IHP NachrichtenSamstag 27.Oktober 2018
(IHP) Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen:
Deutsche Eishockey Liga, Deutsche Eishockey Liga 2, Oberliga Süd, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Regionalliga Ost, Landesliga Berlin
Düsseldorfer EG
Deutlichste Saisonniederlage: 3:6 bei den Iserlohn Roosters
(DEL) So etwas passiert eben irgendwann. Und bei der Düsseldorfer EG ist es in der Saison 2018/19 ja auch das erste Mal. Eine heute schwache DEG verliert bei den Iserlohn Roosters mit 3:6 (1:3, 0:1, 2:2). Die Hausherren waren größtenteils aggressiver und bissiger, die Niederlage der gelben Gäste dadurch verdient. Positiv: Der Derbysieger und Busbezwinger bewies jederzeit Moral und mühte sich bis zur Schlusssirene. Schon übermorgen können es die Kreis-Jungs besser machen. Dann kommen die Schwenninger Wild Wings in den ISS DOME (16.30 Uhr). Dann wollen wir den nächsten Sieg!
EHC Red Bull München
Red Bulls holen sich mit späten Toren den Derbysieg
(DEL) Der EHC Red Bull München hat das Derby bei den Augsburg Panthern mit 2:0 (0:0|0:0|2:0) gewonnen. Trotz der Ausfälle von fünf Stammspielern gelang den Münchnern vor 6.139 Zuschauern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion der vierte Sieg in Folge in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Beim zweiten Shut-out in Folge von Keeper Danny aus den Birken erzielte Maximilian Daubner seine ersten beiden DEL-Treffer.
Sowohl die Augsburg Panther als auch der EHC Red Bull München blieben in ihrer vergangenen Partie ohne Gegentor – auch im direkten Duell mussten beide Teams lange Zeit keine Treffer hinnehmen. Dabei hatte München im ersten Drittel während einer Fünf-Minuten-Überzahl beste Möglichkeiten: Daryl Boyle und Yannic Seidenberg waren von der blauen Linie gefährlich (15.), Jason Jaffray lupfte den Puck per Rückhand knapp über das Tor (16.).
Im zweiten Abschnitt gelang es beiden Teams, spielübergreifend sechs Drittel ohne Gegentreffer zu bleiben. Die größte Möglichkeit für München hatte Frank Mauer: Der 30-Jährige traf die Unterkante der Latte, doch der Puck schlug knapp vor der Linie auf (35.). Im direkten Gegenzug umspielte Augsburgs Matthew White erst Danny aus den Birken, dann das Münchner Tor – der Puck kullerte nach dem Abschluss aber nur in die Arme des Münchner Keepers.
Bis zum ersten Treffer der Partie dauerte es 55 Minuten und 32 Sekunden. Münchens Topscorer John Mitchell schoss von der blauen Linie, den Abpraller von Torhüter Olivier Roy staubte Maximilian Daubner ab. Der Torschütze erhielt etwas mehr als zwei Minuten vor dem Schlusspfiff noch eine Strafe. Als er 16 Sekunden vor Spielende von der Strafbank zurück kam, legte Frank Mauer quer und Daubner traf ins leere Tor (60.)
Bayreuth Tigers
Nach drei Powerplay-Gegentoren und einem Shorthander ohne Punkte zurück aus Hessen…
(DEL2) Seinen ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison konnte Jozef Potac – nachdem er sich im Training den Knöchel gebrochen hatte – absolvieren. Dafür konnte Mark Heatley, der sich beim Aufwärmen leicht verletzt, das Spiel nicht bestreiten.
Nach einer kurzen Abtastphase beider Teams testet Richter den Nauheimer Goalie nach vier gespielten Minuten zum ersten Mal – worauf Slaton antwortet und nur Sekunden später auf der Gegenseite Herden auf die Probe stellte. Als Krestan auf die Strafbank musste, zogen die Tigers ein ansprechendes Powerplay auf. Potac, Järveläinen und Rajala kamen zu Schüssen, die allerdings allesamt Beute von Guryca wurden. Als die Reihen getauscht wurde, und Bosas sich von der blauen Linie versuchte, der Schuss abgeblockt wurde, ging Dustin Sylvester auf und davon und ließ Herden keine Chance. Bereits der fünfte Shorthander, den die Tigers in der laufenden Saison einstecken mussten. Nach acht Minuten die nächste Chance mit einem Mann mehr und erneut kamen die Tigers schnell in die Aufstellung – und erneut feuerten sie aus allen Lagen – vorerst ohne Erfolg. Besser machten es die Kurstädter als sie selbst nach 13 Minuten die Chance bekamen in Überzahl zu agieren. Sheverin wurde mustergültig freigespielt und versenkte die Scheibe aus kurzer Distanz zum 2:0 für seine Farben. Und nur kurz darauf die nächste große Chance für die Gastgeber als sich Bayreuth eine kurze Schwächephase nahm. Nach 19 Minuten dann aber der Anschluss zum 2:1 durch Bosas, der von Kolozvary im Powerplay schön bedient wurde, trocken abzog.
In die Kategorie „doppeltes Pech“ fiel das dritte Tor der Nauheimer. Zunächst saß Linden noch eine fragwürdige Strafe aus dem ersten Abschnitt ab und als man in Unterzahl die Chance zum Break bekam und die Scheibe über die Bande zum freien Mitspieler passen wollte, blieb diese am Schlittschuh des Linienrichters hängen. Den Scheibenbesitz nutzten die Nauheimer, kurz nach Ablauf der Strafe, und stellten durch Dalhuisen auf 3:1. Den Aufschwung versuchten die Gastgeber zu nutzen und machten weiter Druck. Die Latte verhinderte kurz darauf einen weiteren Treffer. Järveläinen und Rajala mit zwischenzeitlichen Chancen auf Seiten der Gelb-Schwarzen. Es ging aber weiter und dieses Mal war es Mayr, der auf die Strafbank musste. Auf dem Eis liegend wurde ihm ein hoher Stock angelastet und auch Linden, kurz darauf wurde für ein solches Vergehen zum Abkühlen geschickt. Die Tigers wehrten sich mit zwei Mann weniger auf der Eisfläche nach Kräften und es schien beinahe überstanden als Cody Sylvester aus halbrechter Position einen Pass von Krestan direkt nahm und unhaltbar für Herden einschoss. Ein Powerplay der Tigers brachte noch mal Chancen durch Kolozvary und Bosas, die jeweils am Guryca scheiterten. Insgesamt das Drittel der Hessen, die vermehrt Druck aufbauen konnten und die klareren Chancen herausspielten.
Jeweils acht Strafminuten für jedes Team verteilten das Schiedsrichtergespann – in einem äußerst fair geführtem Spiel - im Schlussabschnitt! Platz war also genug auf der Eisfläche. Ausnutzen konnte dies allerdings nur der EC Bad Nauheim, wenn auch nur noch einmal und natürlich im Powerplay als Stiefenhofer ziemlich unbedrängt im Slot an die Scheibe kam. Die Tigers mühten sich aber ein richtiger Spielfluss sollte nicht mehr aufkommen, sodass die Gastgeber mehr oder weniger das Ergebnis verwalten konnten und verdient die drei Punkte in der Wetterau behielten.
„Wir haben zu viele Tore in Unterzahl kassiert, was bisher eigentlich unsere Paradedisziplin war. Nauheim hat das aber auch gut gespielt. Der Shorthander darf nicht passieren. Insgesamt ein verdienter Sieg für Bad Nauheim“, so Petri Kujala kurz nach der Partie. Vom Moderator der Pressekonferenz darauf angesprochen, dass Bayreuther Fans noch draußen stehen und „Wir haben die Schnauze voll“ skandieren, zeigt der Bayreuther Übungsleiter Verständnis: „Die Fans haben recht, wenn sie die Schnauze voll haben. Ich habe sie auch voll – gerade nach letzter Woche mit den zwei schlechten Spielen, besonders das in Frankfurt.“
Nauheims Coach war verständlicherweise zufrieden: „Wir haben verdient gewonnen. Überzahl, Unterzahl hat, bis auf einmal, sehr gut geklappt. Gerade das Powerplay hat im Training schon gut ausgesehen und ich bin natürlich zufrieden, dass es auch im Spiel geklappt hat.“
Deggendorfer SC
Deggendorfer SC gewinnt Krimi in Heilbronn
(DEL2) Der Deggendorfer SC kann endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern!
Nach zuletzt vier Niederlagen am Stück setzte sich das Team von
Trainer John Sicinski beim Debüt von Torhüter Andrew Hare mit 5:7 bei
den Heilbronner Falken durch und holt damit wichtige Punkte.
Gleich zu Beginn bot sich den Deggendorfern die dicke Chance mit
positivem Schwung in die Partie zu starten, als sie gleich in der
zweiten Spielminute eine Überzahlmöglichkeit zugesprochen bekamen.
Diese verpuffte allerdings gleich, als Curtis Leinweber einen Konter
der Heilbronner nur durch ein Foul stoppen konnte. Auf der Gegenseite
machten es die Hausherren dann besser und nutzten ihr erstes Powerplay
durch Derek Damon zum 1:0. Doch der DSC hatte die passende Antwort
parat. In der neunten Spielminute, ebenfalls in nummerischer Überzahl,
traf Andrew Schembri zum Ausgleich für die Deggendorfer, als er einen
harten Schuss von Andreas Gawlik unhaltbar abfälschte. In der
Folgezeit boten sich dicke Möglichkeiten auf beiden Seiten und bis zum
Ende des ersten Abschnitts sollten dann auch noch zwei Treffer fallen.
Zunächst brachte Derek Damon mit seinem zweiten Treffer an diesem
Abend die Falken wieder in Front, ehe Markus Eberhardt kurz vor der
Pause auf 3:1 erhöhte. Dieser Treffer war für die Deggendorfer
besonders bitter, denn Eberhardts Schuss traf Alex Roach so
unglücklich am Helm, dass dieser den Puck ins eigene Tor abfälschte.
Der zweite Spielabschnitt sollte dann so richtig fulminant werden.
Zunächst traf Josh Brittain in der 26. Minuten nach einem Konter zum
3:2 Anschlusstreffer. Doch nicht einmal eine Zeigerumdrehung später
stellte Damon mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den alten
Abschnitt wieder her. Nun suchten beide Mannschaften ihr Heil in der
Offensive und so dauerte es nur 34 Sekunden, ehe René Röthke mit einem
Treffer aus dem Gewühl heraus auf 4:3 verkürzte. Nun war der Motor der
Deggendorfer so richtig warm gelaufen und mit einem erneuten
Doppelschlag in der 34. und 35. Minute durch Kyle Gibbons und Curtis
Leinweber ging das Team von Trainer John Sicinski sogar das erste Mal
an diesem Abend in Führung. Trotz einiger weiterer Möglichkeiten auf
beiden Seiten blieb es bei diesem Spielstand nach 40 gespielten Minuten.
Alles war also angerichtet für eine hochdramatische Schlussphase, die
dann auch hielt, was sie versprach. Der DSC kämpfte um jeden
Zentimeter Eis und steckte sämtliche Rückschläge weg, wie zum Beispiel
den Ausgleich der Falken in der 48. Spielminute. Nur knapp drei
Minuten nach dem Ausgleich war es Christoph Gawlik, der nach einem
schnell vorgetragenen Konter für die erneute Deggendorfer Führung
sorgte. Mit viel Einsatz und Willen retteten die DSC-Cracks dieses
Ergebnis auch über die Zeit. In der letzten Spielminute setzte
Christopher Kasten mit einem Treffer ins verwaiste Heilbronner Tor
noch einen drauf und erzielte aus dem eigenen Verteidigungsdrittel
heraus das 5:7.
Damit gelang dem Deggendorfer SC beim Debüt von Andrew Hare ein
wichtiger Auswärtssieg. Am Sonntag trifft das Team von Trainer John
Sicinski im heimischen Rund dann auf die Bietigheim Steelers.
Spielbeginn in der Festung an der Trat ist um 18:30 Uhr.
Dresdner Eislöwen
Eislöwen unterliegen Bad Tölz
(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Tölzer Löwen mit 2:3 (0:1; 1:2; 1:0) verloren. Andreas Schwarz brachte den Gastgeber in der elften Minute in einer Überzahlsituation in Führung. Lubor Dibelka nutzte im Mitteldrittel eine doppelte Überzahl der Bad Tölzer zum zweiten Treffer (32.), ehe Kyle Beach ebenfalls im Powerplay traf (33.). Jordan Knackstedt (37.) gelang in Überzahl der Dresdner Anschlusstreffer. Im letzten Drittel brachte Steve Hanusch den Puck für die Eislöwen im Tor unter (54.). Doch nach einer hart umkämpften Schlussphase verzeichneten die Tölzer Löwen das bessere Ende für sich.
Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben Chancen kreiert, aber zu viele Strafen genommen. Das war am heutigen Abend letztlich der entscheidende Punkt. Im zweiten Abschnitt sind wir nach der Pause nicht so rausgekommen, wie wir es wollten. Leider haben wir auch im Schlussdrittel erst in den letzten Minuten nochmal Vollgas gegeben. Wir müssen insgesamt hungriger vor dem Tor sein. Die Jungs wollten gewinnen, waren vielleicht etwas zu nervös. Wir müssen aber verstehen, dass auf uns ein Prozess wartet. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Wir haben vielleicht nicht so viel Zeit wie man einst im alten Rom hatte, aber wir können auch mit dieser Niederlage im Gepäck schon am Sonntag gegen Ravensburg den nächsten Schritt gehen.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 28. Oktober um 17 Uhr gegen die Ravensburg Towerstars.
Löwen Frankfurt
Löwen zu Gast bei Jokern
(DEL2) Nur zwei Tage nach dem Comeback-Sieg gegen Crimmitschau steht für die Löwen das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Am Sonntag, den 28. Oktober geht es zum Tabellen-Zweiten nach Kaufbeuren. Spielbeginn in der Erdgas Schwaben Arena ist um 17:00 Uhr.
Wie gewohnt halten wir euch mit unserem Live-Ticker, auf Facebook, Twitter und Instagram auf dem Laufenden. Das Spiel wird zudem auf SpradeTV übertragen.
Beim Spiel gegen die Eispiraten Crimmitschau konnten die Löwen einen 0:3-Rückstand mit viel Kraft und Willen aufholen und am Ende die Piraten ohne Punkte auf den langen Weg nach Hause schicken (4:3). Der Sieg sollte Motivation genug für die schwere Aufgabe gegen den ESVK sein.
Den Goldhelm trägt weiterhin Matt Pistilli der nun insgesamt 21 Scorerpunkte auf seinem Konto hat, die sich durch elf Tore und zehn Vorlagen ergeben. Ihm dicht auf den Fersen sind Adam Mitchell (20 Punkte), Lukas Koziol (19) und Eddie Lewandowski (18).
Weiterhin fehlen tun den Löwen indes Angreifer Antti Kerälä und Verteidiger Mike Card. Hinter den Einsätzen von Mathieu Tousignant und Dominik Meisinger steht ein Fragezeichen.
Kaufbeuren ist eines der Top-Teams der Liga und wird als Geheimfavorit auf den Titel gesehen. So wundert es nicht, dass die Bayern in vielen Statistiken oben stehen. Die Special Teams von Kaufbeuren sind jeweils auf Platz 2 und haben damit Topquoten sowohl im Überzahl als auch im Unterzahlspiel.
Nicht nur als Mannschaft, sondern auch individuell sind die Bayern gut aufgestellt. Zwischen den Pfosten steht der beste Torhüter der Liga der vergangenen beiden Spielzeiten, Stefan Vajs, der aktuell eine Fangquote von 90,2% aufweisen kann. Zudem hat er bisher alle 14 Spiele der Joker durchgespielt.
Auch im Sturm hat man mit Sami Blomqvist den Topscorer der Liga im Kader. 28 Punkte konnte der Finne schon sammeln. Mit 17 Treffern ist er zudem der beste Goalgetter der DEL2. Letzte Woche Sonntag ist ihm etwas gelungen, was vor ihm noch keiner in der DEL2 geschafft hat. Blomqvist konnte sieben Tore in einem Spiel schießen.
Aufgrund der starken Spielzeiten der vergangenen Jahre ist es kaum zu glauben, aber die Kaufbeurer konnten bislang nur zwei von 17 Partien gegen die Löwen für sich entscheiden. In den 15 Siegen schossen die Löwen fast doppelt so viele Tore wie die Bayern (88:48).
ESV Kaufbeuren
Topspiel wird seinem Namen absolut gerecht - ESVK unterliegt in einem tollen Spiel knapp in Ravenburg
(DEL2) Ein schnelles und rasantes DEL2 Spiel bekamen die 3.418 Zuschauer in der Eissporthalle Ravensburg zwischen dem Liga Spitzenreiter Ravensburg Towerstars und dem Tabellendritten ESV Kaufbeuren zu sehen.
Das Spiel nahm schnell Fahrt auf und beide Torhüter, Jonas Langmann im Kasten der Hausherren sowie Stefan Vajs im Tor der Allgäuer, bekamen dementsprechend einiges zu tun. Die beste Chance auf einen frühen Treffer hatten wohl die Kaufbeurer, als Max Schmidle bei einem drei auf eins Konter den entscheidenden Pass nicht mehr bis zu Ossi Saarinen brachte. Zuvor hatte Towerstars Goldhelm Andreas Driendl Stefan Vajs zu einer starken Parade gezwungen. In der siebten Spielminute gingen die Oberschwaben mit 1:0 in Führung. Olivier Hinse nutzte seine Geschwindigkeit nach einem Fehler im Spielaufbau der Joker, zog zwischen den Verteidigern hindurch und überwand Stefan Vajs mit einen platzierten Schuss in den Winkel. Der ESVK antwortete aber prompt. Branden Gracel spielte Sami Blomqvist von seitlich hinter dem Tor perfekt im Slot an und der finnische Torjäger ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollendete gekonnt zum 1:1 Ausgleichstreffer. Es ging aber weiter Schlag auf Schlag. Zuerst konnte der Spitzenreiter zwei Minuten in Überzahl agieren, was der ESVK aber gut verteidigte. Nach dem der wiederum auffällige Andreas Driendl Stefan Vajs zu einer weiteren starken Parade zwang, verhinderte im Gegenzug Jonas Langmann in letzter Sekunde, bei einem stark gespielten Konter der Joker, den möglichen Treffer durch Joey Lewis mit einem starken Reflex. Das zweite Drittel begann der ESVK im Powerplay und vom Bully weg hatte Sami Blomqvist die große Chance auf seinen zweiten Treffer. Jonas Langmann parierte aber glänzend. Gerade als die Ravensburger wieder komplett waren, nutze Branden Gracel einen Konter in der 22. Minute zum zweiten Treffer der Joker. Von Julian Eichinger vor dem Tor in Szene gesetzt, überwand der Kanadier Jonas Langmann im Fallen zum 1:2. Nach 29 Minuten gelang dem Tabellenführer der Ausgleich. Kilian Keller konnte nach einem gewonnen Bully direkt abziehen und die Scheibe schlug unhaltbar für Stefan Vajs im Winkel ein. Nur zwei Minuten später folgte der erneute Führungstreffer für die Rotgelben. Nach dem Daniel Pfaffengut in Unterzahl alleine vor Stefan Vajs auftauchte, rettete der Joker Torhüter sensationell und Sami Blomqvist netzte im direkten Gegenzug mit einem trockenen Handgelenkschuss zum 2:3 ein. Nun wurde das Spiel wieder richtig wild und beide Teams vernachlässigten etwas zur sehr die Defensive. Dies wussten die Hausherren besser zu nutzen. Nach einem Scheibenverlust der Allgäuer im Aufbauspiel wurde Daniel Merl am langen Pfosten völlig vergessen und schob die Scheibe nach einem perfekten Zuspiel von Daniel Schwamberger zum 3:3 ein. Gespielt waren 35 Minuten. Die Joker hatten dann im Powerplay agierend drei, vier top Chancen auf eine schnelle Antwort. Joey Lewis, Branden Gracel und Sami Blomqvist scheiterten jedoch knapp. Kaum waren die Ravensburger wieder komplett, luden die Joker Robbie Czarnik regelrecht zum 4:3 ein. Nach einem erneuten Scheibenverlust tauchte der Kanadier alleine vor Stefan Vajs auf und versenkte eiskalt. Somit gingen die Kaufbeurer mit einem Rückstand in den Schlussabschnitt. Dieser ist dann eigentlich schnell erzählt. Der ESVK rannte an und hatte vor allem in den letzten zehn Minuten Chance um Chance. Egal ob Sami Blomqvist, Alex Thiel, Max Schmidle oder auch Branden Gracel, kein Joker brachte die Scheibe im Tor unter. Jonas Langmann im Kasten der Oberschwaben avanciert mit seinen Reflexen zum Matchwinner für sein Team. Auch die Herausnahme von Stefan Vajs kurz vor dem Ende sollte keinen Treffer mehr für die stark spielenden Allgäuer bringen. Schlussendlich waren die beiden schnellen Gegentore in der 35. und 37. Spielminute nicht mehr zu egalisieren.
Ravensburg Towerstars
Derby lässt keinerlei Wünsche offen - Towerstars feiern elften Sieg im zwölften Spiel
(DEL2) Die Ravensburg Towerstars haben ein attraktives Derby gegen Kaufbeuren mit 4:3 gewonnen. Beide Mannschaften boten vor restlos ausverkauften Rängen eine starke Leistung und ein sehr fair geführtes Spiel.
Die Startminuten gestalteten sich fast untypisch für ein derartiges Derby. Es gab keine frühen Strafzeiten, nur ganz wenige Unterbrüche und auch auch sonst lief bei beiden Teams weitgehend alles rund. Aus Ravensburger Sicht machte sich dies nach sechs Minuten auch beim Spielstand bemerkbar. Die Towerstars erarbeiteten sich durch schnelles Umschalten einen 3-2 Konter, diesen fuhr der aus halblinker Position anfahrende Olivier Hinse eiskalt mit einem Schuss in den rechten Torwinkel zu Ende.
Der Jubel beim Torschützen und den Fans war riesengroß, allerdings hatte die Ravensburger Führung nur 63 Sekunden Bestand. Nach einem Puckverlust hinter dem eigenen Tor ließen die Gäste aus dem Allgäu zwei blitzschnelle Pässe laufen und Liga-Topscorer Sami Blomqvist nutzte die freie Schussbahn. Beide Mannschaften hatten im abwechslungsreichen Verlauf des ersten Spielabschnitts sehr gute Möglichkeiten auf weitere Treffer, doch sowohl Gäste-Keeper Stefan Vajs, als auch Towerstars Jonas Langmann präsentierten sich in bestechender Form. So gelang beiden Mannschaften auch bei jeweiliger Überzahl bis zur ersten Pause kein weiterer Treffer.
Das sollte sich dann im zweiten Spielabschnitt recht früh ändern. Ganze 78 Sekunden waren gespielt, da wurde Brandon Gracel von Julian Eichinger mit einem Pass durch den Slot angespielt und der ESVK-Neuzugang schob den Puck zur 1:2 Führung über die Linie.
Zwar drückte Kaufbeuren in den nächsten drei Minuten weiter, doch die Towerstars antworteten in der 29. Minute prompt. Daniel Pfaffengut gewann das Bully vor dem Kaufbeurer Tor und der von Thomas Merl danach abgefeuerte Puck zischte über die rechte Schulter des überraschten ESVK-Keepers ins linke Eck.Der 2:2 Ausgleich verlieh den Oberschwaben mächtig Selbstvertrauen und selbst in Unterzahl war Daniel Pfaffengut in der 30. Minute um Zentimeter der Führung nahe. Er scheiterte bei seinem Solo allerdings an Vajs, der die Absicht seines früheren Teamkollegen wohl schon roch.
Der Puck ging sofort in die andere Richtung und den nachfolgenden Konter schlossen die Buron Joker eiskalt ab. Bei der 3-2 Situation rechnete die Ravensburger Defensive samt Torhüter mit einem Querpass, doch Sami Blomqvist zog selbst ab - Kaufbeuren lag erneut in Führung. Wieder stellte sich bei den Towerstars keine Schockwirkung ein. Der Druck auf den Gegner wurde in den Folgeminuten immer höher und mit einer sehenswerten Kombination traf erneut Thomas Merl frei am linken Pfosten zum 3:3 Ausgleich.
Dass der tosende Jubel auf den Rängen den Towerstars einen richtigen Push gab, zeigte sich zwei Minuten später. Robbie Czarnik lauerte im gegnerischen Drittel auf ein Missverständnis der Gäste beim Spielaufbau, schnappte sich die Scheibe und drückte den Puck nach Umkurvung von Vajs zum 4:3 über die Linie. Dieses Tor in der 37. Minute sorgte für weiteren Schwung, 40 Sekunden vor der zweiten Pause hatte beispielsweise Mathieu Pompei das 5:3 vor Augen. Sein Schuss war allerdings zu hoch angesetzt.
So ging es mit der knappen Ravensburger Führung ins Schlussdrittel und das war unbestritten eines der spannendsten und attraktivsten der bisherigen Hauptrunde. Das Spiel wog hin und her und beide Mannschaften hatten Riesenmöglichkeiten auf dem Schläger. So richtig dramatisch wurde es, als Martin Kokes in größter Not vor dem eigenen Tor eine Strafzeit aufgebrummt bekam und die Towerstars fünf Minuten vor Ende der Partie in Unterzahl agieren mussten. Doch das Team von Coach Jiri Ehrenberger rackerte aufopferungsvoll und überstand diese gefährliche Phase unbeschadet.
Äußerst clever agierten die Oberschwaben auch in der Schlussphase, als die Gäste den Torhüter für einen sechsten Feldspielers zogen und alles auf eine Karte setzten. Doch die Zeit tickte zugunsten der Towerstars herunter und der elfte Sieg im zwölften Spiel war Fakt. „Das war heute absolute Werbung für unseren Sport“, sagte Trainer Jiri Ehrenberger nach dem Spiel prägend.
Tölzer Löwen
Powerplay-Maschine Bad Tölz siegt gegen Dresden
(DEL2) Die ersten drei Punkte des Wochenendes sind eingefahren. Gegen die Dresdner Eislöwen gewinnen die Tölzer Löwen mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1). Ausschlaggebend war unter anderem ein starkes Überzahlspiel.
Schon im Auftaktdrittel nutzten die „Buam“ die zweite sich bietende Powerplay-Chance des Spiels. „Heute waren unsere Special Teams gut“, lobte Löwencoach Berwanger. Während Dennis Palka auf der Strafbank saß, traf Andreas Schwarz zur Führung. Nach einem Bullygewinn hämmerte Kyle Beach die Scheibe noch knapp neben das Tor. Den schnell zurückspringenden Puck schob Schwarz ein. Es war bereits der 15. Scorerpunkt für den statistisch offensivstärksten Verteidiger der Liga. Die Führung ging zur Pause in Ordnung, auch wenn im ersten Drittel Chancen insgesamt noch Mangelware waren. Insgesamt fiel auf, dass sich beide Teams bei gleicher Anzahl von Feldspielern kaum etwas schenkten. Es waren die Situationen mit einem Mann mehr auf dem Eis, die das Spiel entschieden. So waren es erneut die Tölzer, die in der 32.Minute, diesmal mit zwei Spielern mehr, die Führung verdoppelten. Lubor Dibelka nutzte einen Abpraller zu seinem Premierentor im schwarz-gelben Trikot. Als nur 100 Sekunden später Kyle Beach mit seinem wuchtigen Direktschuss zum 3:0 traf schien das Spiel voll und ganz zugunsten der Tölzer zu laufen. Daran änderte auch der Solo-Treffer von Dresdens Goldhelm Jordan Knackstedt nichts, der zum ersten Treffer der Eislöwen einschoss. Doch im Schlussabschnitt drehten die Gäste nochmals auf. Besonders die dritte Sturmformation wirbelte ordentlich im Tölzer Abwehrdrittel. Timo Walther traf den Pfosten, Kollege Steven Hanusch machte es wenig später besser und schob zum Anschluss ein. „Da bliebt es nicht aus, dass die eine oder andere gefährlich Situation kommt“, Berwanger betonte die hohe Qualität, die im Eislöwen-Team steckt. Dresden drückte auf den Ausgleich, spielte in den letzten Minuten sogar mit sechs Feldspielern gegen vier Tölzer, doch ein starker Ben Meisner und eine willensstarke Löwen-Mannschaft stemmten sich gegen den Ausgleich. Damit blieb es bei den drei Punkten zugunsten der Tölzer Löwen. „Wir haben uns das verdient mit einer unglaublich harten Arbeit“, sagt auch Berwanger, der sich mit den ersten Spieltagen der neuen Saison recht zufrieden zeigt: „Im Großen und Ganzen sind wir voll im Soll. Wir werden am Sonntag wieder angreifen“. Dann geht es nach Bayreuth, zum Schlusslicht der Liga.
ECDC Memmingen
Wichtige Punkte: Indians siegen in Waldkraiburg
(OLS) Das erste Pflichtspiel von Sergej Waßmiller als Coach des ECDC Memmingen ging erfolgreich zu Ende. Mit einem 6:1 Erfolg in Waldkraiburg sicherten sich die Indians wichtige Punkte im Kampf um die Play-Offs. Bereits am Sonntag kommt es zum Derby gegen den EV Lindau am Hühnerberg.
Mit dem zurückgekehrten Dominik Piskor sowie erstmals mit Sergej Waßmiller an der Bande traten die Indians im oberbayrischen Waldkraiburg an, um sich möglichst drei Zähler zu sichern.Im ersten Drittel legten sie bereits den Grundstein zum Erfolg. In einem insgesamt eher schwachen Abschnitt markierte Milan Pfalzer, auf Pass von Salminen und Pokovic, den ersten und einzigen Treffer der ersten 20 Minuten.
Im Mittelabschnitt zeigten sich die Memminger dann kaltschnäuzig und stellten die Weichen endgültig auf Auswärtssieg. Vor den zahlreich mitgereisten Fans, die aufgrund von Verkehrschaos teilweiße erst zum zweiten Drittel die Halle erreichten, erhöhten sie durch einen Doppelschlag von Salminen und Wiecki auf 3:0. Die Hausherren kamen durch Trox zwar noch einmal heran (31.), das zweite Tor von Milan Pfalzer an diesem Abend (35.) war aber dann bereits eine frühe Vorentscheidung zugunsten des ECDC.
Im letzten Drittel verwalteten die Indians das Ergebnis geschickt. Joey Vollmer musste noch ein paar Mal eingreifen, insgesamt waren die Hausherren in der Offensive aber viel zu harmlos. Auch der Ex-Memminger Kirils Galoha blieb sehr blass und stellte die Abwehr der Indians vor keine großen Probleme. Offensiv legten die Maustädter dann auch nochmal nach. Jared Mudry sowie Marc Stotz kurz vor dem Ende schraubten das Ergebnis auf 6:1 und besorgten somit den wichtigen Sieg und die ersten Punkte für Sergej Waßmiller als Indians-Coach.
Weiter geht es für die Memminger gleich am Sonntag mit einem Derby gegen den EV Lindau. Vor eigener Kulisse wollen die Indians dann nachlegen und weiter Boden gut machen, bevor es in den kommenden Wochen gegen die großen Teams der Oberliga geht. Los geht es um 18:45 Uhr am Hühnerberg, Karten sind noch ausreichend verfügbar.
ERC Sonthofen
Sonthofen verliert verdient gegen den starken Tabellenführer aus Peiting mit 2:5
(OLS) Die Bulls mussten auch diesmal auf Sean Morgan verzichten, der nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht wieder einsatzbereit war. Peiting begann wie die Feuerwehr und wollte von der ersten Minute an zeigen, wer der Herr im Haus ist. Sonthofen war in den ersten Minuten dauerhaft im eigenen Drittel „gefangen“. Zwei Mal rettete das Gestänge in den Anfangsminuten für Sonthofen. In der 7. Spielminute dann der verdiente Führungstreffer für Peiting. Simon Maier brachte seine Farben mit 0:1 in Führung. Der Sturmlauf der Oberbayern wurde erst durch eine Strafzeit unterbrochen und Sonthofen kam endlich besser ins Spiel. Kurz nach Ende der Strafzeit war es Marc Sill auf Vorlage von Martin Frolik und Lukas Slavetinsky, der das glückliche 1:1 erzielte. Doch Peiting schüttelte sich nur kurz und machte da weiter, wo sie aufgehört hatten. Ein ums andere Mal musste Patrick Glatzel sein Team retten. Mit dem Stand vom 1:1 ging es in die erste Drittelpause.
Das zweite Drittel begann, wie das erste endete. Peiting war klar spielbestimmend und Sonthofen versuchte, aus einer stabilen Defensive heraus gefährliche Konter zu fahren. Doch in der 25. Minute war Partick Glatzel das zweite Mal überwunden: Marko Babic mit dem 1:2. In der 29. Spielminute lieferte dann Brad Miller ein feines Solo durch die gesamte Abwehr des ERC ab, überwand zuletzt auch noch Patrick Glatzel und netzte zum 1:3 ein. Ab dann bestimmten eher fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten das Spiel. In dieser Phase war es weiterhin Peiting, die daraus Nutzen ziehen konnten. Im Powerplay erhöhte der ECP durch Anton Saal auf 1:4 (37. Min.). Kurz darauf war es in doppelter Überzahl (40. Min.) wieder Simon Maier, der auf 1:5 stellte. Somit endete das zweite Drittel mit 1:5 aus Sicht des ERC.
Im dritten Drittel schalteten die Oberbayern dann einen Gang zurück, ohne dabei annähernd das Spiel aus der Hand zu geben. Im Stile einer Spitzenmannschaft verwaltete das Team von Sebastian Buchwieser das Spiel. Zwar hatte Sonthofen nun die eine oder andere gute Gelegenheit, jedoch blieben die Bulls, wie schon das gesamte Spiel über, viel zu ungefährlich vor dem Tor von Andreas Magg. Kurz vor Schluss traf dann noch Michel Maaßen auf Vorarbeit von Lukas Slavetinsky und Jayden Schubert zum Endstand von 2:5.
Weiter geht es am Sonntag daheim um 18:00 Uhr gegen die Eisbären aus Regensburg.
ESC Moskitos Essen
Moskitos in Tilburg nur knapp unterlegen
(OLN) Man hatte den Meister am Rande einer Niederlage, am Ende hat es aber nicht gereicht und die Moskitos verloren in Tilburg mit 3:2.
Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel am letzten Sonntag gegen Erfurt, starteten die Wohnbau Moskitos beim Meister. Von der ersten Minute an schenkten sich beide Teams nichts und versuchten mit Zug zum Tor den Erfolg zu suchen. Nach wenigen Minuten prüfte Arthur Lemmer Ian Meierdres im Tor der Trappers, doch der Keeper blieb Sieger. Die Moskitos, wieder mit Patrik Cerveny im Tor, mussten aber gut aufpassen, denn die Trappers waren mit ihren Vorstöße stets brandgefährlich. Doch das Team von Cheftrainer Frank Gentges, wieder mit Thomas Gauch, Stephan Kreuzmann, Rene Marc Behrens und Julian Lautenschlager, zeigten ein komplett anderes Gesicht. In der 13. Spielminute jubelten die Gäste aus dem Ruhrgebiet dann zum ersten Mal. Der zuletzt gescholtene Marcel Pfänder zog in Überzahl von der blauen Linie ab und Meierdres war zum ersten Mal geschlagen. Weitere Chancen, doch keine weiteren Tore im ersten Abschnitt, mit 0:1 ging es in die erste Pause.
Auch in den 2. Abschnitt starteten die Moskitos gut, Julian Airich direkt mit einem Break auf Meierdres, doch der Puck zu unplatziert. Die Trappers jetzt aggressiver, das Team von Bo Subr übernahm das Kommando und Patrik Cerveny bekam einiges zu tun. Dir Moskitos Defensive hatte nun ebenfalls viel zu tun, und als sie dann die Scheibe nicht hinten raus brachten schlug Danny Stempher zu. Die Moskitos konnten sich in der Folge wieder etwas befreien und hatten auch gute Möglichkeiten, ein Tor war nicht zu bejubeln. In der 34. Spielminute leistete sich Ivy van der Heuvel einen Kniecheck gegen Julian Airich und geriet sich darauf mit Lars Grözinger in die Haare. Van der Heuvel nahm 5 plus Spieldauer, aber auch Yannis Walch nahm eine 2 plus Spieldauerstrafe. Die Überzahl Situation konnten die Moskitos nicht nutzen, doch Tilburg nutzte eine Unachtsamkeit in der Essener Deckung und Reno de Hondt sagte aus kurzer Entfernung danke.
Im letzten Drittel probierten die Moskitos noch einmal zum Erfolg zu kommen, ohne jedoch die Deckung komplett aufzugeben. René Marc Behrens spielte auf der Position von Yannis Walch und Ian Meierdres musste in paarmal klären. Die Tilburger jubelten schon, doch die Moskitos kratzten den Puck mit vereinten Kräften von der Linie, das Team vom Westbahnhof musste also zu jeder Sekunde mehr als wachsam sein. In der 52. Spielminute war es dann doch passiert, bei einem Angriff der Trappers tankte sich Kevin Bruijsten letztlich schön durch und ließ auch Patrick Cerveny keine Chance mehr. 19 Sekunden vor dem Ende der Begegnung traf Aaron McLeod zwar noch zum 3:2, Cheftrainer Frank Gentges nahm auch direkt die Auszeit. Am Ende reichte es dann aber doch nicht mehr zu einem Punktgewinn. Nach der Leistung vom letzten Sonntag konnte man vor dem Spiel in Tilburg nur schlecht einschätzen was passieren würde. Auch wenn es am Ende nicht reichte, hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt und in allen Teilen stark verbessert gespielt.
Crocodiles Hamburg
Crocodiles unterliegen Saale Bulls
(OLN) Die Crocodiles Hamburg haben am Freitagabend das Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle mit 2:6 (0:4/2:2/0:0) verloren. Kurz vor dem Spiel gab es für Trainer Jacek Plachta noch eine schlechte Nachricht: Dominik Lascheit musste mit einem grippalen Infekt passen, der Kader schrumpfte auf 13+2 Spieler.
Und dann erwischten die Crocodiles auch noch einen schlechten Start. Nach knapp zwei Minuten nutzte Halles Phil Miethling einen Konter zum 0:1. Zwei abgefälschte Schüsse von Eric Wunderlich (4.) und Max Spöttel (19.) sowie ein später Treffer von Michal Schön (20.) bedeuteten einen 0:4-Rückstand zur ersten Drittelpause.
Doch die Crocodiles kamen mit Schwung aus der Kabine und kämpften sich zurück ins Spiel. Daniel Lupzig per Direktschuss (27.) und Josh Mitchell mit einem Unterzahltor (29.) verkürzten auf 2:4. Doch die Bulls schlugen mit einem Tor zurück, das für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Nach einem Schuss von Halles Max Spöttel wurde der Puck von der Hamburger Verteidigung unter Torwart Niklas Zoschke geschoben. Letzterer hingegen wurde von den energisch nachsetzenden Bulls aus dem Torraum geschoben und die Scheibe von Jonas Gerstung ins Tor gestochert. Schiedsrichter Michael Fendt gab den Treffer und schickte Kapitän Josh Mitchell wegen Reklamierens auf die Strafbank. Die Gäste nutzten diese Überzahl und legten durch Marius Stöber nach (33.). Das Spiel war entschieden, Tore fielen keine mehr.
„Wir haben nach dem schlechten Start eine gute Moral gezeigt und wieder ins Spiel gefunden. Das 2:5 war kurios und hätte meiner Meinung nach nicht zählen dürfen. Aber die Entscheidung liegt ja leider nicht bei mir“, so Niklas Zoschke, der Kai Kristian ab dem zweiten Drittel im Tor der Crocodiles ersetzte.
Am Sonntag reisen die Hamburger zu den Füchsen nach Duisburg.
Herner EV
EXA Icefighters Leipzig - Herner EV 5 : 6 n.V. (2:0,1:4,2:1,0:1)
(OLN) Um 20.00 Uhr startete die Begegnung zwischen den EXA Icefighters Leipzig und dem Herner Eissportverein im altehrwürdigen Kohlrabizirkus. Der Herner EV musste an diesem Abend ohne seine Verteidiger Mike Schmitz, Vojtech Suchomer und Tobias Esch auskommen. Aus internen Gründen hatte Coach Danny Albrecht zudem auf Maik Klingsporn verzichtet. Allerdings standen die beiden Bad Nauheimer Förderlizenzspieler Nico Kolb und Nicolas Geitner für die grün-weiß-roten auf dem Eis. So konnte Danny Albrecht, insgesamt vier Sturm- und drei Verteidigerreihen aufbieten. Die Partie begann zunächst schwungvoll. Leipzig versuchte mit großer Entschlossenheit, sich schnell im Herner Drittel festzusetzen. Dementsprechend konnten die Hausherren den HEV zunehmend unter Druck setzen und gingen in der 11. Spielminute durch Niklas Hildebrand, nicht ganz unverdient, mit 1:0 in Führung (10:45). Auch der HEV hatte seine Chancen vor dem Leipziger Gehäuse, konnte diese aber nicht nutzen. Kurz vor Ende des ersten Drittels gelang den Icefighters sogar das 2:0 durch Stephan Tramm (19:39). Infolgedessen ging es mit einem zwei Tore Rückstand in die erste Drittelpause.
Der HEV kam wie ausgewechselt aus der Kabine und konnte innerhalb von 8 Sekunden zum Ausgleich kommen. Der frei aufspielende Marcus Marsall mit einem gezielten Schuss von der linken Seite (22:51) und Denis Fominych (22:59), der auf herrlicher Vorarbeit von Marsall freistehend einnetzen konnte. Nur wenige Sekunden später konnte Leipzig durch Dimitri Komnik erneut den Führungstreffer markieren (23:32). Daraufhin verließ Michel Weidekamp gefrustet das Herner Tor und Backup, Lukas Schaffrath, kam in die kampfbetonte Partie. In der 26. Spielminute konnte der bestens aufgelegte M. Marsall den bitteren Rückstand im Powerplay schnell egalisieren (25:42). Kurz darauf bekam der HEV einen Penalty zugesprochen, den Nils Liesegang nach einem langen, verzögerten Anlauf mit einem gezielten Handgelenksschuss eiskalt verwandeln konnte (25:57). Zum Ende des zweiten Drittels lieferten sich Nils Liesegang und der Leipziger Michal Velecky eine Auseinandersetzung mit den Fäusten, die für beide Spieler auf der Strafbank endete. Die Partie hatte somit endgültig auch an Härte gewonnen.
Im letzten Drittel konnten die Icefighters zunächst durch Antti Paavilainen ausgleichen (45:07), bevor Lois Spitzner die Herner abermals in Führung schießen konnte (49:05). Nun sahen die Zuschauer im Leipziger Kohlrabizirkus ein intensives Kampfspiel beider Teams mit vielen Torraumszenen. So konnte wenig später, Florian Eichelkraut, unter großem Jubel der Leipziger den Ausgleich erzielen (50:11). Mit diesem Ergebnis ging es nach 60 gespielten Minuten in die Verlängerung. Hier war es abschließend Bradley Snetsinger, der auf Vorarbeit von Nils Liesegang, den Puck im Tor der Leipziger versenkte (61:09).
Die 1411 Zuschauer sahen zu jeder Zeit ein hart umkämpftes und sportlich faires Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Ein großes Lob geht an die jungen Spieler des HEV, die sich heute tadellos in das Team eingefügt haben. Marcus Marsall wurde nach Spielschluss zum Spieler des Abends gewählt. Der Herner EV erwartet am kommenden Sonntag, den 28. Oktober 2018, die Hannover Scorpions in der Hannibal-Arena am Gysenberg (18.30 Uhr). Die Mannschaft wird wieder die volle Unterstützung der Fans brauchen, um die nächsten Punkte an diesem Wochenende einfahren zu können!
EV Füssen
Kantersieg in Schongau - EVF setzt sich mit 7:0 durch
(BYL) Tolle Auswärtsleistung des EV Füssen. Durch ein ungefährdetes 7:0 (1:0, 3:0, 3:0) bei der EA Schongau festigten die Ostallgäuer ihre Tabellenführung. Obwohl mit Christian Krötz (verletzt) und Maximilian Dropmann (gesperrt) zwei wichtige Verteidiger fehlten, ließ die Mannschaft um Kapitän Eric Nadeau defensiv nichts anbrennen, und zeigte den Gastgebern, die zuvor in jedem Heimspiel gepunktet hatten, sowohl läuferisch als auch technisch die Grenzen auf.
Im ersten Abschnitt waren Chancen auf beiden Seiten rar gesät. Die Mammuts hatten nur Distanzschüsse zu bieten, die einzige richtige Möglichkeit vergaben sie acht Sekunden vor Drittelende. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für den EVF durch den jungen Ondrej Zelenka, der von einem Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel profitierte. Payeur, Vaitl und Besl hatten in der Folge den zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterten aber an Torhüter Blankenburg, dem besten Schongauer Akteur.
Im Mitteldrittel zeigte die EAS zunächst ihre beste Phase, ohne zu großen Möglichkeiten zu kommen. Der EVF blieb bei seiner abgeklärten Spielweise, und konnte die Scheibe knapp zur Hälfte der Partie durch Eric Nadeau zum 0:2 ins Tor kombinieren. Schongau antwortete mit einem Pfostentreffer durch Jänichen, und witterte bei einer Strafzeit gegen Füssen die Chance zum Anschluss. In Unterzahl traf jedoch Marius Keller bei einem von Sam Payeur eingeleiteten Konter zum 0:3. Als noch ein Füssener auf die Strafbank musste, hatten die Gastgeber sogar doppelte Überzahl, nutzten diese aber nicht. Sie ließen auch noch ein weiteres Powerplay verstreichen, und kaum wieder komplett netzte Tobias Meier zum vierten Mal ein. Er hätte beinahe sogar einen weiteren Treffer nachgelegt, auf der Gegenseite klärte der fehlerlose Andi Jorde bei einem Konter von Jakub Muzik.
Der Schlussabschnitt sah zwei große Möglichkeiten von Payeur und Vaitl, ehe Ondrej Zelenka zum zweiten Mal zuschlug. Schongau hatte danach nur noch eine größere Chance, nach einer Auszeit dominierte der EVF aber deutlich, legte durch Ron Newhook und Tobias Meier zwei weitere Treffer nach, und hatte dazu noch ein halbes Dutzend weiterer Torchancen. Am Ende stand ein klares 0:7 auf der Anzeigetafel, und auch wenn die Gastgeber auf Grund ihres Einsatzes einen Ehrentreffer verdient gehabt hätten, so geht der Füssener Sieg auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung. (MiL)
ESC River Rats Geretsried
Chancenlos in Klostersee – Rats zeigen beim Gastspiel in Grafing keine gute Leistung
(BYL) Im Auswärtsspiel beim EHC Klostersee stand für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel. Sowohl der ESC als auch der EHC liefen an den ersten drei Wochenenden ihren eigenen Erwartungen eher hinterher und so befinden sich beide Teams momentan im hinteren Bereich der Tabelle.
Die ersten 10 Minuten spielten ausschließlich die Hausherren Eishockey und schnürten den ESC phasenweise komplett im eigenen Drittel ein. Martin Morczinietz reagierte einige Male großartig, musste dann aber gleich zwei Mal hinter sich greifen. Erst war Wieczorek von der blauen Linie erfolgreich (12.) und nur wenige Momente später erhöhte Wren auf ein absolut verdientes 2:0 (12.). Vom Hallo-Wach-Effekt war nichts zu sehen, Klostersee drückte die Rats weiter hinten rein. Zum Glück landete der Schuss von EHC-Verteidiger Rische nur an der Latte. Die Hausherren waren davon völlig unbeeindruckt und legten per Nachschuss von Wieczorek das 3:0 nach (16.). Erst nach 18 Minuten konnte man Dominik Gräubig im Tor der Hausherren das erste Mal einigermaßen unter Bedrängnis bringen, aber zusammengefasst war das Drittel offensiv wie defensiv eine mittlere Katastrophe.
In der Pause dürften die Rats ihren Reset-Knopf gesucht haben, denn so konnte es auf keinen Fall weitergehen. Tatsächlich sah das Spiel aus ESC-Sicht dann etwas besser aus, aber richtig gefährliche Möglichkeiten waren weiterhin nicht zu notieren. Der EHC hingegen konnte durch Wren die Führung ausbauen, der von einem eher glücklichen Abpraller profitierte (28.). Irgendwie hatte man früh das Gefühl: Das wird heute nichts mehr. Viel zu wenig klappte bei den Rats, viel zu souverän wirkten die Hausherren. Bezeichnend, dass der ESC seine beste Chance (eine 2-1 Situation in Unterzahl) leichtfertig liegen ließ. Etwas knapper wurde es bei der nächsten 2-1, aber der Winkel beim Abschluss von Mäx Hüsken war zu spitz. Zu allem Überfluss fing man sich zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff noch das 5:0 durch einen Nachschuss vom Wieczorek (40.).
Die Rats konnten nicht mehr, der EHC musste nicht mehr, so lässt sich der Schlussabschnitt relativ knapp zusammenfassen. Das Drittel plätscherte lange vor sich hin, bis Persson in Überzahl die Anzeigetafel auf 6:0 hochschraubte (53.) und damit den Endstand markierte.
Fazit: Klostersee hat dem ESC im ersten Drittel komplett den Zahn gezogen. Die Mannschaft von Ludwig Andrä fand in den gesamten 60 Minuten nicht ins Spiel und muss sich leider auch in der Höhe verdient geschlagen geben. Grafing hat sich an diesem Abend sehr stark präsentiert, die Rats hingegen zeigten ihre schlechteste Saisonleistung. Am Sonntag muss der ESC ein anderes Gesicht zeigen, wenn es gegen Passau den zweiten Saisonsieg geben soll.
ESV Königbsrunn
Miculka macht den Unterschied
(BYL) Der EHC Königsbrunn verliert am Freitagabend die Auswärtspartie in Dorfen gegen die „Eispiraten“ mit 4:8. Dabei hatten die Brunnenstädter zunächst die besseren Karten und die Partie lange Zeit im Griff.
EHC-Coach Fabio Carciola setzte in dem Spiel zum ersten Mal Torfrau Jennifer Harß ein, Keeper Donatas Žukovas konnte dafür beim Kooperationspartner EV Königsbrunn weiter Spielpraxis sammeln. Im Austausch dazu durfte heute Moritz Erdwig als Backup-Goalie die Reise nach Dorfen antreten. Bei den Gastgebern meldete sich Top-Scorer Lukas Miculka zurück, ohne den es zuletzt drei Niederlagen für die Eispiraten gesetzt hatte.
Der EHC startete selbstbewusst in die Partie und kontrollierte das Spiel. Gleich in der dritten Minute profitierte Königsbrunn von einem kapitalen Abwehrfehler der Gastgeber und ging durch Lukas Fettinger mit 1:0 in Führung. Doch die Eispiraten schlugen in Überzahl zurück und glichen in der achten Spielminute aus. Nur zwei Minuten ging Königsbrunn aber wieder in Front, als Fabio Carciola einen feinen Pass auf Maxi Hermann spielte und dieser dann den Puck nach seinem Alleingang einnetzten konnte. Der EHC hatte mehr vom Spiel und konnte ab der 12. Spielminute in doppelter Überzahl spielen, verpasste es aber daraus Kapital zu schlagen und fing sich stattdessen in der 16 Spielminute einen Konter zum 2:2 ein. Nach 20 Minuten ging es dann mit einem für die Gastgeber glücklichen Unentschieden in die Pause.
Auch nach der Pause war der EHC die bessere Mannschaft, kassierte aber in der 24. Minute einen Treffer, als Lukas Miculka zur erstmaligen Führung der Gastgeber einschoss. Doch Königsbrunn glich nur eine Minute später zum 3:3 aus. Der EHC blieb am Drücker, versäumte es aber zu punkten und hatte auch Pech im Abschluss. Denn bis zur 30. Spielminute trafen die Brunnenstädter insgesamt viermal den Pfosten. Nach der erneuten Führung der Gäste in der 31. Minute ging nun nichts mehr bei Königsbrunn, drei Minuten später bauten die Eispiraten ihre Führung sogar auf 5:3 aus. Lediglich den Faustkampf kurz vor Drittelende konnte der EHC für sich entscheiden.
Nach dem Pausentee stand nun überraschend Moritz Erdwig im Königsbrunner Tor, Torfrau Jennifer Harß musste verletzungsbedingt die Partie beenden. Nach nicht einmal einer Minute musste er schon hinter sich greifen, weil seine Mannschaftskameraden noch im Tiefschlaf waren und ausgekontert wurden. Henning Schütz konnte zwar zwei Minuten später verkürzen, doch der EHC zeigte nun die wohl schlechteste Saisonleistung und kassierte bis zum Abpfiff noch zwei weitere Treffer durch Dorfens Top-Scorer Luks Miculka. Am Ende stand es verdient 8:4 für die Gastgeber.
Nach der Niederlage rutscht Königsbrunn auf den achten Tabellenrang ab und muss jetzt gegen Erding wieder in die Erfolgsspur kommen, um den Platz zu halten. Den Unterschied machte heute der tschechische Kontingentspieler Lukas Miculka aus, der an sechs der acht Treffer beteiligt war und vier Tore höchstpersönlich versenkte.
EHC-Coach Fabio Carciola hat es nach dem Spiel sichtlich die Laune verhagelt: „Heute waren wir 30 Minuten lang die bessere Mannschaft, haben danach aber aufgehört Eishockey zu spielen. Einige unserer Leistungsträger waren zwar präsent, aber nicht wirklich da. Um Spiele zu gewinnen reicht das nicht, da musst du 60 Minuten konzentriert bleiben. Dorfen hat das Spiel verdient gewonnen, wir haben den Sieg leichtfertig verschenkt.“
EHF Passau Black Hawks
Black Hawks ohne Effektivität - 3:4 Niederlage gegen Peißenberg
(BYL) 50 zu 27 Torschüsse lautete die Bilanz der Passau Black Hawks am Freitag Abend gegen den TSV Peißenberg. Auf der Anzeigetafel stand nach 60 Minuten allerdings ein 3:4 für die Eishackler aus Peißenberg. Insbesondere die ersten fünfzehn Minuten des Spiels gehörten den Gästen. Bereits nach zwölf Minuten lagen die Habichte mit 0:2 in Rückstand. Danach fand die Mannschaft von Trainer Christian Zessack immer besser ins Spiel. Im zweiten Drittel sahen die 588 Zuschauer umgekehrte Vorzeichen. Hellwache und hungrige Passau Black Hawks – schläfrige und undisziplinierte Gäste. Es dauerte nur 187 Sekunden im zweiten Drittel und schon hatten die Black Hawks ausgeglichen. Eine Unachtsamkeit in der 28. Minute brachte die erneute Führung für den TSV Peißenberg. Im Schlussdrittel erhöhten die Gäste auf 2:4, ehe die Habichte kurz vor Schluss noch mal auf 3:4 verkürzten. Am Ende fehlte nicht viel zum Ausgleich für die Passau Black Hawks. Mit Geschick und einem überragenden Torhüter Jakob Goll brachten die Gäste die Führung über die Zeit. „Heute haben Kleinigkeiten entschieden. Wir hatten viele gute Chancen und haben diese nicht genutzt. Da war heute mehr drinnen.“ so das Fazit von Trainer Christian Zessack nach dem Spiel.
Um am Sonntag beim Auswärtsspiel in Geretsried in die Erfolgsspur zurück zu finden, müssen die Passau Black Hawks deutlich effektiver spielen. Dazu müssen die Black Hawks die Fehler im Spielaufbau abstellen. Zu viele Einladungen wurden in den vergangenen Spielen an die Kontrahenten verteilt. Mit Geretsried treffen die Black Hawks auf einen Gegner der die Punkte im Rennen um die Playoff Plätze ebenfalls dringend benötigt. Die Riverrats möchten auch noch Wiedergutmachung betreiben - am Freitag setzte es für Geretsried eine deutliche 6:0 Niederlage in Klostersee. Keine Ausrede darf am Sonntag die offene Eisfläche in Geretsried für die Black Hawks sein. Die Verhältnisse auf der offenen Eisfläche sind den Habichten aus den letzten Jahren bekannt. Somit zählt für die Black Hawks nur ein Sieg, um den direkten Anschluss an Rang 8 nicht zu verlieren. -czo
TSV Peißenberg
„Eishackler“ gewinnen mit hartem Kampf in Passau
(BYL) Verdienter Sieg in Passau. Es war von Beginn an ein sehr temporeiches Spiel beider Mannschaften. Anfangs war die Chancenmehrheit auf „Eishackler-Seite“ was auch mit dem 0:1 durch Manfred Eichberger belohnt wurde. Bei einer 5 gegen 4 Überzahlsituation durfte Daniel Clairmont sein erstes Tor für seine neue Mannschaft und das 0:2 erzielen. Ab diesen Moment übernahm aber Passau das Spielgeschehen und hatten zahlreiche Chancen, die vom hervorragend aufgelegten Jakob Goll zunichte gemacht wurden. Auch ein 3 gegen 5 Unterzahlspiel überstand der TSV bravourös. Leider bekam man kurz vor Ende des Drittels noch eine 2 Minuten Strafe aufgedrückt. Mit dieser Zwei Tore Führung ging man aber in die erste Pause.
Mit einem Mann weniger also, startete man in den Mittelabschnitt. Dies ermöglichte den „Black Hawks“ den Anschlusstreffer zum 1:2, auch drei Minuten später musste man wieder eine Unterzahl-Situation überstehen. Diesmal war es der beste Mann auf Passau`s Seite, Petr Sulcik, der für den Ausgleich sorgte. Es war ein gutes Spiel beider Mannschaften, bei 5 gegen 5 war Peißenberg die bessere Mannschaft, das merkte man auch beim Offensiven Verteidigen, noch im gegnerischen Drittel wurden die „Black Hawks“ angelaufen, sogar in Unterzahl versuchte man dies immer wieder umzusetzen. In der 28. Minute war es Manfred Eichberger der durch eine schöne Einzelaktion die entscheidende Vorarbeit für Daniel Clairmont leistete, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für die 2:3 Führung sorgte.
Es waren viele Strafzeiten die der TSV hinnehmen musste, Neun mal zwei Minuten standen am Ende auf dem Konto, das ist einfach Zuviel und brachte Passau immer wieder die Möglichkeit ihre wütenden Angriffe auf das Gehäuse von Jakob Goll vorzutragen, in Überzahl waren die „Black Hawks“ Brandgefährlich und mit viel Glück und einem überragenden Torwart konnten weitere Einschüsse im 2. Drittel verhindert werden.
Im Schlussteil der Partie sahen die 588 Zuschauer gleich zu Beginn einen Lattentreffer von Martin Andrä, der dritte an diesem Abend, vorher mussten Malzatzki und Höfler den Kürzeren gegen das Aluminium ziehen. Zehn Minuten später durfte Andrä aber jubeln, es war wieder dieses Forechecking, das den gewünschten Erfolg brachte, der Bruder Marksu Andrä, erkämpfte sich die Scheibe, ehe diese über Max Barth den Weg zu Martin Andrä fand, der eiskalt verwandelte. Dann hieß es aber Verteidigen für die „Eishackler“. Passau drückte noch einmal ordentlich auf das Gaspedal was ihnen wiederum in Überzahl das 3:4 einbrachte, erneut traf Oliver Wawrotzki.
Am Ende der Begegnung wurde es dann richtig eng da machte es sich die TSV-Defensive selbst schwer. Man schaffte es nicht die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu bringen was Passau immer wieder neue Angriffe einbrachte, aber an Jakob Goll war kein vorbeikommen und so stand am Ende ein umkämpfter aber verdienter Sieg für die „Eishackler“.
ESV Buchloe
Pirates lassen beim SC Forst nichts anbrennen - ESV Buchloe fährt mit 5:0 Pflichtsieg die nächsten drei Punkte ein
(BLL) Einen ungefährdeten 5:0 (2:0, 3:0, 0:0) Auswärtssieg feierte der ESV Buchloe am Freitagabend beim Gastspiel gegen den SC Forst in Peißenberg. Über die gesamte Spieldauer waren die Gennachstädter dabei die klar tonangebende Mannschaft, die am Ende in einer stets fairen Begegnung nach zuletzt zwei Heimsiegen aber doch eher glanzlos die ersten Auswärtspunkte einfuhren. Denn ganz ans Limit musste das Team von Trainer Alexander Wedl in diesem doch recht einseitigen Duell sicherlich nicht gehen, um den eingeplanten Pflichtsieg unter Dach und Fach zu bringen.
Schon vom Start weg übernahmen die favorisierten Freibeuter die Initiative und hatten schon nach knapp zwei Minuten die erste guten Gelegenheit, die aber nur am Pfosten landete. Die Forster wehrten sich zwar zunächst mit den zur Verfügung stehenden Mitteln respektabel, doch wirklich gefährlich wurden die Hausherren nicht. So sorgten die Buchloer fast selbst für die erste brenzlige Situation vor dem Tor von ESV-Torwart Alexander Reichelmeir, der die Scheibe aber schlussendlich doch entschärfen konnte (9.). Noch in der selben Minute glückte den Piraten dann dieses Mal auch auf der richtigen Seite die Führung, als Marco Göttle vor dem Tor des Forster Schlussmanns Mathias Zink zum 1:0 einnetzte. Und noch vor der Pause baute John Boger den Vorsprung aus, da er einen abgeprallten Schuss von Marco Göttle zum 2:0 in die Maschen setzte (18.).
Im Mitteldrittel wurde die Überlegenheit des ESV schließlich noch deutlicher, was sich auch schnell auf der Anzeigentafel niederschlagen sollte. Denn nach 24 Minuten erhöhte Michal Telesz schlitzohrig auf 3:0. Der Tscheche hatte sich geschickt hinter dem Tor gelöst und per Bauertrick die Scheibe ins Tor bugsiert. Fast im Minutentakt ging es im Anschluss mit mehreren guten Chancen weiter. Neuzugang Robert Wittmann fälschte beispielsweise einen Schuss von John Boger ans Aluminium ab und David Strodel verfehlte ebenfalls nur hauchdünn, als er energisch vors Tor zog, den Puck dann allerdings doch vorbei setzte. Aber als zeitgleich von beiden Teams je ein Spieler auf die Strafbank wanderte und somit mit Vier gegen Vier etwas mehr Platz auf dem Eis war, schlugen die Buchloer erneut zu – und zwar gleich doppelt. Erst traf wiederum Marco Göttle zum 4:0 (28.), ehe genau eine Zeigerumdrehung später Jungverteidiger Tobias Treichl mit seinem Premierentor den fünften Treffer folgen ließ. Er vollendete mit einem platzierten Schuss zum 5:0, nachdem er zuvor schön von Christopher Lerchner und John Boger freigespielt wurde. Auch in der Folge blieben die Buchloer klar Herr im Peißenberger Eisstadion – in dem der SC Forst seine Heimspiele austrägt – doch ein weiteres Tor sollte bis zur Pause nicht mehr fallen. Entweder agierte man zu verspielt vor dem gegnerischen Tor oder man ließ einfach die letzte Präzision im Abschluss gegen den gut aufgelegten Forster Keeper vermissen.
Und dieses Bild sollte sich auch im Schlussabschnitt fortsetzten, in dem auf beiden Seiten nicht mehr all zu viel passierte. Die Buchloer hatten einen Gang rausgenommen und die offensiv harmlosen Forster konnten im Angriff weiterhin nicht viel ausrichten, sodass der relativ beschäftigungsarme Alexander Reichelmeir auch nach 60 Minuten ohne Gegentreffer blieb und sich demzufolge über einen Shutout freuen durfte.
Durch den 5:0 Pflichtsieg klettern die Piraten somit vor dem Derby am Sonntag in Bad Wörishofen (17 Uhr) auch in der Tabelle einen Rang nach oben und belegen nun mit neuen Zählern Platz zwei, punktgleichen mit dem Dritten Farchant.
SC Forst
Keine Punkte für Nature Boyz - Pirates aus Buchloe zu stark
(BLL) Am Freitag Abend stellte ich mit den Pirates aus Buchloe eine Mannschaft im Peißenberger Eisstadion vor, der man ansah, dass die meisten Akteure schon höherklassig spielten. So war es nicht verwunderlich, dass am Ende eine 0:5 (0:2, 0:3, 0:0)-Niederlage zu Buche stand.
Vom ersten Bully weg ging es fast das ganze Spiel in Richtung Forsts Tor, das diesmal von Mathias Zink gehütet wurde. Dieser brauchte sich über mangelnde Arbeit über die ganze Spielzeit hin nicht beklagen. Die meisten Aufgaben konnte er schadlos meistern, er zeigte eine sehr gute Leistung. Seine Vorderleute kamen ob der Spielstärke des Gegners nicht richtig zur Geltung. Bis zur 9. Spielminute konnten sich die Gastgeber schadlos halten, dann hieß es 0:1 für die Gäste. Die Piraten ließen nicht locker und belohnten sich in der 17. Spielminute mit der 0:2-Führung.
Im Mitteldrittel dauerte es bis zur 24. Spielminute, ehe Michal Telesz Mathias Zink mit einem Bauentrick überraschte. Forsts Angriffe verpufften meist schon vor deren Verteidigungsdrittel. Zu selten wurde der Torhüter der Gäste geprüft. In der 28. und 29. Spielminute dann schon die Vorentscheidung, Marco Göttle und Tobias Treichl erhöhten auf 0:5, dieser Spielstand war auch gleichzeitig der Endstand.
Im letzten Spielabschnitt schalteten die Gäste einen Gang zurück, die Hausherren bemühten sich, doch zu fahrig und ungenau war das Kombinationsspiel. Gefahr für das Buchloer Tor brachte die eine oder andere Einzelleistung. Insgesamt stemmten sich die Gastgeber gegen eine höhere Niederlage, was auch gelang. Die Pirates waren läuferisch und stocktechnisch eine Klasse besser und haben den Sieg deshalb verdient.
ESC Kempten
Topspiel hält was es verspricht - Sharks unterliegen starken Ulmern mit 7:6 n.V. und holen dabei einen wichtigen Punkt
(BLL) Wer am Freitagabend mit der Erwartung an ein Spitzenspiel ins Ulmer Eisstadion kam wurde nicht enttäuscht. Spannung, 13 Tore und hohes Tempo von beiden Teams prägten ein Landesligaspiel auf starkem Niveau. Dies bescheinigten die Verantwortlichen beider Teams auch in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Ulms Coach Robert Linke lobte die Sharks für Ihr starkes Auftreten und ihre Mannschaft: „Beide Teams hätten gewinnen können, in der Verlängerung ist es immer Glücksache wer den wichtigen Treffer macht. Kempten hat es uns sehr schwer gemacht heute Abend.“
Ein Knackpunkt auf Kemptener Seite sind sicher die 22 Strafminuten, erzielten doch die Ulmer 4 Ihrer Treffer in Überzahl. Hier muss man noch cleverer agieren und unnötige Strafzeiten vermeiden. Auf der anderen Seite traf das aber auch auf die Donau Devils zu, die Sharks trafen sogar 5 mal mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Ulm begann sofort mit hohem Tempo und wollte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken doch Kempten hielt gut dagegen, nahm auch das harte körperliche Spiel gut an. Trotzdem gleich in der ersten Ulmer Überzahl das 1:0. Dies hatte jedoch nicht lange Bestand, unmittelbar danach Ulm in Unterzahl und Adrian Kastel-Dahl erzielte den Ausgleich. Und nur eine weitere Minute später besorgte Patrick Weigant die Führung der Sharks von der blauen Linie. Doch der ehemalige Kemptener Armin Nussbaumer traf in der 9 min. mit seinem zweiten Treffer zum Ausgleich.
Im zweiten Drittel drehten die Sharks auf und Christian Engler hämmerte die Scheibe von halblinks nach einem schönen Querpass von Alexander Henkel zur erneuten Führung unter die Latte. Doch statt ruhig weiter zu spielen nahmen die Allgäuer nun eine Strafe nach der anderen. Eine zweiminütige 5 gegen 3 Unterzahl wurde noch schadlos überstanden aber danach trafen die Devils gleich dreimal in vier Minuten und drehten die Partie auf 5:3. Doch auch damit konnten sie die Kemptener nicht beeindrucken, nur zwei Minuten später stand es schon wieder unentschieden 5:5. Zunächst traf Gregor Stein von der blauen Linie und dann Patrick Weigant mit einem sehenswerten Bauerntrick. Er spielte die Scheibe von hinten an den Rücken des Keepers von wo sie dann ins Tor ging.
Die Marschrichtung für den letzten Abschnitt war klar, von der Strafbank bleiben und konsequent weiter Druck machen. Bei 5 gegen 5 war Kempten etwas stärker als Ulm. Doch das klappte leider nicht und als Kapitän Gregor Stein auf der Strafbank saß ging Ulm erneut in Führung, der ehemalige Kemptener Benedikt Stempfel hatte getroffen. Doch wieder dauerte es nur zwei Minuten und Kevin Steiner stellte auf 6:6. So blieb es dann auch bis zum Ende. In der Verlängerung dauerte es dann nur 22 Sekunden und Ulm nutzte den ersten Angriff mit einem satten Schuss zum Siegtreffer. Mit etwas mehr Disziplin wären durchaus drei Punkte für die Mannschaft von Martin Valenti drin gewesen. Trotzdem zumindest einen Punkt mitgenommen bei einem starken Gegner. Das nächste Spiel dann erst am nächsten Sonntag gegen den SC Reichersbeuern. Genug Zeit also zum Regenerieren.
EHC Zweibrücken Hornets
(RLSW) Am morgigen Sonntag um 19.00 Uhr gastiert mit dem SC Bietigheim-Bissingen 1b der amtierende Meister der Regionalliga Südwest in der Peter Cunningham Memorial Arena.
Nach dem Sieg gegen den EHC Freiburg 1b wollen die Hornets am Sonntag nachlegen und hoffen auf zahlreiche Unterstützung der Fans.
Bei den Hornets wird weiterhin Tomas Vodicka fehlen. Er ist immer noch nicht richtig fit und musste nach dem Training am Dienstag erneut passen. Hinter Pascal Sefrin und Sebastian Trenholm stehen noch Fragezeichen. Ansonsten kann Hornissen Trainer Terry Trenholm auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Beim heutigen Gegner gab es vor der Saison einige Veränderungen.
Jakob Vostarek tritt die Nachfolge von Philipp Hodul an, der aus beruflichen Gründen in die Jugendabteilung des SC Bietigheim wechselte. Von dort kommt der frische Headcoach der Ellentaler. Vorstarek, der mittlerweile in seine 11. Saison beim Steelers e.V. geht, betreute im vergangenen Jahr die U12 und übernahm im Sommer die Verantwortung beim amtierenden Meister der Regionalliga Süd-West.
Im Tor der Steelers können die Grünen weiter auf Viktor Laveuve setzen. Sascha Barth und der frühere Heilbronner Tobi Amon komplettieren das Trio zwischen die Pfosten.
In der Verteidigung spielen Lars Heintz, Mathieu Wöhrle, Andreas Hilse, Timo Quast, Marcel Neumann, Gregor Sprenger, Shoma Kaiser, Tim Katzer und Philipp Albrecht weiter in den gewohnten Farben. Neu dazugekommen sind Adrian Kolar, Nicholas Rodriguez, Robin Feist und Fabian Dolezel. Komplettiert wird der Kader des Meisters mit dem bekannten Sturm bestehend aus Timo Heintz, Thorsten Weisler, Marco Windisch, Willi Gross, Tim Heffner, Mike Weigandt, Dominic Albrecht, Dominique Hensel, Erik Dahm, Daniel Jaufmann, Marcel Göttfert, Mathias Vostarek und Raphael Schüller. Als Neuzugänge im Sturm dürfen die Reservisten einige bekannte Namen präsentieren. Zurück im Ellental sind Michael Fink und Pierre Dumont. Aus der eigenen U20 kommt der sympathische Justin Held zu den “großen” Steelers. Als wirkliche Neuzugänge dürfen Miroslav Jirusek und Eric Freeburg genannt werden. Jirusek, der Flotte Flügelstürmer mit der Nummer #95, kommt aus der zweiten tschechischen Liga und der US-Amerikaner Freeburg spielte vorher für eine College Mannschaft in seiner Heimat.
Der Saisonstart ist den Steelers auf jeden Fall gelungen. Von den bisher vier ausgetragenen Spielen, wurden drei gewonnen. Lediglich dem aktuellen Tabellenführer aus Ravensburg musste man sich mit 3:7 geschlagen geben. In der Tabelle belegen die Steelers, mit einem Punkt weniger als die Hornets, den dritten Platz.
Beeindruckend waren stets die Leistungen im letzten Drittel. 12 Treffer in zwei Begegnungen erzielte die Bietigheimer Reserve jeweils im Schlussdrittel und konnte die Spiele, nach Rückstanden mit 6:7 in Hügelsheim und 12:5 gegen die Mad Dogs Mannheim, gewinnen.
Mit 28 erzielten Treffern stellen die Schwaben den gefährlichsten Angriff der Liga.
Marco Windisch im Trikot der Steelers traf besonders gern gegen die Hornets. Der Top Scorer der vergangenen Jahre ist in dieser Saison aber offensichtlich noch nicht so richtig in Fahrt und das Toreschießen übernahmen andere im Team.
In der Top 5 der aktuellen Scorerliste der Liga stehen drei Spieler der Bietigheimer.
Die Spieler, Matthias Vostarek 12 Punkte (6Tore/6Vorlagen), Tim Heffner 9 Punkte (7Tore/2Vorlagen) und Mirsolav Jirusek 9 Punkte (4Tore/5Vorlagen) sollte die Hornets Verteidigung daher im Auge behalten.
Wir freuen uns auf eine spannende Partie gegen den amtierenden Meister aus Bietigheim und wünschen den Zuschauern eine gute Unterhaltung.
Dinslakener EC Kobras
Engagierte Kobras belohnen sich nicht
(RLW) Im fünften Heimspiel der Saison unterliegen die Dinslaken Kobras gegen clever spielende Soester Bördeindianer knapp mit 3:4 (0:0; 2:2; 1:2). Obwohl die Kobras leicht favorisiert in das Match gingen, hat man sich den Verlauf sicherlich anders vorgestellt.
Das erste Drittel begann recht zäh. Das Spiel beider Mannschaften war defensiv gut eingestellt und es kam auf beiden Seiten zu vereinzelten Torchancen, die aber von beiden Goalies gut entschärft wurden. Da viele Spielansätze von beiden Defensivabteilungen gut unterbunden wurden, war schönes Eishockey leider Mangelware. Es fehlte auf beiden Seiten der Mut und der Zug zum Tor. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Unentschieden in die erste Drittelpause.
„Unser erstes Drittel war das Beste, da hatten wir wenige aber gute Torchancen, die von einem guten Torwart auf Dinslakener Seite verhindert wurden“, so Trainer Dieter Brüggemann der Soester.
Der Start des zweiten Spielabschnitts lief für die Soester Bördeindianer nach Maß. Bereits nach 41 Sekunden fiel das erste Tor des abends für die Gäste. Torschütze war Martin Benes.
Die Kobras blieben unbeeindruckt und gaben 5 Minuten später die passende Antwort zum 1:1 Ausgleich. Hier war es Jesse Parker, der die Kobra Fans wieder jubeln lassen konnte. Der erste Treffer der Kobras an diesem Abend beflügelte auch die Kobra Anhänger und die Stimmung und der Support nahm stetig zu.
Da das Spiel ein wenig intensiver und ruppiger wurde, gab es viele Strafminuten auf beiden Seiten. Hart erwischt hat es Alexander Zaslavski, der für eine 10-minütige Disziplinarstrafe in die Kühlbox geschickt wurde.
Im weiteren Spielverlauf gelang den Soestern sogar ein Tor in Unterzahl. Sie nutzen die ungenauen Pässe an der blauen Linie der Kobras und schickten Martin Benes auf die Reise, der mit seinem Doppelpack seine Mannschaft erneut in Front brachte. Von dieser erneuten Führung der Bördeindianer waren die Kobras ebenfalls unbeeindruckt. Kurz vor dem ertönen der Pausensirene traf Pascal Behlau zum sehr wichtigen Ausgleich für die Giftschlangen. Mit einem erneuten Remis ging es in die letzte Drittelpause der Partie.
Das dritte und letzte Drittel war von Spannung geprägt. Innerhalb von zwei Minuten stellen die Soester einen zwei Tore Abstand her. Die Torschützen waren Martin Benes zu seinem dritten Treffer an diesem Abend und Ernst Reschetnikow.
Bekanntlich ist aber, dass Kobras niemals aufgeben und so schallte es von den Rängen. Der siebte Mann war in dieser Phase sehr wichtig und der support der Kobra Fans sollte sich auszahlen. In der 46. Spielminute war es Stefan Dreyer, der den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 3:4 für die Giftschlangen erzielte. Die Stimmung auf den Rängen war überragend. Die Kobra Fans hörten gar nicht mehr auf zu singen. Ein richtiger Hexenkessel.
„Soest hat heute eine Grandiose Leistung abgerufen. Das einzige was bei uns heute grandios war, waren die Fans“, so Schlangenbeschwörer Milan Vanek zu seiner Stellungnahme.
Die Kobras waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Aber durch gutes Pressing und gutes Stellungsspiel der Gäste, gelang es den Kobras leider nicht mehr.
„Nach dem dritten Tor der Dinslakener waren wir bisschen am Schwimmen, aber wir haben das gut über die Zeit gebracht und am Ende verdient gewonnen, sagte Dieter Brüggemann am Ende der Pressekonferenz.
Obwohl die Kobras als Außenseiter gegen die Rockets aus Diez- Limburg am Sonntagabend in die Partie gehen, werden sie alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte in der Schlangengrube zu behalten. Mit den Kobra Anhängern im Rücken und guter Einstellung ist man zuversichtlich, dass man Sonntagabend erneut Punkte gegen Diez Limburg mitnehmen kann. Das Eröffnungsbully ist für 19 Uhr angesetzt.
Ratinger Ice Aliens
Auch in Ratingen gibt es für die Frankfurter Löwen nichts zu holen, die Ice Aliens gewinnen mit 8:2
(RLW) Das Tabellenschlusslicht aus Hessen reiste mit nur 10 Feldspielern und einem Torwart an. Doch auch Trainer Sikorski konnte nicht auf alle erwarteten Kräfte zurückgreifen. So fehlten weiterhin Nick Petsikoulis und Haiko Hirsch. Im ersten Drittel taten sich die Ice Aliens schwer und es dauerte bis zur 8. Minute, ehe die Ice Aliens Zählbares vorweisen konnten. Mit einem Doppelschlag durch Alexander Brinkmann und Maxi Bleyer gingen die Hausherren in Führung. Vier Minuten später erhöhte Marvin Cohut, der einen Sahnetag erwischt hatte, auf 3:0. Doch die Gäste kämpften aufopferungsvoll und nutzten ihre Kontermöglichkeiten. Die sichere Führung der Ice Aliens schrumpfte durch die Anschlusstreffer von David Lademann (13. Minute) und Tim Ansink (15. Minute). Alexander Schneider erhöhte in der 17. Minute noch auf 4:2, ehe es in die erste Pause ging.
Schon im zweiten Abschnitt wurde das Spiel einseitiger. Die Ice Aliens kontrollierten Puck und Spiel und suchte ihre Chancen. Doch die Löwen standen gut und die Ratinger spielten meist über die Aussenpositonen. So fiel in diesem Abschnitt nur ein Tor durch Marvin Cohut. Was sich durch den Minikader der Gäste angedeutet hatte, zeigte sich im Schlussdrittel deutlich. Die Löwen hatten viel Kraft verloren, waren nur noch darauf bedacht, das Ergebnis zu sichern und Kontermöglichkeiten zu nutzen. Durch Tore von Cohut, Giesen und Tim Brazda entschieden die Ice Aliens die Partie innerhalb von fünf Minuten endgültig.
FASS Berlin
FASS erwartet Schönheide zum Topspiel – DKMS Stärke gegen Blutkrebs zeigen
(RLO) Am kommenden Sonntag, 28.10.2018 um 13:30 Uhr ist es soweit. Die Akademiker
empfangen die Schönheider Wölfe zum Topspiel der Regionalliga Ost. Beide
Mannschaften kommen mit der Empfehlung noch ohne Punktverlust in der Saison
2018/2019 zu sein. Das wird sich ändern.
Für Headcoach Norbert Pascha ist das zunächst einfach “ein normales Spiel”,
wie er in der vergangenen Pressekonferenz äußerte. So ganz als “normal” gilt
es in den Köpfen der Fans dann wohl eher doch nicht, handelt es sich doch
ebenso um das erste Aufeinandertreffen nach dem Ausscheiden in den PlayOffs
im März des Jahres.
PlayOff-Revanche, Kampf um die Tabellenführung und Topspiel… mehr geht nicht
in einem Spiel!
Die Tabellenführung soll natürlich in der Hauptstadt bleiben. Da gibt es
nichts zu verschenken.
Kampf, Engagement, Herz, Leidenschaft und Teamgeist werden die Akademiker um
Kapitän Nils Watzke aufs Eis bringen um den nächsten Schritt in Richtung
Meisterschaft und Nord/Ost-Playoffs zu gehen.
Aber nicht nur auf dem Eis heißt es einer für alle und alle für einen. Auch
rund um das Topspiel der Regionalliga Ost heißt es Teamgeist zu beweisen:
Gemeinsam mit euch wollen wir die DKMS – Deutsche Knochenmark Spenderdatei
unterstützen und veranstalten eine Typisierungsaktion.
Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs und
jeder zehnte Betroffene sucht vergeblich einen passenden Spender. Oft ist
eine Stammzellenspende die einzige Überlebenschance.
Und da Ihr wisst, was es bedeutet, sich für ein gemeinsames Ziel einzusetzen
und Zusammenhalt zu zeigen, freuen wir uns wenn Ihr diese Aktion
unterstützt.
Sofern Ihr noch kein registrierter potenzieller Spender seid, habt Ihr die
Chance euch am kommenden Sonntag vor Ort im Erika-Hess-Eisstadion
registrieren zu lassen und eventuell schon bald zum Lebensretter werden.
Wer sich nicht registrieren lassen möchte aber dennoch der DKMS
Unterstützung zukommen lassen will, der achtet auf die beiden Spendenboxen
und befüllt diese… denn jeder Cent zählt!
Landesliga Berlin
Wieder klarer Sieg für Eisbären
(LLB) Auch im Spiel gegen den zweiten Außenseiter der Landesliga gaben sich die Eisbären Juniors keine Blöße. Gegen den SCC Berlin wurde glatt mit 35:0 (10:0/8:0/17:0) gewonnen.
Der SCC hat Probleme auf der Torhüterposition. Beide Torhüter stehen zur Zeit nicht zur Verfügung und so holte schon beim Spiel gegen den ASC Spandau Oldie Dietmar Handke seine Ausrüstung aus dem Keller und bestritt nun sein zweites Spiel für die Zebras. Inzwischen gab mit Frank Richter ein weiterer Torhüter seine Zusage, eingreifen darf er aber erst ab dem nächsten Spiel.
Der SCC wehrte sich so gut es ging, war aber gegen den Favoriten chancenlos. In regelmäßigen Abständen gelang es den Eisbären Tore zu erzielen. Pierre Gläser (7), Paul Konietzky (5), Marco Dietzel, Pascal Lüdtke, Steve Siebensohn, Dave Simon (je 3), Yannik D’Arino, Paul Lüttcher, Marc Müller, Marco Mund (je 2), B. Retzlaff, Dustin Tinius und Andre Winkler (je1), trafen beim Schützenfest. Ganz ohne Torchance blieben die Charlottenburger nicht, Philipp Lücke und ab der 30. Minute Marco Eis musste einige Schüsse abwehren.
Man muss den SCC schon loben, sie kämpften und blieben stets fair. Eine echte Chance hatten sie aber nicht. Insgesamt war es eine sehr faire Partie, in der es keine einzige Strafe gab. Die Eisbären bleiben damit in der Spitzengruppe der Landesliga.
(Norbert Stramm)
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