IHP NachrichtenSamstag 26.Januar 2019
(IHP) Aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen und Spielberichte aus folgenden Ligen:
Deutsche Eishockey Liga, Deutsche Eishockey Liga 2, Oberliga Süd, Oberliga Nord, Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga West
| Düsseldorfer EG DEG siegt im Nervenkrimi – 3:2 nach Penaltyschießen in Wolfsburg (DEL) Die Düsseldorfer EG hat am Freitagabend einen ganz wichtigen Erfolg gefeiert. Nach vier Niederlagen in Folge siegten die Rot-Gelben vor 2.333 Zuschauern bei den Grizzlys Wolfsburg mit 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Es war der erste Erfolg im Shootout in dieser Spielzeit. Düsseldorfer Sportler engagieren sich für Fairplay im Straßenverkehr! Die DEG setzt sich gemeinsam mit der Polizei Düsseldorf, Fortuna, Panther, ART Giants und dem DHC für die Sicherheit von Fahranfängern im Straßenverkehr ein. Bei der Veranstaltung, in der Polizisten, Feuerwehrleute und Notfallseelsorger einem Auditorium von rund 150 jungen Sportlern - darunter dem DNL-Team der DEG - eindringlich, anschaulich und ungeschminkt ihre Erlebnisse im Zusammenhang mit schweren und auch tödlichen Verkehrsunfällen schildern werden, wird neben der kompletten DNL-Mannschaft auch Johannes Huß als DEG-Botschafter dabei sein. |
|
| Bayreuth Tigers Bayreuth sichert sich Zusatzpunkt in der Verlängerung (DEL2) Dieses Duell der „Großkatzen“ mit wichtigen Ausfällen auf beiden Seiten begannen die Hausherren wieder wie die Feuerwehr. Schon nach 16 Sekunden die erste Großchance durch das Break von Bartosch und gleich danach zwei weitere durch Kronawitter und nochmal Bartosch. Was fehlte war aber der erfolgreiche Abschluss. Der gelang dann Heatley etwas später, kurz nach Ablauf einer Strafe für die Gäste. Den Querpass von Järveläinen antizipierte er gut und vollendete mit einer starken Bewegung zum 1-0. Auch danach hatten die Oberfranken noch Vorteile und erst ab etwa der 10ten Minute waren die Tölzer ebenfalls richtig im Spiel. Tigersgoalie Herden musste sein Team z.B. in Minute 14 mit einer Fanghand-Prachtparade vor dem Ausgleich bewahren und so ging es mit diesem knappen Resultat in die erste Pause. Im Mittelabschnitt ging der Spielfaden auf beiden Seiten nun endgültig ziemlich verloren und nicht vollendete Spielzugversuche oder Einzelaktionen prägten lange das Bild. Auch im Powerplay der Tigers lief die Scheibe nicht so wie gedacht, auch wenn Martens mit seinem „Abfälscher“ an den Pfosten (33.) Pech hatte. Mit einem Pass aus der Rundung in den Slot traf Gästestürmer Strobl dann Herdens Schlittschuh so, dass die Scheibe hinter die Linie zum Ausgleich prallte. Es war fast klar, dass bei der spielerisch und läuferisch eher dürftigen Partie so ein „garbage-goal“ zum Ausgleich für die Gäste herhalten musste. Die bekamen davon aber etwas Aufwind und erspielten sich nun noch ein paar Chancen, ohne jedoch vorerst ein zweites Mal zu treffen. Auch im dritten Drittel fehlten den Tigers ab und an die Ideen gegen die gut gestaffelten aber oft passiv abwartenden Tölzer, die mit dieser Spielanlage wenig zuließen und fast besser im Spiel waren als die Wagnerstädter. Der Tölzer Drews visierte einmal nur das Torgestänge an und als Bartosch den besten Spielzug der ganzen Partie zum 2-1 (57) nutzen konnte, dachten viele an drei Punkte für das Heimteam. Es wirkte wie einstudiert als Kolozvary den Angriff einleitete, Kunz den ins Zentrum durch gestarteten Bartosch mustergültig bediente und der völlig frei einnetzten konnte. Die Gäste warfen aber nochmals alles nach vorne, belegten Herden und seine aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleute mit einem wahren Trommelfeuer an Schüssen und als Dibelka bei fast leerem Tor nur den Pfosten traf (58.), blieb Gästecoach Beattie nur noch die Chance auf einen sechsten Feldspieler. Als bei einer Unterbrechung die Spieluhr vermeintlich weiterlief, intervenierte die Tölzer Spielerbank und durch Videobeweis ließen die Schiedsrichter die Uhr um 4 Sekunden zurückstellen. Tatsächlich gelang den Löwen genau 2 Sekunden vor Ultimo noch der Ausgleich, doch in der Verlängerung erwies der vorher schon gegen Entscheidungen der Schiedsrichter wild opponierende Wehrs seinem Team einen „Bärendienst“. Seine undisziplinierten 2+2+10 Strafminuten nutzte Järveläinen zu einem gut dossierten Pass, den Rajala per wuchtigen „Onetimer“ in die Maschen setzte und den Gastgebern somit den Zusatzpunkt sicherte. Tölz hatte sich mindestens den einen Zähler durchaus verdient und das nötige Quäntchen Glück war diesmal mehr auf Seiten der Oberfranken. Heimtrainer Kujala sprach in der PK sogar davon, „dass man sehr zufrieden sei mit den 2 Punkten, auch wenn man es sich heute außer den ersten guten 10 Minuten nicht wirklich verdient hat“. Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag, 03.02 um 18.30 Uhr statt, Gegner sind dann die Towerstars aus Ravensburg. |
|
| Eispiraten Crimmitschau 6:3! Eispiraten holen sich Platz 10 gegen die Falken zurück - Kapitän Dominic Walsh führt sein Team mit zwei Toren zum Sieg (DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben den zehnten und letzten Pre-Playoff-Platz zurückerobert! Das Team von Trainer Kim Collins konnte nach einer starken Vorstellung im Sahnpark einen verdienten 6:3-Sieg feiern. Kapitän Dominic Walsh (2), Christian Hilbrich, Patrick Klöpper, Julian Talbot und Rob Flick erzielten die Tore für die Pleißestädter. Für diese geht es schon am Sonntag weiter. Dann reisen die Westsachsen zum Gastspiel nach Frankfurt. Personal: Die Eispiraten traten mit Stürmer Christoph Kabitzky an, der sich nach dieser Trainingswoche mit voller Belastung zurückmeldete und neben Tobias Kircher und Marius Demmler in der vierten Reihe zum Einsatz kam. Fydoro Kolupaylo, gestern noch Torschütze für Bremerhaven in Köln, startete in der ersten Reihe neben Rob Flick und Julian Talbot. Nicht dabei waren André Schietzold (Unterkörperverletzung) und Patch Alber (Bremerhaven). Zwischen den Pfosten setzte Coach Kim Collins erneut auf Sebastian Albrecht. Backup-Goalie war Brett Kilar. Die Eispiraten knüpften sofort an das starke Schlussdrittel gegen Bad Tölz an, zeigten ein ordentliches erstes Drittel und erspielten sich einige Gelegenheiten. Christian Hilbrich blieb nach sieben Minuten eiskalt und ließ Florian Mnich mit einer sehenswerten Bewegung keine Chance – 1:0! Eine schöne Kombination über Pohl, Hudson und Klöpper führte dann schließlich zum 2:0. Mit der Rückhand setzte Klöpper den Puck in den Winkel – Erneut keine Abwehrchance für Mnich (13.). Im Powerplay traf Dominic Walsh zum 3:0. Nach einem groben Abwehrfehler von Ex-Eispirat Brock Maschmeyer beförderte der Kapitän die Scheibe in den Knick (16.). Die Defensive stand zudem gut. Die Falken bissen sich an dieser, sowie an Goalie Sebastian Albrecht förmlich die Zähne aus. Ebenso stark waren die Westsachsen auch im zweiten Durchgang. Zwar gelang den Heilbronnern in Person von Roope Ranta in der 22. Minute das 1:3, doch die Eispiraten schlugen gnadenlos zurück. Julian Talbot erhöhte nur 18 Sekunden später auf 4:1 (22.). Die Mannschaft von Trainer Kim Collins lief weiter mit einer breiten Brust an und erspielte sich Torchance um Torchance. Während auch Sebastian Albrecht immer wieder seine Klasse unter Beweis stellen konnte, traf Dominic Walsh nach 35 Minuten zum zweiten Mal! Im Nachschuss überwand der Angreifer den Falken-Goalie Mnich und traf somit zum 5:1. Rob Flick setzte in einem starken Mitteldrittel dann den Schlusspunkt – 6:1 nach 36. Minuten! Das Spiel verlor im dritten Durchgang etwas an Glanz. Beide Mannschaften spielten nicht mehr so diszipliniert wie zuvor und zogen viele Strafen. Die Falken schienen zudem gefrustet und machten mit der ein oder anderen nicht ganz fairen Aktion auf sich aufmerksam. Doch sowohl Rob Flick als auch Förderlizenzspieler Fyodor Kolupaylo machten den Heilbronnern mit ihren Fäusten klar, wer Hausherr im Sahnpark ist. Ganz nebenbei erzielten die Gäste in Person von Greg Gibson (42./PP1) und Kevin Lavallée (55./PP1) auch noch zwei Tore. Diese änderten aber nichts mehr am verdienten Sieg der Eispiraten. |
|
| Deggendorfer SC Wieder zu Null! DSC auch gegen die Steelers erfolgreich (OLS) Drei Tage nach dem eindrucksvollen Heimsieg über die Lausitzer Füchse konnte der Deggendorfer SC auf heimischem Eis vor 1820 Zuschauern nachlegen. Gegen die Bietigheim Steelers blieb der DSC erneut ohne Gegentor und gewann am Ende mit 2:0. Zu Beginn des ersten Abschnitts versuchten die Steelers ordentlich Druck auf das Tor der Deggendorfer aufzubauen, jedoch ohne Erfolg. Die Hausherren standen geschickt in der Defensive und die Schüsse, die wirklich auf das Tor kamen, entschärfte Cody Brenner souverän. Mit einem 0:0 ging es somit in die erste Pause. Im zweiten Drittel gelang es den Deggendorfer selbst das ein oder andere Mal gefährlich vor dem Bietigheimer Tor aufzutauchen und in der 29. Minute wurde dies auch belohnt. Nico Wolfgramm versenkte den Abpraller nach einem Schuss von Dani Bindels zum 1:0. Es folgten wütende Angriffe der Steelers, die jedoch im Deggendorfer Abwehrbollwerk verpufften, sodass es mit dieser knappen Führung in die zweite Pause ging. Im Schlussdrittel bekam der DSC dann gleich früh ein Powerplay zugesprochen und nutzte dies eiskalt aus. Alex Roach erzielte von der blauen Linie mit einem platzierten Handgelenkschuss das 2:0. Im restlichen Drittelverlauf war das Deggendorfer Verteidigungsdrittel unter Dauerbelagerung, doch ein ums andere Mal gelang es dem DSC, die Steelers vom Tor von Cody Brenner fernzuhalten. Schlussendlich behielt der Deggendorfer Torhüter seine weiße Weste und der DSC kletterte nach diesem Sieg auf den 13. Tabellenplatz. Am Sonntag geht es für das Team von Otto Kerezstes weiter mit dem Auswärtsspiel bei den Heilbronner Falken. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr. |
|
| Dresdner Eislöwen Eislöwen schlagen Spitzenreiter (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit 3:2 (0:1; 3:0; 0:1) gewonnen. Vor 2313 Zuschauern brachte Tim Brunnhuber den Gast in Führung (8.). Nick Huard (29.), Sebastian Zauner (30.) und Jordan Knackstedt (34.) im Powerplay drehten die Partie jedoch aus Sicht der Eislöwen. Mit dem Anschlusstreffer von David Zucker in Unterzahl wurde es noch einmal spannend. Towerstars-Coach Jiri Ehrenberger: "Ich habe damit gerechnet, dass wir im ersten Drittel direkt unter Druck geraten. Wir haben dennoch nicht schlecht angefangen. Aber auch Dresden hat sich gute Chancen rausgespielt, wobei unser Torwart oft zur Stelle war. Nach der Pause sind wir besser aus der Kabine gekommen, sind von der Strafbank weggeblieben. Trotzdem ist das Drittel für uns sehr negativ verlaufen, was nicht dem Spielverlauf entspricht. Im letzten Abschnitt haben wir nochmal alles versucht. Der Anschlusstreffer fiel leider sehr spät. Am Ende wurde es etwas hektisch. Es ist schade, dass wir aus dem zweiten Drittel nicht mehr machen konnten." Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton: „Wir haben uns im ersten Drittel Chancen erarbeitet, konnten sie aber nicht nutzen. Dann haben wir die Tore gemacht und das Momentum auf unsere Seite gezogen. Ravensburg hätte in dieser Phase das Spiel auch in eine ganz andere Richtung drehen können. Mit dem Anschlusstreffer haben wir uns unnötig unter Druck gesetzt. Als Trainer habe ich heute einige Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben. Aber am Ende haben wir den Spitzenreiter geschlagen und uns drei Punkte gesichert.“ Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 27. Januar um 18.30 Uhr bei den Tölzer Löwen. |
|
| ESV Kaufbeuren ESVK schlägt Löwen Frankfurt und klettert auf Platz 1 - Starke Chancenverwertung bringt 6:3 Sieg in hochklassigem Spiel (DEL2) Nicht nur ein Spitzenspiel sondern auch ein spitzen Spiel war die Begegnung des ESV Kaufbeuren am Freitagabend gegen die Löwen Frankfurt. Durch eine herausragende Chancenverwertung und eine geschlossene Mannschaftsleistung besiegte man vor 2.796 Zuschauern die Gäste aus der Mainmetropole mit 6:3 und kletterte dank der Ravensburger Niederlage gegen Dresden auf den ersten Tabellenplatz. Coach Andi Brockmann konnte bei diesem Spiel auf dasselbe Personal wie beim Sieg am Dienstag gegen Bietigheim zurückgreifen. Von Beginn an legten beide Mannschaften hohes Tempo und hohe Intensität an den Tag, schon in den ersten Augenblicken hatten beide Teams ihre ersten Chancen. Die erste richtig gute Gelegenheit verwertete Florin Ketterer nach feinem Zuspiel von Sami Blomqvist in der vierten Spielminute zum 1:0. Fortan waren die Joker die klar spielbestimmende Mannschaft und kamen zu weiteren guten Einschussgelegenheiten, die besten hatten Blomqvist und sein Sturmpartner Branden Gracel in der siebten Minute. Ab etwa der zehnten Minute fingen sich die Löwen wieder, fanden von Minute zur Minute besser ins Spiel und schnürten in der Folge den ESVK teilweise in der Defensive ein. Eddy Lewandowski frei vor Vajs, der dessen Schuss sehenswert parierte, und Matthieu Tousignant, der nur das Torgestänge traf, hatten in der 16. bzw. 18. Spielminute beste Chancen auf den Ausgleich. Zwei Minuten vor der ersten Pause stellten die Kaufbeurer das Spielgeschehen der vorangegangenen acht Minuten auf den Kopf: Nach einem Scheibengewinn von Lillich an der eigenen blauen Linie ergab sich ein drei auf eins Konter, den Alex Thiel auf Zuspiel von Max Schmidle zum 2:0 verwertete. In der Schlussminute setzte Joey Lewis noch einen drauf: nach einem Pass von Blomqvist in den Slot tunnelte er Ex-ESVK Goalie Basti Kucis im Tor der Löwen zum 3:0. Im zweiten Spielabschnitt mussten beide Mannschaften das hohe Tempo etwas rausnehmen und auch die Anzahl der Topchancen nahm im Vergleich zum ersten Drittel ab. Dennoch waren die Gäste in den ersten Minuten das aktivere Team und hatten mehr Spielanteile. Abe wie schon im ersten Drittel war der Aufwand der Hessen vergebens, denn auch das nächste Tor erzielten die Rot-Gelben: etwas glücklich fiel Thiel in der 25. Minute die Scheibe vor der Füße, aus kurzer Distanz traf er zum 4:0. Auch in der Folge waren die Spielanteile mindestens ausgeglichen, wenn nicht wieder die Löwen mehr davon hatten. In der 29. Minute wurde dies auch belohnt als Tousignant in die Mitte zog und Stefan Vajs erstmals überwinden konnte. Diesen kleinen Rückschlag verkraftete der ESVK jedoch gut, denn nur zwei Minuten später stellte Schmidle im Powerplay mit einem platzierten Schuss von der rechten Seite den alten Abstand wieder her. Im Anschluss hatten die Joker das Spiel im Griff und hielten die Frankfurter fortan vom eigenen Tor fern. Brenzlig wurde es erst in der 39. Minute wieder als Ketterer Breitkreuz nur regelwidrig am Torschuss hindern konnte. Beim fälligen Strafschuss behielt Vajs gegen Tousignant die Ruhe und parierte. Schon früh im letzten Drittel entschied der ESVK dieses Spiel endgültig. Gracel zog in unnachahmlicher Art und Weise vor das Tor, umkurvte den mittlerweile eingewechselten Ilya Andryukhov im Tor der Löwen und erzielte das 6:1. Zwar erzielten die Frankfurter im direkten Gegenzug durch Brett Breitkreuz das 6:2, doch die Kaufbeurer spielten die Zeit im Anschluss in der Manier einer Topmannschaft herunter. Auch nach dem 6:3, das Tousignant direkt vom Bully weg erzielte, kamen keine Zweifel auf, wer das Eis als Sieger verlassen würde. |
|
| Tölzer Löwen Spielerische Weiterentwicklung (DEL2) Zweimal fror das Löwenherz im bitterkalten Bayreuther Eisstadion für den Bruchteil einer Sekunde ein: Um 22:05, als die Gastgeber den vermeintlichen Siegtreffer erzielten und knapp 20 Minuten später, als die Tigers das tatsächlich entscheidende Tor schossen. Am Ende nehmen die Tölzer Löwen einen Punkt aus Oberfranken mit, der rein spielerisch vielleicht sogar etwas zu wenig war. Eines ist klar: In den ersten zehn Spielminuten waren die Gastgeber deutlich besser. Die Bayreuth Tigers kamen druckvoll aus der Kabine. Bereits nach wenigen Sekunden scheiterte Michal Bartosch blank vor Andreas Mechel. Der Tölzer Back-Up bekam erneut den Vorzug vor dem noch nicht zu 100% fitten Ben Meisner. Nach fünfeinhalb Minuten gingen die Tigers in Führung: Mark Heatley verwandelte. "In den ersten zehn Minuten waren sie viel besser. In den verbleibenden fünfzig Minuten waren wir sehr gut", so Löwen-Coach Scott Beattie. Auch sein Gegenüber Petri Kujala sah das ähnlich: "Tölz hat mehr gearbeitet, sie waren sehr diszipliniert in der neutralen Zone". Ein großes Lob vom finnischen Taktikfuchs, der später sogar von einem unverdienten Zusatzpunkt seiner Mannschaft sprach. Spätestens mit dem Bully ins zweite Drittel übernahmen die Buam über weite Strecken die Kontrolle. Florian Strobl nutzte die Überlegenheit nach 36 Minuten zum Ausgleich. Trainer Beattie monierte des Öfteren, dass die Scheibe zu wenig zum Tor gebracht werde - das tat Strobl in dieser Situation einfach mal. Die Scheibe sprang vom Torhüterschläger ins Netz. Etwas glücklich, aber im Großen und Ganzen verdient. Das Schlussdrittel war das überzeugendste der Löwen. Niklas Heinzinger und Luca Tosto vergaben alleine vor Timo Herden Hochkaräter. Umso überraschender kam der vermeintliche Todesschlag vier Minuten vor Schluss. Michal Bartosch traf zum 2:1. Doch auch in dieser Situation zeigten die Buam eine starke Moral. Anstatt aufzugeben, bombardierten sie das Tigers-Tor mit Schüssen. "Wir haben bis zum Ende gekämpft. Im letzten Drittel hatten wir laut unseren Statistiken 16:5-Schüsse", so Beattie, der von einem positiven Tag sprach. Die beste Chance vergab Lubor Dibelka, der wenige Zentimeter vor dem leeren Tor nur den Pfosten traf. Doch auch der Deutsch-Tscheche gab nicht auf und war knapp zwei Minuten später der umjubelte Torschütze des Ausgleichs. Mit zusätzlichem Feldspieler auf dem Eis arbeitete Dibelka die Scheibe über die Linie. Der sechste Scorerpunkt in den letzten drei Spielen für den Stürmer. In der Verlängerung entschied dann unter anderem eine Strafzeit gegen Kevin Wehrs die Partie. "Ich finde die Strafzeit war fragwürdig, aber auch blöd. Das darf so nicht passieren", ärgerte sich Beattie. Bayreuth nutzte das Powerplay in Form eines One-Timers von Juuso Rajala zum Extrapunkt. "Natürlich bin ich enttäuscht, andererseits aber auch glücklich über die Jungs, die heute hart gekämpft haben", so Beattie abschließend. Insgesamt also spielerisch ein Schritt in die richtige Richtung. An die letzten 50 Minuten gilt es am Sonntag anzuschließen. Dann sind die Dresdner Eislöwen in der weeArena zu Gast. |
|
| ECDC Memmingen Schade: Indians müssen sich Peiting erst nach Verlängerung geschlagen geben (OLS) Der ECDC Memmingen hat beim Tabellenzweiten in Peiting einen unerwarteten Punktgewinn gefeiert. Aufgrund einer langen Führung und zahlreicher Chancen wäre ein noch besseres Resultat aus Indianer-Sicht möglich gewesen. Am Sonntag kommt mit dem EV Landshut bereits der nächste Hochkaräter an den Hühnerberg. Es ging gleich sehr gut los in Oberbayern. Der litauische Neuzugang, Tadas Kumeliauskas, machte da weiter, wo er am letzten Spieltag aufgehört hatte und brachte sein Team früh in Führung. Die Indians ließen den Favoriten gar nicht richtig ins Spiel kommen und spielten ein sehr starkes Anfangsdrittel. Der verdiente Lohn war das folgende 2:0 durch Antti Miettinen. Leider gelang es den Indians nicht, trotz einiger guter Möglichkeiten, den Spielstand weiter auszubauen und so ging es mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Im Mittelabschnitt haben die Indians Pech, als Kumeliauskas gleich zu Beginn nur die Latte trifft. Die Gastgeber kommen in der Folge zwar etwas besser in die Partie, können aber vorerst den Anschluss nicht erzielen. Zum Leidwesen der mitgereisten Memminger Anhänger fällt dieser aber dann ausgerechnet in einem Überzahlspiel des ECDC, als Krabbat einen Konter zum 2:1 aus Memminger Sicht verwerten kann. Die letzten 20 Minuten standen dann im Zeichen der Peitinger Schlussoffensive, doch auch das Team von Sergej Waßmiller kam weiter zu einigen guten Chancen. Florian Hechenrieder, der starke Schlussmann des ECP, war aber nicht mehr zu überwinden, auch wenn der starke Kumeliauskas einige gefährliche Abschlüsse zu verbuchen hatte. Besser machten es dann die Gastgeber, die durch Gohlke, sieben Minuten vor dem Ende, zum Ausgleich kamen und die Partie in die Overtime schickten. In der Verlängerung waren die Indianer dann noch rund 30 Sekunden in Überzahl, als dort kein Treffer fiel schlug das Pendel zugunsten des Heimteams aus und Top-Verteidiger Feuerecker überwand Joey Vollmer, um seinem Team den Zusatzpunkt zu sichern. Für die Indians, aufgrund der langen Führung, ein etwas unbefriedigender Abschluss des Abends, auch wenn ein Punkt in Peiting sicherlich sehr hoch einzustufen ist. Am Sonntag kommt mit dem EV Landshut das nächste Spitzenteam nach Memmingen. Die Partie startet um 18:45 Uhr am Hühnerberg. |
|
| SC Riessersee Zukünftige Ausrichtung des SC Riessersee (OLS) Im Rahmen einer Informationsveranstaltung trafen sich am gestrigen Abend die Funktionäre der SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH mit Vertretern der Premiumsponsoren sowie der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. Neben einem kurzen Rück- und Ausblick der laufenden Saison wurde insbesondere die neue Gesellschafterstruktur vorgestellt. So sollen bis spätestens Ende April 2019 100% der Anteile an der SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH von den Altgesellschaftern übernommen und auf einen „Förderverein für den Eishockeysport in Garmisch-Partenkirchen“ übertragen werden. Dieser soll zeitnah gegründet werden und steht aktiven Sponsoren und Gönnern des SC Riessersee offen. Mit dieser neuen Struktur soll ein hohes Maß an Transparenz, eine Beschränkung der Einflussnahme von Einzelpersonen sowie eine enge Verzahnung mit dem Nachwuchs bzw. dem SC Riessersee Nachwuchs e.V. sichergestellt werden. Es ist angedacht, dass sich der dem SC Riessersee Nachwuchs e.V. in einem zweiten Schritt ebenfalls an der GmbH mitbeteiligt. Dazu Christian Schwinghammer, Geschäftsführer des Hauptsponsors TPRONETH und Mitglied der Rettergruppe: „Mit dieser Struktur setzen wir das um, was wir zu Beginn der Saison angekündigt haben – den SCR auf eine breite Basis zu stellen und allen Sponsoren und Gönnern mit Möglichkeit zu geben, die zukünftige Entwicklung mitzugestalten. Wir freuen uns über die bisher positive Resonanz und hoffen, dass dieses Angebot angenommen wird.“ Der derzeitige Beirat, bestehend aus Christian und Markus Schwinghammer (Inhaber des IT-Unternehmens tproneth), Andreas Wieland (Wieland Steuerkanzlei), Marcus Wolsdorf (Unternehmer) sowie Dr. Martin Fleckenstein (Vorstand SCR e.V.) informierte zudem über die zukünftige Besetzung der Geschäftsführung der SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH. So wird Herr Pana Christakakis noch im Januar 2019 zum zweiten Geschäftsführer neben Stefan Endraß berufen. Herr Christakakis ist für die Bereiche Sponsoring, Gastronomie und laufender Betrieb zuständig. Stefan Endraß wird den SC Riessersee planmäßig und wie bereits angekündigt zum Saisonende verlassen. Seine Aufgabe als kaufmännischer Leiter wird kommissarisch und ehrenamtlich von Andreas Wieland wahrgenommen, der sich bereits seit Wochen in enger Abstimmung mit Herrn Endraß befindet. Die sportliche Leitung wird zukünftig verstärkt durch den Cheftrainer wahrgenommen. |
|
| Starbulls Rosenheim Starbulls gehen gegen Selb mit 1:6 unter (OLS) Die Starbulls Rosenheim haben am fünften Spieltag der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd eine weitere Niederlage einstecken müssen. Gegen die Selber Wölfe unterlag die Mannschaft von Manuel Kofler nach einer schwachen Leistung verdient mit 1:6. Vor 1.703 Zuschauern im Rosenheimer emilo-Stadion fanden die Starbulls zu keinem Zeitpunkt ein Rezept, den taktisch geschickt auftretenden Tabellensechsten aus dem Konzept zu bringen. Die Hoffnung auf eine Wende nach dem einzigen Rosenheimer Treffer – Michael Baindl traf zum zwischenzeitlichen 1:3 im letzten Drittel – erstickte im Keim. Bereits im ersten Spielabschnitt zeigten sich die gut eingestellten Gäste deutlich effektiver als die Starbulls. Während sich die Hauherren recht erfolglos um Torabschlüsse mühten, überbrückten die Oberfranken selten, dann aber schnell die neutrale Zone. Erik Gollenbeck traf bei einem solchen schnellen Gegenangriff den Pfosten! Der Selber Führungstreffer entsprang dann jedoch einem Rosenheimer Abwehrfehler. Nach einem verunglückten Klärungsversuch kam Ian McDonald frei vor dem Tor zum Abschluss. Dass Hauptschiedsrichter Dominik Erdle auf Tor entschied, stellte sich aber als Fehlentscheidung heraus, denn die von Torwart Lukas Steinhauer abgelenkte Scheibe hatte die Torlinie nicht vollständig überschritten (15.). Trotzdem führten die Gäste mit 1:0, und angesichts des Spielverlaufs war das auch verdient. Die Starbulls Rosenheim hatten es zuvor nicht geschafft, in einer über eineinhalb Minuten andauernden Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis für nennenswerte Gefahr für das Selber Tor zu sorgen. Gästetrainer Henry Thom führte die erfolgreiche Abwehrarbeit seiner Mannschaft in dieser Phase als Hauptgrund für den weiteren Spielverlauf an. Sein Team wich vom taktisch klaren Konzept keinen Millimeter ab – auch nicht, als die Hausherren mit verstärktem Tordrang aus der zweiten Pause kamen. Der war schnell wieder verflogen, denn die Oberfranken nutzten den ersten Gegenstoß zum 0:2. Gollenbeck war nach schönem Doppelpass mit McDonald erfolgreich und versenkte die Scheibe eiskalt im rechten oberen Eck (24.). Nur drei Minuten später erhöhte McDonald über den rechten Schoner von Torwart Steinhauer auf 0:3 (27.) und schließlich rettete ein weiteres Mal der Pfosten für die Starbulls. Im letzten Drittel kamen die Starbulls noch einmal auf 1:3 heran. Michael Baindl scheiterte nach Rückpass von Chase Witala im ersten Versuch noch am Pfosten und drückte den Abpraller über die Linie (53.). Die Hoffnung auf eine späte Wende war aber sofort wieder verflogen, denn McDonald sorgte nur eine gute Minute später mit seinem dritten Treffer für die Vorentscheidung. Der Topscorer der Gäste traf aus der Halbdistanz flach links unten (54.). Schließlich war Landon Gare aus der eigenen Zone ins verlassene Rosenheimer Tor zum 1:5 erfolgreich (56.), ehe knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene Erik Gollenbeck mit seinem zweiten Treffer gegen eine abwesend scheinenden Rosenheimer Defensive das halbe Dutzend voll machte – 1:6 (58.) Gästetrainer Henry Thom sprach von einem sehr gutes Auswärtsspiel seiner ersatzgeschwächten Mannschaft: „Die Jungs haben sich von Beginn an konsequent an die Taktik gehalten, sich in der Defensive sehr gut im Zweikampf präsentiert und die Scheibe schnell bewegt. Vorne sind die Chancen reingegangen, weil es bei uns momentan einfach läuft. Die Situation, in der sich Rosenheim momentan befindet, kennen wir auch schon. Die Starbulls werden hier aber auch wieder rausfinden“. Rosenheims Coach Manuel Kofler sah den Grund der Niederlage vor allem in der schlechten Passqualität im Spiel der Starbulls: „Wenn die Scheibe auf drei Meter nicht ankommt, kannst Du keine Spiele gewinnen. Das war heute eine geschlossen schlechte Mannschaftsleistung und wir haben verdient verloren.“ Die nächste Chance, es besser zu machen, haben die Grün-Weißen am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den Tabellensiebten Blue Devils Weiden. Spielbeginn in der Weidener Hans-Schröpf-Arena ist um 18:30 Uhr. Das nächste Heimspiel bestreiten die Starbulls dann am Sonntag darauf gegen den Tabellenfünften Memmingen Indians. Spielbeginn im emilo-Stadion am 3. Februar ist um 17 Uhr. |
|
| VER Selb Wölfe schießen Starbulls auf eigenem Eis ab (OLS) Was für ein Erfolgserlebnis. Hochmotiviert aber auch mit Respekt reiste man zum Spitzenklub nach Rosenheim. Thom vor dem Spiel: „Gerade die ersten 20 Minuten ist Rosenheim sehr stark, diese Phase gilt es zu überstehen!“ Und das taten seine Jungs auch. Wölfe-Stürmer McDonald kam zu einem Hattrick, doch war es einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken, dass die Wölfe das Spiel klar dominierten und Rosenheim zu keiner Zeit wirklich gefährlich wurde. „Wir haben uns vorgenommen, defensiv gut zu arbeiten! Das haben wir gerade im ersten Drittel gut umsetzen können!“ so Wölfe-Coach Thom nach dem Spiel bei Radio Euroherz. Henry Thom setzte im ersten Drittel auf eine starke Defensivleistung. Und die zeigten die Wölfe auch. Hinten verteidigte man clever und ließ den Starbulls in den ersten Minuten kaum Platz für deren Angriffsbemühungen. Im Gegenteil, Gollenbeck prüfte Steinhauer schon nach wenigen Sekunden. Ebenso fand Schiener in der dritten Minute keinen Weg am Rosenheimer Schlussmann vorbei. Erst bei Gollenbecks zweiter großer Chance musste sich Steinhauer geschlagen geben, für ihn rettete der Torpfosten in höchster Not. Die wenigen Chancen, die die Wölfe-Abwehr zuließ, Bilek und Bucheli kamen immerhin in die Nähe des Selber Tores, machte ein bestens aufgelegter Deske zunichte. Nicht mal bei einer den Gastgebern zugesprochenen 5 zu 3 Überzahlsituation, Graaskamp und McDonald drückten die Strafbank, konnte unseren Wölfen gefährlich werden. Wie man Tore macht, zeigte McDonald dann in der 16. Minute. Völlig freistehend schob er die Scheibe unter dem Schoner von Steinhauer hindurch in die Maschen. Die Starbulls reklamierten noch, sahen den Puck nicht komplett hinter der Linie, doch Hauptschiedsrichter Erdle gab den Treffer. Die Gastgeber versuchten jetzt mehr Druck zu machen, scheiterten aber immer wieder an der guten Abwehrarbeit und einen souverän haltenden Deske. So ging es mit der knappen Wölfe-Führung in die erste Pause. Beflügelt von den Chancen am Schluss des ersten Drittels startete Rosenheim stark ins zweite Drittel. Die Mannschaft von Manuel Kofler erarbeitete sich Chancen wie am Fließband, der Ausgleich lag in der Luft. Doch Deske stand wie der Fels in der Brandung und seine Vorderleute leisteten nach wie vor eine sehr gute Abwehrarbeit. Dennoch kam Rosenheim in Person von Bilek, Slanina und Bucheli zu guten Chancen. Letztere, Bucheli scheiterte am überragenden Deske, konnten die Wölfe zu einem Konter verwandeln, den ein stark arbeitender und immer wieder auffallender Gollenbeck mit seinem 17. Saisontor für die Selber Wölfe abschloss. Die Thom - Schützlinge konnten sich jetzt wieder aus der Umklammerung lösen. McDonald überraschte den verdutzten Starbulls-Schlussmann mit einen schönen Handgelenkschuss zum 0 zu 3. Rosenheim kam nun mit wütenden Angriffsbemühungen vor das Tor von Deske, aber die neu formierten Abwehrreihen unsere Selber Wölfe hielten dem Dauerdruck problemlos stand. Sie hätten sogar bei einigen Kontern die Führung noch weiter ausbauen können. So traf Zimmermann nur das Gestänge des Rosenheimer Tores und Gollenbeck scheiterte 20 Sekunden vor Drittelende an Steinhauer. Mit einer durchaus auch in dieser Höhe berechtigten Führung ging man in die zweite Drittelpause. Im letzten Drittel wurde deutlich Tempo raus genommen. Doch egal wie sehr es Rosenheim probierte, die Jungs um Thom standen defensiv zu stark für die Rosenheimer Angriffsbemühungen. Selb verteidigte und nutze Konter, dennoch war es eine kleine Unstimmigkeit der Abwehr, die Rosenheims Baindl kaltschnäuzig ausnutzte und zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzte. Kurzer Schock, als nur wenige Sekunden später die Starbulls erneut feierten. Allerdings zu früh, Deske konnte den Puck noch vor der Torlinie unter sich begraben. Die Verwirrtheit der Rosenheimer nutzte McDonald dann eiskalt und netzte mit seinem dritten Treffer des Abends für Steinhauer unhaltbar zum 1:4 ein. Der alte Abstand war kaum wieder hergestellt, als Gare in der 56. Minute mit seinem empty net-goal den Sack zu machte. Und wer nun dachte, das wars: auch Gollenbeck wollte sich ein weiteres Mal in die Torschützenliste eintragen. Mit Treffer Nummer zwei am Abend schoss er das letzte Tor in dieser Partie und sorgte so in der letzten Spielminute für den 1:6 Endstand. Dieser ging in dieser Höhe völlig in Ordnung. Neben Graaskamp und Zimmermann hatte sich auch Neuverteidiger Fink gut in Szene gesetzt und mit einer ordentlichen Leistung zum Auswärtssieg beigetragen. |
|
| Herner EV Herner EV – Rostock Piranhas 3 : 2 (1:0,2:1,0:1) (OLN) Hauptsache gewonnen und wichtige drei Punkte geholt – so lautet das Fazit nach dem 3:2 des Herner EV am Freitagabend zuhause in der Hannibal-Arena gegen die Rostock Piranhas. Es war ein Arbeitssieg um den bis zum Abpfiff gezittert werden musste. Immerhin konnten mit den drei Punkten die Crocodiles Hamburg (der Auswärtsgegner des HEV am Sonntag) in der Tabelle überholt werden. Aber das Team von Danny Albrecht hätte es sich auch leichter machen können um zum ersten Sieg in dieser Saison zu kommen. Bei neun Zwei-Minuten-Strafen gegen Rostock und keine gegen Herne gab es reichlich Überzahlsituationen, zweimal sogar fünf gegen drei, aber die Ausbeute blieb bei einem Powerplay-Treffer gering. Deshalb war der HEV-Coach auch hinterher lediglich mit den drei Punkten zufrieden. Sein Gegenüber aus Rostock blieb der Trainerrunde nach dem Spiel fern, er stand schon im letzten Drittel nur noch regungslos am Rande der Bande. Dabei hatte der HEV einen Auftakt nach Maß, denn bereits nach 30 Sekunden konnte Patrick Asselin einen weiten Pass von Philipp Kuhnekath an der gegnerischen blauen Linie aufnehmen und Rostocks Torhüter Jakub Urbisch gekonnt zum 1:0 überwinden. Weitere gute Chancen folgten. Dazwischen musste auch Michel Weidekamp im Herner Tor einige Male bei Kontern der Piranhas klären. Die Grün-Weiß-Roten waren im ersten Abschnitt klar spielbestimmend und zeigten auch gute Kombinationen. Allerdings fehlte der direkte Zug zum Tor zu häufig, so dass es statt einer klareren Führung nur mit 1:0 in die erste Pause ging. Auch das zweite Drittel begann gut für den HEV. Bedingt durch zwei Rostocker Strafzeiten gegen Ende der ersten zwanzig Minuten konnte man in doppelter Überzahl starten und kurz nachdem die erste Strafe der Piranhas abgelaufen war konnte Denis Fominych in der 22. Minute erhöhen. Dann aber wurden die Piranhas stärker und konnten in der 30. Minute mit einem genutzten Abpraller auf 2:1 verkürzen. Zwei weitere Strafzeiten gegen die Piranhas zwischen der 32. und 37. Minute brachten den HEV wieder ins Powerplay, aber lediglich Cornelius Krämer hatte zwei gute Möglichkeiten. Er arbeitete hart vor dem gegnerischen Tor und schuf sich so seine Chancen, blieb aber glücklos. Ansonsten waren eine Zuspiele zu ungenau um zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Stattdessen zeigten die Gäste einige gefährliche Konter und überstanden ihre Unterzahlsituationen schadlos. In der 38. Minute fiel dann doch das 3.1 für den Herner EV. Einen Alleingang von Patrick Asselin verwandelte Philipp Kuhnekath im Nachschuss. Damit war der DEL-Förderlizenzspieler der Krefelder Pinguine an allen drei Herner Treffern beteiligt, die ersten beiden bereitete er mit vor. Die Piranhas steckten im Schlussabschnitt nicht auf und nach ihrem 3:2-Anschlusstreffer in der 49. Minute war klar dass aus Herner Sicht bis zum Schluss um die drei Punkte gebangt werden musste. Daran änderte sich auch nichts durch die nächsten Powerplay-Situationen des HEV, lediglich ein Pfostenschuss von Patrick Asselin gut zwei Minuten vor Schluss war die Ausbeute. Die Piranhas nahmen kurz vor Schluss noch eine Auszeit, in der die Spieler untereinander die Marschroute für die Endphase festlegten, der Torwart wurde durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, aber es änderte sich nichts mehr am Ergebnis. Michel Weidekamp geriet noch unter Druck, aber der HEV hatte auch dreimal die Chance auf ein Empty-Net-Goal. Dann waren die drei Punkte amtlich. Es folgen nun vier Auswärtsspiele für den Herner EV. Das erste ist am Sonntag, dann müssen die Grün-Weiß-Roten ab 16 Uhr bei den Crocodiles in Hamburg antreten. Das nächste Heimspiel ist erst wieder am Sonntag, dem10. Februar 2019 um 18:30 Uhr gegen Preussen Berlin. |
|
| EHC Klostersee EV Füssen – EHC Klostersee 5:2 (1:1, 1:0, 3:1) (BYL) Erstmals in der laufenden Verzahnungsrunde der Bayernliga mit der Oberliga Süd ist der EHC Klostersee leer ausgegangen. Am Freitagabend unterlagen die Grafinger beim EV Füssen mit 2:5. In der großteils sehr zerfahrenen Partie bekamen die Rot-Weißen nie richtig Zugriff, kamen nicht in den Rhythmus und hatten unter dem Strich auch zu viele Strafminuten abzusitzen. Die Gastgeber waren an diesem Tag den entscheidenden Tick spritziger, weshalb die Punkte wohl zurecht im Allgäu blieben. Den ersten Dämpfer hatten die EHCler bereits früh im Spiel zu verdauen. Schon im ersten Drittel "sprengte" das verletzungsbedingte Ausscheiden von Verteidiger Nicolai Quinlan den ersten Block. Die letztlich vorentscheidenden Szenen spielten sich zu Beginn des letzten Drittels ab. Da konterte die Truppe um Kapitän Bernd Rische den dritten Gegentreffer mit dem 2:3, lag aber kurz darauf wieder mit zwei Toren hinten. Der endgültige Knockout dann in der Schlussminute, als trotz einer Hinausstellung der stark haltende Torhüter Dominik Gräubig seinen Platz auf dem Eis für einen weiteren Feldspieler räumte. Das "vollste" Risiko ging diesmal nach hinten los: emty-net-goal für Füssen zum 2:5. |
|
| EHC Königsbrunn Gut angefangen und stark nachgelassen (BYL) Der EHC Königsbrunn verliert nach einer kuriosen Partie mit 2:7 gegen die Löwen des EHC Waldkraiburg. Dabei schienen die Brunnenstädter bis zur Hälfte des Spiels noch alles unter Kontrolle zu haben. Königsbrunn trat mit komplettem Kader an, und auch Moritz Lieb machte heute sein erstes Spiel für den Gastgeber. Im Tor stand wie auch schon gegen Landsberg Jennifer Harß, als Backup saß Donatas Žukovas auf der Bank. Von Anfang an entwickelte sich ein flottes Spiel, beide Mannschaften generierten Torchancen. Die Gäste setzten gleich in der zweiten Spielminute eine erste Duftmarke, als sie einen gefährlichen Konter gegen Jennifer Harß fuhren, doch die Torfrau entschärfte gekonnt die Situation und hielt ihren Kasten sauber. Fünf Minuten später war der Jubel beim heimischen Anhang groß, als Patrick Zimmermann zur 1:0 Führung einnetzte. Königsbrunn kontrollierte nun das Spiel und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten, die Gäste kamen nur selten vor das Tor der Brunnenstädter. Bis zur Drittelpause fielen dann aber keine weiteren Treffer mehr. Nach Wiederanpfiff lief es weiter gut für Königsbrunn, gerade mal 66 Sekunden dauerte es bis zum erneuten Treffer durch Patrick Zimmermann. Hayden Trupp setzte ihn gekonnt in Szene, nun stand es schon 2:0 für die Gastgeber. Von Waldkraiburg war zunächst nicht viel zu sehen, aber auch Königsbrunn verpasste es den Sack zuzumachen und weitere Treffer nachzulegen. Ab der 30. Spielminute kippte die Partie, dank zweier blitzschnell und sauber vorgetragener Konter stand es bis zur 33. Spielminute plötzlich 2:2. Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn in der 35. Spielminute kassierte Matthias Forster zunächst 2+2 Spielminuten Strafzeit. Die Gäste zeigten jetzt starkes Powerplay und legten zwei weitere Treffer nach, Jennifer Harß war bei allen Toren ohne Chance. Königsbrunn lag jetzt nach vier Gegentreffern in sieben Spielminuten mit 2:4 hinten und musste mit dem Rückstand in die letzte Pause. Doch auch im letzten Drittel kamen die Gastgeber nicht mehr in die Gänge und kassierte in der 42. Spielminute ein weiteres Tor, und das obwohl die Brunnenstädter in Überzahl spielen durften. Königsbrunn wechselte jetzt den Goalie, für Jennifer Harß stand nun Donatas Žukovas im Tor. Im weiteren Spielverlauf hagelte es viele Strafzeiten, vor allem für die Heimmannschaft. Waldkraiburg zeigte sich weiter konzentriert und legte zwei weitere Treffer nach, die Gastgeber blieben im letzten Spielabschnitt erschreckend farblos und verlieren am Ende mit 2:7. Zudem handelte sich Aleksander Polaczek nach einer Faustkampfeinlage eine Spieldauerstrafe ein und muss nun eine Partie aussetzen. Königsbrunn verliert zurecht das Heimspiel gegen clevere Gäste aus Waldkraiburg, die ihre Chancen eiskalt verwandelten und am Ende nichts mehr anbrennen ließen. Die Brunnenstädter präsentieren wie schon gegen Erding wieder zwei Gesichter und produzierten zu viele unnötige Strafzeiten. Die Löwen zeigen Zähne und holen sich zurecht drei Punkte gegen pomadig auftretende Gastgeber. Königsbrunns dritter Vorstand Tim Bertele war nach dem Spiel sichtlich angesäuert und kritisierte das Auftreten seiner Mannschaft. Aber auch Coach Sven Rampf war nach der Begegnung enttäuscht von der gezeigten Leistung: „Wir haben heute bis zum 2:0 ja noch ganz ordentlich Eishockey gespielt, obwohl wir auch schon im ersten Drittel ein paar Chancen abgegeben hatten. Ich weiß nicht was dann passiert ist, wir haben von da an gar nicht mehr Eishockey gespielt und noch schlechter gespielt als am letzten Freitag. Am Ende haben wir verdient verloren, Waldkraiburg hat clever gespielt und wir haben gar nichts mehr richtig gemacht, sind keine Checks gefahren und haben die Gegenspieler nicht mehr gedeckt. So kommt dieses Ergebnis zustande, wir müssen das Spiel jetzt abhaken und es beim nächsten Mal besser machen.“ |
|
| EHF Passau Black Hawks Mighty Dogs zu Gast in der EisArena - Black Hawks empfangen Schweinfurt um 18.30 Uhr (BYL) Am Sonntag um 18.30 Uhr treten die Passau Black Hawks zum zweiten Mal an diesem Wochenende zu einem Heimspiel an. Nur 48 Stunden nach dem Heimspiel gegen Pegnitz, empfangen die Passau Black Hawks die Mighty Dogs Schweinfurt. Die Unterfranken aus der Kugellagerstadt sind hervorragend in die Bayernliga Abstiegsrunde gestartet. Nach vier Spielen grüßen die Schweinfurter mit 10 Punkten von Platz eins in der Tabelle – bei einer Partie mehr auf dem Konto im Vergleich zu den Passau Black Hawks. In der Vorrunde mussten sich die Passau Black Hawks in Schweinfurt mit 1:3 geschlagen geben, konnten aber ihr Heimspiel mit 2:0 gewinnen. „Ich denke wir werden ähnlich knappe und spannende Spiele gegen Schweinfurt sehen wie in der Vorrunde! Es liegt jetzt an uns vorzulegen – die Heimspiele müssen unbedingt gewonnen werden.“ so Christian Eder vor dem wichtigen Wochenende gegen die Bayernligisten. Aufpassen müssen die Passau Black Hawks vor allem auf Patrik Rypar (13 Scorerpunkte/ 4 Spiele) und Kontingentspieler Josef Straka (9 P./ 4 Sp.). In der Verteidigung können sich die Mighty Dogs auf Offensivverteidiger Christopher Schadewaldt verlassen. „Wie in der Vorrunde dürfen wir Schweinfurt keinen Platz auf dem Eis lassen und früh stören.“ erklärt Black Hawks Trainer Christian Zessack. Die Passau Black Hawks können zum Spiel gegen Schweinfurt wieder auf die Dienste von Topscorer Petr Sulcik zählen. Der quirlige und technisch starke Stürmer kehrt an diesem Wochenende in den Mannschaftskader zurück. Christian Zessack hat somit die Qual der Wahl welche zwei Kontingentspieler an diesem Wochenende auflaufen werden. „Wir sind natürlich froh, dass sich das Lazarett langsam lichtet und wir wieder auf einen breiteren Mannschaftkader zurückgreifen können.“ freut sich der Black Hawks Coach vor dem Duell mit dem Bayernligisten. Gelingt den Passau Black Hawks ein Sieg gegen die Unterfranken winkt als Lohn die Tabellenführung in der Verzahnungsrunde Gruppe B. Als Zielvorgabe gilt unverändert, der schnellstmögliche Klassenerhalt der Eishockey Bayernliga. Die Zuschauer in der Passauer EisArena dürfen sich auf rassiges Eishockeyspiel mit vielen Emotionen und einer herausragenden Stimmung freuen. „Live-Sport zu erleben ist durch nichts zu ersetzen.“ so Oliver Czapko, Pressesprecher der Passau Black Hawks. Tickets erhalten Sie im Vorverkauf beim Reisebüro Eichberger, Fußgängerzone sowie der Tankstelle Färber, Maierhof. Die Abendkasse öffnet um 17.30 Uhr. |
|
| EA Schongau Clever, kämpferisch und kaltschnäuzig - EA Schongau besiegt die starken Amberger Löwen in ihrer Arena ! (BYL) Der ERSC Amberg machte über die gesamte Spielzeit klar, warum sie die starke Gruppe 1 der Landesliga gewonnen hatten. Auch wenn die EA Schongau von der 9. Minute an in Führung lag, zu keiner Zeit konnten sich die Mammuts in Sicherheit wägen. Doch die Leistung der Schongauer war dem Gegner angepasst. Taktisch und kämpferisch sehr stark und zudem sehr diszipliniert boten sie den Oberpfälzern jederzeit Paroli. Und ganz wichtig – gerade in die stärksten Phasen der Gastgeber setzten sie sehr abgeklärt ihre Nadelstiche. Bis auf Goalie Daniel Blankenburg, der seiner Verletzung noch geschont wird, Stürmer Fabian Magg und den Verteidigern Tobias Dressel und Simon Fetschele konnte das komplette Team die Fahrt nach Amberg antreten. Und das Team, dass vertretungsweise von Andreas Leschinger gecoacht wurde, bestätigte den Trainingseindruck von Teammanager Martin Resch - „ die Jungs sind richtig gut drauf!“ Sie überstanden nach der langen Busfahrt die Anfangsdruckphase der Gastgeber schadlos, fingen sich aber ausgerechnet in Überzahl einen Konter der Löwen ein – ERSC Topscorer Felix Köbele brachte die Amberger mit 1 : 0 in Front (7.). Die EAS zeigte sich erfreulich wenig geschockt und Sebastian Sutter glich noch in der gleichen Überzahl zum 1 : 1 aus (8.). Und gerade eine Minute später vollendete Jakub Muzik eine sehenswerte Kombination über Matthias Müller und Milan Kopecky zur erstmaligen Führung der Mammuts – 1 : 2 (9.). Dank eines glänzend aufgelegten Lukas Müller im Tor, der u. a. 3 Alleingänge der Löwen entschärfte ging die EAS mit der knappen Führung in den Mittelabschnitt. Auch in diesen 20 Minuten konnte sich keines der beiden Teams entscheidende Vorteile erarbeiten. Die Mammuts blieben defensiv unbeeindruckt, spielten die Partie richtig abgeklärt. Auch oder gerade weil die Amberger vor heimischen Publikum ständig drängten und sich auch ein leichtes Chancenplus erarbeiteten. Direkt abgeklärt wirkte da die Antwort – Milan Kopecky schloss in der 36. Minute einen Konter zum 1 : 3 ab. Und trotz Unterzahl brachte die EAS die Führung auch in die zweite Pause. Bezeichnend dass auch das 4. Tor der Schongauer ein klassischer Konter war. Einen Querpass von Simon Fend jagte Simon Maucher in der 45. Minute unhaltbar unter die Querlatte. Den Gastgebern lief in der, trotz der Brisanz sehr fair geführten Partie nun auch die Zeit davon, um die clever agierende EAS doch noch zu knacken. Doch das 2 : 4 in der 50. Minute war der eindrucksvolle Beweis, dass die Sache noch lange nicht in trockenen Tüchern war. Erst das 5. Tor der Mammuts machte den Deckel endgültig zu! Matthias Müller vollendete in der 54. Minute eiskalt die Vorarbeit seiner Sturmpartner Milan Kopecky und Jakub Muzik. Und auch in den restlichen knapp 7 Minuten ließ die EA Schongau gegen so ein erfahrenes Team wie Amberg in überraschend kaltschnäuziger Manier nichts mehr anbrennen und konnte mit drei weiteren Punkten im Gepäck die lange Heimreise antreten. |
|
| ESV Buchloe Piraten entscheiden verrückten Tor-Krimi für sich - ESV Buchloe gewinnt Torfestival gegen Haßfurt denkbar knapp mit 8:7 (BLL) Ein komplett verrücktes Spiel bekamen gut 250 Zuschauer am Freitagabend in der Buchloer Sparkassenarena geboten, das die Buchloer Piraten am Ende nach 60 turbulenten und vor allem torreichen Minuten mit 8:7 (5:0, 1:5, 2:2) gegen den ESC Haßfurt gewannen. Dabei gaben die Freibeuter nach einem furiosen Auftaktdrittel und einer zwischenzeitlichen 6:0 Führung nach 24 Minuten die Partie gegen die wegen ihrer vier eingesetzten Transferkartenspieler momentan arg diskutierten Haßfurter Mannschaft beinahe noch einmal aus der Hand. Am Ende brachten die Hausherren den hauchdünnen Vorsprung aber dennoch über die Zeit und durften sich über drei Punkte freuen. Vorne weg, auch in diesem Duell traten die Haßfurter, wie schon in den vorangegangenen vier Partien erneut mit vier Kontingentspielern an, die an diesem Abend auch wieder auf dem Eis eine große Rolle spielen sollten. Denn alle sieben Gästetreffer gingen auf das Konto der beiden Tschechen Jakub Sramek und Jan Trübenekr sowie des Slowaken Michal Babkovic. Doch der Reihe nach, denn im Startdrittel war von diesen Dreien zunächst recht wenig zu sehen. Stattdessen legten die Buchloer los wie die Feuerwehr, die übrigens als Dank für die kürzliche Hilfe beim Schneeräumen des Hallendaches vom ESV an diesem Abend eingeladen war. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereut haben, denn schon nach vier Minuten konnten sie die Führung des ESV durch John Boger bejubeln, der einen eigentlich harmlosen Versuch an ESC-Tormann Martin Hildenbrand vorbeibrachte. Als im Anschluss dann der Vorsprung durch David Vycichlo (13.), Christian Wittmann (18.), und einem Doppelschlag von Robert Wittmann und Marc Weigant (20.) bis zur ersten Pause sogar auf 5:0 anwuchs, dachten sicherlich viele schon an eine sehr frühe Vorentscheidung. Zumal den Gästen bis auf wenige Ausnahmen offensiv vor dem wachsamen ESV-Keeper Arion Martinaj fast nichts glückte und die Piraten direkt nach Wiederbeginn sogar das wunderschön herausgespielte 6:0 durch Alexander Krafczyk nachlegten (23.). Doch dann riss plötzlich nach dem ersten Treffer der Gäste durch Michal Babkovic der Faden im Buchloer Spiel (24.). Zwar wirkten die Haßfurter jetzt deutlich verbessert, doch die Buchloer kamen nun überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe und offenbarten defensiv immer wieder Lücken, die die cleveren Topscorer der Hawks ein ums andere Mal ausnutzten. So kamen die Unterfranken bis zur zweiten Pause durch Trübenekr (26./35.), Babkovic (26.) und Sramek (33.) bis auf 6:5 heran. „Nach dem Traumstart im ersten Drittel, wo wir auch das nötige Glück vor dem Tor hatten, lief bei uns gar nichts mehr“, so die treffende Analyse von Piraten-Trainer Alexander Wedl zum Mitteldrittel, der dann zum Schlussabschnitt mit dem Torwartwechsel die Mannschaft vermutlich auch noch einmal wachrütteln wollte. Genau wie bei den Gästen, die schon nach 20 Minuten den Keeper wechselten, kam somit auch Alexander Reichelmeir im letzten Durchgang noch zu seinem Einsatz. Und dieser sah, dass sich seine Vorderleute zumindest wieder etwas fingen. Es entwickelte sich nun ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Buchloer zunächst zwei Überzahlspiele liegen ließen und dabei sogar fast den Ausgleich schlucken mussten, als Reichelmeir bei einem Unterzahl-Alleingang in höchster Not rette (49.). Praktisch im Gegenzug sorgte dann jedoch ein Doppelschlag der Rot-Weißen schließlich für etwas mehr Ruhe. Zunächst traf Simon Beslic im Powerplay flach zum 7:5 (50.), ehe David Vycichlo bei angezeigter Strafe 53 Sekunden später das 8:5 folgen ließ. Doch die Schlussphase wurde wegen des 8:6 Anschlusstreffers von Michal Babkovic (55.) und dem 8:7 durch Jan Trübenekr (59.) doch nochmals richtig spannend. Die Haßfurter nahmen nämlich – wie schon beim 8:7 – den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Und da bei den Buchloern in den letzten eineinhalb Minuten zudem ein Spieler auf der Strafbank saß, wurden die letzten Sekunden zu einer wahren Zitterpartie, die am Ende aber gut für die Buchloer ausging. Schließlich rette man den hauchdünnen Vorsprung ins Ziel, wenngleich dieser vermutlich nächste Woche noch durch den Bayerischen Eissportverband in einen 5:0 Sieg korrigiert bzw. gewertet werden dürfte. So oder so haben die Buchloer aber weitere drei Zähler auf der Habenseite und stehen vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim Bayernligisten in Dorfen (17 Uhr) derzeit mit zehn Punkten unter den begehrten ersten drei Tabellenplätzen. |
|
| EG Diez-Limburg Rockets verlieren in Herford (RLW) Auch im vierten Vergleich gab es für die EG Diez-Limburg gegen den amtierenden Meister nichts zu holen: Die Rockets verloren am Freitagabend das Auswärtsspiel bei den Ice Dragons in Herford mit 1:6 (0:2, 0:2, 1:2). Einmal mehr blieb die EGDL in einem Spiel gegen eines der Spitzenteams deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Beginn des Spiels war gar nicht mal so schlecht, doch mit zunehmender Spieldauer verloren die Gäste den Zugriff auf erneut stark spielende Ice Dragons. Die machten die Führung in Überzahl und legten Sekunden vor der Pause den zweiten Treffer nach. Wenig überraschend die Torschützen: Killian Hutt (11.) und Ben Skinner (20.). Doch wer Herford nur auf diese beiden Ausnahmestürmer reduziert, der macht einen großen Fehler - zumindest galt das für die Partie am Freitagabend. Neuzugang Matyas Kovacs (35.) und Tommy Kuntu-Blankson (38.) bauten die Führung für Herford kontinuierlich aus. Aufbäumen der Rockets? Fehlanzeige! Gefühlt waren erneut nicht alle potenziellen Leistungsträger mit den Gedanken auf der Eisfläche im kleinen Felde zu Herford. Die Quittung dafür folgte auf dem Fuße: Zwei weitere Tore legte Herford noch nach - einmal in Überzahl durch Gleb Berezovsky (43.), einmal in Unterzahl durch Leon Nasebandt (49.). Nicht alle Routiniers durften in diesem letzten Drittel noch am Spielgeschehen teilnehmen - Trainer Stephan Petry griff durch und ließ Akteure sitzen. Den einzigen EGDL-Treffer markierte Jamie Hill (47.). In der Summe zu wenig, um ein Team wie Herford zu gefährden. „Wir haben zu kompliziert und zu undiszipliniert gespielt, uns zu viele Fehler geleistet“, sagte Petry. „Herford war diese fünf Tore besser und hat verdient gewonnen. Natürlich hatten wir auch Pech im Abschluss oder sind am starken Keeper Kieren Vogel gescheitert, aber wir hätten nach einem solchen Auftritt auch nicht mehr verdient gehabt als eine Niederlage.“ |
|
| EHC Neuwied Bären Chancenverwertung macht den Unterschied (RLW) Und so spielt dann eben eine Mannschaft, die die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung anführt: Sie übersteht hinten die eine oder andere Situation mit dem Quäntchen Glück des Tüchtigen und besitzt die Qualität, ihre Torchancen derart cool zu verwerten, dass es dem Gegner eiskalt den Rücken herunterläuft. Im Stile einer Spitzenmannschaft setzten sich die Hammer Eisbären am Freitagabend im Topspiel der Eishockey-Regionalliga West beim EHC „Die Bären" 2016 durch. „Wir haben verdient gewonnen, aber zu hoch", brachte Gästetrainer Ralf Hoja den 7:4-Sieg auf den Punkt. Seine Mannschaft verstand es vorzüglich, genau in den Momenten zuzuschlagen, die der Gegenseite zusetzen und sie mürbe machen. Das 0:1 durch Dustin Demuth fiel zum Beispiel in einer Phase, in der die Neuwieder etwas mehr vom Spiel hatten. Aber während Maximilian Wasser in der dritten Minute Pech mit dem Querbalken hatte und seine Sturmkollegen Deion Müller, Michael Jamieson sowie Martin Brabec weitere gute Gelegenheiten vergaben, schloss der Spitzenreiter konsequenter ab und setzte in Person von Demuth einen gar nicht sonderlich harten Abschluss in die Maschen. Dass Thomas Lichnovsky nach einem gewonnenen Laufduell gegen Sven Schlicht auf 0:2 stellte (23.), entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf. „Ich sah uns zwei Drittel lang als die bestimmende Mannschaft", sagte EHC-Teammanager Carsten Billigmann, der diesmal die Verantwortung auf der Bank trug, weil Chefcoach Daniel Benske aufgrund seiner Sperre nur im VIP-Raum mitzittern konnte und Co-Trainer Andreas Halfmann krankheitsbedingt das Bett hütete. Nicht nur Billigmann hatte diesen Eindruck. Die Bären zeigten, dass der 0:2-Rückstand sie nicht ans Aufgeben denken ließ. „Ich hatte ein gutes Gefühl. Die Jungs warfen trotz der Widrigkeiten alles rein und waren sehr präsent", so Billigmann, der durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Tobias Etzel und Kevin Wilson nur knapp drei Reihen aufbieten konnte. Dieses gute Gefühl bestätigte sich in Minute 26 zum ersten Mal, als Martin Brabec verkürzte (26.). Die große Möglichkeit zum Ausgleich ließen die Einheimischen in doppelter Überzahl dann aber ungenutzt. Stattdessen folgte postwendend der Nackenschlag. Kevin Thau konterte und stellte den alten Abstand wieder her (32.). Thau war zu diesem Zeitpunkt der einzig verbliebene Bestandsteil der Eisbären-Top-Reihe: Der Tscheche Lukas Novacek stand Trainer Hoja nicht zur Verfügung, Ex-DEL-Profi Kevin Orendorz handelte sich in Minute 30 eine doppelte Disziplinarstrafe und damit eine automatische Spieldauer-Disziplinarstrafe ein. Aber der Liga-Krösus besitzt auch ohne diese beiden Leistungsträger eine außerordentliche Qualität, die sich im dritten Drittel auf dem Eis widerspiegelte. Michael Jamieson hatte sein Team zuvor noch einmal herangebracht und mit dem 2:3 (35.) Hoffnungen für den Schlussabschnitt geschürt. Die hatten sich 50 Sekunden nach Wiederbeginn aber bereits erledigt. Erneut Thau und Demuth brachen dem EHC das Genick und bewegten Billigmann zu Auszeit und Torhüterwechsel. Felix Köllejan kam für Jendrik Allendorf. Kevin Trapp (52.) und Oliver Kraft (53.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, Neuwied drohte zumindest in Bezug aufs das Ergebnis unterzugehen, strampelte jedoch dagegen an. „Stark, dass wir nicht aufgegeben und stattdessen bis zum Ende Moral gezeigt haben", kommentierte Billigmann die Tore von Stephan Fröhlich (53.) und Deion Müller (55.) zum 4:7-Endstand. Gästetrainer Hoja reagierte unmittelbar danach mit der Auszeit, die kurzen Unkonzentriertheiten störten ihn. Ansonsten hatte er nicht viel auszusetzen: „In den letzten Spielen haben wir das kämpferische Element vermissen lassen. Das konnten wir heute in einem engen Spiel wieder auspacken. Von der Einstellung entspricht unser Spiel bereits Play-off-Eishockey." Weit davon entfernt befanden sich auch die Bären nicht. Sie hätten gegen den knapp zwei Meter großen Torwart-Hünen Sebastian May „nur" ihre Chancen besser nutzen müssen. Dann wäre der Sieg durchaus möglich gewesen. |
|
| Ratinger Ice Aliens Empty Net Goal bringt den Ice Aliens drei Punkte und Platz fünf (RLW) Dustin Schumacher machte in der letzten Spielminute mit einem Rückhandschlenzer aus dem eigenen Drittel den entscheidenden Treffer zum 5:3 und besiegelte damit die Niederlage der Dinslakener Kobras. Damit haben die Ice Aliens die Kobras in der Tabelle wieder überholt und liegen nun auf dem fünften Platz. Wieder sind es nur vier Punkte auf den begehrten Platz Vier, den die EG Diez-Limburg momentan innehat. In einer insgesamt fairen Partie brachten sich die Gäste durch Fouls oftmals selbst aus dem Rhythmus. Dabei haderten sie immer wieder mit den Schiedsrichtern, was zu weiteren Strafen führte. Sieben Strafzeiten, eine Spieldauerstrafe und eine Disziplinarstrafe sind ein deutliches Zeichen. Dagegen spielten die Ice Aliens ihr Spiel, standen in der Defensive erneut gut und gingen im ersten Drittel durch Fischbuch und Traut in Führung. Die Kobras warteten auf Fehler der Ice Aliens, um ihr Heil in Kontern zu suchen. Doch die Schüsse, die durch die Abwehr kamen, fischte Christoph Oster im Tor der Ice Aliens weg. Mit diesem Pausenstand schien ein gutes Polster geschaffen. Doch dann kam mit dem zweiten Abschnitt wieder das „Seuchendrittel“ zurück auf Eis. Wurde der Anschlusstreffer in der 26. Minute noch als Ausrutscher gesehen, folgte nur eine Minute später der Ausgleich. Nun wurde es etwas ruhiger in der Halle, und das Spiel der Ice Aliens wurde zunehmend verfahrener. In der 37. Minute gingen die Kobras erstmals in Führung. Plichta hatte gerade eine Strafzeit abgesessen, als es hinter Oster einschlug. Doch die Gastgeber antworteten postwendend und verwandelten durch Klemmer zum erneuten Ausgleich. Im letzten Drittel war es Max Bleyer, der eine Überzahl nutzte und mit einem satten Schuss von der Blauen Linie den Puck ins linke obere Eck hämmerte. Die Ice Aliens waren wieder vorne, hatten aber noch zwei Minuten zu überstehen. Trainer Vanek zog alle Register, nahm eine Auszeit und den Torwart heraus, doch seine Bemühungen waren vergebens. Schumacher verwandelte den Rückhandschlenzer ins leere Tor der Kobras und damit war die Entscheidung endgültig gefallen. |
| www.icehockeypage.de | Informationen zum Thema | ||
|
- Kaderlisten - Ergebnisse und Tabellen - IHP facebook |













