IHP NachrichtenSonntag 23.September 2018
(IHP) Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen:
Deutsche Eishockey Liga, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Nordrhein-Westfalen
Löwen Frankfurt
Ungeschlagene Löwen zu Gast bei sieglosen Eislöwen
(DEL2) Nach dem überzeugenden Derbysieg gegen die Kassel Huskies am Freitag müssen die Löwen Frankfurt am Sonntag, den 23. September nach Dresden. Das Spiel gegen die Eislöwen in der EnergieVerbund Arena startet um 16:00 Uhr.
Nachdem die Löwen auch den 3. Spieltag erfolgreich gestalten konnten, möchte man jetzt auch das zweite Wochenende mit sechs Punkten abschließen. Obwohl die aktuelle DEL2-Saison noch sehr jung ist, zeigten sich die Löwen gegen die Schlittenhunde aus Nordhessen bemerkenswert reif und konnten durch ihr Stellungsspiel einige Chancen gut vereiteln und einige schön herausspielen.
Erneut war das Überzahlspiel der Löwen bärenstark. Gleich viermal schlug Frankfurt mit einem Mann mehr auf dem Eis zu – an allen vier Powerplay-Treffern war Eddie Lewandowski beteiligt (zwei Tore, zwei Assists).
Die Eislöwen aus Dresden haben einen klassischen Fehlstart in die Saison hingelegt und stehen jetzt schon enorm unter Druck. Nachdem am 1. Spieltag mit 1:8 gegen Ravensburg verloren wurde, konnte man auch zuhause gegen Heilbronn nicht überzeugen und musste sich am Ende den Falken mit 3:6 geschlagen geben.
Nun startete auch die „hessische Woche“ nicht gut für die Sachsen. Nach einem harten Fight gegen den EC Bad Nauheim konnte man auch hier keine Punkte einfahren. Bei diesem Spiel zeigte das Team jedoch Moral und kämpfte sich an den zwischenzeitliche Drei-Tore-Rückstand heran. Am Ende unterlag Dresden dennoch mit 4:5. Erwähnenswert ist auch hier das starke Powerplay der Sachsen, die drei ihrer vier Tore in Überzahl erzielen konnten.
Nach bisher 16 DEL2-Begegnungen zwischen den beiden Großstadtteams haben die Frankfurter die Nase leicht vorn. Neun Mal konnten die Frankfurter Löwen das Eis als Sieger verlassen während die Dresdner dies nur sieben Mal schafften. Auch die Torbilanz spricht mit 57:53 Toren für die Hessen.
Die Begegnung zwischen den Dresdner Eislöwen und den Frankfurter Löwen verspricht immer Tore. Bei jedem Spiel der beiden Konkurrenten fielen immer mindestens drei Treffer und keine Mannschaft konnte jemals einen Shutout feiern.
MEC Saale Bulls Halle
BULLS WOLLEN ERSTEN SAISONSIEG – FÜCHSE DUISBURG DANKBARER GEGNER?
(OLN) Am gestrigen Freitag ging es für die Saale Bulls zum ersten Punktspiel auf große Reise gen Westen, dort wartete bereits das Team von Frank Gentges – die Wohnbau Moskitos Essen – auf die Kufencracks aus Halle. Diese konnten leider so früh in der Saison schon nicht mehr vollzählig anreisen, denn in den letzten beiden Testspielen gegen den EV Weiden verletzten sich die Stürmer Marius Stöber (Fingerbruch) und Alex Zille (Knie-Innenband) so schwer, dass sie vorerst nicht auf`s Eis zurückkehren können.
Doch davon lassen sich die Jungs von Trainer Dave Rich bekanntermaßen nicht unterkriegen – im Gegenteil, man kämpft noch härter und holt auch das Letzte aus sich heraus. Und was gestern leider nicht gelang (man musste sich knapp mit 4:5 geschlagen geben), möchte man morgen unbedingt schaffen. Im Heimspiel gegen die Füchse Duisburg soll der erste Sieg und damit die ersten drei Punkte in der neuen Saison geholt werden.
Leichter wird dieses Unterfangen jedoch nicht, denn in Essen verletzte sich auch noch Phil Miethling (Knöchel) und Nathan Robinson ist für heute aufgrund einer Spieldauerstrafe gesperrt.
Doch auch unser heutiger Gegner aus Duisburg verlor sein Auftaktspiel (gegen Rostock) und steht ebenso unter Zugzwang. Füchse-Trainer Reemt Pyka wird seine Jungs also sehr gut auf das heutige Duell gegen die Saale Bulls eingestellt haben.
Duisburg vollzog – nach einer weiteren nicht zufriedenstellenden Saison – im Sommer in der Mannschaft einen großen Umbruch, man trennte sich von fast allen Spielern. Doch „Totgeglaubte leben länger“ – insofern sollte man die Füchse auf keinen Fall unterschätzen und nicht glauben, dass das morgige Spiel ein Selbstläufer wird.
EC Harzer Falken
Harzer Falken mit großem Kampf gegen die Hannover Scorpions
(OLN) Das erste Saisonspiel ist gelaufen und auch wenn sich die Harzer
Falken den Hannover Scorpions vor 1.119 Zuschauern mit 4:8 (0:1; 2:3;
2:4) geschlagen geben mussten, gab es nach dem Spiel doch auch einige
zufriedene Gesichter im Harzer Lager.
Trainer Arno Lörsch brachte es nach dem Spiel auf den Punkt, als er
davon sprach, dass es schade ist, dass diejenigen, die nicht im
Stadion waren nur das recht deutliche Ergebnis sehen können. Ihnen
aber entgangen ist, dass die Scorpions zwar verdient gewonnen haben,
aber bis zum Schluss hart für den Erfolg kämpfen mussten. Denn die
Harzer Falken verlangten ihrem Gegner von Beginn an alles ab. Und
natürlich wurde die leichte Überlegenheit der Harzer im ersten Drittel
auch dadurch begünstigt, dass Hauptschiedsrichter Ratz jede kleinste
Tätlichkeit der Hannoveraner konsequent pfiff und den Scorpions so
kaum Gelegenheit ließ, in Spielrhythmus zu kommen. Auf der anderen
Seite hatte Arno Lörsch seine Männer sehr offensichtlich sehr gut
eingestellt. Denn die Jungs ließen sich auf nichts ein und es dauerte
bis zur 26. Spielminute, bis dann auch mal ein Harzer auf die
Strafbank geschickt wurde. So wurde es ein überaus kurzweiliges Spiel,
in dem die Harzer leider versäumten die numerische Überlegenheit in
Tore umzuwandeln. Doch zum einen verfügen die Scorpions über eine
überragende Defensivabteilung und zum anderen steht da mit Christoph
Mathis sicherlich einer der besten Torleute der Liga im Kasten. Doch
auch sein Pendant auf Harzer Seite, Fabian Hönkhaus, machte seine
Sache trotz der 8 Gegentore sehr gut. Lediglich beim 0:1 in der 9.
Spielminute rutschte ihm der Puck nach einem Weitschuss von Dennis
Schütt irgendwo durch und ließ ihn etwas unglücklich aussehen. Doch in
der Folge parierte er wie bei einem Konter in der 20. Minute glänzend
und musste sich, ebenso wie seine Vorderleute, dann lediglich der
individuellen Klasse der Gäste geschlagen geben.
So wie beim 0:2 in der 26. Minute, als Dennis Schütt, Björn Bombis und
Patrick Schmid in eigener Unterzahl einen Konter fahren konnten. Zwei
Mal konnte sich Hönkhaus ganz stark in die Schüsse der Scorpions
werfen, doch beim dritten Nachschuss von Schmid war es dann doch einer
zu viel und so sehr er sich streckte, war das Gegentor nicht zu
verhindern. Und ganz nebenbei ist mit den drei genannten
Scorpions-Spielern auch schon die Geschichte des Spieles erzählt. Denn
es gab lediglich ein Tor, an dem keiner der drei genannten nicht
beteiligt war. So brachte es Dennis Schütt auf 5 Punkte (ein Tor, vier
Vorlagen), Patrick Schmid auf 6 Punkte (zwei Tore, vier Vorlagen) und
Björn Bombis gar auf 7 Punkte (2 Tore, fünf Vorlagen).
Aber zwischendurch war es dann auch an der Zeit, dass die Harzer
jubeln durften. In Unterzahl ergatterten die Falken den Puck im
eigenen Drittel und Louis Trattner, der just in diesem Moment von der
Strafbank kam, sagte Danke für die Steilvorlage. Über Richard Zerbst
abgelegt war es dann Zach Josepher, dem das erste Saisontor der Harzer
Falken vorbehalten war. Und dieses Tor sollte die Harzer zusätzlich
pushen. Nur eine Minute später sorgte ausgerechnet eine Hannoveraner
Co-Produktion für den umjubelten Ausgleich. Anton Barrein hatte auf
Jörn Weikamp abgelegt und bei dem Schuss aus spitzem Winkel gab
diesmal Mathis eine unglückliche Figur ab, als er den Puck durch die
Schoner rutschen ließ. Was folgte war eine starke Phase der Harzer
Falken, die aber jäh endete als die Scorpions in der 38. Minute ein
Überzahlspiel derart abgeklärt und ruhig ausspielten und weder der
Harzer Abwehr noch Hönkhaus im Harzer Kasten den Hauch einer Chance
ließen und erneut Schmid die erneute Führung markierte. Und als dann
Matthew Wilkins 44 Sekunden vor Drittelende einen Blueliner zum 2:4
abfälschen konnte, musste man bereits vermuten, dass es hier ganz
schwer werden würde, dieses Spiel nochmal in günstigere Bahnen zu
lenken.
Nicht dass die Falken aufsteckten. Ganz im Gegenteil. Dem 2:5 in der
44. Minute ließen sie in Überzahl mit einem satten Direktschuss von
Artjom Kostyrev gleich das 3:5 folgen. Doch irgendwie hatten die
Scorpions immer eine passende Antwort parat. So wie das 3:6 nur eine
Minute später als gleich drei Scorpions den armen Andreas Druzhinin im
Harzer Drittel regelrecht austanzten. Und das 3:7 in der 49. Minute,
das derart souverän herausgespielt wurde, dass man auch als Falkenfan
diese Klasse der Hannoveraner Spieler einfach nur noch neidlos
anerkennen musste. Schade nur, dass man nach dem 4:7 durch Michael
Buonincontri die Chancen zum 5:7-Anschlusstreffer liegen ließ. Ein
Ergebnis, dass dem Spielverlauf wohl eher entsprochen hätte. Doch nach
der größten Chance, als Kostyrev nur den Pfosten traf, war es erneut
das Hannoveraner Trio, diesmal mit Abschluss durch den überragenden
Björn Bombis, die den Sack zumachten. Was folgte fiel dann in die
Rubrik „unnötig“. Denn während des Jubels kam es zur Rangelei zwischen
zwei Spielern, was in eine kleine Massenschlägerei ausartete, in der
Scorpion Noah Janisch wie ein Wahnsinniger auf den am Boden liegenden
Kevin Richter einprügelte. Nun wird es auch dazu eine Vorgeschichte
gegeben haben, denn beide Protagonisten durften mit einer
Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen.
Insgesamt muss man aber resümieren, dass dieses Spiel nie überhart
geführt wurde. Und so waren sich die beiden Trainer im Anschluss auch
einig, dass die Ahndung von Stockfouls zwar richtig und wichtig ist,
die Interpretation der Schiedsrichter diesbezüglich jedoch einfach zu
eng ausgelegt wird. Denn 74 Strafminuten gegen die Scorpions
(inklusive zwei Mal 5 + Spieldauer) waren zwar für die Harzer Falken
eine gute Gelegenheit, Überzahl zu trainieren und vor allem im Spiel
zu bleiben, wurden aber der Spielweise der Hannoveraner in dieser Höhe
nicht gerecht.
Was bleibt ist eine sehr couragierte Vorstellung der jungen Harzer
Mannschaft. Vor allem wenn man bedenkt, dass Nico Ehmann noch immer
angeschlagen ins Spiel gegangen ist und sowohl Zach Josepher als auch
Micheal Buonincontri unter der Woche grippebedingt beim Training
fehlten, ist die Leistung noch ein Stück weit höher einzustufen. Zwar
fehlten auch beim Gegner neben den Leistungsträgern Chad Niddery und
Sean Fischer noch eine ganze Reihe Spieler krankheitsbedingt. Doch
spricht es für die herausragende Besetzung der Scorpions, dass es dann
eben doch reicht, wenn drei Spieler ihre ganze Klasse ausspielen. (Hei)
TSV Erding
Leichte Aufgabe erfolgreich gelöst
(BYL) Eine eher leichte Aufgabe für die Erding Gladiators
war das Testspiel am Freitag beim EV Moosburg. Die Truppe von Trainer
Topi Dollhofer gewann klar mit 7:2 (4:0, 1:1, 2:1) Toren.
Die Moosburger waren zwar ersatzgeschwächt, hatten allerdings mit Nolan
Regan und Tryout-Spieler Tomas Libovicky zwei Ausländer im Team, die
allerdings nicht herausstachen. Bei Erding durften wieder einige
Nachwuchsspieler ran. Zum ersten Mal „Erwachsenen-Eishockey“ spielte
Xaver Magg, der an der Seite des Duos Krzizok/Zimmermann stürmte.
Die erste Chance nach zehn Sekunden hatte Moosburg, das erste Tor nach
43 Sekunden schoss Erding – der Ex-Moosburger Florian Fischer hatte bei
angezeigter Strafe getroffen. Sechs Minuten später stand es schon 3:0
nach Toren von Lukas Krämmer und Marco Deubler innerhalb von nur 25
Sekunden (7.), und noch vor Drittelende legte Fischer das 4:0 nach
(19.), sehr zum Leidwesen von EVM-Coach Bernie Englbrecht.
Danach nahmen die Gladiators das Tempo ein wenig raus, kamen aber zum
5:0 nach einer schönen Einzelaktion von Deubler (28.). Dem Ex-Erdinger
Patrice Dlugos gelang schließlich der erste EVM-Treffer (36.), und im
Schlussdrittel fiel relativ schnell sogar das 2:5 durch Philipp Ujcik.
Dann aber gaben die Gladiators noch einmal Gas. Und Fischer (50.) sowie
Daniel Krzizok (51.) schossen innerhalb von nur 19 Sekunden den
7:2-Endstand heraus.
ESC River Rats Geretsried
Blackout im letzten Drittel - klare 6:0 Niederlage in Schongau
(BYL) Langsam aber sicher beginnt für die Bayernligisten wieder der Ernst des Lebens, in zwei Wochen startet die Liga. Für die Rats steht das letzte Testspielwochenende auf dem Plan, bevor es nächste Woche noch ins Trainingslager geht. Bedingt durch den Ausfall von Ondrej Horvath und Bene May war Ludwig Andrä dazu gezwungen die Reihen komplett umzustellen. Es gab aber auch gute Nachrichten aus der Personalabteilung, Stephan Englbrecht meldete sich nach längerer Verletzungspause wieder zurück.
Die ersten 10 Minuten gehörten dem ESC, allerdings waren die Annäherungsversuche zu harmlos. Ganz dick wäre es beinahe nach 11 Minuten geworden, als zwei Schongauer (bei Rats-Überzahl) alleine auf David Albanese zusteuerten. Doch der Rats-Schlussmann entschärfte den ersten Schuss auf sein Tor souverän. Mehr Highlights gibt es dann tatsächlich auch nicht zu berichten, denn das Spiel plätscherte auf sehr überschaubarem Niveau vor sich hin.
Nennenswertes gab es auch im Mittelabschnitt erst ab der 10. Minute. Florian Lechner kam in einem Zweikampf zu spät und musste folgerichtig mit 5 + Spieldauer vorzeitig in die Kabine. Plötzlich war wieder Pfeffer in der Partie, denn nur wenige Sekunden später entwischte Martin Köhler der EAS-Abwehr, scheiterte aber mit seinem Alleingang am Lattenkreuz. Die Mammuts nutzten ihre Überzahl doch noch durch einen verdeckten Schuss in die linke obere Ecke zum 1:0 (35.).
Mit nur noch einem verbleibenden Mittelstürmer versuchten die Rats im Schlussdrittel endlich mal wieder einen Treffer zu erzielen. Daraus sollte allerdings nichts werden, es folgten fünf Minuten völliger Unkonzentriertheit. Wudrick stand Mutterseelenallein neben dem Tor und musste nur noch den Schläger zum 2:0 hinhalten (43.). Die Gastgeber konnten nachlegen, Mewes profitiert von einem Fehler in der Rats-Defensive und hämmerte die Scheibe zum 3:0 in die Maschen (45.). Der Torjubel war kaum verstummt, schon schlug es erneut hinter Albanese ein. Fend wurde schön freigespielt und vollendete zentral vor dem Tor zum 4:0 (45.). Schongau zog dann in der Spieldauer-Statistik nach, Jänichen verabschiedete sich ebenfalls mit einem Kniecheck vorzeitig. Danach flachte die Partie wieder ab, bis Schongau kurz vor Schluss in doppelter Überzahl erst das 5:0 (58.) und drei Sekunden vor Schluss das 6:0 erzielen konnte (60.).
Fazit: Da wartet noch viel Arbeit auf die Rats. Freilich haben mit May und Horvath zwei wichtige Spieler gefehlt, aber so darf man sich einfach nicht präsentieren. Fünf Minuten Totalausfall im letzten Drittel führen zu diesem deutlichen Ergebnis. Das nächste und zugleich letzte Vorbereitungsspiel steigt am Sonntag in Königsbrunn, Spielbeginn ist um 18 Uhr.
EHC Königsbrunn
EHC schlägt EHC
(BYL) Der EHC Königsbrunn gewinnt dank eines hochspannenden Penaltyschiessens mit 5:4 gegen den EHC Klostersee. Nach einem leistungsgerechten Unentschieden innerhalb der regulären Spielzeit hatten die Brunnenstädter am Ende durch den Treffer von Matthias Forster die Nase vorn.
In den Reihen der Gastgeber fehlte heute Ralf Rinke, dieser war angeschlagen und musste aussetzen, ansonsten konnte Coach Fabio Carciola auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen heißen Tanz auf dem Eis und boten dem Zuschauer einen ansehnlichen Fight auf Augenhöhe. Königsbrunn agierte selbstbewusst und setzte sich immer wieder im gegnerischen Drittel fest. Wie auch in den bisherigen Partien wussten alle Reihen zu überzeugen, auch wenn durch kleiner Umstellungen noch Sand im Getriebe war. Doch auch der Gegner aus Grafing nutzte die Begegnung zur Standortbestimmung und stellte ebenfalls fleißig um. Beide Teams erarbeiteten sich Gelegenheiten, doch zunächst wollten keine Tore fallen. Erst als die Gäste in Überzahl die Scheibe laufen ließen, musste Königsbrunns Goalie Markus Matula das erste Mal hinter sich greifen. Die Brunnenstädter versuchten noch den Ausgleich zu erzwingen, bis zur Pause fielen aber keine Treffer mehr.
Im Mittelabschnitt wieder das gleiche Bild, zwei starke Mannschaften mit kleinen Fehlern im Spielaufbau, die sich gegenseitig neutralisieren. In der 24. Spielminute fasste sich Nicolas Neuber ein Herz und verwertete eine Vorlage von Patrick Zimmermann zum wohlverdienten Ausgleich. Es dauerte allerdings bis zur 37. Spielminute, ehe Lukáš Hruzík einen Fehler im Spielaufbau der Gäste ausnutzte und seinen Alleingang erfolgreich zur 2:1 Führung nutzte. Die Freude der Königsbrunner war aber nur von kurzer Dauer, denn nur zwei Minuten später gleichen die Gäste erneut in Überzahl aus. Mit dem 2:2 ging es dann in die letzte Pause.
Die Gäste erwischten Königsbrunn nach Wiederanpfiff auf dem falschen Fuß und setzten sich im gegnerischen Drittel fest, Belohnung dafür war die erneute Führung zum 2:3. Doch die Brunnenstädter zeigten Charakter und drängten aggressiv auf den Ausgleich, nur zwei Minuten später war es Lukas Fettinger, der sich nach einem Defensivfehler der Gäste durch die Reihen der Grafinger tankte und sich mit dem 3:3 belohnte. Im letzten Spielabschnitt fielen aber zu viele Strafen für beide Mannschaften, die wohl mit sehr viel Ehrgeiz in die Partie gegangen waren. Königsbrunn hätte das Spiel für sich entscheiden können, ab der 47. Spielminute hatten die Brunnenstädter doppelte Überzahl. Doch wie auch einige Male zuvor konnte die Mannschaft diesen Vorteil nicht für sich nutzen. Die Gäste hingegen legten sieben Minuten vor Spielende nochmal zum 3:4 vor. Nachdem Lukáš Hruzík in der 57. Spielminute nach einem harten Foul eine Matchstrafe kassierte und Königsbrunn nun bis Abpfiff mit einem Mann weniger auf dem Eis spielen musste, hätte wohl kaum jemand einen Pfifferling auf die Brunnenstädter gesetzt. Doch die Gastgeber eroberten sich in Unterzahl geschickt die Scheibe und erzielten doch noch den Ausgleich, der bis Drittelende hielt. Nun musste zum Glück das Penaltyschiessen entscheiden, denn bei einer Verlängerung hätten die Gäste noch fast zwei Minuten Überzahl gehabt. So entschied nach einigen unterhaltsamen Penaltys der Treffer von Matthias Forster, der Jubel in der Halle war danach groß.
Am Ende gewinnt Königsbrunn etwas glücklich, aber nicht unverdient gegen starke und in der Breite gut aufgestellte Gäste aus Grafing. Allerdings müssen die Brunnenstädter durch die Matchstrafe gegen Lukáš Hruzík einige Spiele auf ihren zuverlässigen Verteidiger verzichten, über die exakte Dauer der Strafe wird wohl nächste Woche entschieden.
EHC-Coach Fabio Carciola freut sich trotzdem über den knappen Sieg: „Meine Mannschaft hat nie aufgegeben und immer Moral gezeigt, am Ende haben wir uns durchgebissen. Ein paar Dinge müssen wir bis zum Saisonstart abstellen, wir haben noch eine Woche intensives Training vor uns.“
EHC Buchloe
Piraten unterliegen im zweiten Vorbereitungsspiel erst im Penaltyschießen - ESV Buchloe schlägt sich beim Bayernligisten Dorfen lange wacker
(BLL) Ein erneut gutes Spiel zeigte die Mannschaft von ESV-Trainer Alexander Wedl am Freitagabend beim ersten Auswärtsspiel er Saison in Dorfen. Am Ende erkämpften sich die Buchloer im zweiten Vorbereitungsspiel ein 4:4 Unentschieden und mussten sich dem ligahöheren Bayernligisten anschließend erst mit 4:5 (1:1, 1:2, 2:1) im Penaltyschießen geschlagen geben.
Dabei dauere es im ersten Drittel nicht lange, bis Piraten-Schlussmann Michael Bernthaler schon hinter sich greifen musste. Nach 20 Sekunden zog Florian Mayer, angespielt von Tobias Fengler, aus halb rechter Position unhaltbar ab und traf zum 0:1 für die favorisierten Hausherren. Mehrere Strafzeiten der Pirates sorgten im Anschluss dafür, dass der ESC Dorfen sich ein Übergewicht erspielen konnte und Bernthaler sich mehrfach auszeichnen konnte. Außerdem stand die ESV-Verteidigung eng in der Box, sodass die Drfener fast keine Mittel fand selbst bei einer doppelten Überzahl gefährlich vor das Tor zu kommen. Und so konnte Nachwuchsspieler Mattias Imhof mit seinem ersten Tor bei den Senioren dann eine schöne Kombination zum Ausgleich verwerten (10.). Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Die erste Überzahl der Buchloer überstand Dorfen unbeschadet und so ging es mit dem 1:1 in die Kabine.
Im Mittelabschnitt konnten die Piraten zu Beginn in Überzahl agieren, taten sich hierbei aber genauso schwer wie die heimischen Eispiraten im ersten Drittel. In der 26 Spielminute ging Dorfen durch Thomas Vrba erneut in Führung, doch die richtige Antwort der Freibeuter kam noch in der gleichen Spielminute. Ein von David Vycichlo eingeleiteter Konter über Michal Telesz fand letztlich mustergültig Alexander Krafczyk, der Towart Simon von Fraunberg im Tor mit dem 2:2 keine Chance ließ. Sein ganzes Können zeigte Michael Bernthaler gegen Mario Sorsak, als er im Alleingang an Ihm scheiterte (31). Doch noch vor der zweiten Pause sorgte Ernst Findeis für die abermalige 2:3 Führung der Eispiraten (38.).
Zu Beginn des letzten Drittels arbeiteten beide Teams konzentriert in der Defensive, sodass es an Tormöglichkeiten mangelte, bis Timo Hauck von rechts einen Gegenspieler aussteigen ließ, vor das Tor zog und ebenfalls mit seinem Premierentor beim ESVB zum erneuten Ausgleich einnetzte (49.). Durch eine Einzelleistung von Lukas Miculka gingen der Bayernligist eine Zeigerumdrehung später aber wieder in Führung. Nach einer Auszeit durch Trainer Alexander Wedl (55.) drückte die Buchloer in den Schlussminuten auf den Ausgleich, der in Person von David Vycichlo zwei Minuten vor dem Ende auch verdientermaßen gelang.
Somit durfte das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. Und hier hatte am Ende der Favorit das glücklichere Händchen, da Miculka den knappen Sieg für die Gastgeber sicherte.
ERC Lechbruck
Erstes Testspiel der Flößer in Schongau
(BBZL) Nach zwei Wochen Eistraining steht nun am kommenden Sonntag um 17 Uhr das erste Testspiel in Schongau auf dem Programm. Fehlen wird auf jeden Fall Trainer Jörg Peters, der noch im Urlaub weilt und von dort aus seinen Jungs die Daumen drückt.
Der erste Testspielgegner wird die EA Schongau 1b aus der Bezirksliga Gruppe 3 sein. Die Zweitvertretung des Bayernligisten schloss die vergangene Bezirksligasaison auf einem enttäuschenden neunten Platz ab und wird sich für die anstehende Spielzeit so Einiges vorgenommen haben. Einziger Neuzugang ist bis jetzt Torhüter Christopher Sievers vom Landesligisten SC Forst. Sicher werden auch einige Spieler der 1. Mannschaft Spielpraxis bei der EAS 1b sammeln dürfen und so kann man schwer einschätzen, wie stark die Truppe von EAS-Trainer Andreas Leschinger tatsächlich ist.
Für die Flößer ist der Test gegen Schongau in erster Linie wichtig, um die Reihen einzuspielen und Spielpraxis zu erhalten. Das Ergebnis spielt dabei noch eine untergeordnete Rolle. Trotzdem möchte man natürlich erfolgreich starten und einen weiteren Schritt in Richtung Leistungslevel machen.
EHC Troisdorf
Top Team aus der Regionalliga eine Nummer zu groß
(LLW) Auch im zweiten Vorbereitungsspiel der Saison 2018/2019 ging es für Troisdorf gegen ein Team, welche eine Klasse höher in der Regionalliga spielt.
Zudem gehört Soest vermutlich zu den Teams in der Regionalliga, das um den Meistertitel mitspielen wird.
Für Troisdorf also eine echte Herausforderung.
Der Start ins Spiel verlief für Troisdorf vielversprechend, auch wenn man in der 7. und 9. Spielminute Gegentreffer hinnehmen musste.
Tobias Schäfer konnte in der 13. Spielminute aber auf Zuspiel von Julian Schramm und Lucas Hubert den Anschlusstreffer erzielen.
Mit dem 1:2 ging es in die erste Pause und man war mit dem Spiel und dem Spielstand sehr zufrieden, denn man konnte zeitweise Soest unter Druck setzen und die Angriffe der Soester erfolgreich abwehren.
Im zweiten Drittel legte Soest einen Gang zu und man konnte sehen warum das Team aus Soest zu den Titelfavoriten in der Regionalliga zählt.
Troisdorf konnte in diesen 20 Minuten keinen Treffer erzielen, musste aber vier Gegentreffer hinnehmen.
Der Troisdorfer Keeper Daniel Scheck konnte in diesem Spielabschnitt durch seine guten Paraden einen höheren Rückstand verhindern.
Für das letzte Drittel hat sich Troisdorf vorgenommen kein Gegentor zu kassieren und wenn möglich noch ein zwei Tore zu erzielen, um ein ansprechendes Ergebnis auf der Anzeigetafel zu haben.
Die Vorgabe "keinen Gegentreffer" konnte man nicht umsetzen; dafür waren die Soester einfach zu schnell und zu konsequent im Abschluss.
Die Zuschauer konnten aber dann doch noch zwei Tore von Troisdorf bejubeln.
Constantin Nocker (44. Spielminute) und Justyn Tursas (58. Spielminute) konnten auf das letztendliche 3:11 verkürzen.
Das nächste Vorbereitungsspiel der Troisdorf Dynamites findet am Sonntag 23.09.2018 um 20:00 Uhr in Neuss statt, bevor es dann am 30.09.2018 um 18:00 Uhr im Icedom am Rotter See in die reguläre Saison geht.
Gegner im ersten Meisterschaftsspiel wird das Team aus Herne sein.
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