IHP NachrichtenSamstag 20.Oktober 2018
(IHP) Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen:
Deutscher Eishockey Bund, Deutsche Eishockey Liga, Deutsche Eishockey Liga 2, Oberliga Süd, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen
Deutscher Eishockey Bund
1:4-Niederlage für die U16-Nationalmannschaft in Vierumäki
(DEB) Die deutsche U16-Nationalmannschaft hat am Freitagabend ihre erste Partie gegen die finnische U16 A-Auswahl mit 1:4 (1:0, 0:1, 0:3) verloren.
Die Mannschaft von U16-Bundestrainer Stefan Mayer erwischte in Vierumäki einen guten Start, hielt das Spielgeschehen in den ersten 20 Minuten offen und kam dabei zu eigenen Torgelegenheiten. Eine davon nutzte Kevin Niedenz in der 15. Minute nach Vorarbeit von Haakon Hänelt und Maxim Rausch zum Führungstreffer für die DEB-Auswahl.
Nach der ersten Drittelpause nahm allerdings der Gastgeber das Zepter in die Hand und erspielte sich ein deutliches Chancenplus. 20:9-Torschüsse zeigte die Statistik nach 40 Spielminuten – lediglich Samu Tuomaala konnte jedoch für die Finnen treffen. So ging die deutsche Mannschaft mit einem Achtungserfolg in die Kabine – das Spiel war nach 40 Minuten mit dem 1:1-Zwischenstand ausgeglichen.
Mit einer Strafzeit ging die deutsche Mannschaft in das Schlussdrittel. Philip Feist hatte 15 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen. Dies nutzte der Gastgeber nur 32 Sekunden nach Start des Schlussdrittels durch Verner Miettinen, um das Spiel komplett zu drehen. Fünf Minuten später erhöhte Saku Leskinen auf 3:1 für die finnische Auswahl. U16-Bundestrainer Stefan Mayer brachte zwei Minuten vor dem Ende einen zusätzlichen Feldspieler für Goalie Nikita Quapp ins Spiel, um die letzten Offensivkräfte zu mobilisieren. Doch die Finnen schlugen auf der Gegenseite per Empty-Net-Goal durch Rasmus Ruusunen erneut zu und sicherten sich einen 4:1-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen der beiden U16-Nationalmannschaften. Das zweite Spiel findet am morgigen Samstag um 15.00 Uhr statt.
U16-Bundestrainer Stefan Mayer: „Wir hatten uns nach dem letzten Turnier in Österreich vorgenommen, unsere Defensivarbeit zu verbessern. Gerade in diesem Bereich war heute eine deutliche Steigerung gegen starke Finnen zu erkennen. Wir haben im ersten Drittel dem Gegner mehr als Paroli geboten und gute Entlastungsangriffe gefahren. Im zweiten Drittel haben die Finnen den Druck erhöht und wir dementsprechend den offensiven Zugriff verloren. Trotzdem konnten wir uns insgesamt ordentlich präsentieren und haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt.“
Düsseldorfer EG
DEG gewinnt das Prestigeduell – Derbysieg gegen die Kölner Haie
(DEL) Die Düsseldorfer EG feiert nach zuvor vier Niederlagen in Folge wieder einen Sieg. Im Rheinischen Derby gewann das Team gegen die Kölner Haie vor 12.549 Zuschauern mit 4:3 (1:1; 2:2; 1:0). Dabei haderte eine eigentlich überlegene Düsseldorfer EG lange mit der eigenen Chancenverwertung - bis Topscorer Jaedon Descheneau das Team erlöste.
Bayreuth Tigers
Eispiraten entern den Tigerkäfig ohne Gegentor
(DEL2) Vor größerer Kulisse aus beiden Fanlagern starteten die Nachbarn relativ ausgeglichen ohne große Höhepunkte in diese Partie. Ein gewisses Abtasten mit gegenseitigem Respekt war in den ersten Szenen deutlich erkennbar und einzelne Torchancen blieben noch ohne Erfolg. Mit dem ersten Powerplay (9.) gingen die Gäste dann aber in Führung. Einen Fehler im Zentrum bestrafte Hilbrich sofort reaktionsschnell und mit dem Rückstand bekamen die Bayreuther noch mehr Probleme eigene Angriffsaktionen zu starten, da die Westsachsen konzentriert die Räume eng machten. Spielerische Lösungen das „aufzureißen“ gab es bei den Hausherren kaum, da ihnen auch das nötige Tempo dazu fehlte. Mit einer klasse Aktion des auffälligen Klöpper wurde dann noch ein weiterer Treffer vorbereitet. Hilbrich, erneut zentral angespielt, hatte dabei dann fast leichtes Spiel, um gegen den wieder machtlosen Herden nach 14 Minuten aus kurzer Distanz auf 0-2 zu erhöhen.
Mit deutlich mehr „speed“ gingen beiden Teams dann den zweiten Abschnitt an und besonders die Einheimischen erkämpften sich nun zeitweise mehr Spielanteile. Höhepunkt dieser Verbesserung waren das Break von Bosas (24.), als er völlig alleine auf Kilar zulief, auf die Vorhand zog, die Scheibe aber nicht nach oben brachte und an den Schienen des ETC-Goalies scheiterte. Zweites Highlight war der Direktschuss von Järveläinen in Überzahl, aber auch den klärte Kilar mit seinen Vorderleuten. Danach folgte eine Phase von extremen „coast to coast hockey“ mit schnellem Überbrücken der Mittelzone inklusive guter Torchancen auf beiden Seiten, die aber erstmal alle ungenutzt blieben. Das war die Phase wo für Tigers eine Wende noch möglich gewesen wäre, aber ohne eigenen Treffer geht das nicht. Es war nicht so, dass man es nicht versuchte, aber durchschlagenden Erfolg konnte man eben auch nicht erzwingen. Erst in Minute 35 gab es wieder einen Eintrag auf dem Scoreboard, nachdem sich auch ein paar härtere Auseinandersetzungen mit Strafen auf beiden Seiten abgespielt hatten. Bei 4 gegen 4 zog Flick direkt ab und Tigerstorwart Herden rutschte die Scheibe zum 0-3 unter dem Arm durch. Deutlich geschockt wirkten davon die Oberfranken und überließen den Eispiraten in den letzten Minuten völlig das Feld. Mehrere Hochkaräter ließ Crimmitschau allerdings noch ungenutzt und so blieb es beim 0-3 nach den zweiten 20 Minuten.
Auch im Schlussdrittel fehlten den Bayreuthern die offensiven Lösungen um nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Crimmitschau verwaltete das geschickt und relativ souverän, hielt die Scheibe meist weg vom eigenen Tor und erhöhte durch Hilbrich und Flick bis zum Endstand von 0-5. In nahezu allen Belangen unterlegen, fehlten den Wagnerstädtern unter dem Strich auch die Ideen, um an diesem gebrauchten Tag die souveränen Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen. Alles was man versuchte, verpuffte relativ wirkungslos und so sicherten sich die Eispiraten völlig verdient die 3 Zähler. Hilbrich mit einem Dreierpack und Doppeltorschütze Flick waren neben shut-out-Goalie Kilar die Hauptakteure in einer geschlossenen Mannschaftsleistung, dem die Oberfranken an diesem Abend zu wenig entgegen zusetzten hatten.
Eispiraten Crimmitschau
5:0! Eispiraten mit deutlichem Auswärtssieg in Bayreuth / Hilbrich mit Dreierpack - Kilar feiert Shutout
(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau konnten ihr heutiges Gastspiel bei den Bayreuth Tigers deutlich für sich entscheiden. Die Westsachsen gewannen im Tigerkäfig, mit rund 350 Gästefans im Rücken, 5:0! Auch wenn die Crimmitschauer im zweiten Durchgang lange schwankten konnte das Team von Cheftrainer Kim Collins einen, über weite Strecken souveränen, Auswärtssieg einfahren. Christian Hilbrich traf gleich dreifach, Rob Flick konnte sich doppelt in die Torschützenliste eintragen. Brett Kilar blieb ohne Gegentor. Am Sonntag geht’s für die Rot-Weißen vor heimischen Publikum gegen den EC Bad Nauheim (21.10.2018 - 17:00 Uhr / Tickets auf www.etix.com erhältlich).
Die Eispiraten kamen besser ins Spiel. Gegen Julian Talbot und Christoph Kabitzky rettete Tigers-Goalie Herden zunächst aber stark. Dann kam Christian Hilbrich! Der Deutsch-Kanadier nutzte einen Abpraller im Powerplay eiskalt - 1:0 (9.). Wiederum nur fünf Minuten später fiel dann der nächste Eispiraten-Treffer: Eine schöne Vorlage von Patrick Klöpper vollendete erneut Christian Hilbrich, der frei vor dem Tor nur noch zum 2:0 einschieben musste (14.). Wenige brenzlige Aktionen konnte der Abwehrverbund der Crimmitschauer entschärfen, Brett Kilar seltene Chancen der Hausherren gut vereiteln.
Im zweiten Drittel schien sich das Blatt aber dann zu wenden. Die Bayreuth Tigers kamen stärker aus der Pause und versuchten, die Collins-Truppe einzuschnüren. Immer wieder war die Verteidigung der Eispiraten sowie der starke Brett Kilar gefragt, der neben einen Alleingang von Bosas (23.) weitere gute Paraden zeigte. Mitten in der Druckphase der Gastgeber gelang den Westsachsen dann ein weiterer wichtiger Treffer. Julian Talbot konnte sich im Bayreuth-Drittel gut freispielen und legte auf Rob Flick ab - Der Blondschopf zögerte nicht lange und feuerte den Puck, unter Mithilfe von Goalie Timo Herden, in die Maschen das Tiger-Gehäuses (35.). Pohl, Hudson und wieder Flick hätten den Spielstand nach 40 Minuten noch höher ausfallen lassen können, denn die Tigers schienen nach dem dritten Gegentor angekratzt.
Die Eispiraten starteten ruhig in das dritte Drittel, spielten konzentriert und überlegt, wollten aber dennoch weiter nachlegen. Christian Hilbrich, assistiert von Christoph Körner, krönte seine starke Leistung und stellte mit seinem ersten Hattrick im Eispiraten-Dress auf 4:0 (46.)! Die in schwarz-gelb gekleideten Tigers waren verunsichert und nun waren nach dem vierten Streich der Sachsen „erlegt“. Die Eispiraten setzten sich jedoch immer wieder im Drittel der Franken fest und wollten noch mehr. Rob Flick hämmerte dann einen Querpass von Dominic Walsh in die Maschen- 5:0 (53.). Der Doppelpacker sorgte somit, gut sieben Minuten vor dem Ende, für den Schlusspunkt des Torreigens. Ein wichtiges Ausrufezeichen der Eispiraten, die über 60 Minuten eine selbstbewusste, kämpferische Leistung auf das Eis brachten. Sinnbildlich für diese Einstellung war Christoph Kabitzky, der sich selbst bei einer scheinbar sicheren Führung immer wieder in die Schüsse der Bayreuther warf und so Gegenangriffe vereitelte. Sollten die Gäste auch am Sonntag so eine ansprechende Leistung bieten, dann werden die Zuschauer im Sahnpark höchstwahrscheinlich viel Freude haben.
Deggendorfer SC
Zweite Heimniederlage in Folge: Deggendorfer SC bleibt auch gegen die
Tölzer Löwen glücklos
(DEL2) Der Deggendorfer SC muss in der DEL2 die zweite Heimniederlage in
Folge hinnehmen. Gegen die Tölzer Löwen verlor das Team von Trainer
John Sicinski am Freitagabend vor 2008 Zuschauer mit 3:5 und bleibt
damit erneut punktlos.
Dabei begann die Partie vielversprechend aus Deggendorfer Sicht.
Gleich in der vierten Spielminute konnten die DSC-Cracks durch einen
Unterzahltreffer von Andrew Schembri in Führung gehen. Doch die Freude
währte nicht lange. Per Doppelschlag in der neunten und zehnten
Spielminute durch Andreas Schwarz und Andreas Pauli drehten die
Oberbayern das Spiel zu ihren Gunsten. Kurz vor der ersten Pause
musste erneut ein Deggendorfer auf die Strafbank und wie bereits beim
Führungstreffer spielten die Hausherren in Unterzahl auf Angriff. Nach
einem schönen Solo von Maximilian Gläßl war es erneut Andrew Schembri,
der bei einem Mann weniger auf dem Eis Ben Meisner im Tölzer Gehäuse
überwand und damit zum umjubelten Ausgleich traf. Doch der offene
Schlagabtausch im ersten Abschnitt war damit noch nicht beendet.
Sieben Sekunden vor der ersten Drittelpause gingen die Gäste erneut in
Führung. Philipp Schlager fälschte im Slot einen Schuss von Kevin
Wehrs unhaltbar ab, sodass die Löwen nach 20 gespielten Minuten mit
einer Führung vom Eis gingen.
Im zweiten Abschnitt waren es wieder die Hausherren, die druckvoll
begannen und unbedingt den Ausgleich wollten. Dieser sollte
schließlich erst in der 34. Spielminute fallen. Im Powerplay
vollendete Andreas Gawlik einen schönen Spielzug über seinen Bruder
Christoph und Andrew Schembri zum verdienten 3:3. Doch die Oberbayern
hatten gegen Drittelende erneut die passende Antwort parat. Andreas
Pauli brachte die Tölzer nach einem schnellen Konter in der 39. Minute
erneut in Front.
Als dann im Schlussabschnitt die Tölzer bereits nach 45 Sekunden
nachlegten, war dies im Nachhinein betrachtet der Nackenschlag für den
DSC. In der Folgezeit wollte den Mannen von Trainer John Sicinski
nicht mehr viel gelingen, sodass den Deggendorfern in der Folgezeit
keine weiteren Treffer mehr gelangen.
Am Sonntag wartet auf den DSC die nächste schwere Aufgabe mit dem
Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren. Spielbeginn im Allgäu ist um 18:30
Uhr.
Dresdner Eislöwen
Niederlage in Freiburg
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Wölfen Freiburg mit 4:5 (2:3; 2:0; 0:2) verloren. Harrison Reed brachte die Gäste (8.) in Führung, doch Jannik Herm markierte in Unterzahl den Ausgleich (11.). Nur zwanzig Sekunden später legte Thomas Pielmeier im Powerplay nach, doch Christian Neuert (16./19.) sorgte durch einen Doppelschlag für die Freiburger Führung. Im Mitteldrittel gelang Jordan Heywood in doppelter Überzahl der Ausgleich (34.). Sebastian Zauner brachte Dresden sogar in Führung (37.). Doch Niklas Linsenmaier (50.) und Tobias Kunz (57.) in Überzahl entschieden die Partie für Freiburg.
Eislöwen-Cheftrainer Jochen Molling: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben das erste Tor erzielt. Durch Unachtsamkeiten und Inkonsequenz konnte Freiburg in Führung gehen. Wir sind aber wieder zurückgekommen. Ohne Frage, auch wenn Freiburg im Schlussdrittel noch einmal Druck macht, müssen wir die Partie über die Bühne bringen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 21. Oktober bereits um 16 Uhr gegen die Kassel Huskies.
Löwen Frankfurt
Duell der Raubtiere am Family Day
(DEL2) Am Sonntag, den 21. Oktober kommt es zum ersten Saisonduell zwischen den Löwen Frankfurt und den Tigers aus Bayreuth. Am 12. Spieltag der DEL2-Saison 2018/2019 dreht es sich aber nicht nur um die großen Raubtiere auf dem Eis, sondern auch um alle kleinen Löwen und Tiger auf den Rängen. In der Frankfurter Eissporthalle steht nämlich der nächste Family Day an, der unterstützt wird von unserem Partner Halligalli-Kinderwelt aus Kelkheim.
Zu diesem Spiel gibt es ein spezielles Ticket Angebot, bei dem bis zu vier Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahre) kostenfrei mit in die Halle dürfen. Dieses Angebot ist sowohl für Tageskarten-Kunden als auch Dauerkarten-Inhaber verfügbar. Spielbeginn ist bereits um 16:00 Uhr.
Nachdem sich die Löwen am Freitagabend drei Punkte beim Meister in Bietigheim erarbeitet haben, soll das Wochenende mit einem weiteren Sieg abgeschlossen werden. Das Spiel in Bietigheim war eine überzeugende Mannschaftsleistung, die Hoffnung und Lust auf mehr macht.
Wieder konnte sich Matt Pistilli in die Torschützenliste eintragen und führt die Frankfurter Statistik damit weiter an. Er steht mit seinen 19 Punkten nur noch hinter dem Bietigheimer Matt McKnight der einen Scorerpunkt mehr hat. Der zweitbeste Scorer der Löwen ist Lukas Koziol mit 17 Punkten. Er hat ligaweit die meisten Assists neben McKnight zu Buche zu stehen (jeweils 14).
Bayreuth steht mit sieben Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Den ersten Punkt konnte man erst am 5. Spieltag bei Heimspiel gegen die Joker aus Kaufbeuren holen. Generell sind die Bayern zuhause stärker als bei ihren Auswärtsspielen. So holte man alle bisher erspielten Punkte vorm heimischen Publikum.
Im Team der Bayreuther kommt es zu einem Wiedersehen mit einem Meister-Löwen, der auch letzte Saison noch das Löwen-Trikot überstreifte. Die Rede ist natürlich von Torhüter Brett Jäger, der in der Meister-Saison noch zum MVP der Playoffs gewählt wurde. Auch Henry Mertens spielte einst am Main (2014-2016). Topscorer der Tigers ist ausgerechnet ein Finne: Ville Järveläinen erzielte bisher 13 Punkte.
ESV Kaufbeuren
Joker gewinnen in Kassel mit 1:0
(DEL2) Gute Nachrichten gab es vor der heutigen Auswärtspartie in Kassel aus dem Verletztenlazarett der Joker. Neben Steven Billich konnten auch die beiden zuletzt angeschlagenen Verteidiger Phillip Messing und Florin Ketterer wieder auflaufen.
Die Joker hatten zu Beginn des Spieles einige Probleme in die Partie zu finden. Die Mannschaft von Trainer Ricco Rossi übte viel Druck aus und Stefan Vajs hatte einige gute Schüsse zu parieren. In einem ersten Überzahl für die Hausherren zischte die Scheibe nach einem Direktschuss von Richie Mueller nur hauchdünn über die Latte. Hier hatten die Joker wohl das Glück des Tüchtigen. Nach dem die Allgäuer das druckvolle Powerplay der Hausherren überstanden hatten, wurde das Spiel ausgeglichener. Nach 13 Minuten konnten die Joker das erste Mal in Überzahl agieren. Die beste Chance hatte dann aber Jonas Wolter, als die Strafe gegen Kassel gerade abgelaufen war und dieser frei vor Marcel Melichercik scheiterte. Besser machte es dann weniger Augenblicke später Joey Lewis. Die Nummer elf der Joker fälschte in der 18. Minute einen Schuss von Sami Blomqvist unhaltbar für Torhüter Marcel Melichercik zum 1:0 ab. Kaum waren die Wertachstädter das erste Mal auf der Anzeigentafel, hatte wiederum Jonas Wolter die große Chance auf einen Treffer. Von Florian Thomas in Szene gesetzt, scheitere der junge Kaufbeurer Stürmer erneut am Kasseler Torhüter und es ging mit einem Spielstand von 0:1 in die erste Pause.
Im zweiten Drittel sollten viele Strafen auf beiden Seiten den Spielfluss etwas hemmen. Beide Unterzahlformationen ließen die jeweiligen Powerplayformationen jedoch nicht zur Entfaltung kommen. Auf Seiten der Joker vergaben Branden Gracel und Sami Blomqvist sogar in Unterzahl noch beste Möglichkeiten. Kurze Zeit wurde sogar mit drei gegen drei Feldspieler agiert. Hier hatte Sami Blomqvist nach einem tollen Pass von Phillip Messing den zweiten Treffer der Allgäuer auf dem Schläger. Der Kaufbeurer Topscorer scheiterte jedoch an Marcel Melichercik. Im direkten Gegenzug rettete Stefan Vajs sensationell gegen zwei Kassler Stürmer. Im Schlussabschnitt hatten die Joker in mehreren Überzahlspielen die Möglichkeit auf eine Vorentscheidung. Jedoch sollte das Powerplay der Allgäuer, wie schon am letzten Sonntag in Dresden, keinen Erfolg bringen. Zwei Minuten vor dem Ende agierten die Hausherren dann mit sechs gegen fünf Feldspieler und setzen somit alles auf eine Karte. Wie das ganze Spieler über schon, verteidigten die Kaufbeurer sehr stark und Stefan Vajs im Tor der Joker, ließ sich auch nicht mehr überwinden. Somit entführten die Rotgelben völlig verdient drei Punkte aus Kassel. Verantwortlich hierfür zeigte sich über das ganze Spiel gesehen, eine sehr starke Defensivarbeit und Torhüter Stefan Vajs, der immer dann zur Stelle war, wenn seine Vorderleute nicht mehr eingreifen konnten.
Ravensburg Towerstars
Mit Schützenfest die Tabellenführung erobert
(DEL2) Die Ravensburg Towerstars haben am Freitagabend im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse einen wahrlich begeisternden Abend geboten und mit einem 9:2 Heimsieg die Tabellenspitze zurückerobert.
Das Topspiel der DEL2 startete vor einer starken Kulisse von 3156 Zuschauern aus Ravensburger Sicht nicht gerade optimal. Bereits nach 15 Sekunden setzte es für Robbie Czarnik eine Strafzeit und die Lausitzer Füchse ließen ein starkes Powerplay durch das Towerstars Drittel laufen. Lange Zeit konnten sich die Towerstars dem Druck erwehren, doch elf Sekunden vor Ablauf der Strafzeit eröffnete sich den Gästen die Möglichkeit zur Führung und dies nutzten sie durch Schiemenz zum 0:1.
Auch in den nachfolgenden Szenen gehörte das Spiel den Gästen, die ihr Vorchecking schon früh und aggressiv an der gegnerischen Zone ansetzten und den Towerstars so den Spielaufbau schwer machten.
Doch die Oberschwaben fanden dagegen ein Rezept, indem sie die Scheibe mit Einzelaktionen durch die neutrale Zone führten und sich dann im gegnerischen Drittel festsetzen konnten. In der 6. Spielminute hatte die Füchse-Defensive den im Rückraum lauernden Max Kolb offensichtlich aus dem Blickfeld verloren, aus kurzer Distanz ließ der Ravensburger Verteidiger dann Füchse Keeper Maximilian Franzreb keine Chance.
Dass der Ausgleich den Towerstars gut tat, zeigte sich schon nach weiteren fünf Minuten. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger, das auf den erkrankten Kilian Keller verzichten musste, ging in der 11. Spielminute mit 2:1 in Führung. Sören Sturm setzte mit einem sehenswerten Pass Tim Brunnhuber in Szene und dieser ließ den von den Eisbären Berlin per Förderlizenz entsandten Türhüter Maximilian Franzreb nicht sehr glücklich aussehen, das 2:1.
Die Gäste kamen aber auch zu ihren Chancen, beispielsweise durch Clarke Breitkreuz. Der Füchse Neuzugang scheiterte in der 13. Minute aus aussichtsreicher Position am starken Ravensburger Keeper Jonas Langmann. Nach drei Strafzeiten in der Schlussphase des ersten Spielabschnitts konnten die Oberschwaben prompt den dritten Treffer nachlegen. Als gleich zwei Gäste-Akteure auf der Strafbank weilten, besorgte Ondrej Pozivil das 3:1. Dies war zugleich der Zwischenstand nach 20 Minuten.
Der zweite Spielabschnitt zeigte ein äußerst drückendes Gäste-Team aus Weißwasser. Hier war es vor allem Towerstars Torhüter Jonas Langmann, der mit guten Reflexen den 2-Tore Vorsprung aufrechterhielt. Nach exakt fünf Minuten war es dann aber doch passiert. In der Abstimmung waren die Oberschwaben einen Tick zu spät dran und Clarke Breitkreuz drückte aus dem Slot die Scheibe zum 2:3 ins linke Eck. Eineinhalb Minuten später folgte jedoch die Schlüsselszene des Spiels. Nach Puckeroberung zog Olivier Hinse in Richtung gegnerisches Tor und er schlenzte die Scheibe sicherlich haltbar auf der Fanghandseite zum 4:2 in die Maschen. Franzreb machte auch alsbald seinem Backup Olafr Schmidt Platz.
Allerdings konnte auch Schmidt nicht verhindern, dass die Ravensburger Offensive jetzt so richtig ins Rollen kam. Mit einem Konter der Marke „Eishockey Lehrbuch“ erhöhte Vinzenz Mayer in der 38. Minute gar auf 5:2. Im wahren Spielrausch erhöhte Ilkka Pickarainen 76 Sekunden vor Ende des zweiten Spielabschnitts auf 6:2. Für das Schlussdrittel war das schon einmal eine ganz wichtige Grundlage, auch eine Art Vorentscheidung.
Sicherlich versuchten die Gäste aus Ostsachsen zu Beginn des dritten Abschnitts mit aggressiven Angriffen auf den Anschluss zu drängen, doch die Towerstars ließen sich dadurch nicht beeindrucken. Nach sechseinhalb Minuten erhöhten die sie durch Andreas Driendl auf 7:2, damit war die "Messe gelesen".
Es folgetn noch zwei weitere Tore durch David Zucker und Thomas Merl, der zehnte Treffer lag mehrfach in der Luft. Dieser fiel zwar nicht mehr, dennoch sorgte der effektive Auftritt der Towerstars für Begeisterung pur auf den Rängen. Drei Minuten vor Ende setzten Sprechchöre mit „Oh…wie ist das schön“ ein“, es war der Abschluss eines tollen Eishockeyabends in der Ravensburger Eissporthalle.
Tölzer Löwen
Effektive Löwen gewinnen auch in Deggendorf
(DEL2) Im Duell der Aufsteiger der letzten beiden Spielzeiten haben die Tölzer Löwen über den Deggendorfer SC gesiegt. Mit einem nicht perfekten, aber sehr effektiven Auftritt nahm man alle drei Punkte mit in den Isarwinkel. Der 5:3-Erfolg ist der dritte Sieg in Folge. Das Tölzer Überzahlspiel war am Freitag eine Geschichte für sich. In vier Powerplay-Situationen traf man zweimal, kassierte allerdings auch bereits im ersten Drittel zwei Shorthander. Der quirlige Andrew Schembri traf zum 1:0 und zwischenzeitlichen 2:2. Die teilweise Sorglosigkeit in der Löwen-Abwehr wurde mit offensivem Tatendrang gutgemacht. Zunächst traf Andreas Schwarz - nach schöner Vorarbeit von Kyle Beach zum 1:1. Dann erzielte Andreas Pauli die Tölzer Führung aus dem Slot. Der Assists für Pauli kam von Lubor Dibelka. Der Stürmer hat seine Innenbandverletzung auskuriert und stand in Deggendorf erstmals in der DEL2 für die Löwen auf dem Eis. Den fünften Treffer in Drittel eins erzielte Kapitän Philipp Schlager. Der erste Saisontreffer kam durch einen abgefälschten Schuss im Powerplay. "Wir haben heute Effektivität an den Tag gelegt", sagt Markus Berwanger. Diese Effektivität brauchte Bad Tölz auch, denn im Mitteldrittel spielte größtenteils Deggendorf. "Im zweiten Drittel haben wir wirklich unser Eishockey gespielt, aber wieder führt ein leichtsinniger Fehler zum 3:4", haderte DSC-Coach Sicinski. In eigener Überzahl glich Deggendorf das Spiel aus. In der Folge verlor Maximilian Gläßl die Scheibe, Kyle Beach spielte erneut gut auf Andreas Pauli, der die Scheibe zu seinem zweiten Treffer ins Kreuzeck beförderte. "Deggendorf hatte auch im zweiten Drittel sehr viele Chancen. Da haben sie uns eingeschnürt. Wir hatten Ben Meisner und etwas Glück", so Berwanger. Wider Erwarten wurde die Partie allerdings zu keiner Zitterangelgenheit. Das lag an Kevin Wehrs, der per Direktschuss vorbei an mehreren Verteidigern früh im Schlussdrittel zum 5:3 traf. Die Löwen verteidigten die restliche Spielzeit gut, weswegen alle Punkte in den Isarwinkel wanderten. "Wir haben momentan Selbstvertrauen und ich bin total froh, dass wir drei Punkte geholt haben - das ist wirklich nicht einfach hier. Meine Mannschaft hat Großartiges geleistet", freute sich Berwanger. Mit nun drei Siegen in Folge festigen die Löwen Position zehn in der Tabelle. Die Schwarz-Gelben sind punktgleich mit Kassel, die aktuell Rang sechs belegen. Am Sonntag kommt der Ligaprimus aus Ravensburg nach Bad Tölz. Beginn ist um 18:30 Uhr.
ECDC Memmingen
Deutliche Niederlage: Regensburg besiegt den ECDC
(OLS) Beim Teddy Bear Toss 2018 hatten die Indians keinen Grund zum Feiern. Der ECDC kassierte eine weitere bittere Niederlage gegen die Gäste aus Regensburg, rund 1300 Zuschauer verfolgten das 2:8 aus Memminger Sicht.
Auch wenn die Indians anfangs gut begangen, fingen sie sich gleich zu Beginn den ersten Gegentreffer. Ein unsauberer Wechsel führte zum 0:1 für die Gäste in der 3.Minute. Doch die Maustädter glichen bereits in der 5.Minute aus. Martin Jainz war der Torschütze zum Ausgleich, das Tor war eine blitzsaubere Kombination in Überzahl. Was dann folgte, war für die 1300 Memminger Fans dann weniger schön anzusehen. Der EV Regensburg behielt das Zepter in der Hand und bestrafte jeden Fehler der Hausherren eiskalt. Das Ergebnis schraubten die Gäste demnach folgerichtig auf 1:4 bis zur ersten Drittelpause. Darunter waren auch zwei Treffer von Topspieler Gajovsky in Unterzahl.
Ohne Gegenwehr und den nötigen Biss agierten die Indianer dann vor allem im Mitteldrittel. Somit fielen weitere Tore für die Eisbären aus Regensburg, die für ein deutliches 1:8 aus Indianer-Sicht sorgten. Teilweise zerfahren und strukturlos rannte man gegen starke Gäste an, gute Gelegenheiten sprangen dabei nicht heraus. Im letzten Drittel war Spielertrainer Huhn nochmals erfolgreich und erzielte das 2:8 Endergebnis. Der EVR entführte somit völlig verdient die drei Punkte am Hühnerberg.
Am Sonntag steht dann das nächste schwere Auswärtsspiel an. Gegner ist der EV Landshut, der ohnehin zu den Top-Teams der Oberliga-Süd zählt. Am kommenden Sonntag kommt es dann zum Heim-Derby gegen den EV Lindau. Die junge Truppe von Trainer Chris Stanley, die bereits für Aufsehen sorgte, gilt es zu schlagen, doch dafür müssen die Indianer ein anderes Gesicht zeigen.
VER Selb
Keine Punkte am Fuße der Zugspitze
(OLS) Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel beim DEL2-Zwangsabsteiger SC Riessersee. Am Ende siegten die Hausherren mit 6:3. Abgesehen vom ersten Spielabschnitt und dem Endergebnis zeigte sich Wölfe-Trainer Henry Thom sowohl mit der Aufholjagd als auch der Gesamtleistung durchaus zufrieden: „Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen wir ins Spiel. Im ersten Drittel gaben wir dem Gegner zu viel Platz…und das bestraft ein so starkes Team wie Riessersee gnadenlos“. Neben Ondruschka gab auch McDonough sein Debüt. In seinem ersten Spiel für die Wölfe steuerte der Kanadier zwei Tore bei und ließ auch ansonsten seine Torgefahr mehrmals aufblitzen.
Keinen guten Start für unsere Wölfe im altehrwürdigen Olympiastadion zu Garmisch-Partenkirchen. Nach kurzem Abtasten legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und waren klar die spielbestimmende Mannschaft auf dem Eis. Unsere Jungs hatten alle Hände voll zu tun und waren gegen stürmisch agierende Werdenfelser vorwiegend mit Defensivaufgaben bemüht. Der SCR läuferisch stark auftretend, unterband jegliches Aufbauspiel der Gäste durch starkes Forechecking bereits im Keime. Dann kam es knüppeldick für unsere Mannen. Zweimal zu weit weg vom Gegner und der SCR sagte Danke: Doppelschlag innerhalb von 9 Sekunden und unsere Wölfe lagen früh mit 0:2 in Rückstand. Es dauerte bis sich unsere Cracks davon erholten, zur Mitte des ersten Drittels kamen wir etwas besser ins Spiel, überstanden eine erste Unterzahl schadlos, aber eigene Torchancen weiterhin Mangelware. Konsequent und eiskalt im Abschluss hingegen der Gastgeber. Nach überstandener Unterzahl rettete zuerst der Pfosten für Deske, im Nachschuss besorgte Vollmer den 3:0 Pausenstand.
Der zweite Abschnitt begann wie der erste. Unsere Wölfe waren überwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt, fanden selbst nicht richtig ins Spiel. Unpräzise Pässe und viele Scheibenverluste taten ihr Übriges dazu, dass die Gastgeber weiterhin klar das Geschehen beherrschten. Unsere erste nennenswerte Aktion dauerte bis zur 28. Minute - ein Schlagschuss von Kolb, jedoch kein Problem für SCR-Goalie Reich. Ein Missverständnis des SCR an der blauen Line nutzte McDonald eiskalt aus. Souverän und kaltschnäuzig verwandelte der Kanadier im Alleingang zum 1:3 Anschlusstreffer. Ein Treffer, der dem Team Auftrieb gab, unser Spiel wurde druckvoller und gute Einschussmöglichkeiten wurden erarbeitet. Die Wölfe belohnten sich für ihre Bemühungen. Zuerst McDonough mit seinem ersten Pflichtspieltor – sehenswerter Abschluss mit der Rückhand, wenig später war es erneut McDonough, dem in Überzahl per Nachschuss der Ausgleich gelang.
Die Wölfe wieder voll im Spiel, leisteten sich jedoch einen kapitalen Lapsus und kassierten 48 Sekunden vor Ende in eigener Überzahl den vierten Garmischer Treffer.
Unsere Wölfe gingen überaus konzentriert in den Schlussabschnitt, mussten dabei aber höllisch auf die blitzschnellen Konter der Hausherren aufpassen. Die Partie gewann an Qualität, unsere Jungs gaben sich nicht auf und drängten zwischenzeitlich auf den Ausgleich. McDonald, McDonough und Gare hatten den Ausgleich mehrmals vor Augen, dennoch wollte das ersehnte Tor nicht fallen. Im Gegenteil. Aus dem Nichts stellte der SCR auf 5:3, Deske ohne Abwehrchance. Wölfe-Coach Thom setzte nun alles auf eine Karte, aber ohne Erfolg. Als Deske vom Eis genommen wurde, markierte Quaas per Empty Net Goal mit einem Fernschuss aus dem eigenen Drittel den 6:3 Endstand.
ESC Moskitos Essen
Moskitos holen Jung – Knappe Niederlage in Leipzig
(OLN) Kurz vor dem Spiel bei den Icefighters Leipzig haben die Wohnbau Moskitos den 18-jährigen Verteidiger Maximilian Jung aus dem DNL Team des Kölner EC geholt. Der junge Verteidiger ist am 14. Januar 2000 in Wickede (Ruhr) geboren worden und begann das Spiel mit der Scheibe in Iserlohn. Von 2016 bis 2018 spielte er in der kanadischen HEOMAAA bei Green Midget, bevor für vier Spiele in Köln landete. Max Jung ist 180 cm groß, wiegt 85 kg und ist ausschließlich für die Moskitos spielberechtigt. Die Moskitos wünschen der neuen Nummer #6 viel Erfolg und alles Gute.
Bevor das Spiel jedoch beginnen konnte, musste eine neue Scheibe her, Robin Slanina hatte beim Warm-Up deren Bruchfestigkeit gecheckt und gewonnen. Im Tor begann bei den Moskitos Christian Wendler, Patrik Cerveny plagt derzeit eine Hüftverletzung. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen in den ersten 20 Minuten vor den beiden Torhütern Christian Wendler und Benedict Rossberg, die ganz großen Höhepunkte blieben jedoch aus. Dass es zur 1. Pause dann doch 2:0 für die Wohnbau Moskitos stand, hatte zwei Gründe. In doppelter Überzahl legte Kapitän Stephan Kreuzmann quer auf Carsten Gosdeck und dessen trockenen Schuss musste Rossberg passieren lassen. Gut eine Minute vor dem Ende, Leipzig gerade wieder komplett, da dachte Aaron McLeod er solle einfach mal abziehen, und wieder musste Rossberg hinter sich greifen.
Leipzig kam mit Mut aus der Kabine und dem Ex-Essener Niklas Hildebrand gelingt auch der Anschlusstreffer. Und die Icefighters machten weiter Druck, sahen sich aber auch immer wieder mit gefährlichen Aktionen der Wohnbau Moskitos konfrontiert. Der nächste Ex-Essener traf dann zum Ausgleich, Michal Velecky mit dem 2:2 nach 29 Minuten. Es schien ein wenig so, als hätten sich alle ehemaligen Essener Spieler an diesem Abend gegen ihren alten Club verschworen, denn Patrick Raaf-Effertz traf gut drei Minuten später sogar zur Führung für die Icefighters. Und es sollte in diesem 2. Drittel noch schlimmer kommen, zunächst kassierte Stephan Kreuzmann eine fünf plus Spieldauerstrafe für einen Check gegen Kopf- und Nackenbereich. Eben diese nutze Florian Eichelkraut zum 4:2. Und Patrick Raaf-Effertz haute dem Essener Keeper kurz vor dem Ende auch nochmal den Puck um die Ohren. Fünf Gegentore in einem Drittel, das war deutlich.
Spannend sollte es im letzten Drittel noch einmal werden, denn das Team von Cheftrainer Frank Gentges kam zurück. Fuhr Angriff um Angriff auf das Tor von Benedict Rossberg, doch der ehemalige Moskitos Keeper behielt die Oberhand. Bis zur 52. Spielminute, als Rossberg innerhalb einer Minute zwei Treffer von Slanina und Airich hinnehmen musste. Die Moskitos zogen in der Schlussphase das volle Programm, selbst die Herausnahme von Wendler brachte aber dieses Mal nicht den Erfolg. Am Ende hatte das 2. Drittel mit fünf Gegentoren den Moskitos wohl das Genick gebrochen.
Crocodiles Hamburg
Crocodiles schlagen Harzer Falken
(OLN) Die Crocodiles Hamburg haben die EC Harzer Falken mit 3:0 (1:0/1:0/1:0) bezwungen und damit den dritten Heimsieg in Folge eingefahren.
Vor 1346 Zuschauern gingen die Hausherren durch einen verdeckten Schuss von Verteidiger Aaron Reinig in Führung (6.), der sich mit diesem Treffer sein erstes game-winning Goal in der Oberliga Nord sicherte. Denn die Gäste scheiterten im folgenden Spielverlauf entweder an Torwart Kai Kristian, oder am Quergestänge. Viel treffsicherer präsentieren sich die Crocodiles allerdings auch nicht. Obwohl allein im zweiten Drittel 21 Schüsse auf das Tor der Falkengingen, konnte Gäste-Torwart Fabian Hönkhaus nur ein weiteres Mal überwunden werden. Verteidiger Norman Martens versenkte den Puck nach feiner Vorarbeit von Josh Mitchell zum 2:0 (32.).
Erst als die Harzer ihren Torwart für einen weiteren Feldspieler vom Eis nahmen, gelang dem Sturm der Gastgeber ein Treffer. Mit einem Lupfer aus dem eigenen Drittel machte Brad McGowan den Sack zu (59.).
„Wir hätten heute deutlich mehr Tore schießen können, da haben wir zu viele Chancen liegen gelassen. Die Liga ist sehr eng zusammen. Auch heute hat man das wieder gesehen. Dieses Jahr kann jeder jeden schlagen, dass ist abhängig von der Tagesform“, so Torwart Kai Kristian, der fast ein Jahr auf seinen nächsten Shutout warten musste. Zuletzt gelang den Crocodiles Hamburg ein Zu-Null-Sieg am 3. November 2017 gegen die Moskitos Essen (1:0 OT).
Durch den Erfolg reist die Mannschaft am Sonntag als Tabellenfünfter zu den Rostock Piranhas.
EC Harzer Falken
Harzer Falken unterliegen nach großem Kampf in Hamburg
(OLN) Es war knapp, die Harzer Falken haben sich gut verkauft, doch am Ende
stand ein insgesamt verdientes 3:0 (1:0; 1:0; 1:0) für die Crocodiles
Hamburg auf der Anzeigetafel. Bemerkenswert dabei sicherlich die
Tatsache, dass Hauptschiedsrichter Patrick Meier komplett ohne
Strafzeiten auskam.
Wenn man den Falkenspielern etwas vorwerfen kann, dann ist es auch in
dieser Partie der Umgang mit den Torchancen. Es waren kaum zwei
Minuten gespielt, da prüfte der sehr auffällige Richard Zerbst den
Hamburg Schlussmann Kai Kristian mit einer Doppelchance und
scheiterte. Nur drei Minuten später spielte Zerbst glänzend auf Erik
Pipp, der sich ganz plötzlich alleine vor dem Hamburger Tor
wiederfand, aber ebenfalls in Kristian seinen Meister finden sollte.
Und wie das dann so ist, wenn man die Chancen vorne nicht rein macht,
dann zeigt einem der Gegner wie man es besser macht. Wobei das 1:0 der
Hausherren zu diesem Zeitpunkt eher überraschend fiel und Aaron Reinig
bei seinem abgefälschten Weitschuss eben auch das Glück zur Seite
stand, das die Harzer derzeit einfach nicht haben. So mühten sie sich
zwar redlich, doch weder Gregor Kubail, noch Artjom Kostyrev, der kurz
vor Drittelende auch noch die Latte traf, vermochten es, Kristian zu
überwinden und den bis dato verdienten Ausgleich zu erzielen.
Man kann es nur vermuten, doch so wie Hamburg dann in das 2. Drittel
startete, hatte Trainer Jacek Plachta wohl in der Pause einige nette
Worte für sein Team gefunden. Denn gerade waren 10 Sekunden gespielt,
da zwang Josh Mitchell den Harzer Schlussmann Fabian Hönkhaus gleich
zu Höchsleistungen. Und diese sollte Hönkhaus im Laufe des Spieles
noch diverse Male abrufen müssen. Denn die Hamburger behielten im
Mitteldrittel ganz klar die Oberhand und ließen die Harzer nur noch zu
gelegentlichen Kontern wie zwei Mal durch Patrick Dzemla kommen. Die
Falken mussten nun in der Defensive Schwerstarbeit verrichten und
taten dies vorbildlich. Sinnbildlich für den Einsatz sollte Louis
Trattner in der 29. Minute werden, als er sich furchtlos in einen
Blueliner warf und diesen blocken konnte. Allein beim 2:0 der
Crocodiles waren irgendwie alle machtlos. Denn wie aus dem Lehrbuch
überbrückten die Hamburger durch Bradley Mc Gowan und Josh Mitchell
überfallartig das Spielfeld und Norman Martens bedankte sich nach dem
finalen Pass durch Mitchell diesen Spielzug zum 2:0 krönen zu dürfen.
Was folgte waren diverse Hamburger Chancen, bei denen allerdings
Fabian Hönkhaus immer wieder ganz stark parierte. Wie in der 33.
Minute, als er einen Weitschuss nur abprallen lassen konnte und den
Nachschuss aus kürzester Distanz im Spagat entschärfte. Am Ende stand
für Hönkhaus eine starke Quote von 95,24 % gehaltener Torschüsse, wenn
man berücksichtigt, dass der dritte Treffer der Hamburger durch einen
Befreiungsschuss kurz vor Schluss das verwaiste Harzer Tor traf, da
Hönkhaus bereits zu Gunsten eines sechsten Feldspielers das Eis
verlassen hatte.
Und irgendwie symbolisierte der letzte Treffer auch die Harzer
Situation ganz gut. Bradley Mc Gowan hatte den Puck einfach nur aus
dem eigenen Drittel geschlagen und dieser trudelte ganz
selbstverständlich in das Falkentor. Ein Glück, das sich bei den
Falken derzeit einfach nicht einstellen will. Dabei agierten sie vor
allem im 1. Drittel stark und spielten sich diverse Großchancen
heraus. Doch wahrscheinlich muss einfach auch mal so ein dreckiges
Glückstor fallen, damit der Knoten platzt und man sich vor dem
gegnerischen Kasten wieder mit mehr Selbstbewusstsein und eben diesem
Quäntchen Glück präsentiert. Erneute Chance gibt es bereits am
morgigen Sonntag, wenn die Harzer Falken Leipzig im heimischen
Wurmbergstadion begrüßen darf. Leipzig selbst hat am gestrigen Freitag
ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Lag man nach dem 1. Drittel
gegen Essen bereits 0:2 zurück, führte man nach dem Mitteldrittel
plötzlich 5:2 und musste dennoch bis zum Schluss zittern, da Essen
nochmal auf 5:4 herankam. Bleibt zu hoffen, dass die Müdigkeit aus
einem solchen Spiel der stolzgeschwellten Brust überwiegt und die
Harzer Falken gegen die Gäste mit viel Tempo und dann eben auch ein
wenig Schussglück etwas holen können. (Hei)
Herner EV
Herner EV – Hannover Indians 3 : 5 (2:1,1:0,0:4)
(OLN) Nach 28 Minuten führte der Herner EV am Freitagabend zuhause in der Hannibal-Arena mit 3:1 gegen die Hannover Indians, nach 48 Minuten hatte das Team von Danny Albrecht beim Stand von 3:2 gleich vier Minuten Überzahl und trotzdem stand am Ende eine 3:5-Niederlage auf der Anzeigentafel. „Wir haben im letzten Drittel das Spiel komplett aus der Hand gegeben“ meinte ein sichtlich deprimierter HEV-Trainer hinterher. Umso unverständlicher, denn zwei Drittel lang sahen die knapp 1400 Zuschauer eine sehr schnelle und packende Partie mit Vorteilen für die Grün-Weiß-Roten. Davon blieb am Ende aber leider nichts Zählbares übrig. HEV-Neuzugang Patrick Asselin musste schon nach dem ersten Drittel verletzungsbedingt ausscheiden, dafür war Tobias Esch nach seiner Verletzung zum ersten Mal wieder im Kader.
Die ersten Chancen in dieser Partie hatten die Gäste aus Hannover in Überzahl, danach war aber dann der HEV bestens im Spiel. Zuerst scheiterten noch Denis Fominych, Nils Liesegang und Thomas Zuravlev. Dann konnte aber Darren Mieszkowski in der 8. Minute seinen ersten Meisterschaftstreffer für den HEV bejubeln. In Überzahl gelang Nils Liesegang zwei Minuten später mit einem ansatzlosen Handgelenksschuss von der rechten Seite die 2:0-Führung. Die Indians kamen um die 11 Minute mit einem weiteren guten Powerplay wieder stärker auf und konnten kurz darauf in der 14. Minute zum Anschlusstreffer kommen. Zum Ende des ersten Abschnitts dominierten dann wieder die Grün-Weiß-Roten, die schnell herausgespielten Chancen konnten aber nicht genutzt werden. Auch im zweiten Abschnitt blieben Tempo und Intensität hoch. Dennis Arnold traf gegen sein altes Team nur den Pfosten, dann konnte Moritz Schug in der 28. Minute eine gute Kombination zum 3:1 abschließen. Weitere Chancen folgten, vor allem in der Schlussphase des mittleren Drittels war der HEV dem vierten Treffer mehrfach sehr nahe, aber es blieb beim Zwei-Tore-Vorsprung bis zur zweiten Pause. Im Schlussdrittel zeigten die Indians dann, dass sie nicht umsonst ganz oben in der Tabelle stehen. Ihr Anschlusstreffer zum Spielstand von 3:2 in der 47. Minute lähmte den HEV. Vom Angriffsschwung der ersten vierzig Minuten war nichts mehr zu sehen, auch die vierminütige Überzahl ab der 49. Minute brachte keine Ruhe ins Spiel. Im Gegenteil, die Indians wurden zu Kontern eingeladen und sie nahmen diese Angebote dankend an. Zuerst in der 50. Minute mit dem Ausgleich zum 3:3 in Unterzahl, dann in der 55. Spielminute durch ihren Spiellenker Branislav Pohanka zum 3:4 und in der 58. Minute mit dem Schlusspunkt zum 3:5.
Am Sonntag muss der Herner EV ab 18:30 Uhr in Duisburg antreten. Die Füchse konnten am Freitagabend in Erfurt mit 3:2 gewinnen, mit dem gleichen Ergebnis, das der HEV dort vor 5 Tagen erzielen konnte. Das Team von Danny Albrecht ist also erneut auswärts gefordert um nicht ohne Punkte das Wochenende abzuschließen.
Icefighters Leipzig
Achterbahn der Gefühle
(OLN) Gestern Abend bekamen die Zuschauer den nächsten Krimi der EXA IceFighters zu sehen. Über 1500 Fans und Gäste bekamen dabei ein sehr gutes und schnelles Spiel geboten, in dem es mehr als einmal hin und her, beziehungsweise rauf und runter wie in einer Achterbahn ging.
Der Anfang ist schnell erzählt. Unser Team begann konzentriert und leidenschaftlich. Man hatte eine leichte Überlegenheit bei 5 gegen 5 und kam ab der 3. Minute zu den ersten guten Chancen. Beim ersten Überzahl lief dann noch nicht so viel zusammen. In der 16. Minute kippte das Spiel erstmal. Nacheinander gingen Florian Eichelkraut und Patrick Raaf – Effertz auf die Strafbank. Und das nutzten die Gäste eiskalt aus. Keke Roßberg konnte den Direktschuss von Gosdeck nicht entschärfen. Das 0 – 1 durfte zu diesem Zeitpunkt als glücklich beschrieben werden. Im weiteren Verlauf der zweiten Strafe gelang den Moskitos nichts mehr, aber als ‚Raffi‘ wieder zurück auf dem Eis war, schlug es in der 19. Minute doch noch ein. Somit ging es mit 0 – 2 in die Kabinen.
Das zweite Drittel war dann ein einziger Sturmlauf unserer Jungs. Vom Eröffnungsbully zeigten die IceFighters, dass sie mit dem Spielverlauf nicht einverstanden waren. Und in der 26. Minute gab es dann doppelten Grund zur Freude. Erstens gelang Niklas Hildebrand der wichtige Anschlusstreffer und zweitens gelang ihm damit auch sein erstes Saisontor. 4 Minuten später war es dann Michal Velecky, der den Ausgleich erzielte. Und auch in der nächsten wichtigen Szene war Michal beteiligt. Er legte bei einem 2 auf 1-Konter mustergültig für ‚Raffi‘ auf. Und der ließ dem Gästekeeper keine Chance. In der 33. Minute war das Spiel gedreht. Aber noch hatten die Eiskämpfer nicht genug. Essens Kapitän Kreuzmann bekam für einen harten Check gegen unseren Erek Virch eine 5 plus Spieldauerstrafe und musste in die Kabine. Und unser Team nutzte das gnadenlos aus. Erst traf Antti Paavilainen in der 36. Minute und dann nochmals Patrick Raaf-Effertz in der 39. Minute zum 5 – 2 Pausenstand. Die Stimmung im Zirkus war nicht mehr zu toppen.
Diesmal machten unsere Jungs im letzten Abschnitt nicht den Fehler, aufzuhören offensiv zu spielen. Sie trafen nur leider trotz einiger sehr guter Chancen das Tor nicht mehr. Sonst wäre vermutlich allen die Spannung der letzten Minuten erspart geblieben. So kam es beinahe, wie es kommen musste. Essen gelang in der 52. Minute der sehr glückliche Treffer zum 5 – 3 und danach ganze 30 Sekunden später sogar der Anschlusstreffer. Sollte das Spiel jetzt nochmal kippen? Coach Sven Gerike nahm erst einmal eine Auszeit um die Lage zu beruhigen. Half aber nur indirekt, denn seine Spieler sorgten mit zwei Strafen in den letzten 8 Minuten nochmals für jede Menge Spannung. Aber genau hier wurden die EXA IceFighters ihrem Namen mal wieder gerecht. Sie blockten was zu blocken war und fighteten bis zum Ende, so dass nach Abpfiff der nächste Heimsieg gefeiert werden konnte.
TSV Erding
Erding ohne Mühe gegen das Schlusslicht - Harmlose Oberfranken bringen
die Gastgeber nicht in Gefahr
(BYL) Zu einem ungefährdeten 8:2-Sieg (3:2, 3:0, 2:0) sind die Erding
Gladiators am Freitagabend gegen den EV Pegnitz gekommen.
Bei Erding fehlte in der Abwehr Christian Mitternacht, seinen
Platz nahm Youngster Bastian Cramer ein. Im Sturm wurde der erkrankte
Philipp Spindler von Tobias Feilmeier ersetzt, der nach überstandener
Verletzung seinen Einstand gab. Von Beginn an lief die Partie fast nur
in Richtung Pegnitzer Tor. Die erste Möglichkeit hatte Florian Fischer
schon nach 18 Sekunden, doch schloss er freistehend zu überhastet ab.
Nach vielen weiteren Chancen fiel erst in der 11. Minute das 1:0 für die
Gladiators, als Simon Pfeiffer nach einem Lorenz-Schuss abstaubte. Aber
nur neun Sekunden später kam Pegnitz mit dem ersten Torschuss zum
Ausgleich durch Sven Adler. So kurios ging es weiter. Bei 5:3-Überzahl
traf Daniel Krzizok zum 2:1 für Erding (12.), 30 Sekunden später glich
Aleksandrs Kercs bei 4:5-Unterzahl aus. Schön herausgespielt war dann
das 3:2 für die Gladiators, das Fischer auf Zuspiel von Krzizok in der
17. Minute erzielte.
Waren die Gladiators im ersten Drittel noch ziemlich pomadig, was sich
bei einem stärkeren Gegner böse hätte rächen können, so schien Trainer
Dollhofer in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Jetzt
agierten die Gastgeber mit viel mehr Zug zum Tor und verteidigten auch
deutlich konzentrierter. Fischer in Überzahl (25.) und Feilmeier (29.)
erhöhten auf 5:2. Torwart Julian Bädermann hatten es die Gäste zu
verdanken, dass sie nach der Hälfte der Spielzeit nicht schon weiter
zurücklagen, denn die Gastgeber veranstalteten teilweise ein wahres
Scheibenschießen aufs EVP-Tor. Auf der Gegenseite hatte Schlussmann
Andreas Gerlspeck einen vergleichsweise ruhigen Abend. In der 33. Minute
hatte er allerdings Glück, dass EVP-Neuzugang Roman Navarra nur den
Pfosten traf. Die Gladiators hatten die Partie jetzt voll im Griff, und
nach feinem Pass von Feilmeier stellte Philipp Michl in Unterzahl auf
6:2 (38.). Bädermann hatte jetzt genug und räumte seinen Kasten für
Maximilian Schmidt.
Auch im Schlussdrittel änderte sich nichts an der deutlichen
Überlegenheit der Gladiators, die es sich leisten konnten, ein wenig vom
Gas zu gehen. In der 46. Minute fiel aber das 7:2, indem Pfeiffer einen
perfekten Pass von Rossi über die Linie drückte. Doch das war noch nicht
alles in dieser einseitigen, aber stets fairen Partie. Zimmermann
vollstreckte nach einem Krzizok-Pass in der 57. Minute auf 8:2. Erst
jetzt war der Torhunger der Gladiators endgültig gestillt.
ESC River Rats Geretsried
Spiel wieder im letzten Drittel hergeschenkt - 5:4 Niederlage in Schongau
(BYL) Langsam sollten Punkte her. Zu Gast beim alten Rivalen aus Schongau, war den Männern von Ludwig Andrä und Andreas Dornbach die Schwierigkeit des Plans durchaus bewusst. Die Mammuts sind ordentlich in die Saison gestartet und hatten vor diesem Match bereits 5 Punkte auf dem Konto. In der Vorbereitung gab es eine 6:0 Abreibung, diesmal wollte sich der ESC deutlich teurer verkaufen.
Der Start verlief dann alles andere als gewünscht. Die Mammuts konterten gleich zu Beginn eiskalt und gingen durch Jänichen früh in Führung (2.). Doch die Körpersprache stimmte weiterhin und so überstand man die erste Unterzahl schadlos. Für den Ausgleich sorgte dann Ondrej Horvath, der einen Pass von Stefano Rizzo etwas glücklich an seinem Gegenspieler vorbeimogeln konnte und im anschließenden Alleingang EAS-Torwart Müller keine Abwehrmöglichkeit ließ (12.). Ein riskanter Querpass im Angriffsdrittel brachte den Hausherren in Unterzahl die erneute Führung ein, Kopecky nutzte den mustergültigen Pass von Fend zum 2:2 (16.). Noch in der gleichen Überzahlsituation machten es die Rats besser, May glich aus dem Gewühl zum 2:2 aus (17.). Quasi mit der nächsten Aktion hatte Daniel Bursch die erstmalige Führung auf dem Schläger, doch sein Schuss landete nur am Pfosten. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis sollte es dann aber klappen, im Nachschuss war Stefano Rizzo erfolgreich (20.).
Immer noch in Überzahl legte der ESC nach. Martin Köhler brachte die Scheibe gefährlich vor das Schongauer Gehäuse, letztlich drückte der eigene Verteidiger den Puck durch die Beine von Torwart Müller (22.). Die Mammuts machten sich das Spiel durch einige Strafzeiten in erster Linie selber schwer, allerdings konnten die Rats kein Kapital daraus schlagen. Zumindest hinten stand die Abwehr um Martin Morczinietz deutlich sicherer als in den letzten Spielen.
Die Strafzeitenverteilung drehte sich im letzten Drittel komplett. Innerhalb kürzester Zeit wanderten drei Rats-Spieler auf die Strafbank, Schongau war lange in doppelter Überzahl. Morczinietz reagierte einige Male großartig, konnte aber beim Anschlusstreffer durch Kopecky nichts ausrichten (48.). Die Hausherren drückten weiter aufs Gaspedal und belohnten sich durch den Ausgleich von Muzik (52.). Man machte es sich wirklich unnötig schwer, denn in der absolut heißen Phase kassierte Stephan Englbrecht 5 + Spieldauer wegen Check gegen Kopf und Nacken. Fast im Anschluss an diese Strafe liefen May und Fuchs zu zweit auf einen EAS-Verteidiger, aber Fuchs verzog völlig blank vor dem Tor der Gastgeber. Es kam wie es kommen musste, Kopecky wurde hervorragend bedient und vollstreckte per Direktschuss zum 5:4 (56.). Die Rats steckten den Kopf nicht in den Sand, aber mehr als eine vergebene Doppelchance durch Ondrej Horvath sollte nicht mehr herausspringen.
Fazit: 4:1, 5:0, 3:0. Das ist die absolut ernüchternde Bilanz der letzten 20 Minuten aus den letzten drei Partien. Am Ende waren es wieder die Probleme der letzten Wochen. Zu viele Strafzeiten und die Konzentration sowie Kraft reicht zum Ende des Spiels nicht mehr aus. Die Rats müssen sich schnell aus diesem Tief rauskämpfen, gute Ansätze sind durchaus vorhanden.
EHC Königsbrunn
Königsbrunn erkämpft sich auswärts drei wichtige Punkte
(BYL) Mit 3:2 gewinnt der EHC Königsbrunn am Freitagabend sein Auswärtsspiel in Grafing beim EHC Klostersee. Doch die Brunnenstädter taten sich zunächst schwer gegen den bärenstarken und aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber.
Königsbrunns Coach Fabio Carciola musste zwar erneut auf den verletzten Hayden Trupp verzichten, konnte aber ansonsten in Bestbesetzung antreten. Denn mit Maxi Hermann und Lukáš Hruzík kehrten zwei wichtige Leistungsträger in die Mannschaft zurück.
Doch zunächst machten die Gastgeber das Spiel und übernahmen die Initiative. Königsbrunn reagierte nur und stand zu weit vom Gegner weg, Gastgeber Klostersee hingegen war körperlich präsent und versuchte sich immer wieder im Drittel der Brunnenstädter festzusetzen. Am Ende stand aber immer noch Keeper Donatas Žukovas im Tor und machte die Chancen reihenweise zunichte. Nach einem individuellen Fehler der Königsbrunner in der 15. Spielminute war auch er machtlos, als der EHC Klostersee zur verdienten Führung einnetzte. Erst in den letzten drei Minuten vor der Pause wachte Königsbrunn aus seinem Dornröschenschlaf auf und erarbeitete sich die ersten ernsthaften Chancen. Bis Drittelende blieb es aber bei der knappen Führung der Gastgeber.
Auch im mittleren Spielabschnitt war Klostersee zunächst am Drücker, spätestens nach dem Überzahltor in der 24. Spielminute zum 0:2 Rückstand drohte die Partie einseitig zu verlaufen. Doch Königsbrunn kämpfte sich in das Spiel zurück und erarbeitete sich weitere Chancen. In der 29. Spielminute schoss dann Matthias Forster zum 2:1 ein und ließ den mitgereisten Königsbrunner Anhang jubeln. Zwei Minuten vor der letzten Pause konnte Rückkehrer Lukáš Hruzík in Überzahl sogar zum Ausgleich einnetzen, das Spiel war wieder offen.
Im Schlussdrittel war es ein Kampf auf Augenhöhe, doch den nächsten Treffer erzielte Königsbrunn in der 47. Spielminute durch Dominic Auger. Kurz darauf nahm Klostersees Trainer James Quinlan eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Doch die Brunnenstädter spielten auch die letzten zehn Spielminuten clever herunter und verwalteten das knappe Ergebnis, so dass es am Ende 3:2 für den EHC Königsbrunn stand.
Lange Zeit sah der EHC Klostersee wie der sichere Sieger aus, nach 60 Spielminuten konnten dann aber die Gäste feiern. Dank des Erfolgs und drei Punkten darf Königsbrunn nun den anvisierten achten Tabellenrang belegen und von der Verzahnungsrunde träumen. Zurecht wurde Goalie Donatas Žukovas ein weiteres Mal zum besten Königsbrunner Spieler gewählt. Allerdings hat er nun bald Konkurrenz von Torfrau Jennifer Harß, die unter der Woche grünes Licht von ihrem Arzt bekommen hat und jetzt voll mittrainieren darf.
EHC-Coach Fabio Carciola ist sichtlich stolz auf seine Mannschaft: „In den ersten Begegnungen haben wir viele Fehler gemacht und waren undiszipliniert. Vor dem Spiel hatten wir uns fest vorgenommen, keine Strafzeiten zu produzieren und einfaches geradliniges Eishockey zu spielen. Im ersten Drittel haben wir noch nicht gut gespielt, fanden dann aber besser ins Spiel und haben aufgrund unserer Leistungssteigerung verdient gewonnen. Wir müssen weiter konzentriert bleiben und dürfen jetzt nicht nachlässig werden.“
TEV Miesbach
TEV unterliegt mit 4:5 nV beim Spitzenreiter
(BYL) Vor 891 Zuschauern holt der TEV nach regulärer Spielzeit einen Punkt und verliert nach Verlängerung mit 4:5 (0:3,2:1,2:0,0:1). Dabei war das Spiel nach dem 1. Drittel beinahe gelaufen. Bereits nach 44 Sekunden klingelte es im Kasten von Anian Geratsdorfer durch Marc Besl. In Überzahl folgte das 2:0 (Klein, 5:15 min) und 3:0 (Velebny, 13:06 min). Parallelen zum Saisonauftakt gegen Grafing waren unverkennbar: defensiv zu sorglos und mit unnötigen Fouls. Dies änderte sich im 2. Drittel in dem der TEV durch Tore von Fissekis (Stiebinger, Zahora, 33:06 min) und Zahora (Slavicek, Feuerreiter Fe, 34:53 min) verkürzen konnte. Die aufkeimende Hoffnung erhielt einen Dämpfer, als Meier 42 Sekunden vor Schluss auf 4:2 für die Hausherren erhöhte. Im letzten Drittel wurde das Team von Simon Steiner immer stärker, ließ aber beste Chancen liegen und alle dachten der Anschlusstreffer von Fissekis (Deml, Slavicek) 57 Sekunden vor Schluss kam zu spät. Nicht jedoch Bobby Slavicek (Kathan, Deml) der 13 Sekunden zum vielumjubelten und verdienten Ausgleich traf. Leider reichte es nicht zu mehr, da ein Wechselfehler dem Heimteam ein Überzahl ermöglichte, das Velebny unnachahmlich bereits nach 25 Sekunden zum Siegtreffer nutzte. „ Schade das wir oftmals den Beginn verschlafen, ansonsten war ich zufrieden“, wusste Steiner nicht ob er freuen oder ärgern sollte.
Am morgigen Sonntag empfängt der TEV Miesbach den ESC Dorfen. Die Truppe von John Samanski hat am Freitag ihr Heimspiel gegen den EC Bad Kissingen mit 1:4 verloren und belegt derzeit mit 5 Punkten aus 4 Spielen den 11. Tabellenplatz. Mit den Brüdern Fabian und Alexander Kanzelsberger, den Tschechen Tomas Vrba, sowie Stürmer Bastian Rosenkranz wechselten insgesamt 4 Spieler des benachbarten Oberligisten Waldkraiburg zu den Eispiraten. Insbesondere mit der Verpflichtung von Vrba, der den Amerikaner Trevor Hills ersetzt, haben die Dorfener speziell auf der Ausländerposition deutlich an Qualität gewonnen. Im Tor ersetzt der bayernligaerfahrene Thomas Hingel Stammkeeper Kevin Yeingst, der den umgekehrten Weg nach Waldkraiburg ging. Auffällig stark präsentierte sich der morgige Gast in Unterzahl, so gelang ihnen gegen den an sich in Überzahl sehr produktiven EHC Klostersee drei Shorthänder, die ausschlaggebend für den 9:3 Sieg waren ! „ Dorfen hat eine eingespielte, erfahrene Truppe und kann sich auf die genialen Momente von Lukas Miculka verlassen, der mit Vrba einen nicht minder talentierten Partner bekommen hat, ein Duo das keinen Vergleich in der Liga scheuen braucht. Kriegen wir die Beiden in Griff, haben wir gute Chancen zu gewinnen“, blickt Steiner voraus. Spielbeginn ist am Sonntag um 18 Uhr in der Miesbacher Eissporthalle.
EHF Passau Black Hawks
Überragende Stimmung bei 2:0 Sieg - Passau gewinnt 2:0 gegen Schweinfurt
(BYL) Es war ein richtiges Eishockeyfest am Freitag Abend beim 2:0 Sieg der Passau Black Hawks gegen Schweinfurt. Die 727 Zuschauer in der Passauer EisArena erlebten von Beginn an eine hochklassige Partie. Die Mighty Dogs aus Schweinfurt gingen nach ihrem guten Start in die Saison leicht favorisiert in die Partie. Dazu musste Trainer Christian Zessack gleich auf vier Spieler verzichten. Die Passauer Mannschaft lies allerdings von der ersten Sekunde weg keine Zweifel aufkommen, dass die Punkte in Passau bleiben. Beide Verteidigungslinien sowie die Keeper erwischten einen Sahnetag. Der erste Treffer fiel in der 17. Spielminute durch Petr Sulcik. Nach einem Traumpass von Oliver Wawrotzki konnte der Passauer Top Scorer den Puck im Tor der Gäste versenken. Danach entwickelte sich eine spannende Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Black Hawks, angetrieben vom lautstarken Passauer Publikum, zogen ihr Spielsystem bis zum Ende souverän durch und konnten eine Minute vor Ende den Treffer zum 2:0 Endstand erzielen. Es war erneut Petr Sulcik der den Puck um leeren Gäste Tor versenkte – Ferdinand Dürr hatte seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen. „Wir haben heute die beste Partie der Saison gespielt. Ein Torschussverhältnis von 37 zu 28 zeigt das wir von Beginn an Druck gemacht haben. Alle Spieler haben heute eine sehr gute Leistung gezeigt. So müssen wir Spiel für Spiel auftreten.“ so ein sichtlich zufriedener Christian Zessack auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Der Passauer Coach lobte nach dem Spiel die herausragende gute Stimmung im Hexenkessel EisArena. „Die Stimmung war heute der absolute Wahnsinn. Die Fans waren heute der siebte Mann. Diese Unterstützung hilft uns natürlich enorm.“
Am Sonntag steht den Passau Black Hawks das nächste Duell mit einem Bayernliga Aufsteiger bevor. Die Dreiflüsse Städter reisen dann in die Hydro-Tech Eisarena zum EHC Königsbrunn. Die Pinguine haben sich ebenfalls namhaft verstärkt und werden den Passau Black Hawks alles abverlangen. Die Passau Black Hawks werden vor den großen Namen aber nicht zurückschrecken und setzen in beiden Spielen am Wochenende voll auf Sieg! „Unsere Mannschaft braucht sich was die Qualität angeht überhaupt nicht verstecken. Wir haben eine junge Truppe und wir lernen jedes Spiel dazu. Es gilt über sechzig Minuten unser System durch zu ziehen.“ so der Ausblick von Black Hawks Coach Christian Zessack. Bestes Beispiel war der 2:0 Sieg am Freitag gegen die Mighty Dogs Schweinfurt. -czo
TSV Peißenberg
Pechsträhne hält in Landsberg weiter an
(BYL) Klar standen die Voraussetzungen für den gestrigen Abend im Laufe der Woche besser „Manni“ ist wieder zurück, Daniel Clairmont konnte die ganze Woche voll mittrainieren und mit dem 1:0 in der 5. Minute durch Markus Andrä, war man auch ganz optimistisch und zuversichtlich was das Spiel anging. Auch weil der Torhüter bei diesem Tor nicht glücklich aussah war auch die Hoffnung noch größer. In den vergangenen Spielen traf man ja immer auf einen gut aufgelegten Torhüter des Gegners. In der 13. Minute konnte aber Wiseman zum 1:1 ausgleichen und es sollte auch der Abend vom ehemaligen Peißenberger werden. Drei Tore standen am Ende für ihn auf der Anzeige, leider machte es ihm die TSV Defensive dabei zu einfach. Als hätte man nicht zwei Jahre lang begutachten können welch Torgefahr von ihm ausgeht…
Es ist ja in den letzten Spielen immer wieder das gleiche. Vorne fehlen das Glück und die nötige Durchschlagskraft und hinten fängt man zu einfach die Tore. Wie auch der Trainer Sepp Staltmayr erneut auf der Pressekonferenz wiederholen musste.
Vom Willen und der Einsatzbereitschaft kann und will man der Mannschaft nichts absprechen, die ist deutlich zu erkennen und Torchancen gibt es auch zu genüge und man will es der Mannschaft auch gönnen das endlich einmal so ein Ding egal wie, den Weg ins Tor findet. Zum Überzahl-Spiel fehlen einem manchmal die Worte. Zählbares kommt da zurzeit einfach nichts raus. In der 22. Minute musste Martin Andrä vorzeitig zum Duschen als er Dennis Neal in die Bande checkte, der dadurch eine „Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma“ erlitt. Auf diesem Weg gute Besserung, Dennis. Auch Tyler Wiseman bekam kurz vor Ende der Partie noch den Schläger ins Gesicht, wo ihm „zwei Zähne abbrachen und ein Zahn locker wurde“, gab Reandy Neal die Verletzungsfolgen der beiden Spieler auf der PK bekannt. Tyler, auch dir gute Besserung.
Das Überzahlspiel von 5 Minuten nutzte Geisenberger zur Führung für Landsberg zum 2:1.
Besonders bezeichnend für die momentane Situation der „Eishackler“ war in der 32. Minute als Kapitän Florian Barth und Dominik Novak (der direkt von der Strafbank kam) alleine auf Landsbergs Schedlbauer zuliefen und am starken Schlussmann scheiterten der seinen Patzer beim 0:1 wiedergutmachte. Es war vermutlich die Szene, die der Mannschaft den Zahn zog. Es waren aber auch wieder so viele Chancen in diesem 2. Drittel, die genutzt werden hätten können aber in der 39. Minute erhöhte Wiseman sogar auch noch in Landsberger Unterzahl auf 3:1.
Im letzten Abschnitt der Partie, „verloren die „Eishackler“ dann ein bisschen den Faden und spielten nicht mehr das, was eigentlich die Marschrute war“, wie Sepp Staltmayr zusätzlich erwähnte. In folge dessen bekamen die 1013 Zuschauer in Landsberg auch noch das 4:1 (wiederum Wiseman) und den 5:1 Endstand für die Gastgeber zusehen.
Was wirklich sehr gut funktionierte und dankend und lobend zu erwähnen ist, war die Unterstützung hinter dem Tor, vom Peißenberger Anhang. Da war mächtig Betrieb.
Die Mannschaft bittet um diese Unterstützung auch im kommenden Heimspiel am Sonntag gegen Füssen, denn die Aufgaben werden nicht einfacher und ohne Stimmungsvolle Fans geht es auch nicht. Gemeinsam werden wir den Bock schon umstoßen und es werden wieder Spiele kommen, wo die Scheibe auch mal wieder, des Öfteren den Weg ins Tor findet. Hoffentlich. Bis Sonntag.
SC Forst
Nature Boyz Burgauer Eisbären klar unterlegen - Klassenunterschied zu war gross
(BLL) Wie im Vorbericht schon befürchtet, hatten die Nature Boyz aus Forst keine Chance gegen ihre Gäste vom ESV Burgau und unterlagen recht deutlich mit 3:12 (1:5, 1:5, 1:2) am Freitag Abend in der Peißenberger Eishalle.
Die Gastgeber konnten den Gästen nur ihren Kampfeswillen entgegensetzen, doch dieser konnte den Spielfluss der Eisbären nicht wirksam stören. Zu klar waren die Eisbären überlegen, zu stark war der Kader besetzt. Wer sich die Mühe macht und schaut, wo die Spieler schon aktiv waren wird feststellen, dass der überwiegende Teil der Mannschaft schon höherklassig gespielt hat.
Das Spiel kann relativ schnell beschrieben werden, denn in den ersten beiden Spieldritteln liefen die Angriffe aufs Forster Tor, beide Torhüter der Einheimischen zeigten zwar starke Paraden, doch letztendlich standen sie den Treffern machtlos gegenüber. Die Mannen um Trainer Josef Bachmeier konnten sich nur gelegentlich von der Umklammerung befreien und auf das Gästetor schießen. Im letzten Spielabschnitt schalteten die Eisbären einen oder zwei Gänge runter, nur so ist es zu erklären, dass sie "nur" zwei Torerfolge verbuchen konnten. So wie sich die Gäste präsentierten, gehören diese in eine höhter Liga. Ein Wehrmutstropfen in dem angenehmen Aufeinandertreffen war eine alkoholisierte Anhängerin aus Burgau, die den Banner des Forster Fanclubs beschädigte. Tolle Geste jedoch vom Burgauer Team, das sich sofort bereit erklärte, den entstandenen Schaden durch eine Spende aus der Mannschaftskasse in Höhe von 50,-- EUR zu ersetzen.
ESC Kempten
Sharks beißen sich die Zähne aus - ESC Kempten bleibt beim 0:1 gegen den TSV Farchant ohne Torerfolg
(BLL) Ihre Heimpremiere hatten sich die Spieler und Verantwortlichen des ESC Kempten durchaus anders vorgestellt. 3 Punkte standen für das erste Heimspiel in der Punkterunde auf dem Plan. Gut 300 Zuschauer bildeten eine angemessene Kulisse, alles war angerichtet. Und von Beginn an waren es die Allgäuer die das Spiel bestimmten. Mit 4 Blöcken agierend machten sie viel Druck auf das Tor der Werdenfelser und erspielten sich beste Einschussmöglichkeiten. Doch selbst die einhundertprozentigen Chancen wurden nicht genutzt. Über 50 Schüsse fielen während der Partie auf das Tor von Gästekeeper Dennis Schlickenrieder. Und je länger die Partie ging umso souveräner wurde er. Zudem traten die Gäste mit einer sehr defensiven Ausrichtung an. Die Räume wurden konsequent eng gemacht und aggressiv verteidigt.
In der 31 min. dann ein Konter aus dem Nichts den Farchant zum einzigen Tor des Abends nutzte. Spielerisch und kämpferisch überzeugte die Valenti Truppe, einzig es fehlte vielleicht aus das Quäntchen Glück an diesem Abend. So war dann auch Gästetrainer Markus Jocher nach dem Spiel sehr glücklich:
Wenn man gegen eine solche Mannschaft wie Kempten spielt muss man defensiv ans Werk gehen. Läuferisch war Kempten sehr stark, mit dem Potential an Spielern kein Wunder. Aber wir haben geschickt verteidigt und ich bin über die 3 Punkte sehr glücklich.
EHC Zweibrücken Hornets
Auswärtsspiel in Freiburg - Bernd Hartfelder gibt Debüt in dieser Saison
(RLSW) Am heutigen Samstag um 18.15 Uhr steht die Partie beim EHC Freiburg auf dem Programm.
Bis auf Pascal Sefrin (Fußverletzung aus dem Spiel gegen Ravensburg) und Tomas Vodicka macht sich der komplette Kader auf den Weg zu den Breisgauern. Tomas wird ab Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Nach überstandener Krankheit fühlt er sich noch nicht fit für einen Einsatz. Erstmals in dieser Saison wird Bernd Hartfelder für die Hornets aufs Eis gehen und mit seiner Erfahrung und Übersicht die Position von Andy Willigar in der Defensive einnehmen. Marcel Ehrhardt hat nach überstandener Krankheit in der Woche fleißig trainiert und wird mit von der Partie sein.
Auch Marc Lingenfelser hat grünes Licht gegeben. Hinter seinem Einsatz stand noch ein Fragezeichen. Der Stürmer hatte sich einen Nerv am Rücken eingeklemmt.
Der Aufsteiger aus Freiburg hatte es zu Saisonbeginn gleich mit den Top Teams aus Bietigheim und Heilbronn zu tun. Vor 14 Tagen musste das Team beim amtierenden Meister in Bietigheim eine deutliche 1:6 Niederlage einstecken. Vergangenes Wochenende endete die Partie in Heilbronn mit 0:5. Auch das Vorbereitungsspiel gegen den EHC Herrischried wurde zuhause mit 2:5 verloren. Damit steht der Aufsteiger nach zwei Begegnungen in der Regionalliga auf dem letzten Tabellenplatz.
Sicherlich wird man den Freiburgern eine gewisse Eingewöhnungszeit in der höheren Liga zugestehen müssen und dann sehen, wo das Team aus dem Breisgau tatsächlich steht.
Daher werden die Freiburger heute alles versuchen, den auf dem Papier favorisiertem Team aus Zweibrücken, die Punkte abzunehmen.
Trainiert wird der Freiburger Nachwuchs von Peter Salmik. 41 Spieler sind im Kader und haben eine Spielberechtigung für die Regionalliga. Darunter auch einige klangvolle Namen wie Anton Bauer und Timo Linsenmaier die über reichlich Erfahrung in der Oberliga verfügen. Gerade Anton Bauer ist in Zweibrücken kein unbekannter. Zu Zeiten des ESC Trier hat er die Zweibrücker Verteidiger schwindlig gespielt und hat bis zur Saison 2013/2014 noch im damaligen Oberliga Team der Wölfe gespielt.
Es wird also viel davon abhängig sein, mit welchem Kader die Wölfe heute auflaufen werden. Da in der DEL 2 heute spielfrei ist besteht durchaus die Möglichkeit, dass Unterstützung von oben zu erwarten ist.
EG Diez-Limburg
Mit Spielwitz und gutem Tempo: Rockets schlagen Ice Aliens aus Ratingen
(RLW) Die Rockets kommen immer besser in Form: Mit der bisher besten Saisonleistung entschied die EG Diez-Limburg das Heimspiel gegen die Ratinger Ice Aliens am Ende hochverdient für sich. Zwar stand nach 60 Minuten ein 8:5 (1:1, 4:2, 3:2) auf der Anzeigentafel, der Sieg hätter aber auch noch deutlicher ausfallen können.
Feines Tempo und zwei faire Teams, die einfach nur Eishockey spielen wollten : Der Abend begann schon mit einer Besonderheit: 4:47 Minuten lang vom Eröffnungsbully weg gab es keine einzige Unterbrechung im Spiel, ging es nur hin und her. Als die Partie das erste Mal unterbrochen wurde, hatten die Gäste mit einer der ersten Chancen durch Tim Brazda zur Führung getroffen (5.). Die schnelle Antwort der Rockets: Robert Sokol traf in Minute 6 zum 1:1-Ausgleich.
„Ich denke wir haben am Anfang zwei Mannschaften gesehen, die durchaus auf Augenhöhe waren“, sagte Ratingens Sportobmann Wilfried Tursch, der in Diez für Trainer Krystian Sikorski (Trainerlehrgang in Füssen) an der Bande stand. „Die Spielanteile waren ausgeglichen verteilt, alle waren recht flott unterwegs. Was mich besonders gefreut hat ist, dass wir ein sehr faires Spiel gesehen haben.“
Das blieb es über 60 Minuten, die Spielanteile gingen mit zunehmender Spieldauer aber auf das Konto der Gastgeber. Für die traf Philipp Maier im zweiten Drittel bereits nach 8 Sekunden zum 2:1. Noch in der gleichen Minute aber glich Dominik Scharfenort postwendend wieder aus (21.). Überhaupt blieben die Ice Aliens in ihren Offensivaktionen stets gefährlich, profitierten dabei aber immer wieder auch von zu offensiv-verliebten Raketen, die manchmal einfach einen Schritt zu wenig machten oder mit einfachen Fehlern den Gegner einluden. So wie beim Ausgleich zum 3:3 von Tom Giesen (33.), dem ein Wechselfehler vorausgegangen war. Zur zwischenzeitlichen Führung hatte zuvor Alexander Engel getroffen (22.).
Dennoch gelang es Diez-Limburg in dieser Phase, sich vorentscheidend abzusetzen. Tobias Schwab (35.) und ein stark aufspielender Philipp Maier (36.) schossen mit ihren Toren zum 5:3 erstmals eine Zwei-Tore-Führung heraus. Dazu trafen die Gastgeber gleich mehrfach Pfosten und Latte und ließen manchen Alleingang auf Ratingens Keeper Christoph Oster liegen. Alleine aber die Art und Weise, wie und mit welchem Tempo die Chancen herausgespielt wurden, ließ auf Tribüne und Spielerbank viele Rockets zufrieden mit dem Kopf nicken.
Zwar kamen die Gäste im letzten Drittel noch einmal durch Dennis Fischbuch (43.) auf 4:5 heran, doch für eine Wende sollte es nicht mehr reichen. Bitter für die ohnehin von Verletzungen geplagten Ice Aliens: Mit Hirsch und Müller verletzten sich in Diez zwei weitere Akteure, die in dieser Phase schon gar nicht mehr auf dem Eis standen. „Leider hat uns das Verletzungspech noch einmal richtig getroffen“, sagte Tursch. „Ich finde, dafür haben wir uns gut geschlagen. Glückwunsch aber an Diez-Limburg, der Sieg war natürlich verdient.“
Für die Gastgeber machten Alexander Engel (45.), Mark Corbett (46.) und Tobias Schwab (48.) den Heimsieg perfekt, der letzte Treffer der Partie zum 5:8 ging auf das Konto von Tim Brazda (59.) - einer der Aktivposten im Ratinger Spiel. „Ich habe eine deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft gesehen“, freute sich EGDL-Trainer Jens Hergt. „Ab dem 3:2 haben wir das Spiel bestimmt. Und auch wenn wir acht Tore schießen, haben wir noch zu wenig aus unseren Chancen gemacht. Noch wichtiger ist aber, in die Köpfe reinzubekommen, dass wir defensiv noch besser stehen und arbeiten müssen. Und diese Arbeit beginnt bei den Stürmern. Offensiv sind wir sehr gut aufgestellt und machen unsere Tore, jetzt muss es aber auch nach hinten noch besser klappen. Daran werden wir weiter arbeiten.“
Dinslakener EC Kobras
Kobras siegen beim Meister
(RLW) Nach dem die Kobras in den letzten 3 Spielen, trotz guter Leistungen, am Ende mit leeren Händen da standen, konnte man sich gestern beim Spiel in Herford endlich wieder mit 3 Punkten belohnen.
Dabei waren die Voraussetzungen nicht gerade die besten. Aufgrund eines Staus traf man erst kurz vor dem ersten Bully in Herford ein, weshalb der eigentliche Spielbeginn um 20 Minuten verschoben werden musste. Für den nächsten „Aufreger“ sorgte dann das Schiedsrichtergespann, denn das dunkle Rot der Dragons und das Orange der Kobras waren ihm zu ähnlich und so mussten die Gastgeber in ihren weißen Jerseys auflaufen.
Danach wurde dann auch endlich Eishockey gespielt, und das zunächst erfolgreicher von den Gastgebern, die dann folgerichtig in der 6. Minute durch ihren Topscorer Killian Hutt mit 1-0 in Führung gingen.
Aber diese Führung beflügelte die Dragons keinesfalls, sondern war für die Kobras so was wie ein Weckruf und man erspielte sich in der Folge ein optisches Übergewicht auf dem Eis.
Und so konnte Michal Plichta in der 11.Minute nach einem feinen Pass von Jesse Parker auch den verdienten Ausgleich erzielen. Dieses Tor versetzte die Gastgeber in eine Art Schockzustand und so sah sich in der 16.Minute auch niemand für Tom Goldmann zuständig, der mit dem Puck an der Kelle einfach mal durch die Verteidigung spazierte und dann eine Art Tor des Jahres erzielte. Frei vor Goalie Vogel hämmerte er nicht einfach nur drauf sondern zirkelte den Puck in Zeitlupe um den verdutzten Vogel herum. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit,bis der Puck endlich vom Innenpfosten ins Tor fiel und bei den mitgereisten Kobras Fans für Jubelstürme sorgte. Auch Torschütze Goldmann feierte dieses Tor auf dem Eis mit einem Freudentanz.Mit diesem Ergebnis ging´s dann auch in die erste Pause.
Das 2.Drittel hatte noch gar nicht richtig begonnen und schon stand es 3-1 für die Kobras.
Jesse Parker war auf Rechts durch und schoss einfach mal Richtung Tor und konnte direkt jubelnd abdrehen und sich von seinen Mitspielern feiern lassen,denn irgendwie fand dieser Schuss den Weg ins Tor. Nur eine Minute später hämmerte Stefan Dreyer den Puck an die Torlatte, Torhüter Vogel wäre hier sicherlich machtlos gewesen. Mit einem 2 Tore Vorsprung spielte es sich natürlich leichter, aber als 2 Kobras auf der Strafbank saßen, erzielten die Gastgeber den 2-3 Anschlusstreffer durch Nils Bohle und kamen wieder stärker in Spiel zurück,zumal es in der Folge viele weitere Strafzeiten gegen die Kobras gab.
So auch in der 39.Minute, als Benedikt Hüsken für 2 Minuten draußen saß und ein Herforder Verteidiger und Torhüter Vogel nicht so ganz einig waren und Michal Plichta spitzbübisch das 4-2 erzielen konnte. Damit ging es dann auch in die 2.Pause.
Insgesamt fanden 577 Zuschauer den Weg in die Eishalle „Im kleinen Felde“ , aber die am stärksten besetzten Plätze blieben auch im letzten Drittel die beiden Strafbänke.
Die Gastgeber hatten mittlerweile den Torwart gewechselt (Tim Stänger für Kieren Vogel) und kamen in der 48.Minute zum 3-4 Anschluss. Ein höchst umstrittener Treffer,denn Marvin Frenzel wurde in seinem Torraum so stark angegangen,das er Maske und Fanghand verlor. Trotzdem entschied Schiedsrichter Schmidt auf Tor für Herford, da nutzen auch alle lautstarken Proteste nichts. Diese Aktion setzte in den Kobras aber eine Reaktion in Gang, die zu imponieren wusste. Die letzten 12 Minuten wurde den Gastgebern eine Kampfkraft entgegen gesetzt, mit der jede Kobra bis an ihr Limit ging, und ein bärenstarker Marvin Frenzel einfach nicht mehr zu bezwingen war. Als die Dragons kurz vor Schluss noch den Goalie vom Eis nahmen und die Kobras eine weitere Strafzeit kassierten, ging es für die letzten 40 Sekunden mit 6 gegen 4 , doch auch diese Überlegenheit konnten die Gastgeber nicht mehr zu einem Tor nutzen.
Trainer Milan Vanek sprach deshalb auch nach dem Spiel von einer „geilen Mannschaftsleistung“ und das man sich endlich mal belohnen konnte, nach dem man in den letzten 3 Spielen unglücklich verlor.
EC Lauterbach
Luchse mit Auswärtssieg in Frankfurt
(RLW) Die Lauterbacher Luchse haben das Kellerduell in der Regionalliga West beim U25 Perspektivteam der Löwen Frankfurt mit 1:6 (1:1 0:3 0:2) gewonnen. Rund 100 Zuschauer sahen zunächst ein verhaltenes erstes Drittel, die 1:0 Führung des Gastgebers (11. Bauscher) egalisierte Niels Hilgenberg mit dem Ausgleich knapp 3 Minuten später. So ging es auch mit einem Leistungsgerechten 1:1 in die erste Pause.
Nachdem die Luchse im 2. Drittel 4 Minuten in Unterzahl überstehen mussten, rissen die Lauterbacher das Spielgeschehen immer mehr an sich und gingen durch ein Tor von Knut Apel (28.) in Führung. Ein Doppelpack von Varianov und Knieling in der 36. Minute stellte innerhalb von 25 Sekunden die Weichen auf Sieg.
Roman Löwing (47.) baut im 3. Drittel die Führung für die Luchse weiter aus, knapp 3 Minuten vor Schluss setzt Knut Apel den verdienten Schlusspunkt zum 6:1 Auswärtserfolg der Luchse.
EHC Neuwied Bären
Als Neuwied muss, kommen die Tore
(RLW) Der EHC „Die Bären“ 2016 hat sich ab der 30. Minute des Freitag-Heimspiels gegen die Soester EG in die richtige Stimmung für das Derby der Eishockey-Regionalliga West am Sonntag gegen die EG Diez-Limburg gebracht. Neuwied gewann gegen die Bördeindianer mit 8:4 – und das nachdem es bis zur Hälfte der Spielzeit noch 2:2 gestanden hatte. Die Punkte blieben im Icehouse, aber richtig überzeugt zeigte sich Trainer Daniel Benske nicht von der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben uns bei fünf gegen fünf nicht glücklich angestellt. Mit dem ersten und zweiten Drittel waren wir nicht zufrieden. Soest bekam zu viele Kontermöglichkeiten und wir haben unglaublich viele Torchancen ausgelassen. Im dritten Drittel haben wir dann aber die richtige Antwort gezeigt.“
Soest klopfte durchaus lautstark in Neuwied mit der Absicht an, nach dem Sieg über die Ratinger Ice Aliens einen weiteren Coup zu landen. Die Bördeindianer juckten lange Zeit nicht nur, sondern kratzten viel mehr im Bärenfell. Zweimal glichen die Gäste aus, aber als die Neuwieder im Mittelabschnitt mussten, waren sie genau zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Jendrik Allendorf war da, der in Überzahl einen Alleingang von Martin Benes mit der Stockhand entschärfte, das Powerplay war da, das innerhalb von drei Minuten zweimal stach, und die etatmäßigen Torjäger waren da, die das 2:2 in ein 5:2 verwandelten. Martin Brabec per Schlagschuss von der blauen Linie (31.), Liga-Topscorer Michael Jamieson (34.) und Stephan Fröhlich (37.) – von Jamieson halb im Fallen und mit einem „no look pass“ bedient – schafften zur zweiten Pause für klare Verhältnisse in einer Partie, in die die Gastgeber erst einmal hineinfinden mussten. „Wir haben bei gleichem Kräfteverhältnis gut gespielt. Deshalb bin ich mit unserer Leistung auch nicht unzufrieden. Leider haben wir nach dem 2:2 falsche Entscheidungen getroffen und zu viele Strafen kassiert. Neuwied erzielte in Überzahl zwei Tore – und dann waren sie weg“, beschrieb Soests Trainer Heinz-Dieter Brüggemann treffend die Partie.
Mit etwas Glück, weil Soest unmittelbar vor Martin Brabecs 1:0 (6.) den Pfosten getroffen hatte, ging die Mannschaft von Daniel Benske in Führung. Die Rot-Weißen erholten sich gut davon, setzten sich mitunter häufiger als es Trainer Benske lieb war, im EHC-Drittel fest und nutzten eine Zwei-gegen-eins-Situation durch Alexander Cicigin zum Ausgleich (16.). Auch auf das 2:1 durch Max Wasser (19.) fanden die Gäste noch einmal die Antwort. Martin Juricek jagte die Scheibe in der 25. Minute unhaltbar für Jendrik Allendorf unter die Latte.
Neuwied war gefordert, Neuwied lieferte. Brabec, Jamieson und Fröhlich trafen und brachten die Gastgeber in Schwung für das letzte Drittel. Hier nahmen die Einheimischen zunächst richtig Fahrt auf. Dennis Schlicht in seinem ersten Saisonspiel nach überstandener Verletzung (42.), Stephan Fröhlich (43.) und Christian Neumann (46.) erhöhten auf 8:2, ehe die Bären die Zügel wieder etwas schleifen ließen und Martin Juricek (53.) sowie Igor Furda (57.) noch Ergebniskorrektur betrieben.
Daniel Benske freute sich über den sechsten Sieg im siebten Saisonspiel, machte allerdings auch deutlich: „Am Sonntag müssen wir uns wieder anders präsentieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das tun werden.“
EHC Troisdorf
Vierter Sieg in Folge
(LLW) Das Lokalderby zwischen Troisdorf und Bergisch Gladbach hat immer genügend Zündstoff, um ein spannendes Match zu werden. So war das Spiel mit insgesamt 12 Toren und 54 Strafminuten auch nichts für schwache Nerven.
Troisdorf startete wie gewohnt mit viel Tempo und setze Bergisch Gladbach sofort unter Druck. Bereits in der 6. Spielminute konnte Dominik Klein durch einen platzierten Schuss von der blauen Linie der Bergisch Gladbacher Keeper überwinden. Nur zwei Minuten später war es wieder ein Verteidiger, der die Führung für Troisdorf ausbauen konnte. Victor Zimmermann erhöhte auf Zuspiel von Justyn Tursas und Dominik Klein auf 2:0 für die Gastgeber.
Im zweiten Spielabschnitt musste Troisdorf jeweils in Unterzahl 2 Gegentreffer hinnehmen. Der Troisdorfer Kapitän Lucas Hubert konnte in jedoch in Unterzahl einen Treffer erzielen, so dass Troisdorf mit 3:2 knapp in Führung bleiben konnte. Lucas Hubert konnte in Unterzahl einen kapitalen Fehler des Bergisch Gladbacher Torhüters Lars Kudal eiskalt ausnutzen, um diesen dritten Treffer für Troisdorf zu erzielen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels war es wieder der Verteidiger Dominik Klein, diesmal auf Vorlage von Lucas Hubert, der den alten zwei Tore Vorsprung wieder herstellte. Mit 4:2 für Troisdorf ging es in die letzte Pause.
Im letzten Drittel konnten die Zuschauer 6 Tore bejubeln. Drei für Troisdorf und 3 für Bergisch Gladbach, so dass das Spiel bis zum Ende spannend blieb. Durch die Tore von Lucas Hubert, Kevin Stöhr und Mario Wonde, konnte Troisdorf den vierten Sieg in Folge feiern. Troisdorf bleibt damit Tabellenführer in der NRW Landesliga.
Das nächste Meisterschaftsspiel der Troisdorf Dynamites findet am Freitag 02.11.2018 um 20:00 Uhr in Grefrath statt und das nächste Heimspiel im Icedom am Rotter See startet am 09.11.2018 um 20:00 Uhr gegen das Team aus Solingen.
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