IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Dienstag 23.Januar 2018. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen, Regionalliga Nord und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund
Frauen-Nationalmannschaft in Japan - Zwei Partien in Tokio / Hinterstocker: „Spiele werden auf hohem Niveau sein“
(DEB) Die Frauen-Nationalmannschaft trifft in zwei Partien am 24.01.2018 (11.15 Uhr, MEZ) und 26.01.2018 (11.15 Uhr, MEZ) in Tokio auf Japan.
Nach dem Nations Cup Anfang Januar 2018 in Füssen misst sich die DEB-Auswahl in der japanischen Hauptstadt erneut mit einem Team, das sich in der direkten Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele befindet. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Dezember 2017 konnten sich die deutschen Frauen in Finnland mit 2:1 nach Penaltyschießen durchsetzen.
Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Die Spiele in Japan werden auf einem hohen Niveau sein und der Mannschaft in der Entwicklung mit Blick auf die WM 2019 weiterhelfen. Ein großer Dank gilt dem japanischen Eishockeyverband für die Einladung, Organisation und Umsetzung der Spiele.“
Augsburger Panther
PANTHER VOM PECH VERFOLGT - PARKES UND DAVIES FEHLEN LANGFRISTIG
(DEL) Lange blieben die Panther davon verschont, nun hat das Verletzungspech zugeschlagen. Konnten am Freitag in Iserlohn bereits Trevor Parkes und Michael Davies die Partie nicht beenden, so erwischte es im gestrigen Heimspiel gegen Krefeld auch noch Drew LeBlanc, Brady Lamb, Arvids Rekis und Jaroslav Hafenrichter, die allesamt Teile des Spiels verpassten.
Eingehende Untersuchungen durch die Mannschaftsärzte Dr. Karsten Bogner und Dr. Jens-Ulrich Otto in der ArthroKlinik bestätigten am heutigen Vormittag erste Befürchtungen. So ist die Saison für Michael Davies aufgrund einer Knieverletzung vorzeitig beendet. Er wird bereits morgen von unseren Mannschaftsärzten in der ArthroKlinik operativ versorgt. Auf Trevor Parkes müssen die Panther wegen einer Handverletzung auch bis nach der Olympiapause verzichten.
Über den Einsatz von Jaroslav Hafenrichter (Gesicht und Schulter) wird in den Spielen vor der Olympiapause von Tag zu Tag entschieden, sein Einsatz ist somit fraglich.
LeBlanc wurde bereits gestern während des Spiels von Zahnärztin Dr. Roswitha Merk in deren Dentallabor im Mundraum genäht. Brüche im Gesicht konnten hierbei zum Glück ausgeschlossen werden. Sein Einsatz ist wahrscheinlich.
Weniger schlimm erwischte es Arvids Rekis (Gesicht) sowie Brady Lamb (Fuß). Auf beide kann Panther-Coach Mike Stewart in morgigen Derby gegen den EHC Red Bull München wohl zurückgreifen.
Straubing Tigers
Olympia-Kader steht fest / Stefan Loibl auf Abruf
(DEL) Bundestrainer Marco Sturm wird mit einem Team aus 25 Profis am Olympischen Eishockey-Turnier von Pyeongchang (09.-25. Februar)teilnehmen.
Das sagt der Bundestrainer:
„Wir verfügen über eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern“, sagte Sturm, der beim olympischen Turnier auf 16 Spieler vertraut, die schon bei der erfolgreichen Heim-WM 2017 in Köln dabei waren.
„Wichtig ist, dass der Großteil schon zusammengespielt hat und unser System kennt. Wir haben im Gegensatz zu einer WM diesmal nur drei Gruppenspiele, da müssen die Automatismen direkt im ersten Spiel greifen“, hatte Sturm zuletzt gesagt und ergänzt: „Mit Finnland, Schweden und Norwegen haben wir die vermutlich stärkste Gruppe erwischt. Wir wollen dennoch versuchen, die Großen zu ärgern.“
Fahrplan zu Olympia:
Die deutsche Auswahl bezieht ab Samstag, 3. Februar, ihr Trainingslager in Füssen. Die olympische Generalprobe findet am 6. Februar (18.30 Uhr) im schweizerischen Kloten gegen den Gastgeber statt. Am 7. Februar reist der gesamte 36köpfige deutsche Tross vom Münchener Flughafen aus in Richtung Südkorea.
Stefan Loibl hält sich bereit:
„Die Nominierung auf Abruf gönnen wir Stefan und seiner Familie von ganzem Herzen. Dass das so schnell gegangen ist, ist einzig auf seinen Ehrgeiz, seinen Charakter und sein Talent zurückzuführen. Ich bin sehr stolz auf ihn“, sagt Jason Dunham, Sportlicher Leiter der Straubing Tigers.
Der Kader im Überblick:
Tor: Danny Aus den Birken, Dennis Endras und Timo Pielmeier.
Verteidigung: Denis Reul, Daryl Boyle, Christian Ehrhoff, Yannic Seidenberg, Björn Krupp, Jonas Müller, Frank Hördler und Moritz Müller.
Sturm: Brooks Macek, Marcus Kink, Matthias Plachta, Frank Mauer, Patrick Reimer, Yasin Ehliz, Gerrit Fauser, Patrick Hager, Felix Schütz, Marcel Goc, Dominik Kahun, Leon Pföderl, David Wolf und Marcel Nöbels.
Bayreuth Tigers
Kur- gegen Wagnerstadt // Kolupaylo vor Premiere
(DEL2) Am Dienstag um 20.00 Uhr gastiert der EC Bad Nauheim im Bayreuther Tigerkäfig. Bei den bisherigen drei Vergleichen in dieser Spielzeit gewann jeweils das Heimteam. Zwei Mal (2:1 und 3:2) behielten die Hessen in eigener Halle die Oberhand – das Spiel (3:2) im November vor eigenen Anhang im Tigerkäfig gewannen die Mannen um Tigers-Coach Waßmiller. Alle Spiele waren hart umkämpft und gingen mit nur einem Tor Unterschied an das Sieger-Team.
Präsentiert wird diese Partie als „Sponsor of the Match“ von clever fit Bayreuth.
Licht und Schatten wechseln sich zuletzt ab beim Team aus der Kurstadt. So konnte man an den letzten vier Spieltags-Wochenende jeweils ein Spiel gewinnen und gab eines ab. Topscorer der Hessen ist mit 44 Punkten der vor Saisonbeginn aus der EBEL verpflichtete Cody Sylvester vor James Livingston (34), der allerdings auch einen Top-Platz (Position 10 ligaweit) bei den Spielerstrafen belegt, und Mike McNamee (32). Mit dem US-Amerikaner Meland steh ein Verteidiger im Aufgebot, der zusätzlich Offensivpower ins Spiel der Nauheimer bringt. Mit einer Fangquote von 90,58 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,02 je Spiel vertritt Felix Bick seit Saisonbeginn den erfahrenen Jan Guryca ordentlich.
Bei den Special-Teams und hier beim Unterzahlspiel liegen die Dienstags-Gäste (80,5%) vor den Tigers (76,5%) im Mittelfeld der Liga. Bei eigener Überzahl krankt das Spiel von Coach Petri Kujala. Mit nur 13,5% Erfolgsquote stellt man das Schlusslicht im Ligawettbewerb.
Mit Guryca, Maximilian Brandl, Jannik Woidtke, Marvin Ratmann und Dusan Frosch fallen bei den Gästen gleich mehrere Spieler aus bzw. ist deren Einsatz noch fraglich.
Bei den Tigers fehlen ebenso und schon über einen längeren Zeitraum einige Akteure. Neben Drews, für den es noch einige Zeit dauern wird, sind auch Voronov, Bartosch und Heider nicht mit an Bord. Die drei Letztgenannten befinden sich im Training, ein Einsatz für diesen Dienstag kommt allerdings noch zu früh.
Erstmals mit von der Partie wird dabei Fedor Kolupaylo sein, der derzeit einen dreiwöchigen Try-Out in Bayreuth absolviert. Für den jungen Russen wird Kolozvary, der sich in den letzten Wochen – zum Teil auch angeschlagen – in den Dienst der Mannschaft stellte, eine Erholungspause erhalten.
Für Spannung ist in jedem Fall gesorgt, benötigen die Gäste doch jeden Punkt, wollten sie den, Abstand zu Platz 8, welchen derzeit die im Augenblick schwächelnden Dresdner innehaben und der das Heimrecht in den Pre-Playoffs bedeuten würde, noch erreichen. Die Tigers hingegen, für die der Zug in Richtung Pre-Playoffs mit größter Wahrscheinlichkeit abgefahren ist, wollen vom Tabellenende wegkommen und den erkennbaren Aufwärtstrend der letzten Wochen ausbauen.
Dresdner Eislöwen
Eislöwen sind in Heilbronn gefragt
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen sind am Dienstag, 23. Januar bei den Heilbronner Falken gefragt. Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer muss weiterhin auf den Einsatz der Langzeitverletzten Petr Macholda, Harrison Reed, Sebastian Stefaniszin und Dominik Grafenthin verzichten.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: "Wir haben mit dem Spiel gegen Bietigheim den richtigen Weg eingeschlagen, haben uns Chancen erarbeitet, diese aber leider gerade im zweiten Drittel nicht genutzt. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen, das Erfolgserlebnis erzwingen."
Das Spiel in Heilbronn beginnt um 20 Uhr und steht unter der Leitung der HSR Marcus Brill und Sascha Westrich. SpradeTV zeigt die Partie live.
Kassel Huskies
Schwere Aufgabe unter der Zugspitze
(DEL2) Bereits zwei Tage nach dem Sonntagsheimspiel gegen die Tölzer Löwen
wartet die nächste Aufgabe auf die Kassel Huskies. Um 20 Uhr sind die Schlittenhunde zu Gast
beim Tabellenzweiten, dem SC Riessersee. Die Garmischer gehören inzwischen zu den
Überraschungsteams der Liga und sind aktuell auf einem starken zweiten Tabellenrang platziert.
Ein Grund dafür ist die Heimstärke – nur drei Spiele gingen im heimischen Olympia-
Eissportzentrum verloren, zuletzt gelangen dort acht Siege in Serie.
Die Werdenfelser agieren in dieser Spielzeit als homogenes, ausgeglichenes Team – einen echten
Schwachpunkt sucht man vergebens. Im Tor teilen sich Matthias Nemec und der 22-jährige Kevin
Reich die Aufgabe des Stammkeepers. Die Abwehr präsentiert sich unter Führung des Schweden
Joel Johansson sattelfest und laufstark, Prunkstück des Teams von Cheftrainer Toni Söderholm ist
allerdings der Sturm. Andreas Driendl, Richard Mueller und Lubor Dibelka bilden die wohl stärkste
deutsche Sturmreihe der Liga. Dahinter sorgen Kapitän Florian Vollmer und Mattias Beck für
Entlastung. Beck ist nach längerer Verletzungspause auf bestem Weg zu seiner Topform; in der
Saison 2015/16 trumpfte der schwedische Flügelstürmer als bester Scorer seines Teams auf. Mit
Jakob Mayenschein, Andreas Eder und Maximilian Daubner komplettieren außerdem drei
hochtalentierte Angreifer den Sturm des SC Riessersee. Zusammen mit dem kanadischen
Mittelstürmer Jared Gomes sorgen Mayenschein und Eder derzeit dafür, dass drei Sturmreihen
jederzeit in der Lage sind, bei der gegnerischen Defensive für Verwirrung zu sorgen.
Die Kassel Huskies traten bereits am gestrigen Montag die Reise gen Süden an, um heute
ausgeruht ins Spiel gehen zu können. Auswärts sammelten sie zuletzt aufgrund der Erfolge in
Crimmitschau und Frankfurt Selbstvertrauen. Ziel ist es natürlich, nicht nur die oben
angesprochene Heimserie der Garmischer zu brechen – die Schlittenhunde verloren
saisonübergreifend die letzten sieben Spiele am Stück gegen den SC Riessersee. Bis auf den
angeschlagenen Michael Christ und den langzeitverletzten Manuel Klinge werden alle Akteure an
Bord sein, so dass Cheftrainer Rico Rossi erneut auf vier komplette Sturmreihen zurückgreifen
kann.
Deggendorfer SC
Derbysieg im Doppelpack: DSC siegt auch in Regensburg
(OLS) Was für ein Wochenende für den Deggendorfer SC, denn den Mannen von Trainer John Sicinski gelang nach dem 4:2 Heimerfolg über den EV Landshut zwei Tage später der nächste Coup. Vor knapp 2100 Zuschauern in der Donau-Arena zwang der DSC die heimischen Eisbären mit 4:6 in die Knie und feierte damit ein Sechs-Punkte-Wochenende gegen die beiden Lokalrivalen.
Das Spiel begann optimal aus Sicht der Deggendorfer. Es dauerte gerade einmal vier Minuten, ehe es das erste Mal hinter Justin Schrörs im Regensburger Tor einschlug. Curtis Leinweber umkurvte den Eisbären-Keeper dabei geschickt und setzte Kyle Gibbons in Szene, der vor dem Tor lauerte. Der US-Boy hatte dann keine Mühe mehr, den Puck im verwaisten Tor unterzubringen. Gibbons war es auch, der die Führung dann weiter ausbaute. Wieder war es eine tolle Kombination über Curtis Leinweber und dem Deggendorfer Torjäger, die für das 0:2 sorgte. Kurz vor der ersten Pause kamen die Eisbären dann zum Anschlusstreffer. Jason Pinizzotto wurde in doppelter Überzahl am langen Pfosten freigespielt und der Routinier überwand Daniel Filimonow im Deggendorfer Tor. Filimonow musste kurzfristig für Cody Brenner einspringen, der beim Aufwärmen über Kreislaufprobleme klagte, und lieferte ordentliche Partie ab. Im zweiten Abschnitt nahmen die Deggendorfer dann das Heft wieder in die Hand und konnte die Führung weiter ausbauen. Zwei Mal war es Curtis Leinweber, der bis zur 31. Spielminute zwei tolle Alleingänge verwertete und das Ergebnis auf 1:4 stellte. Doch die Hausherren wollten sich nicht ohne Kampf ergeben und kamen durch Bosas nur knapp eine Minute später wieder zurück in die Partie. Die Vorentscheidung brachten dann die Anfangsminuten des Schlussdrittels, als Alexander Janzen und Santeri Ovaska in den ersten vier Minuten auf 2:6 stellten. Im weiteren Drittelverlauf schalteten die Deggendorfer dann ein paar Gänge zurück und ließen die Eisbären noch einmal rankommen. Mehr als Ergebniskosmetik waren die beiden Treffer von Bosas und Pinizzotto allerdings nicht mehr, sodass der DSC am Ende die Partie verdient mit 4:6 für sich entschied.
Nun kommt es am kommenden Freitag zur echten Knallerpartie in der Deggendorfer Eishalle. Zu Gast sind die Starbulls Rosenheim zum direkten Duell um den ersten Tabellenplatz. Spielbeginn ist um 20 Uhr.
Lindau Islanders
Die EV Lindau Islanders patzen auch in Peißenberg
(OLS) Zwei Spiele, zwei Punkte für die EV Lindau Islanders. Den Start in die Oberliga Süd- Qualifikation haben die Lindauer damit komplett verpatzt. Auch in Peißenberg unterlagen sie nach Verlängerung, am Ende hieß es 4:5 (2:2, 2:1, 0:1)
„Wir haben wieder verdient gegen einen engagierteren und spritzigeren Gegner verloren.“, sagt ein enttäuschter zweiter Vorsitzender Michael Messmer, der die Mannschaft gegenüber der Vorrunde „nicht wiedererkannte“. Bezeichnend sei auch, dass man gegen eine Mannschaft verloren habe, die ohne ihre beiden wichtigsten Spieler angetreten sei.
Zwar traten die Lindauer nicht so arrogant und überheblich auf, wie am Freitag gegen Füssen. Aber selbst mit etwas mehr Engagement seitens der Inselstädter waren Spielidee und Struktur erneut nur rudimentär zu erkennen. Vor allem fanden die Lindauer nur selten Lösungen gegen das Forechecking der „Eishackler“ und leisteten sich wieder gravierende Fehler im Spielaufbau. Ohnehin fanden sich oft keine Anspielstationen, da zu wenig Bewegung im EVL- Spiel war.
Es gab zwar auch Lichtblicke, wie den engagierten Zug zum Tor von Tobi Fuchs in der 8. Minute, der den Pfosten traf. Nutznießer war Kai Laux, der die abprallende Scheibe im Tor unterbrachte. Aber schon zwei Minuten später verloren die Lindauer in Überzahl die Scheibe stümperhaft an Dejan Vogl, dessen Vorlage Florian Höfler zum Ausgleich nutzte. Fünf Minuten später waren es aber die Islanders, die in Unterzahl konterten. Tim Brunnhuber wurde regelwidrig zu Fall gebracht, weshalb es Penalty für die Gäste gab. Da sich Brunnhuber bei dieser Aktion verletzte, später aber wieder mitspielen konnte, übernahm Andreas Farny die Ausführung und traf souverän zum 1:2.
Leider leisteten sich die Lindauer danach einige Strafen – oft auch deswegen, weil sie einen Schritt zu langsam waren. Peißenberg konnte eines dieser Überzahlspiele zum erneuten Ausgleich nutzen, der verdeckte Schuss von Daniel Lenz war für EVL Goalie Nils Velm nicht zu sehen (18.).
Nach verteiltem Spiel mit wenigen Chancen im zweiten Drittel, war es dann erneut ein Powerplay- Tor, durch das der TSV erstmals in Führung ging. Dieses 3:2 war sehenswert herausgespielt. Letztlich verwandelte Maximilian Malzatzki den Rückpass von Fritz Stögbauer mit einem Direktschuss. Die Freude der 630 Zuschauer währte aber nur 13 Sekunden. Dann eroberte Adrian Kirsch die Scheibe hinter dem Gästetor, Sascha Paul passte zurück und Miroslav Jenka traf zum wichtigen, schnellen Ausgleich durch die Sturmreihe, die am ehesten Normalform zeigte.
Danach hatten die Islanders ihre beste Phase und drehten das Spiel in Überzahl erneut. Tobias Fuchs‘ Flachschuss landete durch die Beine von TSV- Torhüter Jakob Goll nach 33 Minuten zum 3:4 im Tor. Anschließend kontrollierten die Gäste das Spiel besser, Peißenberg kam nicht mehr so häufig mit seinen schnellen Konterangriffen zum Abschluss.
Auf der anderen Seite versäumten es die Lindauer aber auch wieder einmal nachzulegen. Jeff Smith hatte nur 40 Sekunden nach Wiederbeginn die große Chance dazu, scheiterte aber an Goll. Danach leisteten sich die Lindauer einmal mehr ein unnötiges Foul und wurden, wie so oft in dieser Saison in Unterzahl bezwungen. Valentin Hörndl traf mit seinem Schlenzer an Freund und Feind vorbei in der 43. Minute zum 4:4. Spätestens jetzt glaubte der Vierte der Bayernliga an seine realistische Chance und brachte die oft behäbigen Islanders mit schnellem Umschalten einige Male in Nöte.
Wie gegen Füssen war dabei zu beobachten, dass der Gegner spritziger war als die Lindauer, die konditionell und damit auch läuferisch im letzten Drittel nachließen und dadurch unter Druck gerieten. Um sein Team aufzuwecken wechselte Dustin Whitecotton die Reihen mehrfach durch, brachte auch den erstmals nach Verletzung wieder im Kader stehenden Zdenek Cech. Immerhin hielten die Gäste dagegen und hatten kurz vor Schluss durch Tim Brunnhuber sogar die Chance zum Siegtreffer, allerdings scheiterte der Stürmer in der 57. Minute nur knapp.
Ein Lehrstück in Sachen Einsatzwille und Leidenschaft war danach dann der Siegtreffer des TSV nach 50 Sekunden der Verlängerung. Nach einem billigen Lindauer Scheibenverlust brachte Malzaztzki die Scheibe vor das Tor, wo sich Lenz mit letztem Einsatz gegen Verteidiger und Torhüter durch setzte und den Puck förmlich ins Tor hinein arbeitete. Ein Tor, das den Unterschied zwischen dem entschlossenen Bayernligisten und dem zögerlichen Oberligisten kaum hätte besser dokumentieren können.
Mit diesem kompletten Fehlstart haben sich die Islanders nun selbst unter Zugzwang gesetzt und gehen am Freitag (19:30) gegen Höchstadt und Sonntag in Miesbach nun in ein Wochenende an dem sich schon früh entscheiden wird, wohin die Reise in Sachen Klassenerhalt gehen wird.
Blue Devils Weiden
Pressemitteilung 1.EV Weiden Nachwuchs, Young Blue Devils Weiden - am Samstag, den 03.02.18 ab 10.00 Uhr veranstaltet der 1.EV Weiden einen Integration Day
(OLS) Die Kinder zwischen vier und acht aus der Region sind hierbei zu einem internationalen Anfängertag eingeladen. Nach dem Motto: ‚Eishockey verbindet alle Kulturkreise‘ lädt der 1.EV Weiden bewusst auch Kinder zum Anfängertag ein, die aus Ländern stammen, die nicht unbedingt als erste Wahl Eishockey spielen würden
Julia Eisenrieder, die Integrationsbeauftragte des Deutschen Eishockey Bundes, ist Ende letzten Jahres auf den 1.EV Weiden zugekommen mit der Idee, doch einmal einen ‚Integration Day‘ in Weiden zu veranstalten. Gerade die Herren-Nationalmannschaft hat aktuell mit Yasin Ehliz und Sinan Akdag zwei Spieler, die türkische Wurzeln haben und die zu den Leistungsträgern zählen. Der 1.EV Weiden, bei dem Kinder und Jugendliche aus vielen Ländern geneinsam spielen, ist schon immer stolz auf diese Tatsache. Integration und ein friedlicher und wertschätzender Umgang zwischen den Kindern und Jugendlichen wird schon immer groß geschrieben beim 1.EV Weiden.
Deshalb war der 1.EV Weiden natürlich sofort bereit, diese Aktion zu unterstützen und durchzuführen. Am Samstag, den 03.02.18 ist es dann endlich soweit. Es ist alles vorbereitet, dass die Kinder aus der Region ab 10.00 Uhr bis ca. 13.00 Uhr einen tollen Vormittag auf dem Eis der Hans-Schröpf-Arena verbringen können. Unter der Aufsicht unserer Nachwuchstrainer und natürlich auch unter Beteiligung der Profis der Blue Devils Weiden, werden die Kinder zusammen viel Spaß auf dem Eis haben.
Für die Eltern wird für Kaffee und Kuchen gesorgt sein und der Integrationstag soll dann natürlich wieder der Grundstock für eine neue Anfängergruppe für die Laufschule bilden.
Also: alle Kinder ab ins Stadion am 03.02.18. Der Integration Day bzw. Integrationstag ist natürlich kostenlos. Helme und Schlittschuhe können ausgeliehen werden. Anmeldungen bitte beim Nachwuchsleiter des 1.EV Weiden Jens Maschke entweder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon unter 0151 23597676.
Crocodiles Hamburg
Autogrammstunde der Crocodiles im Einkaufstreffpunkt Farmsen
(OLN) Der Eishockey-Drittligist Crocodiles Hamburg wird am Samstag, den 3. Februar, ab 15 Uhr eine Autogrammstunde im EKT Farmsen veranstalten. Die gesamte Mannschaft inklusive Trainer Herbert Hohenberger wird im Erdgeschoss des Einkaufszentrums (Berner Heerweg 173-175) vertreten sein und fleißig Autogramme schreiben. Auch Fotos und nette Gespräche wird es geben – die Crocodiles sind nur auf dem Eis bissig.
„Wir freuen uns sehr, dass wir uns in unmittelbarer Nachbarschaft präsentieren und dort in den direkten Kontakt mit unseren Fans und den Besuchern des EKT Farmsen treten können. Als Teil des Farmsener Turnvereins fühlen wir uns mit dem Stadtteil natürlich sehr verbunden und hoffen, die gegenseitige Bindung mit solchen Veranstaltungen zu stärken“, so Geschäftsführer Christian Schuldt.
Wer sich mit Fan-Artikeln eindecken möchte, kommt bei dieser Veranstaltung ebenfalls auf seine Kosten. Sowohl dauerhaft im real-Markt, als auch zur Autogrammstunde, wo ausgewählte Merchandise-Produkte der Crocodiles Hamburg erhältlich sein werden.
Tickets für die verbleibenden vier Heimspiele der Crocodiles im Eisland Farmsen können bei dieser Gelegenheit ebenfalls erworben werden.
EV Füssen
EV Füssen setzt beim 6:3 gegen Höchstadt erneut ein Ausrufezeichen
(BYL) Nach dem erfolgreichen Auftakt in Lindau hat der EVF am heimischen Kobelhang dem nächsten Favoriten ein Bein gestellt. Gegen den Bayernliga-Meister Höchstadt gab es in einem tollen Spiel einen 6:3-Sieg (3:2, 1:1, 2:0). Dabei holte die Mannschaft von Kapitän Eric Nadeau erneut im ersten Abschnitt einen Rückstand von zwei Toren auf, und grüßt nun sogar von der Tabellenspitze der Gruppe A.
Vor fast 1000 Zuschauern spielten die Füssener erstmals in ihren neuen Retro-Trikots, wurden von den favorisierten Gästen aber erst mal kalt erwischt. Nach nur 47 Sekunden nutzten die Alligators einen Abwehrfehler zum 0:1 durch Michal Petrak. Im Gegenzug hatte Marc Besl gleich die große Ausgleichschance. Mit dem nächsten Angriff setzte Ales Kreuzer aber die Scheibe zum 0:2 ins Netz, gespielt waren noch keine zwei Minuten.
Ein Überzahlspiel für den EVF war nach nur sechs Sekunden schon wieder beendet, auch Nadeau musste auf die Strafbank. Doch beim Spiel 4 gegen 4 schlug Nikolas Oppenberger zum Anschluss zu. Nach einer weiteren Strafe gegen die Gäste hieß es 4 gegen 3, und diesen Platz nutzte Lubos Velebny, indem er bestens angespielt die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen hämmerte. Höchstadt war nun sichtlich überrascht, und zog gegen die schnellen Füssener weitere Strafen. Kavanagh und Holzmann scheiterten, auf der Gegenseite verfehlte Kreuzer nur knapp. Es war wieder im Powerplay, als Ron Newhook einen Abpraller zum 3:2 verwertete, die Halle kochte, das Spiel war gedreht. Im Anschluss vergaben Nadeau und Holzmann zwei weitere Hochkaräter.
Im zweiten Drittel probierten die Gäste alles, Leidtragender war Oppenberger, der nach einer Beschwerde selbst für zehn Minuten auf die Strafbank musste. Füssen zeigte sich mit seinen vier Reihen läuferisch überlegen, während der HEC mehr mit Einzelaktionen glänzte. Nach einigen starken Wechseln der Schwarz-Gelben war es dann erneut ein Powerplay, in welchem Eric Nadeau seine Routine zum 4:2 ausspielte. Höchstadt hatte aber auch einen Überzahltreffer auf Lager, in der letzten Minute des Abschnitts markierte Ales Kreuzer den Anschluss.
Das Schlussdrittel versprach somit Spannung pur. Die Alligators warfen zunächst alles nach vorne, hatten bei einem Pfostentreffer von Kreuzer sowie einem vergebenen Konter von A. Lenk Pech. Nach der Hälfte des Abschnitts war aber der große Offensivsturm vorbei, Füssen verwaltete sehr geschickt, hatte durch Schmid sogar eine große Möglichkeit. Diese kam für Höchstadt dann auch noch, als fünf Minuten vor Spielende innerhalb weniger Sekunden Simon und Velebny auf die Strafbank geschickt wurden. Mit großem Einsatz und Leidenschaft sowie einer Großtat von Andi Jorde wurde diese brenzlige Situation aber überstanden, und als die Mittelfranken ihren Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahmen, traf Sean Kavanagh zum entscheidenden 5:3. Achtzehn Sekunden später stellte Fabian Platzer bei einem Konter den Endstand in dieser hart umkämpften Partie her. (MiL)
Spielertrainer Daniel Jun (Höchstadt): „Schon vor sechs Wochen haben wir hier verloren, das war kein Zufall. Man sieht bei Füssen eine Entwicklung, sie spielen zudem mit viel Einsatz und Leidenschaft. Wir hatten eigentlich einen Traumstart für ein Auswärtsspiel und nach einer langen Busfahrt, waren dann aber zu undiszipliniert. Der Anschlusstreffer Ende des zweiten Drittels hat uns im Spiel gehalten, am Ende war die vergebene doppelte Überzahl entscheidend, wenn man so eine Chance nicht nutzt, wird man im Eishockey immer bestraft. Ich bin heute insgesamt nicht unzufrieden, wir müssen jetzt weiter hart arbeiten.“
Trainer Thomas Zellhuber (EVF): „Vielleicht sind die zwei Tore für Höchstadt zu schnell gefallen, das ist manchmal gar nicht so gut. Wir konnten das Momentum dann wieder auf unsere Seite zurück holen. Für mich war heute unsere läuferische Klasse entscheidend. Höchstadt hat zwei sehr starke Reihen, die mussten wir beschäftigen. Das 4:3 fiel für uns unglücklich, das hätte nochmals ein Knackpunkt werden können. Am Ende hatte Andi Jorde einen Megasave bei der doppelten Unterzahl. Jetzt kommen für uns erst die ganz wichtigen Spiele. Gegen Geretsried und Peißenberg müssen wir Gas geben, da sahen wir in der Hauptrunde nicht so gut aus.“ (MiL)
Wanderers Germering
Niemals aufgeben - ESC Kempten und SC Reichersbeuren heißen die nächsten Gegner
(BYL) Das erwartet schwere Auftaktwochenende endete für die Mannschaft von Trainer Heinz Feilmeier ohne Punkte. Gleich mehrere Hiobsbotschaften erreichten den Bayernligisten am Freitag kurz vor Beginn der Verzahnungsrunde. Die beiden neuverpflichteten tschechischen Angreifer Lukas Bednarik und Vaclav Pasek konnten aufgrund noch ausstehender Passangelegenheiten nicht auflaufen und zu allem Überfluss fiel auch Matthias Götz krankheitsbedingt aus. Trotz eines dezimierten Kaders nahm sich die Mannschaft um Kapitän Daniel Kress fest vor, erfolgreich in die zweite Saisonhälfte zu starten.
Gegen den Aufstiegsaspiranten und ehemaligen Oberligisten EHC Klostersee setzte es jedoch vor rund 300 Zuschauern eine 1:5 Heimniederlage, in der das Team von Trainer Jimmy Quinlan deutlich machte, dass ihnen der Durmarsch in die Bayernliga ernst ist. Auch zwei Tage später im 215 km entfernten Pegnitz musste die Feilmeier-Truppe trotz einer zwischenzeitlichen 0:1 Führung das Eis als Verlierer verlassen. Die IceDogs nutzen kurz nach der ersten Drittelpause zwei individuelle Fehler eiskalt aus und schraubten das Ergebnis noch im selben Spielabschnitt auf 4:1 hoch, welches schließlich auch den Endstand darstellen sollte.
Damit starten die Wanderers mit zwei Niederlagen in die Verzahnungsrunde. Verfrüht in Panik verfallen sollte in Germering jedoch niemand. Schließlich sind noch zwölf Partien zu spielen, in denen die Feilmeier-Truppe alles dafür geben wird, das Blatt zum Positiven zu wenden. Die ersten Siege sollen bereits am kommenden Wochenende eingefahren werden, an dem Trainer Heinz Feilmeier voraussichtlich ein voller Kader zur Verfügung stehen wird.
Eine schwere Aufgabe wartet am Freitagabend in Kempten auf die Wanderers. Der ESC schloss die Vorrunde der Landesliga hinter dem EHC Klostersee auf dem zweiten Tabellenplatz ab und startete durchaus erfolgreich in die neue Runde. Bereits am Freitag ärgerten die „Sharks“ einen Bayernligisten und sicherten sich gegen den EV Pegnitz vor heimischen Publikum einen Punkt. Beim SC Reichersbeuren gewann die Mannschaft von Trainer Andreas Becherer mit 4:6 und ist damit auf keinen Fall zu unterschätzen. Denn die Allgäuer haben mit dem Kanadier Corey Pawley, dem ehemaligen Memminger Patrick Weigant und dem Kemptener Urgestein Tobias Epp drei äußerst punktstarke Angreifer in ihren Reihen. Im Tor kann sich der Landesligist auf Martin Niemz verlassen, der lange Jahre in der höchsten bayerischen Eishockeyliga für den ECDC Memmingen und dem Zweitligisten Lausitzer Füchse aktiv war.
Am Sonntag gastiert mit dem SC Reichersbeuern ein weiterer Landesligist im Polariom. Der 1956 gegründete Verein ist für die Wanderers eher ein unbeschriebenes Blatt. Der SCR wird trainiert von Josef Schlickenrieder, der neben vielen jungen Akteuren auch mehrere „alte Hasen“ in seinen Reihen hat, die mit ihrer Erfahrung das Team führen sollen. Die wohl bekanntesten Spieler im Kader der Gäste sind Florian Zeller und Andreas Andrä. Zeller spielte viele Jahre professionelles Eishockey und trug in dieser Zeit unter anderem das Trikot der Tölzer Löwen und des EHC München. Auch Andrä war lange Zeit beim Nachbarn Tölz aktiv und kennt die Wanderers aus seiner Zeit in Waldkraiburg. Gegen Reichersbeuern gehen die Hausherren als Favorit in die Partie und wollen dieser Rolle gerecht werden. Spielbeginn vor heimischen Kulisse ist um 18:00 Uhr. Die Mannschaft hofft auf die Unterstützung ihres schwarz-gelben Anhangs, mit dem man das Auftaktwochenende vergessen machen möchte.
Landsberg Riverkings
Riverkings siegen gegen Passau und Memmingen
(OLS) Einen perfekten Start legten die Riverkings am ersten Wochenende der „Verzahnungsrunde“ hin. Nach dem 1:6 Sieg in Passau gewannen die Jungs von Trainer Randy Neal auch das Derby, vor 1638 Zuschauern, gegen den ECDC Memmingen mit 6:3. So deutlich sich das Ergebnis gegen Passau auch liest, war die Partie wahrlich nicht. Nach den ersten zwanzig Minuten stand es 0:1 durch den Treffer von Robin Maag (7.). Nach 25 Minuten erhöhte Marcel Juhasz auf 0:2, doch nur Sekunden später lag die Scheibe im Tor des HC Landsberg. Thomas Fischer (32.) besorgte nach Vorarbeit von Neuzugang Jan Jarabek und Sven Gäbelein in Überzahl das 1:3. Noch vor der Pause erhöhte Bobby Slavicek (39.) nach Zuspiel von Marcel Juhasz und Daniel Menge auf 1:4. Auch im letzten Drittel hatten beide Mannschaften gute Torchance. Dennis Neal sorgte mit seinen beiden Treffern (56. & 58.) für den Endstand. „Ganz so deutlich wie es das Ergebnis erahnen lässt, war es in meinen Augen nicht. Wir haben heute zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und wenn es eng wurde, hat uns Christoph Schedlbauer im Spiel gehalten.“ so Randy Neal nach der Partie.
Für das Heimspiel gegen den ECDC Memmingen war alles bereitet. Die knapp 1700 Zuschauer, darunter auch wieder zahlreiche Gästefans, sorgten für eine tolle Stimmung im Stadion. Für die Riverkings begann das Derby allerdings wie ein schlechter Film. Noch keine Minute war gespielt, da zappelte die Scheibe bereits im Kasten von Christoph Schedlbauer. Markus Lillich erzielte ungehindert mit einem Handgelenkschuss in den Winkel die schnelle Führung für die Gäste. Nach fünf Minuten war erneut Lillich zur Stelle und fälschte einen Schuss zum 0:2 ab. Erst in der achten Spielminute sorgte Dennis Sturm mit einem guten Schuss für ein erstes Lebenzeichen der Riverkings. Ein weiterer Treffer der Gäste wurde aufgrund hohen Stocks nicht gewertet. Noch vor der Pause hatte der HC Landsberg die Chance, mit einem Mann mehr auf dem Eis, den wichtigen Anschlusstreffer zu erzielen. Diese Gelegenheit nutzte Dennis Neal nach sehenswerter Vorarbeit von Bobby Slavicek und Marcel Juhasz. Im zweiten Abschnitt zeigten die Riverkings ein ganz anderes Gesicht. Sie setzten den Oberligisten aus Memmingen mächtig unter Druck und erspielten sich gute Torchancen. In der 25. Minute wurde der HC Landsberg allerdings ausgekontert und kassierte das 1:3. Bereits in der nächsten Minute folgte die wahrscheinlich spielentscheidende Szene. Tobias Wedl wurde vom bis dato sehr gut spielenden Markus Lillich derart gecheckt, dass er blutend vom Eis musste. Die Schiedsrichter entschieden darauf hin auf eine 5+ Spieldauerstrafe gegen den Memminger Stürmer. Mit einem Mann mehr auf dem Eis zogen die Riverkings ihr Überzahlspiel auf. Mit einem Doppelschlag durch Dennis Neal und Thomas Fischer (jeweils 27.) wurde das Ergebnis wieder egalisiert. Mit diesem 3:3 ging es auch in die letzten zwanzig Minuten. Erneut in Überzahl war Torjäger Bobby Slavicek (48.) zur Stelle und erhöhte auf 4:3. Gute acht Minuten vor dem Ende wurde Daniel Menge herrlich von Dennis Neal bedient und erhöhte auf 5:3. Die Halle stand nun Kopf. Memmingen versuchte es noch mit der Brechstange und ersetzte seinen Torwart für einen weiteren Feldspieler. Diese Möglichkeit nutzte der blenden aufgelegte Dennis Neal zwei Sekunde vor dem Ende mit seinem Empty Net Goal. „Im ersten Drittel haben wir zu brav gespielt. Das haben wir im zweiten Drittel dann geändert. Spielentscheiden war sicherlich die Spieldauerstrafe und unser sehr gutes Überzahlspiel.“ so Trainer Randy Neal auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Pfaffenhofen Ice Hogs
IceHogs entscheiden Derby im Penaltyschießen - Erfolgreiches Debüt von Neuzugang Dillon Duprey
(BYL) Fast immer in den letzten Jahren, war es eine enge und umkämpfte Partie, wenn der EC Pfaffenhofen und der EV Moosburg im Derby aufeinandertrafen. So auch wieder am Sonntag, als die Pfaffenhofener im Rahmen der Verzahnungsrunde der Bayernliga auf eigenem Eis mit 4:3 (0:0; 2:2; 1:1; 1:0) nach Penaltyschießen die Oberhand behielten. Den entscheidenden Penalty verwandelte Robert Neubauer sehenswert, nachdem von den ersten drei Schützen beider Seiten nur Kevin Steiger für die Gäste und Dillon Duprey für die IceHogs getroffen hatten. Der ECP-Neuzugang aus Kanada, der erst am Samstagabend am Flughafen in München angekommen war, feierte ein erfolgreiches Debüt. Schon während der regulären Spielzeit hatte er nämlich bereits einen Treffer selbst erzielt und einen weiteren vorbereitet und damit angedeutet, dass er für die Pfaffenhofener in dieser schweren Runde noch sehr wertvoll werden könnte. Die standen nach der Niederlage vom Freitag in Haßfurt schon gehörig unter Druck, während der EVM mit dem Rückenwind eines Auftaktsieges gegen Amberg anreisen konnte. „Mit dem einen Punkt können wir zufrieden sein“, stellte dann EVM-Coach Bernie Englbrecht auch klar, während ECP-Abteilungsleiter Alex Dost eher von einem „verlorenen Punkt“ sprach. Vor allem, da seine Mannschaft im Schlussabschnitt deutlich mehr vom Spiel hatte und durchaus in der regulären Spielzeit für die Entscheidung hätte sorgen können. Allein Mike Chemello scheiterte mit einigen guten Möglichkeiten an Moosburgs Torhüter Thomas Hingel. Von Beginn an entwickelte sich die erwartet ausgeglichene Partie, in der zunächst die Abwehrreihen beider Mannschaften klar dominierten und es folgerichtig torlos in die erste Pause ging. Deutlich mehr geboten war dann im zweiten Spielabschnitt. Nach gut einer Minute gingen die Gäste in Führung. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von Philipp Hähl stocherte Maximilian Ohr die Scheibe über die Linie. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Drei Minuten nach dem 0:1 nutzte Dillon Duprey die zweite Moosburger Strafzeit an diesem Abend zu seinem Premierentreffer im IceHogs-Trikot. Doch erneut konnten die Gäste, ebenfalls in Überzahl, vorlegen. In der 32. Minute traf David Michel zum 2:1. Dieses Mal dauerte es keine zwei Minuten, bis die IceHogs wieder zurückschlugen. Moosburgs Patrice Dlugos hatte noch gar nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen, da schlug Luis Seiberts Geschoss von der blauen Linie hinter Thomas Hingel im Kasten ein. Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt, in den die Hausherren einen optimalen Start erwischten. Nach nur einer Minute gelang Stefan Huber die erstmalige Führung. Danach erarbeiteten sich die IceHogs immer mehr Spielanteile, mussten aber in der 49. Minute, wiederum mit einem Mann weniger auf dem Eis, dennoch den Ausgleich durch Daniel Schander hinnehmen. Danach hatten die Pfaffenhofener sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der anschließenden Verlängerung noch mehrere gute Chancen, die Partie zu entscheiden, doch Moosburg konnte sich ins Penaltyschießen retten, in dem dann Robert Neubauer seinem Team den Zusatzpunkt sicherte.
Amberg Wild Lions
Spannendes Spiel gegen starke Königsbrunner
(BLL) Deutlich verbessert im Vergleich zum Freitagsspiel in Moosburg zeigte sich der ERSC Amberg am Sonntag vor heimischen Publikum gegen den selbsternannten Aufstiegskandidaten aus Königsbrunn. Am Ende nach über 63 Spielminuten mussten sich die Löwen aber mit einem Zähler begnügen.
Den Zusatzpunkt holten sich in der Verlängerung – in der Entstehung etwas glücklich – die Gäste. Über die reguläre Spielzeit hatte Königsbrunn die größeren Spielanteile und auch spieltechnische Vorteile, die Anzahl der klareren Chancen lag aber leicht mehr auf Seiten der Gastgeber. Die konnten allerdings erneut keine ihrer Überzahlmöglichkeiten ausnutzen. Insgesamt sahen die Zuschauer wirklich gehobenes Niveau und Spannung bis zur letzten Sekunde.
Im Vergleich zu den beiden Duellen während der Landesliga-Hauptrunde konnte Königsbrunn diesmal mit drei Kontingentspielern und den drei DEL-erfahrenen Neuzugängen antreten. Die Gäste hatten auch gleich den besseren Start, unterstützt durch zwei kleinliche Strafzeiten gegen Amberg. In doppelter Überzahl traf Spielertrainer Fabio Carciola zum 0:1. Aber der ERSC zeigte sich wenig beeindruckt, hatte – noch immer mit einem Mann weniger – beinahe im Gegenzug die Chance zum Ausgleich, aber Bernhard Keil scheiterte an EHC-Goalie Markus Matula.
Den technischen Vorteilen der Gäste begegnete Amberg mit größerer Körperpräsenz, wirkte dadurch sogar gefährlicher vorm Tor. Oftmals wollten es die Löwen aber zu genau machen – anders, zwei Minuten vor der Drittelpause. Mit zwei Pässen war die gesamte Königsbrunner Hintermannschaft ausmanövriert und Dan Heilman traf zum vielumjubelten Ausgleich.
Ein ähnliches Bild im Mittelabschnitt: Die Gäste bauten in der Amberger Verteidigungszone Druck auf, hatten aber nicht wirklich klare Chancen. Eher dann schon der ERSC, der bei seinen Konterangriffen allerdings die letzte Konsequenz vermissen ließ – bis zur 27.Minute. Da leitete Heilman überlegt einen Spielzug ein, an dessen Ende das 2:1 durch Andreas Hampl stand. In der Folge neutralisierten sich die Kontrahenten etwas. Zu einfach machte es der ERSC dann den Gästen bei deren 2:2-Ausgleich. Bei einem Schuss von Dominik Zimmermann brauchte der freistehende Moritz Lieb nur den Schläger hinzuhalten um unhaltbar für den starken Löwen-Torhüter Oli Engmann abzufälschen. Kurz vor Drittelende traf Keil nochmals den Pfosten.
Hohes Tempo gingen beide Teams auch im Schlussabschnitt, weiter mit größeren Spielanteilen für Königsbrunn. Mit zunehmender Dauer wurde aber die Risikobereitschaft heruntergefahren, wirklich zwingende Chancen blieben nun Mangelware. So endete die Partie nach regulärer Spielzeit 2:2 und es ging in die Verlängerung.
Da hatte der ERSC mehrmals die Möglichkeit für den Zusatzpunkt, den sich aber durch einen kuriosen Treffer die Gäste holten, als Hayden Trupp mehr oder weniger angeschossen wurde und die Scheibe ins Amberger Tor rutschte.
EV Aich
EV AICH ERKLIMMT MIT SIEG PLATZ 1
(BBZL) Spitzenreiter, Spitzenreiter… skandierten die Aicher Fans nach dem spannenden und hochklassigen Spiel gegen Waldkraiburg 1b. Das Spitzenspiel Tabellenerster gegen den Tabellendritten hat alles gehalten, was sich die Zuschauer gewünscht haben. Ein schnelles, spannendes Eishockey auf hohem Niveau mit einem alles in allem verdienten Sieg für die Aicher.
Der Trainer der Löwen Robert Lode sah „ein geiles Eishockey zwischen zwei sehr guten Mannschaften, die sich nichts geschenkt haben. Wir haben in 8 Minuten das Spiel verloren. Da haben die Aicher drei Tore erzielt und wir konnten nichts mehr entgegensetzten.“
Und das waren die ersten acht Minuten im letzten Drittel. Bis dahin stand es nämlich unentschieden und einmal mehr haben die Aicher gezeigt, dass auch die Fitness stimmt und sie im letzten Drittel noch zulegen können.
Das war auch nötig, denn im ersten Drittel waren die Löwen die bessere Mannschaft. Mit schnellen Angriffen kamen sie immer wieder gefährlich ins Aicher Drittel und Linus Messerer im Aicher Tor konnte sich mehrfach auszeichnen. In der 8. Minute war er aber dann machtlos, als Tobias Jakob das 1:0 für die Gäste erzielte.
Zu Beginn des zweiten Drittels mussten die Aicher dann gleich mehrmals ein Überzahlspiel der Gäste überstehen. Im Gegensatz zur letzten Begegnung gegen München, machten Sie es diesmal richtig gut. Selbst bei 5 gegen 3 konnten sie mehrmals einen Treffer der Löwen verhindern. In der 28. Minute dann der Ausgleich durch Daniel Korn für den EV Aich. Doch der hielt nur für Sekunden, denn in derselben Minute trafen die Gäste zur erneuten Führung.
Die Aicher hielten aber dagegen und hatten ihre nächste Chance durch Tom Pollner, der mit einem Weitschuss den Gästetorhüter prüfte. In der 32. Minute traf dann Andreas Weinberger (Christoph Schwenk) zum erneuten Ausgleich. Für die erstmalige Aicher Führung sorgte kurz darauf Stefan Kreuzer. Nachdem er zunächst freistehend knapp verzog traf er noch im gleichen Wechsel aus fast identischer Position nach Zuspiel von Christoph Schwenk zum 3:2.
Die Aicher Fans waren jetzt voll aus dem Häuschen und sahen in der Folge Chancen auf beiden Seiten, immer wieder standen beide Torhüter im Brennpunkt. Die Waldkraiburger konnten schließlich in der 37. Minute zum 3:3 ausgleichen und hatten Sekunden vor Drittelende den erneuten Führungstreffer durch ihren Kapitän Hagemeister auf dem Schläger, als dieser in Unterzahl einen Fehlpass der Aicher abfing und mutterseelenallein auf das Aicher Tor zusteuerte. Unter dem Zeitdruck des unmittelbar endenden Drittels ließ er sich dann zu einem eher ungefährlichen Weitschuss hinreißen.
Das letzte Drittel stand ganz im Zeichen der Aicher. 47 Sekunden waren gespielt als Tarek Mustapha nach Vorarbeit von Daniel Korn und Alexander Scholz in Überzahl das 4:3 erzielte. Die nächsten Minuten waren vielleicht spielentscheidend. Waldkraiburg konnte in minutenlanger Überzahl und teilweise sogar mit 5 gegen 3 keinen Treffer erzielen. Sie mussten sogar in nummerischer Überlegenheit in der 46. Minute nach einem Konter durch Daniel Korn (Mustapha/Urzinger) den 5. Aicher Treffer hinnehmen. Als in der 48. Minute dann das 6:3 durch Puntureri nach Zuspiel von Andreas Koller und Herbert Jarczyk fiel, war die Messe gelesen und die Luft bei den Gästen endgültig raus. Die Aicher spielten den Rest des Drittels souverän herunter und ließen nichts mehr anbrennen.
Der Aicher Trainer Georg Hermann hat seiner Mannschaft nach dem Spiel „eine sehr gute spielerische und kämpferische Leistung“ bescheinigt. „Ich war mir auch ziemlich sicher, dass wir das Spiel heute gewinnen“ fügte er hinzu.
Nach diesem Sieg stehen die Aicher nun an der Tabellenspitze und haben einen großen Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Das nächste Wochenende ist spielfrei und dann ist der ERC Ottobrunn zum letzten Heimspiel zu Gast in der Moosburger Sparkassenarena, bevor noch vier Auswärtsspiele auf dem Programm stehen.
Diez-Limburg Rockets
Hungrig auf die nächsten Punkte: Rockets empfangen Ice Aliens aus Ratingen
(RLW) Die Pole-Position ist zum Greifen nahe. Spitzenreiter nach der Hauptrunde. Die
EG Diez-Limburg hat sechs Spiele vor Ende der Runde fünf Punkte Vorsprung
auf Verfolger Herford. Aber das Restprogramm hat es in sich mit jeweils drei
Heim- und Auswärtsspielen. Zwei der sechs Spiele stehen am Wochenende an:
Am Freitag freuen sich die Rockets auf das Duell gegen die Ratinger Ice Aliens
in der Eissporthalle am Diezer Heckenweg (20.30 Uhr), am Sonntag geht es zu
den heimstarken Bördeindianern nach Soest (19 Uhr).
„Ich denke, unser Ziel ist bereits formuliert und kann nur heißen: Den Platz an
der Sonne so lange wie möglich behaupten“, gibt EGDL-Trainer Arno Lörsch
die Marschroute für die noch verbliebenen Spiele in der Hauptrunde aus.
„Natürlich werden auch die Mannschaften hinter uns sich noch etwas
ausrechnen, daher ist auf der Zielgerade absolute Disziplin gefragt. Wer das
besser macht, hat am Ende die Nase vorne. Unser Restprogramm unter anderem
mit Heimspielen gegen Ratingen und Hamm sowie Auswärtsspielen in Soest im
Doppelpack und in Herford ist hart. Aber alle anderen Teams müssen ihre Spiele
ja auch erstmal erfolgreich gestalten. Wir schauen ohnehin nur auf uns und
fokussieren uns auf das, was wir tun."
Angepasst an die momentane Saisonphase gestaltet sich dieser Tage auch die
Trainingsarbeit. „Die ist im wesentlichen auf die Bereiche Zweikampfverhalten
und Defensivverhalten ausgerichtet“, sagt Lörsch. „Wir müssen jetzt versuchen
die letzten kleinen Dinge zu verbessern, die nachher in den Play-offs den
Ausschlag geben können und werden. Zudem sind die Special Teams und das
Umschaltspiel immer Bestandteil unserer Trainingsarbeit.“
Gegen den Tabellenvierten aus Ratingen wird es auch auf eben diese
Kleinigkeiten ankommen. „Ich erwarte eine starke Ratinger Mannschaft“, sagt
der Rockets-Trainer. „Die Ice Aliens haben mit ihrem Sieg gegen Hamm am
Sonntag sicherlich wieder Selbstbewusstsein getankt. Sie werden uns mit ihren
zahlreichen sehr guten Einzelspielern alles abverlangen. Ratingen ist eine TopMannschaft,
aber das kommt uns entgegen, denn wir brauchen jetzt permanent
den Vergleich mit den Besten der Liga, damit die Jungs das hohe Niveau als
Standard verinnerlichen.“
Am Sonntagabend reisen die Rockets dann erstmals in der laufenden Saison zu
den Bördeindianern nach Soest, die in der Vorwoche Herford auf eigenem Eis
mit 2:1 schlagen konnten. „Das wird definitiv keine leichte Aufgabe“, sagt
Lörsch. „Wir haben uns schon im Heimspiel schwer getan. Und neben Herford
hat dort auch schon Hamm verloren. Wir sind gewarnt. Wir brauchen Geduld
und müssen zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidungen treffen. Unsere
Spielweise muss sich flexibel gestalten, gerade bei einem solch defensiv starken
Gegner. Wir werden deshalb am Donnerstag im Training eine zusätzliche
Variante versuchen, die uns noch mehr Flexibilität geben soll."
Keeper Steve Themm und Stürmer Marijus Maier werden zum Wochenende in
den Kader zurückkehren. „Darüber bin ich sehr froh“, sagt der Trainer. „Das
gibt uns noch weitere Möglichkeiten.“ Fehlen werden weiterhin Julian Grund
(krank), Dennis Stroeks (verletzt) und Ville Kärkäs, „der noch bis Ende Januar
schulisch bedingt fehlen wird“, so Lörsch.
Ice Dragons Herford
Ice Dragons verlieren unglücklich in Soest
(RLW) Es war so ein Spiel, das eigentlich 1:1 hätte ausgehen müssen. 2 starke Defensiv-Leistungen, 2 bärenstarke Goalies und schwächelnde Powerplayformationen auf beiden Seiten sorgten dafür, dass es bis zur 60. Minute auch genauso stand. Dann aber gelang den Gastgebern doch noch der Lucky Punch gegen die Ersatzgeschwächten Ice Dragons, die noch einmal alles nach vorne warfen, aber keinen Weg mehr fanden, um das Spiel noch auszugleichen und so eine 2:1 Niederlage hinnehmen mussten.
Die Gastgeber legten los als wenn es kein Morgen gäbe. Mit starkem Forechecking setzten sie die Ice Dragons, die im Vergleich zu Freitag noch auf Fabian Staudt (Examen) und Alexander Chmelkov verzichten mussten, sofort unter Druck. Druck, der zu Fehlern und Strafzeiten führte. Doch das Unterzahlspiel der Ice Dragons funktionierte hervorragend, gestützt auf einen erneut starken Justin Figge im Tor konnten die Ice Dragons gleich 3 Unterzahlsituationen bis zur Hälfte des ersten Drittels überstehen. Bei 5 gegen 5 versuchten sie sich aus der noch andauernden Umklammerung zu befreien und konnten sich dabei auf die Laufstärke von Killian Hutt verlassen. Der spitzelte die Scheibe aus dem eigenen Drittel, startete auf links durch und spielte in die Mitte. Dort war Nejc Korpar mitgelaufen und löffelte die Scheibe mit einem schönen Rückhandschuss über Marvin Nickel zur 0:1 Führung in die Maschen. Einziger Schönheitsfleck: Der Hauptschiedsrichter gab Killian Hutt das Tor und Aaron Reckers die Vorlage. Kurz darauf waren die Ice Dragons dann das erste Mal an diesem Abend in Überzahl, spielten sich gute Torchancen heraus, konnten Marvin Nickel allerdings nicht erneut bezwingen. Da in der Folge die Defensivreihen beider Teams nach und nach die Kontrolle übernahmen und sich beide Mannschaften so weitestgehend neutralisierten, blieb es bis zur Pause bei diesem engen Spielstand.
Das zweite Drittel begann mit einer kalten Dusche für die Ice Dragons. Den ersten echten Angriff der Gastgeber konnten sie eigentlich stoppen, bekamen die Scheibe dann aber nicht endgültig aus dem Drittel geklärt. So landete sie über Filip Sedivy und James Ross bei Igor Furda, der Justin Figge aus kurzer Distanz keine Chance ließ und das Spiel ausglich. In der Folge war es lange Zeit wieder sehr ausgeglichen, wenige Chancen auf beiden Seiten, Treffer fielen keine. Wirkliche Torchancen gab es für beide Teams nur bei jeweiliger numerischer Überlegenheit und dabei hatten die Ice Dragons noch die besten! Vor allem in den letzten 5 Minuten des zweiten Drittels hatten sie gleich mehrfach die erneute Führung auf dem Schläger, doch selbst wenn Nickel eigentlich schon geschlagen war, bekamen sie die Scheibe einfach nicht über die Linie.
Diese enge Partie änderte sich dann auch im letzten Drittel nicht. Die Ice Dragons, die mittlerweile ohne Kevin Rempel auskommen musste, der mit einer Verletzung das Spiel beenden musste, hatten zwar Anfangs einige hochkarätige Chancen, doch weiterhin fanden sie keinen Weg vorbei an Marvin Nickel. Die Gastgeber wiederum hatten die beste Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden, als sie von der 51. Bis zur 55. Minute ununterbrochen in Überzahl agieren konnten. Doch auch Justin Figge ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, hielt das Unentschieden fest. Als sich dann die meisten schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, fiel dann jedoch doch noch ein Tor, leider auf der falschen Seite. Wie schon beim ersten Treffer war es ein misslungener Klärungsversuch, der die Gastgeber 59 Sekunden vor Schluss noch einmal richtig gefährlich vor das Tor von Justin Figge brachte, wieder landete die Scheibe auf der Kelle von Routinier Igor Furda, der zur 2:1 Führung einschoss. Beim Wiederanpfiff hatte Jeff Job schon Justin Figge zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen, doch auch der Sturmlauf der Ice Dragons, die mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal alle Kräfte mobilisierten und sich wirklich gute Chancen erspielten, änderte auf der Anzeigetafel bis zum Schlusspfiff nichts mehr.
Ratinger Ice Aliens
Auf Regen folgt stets Sonnenschein
(RLW) Ein schweres Wochenende liegt hinter den Ratinger Ice Aliens. Am Freitag gastierte man in Herford und verlor 1:5, am Sonntag war Hamm zu Gast in Ratingen und wurde mit 3:2 geschlagen.
Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel in Ostwestfalen. Herford machte von Beginn an viel Druck, hinten standen unsere Aliens aber sicher und ließen nur wenige gegnerische Chancen zu. Bis zur 34. Spielminute stand es in einer von Defensivtaktik geprägten Partie noch 0:0. Dann folgte in eigener Unterzahl das 1:0 für Herford und plötzlich lief bei den Aliens nichts mehr zusammen. Bis zur zweiten Pause konnten die Gastgeber auf 4:0 erhöhen und das Spiel damit vorzeitig entscheiden. Die Gastgeber stellten ihre eigenen Angriffsbemühungen im letzten Drittel wieder ein wenig ein und ließen die Aliens gewähren. Nachdem in der 50. Minute das 5:0 gefallen war, gelang Alexander Schneider im direkten Gegenzug der Ehrentreffer zum 5:1 Endstand. Am Ende fiel die Niederlage trotzdem zu deutlich aus, von der Schlussphase des zweiten Drittels mal abgesehen hielten die Aliens gegen den Tabellenzweiten sehr gut mit. Mit einer besseren Chancenverwertung und weniger Strafzeiten hätte die Partie auch ganz anders ausgehen können. Außerdem haderte man mit der Leistung des Hauptschiedsrichters, dessen doch ziemlich einseitige Entscheidungen manchmal selbst Herforder Offizielle verwunderten.
Sonntag war dann der amtierende Meister aus Hamm am Sandbach. Beiden Mannschaften war die enorme Bedeutung dieser Begegnung bewusst und so entwickelte sich von der ersten Minute an ein spannendes, umkämpftes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Während in der Anfangsphase die Ratinger noch die besseren Chancen hatten, wurden die Gäste in den Folgeminuten immer frecher und tauchten immer öfter gefährlich vor dem Tor des an diesem Abend erneut überragenden Christoph Oster auf.
Das erste Tor des Abends erzielte in der 18. Minute Neuzugang Christian Müller in eigener Überzahl. Zuvor musste Ibrahim Weißleder zwei Minuten auf die Strafbank, Hamm konterte in eigener Unterzahl gefährlich und die Ice Aliens wiederum nutzten den vorhandenen Raum ebenfalls für einen mustergültigen Konter für den ersten Treffer. Das 1:0 war gleichzeitig das Pausenergebnis.
Da das Ratinger Prinzenpaar zu Gast war, hatten alle Akteure eine etwas längere Pause wie üblich. Hamm nutzte die Regenerationszeit wohl besser aus, denn schon nach 14 Sekunden im 2. Drittel gelang den Gästen der nicht unverdiente Ausgleich. Die Partie drohte zu kippen. Doch schon eine Minute später umkurvte Benjamin Hanke sehenswert die Hammer Abwehr und ließ auch Torhüter Sebastian May keine Chance. Das 2:1 setzte neue Kräfte frei und Alexander Schneider konnte mit einem satten Schuss genau unter die Latte wenig später auf 3:1 erhöhen. Hamm kam jedoch ins Spiel zurück und konnte sich noch vor der Pause mit dem Anschlusstreffer zum 3:2 belohnen.
Das letzte Drittel gehörte eindeutig den Gästen, welche nun einen enormen Druck ausübten und mit aller Macht den Ausgleich erzielen wollten. Die Ice Aliens warfen sich in jeden Puck, kämpften um jeden Zentimeter Eis und so machte sich langsam Verzweiflung bei den Gästen breit. Hamms Trainer Ralf Hoja nahm eine Auszeit und wenig später auch seinen Torhüter vom Eis, doch ein Treffer fiel nicht mehr. So gewinnen die Ice Aliens am Ende eine packende Abwehrschlacht und können mit ihrem Spiel rundum zufrieden sein. Der Sieg war enorm wichtig und nun liegt man schon sieben Punkte vor Hamm auf dem vierten Platz in der Tabelle, der das Heimrecht im am 23. Februar beginnenden Viertelfinale sichern würde.
Troisdorf Dynamite
Troisdorf ist einfach nicht zu schlagen
(LLW) Der EHC Troisdorf ist weiterhin auf Meisterkurs.
Auch auswärts in Solingen bei den Bergisch Raptors ließ man nichts anbrennen, auch wenn man mit einem stark dezimierten Kader antreten musste.
Aus beruflichen Gründen oder krankheitsbedingt fehlten die Stürmer Stefan Kaltenborn, Dominik Patt und Lucas Kürten, von den Verteidigern Thorsten Metzen, Victor Zimmermann, Daniel Kolvenbach und Oliver Dröge und Lukas Haack, der zuletzt starke Leistungen im Tor gezeigt hatte. Für die fehlenden Akteure liefen zwei Spieler der Jugendmannschaft mit auf, Christian Thelen und Julian Schramm und als zweiter Goalie stand Theresa Ferling mit auf dem Eis.
Troisdorf ging das Spiel mit einem Tempo und Kombinationen an, dass Solingen mit zwei Gegentreffern in den ersten 6 Minuten gut bedient war. Leider ließ Troisdorf danach die Zügel etwas schleifen, so dass einer der wenigen Solinger Konter zum Anschlusstreffer reichte.
Nach dem ersten Spielabschnitt stand es 1:2 für die Gäste aus Troisdorf.
In das zweite Drittel starteten die Troisdorfer wieder mit einem atemberaubendem Tempo, so dass die Tore drei, vier und fünf in 6 Minuten niemanden wunderte. Auch im zweiten Abschnitt war bei dieser Führung mit 4 Toren Vorsprung etwas der Ehrgeiz auf Troisdorfer Seite verflogen. Solingen konnte einige Konter fahren, die aber alle vom guten Troisdorfer Torwart Dominik Liesenfeld vereitelt wurden. Nur im Überzahlspiel der Solinger in der 36. Spielminute musste sich Dominik Liesenfeld geschlagen geben.
Mit der sicheren Führung im Nacken ließ man im letzten Drittel nichts mehr anbrennen. Man machte, was man machen musste, um den Gegner auf Distanz zu halten und beendete dieses Drittel mit einem Tor für Solingen und einem für Troisdorf.
Der Sieg mit 3:6 ging mehr als verdient an die Jungs aus Troisdorf.
Statement des Troisdorfer Trainers André Koslowski: "Solingen muss man immer ernst nehmen, auch wenn sie am Tabellenende stehen. Einen Tag vorher konnte Solingen das Team in Wiehl schlagen. Meine Jungs sind zur Zeit gut drauf, um am Freitag den entscheidenden Schritt Richtung Meisterschaft zu gehen. Ein Sieg in Grefrath könnte dies perfekt machen."
Das nächste Spiel der Troisdorf Dynamites findet am Freitag 26.01.2018 um 20:00 Uhr in Grefrath statt
Das nächste Heimspiel findet am 02.02.2018 um 20:00 in der Eishalle am Rotter See statt. Gegner sind dann wieder die Bergisch Raptors aus Solingen.
TAG Salzgitter Icefighters
Am Ende fehlte die Kraft – Icefighters geben sicheren Sieg aus der Hand
(RLN) Gut gespielt, stark gekämpft und doch in sehr aussichtsreicher Position noch fast alles verloren. So kann man das Heimspiel der TAG Salzgitter Icefighters am Sonntagabend gegen den Tabellenführer Weserstars Bremen in einem Satz beschreiben.
Die 4:5 (3:1, 1:1, 0:2, 0:0, 0:1) Niederlage die sich erst im Penaltyschießen abzeichnete wurde aber erst in einer mehr als dramatischen Endphase manifestiert.
Begonnen hatte für die Ambitionen der Gastgeber zunächst auch alles wie geplant. Man setzte den Gegner früh unter Druck und versuchte aus einer stabilen Abwehr heraus schnell vorzustoßen.
Mit diesem Mittel kam der Erfolg in der 8. Minute, das Tor für die Icefighters machte Justin Spenke.
Der unmittelbar danach erzielte Ausgleich in Minute 9 war das Resultat der Bemühungen der Gäste die ihrerseits immer für einen schnellen Gegenzug gut waren.
Eine Überzahlsituation sollte den neuerlichen Vorteil im Ergebnis bringen, Nils Blankschyn erzielte das 2:1 (16.) wobei der Pausenstand von 3:1 noch durch Justin Spenke hergestellt wurde (19.)
Nach der ersten Pause stellte der Spitzenreiter von der Weser sofort klar, wieso man die Tabelle anführt, nicht lange nach Wiederanpfiff verkürzte man auf 3:2 (21.)
Danach egalisierten sich beide Reihen weitestgehend, die Akzente setzten hierbei allerdings häufiger die Weserstars.
Etwas überraschend, aber mithin nicht unverdient machte auch Nils Blankschyn sein zweites Tor an diesem Abend und sorgte beim Pausentee für ein doch komfortables 4:2.
Der letzte Abschnitt der regulären Spielzeit verlief auch weitestgehend unspektakulär bis kurz vor dem Ende. Bis dato verteidigten die Salzgitteraner mit allen Mitteln und versuchten den einen oder anderen Konter zu fahren.
Die Abwehr der Gäste blieb indes stabil und so erfolgten hier keine weiteren Gegentreffer.
Eine Überzahlsituation zugunsten der Bremer läutete dann die Wende ein, nachdem auch der Goalie sein Tor verlassen hatte ergab sich ein komfortables Übergewicht, das durch geschicktes spielen mit 2 Feldspielern mehr zum Anschlusstreffer genutzt wurde (59.). Den aus Salzgitteraner sehr schmerzlichen Schlusspunkt setzte dann Darian Wellmann, der den vielumjubelten Ausgleich wieder in einer durch den Tausch des Torhüters zugunsten des sechsten Feldspielers ergebenen Situation erzielte.
Das 4:4 bedeutete eine 5 Minütige Verlängerung, in selbiger fiel jedoch kein weitere Treffer.
Das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen, und diese kam durch das einzige Tor hier zustande, erzielt von Ales Jurick.
So verblieb den Icefighters lediglich der schwache Trost des einen Punktes der durch die zwei verlorenen jedoch entscheidend getrübt wurde.
Chemnitz Crashers
Die Crashers finden zu alter Stärke zurück
(RLO) Drei wichtige Punkte für die Play-Off-Teilnahme brachten die Crashers am vergangenen Wochenende aus Dresden mit. Insgesamt starteten die Crashers bei ihrem 5:4-Sieg in der Landeshauptstadt personell relativ entspannt mit 14+2 ins Spiel.
Mit ordentlich Druck und guten Chancen führten die Crashers mit 3:0 nach 20 Minuten. Im zweiten Abschnitt fehlte es den Mannen um das Trainergespann Rentzsch/Stiegler an Konzentration. Dresden verkürzte auf 4:2. Im Schlussabschnitt lief es um einiges geordneter, jedoch weiterhin mit mangelhafter Chancenverwertung. In den Schlussminuten wurde es nochmal richtig spannend. In doppelter Unterzahl durften die mitgereisten Fans bei einem Spielstand von 5:3 ordentlich zittern. Dresden verkürzte noch auf 5:4. Und die Crashers retteten drei wichtige Punkte über die Ziellinie.
Für unsere Männer stehen neben dem letzten Dresden-Spiel am 03.02. im Wohnzimmer der Carshers noch zwei Partien gegen das Tabellenschlusslicht Bad Muskau Bombers, ein Spiel bei den Wölfen in Schönheide und ein Spiel gegen den ESC Jonsdorf an. Bei aller Rechnerei müssen 15 Punkte aus den letzten fünf Spielen rausspringen, wenn der Hauch einer Chance für eine Play-Off-Teilnahme gewahrt werden möchte. Denn auch Dresden und Berlin Blues streben die Marke 42 Punkte an. Dresden hat neben dem Spiel gegen unsere Crashers noch zwei Mal die Berlin Blues als Gegner. Die drei restlichen Partien für die Landeshauptstädter sind eher Formsache, wobei die jungen Eislöwen am Sonntag in Bad Muskau knapp einer Schmach entkamen – 4:5 n.P.
Den schwersten Weg haben die Blues noch vor sich. Drei Mal gegen Tornado Niesky, einmal gegen die Schönheider Wölfe und zwei Mal gegen Dresden. Allerdings haben die Berliner auch noch als klare Favoriten ein Spiel gegen Jonsdorf und ein Spiel gegen Bad Muskau vor sich und damit die besten Chancen auf den vierten und letzten Play-Off-Platz.
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