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September 26
                         
September
             
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Falken Inzell
(BBZL)  Vom Nachbarrivalen EV Berchtesgaden wechselt der 41-jährige Torhüter Steve Förster zum DEC. Ausserdem kehren Maximilian Balthasar und Andreas Graf ins Aufgebot zurück
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Die Weserstars haben Stürmer Brandon Kakei verpflichtet. Der 23-jährige Kanadier pausierte zuletzt und spielte davor in der nordamerkianischen Nachwuchsliga OJHL für die Georgetown Raiders
  
ERSC Ottobrunn
(BLL)  Filippo Crivellari verstärkt künftig die Defensive. Der 21-jährige Italiener kommt vom HCMV Varese zum ERSC. Ausserdem wechselt der junge ukrainische Stürmer Arsen Korol aus dem Münchner Nachwuchs nach Ottobrunn
  
Lindau Islanders
(OLS)  Stürmer Valentin Busch hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird längerfrstig und aus unbestimmte Zeit ausfallen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Torhüter Lucas Di Berardo kehrt zu den Hanseaten zurück. Der 31-Jährige spielte bereits in der Saison 2017/18 für die Crocodiles in der Oberliga. In den vergangenen zwei Jahren ging er für den ERSC Amberg in der Bayernliga aufs Eis
  
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Mit den Verlängerungen von Stürmer Philipp Bergmann und Torhüter Thomas Schubert haben die Tigers ihre Kaderplanungen für die neue Saison abgeschlossen
  
TSVE Bielefeld
(LLW)  Mit Aleksandr Galimov kommt ein neuer Goalie zum TSVE. Der 33-jährige Russe wechselt von den EC Celler Oilers nach Bielefeld. Ausserdem kommt mit Alexander Penner ein neuer Verteidiger vom Ligakonkurrenten ESC Kristall Lippstadt
  
Troisdorf Dynamite
(LLW)  Verteidiger Patrik Morys wird seine aktive Laufbahn aus beruflichen Gründen beenden. Fünf Jahre lang spielte der Routinier für den EHC
  
Eispiraten Crimmitschau
(DEL2)  Die Fischtown Pinguins haben die beiden jungen Stürmer Lenny Boos und Florian Reinwald mit Förderlizenzen für die Westsachsen ausgestattet
  
EHC Klostersee
(BYL)  Die Grafinger haben nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und haben Stürmer Marvin drothen verpflichtet. Der 24-Jährige verfügt über DEL2-Erfahrung aus seiner Zeit in Ravensburg und spielte in den letzten Jahren in der Oberliga für Memmingen, Bayreuth, Bietigheim und Heilbronn 
  
Selber Wölfe
(OLS)  Um die Ausfälle zu kompensieren erhalten die Wölfe Unterstützung durch Förderlizenzspieler. Die Blue Devils Weiden haben Georg Thal mit einer Spielberechtigung ausgestattet und der ERSC Amberg hilft mit Lukas Krieger aus. Ausserdem hat Stürmer Matej Giesl einen Probevertrag erhalten. Der junge Stürmer wechselt fest von den Wild Lions nach Selb
  
Erding Gladiators
(OLS)  Die drei Landshuter DNL-Cracks Ferdinand Schlepp, Nikita Kolomejtsev und Julian Lier sind mit Förderlizenzen für die Gladiators ausgestattet worden
  
EHC Mitterteich
(BLL)  Die Stiftland Dragons haben ihre Torhüterstelle neu besetzt. Ondrej Pesek steht künftig im Gehäuse des EHC. Der 23-jährige Tscheche spielte in den letzten Jahren in der vierthöchsten Liga seines Heimatlandes und ging dort für den HC Certi Ostrov aufs Eis
  
EC Pfaffenhofen
(BBZL)  Mit Ondrej Vaculik kommt ein neuer Stürmer zum ECP. Der 26-jährige Tscheche ging bereits in der Saison 23/24 in der Bayernliga für die Pfaffenhofener aufs Eis. Zuletzt spielte er für den ESV Burgau
  
Stuttgart Rebels
(OLS)  Adam Zoweil konnte im tryout überzeugen und erhält einen festen Vertrag bei den Rebels. In der letzten Saison spielte er noch für die Füchse Duisburg in der Oberliga Nord
  
Wanderers Germering
(BLL)  Ferdinand Inselkammer, der letztes Jahr aus Bad Tölz kam, verteidigt weiter für die Wanderers. In der letzte Saison kam der 21-Jährige allerdings nur zu zwei Spieleinsätzen. Zudem wird Verteidiger Tim Sager in sein drittes Jahr in germering gehen
  
Herne Miners
(OLN)  Stürmer Davyd Makutsky wird ein Tryout beim HEV absolvieren. Der 27-jährige Stürmer, der auch am Wochenende zum Einsatz kommen wird, spielte zuletzt für den Ligarivalen Herforder EV. Im Trikot der Ice Dragons brachte er es in 52 Partien auf 9 Tore und27 Assists

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Montag 29.Oktober 2018

(IHP)  Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen
Deutsche Eishockey Liga, Deutsche Eishockey Liga 2, Oberliga Süd, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen, Regionalliga Ost



Düsseldorfer EG
DEG besiegt Schwenningen 4:0 – Wild Wings waren zäher Gegner
(DEL)  Spiele gegen Tabellenletzte werden gerne unterschätzt. Auch wenn die Düsseldorfer EG dies im Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings nicht getan hat, war es lange Zeit eine schwerfällige Partie. Erst im letzten Drittel löste sich der Tor-Knoten bei den Rot-Gelben, die gegen die tapferen, aber offensiv zu harmlosen Gäste aus dem Schwarzwald noch ein 4:0 (0:0; 0:0; 4:0) herausschossen.
Die Messe Düsseldorf bleibt Team Partner der DEG!
Düsseldorfer Institutionen halten zusammen! Auch aus diesem Grund hat die Messe Düsseldorf GmbH ihre Unterstützung der DEG um eine weitere Saison verlängert. Das international aufgestellte Traditionsunternehmen aus dem Düsseldorfer Norden bleibt somit Team Partner des achtmaligen Deutschen Eishockey-Meisters. 
Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Düsseldorf GmbH: „Die Partnerschaft mit der DEG geht bereits ins dritte Jahr. Für uns als Messe sind alle Faktoren wichtig, die diese Stadt für Bewohner und Besucher noch attraktiver machen. Und hier zählen die DEG und das ‚Erlebnis Eishockey‘ eindeutig hinzu. Viele unserer Gäste besuchen nach den Messen eines der Heimspiele im ISS DOME. Wir freuen uns, die positive Entwicklung des Clubs weiter begleiten zu können und freuen uns auf eine weiterhin spannende und erfolgreiche Spielzeit 2018/19!“



EHC Red Bull München
Red Bulls feiern Heimsieg gegen Iserlohn
(DEL)  Der EHC Red Bull München hat das Spiel gegen die Iserlohn Roosters mit 6:2 (4:0|1:1|1:1) gewonnen und damit den fünften Sieg in Serie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eingefahren. Für den Deutschen Meister trafen vor 4.820 Zuschauern im Olympia-Eisstadion Keith Aulie, Jakob Mayenschein, John Mitchell, Emil Quaas, Andreas Eder und Frank Mauer. Für Mayenschein und Quaas waren es die Premierentore in der höchsten deutschen Spielklasse.
Die Red Bulls machten von Beginn an Druck und erspielten sich sofort gute Torchancen. In der 5. Minute war es Keith Aulie, der auf Zuspiel von Maximilian Kastner zur Führung traf. Die Münchner blieben am Drücker und legten nach: Jakob Mayenschein fälschte einen Schuss von Konrad Abeltshauser ins Tor ab (10.). Anschließend erzielte John Mitchell nach Pass von Matt Stajan den dritten Treffer, ehe Emil Quaas nur 45 Sekunden später zum 4:0 traf (14.) Daraufhin wechselte Iserlohn den Goalie, für Sebastian Dahm kam Mathias Lange.
Im Mittelabschnitt kamen die Gäste etwas besser in die Partie, doch der Deutsche Meister blieb weiter gefährlich. In Unterzahl verpassten es Stajan (26.) und Kastner (27.), die Führung weiter auszubauen. In der 30. Minute nutzte auf der anderen Seite Anthony Camara einen Münchner Scheibenverlust eiskalt aus und traf zum 1:4. Damit beendete er die Serie der Red Bulls von zuletzt acht Dritteln ohne Gegentor. Die Hausherren ließen sich aber nicht verunsichern, Andreas Eder stellte den alten Abstand mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck wieder her (36.).
Im Schlussabschnitt ging es hin und her: Zunächst scheiterte Hager nach schöner Vorarbeit von Stajan an Rooster-Schlussmann Lange (44.), auf der Gegenseite war Kevin Reich bei einem Abschluss von Justin Florek zur Stelle. In der 53. Minute war es dann Frank Mauer, der von Mark Voakes freigespielt wurde und zum 6:1 traf. Zwei Minuten später sorgte Iserlohns Luigi Caporusso für den 6:2-Endstand.



Bayreuth Tigers
Tigers erkämpfen sich drei sehr wichtige Punkte gegen Tölz - Sieg für die Moral im Team und Umfeld
(DEL2)  Dieses Duell der „Großkatzen“ brauchte einige Minuten bis beide Teams Struktur hineinbrachten, denn der Anfang war auf beiden Seiten relativ wild mit leichten Vorteilen für die Einheimischen. Den ersten Eintrag auf dem Scoreboard verzeichneten aber die Tölzer durch MacAulay. Der bekam bei einem Angriff den berühmten Meter zu viel Platz von der Bayreuther Defensive und netzte ein. Die Oberfranken schlugen aber relativ schnell zurück durch einen wuchtigen Abschluss von Gams. Als später Löwengoalie Meisner wieder einen seiner Ausflüge aus dem Torraum startete, misslang ihm das total und Kevin Kunz traf von der Seite ins verlassene Tor zur Führung. Davon wirkten die „Buam“ geschockt, vernachlässigten ihre Abwehrarbeit und nach starker Vorarbeit von Mayr hinter dem Tor erhöhte Richter relativ ungestört aus dem Slot sogar noch auf 3-1. Die aufkommende Euphorie bremsten die Gäste dann aber noch vor der ersten Pause gleich mit dem Anschlusstreffer durch Dibelka.
Im zweiten Abschnitt sortierten sich die Hausherren wieder und Tölz versuchte besser ins Spiel zu kommen, tat sich aber schwer. Die Wagnerstädter minimierten ihre Eigenfehler und trotz mehrerer Überzahlspiele gelang den Gästen kein Treffer, weil ihnen öfters auch die guten Ideen fehlten. Die Tigers machten das aber auch gut, indem sie in den entscheidenden Situationen jetzt eng „am Mann“ waren um stören zu können. Das Powerplay der Gastgeber war zwar auch nicht berauschend aber bei einem Schlagschuss von Heider stellte der im Zentrum agierende Martens den Schläger so rein, dass Meisner diesmal nichts machen konnte und mit diesem 4-2 ging man in den Schlussabschnitt.
Richtig intensiv wurde es mit zunehmender Spielzeit in den letzten 20 Minuten. Tölz merkte man nun deutlicher an, dass sie das Spiel noch drehen wollten und das Team vom Roten Main stemmte sich kollektiv dagegen. Turm in der Schlacht, bei der nun stellenweise auch körperlich härter werdenden Partie, wurde nun Torhüter Jaeger, der mit einigen starken Reaktionen seinen aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleuten den Rücken frei hielt. Natürlich half bei dem Dauerdruck der Löwen immer wieder auch mal das nötige Quäntchen Glück, z.B. bei einem Pfostentreffer oder der Großchance von Beach, der bei seinem Solo statt ins Netz, parallel zur Torlinie knapp verzog. Bei aussichtreichen Gegenzügen verfehlten aber auch die Bayreuther einige Male eine Vorentscheidung. Besonders als Gästetrainer Berwanger fast zwei Minuten vor Ende seinen Goalie vom Eis nahm, hätten Bosas oder Richter schon früher für eine endgültige Entscheidung sorgen können. Am knappen, aber nicht unverdienten Heimsieg unter erschwerten Bedingungen (beide Trainer bemängelten wie auch schon in den letzten Wochen, das schlechte Eis im Tigerkäfig), änderte das aber nichts mehr.
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für die Tigers vor den nächsten schweren Wochen, den man sich mit großem Einsatz erkämpfte, auch wenn es noch einiges zu verbessern gilt. Ein Anfang, um den Tigerkäfig wieder zur Festung zu machen (10 Punkte aus den letzten 5 Heimspielen), ist gemacht um als „wirtschaftlicher“ Nachrücker in dieser starken DEL2 am Ende auch sportlich doch zu bestehen.



Eispiraten Crimmitschau
2:5! Eispiraten belohnen sich trotz Aufholjagd nicht - Eispiraten müssen Heimniederlage einstecken
(DEL2)  Die Eispiraten Crimmitschau mussten sich auch im zweiten Spiel des Wochenendes geschlagen geben. Nachdem die Collins-Truppe bereits am Freitag den Löwen Frankfurt mit 3:4 unterlag, gab es heute eine 2:5-Niederlage gegen die Heilbronner Falken. Nach einem 0:3-Rückstand starteten die Westsachsen eine Aufholjagd und kamen durch die Treffer von Carl Hudson und Julian Talbot auf 2:3 heran. Ein Treffer in doppelter Überzahl war dann der Genickbruch im Spiel der Crimmitschauer. Am Freitag steht das nächste Heimspiel an. Dann kommen die Tölzer Löwen in den Sahnpark (02.11.2018 – 20:00 Uhr)
Personal: Kim Collins nahm im Vergleich zu Freitag nur eine Änderung vor. Sebastian Albrecht bekam heute den Vorzug vor Brett Kilar im Tor der Eispiraten. Carl Hudson führte die Westsachsen jedoch als Kapitän auf das Eis, denn André Schietzold war nach Leistenproblemen zum Zuschauen verdammt. Er unterstützte sein Team aber von der Bande aus.
Die Eispiraten hatten das Spiel zunächst gut im Griff, Ole Olleff und Carl Hudson vergaben aber ihre guten Möglichkeiten, um die Sachsen früh in Führung zu schießen. In der Folge lief bei den Hausherren dann nicht mehr viel zusammen. In Unterzahl kassierte die Collins-Truppe das 0:1 durch Kevin Lavallée (11.). Die Eispiraten wollten das Ergebnis in eigener Überzahl wieder korrigieren, doch die Falken nutzten einen schnellen Konter eiskalt aus und Richard Gelke erzielte mit seinem Shorthander das 0:2 (13.). Kurz vor dem Ende dann ein ähnliches Bild. Nach einem verunglückten Pohl-Pass im Powerplay ging auf Seiten der Gäste die Post ab. Derek Damon konnte, erneut in Unterzahl, das dritte Tor der Falken erzielen – 0:3 (20.).
Doch Kim Collins schien in der Drittelpause die richtigen Worte gefunden zu haben! Die Eispiraten kamen mit ordentlich Schwung aus der Pause und so dauerte es keine zwei Minuten, ehe die Aufholjagd starten konnte. Carl Hudsons verdeckter Schuss landete im langen Eck – unhaltbar für Mirko Pantkowski und das 1:3 (22.). Und es ging gleich wieder nach vorne. Die Westsachsen drückten auf den zweiten Treffer und Julian Talbot, lenkte einen Traumpass von Patch Alber in das Gehäuse der Gäste (26.)! Die Eispiraten übernahmen nun die Kontrolle über das Spiel und die Zuschauer sorgten für eine beeindruckende Stimmung im weiten Rund. In der Folge schoss Schlenker nur knapp am Tor vorbei, Hilbrich verpasste gleich zwei Mal den Ausgleichstreffer. Sebastian Albrecht verhinderte mit starken Reflexen zudem einen weiteren Gästetreffer.
Auch zu Beginn des dritten Drittels nahmen die Eispiraten das Heft des Handelns in die Hand und erspielten sich ein klares Chancenübergewicht. Walsh, Körner und Flick scheiterten mit ihren Chancen. Und nach einer zweifachen Strafe gegen die Westsachsen wendete sich das Blatt dann wieder – Kabitzky und Halbauer mussten auf die Strafbank und die Falken, welche bis dato nur selten vor des Gegners Tor kamen, nutzten ihre doppelte Überzahl gnadenlos. Roope Ranta ließ Albrecht in der 53. Minute keine Abwehrchance – 2:4. Greg Gibson machte dann den Deckel drauf und sorgte mit seinem Tor zum 2:5 für den Endstand (57.).



Deggendorfer SC
Deggendorfer SC erlebt Heimdebakel gegen die Bietigheim Steelers
(DEL2)  Der Deggendorfer SC musste am Sonntagabend auf heimischen Eis eine  
ordentliche Packung einstecken. Gegen die Bietigheim Steelers kam das  
Team von Trainer John Sicinski so richtig unter die Räder und verlor  
vor 2034 Zuschauer mit 1:9.
Dabei begann die Partie aus Deggendorfer Sicht vielversprechend. In  
den ersten Minuten boten die DSC-Cracks dem Vorjahresmeister  
ordentlich Paroli und gingen dann folgerichtig in der zehnten  
Spielminute auch in Führung. Kyle Gibbons erkämpfte sich hinter dem  
gegnerischen Tor den Puck, bediente den freistehenden René Röthke und  
dieser verwertete das Zuspiel zum 1:0 für die Hausherren. Doch die  
Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nur 15 Sekunden nach dem  
Deggendorfer Führungstreffer nutzten die Steelers eine kurze  
Unaufmerksamkeit in der DSC-Abwehr aus und trafen durch Matt McKnight  
zum 1:1. In den folgenden Minuten bot sich den Bietigheimern die  
Chance durch einige Deggendorfer Unterzahlsituationen das Spiel auf  
ihre Seite zu ziehen. Das gelang den Baden-Württembergern dann auch,  
als Marcus Sommerfeld per Doppelschlag im Powerplay binnen zwei  
Minuten auf 1:3 stellte. Der DSC zeigte sich in der Folgezeit  
sichtlich angeschlagen und nach vorne wollte in diesem Abschnitt nicht  
mehr viel gelingen. Doch auch die Steelers konnten keinen weiteren  
Wirkungstreffer mehr landen, sodass es mit einem 1:3 in die erste  
Pause ging.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts dann der Nackenschlag für die  
Deggendorfer. In der 21. Spielminute gelang den Bietigheimern in  
Person von Norman Hauner und Matt McKnight ein Doppelschlag, der für  
die Partie einen vorentscheidenden Charakter hat. Zwar nahm Trainer  
John Sicinski Andrew Hare daraufhin aus seinem Kasten und brachte  
Backup Björn Linda in die Partie, jedoch zeigte diese Maßnahme in  
dieser Phase des Spiels keine Wirkung. In der 27. Minute konnten die  
Steelers dann das Ergebnis sogar weiter ausbauen, als Benjamin Zientek  
im Powerplay einen Schuss unhaltbar abfälschte. Bei diesem Spielstand  
blieb es dann auch bis zum Ende des zweiten Abschnitts.
Im Schlussdrittel zeigte sich dann ein ähnliches Bild. Beim  
Deggendorfer SC passte nun nicht mehr viel zusammen und die Steelers  
spielten weiter munter nach vorne. Durch Treffer von Dennis Swinnen,  
Max Lukes und erneut Marcus Sommerfeld konnten sie das Ergebnis auf  
1:9 schrauben.
Nach dem fulminanten 5:7 Auswärtserfolg über die Heilbronner Falken  
muss der Deggendorfer SC damit auf heimischem Eis ein richtiges  
Debakel hinnehmen und geht mit drei Punkten aus diesem Wochenende  
heraus.
Das nächste Heimspiel des Deggendorfer SC findet am kommenden Freitag  
statt. Dort trifft das Team von Trainer John Sicinski auf die  
Lausitzer Füchse. Spielbeginn ist um 20 Uhr.



Dresdner Eislöwen
Eislöwen schlagen Ravensburg 
(DEL2)  Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit 4:0 (1:0; 2:0; 1:0) gewonnen. Nick Huard brachte die Gastgeber in der 16. Spielminute in Überzahl in Führung. Timo Walther (24.) und Jordan Knackstedt (25.) bauten den Vorsprung im zweiten Abschnitt aus. Im Schlussdrittel sorgte Thomas Pielmeier (55.) in Überzahl für den Endstand.
Ravensburg-Coach Jiri Ehrenberger: „Der Sieg von Dresden geht absolut in Ordnung, denn wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden. Als wir gedanklich in Fahrt gekommen sind, lagen wir schon 0:3 in Rückstand. Wir müssen unseren Spielansatz über 60 Minuten präsentieren.“
Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton: „Ich habe meine Jungs heute vor dem Spiel gebeten, mit Stolz und viel Energie aufs Eis zu gehen. Entschuldigungen waren heute nicht erlaubt. Es kam uns entgegen, auf ein Top-Team zu treffen. Genau diese Herausforderung war es, die wir gebraucht haben, um am Ende viel Positives mitzunehmen. Das Team hat gut gespielt, Schüsse geblockt und Präsenz gezeigt. Wir sind extrem viel gelaufen, haben den Puck häufig vor das Tor gebracht. Zudem hat unser Goalie einen guten Job gemacht. Wir haben den heutigen Sieg gebraucht – und wir haben ihn uns geholt.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 2. November um 19.30 Uhr gegen den EC Bad Nauheim.



ESV Kaufbeuren
ESVK ringt Löwen Frankfurt im Spitzenspiel nieder - 2.869 Zuschauer sehen ein spannendes Spiel mit gutem Ende für die Joker
(DEL2)  Nach der Niederlage am Freitag in Ravensburg konnten der ESV Kaufbeuren sein zweites Spitzenspiel an diesem Wochenende vor 2.869 Zuschauern erfolgreich gestalten und besiegte die Löwen Frankfurt nicht unverdient mit 4:3. 
Ein sehenswertes Spiel, das oft hin und her wogte entschied schlussendlich Branden Gracel mit seinem Treffer in der 43. Minute. Beide Mannschaften benötigten etwas Anlauf, um in dieses Spitzenspiel hineinzufinden, denn in den ersten 10 Minuten spielte sich das Geschehen trotz zweier Kaufbeurer Überzahlspiele nicht in der Nähe der beiden Tore ab. In der elften Spielminute eröffnete Jere Laaksonen, der nach einem Schuss von Joey Lewis den Abpraller verwertete, den Torreigen und die bei weitem ereignisreichere Hälfte des ersten Drittels. Drei Minuten nach dem Führungstreffer rettete erst die Querlatte für Frankfurts Torwart Felix Bick, im direkten Gegenzug traf Tim Schüle ebenfalls nur das Torgestänge. In der 17. Minute nutzten die Löwen direkt ihr erstes Powerplay und spielten den Ausgleich zum 1:1 durch Adam Mitchell hervorragend heraus. Eine gute Minute vor der ersten Pause taten es die Joker den Frankfurtern gleich und konnten ihrerseits ihr Powerplay ausnutzen. Sami Blomqvist, dessen Direktschuss exakt ins Kreuzeck passte, brachte seine Mannschaft wieder in Führung. Ebenso rasant ging es im zweiten Drittel weiter, wobei der ESVK zu Beginn die aktivere Mannschaft war. Nach 25 gespielten Minute hatte Phillip Messing die große Chance, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch am Pfosten. Zwei Minuten später spielten die Löwen auch ihr zweites Powerplay perfekt aus, Maximilian Faber vollendete zum erneuten Ausgleich. Weitere zwei Minuten später hätte Joey Lewis die Führung wiederherstellen können, verfehlte allerdings das leere Tor aus kurzer Distanz. Glück hatten die Joker in der 35. Minute, denn dort waren wieder die Frankfurter an der Reihe, nur das Torgestänge zu treffen. Das letzte Drittel war kaum angelaufen, da begannen die turbulenten 98 Sekunden, die den Ausgang dieser Begegnung maßgeblich beeinflussen sollten. Erst brachte Ossi Saarinen mit einem trockenen Schuss von der linken Seite seine Mannschaft wieder in Führung. Der Jubel über diesen Treffer war in der erdgas schwaben arena kaum verhallt, da brachte Daniel Spang die Scheibe, mehr aus Verlegenheit als aus Überzeugung, einfach mal zum Tor – und hatte Erfolg: denn Stefan Vajs rutschte dieser Schuss über die Fanghand ins Tor. Vom darauffolgenden Anspiel in der Mitte weg legte Brandel Gracel sofort de Vorwärtsgang wieder ein und tunnelte ganze neun (!) Sekunden nach dem Ausgleich Felix Bick zur vierten Führung an diesem Abend. In der 48. Minute hatte Sami Blomqvist einen Alleingang, scheiterte allerdings am linken Torpfosten. Direkt daran anschließend hatten die Frankfurter die größte Gelegenheit, erneut auszugleichen, konnten aber eine vierminütige Überzahl nicht nutzen. In den letzten Minuten brachten die Kaufbeurer den Sieg mit Geschick nach Hause. In der anschließenden Pressekonferenz sah Löwen-Coach Matti Tilikainen die Chancenverwertung seiner Mannschaft als Grund für die Niederlage. ESVK-Trainer Andi Brockmann machte der Mannschaft ein Kompliment für die Leistung an diesem Abend, man habe eine „absolute Topmannschaft“ hervorragend niedergekämpft.



Tölzer Löwen
Vermeidbare Niederlage in Bayreuth
(DEL2)  Nach dem guten Auftritt gegen Dresden folgt die Ernüchterung in Bayreuth. Die Tölzer Löwen verschenken ein mögliches 6-Punkte-Wochenende mit zu großer Verspieltheit. Bayreuth gewinnt mit dem einfacheren Eishockey.
Markus Berwanger hatte gewarnt: Auch gegen den Tabellenletzten bräuchten seine Mannen eine gute Leistung um die Punkte mitzunehmen. Dieses Unterfangen gelang den Buam nur in wenigen Teilen des Spiels. „Wir haben das viel zu kompliziert gemacht heute. Wir wollten alles spielerisch lösen“, ärgerte sich der Löwencoach. Dabei gelang der Start ins Spiel recht gut. Stephen MacAulay schoss nach gutem Pass von Kyle Beach zur Löwenführung ein. In der Folge die Löwen ließen die Löwen die Tigers wieder ins Spiel kommen. Erst sorgte ein Fehlpass von Kevin Wehrs für den Ausgleich durch Timo Gams. Dann nutzte Kevin Kunz einen unnötigen Ausflug von Ben Meisner zur Tigers-Führung. „Das ist geschuldet durch die Spielweise von Ben. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach so. Dafür hält er uns auch immer im Spiel“, nahm Berwanger seinen Schlussmann in Schutz. Bayreuth tankte Selbstvertrauen und traf, wie es Berwanger ausdrückte, nach „eingestelltem Zweikampfverhalten“ auch noch zum 3:1. Dass die Tigers eigentlich verwundbar gewesen wären, zeigte sich beim zweiten Tor der Löwen durch Lubor Dibelka. Der Treffer zum 3:2 fiel nach einem einfach vorgetragenen Angriff. Schuss, Abpraller, Tor. Zu oft verspielten sich die Löwen in der Folge in kompliziert vorgetragenen Angriffen. „Das Powerplay hat heute auch nicht funktioniert“, so Berwanger. Sieben Überzahlchancen blieben ungenutzt. „Das ist für uns sehr ärgerlich“. Das wohl schwerwiegendste Tor der Tigers fiel ausgerechnet in Bayreuther Überzahl. Henry Martens fälschte einen Schlagschuss von Martin Heider zum 4:2-Endstand ab. „Bayreuth hat gut verteidigt, mit Mann und Maus“, so Berwanger. Die Löwen machten nochmal Druck, besonders in den letzten zehn Minuten gab es einige gute Chancen zu verzeichnen. Doch es blieb bei der Niederlage. Kein Beinbruch, haben die Löwen in der Tabelle weiterhin absolute Nahdistanz zu den Pre-Playoffplätzen. Aktuell liegen die Buam auf Platz 11, gerade einmal drei Punkte entfernt von Platz 6.



Höchstadter EC
"Tief im Kopf"
(OLS)  Sechs Punkte hätten es werden können, am Ende waren es „nur“ zwei Zähler die der Höchstadter EC seinem Punktekonto nach diesem Wochenende hinzufügen konnte. Sei´s drum: Die Alligators stehen mit 15 Punkten weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz und damit vor den Teams aus Selb und Weiden. Nun warten wieder stärkere Gegner auf die Höchstadter und im Kampf darum sich ganz weit von den Abstiegsplätzen entfernt zu halten freut man sich beim HEC über jeden Punkt.
"Wir haben seit Freitag ein kleines Tief", so Trainer Martin Ekrt bei der PK am Sonntag Abend. Jetzt heiße es Ruhe bewahren und sich mit Herz, Kopf, Einsatz und Moral da wieder heraus zu arbeiten.



ECDC Memmingen
Dramatisches Derby: Indians siegen nach Verlängerung
(OLS)  In einem spannenden Spiel besiegt der ECDC Memmingen den EV Lindau mit 3:2 n.V. und beschert Trainer Sergej Waßmiller damit einen gelungenen Einstand. Lange Zeit liefen die Indians einem Rückstand hinterher, Milan Pfalzer drehte das Spiel mit zwei Toren.
Erinnerungen an das Finale im März schossen einigen der rund 1880 Zuschauern in den Kopf, als die Indians am Sonntagabend den EV Lindau in der Verlängerung besiegten. Lange Zeit waren die Maustädter das bessere Team, wie im entscheidenden Endspiel fanden sie aber keinen Weg, um den Puck im Tor der Gäste unterzubringen. Diese gingen auch im ersten Drittel durch Stopinski in Führung, die Indians hatten, trotz guter Möglichkeiten, keine Treffer vorzuweisen.
Im zweiten Drittel leisteten die Memminger sich zu viele Fehler, obwohl das Spiel ausgeglichen war, traf wiederum nur der EVL. Die Gäste vom Bodensee nutzten eine 5 gegen 3 Überzahlsituation aus und gingen durch Farny mit 2:0 in Führung.
Für die Indians bedeutete das eine noch offensivere Gangart im letzten Abschnitt. Obwohl aus einem Powerplay gleich zu Beginn noch kein Kapital geschlagen werden konnte, fiel der frühe Anschluss in der 44. Minute. Milan Pfalzer stand goldrichtig und drückte den Puck aus kurzer Distanz über die Linie. Die Halle stand nun geschlossen hinter ihrem Team, der EV Lindau rührte weiter Beton an. Zahlreiche Angriffe wurden von den Rot-Weißen nun im Minutentakt vorgetragen, David Zabolotny im Tor der „Islanders“ durfte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Es sollte aber bis zur 57. Minute dauern, ehe der mittlerweile hochverdiente Ausgleich fiel. Erneut war es das Memminger Eigengewächs Milan Pfalzer, der einen Schuss unhaltbar abfälschte und das Spiel zurück auf Anfang stellte. Wie im Finale um die Bayerische Meisterschaft kamen die Indians also durch großen Einsatz wieder zurück ins Spiel und erneut musste die Verlängerung über einen Sieger im Allgäu-Bodensee-Derby entscheiden.
In der Overtime, die im 3 vs. 3-Modus ausgespielt wird, hatten die Indians dann das glücklichere Ende für sich. Nachdem die ersten vier Minuten ohne die ganz zwingenden Torchancen zu Ende gingen fasste sich Dominik Piskor ein Herz, überlief die Lindauer Verteidigung und schloss ins kurze Eck zum Sieg für den ECDC ab. Die Halle stand Kopf, zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten bleiben damit am Hühnerberg, der bereits am Mittwoch erneuter Austragungsort eines weiteren Heimspiels ist. Zu Gast ist dann der Ligafavorit aus Rosenheim.



Starbulls Rosenheim
Torfestival auch zuhause: Starbulls schlagen Weiden 8:5
(OLS)  Die Starbulls Rosenheim haben ihr Heimspiel am 11. Spieltag der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Blue Devils Weiden mit 8:5 gewonnen. Vor 2.308 Zuschauern stellte das Team von Trainer Manuel Kofler schon im ersten Drittel die Weichen eindeutig auf Sieg und führte nach 15 Minuten Spielzeit bereits mit 5:0. Damit können die Starbulls nach dem ebenfalls überaus torreichen 7:4-Derbysieg am Freitagabend in Landshut bereits das zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Folge feiern. Bereits am Mittwoch geht es in der Liga weiter, die Starbulls gastieren dann bei den Memmingen Indians.
Im Team der Starbulls fehlte Stürmer Michael Baindl, der am Freitag in Landshut noch als doppelter Torschütze glänzen konnte, wegen einer Oberkörperverletzung. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Auch Torwart Lukas Steinhauer, der beim Spiel in Landshut im zweiten Drittel ausgewechselt werden musste, konnte gegen Weiden verletzungsbedingt nicht auflaufen. Allerdings hatte sich Trainer Manuel Kofler bereits im Vorfeld darauf festgelegt, dass Luca Endres gegen die Oberpfälzer das Rosenheimer Tor hüten sollte. Eher überraschend war dagegen, dass bei den Gästen nicht der zuletzt sehr starke Daniel Filimonov zwischen den Holmen stand, sondern Johannes Wiedemann zum Zuge kam. Trainer Ken Latta wollte seinem Stammtorhüter eine Pause gönnen und Wiedemann Spielpraxis geben.
Und Wiedemann stand auch gleich im Fokus, denn die Starbulls begannen überaus druckvoll und engagiert. Schon in der dritten Spielminute zappelte die Scheibe dann zum ersten Mal im Netz der Gäste. Daniel Bucheli hatte abgezogen, Wiedemann reagierte noch gut, aber Fabian Zick versenkte den Nachschuss eiskalt zur 1:0-Führung. Völlig chancenlos war der Gästekeeper dann eine gute Minute später nach einer schönen Rosenheimer Kombination über Dominik Daxlberger und Dusan Frosch, die Vitezslav Bilek mit einem tollen Abschluss ins rechte obere Eck krönte – 2:0 (4.). Keine 60 Sekunden später erhöhte Michael Fröhlich auf Zuspiel von Neuzugang Robin Slalina auf 3:0 (5.).
Auch eine Auszeit von Gästetrainer Latta konnte den Rosenheimer Sturmlauf nicht stoppen. Für das 4:0 der Starbulls im Anschluss an ein Powerplay, als die Gäste gerade wieder komplett waren, sorgte Chase Witala (12.), ehe Matthias Bergmann mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie zum 5:0 ins rechte untere Eck traf – 15 Minuten und sieben Sekunden waren erst gespielt.
Noch in der gleichen Spielminute verkürzten die Oberpfälzer durch Kapitän Ralph Herbst nach Zuspiel von Martin Heinisch auf 5:1 (16.). Und nachdem Witala in Unterzahl und schließlich der frei aus wenigen Metern zum Schuss kommende Maximilian Vollmayer den sechsten Rosenheimer Treffer verpassten, traf Weiden zwanzig Sekunden vor der Pausensirene erneut. Ausgerechnet der neu von den Saale Bulls Halle verpflichtete Ex-Rosenheimer Herbert Geisberger war es, der einen Querpass von Philipp Siller zum 5:2 eindrückte.
Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Gäste in der Defensive deutlich engagierter. Die Starbulls mussten mehr Aufwand betreiben, um zu Abschlüssen zu kommen – Anzahl und Qualität der Chancen konnten sich mit dem, was der erste Durchgang bot, nicht mehr messen. Das 6:2 für die Hausherren resultierte schließlich aus einem überzeugenden Überzahlspiel, bei dem Maximilian Vollmayer den idealen Rückpass von Dusan Frosch kompromisslos im kurzen Eck versenkte (28.). Ein schneller Rosenheimer Gegenstoß nach einem abgefangenen Weidener Angriff führte zum 7:2. Witala legte uneigennützig quer und Fabian Zick schoss ins leere Eck ein (32.).
Die Starbulls hätten jetzt alles klarmachen können. Doch insgesamt sechs Minuten Überzahlspiel, zwei davon sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, entsprang kein weiterer Treffer. Stattdessen waren es wie schon in der Schlussphase des ersten Drittels erneut die Gäste, die doppelt trafen. Matt Abercrombie verwandelte den fälligen Strafschuss zum 7:3, nachdem Niki Meier gegen ihn die „Notbremse“ gezogen hatte (38.). Und fünf Sekunden vor der Sirene fand bei Weidener Überzahl ein Schuss von Christian Oullet, abgefälscht von einem Rosenheimer Schläger, den Weg zum 7:4 in die Maschen.
Im letzten Spielabschnitt verkürzten die Blue Devils gar auf 7:5. Erneut war es ein Treffer in Überzahl, erneut war Oullet der Torschütze – diesmal jedoch nach einer Einzelleistung gegen eine viel zu inkonsequente Rosenheimer Abwehr (46.). Deutlich schöner war dann jedoch die Einzelleistung von Chase Witala, welcher exakt zehn Minuten vor Schluss der Endstand zum 8:5 entsprang. Der junge Kanadier tankte sich von der Mittellinie technisch hochklassig gegen gleich drei Gästespieler durch und zwirbelte trotz Bedrängnis die Scheibe an Gästekeeper Wiedemann vorbei unter die Latte (51.).
Die Trainerstimmen:
Ken Latta (Blue Devils Weiden): „Wenn man 5:0 in Rückstand gerät, dann ist es natürlich schwierig zu punkten. Wir haben im ersten Drittel nur zugeschaut und erst ab dem 2. Drittel begonnen Eishockey zu spielen. Aber erst im letzten Drittel waren wir wieder voll da, so wie in den Spielen zuvor, in denen wir zuletzt viermal in Folge gepunktet haben. Wir müssen 60 Minuten so spielen. Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie nie aufgibt.“
Manuel Kofler (Starbulls Rosenheim): Wir haben zu Beginn nahtlos an die Leistung vom Freitag angeknüpft. In den ersten 15 Minuten haben wir die Mannschaft gesehen, die das Derby in Landshut gewonnen hat. Aber schon Ende des ersten Drittels hat dann nicht mehr alles gepasst. Einige Spieler wollten Dinge machen, die sie nicht können. Jeder wollte ein Tor schießen, der Körpereinsatz war nicht mehr voll da. Wir haben das nach dem Spiel in der Kabine angesprochen. Wichtig sind aber die Punkte. Es war ein Pflichtsieg, der uns gelungen ist, und darüber bin ich glücklich.“
Bereits am Mittwoch steht der 12. Spieltag in der Eishockey-Oberliga Süd auf dem Programm. Die Starbulls Rosenheim treten dann bei den Indians Memmingen an, die sie zum Saisonauftakt Ende September im emilo-Stadion mit 6:4 besiegten. Im Gegensatz zu dieser Partie steht am Mittwoch aber ein anderer Trainer beim Gegner an der Bande. Die Indians haben Sergej Waßmiller – vormals Bayreuth Tigers (DEL 2) – für den entlassenen Waldemar Dietrich verpflichtet. Spielbeginn im Stadion am Hühnerberg in Memmingen ist am Mittwoch um 20 Uhr. Das Spiel wird auch live und kommentiert über das Internet übertragen, der Livestream zum Preis von 5 Euro ist über das Portal www.sprade.tv buch- und abrufbar.



VER Selb
Mangelndes Selbstvertrauen kostet zwei Punkte
(OLS)  Das Spiel gegen den Tabellenführer der Oberliga Süd lässt sich kurz zusammenfassen: Unsere Wölfe rennen an, vergeben aber reihenweise Großchancen und bringen sich so selbst um einen möglichen Sieg. In der Verlängerung haben die Gäste das notwendige Quäntchen Glück und entführen den Zusatzpunkt aus der Porzellanstadt.
Unsere Wölfe zeigten von Beginn an keinerlei Respekt vor dem leicht ersatzgeschwächt angereisten Tabellenführer aus Peiting. Einzig die Chancenauswertung ließ wiederum zu wünschen übrig. Schiener zusammen mit Hördler und wenig später McDonough im Zusammenspiel mit Geigenmüller, letztere sogar in Unterzahl, ließen hundertprozentige Gelegenheiten liegen. Die Gäste konnten mit dem torlosen Pausenstand mehr als zufrieden sein, unsere Farben hätte locker mit zwei oder drei Toren Unterschied führen müssen.
Im zweiten Spielabschnitt hatten sich die Peitinger etwas besser auf unser Spiel eingestellt, wenngleich auch man unseren Jungs, je länger das Spiel dauerte, immer mehr Unsicherheit anmerkte. Trotzdem erarbeiteten wir uns weiter hochkarätige Torchancen, McDonough, zweimal McDonald und Müller hätten bis zur 30. Minute die Führung erzielen können, aber immer wieder brachten die Peitinger einen Fuß oder einen Schläger dazwischen. Alles andere fischte Torhüter Magg weg. In der 32. Minute kam es, wie es kommen musste: Morris fasste sich ein Herz und schloss einen Sololauf zur zwischenzeitlichen Führung für die Gäste ab. Zwei Minuten vor Drittelende bebte die NETZSCH-Arena endlich: Kolb hatte die Scheibe zum hochverdienten Ausgleich in die Maschen gehämmert. Sollte dieser Treffer die Wölfe beflügeln?
Der Schlussabschnitt hatte es in sich: Beide Mannschaften bekämpften sich unerbittlich. Niemand wollte das Eis als Verlierer verlassen. Und es waren wieder unsere Wölfe, die die besseren Einschusschancen hatten. Doch die Gäste verteidigten mit Glück und Geschick und konterten immer wieder gefährlich. Acht Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit war es Gollenbeck, der seine Fans fast jubeln ließ, doch Gästetorhüter Magg fischte mit einem sensationellen Reflex die Scheibe aus dem Winkel. In der Overtime war es Maier, der den Zusatzpunkt für den Tabellenführer sicherte.



EHC Waldkraiburg Löwen
WIEDERHOLUNGSTÄTER MICHAEL TROX RETTET LÖWEN EINEN PUNKT IN HÖCHSTADT
(OLS)  Mit einem Zähler im Gepäck machten sich die Löwen am Sonntagabend aus Höchstadt auf den Heimweg nach Waldkraiburg. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Thomas Vogl unterlag man zwar mit 2:3, erneut aber erst in der Verlängerung. Und erneut war es Michael Trox, der die Löwen in die Overtime schoss. Am Mittwoch um 20:00 Uhr kommen dann bereits die Selber Wölfe in die Raiffeisen Arena.
Turbulente Stunden lagen hinter den Löwen, als sie sich am Sonntag auf den Weg nach Höchstadt machten: Am Samstag wurde der bisherige Cheftrainer Thomas Vogl von seinen Aufgaben entbunden, interimsmäßig übernahm der aktuell verletzte Verteidiger Sebastian Wolsch den Job an der Bande. Ohne Michael Rimbeck ging es zum starken Aufsteiger an die Aisch, dafür war mit Leon Decker ein hoffnungsvolles Talent dabei, dessen Einsatz noch von Vogl als letzte Amtshandlung quasi am Samstag bereits geregelt worden war. Auch mit neuem Trainer an der Bande hatten die Löwen in Höchstadt aber wieder ein altbekanntes Problem, nämlich musste man früh einem Rückstand hinterherlaufen. Thilo Grau traf nach nicht einmal drei Minuten zur Führung für die Alligators (02:53), sechs Minuten später erhöhte Michal Petrak auf 2:0 (08:51) für die Mannschaft von Trainer Martin Ekrt. Kurz vor der ersten Pause musste Lukas Wagner verletzt in die Kabine nach einem Foul von Petrak, der Übeltäter erhielt dafür eine 10-Minutenstrafe. Kirils Galoha brachte den EHC dann noch vor der Pause in Überzahl auf 1:2 heran (18:50) und so witterten die Löwen ihre Chance für die letzten 40 Spielminuten.
Nach einem starken zweiten Abschnitt des EHC, in dem Daniel Hämmerle per Alleingang den Ausgleich hätte erzielen können, folgten die letzten 20 Minuten und hier spielte sich abermals ein Löwen-Angreifer in den Mittelpunkt: Michael Trox. In der 53. Minute scheiterte der 32-Jährige noch am Pfosten, in der Schlussminute machte er es aber besser. Hatte er eine Woche zuvor in Sonthofen schon 23 Sekunden vor dem Ende den EHC Waldkraiburg in die Verlängerung geschossen, machte er es diesmal noch spannender und traf 17 Sekunden vor dem Ende zum verdienten Ausgleich (59:43). Die anschließende Overtime dauerte dann jedoch nur 19 Sekunden, dann war abermals Petrak zur Stelle und sorgte für die Entscheidung. Dennoch war es ein Auftritt bei einem starken und traditionell schwer zu spielenden Gegner, der Mut macht für die anstehenden Wochen. Das sah auch Interimscoach Wolsch auf der anschließenden Pressekonferenz so: „Ich kann meinen Kollegen überhaupt keinen Vorwurf machen“ erklärte Wolsch, „und ich habe ihnen eben in der Kabine gesagt, dass ich denke, dass es in der Oberliga Süd keine einzige Mannschaft gibt, die solche Nackenschläge, wie wir sie seit Wochen kassieren, so wegstecken würde, wie wir.“
Apropos Nackenschlag: So einen mussten die Löwen auch am ersten Spieltag hinnehmen, als sie in Selb mit 0:6 stark unter Wert geschlagen wurden. Am Mittwochabend kommen die Wölfe aus Oberfranken jetzt in die Industriestadt, womit das zweite Drittel der Oberliga-Hauptrunde beginnt. Mit elf Niederlagen aus elf Spielen haben die Löwen ihre letzten beiden Chancen auf einen Sieg im ersten Saisondrittel nicht genutzt, das Heimspiel gegen Selb soll aber deutlich anders laufen, als der erste Vergleich- was nach der guten Leistung in Höchstadt sicher möglich ist. Selb steckt aktuell in einem kleinen Tief und hat vier Mal in Folge nicht gewinnen können. In Riessersee unterlag man 3:6, auch in Weiden ging man mit 1:2 leer aus. Zudem verlor man die Heimspiele gegen Höchstadt (5:6) und am Sonntag in der Verlängerung mit 1:2 gegen Peiting. Aktuell belegt die Mannschaft von Henry Thom den achten Tabellenplatz mit 13 Punkten aus elf Spielen. Top-Scorer ist der Kanadier Ian McDonald mit sieben Toren und 10 Assists in elf Spielen, gefolgt von Andreas Geigenmüller (15 Punkte in 11 Spielen, 12 Assists). Zweiter Kontingentspieler ist inzwischen Ryan McDonough, der anfangs der Saison noch verletzt war und somit erst vier Spiele absolvieren konnte. In diesen deutete er aber bereits seine Klasse an und erzielte vier Treffer und bereitete weitere drei vor.



ESC Moskitos Essen
Moskitos schießen sich den Frust von der Seele
(OLN)  Mit dem 9:2 (2:0, 3:2, 4:0) Sieg gegen Rostock, der am Ende auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung ging, schossen sich die zuletzt unglücklichen Moskitos den Frust von der Seele. Wie schon am Freitag in Tilburg war das Team von Cheftrainer Frank Gentges gegenüber dem Wochenende zuvor nicht wieder zu erkennen. Ein ganz anderer Zug zum gegnerischen Tor, und immer auf Absicherung nach hinten bedacht.
Bereits in den ersten Minuten prüfte Julian Airich Jan Dalgic im Tor der Piranhas und Julian Lautenschlager legte kurz darauf nach, doch wieder ist der Rostocker Torhüter der Sieger. Das sollte sich dann in der 12. Spielminute ändern, Julian Airich lupfte die Scheibe zur Führung der Moskitos an Dalgic vorbei ins Tor. Und nur 14 Sekunden später legten die Essener nach, Veit Holzmann mit starkem Antritt von rechts ins Gästedrittel hämmerte die Scheibe dann aus kurzer Distanz unter die Latte.
Und mit Beginn des Mitteldrittels machten die Moskitos direkt da weiter wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Andre Gerartz legte im Rostocker Drittel quer, Julian Lautenschlager zog ab und es stand 3:0. Doch die Gäste hatten noch nicht aufgegeben, eine Strafzeit gegen Patrik Cerveny nutzte Rostock zum Anschlusstreffer. Victor Lennartsson hatte dann den vierten Essener Treffer auf dem Schläger, doch er bekam völlig frei die Scheibe nicht gelupft. Besser machte es dann Carsten Gosdeck, einen klugen Pass von Marcel Pfänder versenkte er zum 4:1.Doch auch Rostock war noch da, Stephan Kreuzmann musste auf die Strafbank und wieder trafen die Gäste zum Anschluss. Julian Lautenschlager, nach schönem Zuspiel von Lars Grözinger, stellte noch vor der zweiten Pause den alten Abstand wieder her.
Im letzten Drittel machten die Moskitos dann endgültig den berühmten Sack zu. Zunächst schoss Thomas Richter einfach mal von der blauen Linie, den Abpraller brachte Arthur Lemmer dann im Tor unter. Und es ging munter weiter, Julian Airich mit schönem Pass auf Carsten Gosdeck, der Dalgic mit der Rückhand keine Chance ließ. Und Gosdeck durfte dann auch noch seinen dritten Treffer erzielen, aus halbrechter Position traf der Stürmer zum 8:2. Es hätte frühzeitig noch höher ausfallen können, Julian Lautenschlager scheiterte, als er alleine durch war, Thomas Gauch traf den Pfosten. Der letzte Treffer blieb dann Andre Gerartz vorbehalten, der ein schönes Zuspiel von Arthur Lemmer verwandelte. Nach einem üblen Kniecheck gegen Victor Lennartsson erhielt Rostocks Viktor Beck noch eine Matchstrafe, eine Diagnose bei Lennartsson steht noch aus.
Chefcoach Frank Gentges war in der Pressekonferenz zufrieden. Seine Mannschaft habe Selbstvertrauen getankt und sich belohnt. Sicherlich müsse man intern über die Chancenverwertung reden, aber bei neun Toren müsse man auch nicht alles kritisieren. Ob es bei dem Spielstand zu so einem Foul, wie gegen Lennartsson kommen müsse, stellte der Cheftrainer deutlich in Frage.



Crocodiles Hamburg
Crocodiles unterliegen in Duisburg
(OLN)  Die Crocodiles Hamburg haben am Sonntagabend mit 5:0 (2:0/3:0/0:0) in Duisburg verloren. Durch den Ausfall von Tom Kübler (Adduktorenprobleme), Dominik Lascheit (grippaler Infekt) und Jake Ustorf, der kurzfristig nach Weisswasser musste, schrumpfte der Kader von Trainer Jacek Plachta auf 12+2 Spieler.
Die Gastgeber kamen druckvoll ins Spiel und nutzten die personelle Überlegenheit geschickt aus. Pavel Pisarik brachte seine Mannschaft vor 957 Zuschauern in Führung (4.), David Cespiva legte in der 14. Minute nach.
Im zweiten Drittel mehrten sich die Fehler der Crocodiles, die Konzentration ließ mit den schwindenden Kräften nach. Lasse Uusivirta (27.), Ricco Ratajczyk (29.) und Sam Verelst (33.) bauten die Führung auf 5:0 aus. Ein Ehrentreffer gelang den Crocodiles nicht mehr.
„Mit einem so kleinen Kader kann man ein Wochenende mal durchhalten. Letztes Wochenende konnten wir so noch fünf Punkte gesammelt. Aber bei zwei Wochen am Stück wird es auf diesem Niveau und bei diesem Tempo hart. Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, die haben bis zum Ende gekämpft. Stand jetzt wird es am Mittwoch Verstärkung aus Weisswasser geben, um die Mannschaft zu entlasten“, so Sportchef Sven Gösch.
Am Mittwoch treffen die Crocodiles Hamburg auf die Moskitos Essen.



Herner EV
Herner EV – Hannover Scorpions 3 : 2 (2:0,0:1,1:1)
(OLN)  In einer sehr intensiven und kampfbetonten Oberligabegegnung, die bis zum Schlusspfiff ausgesprochen spannend blieb, konnte sich der Herner EV am Sonntagabend zuhause in der Hannibal-Arena mit 3:2 gegen die Hannover Scorpions durchsetzen. HEV-Goalie Lukas Schaffrath, der von beiden Trainern ein Sonderlob bekam, konnte mit seinem letzten Save fünf Sekunden vor Spielende die drei Punkte festhalten. Damit konnten die Grün-Weiß-Roten zumindest vorübergehend das Team aus der Wedemark in der Tabelle überflügeln und stehen nach den fünf Punkten des Wochenendes nun auf Platz drei. Dies ist umso bemerkenswerter, da weiterhin mit Patrick Asselin, Mike Schmitz und Vojtech Suchomer wichtige Spieler fehlten. Deshalb verdienen die beiden jungen Förderlizenzspieler Nicolas Geitner (19 Jahre) und Edwin Schitz (18 Jahre), die am Wochenende in der Abwehr spielten und ihre Sache sehr gut machten, ebenfalls positive Erwähnung.
Der HEV hatte einen Auftakt nach Maß, denn bereits in der 3. Spielminute konnte Brad Snetsinger vor dem Gästetor stehend einen tollen Pass von Nils Liesegang zum 1:0 verwandeln. Damit ging die Partie von Beginn an richtig los, denn beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Sören Hauptig und Dennis Thielsch z.B. scheiterten mit guten Möglichkeiten, Lukas Schaffrath musste mehrfach eingreifen und der HEV hatte anfangs mehr Spielanteile. Die favorisierten Scorpions kamen erst zum Ende des ersten Abschnitts besser ins Spiel, mussten dann aber zwei Strafen in kurzer Folge hinnehmen. Das Team von Danny Albrecht bewies erneut Überzahlqualitäten und so konnte Dennis Thielsch sieben Sekunden vor der ersten Pausensirene im zweiten Versuch bei doppelter Überzahl gekonnt Scorpions-Torhüter Christoph Mathis zum 2:0 überwinden. Auch der zweite Abschnitt begann mit guten Herner Möglichkeiten. Dennis Thielsch hatte die erste Chance, danach sein Kumpel Marcus Marsall und in der 27. Minute war es erneut Dennis Thielsch, der bei einem Alleingang das 3:0 auf dem Schläger hatte. Dann nahmen aber die Scorpions mit ihren enormen Offensivqualitäten das Heft immer mehr in die Hand. So kam der Anschlusstreffer durch Chad Niddery zum 2:1, ebenfalls in Überzahl erzielt, in der 32. Minute nicht ganz überraschend. Lukas Schaffrath bekam nun einiges zu tun und der HEV kam nur noch zu Entlastungsangriffen. Damit war klar, dass der Druck der Gäste auch im Schlussabschnitt nicht nachlassen würde und so dauerte es nur 33 Sekunden, bis der 2:2-Ausgleichstreffer durch Matthew Wilkins fiel. Der HEV fightete aber zurück und war in der 52. Minute durch Cornelius erfolgreich. Der Stürmer, der zwischendurch auch in der Abwehr aushelfen musste, markierte im Nachschuss das 3:2 und es war auch der dritte Überzahltreffer des HEV an diesem Abend der insgesamt 20. In den bisherigen 13 Saisonspielen. Danach wurde es dann dramatisch. Die Scorpions kämpften um den erneuten Ausgleich und der HEV hatte gute Konterchancen, davon gleich drei um die 54. Minute in kurzer Folge. In den letzten Minuten ging der Puls nicht nur bei HEV-Coach Danny Albrecht hoch. Sein Trainer-Kollege Dieter Reiss nahm nach einer Auszeit in der 59. Minute seinen Torhüter hinaus und versuchte alles, der HEV kam nicht mehr entscheidend in Puckbesitz um ein Empty-Net-Goal zu erzielen und so musste noch etwas gezittert werden. Deshalb war die Freude dann über den Sieg umso größer. 
Der Herner EV kann nun etwas durchschnaufen, denn an den nächsten beiden Spieltagen (in der Woche und am kommenden Freitag) sind die Grün-Weiß-Roten spielfrei. Am kommenden Sonntag geht es dann nach Braunlage zu den Harzer Falken. Am darauf folgenden Wochenende gibt es keine Meisterschaftsspiele, dafür allerdings das bereits mehrfach angekündigte Abschiedsspiel für Christian Nieberle und Danny Albrecht (als Spieler). Also vormerken: Freitag, 9. November 2018 um 20 Uhr in der Hannibal-Arena mit anschließender After-Game-Party.



EV Füssen
Schwacher Start und glückloses Ende
(BYL)  Ein völlig verschlafener Start, eine mehrmals unterbundene Aufholjagd, sowie oftmals auch fehlendes Glück bescherten dem EVF beim 4:5 (1:3, 1:2, 2:0) gegen den HC Landsberg das erste Saisonspiel ohne Punkte. Dabei zeigten die Füssener auch nicht die gewohnte Sicherheit in den Kombinationen, eine schlechte Passqualität zog sich durch die gesamte Partie. Dass man bei besserer Chancenverwertung und besserem doppelten Überzahlspiel die Begegnung auch durchaus noch hätte drehen können, spricht für die Moral der Schwarz-Gelben.
Was ist da los, dachten sich die meisten der über 1000 Zuschauer nach gut drei Spielminuten. Die Gäste aus Landsberg, einer der Topfavoriten in der diesjährigen Bayernligasaison, aber mit einigen schwachen Ergebnissen in die Runde gestartet, nutzten praktisch ihre ersten drei Torchancen zu drei Treffern. Nach 51 Sekunden markierte Dennis Sturm im Nachschuss die Gästeführung. Nur eine halbe Minute später erste Überzahl für die River Kings, und hier nach 26 Sekunden das 0:2 durch Dejan Vogl. Schließlich folgte auch noch das 0:3 durch Thomas Fischer, der sich völlig frei vor dem Tor versuchen durfte. EVF-Trainer Andreas Becherer musste bereits eine Auszeit nehmen, um sein Team neu einzustellen. Mit Erfolg, denn die nächsten zehn Minuten war von Landsberg offensiv nichts mehr zu sehen, während der Eissportverein in Überzahl sehr gute Möglichkeiten hatte, darunter ein abgefälschter Schuss an den Pfosten. Erst als es zu einer doppelten Überzahl für den HCL kam, brannte es wieder vor dem Füssener Tor, der vierte Gegentreffer lag in der Luft, fiel aber nicht. Dafür konnte Tyler Wood endlich auf 1:3 verkürzen, und als beide Teams jeweils vier Spieler auf dem Eis hatten, wäre beinahe der Anschlusstreffer gefallen, Maximilian Dropmann verfehlte das Gehäuse aus kurzer Distanz nur denkbar knapp.
Das zweite Drittel sollte ereignisreich werden. Füssen konnte zunächst ein Überzahlspiel nicht nutzen, dann hatte Landsberg zwei gute Möglichkeiten. Danach spielte nur noch der EVF. Ein Schuss von Tyler Wood rutschte dem ansonsten starken Gästekeeper Schedlbauer durch die Schützer, er wurde gerade noch vor dem Überqueren der Torlinie von selbiger gekratzt. Vincent Wiedemann setzte die Scheibe danach ebenso an den Torpfosten wie kurz darauf Ron Newhook bei einem Überzahlspiel. Marius Klein scheiterte frei vor dem Tor, und Tyler Wood hatte bei seinem nächsten Versuch erneut kein Glück. Der Anschlusstreffer lag in der Luft und wäre auch längst verdient gewesen. Doch ein Blackout in der Defensive bescherte dem HCL in doppelter Unterzahl das 1:4 durch Tyler Wiseman, man darf durchaus von einem Geschenk der Gastgeber sprechen. Eine halbe Minute später, immer noch in Überzahl, versenkte Lubos Velebny von der blauen Linie zum 2:4, aber eine weitere Unachtsamkeit nutzte Landsberg umgehend durch Dejan Vogl zum 2:5. Damit entschieden die cleveren Gäste auch den zweiten Abschnitt trotz klarer EVF-Überlegenheit ebenfalls für sich, es reichten dafür vier Torschüsse.
Nachdem Marc Besl und Robin Maag jeweils eine gute Chance für ihre Teams vergaben, verkürzte der frei stehende Samuel Payeur nach viereinhalb Minuten im letzten Abschnitt auf 3:5. Bei Landsberg schwanden nun sichtlich die Kräfte, doch auch der EV Füssen zeigte sich nicht voll auf Höhe. Zehn Minuten vor Spielende wurde eine minutenlange doppelte Überzahl durch viele Ungenauigkeiten leichtfertig vergeben. Eine Riesenchance vereitelte Schedlbauer mit einer tollen Parade gegen den frei gespielten Ron Newhook, hier hatten viele die Scheibe schon im Tor gesehen. Eric Nadeau und Florian Simon vergaben weitere große Möglichkeiten, ehe Marc Besl in Überzahl endlich der Anschlusstreffer gelang. Zu spielen waren da aber nur noch 74 Sekunden, und dennoch hatte Ron Newhook nach Herausnahme des Torhüters noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich. Am Ende siegten die River Kings aber knapp dank einer starken Anfangsphase, ihrem großen Einsatz und einer cleveren Chancenverwertung.
Trainer Randy Neal (Landsberg): „Bisher haben wir in den Auswärtsspielen am Anfang immer geschlafen, diesmal wollten wir gleich Vollgas geben, trotz des schweren Spiels am Freitag. Wir sind aus der Kabine raus gekommen und haben glücklicherweise gleich Tore geschossen. Hut ab vor meinem Team, wir haben sehr gut gekämpft, hatten einen starken Torhüter und das Glück auf unserer Seite. Bei soviel Unterzahl geht es ohne starke Torhüterleistung und Glück nicht. Insgesamt haben wir sicherlich ein tolles Spiel gesehen, ich bin froh, dass wir es gewonnen haben.“
Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Uns war klar, dass der Saisonstart nicht die Qualität im Kader von Landsberg widerspiegelt. Wir haben heute den Beginn verschlafen, hatten aber auch danach nur in wenigen Phasen richtig Zugriff zum Spiel. Das ist eine negative Kettenreaktion, die dann daraus folgt. Bei Forechecking, Aufbauspiel und Überzahl haben wir nicht unsere normale Form gezeigt, außer beim Charakter der Mannschaft, die nie aufgegeben hat, da muss ich ein Lob aussprechen. Die Niederlage ist kein Beinbruch, und wichtig war, dass wir bis zum Ende geackert und gebissen haben.“ (MiL)



EHC Königsbrunn
Überraschend deutlicher Sieg gegen favorisierte Erdinger
(BYL)  Mit 7:3 gewinnt der EHC Königsbrunn klar die fair geführte Partie gegen die „Gladiators“ des TSV Erding. Dabei hatten die Gastgeber nur im ersten Drittel Probleme mit den angriffslustigen Gästen und deren pfeilschnellen Stürmern.
EHC-Coach Fabio Carciola gab vor der Partie wieder Goalie Donatas Žukovas den Vorzug, Torfrau Jennifer Harß musste am Freitag verletzungsbedingt vom Eis. Da Hayden Trupp gegen Erding sein Heimdebut gab musste Verteidiger Lukáš Hruzík pausieren und die zweite Kontingentspielerstelle dem jungen Amerikaner überlassen. Auch Dominik Schönwetter war aufgrund seiner Sperre nicht mit von der Partie.
Der EHC hatte sich vor der Begegnung viel vorgenommen, die Spieler wollten die Scharte von Dorfen ausmerzen und heute unbedingt punkten. Doch die Gäste starteten besser in die Partie und nutzten gleich die erste Königsbrunner Strafzeit zur 0:1 Führung. Nur eine Minute später hatte Königsbrunn die Chance, in Überzahl zu treffen. Stattdessen fingen sich die Brunnenstädter nach einem kapitalen Abwehrfehler einen Konter der Gladiators ein, doch Donatas Žukovas entschärfte die Situation und verhindert ein frühes 0:2. Der EHC kam nun besser in die Partie und konnte in der sechsten Spielminute durch Rückkehrer Hayden Trupp zum 1:1 ausgleichen. Bis Drittelende erlebten die Zuschauer einen Kampf auf Augenhöhe, aber ohne weitere Treffer. Kurz vor Abpfiff entschärfte Donatas Žukovas mit einem Monster-Save eine 100%ige Chance der Gladiators.
Im zweiten Spielabschnitt legte der EHC in der 24. Spielminute vor und holte sich zum ersten Mal die Führung. Nur zwei Minuten später netzte auch Lukas Fettinger in Überzahl ein und erhöhte auf 3:1. Erding konnte in der 30. Spielminute zwar den Anschluss erzielen, fing sich aber in Überzahl einen Konter der Königsbrunner ein. Matthias Forster vollendete gekonnt zum 4:2, mit diesem Ergebnis gingen dann beide Mannschaften in die letzte Pause.
Nach Wiederanpfiff konnten die Gäste in Überzahl erneut einen Anschlusstreffer zum 4:3 erzielen, doch der EHC blieb konzentriert in der Erfolgsspur und zeigte sich stark verbessert im Überzahlspiel. Gleich drei Treffer erzielten die Brunnenstädter noch bis Spielende, alle resultierend aufgrund Bankstrafen gegen Erding. So stand es am Ende verdient 7:3 gegen die Gäste aus Oberbayern.
Mit diesem überraschend deutlichen Sieg zeigt sich der EHC Königsbrunn stark verbessert gegenüber der Freitagspartie in Dorfen. Vier Überzahltore, ein weiterer Treffer sogar in Unterzahl initiiert, und frühes Stören des Gegners brachten heute den Sieg. Dazu noch Goalie Donatas Žukovas in herausragender Form und ein wiedergenesener Hayden Trupp, der bei seiner Rückkehr vor heimischen Publikum zweimal traf und drei Vorlagen gab. Die Königsbrunner Fans feierten nach dem Spiel ihr Team frenetisch und honorierten die starke Leistung. Nach diesem Wochenende steht der EHC nun auf dem siebten Tabellenrang und ist weiterhin im Soll.
Noch am Freitag war EHC-Coach Fabio Carciola aufgrund der gezeigten Leistung sichtlich angesäuert, heute war er voll des Lobes für seine Mannschaft: „Wir haben heute 60 Minuten lang unser Spiel gemacht und am Ende verdient gewonnen. Vor der Begegnung hatten wir uns einiges vorgenommen und wollten unbedingt besser auftreten als gegen Dorfen. Alle haben klasse gefightet und sich an den Plan gehalten. In dieser Liga kannst du dir keine Fehler erlauben, da kann jeder den anderen schlagen, deswegen ist Disziplin so wichtig.“



TEV Miesbach
Der TEV verliert Heimspiel gegen Bad Kissingen
(BYL)  Vor 310 Zuschauern unterliegt der TEV den Gästen aus Bad Kissingen mit 2:3 (1:0,0:1,1:2). Dabei waren die Hausherren in 1. Abschnitt deutlich überlegen, konnten jedoch beste Torchancen nicht nutzen. So dauerte es bis zur 18. Minute, ehe Luca Herden, auf Pass von Sebastian Deml bei einen Alleingang den stark halten Gästekeeper Benjamin Dirksen tunnelte. Im. 2. Drittel kamen die Wölfe besser ins Spiel und agierten wie man es erwartet hatte: ruhig, scheibensicher und eiskalt im Abschluss. Der TEV war nicht die schlechtere Mannschaft, hatte allerdings nicht die Effizienz. So glich Seewald bei einer 2auf1 Situation 6. Minuten vor Drittelende aus und Nold, der einen Schuss unhaltbar abfälschte, sowie Masel der einen Wechselfehler nutzte brachten die Gäste mit 3:1 in Führung. Slavicek (Assist Grabmaier) gelang von der Strafbank kommend noch der Anschlusstreffer, zu mehr reichte es trotz Dauerbelagerung nicht mehr. Auch die Einwechslung eines 6. Feldspielers anstelle von Timon Ewert brachte diesmal keinen Erfolg. „ Es war unsere bisher schlechteste Leistung in dieser Saison, zu wenig Schüsse aufs Tor und die Gier den Treffer unbedingt erzielen habe ich vermisst. Die Leistung unserer Paradereihe war nicht befriedigend, 1 Tor am Wochenende und eine negative Plus/Minus-Bilanz spiegelt deren Leistungsvermögen nicht wieder“, berichtet Trainer Simon Steiner. Damit ging eine Serie von 6 Spielen in denen der TEV in jedem Spiel gepunktet hat, zu Ende. Bei den bevorstehenden Aufgaben zu Hause gegen Pegnitz und in Schongau ist es zwingend erforderlich wieder zu punkten, möchte man den Abstand zum 8. Tabellenplatz nicht noch mehr schmelzen lassen.



TSV Peißenberg
Derbysieger – Überragendes erstes Drittel bringt den „Eishacklern“ den Sieg
(BYL)  Völlig entfesselt spielten die „Eishackler“ im ersten Drittel im Derby gegen die „Mammuts“ aus Schongau auf. Mit dem Sieg im Rücken aus dem Passau-Spiel konnten die Peißenberger befreit und erfolgreich aufspielen. Da waren schon sehenswerte Aktionen dabei bei diesen Fünf Toren im ersten Spielabschnitt. Die Schongauer wirkten teils überrumpelt vom Spiel der „Eishackler“ und wussten sich nur mit Strafen zu helfen. Das zeigte sich in allen Toren, die im ersten Drittel für den TSV erzielt werden konnten. Das 1:0 fiel bei 5 gegen 3 in der 9. Minute, durch Höfler, Zwei Minuten später in gleicher Überzahl schoss Hörndl zum 2:0 ein. In der 12. Minute fuhr Schongaus Dressel, Dominik Ebentheuer in das Knie was ihm folgerichtig eine 5+ Spieldauer einbrachte. Diese Strafe nutzten die Spieler von Trainer Sepp Staltmayr zum 3:0 durch Florian Barth. In der 16. und 17. Spielminute konnte man innerhalb der Fünf Minuten Strafe, zwei weitere Treffer zum 4:0/Clairmont und 5:0/Eichberger setzen.
Mit diesem verdienten Vorsprung ging es in das zweite Drittel wo man in der 31. Minute durch Clairmont das halbe Dutzend vollmachte. Das war schon ein feines Zusammenspiel von Eichberger und Clairmont. Während die „Eishackler“ die bessere Mannschaft über die Gesamte Spielzeit waren, fing sich Schongau wieder und blieb im zweiten Drittel komplett von der Strafbank weg. Bei gleicher Spieleranzahl machten es die „Mammuts“, den Peißenbergern deutlich schwerer und dafür belohnten sie sich in der 38. Minute mit dem 1:6 aus Sicht der Schongauer, durch Jakub Muzik. Kurz danach kam nur noch die zweite Pusensirene.
Das dritte Drittel hätte man eigentlich gar nicht mehr anpfeifen brauchen, denn was die 815 Zuschauer dort zu sehen bekamen, hatte 0,0 mit Eishockey zu tun. Der Grund war aber nicht, weil beide Mannschaften diesen Sport kurzfristig verlernten, sondern eine absolut mangelhafte Schiedsrichter-Leistung die nur noch Kopfschütteln verursachte. An einen ordentlichen Spielfluss war dort gar nicht mehr zu denken. Der Schiedsrichter fing an auf beiden Seiten Strafen zu verteilen die keine waren. Darunter war auch wieder eine Spieldauer Disziplinarstrafe für Manuel Singer. Der sogar von Schongaus Martin Resch, Rückendeckung erhielt „diese 5+ Spieldauer war sicherlich keine Strafe“.
Was am Ende stand, war das erste Sechspunkte Wochenende für die „Eishackler“. „Diesen Erfolg nehmen wir mit und gehen unseren Weg auch nächste Woche weiter“. So Staltmayr nach dem erfolgreichen Wochenende.
Am kommenden Freitag erwartet man Klostersee und am Sonntag geht es zum TSV-Derby nach Erding.



ESV Buchloe
Pirates verschenken leichtfertig Punkte im Derby - Katastrophale Chancenverwertung führt zu 2:3 Niederlage in Bad Wörishofen 
(BLL)  Eine mehr als unnötige Niederlage musste der ESV Buchloe am Sonntagabend in Bad Wörishofen einstecken. Denn während die Piraten über die gesamte Spielzeit ein deutliches Chancenplus hatten, jubelten nach 60 Minuten im Derby beim 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) nur die clever eingestellten Gastgeber. Für die Buchloer war es dagegen ein herber Rückschlag, zumal man sich die Niederlage am Ende selbst zuzuschreiben hatte.
Die Partie startete zäh. Die Heimmannschaft stand zunächst tief, lauerte auf Konter und überließ den Buchloern die Spielinitiative, die sich damit relativ schwer taten. Wirkliche Torgefahr keimte so eigentlich nur sehr selten auf. Und als die Gennachstädter dann in Unterzahl agieren mussten, glückte den Wörishofern sogar die Führung durch Patrick Münch, der ESV-Keeper Michael Bernthaler im zweiten Versuch zum 0:1 überwand (9.). Doch die Antwort der Pirates dauerte nur viereinhalb Minuten, ehe Tobias Kastenmeier einen von Torwart Andreas Nick abgeprallten Schuss zum 1:1 verwertete. Auch im Anschluss blieben die Buchloer die offensiv aktivere Mannschaft, ohne aber wirklich durchschlagend zu sein. Folglich ging es mit dem Remis erstmals in die Kabinen.
Auch im Mitteldrittel änderte sich eigentlich fast nichts. Die Wölfe spielten weiter abwartend und die Buchloer wurden nun zumindest etwas druckvoller im Angriffsdrittel. Das Problem mit der Abschlussschwäche blieb aber weiterhin das große Manko. Entweder waren die Versuche auf das Wörishofer Gehäuse zu schwach und unplatziert, oder der an diesem Abend beste Akteur auf dem Eis, Bad Wörishofens Torwart Andreas Nick, war zur Stelle. So ging die Taktik der Gastgeber weiter auf, vor allem da man durch Simon Hassmann in Überzahl erneut in Front gehen konnte, was den Buchloern natürlich absolut nicht in die Karten spielte (30.). Beste Gelegenheiten wurden im Anschluss leichtsinnig vergeben und die Freibeuter schienen an Nick zusehends zu verzweifeln. Zumindest konnte John Boger mit einem perfekten Schuss in den Winkel im Powerplay immerhin eine der unzähligen Versuche zum 2:2 in die Maschen setzten (34.). Mehr Zählbares gelang aber nicht mehr, auch weil Nick gleich zweimal überragend gegen Robert Wittmann und Alexander Krafczyk parierte (37.) und so das Unentschieden bis zur zweiten Pause festhielt.
Im Schlussabschnitt rannten die Buchloer weiter an, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Auch in mehreren Überzahlspielen brachte man nur einige Alibi-Schüsse zustande. Und so kam es wie es kommen musste, dass die Wölfe stattdessen eine ihrer Konter-Chancen zum entscheidenden 2:3 nutzten (56.). Marco Fichtl sorgte mit seinem Alleingang für konsternierte Gesichter im Buchloer Lager. Zwar bekamen die Piraten im Anschluss sogar noch einmal die große Gelegenheit zum Ausgleich, als man zwei Minuten in doppelter Überzahl ran durfte, doch wie schon zuvor blieb auch hier die Schussqualität ungenügend, sodass es beim nicht unbedingt zu erwartenden Derbysieg der Wörishofer blieb.
Die ESV-Vorstandschaft zeigte sich nach dieser ersten Überraschung der Saison, die sicherlich keine positive war, maßlos enttäuscht, zumal sich doch einige Buchloer Zuschauer in die Kurstadt aufgemacht hatten, die im Anschluss somit relativ ernüchtert die kurze Heimreise wieder angetreten haben dürften.



SE Freising
Krankheitswelle verhindert mehr als nur einen Punkt in Dingolfing - Black Bears unterliegen 2:3 nach Verlängerung
(BLL)  Das war nur ein Punkt an diesem Wochenende für die Black Bears Freising in der Eishockey-Landesliga. Nach der Niederlage zu Hause gegen Waldkirchen unterlag die stark krankheitsdezimierte Truppe von Coach Markus Knallinger am Sonntag beim EV Dingolfing mit 2:3 nach Verlängerung.
Am Freitag brachte der Trainer von seinem nominell 22 Mann starken Kader noch 15 aufs Eis, in Dingolfing schnappte sich die im Team grassierende Grippewelle weitere Bears, so dass sie noch mit zwölf Feldspielern, darunter nur drei Verteidiger, und Torwart Marco Krojer auflaufen konnten. Dafür, dass die Dingolfinger drei komplette Reihen hatten und Freising nur zwei, hielten sie das Spiel lange offen.
Die Isar-Rats waren natürlich in den ersten beiden Dritteln deutlich flexibler und hatten zahlreiche dicke Torchancen, die aber fast alle grandios von Krojer vereitelt wurden. In der 13. und 35. Minute war er jeweils machtlos und aller Einsatz seiner aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleute vergeblich, da schlug zwei Mal der Dingolfinger Florian Meichel zum 2:0 zu.
Wer nun dachte, der Freisinger Mini-Kader würde im letzten Durchgang ganz einbrechen, rieb sich verwundert die Augen. Auch „motiviert“ durch eine entsprechende Kabinenansprache von Coach Knallinger waren plötzlich die Black Bears spielbestimmend. Dingolfing ging offensichtlich mit fortschreitender Spieldauer immer mehr die Kraft aus und so kamen die Freisinger zu guten Einschussmöglichkeiten. In der 44. Minute zog Johannes Weyer kurz hinter der blauen Linie ab und sein Geschoss schlug hinter dem Isar-Rats-Goalie im Winkel ein. Vier Minuten später setzte sich André Oesterreich mit einer feinen Einzelleistung gegen mehrere Verteidiger durch und stellte auf 2:2. In der Folge verpassten es die Bears, den Sack endgültig zuzumachen, so kam es zur Verlängerung. Hier rafften sich die Gastgeber doch noch einmal auf und schossen schon in der zweiten Minute den 3:2-Siegtreffer. Freising hatte nach großem Kampf und einem Spiel mit viel Herz wenigstens einen Punkt.



EV Aich
EV AICH FEIERT ERSTEN SAISONSIEG
(BBZL)  Der EV Aich hat am vergangenen Freitag in Bad Aibling mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen deutlichen und auch in der Höhe verdienten 8:1-Sieg (3:0/2:0/3:1) errungen, obwohl den Aicher Coach auch diesmal wieder Personalsorgen plagten. Mit Tarek Mustapha, Andreas Schmid und Lukas Ströbel fehlten auch diesmal wieder drei Stammspieler. Dafür waren Michael Schwarzkugler, Christian Koller, Daniel Korn und Raphael Wild wieder an Bord, die im Auftaktspiel noch fehlten. Bad Aibling trat mit 20 Feldspielern und zwei Torhütern an, darunter eine Sturmreihe der spielfreien Landesligamannschaft.
Den Ton gaben aber die Gäste aus Aich an. Die wiedervereinte erste Sturmformation zauberte wie zu besten Zeiten und brachte den EVA schnell auf die Siegerstraße. Die erste Überzahlsituation verwertete Jens Trautmann (Daniel Korn/Florian Erl) in der 3. Minute zum Führungstreffer. Keine zwei Minuten später bediente Alexander Scholz Christian Koller, seinen Schuss von der blauen Linie konnte der Torhüter nicht festhalten, Daniel Korn stand goldrichtig und es hieß 2:0 für die Aicher. Einen Sahnetag erwischte Alexander Scholz, der mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am Aicher Sieg hatte und in der 11. Minute das 3:0 (Trautmann/Korn) aus Aicher Sicht erzielte.
Das zweite Drittel begann wie das Erste mit einer Überzahlsituation für die Aicher. Thomas Pollner (Andreas Koller/Christian Koller) ließ sich freistehend vor dem Tor nicht lange bitten und stellte auf 4:0. Mit einem tollen Reflex rettete der Bad Aiblinger Goalie in der 36. Minute gegen Scholz. Aber nur 20 Sekunden später war er machtlos als Andreas Koller nach einem gewonnenen Bully von Michael Schwarzkugler ins Kreuzeck traf.
Trotz des 5:0-Rückstands gaben die Gastgeber nicht auf. Mehrfach hatten sie jetzt die Chance zum Anschlusstreffer und Nadja Gruber musste ihr ganzes Können aufbieten, um den Kasten sauber zu halten. Aufgrund dieser verpassten Chancen kam es in dem ansonsten fairen Spiel zu einigen Frustfouls auf Aiblinger Seite. Bailey Görl musste nach einem Bandencheck mit einer Schulterverletzung das Spiel vorzeitig beenden.
Raphael Wild rückte für ihn in den Sturm und hatte gleich zu Beginn des letzten Drittels nach einem tollen Solo die Chance zum 6:0, verfehlte aber knapp. Glück hatten die Gastgeber mit ihrem einzigen Treffer in der 45. Minute. Ein abgefälschter Schuss fand den Weg zum Ehrentreffer ins Aicher Tor. Kurz darauf stellte Andreas Koller (Tom Pollner) mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Den Endstand besorgte Alexander Scholz mit zwei sehenswerten Einzelleistungen (55./58. Minute) zum 8:1.
Am kommenden Freitag wartet nun mit dem EK München ein alter Bekannter auf den EV Aich. Die Münchner haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verstärkt. Aus der „Konkursmasse“ der Pfaffenhofener 1b wechselte unter anderem Florian Bochnak (letztes Jahr noch im Aicher Trikot) nach München und kurz vor Transferschluss verließ auch noch Stephan Kreuzer den EVA Richtung Landeshauptstadt. Die Zuschauer werden damit eine spannende Partie zu erwarten haben. Spielbeginn ist am Freitag, 02.11. um 19:30Uhr in der Sparkassenarena Moosburg.



ERC Lechbruck
ERC holt sich drei Punkte in Königsbrunn
(BBZL)  Ein gelungener Auftakt in der Bezirksliga Meisterschaftsrunde gelang dem ERC Lechbruck am Freitagabend mit einem 4:3 (1:3; 3:0; 0:0) Sieg bei den Pinguinen der Spielgemeinschaft EHC/EV Königsbrunn. Allerdings machten es sich die Ostallgäuer selbstverschuldet zu einer schweren Aufgabe. Es brauchte einige Zeit, eh sich die Flößer in der Partie zurechtfanden. Deswegen mussten sie auch einem anfänglichen 1:3 Rückstand hinterherlaufen, um dann doch noch zu gewinnen.
Das Spiel lief genau fünf Minuten, da konnte Patrick Völk schon zum ersten Mal erfolgreich für den ERC die Führung erringen. Bis dahin schien der ERC doch die dominierende Mannschaft zu sein und alles im Griff zu haben. Doch dann kehrte sich die Medaille und die Gastgeber übernahmen die Herrschaft auf dem Eis. Dabei trafen sie jeweils in der 7., 9. und 11. Spielminute und behielten die 3:1 Führung bis zur ersten Pause. Mit etwas mehr Besinnung kamen die Lecher zurück ins Spiel und zeigten sich dann wiederum von einer ganz anderen Seite. In der 21. Minute verkürzte Jonas Seitz auf 2:3, den Ausgleich erzielte Matthias Erhard in der 38. Minute. Kaum 60 Sekunden später legte sich Jonas Seitz nochmals ins Zeug und schaffte die Führungsübernahme mit seinem Treffer zum 4:3. Im Schlussabschnitt befanden sich beide Gegner auf Augenhöhe, das Spiel verlief ausgeglichen und der Spielstand verlief unverändert. Auch eine Auszeit der Gastgeber in der letzten Spielminute brachte nicht den erwarteten Erfolg in einer durchaus fairen Begegnung.



EG Diez-Limburg
Wichtiger Auswärtssieg für die Rockets in Dinslaken
(RLW)  Wichtiger Auswärtssieg für die EG Diez-Limburg: Die Rockets haben mit kleinem Kader bei den Kobras in Dinslaken gewonnen. Mit dem 7:5 (2:2, 4:1, 1:2)-Erfolg nahmen die Gäste erfolgreich Revanche für den ersten Spieltag, an dem die Kobras in Diez gewonnen hatten.
Ohne die verletzten Steve Themm, Emanuel Grund, Konstantin Firsanov und den erkrankten Philipp Maier musste die EGDL auswärts erneut mit kleiner Kapelle auskommen. Justin Küpper durfte in der ersten Mannschaft aushelfen, die nominell auf etwas mehr als zwei Reihen kam. Schon früh war klar: Das Spiel in Dinslaken wird ein Kraftakt.
Umso wichtiger, dass die Rockets schnell gut in die Partie fanden: Mit einem Doppelschlag von Florian Böhm (4., 7.)  gingen die Gäste mit 2:0 in Führung. Das sorgte erst einmal für Ruhe im Spiel, wenngleich Dinslaken wie zu erwarten jederzeit in der Lage war zurückzuschlagen: Philipp Heffler (10.) und Alexander Zaslavski (15.) glichen noch im ersten Drittel aus. Viel wichtiger aber war, dass die Rockets voll bei der Musik waren gegen einen vollbesetzten Kobras-Kader (21 Akteure auf dem Spielberichtsbogen).
„Wir haben von Beginn an mit zwei Reihen gespielt und den Jungs hier und da mal ein bisschen Luft verschafft, wenn es nötig war“, sagte Rockets-Trainer Jens Hergt. „Wir haben das am Anfang auch sehr gut gemacht, spielen dann aber zu offensiv und kassieren die beiden Gegentore zum Ausgleich. Wobei das unter den gegebenen Umständen nach dem ersten Drittel noch in Ordnung war.“
Im zweiten Abschnitt konnten die Rockets sich bei Keeper Constantin Schönfelder bedanken, dass man nicht in Rückstand geriet. „Er hat uns da einige Male stark im Spiel gehalten“, lobte Hergt. Der erneute Führungstreffer von Julian Grund (27.) hielt zehn Minuten an, dann wurden die Rockets ausgekontert (Philipp Heffler, 37.). „Darf uns nicht passieren“, monierte Hergt, dessen Mannschaft aber eine starke Antwort gab: Robert Sokol (37.), Julian Grund (38.) und Pierre Wex (39.) schossen in drei Minuten eine Drei-Tore-Führung heraus.
In einem äußerst fairen Spiel sollten die Kobras aber noch ein weiteres Mal zurückkommen: Kristof Kelsch (48.) und Stefan Dreyer in Überzahl (52.) brachten Dinslaken wieder auf 5:6 heran. Zudem mussten die Gäste die letzten Minuten in Unterzahl spielen, machten mit einem Mann weniger auf dem Eis aber dann doch den Sack zu: Pierre Wex traf mit einem Shorthander zum 7:5 (59.) und zog den Kobras damit endgültig den Zahn.
„Da haben sich zum Schluss wirklich alle Spieler aufgeopfert für diese drei Punkte“, freute sich Hergt. „Und auch wenn wir immer noch nicht da sind, wo wir sein wollen, haben wir dennoch in Dinslaken drei ganz wichtige Punkte eingefahren. Was bleibt ist vor allem die Tatsache, dass wir im Defensivverhalten weiter an uns arbeiten müssen.“



EHC Neuwied Bären
Benske bekommt das perfekte Spiel
(RLW)  Daniel Benske wollte es unbedingt – das perfekte Spiel. Und wann ist ein Spiel perfekt für einen Trainer, der seiner aktiven Zeit das Tor hütete? Wenn der eigene Kasten sauber bleibt und die Null steht. „Weiter, weiter, weiter.“ Mit diesen drei Worten schärfte der Coach des EHC „Die Bären“ 2016 fünf Minuten vor dem Ende der Eishockey-Regionalligapartie der Neuwieder gegen die Löwen Frankfurt noch einmal die Sinne seiner Spieler, die durch Kapitän Stephan Fröhlich gerade das 11:0 erzielt hatten. Benske forderte eine konzentrierte Endphase in erster Linie noch nicht einmal mit der Absicht, noch den 12. oder 13. Treffer nachzulegen. Er wollte viel mehr, dass die Bären vor 518 Zuschauern zum zweiten Mal in dieser Saison hinten eine weiße Weste behalten. Taten sie, weil Tim Lehwald, in seinem zweiten Punktspiel für den EHC erneut unüberwindbar, quasi mit der Schlusssirene auch den Flachschuss von Tim Ansink entschärfte. Nach Benskes „Weiter, weiter, weiter“-Aufforderung machte Kevin Wilson noch das Dutzend zum 12:0-Endstand voll, sodass der Tabellenzweite das Wochenende gegen die Kellerteams aus Lauterbach und Frankfurt mit 23 Toren und sechs Punkten abschloss. 
Die Gastgeber gingen gegenüber Freitag diesmal von Anfang an noch fokussierter zu Werke. „Uns kam auch zu Gute, dass Frankfurt anders als Lauterbach zu Beginn versuchte, selbst etwas mehr mitzuspielen“, erkannte Benske. Und so lagen die Gastgeber bereits mit 3:0 vorne, als ihr Keeper Lehwald nach 9:17 Minuten bei einem Schuss Dustin Bauschers von der blauen Linie die erste Scheibe des Abends abwehren musste. Der EHC drückte und hat mit Michael Jamieson einen Mann in seinen Reihen, der derzeit nach Belieben trifft und Vorlagen gibt. Am Freitag kam der US-Amerikaner auf sechs Scorerpunkte, gegen Frankfurt kamen noch einmal sieben hinzu. Bereits die ersten beiden Schüsse der Neuwieder Nummer 42 zappelten im Netz. Von der rechten Seite in die Mitte ziehend zum 1:0 (2.), per Nachschuss zum 2:0 (16.). Das 3:0 gelang Kevin Wilson unter gütiger Mithilfe von Frankfurts Schlussmann Jascha Strobel, der den unter seinen Schienen bereits blockierten Puck vor dem Pfiff von Schiedsrichter Marc Stromberg wieder freigab. Wilson stand parat und nahm die Einladung mit Kusshand an.
3:0 nach neun Minuten, da drückt man das Gaspedal nicht mehr zwangsläufig bis zum Anschlag durch. „Wir haben es zwischen der 20. und 30. Minute etwas vergessen, weitere Tore zu schießen“, merkte der EHC-Trainer an. Es war nur eine kurze Verschnaufpause. Denn, wenn die Blau-Weißen – die ohne eine einzige Hinausstellung durchkamen - das Tempo anzogen, fuhren sie mit dem Hessenmeister weiterhin Karussell. In der 33. Minute hatte die Reihe mit Stephan Fröhlich, Michael Jamieson und Sven Asbach Appetit auf den nächsten Gang. Jamieson und Fröhlich bereiteten zweimal vor, Asbach per Abstauber und Dennis Schlicht von der blauen Linie erhöhten binnen 13 Sekunden auf 5:0. Weiteres Selbstvertrauen für die bevorstehenden Topspiele in Ratingen am Freitag und zu Hause gegen Meister Herford am Sonntag tankte Neuwied mit sieben weiteren Einschlägen im Frankfurter Tor im Schlussdrittel. Fröhlich und Wilson trafen zweifach, Martin Brabec, Dennis Appelhans sowie Alexander Richter besserten ebenfalls ihre Statistiken weiter auf. Zwischen Jamiesons 10:0, Fröhlichs 11:0 und Wilsons 12:0 lagen gerade einmal 18 Sekunden. Der Trainer freute sich über das zu Null hinten aber noch mehr. Das macht für einen ehemaligen Torhüter eben das perfekte Spiel aus.



Grefrather EG
9:3 - Grefrath Phoenix zieht Raptors den Zahn
(LLW)  An die 300 Zuschauer hatten am Samstagabend bei freiem Eintritt den Weg in den Grefrather EisSport & EventPark gefunden und sorgten so für eine gute Kulisse im ersten Saison-Heimspiel des Grefrath Phoenix.
Gegen die "Raptors" vom EC Bergisch Land konnte GEG-Trainer Karel Lang erneut auf einen breiten Kader zurückgreifen. Lediglich Marvin Pilz und Kapitän Andreas Bergmann waren verhindert. Für Bergmann durfte sich Stellvertreter Carsten Reimann das "C" auf die Brust heften und die Blau-Gelben aufs Eis führen. Im Tor bekam diesmal Oliver Nilges den Vorzug vor Rene Dömges. Aus dem U20-Team stand der erst 17-jährige Nachwuchs-Angreifer Kai Göbels erstmals im Aufgebot der 1. Mannschaft.
Grefrath begann druckvoll und versuchte von Beginn an die Gäste aus Solingen unter Druck zu setzen. Mit Erfolg: Der frühen Führung durch Sascha Schmetz in der 3. Minute ließ Dennis Lüdke nach schöner Vorarbeit von Sascha Schmetz und Patrick Büren nur wenige Zeigerumdrehugen später das 2:0 folgen (6.). 
Als Grefrath in der 11. Minute bei einer Gäste-Strafzeit erstmals in Überzahl agieren konnte, schien die Gelegenheit günstig, die Führung weiter auszubauen. Statt dessen leistete man sich eine Unachtsamkeit im Aufbauspiel, welche die "Raptors" prompt zum nicht unverdienten 1:2-Anschlusstreffer auszunutzen wussten. In der Folgezeit geriet der Grefrather Angriffsmotor ein wenig ins stocken, während die durch den Anschlusstreffer beflügelten Klingenstädter jetzt ein ums andere mal gefährlich vor Oliver Nilges auftauchten. In gewohnter Sicherheit wusste dieser jedoch die Möglichkeiten der Bergischen zu entschärfen.
20 Sekunden vor Ende des ersten Drittels hatten die Phoenix-Fans erneut Grund zu jubeln. Bei der zweiten Überzahlsituation des Abends traf GEG-Verteidiger Stefan Bronischewski zum beruhigenden 3:1 ins Schwarze.
Nach der  Pause kamen die Gäste besser aus der Kabine. Noch ehe alle Zuschauer auf der Tribüne Platz genommen hatten, war der Anschlusstreffer zum 2:3 gefallen (21.). Die "kalte Dusche" zum Drittelbeginn entpuppte sich als Weckruf für die Feuervögel, welche nun das Tempo anzogen und zunehmend die Scheibe geschickt nach vorne spielten. Lukas Bisel (24.), Patrick Büren (27.) und Roby Haazen (31.) gelang es in kurzer Zeit das Ergebnis auf 6:2 hochzuschrauben und somit wieder für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Solinger zeigten sich dem anhaltenden Grefrather Angriffsdruck kaum gewachsen und ließen sich nun auch bei Fünf gegen Fünf oft im eigenen Verteidigungsdrittel einschnüren. Auch Tizian Winkelsträter, der nach dem sechsten Gegentreffer für den erst 17-jährigen Nick Grams ins Solinger Tor rückte, wusste den Grefrather Lauf nicht zu unterbrechen. Spätestens nachdem  Sascha Schmetz (7:2, 35.) und Lukas Bisel (8:2, 36.) jeweils zum zweiten Mal für die Blau-Gelben trafen, war die Begegnung entschieden.
Im Schlussdrittel setzte sich die Grefrather Überlegenheit fort. Einmal mehr war die Angriffsreihe um Dennis Lüdke, Sascha Schmetz und Patrick Büren nicht zu stoppen, so dass letzterer in der 42. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 9:2 jubeln durfte.
Angesichts der deutlichen Führung erhielten auf Grefrather Seite nun auch die Nachwuchskräfte mehr Eiszeit und machten ihre Sache gut. Solingen fand auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr in die Begegnung, durfte aber in der 52. Minute den 9:3-Schlusspunkt setzen.
"Wir kommen immer besser in den Rhythmus. Nachdem das erste Drittel noch ein wenig holprig war, hatten wir danach Spiel und Gegner vollkommen im Griff" zeigte sich Coach Karel Lang durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Grefrather Jungs. "Aufbau-, Umschalt- und Überzahlspiel waren heute deutlich verbessert und auch läuferisch waren wir stärker als unsere Gäste." Auch die neben Fabian Czastrau in der vierten Angriffsreihe eingesetzten Nachwuchskräfte Kai Göbels und Bennet Schroll wussten ihrem Trainer zu gefallen: "Kai und Bennet haben sich super eingebracht und auch einige gute Aktionen gezeigt. Sie werden auch in Zukunft ihre Chance erhalten".
Am kommenden Freitag, 02.11. (20.00 Uhr) erwartet der Grefrath Phoenix mit dem EHC Troisdorf Dynamite den ebenfalls verlustpunktfreien Tabellenführer im Eissportzentrum an der Stadionstraße. Spätestens dann wird es eines der beiden Teams erstmals erwischen.



Schönheider Wölfe
Sechs-Punkte-Wochenende in der Hauptstadt - Wölfe mit Siegen gegen Blues und FASS Tabellenführer
(RLO)  Die Schönheider Wölfe haben am vergangenen Wochenende die Tabellenführung in der Regionalliga Ost übernommen. Am Samstag schlug das Team von Coach Sven Schröder die Berlin Blues klar mit 8:0 (3:0, 1:0, 4:0) und ließ am Sonntag einen weiteren Sieg folgen, als FASS Berlin, bis dahin ebenfalls verlustpunktfrei, nach einem 0:3-Rückstand noch mit 7:4 (1:3, 4:1, 2:0) bezwungen wurde. Am Samstag im Eisstadion P09 in Charlottenburg gegen die Berlin Blues übernahmen die Wölfe sofort das Kommando auf dem Eis und führten durch Tore von Jordan Klotz (2.) und Christian Freitag (5.) schnell mit 2:0. Danach bestimmten die Gäste zwar weiter das Spielgeschehen, agierten allerdings nicht mehr ganz so zwingend. Lediglich Petr Kukla erhöhte vier Sekunden vor der ersten Pausensirene noch auf 3:0. Ähnlich verlief dann auch der Mittelabschnitt, als die Wölfe “nur“ einen Treffer von Petr Kukla zum 4:0 (36.) nachlegten. Im Schlussdrittel profitierten die Wölfe dann vom Torhüterwechsel auf Berliner Seite und schraubten das Ergebnis durch Tore von Florian Heinz (44./50.), Christoph Rogenz (48.) und Florian Richter (55.) auf 8:0 in die Höhe. Getrübt wurde der deutliche Sieg allerdings durch die Verletzungen von Jan Gruß und Christian Freitag, welche in Folge unnötiger Fouls der Berliner Spieler zu Stande kamen.
Zum Spitzenspiel der Regionalliga Ost konnten die Wölfe gegen die volle Kapelle von FASS Berlin also gerademal mit 13 Feldspielern antreten und erwischten erstmals in dieser Saison auch den schlechteren Start, als man durch zwei individuelle Fehler schnell mit 0:2 in Rückstand geriet. Dazu fingen sich die Wölfe noch unnötige Strafen ein, was FASS Berlin zum 3:0 in doppelter Überzahl nutzen konnte. Kurz darauf besannen sich die Wölfe aber wieder auf ihr Spiel und nach dem zunächst Jordan Klotz noch einen Alleingang auf das Berliner Gehäuse vergab, erzielte kurz vor der ersten Pause Christoph Rogenz das 3:1 in Überzahl. Die Aufholjagd hatte begonnen und sollte, nach Fehleranalyse in der Drittelpause, im zweiten Abschnitt eindrucksvoll seine Fortsetzung finden. Nach und nach übernahmen die Wölfe das Kommando auf dem Eis und kämpften sich zurück ins Spiel. Zunächst besorgten Jordan Klotz (24.) und Kilian Glück (33.) den 3:3-Ausgleich. Zwar gelang den Akademikern in der 35. Minute die erneute Führung, doch die Wölfe schlugen innerhalb von zwei Minuten zurück und drehten die Partie bis zur zweiten Pause in eine eigene 5:4-Führung durch die Treffer von Jordan Klotz (38.) und Florian Heinz (39.).
FASS Berlin versuchte im Schlussdrittel noch einmal alles und wollte die drohende Niederlage unbedingt abwenden, doch so richtig bekamen die Akademiker keinen Zugriff mehr auf das Spiel, auch weil die Wölfe nun einfach und nahezu fehlerfrei spielten. Zudem nutzten das Team von Coach Sven Schröder die Konter, welche Berlin nun anbot und erhöhten durch Michael Galvez (49.) und Jordan Klotz (57.) auf 7:4. Am Ende standen ein verdienter Sieg, ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende und die verdiente Tabellenführung in der Regionalliga Ost. Am kommenden Wochenende haben die Wölfe spielfrei, was beispielsweise für die verletzten und angeschlagenen Spieler genau richtig kommt. An dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung. Weiter geht’s im Spielbetrieb dann am Sonntag, dem 11.11.18, um 19:00 Uhr mit der Auswärtspartie bei den Saale Bulls Halle 1b.


    
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Montag 29.Oktober 2018
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