IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 24.Februar 2018. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund
Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schreibt Geschichte - 4:3-Sieg gegen Kanada / Medaille sicher / Nationalmannschaft entfacht Euphorie / Finale gegen „Olympische Athleten aus Russland“
(DEB) Die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft hat Geschichte geschrieben. Durch einen 4:3 (1:0, 3:1, 0:2) Sieg gegen Kanada hat die DEB- Auswahl nicht nur das Finale erreicht, sondern bereits eine Medaille sicher. Bundestrainer Marco Sturm rang um Worte: „Diese Jungs sind unglaublich. Mir fehlen die Worte. Das, was hier passiert ist, kann man gar nicht fassen."
Von Anfang agierte das deutsche Team auf Augenhöhe und ließ dem amtierenden Olympiasieger nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Zudem zeigte Torhüter Danny aus den Birken erneut eine starke und sichere Partie. Der Mannschaft von Marco Sturm trat mit viel Selbstvertrauen auf und spielte mutig nach vorne. In einer ausgeglichenen Partie war es dann ein Überzahltor, durch das die DEB- Auswahl in Führung ging. Nach 15 Minuten setzte Dominik Kahun setzte Brooks Macek in Szene, der aus halblinker Position mit einem satten Handgelenkschuss Kanadas Torhüter Kevin Poulin überwand. David Wolf hatte dem Keeper zudem die Sicht genommen.
Team Kanada kam druckvoll aus der Kabine und hatte erste Tormöglichkeiten. Die deutsche Mannschaft befreite sich aber schnell wieder vom Druck und erhöhte nach 24 Minuten auf 2:0. Dan Boyle eroberte den Puck, Patrick Hager passte ihn quer zu Matthias Plachta, der eiskalt zum 2:0 abschloss. Nur drei Minuten später nutze die DEB- Auswahl de nächste Chance. Nach einem Scheibenverlust des Gegners war es Marcel Goc, der quer auf Frank Mauer legte. Mit einem Kunstschuss durch die Beine erhöhte Mauer sogar auf 3:0. Auch vom ersten Tor der Ahornblätter durch Gilbert Brule in Überzahl (29.) ließ sich das deutsche Team nicht aus der Fassung bringen. Im Gegenteil. In Überzahl zog Matthias Plachta von der blauen Linie ab und vom Knie von Patrick Hager landete die Scheibe unhaltbar abgefälscht zum 4:1 im Netz. Kurz danach folgte eine unschöne Szene. Brule checkte David Wolf brutal gegen den Kopf und erhielt zurecht eine Matchstrafe. Wolf musste vom Eis geführt werden und kam aber zum letzten Drittel ins Spiel zurück.
Hier kamen die Kanadier schnell zum 4:2 durch Mat Robinson, der nach 43 Minuten traf. Nur eine Minute später hatte Dominik Kahun die große Chance, allerdings scheiterte er mit einem an ihn verwirkten Penalty an Kanadas Keeper Poulin. Zehn Minuten vor dem Ende wurde es dann noch einmal richtig eng, als die Kanadier auf 4:3 verkürzen konnten. Ein unglücklicher Treffer aus deutscher Sicht, denn vom Schlittschuh von Björn Krupp wurde der Pass von Derek Roy abgefälscht. Bis zum Schluss spielten sich teilweise dramatische Szenen vor dem deutschen Tor ab, aber das Team brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Im Finale geht es am Sonntag um 5:10 deutscher Zeit nun gegen die Olympischen Athleten aus Russland um die Goldmedaille.
Große Ehre für die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft
Christian Ehrhoff wird bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Pyeongchang die deutsche Fahne für das Team Deutschland ins Stadion tragen.
DOSB- Präsident Alfons Hörmann: „Diese Entscheidung fiel uns nicht nur wegen des Erfolges leicht, sondern auch, weil Christian Ehrhoff und die Eishockey-Nationalmannschaft ein hervorragender Bote für das Fair Play im Sport sind. Besser geht’s nicht."
„Das ist für mich persönlich natürlich eine große Ehre", sagte Ehrhoff bei der Veröffentlichung der auch für ihn überraschenden Nachricht im deutschen Haus. „Aber das ist auch stellvertretend für das Team. Nicht nur die Eishockey-Nationalmannschaft, sondern auch das Team D. Dieser Zusammenhalt, den das Team D hier gezeigt hat, den wir von Anfang an gespürt haben, als wir bei den ersten Wettkämpfen die Athleten unterstützt haben und auch selber die Unterstützung erfahren durften bei unseren ganzen Spielen. Das ist einfach super mit anzusehen und es ist einfach eine Riesenfreude und Ehre, ein Teil dieses Team D sein zu dürfen."
Tölzer Löwen
Auf Augenhöhe mit dem Tabellensiebten
(DEL2) selten war ein Spiel der Tölzer Löwen in dieser Saison so ausgeglichen,
wie das am Freitagabend bei den Ravensburg Towerstars. Nach 60 Minuten
stand ein leistungsgerechtes 2:2-Unentschieden. Erst in der Verlängerung
entschied Jakub Svoboda das Spiel und verwehrte den Buam die Chance auf
den Zusatzpunkt.
Von Anfang an begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Ravensburg kam
selten zu ihrem gefürchteten Offensivspiel - was auch an der überwiegend
konzentrierten Defensivarbeit der Löwen lag. Vorne nutzte das Team von
Rick Boehm nach dreieinhalb Minuten ihre erste große Chance in Person
von Joonas Vihko zur 1:0-Führung. Doch die Tölzer hatten ein Problem
ihre Führungen lange zu halten. So fiel nach acht Minuten der
1:1-Augleich durch Adam Lapsansky. Casey Borer war etwas zu aggressiv in
die Offensive gegangen und ließ Marinus Reiter mit dem abgezockten
Slowaken alleine.
Auch dem 2:2-Ausgleich ging ein Zuordnung-Fehler voraus. Nachdem die
Löwen durch das Tor von Aziz Ehliz in Führung gegangen waren verlor
Maximilian Hörmann seinen Gegenspieler. Der hörte auf den Namen Justin
Buzzeo und nutzte einen schnellen Abpraller von der Bande zum
neuerlichen Ausgleich.
Keines der beiden Teams konnte sich zu diesem Zeitpunkt über den
Spielstand beschweren. Beide Goalies zeigten gute Leistungen, aber auch
die Defensivreihen standen meist sicher. Wenn das nicht der Fall war
wussten es die beiden Teams eben schnell auszunutzen. Doch im
Schlussdrittel sollten keine Tore mehr fallen. "Ich war auch über den
einen Punkt froh, weil Ravensburg im letzten Drittel einige hochkarätige
Chancen liegen gelassen", so Rick Boehm. In der Tat waren die Gastgeber
im Schlussdrittel die etwas bessere Mannschaft. Trainer Jiri Ehrenberger
zeigte sich dennoch vor allem mit der "fehlenden Sicherheit" im Spiel
seines Teams unzufrieden. Tölz habe über 60 Minuten Druck gemacht, fügte
der Coach an.
Trotz allem nahmen die Towerstars den Extrapunkt mit nach Hause. Dank
des dritten individuellen Fehlers - diesmal durch einen aufgerückten
Andreas Schwarz - und der Kaltschnäuzigkeit von Jakub Svoboda, der einen
Konter zum Siegtreffer vollendete.
"Ich denke es war über 60 Minuten extrem ausgeglichen. Ich war mit der
Leistung meiner Mannschaft und dem Einsatz sehr zufrieden", resümierte
Boehm. Die Ravensburg Towerstars sind die fünftbeste Heim-Mannschaft der
Liga, die Löwen die auswärtsschwächste. Allein deswegen kann man wohl
von einem Punktgewinn und nicht von zwei Punktverlusten sprechen. Da
zeitgleich die Bayreuth Tigers verloren schrumpfte der Rückstand auf
einen Zähler. Am Sonntag gibt's gegen die Kassel Huskies die nächste
Chance den begehrten 13.Platz zu erobern.
Bayreuth Tigers
Falken bissiger als die Tigers
(DEL2) Nach einer längeren Abtastphase übernahmen die Gäste im Kühlschrank Tigerkäfig Stück für Stück die Initiative. Bayreuth hatte größere Probleme Offensivaktionen zu kreieren und so häuften sich die Chancen für die Falken, bei denen Vosvrda mehrfach noch klären konnte. Mit zunehmender Spielzeit wurden dann aber auch die Lücken in der Abwehr der Hausherren größer und nach einem kapitalen Fehlpass in der eigenen Zone markierte Helms mit energischem Nachsetzen die Führung. Dadurch bekamen die Kätchenstädter noch mehr Aufwind und im Powerplay legte Schlenker völlig alleine vor Vosvrda zum 0-2 nach. Kurz danach prüfte Kolozvary Torwart Melichercik und als dem die Scheibe durchrutschte, bemühten die Referees den Videobeweis. Es ging zwar nur um Millimeter bevor der Puck die Torlinie überschritten hätte, aber es wurde korrekt auf „kein Treffer“ entschieden.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts änderte sich noch nichts am Spielverlauf, aber nach einigen Minuten schwammen sich die Tigers langsam frei und verlagerten nun mehr Aktionen vor das Heilbronner Gehäuse. Melichercik bekam nun mehr zu tun und im ersten Powerplay der Oberfranken benötigte er - bei Lucianis gutem Schuss - die Hilfe des Pfosten. Auf der Gegenseite bereinigte auch Vosvrda einige Möglichkeiten, so dass es beim Spielstand lange keine Änderung gab, obwohl die Gelb-Schwarzen jetzt deutlich lebendiger wurden. Mit einem dynamischen Antritt zog Kolozvary kurz vor der zweiten Pause noch einmal an und sein fast perfektes Zuspiel verwertete Torjäger Luciani in typischer Manier eiskalt zum Anschlusstreffer.
Zum Schlussdrittel wurde es also nochmals eng und das Team vom Roten Main versuchte es. Auffällig blieb aber, dass es kaum Ideen und spielerische Lösungen gab. In den entscheidenden Situationen wirkten die Gäste auch spritziger und bissiger, so dass sich die Gastgeber mehr mit Einzelaktionen durchkämpfen wollten. Auch wenn man nur zu Halbchancen kam, wäre ein Kippen der Partie hier noch möglich gewesen, doch nach einem feinen Zuspiel von Alderson blieb der auffällige Youngster Bernhardt cool bei seinem Alleingang und nahm mit dem 1-3 „die Luft ziemlich heraus“. Von diesem Schock erholten sich die Tigers überhaupt nicht mehr, sondern bei doppelter Überzahl erhöhte Alderson noch auf 1-4 und sicherte so endgültig den verdienten Auswärtssieg der Falken.
In vielen Belangen waren die Gäste einfach stärker und das „Aufflackern“ beim Heimteam reichte so nicht für mehr.
Dresdner Eislöwen
Eislöwen unterliegen im Derby
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Lausitzer Füchse mit 0:5 (0:2; 0:2; 0:1) verloren. Vor ausverkauftem Haus und 4412 Zuschauern brachte Christian Neuert die Gäste in Führung (7.). Nur wenige Sekunden später erhöhte Feodor Boiarchinov den Spielstand. Chris Owens in Überzahl (23.) und David Kuchejda (35.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Den Schlusspunkt setzte Jeff Hayes (47.) mit dem 0:5.
Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer: „Wir haben gut begonnen, sind aber nach den beiden Gegentoren aus dem Rhythmus gekommen. Vielleicht konnten wir das Tempo insgesamt nicht gehen, weil einige Spieler unter der Woche aufgrund von Grippe im Training aussetzen mussten. Christoph Körner wurde zudem nach Bremerhaven beordert. Der Sieg für Weißwasser ist verdient, weil sie die clevere Mannschaft am heutigen Abend waren und mehr Leidenschaft gezeigt haben.“
Füchse-Coach Robert Hoffmann: „Ich bin rundum zufrieden mit dem, was die Jungs heute auf das Eis gebracht haben. In den ersten Minuten hatte Dresden mehr vom Spiel, doch dann haben wir die Tore gemacht. Es war klar, dass die Eislöwen im Laufe der Partie alles investieren werden, aber wir sind cool geblieben.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 25. Februar um 17 Uhr bei den Bietigheim Steelers.
Kassel Huskies
Huskies küren sich zum Derbysieger
(DEL2) Harte Checks, tolle Tore und ein spannendes Eishockeyspiel! Das gab
es heute nicht nur im Gangneung Hockey Centre bei den Olympischen Spielen in Südkorea. Auch
in der heimischen DEL2 boten die Kassel Huskies sowie die gastierenden Löwen Frankfurt im
ewig jungen Hessenderby tolle Unterhaltung. Zuletzt präsentierten sich insbesondere die Gäste
vom Main bärenstark und blickten vor Spielbeginn auf sieben Siege aus den letzten zehn Spielen
zurück. Die Huskies, die in den vergangenen Wochen wankelmütig in ihrer Form waren, konnten
dafür heute erstmals auf Neuzugang Sam Povorozniouk zurückgreifen. Dieser gliederte sich in der
dritten Reihe an der Seite von Michi Christ und Ex-Löwe Tyler Gron ein.
Vor 5.161 Zuschauern in der Eissporthalle zeigten beide Mannschaften gleich von Beginn, dass
sie zu den besten Teams der Liga zählen. Thomas Merl (5.) auf Kasseler Seite und Wade
MacLeod (6.) auf Seiten der Löwen hatten bereits früh die Führung auf dem Schläger, scheiterten
jedoch an den hervorragend aufgelegten Torleuten Karjalainen und Keller. Spätestens zur Mitte
des ersten Drittels erarbeiteten sich die Schlittenhunde ein optisches Übergewicht. Doch auch
McGrath mit dem Bauerntrick (10.), Lambacher aus spitzem Winkel (11.) und Jens Meilleur - der
zuvor durch drei verteidigende Löwen durchmarschiert war - (14.) konnten aus ihren Bemühungen
keinen Ertrag ziehen. Doch gänzlich unbelohnt sollten die Fans für die tolle Stimmung auf den
Rängen nicht bleiben. In der 15. Spielminute kreiste Merl hinter Karjalainens Gehäuse, erspähte
den im hohen Slot lauernden Carciola und dieser überwand den in der Sicht behinderten
finnischen Zerberus mit einer Direktabnahme. Und die Huskies fanden Gefallen am Toreschießen.
Kurz vor Ende des Drittels kombinierten sich Pimm, McGrath und Meilleur sehenswert durch das
Drittel der Löwen und erhöhten in Person von Braden Pimm gar auf 2:0 (20.).
Die Löwen zeigten sich vom Zwei-Tore-Rückstand wenig beeindruckt. Im zweiten Drittel drückten
die Südhessen vor allem zu Beginn des Abschnitts auf den Anschlusstreffer. Pawel Dronias
Schlagschuss fand aber ebenso wenig den Weg in Kellers Kasten wie die goldenen Versuche des
omnipräsenten Liesegang (26. & 27.). Und auch Goalgetter Wade Macleod konnte sich in der 29.
Minute nur gegen die Kasseler Verteidigung, jedoch nicht gegen den Kasseler Goalie durchsetzen.
Mitten in die Drangphase der Löwen setzten die Huskies Nadelstiche im Konter. Zunächst
verpasste Michi Christ nach tollem Querpass von Sam Povorozniouk noch das 3:0, doch keine 30
Sekunden später ließ Gron in gleicher Position Karjalainen keine Chance (31.). Und weil das
Kontern zu gut klappte, machten die Nordhessen einfach weiter. In Kopie vom 3:0 spielte Carciola
den mitgelaufenen Merl an, der per Direktabnahme gar auf 4:0 stellte (32.). Der Wille der Löwen
die Angelegenheit auf dem Eis zu regeln nahm nun ab. Frustriert forderte Topverteidiger Schüle
Patrick Klöpper per Stockschlag zum Duell, so dass wenig später zum ersten Mal am Abend nicht
die Schals im Takt von Rama Lama Ding Dong, sondern die Fäuste kreisten.
Apropos Fäuste. Einer, der eigentlich für seine schlagkräftigen Qualitäten bekannt ist, sorgte früh
im dritten Drittel für Hoffnung bei den rund 150 mitgereisten Fans der Südhessen. Brett Breitkreuz
hatte den Puck von Pistilli bekommen und Markus Keller mit einem Drehschuss aus dem Slot
keine Chance gelassen (44.). Und wie antworteten die Huskies? Mit besonnener Defensivarbeit,
die anrennende Löwen ein ums andere Mal um den Verstand brachte. Spätestens mit Evan
McGraths Powerplay-Treffer in der 54. Minute war der Wille der Löwen endgültig gebrochen und
das Spiel entschieden.
Mit diesem Sieg sicherten sich die Nordhessen wichtige Punkte im Kampf um den vierten
Tabellenplatz. Am Sonntag bietet sich beim Auswärtsspiel in Bad Tölz bereits Gelegenheit zum
Nachlegen. Zum nächsten und letzten Heimspiel vor den Playoffs empfangen die Huskies am
04.03.2018 die Bietigheim Steelers.
Kaufbeuren Buron Joker
ESVK mit 3:1 Auswärtssieg beim SC Riessersee - Überragender Stefan Vajs und geschlossene Mannschaftsleistung bringen drei wichtige Punkte
(DEL2) Ersatzgeschwächt musste der ESV Kaufbeuren heute Abend vor 2.672 Zuschauern, darunter gut und gerne knapp 400 Joker Fans, beim Tabellenzweiten SC Riessersee antreten. Neben den bekannten Ausfällen von Simon Schütz, Alex Thiel, Jarkko Immonen und Steven Billich, musste Trainer Andreas Brockmann auch auf Torjäger Joey Lewis verzichten. Christoph Kiefersauer und Florin Ketterer kehrten nach überstandenen Verletzungen dagegen in den Kader zurück. Ebenfalls wieder im Aufgebot stand Tim Wohlgemuth, der zuletzt zusammen mit Markus Lillich und Fabian Koziol mit der Deutschen U19-Nationalmannschaft im Einsatz war.
Die Joker konzentrierten sich zu Beginn der Partie voll und ganz auf ihre Defensive und versuchten mit einem guten Forechecking den Hausherren das Leben schwer zu machen. Der Tabellenzweite war aber durchaus das spielbestimmende Team und hatte mehrere gute Chancen in Führung zu gehen. Dies sollte aber nicht gelingen. Entweder agierte die Kaufbeurer Verteidigung umsichtig oder der heute überragende Torhüter Stefan Vajs war zur Stelle. So auch in der elften Minute. Stefan Vajs rettet glänzend in letzter Sekunde gegen SCR Stürmer Lubor Dibelka und fast im direkten Gegenzug gelang Max Schmidle sein hundertster Pflichtspieltreffer im Trikot des ESVK. Der Kaufbeurer Stürmer mit der Nummer 10 zog nach einem Pass aus der Defensive von der Außenposition in die Mitte und schoss die Scheibe an einem SCR Spieler vorbei zum 0:1 in das rechte Kreuzeck ein. Torhüter Kevin Reich war gegen den platzierten Handgelenkschuss machtlos. Es sollte noch besser kommen. Sekunden vor der Pause setzte Sami Blomqvist Max Schmidle mit einem Zauberpass durch die ganze Angriffszone in Szene und dieser netzte zum 0:2 Pausenstand ein.
Im zweiten Drittel drückten die Werdenfelser mit viel Macht auf den Anschlusstreffer. Dieser sollte dann auch schon in der 25. Minute fallen. Verteidiger Joel Johansson spielte einem cleveren Schusspass auf Maximilian Daubner, dessen Schuss konnte Stefan Vajs noch mit dem Beinschoner parieren. Im zweiten Nachschuss war dann aber Florian Vollmer zur Stelle und bugsierte die Scheibe zum 1:2 in die Maschen des Kaufbeurer Tores. Die Kaufbeurer ließen sich aber vom schnellen Anschlusstreffer der Garmischer nicht beirren. Auch wenn der SC Riessersee weiter auf die Tube drückte. Ein weiterer Treffer sollte auch bei zwei Überzahlsituationen für das Heimteam sowie bei einem Powerplay für die Allgäuer nicht mehr fallen. Im Schlussabschnitt das gleiche Bild. Kaufbeuren verteidigte gut und spätestens bei Stefan Vajs war für die Hausherren an diesem Abend Endstation. Kurz vor dem Ende der Partie, der SCR Coach Toni Söderholm nahm zuvor schon Goalie Kevin Reich zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, entschied Sami Blomqvist nach einem Scheibengewinn von Jere Laaksonen die Partie mit seinem Treffer in das leere SCR Gehäuse.
Ravensburg Towerstars
Happy End nach schwerem Kampf
(DEL2) Die Ravensburg Towerstars konnten mit einem 3:2 Sieg nach Verlängerung über Bad Tölz die Chancen auf die direkte Play-off Qualifikation wahren. Der Weg war gegen einen selbstbewusst auftretenden Gegner jedoch sehr steinig.
Schon der Start ins Spiel gestaltete sich für die Ravensburger Cracks durchaus holprig. Knapp dreieinhalb Minuten waren erst gespielt, da wurde Joonas Vihko unbedrängt im Slot angespielt und dieser ließ Jonas Langmann keine Chance.
Die Towerstars versuchten sofort mit hohem Tempo ihrerseits ein Ausrufezeichen zu setzen. In der 6. Minute hatten Jakub Svoboda und Arturs Kruminsch nach schnellem Gegenstoß durchaus den Ausgleich auf dem Schläger. Mikko Rämö im Bad Tölzer Tor präsentierte sich jedoch mit gutem Stellungsspiel. Drei weitere Minuten später war Rämö allerdings machtlos. Die Towerstars hatten einen gegnerischen Schuss geblockt und sofort durch Kilian Keller weitergespielt. Im nachfolgenden Gegenstoß schlenzte Adam Lapsansky den Puck verdeckt zum 1:1 in die Maschen.
Die Partie ging danach vollkommen ausgeglichen, phasenweise aber sehr verkrampft weiter. Beide Teams hatten durchaus gute Möglichkeiten auf weitere Treffer, doch es blieb bis zur ersten Pause beim 1:1 Unentschieden.
Der zweite Spielabschnitt zeigte ein ähnliches Bild. Bad Tölz zeigte sehr effektives Vorchecking, die Towerstars hatten es beim Spielaufbau doch ziemlich schwer. Immer wieder versuchten es die Towerstars mit Einzelaktionen, auch diese Bemühungen blieben ohne Ertrag. Wenn es vorne zäh läuft, wiegen Patzer in der eigenen Zone umso schwerer. Diese Erkenntnis mussten die Towerstars in der 31. Spielminute mitnehmen, als ein Schlenzer aus der zweiten Reihe äußerst unglücklich über die Linie rutschte. Jonas Langmann bekam den Puck in der Seitwärtsbewegung an die Innenseite der rechten Beinschiene.
Doch die Frist bis zum erneuten Ausgleich tickte diesmal nur zwei Minuten lang. Ein Schuss von Max Kolb kurz nach der blauen Linie prallte von der Bande scharf vor das Tor zurück, dort brauchte Justin Buzzeo nur noch hinter dem völlig verdutzten Löwen-Keeper einzudrücken. Die Towerstars hatten danach optische Vorteile und hochkarätigste Möglichkeiten zur Führung. Doch wie schon in den Heimspielen zuvor waren die finalen Pässe zu ungenau, teils fehlten beim Abschluss aber auch nur Zentimeter. So blieb der Spielstand auch bis zur zweiten Pause unentschieden.
Im Schlussabschnitt waren die Towerstars teils drückend überlegen. Das Tempo wurde nochmals angezogen und man merkte deutlich, dass die Towerstars dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, als Bad Tölz durch den einen oder anderen Konter gefährlich vor das Ravensburger Tor ziehen konnte, spielte sich die Begegnung doch verstärkter in der Hälfte der Gäste ab. Doch die Gäste-Defensive blieb äußerst schwer zu knacken und nach 60 Minuten bestätigte die Schlusssirene eine Punkteteilung.
Die fällige Verlängerung dauerte gerade einmal 31 Sekunden. Nach einem 2-1 Konter der Löwen gab es ein Bully vor dem Ravensburger Tor, der Puck ging danach aber blitzschnell in die andere Richtung. Sören Sturm zog auf dem linken Flügel ins Bad Tölzer Drittel, der Pass kam präzise vor das Tor und im Slot hielt Jakub Svoboda nur die Schlägerkelle rein. 3:2, die Entscheidung war gefallen.
Am Sonntag sind die Cracks von Trainer Jiri Ehrenberger zu Gast in Kaufbeuren. Die Allgäuer konnten das Freitagsspiel beim Tabellenzweiten SC Riessersee mit 3:1 für sich entscheiden und haben damit ihren starken Lauf erneut unter Beweis gestellt. Spielbeginn ist um 17 Uhr, das Spiel ist unter www.sprade.tv und auch im Fanbistro 1881 live zu sehen.
Starbulls Rosenheim
Blitzstart und früher Doppelschlag: Starbulls siegen 5:1
(OLS) Die Starbulls Rosenheim haben das Heimspiel gegen den ERC Sonthofen am
11. Spieltag der Meisterrunde in der Eishockey-Oberliga Süd mit 5:1 gewonnen. Vor 2.535 Zuschauern im Rosenheimer emilo-Stadion gingen die Gastgeber bereits in der 1. Spielminute in Führung, erhöhten durch einen Doppelschlag in der 8. Spielminute auf 3:0 und mussten zu keinem Zeitpunkt um den verdienten Sieg gegen den Tabellensechsten aus dem Allgäu bangen. Der Rückstand der Starbulls auf den parallel in Selb nach Verlängerung siegreichen Tabellenführer Deggendorf beträgt aber trotzdem weiterhin vier Zähler.
Die Starbulls starteten überaus effizient in die Partie. Bereits nach 51 Sekunden lag die Scheibe zum ersten Mal im Tor der Gäste. Dominik Daxlberger stocherte sie nach Vorarbeit von Michael Baindl und Daniel Bucheli aus Nahdistanz zwischen den Beinschienen von Torwart Patrick Glatzel über die Linie. Auch in der 8. Spielminute sah der Gästekeeper zweimal unglücklich aus, ohne dass ihm ein Vorwurf zu machen war. Yannick Wenzel täuschte einen Schuss an, spielte dann aber exakt diagonal zu Christoph Echtler, der das Spielgerät im Lauf direkt nahm und es gar nicht voll traf. Doch dadurch wurde die Scheibe unberechenbar und hoppelte über den Torwartschläger hinweg ins Netz zum 2:0. Keine halbe Zeigerumdrehung später erhöhten die Hausherren bereits auf 3:0. Nach Zuspiel von Michael Rohner scheiterte der von der Seite auf das Gästetor zufahrende Chase Witala an Glatzel, doch der nachfahrende Vitezslav Bilek konnte den in der Folge frei neben dem Pfosten liegenden Puck mühelos einschieben (8.).
Die Starbulls führten klar und verdient, ohne aber die in der Offensive ungewohnt harmlosen Gäste klar dominiert oder eingeschnürt zu haben. Auch Chancen auf weitere Tore waren da, ehe die Allgäuer ihr erstes Überzahlspiel aber gleich zum ersten Treffer nutzten. Ganze neun Sekunden dauerte es, bis Kyle Just die Lücke sah und exakt auf das Rosenheimer Tor schlenzte; Torwart Steinhauer hatte das Nachsehen, da im die Sicht verstellt war (18.). Mit dem Spielstand von 3:1 ging es nicht nur in die erste, sondern auch in die zweite Pause. Der zweite Spielabschnitt bot weitgehend Eishockey-Magerkost. Keines der beiden Teams war spielerisch in der Lage, Lücken in die jeweils kompromisslos agierende gegnerische Defensive zu reißen. Torchancen kamen auf beiden Seiten fast nur in Überzahlsituation zustande, aber auch dann tendenziell lediglich durch Einzelaktionen. Bilek und Witala hätten auf 4:1 erhöhen, Vladimir Kames und Daniel Rau den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielen können. Insgesamt war Sonthofen nun das etwas auffälligere Team, doch Luca Endres, der anstelle von Lukas Steinhauer (Übelkeit) ab Beginn des zweiten Drittels das Rosenheimer Tor hütete, bewältigte die wenigen echten Prüfungen souverän.
Im letzten Spielabschnitt sorgte ein Geistesblitz von Witala für die frühe Vorentscheidung. Seinen perfekten Rückpass in den Slot verwertete Michael Fröhlich freistehend vor Torwart Glatzel mühelos. Sonthofen blieb trotz der kanariengelben Trikots im letzten Spielabschnitt recht farblos. Ausnahme war ein von Fabian Guth an die Latte abgefälschter Weitschuss von Daniel Rau (48.). Kurz danach sorgten die Hausherren in Überzahl für den 5:1-Endstand. Kapitän Tobias Draxinger traf von der blauen Linie per Flachschuss via Innenpfosten (49.).
Selber Wölfe
Spitzenreiter entführt Punkte nach Overtime
(OLS) Unsere Wölfe lieferten dem Tabellenführer aus Deggendorf einen heißen Kampf. Knapp 1900 Zuschauer sahen eine mitreisende Partie. Einen 0:1 Spielstand drehten die Selber bis zur Mitte des Spiels in eine 3:1 Führung, konnten diese jedoch nicht über die Zeit bringen. Letztendlich behielten die Deggendorfer die Oberhand in der Overtime.
Kein Abtasten, kein Einspielen. Beide Mannschaften wollten von Beginn an klarstellen, wer der Herr im Haus ist. Gleich In der ersten Minute musste Deske sein ganzes Können aufzeigen, als Böhm allein mit dem Puck vor dem Selber Tor auftauchte. In der Folge entwickelte sich eine rasante Partie, mit zwei starken Teams auf Augenhöhe. Zunächst ergab sich eine Überzahlsituation, in der unsere Wölfe jedoch zu ungefährlich blieben.
In der Folge kamen die Niederbayern immer besser ins Spiel und gewannen nach und nach immer mehr Spielanteile. Ein Unterzahlspiel überstanden unsere Wölfe noch schadlos. In der zehnten Minute war Deske jedoch machtlos. Böhm fand mit einem feinen Schlenzer die Lücke und der Puck prallte vom Pfosten ins Tor. Im direkten Gegenzug hätte Schiener per Alleingang den Ausgleich besorgen können, scheiterte jedoch an Filimonow. Die Gäste blieben weiterhin brandgefährlich, konnten aber kein weiteres Kapital daraus schlagen. Für den Ausgleich sorgte schließlich Mudryk, der nach einem Traumpass von Moosberger, den Puck zum 1:1 Pausenstand einschob.
Der Ausgleich schien unsere Wölfe zu beflügeln. Drei Minuten nach Wiederanpfiff schien Filimonow bereits geschlagen, aber irgendwie warf sich in letzter Sekunde noch ein Deggendorfer in Schieners Schuss. Besser machten es unsere Jungs nur wenige Sekunden später: Piwowarczyk legte quer auf Gare und der lenkte den Puck zur vielumjubelten Führung ins Tor. Es folgte die stärkste Selber Phase in der Partie. Die Wölfe jetzt mit viel Rückenwind, das Deggendorfer Tor unter Dauerbeschuss. Am Ende war es Ondruschka, der Filimonow, in Überzahl zum längst überfälligen 3:1 überwinden konnte. Wenig später hätte Mudryk gar auf 4:1 erhöhen müssen, der Selber Topscorer scheiterte jedoch am hervorragend aufgelegten Gäste-Goalie. Mit den wenigen Deggendorfer Entlastungsangriffe hatte Deske keine Schwierigkeiten. Bis 17 Sekunden vor Drittelende, die Deggendorfer im Powerplay und kamen zum 2:3 Anschlusstreffer.
Die Kabinenpredigt von DSC-Coach Sicinski schienen sich seine Cracks zu Herzen genommen zu haben. Die Gäste erspielten sich nun mehr und mehr gefährliche Möglichkeiten. Doch unsere Wölfe kämpften leidenschaftlich. Deske musste sich nun mehrfach auszeichnen, um seine Farben auf Siegeskurs zu halten. Die Wölfe sorgten indes immer wieder mit Kontern für Gefahr vor dem Deggendorfer Tor. Die Donaustädter drückten auf den Ausgleich. Als gut fünf Minuten vor Schluss auf beiden Seiten Spieler die Strafbank drückten war es dann soweit. Beim Schuss von Leinweber war unser Wölfe-Goalie Deske machtlos. Zu allem Überdruss schien in der heißen Phase der Partie dem Schiedsrichtergespann das Spiel etwas zu entgleiten.
Zwei Minuten vor Spielende war es zunächst Kolb, der nach einer fragwürdigen Entscheidung auf die Strafbank geschickt wurde, danach traf es Pozivil. Doch die Wölfe steckten nicht auf und retteten den Spielstand in die Verlängerung. Oberliga Top-Scorer Gibbons sicherte in der vierten Minute der Overtime den Zusatzpunkt für die Gäste.
Wohnbau Moskitos Essen
Keine Chance gegen die Trappers an diesem Abend
(OLN) Frank Gentges, der Essener Cheftrainer erkannte es in der Pressekonferenz neidlos an: „Wir waren heute nicht das Team, dass Tilburg in Schwierigkeiten bringen konnte. Wir sind im ersten Abschnitt nicht ins Spiel gekommen, aber ich glaube den Spielern spukt im Kopfe rum, dass wir wohl noch sechs Punkte zum Heimrecht brauchen. Wir werden versuchen, die sechs Punkte in den nächsten Spielen zu holen, das ist alles was ich heute sagen kann.“ In der Tat hatten die Essener Spieler an diesem Abend nicht ihren besten Tag erwischt, Tilburg von Anfang an zielstrebiger, wacher und aggressiver. Stets mit wenigen Zügen vor dem Essener Tor während die Moskitos oft so ihre Zeit brauchten.
Bereits nach gut drei Minuten sollte ausgerechnet eine Strafe gegen Tilburg für den ersten Schock auf Essener Seiten sorgen. Jonne de Bonth musste raus, doch bevor die Moskitos gefährlich wurden, stand Mitch Bruijsten plötzlich ganz alleine vor Basti Staudt, und diese Chance ließ er sich nicht entgehen. Und es ging fast so weiter, die Moskitos mussten sich ihre Chancen hart erarbeiten, alles was in anderen Spiel mal läuft, lief an diesem Abend nicht, oder zumindest nicht gut. Anders bei den Gastgebern, neunte Spielminute, Stempher schießt seitlich neben dem Essener Tor an den Schoner von Staudt und die Scheibe rutschte rein. Und auch Tor Nummer Drei sollte noch im 1. Drittel fallen, einen schönen Angriff über die halbrechte Seite legte Nagtzaam zurück auf den mitgelaufenen Montgomery und es schlug flach hinter Staudt ein.
Das 2. Drittel begann für die mitgereisten Moskitos Fans mit einem Funken Hoffnung, denn in der 22. Spielminute der erste Treffer für die Wohnbau Moskitos. Andrej Bires und Julian Lautenschlager fuhren einen Angriff, Lautenschlager zog dann aus halbrechter Position einfach mal ab und auch Meierdres musste hinter sich greifen, sollte doch noch etwas gehen am Stappegoorweg? Nein, es ging dieses Mal nichts mehr, denn Tilburg startete immer wieder die schnellen Blitzangriffe, in der 27. Spielminute traf Bastings dann bei einem dieser Angriffe zum 4:1. Zwar antworteten die Moskitos noch mit einem Lattentreffer, besser machte es noch im 2. Drittel Montgomery. Als die Moskitos sich nicht einigen konnten wer die Scheibe kontrollieren soll, war der Tilburger Stürmer dazwischen und schloß zum 5:1 ab.
Im letzten Drittel beide Teams noch mit Chancen, für Tilburg mehr als für die Moskitos. Auch die gefährlicheren Chancen waren auf Seiten der Trappers zu sehen, doch bis zur 56. Spielminute blieb es beim 5:1. Dann hielt Mitch Bruijsten noch einmal den Schläger in einen Schuss von Nardo Nagtzamm und erzielte damit den 6:1 Endstand.
Crocodiles Hamburg
Crocodiles unterliegen im letzten Auswärtsspiel der Saison
(OLN) Die Crocodiles Hamburg haben am Freitagabend das letzte Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit beim Herner EV mit 5:4 (3:1/2:1/0:2) verloren. Lediglich 10+2 Spieler standen Trainer Herbert Hohenberger zur Verfügung, darunter mit Tim Marek nur ein gelernter Verteidiger. So verwunderte es nicht, dass die Hausherren vor 830 Zuschauern früh eine komfortable Führung erspielten. Bradley Snetsinger (5.), Danny Albrecht (10.) und Aaron McLeod (13.) brachten die Herner mit 3:0 in Führung. In Überzahl konnte André Gerartz zwar das 3:1 erzielen (16.), doch die Gastgeber legten durch Aaron McLeod (37.) und Maik Klingsporn (38.) zum 5:1 nach. Statt aufzugeben, kämpften sich die Crocodiles zurück ins Spiel. André Gerartz (40.), Tobias Bruns (43.) und Brad McGowan (57.) brachten die Gäste wieder ran. Doch am Ende fehlten die Kräfte, um noch den Ausgleich zu erzielen. Es blieb beim 5:4.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir so lange standhalten können. Der Mannschaft kann ich nur ein Kompliment geben. Ich glaube, hier hat keiner mehr mit einem so knappen Ergebnis gerechnet. Im zweiten Drittel haben wir zu viele Fehler gemacht, aber im letzten Abschnitt haben wir uns tapfer zurück ins Spiel gekämpft. Am Ende hat es nicht mehr zum Ausgleich gereicht, aber bei zwei Reihen ist die Erholungsphase doch sehr kurz“, sagte Trainer Herbert Hohenberger nach der Partie.
Herner EV
Herner EV – Crocodiles Hamburg 5 : 4 (3:1,2:1,0:2)
(OLN) Mit einem knappen 5:4-Erfolg setzte der Herner EV am Freitagabend am Gysenberg gegen die Crocodiles Hamburg seine am letzten Sonntag kurzzeitig unterbrochene Siegesserie in der Oberliga Nord Qualifikationsrunde fort. Allerdings wurde es in den letzten Minuten noch einmal spannend. Das Team von Uli Egen lag zwar nach knapp 38 Minuten mit 5:1 vorne, aber die nur mit einem Rumpfteam angereisten Hamburger steckten nicht auf und spätestens nach dem 5:4-Anschlusstreffer der Crocodiles in der 57. Minute war noch einmal Zittern angesagt und das lag sicherlich nicht (nur) an der Kälte. Auch die Grün-Weiß-Roten mussten verletzungs- oder krankheitsbedingt mit Tobias Esch, Sören Hauptig, Thomas Richter, Julius Bauermeister und Marcus Marsall auf fünf Spieler verzichten, konnten aber immerhin auf die DNL-Förderlizenzspieler Mathias Onckels und Valentin Pfeifer zurückgreifen.
Im ersten Abschnitt lief alles nach Plan für die Gysenberger. Bradley Snetsinger nutzte in der 5. Spielminute ein gutes Zuspiel von Michel Ackers zur 1:0-Führung. Eine weitere gute Kombination konnte Danny Albrecht fünf Minuten später zum 2:0 abschließen. Danach hatte Valentin Pfeifer eine gute Möglichkeit, bevor Aaron McLeod die Vorlage von Lois Spitzner in der 13. Minute zum 3:0 veredelte. Alles schien nach Plan zu verlaufen, der fünfte Sieg im fünften Spiel war zumindest vorbereitet. Aber die Crocodiles waren nicht wirklich damit einverstanden und nur eine Minute später hätten sie gerne den Anschlusstreffer anerkannt bekommen. Der Puck war wohl auch hinter der Linie, aber die Schiedsrichter sahen das anders. Das 3:1 fiel dennoch und zwar in der 16. Minute in Überzahl durch Andre Gerartz.
Im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer ein relativ ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, bis zur 37. Minute. Ein Doppelschlag innerhalb von nur 38 Sekunden brachte den HEV mit 5:1 in Führung. Zuerst nutzte Aaron McLeod die gute Vorarbeit seines Sturmpartners Brad Snetsinger und dann vollendete Verteidiger Maik Klingsporn eine gute Kombination der beiden Herner Kontingentspieler zum 5:1. Die Crocodiles ließen sich davon aber nicht beirren, kamen noch vor der zweiten Pause durch Andre Gerartz zum 5:2 und nutzten einen Konzentrationsfehler in der HEV-Defensive bereits nach zweieinhalb gespielten Minuten im letzten Drittel zum 5:3 durch Tobias Bruns, den Kapitän und Pressesprecher (!) der Hamburger. Danach hatten die Gysenberger zwar gute Möglichkeiten, z.B. durch Brad Snetsinger (in Unterzahl) und Philipp Kuhnekath, aber das letzte Tor des Abends fiel in der 57. Minute durch einen Alleingang von Brad McGowan.
Am Sonntag ist der Herner EV spielfrei. Am darauf folgenden Wochenende gibt es dann die beiden letzten Begegnungen der Qualifikationsrunde und zwar am kommenden Freitag zuhause gegen Preussen Berlin (20 Uhr) sowie zwei Tage später in Erfurt bei den TecArt BlackDragons (16 Uhr). Eine Woche später beginnen (endlich) die Playoffs, wobei der Gegner für die Gysenberger momentan immer noch offen ist.
Buchloe Pirates
Die Hoffnung schwindet immer mehr - ESV Buchloe verliert mit 4:6 in Haßfurt und braucht nun ein Wunder
(BYL) Ein denkwürdiger Eishockeytag hat für den ESV Buchloe ein bitteres Ende genommen. Denn während die deutsche Nationalmannschaft am Freitagnachmittag mit dem Einzug ins olympische Finale Eishockey-Geschichte geschrieben hat, sieht es für die Piraten in der Verzahnungsrunde immer düsterer aus. Durch die 4:6 (1:2, 2:3, 1:1) Auswärtsniederlage in Haßfurt ist der Klassenerhalt für die Freibeuter in weite Ferne gerückt, auch weil die Konkurrenten um die ersten drei Plätze den Abstand weiter vergrößerten. Ganze sechs Zähler auf den Tabellendritten Bad Kissingen, der außerdem noch ein Spiel weniger absolviert hat, beträgt die Differenz mittlerweile auf das rettende Ufer. Um den Rückstand in den verbleibenden vier Partien doch noch irgendwie aufholen zu können, braucht es somit wohl nun ein wahres Wunder – ein solches, wie es zum Beispiel die Nationalmannschaft mit ihren zwei Sensationssiegen auf dem Weg ins Endspiel in Pjöngjang vorgemacht hat.
Schon im Startdrittel, das auf beiden Seiten eigentlich eher verhalten begonnen hatte, gerieten die Buchloer früh ins Hintertreffen. Michal Babkovic hatte die Hausherren bereits nach knapp vier Minuten in Front gebracht. Und der slowakische Angreifer war neben dem Tschechen Jakub Sramek auch ausschlaggebend, warum die Buchloer am Ende leer ausgehen sollten. Denn die beiden Ausnahmestürmer des ESC bekamen die Piraten im kompletten Spielverlauf einfach nicht unter Kontrolle, weshalb Babkovic am Ende an fünf von sechs Toren beteiligt sein sollte und Sramek, der nach sieben Minuten das 0:2 erzielte, als Dreifachtorschütze glänzte. Ein weiterer Grund für die ESV-Niederlage war auch, dass die Buchloer einfach zu viele Chancen liegen ließen und im Startdrittel mit drei Pfosten- bzw. Aluminiumtreffern gleich mehrfach Pech hatten. So traf Marc Weigant nur die Latte (14.), Ladislav Marek lediglich den Pfosten (17.) und Christopher Lechner verzweifelte ebenfalls am Torgestänge (18.). Dazwischen hatte Mario Seifert mit einem Unterzahltor immerhin für den 1:2 Anschlusstreffer gesorgt (15.).
Doch wie so oft in diesem Spiel fanden die Gastgeber umgehend die passende Antwort, weshalb die Freibeuter während der 60 Minuten zwar immer wieder ran kamen, aber letztlich immer einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Direkt nach Wiederbeginn im Mittelabschnitt stellte Sramek ebenfalls mit einem Shorthander den alten Abstand wieder her (22.). Die Gennachstädter blieben nach diesem neuerlichen Nackenschlag aber dran und kamen 25 Sekunden später durch Tobias Kastenmeier zum 2:3. Doch statt dem anvisierten Ausgleich fing man sich anschließend wieder viel zu einfach das nächste Gegentor, als Michael Breyer einen Zwei auf Eins Konter zum 2:4 ins Tor setzte (27.). In der Folge mühten sich die ESV´ler zwar, doch offensiv fehlte die letzte Konsequenz und Präzision im Abschluss. Erst als Ladislav Marek einfach mal abzog, konnte er ESC-Tormann Jens Dietz zum 3:4 überwinden (36.). Aber noch vor der zweiten Pause folgte das selbe Spiel wie zuvor – Babkovic traf nach einer strittigen Strafzeit unmittelbar vor der Sirene zum 3:5, nachdem die Hausherren zuvor noch zweimal am Pfosten gescheitert waren.
Und die Haßfurter sollten auch im Schlussdrittel nichts mehr anbrennen lassen. Zunächst rettete ESV-Schlussmann Daniel Blankenburg noch bei zwei gefährlichen Versuchen, ehe Sramek sich gegen zwei Abwehrspieler durchsetzte und mit seinem dritten Treffer zum 3:6 zur Vorentscheidung einnetzte (48.). Zwar verkürzte Marc Weigant nochmals, als er einen Schuss von Max Hofer zum 4:6 abstaubte (52.), aber der Sieg der Hawks geriet dadurch nicht mehr in Gefahr.
Erding Gladiators
4:3 – Gladiators sorgen für Überraschung
(BYL) So dramatisch können Playoffs sein. Im ersten Viertelfinale um die
Oberliga-Qualifikation haben die Erding Gladiators bei den Höchstadt
Alligators gleich für eine faustdicke Überraschung gesorgt.
Durch ein Wechselbad der Gefühle gingen die Erdinger Fans am
Freitagabend in Höchstadt. 3:0 führten die Gladiators, mussten dann
innerhalb kürzester Zeit drei Tore hinnehmen, um dann 4:3 (1:0, 2:0,
1:3) zu gewinnen.
Die Rollen waren klar verteilt, und so verliefen auch die ersten
Minuten. Die Schützlinge von Trainer Thomas Vogl kamen erst nach knapp
fünf Minuten zum ersten Mal über die Mittellinie. Höchstadt fehlte aber
der Zug zum Tor, und so musste Erdings Torwart Jonas Steinmann erst in
der 6. Minute sein ganzes Können aufbieten, als Felix Ribarik frei vor
ihm auftauchte. Eine Minute später dann die überraschende Führung für
die Gladiators: Einen Querpass von Philipp Michl setzte Daniel Krzizok
per Direktabnahme zum 1:0 ins Netz. Wiederum nur 60 Sekunden später
wurde es turbulent: Oleg Seibel tauchte alleine vor Jonas Steinmann auf,
konnte ihn aber nicht überwinden, und im direkten Gegenzug scheiterte
Lukas Krämmer an Carsten Metz.
Das zweite Drittel begann mit einer Erdinger Chance für Krzizok (22.)
und einer Höchstadter für Lukas Lenk (24.). Die Alligators agierten
zunehmend nervöser und verzweifelten ein ums andere Mal an Jonas
Steinmann. Als dann die Gladiators Überzahl hatten, wuchtete Lars
Bernhardt den Puck von der blauen Linie zum 2:0 ins Tor (34.). Und nach
einer tollen Parade von Jonas Steinmann staubte auf der Gegenseite sein
Bruder Kilian zum 3:0 ab (36.). Höchstadt war sichtlich geschockt und
brachte sogar bei einer zweiminütigen 5:3-Überzahl nichts Zählbares
zustande.
Das Schlussdrittel begann denkbar schlecht für die Gladiators. Krämmer
kassierte eine Machstrafe (44.). Und in der fünfminütigen Überzahl
glichen die Gastgeber durch Lukas Lenk (47.), Vitalij Aab (47.) und
Michal Petrak (48.) zum 3:3 aus. Jetzt tobte die Halle, und die Partie
schien endgültig zu kippen. Doch mit dem ersten Erdinger Torschuss im
Schlussdrittel traf Stephan Hiendlmeyer zum 4:3 für die Gladiators. Und
obwohl in den letzten Sekunden zwei Erdinger auf der Strafbank saßen,
brachten sie den knappen Vorsprung über die Zeit. Damit sind die
Gladiators 1:0 in Führung gegangen, Spiel zwei steigt am Sonntag um 18
Uhr in Erding.
Pinguine Königsbrunn
Knappe Niederlage nach starker Aufholjagd
(BLL) Mit 5:6 verliert der EHC Königsbrunn am Freitagabend seine Auswärtspartie bei den Pfaffenhofener „Ice Hogs“. Beide Mannschaften lieferten sich in der sehenswerten und schnell geführten Partie einen spannenden Kampf auf Augenhöhe.
Königsbrunn begann stark und erarbeitete sich gleich Chancen, aber auch die Gastgeber versteckten sich nicht und stellten die Defensive des EHC auf die Probe. Doch wie auch schon im Hinspiel erzielten die Ice Hogs in der dritten Spielminute das erste Tor, nachdem Matthias Forster auf die Strafbank musste und Pfaffenhofen schönes Überzahlspiel zelebrierte. Auch das 0:2 in der neunten Spielminute resultierte aus einer Strafzeit gegen die Brunnenstädter. Doch nur zwei Minuten später setzte Jeff Szwez Chad Trupp in Szene, der einen schönen Rückhandtreffer rechts oben ins Netz setzte. Fünf Minuten vor der ersten Pause bestrafte Pfaffenhofen auch die dritte Strafzeit der Königsbrunn mit dem 1:3, und in der 19. Spielminute klingelte es sogar zum vierten Mal im Tor der Brunnenstädter
Im Mittelabschnitt machte es der EHC aber besser und kam langsam ins Spiel. Mit zwei Treffern brachte Lukáš Hruzík Königsbrunn auf 3:4 heran, doch in der 30. Spielminute erhöhte Pfaffenhofen auf 3:5. Nur drei Minuten später vergab der EHC einen Penalty, bis Drittelende fielen aber keine weiteren Treffer mehr.
Nach dem Pausentee musste Königsbrunn erstmal einige Strafzeiten überstehen, zeitweise konnten die Gäste sogar in doppelter Überzahl ihr Powerplay aufziehen. Doch die Ice Hogs verpassten es, daraus Kapital zu schlagen. Der EHC verstärkte danach seine Bemühungen, das Spiel doch noch zu drehen und erhöhte die Schlagzahl. In der 49. Spielminute verwandelte Lukas Fettinger einen Penalty und verkürzte so auf 4:5, das Spiel war nun wieder offen. Drei Minuten vor Spielende konnte Fettinger sogar ausgleichen, doch die an diesem Abend herausragenden Kanadier Michael Chemello und Dillon Duprey nutzten einen Fehler der Königsbrunner und sorgten für den 5:6 Siegtreffer in der letzten Spielminute.
Die Ice Hogs gewinnen somit die intensiv geführte Partie, der EHC hätte sich aber nach tollem Kampf und der Aufholjagd einen Punkt verdient und geht am Ende leer aus. Königsbrunn steht nach der Niederlage weiter auf Platz eins, punktgleich mit Pfaffenhofen. Da der EHC bei gleicher Tordifferenz mehr Treffer erzielt hat, kann er weiter an der Tabellenspitze verweilen und muss nun am Sonntag gegen Schweinfurt punkten. Denn nach dem heutigen Spieltag trennen die ersten vier Mannschaften gerade mal drei Zähler.
EHC-Coach Fabio Carciola ist nur mit der Punkteausbeute unzufrieden: „ Wir sind in den ersten Minuten nicht in unser Spiel gekommen, Pfaffenhofen hat schnell geführt und wir sind mit einem 1;4 Rückstand in die erste Pause gegangen. Im zweiten und auch im letzten Drittel waren wir meiner Meinung nach die bessere Mannschaft und haben kurz vor Spielende ausgeglichen. Dann hat ein individueller Fehler den Ausschlag zu unserer Niederlage gegeben. Ich bin aber im Großen und Ganzen stolz auf unsere Mannschaft, die momentan Charakter zeigt. Nach acht Spielen die erste Niederlage, nun müssen wir am Sonntag punkten.“
Diez-Limburg Rockets
Rockets gewinnen Play-off-Auftakt gegen Lauterbach
(RLW) Der Auftakt ist gelungen: Die EG Diez-Limburg gewinnt das erste Spiel im Play-off-Viertelfinale gegen die Luchse aus Lauterbach in heimischer Halle mit 8:1 (5:1, 3:0, 0:0). Die Rockets legten gleich im ersten Drittel den Grundstock für den Erfolg und konnte die Partie am Ende unaufgeregt nach Hause bringen. Sportlich zeigten die Gastgeber eine solide Leistung gegen personell dezimierte Gäste. Ausbaufähig war jedoch die Kulisse: Der Vorrunden-Spitzenreiter hätte zum Play-off-Auftakt in Diez sicherlich mehr als die 304 zahlenden Zuschauer verdient gehabt.
28 Minuten Play-off-Eishockey, danach Charakter Freundschaftsspiel - so lief das erste ungleiche Duell im Play-off-Viertelfinale zwischen Raketen und Luchsen. Schon im ersten Drittel hatte die EGDL eine komfortable 5:1-Führung herausgeschossen. Nikolai Varianov (3.), Pierre Wex (13.) und ein Dreierpack von Konstantin Firsanov (8., 16., 19.) - ein Treffer gelang per Penalty - brachten das Lörsch-Team mit 5:1 in Führung. Lauterbachs Import Robert Sokol hatte zwischenzeitlich lediglich auf 1:2 verkürzen können (9.).
Die Gäste taten sich selbst in einer fünfminütigen Überzahlsituation schwer, die EGDL in große Gefahr zu bringen. Roman Löwing, der das Foul jedoch gar nicht begangen hatte, wurde von Schiedsrichter Marc Stromberg für einen Stockschlag an Jan Hammerbauer vorzeitig zum Duschen geschickt. „Eine blöde Situation“, sagte Luchse-Trainer Thomas von Euw. Hammerbauer musste nach der Aktion in der 17. Spielminute ebenfalls vom Eis, wurde anschließend im Krankenhaus untersucht und konnte später Entwarnung geben: Der betroffene Finger ist geprellt, aber nicht gebrochen. Auf diesem Wege wünschen die Rockets dem Gästestürmer eine schnelle Genesung.
Im zweiten Drittel stellten die Rockets nach acht Minuten und drei weiteren Toren ein wenig das Spielen ein - was Arno Lörsch zunächst gar nicht gefiel. Philipp Maier (22.), Matt Fischer (26.) und erneut Firsanov (28.), der insgesamt vier Mal traf, sorgten schon nach der Hälfte der Spielzeit für den Endstand. „Als es entschieden war, da war es nur noch ein Freundschaftsspiel“, stellte von Euw richtigerweise fest. „Wettkampfcharakter hatte das nicht mehr. Wir wussten vorher, dass bei uns alles passen muss für eine Überraschung. Aber dann gab es schon im ersten Drittel zu viele Situationen, die bei uns nicht aufgegangen sind. Wir haben am Ende versucht, es so gut wie möglich auszuhalten.“
Sein Gegenüber hatte für den letzten Durchgang auf vier Außenpaare im Sturm umgestellt „um Kräfte zu schonen und allen Spielpraxis zu geben“, sagte Lörsch nach dem Auftaktsieg. „Wir sind im ersten Drittel gut aus der Kabine gekommen, haben uns den Vorsprung erarbeitet und im zweiten Drittel die Null gehalten. Am Ende aber hatte das Spiel dann etwas von einem Nicht-Angriffspakt. Da haben wir uns beide nicht mehr weh getan. Für uns wird es wichtig sein, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern. Mit dieser Devise werden wir am Sonntag in Spiel zwei der Serie gehen."
Mit welchem Kader die Rockets die nächste Aufgabe angehen können, ist noch offen. Roman Löwing wird seine Sperre absitzen und fehlen, gleiches gilt für den erkrankten Julian Grund und den langzeit-verletzten Dennis Stroeks. Ob von den am Freitagabend ausgefallenen Constantin Schönfelder, Tim Ansink, Kim Mainzer und Marijus Maier jemand in den Kader zurückkehrt, wird sich erst kurzfristig entscheiden.
Bären Neuwied
Historischer Sieg und Torfestival: Perfekter Viertelfinal-Start
(RLW) Du kannst ein Spiel irgendwie gewinnen oder es für dich entscheiden, weil es das Ergebnis aus vielen Puzzleteilen ist. „Wir wollten alles gewinnen: die Zweikämpfe, die Laufduelle, mehr Torabschlüsse abgeben, in der eigenen Verteidigungszone überlegen sein“, erzählte Trainer Daniel Benske von seinem Plan für das erste Play-off-Viertelfinale des EHC „Die Bären“ 2016 gegen die Kobras aus Dinslaken. Wer das alles umsetzt, verlässt als logische Konsequenz dann auch das Eis als Sieger. Als deutlicher Sieger. Nach vier knappen Hauptrundenpartien zwischen den Neuwiedern und den Giftschlangen starteten die Deichstädter am Freitagabend mit einem 9:3-Kantersieg in die K.o.-Runde. Die begann 45 Minuten später als geplant, weil die Mannschaft von Krisztian Sikorski auf der Anreise den Zeitplan außer Kraft setzte. So viele Bären-Treffer hatten die Fans in dieser Saison in noch keinem Heimspiel gesehen. „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen, weil wir dominierend waren“, freute sich Benske über eine sehr gute Leistung.
Die Gastgeber feierten fast schon einen historisch anmutenden Erfolg. Seit einer halben Ewigkeit war keine Play-off-Partie mehr an den EHC gegangen. Der verschaffte sich durch zwei Powerplaytore, die gleich die ersten beiden Überzahlsituationen vorzeitig von der Uhr nahmen, eine verdiente Führung. Moritz Schug (6.) und Stephan Fröhlich (17.) legten vor, Deion Müller erhöhte auf 3:0 (19.). Dinslaken nutzte eine kleine Neuwieder Unachtsamkeit zum 3:1, als Philipp Heffler nach einem Angriff über die linke Seite in die kurze Ecke traf (20.). Nur sieben Sekunden war die Pause zu diesem Zeitpunkt entfernt. Ärgerlich zwar, aber kein Beinbruch. Die Bären blieben spielbestimmend, auch wenn das torlose Mitteldrittel weniger Höhepunkte bot. Aber auch ein Spiel mit defensiver Kontrolle im Griff haben zu können, ist eine Qualität, auf die es in den Playoffs ankommt.
Dass es das mit Abstand deutlichste Ergebnis im bisherigen Saisonverlauf zwischen Neuwied und Dinslaken wurde, lag am letzten Drittel, in dem die Einheimischen im Angriff sich selbst berauschten. Binnen 32 Sekunden trafen Michael Jamieson, Stephan Fröhlich und Patrik Morys zum 6:1. Vor 832 Zuschauern ging es nun Schlag auf Schlag. Dinslaken deutete aber auch seine bekannte Konterstärke an, zum Beispiel mit Gian Carlo Schöche Alleingang zum 6:2 (45.). „Wir haben große Präsenz gezeigt und bewiesen, dass wir unsere Vorhaben umsetzen können“, kommentierte Benske, dessen Team noch lange nicht genug hatte. Michael Jamieson (52.) und Sven Schlicht (53.) schraubten Ergebnis und Powerplay-Quote des EHC weiter nach oben. Bei neun Treffern machte der Hauptrunden-Zweite Schluss. Frederic Hellmann ließ Marvin Frenzel aussteigen und schob ein 9:2 (56.). Ein Überzahl-Treffer war auch Dinslaken vorbehalten: Mark Alexander Essery betrieb in der 58. Minute noch ein wenig Ergebniskosmetik für sein Team.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, aber wir wissen auch, dass am Sonntag in Dinslaken alles wieder von null losgeht“, mahnte Daniel Benske zur Vorsicht.
Troisdorf Dynamite
Mit Startschwierigkeiten in die Aufstiegsrunde
(LLW) Mit einem stark dezimierten Kader ging man in das erste Spiel der Aufstiegsrunde zur Regionalliga West. Folgende Spieler fehlten aus beruflichen oder privaten Gründen bzw. wegen Krankheit: Lucas Kürten, Dano Janßen, Daniel Kolvenbach, Sven Walterscheid, Patrick Stellmszyk, Stefan Kaltenborn, und Dominik Patt.
Zu Beginn des Spiels konnte man noch glauben, dass man gegen das Team aus der Regionalliga Chancen hätte, auch wenn man bereits in der 2. Spielminute mit 0:1 in den Rückstand geraten war.
Es dauerte aber nur 37 Sekunden, bis Kevin Stöhr den Ausgleich erzielen konnte. Jetzt ließ Troisdorf aber immer mehr die Neusser ins Spiel kommen und war nicht bereit voll dagegen zu halten. Viel zu ungehindert konnten die Neusser Spieler das Mitteldrittel überbrücken und vor Lukas Haack ungehindert zum Schuss kommen. Bereits in der 8. Spielminute stand es 1:3 für die Gäste. Troisdorf wollte sich aber zu diesem Zeitpunkt nicht geschlagen geben und erzielte in der 11. Spielminute durch Daniel Fegus den Anschlusstreffer zum 2:3. Leider dauerte es nur 49 Sekunden bis Neuss den alten Zweitorevorsprung wieder herstellen konnte. Nach 5 Schüssen und 4 Gegentreffern war es die logische Schlussfolgerung, dass der Troisdorfer Trainer einen Torwartwechsel vollzog. Dominik Liesenfeld kam für Lukas Haack ins Troisdorfer Tor. Dominik Liesenfeld konnte den Rest des 1. Drittels auch torlos überstehen.
Das zweite Drittel sollte aus Troisdorfer Sicht besser verlaufen und man hatte sich vorgenommen keinen weiteren Gegentreffer mehr hinzunehmen. Leider wurde dieses Ziel nicht erreicht. Troisdorf fand keine Mittel, um die schnell spielenden und stark schießenden Neusser Spieler unter Kontrolle zu kriegen. Mit 0:3 ging das zweite Drittel an Neuss.
Der letzte Spielabschnitt sollte die Wende bringen und den Fans zeigen, dass man auch gegen einen Regionalligisten mithalten kann. In der 44. Spielminute konnte Tobias Schäfer den dritten Treffer für Troisdorf erzielen. Jetzt hatte Troisdorf auch wieder in die Spur gefunden und beide Mannschaften waren auf Augenhöhe. Auf beiden Seiten gab es Torchancen, die aber jeweils von den starken Torhütern vereitelt werden konnten. Nur zwei Strafzeiten in der 56. und 57. Spielminute konnte Neuss für weitere Treffer nutzen, so dass das Spiel etwas zu hoch mit 3:9 an Neuss ging.
Statement des Troisdorfer Trainers André Koslowski: „Obwohl wir wussten, dass Neuss aus der Regionalliga mehr Erfahrung und Tempo und auch mehr Qualitäten im Abschluss mitbringen würde, waren wir nicht bereit dagegen zu halten. Ich bin mir aber sicher, dass wir beim nächsten Aufeinandertreffen ein besseres Ergebnis erzielen werden.“
Das letzte Spiel der Troisdorfer in der Aufstiegsrunde findet am 04.03.2018 um 19:30 in Grefrath statt.
Am Freitag 09.03.2018 ist um 20:00 Uhr das nächste Heimspiel im Icedom am Rotter See. Gegner werden die Pinguine aus Wiehl sein.
Regionalliga Ost
Letztes Drittel bringt klaren Derbysieg
(RLO) Zwei Drittel konnte der ESC 07 Berlin gegen FASS Berlin gegenhalten, dann setzten sich die Gäste klar mit 1:9 (1:1/0:2/0:6) durch.
Der Club trat wieder mit den fast schon obligatorischen zehn Feldspielern an, darunter war auch wieder Verstärkung aus der Zweeten. Die Weddinger waren da besser dran, 18 Feldspieler standen zur Verfügung. Im Tor begannen Max Franke (Club) und Nikolas Zoschke (FASS).
Nach ausgeglichenem Beginn, in dem beide Torhüter beschäftigt wurden, konnte der Außenseiter in Führung gehen. Ein Angriff von FASS wurde abgefangen und Fabian Schiller auf die Reise geschickt. Der ließ sich diese Chance nicht entgehen und konnte den Club nach sieben Minuten in Führung bringen. Nun waren die Weddinger gefordert und sie schlugen eine Minuten später zurück. Eine schöne Kombination vollendete Nico Jentzsch. Nun übernahmen die Weddinger das Kommando und kamen zu zahlreichen Torchancen. Vom Club kamen nur noch gelegentliche Konter, die aber auch gefährlich waren. Tore erzielten beide Teams im 1. Drittel nicht mehr.
Max Franke wurde auch im 2. Abschnitt gut beschäftigt. Immer wieder brannte es vor seinem Gehäuse lichterloh. Doch erst als gleich drei Spieler der Gastgeber die Strafbank antesteten, gelang es den Akademikern in Führung zu gehen. Fabian Wagner traf nach 31 Minuten. Und als der Club hinten nicht richtig stand, nutzte FASS die Situation, um ein wenig zu kombinieren. Der Abschluss bedeutete das 1:3 durch Nico Jentzsch nach 35 Minuten.
Das letzte Drittel ging dann klar an dir Gäste. Und nun klappte es auch mit dem Tore erzielen. Denn Luis Noack (41.), Kim-Joel Krüger (43.), Dennis Merk und David Trivellato (beide 50.) schraubten das Ergebnis auf 1:7. Nun ging Marco Papajewski ins Tor und dieser kassierte noch Treffer von Dennis Merk (55.) und Sebastian Pritykin (55.).
Der Sieg war verdient, auch wenn es etwas gedauert hat, bis sich FASS klar durchsetzen konnte.
(Norbert Stramm)
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