen einen Landesligisten und das mit 2:9 (0:3, 2:3, 0:3) dieses Mal ziemlich deutlich. Ausschlaggebend dafür war die zum Teil „stümperhafte Verteidigung“, wie es ESV-Trainer Topias Dollhofer nach dem Spiel beschrieb. Denn während die Buchloer mit ihren durchaus vorhandenen Möglichkeiten immer wieder leichtfertig am an diesem Abend bärenstarken litauischen Tormann Donatas Zukovas scheiterten, zogen die international stark besetzten Gastgeber ihr druckvolles Angriffsspiel ein ums andere Mal auf und trafen im Verlauf der Partie ganze neun Mal ins Schwarze.
Schon das muntere Startdrittel begann mit offenem Visier. Die nur mit 13 Feldspielern angereisten Piraten hatten durch Maximilian Hermann nach 35 Sekunden bereits die erste Gelegenheit. Aber auch Alexander Reichelmeir im Buchloer Gehäuse musste gleich zu Beginn in höchster Not retten. Nachdem Alexander Krafczyk dann einen Alleingang vergab (6.), gingen die Hausherren durch den Letten Roman Nikitin in Führung, der am kurzen Eck eine Vorlage von Nikolai Kiselev einschob (8.). Und der russische Neuzugang Kiselev war es auch, der mit einem Doppelpack noch vor der Pause auf 0:3 erhöhte und so die Fehler und Lücken in der ESV-Hintermannschaft aufdeckte (17./19.).
Auch im Mittelabschnitt war die Verunsicherung der Piraten zunächst weiter spürbar. Als David Vycichlo dann nach einem Check von Hintern mit 2+10 Strafminuten in die Kühlbox musste, glückte aber ausgerechnet in Unterzahl das 1:3 durch Markus Vaitl (27.). Dadurch kamen die Piraten jetzt wenigstens etwas besser ins Spiel. Und beinahe hätte erneut Vaitl den neuerlichen Anschluss geschafft, allerdings brachte er die Scheibe alleine vor Zukovas nicht im Tor unter (32.). Ganz anders die Kissinger Wölfe: Mit einem blitzsauberen Konter stellte Kiselev’s Landsmann Anton Seewald den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (34.). Nachdem dann der fünfte Treffer des Landesligadritten zurecht wegen eines hohen Stocks nicht gegeben wurde (36.), erzielte Max Dropmann im Powerplay das 2:4 und brachte ein klein wenig Hoffnung zurück (38.). Doch dieses Fünkchen erlosch praktisch schon mit dem nächsten Gegenzug wieder, da abermals Anton Seewald alleine davonziehen durfte und eiskalt verwandelte (39.). Aber es kam noch schlimmer: 13 Sekunden nach dem 2:5 nutzten die Gastgeber den neuerlichen Tiefschlaf der ESV-Abwehr und erzielten durch Kanadier Brett Wur gar das 2:6. Torwart Reichelmeir hatte nach diesem Doppelschlag genug und machte fortan Michael Bernthaler zwischen den Pfosten Platz.
Doch auch dieser musste im letzten Drittel mit ansehen, wie sich die Freibeuter förmlich ihrem Schicksal ergaben. Keine 65 Sekunden waren schließlich im Schlussdrittel gespielt, als Christian Masel auf 7:2 erhöhte. Nikolai Kiselev hätte mit einem Alleingang nach 47 Minuten sogar auf 7:2 erhöhen können, doch er scheiterte an Bernthaler. Zwei weitere Treffer von Masel (50./55.), der somit seinen Hattrick perfekt machte, sorgten aber am Ende doch noch für den verdienten 2:9 Endstand. Die Buchloer hatten zwar auch noch die ein oder andere Möglichkeit, doch entweder vergab man diese viel zu lässig oder man fand im überragenden Schlussmann der Kissinger seinen Meister, weshalb man eine empfindliche Pleite hinnehmen musste.
Mit zwei erschreckend schwachen Auftritten sind die punktlosen Buchloer somit denkbar schlecht in die Abstiegsrunde gestartet. Am kommenden Freitag in Amberg (20 Uhr) und am Sonntag im nächsten Heimspiel gegen Haßfurt braucht man vor allem in der Defensive eine deutliche Leistungssteigerung, um nicht schon vorzeitig den Anschluss an die ersten drei Plätze zu verlieren.
Erding Gladiators
Gladiators ringen Eispiraten nieder
(BYL) Packender und dramatischer kann Eishockey nicht sein. Die Erding
Gladiators und die Eispiraten aus Dorfen lieferten sich am Sonntagabend
vor 1400 Zuschauern in der Erdinger Eissporthalle ein Derby der
Extraklasse. Nach 60 Minuten verließen die Gladiators mit einem 6:4-Sieg
(1:1, 3:3, 2:0) das Eis.
Bei Erding fehlten im Vergleich zum Freitag Lars Bernhardt und
Konstantin Mühlbauer, bei Dorfen musste Tobias Brenninger passen. Beide
Teams kannten von der ersten Sekunde an nur eine Richtung – vorwärts. Es
entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau mit rasantem Tempo. Beide
Torhüter – Jonas Steinmann bei den Gladiators und Kevin Yeingst bei den
Eispiraten – wurden gleich warmgeschossen.
Die ersten zehn Minuten musste Hauptschiedsrichter Martin Grech das
Spiel kaum unterbrechen, dann aber gab es die ersten Strafen. Die
Gastgeber überstanden die erste Unterzahl unbeschadet. Dann aber mussten
kurz hintereinander zwei Gäste auf die Strafbank. Und im Spiel Fünf
gegen Drei traf Mathias Jeske zum 1:0 für die Gladiators (12.). Knapp
vier Minuten später der Ausgleich: In Überzahl jagte Ernst Findeis den
Puck unter die Latte. Zu diesem Zeitpunkt war Dorfens Top-Scorer Lukas
Miculka schon nicht mehr dabei – er wurde mit Verdacht auf
Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.
In den nächsten Minuten bis zur Drittelpause zeigten sich die Gladiators
ein wenig undiszipliniert und gingen in Unterzahl ins zweite Drittel.
Das nutzten die Eispiraten aus: Nach 65 Sekunden war es Florian
Brenninger, der Steinmann zum 2:1 überwand. Aber die Antwort der
Gastgeber kam nur 63 Sekunden später – bei Erdinger Überzahl. Daniel
Krzizok holte sich den Puck im eigenen Drittel und überraschte Yeingst
mit einem Schuss ins kurze Eck über die Fanghand zum 2:2.
Es wurde weiter verbissen gekämpft, das Tempo blieb sehr hoch. Und dann
lagen wieder die Erdinger vorne – nach dem fünften Überzahltor des
Abends. Florian Zimmermann fälschte einen Mitternacht-Schuss unhaltbar
zum 3:2 ab (33.). Die Gladiators legten nach. Nur 39 Sekunden später
schlenzte Timo Borrmann den Puck zum 4:2 in den Winkel. Aber der
Zwei-Tore-Rückstand beeindruckte die Eispiraten nicht. 81 Sekunden
später verkürzte Florian Brenninger aus spitzem Winkel auf 3:4. Jetzt
wurde es hektisch. Die Fouls und folglich auch die Strafen häuften sich.
Die Gastgeber zeigten sich dabei ein wenig undisziplinierter. Und als
erneut ein Erdinger auf der Strafbank saß, vollstreckte Findeis 51
Sekunden vor Drittelschluss zum 4:4.
Im dritten Drittel waren die Eispiraten eigentlich die bessere
Mannschaft. Mehrfach hatten sie Überzahl, konnten diese aber nicht
nutzen. Als dann bei einem Konter Philipp Michl nach tollem
Borrmann-Pass allein vor dem Tor gefoult wurde, gab es Penalty, den
Michl souverän zum 5:4 für die Gladiators verwandelte (51.). Und als
sich Dorfen in der Schlussminute noch zwei Strafen einhandelte, stellte
Michl bei Fünf gegen Drei sogar noch auf 6:4 (60.)
EV Moosburg
Die Grün-Gelben punkten auch in Pfaffenhofen
(BYL) Auch in seinem zweiten Verzahnungsrunden-Auftritt konnte der EVM punkten: Im Derby bei den Pfaffenhofener IceHogs reichte es am Sonntag nach der 3:4 (0:0, 2:2, 1:1, 0:1)-Niederlage im Penaltyschießen allerdings nur zu einem Zähler. Coach Bernie Englbrecht war mit dem Auftaktwochenende trotzdem zufrieden.
„Ich bin jetzt erst seit einer Woche Trainer in Moosburg. Dafür, dass wir besonders im taktischen Bereich noch so gut wie gar nichts gemacht haben, sieht das gar nicht so schlecht aus“, sagte er bei der Pressekonferenz in der Pfaffenhofener Stadionwirtschaft. Auf das in den vergangenen Jahren oft übliche Spektakel in den Hallertau-Derbys mit vielen Toren und waghalsigen Aufholjagden musste das Publikum diesmal allerdings verzichten. Beiden Teams merkte man den sportlichen Druck an – besonders den Hausherren, die ihren Start zwei Tage vorher in Haßfurt (3:6) vergeigt hatten. So bestanden die ersten 20 Minuten aus langen Abtastphasen. Wie schon gegen Amberg agierte der EVM deutlich defensiver als in der Vorrunde – und hatte so die drei Pfaffenhofener Kanadier ganz gut im Griff.
Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte die Torlosigkeit dann allerdings ein Ende: Nachdem Max Ohr die Gäste mit einem Distanzschuss in Führung gebracht hatte (22.), gelang zwei Minuten später dem erst am Vorabend in München gelandeten Dillon Duprey per Powerplay der Ausgleich für den ECP. Wie wichtig Überzahlsituationen in dieser Partie sein würden, unterstrichen die 32. und 33. Minute: Abermals legte der EVM in Person von seinem einzigem Kontingentspieler David Michel (Josef Kankovsky fehlte) bei 5:4 vor, kurz darauf nutzt Pfaffenhofen jedoch seinerseits eine numerische Überlegenheit zum 2:2.
In den letzten 20 Minuten drehten die IceHogs dann den Spieß um: Gerade als die Grün-Gelben eine Unterzahl überstanden hatten, lag die Scheibe trotzdem im Netz. Doch auch die Gastgeber leisteten sich weiterhin Undiszipliniertheiten: Nach einem Foul an Moosburgs Martin Dürr - der daraufhin in die Kabine musste – glich Daniel Schander im Powerplay zum 3:3 (49.) aus. In der folgenden Verlängerung passierte nichts. Jetzt musste das Penaltyschießen entscheiden: Und nachdem beiden Mannschaften auch hier eine Bonusrunde dranghängten, dauerte es bis zum Alleingang von Pfaffenhofens Robert Neubauer, der den Hausherren den Zusatzpunkt bescherte.
Passau Black Hawks
Black Hawks belohnen sich nicht für engagierte Leistungen - Zwei bittere Niederlagen zum Auftakt in die Qualifikationsrunde zur Oberliga
(BYL) Die Passau Black Hawks mussten zum Auftakt in die Qualifikationsrunde zwei Niederlagen einstecken. Dabei war es für die Niederbayern keineswegs ein Wochenende zum vergessen. Die Mannschaft zeigte bei der 1:6 Niederlage gegen Landsberg am Freitag, sowie der 3:6 Niederlage beim Oberligisten Waldkraiburg sehr gute Leistungen. Dabei hätten die Black Hawks beide Spiele sogar gewinnen können, scheiterten aber an der mäßigen Chancenauswertung.
Das Heimspiel am Freitag vor 880 Zuschauer gegen den HC Landsberg bestimmten die Passau Black Hawks über zwei Drittel. Die Tore erzielte der Gast aus Landsberg. Acht Torschüsse – vier Tore so die überragende Bilanz der Riverkings. Zu abgebrüht agierte die Mannschaft von Trainer Randy Neal vor dem Black Hawks Tor. Im Schlussdrittel liefen die Black Hawks weiter verzweifelt an, scheiterten aber immer wieder am glänzend aufgelegten Christoph Schedlbauer im Tor des HC Landsberg. Die 1:6 Niederlage kommentierte Trainer Ivan Horak wie folgt. „Heute hat nicht die bessere Mannschaft, sondern die clevere Mannschaft gewonnen. Wir hatten viele hochkarätige Chancen und konnten diese nicht verwerten. Daran müssen wir arbeiten.“ Bitter ist zudem, dass sich Stürmer Oliver Wawrotzki eine Oberkörperverletzung zuzog. Medizinische Untersuchungen im Laufe der Woche werden zeigen wie schwer die Verletzung ist.
So mussten die Passau Black Hawks am Sonntag beim Oberligisten Waldkraiburg mit nur 13 Feldspielern antreten. Neben den verletzten Spielern fehlte auch noch Helmut Kößl. Wie schon am Freitag zeigten die Black Hawks, trotz des kleinen Kaders, eine hervorragende Leistung, scheiterten aber immer wieder an der mangelhaften Verwertung ihrer Großchancen. Waldkraiburg hingegen zeigte sich gerade in Überzahl sehr stark und erzielte drei Tore bei einem Mann mehr auf dem Eis. Als wäre die Niederlage nicht schon genug, müssen die Black Hawks den nächsten verletzten Spieler hinnehmen. Arthur Platonow zog sich eine Verletzung im Bereich der Schulter zu. Der 20 jährige Verteidiger wird somit kein Spiel mehr in dieser Saison absolvieren können.
Der sportliche Leiter Christian Zessack sondiert mit Hochdruck den Transfermarkt auf der Suche nach Verstärkungen. Da aber alle Vereine derzeit nach neuen Spielern suchen, ist es fast unmöglich einen Spieler mit dem passenden Preis-Leistungsverhältnis zu finden.
Trotzdem werden die Passau Black Hawks zum Heimspiel am Freitag gegen Erding die Köpfe nicht in den Sand stecken. Es ist weiterhin alles möglich für die Passau Black Hawks. Ein Heimsieg am kommenden Freitag um 20 Uhr würde die Ausgangslage im Rennen um die Playoffplätze deutlich verbessern.
Tickets für das Heimspiel gegen Erding erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufsstellen. -czo
Forst Nature Boyz
Nature Boyz in Trostberg unterlegen - Trotz starker Leistung keine Punkte
(BLL) Bereits im Vorfeld war klar, dass die Trostberger Chiefs mit anderem Kader in das Abstiegsduell gehen werden, als sie in der Vorrunde aufliefen. Nach hartem Kampf gegen vier "Ausländer" und gegen das Schiedsrichtergespann unterlagen die Nature Boyz am Sonntag Abend mit 5:3 (2:2, 1:0, 2:1).
Das Spiel im offenen Stadion begann seitens der Gastgeber recht druckvoll, sie nahmen sofort das Heft in die Hand. In der 4. Spielminute, zwei Forster saß die ersten beiden Strafzeiten im Spiel ab, markierte der neu verpflichtete Tscheche Antonin Jelinek die 1:0-Führung in doppelter Überzahl. Durch den Treffer beflügelt, wurden die Gäste in die Devensive gedrängt. Andreas Scholz brauchte sich über Arbeit nicht beklagen, obwohl seine Vorderleute konzentriert agierten. Die Folge der Überlegenheit war in der 14. Spielminute die 2:0-Führung, erzielt vom Russen Sergej Piskunov. Die Mannen um Trainer Max Bergmann ließen die Köpfe nicht hängen, sondern hielten dagegen. Bereits nach 16 Sekunden war Manuel Weninger zur Stelle, der auf 2:1 verkürzen konnte. Manfred Guggemos und Andreas Krönauer assistierten ihm. Dieser Treffer beflügelte jetzt die Gäste, die sich in der 16. Spielminute mit dem verdienten Ausgleich zum 2:2 belohnten, Manfred Guggemos versenkte die Scheibe auf Zuspiel von Markus Schneider. Trotz der einseitigen Regelauslegung der Schiedsrichter kämpfte sich die Mannschaft ins Spiel zurück.
Das Mitteldrittel begannen die Gäste in Unterzahl. Es dauerte gerade mal 27 Sekunden, dann mußte Andreas Scholz die Scheibe passieren lassen. Das 3:2 erzielte wiederum der Russe Sergej Piskunov. Forst kämpfte jetzt um jede Scheibe, die Hausherren ließen sich immer mehr zurückdrängen. Leider griffen dann die Schiedsrichter in das Spielgeschehen ein, den sie sorgten durch zweifelhafte Entscheidungen zweimal für eine doppelte Unterzahl der Nature Boyz, diese Benachteiligung wurde jedoch konzentriert und mit Kampfgeist ausgeglichen. Als Michael Krönauer nach einem von mehreren Kontern regelwidrig gefoult wurde, konnten die Schiedsrichter nur auf Penalty entscheiden. Leider scheiterte er mit seinem Versuch, er hatte den Ausgleich auf dem Schläger. Forst hatte jetzt einige klarere Chancen, nur das Schußglück fehlte.
Beide Mannschaften drängten im Schlußabschnitt auf eine Entscheidung. Die Gangart seitens der Gastgeber wurde etwas ruppiger, die Schiedsrichter wollten nichts sehen. Bis zum letzten Seitenwechsel hatten beide Torhüter einiges zu tun. Lukas Feldner war es vorbehalten, in der 52. Spielminute für die vermeindliche Vorentscheidung zu sorgen. In der 52. Minute erhöhte er auf 4:2, nachdem die Gäste die Scheibe nicht vom Tor wegbekamen. Die Forster kämpften weiter, in der 56. Spielminute war Bastian Grundner zur Stelle, und sorgte für den 4:3-Anschlußtreffer in Überzahl. Manfred Guggemos und Markus Schneider waren die Paßgeber. Die Schlußoffensive der Gäste wurde jäh unterbrochen, denn der Russe Alex Piskunov stocherte die Scheibe zum 5:3-Endstand über die Linie.
Es ist sehr schade, dass sich die Mannschaft gegen 4 ausländische Spieler und den Schiedsrichter durchsetzen mußte. Die Hinausstellungen, teilweise berechtigt, kosteten viel Kraft. Andererseits wurde für gleiche Aktionen gegen Forster Spieler einfach auf "kein Foul" entschieden.
Kempten Sharks
Sharks siegen in Reichersbeuern - 4:6 Auswärtserfolg bringt 4 Punkte und Platz 4 nach dem ersten Wochenende in der Aufstiegsrunde
(BLL) Einen starken Auftakt zeigten die Cracks vom ESC Kempten am ersten Wochenende in der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga. Nach der knappen Niederlage am Freitag gegen den EV Pegnitz nach Verlängerung folgte nun der erste Sieg.
Corey Pawley brachte seine Farben zwar mit einem Blitztor nach nur 36 Sekunden in Führung, trotzdem waren den Allgäuern ihre schweren Beine nach dem anstrengenden Freitagsspiel sichtlich anzumerken. Nur langsam fand man ins Spiel und musste dann auch in der 10.min in Unterzahl den Ausgleich hinnehmen. 3 Minuten vor der Pause die erneute Führung durch Phillip Stalla, die Reichersbeuern aber in den letzten beiden Minuten noch in eine 3:2 Führung drehte. Im zweiten Abschnitt fanden die Sharks mehr und mehr zu ihrem gewohntes Spiel und drehten die Partie durch Andreas Ziegler und Patrick Weigant zur erneuten Gästeführung. Doch auch diese hatte nur kurz Bestand und so ging es mit 4:4 in die zweite Pause.
Im letzten Drittel fand das Team von Andreas Becherer wieder in die erfolgsspur zurück und ging durch Gregor Stein erneut in Führung. Reichersbeuern drängte natürlich auf den erneuten Ausgleich, das Tor fiel aber auf der anderen Seite. André Aschenbrenner, der seine Leistung nach der überstandenen Erkrankung von Spiel zu Spiel steigert, erzielte den 4:6 Endstand und damit auch seinen vierten Scorerpunkt an diesem Abend.
Coach Becherer war sichtlich erleichtert: Nach dem intensiven Spiel gegen Pegnitz fehlten uns etwas die Kräfte. Es war ein Arbeitssieg und wir brauchten bis zum zweiten Drittel um wieder in die Spur zu kommen. Letztendlich hat uns wie schon oft in dieser Saison das starke letzte Drittel den Sieg gebracht. Die Mannschaft ist in einer sehr guten konditionellen Verfassung und kann über 60 min. Gas geben.
Am kommenden Wochenende stehen gleich zwei Duelle gegen Bayernligisten auf dem Programm. Am Freitag gastieren die Wanderers aus Germering im Allgäu und am Sonntag geht es zum alten Rivalen aus gemeinsamen Landesligazeiten, den Mammuts von der EA Schongau. Die Sharks wollen auch hier weiter punkten und hoffen wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der Zuschauer.
Pinguine Königsbrunn
Wichtige erste Punkte
(BLL) Mit einem 3:2 nach Verlängerung kann sich der EHC Königsbrunn auswärts beim Vorrundenersten Amberg durchsetzen. Matchwinner war am Ende Hayden Trupp, der für das entscheidende Tor sorgte.
Königsbrunns Trainer Fabio Carciola konnte vor der Partie auf fast seinen gesamten Kader zurückgreifen. Nicht mit dabei waren Maxi Merkle und Goalie Markus Kring, der wieder von Markus Matula vertreten wurde. Der EHC zeigte von Anfang an, dass er heute Punkte mitnehmen will und legte flott los. In der Begegnung war von Anfang an Pfeffer, beide Mannschaften schenkten sich nichts und gingen mit einer gesunde Härte in die Zweikämpfe. Die Gastgeber kassierten aber in der vierten Spielminute gleich zwei Strafen hintereinander und gerieten in doppelte Unterzahl. Der EHC nahm diese Einladung dankend an, Fabio Carciola netzte zum 1:0 für Königsbrunn ein. Auch nach der Führung war Königsbrunn die spielbestimmende Mannschaft, Gefahr durch die Gastgeber kam immer dann auf, wenn Ambergs erste Reihe um Kapitän Dan Heilmann auf dem Eis war. Kurz vor der Pause nutze dieser einen Fehler der Königsbrunner und sorgte mit seinem Treffer für den etwas glücklichen 1:1 Drittelendstand.
Im Mittelabschnitt leistete sich Königsbrunn einige Fehler und brachte die Gastgeber besser ins Spiel. In der 27. Spielminute musste dann der heute herausragend haltende Markus Matula ein weiteres Mal hinter sich greifen, als die Gastgeber die Schlafphase der Königsbrunner nutzten und zum ersten Mal in Führung gingen. Doch der EHC ließ sich dadurch nicht weiter beirren und glich noch vor der letzten Pause zum 2:2 aus. Torschütze war Moritz Lieb, der am Freitag vor Spielende noch einen Puck mit seinem Gesicht abfing und heute wieder eine starke Partie zeigte.
Auch nach dem Pausentee versuchten beide Mannschaften, die Partie für sich zu entscheiden, doch die Goalies hielten ihren Kasten sauber, so dass es nach 60 Spielminuten immer noch unentschieden stand. Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Zuerst hatte Amberg einen Vorteil da Königsbrunn sich noch eine Strafzeit einhandelte, der EHC überstand aber das Powerplay der Gastgeber schadlos. Den Unterschied machte dann Hayden Trupp, der eine eigentlich schon verlorene Scheibe dem gegnerischen Goalie abluchste und ins Tor schob. Die Partie war nun entschieden
Königsbrunn holt sich somit verdient 2 wichtige Punkte nach einer schweren Auswärtsbegegnung. Für den kämpferisch starken ERSC Amberg wird es nach zwei Niederlagen in Folge sehr schwer werden, vor allem da nun die Partie gegen Bad Kissingen ansteht. Aber auch für Königsbrunn wird das kommende Spiel ein Prüfstein werden, denn am Freitag heißt es in Schweinfurt bei den Mighty Dogs antreten.
EHC-Coach Fabio Carciola freut sich über den Sieg: „Wir haben das Spiel stark begonnen und zurecht geführt, danach aber den Faden verloren. Am Ende haben wir uns aber verdient den Sieg geholt und waren das Spiel über die bessere Mannschaft.“
Lechbruck Flößer
ERC mit Arbeitssieg gegen Augsburg
(BBZL) Gegen eine Rumpfmannschaft der EG Woodstocks Augsburg, siegten die Flößer am Freitag im Lechparkstadion knapp mit 3:2. Die mit nur zehn Spielern und zwei Torhütern angetretenen Fuggerstädter, zeigten eine gute kämpferische Leistung und hielten das Spiel bis zum Schluss offen.
Im ersten Spiel des neuen ERC-Trainers Jörg Peters, begannen die Lecher konzentriert und nahmen von Beginn an das Heft in die Hand. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Spielhälfte der Gäste ab und die Flößer erspielten sich teils hochkarätige Chancen. Doch das erste Tor erzielten die Woodstocks: Nach einem Konter lag der Puck hinter dem Tor des ERC und Manuel Ruppert nutzte eine Unachtsamkeit der Lecher Verteidigung und stocherte die Scheibe aus dem Gewühl heraus vorbei am gut haltenden ERC-Goalie Patrick Dietl (10.). In der 13. Minute dann ein Powerplay der Lecher: Mehrere Schüsse auf die ebenfalls starke Torhüterin der Augsburger, Jennifer Spingler, verfehlten das Ziel, ehe Magnus Lang die Scheibe an der blauen Linie aufnahm und unhaltbar zum 1:1 vollstreckte. Weiter spielten die Flößer auf das Gästetor und hätten anhand der Möglichkeiten mehrere Treffer erzielen müssen. Mehr als das überfällige 2:1 durch Matthias Erhard in der 16. Minute sollte allerdings bis zur ersten Pause nicht mehr gelingen.
Ab dem zweiten Drittel schneite es leicht im Lechpark. Die Woodstocks kamen mit den Bedingungen besser zurecht als das heimische Team. Von nun an war die gute Leistung der Lecher im ersten Drittel nicht mehr zu sehen. Nervös, unkonzentriert, mit schlampigem Zusammenspiel und schwachem Torabschluss, gaben die Lecher ihre Dominanz auf und machten so die aufopferungsvoll kämpfenden Woodstocks stark. Marcus Köpf gelang in der 29. Minute das 3:1 für Lechbruck und einige dachten nun wohl an einen Selbstläufer ohne großen Aufwand. Mit diesem Zwischenresultat ging es in die zweite Pause.
Der Beginn des letzten Drittels war durch sehr starke Schneefälle geprägt. Teilweise konnte der Puck nicht mehr gesehen werden, an ein vernünftiges Eishockeyspiel war in den ersten Minuten nicht zu denken. In der 45. Minute wurde noch einmal das Eis aufbereitet und die Teams gingen abermals in die Kabine. Diese ungeplante Pause war offensichtlich gut für die Gäste, die von nun an ein ebenbürtiger Gegner waren. Der Schneefall ließ bei Wiederbeginn auch prompt nach. Die Augsburger nutzten dann in der 54. Minute ein Überzahlspiel zum 2:3-Anschlusstreffer und es wurde nochmal spannend. Anstatt sich auf ihre Stärken zu besinnen und nun den Deckel auf die Partie zu machen, zeigten die Lecher Nerven und handelten sich, gerade in dieser Phase, völlig unnötige Strafzeiten ein. So spielten die Blau-Weißen die letzten vier Minuten in Unterzahl und mußten am Ende froh sein, einen 3:2-Sieg gegen die EG Woodstocks Augsburg über die Zeit gerettet zu haben.
Weiter geht’s am kommenden Freitag, 26.01.2018, um 19:30 Uhr, gegen das Überraschungsteam der Liga, den aufstrebenden ESV Türkheim. Der Tabellennachbar wird alles daran setzen, in Lechbruck zu gewinnen und die Flößer in der Tabelle zu überholen. Die Lecher werden sich deutlich steigern müssen, wenn dies verhindert werden soll.
HC Maustadt
Grün-Gelbe Meisterträume leben weiter - 8:4-Sieg des HCM/ECDC 1b gegen Lindenberg/Lindau
(BBZL) Die SG HC Maustadt/ECDC 1b darf weiter von der Meisterschaft in der Eishockey-Bezirksliga, Gruppe 4, träumen. Im Spitzenspiel gegen die SG Lindenberg/Lindau 1b gelang am heimischen Hühnerberg ein verdienter 8:4 (2:1/3:2/3:1) Erfolg – damit halten die Maustädter im Meisterrennen alle Trümpfe in der eigenen Hand.
Zudem hatten die Schützlinge von Spielertrainer Ingo Nieder einiges gutzumachen, die 1:8-Niederlage gegen Oberstdorf galt es, auszumerzen. Entsprechend motiviert ging das Team die Aufgabe an und durch Johannes Epple und Jimmy Nagle bis zur 15. Minute mit 2:0 in Führung. Die Gäste kamen aber zurück und verkürzten noch im ersten Drittel, ehe nach Wiederbeginn sogar der Ausgleich gelang. Die Zuschauer sahen nun ein richtiges Spitzenspiel mit Chancen hüben wie drüben. Dann aber schaltete der HCM sichtlich einen Gang höher und zog auf 5:2 davon – die Treffer von Philipp Hacker, Aaron Müller und Johannes Epple schienen die Partie vorzeitig entschieden zu haben. Aber wieder kamen die Westallgäuer zurück – sechs Sekunden vor der zweiten Pausensirene mußte HCM-Keeper Steffen Chronz zum dritten Mal hinter sich greifen. Als die Gäste in der 45. Minute sogar auf 4:5 herankamen, war der Erfolg ernsthaft in Gefahr.
Nun war Charakter und vor allem Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefragt. Den bewies Kevin Aschenbrenner, er stand nach 51 Minuten goldrichtig und erhöhte auf 6:4. Als Jimmy Nagle zwei Minuten später per Bauerntrick das 7:4 erzielte, war die Partie gelaufen. Den Schlußpunkt setzte Martin Löhle in Unterzahl zum 8:4.
„Wir haben eine gute Reaktion nach der Pleite von Oberstdorf gezeigt, darauf dürfen wir stolz sein“, freute sich Ingo Nieder über den verdienten Sieg. Nun hat es die SG HCM/ECDC 1b selbst in der Hand, die Meisterschaft in der Gruppe 4 der Bezirksliga zu holen und damit in die Play-Off-Runde zum Landesliga-Aufstieg einzuziehen. „Dafür müssen wir aber auch unsere Pflichtaufgaben erfüllen“, drückt Nieder ein wenig auf die Euphoriebremse.
Eine solche sogenannte Pflichtaufgabe wartet nächsten Sonntag auf die Maustädter. Dann geht es am Hühnerberg um 18.30 Uhr gegen den EV Königsbrunn. Gegen den Tabellensiebten tat sich der HCM schon beim knappen 4:2-Hinspielsieg schwer – „unterschätzen gilt also nicht“, warnt Nieder.
Black Eagles Reutlingen
TSG Reutlingen Black Eagles – EHC Zweibrücken 1b 7:5(2:2;5:2;0:1)
(LLBW) Mit einem ungefährdeten 7:5 konnten sich die Black Eagles am vergangenen Sonntag gegen die zweite Mannschaft des EHC Zweibrücken vor heimischem Publikum durchsetzen. Die Black Eagles traten quasi mit einem sechsten Mann auf dem Eis an, da einige Faschingsvereine nach dem Reutlinger Umzug sich zum traditionellen Fasching-Spiel der Black Eagles ein fanden und diese lautstark unterstützten. Die Black Eagles hatten von Beginn an mehr Spielanteile und verlagerten das Spiel in die Hälfte der Gäste. Umso verwunderlicher war die Führung durch die Gäste in der 15. Minute. Schon 2 Minuten später konnten die Black Eagles aber durch Dennis Kramer in Überzahl ausgleichen. Gäste Kapitän Tim Amend beantwortete den Reutlinger Ausgleich aber postwendend nur 20 Sekunden später mit dem 1:2. Es war in der Partie jedoch zu spüren, dass für die Black Eagles nichts anbrennen würde. Kurz vor der Pausensirene glich Lukas Borchert für die Black Eagles nach traumhaftem Zuspiel von Matthew Lewis aus. Im Mittelabschnitt gingen die Gäste zwar nochmals in Führung, mussten dann jedoch abreißen lassen und in der Folge 3 Treffer hinnehmen. Dem zwischenzeitlichen 6:4 setzte Lukas Borchert in der 39.Minute einen weiteren seiner drei Treffer an diesem Abend entgegen, sodass es beim Zwischenstand von 7:4 in die Pause ging. Im Schlussdrittel gelang dem Black Eagles in der Offensive nicht mehr viel. Nach dem frühzeitigen Ausfall von Verteidiger Matthias Blaschzik waren für Black Eagles Trainer Roberto Cazacu nur noch zwölf Mann übrig geblieben, deren Kräfte verbraucht waren. Es reicht aber noch zu einer guten Defensivarbeit, die den Gästen nur noch einen Treffer zum 7:5 Endstand viereinhalb Minuten vor Schluss erlaubte. In der dichtgepackten zweiten Saisonhälfte steht für die Black Eagles am Samstag die Partie bei der ESG Esslingen an. Diese verlor zuletzt überraschend gegen den Stuttgarter EC 1b und steht nun auf Platz 5 der Tabelle nur einen Platz vor den Black Eagles. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die ESG vor heimischem Publikum in voller Stärke wird antreten können. Gegen das kombinationsfreudige und abschlusssichere Team vom Neckar werden die Black Eagles im Spiel nach hinten allerdings zulegen müssen.
Diez-Limburg Rockets
Rockets bauen Tabellenführung aus
(RLW) Losgelegt wie die Feuerwehr, dann aber auch mit Blaulicht vom Weg abgekommen: Die Rockets brauchten im Lauterbacher Luchsbau ein Drittel, um sich auf einen Gegner einzustellen, der mit kleiner Kapelle (mal wieder) in der Lage war, (mindestens) 100 Prozent abzurufen. Dass die EG Diez-Limburg die Partie beim Tabellenletzten am Ende mit 7:3 (3:3, 1:0, 3:0) für sich entscheiden konnte, war ebenso verdient wie zu deutlich.
Kevin Schophuis nach 44 Sekunden, Philipp Maier nach 4 Minuten, Matt Fischer in Minute 7 - so allzu viel Zeit war noch nicht von der Stadionuhr, da führten die Gäste von der Lahn bereits mit 3:0. Ein furioser Start, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch. Wir sind prima aus der Kabine gekommen und haben drei blitzsaubere Tore geschossen. Dann ist uns aber das passiert, was am Freitag sicherlich auch Hamm passiert ist Die Eisbären hatten daheim gegen einen ebenfalls mit kleinem Kader angereisten Gegner aus Lauterbach ebenfalls schnell mit 4:1 geführt, das Spiel am Ende aber noch mit 5:8 verloren.
Und Diez-Limburg? Die machten es erstmal wie Hamm und ließen die Luchse ins Spiel kommen. Nach der schnellen Führung haben wohl alle gedacht: Jetzt ich, komm, ich will auch mal. Lauterbach hatte darauf nur gewartet und schlug eiskalt zu: Jan Hammerbauer (8.), Benjamin Schulz (9.) und Robert Sokol (19.) glichen das Spiel bis zur ersten Pausensirene zum 3:3 aus. Und das absolut verdient. Die haben mit zwei Reihen gekämpft bis zum Umfallen. Großes Lob an die Luchse, sagte Lörsch.
Der Trainer musste in der Pause daher ein bisschen was sagen, was zur Folge hatte, dass die Raketen defensiv nun deutlich aufgeräumter agierten. Vorne fehlte uns aber der Wille, das Ding auch einfach mal reinzuprügeln. Das muss bei uns immer alles gut aussehen, da könnte ich manchmal aus der Hose springen. Manchmal musst du in den entscheidenden Situationen auch einfach mal gegen den Puck kloppen. So wie Joey Davies das in der 36. Minute tat. Ergebnis: Die Rockets lagen nach 40 Minuten mit 4:3 vorne.
Im letzten Drittel haben wir es dann ganz gut gespielt, freute sich der Trainer. Man darf auch nicht vergessen, dass wir schon am Freitag ein sehr schweres Spiel hatten und uns nach Rückstand wieder herankämpfen mussten. So eine Aufgabe löst du dann auch nicht einfach so gegen eine so engagiert und toll kämpfende Mannschaft wie Lauterbach.
Drei weitere Tore brachten die Rockets noch auf die Anzeigentafel: Das 5:3 besorgte Neuzugang Nikolai Varianov (Foto) - es war sein erster Treffer im EGDL-Trikot (55.). Florian Flemming traf wenig später ins leere Tor (59.), Sekunden später markierte Philipp Maier den 7:3-Endstand (59.). Unter dem Strich bin ich mit diesem Sechs-Punkte-Wochenende natürlich zufrieden, sagte der EGDL-Trainer. Mit dem Erfolg in Lauterbach knackte der Spitzenreiter aus Diez-Limburg als erstes Team der Liga die 60-Punkte-Marke. Weil Verfolger Herford zeitgleich in Soest verlor, bauten die Rockets den Vorsprung auf die Ice Dragons auf vier Punkte aus. Zudem hat das Lörsch-Team ein Spiel weniger absolviert.
Bären Neuwied
3:1-Sieg stellt Benske „90 bis 95 Prozent zufrieden
(RLW) Noch 142 Sekunden stehen auf der Anzeigetafel, Bully vor Ken Passmann. Der Neusser Schlussmann zieht die Maske noch einmal aus, legt sie auf sein Tor und nimmt einen großen Schluck aus seiner Trinkflasche. Aus gutem Grund. Der 32-jährige Keeper steht im Mittelpunkt, hat in dieser zu Ende gehenden Partie der Eishockey-Regionalliga West zwischen dem mit 3:1 siegreichen EHC „Die Bären“ 2016 und Passmanns Neusser EV Schwerstarbeit verrichtet, etliche Neuwieder Gelegenheiten vereitelt, und nur drei Sekunden nach der kurzen Verschnaufpause stoppt der Routinier zwischen den Pfosten den nächsten Schuss. Dreimal musste er den Puck aus seinem Netz holen - nur dreimal, wenn man sich die Anzahl der EHC-Möglichkeiten vor Augen führt. Unter anderem vergaben die Bären durch Kapitän Stephan Fröhlich (33.) und Martin Brabec (50.) zwei Penaltys. „Ich weiß natürlich, dass Ken ein sehr guter Torhüter ist, der auch heute stark gehalten hat“, zollte Neuwieds Trainer Daniel Benske dem besten NEVler des Abends die ihm zustehende Anerkennung. Benske kennt die Neusser aus dem Effeff, schließlich stand er bis Ende Dezember noch bei ihnen hinter der Bande. Die Gäste spielten, wie sie es schon unter der Leitung des neuen Bären-Coachs getan hatten: tiefstehend und gut verteidigend im eigenen Drittel. „Zum ersten Mal in den letzten Wochen mussten wir uns gegen so einen Gegner beweisen“, erklärte Benske, „da haben wir uns etwas schwer getan und heute nicht ganz so souverän und taktisch gut wie zum Beispiel am Freitag in Diez agiert, können aber trotzdem mit 90 bis 95 Prozent zufrieden sein“.
Zu diesen „90 bis 95 Prozent“ zählten natürlich die Tore. Michael Jamieson (4.), Sven Schlicht (18.) in Unterzahl und erneut Jamieson (22.) mit seinem elften Treffer in den jüngsten sieben Begegnungen bezwangen den schier 100-armigen Passmann.
Auch der Neuwieder Schlussmann fiel positiv auf. Lukas Schaffrath verpasste nach dem 5:0-Sieg ebenfalls gegen Neuss Anfang November seinen zweiten Shut-Out dieser Saison nur, weil Alexander Zaslavski in der 30. Minute vollstreckte. Ansonsten entschärfte er alles, was in 60 Minuten auf seinen Kasten zuflog. „Wir haben zwar das erste Drittel etwas verschlafen und mit unseren Fehlern Neuwied Tore ermöglicht, aber im zweiten und dritten Abschnitt konnten wir gut mithalten. Leider haben wir am Ende zu wenig Druck aufs gegnerische Tor aufgebaut“, analysierte Gästetrainer Sebastian Geisler die Partie, mit der er „sehr zufrieden“ war.
Die letzten Herausforderungen musste der EHC in Form von einigen Zeitstrafen in den letzten beiden Minuten meistern. Neuss absolvierte die Endphase in doppelter Überzahl, war aber nicht mehr in der Lage diesen Vorteil gegen aufopferungsvoll kämpfende Bären, unterstützt vom nun mit seiner Lautstärke noch einmal einen Gang höher schaltenden „siebten Mann“ auf der Tribüne, zu nutzen. „Wenn wir noch ein bisschen weiter gespielt hätten, wäre es glaube ich noch eine Ecke knapper geworden“, mutmaßte Sebastian Geisler. Sein Team zeigte, dass der Sieg gegen Spitzenreiter EG Diez-Limburg vor einer Woche keine Eintagsfliege gewesen sein muss. Aber gegen die wenige Wochen vor Play-off-Start konstant auf guten Niveau spielende Bären reichte das nicht.
EC Nordhorn
Bauchlandung beim Favoriten - ECN unterliegt mit 8:2 in Bremen
(RLN) Bauchlandung für den EC Nordhorn: Im Auswärtsspiel bei den Weserstars Bremen unterlag die Regionalliga-Mannschaft von Heiko Niere am Freitag, 19. Januar deutlich mit 8:2 (4:1; 3:0; 1:1), die Hausherren waren schlichtweg zu stark. Vor 360 Zuschauern legten sich die Nordhorner zwar mächtig ins Zeug, kamen jedoch allzu schnell ins Hintertreffen.
Wie so oft gelingt dem ECN der erste Treffer der Partie, Christian Synowiec kann auf Zuspiel von Mikhail Berezhnoi und Nick Jurk bereits in der fünften Minute zum 1:0 versenken. Danach übernehmen die Gastgeber die Kontrolle über das Spielgeschehen. Erst gleicht Ex-Nordhorner Sascha Schophuis zum 1:1 aus, dann dreht Bremen weiter auf: Innerhalb kürzester Zeit fallen die Tore, der ECN kann da nicht mithalten.
Personell an diesem Freitag nur eng besetzt, schwindet Nordhorn bald die Kraft – die Gastgeber geben ein hohes Tempo vor und punkten verdient. In der 53. Minute kann Alexander Zimbelmann noch das zweite Tor für den ECN nachschieben, bevor der ebenfalls ehemalige Nordhorner Tim Maier mit dem 8:2-Treffer in der 57. Minute den Sack dichtmacht.
Die Weserstars als Tabellenführer in der Regionalliga Nord waren als Gegner schlicht zu stark, da hat auch der große Einsatz seitens der Mannschaft von Heiko Niere keinen größeren Effekt gehabt: Die Punkte bleiben verdientermaßen in Bremen.
Der EC Nordhorn muss sich nun auf die letzten verbleibenden Spiele konzentrieren, am kommenden Wochenende geht es daheim weiter gegen die TAG Salzgitter Icefighters – aktuell mit einem Vorsprung von sieben Punkten in der Tabelle vor dem ECN. Das Spiel findet statt am Samstag, dem 27. Januar um 19 Uhr in der Eissporthalle von Nordhorn.
Schönheider Wölfe
Wölfe mit zwei Siegen am Berlin-Wochenende
(RLO) Die Schönheider Wölfe haben ihre Hauptstadt-Tour am vergangenen Wochenende erfolgreich abgeschlossen und insgesamt fünf von möglichen sechs Punkten eingefahren. Am Samstag gelang den Wölfen beim ESC 2007 Berlin ein souveräner 9:1 (5:0, 2:1, 2:0)-Erfolg, hingegen es einen Tag später gegen FASS Berlin schon deutlich schwerer wurde. Doch auch gegen die Akademiker, welche tags zuvor immerhin in Niesky mit 6:3 gewonnen hatten, behielten die Jungs um Trainer Sven Schröder die Oberhand und gewannen mit 6:5 (2:2, 1:0, 2:3, 1:0) nach Penaltyschießen. Am Samstag gegen den Schlittschuhclub legten die Wölfe bereits im ersten Drittel den Grundstein für den späteren Sieg, als man eine beruhigende 5:0-Führung herausschoss. Danach ließen es die Schönheider deutlich ruhiger angehen. Es galt Kräfte für die Sonntagspartie zu sparen. Dennoch hatten die Wölfe bis zum Schlusspfiff keinerlei Probleme und gewannen am Ende klar und deutlich mit 9:1.
Am Sonntag kam es dann zum Spitzenspiel gegen FASS Berlin, welcher am Vortag die andauernde Dominanz von Tornado Niesky mit einem 6:3-Auswärtssieg durchbrach. Beide Mannschaften also mit einem Erfolgserlebnis im Rücken, brauchten auch keine lange Abtastphase. Schon in der vierten Minute erzielte Petr Kukla die frühe 1:0-Führung für die Wölfe, welche die Akademiker allerdings schnell in eine eigene 2:1-Führung durch Tore von Phillip Golz und Kim-Noel Krüger umwandelten. Doch Christoph Rogenz hatte ebenfalls die passende Antwort und erzielte in den 11. Minute den 2:2-Ausgleich, mit welchem es auch in die erste Pause ging.
Im Mitteldrittel setzte FASS zwar immer wieder gefährliche Konter, doch die Wölfe waren spielerisch besser und holten sich nach überstandener Strafzeit die Führung zurück, als Lucas Novacek aus der Kühlbox kommend das 3:2 (23.) erzielte. Die letzten zwanzig Minuten sollten es dann nochmal richtig in sich haben. Zunächst erhöhte Petr Kukla in der 44. Minute auf 4:2, ehe die Akademiker zurückschlugen und durch einen schönen Spielzug erst das 3.4 (54.) durch Fabian Wagner und nur wenig später in Überzahl das 4:4 durch Nico Jentzsch erzielten. Tim Peters stellte die Druckphase von FASS Berlin dann auf den Kopf, als er per Blueliner die Wölfe wieder mit 5:4 nach vorn brachte. Kurz vor dem Ende versuchten die Akademiker noch einmal alles und erzwangen regelrecht den verdienten 5:5-Ausgleich durch Patrick Neugebauer 83 Sekunden vor Ultimo. Im anschließenden Penaltyschießen hatten die Wölfe dann erstmals in dieser Saison das glücklichere Ende für sich und holten sich den Zusatzpunkt.
Mit diesem Erfolg bauen die zweitplatzierten Wölfe ihren Vorsprung in der Tabelle gegenüber dem Dritten FASS Berlin auf acht Punkte aus und sicherten sich zudem den direkten Vergleich gegen die Akademiker. Bei noch fünf ausstehenden Hauptrundenspielen, darunter drei Heimspiele, sind die Schönheider Wölfe auf dem besten Weg, sich den zweiten Tabellenplatz zu sichern, welcher in den anschließenden Play-Offs Heimrecht bedeuten würde. Ein weiterer großer Schritt dahin könnte schon im nächsten Heimspiel gemacht werden, wenn am Samstag, dem 27.01.18, um 17:00 Uhr die Berlin Blues als aktuell Tabellenvierte zum Gastspiel in den Schönheider Wolfsbau kommen.
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