IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Mittwoch 24.Januar 2018. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Regionalliga Südwest, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga Ost und Landesliga Berlin.
Düsseldorfer EG
Ein ganz wichtiger Sieg für die DEG! Harter Fight gegen Straubing
(DEL) „Do or die“ – diese Losung ist natürlich Playoff-Spielen vorbehalten, in denen im Falle einer Niederlage das Ausscheiden droht. Das Heimspiel der Düsseldorfer EG gegen die Straubing Tigers atmete für die Rot-Gelben dennoch ein wenig den Geist dieser Spiele. „Do or die“ – and we did it! Die DEG erkämpfte sich in einer nervenaufreibenden Partie mit Höhen und Tiefen ein 4:3 (2:1; 1:1 1:1) und hat damit nach zuletzt enttäuschenden Niederlagen weiterhin alle Chancen, die Playoffs zu erreichen.
ERC Ingolstadt
Pielmeier für Deutschland bei Olympia - ERC-Torhüter Timo Pielmeier wurde vom DOSB für die Olympischen Spiele in Südkorea (09.-25. Februar) nominiert
(DEL) Für Timo Pielmeier geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der Torhüter des ERC Ingolstadt wurde am 23. Januar vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für das Olympische Turnier in Pyeongchang (Südkorea) nominiert.
Er ist damit einer von 25 Profis, die Bundestrainer Marco Sturm dem DOSB vorgeschlagen hat. Der bisher aus 30 Spielern bestehende Olympia-Kader wurde demnach auf 25 Akteure (22 Feldspieler, drei Torhüter) reduziert.
„Die Vorfreude ist riesig“, so Pielmeier, der sich mit herausragenden Leistungen, darunter bereits sechs Shutouts in dieser Saison, für „Team Deutschland“ empfohlen hat.
Für Pielmeier, der 2014 mit dem ERC die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat, ist die Nominierung für die Olympischen Spiele das vorläufige Highlight seiner internationalen Karriere. „Für dieses Ziel habe ich sehr hart gearbeitet. Aber ohne die Leistungen mit der Mannschaft wäre das Thema Olympia überhaupt nicht möglich gewesen. Daher liegt mein Fokus jetzt erst einmal zu 100 Prozent auf dem ERC“, so Pielmeier, der in der DEL derzeit um die direkte Qualifikation für die Playoffs kämpft.
Angeführt wird das Team des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) von den ehemaligen NHL-Stars Christian Ehrhoff (Kölner Haie) und Marcel Goc (Adler Mannheim). Ehrhoff steht in Südkorea vor seinen vierten Olympischen Spielen, Goc vor seiner dritten Olympia-Teilnahme. Dennis Endras (Adler Mannheim) nimmt zum zweiten Mal am Turnier teil. Alle übrigen Spieler geben ihr olympisches Debüt.
Red Bull München
Sieben Münchner Spieler im Olympia-Kader - Meister stellt stärkste Fraktion aller DEL-Teams | Dallaire als Assistenztrainer dabei
(DEL) Sieben Spieler des EHC Red Bull München stehen im finalen deutschen Kader für das olympische Eishockeyturnier im südkoreanischen Pyeongchang. Am Dienstagmittag benannte DEB-Trainer Marco Sturm mit Danny aus den Birken, Daryl Boyle, Yannic Seidenberg, Dominik Kahun, Brooks Macek, Patrick Hager und Frank Mauer sieben Profis des EHC Red Bull München. Damit stellt der Deutsche Meister die größte Fraktion im DEB-Team. Auch Münchens Co-Trainer Patrick Dallaire wird den DEB-Tross nach Südkorea begleiten. Der 42-Jährige assistiert dem Bundestrainer als Goalie Coach. Bereits vorvergangene Woche wurde David Leggio für Team USA nominiert, sodass insgesamt acht Münchner Spieler an den Olympischen Spielen teilnehmen.
„Wichtig ist, dass der Großteil schon zusammengespielt hat und unser System kennt. Wir haben im Gegensatz zu einer WM diesmal nur drei Gruppenspiele, da müssen die Automatismen direkt im ersten Spiel greifen“, sagt Sturm und ergänzt: „Mit Finnland, Schweden und Norwegen haben wir die vermutlich stärkste Gruppe erwischt. Wir wollen dennoch versuchen, die Großen zu ärgern.“
Auch Münchens Stürmer Hager blickt dem Olympischen Turnier hoffnungsfroh entgegen: „Ich freue mich riesig, die Chance zu bekommen, bei Olympia für Team Deutschland antreten zu dürfen. Ich habe mich 2010 verletzt und 2014 konnten wir uns nicht qualifizieren. Das ist ein Turnier, das mir als Sportler noch fehlt. Wenn wir es in die K.-o.-Runde schaffen sollten, ist alles möglich.“
Die deutsche Auswahl bezieht ab 3. Februar ihr Trainingslager in Füssen. Die olympische Generalprobe findet am 6. Februar in Kloten gegen Gastgeber Schweiz statt. Am 7. Februar reist der gesamte 36-köpfige deutsche Tross vom Münchner Flughafen aus in Richtung Südkorea.
Red Bulls verlieren in Augsburg
Der EHC Red Bull München hat das Derby bei den Augsburger Panthern mit 1:4 (0:0|1:0|0:4) verloren. Vor 4.792 Zuschauern führten die Red Bulls nach einem Treffer von Frank Mauer bis zur 54. Minute, ehe Augsburg das Spiel durch vier Tore innerhalb von 200 Sekunden drehte. Trotz der Niederlage bleibt München vor den Thomas Sabo Ice Tigers Tabellenführer in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Beide Teams spielten von Beginn an nach vorne, sodass sich ein kurzweiliges Derby entwickelte. Augsburg hatte durch Daniel Schmölz (1.) und Drew LeBlanc (5.) gute Chancen, auf Seiten der Münchner kamen Jason Jaffray (7.) und Dominik Kahun (10.) dem Führungstreffer am nächsten. In der 17. Minute stand die Defensive der Red Bulls erstmals dem gefährlichsten Powerplay der Liga gegenüber. Münchens Torhüter David Leggio verhinderte in dieser Situation mit einer Weltklasseparade gegen Thomas Jordan Trevelyan (17.) den Rückstand.
Nach dem Seitenwechsel waren die Red Bulls das dominantere Team und gingen in der 28. Minute nach einem Scheibenverlust der Panther folgerichtig in Führung: Dominik Kahun passte vor das Tor zu Frank Mauer und der ließ Olivier Roy keine Abwehrchance (28.). München war in der Folge dem 2:0 näher als die Panther dem Anschlusstreffer. Nur einmal wackelte die Führung, David Leggio war beim Abschluss von Gabe Guentzel aber mit der Fanghand zur Stelle (38.).
Zu Beginn des Schlussdrittels überstanden die Red Bulls zwei 3-gegen-5-Unterzahlsituationen. Augsburg war danach besser im Spiel und glich kurz nach Ablauf einer weiteren Strafe gegen die Red Bulls durch Thomas Jordan Trevelyan aus (54.). Die Red Bulls verloren nun kurzzeitig den Faden. Daniel Schmölz und Matthew White nutzten dies zu zwei weiteren Toren, bevor abermals Schmölz in der 58. Minute per Empty-Net-Treffer (58.) den Schlusspunkt setzte.
Rote Teufel Bad Nauheim
Neuer Banden-Sponsor, die PROTAKT - Projekte & Business Software AG aus Bad Nauheim!
(DEL2) „Wir sollen die Dinge einfach machen“, war in einem Interview die Aussage von Nicklas Mannes, DEG-Förderlizenzspieler des EC Bad Nauheim, auf die Frage, was der Trainer dem Team vor einem wichtigen Spiel mit auf den Weg gab.
Genau diesen Ansatz „Alle Abläufe im Blick. Geht das nicht einfacher?“ vertritt auch der neue Bandensponsor PROTAKT!
Auf Basis der renommierten ERP- Software „Microsoft Dynamics NAV“ werden flexible sowie bedienungsfreundliche Unternehmenslösungen zur Optimierung der gesamten Geschäftstätigkeit (vom Finanzmanagement bis zur Produktionssteuerung) von mittelständischen Unternehmen entwickelt und betreut!
Das in Bad Nauheim ansässige Unternehmen ist zertifizierter Microsoft-Partner und bietet seinen regionalen und zunehmend auch internationalen Kunden seit mehr als 20 Jahren praktische Erfahrung und Know-how im Bereich Unternehmenslösungen. PROTAKT verfügt über fundierte Projekterfahrungen – gewonnen in über 200 realisierten Projekten – und über ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter in allen betriebswirtschaftlichen Kernbereichen.
Die regionale Verbundenheit, welche Fans und Wetterauer Unternehmen unter dem Motto „Gemeinsam für den EC“ vereint, wird auch bei PROTAKT empfunden.
„Ein persönlicher Bezug innerhalb der Firmengeschäftsleitung zum Eishockey, aber auch das tolle Engagement des Clubs in der Nachwuchsarbeit, waren letztendlich ausschlaggebend“, erklärten Nicole Gebhard und Lothar Kinnschewski, Vorstandsmitglieder PROTAKT AG, die neu entstandene Zusammenarbeit mit dem EC Bad Nauheim.
„Wir freuen uns, dass auch die PROTAKT vom „Wir-Gefühl“ und Eishockeyvirus angesteckt wurde und bedanken uns stellvertretend für alle Roten Teufel bei unserem neuen Sponsor“, sagt das EC-Team Dirk Schäfer (Leitung Vertrieb) und Jana Duderstadt (Öffentlichkeitsarbeit/Medien).
Tölzer Löwen
„wee“ und Founder Ehliz mit sechsstelligem Zusatzbudget für Spielertransfers - Investitionen in globales Pilotprojekt weeArena Bad Tölz und DEL2-Team
(DEL2) 25 weeArenen europaweit sollen in den nächsten fünf Jahren mit Soft-/Hardware der
Schweizer weeConomy AG umgerüstet und je als Leuchtturm in das innovative
Cashbacksystem „wee“ integriert werden. Das bedeutet: Vernetzung mit dem
ortsansässigen Einzelhandel gleichermaßen wie mit der globalen Welt des
Onlineshopping mit bis zu 1.000 Onlineshops unter wee.com. Die Blaupause hierfür
liefert das überschaubare Bad Tölz, wo derzeit die erste weeArena der Welt als
Vorzeigeobjekt auf bargeldlos umgerüstet wird. Mit zwei Mega-Events im vergangenen
November, 8.000 Besuchern und einer motivierenden Laudatio von Bayerns Ex-MP Dr.
Edmund Stoiber wurde der Proof of Concept von „wee“ für Events erbracht. Nur die
Tölzer Löwen, Aufsteiger in die DEL2 und Hauptattraktor in der weeArena, hinken den
Erwartungen ihres Hauptsponsors hinterher. weeConomy AG hat sich deshalb
kurzfristig entschlossen, das Budget aufzustocken, so dass zwei erfahrene Top-Spieler
als „Leitwölfe“ des jungen Teams für die entscheidende Saisonphase verpflichtet werden
konnten.
Cengiz Ehliz (47), Founder, Unternehmer und Visionär bringt es unverhohlen auf den Punkt:
„Wir können es uns nicht leisten, dass die Löwen mit unserem Markenzeichen auf der Brust
absteigen. Das wäre nahezu ein Gau für die weitergehenden strategischen Überlegungen
unserer weeArena. Und außerdem hätten wir einen erheblichen Imageschaden.“
„wee“ erweitert Sponsoring-Budget und finanziert zwei neue internationale Top-Stars
Die vom Club auserwählten neuen Cracks haben in der internationalen Eishockeyszene
klangvolle Namen. Verteidiger Casey Borer (32, USA) spielte einige Jahre in der legendären
amerikanischen NHL und ist in Deutschland aus seiner Zeit in der DEL bei den Nürnberg Ice
Tigers wohl bekannt. Ähnliches gilt für den routinierten Mikko Rämö (37, FIN), der zuletzt in
Österreich aktiv war, vorher zwei Jahre beim EC Bad Nauheim in den Play-Offs immer zur
Höchstform auflief.
„Ohne unseren Hauptsponsor weeConomy AG hätten wir das nicht stemmen können“, freut
sich Christian „Wiggerl“ Donbeck (45), Geschäftsführer der Tölzer Eissport GmbH, der die
beiden Deals langfristig vorbereitet und kurzfristig eingestielt hat. „Ich bewundere beim
Management unseres Partners ganz besonders das Interesse fürs Detail und die ausgeprägte
Eishockey-Fachkompetenz. Im sportlichen Bereich werden uns zwar keine Vorgaben
gemacht, aber die ernsthafte Auseinandersetzung und der kompetente Rat haben mich stark
beeindruckt.“
Die DEL2 ist insofern für die Markterschließung von „wee“ wichtig, als dass nicht nur die
heimischen, sondern vielmehr auch die gegnerischen Fans beim Besuch der weeArena in den
Genuss von weeCard und weeApp kommen sollen.
„Jeder einzelne Fan ist für uns Multiplikator und ein potenzieller neuer Kunde,“ untermauert
Ehliz. „Beim Heimspiel gegen die Kassel Huskies kamen 800 auswärtige Fans, von denen
sich viele über „wee“ erkundigt haben. Im nächsten Jahr, wenn technologisch im Isarwinkler
Eistempel alles umgestellt ist, werden nicht nur Kasseler Fans mit einer nagelneuen weeCard
nach Hause fahren. Mit den Gästen aus Garmisch, Dresden, Ravensburg etc., die allesamt
individuell gebrandete Karten mit ihrem Vereins-Logo erhalten, dürfte das Potenzial neuer
„wee“-Nutzer bei 50.000 liegen. Und die „wee“, die sie sich beim Konsum während des
Eishockeyspiels am Bier- oder Bratwurststand als Rabatt verdient haben, können sie dann
beim Einkauf in ihrem lokalen Einzelhandel – sowohl online als auch offline – wieder
einsetzen. Oder, und hier sind wir einzigartig im Wettbewerb, die angesammelten „wee“
lassen sich problemlos auf das eigene Girokonto transferieren. Denn ein „wee“ ist ein Euro!“
Aktuell analysiert eine breit angelegte Marktforschung das Konsumentenverhalten mit der
weeCard und weeApp, insbesondere auch das entsprechende Fan-Konsumverhalten rund um
die Eishockeyspiele. Die Zusammenarbeit mit den Fans auf Augenhöhe ist den Schweizer
Mobile Payment-Spezialisten enorm wichtig. Aus dem Key-Account der Münchner
Europazentrale wird ab sofort Swen Bröggelhoff (37) abgestellt, der als
Sponsoringbeauftragter für Eishockey die Kommunikation mit den Tölzer Fans und dem Club
übernimmt. Dabei stehen spannende Projekte an: Produktion eines neuen Löwen-
Maskottchens, ein Fan-Talk und die gemeinsame Gestaltung der Trikots für die neue Saison.
Bröggelhoff ist in der Szene kein Unbekannter, war er doch selbst als Profi im Eishockey
aktiv.
Ebenfalls mit sofortiger Wirkung sponsert „wee“ für den Rest der Saison die Heimspiele der
„Buam“ im Rahmen der beliebten Eishockey-Livesendung Powerplay von Radio Oberland.
Für das Derby gegen Riessersee haben sich „wee“, Löwen und Radiosender eine ganz
besondere Aktion ausgedacht. Über einen Zeitraum von drei Wochen können jetzt Hörer die
raren Derbytickets bei der Morning-Show gewinnen, um dann gemeinsam im Fan-Bus zur
weeArena zu fahren.
Ehliz, der Visionär, denkt weiter: „Natürlich prüfen wir, wie sich das Tölzer Modell am
besten multiplizieren lässt. Dabei tendieren wir einerseits in Richtung Franchise-Modell,
andererseits führen wir Gespräche mit Verbänden und Ligen verschiedener Sportarten, was
natürlich auch für das Profi-Eishockey in unterschiedlichen Ländern gilt. Abhängig von der
aktuell anstehenden Entscheidung im deutschen Profi-Eishockey, der DEL2 die
Durchlässigkeit für Aufsteiger in die erste Spielklasse zu ermöglichen, sind wir hier motiviert
über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Sollten wir das tun, machen wir das langfristig und
nachhaltig!“
Freuen dürfen sich Bad Tölz und das gesamte Oberland auf die Tölzer Sommer Wiesn mit
zwei spannenden Public Events in der eisfreien Zeit.
Am Samstag, dem 23. Juni, hat das Dancefloor-Spektakel wee Summer Dance Premiere: mit
über acht Stunden Programm in beiden Hallen der weeArena . Hier werden > 5.000 Fans
erwartet. Unter dem Motto „Big beats live“ und „grooving sounds“ konnten namhafte
Headliner wie DJ Antoine, Gestört aber Geil und Stereoact – aber auch Insider wie Harris &
Ford, Scotty und Mad, verpflichtet werden. Auf beiden Bühnen ist dann Platz genug für
zusätzliche Nachwuchs-Acts aus der Region. Für die Übertragung des FIFA WMGruppenspiels
Deutschland vs. Schweden ist ab 20.00 Uhr ein Public Viewing geplant.
Die für den 16. Juni angekündigte Internationale wee Box Gala wird vorgezogen: auf jeweils
Samstag den 2. oder 9. Juni, abhängig vom Ergebnis der aktuell geführten Verhandlungen mit
TV-Sendern. Hier sind mindestens zwei internationale Titelkämpfe um Championships
vorgesehen.
Die weeConvention, etabliertes „Family and Friends“-Treffen der weltweiten „wee“-
Gemeinde, wird am Samstag, dem 16. Juni, mit erwarteten 4.000 Gästen, nach dem Erfolg im
vergangenen Jahr, zum zweiten mal vor Ort veranstaltet.
Aus logistischen und organisatorischen Gründen entfallen im Sommer 2018 die
Veranstaltungen wee Schlagernacht, wee Comedy-Night und wee 90er Live Party.
Clevere Löwen schlagen Wölfe
"Clever" ist eines der Lieblingsworte im Wortschatz von Löwencoach Rick
Boehm. Am Dienstagabend kann man den Auftritt seines Teams getrost mit
diesem Ausdruck umschreiben. Die Tölzer spielten disziplinierter als ihr
Gegner und gingen am Ende mit 5:2 (2:0, 2:1, 1:1) als Sieger vom Eis.
Ordentlich Eindruck hinterlassen haben dabei gleich mehrere Buam.
Da wäre zum Beispiel Aziz Ehliz, der die Löwen mit seinem ersten Punkt
überhaupt im Seniorenbereich per Fastbreak in Führung brachte. Eiskalt
blieb der Youngster frei vor dem früheren Löwengoalie Marco Wölfl. "Im
ersten Drittel hatten wir einige Chancen, liegen trotzdem 2:0 hinten.
Vor dem 1:0 haben wir eine gute Möglichkeit ein Tor zu schießen, kriegen
aber das Gegentor. Wir sind in einer Situation, wo uns auch das Glück
fehlt", zeigte sich Leos Sulak zumindest halbwegs zufrieden mit dem
Auftritt seines Teams im Auftaktdrittel. Doch die Miene des Wölfe-Coachs
verdüsterte sich im Laufe der Partie. Freiburg ließ gute Chancen aus,
Mikko Rämö hielt stark und die Buam machten vorne das zweite Tor des
Spiels. Hannes Sedlmayr traf in Überzahl und schenkte den 1290
Zuschauern Freudengefühle. Etwas getrübt wurde die gute Stimmung durch
die vermeintliche Verletzung von Löwen-Stürmer Marcel Rodman. Nach einem
Check blieb Rodman kurz liegen, nach dem Spiel kam aber direkt die
Entwarnung von Rick Boehm: "Ich gehe davon aus, dass die Verletzung von
Marcel geringfügig ist. Es war mehr eine Vorsichtsmaßnahme ihn nicht
weiterspielen zu lassen. Ich sehe da keine Gefahr und gehe davon aus,
dass er am Donnerstag wieder im Training ist". Gerade im Hinblick auf
Rodmans Traum von den olympischen Spielen vielleicht die beste Nachricht
des Abends.
Im zweiten Drittel begann dann das große Strafenfestival - vor allem auf
Gästeseite. Die Tölzer durften oft in Überzahl ran, Aziz Ehliz hatte
sogar einen Penaltyschuss, bei dem er knapp scheiterte. Doch das erste
Tor im Mitteldrittel fiel in Rämös Gehäuse. Chris Billich nutzte in
eigener Unterzahl die defensive Verwirrung der Löwen. Recht schnell
wurde allerdings klar, dass man mit so vielen Strafzeiten nur selten ein
Spiel gewinnt. Goldhelm Philipp Schlager, der nun in den letzten 16
Spielen in Folge gepunktet hat, traf für die Löwen zum 3:1. Ebenfalls
seinen Stempel auf die Partie drückte Casey Borer. Der Neuzugang
schnappte sich in der 36. Minute die Scheibe und schlenzte sie ansatzlos
in das linke Eck - 4:1, der fünfte Punkt im dritten Spiel für den
US-Boy.
Nach einer Spieldauerstrafe gegen Jannik Herm, der Philipp Schlager mit
dem Bein am Kopf erwischte, mussten die Wölfe auch das letzte Drittel
lange in Unterzahl starten. Unbeschadet überstanden die Freiburger die
lange Unterzahl und kamen durch Lennart Palausch sogar nochmal etwas
näher ran. Spätestens Michael Endraß´ Treffer zum 5:2 besiegelte aber
den Tölzer Sieg.
"Unsere Mannschaft war über 60 Minuten bissiger. Einsatzfreudig,
kämpferisch gut drauf und relativ diszipliniert. Trotzdem haben wir
gelegentlich den Mikko Rämö gut gebraucht im Tor. Er hat einige
vernünftige Saves gemacht, wo es etwas brenzlig wurde. Das war
sicherlich mitentscheidend, dass das Spiel für uns so ausgegangen ist",
analysierte Rick Boehm. Der Finne feierte noch nach der offiziellen
Siegesfeier mit den Löwenfans - extravagant mit dem von der isländischen
Fußballnationalmannschaft bekannten "Huh!".
Viel Zeit zum durchatmen bleibt den Tölzer Löwen erneut nicht. Am
Freitag sind die Buam in Kaufbeuren gefragt. Am Sonntag geht´s zuhause
gegen Crimmitschau weiter.
Jubiläumsspiel 90 Jahre ECT: Taticek, Niederberger, Dubé und Co. geben sich die Ehre in der weeArena
es geschah am 29. Januar 1928: Auf dem Klammerweiher trat erstmals eine Mannschaft des EC Bad Tölz zu einem Eishockey-Freundschaftsspiel an. Gegner war der EV Rosenheim, den die Tölzer „Buam“ mit 5:2 besiegten. 90 Jahre ist das jetzt her, und es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die keiner der damals Beteiligten für möglich gehalten hätte. Lassen Sie uns diesen 90. Jahrestag gemeinsam feiern – am besten mit einem Eishockeyspiel:
Samstag, 27. Januar 2018, um 17 Uhr, Wee-Arena:
EC Bad Tölz (AH) gegen SB Rosenheim (AH).
Um der starken Konkurrenz aus dem Inntal Paroli bieten zu können, haben zahlreiche namhafte Ehemalige ihre Zusage gegeben. Für den ECT spielen unter anderem:
Andreas Niederberger
Petr Taticek
Rainer Suchan
Marcus Janka
Peter „Vitus“ Eimansberger
Hans Harrer
Trainer: Hans Zach
Schiedsrichter sind Peter Slapke und Mike Strobl.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir würden uns sehr freuen, mit Ihrer Hilfe eine Zuschauerzahl von 1928 zu erreichen – es dürfen auch gerne ein paar mehr werden.
Im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten gibt es übrigens auch eine Jubiläumstombola (Lospreis 5 Euro) mit außerordentlich attraktiven Gewinnen – unter anderem ein E-Bike. Der Erlös kommt der Nachwuchsarbeit des EC Bad Tölz zugute. Die Gewinner werden am 28. Januar beim Heimspiel der Tölzer Löwen gegen den ETC Crimmitschau gezogen. Sind Sie dabei?
Bayreuth Tigers
Die neue Paradelinie sichert den Tigers-Sieg - 5 Treffer gehen auf das Konto von Chouinard, Stas und Luciani
(DEL2) Diese Wochentagspartie nutzte Tigers-Coach Waßmiller zu einigen Umstellungen. Rückkehrer Kolupaylo ersetzte Kolozvary für den es nach intensiven Wochen mal eine Pause gab und Ontl rückte dafür in die Mitte, zusätzlich flankiert von Geigenmüller. Auch bei den Abwehrpärchen gab es Änderungen in der Zusammenstellung, was aber nicht als Erklärung für die Fehler taugte, die den Gästen einen Blitzstart ermöglichte. Sylvester marschiert relativ ungestört aus der neutralen Zone auf Vosvrda und überwindet ihn schon nach 21 Sekunden zum 0-1. Danach hatte zwar Nauheim noch einige kleinere Möglichkeiten, aber insgesamt fehlte dem Spiel lange Struktur und vieles wirkte eher zufällig. Zum Glück für die Tigers gelang Luciani bei einem der wenigen schnellen Gegenzüge zumindest der Ausgleich als Gästetorwart Bick bei seinem Schuss die Scheibe durchrutschen lies.
Auch in den zweiten 20 Minuten blieb das Spiel auf überschaubarem Niveau, doch ab Mitte der Begegnung überschlugen sich die Ereignisse. Nahezu ohne Defensive ging es hin und her. Kolupaylo, und Stas nach einem Scheibenklau von Luciani und schnellem Querpass von Chouinard brachten ihre Farben in Front, doch die Hessen antworteten. Bettahar traf unbedrängt zum Anschluss und auch dem 4-2 per Break von Chouinard, wo Bick erneut dran war aber das Tor nicht verhindern konnte, schlugen die Wetterauer zurück. Der im Halbfeld wegen totaler Unordnung völlig vergessene Meland und Reimer per Bauerntrick gelang nochmals der Ausgleich in einer „wilden Phase“ in der es "hüben wie drüben“ kaum mehr Raumaufteilung und strukturierte Defensivarbeit bei den Hausherren gab. Den Zuschauern gefällt dieses „coast to coast“ teilweise, den Trainer wachsen da meist nur graue Haare in Massen.
Für den letzten Abschnitt haben beide Trainer dann zwar sicher mehr Augenmerk auf die Abwehrarbeit angemahnt, aber bei Nauheim wurde das durch den verletzungsbedingten Ausfall der beiden Defender Mannes und Stiefenhofer noch erschwert, so dass die bisherigen Stürmer Meland und Sylvester zeitweise nach hinten gezogen wurden. Die Oberfranken brachten nun etwas mehr Stabilität ins Spiel und profitierten weiter von Nauheimer Fehlern. Einen davon nutzte der auffällige „Spieler des Tages“ Chouinard mit cleverer Bewegung zum 5-4 und zog somit das Momentum wieder auf die Heimseite. Den nächsten „Bock“ bestrafte Stas – stark von Luciani in Szene gesetzt - mit einem weiteren Treffer (52.), der dann schon eine Art Vorentscheidung war. EC-Trainer Kujala nahm zwar noch für mehr als 2 Minuten seinen Goalie vom Eis, aber Tore gelangen nicht und so blieben die drei Punkte diesmal mit einer teilweise „vogelwilden Abwehr“ auf beiden Seiten nicht unverdient in der Wagnerstadt. Den 5 Toren der neuen Paradelinie hatten die Gäste am Ende nicht genug entgegen zu setzen, auch weil ihnen noch der eine oder andere Fehler mehr unterlief und Bayreuth mit Vosvrda den besseren Goalie stellte, der seinen auch öfters patzenden Vorderleuten mehrmals sprichwörtlich „den A…“ rettete.
Eispiraten Crimmitschau
3:4! Eispiraten unterliegen ESVK nur knapp - Aufholjagd der Westsachsen bringt keinen Ertrag
(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau mussten zum Start in die englische Woche eine bittere Niederlage hinnehmen. Beim direkten Konkurrenten ESV Kaufbeuren unterlagen die Schützlinge von Cheftrainer Kim Collins mit 4:3. Dabei starteten die Westsachsen beim Stand von 0:4 eine spannende Aufholjagd, die letztlich dennoch nicht von Erfolg gekrönt war. Somit verpassten es die Crimmitschauer, auf einen direkten Playoff-Platz vor zu rücken. Am Freitag geht es in der DEL2 schon weiter. Die Eispiraten empfangen dann die Bayreuth Tigers im Sahnpark. Tickets sind unter www.eispiraten-crimmitschau.de erhältlich.
Die Eispiraten gerieten einmal mehr früh in Rückstand. Philipp de Paly fälschte nach 49 Sekunden einen Schuss von Sami Blomqvist zum 0:1 in den Winkel ab und Kaufbeuren stellte somit früh die Weichen auf Sieg (1.). Die Eispiraten waren in Folge um den Ausgleich bemüht, hatten aber sichtlich Probleme ihr Spiel konsequent durchzuziehen. Die aggressiven Buron Joker störten die Eispiraten schon früh im Spielaufbau und legten bereits nach sieben Minuten weiter nach. Joseph Lewis überwand Brett Kilar und stellte auf 0:2. Und es kam nur kurze Zeit später noch dicker für die Pleißestädter. Im Powerplay traf Max Schmidle zum 0:3 (14.).
Als Tim Wohlgemuth im zweiten Durchgang dann sogar auf 0:4 für die Gastgeber erhöhen konnte (29.), glaubte kaum einer in der erdgas schwaben Arena, dass die Joker noch einmal um ihren Sieg bangen müssen. Doch Ossi Saarinen drückte die Hartgummischeibe nach 35 Minuten zum 1:4 über die Torlinie des Kaufbeurer Kastens und somit startete die Aufholjagd der Sachsen.
So waren im dritten Abschnitt lediglich zwei Minuten gespielt, da erzielte Goldhelm Robbie Czarnik mit seinem satten Handgelenkschuss das 2:4 und die Hoffnung kehrte in den Reihen der Eispiraten zurück. Spätestens nach dem Anschlusstreffer von Maurice Keil (48.), der sich gleich gegen mehrere Allgäuer durchsetzte und sein erstes DEL2-Tor erzielte, war klar: Hier können vielleicht doch etwas mitnehmen! Und unter den Kaufbeurer Fans machte sich unterdessen Unruhe breit. Doch die Westsachsen, die in den Schlussminuten fighteten und auf den Ausgleich drückten, schafften es nicht, den Puck in das Tor von Stefan Vajs zu bugsieren. Die drei Punkte, die im Kampf um die Playoffs so wichtig gewesen wären, blieben also bei den Rot-Gelben.
Dresdner Eislöwen
Niederlage in Heilbronn
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Heilbronner Falken mit 1:2 (1:0; 0:1; 0:1) verloren. Vor 985 Zuschauern brachte Alexander Höller die Blau-Weißen nach vier Minuten in einem überzeugenden Dresdner Drittel in Führung. Im zweiten Abschnitt konnte Kevin Lavallée für den Gastgeber ausgleichen (25.). Zuvor hatte Nick Huard für Dresden einen Penalty vergeben (22.). Den Siegtreffer erzielte Justin Kirsch in der 42. Minute in Überzahl.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben das erste Drittel dominiert, aber aus bester Position zu oft das Tor nicht getroffen. Es bringt nichts, wenn man Druck entwickelt, sich dann jedoch mit Treffern nicht absetzen kann. Henning Schroth hat heute im Tor einen guten Job gemacht.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bei den Wölfen Freiburg bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 26. Januar um 19.30 Uhr.
Kassel Huskies
1:2 – Huskies wachen in Garmisch zu spät auf
(DEL2) Am 39. DEL2-Spieltag gastierten die Kassel Huskies beim SC Riessersee. Gegen die Garmischer verloren die Schlittenhunde saisonübergreifend die letzten sieben Spiele, insofern lautete das Ziel, diese Negativserie am heutigen Dienstag Abend zu beenden. Markus Keller hütete für Mirko Pantkowski das Tor, ansonsten trat Kassel gegenüber dem Heimspiel am Sonntag unverändert an, da Michael Christ erneut fehlte.
In den ersten beiden Minuten erspielten sich die Huskies erste gute Tormöglichkeiten, unter
anderem scheiterte McGrath jedoch aus spitzem Winkel an SCR-Torhüter Kevin Reich. Eine
Unterzahlphase nach Merls Bandencheck an Johansson überstanden die Schlittenhunde ohne
bleibende Schäden, auch wenn Eder zwei Mal die Führung auf dem Schläger hatte. Bei gleicher
Spieleranzahl waren es Della Rovere und erneut McGrath, die Reich erneut prüften.
Anschließend kamen die Gastgeber jedoch besser in die Partie, Markus Keller musste sich gegen
Oakley aus kurzer Distanz, Muellers Schlenzer und Daubners Schlagschuss beweisen. Doch
gerade als es den Huskies wieder gelang, ihren Gegner für längere Zeit weg vom eigenen Tor zu
halten, schlugen die Werdenfelser zu. Johansson vollendete eine schwedische Co-Produktion
über Mattias Beck per Schlagschuss zum 1:0.
In der Schlussphase des ersten Drittels erhielten die Schlittenhunde noch zwei gute Torchancen
auf den Ausgleich. In Überzahl verpasste Meilleur aus kurzer Distanz einen feinen McGrath-
Rückhandpass, Carciola scheiterte kurz darauf nach sehenswertem Solo mit der Rückhand an
Kevin Reich.
Den Huskies gelang es nicht, den Schwung mit in den Mittelabschnitt zu nehmen, stattdessen
kassierten sie direkt die kalte Dusche. Oakley nutzte ein Missverständis der Kasseler Defensive
aus und markierte aus kurzer Distanz das 2:0. In der Folge taten sich die Nordhessen schwer,
gegen kompakt stehende Garmischer zu Torchancen zu kommen. Lediglich Wisniewski, Little und
Mueller prüften Kevin Reich mit Schlagschüssen von der blauen Linie. Die Gastgeber
beschränkten sich in dieser Phase auf Konter, mit denen sie ein ums andere Mal auch für Gefahr sorgten. Wilhelm mit Mueller sowie Rimbeck und Richter liefen jeweils Zwei-auf-eins-Gegenzüge, die allerdings bei Markus Keller endeten. Der Huskies-Schlussmann war auch gegen Richters Rückhandversuch nach 33 Minuten zur Stelle. Auch im Schlussabschnitt bissen sich die Huskies lange Zeit die Zähne an der Defensive der Garmischer aus. Erst James Wisniewski sorgte nach 48 Minuten für eine Aktion mit Signalwirkung, indem er einen SCR-Aufbaupass abfing und Andy Reiss bediente, der aus kurzer Distanz jedoch an Reich scheiterte. Wenige Sekunden später war der junge Schlussmann dann aber doch erstmals bezwungen. Nach schnellem Bullygewinn legte Klöpper quer auf Lambacher, der flach den 2:1-Anschlusstreffer markierte. Nun waren die Schlittenhunde endgültig zurück im Spiel. Little hätte keine Minute später den Ausgleich erzielen können, seinen Flachschuss parierte Reich aber reflexartig mit den Schonern. Kurz darauf agierte Kassel 27 Sekunden lang in doppelte Überzahl, dort nahmen Wisniewski und Carciola das Gehäuse ins Visier, aber auch hier hatte Kevin Reich das letzte Wort. Der Ausgleich lag nun in der Luft, wollte aber nicht mehr fallen. In der 56. Spielminute verpasste Klöpper eine Lambacher-Hereingabe und auch der für Markus Keller agierende sechste Feldspieler brachte keinen Erfolg mehr. So gingen die Kassel Huskies auch im vierten Aufeinandertreffen dieser Saison gegen den SC Riessersee als Verlierer vom Eis.
Kaufbeuren Buron Joker
Knapper Sieg gegen die Eispiraten - ESVK gibt 4:0-Führung beinahe noch aus der Hand und gewinnt am Ende 4:3 gegen Crimmitschau
(DEL2) Am Dienstagabend besiegte der ESV Kaufbeuren die Eispiraten Crimmitschau vor 1.972 Zuschauern knapp mit 4:3. Nach einem furiosen ersten Drittel und zwischenzeitlicher 4:0-Führung kämpften sich die Gäste wieder heran und hatten schlussendlich auch Chancen auf den Ausgleich. Mit etwas Glück und Geschick brachte der ESVK die knappe Führung über die Zeit. Sebastian Osterloh gab nach seiner langwierigen Verletzung sein Comeback, ansonsten konnte Trainer Andi Brockmann auf diese selbe Mannschaft wie am Sonntag in Ravensburg zurückgreifen.
Die Joker starten furios in die Begegnung und gingen bereits nach 49 Sekunden in Führung. Philipp de Paly zog von der blauen Linie ab, sein Schuss schlug, möglicherweise abgefälscht, im Tor ein. Drei Minuten später hatte Max Schäffler die Chance zu erhöhen, traf jedoch nur den Torpfosten. In der siebten Spielminute schaltete Tim Wohlgemuth nach einem Scheibenverlust der Crimmitschauer in deren Angriffsdrittel am schnellsten und schickte Joey Lewis auf die Reise, der mit einem Schlagschuss aus kurzer Distanz Brett Kilar zum zweiten Mal überwinden konnte. In dieser Anfangsphase hatten die Kaufbeurer deutlich mehr vom Spiel, die Eispiraten tauchten in Person von Dominic Walsh und Robbie Czarnik lediglich zweimal gefährlich vor Vajs auf. Nach 14 gespielten Minuten legte Max Schmidle noch einen drauf und überwand im Powerplay den Crimmitschauer Torwart mit einem Rückhandschuss im kurzen Eck.
Gleich zu Beginn des Mittelabschnittes fehlten dem ESVK nur weniger Zentimeter zum 4:0, denn Sebastian Osterloh traf mit seinem Schlagschuss nur das Torgestänge. Wie schon im ersten Drittel hatten die Westsachsen große Schwierigkeiten mit dem extrem aggressiven Forechecking der Kaufbeurer und kamen bei fünf gegen fünf kaum ins Spiel. In numerischer Überzahl der Gäste dagegen musste Stefan Vajs gleich mehrmals sein ganzes Können aufbieten, um seinen Kasten weiterhin sauber zu halten und auch Osterloh blockte mehrere Schüsse sehenswert. In der 29. Minute zog Tim Wohlgemuth zum Tor, umspielte Kilar und erhöhte auf 4:0. Im Anschluss fanden die Crimmitschauer besser ins Spiel und erzielten durch Ossi Saarinen in der 35. Spielminute den Ausgleich. Kurz darauf hatte die dritte Kaufbeurer Reihe eine 3 auf 1 Situation, scheiterten allerdings an Kilar.
Im letzten Drittel drehte das Spiel komplett, von nun an übernahmen die Gäste das Heft des Handelns, was schon in der 43. Minute mit dem 4:2 durch Czarnik belohnt wurde, wodurch das Spiel wieder offen war. Auch in der Folge taten sich die Joker sehr schwer und Vajs musste ein ums andere mal brenzlige Situationen klären. In der 48. Spielminute stellte Keil mit seinem Treffer zum 4:3 den Anschluss wieder her, es wurde also nochmal richtig spannend. Allerdings schien es so, als wollten die Eispiraten ihre Kräfte für die Schlussoffensive aufsparen, denn das Spiel plätscherte danach vor sich hin und lebte allein von der Spannung. Diese fand ihren Höhepunkt in den letzten beiden Spielminuten, doch auch die Herausnahme von Kilar änderte nichts mehr am knappen Sieg des ESVK.
In der anschließenden Pressekonferenz bemängelte Crimmitschaus Trainer Kim Collins das erste Drittel seiner Mannschaft, in dem man nicht clever genug gespielt habe und die Tore zu einfach hergegeben habe. Mit zunehmender Spieldauer habe man immer besser den Weg aus der eigenen Zone heraus gefunden und dann auch Chancen gehabt. „Um zu gewinnen, muss man aber 60 Minuten lang so spielen." Das wichtigste für Andi Brockmann waren an diesem Abend der Sieg und die drei Punkte gegen einen „sehr guten Gegner." Außerdem nahm er die Mannschaft, die nach dem großen Vorsprung einen Gang zurückgeschaltet hat, in Schutz: „Es ist menschlich, dass man nach einer hohen Führung nachlässt. Crimmitschau ist aber auch eine Top-Mannschaft, die immer gefährlich ist."
Ravensburg Towerstars
Towerstars begeistern auch gegen Tabellenführer Bietigheim
(DEL2) Die Ravensburg Towerstars haben am Dienstagabend mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen 5:2 Heimsieg gegen die Bietigheim Steelers gefeiert und das verlängerte Wochenende mit acht wichtigen Punkten abgeschlossen.
Bereits im Startabschnitt sahen die 2489 Zuschauer in der Ravensburger Eissporthalle ein hochattraktives und vollkommen ausgeglichenes Spiel. Nach knapp fünf Minuten jubelten die Gäste, nachdem Andrew McPherson vermeintlich erfolgreich nachgesetzt hatte und den Puck durch die Schoner von Towerstars Keeper Jonas Langmann stocherte. Die Unparteiischen konsultierten allerdings den Videobeweis und korrigierten ihre zunächst getroffene Entscheidung. Das Spiel war bereits unterbrochen, als der Puck hinter den Schonern über die Linie fiel. Es folgte ein munteres Hin - und Her, in dem die Towerstars nach exakt 16 Minuten nur hauchdünn die Führung verpassten. Daniel Pfaffengut bekam einen Pass aus der eigenen Zone mustergültig auf den Schläger gespielt, sein Schlenzer knallte allerdings nur an den linken Torpfosten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts übernahm Bietigheim doch sichtlich die Kontrolle. Der Tabellenführer ließ die Scheibe mit schnellen und präzisen Kombinationen laufen und in der 24. Minute brauchte Shawn Weller am rechten Pfosten nur noch einzuschieben. Das 0:1 hatte sich durchaus abgezeichnet. Die Towerstars antworteten allerdings nur 28 Sekunden später. Adam Lapsanksy wurde von David Zucker freigespielt, der Handgelenkschuss schlug millimetergenau im linken Torwinkel zum 1:1 Ausgleich ein.
Der postwendende Ausgleich schien bei den Towerstars einen Offensiv-Impuls ausgelöst zu haben. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger agierte mit noch höherem Tempo und phasenweise spielten die Towerstars auch bei gleicher Spieleranzahl Powerplay im Bietigheimer Drittel. Dass die Steelers in dieser Phase defensiv ins Wanken kamen, zeigte sich ab der 28. Minute. Vom Bullykreis der eigenen Zone startete Brian Roloff zu einem Solo durch die komplette Bietigheimer Mannschaft und der US-amerikanische Stürmer schob dann den Puck trocken an den Schonern von Steelers Torhüter Sinisa Martinovic vorbei zum 2:1 ins Tor.
Ganze 33 Sekunden später erhöhte erneut Adam Lapsansky auf 3:1. Er schnappte sich einen zunächst abgeprallten Puck, legte ihn sich auf linker Seite noch einmal zurecht und schlenzte dann zum 3:1 ein. Warum die Hauptschiedsrichter noch einmal den Videobeweis konsultierten, war nicht so wirklich klar. Als diese nach nur wenigen Sekunden einen regelkonformen Treffer signalisierten, war der Frage ohnehin bedeutungslos.
Mit dem 2-Tore Vorsprung ging es in die zweite Pause, in trockenen Tüchern sollte diese Begegnung aber noch lange nicht sein. Wie erwartet kam Bietigheim mit hohem Tempo aus der Kabine, nur fünf Minuten lang konnten sich die Towerstars dem Druck erwehren. Dann besorgte Dominic Auger aus kurzer Distanz den 3:2 Anschlusstreffer für die Ellentaler. Die Towerstars zeigen sich aber keineswegs nervös oder angeschlagen, sie spielten weiter entschlossen nach vorne und hatten auch die besseren Kraftreserven. In der 51. Minute schloss Carter Proft eine Kombination aus dem Eishockey-Lehrbuch zum 4:2 ab, exakt eine Minute später erhöhte Arturs Kruminsch auf 5:2. Der Ravensburger Topscorer bekam die Scheibe über die linke Bande und überraschte Martinovic im langen Eck. Der Steelers Keeper hatte da wohl eher auf einen Querpass gerechnet.
Damit war die Entscheidung auch schon gefallen, die Towerstars waren auch in den Schlussminuten nicht mehr vom erfolgreichen Weg abzubringen.
TEV Miesbach
Simon Steiner übernimmt das Traineramt beim TEV
(OLS) Nach dem Rücktritt von Markus Wieland als Trainer der 1. Mannschaft wird sein Nachfolger, sein Vorgänger, der Südtiroler Simon Steiner. „ Wenn wir diese Saison noch irgendwie retten wollen, brauchen wir einen Trainer der Mannschaft, Gegner, Liga kennt und ohne Eingewöhnungsphase loslegen kann, deshalb fiel die Wahl auf Simon der uns nach kurzer Bedenkzeit zugesagt hat,“ berichtet Vorstand Stefan Moser. Steiner ist Hauptamtlicher Nachwuchstrainer beim TEV und hat neben 2 Nachwuchsteams auch die Landesliga-Mannschaft betreut. „ Hier suchen wir nun einen Ersatz für Simon, der in Zusammenarbeit mit Martin Schnittger das Saisonziel Klassenerhalt erfolgreich umsetzt,“ so Moser weiter. Steiner leitet heute bereits das Training. Nachdem ein Großteil der Mannschaft mit ihm letzte Saison den überraschenden Aufstieg in die Oberliga geschafft hat, kann Steiner schnell zum Tagesgeschäft übergehen. Geplant ist die Zusammenarbeit für diese, sowie auch für die kommende Saison. Neben der Trainertätigkeit übernimmt Steiner auch die Aufgaben als Sportlicher Leiter, die Moser bisher in Personalunion bekleidete. „ Insgesamt eine gute Lösung für den Verein, den Bereich 1. Mannschaft in die Hände von Simon Steiner zu legen. Stefan hat dadurch mehr Zeit für Vorstandsaufgaben und wird Simon selbstverständlich mit Rat und Tat unterstützen,“ findet der 1. Vorstand Dieter Taffel Gefallen an der neuen Konstellation. „ Stefan hat mich schon vor einiger Zeit informiert, dass er nach dieser Saison Entlastung braucht und der Charme für Simon besteht darin, dass er Planungssicherheit und Gestaltungsmöglichkeit über die Saison hinaus hat,“ schildert Taffel weiter. Moser stellt klar: „ Natürlich ist die sportliche Situation frustrierend, aber die ist nicht ausschlaggebend für meinen Rückzug. Das hat familiäre Gründe und die Tätigkeit als Vorstand lässt sich zeitlich flexibler planen als die des Sportlichen Leiters, zudem stehen hier auch spannende Themen wie zB die energetische Sanierung an.“
Löwen Waldkraiburg
ERSTE VORENTSCHEIDUNG FÜR DIE LÖWEN
(OLS) Wo geht die Reise hin für den EHC Waldkraiburg? Nach dem kommenden Wochenende wird sich diesbezüglich wohl schon eine Aussage treffen lassen. Denn am Freitag geht es für die Mannschaft von Rainer Zerwesz zu den starken und verlustpunktfreien Riverkings aus Landsberg (Spielbeginn: 20:00 Uhr), am Sonntag kommt der ECDC Memmingen um 17:15 Uhr in die Raiffeisen Arena.
Das erste Wochenende in der Verzahnungsgruppe B hatte es in sich: Die Löwen unterlagen zum Auftakt mit 1:4 in Dorfen, zuhause gegen Passau gelang der erste Sieg. Auch der ehemalige Mit-Oberligist Memmingen startete mit einem Sieg und einer Niederlage in die Runde- davon, dass die Favoritenrolle in der Gruppe bei den Löwen und den Indians läge, weil diese ja aus der Oberliga kommen, kann somit schon jetzt keine Rede mehr sein. Viel mehr ist die Rede von Waldkraiburgs Freitagsgegner Landsberg. Die Riverkings von Trainer Randy Neal, der im Sommer aus Peißenberg gekommen war, starteten mit zwei Siegen und führen die Tabelle der Gruppe B souverän an. Am letzten Freitag gewannen die Riverkings in der Drei-Flüsse-Stadt Passau mit 6:1, am Sonntag rupfte man beim 6:3 den Indians aus Memmingen die Federn. Die Bayernliga-Vorrunde beendete Landsberg mit 55 Punkten aus 26 Spielen auf dem dritten Platz. Nach Dorfen sind die Landsberger damit die härteste Nuss in der Gruppe und nachdem man gegen die Eispiraten bereits unterlag, sollte man in der Industriestadt gewarnt sein und nicht nochmal einen solch blutleeren Auftritt wie am vorigen Freitag hinlegen. Öfter selbst aufs Tor schießen und geradliniger in die Offensivaktionen sein, ist der Wunsch von Trainer Rainer Zerwesz neben der üblichen Wachsamkeit in der Defensive. Und da kommt einiges auf den EHC zu: Der 26-Jährige Tscheche Bohumil Slavicek war in der Vorrunde Top-Scorer in Landsberg und siebtbester Angreifer der gesamten Liga. In 23 Spielen schoss er 31 Tore- nur Lukas Miculka traf öfter- und bereitete außerdem 18 weitere Treffer vor. Dennis Sturm, Markus Kerber und Daniel Menge sollten die Löwen aber auch auf dem Schirm haben- alle drei zusammen machten knapp 120 Punkte in rund 25 Spielen.
Beim Sonntagsgegner Memmingen sollte man ebenfalls achtsam sein und sich nicht von der bisherigen sportlichen Bilanz in der Verzahnungsrunde – 4:1 zum Auftakt gegen Erding, dann das 3:6 gegen Landsberg- blenden lassen. Denn die Mannschaft von Waldemar Dietrich musste bisher mit Jan Benda, Stefan Rott, Sven Schirrmacher, Tim Tenschert, Jan Kouba, Petr Haluza und Antti-Jussi Miettinen auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Markus Lillich kassierte gegen Landsberg in der 26.Minute bereits eine Spieldauerstrafe und auch Defensiv-Urgestein Martin Jainz soll sich dem Vernehmen nach zuletzt verletzt haben. Ihre erste Oberliga-Saison beendeten die Indians auf dem zehnten Platz mit 26 und damit fünf Zählern mehr als die Löwen. Lange waren sie dabei im Rennen um den achten Platz, am Ende ließ man aber einige Körner- auch wegen der Verletztenmisere- und so muss der amtierende Senioren-Meister der Bayernliga den Klassenerhalt in der Verzahnungsrunde klarmachen.
„Memmingen ist eine starke Mannschaft und hat sich für die Oberliga nochmal gut verstärkt“ weiß auch EHC-Coach Rainer Zerwesz. „Sie haben uns in den letzten Jahren schon immer alles abverlangt und das wird auch am Sonntag nicht anders sein“ so Zerwesz weiter. „Zu Landsberg muss ich nicht viel sagen- dort haben wir bereits in der letzten Saison in der Verzahnungsrunde mit 4:6 verloren, weil wir nicht bereit waren. Das darf uns nicht nochmal passieren.“ Sollte es auch nicht, denn sonst wird schon relativ früh klar sein, wo der Weg der Waldkraiburger hingeht- und das ist nicht der Weg, den man sich bei den Fans und im Verein wünscht.
Harzer Falken Braunlage
Harzer verlieren gegen Herne und Hamburg
(OLN) ach punktlosem Wochenende wollen die Harzer Falken es besser machen
5:1 in Herne und 2:5 zu Hause gegen die Crocodiles Hamburg, so die
ernüchternde Ausbeute aus dem letzten Wochenende. Und nicht, dass man
zwingend gegen diese beiden Mannschaften, die zurecht ganz oben in der
Tabelle der Qualifikationsrunde stehen, Punkte holen muss. Doch die
Art und Weise, wie man vor allem gegen Hamburg aufgetreten ist, gibt
Trainer Bernd Wohlmann und den Verantwortlichen der Harzer Falken zu
denken.
Denn in Herne sangen sie noch alle das gleiche Lied, das man diese
Saison schon viel zu oft gehört hatte. Herne-Trainer Ulli Egen kann
sich nicht so recht erklären, warum die Harzer auf dem letzten Platz
stehen, hatte man es doch mit einem Gegner zu tun, der einem, im
Gegensatz zu manch anderer Mannschaft, alles abverlangt hatte. Ein
Lob, das natürlich grundsätzlich gerne gehört wird, aber angesichts
der fortgeschrittenen Saison nicht wirklich einen Ansatz schafft, auf
die gezeigte Leistung aufzubauen und eine erfolgreiche Saison zu
spielen. Denn wie sehr die teilweise knappen Niederlagen nach
teilweise tollen Leistungen an den Falken zu nagen scheinen, wurde den
546 Zuschauern beim Heimspiel gegen Hamburg offenbar.
Angesichts der nackten Zahlen könnte man meinen, dass auch dieses
Spiel lange offen gehalten werden konnte und man den Gegner durchaus
hätte bezwingen können oder angesichts der auch nicht so überragenden
Leistung der Hanseaten müssen. Doch selbst wenn es bis zur 42. Minute
dauerte bis der an diesem Abend beste Hamburger Thomas Zuralev das
wegweisende 1:3 erzielte. Die dargebotene Leistung der Falken war
bereits im 1. Drittel nur mittelmäßig und ab dem 2. Drittel nahezu
unterirdisch. Zeitweise bekam man den Puck nicht aus dem eigenen
Drittel und an einen geordneten Spielaufbau war kaum zu denken. Nun
ist es angesichts der Strapazen der letzten Wochen, in denen man immer
neue verletzungsbedingte Ausfälle irgendwie kompensieren musste,
sicherlich nicht unerwartet, dass vereinzelt auch die Leistungsträger
nicht ihr volles Pensum abgerufen bekommen. Doch wenn sich bis auf den
unermüdlichen Elias Bjuhr, der neben Thomas Herklotz, Tim Lucca Krüger
und Jörn Weikamp zu den Aktivposten der Falken gehörte, eigentlich
alle Topspieler eine Auszeit nehmen, dann wird es nahezu unmöglich,
selbst gegen ein ebenfalls verletzungsbedingt dezimiertes Hamburger
Team irgendwas Zählbares herauszuholen. Vertändelte Erik Pipp in der
24.Minute noch ohne Konsequenz den Puck und lud Hamburg zum Alleingang
ein, den Fritz Hessel entschärfen konnte, hatte Pipp's Nachlässigkeit
in der 28. Minute das 1:2 der Gäste zur Folge. Und auch die beiden
nächsten Treffer sollten geradezu symbolisch dafür sein, dass dies für
die Harzer ein gebrauchter Tag war. Zunächst verlor Thomas Schmid den
Puck an der gegnerischen blauen Linie und machte den Weg zum 1:3 frei
– ausgerechnet nachdem seine Vorderleute mit guten Chancen auf den
Ausgleich drängten. Und 8 Minuten später machte es ihm Patrik Franz an
der gegnerischen blauen Linie nach und es stand 1:4. Pipp, Schmid und
Franz – alles Spieler, denen man eigentlich gar nicht böse sein kann,
eben weil sie in dieser Saison schon viele ganz starke Leistungen
gezeigt haben. Doch das ausgerechnet diese drei Spieler die Niederlage
einleiteten war ebenso bezeichnend wie die Tatsache, dass sich Max
Bauer (ein Tor, eine Vorlage), Marcel Deich (zwei Vorlagen) und Patrik
Dzemla (ein Tor, eine Vorlage) die Punkte für die beiden Harzer Tore
aufteilten. Drei Spieler, denen man den Ertrag aus ihren bisherigen
Leistungen natürlich sehr gönnt, die jedoch nicht primär das
Toreschießen in ihrer Stellenbeschreibung stehen haben.
Nun gilt es für Trainer Bernd Wohlmann unter der Woche die richtigen
Worte zu finden. Denn auch seine Gemütslage schwankte in der
anschließenden Pressekonferenz zwischen „schwer enttäuscht ob der
gezeigten Einstellung“ und „Ich kann den Spieler keinen Vorwurf
machen“ angesichts der schweren vergangenen Wochen und sicherlich auch
der kritischen Situation, in der sich das Falkenteam befindet und die
den Kopf nicht frei hält. Zwar liegt man nur drei Punkte hinter
Timmendorf, doch haben diese zwei Spiele weniger als die Harzer. Ein
Umstand, der die Falken geradezu dazu verdammt, nun am besten schon am
kommenden Wochenende in Erfurt und zu Hause gegen Herne eine
Siegesserie zu starten. (Hei)
Eisbären Heilbronn
Spendenaktion der Eisbären Heilbronn
(RLSW) am Sonntag, den 4. Februar 2018 findet das traditionelle Benefizspiel der Eisbären Heilbronn statt, wenn es um 17 Uhr zur Neuauflage des letztjährigen Finales gegen die Zweibrücken Hornets kommt.
Nach dem riesigen Erfolg unserer letzten Spendenaktion für Noah Malicki, bei der wir über 50.000 Euro für Noahs Familie sammeln konnten, unterstützen wir nun erstmals kein Einzelschicksal, sondern mit dem Verein „Lolo’s Friends“ eine Organisation. Wir hatten vier konkrete Einzelfälle zur Auswahl, die sich entweder selbst bei uns gemeldet hatten oder an uns herangetragen worden waren. Nach langem Überlegen haben wir uns dagegen entschieden, einen von ihnen herauszupicken und drei andere abzuweisen – denn wir wollten uns nicht das Recht herausnehmen, über die Schicksale dieser Familien zu urteilen und eines als schlimmer einzustufen als die anderen. Was würde uns das Recht geben, drei Familie als „nicht förderungswürdig“ abzuweisen?
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, den Leingartener Verein Lolo’s Friends zu unterstützen, der Familien mit „besonderen“ Kindern Therapien und Hilfsmittel ermöglicht, welche die Krankenkassen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht übernehmen können. Da der Verein ehrenamtlich organisiert ist, wissen wir, dass das gespendete Geld auch wirklich dort ankommt, wo es benötigt wird: Bei den Familien, die Lolo’s Friends um Hilfe bitten, um für ihre Kinder Therapierfahrräder, Delphintherapien und andere notwendige Maßnahmen zu finanzieren.
Am 4.2. werden wir – wie bei den vergangenen Spendenaktionen – komplett auf Eintrittsgelder verzichten und die Abendkasse wird geschlossen bleiben. Stattdessen wird jeder eine Eintrittskarte bekommen, der einen Geldbetrag seiner Wahl in eine der Spendenkassen wirft. Außerdem wird es wieder eine große Tombola geben, deren Erlös ebenso auf das Spendenkonto von Lolo’s Friends gehen wird. Dazu wird in den Pausen wieder der eine oder andere Showact auftreten.
Wir würden uns freuen, wenn unsere Spendenaktion für Lolo’s Friends auch in diesem Jahr wieder einen entsprechenden Platz in der regionalen Presse finden würde und ihr im Vorfeld darüber berichten könntet. Zur weiteren Information habe ich unseren Flyer angehängt, den wir in den nächsten Tagen noch großflächig verteilen werden.
Das Spendenkonto lautet:
BW-Bank Stuttgart
EHC Eisbären Heilbronn e.V.
IBAN: DE10 6005 0101 0002 9892 22
BIC: SOLADEST600
Verwendungszweck: „Spende Lolo‘s Friends“ (bitte unbedingt angeben)
Eisbären Balingen
Der nächste Favorit kommt
(LLBW) Die Eisbären Balingen konnten am vergangenen Wochenende sensationell drei Punkte aus dem Breisgau, beim EHC Freiburg 1b, entführen. Durch ein geschlossenes und diszipliniertes Auftreten konnte der Meisterschaftsfavorit der Landesliga Baden-Württemberg letztendlich bezwungen werden. Nun wartet am kommenden Samstag gleich der nächste Favorit. Denn nicht nur die Eisbären haben von der Freiburger Niederlage profitiert, sondern auch die Pforzheim Bisons, welche in der Kunsteisbahn in Balingen gastieren werden. Zudem treffen bei diesem Spiel auch die einzigen beiden Kontrahenten aufeinander, die die Freiburger bislang schlagen konnten. „Wir können hierbei definitiv von einem Topspiel sprechen“, erläutert Dietmar Gogoll, 1.Vorsitzender des Vereins.
Darüber hinaus haben die Bisons noch eine Rechnung mit den Eisbären offen. Zu Beginn der Saison kamen die Goldstädter mit 2:7 unter die Räder. Dies ist bislang auch der einzige nennenswerte Punktverlust der Truppe um Headcoach Ken Filbey. „Pforzheim ist eine ambitionierte, talentierte und routinierte Truppe. Das spiegelt sich in den konstanten Tabellenplatzierungen der vergangenen Spielzeiten wider. Ich denke es werden sich zwei ebenbürtige Gegner gegenüberstehen“, so Gogoll weiter. Brisanz verschaffen wird zudem noch die Tabellensituation. Mit einem Sieg schieben sich die Balinger Eisbären vor den direkten Konkurrenten aus Pforzheim und würden den zweiten Tabellenplatz, direkt hinter Freiburg, übernehmen.
ESC Berlin
Tornado fällt aus, Zweete muss zum OSC
(RLO) Das für Samstag angesetzte Spiel von Tornado Niesky beim ESC 07 Berlin fällt aus, die Zweete muss zum Tabellenletzten OSC Berlin.
Tornado Niesky musste das Spiel beim Club absagen, da kein Torhüter zur Verfügung steht. Einen Nachholtermin gibt es noch nicht, dieser wird aber rechtzeitig bekanntgegeben.
Leichter klingt da die Aufgabe der Zweeten, es geht zum Tabellenletzten OSC Berlin. Um 14:00 Uhr wird am Sonntag im Eisstadion Neukölln das Spiel gegen den OSC angepfiffen und es gilt, konzentriert zur Sache zu gehen. Gegen die vermeidlich kleineren Teams tut sich die Zweete gerne schwer, da muss das Spiel gemacht werden. Das hat sich auch schon im Hinspiel gezeigt, als am Ende aber dennoch mit 7:3 gewonnen wurde. Ein ähnliches Ergebnis würde ja schon reichen und man bliebe oben dran.
Und noch etwas zur weiteren Saison: Es wird viel nach Play Offs oder einer Meisterrunde gefragt. Vor der Saison hieß es wieder, es gäbe kaum Eiszeiten. Im Rahmen eines Treffen wird nun besprochen, ob es noch Extras geben wird. Man muss dabei jedoch auch Es müsste aber über einen Antrag eine Änderung/Ergänzung der Durchführungsbestimmungen eingebracht werden. Und ob das in einer Saison Sinn macht, ist immer fragwürdig, schließlich geht es dabei auch um Kontinuität im Spielbetrieb… Sobald es entsprechende Informationen vom nächsten Treffen der Verantwortlichen gibt, werden diese natürlich vermeldet.
(Norbert Stramm)
Schönheider Wölfe
Schönheider Wölfe empfangen Berlin Blues
(RLO) Nach drei Auswärtsspielen in Folge steht an diesem Wochenende für die Schönheider Wölfe wieder ein Heimspiel an. Am Samstag, dem 27.01.18, um 17:00 Uhr empfangen die Wölfe die Mannschaft der Berlin Blues, welche von Ex-Wölfe-Keeper Benjamin Grunwald trainiert wird.
Beide Teams standen sich in dieser Saison schon zwei Mal gegenüber. Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen im November vergangenen Jahres, gelang den Wölfen vor zwei Wochen die Revanche, als man bei den Blues einen klaren 7:1-Auswärtssieg einfuhr. Geht die Mannschaft von Coach Sven Schröder auch im dritten Spiel als Gewinner vom Eis, hätten die Wölfe bereits vier Spiele vor Abschluss der Hauptrunde das Play-Off-Ticket sicher. Allerdings brauchen auch die Berlin Blues aktuell noch einige Punkte, um ebenfalls einen Platz unter den Top 4 zu erreichen. Entsprechend motiviert werden die Hauptstädter anreisen, um sich gleichzeitig auch für die deutliche Heimniederlage revanchieren zu wollen.
Zuletzt zwar mit fünf Siegen am Stück in der Erfolgsspur, warnt Wölfe-Coach Sven Schröder aber vor dem Duell gegen die Blues: „Nachdem wir zumindest nach Punkten am letzten Wochenende sehr erfolgreich waren, müssen wir aber auch leistungsmäßig wieder einen Zahn zulegen. Wir haben gerade in den letzten beiden Spielen keineswegs unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen können. Wir müssen wieder konzentrierter werden und mehr Laufbereitschaft an den Tag legen. Kleinigkeiten können wieder über Sieg und Niederlage entscheiden, weshalb wir zu 100 Prozent fokussiert sein müssen. Am Ende können wir uns nur selber belohnen und das Play-Off-Ticket lösen.“ Mit Blick auf das Restprogramm aller Play-Off-Kandidaten, wäre ein weiterer Erfolg natürlich auch im Kampf um den zweiten Tabellenplatz wichtig. Das schwierigste Restprogramm haben zweifellos die Berlin Blues und Tornado Niesky. Ob der ESC Dresden noch einmal ernsthaft um den vierten Platz mitspielen kann, werden wohl die beiden direkten Vergleiche gegen die Berlin Blues zeigen. Ansonsten sollten Niesky, Schönheide und FASS Berlin als sichere Play-Off-Teilnehmer feststehen. Auch wenn rechnerisch noch möglich, aber bei sechs Punkten Rückstand und drei absolvierten Spielen mehr gegenüber den Berlin Blues, dürfte der Play-Off-Zug hingegen für die Chemnitz Crashers abgefahren sein. Im Kampf um den zweiten Platz gestaltet sich die Rechnerei aus Wölfe-Sicht wie folgt.
Gesetzt den Fall, dass FASS Berlin alle restlichen Spiele gewinnt, brauchen die Wölfe gegenüber den Akademikern noch 7 Punkte aus den letzten fünf Spielen. Gewinnen die Wölfe am Samstag ihr Heimspiel gegen die Berlin Blues, braucht das Team um Sven Schröder in den verbleibenden vier Spielen noch 7 Punkte, um auch gegenüber den Blues den zweiten Platz zu behaupten.
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