IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Sonntag 4.Februar 2018. Heute mit Informationen von der Nationalmannschaft, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Bayernliga, Landesliga Baden-Württemberg, Regionalliga West und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund
Nationalmannschaft: Matt McIlvane verstärkt Trainerteam bei den Olympischen Spielen - 32 Jahre alter Co-Trainer des EHC Red Bull München assistiert Marco Sturm und Co. in Pyeongchang
(DEB) Matt McIlvane wird das Trainerteam der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. – 25. Februar) verstärken. Der 32 Jahre alte Co-Trainer des EHC Red Bull München erhielt vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) kurzfristig eine entsprechende Akkreditierung und nimmt damit die durch Tobias Abstreiters Absage freigewordene Position im Trainerteam ein.
Bundestrainer Marco Sturm: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Matt McIlvane nun doch einen weiteren Trainer mit zu den Olympischen Spielen nehmen werden. Damit können wir die umfangreichen Herausforderungen, die uns in Südkorea erwarten, auf mehrere Schultern verteilen. Matt ist ein ausgezeichneter Fachmann, der uns mit seiner Kompetenz sehr weiterhelfen wird.“
Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Der Dank geht sowohl an den EHC Red Bull München für die Freigabe seines Assistenztrainers als auch besonders an den DOSB, mit dem wir eine kurzfristige und unbürokratische Lösung herbeiführen konnten. Das belegt einmal mehr die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Verbänden.“
Matt McIlvane: „Es ist eine unglaubliche Ehre, bei der Nationalmannschaft dabei sein zu dürfen und dann auch noch bei den Olympischen Spielen. Einige kenne ich ja bereits und freue mich darauf, die neuen Gesichter kennen zu lernen. Schon jetzt glaube ich, dass es eine ganz besondere Gruppe ist.“
Der gebürtige US-Amerikaner und ehemalige Profi (u.a. Eisbären Berlin) arbeitet seit 2014 beim EHC Red Bull München als Assistenzcoach von Don Jackson und gewann mit der Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren die Meisterschaft in der DEL. McIlvane wird bereits am heutigen Samstag beim Treffpunkt der Nationalmannschaft erwartet.
Red Bull München
Red Bulls verlieren gegen Wolfsburg
(DEL) Der EHC Red Bull München ist im letzten Spiel vor der Olympiapause leer ausgegangen. Vor 4.630 Zuschauern unterlag der Tabellenführer den Grizzlys Wolfsburg mit 0:4 (0:2|0:1|0:1).
Nach einem ausgeglichenen Beginn wurden die Red Bulls stärker, den ersten Treffer der Partie erzielte aber Grizzlys-Stürmer Fabio Pfohl (9.). München drängte danach auf den Ausgleich, Wolfsburgs Torhüter Gerald Kuhn vereitelte aber innerhalb weniger Sekunden Großchancen von Maximilian Kastner und Jerome Flaake (10.). Effizienter waren die Gäste, die durch Gerrit Fauser auf 2:0 erhöhten (13.). Zwei Minuten später verhinderte auf der Gegenseite nach einem Flaake-Schuss der Pfosten den Anschlusstreffer.
Im Mittelabschnitt neutralisierten sich beide Teams zunächst. München hatte zwar mehr Torabschlüsse als die Gäste, deren Schlussmann Kuhn hielt aber weiterhin stark. Wolfsburg blieb eiskalt und kam in der 36. Minute zum dritten Treffer, weil Mark Voakes scharf ins Zentrum passte und die Scheibe von Keith Aulies Schlittschuh ins eigene Tor sprang.
Die Red Bulls kamen im Schlussdrittel gut aus der Kabine. In der 45. Minute hatten Steve Pinizzotto und Derek Joslin Chancen auf den Anschlusstreffer, Wolfsburg überstand die Drangphase aber ohne Gegentor und entschied dann die Partie. In der vorletzten Minute war es Gerrit Fauser, der mit seinem zweiten Treffer den 0:4-Endstand markierte.
Kassel Huskies
Huskies holen Dreier in Weißwasser
(DEL2) Am 42. DEL2-Spieltag versprach das Duell zwischen den Lausitzer Füchsen und den Huskies
Spannung, denn die bisherige drei Aufeinandertreffen wurden erst in der Verlängerung
entschieden. Die Huskies mussten auf John Rogl und David Kuchejda verzichten, das Tor hütete
Markus Keller.
Zu Beginn der Partie präsentierten sich die Gastgeber gefährlicher, Hayes, Tegkaev und Rantas
Versuche endeten aber bei Markus Keller. Die Kassel Huskies fühlten zunächst mit
Schlagschüssen von Little und Heinrich bei Füchse-Torhüter Franzreb vor, eher Evan McGrath für
den ersten Torerfolg sorgte: Nachdem Braden Pimm die Scheibe eroberte, bediente er seinen
Teamkollegen mit der Rückennumer 11, der flach ins kurze Eck zum 0:1 vollstreckte (6.).
Die Gastgeber antworteten jedoch prompt. Nur knapp eineinhalb Minuten später markierte
Eriksson in Überzahl nach schönem Hayes-Querpass den zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1-
Ausgleich. Kassel überstand daraufhin zwei weitere gefährliche Szenen, für die sich Owens und
Bär verantwortlich zeigten.
Die zweite Hälfte des ersten Drittels gehörte dann aber den Huskies, die keine Tormöglichkeiten
mehr zuließen und selbst gefährlich vor Maximilian Franzrebs Gehäuse auftauchten. Nach
Klöppers Rückhandversuch (10.) sorgte vor allem die erste Sturmreihe mit Braden Pimm, Evan
McGrath und Jens Meilleur ständig für Unruhe, verpasste trotz guter Chancen allerdings den
erneuten Führungstreffer.
Im Mittelabschnitt blieben die Schlittenhunde ihrer Linie treu und belagerten weiter die
Defensivzone der Gastgeber. In der 23. Spielminute vergab Mike Little nach Klöppers Zuspiel noch
eine gute Möglichkeit, nachdem er den Torabschluss verzögerte, dann aber an Franzreb
scheiterte. Knapp zwei Minuten später durfte der kleine Verteidger aber endlich jubeln. Seinen
Querpass fälschte Christ vor dem Torraum noch leicht zum 1:2 ab.
Obwohl die Schlittenhunde viel Spielzeit in ihrer eigenen Offensivzone verbrachten, sei auch die
konzentrierte Defensivleistung hervorzuheben, denn in aller Regel gelang es ihnen, die Angriffe der Lausitzer Füchse in der neutralen Zone abzufangen. Jedoch versäumte Kassel es zunächst, ihre Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen, nachdem auch McGraths Drehschuss, Merls Schlenzer aus spitzem Winkel und Maginots Distanzschuss nicht den Weg ins Tor fanden. Beinahe bestraften die Gastgeber dies, in eigener Überzahl hatten plötzlich Boiarchinov und Hayes den Ausgleich auf der Kelle. Die Huskies überstanden diese Füchse-Druckphase in eigener Unterzahl aber und holten in der Schlussphase des Mittelabschnitts auch ihre Torerfolge nach. In der 37. Spielminute verwandelte Gron Della Roveres Zuspiel per Direktabnahme zum 1:3, zwei Minuten danach netzte Little aus dem linken Bully sogar zum 1:4 ein und sorgte für den ersten Überzahltreffer im zweiten Powerplayspiel. Im ersten Drittel des letzten Drittels erhielt Adriano Carciola zwei Mal die Chance auf das 1:5 und die damit wohl gleichbedeutende Vorentscheidung. Bei seinem Alleingang (45.) sowie der Direktabnahme in Überzahl (47.) war er gegen Franzreb jedoch nur zweiter Sieger. Bis zu diesem Zeitpunkt hielten die Schlittenhunde das Zepter fest in der Hand, ein Doppelschlag binnen einer knappen Minute brachte die Füchse aber urplötzlich zurück ins Spiel: In der 48. Spielminute kombinierte sich die Topreihe der Gastgeber sehenswert ins Angriffsdrittel, einen Eriksson-Querpass bugiserte Ranta zum 2:4 über die Linie. Und kurz darauf fand auch Maximilian Adams Schlagschuss den Weg in die Maschen, nachdem Eriksson Keller am Rande des Torraums geschickt die Sicht verdeckte. Den Huskies gelang es zunächst, das Geschehen zu beruhigen und ihrem Torhüter gemäß dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ Erholung zu verschaffen. Dies funktionierte allerdings nur bis fünf Minuten vor Schluss, dann kreuzten die Füchse wieder brandgefährlich vorm Kasseler Schlussmann auf. Ranta (2x), Hayes und Tegkaev kamen aus kurzer Distanz zum Abschluss, Keller – der zuvor vom fachkundigen Weißwasseraner Publikum als „Fliegenfänger“ verspottet wurde - verhinderte mit sensationellen Paraden aber den in der Luft liegenden Ausgleich. 164 Sekunden vor der Schlusssirene kassierte Artur Tegkaev eine Strafe für Beinstellen. Die Huskies nutzten ihr Powerplay, um die Zeit runterzuspielen. Auch die verbliebenen Sekunden bei gleicher Spieleranzahl blieben sie in Puckbesitz, so dass Füchse-Trainer Hoffmann nicht die
Chance bekam, seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. So rettete Kassel die Führung über die Zeit und fuhr den Dreier ein.
Aktionssonntag bei den Huskies: Wiz-Gameworner zu gewinnen, erneute Autogrammstunde & Orangerie-Gutscheine
Zahlreiche Vorteile und Aktionen erwarten die Zuschauer des
kommenden Huskies-Heimspiels gegen den EHC Bayreuth. Nach dem großen Andrang bei der
Autogrammstunde am Samstagnachmittag haben sich die Kassel Huskies kurzfristig dazu
entschieden, eine weitere Autogrammstunde vor der Olympia-Abreise von James Wisniewski
zu organisieren. Aus diesem Anlass öffnet die Champions Bar am 4. Februar vor dem Heimspiel
gegen Bayreuth bereits um 15 Uhr. Dann steht James Wisniewski noch einmal eine Stunde für die
Autogrammwünsche aller Fans zur Verfügung. Ebenfalls besteht für die Fans in diesem Zeitraum
die Möglichkeit, direkt in der Champions Bar ein „Go for Gold, Wiz“-Shirt zu erwerben und
unterschreiben zu lassen.
Jeder Besucher des Sonntagsspiels direkt am Eingang einen 5-Euro-Gutschein für einen Besuch
in der Orangerie Kassel. Weiterhin werden am Aktionsspieltag bis zur letzten Drittelpause Lose
verkauft. Die Gewinner werden nach dem Spiel gezogen und können sich auf lukrative Preise
freuen: Als Hauptpreis winkt einem Zuschauer das Gameworn-Auswärtstrikot von James
Wisniewski! Die weiteren Preise sind zwei VIP-Tickets für das Hessenderby gegen die Löwen
Frankfurt am 23. Februar 2018 inklusive VIP-Parkberechtigung und ein signiertes „Go for Gold,
Wiz“-Shirt!
Die Kassel Huskies freuen sich in Kooperation mit dem Fanshop powered by BADONE und der
Orangerie Kassel auf zahlreiche Besucher.
EV Moosburg
Fünf Gegentore in fünf rabenschwarzen Minuten
(BYL) Durch einen fünfminütigen Blackout im ersten Drittel brachte sich der EV Moosburg am Freitag frühzeitig um die Chance, beim ESV Buchloe zu punkten. Die Pirates gewannen die Partie verdientermaßen mit 9:4 (5:0, 1:3, 3:1) und zogen damit in der Tabelle an den Dreirosenstädtern vorbei.
„Nach zehn Minuten war das Spiel eigentlich entschieden“, bilanzierte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. „Wir waren viel zu offen und haben viele leichte Tore kassiert.“ Damit knüpften die Moosburger leider an das desaströse letzte Drittel (0:7) des finalen Vorrundenmatches bei den Buchloern vor drei Wochen an - und das, obwohl die ersten fünf Minuten gar nicht so schlecht aussahen. Doch dann fabrizierten die Hausherren mehr oder weniger aus dem Nichts einen Doppelschlag, von denen sich die Grün-Gelben nicht mehr erholten. Es folgte – wie schon gegen Schweinfurt – eine äußerst ärgerliche Bankstrafe wegen sechs Mann auf dem Eis; und kurz darauf musste Patrice Dlugos wegen eines Fouls in die Kühlbox. Buchloe sagte Danke, erhöhte zunächst bei 5:3 auf 3:0 und keine Minute später (5:4) auf 4:0. Thomas Hingel, der die vielen Tore auch nicht verhindern konnte, machte Platz für seinen Backup Johannes Probst, der sogleich eiskalt durch einen Gegenangriff erwischt wurde (11.). Ein Debakel bahnte sich an.
Immerhin konnten die Gäste in der Folge die Begegnung etwas beruhigen. Nach dem ersten Seitenwechsel kam nun auch der EVM zu Chancen: Neuzugang Emil Svec bediente Abwehrmann Florian Müller mustergültig – 1:5. Doch die Gastgeber stellten nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder her. Ende des zweiten Abschnitts mehrten sich dann die Undiszipliniertheiten bei den Pirates. Und zumindest das Moosburger Powerplay funktionierte: David Michel (38.) und Daniel Schander (40.) brachten die Gäste jeweils in Überzahl auf 3:6 heran.
Doch Spannung wollte in den letzten 20 Minuten nicht mehr aufkommen. Obwohl sich die Englbrecht-Truppe durchaus noch etwas vorgenommen hatte, kamen die Pirates nur 42 Sekunden nach Wiederbeginn mit ihrem siebten Treffer zur Vorentscheidung. Um zwei weitere Tore konnten sie den Vorsprung in der Schlussphase sogar noch ausbauen. Der Schlusspunkt immerhin war den Dreirosenstädtern vorbehalten: Kevin Steiger sorgte bei 4:3-Überzahl fünf Minuten vor dem Ende mit dem 4:9 für Ergebniskosmetik.
Pfaffenhofen Ice Hogs
Der 16. Penalty bringt die Entscheidung - Nur ein Punkt für den ECP in Amberg
(BYL) Der EC Pfaffenhofen tritt im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga weiter auf der Stelle. Zwar gelang am Freitag in Amberg im dritten Auswärtsspiel der erste Punktgewinn auf fremdem Eis, doch angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz könnte dies zu wenig sein. Nachdem nach regulärer Spielzeit und anschließender Verlängerung kein Sieger feststand, sicherte sich der ERSC Amberg in einem dramatischen Penaltyschießen mit 4:3 (1:0; 1:1; 1:2; 1:0 ) den Zusatzpunkt. Erst mit dem 16. Schützen fiel die Entscheidung. Nachdem Ambergs Dan Heilman erfolgreich war, scheiterte Robert Neubauer, der zuvor schon einmal getroffen hatte, dieses Mal an ERSC-Torhüter Oliver Engmann. Die ohne Quirin Oexler (erkrankt), Matthias Hofbauer (verletzt) und den nach Regensburg gewechselten Steven Maier, dafür aber mit Neuzugang Kenny Matheson angetretenen IceHogs verschliefen das Auftaktdrittel beim Ersten der Landesliga Nord nahezu völlig. Die Gastgeber gaben klar den Ton an. Das Positivste aus Sicht der IceHogs war noch die Tatsache, dass es zur ersten Pause lediglich 1:0 für die Hausherren stand. Den Treffer hatte Dan Heilman in der 8. Minute während der einzigen Strafzeit in den ersten 20 Minuten erzielt. Danach konnten sich die Pfaffenhofener vor allem bei ihrem Torhüter Philipp Hähl bedanken, dass es bei dem knappen Rückstand blieb. Nach dem Pausentee schienen die IceHogs endlich aufzuwachen, entwickelten mehr Initiative und bekamen dadurch auch mehr Zugriff auf die Partie. Nun häuften sich die Möglichkeiten, von denen Dillon Duprey auf Vorarbeit von Patrick Landstorfer eine in der 31. Minute zum Ausgleich nutzen konnte. Dennoch gingen die Pfaffenhofener mit einem Rückstand in die zweite Pause, weil Dominik Schopper in der 38. Minute das 2:1 für die Heimmannschaft besorgte. Im Schlussabschnitt hatten die IceHogs ihre beste Phase und waren nun die überlegene Mannschaft. Als dann Ambergs Angreifer Dominik Schopper auf die Strafbank musste, nutzte Mike Chemello die Überzahl zum Ausgleich (47.). Der ECP blieb am Drücker und mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend drehte Mike Chemello nur vier Minuten später die Partie. Unverständlich allerdings, dass die Pfaffenhofener die Führung prompt wieder aus der Hand gaben. Nur 30 Sekunden nach dem 2:3 gelang Felix Köbele der Ausgleich, bei dem es dann bis zur Schlusssirene blieb. Nachdem in der Verlängerung keine der beiden Mannschaften den entscheidenden Treffer setzen konnte und von den ersten drei Penaltyschützen jedes Teams jeweils einer traf, hatten schließlich die Gastgeber das glücklichere Ende für sich.
Pforzheim Bisons
Spielabsage: Pforzheim Bisons - FSV Schwenningen
(LLBW) Das heutige Spiel der Bisons gegen den FSV Heritage Schwenningen muss leider ausfallen, da die Gäste nicht genügend Spieler zusammenbekommen.
Diez-Limburg Rockets
Mit Anlauf überzeugend: Rockets schlagen Dinslaken
(RLW) Überzeugend, wenn auch mit ausreichend Anlauf - so hat die EG Diez-Limburg das
Heimspiel gegen die Kobras aus Dinslaken gewonnen. Die Gäste hatten beim ersten
Duell in Diez in der laufenden Saison vier Tore geschossen und sie taten dies auch
beim zweiten Auftritt an der Lahn. Der Unterschied: Hatten die Rockets in der ersten
Partie nur drei Buden gemacht, waren es am Freitagabend deren neun. Aber es
brauchte seine Zeit, um Spiel und Gegner in den Griff zu bekommen. Den 9:4-
Heimsieg der EGDL hatte ein verlorenes erstes Drittel (1:2) eingeläutet. Umso
souveräner verliefen dann die Abschnitte zwei (4:2) und drei (4:0). Dem Team von
Trainer Arno Lörsch fehlt damit nur noch ein Punkt aus drei verbleibenden Spielen,
um als Spitzenreiter in die Play-offs zu gehen.
Ein Powerplay-Tor von Florian Böhm nach acht Minuten brachte die Rockets
zunächst in Führung. Nicht unverdient, fand der Rockets-Trainer: „Wir sind gut aus
der Kabine gekommen, waren engagiert, haben viel Druck ausgeübt und ein paar
Checks gefahren. Die Führung war denn auch verdient, dann aber haben wir es
schleifen lassen.“ Und die Kobras sind schlichtweg zu stark und zu clever, um daraus
keinen Profit zu schlagen. Stefan Dreyer (15.) und Philipp Heffler (20.) drehten die
Partie und schossen Dinslaken zum ersten Pausentee mit 2:1 in Führung.
Die Chance auf den dritten Treffer vergab Dinslaken jedoch in eigener Überzahl - im
Gegenteil: Matt Fischer enteilte den Kobras und glich in Unterzahl zum 2:2 aus (22.).
Und als der Kanader nur zwei Minuten später das 3:2 nachlegte und auch Philipp
Maier traf (29.), schienen die Gastgeber auf dem richtigen Weg zu sein. „„Da müssen
wir eigentlich den Deckel draufmachen, spielen dann aber zu fehlerbehaftet“, ärgerte
sich Lörsch. Gleich zwei Mal liegen die Rockets in diesem zweiten Drittel mit zwei
Toren vorne, jedes Mal lassen sie die Kobras wieder rankommen. Einmal zum 3:4
(31.), und nach Fischers dritten Treffer (5:3, 34.) auch zum 4:5 (38.) - beide Male traf
Kevin Wilson für die Gäste.
Erst im finalen dritten Abschnitt konnten sich die Raketen von giftigen Kobras
befreien, denen erst spät im Spiel die Mittel ausgingen, dem Spitzenreiter weiter
Paroli zu bieten. „Diez-Limburg hat uns extrem unter Druck gesetzt und wir waren
eigentlich nie wirklich in der Lage, unser Spiel aufzuziehen“, sagte Gästetrainer
Krystian Sikorski. „Ihr habt sehr, sehr stark gespielt und absolut verdient gewonnen“,
sagte Sikorski an die Adresse seines Trainerkollegen bei der Pressekonferenz. „Gegen
eine Mannschaft wie Diez-Limburg musst du schon sehr viel Glück haben, um ein
Spiel zu gewinnen. Die Rockets haben Topleute im Team, wir müssen da kleinere
Brötchen backen. Gratulation zu diesem verdienten Sieg."
Den machten im letzten Drittel spielfreudige Rockets mit einem überzeugenden 4:0
perfekt. Joey Davies in Überzahl (45.) und Unterzahl (58.), Matt Fischer mit seinem
vierten Treffer der Partie (55.) und Andre Bruch (56.) machten den 9:4-Heimerfolg
perfekt. „Bei vielen ist der Knoten geplatzt, der in Soest noch festgesessen hat“, sagte
Lörsch. „Wir haben die Woche über viel gesprochen und analysiert. Dinslaken war
der unerwartet unangenehme und schwere Gegner. Beide Teams waren körperlich
präsent in einem dennoch völlig sauberen und fairen Spiel. So kennt man die Spiele
gegen Dinslaken, das macht einfach Spaß. Die Mannschaft hat im letzten Drittel
wieder genau so Eishockey gespielt wie wir uns das wünschen.“
Mit diesem Erfolg kann der Tabellenführer der Regionalliga West drei Spieltage vor
dem Ende der Hauptrunde nicht mehr von einem der beiden vorderen Plätze
verdrängt werden - zu groß ist seit Freitag der Abstand zur Konkurrenz. Um die
Spitzenposition zu verteidigen und als Erster in die Play-offs zu gehen fehlt nur noch
ein Punkt aus drei Spielen - vorausgesetzt, Herford gewinnt seine drei letzten
Hauptrundenspiele.
„Die Mannschaft ist heiß und will den ersten Platz so schnell wie möglich fix
machen“, sagt Lörsch. „Die kleine Pause kommt jetzt genau zur rechten Zeit, um ein
wenig die Müdigkeit aus den Köpfen zu bekommen.“ Das Team hat am Sonntag
spielfrei und zudem am Dienstag trainingsfrei. „Und dann gehen wir frisch in den
Endspurt und die dann beginnenden Play-offs.“
Dinslaken Kobras
Rockets zeigen den Kobras die Grenzen auf
(RLW) Eigentlich wollten die Dinslakener beim Tabellenführer am gestrigen Abend erneut überraschen, mussten am Ende aber eine vielleicht um 1-2 Tore zu hohe 4:9 (2:1; 2:4; 0:4) – Niederlage einstecken.
Dabei lag es diesmal nicht an einem Minikader, dem am Ende die Luft ausgegangen wäre. Im Gegenteil: Die Giftschlangen konnten mit Ausnahme von Tim Cornelißen und Tom Giesen, der sich inzwischen nach seiner schweren Verletzung wieder im Aufbautraining befindet, alles aufbieten, was bei den Kobras Rang und Namen hat.
Das Eröffnungsdrittel gestaltete sich dann auch für beide Teams auf Augenhöhe. Die Rockets gingen in der 8. Minute bei einfacher Überzahl in Führung, doch Stefan Dreyer konnte aus dem Gewühl heraus sieben Minuten später egalisieren. Und als Philipp Heffler 9 Sekunden vor Drittelende die Gäste mit 2:1 in Front schoss, glaubten noch alle, die es mit den Kobras hielten, dass eine weitere Überraschung an der Lahn möglich sei.
Doch das zweite Drittel brachte die Wende. Der Knackpunkt für die Sikorski-Truppe waren wohl die Tore 2 und 3 der Rockets. Erstgenanntes erzielten sie als Shorthander in der 22. Spielminute, nur knapp zweieinhalb Minuten später hatten sie die Partie gedreht. Für beide Tore der Hausherren zeigte sich ein an diesem Abend überragender Matt Fischer verantwortlich, der insgesamt 4 Tore erzielte und den die Kobras ab dem Mittelabschnitt nicht mehr in den Griff bekamen. Fortan liefen die Niederrheiner einem Rückstand hinterher und die Mannschaft von Arno Lörsch schlug die Sikorski – Truppe mit ihren eigenen Waffen: Kontereishockey. Dabei spielten ihnen die Kobras mit insgesamt zu vielen Strafzeiten in die Karten. In Summe konnten die Raketen aber nicht nur 3 Überzahl, sondern eben auch 2 Unterzahltore erzielen, während das Überzahlspiel der Dinslakener an diesem Abend mal wieder reichlich Luft nach oben hatte.
Dennoch schafften es die Kobras, den Tore - Abstand bis zur 45. Spielminute auf 1 Tor zu begrenzen. Zweimal konnte Kevin Wilson diesen Minimalabstand herstellen, wobei sein zweiter Treffer, übrigens in Überzahl erzielt, gleichzeitig als das 100. Tor der Kobras in dieser Saison registriert wurde, doch im Schlussdrittel riss dann endgültig der Faden bei den Gästen.
Die Hausherren verlegten sich nun hauptsächlich aufs Kontern und beherrschten diese Spielweise eines Spitzenreiters würdig. Insbesondere die beiden kanadischen Kontingentspieler Davies und Fischer betrieben aggressives Forechecking, kreuzten die Wege und waren fast immer anspielbar. Somit nahm das Schicksal seinen Lauf, da die Dinslakener Abwehrarbeit nicht ausreichte, dieser beiden habhaft zu werden. Auch ein gut aufgelegter Marvin Haedelt konnte die Niederlage nicht verhindern.
Nach der Partie wurde Stefan Dreyer noch zum Spieler des Abends gewählt, doch wie man sieht, so recht Freude wollte angesichts der Niederlage bei dem Torschützen zum 0:1 nicht aufkommen.
Diese Niederlage beim Tabellenführer ist nun wahrlich kein Beinbruch. Jetzt muss der Fokus der Mannschaft aber auf die morgige Partie gegen Neuss gerichtet sein, denn es beginnt die entscheidende Phase für die Teams der Plätze 6-9, wer in die Playoffs einziehen darf. Noch ist der Neusser e.V. ein direkter Konkurrent der Kobras und ihr gestriger Sieg gegen die Soester EG zeigt eindrucksvoll, dass man noch nicht gewillt ist, sich aus dem Meisterschaftsrennen zu verabschieden. Ein Sieg der Kobras würde allerdings einen großen Schritt Richtung Meisterrunde für die Dinslakener bedeuten.
Ice Dragons Herford
Ice Dragons unterliegen Hamm nach Verlängerung
(RLW) 800 Zuschauer in der Eishalle „Im kleinen Felde“ sahen eine über weite Strecken zerfahrene, aber spannende Partie zwischen den Ice Dragons und ihren Gästen aus Hamm. Am Ende dieser Partie waren es dann die Gäste aus Hamm, die mit 2:3 nach Verlängerung die Oberhand behielten, so dass die Ice Dragons sich mit nur einem Punkt begnügen mussten.
Beiden Teams war von Beginn an ein wenig Verunsicherung anzumerken, die Ergebnisse der letzten Wochen schienen schon am Selbstvertrauen gekratzt zu haben. Bei den Ice Dragons kamen noch die Reihenumstellungen durch die Neuzugänge hinzu, das nach nur einer Woche Training die Automatismen noch nicht gegeben sein konnten, war klar zu sehen. So konzentrierten sich beide Mannschaften auch zuerst auf die Defensive, was dafür sorgte, dass hochkarätige Torchancen lange Zeit Mangelware waren. Die besten hatten zu Beginn noch die Ice Dragons, doch sowohl bei den Versuchen von Neuzugang Ben Skinner, der sich in der Ecke die Scheibe erkämpfte und dann vors Tor zog, als auch bei Killian Hutts Direktabnahme aus kurzer Distanz war Gästegoalie Sebastian May auf dem Posten. Besser machten es die Gäste in der 13. Minute. Beim ersten wirklich konsequent vorgetragene Angriff der Eisbären war es Dustin Demuth, der nach einem Schuss von Andre Kuchnia am schnellsten reagierte und Tim Stenger im Herforder Tor keine Chance ließ. Der Treffer gab den Gästen ein wenig Auftrieb, den sie dann auch durch Kevin Thau zum 0:2 in der 16. Minute nutzen konnten. Die Herforder Antwort auf den Rückstand ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Wurde das erste Tor der Ice Dragons in der 17. Minute noch zu Recht aberkannt, Jan-Niklas Linnenbrügger hatte sich beim herausspielen der Torchance die Scheibe regelwidrig mit der Hand vorgelegt, gab es beim endgültigen 1:2 Anschlusstreffer in der 18. Minute nichts zu beanstanden. Killian Hutt kam von links aufs Tor zu, spielte die Scheibe durch die eigenen Beine in den Slot, dort verpasste zwar Maurice Becker, doch Gleb Berezovskij stand goldrichtig und netzte ein.
Den besseren Start ins zweite Drittel hatten ganz klar die Ice Dragons. Immer wieder brachten sie die Gäste in Bedrängnis, verlangten Sebastian May im Hammer Tor alles ab. Doch es dauerte bis zur 26. Minute, ehe sie endlich den Ausgleich bejubeln konnten. Jan-Niklas Linnenbrügger hatte Aaron Reckers an der blauen Linie freigespielt, der hielt drauf. Linnenbrügger bekam den Abpraller, spielte auf den heran rauschenden Nils Bohle und der versenkte die Scheibe zum 2:2 in die Maschen, zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich klar verdient. In der Folge kamen die Ice Dragons besser ins Spiel, doch egal ob bei gleicher Spieleranzahl oder in Überzahl, ein weiterer Treffer wollte nicht gelingen.
Im letzten Drittel neutralisierten sich die Teams dann lange Zeit, das Spiel fand fast ausschließlich außerhalb der gefährlichen Zonen statt. Nach und nach übernahmen jedoch die Gäste mehr und mehr die Kontrolle, so dass Tim Stenger im Herforder Tor immer mehr in den Blickpunkt rückte. Die Zeit lief unerbittlich herunter und als dann Aaron Reckers in der 53. Minute den davoneilenden Ibrahim Weißleder nur noch mit einem Foul stoppen konnte und die Gäste einen Penalty zugesprochen bekamen, befürchteten die meisten Anwesenden schon das schlimmste. Weißleder lief zum Strafschuss an, musste jedoch enttäuscht wieder abdrehen, als Tim Stenger die Scheibe unter dem Jubel der Herforder Fans stoppen konnte. Kurz darauf dann hatten die Ice Dragons nochmal die Chance in Führung zu gehen, als Maurice Becker und Killian Hutt die Hammer Abwehr mit einem schnellen Doppelpass aushebelten, doch auch Sebastian May erwies sich in diesem Moment als unbezwingbar. In der Folge waren die Gäste optisch ein wenig überlegen, die Ice Dragons Defensive stand jedoch sicher. Als sich alle sicher waren, dass es in die Verlängerung gehen würde, wurde es dann aber noch einmal brandgefährlich! Killian Hutt musste 30 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit auf die Strafbank, die Gäste bekamen noch einmal die Chance in Überzahl zu agieren. Doch trotz der eiligst genommenen Auszeit des Gästecoaches, sie konnten aus dieser Überzahl nichts machen, beide Teams hatten nach 60 Minuten einen Punkt sicher auf der Haben-Seite.
In die Verlängerung starteten die Ice Dragons dann in Unterzahl und dies sollte am Ende auch den Ausschlag geben. Die Gäste schafften es nach 2 Anläufen in die Powerplay Formation, schnürten die Ice Dragons hinten ein. Gerade in dem Moment, als Killian Hutt von der Strafbank zurückkam und ins eigene Drittel sprintete, um zu helfen, die Scheibe zu klären, zog Tim Pietzko von der blauen Linie ab, Kevin Thau hielt die Kelle in die Schussbahn und fälschte die Scheibe unhaltbar für Tim Stenger zum Hammer Siegtreffer ab.
Chemnitz Crashers
HEIMSIEG - "Endspurt" läuft
(RLO) In einem über weite Strecken sehenswerten Spiel setzten sich die Crashers mit 7:3 (2:1; 3:0; 2:2) gegen den ESC Dresden durch. Highlights vor 581 Zuschauern waren das starke und aus Sicht der Crashers torreiche Mitteldrittel und der durch #30 Pierre Ulbricht gehaltene Penalty in der 51. Spielminute. Das erste und letzte Drittel waren ausgeglichen, kampfbetont und reich an Action. Dresden war jederzeit ein starker Gegner.
Überschattet wird das tolle Ergebnis von #91 Lars Schmohls Verletzung. Durch einen Schuss gegen die Hand hat sich „Schmohli“ einen Finger gebrochen und fällt voraussichtlich drei Wochen aus.
Buschmann: "Im Namen unseres Teams auf und neben dem Eis bedanke ich mich bei unserem Publikum. Die Stimmung in der Halle war klasse. So machen Eishockeyspiele Spaß. Trotz Niners und CFC war die Halle gut gefüllt. Die Eishockeygemeinde wird immer größer und so langsam wird's gemütlich in unserem Wohnzimmer. Dass unser Team Bock auf Hockey hat, sieht man. Die gute Stimmung im Team überträgt sich auf das komplette Umfeld, vor allem auf unsere Fans. Auf den Punkt gebracht: Crashers – Gemeinsam eine Leidenschaft!"
Die Crashers rücken den Blues allmählich auf die Pelle. Der Play-Off-Platz wird greifbar. Allerdings sind die Chemnitzer auf Schützenhilfe von Dresden angewiesen, die ebenfalls noch einen Play-Off-Platz erreichen können. Nächsten Samstag müssen gegen aktuell sehr starke Wölfe aus Schönheide unbedingt drei weitere Punkte eingesammelt werden.
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